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	<title>Sophie &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Sophie &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>Groß geworden</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/06/gross-geworden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 09:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstakzeptanz]]></category>
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					<description><![CDATA[Perfekt sein zu wollen ist anstrengend. Sophie erzählt, wie sie aufgehört hat, einem Ideal hinterherzurennen und angefangen hat, sich selbst zu vertrauen. Als Kind und Jugendliche sind mir die Dinge immer riesig vorgekommen. Die Hausaufgaben für den nächsten Tag, Streit mit einer Schulfreundin, die ein bisschen unangenehme Situation im Sportverein. Irgendwie war um mich herum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Perfekt sein zu wollen ist anstrengend. Sophie erzählt, wie sie aufgehört hat, einem Ideal hinterherzurennen und angefangen hat, sich selbst zu vertrauen.</strong><span id="more-17504"></span></p>
<p>Als Kind und Jugendliche sind mir die Dinge immer riesig vorgekommen. Die Hausaufgaben für den nächsten Tag, Streit mit einer Schulfreundin, die ein bisschen unangenehme Situation im Sportverein.</p>
<p>Irgendwie war um mich herum alles ganz überwältigend und aufregend, manchmal beängstigend – ich dagegen war ganz klein.</p>
<p>Ich habe immer versucht, perfekt zu sein. Die perfekte Freundin, die perfekte Schwester, die perfekte Tochter. Manchmal wusste ich nicht so ganz, wer ich sein wollte, nur wer ich glaubte sein zu müssen.</p>
<p>Ich habe mich immer in die Zukunft geträumt. Hin zu dem, wie es einmal sein könnte. Die Orte, die ich sehen könnte, die Menschen, die ich treffen könnte. Das, was aus all meinen Wünschen und Hoffnungen entstehen könnte, hat mich angetrieben, weiterzumachen.</p>
<p>Ein bisschen habe ich dabei vielleicht auch vergessen zu leben – eine Sache, die mir neben Studium und Job definitiv noch schwerfällt. Aber ich bin großgeworden. Ich habe angefangen, eine Balance zwischen mir und der Welt mit ihren Erwartungen zu finden.</p>
<p>Manchmal ist es einfacher, manchmal ist es schwerer, und ich habe das Gefühl, dass so viele um mich herum schon viel weiter sind und gemeistert haben, was ich noch versuche für mich auszuloten.</p>
<p>Ich weiß aber mittlerweile, was ich wert bin – auch losgelöst von Anforderungen der Gesellschaft. Ich weiß nicht, wo mich das Leben hinführen wird, aber ich habe das Vertrauen, dass ich schon einen passenden Weg finden kann.</p>
<p>Meine Gefühle sind immer noch groß, vielleicht sogar manchmal größer als früher. Aber meine Träume und mein Selbstvertrauen sind es auch.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Frau Schmidt bitte!“ – Der Gender-Health-Gap im Alltag</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/04/frau-schmidt-bitte-der-gender-health-gap-im-alltag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 09:38:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Cash & Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Health Gap]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen „Ist bestimmt nur Stress“ und echten Diagnosen liegt oft mehr als Zufall: Sophia schreibt darüber, warum medizinische Ungleichbehandlung kein Einzelfall, sondern strukturelles Problem ist. Wenn ich an einen Besuch beim Arzt denke, fallen mir allerlei Assoziationen ein: klinisch saubere Flure und ein leichter Geruch von Desinfektionsmittel, alles ist in Weiß oder Grün gehalten, an]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen „Ist bestimmt nur Stress“ und echten Diagnosen liegt oft mehr als Zufall: Sophia schreibt darüber, warum medizinische Ungleichbehandlung kein Einzelfall, sondern strukturelles Problem ist.</strong><span id="more-17416"></span></p>
<p>Wenn ich an einen Besuch beim Arzt denke, fallen mir allerlei Assoziationen ein: klinisch saubere Flure und ein leichter Geruch von Desinfektionsmittel, alles ist in Weiß oder Grün gehalten, an den Wänden abstrakte Kunst oder anatomische Lehrposter, kluge Menschen sagen schlaue Dinge. Im besten Fall helfen sie mir auch.</p>
<p>Ich sage bewusst im besten Fall, denn leider ist es so, dass die Realität anders aussieht. „Dann geh doch einfach in deine Hausarztpraxis, da wird dir sicher geholfen“, sage ich zu einem Freund, dem es seit ein paar Tagen nicht gut geht. Er kommt zurück mit Medikamenten, zwei Überweisungen und einem Check-up-Termin. Der Arzt wollte nicht nur die Symptome behandeln, sondern auch sichergehen, dass er der Ursache wirklich auf den Grund geht.</p>
<p>Ein paar Wochen später sitze ich in einer Sprechstunde und werde mit einem Rezept für Schmerztabletten weggeschickt, weil meine starken und anhaltenden Kopfschmerzen angeblich von zu geringer Flüssigkeitsaufnahme am Tag stammen, was ich zwar bestritten habe, aber das hat keinen Unterschied gemacht. „Schonen Sie Ihre Seele auch im Alltag“, wurde mir noch gutmütig mitgegeben. Eine Freundin erzählt mir, ihr wurde unterstellt, dass sie sich ihre Schmerzen nur einbilde. Als sie dann mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht wurde, weil sie vor Schmerzen ohnmächtig geworden war, nahm man sie plötzlich ernst. Die Frage „Warum haben Sie sich nicht schon früher gekümmert?“, kam aber trotzdem.</p>
<p>Beide Situationen sind nur zwei Beispiele von Erfahrungen, in denen Personen mit weiblich zugewiesenem Geschlecht bei der Geburt darunter leiden, dass sie in der Medizin nicht ernst genommen werden. Der Gender-Health-Gap beschreibt diese Ungleichheiten in der Behandlung zwischen Cis-Männern und allen, die eben keine sind.</p>
<p>Das liegt an unterschiedlichen Faktoren. Ein Punkt ist die Forschung, denn medizinische Studien wurden vor allem an Männern durchgeführt. Das bedeutet, dass Datengrundlagen, was beispielsweise Wirkstoffmengen von Medikamenten angeht, auf männlichen Körpern basieren. Beobachtete Symptome sind ein weiteres Problem, denn so passiert es, dass beispielsweise Herzinfarkte bei Frauen weniger schnell erkannt werden können, einfach weil die Symptomatik eine andere ist. Auch werden weibliche Schmerzen oft als „psychisch“ eingeordnet und Teil der hormonellen Einflüsse abgestempelt, welche den Schmerz trotzdem nicht weniger machen.</p>
<p>Wenn das Zusammenspiel solcher Ursachen das Leben der Hälfte aller Menschen aktiv beeinflusst, wenn jeder Arztbesuch zu einem „hoffentlich werde ich ernst genommen“ wird, ist das nicht nur ein Problem, sondern eine Struktur.</p>
<p>Patriarchat zeigt sich durch ungleiche Berufschancen oder Doppelmoral im Alltag. Patriarchat ist, wenn Männer als schuldunfähig gelten, da sie zu betrunken waren, aber betrunkene Frauen Schuld tragen an dem, was ihnen passiert ist. Patriarchat bedeutet auch, dass ein Vater ein toller Papa ist, weil er seinen Sohn von der Kita abholt und am Wochenende für die Familie kocht, aber die Mutter keine gute Mama ist, da sie wieder Vollzeit arbeiten geht.</p>
<p>Und Patriarchat bedeutet eben auch, zum Arzt zu gehen und keine angemessene Behandlung zu erhalten, weil man mir nicht zutraut, auf meinen Körper zu hören und meine Symptome adäquat zu beschreiben oder weil die Forschung nicht die richtigen Informationen für die Behandlung eines nicht-männlichen Körpers hergibt.</p>
<p>Kaum ein Gut ist so grundlegend wie die menschliche Gesundheit – sie ist eines der wichtigsten Dinge, die ein Mensch hat, und sollte nicht ungleich behandelt werden. Medizinische Neutralität darf nicht nur auf dem Papier neutral sein, sondern muss es auch im realen Leben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tanzen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/01/tanzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 12:38:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[tanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Laute Musik, Neonlicht, verschwitzte Körper und dabei tanzen, ohne perfekt zu sein. Sophie schreibt über die Unsicherheit im Club, Freundschaft im Gedränge und das gute Gefühl, sich einfach fallen lassen zu können. Wenn ich im Club bin, fühle ich mich meist ein wenig ungestüm. Irgendwie bewegt sich mein Körper nicht so, wie ich will, und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Laute Musik, Neonlicht, verschwitzte Körper und dabei tanzen, ohne perfekt zu sein. Sophie schreibt über die Unsicherheit im Club, Freundschaft im Gedränge und das gute Gefühl, sich einfach fallen lassen zu können.<span id="more-17288"></span></strong></p>
<p>Wenn ich im Club bin, fühle ich mich meist ein wenig ungestüm. Irgendwie bewegt sich mein Körper nicht so, wie ich will, und ich frage mich, wie sehr man mir das ansieht. Dann frage ich mich, warum mir das so wichtig ist. Vielleicht, weil man als weiblich sozialisierte Person so früh lernt, wie man angeblich sein sollte – charakterlich sowie körperlich. Wie soll mein Körper aussehen? Wie soll er sich bewegen, lächeln, auf andere wirken?</p>
<p>Man muss nicht alles können und über alles Kontrolle haben, man muss nur eine gute Zeit haben, sagst du. Ich denke nur, wie gut du mich kennen musst, um das Passende sagen zu können.</p>
<p><span data-contrast="auto">Wir kennen uns</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p>Wir kennen uns so lange und gut, dass ich gar nicht mehr weiß, wie es sich anfühlt, dich nicht in meinem Unterbewusstsein bei mir zu haben.</p>
<p>Du gehörst mit dazu. Mit zu meinen schönsten Momenten, mit zu meinen schlimmsten Momenten.</p>
<p>Du kommst mit mir mit, egal wohin ich gehe. So, als wäre mein Dasein immer mit einem Echo des deinigen verbunden.</p>
<p>Manche Menschen kommen und gehen, und das ist okay. Du bist trotzdem da.</p>
<p>Du hast mir eine meiner Lieblingsbands gezeigt, ich dir eine deiner Lieblingsserien. Ich habe dir gezeigt, wie man einen Eyeliner zieht, du mir, wie man seine eigenen Klamotten näht. Du hast mich zu meinen ersten Konzerten und zum CSD mitgenommen, ich dich mit in den Familienurlaub. Irgendwann bin ich in deine Stadt gezogen.</p>
<p>Du erzählst mir von deinen Lieblingsbüchern, ich dir von meinen Lieblingsliedern. Du versuchst mich zu überzeugen, dass Sommerrollen das beste Gericht sind, ich dich, dass Reispfannen definitiv besser sind.</p>
<p>Wir lachen über die alten Witze und über die neuen. Die Themen sind nicht mehr die von früher, aber das ist egal. Wir sind miteinander erwachsen geworden.</p>
<p>Ich weiß sicher nicht, was in der Zukunft passieren wird und wo wir einmal sein werden, aber ich weiß, dass du irgendwie dabei sein wirst. Das bringt mich dazu, dass ich guten Gewissens über meinen unrhythmischen Move zum aktuellen Song hinwegsehen kann.</p>
<p>Jetzt stehen wir hier. Ein Lied unserer ersten gemeinsamen Lieblingsband schallt übersteuert aus den Boxen. Und wir tanzen.</p>
<p>;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Laut – Leise – Leise – Laut</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/07/laut-leise-leise-laut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2025 09:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Ally]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[pride month]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute begleiten wir Sophia auf ihrem Weg vom ersten CSD als Ally bis hin zu einer starken Verbundenheit mit ihrer queeren Familie. Dieses Jahr geht sie für alle, die noch nicht für sich selbst gehen können – laut, stolz und voller Liebe. Vor sieben Jahren war ich zum ersten Mal auf dem CSD als Ally,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Heute begleiten wir Sophia auf ihrem Weg vom ersten CSD als Ally bis hin zu einer starken Verbundenheit mit ihrer queeren Familie. Dieses Jahr geht sie für alle, die noch nicht für sich selbst gehen können – laut, stolz und voller Liebe.</strong><span id="more-17003"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Vor sieben Jahren war ich zum ersten Mal auf dem CSD als Ally, um meine beste Freundin zu unterstützen</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Es war mir wichtig für sie da zu sein und ihre Queerness zu feiern</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Aber trotzdem hatte ich Angst, dass man denken könnte, dass ich selbst etwas anderes als hetero war</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><i><span data-contrast="auto">Laut &#8211; Leise</span></i><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Vor sechs Jahren hatte ich das erste Mal so richtig verliebt in eine Mitschülerin</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Sagen konnte ich es ihr nicht, weil ich so unfassbar Angst vor ihrer Reaktion hatte</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Lustigerweise hat sich Jahre später herausgestellt, dass sie mich auch mochte</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><i><span data-contrast="auto">Leise &#8211; Laut</span></i><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Vor fünf Jahren war ich frisch aus der Beziehung mit einem Mann habe mich getraut auf mein erstes Date mit einer Frau zu gehen</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Danach saß ich noch Stunden auf meiner Couch und habe den Nachmittag Revue passieren lassen, weil ich sie so toll fand</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich glaube, ich habe mich zuerst in ihr Lachen verliebt</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><i><span data-contrast="auto">Laut &#8211; Leise</span></i><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Vor vier Jahren habe ich zu Weihnachten meinen Eltern und Brüdern von ihr erzählt</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ein paar Monate später haben sie sich kennengelernt und darüber gebondet, mich in Gesellschaftsspielen zu besiegen</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><i><span data-contrast="auto">Laut – Laut</span></i><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Vor zwei Jahren war ich auf dem CSD, diesmal umringt von queeren Freund*innen und ohne Angst, nur umringt von Liebe und Akzeptanz</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><i><span data-contrast="auto">Laut – laut</span></i><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Vor einem Jahr haben wir uns getrennt und kurz hat es sich so angefühlt, als würde die Welt untergehen</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mittlerweile kann ich mir nicht vorstellen, wie es ist sie nicht als eine meiner engsten Freundinnen zu haben</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><i><span data-contrast="auto">Laut &#8211; Laut</span></i><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Dieses Jahr auf dem CSD gehe ich nicht nur um gegen eine intoleranter werdende Welt zu demonstrierten und die Community zu zelebrieren, sondern ich gehe auch für alle, die noch nicht für sich selbst gehen können so wie ich vor sieben Jahren</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><i><span data-contrast="auto">Laut – Laut</span></i><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deine Leere</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/06/deine-leere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 10:05:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
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					<description><![CDATA[„In diesem berührenden Gedicht erzählt Sophie von ihrem inneren Kampf mit Erwartungen, Unsicherheiten und dem Wunsch, ihr wahres Ich zu finden. Ein stiller, kraftvoller Blick auf Selbstzweifel und die Suche nach Authentizität.“ Manchmal voller Wut, Manchmal voller Trauer Trotzdem immer ein bisschen leer So, als würde etwas fehlen – Etwas, was du nicht benennen darfst,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„In diesem berührenden Gedicht erzählt Sophie von ihrem inneren Kampf mit Erwartungen, Unsicherheiten und dem Wunsch, ihr wahres Ich zu finden. Ein stiller, kraftvoller Blick auf Selbstzweifel und die Suche nach Authentizität.“</strong><span id="more-16940"></span></p>
<p>Manchmal voller Wut,<br />
Manchmal voller Trauer</p>
<p>Trotzdem immer ein bisschen leer</p>
<p>So, als würde etwas fehlen –<br />
Etwas, was du nicht benennen darfst, nie benennen durftes<br />
Vielleicht auch nie benennen konntest</p>
<p>In jeder Ecke, in jedem Winkel hast du danach gesucht<br />
Die schweren Blicke Erwartungen der anderen, die dich formen wollten auf deinen Schultern<br />
Wie man zu sein hat, wie man sein soll</p>
<p>Vielleicht war es mal da,<br />
Vielleicht aber auch nicht</p>
<p>In Spiegeln, die dein Selbstbild verzerren<br />
Mit Worten, die dich kleiner machen</p>
<p>Lauter, leiser<br />
Näher, entfernter</p>
<p>Mal nachdrücklich mit Pinselstrich gezeichnet<br />
Mal seicht wie eine Feder</p>
<p>Bist du das – oder verschwindest du jeden Tag ein bisschen mehr unter dem Deckmantel der<br />
Vorstellungen von dem, was du sein solltest?</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dating Coaches – Meine persönlichen Endgegner</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/04/dating-coaches-meine-persoenlichen-endgegner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2025 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[#unfiltered]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Dating Coaches]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Autorin Sophie hat einen fatalen Fehler begangen: Sie hat das Video eines Dating Coaches, der in ihrem Feed gelandet ist, zu lange angeschaut und musste lernen, wie sich Belästigung durch den eigenen Algorithmus anfühlt. Aber auch, welche Lösung es dafür gibt. Man kann über Algorithmen auf Social Media sagen, was man will, aber leider]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Autorin Sophie hat einen fatalen Fehler begangen: Sie hat das Video eines Dating Coaches, der in ihrem Feed gelandet ist, zu lange angeschaut und musste lernen, wie sich Belästigung durch den eigenen Algorithmus anfühlt. Aber auch, welche Lösung es dafür gibt.</strong><span id="more-16725"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Man kann über Algorithmen auf Social Media sagen, was man will, aber leider haben sie mir Dating Coaches in meine Timeline geschwemmt. Da schaut man sich einmal so mir nichts dir nichts ein Video ein paar Sekunden zu lange an, denn hat er gerade wirklich gesagt, man sollte sich einer Frau in den Weg stellen, auch wenn sie einen abweist, weil es sie beeindrucke, dass man Dominanz etabliert?</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Idee war es nach dieser wirklich mehr als haarsträubenden Aussage in die Kommentare zu schauen, dabei war ich wohl ein paar Sekunden zu lange auf dem Video und dann hat man den Salat. „Der Salat“ in dem Fall nicht mit leckerer Soße und perfekt abgestimmten Gewürzen, sondern bestehend aus Männern, die anderen Männer erklären wollen, wie sie sich eine Frau „klarmachen“ oder allgemein, wie man mit Frauen angeblich umzugehen hat.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Dabei werden leider oft die sexistischsten Ideale und Einstellungen vermittelt, bei denen man nur hoffen kann, dass sie nicht ernsthaft weitergetragen werden und sich dann irgendein 12-jähriger denkt, dass die Welt so funktioniert und er Marie aus der Parallelklasse nur lange genug beleidigen muss, denn „was sich liebt neckt sich, da kann man schon mal etwas gemeiner sein“ oder irgendein frustrierter 23-jähriger das zum Anlass nimmt seiner Freundin zu erklären, dass alle ihre männlichen Freunde nur mit ihr schlafen wollen, weil ihm irgendein Typ im Internet eingeredet hat, dass alle Männer so sind. Am liebsten sind mir die Podcasts, wo sich die Hosts gegenseitig auf die Schulter klopfen und solche Banger raushauen, wie „Danke, dass du es sagst, Bruder“.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Man sollte davon ausgehen, dass diese Männer Frauen lieben. Immerhin widmen sie ihnen indirekt ganze Social Media Auftritte und Philosophien darüber, was vermeintlich unser Innerstes bewegt. Umso erstaunlicher und trauriger ist es, dass es sich hier um Frauenbilder handelt, die uns nicht als Menschen auf Augenhöhe wahrnehmen, die auch Vorstellungen zu einem fairen Miteinander haben, sondern Männern in ihren angeblich naturgegebenen Rollen stärken. Ironischerweise kommt das Ganze auch den Männern als Konsumenten des Contents nicht zugute, weil ein so verzerrtes Bild der Wirklichkeit gemalt wird. Da kann ich mich nur für den Not-Interested-Button bedanken.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Nice-Guy-Syndrom: Über Begegnungen mit Männern, die nicht so feministisch sind, wie erhofft</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/01/das-nice-guy-syndrom-ueber-begegnungen-mit-maennern-die-nicht-so-feministisch-sind-wie-erhofft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2025 07:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivistisch ins neue Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Männer müssen teilweise nur das sogenannte bare-minimum erfüllen, um als feministische Helden abgefeiert zu werden. Frauen und FLINTAS sehnen sich nach männlichen Allys, doch stehen die selbst ernannten Feministen wirklich auf unserer Seite? Hat man schon Applaus verdient, bloß weil man kein Arschloch ist? Ein Abriss von Caro. Neulich habe ich den Satz „Lieber einen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Männer müssen teilweise nur das sogenannte bare-minimum erfüllen, um als feministische Helden abgefeiert zu werden. Frauen und FLINTAS sehnen sich nach männlichen Allys, doch stehen die selbst ernannten Feministen wirklich auf unserer Seite? Hat man schon Applaus verdient, bloß weil man kein Arschloch ist? Ein Abriss von Caro.</strong></p>
<p><span id="more-16577"></span></p>
<p>Neulich habe ich den Satz „Lieber einen ehrlich konservativen als einen falschen feministischen Mann“ gehört. Das fand ich sehr spannend, denn die Darstellungen der Frau als Schlange, Femme Fatale oder Medusa schleichen sich auf kultureller, religiöser und historischer Ebene in unser Bewusstsein.</p>
<p>Im Alltag passiert es mir und befreundeten Personen häufiger, dass wir Männern begegnen, die sich mit einem gerne über Feminismus unterhalten, die zustimmend nicken und ihre Haltung gerne zum Ausdruck bringen. Und dann donnert es meistens Applaus.</p>
<p>Über Feminismus zu sprechen ist gut, über Feminismus zu sprechen ist schön und aus irgendeinem Grund finden wir es als Gesellschaft besonders super, wenn das Gesagte von einem Mann kommt. Dabei ist es im ersten Moment fast schon egal, ob hier eine wirkliche Einstellung wiedergegeben wird und die Person dann wirklich nach ihren angeblichen Maximen handelt, aber „Ohh, er hat gesagt, dass er dich niemals so behandeln würde und es ihm nichts ausmacht, wenn du im Job erfolgreicher bist, als er &#8211; das ist ja großartig“ und „Wow was ein aufgeklärter Mann, da kann man sich ja wirklich glücklich schätzen“, egal ob im Freundeskreis oder in der Beziehung. Wie nett, wie toll, wie aktivistisch.</p>
<p>Spannend wird es meist dann, wenn dann doch Kritik an einem Verhalten geäußert wird (was okay ist, denn wir sind ja alle nur Menschen und machen Fehler und auch er kann nichts für seine Sozialisierung) und sich zeigt, dass der Gegenüber vielleicht doch nicht ganz so eingestellt war, wie man es sich erhofft hatte, ist die Enttäuschung groß. Das kann von „Er hat das sicher nicht so gemeint“, wenn man vom übergriffigen Verhalten eines gemeinsamen Bekannten spricht“ oder „War ja nicht so schlimm, das passiert doch häufiger“, wenn man sich erschreckt, weil jemand einem vom Auto aus hinterherhupt.</p>
<p>Das soll nicht falsch verstanden werden, es gibt feministische Männer und das ist wunderbar, das ist wichtig. Aber es gibt leider auch solche, die sich bewusst entscheiden für ein gewisse Außenwahrnehmung Einstellungen anzunehmen, die sie nur so lange vertreten, wie sie ihnen einen Vorteil bringen, solange sie dafür bewundert werden. Sie tragen den Feminismus wie einen falschen Pass, der ihnen Zugang zu geschützten Räumen bietet. Der Mund war schon immer größer als der Tatendrang. Die angeblichen Einstellungen und Überzeugungen wieder abzulegen ist nicht so schwer. Man ist ja keine Frau und muss sich nicht jeden Tag aufs Neue damit auseinandersetzen, was es bedeutet, eine zu sein. Man muss sich nicht damit auseinandersetzen, wenn nur die Einstellung „Hey ich finde es cool, wenn allen die gleichen Rechte und die gleichen Privilegien zukommen können“ als konfrontativ gewertet wird.</p>
<p>Feminismus bedeutet nicht, alles richtig zu machen. Feminismus bedeutet auch nicht, immer die richtigen Worte für alles zu finden. Feminismus bedeutet bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen und sich zu reflektieren. Feminismus bedeutet, offen für andere Perspektiven zu sein, auch wenn sie bei der eigenen Komfortzone anecken. Und Feminismus bedeutet, sich seiner eigenen Privilegien bewusst zu werden und sich zu überlegen, wie man sie so einsetzen kann, dass sie zum gesellschaftlichen Wohl aller beitragen.</p>
<p>Feminismus ist intersektional und dass wir immernoch cis-Männer lobpreisen, die Erkenntnisse haben, die ich mit Freundinnen auf Pyjama-Partys mit neun hatte, ist peinlich.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Liebe Leben</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/08/liebe-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2024 10:18:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Sophie beschreibt in ihrem neuen Text, was Liebe Leben für sie bedeutet. Liebe leben ist der Moment, deine Hand zu halten und zu wissen, dass alles gut werden wird, auch wenn es sich vielleicht gerade nicht so anfühlt Liebe leben heißt, dich anzuschauen und das Gefühl zu haben, dass der sonnige Tag am See niemals]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sophie beschreibt in ihrem neuen Text, was Liebe Leben für sie bedeutet.</strong><span id="more-16114"></span></p>
<p>Liebe leben ist der Moment, deine Hand zu halten und zu wissen, dass alles gut werden wird, auch wenn es sich vielleicht gerade nicht so anfühlt</p>
<p>Liebe leben heißt, dich anzuschauen und das Gefühl zu haben, dass der sonnige Tag am See niemals enden kann</p>
<p>Liebe leben passiert, wenn du mich im Arm hältst, nachdem ich vom Familienessen verheult nach Hause komme</p>
<p>Liebe leben bedeutet keine Angst zu haben, den anderen zu verlieren, auch wenn wir uns streiten</p>
<p>Liebe leben muss nicht immer dieselbe Meinung auf allen Fragen sein</p>
<p>Liebe leben braucht nicht alles zu wissen, aber kann es</p>
<p>Liebe leben gibt mir das Gefühl, als könnte ich auf die höchsten Berge klettern und in die tiefsten Schluchten fallen, aber im Endeffekt werde ich immer aufgefangen, denn du bist da</p>
<p>Liebe leben macht, dass ich das alles auch für dich sein kann</p>
<p>Liebe leben hat mir gezeigt, dass ich auch ohne dich komplett bin, auch wenn es mit dir einfach noch ein bisschen schöner ist</p>
<p>Liebe leben bist du und auch irgendwie ich</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich wollte dir nur sagen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/08/16095/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2024 07:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Es hat gedauert bis Sophie wieder mit der S-Bahn zur Uni fahren konnte. Warum lest ihr in ihrem Text. Lieber Mann, Mitte dreißig, dunkelgrauer Jogginganzug in der S-Bahn zur Uni. Eigentlich nehme ich die S-Bahn zur Uni gerne. Ich mag es, die Zeit zum Lesen zu nutzen oder noch schnell eine Übungsaufgabe für das kommende]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es hat gedauert bis Sophie wieder mit der S-Bahn zur Uni fahren konnte. Warum lest ihr in ihrem Text.</strong><span id="more-16095"></span></p>
<p>Lieber Mann, Mitte dreißig, dunkelgrauer Jogginganzug in der S-Bahn zur Uni.<br />
Eigentlich nehme ich die S-Bahn zur Uni gerne. Ich mag es, die Zeit zum Lesen zu nutzen oder noch schnell eine Übungsaufgabe für das kommende Seminar zu lösen. Manchmal treffe ich Kommilitonen und verquatsche mich oder ich schlafe einfach noch die halbe Stunde.<br />
So viele Menschen nehmen die S-Bahn jeden Tag und trotzdem musste ich auf dich treffen.<br />
Der Platz neben dir war frei – eigentlich denkt man sich nichts dabei, warum auch, es ist ja noch nie etwas passiert. Warum sollte gerade mir etwas passieren? Ich lasse mich nicht leicht aus der Fassung bringen. Außerdem sind hier noch andere Leute und es ist hell. Und trotzdem ist es passiert und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es okay ist. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht darüber nachdenke. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht mehrere Monate gebraucht habe, um wieder genau diese S-Bahn-Strecke zu fahren.<br />
Aber das ist nicht der Grund aus dem ich Schreibe.<br />
Ich wollte dir nur sagen, dass ich weiß, dass ich nichts falsch gemacht habe. Ich wollte dir nur sagen, dass du vielleicht dachtest, dass du so mit mir umzugehen kannst, aber das kannst du nicht. Ich wollte dir nur sagen, dass ich gerne mit der S-Bahn zur Uni fahre und dabei mit meinen Freund*Innen rede, die letzte Nachricht meines Crushs beantworte, meiner Familie einen schönen Tag wünsche und mich zum Mittag verabrede, die Lektüre zur nächsten Veranstaltung lese, leicht panisch das neue 49€-Ticket in der App herunterlade, weil es schon wieder ein neuer Monat ist und der Kontrolleur vor mir steht und auch, dass ich mich gerne neben Menschen setze, die ich nicht kenne. Ich wollte dir nur sagen, dass es ein wenig Zeit gebraucht hat, aber ich jetzt stärker bin als davor.<br />
Sophia</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie es einmal war</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/01/15886/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 13:10:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich würde so gerne sagen, dass alles ist, wie es war.“ – Sophie schreibt über den Liebeskummer der Person, die aufgehört hat zu lieben. Ich möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht habe ich das schon. Dabei wünsche ich mir nur, dass es so ist, wie es einmal war. Du warst meine erste große Liebe mit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Ich würde so gerne sagen, dass alles ist, wie es war.“ – Sophie schreibt über den Liebeskummer der Person, die aufgehört hat zu lieben.</strong><span id="more-15886"></span></p>
<p>Ich möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht habe ich das schon. Dabei wünsche ich mir nur, dass es so ist, wie es einmal war.</p>
<p>Du warst meine erste große Liebe mit allem Drum und Dran: Herzklopfen, Schmetterlingen im Bauch, gemeinsame Urlaube und gemeinsame Haustiere – das komplette Paket. Die Vorstellung, dich für immer an meiner Seite zu haben, war eine der schönsten Dinge, die es gab. Jetzt fühlt sich alles so anders an und ich würde so gerne sagen, dass alles ist, wie es war.</p>
<p>Und dabei möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht habe ich das schon.</p>
<p>Egal wie sehr ich es versuche, das Gefühl von früher kommt nicht zurück. So lange habe ich damit verbracht herauszufinden, was los ist. Warum ich nicht mehr sagen kann, dass ich dich liebe.</p>
<p>Ich möchte dich wirklich nicht verlieren, aber vielleicht hab ich das schon.</p>
<p>Natürlich fragst du, was mit mir los ist. Du bist ein wundervoller Mensch und ich zweifle keine Sekunde daran, dass du wahrscheinlich nicht mal sauer sein wirst, wenn ich irgendwann artikulieren kann, was mit mir los ist.</p>
<p>Ich möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht hab ich das schon.</p>
<p>Eigentlich ist nichts anders. Du lachst auf die gleiche Weise, singst beim Kochen mehr oder weniger akkurat die gleichen Lieder und sprichst mit dem gleichen Leuchten in deinen Augen über Dinge, die dich glücklich machen. Es ist ein Gefühl der Ohnmacht, dass alles so vertraut und doch so anders ist.</p>
<p>Ich möchte dich nicht verlieren, aber ich glaube das hab ich schon.</p>
<p>Vielleicht ist es auch die Angst, allein zu sein. Zu wissen, dass du mich nicht mehr auf Familientreffen begleitest. Keine gemeinsamen Pläne für das kommende Wochenende zu haben, nicht mehr von meinen Eltern nach dir gefragt werden. Ich wünsche mir so sehr, dass es ist, wie es vorher war.</p>
<p>Ich möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht hab ich das schon und ich kann nichts dagegen tun.<br />
.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Immer Herbst</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/12/immer-herbst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 08:48:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
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					<description><![CDATA[Depressionen sind eine dunkle Jahreszeit im Kopf. Eine Beschreibung von Sophie. Als sie die Augen aufschlägt, gibt es diesen kurzen Moment des Nichts. Diesen kurzen Moment ohne die Müdigkeit der letzten Zeit und die Sorgen kommender Tage. Sekunden, bevor man in die Wirklichkeit zurückgeholt wird und sich alles zusammenzieht. Als würde ein Stein auf meiner]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class=""><strong>Depressionen sind eine dunkle Jahreszeit im Kopf. Eine Beschreibung von Sophie.</strong> <span id="more-15865"></span></p>
<p>Als sie die Augen aufschlägt, gibt es diesen kurzen Moment des Nichts. Diesen kurzen Moment ohne die Müdigkeit der letzten Zeit und die Sorgen kommender Tage. Sekunden, bevor man in die Wirklichkeit zurückgeholt wird und sich alles zusammenzieht. Als würde ein Stein auf meiner Brust liegen, hatte sie zu einem Bekannten gesagt, der sich nach ihrem Befinden erkundigt hatte. Mehr oder weniger entschlossen setzt sich sie auf und, blickt in Richtung der schlichten Uhr an der Wand und lässt sich mit einem Seufzen wieder in das weiche Kopfkissen fallen.</p>
<p>Es würde dauern, hatte der Mann der Beratungsstelle für akute psychische Angelegenheiten gesagt, als er ihr die Hand zum Abschied geschüttelt hatte und einen Zettel mit Informationen über dieMöglichkeiten einer Folgebehandlung entgegengehalten hatte. Es würde dauern. Dessen war sie sich bewusst, doch wie lange es dauern würde, hatte ihr niemand gesagt. Wochen, Monate, Jahre?</p>
<p>Die Tage verschwimmen ineinander. Aufwachen, ein Moment des Nichts, das Gefühlt nicht atmen zu können, einschlafen. Wenn sie die Kraft hätte, sich zum Fenster zu drehen, würden sie den trüben blau-grauen Himmel sehen, der von dunklen Wolken durchzogen ist. Die Bäume haben kaum noch Blätter und der Wind fegt um einen an derAmpel stehenden Fußgänger herum und zerzaust dessen Frisur.</p>
<p>Eigentlich ist es ganz egal, wie das Wetter draußen ist. Ob strahlender Sonnenschein, Regen oder Schnee. Nichts könnte das Gefühl aufhalten, was sich jeden Tag wieder, einige Sekunden nach dem erlösenden Nichts, ausbreitet. Das Kissen unter ihrem Kopf ist weich, die Bettdecke warm. Sie fühlt sich schläfrig, obwohl sie sicher schon den halben Tag geschlafen hat. Sie will sich auf die Seite drehen, den Kopf tiefer ins Kissen drücken und die Augen wieder schließen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In akuten psychischen Krisen steht dir die Telefonseelsorge zur Seite. <strong class=""><span class="">Rund um die Uhr erreichbar unter 0800 / 11 10 111 oder </span></strong><strong class=""><span class="">0800 / 11 10 222</span></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie die Anderen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/08/wie-die-anderen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Aug 2023 08:17:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen den Gefühlen von Abgrenzung und Zugehörigkeit findet Sophie ihre Identität als individuelle Frau. Als ich jünger war, dachte ich nicht wie die anderen Mädchen um mich herum zu sein, sei erstrebenswert. Nicht wie die Anderen zu sein versprach ein Alleinstellungsmerkmal und damit etwas, was mir keiner nehmen konnte. Etwas Besonders, etwas Eigenes. Anders zu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen den Gefühlen von Abgrenzung und Zugehörigkeit findet Sophie ihre Identität als individuelle Frau.</strong><span id="more-15688"></span></p>
<p style="text-align: left;">Als ich jünger war, dachte ich nicht wie die anderen Mädchen um mich herum zu sein, sei erstrebenswert. Nicht wie die Anderen zu sein versprach ein Alleinstellungsmerkmal und damit etwas, was mir keiner nehmen konnte. Etwas Besonders, etwas Eigenes. Anders zu sein gab mir auch die Möglichkeit, mich in meinen eigenen Sorgen und Ängsten bestätigt zu fühlen, denn es konnte ja eh keiner nachvollziehen, wie ich tickte.<br />
Das lief dann ungefähr so ab:</p>
<p style="text-align: left;">
<em>Andere Mädchen hörten Pop – Ich höre Rap </em><br />
<em>Andere Mädchen schminkten sich hübsch und natürlich – Ich habe den Eyeliner überhaupt nicht mehr aus der Hand gelegt</em><br />
<em>Andere wollten blonde Strähnen – Ich hatte lila Haare </em><br />
<em>Klamotten in bunten Farben waren in – Ich trug alles nur in schwarz </em><br />
<em>Andere redeten über ihre Gedanken und Gefühle – ich habe Jahre lang so getan, als hätte ich keine</em></p>
<p style="text-align: left;">
Man könnte behaupten, ich war quasi die Bella Swan, der „Ich bin nicht wie die anderen Mädchen“ – Bewegung. Obwohl Bewegung als Wort mir überhaupt nicht gefallen hätte, denn das hätte je bedeutet, dass es andere genauso machen wie ich.<br />
Aber warum?<br />
Ich habe bis ins Erwachsenenalter gebraucht, um zu lernen, dass es nicht schlimm ist, wie andere Frauen zu sein. Im Gegenteil.</p>
<p style="text-align: left;">
<em>Andere Frauen sind toll. Ich bin gerne wie andere Frauen: </em><br />
<em>Andere Frauen hören mir zu </em><br />
<em>Andere Frauen machen mich stark </em><br />
<em>Andere Frauen zeigen mir jeden Tag die Möglichkeiten des Lebens </em><br />
<em>Mit anderen Frauen kann ich lachen, weinen, streiten, lieben </em></p>
<p style="text-align: left;">
Andere Frauen haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blumen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/06/blumen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 13:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Blumen schmücken Hannahs Lebensweg, den Sophie beschreibt, weil sie meint, &#8222;dass auch die kleinen Dinge in Wechselwirkung mit einem selbst stehen können&#8220;. Es gibt Dinge, die einen ein Leben lang begleiten: Menschen, Orte, Erlebnisse. Man schreibt diesen Dingen meist nicht eine direkte Bedeutung zu, sie gehören einfach zu einem, wie zum Beispiel die Lieblingsfarbe oder]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blumen schmücken Hannahs Lebensweg, den Sophie beschreibt, weil sie meint, &#8222;dass auch die kleinen Dinge in Wechselwirkung mit einem selbst stehen können&#8220;.</strong><span id="more-15613"></span></p>
<p>Es gibt Dinge, die einen ein Leben lang begleiten: Menschen, Orte, Erlebnisse. Man schreibt diesen Dingen meist nicht eine direkte Bedeutung zu, sie gehören einfach zu einem, wie zum Beispiel die Lieblingsfarbe oder das Verhältnis zu den Eltern. Wenn man aber beginnt genauer darüber nachzudenken, dann erkennt man gewisse Muster, welche die eigene Selbstbeziehung und die Beziehung zur Gesellschaft mit diesen Dingen unweigerlich verbinden. Trotz alledem vergisst man vielleicht, dass auch die kleinen Dinge in Wechselwirkung mit einem selbst stehen können.<br />
<strong>1995</strong><br />
Hannah umklammert die Hand ihres Vaters. Es ist ein angenehmer Freitagmorgen, die Sonne scheint und die Vögel singen schon munter in den Bäumen. Hannah hat in der Grundschule die verschiedenen Vogelarten kennengelernt und erzählt ihrem Vater nun begeistert von Meisen, Rotkehlchen und Spatzen. Sie liebt es an der frischen Luft zu sein, und so hat ihr Vater sie auf einen Spaziergang in den Wald mitgenommen. Die Erde unter ihren Füßen wirbelt herum und sie muss aufpassen nicht über die grob verstreuten Äste zu stolpern. Sie laufen immer weiter in den Wald hinein und plötzlich steht sie vor einer blauen Wand. Dies ist zumindest ihr erster Eindruck, denn bei genauerem Hinsehen, erkennt sie die vielen kleinen Blumen, blaue Waldblumen, wie Papa erklärt. Ganz fasziniert und vorsichtig, um auf keine der Blumen zu treten, geht sie ein Stück auf die Lichtung, um die Blumen genauer zu betrachten. Als ihre Mutter von der Arbeit nach Hause kommt, findet sie ein Glas mit blauen Blumen ihrem Küchentisch stehen.<br />
<strong>1998</strong><br />
Hannah hält sich ein Taschentuch vor den Mund, um nicht laut aufzuschluchzen. Obwohl das wahrscheinlich niemandem aufgefallen wäre, denn in der kleinen Kirche, weinen viele Menschen. Ihr Opa ist vor ein paar Tage gestorben und sie ist noch immer ganz geschockt. Sie hatte gewusst, dass es ihm nicht mehr so gut ging, aber dass er nun einfach nicht mehr da sein sollte, wollte und konnte sie nicht begreifen. Nach der Trauerfeier steht die Familie mit Bekannten am frisch zugeschaufelten Grab und treten nacheinander näher an das Grab, um ihre letzten Worte an den Verstorbenen zu richten. Ihre Mutter tritt gerade einen Schritt zurück und schaut sie erwartungsvoll an. Hannahs Augen brennen unangenehm und sie hat mittlerweile Kopfschmerzen. In ihrer rechten Hand umklammert sie eine Sonnenblume und tritt einen Schritt nach vorne.<br />
<strong>2006</strong><br />
Mit klopfenden Herzen steht sie vor dem Spiegel ihres Zimmers und betrachtet sich kritisch. War die Bluse wirklich die richtige oder war das ein bisschen zu übertrieben? Hätte sie ihre Haare lieber glätten sollen? Überhaupt..stand ihr das rot wirklich so gut, wie sie noch im Laden gedacht hatte? Gleichzeitig hatte Maya sie auf ein Date eingeladen, also musste sie Hannah doch mögen, auch wenn das rot vielleicht nicht ihre Farbe war. Obwohl..sie dreht sich ein wenig. Eigentlich steht es ihr doch recht gut. Sie nimmt ihren Stoffbeutel vom Bett und im nächsten Moment klingelt schon die Haustüre. Sie erschrickt sich ein wenig und bemerkt erneut ihren Herzschlag. Maya sieht gut aus, eigentlich wie immer, lächelt und übergibt ihr einen Strauß Rosen.<br />
<strong>2008</strong><br />
Applaus. Mit einem Lächeln tritt sie nach vorne, stolpert nur ein bisschen bei den Treppen auf dem Weg zu Bühne und steht schließlich neben ihren Klassenkameraden. Sie hat sich noch die befreiter gefühlt. Obwohl sie die Noten der Abschlussprüfung schon seit Wochen weiß, konnte sie es noch immer nicht glauben, dass sie jetzt einen Abschluss in der Tasche hatte. Endlich mit dem Leben machen, was sie will. Lächelnd versucht sie in der Menge ihre Eltern zu finden. Die Schulleiterin übergibt ihr das Zeugnis und eine rosa Tulpe. Alles ist perfekt.<br />
<strong>2013</strong><br />
„…und das ist der Schlüssel für das Büro.“, lächelt die Frau beziehungsweise jetzt ihre Kollegin. Der erste Job. Vielleicht sollte sie aufgeregter sein, doch eigentlich ist Hannah ganz entspannt. Nach dem Vorstellungsgespräch war sie sich sicher gewesen, die Stelle zu bekommen. Eine Woche später hatte sie die Zusage. Es war nicht genau das, was sie hatte machen wollen, aber der Job hatte sich so angeboten und nun war sie doch motiviert in den Arbeitsalltag einzusteigen. Sie verabschiedet sich geht mit ihrem Rucksack in Richtung des Büros. Es riecht noch nach neuer Farbe. Sie ist gespannt, wie es sein wird hier zu arbeiten. Auf dem Tisch steht ein bunter Strauß mit Sommerblumen.<br />
<strong>2021</strong><br />
Mayas Hand liegt auf ihrer Hüfte, während sie sich langsam zu den letzten Takten des Walzers drehen. Hannah war noch nie so froh, dass sie den Tanzkurs einige Jahre zuvor zusammen belegt hatten. Mayas Haare riechen unglaublich gut, denkt sie, während die ersten Töne des neuen Liedes erklingen. Es ist irgendwas Schnelleres, ganz kann sie es nicht zuordnen. Sie legt den Kopf leicht in den Nacken und blickt in Mayas strahlende Augen, dann ihre Lippen, ihren Hals, ihre Schultern. Bei dem Gedanken Leuten „ihre Ehefrau“ vorzustellen, wirbeln noch immer Schmetterlinge in ihrem Bauch. Sie blickt auf die Jacke, die Maya Wochen zuvor mit ihren Eltern ausgesucht haben musste. An die Brusttasche ist eine weiße Margerite gepinnt.<br />
<strong>2030</strong><br />
Sie grinst ihre beste Freundin an, die ihr das Bündel überreicht. Sie sieht gut aus, besonders dafür, dass sie vor einer Woche ein Kind bekommen hat. Hannah freut sich für sie. Sie hatte sich schon immer Kinder gewünscht und Hannah war sich sicher, dass sie eine großartige Mutter sein würde. Das Baby schläft in ihren Armen einfach weiter und sie muss beim Anblick seiner kleinen Mütze lächeln. „Ich hab noch was für dich“, lächelt sie und nickt mit dem Kopf in Richtung der Narzissen, die sie nach dem betreten des Zimmers auf den Tisch gestellt hat.<br />
<strong>2037</strong><br />
Es fällt ihr schwer zu atmen. Ihre Rippen schmerzen unfassbar sehr. Auch ihr Kopf tut weh und irgendwie auch ihr Knöchel. Am liebsten will Hannah schreien, aber hat nicht das Gefühl die Kraft dazu zu haben. Also schließt sie einfach die Augen. Als sie sie wieder öffnet fühlen ich die Schmerzen abgedämpfter an, nicht mehr so stechend und den Atem raubend. Sie versucht sich umzudrehen, um einzuschätzen, wo sie sich befindet. Krankenhaus..ganz eindeutig. Ein Arzt betritt das Zimmer und beginnt über ihren Zustand zu reden. Sie fühlt sich benebelt und es fällt ihr schwer ihm zuzuhören. Maya sitzt auf einem Stuhl schräg vor ihr. An ihrer linken Hand glänzt ein goldener Ring, sie hält einen Strauß mit weißen und lila Blumen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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