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	<title>AMS &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>AMS &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Neues Gedicht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/03/neues-gedicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AMS]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2024 11:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Notiz]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein neues Gedicht von AMS, ganz kurz, für zwischendurch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein neues Gedicht von AMS, ganz kurz, für zwischendurch.</strong><span id="more-15956"></span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-15958" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/03/Bildschirmfoto-2024-02-29-um-12.04.40-604x600.png" alt="" width="604" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/03/Bildschirmfoto-2024-02-29-um-12.04.40-604x600.png 604w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/03/Bildschirmfoto-2024-02-29-um-12.04.40-300x298.png 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/03/Bildschirmfoto-2024-02-29-um-12.04.40-150x150.png 150w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/03/Bildschirmfoto-2024-02-29-um-12.04.40-768x763.png 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/03/Bildschirmfoto-2024-02-29-um-12.04.40.png 1290w" sizes="(max-width: 604px) 100vw, 604px" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Willkommen bei einer neuen Folge von: Grenzen setzen!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/02/willkommen-bei-einer-neuen-folge-von-grenzen-setzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AMS]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2024 11:58:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[AMS nimmt uns weiter mit auf ihre Mission: Grenzen setzen! Im aktuellen Text beschreibt AMS eindrücklich, wie Kraftlosigkeit zu Krankheit und auf Dauer zu einer Notwendigkeit führen kann, Grenzen neu zu definieren &#8211; und wie schwer das ist. Manchmal ist das dann einfach so. It’s a funny old world. Manchmal, wenn man so macht und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AMS nimmt uns weiter mit auf ihre Mission: Grenzen setzen! Im aktuellen Text beschreibt AMS eindrücklich, wie Kraftlosigkeit zu Krankheit und auf Dauer zu einer Notwendigkeit führen kann, Grenzen neu zu definieren &#8211; und wie schwer das ist.</strong> <span id="more-15914"></span></p>
<p align="justify"><span style="font-size: large;"><b>Manchmal ist das dann einfach so.</b></span></p>
<p align="justify"><span lang="en-US">It’s a funny old world. </span>Manchmal, wenn man so macht und tut, dann merkt man gar nicht was man so macht und tut. Und dann, irgendwann, wenn es nicht mehr geht, dann merkt man es. Wenn man zum Beispiel krank ist. Oder wenn man trauert, gelähmt ist. Manchmal gehen Krankheit oder Trauer nach einer gewissen Zeit wieder weg. Aber manchmal auch nicht. Und dann bleibt sie, die Krankheit. Nistet sich ein. Wird chronisch. Eine überproduzierende Schilddrüse. Ein kaputter Zahn. Eine Depression. Für eine Grippe, da wird man krankgeschrieben, man bleibt zu Hause und die Leute schreiben: Gute Besserung! Werd schnell wieder gesund! Bleib zu Hause, nimm dir Zeit! – und dann nach einer oder 2 Wochen, da soll man dann wieder auf der Arbeit auftauchen. Man soll wieder in die Uni gehen. Man soll wieder Freunde treffen. Kein Problem. Aber wenn eine Krankheit chronisch ist, wenn sie sich in Mark und Bein eingefressen hat und einen einfach nicht mehr loslässt, dann muss man lernen damit zu leben. Man kann nicht dagegen ankämpfen. Man muss die Tür ein Stück aufmachen und sagen: Hallo Krankheit, wir gehen wohl ein Stück zusammen. Und weil du jetzt hier bist, kann ich ein paar andere Dinge nicht mehr machen. Meine Grenzen verschieben sich jetzt wohl. Weil ich mich nicht mehr nur auf mich, sondern auch auf dich konzentrieren muss.</p>
<p align="justify">Das Problem ist nur, manche Krankheiten sind von außen gar nicht zu erkennen. Wie ein kaputter Zahn oder eine zu aktive Schilddrüse, eine leichte bis mittlere Depression oder eine Angststörung. Und weil man sie nicht sieht, fragt niemand: oh, wie geht es dir heute? Nein, die Menschen erwarten, dass man genauso viel leistet, wie die Menschen, die eben keine Zahn- oder Schilddrüsen- oder Depressions- und Angstprobleme haben. Aber dem ist nicht so. Nein! Man steckt doppelt so viel Energie in die kleinen Dinge, wie andere Leute.</p>
<p align="justify">Und es gibt manchmal kein Ende in Sicht. Zum Beispiel bei Trauer. Manchmal geht die Trauer nach 3 Monaten. Zumindest ist das wohl ungefähr der Zeitpunkt, an dem die Menschen aufhören zu fragen, wie es denn so geht. Das ist dann wohl der Zeitpunkt, an dem man wieder arbeiten gehen sollte. An dem man wieder daten sollte. An dem man nicht mehr jeden Tag Kerzen anzünden und auf den Friedhof gehen sollte. Aber die Trauer ist nicht weg. Manchmal bleibt sie viel, viel länger, und sie sagt einfach nicht: So, jetzt gehe ich weiter. Ich war lang genug bei dir. Nein, dazu lässt sie sich einfach nicht herab. Man muss die Tür ein Stückweit aufmachen und sagen: Wir gehen jetzt eine Weile zusammen. Und vielleicht gehen wir für immer zusammen oder vielleicht bist du doch nicht so lange da wie ich dachte, vielleicht werde ich anders wegen dir und vielleicht werde ich besser wegen dir aber auf aller jeden Fall kann ich nicht gegen dich ankämpfen, weil das wäre viel zu anstrengend. Und dann muss die Trauer in das Leben einberechnet werden. Und das verschiebt Grenzen. Wie eine Krankheit, die einfach nicht weggehen will, so kann auch die Trauer bleiben. Und alles, was man fühlt, ist Verlust. Denn manchmal wird es so schwer, als würde man jeden Tag einen Marathon laufen aber einfach nicht fitter werden. Obwohl man ja eigentlich im Dauertrainingslager ist. Und weil man jeden Tag einen Marathon läuft, ist vielleicht nicht mehr so viel Energie für andere Sachen da. Und sich das einzugestehen, das ist gar nicht so einfach. Aber das Ding an der ganzen Sache ist: es geht ja nicht anders. Es ist scheiße. Aber es geht ja nicht anders. Und deswegen hat man keine Wahl. Man muss Grenzen manchmal neu setzen. Weil sich die Rahmenbedingungen ändern. Und das ist manchmal gar nicht so einfach. Aber nur, weil man dann vielleicht nicht das Praktikum machen kann oder mit 27 einen PhD anfängt oder alle CPs in einem Semester absolviert oder den Pendeljob annimmt oder die Weiterbildung zu Ende macht. Macht es uns nicht zu Menschen, die weniger wert sind. Es macht uns zu Menschen, die auf sich selbst achten. Und mehr kann man wirklich nicht verlangen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stand up for yourself</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/12/stand-up-for-yourself/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AMS]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2023 09:44:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu sich selbst zu stehen ist oft gar nicht so leicht. Für non-binäre Menschen manchmal ein Spagat zwischen dem erlernten Respekt vor Autoritätspersonen und dem Respekt vor sich selbst. Ein Beitrag zu ein paar grundlegenden Fragen von AMS. Willkommen zurück beim Thema „Grenzen setzen“! Heute: misgendern. Zunächst eine kleine Bestandsaufnahme meines bescheidenen Daseins: Ich nutze]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class=""><strong>Zu sich selbst zu stehen ist oft gar nicht so leicht. Für non-binäre Menschen manchmal ein Spagat zwischen dem erlernten Respekt vor Autoritätspersonen und dem Respekt vor sich selbst. Ein Beitrag zu ein paar grundlegenden Fragen von AMS.</strong><span id="more-15861"></span></p>
<p><span class="x1lliihq x1plvlek xryxfnj x1n2onr6 x193iq5w xeuugli x1fj9vlw x13faqbe x1vvkbs x1s928wv xhkezso x1gmr53x x1cpjm7i x1fgarty x1943h6x x1i0vuye xvs91rp xo1l8bm x5n08af x10wh9bi x1wdrske x8viiok x18hxmgj" dir="auto"><span class="x193iq5w xeuugli x1fj9vlw x13faqbe x1vvkbs xt0psk2 x1i0vuye xvs91rp xo1l8bm x5n08af x10wh9bi x1wdrske x8viiok x18hxmgj">Willkommen zurück beim Thema „Grenzen setzen“! Heute: misgendern.<br />
Zunächst eine kleine Bestandsaufnahme meines bescheidenen Daseins: Ich nutze 2 Namen.<br />
Einmal einen etwas längeren, meinen Passnamen, und einmal einen etwas Kürzeren. Mit dem<br />
Kürzeren sprechen mich die meisten Menschen an. Freund*innen, Bekannte,<br />
Kommiliton*innen. Den zweiten Namen nutze ich für die Arbeit, mit meiner Familie und<br />
generell – was nicht immer auch auf die beiden zuvor genannten zutrifft – mit Menschen, bei denen ich das Gefühl habe, es ist nicht *sicher* sich als nicht-bin.r zu „outen“. Kompliziert wird es dann, wenn sich Bereiche überschneiden, aber dazu später mehr. Ich habe unterschiedliche Beziehungen zu meinen Professor*innen, mit einigen kann ich offen sprechen, mit anderen nicht. Mit meiner Professor*in N sprach ich offen über mein Queer sein und die Konsequenzen für beispielsweise meinen Umgang mit Namen und Pronomen. Ihre Forschung und Lehre beinhaltet extrem persönliche Elemente, sodass es eigentlich nicht anders geht, als auch private Aspekte des Selbsts zu teilen. Wir sitzen also im Seminargebäude und diskutieren, wer welches Referat bekommt. Eine eigentlich unverfängliche Situation. Und dann, out of nowhere, nutzt N zweimal den langen Namen. Der Kurs schaut auch mich verwirrt an. Ich bin wie vom Blitz getroffen, ich schaue mich um, in mir zieht sich alles zusammen und ich rutsche in einen Tunnelblick, schneller Puls, Schwitzen.. Wieso hat sie das gemacht? Wenn ich das jetzt so stehen lasse, dann denken alle anderen, das dieser Name gerade okay ist. Dann werde ich diese Situation noch viel öfter erleben. Also melde ich mich. Wieso melde ich mich, die Situation ist für alle anderen doch schon längst vorbei!</span></span></p>
<p><span class="x1lliihq x1plvlek xryxfnj x1n2onr6 x193iq5w xeuugli x1fj9vlw x13faqbe x1vvkbs x1s928wv xhkezso x1gmr53x x1cpjm7i x1fgarty x1943h6x x1i0vuye xvs91rp xo1l8bm x5n08af x10wh9bi x1wdrske x8viiok x18hxmgj" dir="auto">Ich sage: ich nutze diesen Namen nicht. Mir steigen die Tränen in die Augen. Ich will nicht im Seminar weinen. Peinlich?! Neben mir fragt eine Freundin: willst du raus gehen? Ich stehe auf und gehe aus dem Raum. Eine scheinbar kleine Situation und doch…! Wieso? Das erschreckende in dieser Situation war, dass ich normalerweise nie etwas zu Misgendering oder „falschem Namen“ sage. Nie. Denn es bedeutet, dass ich mir sicher sein müsste, in welchen Situationen ich was will. Dass ich diese „Regeln“ dann eindeutig an meine Mitmenschen kommunizieren müsste. Der Druck, dann bei meinen Entscheidungen zu bleiben, mich nicht nochmal weiterbewegen und umentscheiden zu dürfen. Die Angst, dass dann die gesamte Aufmerksamkeit auf mir liegt und ich.. „emotional bin“. Mein Gott, wie schlimm. Jemand ist emotional… Aber in dieser Situation war ich emotional, gerade WEIL ich etwas klargestellt habe, für mich selber eingestanden bin und eine à Grenze gesetzt habe. Aber wieso schaffen ich und so viele, wie ich glaube gerade weiblich sozialisierte Menschen es so oft nicht, in vermeintlich kleinen Situationen etwas zu sagen? Wieso muss es erst an den Punkt kommen, dass es berührend ist, wenn dann doch etwas gesagt wird? Es muss ja gar nicht zu etwas Großem werden, sicherlich hätte es einen kleinen, charmanten Weg gegeben, kurz zu intervenieren? Wieso ist es so emotional konnotiert? Es geht gerade um das Gesehen werden, um die eigene Identität und das Raum einnehmen.</span></p>
<p><span class="x1lliihq x1plvlek xryxfnj x1n2onr6 x193iq5w xeuugli x1fj9vlw x13faqbe x1vvkbs x1s928wv xhkezso x1gmr53x x1cpjm7i x1fgarty x1943h6x x1i0vuye xvs91rp xo1l8bm x5n08af x10wh9bi x1wdrske x8viiok x18hxmgj" dir="auto">Und gleichzeitig stellt ein kleines Einhaken in vielen Kontexten, in denen ich mich gerade nicht<br />
wohl fühle, ein Autoritätenwidersprechen war. Ein relativ traditioneller Wert, würde ich sagen.<br />
Respect your elders. Und das, gemischt mit der, mutmaßlich ebenfalls preußischen Maxime,<br />
keine Emotionen zu haben, zu funktionieren, diszipliniert zu sein. What an awful cocktail of<br />
ideals. Kein Wunder also, oder? Aber no longer. I am on a mission! Das Problem fängt eigentlich gerade erst an, sich zu entfalten. Denn ja, ich habe Recht: Ich habe mich vor meinen Kommiliton*innen für mich selbst eingesetzt und nun – mit noblen Absichten – setzen sie sich für mich ein, auch wenn ich nicht dabei bin. So weit so gut. Aber in Kontexten, in denen ich genau das Gegenteil oder nur einen kleinen Unterschied bislang kommuniziert habe. Das bedeutet, dass ich nun mit Professor*innen reden muss, mit denen ich bislang *bewusst* das Gespräch vermieden habe. Dass ich über persönliche Dinge mit Menschen reden muss, mit denen ich wirklich nicht mehr als Formalien austauschen möchte. Dass ich Situationen in langer Name kurzer Name einordnen muss oder mich generell mal damit auseinander setzen muss, was diese Zweiteilung eigentlich mit mir macht. Und mit meiner Umwelt. Und wieso ich nicht bedingungslos zu mir stehen kann. Das Grenzen setzen und kommunizieren geht also weiter. Stay tuned.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jetzt werden Grenzen gesetzt!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/11/jetzt-werden-grenzen-gesetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AMS]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2023 12:16:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Was AMS wohl vorhat? Wir sind gespannt. Ich führe derzeit ein Experiment durch. Die beige-pastellfarbenen Kacheln auf Instagram würden es wahrscheinlich „boundaries setzen“ nennen. In anderen Worten: Ich erkenne und kommuniziere meine Grenzen und gehe explizit dem nach, was sich gut anfühlt. Klar, das ist nicht rocket science aber als weiblich gelesene Person ist es]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was AMS wohl vorhat? Wir sind gespannt.</strong><span id="more-15793"></span></p>
<p>Ich führe derzeit ein Experiment durch. Die beige-pastellfarbenen Kacheln auf Instagram<br />
würden es wahrscheinlich „boundaries setzen“ nennen. In anderen Worten: Ich erkenne und<br />
kommuniziere meine Grenzen und gehe explizit dem nach, was sich gut anfühlt.<br />
Klar, das ist nicht rocket science aber als weiblich gelesene Person ist es schon ein kleines<br />
Wagnis. Denn natürlich habe ich – und let’s be honest die meisten FLINTA* in meinem Umfeld<br />
&#8211; bisher nicht wirklich gelernt, in kleinen Situationen meine eigenen Grenzen aufzuzeigen,<br />
geschweige denn sie zu kennen und gleichzeiig auf der anderen Seite proakiv auf Dinge, die<br />
ich möchte, zu zugehen. Nein, wir lernen immer schön passiv zu sein. Aber nicht mehr lange!<br />
I am on a mission!</p>
<p>Das ist aus mehreren Hinsichten für mich interessant, denn a) lerne ich extrem viel über mich<br />
selber. Dinge dich ich vorher gar nicht wusste. Und b) wird gleichzeitig Einiges über meine<br />
Mitmenschen offenbart. Über sie als Menschen, sowie über unser Verhältnis. Und so bin ich<br />
jedes Mal gespannt, welche Reaktionen mein Verhalten hervorruft. Wenn gleich dieses<br />
Grenzen aufzeigen auch erstmal Reaktionen in mir hervorrufen.</p>
<p>Ich werde euch also diesen Winter in den kommenden Blogeinträgen mit auf meine kleine<br />
Reise nehmen. Freut euch auf einen Grenzen-kommunizieren Winter mit AMS. Wow. It’s the<br />
little things, right?</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Do Look Back In Anger</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/10/do-look-back-in-anger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AMS]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2023 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[patriarchat]]></category>
		<category><![CDATA[Wut]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Kampf gegen das Patriarchat schwankt AMS zwischen Wut und Ohnmacht hin und her. Das Schlimmste am Patriarchat –für mich – ist die Wut, die ich mir nicht erhalten konnte. Wenn die Resignation sich breit macht. Und dann die Leere nach halt. Die Angst, die ihren Platz einnimmt. Und schließlich das Ausgeliefertsein. Falls ich meine]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Kampf gegen das Patriarchat schwankt AMS zwischen Wut und Ohnmacht hin und her.</strong><span id="more-15736"></span></p>
<p>Das Schlimmste am Patriarchat –für mich – ist die Wut, die ich mir nicht erhalten konnte. Wenn die Resignation sich breit macht. Und dann die Leere nach halt. Die Angst, die ihren Platz einnimmt. Und schließlich das Ausgeliefertsein. Falls ich meine Wut wieder finde, melde ich mich. Dann gehen wir wieder auf Demos. Dann rufe ich wieder „nonbinary people exist, deal with it!“. Dann wehre ich mich wieder,wenn mich irgendein Hanswurst misgendert oder Kids in der Straßenbahn ein lustiges Foto von meinen Beinhaaren machen. Vielleicht sieht der Kampf dann auch anders aus. Wahrscheinlich. Ich werde älter sein. Ich bin es jetzt schon. Vielleicht finde ich einen eigenen Umgang mit meiner Wut. Einen nachhaltigeren.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine Ode an die demografische Pyramide</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/09/eine-ode-an-die-demografische-pyramide/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AMS]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2023 08:53:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[AMS zeichnet ein Bild des Alltags als junger Mensch in einer Gesellschaft, die immer mehr zu fordern scheint, als überhaupt leistbar ist. Ich putze. Ich wasche die Wäsche. Ich koche. Ich frage, wie es dir geht. Ich koche dir was zu essen. Ich gehe in die Uni. Ich mache eine Gruppenarbeit. Du bist 5 Wochen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AMS zeichnet ein Bild des Alltags als junger Mensch in einer Gesellschaft, die immer mehr zu fordern scheint, als überhaupt leistbar ist.</strong> <span id="more-15699"></span></p>
<p>Ich putze. Ich wasche die Wäsche. Ich koche. Ich frage, wie es dir geht. Ich koche dir was zu<br />
essen. Ich gehe in die Uni. Ich mache eine Gruppenarbeit. Du bist 5 Wochen im Urlaub. Du<br />
willst trotzdem die CP abgreifen. Du sagst, du kannst es ja hinterher ausgleichen. Du fragst<br />
nicht, du sagst. Ich mache eine Gruppenarbeit. Ich sage etwas im Seminar. Du sagst das Gleiche<br />
im Seminar. Der Dozent sagt dir: gut gemacht! Ich schreibe mit. Du schreibst nicht mit. Du<br />
nimmst meine Seminarnotizen. Ich putze. Du hast viel Besuch. Ich putze. Ich sage, bitte putz.<br />
Ich putze. Ich frage, wie es dir geht. Ich überlege, was du brauchst. Ich überlege, was ich falsch<br />
gemacht habe. Ich überlege, wie ich dich unterstützen kann. Ich überlege, was ich dir geben<br />
kann. Ich koche. Ich gehe in die Uni. Ich organisiere eine Mitfahrgelegenheit für uns. Ich<br />
schiebe meinen Terminkalender um, damit wir uns sehen können. Ich frage dich, wie es dir<br />
geht. Ich koche. Ich putze. Ich denke, dass ich müde bin. Ich mache eine Gruppenarbeit. Ich<br />
gehe zur Lohnarbeit. Ich mache Finanzen. Ich kaufe ein. Ich bin müde. Ich gehe in die Uni. Der<br />
Dozent sagt: nehmt es mir nicht übel, ich bin halt älter als ihr, deswegen gebe ich euch<br />
Lebensratschläge. Der Dozent redet. Er redet. Er redet. Er fragt nach Feedback. Er wehrt ab. Er<br />
redet. Er redet. Die Dozentin sagt, wir müssen soziale Projekte im Seminarrahmen machen.<br />
Vielleicht was zu Nachbarschaften. Was zu Generationen. Wir können so viel von den Alten<br />
lernen. Im Stadtbild ist kein Platz für die Alten. Die alten Dozenten reden. Und sie reden. Meine<br />
Familie redet. Ich bin das jüngste Mitglied. Ich höre zu. Ich frage mich, was ich tun kann. Ich<br />
gehe durch die Stadt. Ich habe kein Geld. Es gibt keinen Raum, in dem ich nicht konsumieren<br />
muss. 46% aller 14-29-jährigen sind gestresst. Die größte Gruppe. Genauso bei Angst,<br />
Antriebslosigkeit und Selbstzweifel. Die Lebenshaltungskosten sind gestiegen. Die Klimakrise<br />
ist kaum mehr abzuwenden. Krieg in der Ukraine. Altersarmut wird mit dem Rentensystem<br />
immer wahrscheinlicher. Inflation. Um Wohlstand zu erwirtschaften, muss meine Generation<br />
viel mehr tun als Bisherige. Ich frage, wie es dir geht. Ich koche, ich putze, ich wasche, ich kaufe<br />
ein, ich schreibe mit, ich arbeite, ich studiere, ich fahre, ich frage, wie es dir geht, ich überlege,<br />
was ich tun kann. Den älteren Generationen muss zugehört werden. Wir können so viel von<br />
ihr lernen. Er redet. Im Seniorenheim kommt manchmal Ahmad. Wir sind sehr interkulturell.<br />
Er redet. Ich frage, was braucht ihr von uns. Er redet, er redet, er redet, er redet. Jede*r<br />
vierte*r Student*in lebt in oder an der Armutsgrenze. Noch nie war die Zahl. der an Depression<br />
erkrankten so hoch. Noch nie die Zahl der fehlenden Therapieplätze. Gewalt an trans*<br />
Menschen nimmt zu. Antisemitische Hetze nimmt zu. Rassistische GewalIaten nehmen zu.<br />
Die AfD zweistellig. Hört den alten Leuten zu. Ich wasche, ich kaufe ein, ich putze, ich gehe zur<br />
Uni, ich gehe zur Lohnarbeit, das Geld reicht nicht, was esse ich an den letzten Tagen im<br />
Monat? Wie du warst noch nie in der Oper? Kulturbanause! Ich überlege, ob ich lieber Reis<br />
oder Kartoffeln kaufe, für beides reicht das Geld nicht. Ich schreibe. 150€ für einen Text bringen<br />
mich in den nächsten Monat. Ich gehe zur Therapie.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zukunftsplenum</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/05/zukunftsplenum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AMS]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2023 08:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[AMS fragt sich, wie ein Leben in der Zukunft aussehen könnte, wenn AMS nicht in einer romantischen Beziehung lebt, sondern andere Formen des Zusammenlebens sucht. Meine Oma fragt mich, ob ich an Weihnachten meinen Freund mitbringe. Oder an Ostern. Oder zum Geburtstag meiner Mutter. Immer. Wenn wir telefonieren, fragt sie mich wie es meinem Freund]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AMS fragt sich, wie ein Leben in der Zukunft aussehen könnte, wenn AMS nicht in einer romantischen Beziehung lebt, sondern andere Formen des Zusammenlebens sucht.</strong> <span id="more-15466"></span></p>
<p>Meine Oma fragt mich, ob ich an Weihnachten meinen Freund mitbringe. Oder an Ostern. Oder zum Geburtstag meiner Mutter. Immer. Wenn wir telefonieren, fragt sie mich wie es meinem Freund geht. Wenn sie mir schreibt, fragt sie, ob mein Freund bei mir ist. Oder ob ich einen neuen Freund habe.<br />
Meine Tante heiratet im Sommer und meine Oma fragt, ob mein Freund mitkommt. Ich sage, ich weiß es noch nicht, denn meine Beziehung ist gerade etwas kompliziert. Ich sage, dass ich vielleicht einfach eine Freundin mitbringe, denn Freund*innenschaften sind genauso wichtig. Aus eigener Erfahrung ist auf sie auch mehr Verlass, sie halten länger, das sage ich aber nicht. Meine Oma sagt: Nein. Nur dein Partner ist eingeladen.</p>
<p>Meine Oma lebt seit 40 Jahren allein. Ich wohne seit 10 Jahren mit Freund*innen zusammen und kann mir nicht vorstellen, mit einem Partner zusammen zu ziehen. Oder Partner*innen, davon mal ganz abgesehen. Während meine Oma ein Leben als selbstbestimmte Frau geführt hat, hat sie gleichzeitig die Abzweigung zum feministischen Lebensentwurf um 180 Grad hinter sich gelassen hat, denn sie fordert von mir in jedem Kontakt die Einhaltung des konservativen Lebensstils. Ich habe immer so getan, als würde mich das kalt lassen. Bis die Einladung zur Hochzeit meiner Tante ins Haus geflattert kam, zu der ich noch nie viel Kontakt hatte. Meine Tante heiratet mit über 60 Jahren und als ich mir das Bild der beiden nicht mehr ganz so jungen Menschen auf der Hochzeitseinladung ansah, habe ich eine kleine Träne verdrückt. Wieso?</p>
<p>Mit Mitteendezwanzig habe ich realisiert, dass der Druck, den ältere Generationen dieser Gesellschaft auf mich aufgebaut haben nicht ganz an mir vorbei gegangen zu sein scheint. Mir fehlt es an weiblichen und oder queeren Vorbildern, die ihr Leben außerhalb dieser Erwartungshaltung führen. Ich wünsche mir eine Alternative aber kannte bis dato niemanden, der das verkörperte.<br />
Kann es ein Leben für weiblich gelesene, nicht-binäre Menschen jenseits der 30 geben? Gibt es beispielsweise im beruflichen Kontext eine Perspektive, in der nicht die eigene Identität geleugnet werden muss? Wie kann Wohnen und Leben aussehen, wenn irgendwann die meisten Freund*innen um einen herum mit ihren romantischen Beziehungen zusammenziehen? Ist mir doch das Schicksal der komischen einsamen Katzenperson zugeteilt? Muss ich für immer in irgendwelchen Hausprojekten leben, mit denen ich mich doch nicht identifizieren kann, nur um nicht im Großstadtjungel komplett zu vereinsamen?</p>
<p>Das Bild der beiden nimmt mir den Druck. Den Druck, dass ich bis Mitteendezwanzig jetzt mal endlich den Partner fürs Leben gefunden haben muss und meine Beziehungen funktionieren müssen und es gab mir gleichzeitig die Hoffnung, dass jenseits der 30 noch so einiges auf mich wartet, von dem ich jetzt nicht mal die leiseste Ahnung habe. Zumindest für den Moment. Wir brauchen Vorbilder, um Alternativen denken zu können und den Mut zu haben, in sie zu vertrauen.</p>
<p>Eine gute befreundete Person hat vorgeschlagen ein Zukunftsplenum abzuhalten. Wieso sich nicht einfach für Freund*innen als Lebenspartner*innen entscheiden?</p>
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