Ich habe das Recht mitzureden

6669460927_11d090b0b6_b
(c) Michelle Garayburu:  Memory  (CC BY-ND 2.0)

Ob es für mich wichtig ist, ein Mädchen zu sein, kann ich nicht beurteilen, da ich ja nicht weiß, wie es ist, ein Junge zu sein. Ich kann mich nur damit abfinden, dass ich ein Mädchen bin und mein Leben demnach gestalten. In erster Linie sehe ich mich aber als Jugendliche, da ich denke, dass man eher in Altersstufen eingestuft wird und auch ich selbst Personen eher in Altersgruppen einteile als in Geschlechter. Für mein Gefühl selbst ist mir die Kombination aus beidem wichtig. Denn es ist nötig, dass man sich damit auseinandersetzt, in welchem Alter man ist und im welchem Geschlecht.

Mädchen sind gegenüber Jungs nicht mehr so benachteiligt wie früher. Dennoch erlebt man hin und wieder die Benachteiligung des weiblichen Daseins. Sei es, dass einem nicht zugetraut wird schwere Sachen zu tragen oder das Vorurteil, dass Jungs Aufgaben besser erledigen. Über „die Mädchen“ allgemein kann man heute nichts mehr sagen. Jedes Mädchen verhält sich individuell und es gibt viele verschiedene Gruppen, in denen sich Mädchen hineinfügen. Ich persönlich arbeite aber am liebsten mit Jungs in einer Gruppe, da ich mich von Anhieb besser mit dem männlichen Geschlecht verstehe. Zur Zeit arbeite ich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes in der Bundesstelle der KjG (Katholische junge Gemeinde) e.V. in Düsseldorf. In meiner Freizeit bin ich im Schützenverein. Auch das Motorradfahren hat auch mein Interesse geweckt, weshalb ich im Frühjahr einen Motorradführerschein anfange.

Ich wäre gerne an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen beteiligt, die grade die Jugendlichen betreffen, denn ich als Jugendliche habe ja dann wohl das Recht mitzureden. Außerdem wissen wir Jugendlichen/Mädchen am besten über unseren Zustand Bescheid und können diesen reflektieren. Auch wenn ich manchmal eher schüchtern bin, ist es mir wichtig, dass Andere erkennen, dass ich auch meinen eigenen Kopf habe und Entscheidungen treffe. Außenstehende sollen mich richtig kennenlernen und keine Vorurteile über mich haben.

Kommentare

  1. ich muss sagen, da hat das Junge Mädchen tapfere Worte hinterlassen,weiter so ! Wie würde es mit aktuellen Mädchen Interviews, christoph meldest du dich bei mir ?

  2. Ich finde Deutschland im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter vorbildlich. Hier hat man größtenteils gleiche Möglichkeiten und so wird es auch in Zukunft sein, davon bin ich felsenfest überzeugt. Angela Merkel ist für mich persönlich das beste Beispiel, um sagen zu können: in Deutschland haben Männer und Frauen gleiche Chancen. Eine Frau an der Spitze eines der mächtigsten Länder der Welt, das beweist, dass das Geschlecht mittlerweile keine Rolle mehr spielt. Deutschland schreitet mit gutem Beispiel voran, jetzt gilt es andere Länder auch von solch einem toleranten Handeln zu überzeugen, beispielsweise die zahlreichen arabischen Länder.

    • Auch wenn das jetzt leider nicht mehr viel mit dem Artikel zu tun hat, ich muss diesem Missionierungsgedanken, den du da ansprichst, widersprechen.
      Natürlich hast du im Großen und Ganzen Recht, die Gleichstellung ist in den letzten Jahrzehnten enorm vorangeschritten und nahezu erreicht. Das ist gut. Zwei Dinge habe ich aber anzumerken:
      Erstens, Sexismus ist immernoch da und es gilt ihn immernoch zu bekämpfen, auch hier in Deutschland. Statt in diskriminierenden gesetzen äußert er sich heute in beidseitig eingrenzenden Rollenbildern. Und da gibt es noch einiges zu tun, Deutschland in dieser Hinsicht "vorbildlich" zu nennen wäre gewagt.
      Zweitens, Kulturchauvinismus. Einfach mal davon auszugehen, dass ausgerechnet du und ich in die objektiv beste aller möglichen Kulturen hineingeboren wurden. Und dass andere Kulturen sich glücklich schätzen sollen, wenn wir ihnen gnädig etwas von unserer abgeben. Ich will hier ja nicht das Gegenteil behaupten, andere Kulturen sein besser als unsere. Ich will nur darauf hinweisen, dass wir nicht in der Position sind, darüber zu urteilen.
      Abschließen möchte ich mit einem Comic, der den ersten Punkt anschneidet und den zweiten wunderschön untermalt:
      http://emerginganabaptist.com/wp-content/uploads/2012/12/Nothing-Covered-But-Her-Eyes.jpg

      Beste Grüße,
      Wanda

      ps: Bin gerade erst auf die Seite gestoßen und habe erst ein bisschen gestöbert. Finde sie aber bis jetzt echt spitze!

einen Kommentar senden zu Fabian Jaskolla Cancel Reply

Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *