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	<title>Malik &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Pumpen gehen &#038; Geld verdienen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Malik]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2025 09:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Kapitalismus braucht „echte Männer“ – aber Männer brauchen Freiheit. Malik&#8217;s erster Text auf meintestgelände handelt von Druck, Vorbildern und die Chance auf neue Männlichkeiten. Als trans mask Person analysiere ich das Bild von Männlichkeit schon bevor ich von mir selbst überhaupt eingestanden habe, dass ich trans bin. Ich beobachte, imitiere: Wie verhalten sich in unserer]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kapitalismus braucht „echte Männer“ – aber Männer brauchen Freiheit. Malik&#8217;s erster Text auf meintestgelände handelt von Druck, Vorbildern und die Chance auf neue Männlichkeiten.</strong><span id="more-17130"></span></p>
<p>Als trans mask Person analysiere ich das Bild von Männlichkeit schon bevor ich von<br />
mir selbst überhaupt eingestanden habe, dass ich trans bin. Ich beobachte, imitiere:<br />
Wie verhalten sich in unserer Gesellschaft als männlich angesehene Männer? Wie<br />
und worüber reden sie? Wie gestikulieren und wie laufen sie? Wie verhalten sie sich?<br />
Was kann ich davon nachahmen, um von anderen männlicher wahrgenommen zu<br />
werden?</p>
<p>Auch wenn ich durch meine For-you-Page auf TikTok scrolle, wird mir die<br />
Frage von Männern regelmäßig beantwortet: Geh ins Gym, geh pumpen, zieh durch.<br />
Sei ein echter Mann. Nur dann hast du was zu sagen, wirst ernst genommen, bist<br />
angesehen. Ein echter Mann ist unabhängig, reich, unberührbar. Halt durch sowie<br />
Andrew Tate, Elon Musk, Christian Wolf. Dabei ist Männlichkeit an sich eigentlich gar<br />
nicht das Problem. Nur das, was wir daraus machen.</p>
<p>Je größer die Schere zwischen Arm und Reich ist, desto gefestigter sind auch<br />
Geschlechterrollen. Im kapitalistischen System sind Unabhängigkeit und Reichtum<br />
das höchste Gut. Demgegenüber steht die große Angst vor Armut und Menschen<br />
nach Hilfe fragen müssen. In unserer Gesellschaft wird Unabhängigkeit mit dem<br />
starken Männlichen in Verbindung gesetzt, während Sensibilität und Fürsorge häufig<br />
mit etwas schwachen Femininen verbunden werden. Kapitalismus braucht das<br />
Patriarchat. Kapitalismus braucht Menschen, die immer mehr leisten, in Konkurrenz<br />
miteinander stehen, sich vergleichen. Wer in diesem Spiel nicht mithalten kann,<br />
landet unten in der Hierarchie.</p>
<p>Was fehlt sind mehr männliche Vorbilder. Auf Social Media, aber vor allem endlich<br />
auch offline. Postet nicht nur zu feministischen Themen, sondern sagt euren<br />
Kumpels endlich, dass sie nerven und aus ihrem Mund nur misogynes oder<br />
queerfeindliches Gelaber kommt, weil sie denken, so ihre Männlichkeit stärken zu<br />
können. Männliche Vorbilder und das Ansprechen im persönlichen Umfeld sind<br />
wichtig, doch wir müssen noch weitergehen. Denn solange die Strukturen bleiben,<br />
bleibt auch der Druck ein „echter Mann“ zu sein.</p>
<p>Es braucht politische Veränderungen. Es braucht endlich ein Ende der stetig<br />
auseinandergehenden Schere zwischen Arm und Reich. Mehr Umverteilung, weil<br />
extreme Ungleichheit nicht nur unfair ist, sondern auch das Bild des echten Mannes<br />
verstärkt. Und feministische Politik, die auch Männer von diesen starren<br />
Rollenbildern befreit.</p>
<p>Erst, wenn wir diese Strukturen verändern, können Männer frei von der ständigen<br />
Angst sein, nicht männlich genug zu sein. Vielleicht ist die Frage nicht: Wann ist ein<br />
Mann ein Mann? sondern: Warum lassen wir uns von einem System definieren, das<br />
nur auf Geld und Konkurrenz schaut? Vor allem: Wie lange machen wir das noch?</p>
<p>Wir müssen die kapitalistische Männlichkeit überwinden.<br />
All das hält uns davon ab, unsere Stärke im Kollektiv zu entdecken.</p>
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