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		<title>Flüchtlings(helfer)erfahrungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2015 07:09:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Zusammen mit meiner Mutter bin ich zu einem Treffen für freiwillige Flüchtlingshelfer*innen gefahren. Wir beide hatten in dem Bereich noch keine Erfahrung und wollten mal schauen wo man so helfen kann. Ich wurde direkt positiv überrascht, der Raum war rappel voll und man schaute direkt in eine Menge motivierter freundlicher Gesichter. Es waren ungefähr doppelt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammen mit meiner Mutter bin ich zu einem Treffen für freiwillige Flüchtlingshelfer*innen gefahren. Wir beide hatten in dem Bereich noch keine Erfahrung und wollten mal schauen wo man so helfen kann. Ich wurde direkt positiv überrascht, der Raum war rappel voll und man schaute direkt in eine Menge motivierter freundlicher Gesichter. Es waren ungefähr doppelt so viele Frauen wie Männer da. Die Alterspanne war sehr groß, von jugendlich bis Rentenalter war alles vertreten. Obwohl es nicht wirklich viele in meinem Alter (18) gab. Leider blieb meine gute Laune nicht konstant, nach einiger Zeit kam es mir so vor als ob einige Menschen nur erschienen sind, um sich selbst zu profilieren. Fairerweise muss ich dazu anmerken das auf einen dieser Individuen zehn andere kamen die sich einfach nur engagieren wollten. Ein weiteres nettes Erlebnis kam zustande als sich drei Mädchen, die einzigen weiteren Jugendlichen auf der Veranstaltung zu Wort meldeten und Hilfe anboten. Sie stellten sich als arabisch stämmig vor und beherrschten die Sprache und kannten sich mit der Kultur aus. Nach dem Treffen wurde uns dann eine junge Familie vorgestellt, sie waren sehr freundlich und konnten schon ein wenig deutsch und gutes Englisch. Da sie aus Serbien kommen, sind ihre Chancen hier bleiben zu dürfen ziemlich gering. Vor allem, weil sie aus einem sicheren Heimatland sind und manche sie auch als &#8222;Wirtschaftsflüchtlinge&#8220; betiteln würden, genau wie die Flüchtlingsfamilie, die wir danach betreut haben. Ich finde diese Einteilung wirklich gefährlich und ungerecht! Erstens ist es wesentlich leichter Menschen in Schubladen zu stecken, um sie dann abzuschieben und zu verurteilen. Generell rückt es sehr oft in den Hintergrund, dass es sich bei egal welchem Flüchtling um einen Menschen handelt. Es sollte nämlich nie vergessen werden, dass es eine Zeit gab, als Millionen Deutsche auf der Flucht waren, von denen man viele Heute auch als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnen könnte. Ich möchte mit diesem Text keine politische Stellung beziehen. Viel mehr möchte ich einen Impuls geben, dass Menschen nicht einfach kategorisiert werden. Wenn ich in der gleichen Situation wäre, würde ich mich wahrscheinlich genauso verhalten&#8230; und ihr?</p>
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		<title>Depression</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/08/depression/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2015 08:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich denke, wir alle kennen es: Ab und zu geht es uns einfach nicht so gut. Wir haben zu nichts Lust und alles fühlt sich irgendwie sinnlos an. Manchmal haben wir einen guten Grund dafür und manchmal eben auch nicht. Doch nach ein paar Tagen ist es dann meist wieder wie immer und es geht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, wir alle kennen es: Ab und zu geht es uns einfach nicht so gut. Wir haben zu nichts Lust und alles fühlt sich irgendwie sinnlos an. Manchmal haben wir einen guten Grund dafür und manchmal eben auch nicht. Doch nach ein paar Tagen ist es dann meist wieder wie immer und es geht uns besser. Auch bei anderen bemerken wir vielleicht solche Phasen, oft tun wir es ab mit &#8222;Ach, die hat nur ihre Tage&#8220; oder &#8222;Der ist halt einfach etwas empfindlich&#8220;.</p>
<p>Was wäre aber, wenn diese Phase nicht endet? Was ist, wenn uns jeder Tag nur immer mehr herunterzieht und alles nur noch trist und grau wirkt? Oder wenn wir in unserem Umkreis Menschen wahrnehmen, die sich immer mehr abschotten? Dann kann es sein, dass es sich um eine Depression handelt. Depression, was im Lateinischen so viel heißt wie „niederdrücken“ , ist eine psychische Störung. Sie kann sich zum Beispiel durch eine anhaltende &#8222;innere Leere&#8220; äußern oder auch durch fehlende Motivation. Oft zeigen sich auch Unterschiede bei den Geschlechtern, Mädchen neigen oft zu Mutlosigkeit und ständigem Grübeln und Jungs auch zu aggressivem Verhalten.</p>
<p>Schnell kann man durch eine Depression in einem Loch versinken, die Schulleistungen werden immer schlechter und dadurch wird man nur noch trauriger. Soziale Kontakte werden oft belastet oder komplett gestört und so isoliert man sich immer mehr von seinem Umfeld und gerät schließlich in einen Teufelskreis. Doch was kann man dagegen tun? Wenn wir uns selbst so fühlen, sollten wir in jedem Fall mit jemanden reden, dem wir vertrauen. Auch schöne Erlebnisse können einem weiterhelfen. Wenn dies jedoch alles nichts nützt, sollte man ein Gespräch mit einem Experten in Erwägung ziehen. Beobachtet man depressives Verhalten bei Anderen, darf man dies nicht unterschätzen und abtun, sondern sollte diejenigen einfach darauf ansprechen. Oft kann schon ein Gespräch wahre Wunder bewirken. Wenn auch das nicht hilft und man sich wirklich Sorgen macht, muss man andere Bezugspersonen derjenigen darauf aufmerksam machen. Da eine unbehandelte Depression im schlimmsten Fall auch in einem Suizid enden kann, ist eine hohe Sensibilität angebracht, sowohl für euch selbst, als auch für eure Mitmenschen. Denn wer will am Ende sagen müssen: &#8222;Hätte ich mal …&#8220;.</p>
<p><strong>mT:</strong> Es ist ja nicht ganz selbstverständlich, dass ein junger Mann mit knapp 18 Jahren einen Text über Depressionen verfasst…</p>
<p><strong>Paul:</strong> Ich habe mich schon immer für Psychologie interessiert, dafür, wieso Menschen denken wie sie denken oder was sie fühlen. Da Traurigkeit ein so starkes Gefühl ist, hat es mich sehr gereizt etwas darüber zu schreiben.</p>
<p><strong>mT:</strong> Was beobachtest Du in Deinem Umfeld unter Gleichaltrigen oder auch in der Öffentlichkeit.</p>
<p><strong>Paul:</strong> Der Umgang mit dem Thema gefällt mir persönlich nicht, oft wird es belächelt oder ignoriert. Der Zugang zu Psychologen ist für Jugendliche auch ohne weiteres nicht einfach.</p>
<p><strong>mT:</strong> Gibt es aus Deiner Sicht bei Mädchen* und Jungen* einen unterschiedlichen Umgang mit dem Thema?</p>
<p><strong>Paul:</strong> Was die Geschlechter angeht, kann ich natürlich nur aus persönlicher Erfahrung berichten. Vor allem Jungs überspielen es oft und bei Mädchen, besonders bei schüchternen, bemerkt man es oft nicht.</p>
<p>Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/boskizzi/13117649/in/photolist-2aeqn-7pioc-2YvvfV-5wVfam-91U1yK-41ouL-eX4FPH-hcogf-e8Y1p3-7AYRA-9aQFrF-FiEMd-5sWpmc-dVmWJB-6wxotx-9aQF4X-mKUFov-gaviZR-4WLFMy-dVswZm-iRhsEh-6xuMXp-6227z2-9aQDN6-dVsxpC-4XbNU-3PYZVo-7rqMo-fJ1Epu-cydn2j-6sgWBn-ehMEXL-hcozx-jX87Sp-nLCSND-hco7x-hcojW-6XB884-6XFbk5-durD4u-pFa8Tq-k1z67v-66ptUe-nvT8Fo-dnf3UJ-dVmWUt-aCSU94-5vcQT3-8rWUt5-eiaR7D/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">blue state / flickr.com</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC 2.0</a>)</p>
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