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	<title>Meine Liebe_n &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Octupusse haben drei Herzen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/07/octupusse-haben-drei-herzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Beda]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 09:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Age-Gap]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Anna hat ihre Age-Gap-Beziehung immer verteidigt – bis aus „Ich weiß schon, was ich tue“ plötzlich „Alle hatten recht“ wurde. Ich bin eine dieser Frauen, die Age-Gap Beziehungen immer verteitigt haben, bis sie vorbei waren. Meistens bleibt man dann zurück und dann kommt ein großes Nichts. Was fange ich an mit dem kollektiven „Wir haben]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anna hat ihre Age-Gap-Beziehung immer verteidigt – bis aus „Ich weiß schon, was ich tue“ plötzlich „Alle hatten recht“ wurde.</strong><span id="more-17578"></span></p>
<p>Ich bin eine dieser Frauen, die Age-Gap Beziehungen immer verteitigt haben, bis sie vorbei waren. Meistens bleibt man dann zurück und dann kommt ein großes Nichts. Was fange ich an mit dem kollektiven „Wir haben es dir doch immer schon gesagt“? Wer übernimmt Verantwortung für diese Age-Gap-Frauen? Eben diese Frauen selbst. Ich bin jetzt eine Frau mit Verantwortung und das ist scheiße, weil ich quasi Unordnung mache und hinter mir eine Spur aus Chaos hinterlasse, die ich im selben Augenblick auch aufräumen soll. Als hätte ich acht Arme. Als wäre ich ein Oktopus mit mehreren Herzen, die diese ganze Ambiguität aushalten könnten.</p>
<p>Ich hätte zu oft gerne eine große Schwester gehabt, ein älteres Ich, das auf das jüngere Ich aufpasst. Dann werde ich plötzlich sauer und traurig und handlungsunfähig. Hier geht&#8217;s doch eigentlich immer um Verantwortung. Alte Männer, die junge Frauen begehren, selber sauer daran aufstoßen, zur Therapie gehen und anfangen aufzuhören, immer wieder jüngere Frauen zu daten. Männer in Vorständen, die sich beim Reden zuhören, merken, dass sie Frauen kollektiv klein halten, einfach mal das Maul halten und ihren Rücktritt ankündigen. Besser noch, vielleicht einfach ihren eigenen Frauen den Posten anbieten. Aber Verantwortung liegt leider immer bei den Betroffenen, weil da ja auch die Not viel klarer, viel brennender, viel penetranter deutlich wird.</p>
<p>Und jetzt sitze ich hier und merke, dass Verantwortung auch bedeutet, sich selber beim Zerfallen zuzusehen. Niemand sagt einem das vorher. Alle reden immer nur davon, dass man „daraus lernen“ wird, als wäre Lernen etwas Schönes, etwas Ruhiges, etwas, das mit Wachstumsschmerzen endet und nicht mit Scham. Aber Lernen heißt oft einfach nur, dass man plötzlich erkennt, wie oft man sich selbst verlassen hat, um jemand anderem näher zu sein.</p>
<p>Ich glaube, das Schlimmste an diesen Männern ist nicht mal, dass sie gehen. Menschen gehen ständig. Das Schlimmste ist, wie ich mich langsam daran gewöhnt habe, übersehen zu werden. Zuerst dachte ich, das sei Reife. Ich nannte es Freiheit, Unabhängigkeit, Unverbindlichkeit. Ich finde es sexy, dass er mich nicht kontrolliert, nicht klammert, nicht fragt, wo du bist. Bis ich irgendwann merke, dass er gar nicht fragt. Nie.</p>
<p>Und natürlich habe ich mich besonders gefühlt. Weil ich dachte, ich wäre die Ausnahme von der Regel. Nicht wie die anderen Frauen, die verletzt wurden. Nicht wie die Warnungen. Nicht wie die Statistik. Man hält sich für außergewöhnlich, dabei wiederholt man oft nur ein sehr altes Skript. Ein Mann, der sich in der Nähe jüngerer Frauen lebendig fühlt. Ich war eine junge Frau, die verwechselt hat, begehrt zu werden mit gesehen zu werden.</p>
<p>Wie oft ich mich angepasst habe, damit nichts kippt. Wie oft ich mich still und heimlich dafür gehasst habe. Ich habe früh gelernt, Atmosphären zu stabilisieren. Männer nennen das dann unkompliziert. Und ich bin so müde davon, unkompliziert gewesen zu sein.</p>
<p>Ich bin müde davon, mich selber ständig in Relation zu Männern zu verstehen. Müde davon, stolz darauf gewesen zu sein, „reif“ für mein Alter zu wirken, obwohl das oft einfach nur bedeutet hat, früh zu lernen, die eigenen Bedürfnisse leise zu machen. Niemand hat mir gesagt, wie schnell ich anfange, mir selbst beim Verschwinden zuzusehen, wenn ich dafür gelobt werde, angenehm zu sein.</p>
<p>Und vielleicht liegt genau da der Schmerz. Darin, dass man sich irgendwann fragt, ob man jemals wirklich da war. Ob man als Mensch gemeint war oder eher als Projektionsfläche. Etwas Junges, Weiches, Aufmerksames. Etwas, das zuhört und bewundert und nicht zu viele Ansprüche stellt. Etwas, das einem älter werdenden Mann noch mal beweist, dass er noch gewählt werden kann.</p>
<p>Ich merke jetzt erst, wie oft ich Dinge heruntergeschluckt habe, nur um nicht anstrengend zu wirken. Wie oft ich weniger gesagt habe, als ich eigentlich dachte. Wie oft ich so getan habe, als würde mich etwas nicht verletzen, nur damit der Abend nicht kippt. Denn wenn die Stimmung kippt, dann fange ich an zu arbeiten. Emotional zu arbeiten. Ich glätte, beruhige, relativiere. Und irgendwann merkt man gar nicht mehr, dass man die ganze Zeit arbeitet, während der andere einfach nur da ist.</p>
<p>Vielleicht bin ich deshalb so wütend. Weil ich plötzlich sehe, wie viel Kraft mich dieses Unkompliziertsein gekostet hat. Wie viel Jugend darin verschwunden ist. Wie oft ich dachte, Liebe würde bedeuten, Verständnis für alles zu haben. Für Distanz. Für Unverbindlichkeit. Als wäre Verständnis etwas, das nur in eine Richtung funktioniert.</p>
<p>Und das Peinlichste daran ist vielleicht, dass ein Teil von mir immer noch verstanden werden will von genau diesen Männern. Dass ich manchmal immer noch denke, wenn ich es nur gut genug erkläre, ruhig genug bleibe, klug genug analysiere, dann würden sie plötzlich sehen, was sie mit einem machen. Aber vielleicht sehen sie es längst. Vielleicht ist genau das der Punkt.</p>
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		<title>Volltreffer</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/05/volltreffer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 08:40:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderwunsch]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Nev und seine Frau teilen in diesem Video ihre Reise zur Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung. Sie erzählen von den Herausforderungen, der Hoffnung und der Freude, die sie auf diesem Weg erlebt haben. Ein Einblick in ihre Geschichte und ein Blick auf die Herausforderungen der Familienplanung!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nev und seine Frau teilen in diesem Video ihre Reise zur Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung. Sie erzählen von den Herausforderungen, der Hoffnung und der Freude, die sie auf diesem Weg erlebt haben. Ein Einblick in ihre Geschichte und ein Blick auf die Herausforderungen der Familienplanung!</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn Nähe zu Arbeit wird</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/03/wenn-naehe-zu-arbeit-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 09:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Cash & Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[In seinem*ihrem neuen Text reflektiert sabylonica über die Herausforderungen und Ungleichheiten in zwischenmenschlichen Beziehungen, besonders in Bezug auf Männer und FLINTA*-Freund*innen. Eröffnet wird ein Raum, in dem emotionale Arbeit, Verletzlichkeit und das Bedürfnis nach gegenseitigem Zuhören thematisiert werden. Ein Aufruf, die Dynamik des Gebens und Nehmens neu zu denken und emotionale Verantwortung zu teilen. Ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seinem*ihrem neuen Text reflektiert sabylonica über die Herausforderungen und Ungleichheiten in zwischenmenschlichen Beziehungen, besonders in Bezug auf Männer und FLINTA*-Freund*innen. Eröffnet wird ein Raum, in dem emotionale Arbeit, Verletzlichkeit und das Bedürfnis nach gegenseitigem Zuhören thematisiert werden. Ein Aufruf, die Dynamik des Gebens und Nehmens neu zu denken und emotionale Verantwortung zu teilen.</strong><span id="more-17344"></span></p>
<p>Ich habe das Gefühl, ich bin für viele Menschen weniger eine Person als ein Raum. Ein Raum, in dem Dinge gesagt werden dürfen, die sonst keinen Platz finden. Ein Raum, in dem Tränen kommen, Geständnisse, Selbstzweifel und Lebenskrisen Platz finden. Besonders oft bin ich dieser Raum für Männer. Für cis*-hetero Männer, die gelernt haben, dass sie stark sein müssen, funktional und kontrolliert. Und dann plötzlich bei mir sitzen und erzählen, dass sie seit Jahren nicht mehr geweint haben. Dass sie sich noch nie jemandem so geöffnet haben. Dass sie sich durch unsere Gespräche „selbst besser verstehen“. Und ich sitze da und denke mir, okay krass, ich bin gerade dein emotionaler Durchbruch.</p>
<p>Ich höre zu, ich halte aus, ich frage nach und ich bin präsent. Ich versuche, nicht zu werten, nicht zu überfordern, nicht zu unterfordern. Ich mache genau das, was man von einer guten Therapeut*in erwarten würde, nur ohne Ausbildung, ohne Bezahlung, ohne Rahmen und ohne Wahl. Und vor allem, ohne dass ich je gefragt werde, ob ich das gerade leisten kann oder will. Diese Gespräche passieren einfach. Sie nehmen sich Raum. Sie nehmen sich Zeit. Sie nehmen sich meine Aufmerksamkeit, meine Empathie und meine Energie. Und oft merke ich danach erst, wie leer ich eigentlich bin. Wie viel ich gegeben habe, ohne es selbst so zu benennen. Weil Care-Arbeit sich selten wie „Arbeit“ anfühlt, während man sie tut. Sie fühlt sich an wie Beziehung, wie Nähe, Vertrauen, aber sie ist trotzdem Arbeit. Emotionale Arbeit, die unsichtbar ist.</p>
<p>Was mich besonders trifft sind die Ungleichheiten. Dass ich für viele Männer der Raum bin, in dem sie zum ersten Mal verletzlich sein dürfen, aber ich selbst diesen Raum bei ihnen nicht habe. Ich erinnere mich an eine Situation, in der ich versucht habe über meine eigenen Probleme zu sprechen. Über meine Überforderung, meine inneren Konflikte, über das Gefühl, zu viel und gleichzeitig zu wenig zu sein. Und die einzige Antwort, die ich bekommen habe, war: „Wird schon“. Zwei Worte. Kein Nachfragen. Keine Neugier. Und kein Raum. Da ist mir schlagartig klar geworden, wie ungleich diese Beziehungen oft sind. Wie selbstverständlich erwartet wird, dass ich zuhöre, aber wie ungewohnt es ist, wenn ich selbst gehört werden will. Als wäre meine Rolle klar. Die verständnisvolle, reflektierte und emotionale Person. Aber nicht die, die selbst Unterstützung brauchen könnte.</p>
<p>Unter FLINTA*-Freund*innen erlebe ich etwas komplett anderes. Da ist so viel Bewusstsein dafür, Raum zu teilen. So viel vorsichtiges Nachfragen, wie „Ist es okay, wenn ich das gerade erzähle?“, „Gib Bescheid, wenn es dir zu viel wird.“ oder „Ich will nicht alles auf dich abladen.“. Wir sind ständig am Achten, Regulieren, Reflektieren und Spiegeln. Fast schon übertrieben. Und gleichzeitig zeigt genau das, wie selten wir echte Aufmerksamkeit gewohnt sind. Wie ungewöhnlich es für uns ist, einfach reden zu dürfen, ohne sofort wieder in die Rolle der Zuhörenden zu rutschen. Manchmal sitzen wir zusammen und lachen darüber, wie wir uns gegenseitig immer wieder entschuldigen, obwohl niemand etwas falsch gemacht hat. Aber eigentlich ist das traurig, weil es zeigt, wie tief diese Strukturen sitzen, bloß nicht zu viel Raum einzunehmen, bloß nicht egoistisch wirken und bloß nicht zur Last fallen. Während andere sich diesen Raum einfach nehmen, ohne jegliches schlechte Gewissen, ohne Reflexion oder Rücksicht.</p>
<p>Ich glaube viele Männer merken gar nicht, was sie da tun. Für sie fühlt es sich an wie ein ehrliches Gespräch, wie Nähe und wie persönliches Wachstum. Für mich fühlt es sich oft an wie Arbeit, wie eine Dienstleistung, die ich erbringe. Ohne Vertrag, ohne Grenzen und ohne Schutz. Zwar mach ich das gerne, vor allem für meine Engsten, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass es strukturell ist. Das ist kein individuelles Problem, sondern ein erlerntes Muster. Männer lernen ihre Emotionen zu verdrängen und suchen sich dann einzelne Personen, meistens FLINTA*, um all das nachzuholen. Nicht in professionellen Räumen, nicht untereinander, sondern bei denen, die sowieso schon emotional verfügbar sind. Die gelernt haben, sich zu kümmern, zuzuhören und Verantwortung für Stimmungen zu übernehmen.</p>
<p>Und wir tragen das. Wir tragen ihre Geschichten, ihre Tränen und ihre Durchbrüche. Aber niemand fragt, wer unsere Geschichten trägt. Wer unsere Tränen hält. Wer unsere Durchbrüche begleitet. Care-Arbeit ist hier nicht klassisch Pflege, Haushalt oder Organisation, sondern emotionale Struktur. Ich bin die Brücke zu sich selbst. Der sichere Raum. Der Spiegel. Und das ist etwas unglaublich Intimes, etwas Wertvolles, aber auch etwas Erschöpfendes. Vor allem dann, wenn es einseitig bleibt.</p>
<p>Ich will nicht aufhören empathisch zu sein. Auch will ich nicht aufhören zuzuhören. Aber ich will, dass diese Arbeit sichtbarer wird. Dass sie benannt wird. Dass sie nicht mehr als selbstverständlich gilt. Dass Menschen lernen nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. Nicht nur zu reden, sondern auch zu fragen. Und nicht nur sich zu öffnen, sondern auch da zu sein. Vielleicht geht es am Ende darum, emotionale Verantwortung nicht zu externalisieren, nicht einzelne Personen zu Therapieräumen zu machen, sondern Beziehungen so zu gestalten, dass Care-Arbeit gerecht und gleich ist. Dass sie nicht auf bestimmten Körpern, Geschlechtern und Identitäten lastet, sondern geteilt wird.</p>
<p>Denn Zuhören ist keine natürliche Ressource. Empathie ist keine endlose Quelle. Und niemand sollte zur emotionalen Tankstelle für andere werden, nur weil sie gelernt haben, sich selbst zurückzunehmen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kaufen wir die Liebe?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/02/kaufen-wir-die-liebe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 09:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Cash&Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Valentinstag]]></category>
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					<description><![CDATA[Jedes Jahr dasselbe Spiel: Liebe wird in Geschenkpapier gewickelt und an der Kasse gescannt. Aber seit wann beweist sich Zuneigung durch Kaufkraft? Und warum fühlt es sich manchmal so an, als müsste man konsumieren, um zu lieben? Lilith spricht über Kapitalismus in Herzform.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jedes Jahr dasselbe Spiel: Liebe wird in Geschenkpapier gewickelt und an der Kasse gescannt. Aber seit wann beweist sich Zuneigung durch Kaufkraft? Und warum fühlt es sich manchmal so an, als müsste man konsumieren, um zu lieben? Lilith spricht über Kapitalismus in Herzform.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Körperliebe</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/01/mein-koerper/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eileen Ahland]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2026 09:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Körper wird betrachtet, bewertet, vermessen. Als Objekt, als Projektionsfläche, als etwas, das gefallen soll. in ihrem neuen Text widerspricht Eileen und erzählt stattdessen von Selbstbestimmung, von Brüchen mit Schönheitsidealen und vom Recht, den eigenen Körper nicht erklären zu müssen. Mein Körper Als Kunstausstellung Kunst liegt im Auge des Betrachters doch die Augen zielen auf]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Körper wird betrachtet, bewertet, vermessen. Als Objekt, als Projektionsfläche, als etwas, das gefallen soll. in ihrem neuen Text widerspricht Eileen und erzählt stattdessen von Selbstbestimmung, von Brüchen mit Schönheitsidealen und vom Recht, den eigenen Körper nicht erklären zu müssen.<span id="more-17265"></span></p>
<p>Mein Körper<br />
Als Kunstausstellung<br />
Kunst liegt<br />
im Auge des Betrachters<br />
doch die Augen zielen auf<br />
Makellosigkeit<br />
Attraktivität<br />
und Erotik</p>
<p>Der Körper als Objekt<br />
als Zielscheibe für<br />
(Ab-)Wertungen</p>
<p>Ihr habt kein Recht<br />
mir aufzuerlegen<br />
wie <strong>ICH</strong> mich kleiden soll<br />
wie <strong>ICH</strong> auszusehen habe<br />
wie <strong>MEIN</strong> Körper zu sein hat<br />
der <strong>MICH</strong> Tag für Tag<br />
durch <strong>MEIN</strong> Leben trägt</p>
<p>Das Problem bin nicht ich<br />
sondern die Gesellschaft<br />
mit ihren zerstörerischen<br />
Schönheitsidealen</p>
<p>Schlank<br />
aber bitte nicht zu dünn<br />
Sexy<br />
aber bitte nicht zu bitchig<br />
Attraktiv<br />
aber bitte ohne Körperbehaarung</p>
<p>Lieber bin ich so<br />
wie es mir gefällt<br />
mal mit fettigen Haaren<br />
dem ein oder anderen Pickel<br />
mit unrasierten Achseln und Beinen<br />
Jogginghose und Kapuzenpulli<br />
als früher oder später<br />
am Ideal kaputt zu gehen</p>
<p>Ich lasse mich tätowieren<br />
liebe weite Kleidung<br />
trage heute Nagellack<br />
und morgen keinen<br />
esse, was mir schmeckt<br />
schminke mich an einem Tag<br />
am nächsten Tag wieder nicht<br />
habe heute mal die Haarfarbe<br />
und morgen eine andere</p>
<p>Renne keinem Trend hinterher<br />
möchte mich wohlfühlen in meiner Haut<br />
mir stets treu bleiben<br />
und aufrichtig lächeln<br />
wenn ich in den Spiegel schaue<br />
nicht aufgesetzt und ferngesteuert<br />
der Masse hinterherlaufen<br />
mich entfremden und nicht wissen<br />
wer ich eigentlich bin</p>
<p>Ich bleibe ich<br />
ich werde kein anderer Mensch<br />
nur weil ich hin und wieder<br />
meinem Körper nach Belieben<br />
ein kleines Update verpasse<br />
auch wenn ich für euch dadurch<br />
in der Gesellschaft verblasse<br />
und nicht in euer<br />
Puzzle passe</p>
<p><strong>Mein Körper</strong><br />
ist keine Plattform für Bewertungen<br />
mein Körper ist<br />
<strong>mein Zuhause</strong></p>
<p>Mein Zuhause gehört mir<br />
und niemand außer mir<br />
darf darüber bestimmen</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Freundschaft &#8211; Wünsche und Bedürfnisse im Spätkapitalismus</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/11/freundschaft-wuensche-und-beduerfnisse-im-spaetkapitalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 12:35:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Freund*innenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir reden ständig über Self Care und Beziehungen, aber kaum darüber, warum für Freund*innen oft keine Zeit bleibt. In ihrem neuen Text schreibt Sara darüber, warum Nähe fast nur in romantischen Partnerschaften vorkommt – und wie wir das ändern können. Warum haben wir immer Zeit für unsere Partner*innen, aber nicht für unsere Freund*innen? Wie oft]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Wir reden ständig über Self Care und Beziehungen, aber kaum darüber, warum für Freund*innen oft keine Zeit bleibt. In ihrem neuen Text schreibt Sara darüber, warum Nähe fast nur in romantischen Partnerschaften vorkommt – und wie wir das ändern können.</strong><span id="more-17194"></span></p>
<p>Warum haben wir immer Zeit für unsere Partner*innen, aber nicht für unsere Freund*innen? Wie oft habe ich schon gehört, dass Leute keine „Kapas“ mehr haben, wenn es um Freundschaften geht. Gleichzeitig scheint aber immer Zeit für die Partner*innen da zu sein, mit denen man teilweise sogar zusammenwohnt. Natürlich ist es nichts Neues, dass es mit einer 40-Stunden-Woche, Care-Arbeit, Ernährung, Sport und all den anderen Verpflichtungen schwer ist, alles unter einen Hut zu bekommen.</p>
<p>Und in der Freizeit hängen wir dann auch noch stundenlang an unseren Handys, scrollen durch Reels, bis wir gerade so noch unsere eigenen To-dos schaffen. Für Self Care bleibt da kaum noch etwas übrig – und für Menschen mit Kindern, besonders für Mütter, praktisch gar nichts.</p>
<p>Und trotzdem fällt mir eines sehr stark auf: Nähe und das Bedürfnis nach Verbindung werden fast ausschließlich in romantischen Beziehungen gestillt. Es ist, als wäre Einsamkeit nur dort erlaubt und nur dort heilbar. Dabei zeigen die Zahlen, wie schief dieses Bild eigentlich ist. 2024 gaben 60 % der Menschen in Deutschland an, sich einsam zu fühlen – und das waren nicht nur Singles. Auch die Hälfte der 16- bis 30-Jährigen fühlt sich einsam, obwohl es theoretisch so einfach wäre, Kontakt aufzunehmen. Eine Nachricht reicht dafür aber nicht. Virtuelles Schreiben kann keine Nähe ersetzen, die spürbar ist, die uns wirklich trägt.</p>
<p>Und genau hier liegt das Problem: Wer hat eigentlich damit angefangen, dass es ein guter Rat sei, Freund*innen abzusagen, wenn es einem nicht gut geht? Natürlich darf man sich zurückziehen, wenn es nötig ist, aber ehrlich: Wenn man sich sowieso schon elendig fühlt, macht das Alleinsein in den eigenen vier Wänden es meistens schlimmer. Stattdessen bräuchte es in Freundschaften mehr Alternativen. Nicht immer Aktivitäten, die groß und geplant sind, sondern etwas, das leichter fällt. Zusammen einen Tee trinken, schweigend einen Film schauen, das Zimmer aufräumen, mehrere Portionen Essen vorkochen, den Glasmüll wegbringen – all diese kleinen Dinge sind Begegnung. Sie schaffen Nähe, ohne dass sie anstrengend sind.</p>
<p>Freundschaft muss nicht perfekt durchorganisiert sein, um wichtig zu sein. Es reicht, füreinander da zu sein – so, wie man gerade kann. Und es braucht Ehrlichkeit: zu sagen, dass man keine Energie für ein großes Treffen hat, aber trotzdem nicht alleine sein möchte. Solche Momente sind oft wertvoller als das nächste große Event, weil sie zeigen, dass es nicht um Leistung geht, sondern darum, wirklich füreinander da zu sein.</p>
<p>Einsamkeit ist ein massiver Risikofaktor für die psychische Gesundheit. Sie wird nicht weniger, wenn wir absagen und uns zurückziehen, sondern wenn wir Kontakt zulassen – auch im Kleinen, auch im Banalen. Lasst uns also aufhören, Treffen reflexartig abzusagen, und stattdessen lernen, ehrlich zu sagen, was wir brauchen. Denn manchmal reicht es schon, gemeinsam den Glasmüll wegzubringen, um sich weniger allein zu fühlen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Bruder</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/10/mein-bruder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carlotta]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 10:38:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschwister]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie hegemoniale Männlichkeit schon in der Familie wirkt: Ein persönlicher Blick von Carlotta auf die Privilegien, Erwartungen und Spannungen, die zwischen Geschwistern entstehen, wenn gesellschaftliche Männlichkeitsbilder auf das eigene Leben prallen. Mein Bruder ist ein weißer, heterosexueller Mann und gehört der Mittelschicht an. Auch wenn gerade diese Art von Männlichkeit oft als das absolute Feindbild]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie hegemoniale Männlichkeit schon in der Familie wirkt: Ein persönlicher Blick von Carlotta auf die Privilegien, Erwartungen und Spannungen, die zwischen Geschwistern entstehen, wenn gesellschaftliche Männlichkeitsbilder auf das eigene Leben prallen.</strong><span id="more-17184"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mein Bruder ist ein weißer, heterosexueller Mann und gehört der Mittelschicht an. Auch wenn gerade diese Art von Männlichkeit oft als das absolute Feindbild dargestellt wird, als die Art von Männlichkeit die am autoritärsten und bedrohlichsten ist, habe ich ihn trotzdem lieb. Wenn ich meinem Vater seine Männlichkeit nicht übel nehme, kann ich sie auch meinem Bruder nicht vorwerfen. Wie alle anderen haben auch sie sich nicht ausgesucht, unter welchen Bedingungen oder mit welchen Eigenschaften sie in diese Welt gekommen sind.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Obwohl mein Bruder und ich mit denselben Privilegien aufgewachsen sind, unterscheidet sich unsere gesellschaftliche Stellung doch ein wenig – mein Bruder hat das Glück als heterosexueller Mann in einer patriarchalen, heteronormativen Gesellschaft zu leben. Auch wenn ich mir sicher bin, dass das nicht heißt, mein Bruder hätte keine Probleme oder es sei leicht, in der heutigen Gesellschaft ‚Mann genug‘ zu sein, verschafft ihm das dennoch eine gesellschaftlich privilegiertere Position. Eine Position, die er mittlerweile als selbstverständlich versteht. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mein Bruder verhält sich manchmal, als liege ihm die Welt zu Füßen. Das kann daran liegen, dass er als jüngstes Kind der Familie vieles bekommen hat und ihm viel durchgehen gelassen wurde. Es kann auch daran liegen, dass die heutige Gesellschaft immer noch jungen, weißen Männern das Bild vermittelt, sie könnten alles erreichen und ihnen gehöre die Welt. Beides bedeutet, dass mein Bruder keine Schuld an seiner Lage trägt. Er ist einfach ein gesellschaftliches Subjekt, das versucht seine Männlichkeit in der heutigen Welt zu navigieren. Das Problem daran ist nur, dass hegemoniale* Männlichkeit allen schadet, die nicht in das erwünschte Männlichkeitsbild passen. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Für mich bedeutet das, dass bei jedem Streit die Grundannahme besteht, mein Bruder habe immer Recht. Jeder Wutausbruch sei legitim, der Fehler liege ja bei mir. Und wenn es dann mal richtig kracht, weil ich mir sein Verhalten nicht gefallen lassen möchte, heißt es von meinem Vater, wir hätten ja beide noch viel über Kommunikation zu lernen. Denn Männer sind nun mal laut, und wenn sie wütend werden, heißt es, dafür gebe es ja immer einen guten Grund. Die Männlichkeit meines Bruders nimmt mir den Raum, auch mal richtig wütend sein zu können.  </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich spüre immer deutlicher, wie die gesellschaftlichen Vorstellungen von Männlichkeit eine Distanz zwischen mir und meinem Bruder schaffen. Das Verhalten meines Bruders ist oft nicht mehr nur nervig – immer häufiger ist es verletzend, manchmal sogar wirklich unverschämt, und bleibt doch ohne Konsequenzen für ihn. Ein Zustand, den ich sonst nur von fremden Männern kenne, die mir nicht nahestehen oder Teil meiner Familie sind. Diese Art von Männlichkeit wirkt für mich wie ein Gefängnis: ein Gitter aus starren Eisenbarren, das jedes Individuum dieser Gesellschaft umschließt und ihm die Freiheit zur Selbstentfaltung nimmt. Vielleicht besteht die eigentliche Herausforderung darin, Männlichkeit neu zu denken – jenseits der Normen, die unsere Gesellschaft noch immer prägen. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><em>*<b>Hegemoniale Männlichkeit</b> – Soziologisches Konzept einer Form von Männlichkeit, die eine dominierende Position in der Geschlechterordnung einnimmt, also eine soziale Dominanz gegenüber Frauen und anderen Geschlechtsidentitäten, aber auch gegenüber als „schwächer“ wahrgenommenen Männern bedeutet. </em></p>
<p><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum queere Frauen auch Männer lieben dürfen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/09/warum-queere-frauen-auch-maenner-lieben-duerfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aurum]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 11:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum wird Frauen die Queerness abgesprochen, sobald sie mit einem Mann zusammen sind?Aurum&#8217;s Text wirft einen Blick auf Spannungen innerhalb der queeren Community, den Einfluss gesellschaftlicher Rollenbilder – und die Frage, wie wir Solidarität statt Ausgrenzung leben können. Auf meiner abendlichen Reise durch das Internet stolperte ich neulich über eine Meinung die ich in letzter]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum wird Frauen die Queerness abgesprochen, sobald sie mit einem Mann zusammen sind?</strong><br data-start="253" data-end="256" /><strong>Aurum&#8217;s Text wirft einen Blick auf Spannungen innerhalb der queeren Community, den Einfluss gesellschaftlicher Rollenbilder – und die Frage, wie wir Solidarität statt Ausgrenzung leben können.</strong><br />
<span id="more-17114"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Auf meiner abendlichen Reise durch das Internet stolperte ich neulich über eine Meinung die ich in letzter Zeit in einer ähnlichen Form des öfteren lesen durfte: “Billie Eilish betrayed us in pride month because she’s dating a men” (übersetzt: Billie EIlish hat uns betrogen, weil sie mit einem Mann zusammen ist.) Doch um diese Aussage zu verstehen, werden zuerst einige Hintergrundinformationen benötigt. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Bei Billie EIlish handelt es sich um eine 24 Sängerin, die mit ihrer experimentellen Pop Musik die Massen begeistert und die Stadien zum Beben bringt. Zu ihrer queeren Identität äußerte sie sich erstmals in einem Interview mit Variety, indem sie erwähnte, dass sie Frauen attraktiv findet und sich zu ihnen hingezogen fühlt. Im Nachhinein äußerte sich Billie innerhalb ihrer Instastory, dass sie mit dem Umgang mit dieser Aussage und dem extremen Fokus auf ihr Coming-out unzufrieden war. Doch das Fazit der queers online war bereits besiegelt &#8211; Billie is for the girls and the gays. Jedoch hielt die anfängliche Ruhe, welche sich um Billies Sexualität legte, nicht lange an. Am 08.06.2025 kam es zu der Veröffentlichung von Bildern, auf denen Billie mit ihrem guten Freund Nat Wolff auf einem Balkon in Italien küssend gesichert wurde. Die Fotos waren ohne ihr Einverständnis aufgenommen und veröffentlicht worden und so bildete sich das Internet über Nacht eine Meinung, die scheinbar nicht klarer hätte sein können: “Billie Eilish betrayed us”.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Dies ist natürlich nicht der Fall, denn Queerness ist und bleibt ein Spektrum und inkludiert tatsächlich auch Menschen, welche mehr als ihr eigenes Geschlecht lieben können. Die viel spannende Frage hierbei ist jedoch, warum queere und insbesondere bisexuelle Frauen immer wieder mit Ausgrenzungen  innerhalb der Community rechnen müssen, sobald sie mit einem Mann zusammenkommen. Eine Ausgrenzung, die den Punkt erreicht, an dem die queere Identität komplett angezweifelt wird und ihnen mitgeteilt wird, dass ihre Anwesenheit bei pride Events nicht erwünscht ist.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Als einen der Hauptgründe, lässt sich sicherlich der äußerst schlechte Ruf von Männern im Allgemeinen nennen. Fast jede Frau und auch fast jede Person, die innerhalb ihrer Kindheit weiblich geprägt wurde, hat in ihrem Leben schlechte Erfahrungen mit Männern in Form von übergriffigem Verhalten, unangemessenen Kommentaren oder anderen Grenzüberschreitungem gemacht. Laut der Jugendtrendstudie 2025 des Instituts für Generationenforschung haben 0% der Frauen im Alter von 15 bis 30 Jahren keine Angst vor Männern. Auf die Frage, was sie tun würden, wenn es keine Männer mehr gäbe, werden häufig die alltäglichsten Dinge genannt, wie nachts ohne Angst unterwegs sein, oder die Outfits tragen, die sie eigentlich gerne anziehen würden. Und bei der Auswahl, ob sie lieber einen Mann oder einen Bär im Wald treffen wollen, lautet die Antwort oft Bär. Dieses Image haben sich die Männer jedoch selbst zu verdanken. Zu oft wird still geschwiegen, wenn der Kumpel jemanden vergewaltigt, und vielleicht waren sie sogar selbst schonmal übergriffig, wohlmöglich unbewusst. Bei diesen Aussagen handelt es sich natürlich um Verallgemeinerungen und keinesfalls um die Verurteilung jedes einzelnen Mannes &#8211; doch würdest du in einen Apfel beißen, wenn die Chance besteht, dass du vergiftet wirst?</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Gegenüber dieser harschen Realität scheint die Erkenntnis, Frauen zu lieben geradezu wie der perfekte Ausweg. Eine Erleichterung, nicht mehr Teil einer Welt zu sein, in der sich alles um Männer dreht. So treten Phrasen wie “i hate men” oder “unfortunately I like men” innerhalb der queeren Community im Überfluss auf. Und ja, eine Möglichkeit, sich aus den patriarchalen Strukturen zu befreien, ist die komplette Verteufelung von jedem einzelnen Mann, doch es ist sicherlich nicht die eleganteste und effektivste Methodik. Denn bereits innerhalb der queeren Community kommt es so zu Diskriminerung. Zum Einen die bereits erwähnte Ausgrenzung von queeren und besonders bisexuellen Frauen, die sich in einer Beziehung mit einem Mann befinden. Zum Anderen natürlich auch die Männer, die sich aufgrund ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität zur queeren Community zugehörig fühlen. Das ständige darauf hinweisen, dass alle Männer schlecht seien, scheint mir genauso wenig zu einem gesellschaftlichen Fortschritt zu führen, wie der extreme Drang, jedes Mal darauf hinzuweisen, dass es auch gute Männer gibt. Tatsächlich glaube ich, es ist sinnfrei jeden einzelnen Mann als gut oder schlecht einkategorisieren zu wollen. Was mir hingegen gut gefällt ist der auf Social Media entstandene Trend um das Wort “Menners”. Die Abwandlung des Wortes Männer verkörpert alles was Frauen das Leben schwer macht und bietet die Möglichkeit, den Unmut über das Patriarchat auszudrücken, ohne dass sich gleich alle Männer angegriffen fühlen müssen. So entsteht eine Balance zwischen dem gerechtfertigten Drang von Frauen sich über die systematischen Probleme zu beschweren und  dem Existenzrecht von Männern und queeren Frauen in einer Beziehung mit Männern in queeren Räumen. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Letztlich besteht die Aufgabe der Männer jedoch darin, die Welt zu einem Ort zu machen, an dem sich alle und insbesondere Frauen wohlfühlen und sich queere Frauen nicht dafür rechtfertigen müssen, in einer Beziehung mit einem Mann zu sein. Denn schließlich werden Männer in eine Gesellschaft geboren, welche überwiegend für sie geschaffen wurde und diese Privilegien gilt es zu überdenken, um feministisch handeln zu können.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Expired Crush</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/07/expired-crush/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 09:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[pride month]]></category>
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					<description><![CDATA[Was passiert, wenn ein Crush nicht verschwindet – sondern sich einfach verändert? Eine intime Reflexion von Phuong über queere Verbindungen, Unsicherheiten und das, was bleibt, wenn das Knistern nachlässt. Können unsere Gefühle eigentlich irgendwann einfach verschwinden?Einfach so, zu Staub werden?Hat die Liebe, die wir füreinander empfinden, ein Verfallsdatum?&#8222;Nichts bleibt für immer&#8220;, sagt man. Also wohl]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was passiert, wenn ein Crush nicht verschwindet – sondern sich einfach verändert? Eine intime Reflexion von Phuong über queere Verbindungen, Unsicherheiten und das, was bleibt, wenn das Knistern nachlässt.</strong><span id="more-17027"></span></p>
<p data-start="107" data-end="597">Können unsere Gefühle eigentlich irgendwann einfach verschwinden?<br data-start="172" data-end="175" />Einfach so, zu Staub werden?<br data-start="203" data-end="206" />Hat die Liebe, die wir füreinander empfinden, ein Verfallsdatum?<br data-start="270" data-end="273" />&#8222;Nichts bleibt für immer&#8220;, sagt man. Also wohl auch Gefühle nicht.<br data-start="339" data-end="342" />&#8222;Ich liebe dich nicht mehr&#8220; –<br data-start="371" data-end="374" />Aber heißt das wirklich, du liebst mich nicht mehr? Oder bist du nur müde von der Arbeit, die es braucht, um mit mir zu sein?<br data-start="499" data-end="502" />Kann Liebe überhaupt jemals genug sein? Genug, damit zwei Menschen alles schaffen – zusammen?</p>
<p data-start="599" data-end="768">Diese Neugier, wenn sich Blicke zum ersten Mal treffen.<br data-start="654" data-end="657" />Die Art, wie sich unsere Körperrhythmen anpassen, wenn wir uns auf der gleichen Laufbahn zu einander bewegen.</p>
<p data-start="770" data-end="1138">WER BIST DU?<br data-start="782" data-end="785" />Doch die Schönheit deiner Bewegung hat mich eingefangen – ich weiß nicht warum – und mein Verlangen zu dir gezogen.<br data-start="900" data-end="903" />Es fehlen mir die Worte, vielleicht könnte ein Lied all das ausdrücken:<br data-start="974" data-end="977" />Die Blicke, die Veränderung in der Stimme, wie sich die Augen weiten, wenn Sicherheit entsteht.<br data-start="1072" data-end="1075" />Das Herz schlägt noch, aber es fühlt sich weniger unruhig an.</p>
<p data-start="1140" data-end="1654">Manchmal können wir nicht unterscheiden, ob es Nervosität oder Vorfreude ist, das wir fühlen. Dabei sind es ähnliche Hormone, die durch uns fluten.<br data-start="1287" data-end="1290" />ES PRALLT AUFEINANDER.<br data-start="1312" data-end="1315" />Öfter, als man beabsichtigt.<br data-start="1343" data-end="1346" />Wir formen Erwartungen im Kopf und enden voll Verbitterung oder Enttäuschung.<br data-start="1423" data-end="1426" />Wir sehen, wie unterschiedlich wir sind – und wie ängstlich wir selbst sind, uns verletzlich zu machen.<br data-start="1529" data-end="1532" />Das ist nicht einfach.<br data-start="1554" data-end="1557" />Meist endet dann hier der Spaß.<br data-start="1588" data-end="1591" />Doch er kehrt zurück. Manchmal. In neuen Farben, neuen Tönen.</p>
<p data-start="1656" data-end="2130">Ich beobachte dich (auf der Bühne),<br data-start="1691" data-end="1694" />verletzlich. Nervös. Dein Blick neigt sich Richtung zum Boden.<br data-start="1756" data-end="1759" />Jetzt wirst du wieder nervös, weil sich unsere Augen treffen.<br data-start="1820" data-end="1823" />Du schaust weg – schnell – doch dann wieder hin, nur um sicherzugehen.<br data-start="1893" data-end="1896" />Nur um sicherzugehen.<br data-start="1917" data-end="1920" />Du schwankst. Links, rechts. Weißt nicht, wohin mit dir. Weiß nicht, wo du hingucken sollst, während dich jemand von Weiten sieht.<br data-start="2050" data-end="2053" />Scham und Schüchternheit steigt auf. Die Wangen werden warm.<br data-start="2113" data-end="2116" />Okay. Chill.</p>
<p data-start="2132" data-end="2379">Mein Blick folgt dir, während die Zeit vergeht. In diesem Raum.<br data-start="2195" data-end="2198" />Voller Körper, voller Geräusche.<br data-start="2230" data-end="2233" />Plaudern, rauchen, trinken, sozial ängstlich, aufgehend, zuhörend.<br data-start="2299" data-end="2302" />Manche tun vielleicht dasselbe wie wir – oder sie beobachten uns. Wer weiß?</p>
<p data-start="2381" data-end="2709">Irgendwann kreuzen sich unsere Wege.<br data-start="2417" data-end="2420" />Wir stellen uns vor – mit einem Blick, einer Pause, die von Anziehung und Neugier erzählt, die durch uns fließt.<br data-start="2532" data-end="2535" />Unsere Bewegungen beeinflussen sich. Du bleibst sichtbar in meinem Augenwinkel, egal wie weit wir voneinander entfernt sind.<br data-start="2659" data-end="2662" />Und plötzlich gehen wir in dieselbe Richtung.</p>
<p data-start="2711" data-end="3145">Irgendwann sind wir Freunde. Und doch meidest du ab und zu meinen Blick.<br data-start="2783" data-end="2786" />Aber wart mal – sind wir jetzt zusammen oder nicht? Oder nur Freunde?<br data-start="2855" data-end="2858" />Oder lernen wir uns einfach kennen, ohne Kategorien? Vielleicht ist es egal.<br data-start="2934" data-end="2937" />Vielleicht ist es schön, genau so, wie es ist.<br data-start="2983" data-end="2986" />Wenn zwei Menschen sich in dieser Welt begegnen – zufällig oder nicht – und einen Teil ihres Weges teilen. Dieser kleine Moment, der einen Tag erhellen kann.</p>
<p data-start="3147" data-end="3695">Wir teilen Dinge: Unsere Unsicherheiten, Ängste, gemeinsame Interessen.<br data-start="3218" data-end="3221" />Wie wir mit anderen umgehen. Wir verurteilen uns, vielleicht wächst sogar Groll oder Verletzungen.<br data-start="3319" data-end="3322" />Kann ein Crush eigentlich vergehen? Was ist dieses Gefühl überhaupt?<br data-start="3390" data-end="3393" />Meine Hormone spielen verrückt, ich kann nicht klar denken.<br data-start="3452" data-end="3455" />Oder vielleicht denke ich klarer als je zuvor.<br data-start="3501" data-end="3504" />Wenn mein Verlangen die Oberhand gewinnt, Teile meines Gehirns stimuliert –<br data-start="3579" data-end="3582" />vielleicht ist das nicht nur Fantasie, sondern auch Kreativität.<br data-start="3646" data-end="3649" />Denn eigentlich kenne ich dich ja gar nicht.</p>
<p data-start="3697" data-end="3908">Plötzlich fühlt sich das Leben weniger langweilig an.<br data-start="3750" data-end="3753" />Es ist eine gute Ablenkung, dich aus der Ferne zu lieben.<br data-start="3810" data-end="3813" />Diese ersten, wenigen Momente, die wir teilten.<br data-start="3860" data-end="3863" />Dein Körper, deine Energie, die ich spürte.</p>
<p data-start="3910" data-end="4307">Ich weiß nicht, ob sich meine Gefühle zu dir verändern – oder ob wir uns verändern.<br data-start="3993" data-end="3996" />Aber ich weiß: Veränderung ist das einzig Beständige.<br data-start="4049" data-end="4052" />Ich glaube, ich mag dich immer noch.<br data-start="4088" data-end="4091" />Mittlerweile kann ich mit dir abhängen, ohne ständig unter Strom zu stehen.<br data-start="4166" data-end="4169" />Vielleicht habe ich immer noch einen Crush auf dich.<br data-start="4221" data-end="4224" />Aber jetzt sind wir Freunde. Schon seit Jahren.<br data-start="4271" data-end="4274" />Und alles ist plötzlich normal.</p>
<p data-start="4309" data-end="4793">Ich kenne deine Erfahrungen mit anderen, deine Dating-Muster, deine Probleme.<br data-start="4386" data-end="4389" />Manchmal finden sich Schnittstellen.<br data-start="4425" data-end="4428" />Warum muss es zwischen Queers eigentlich immer so ambivalent sein?<br data-start="4494" data-end="4497" />Vielleicht hatte ich ja auch nur einen platonischen Crush auf dich.<br data-start="4564" data-end="4567" />Ein paar Küsse zwischen Freund:innen – das schadet doch nicht, oder?<br data-start="4635" data-end="4638" />Vielleicht bist du jetzt realer für mich, als ich dachte.<br data-start="4695" data-end="4698" />Fern von meinen Projektionen, von meiner Einsamkeit, von meinem Verlangen, geliebt zu werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>überlegungen zu liebe</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/03/ueberlegungen-zu-liebe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gloria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 12:08:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist eigentlich Liebe? &#8222;Liebe&#8220; ist ein Wort, das häufig benutzt wird aber wissen wir, was sie ist? Ist sie ein Gefühl, eine Entscheidung, eine Einbildung? Zum Glück hat unsere Autorin Gloria noch mehr Fragen und keine Antworten. einen konsens gibt es nicht nur ein diffuses, subjektives verständnis davon was unter liebe zu verstehen sei]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist eigentlich Liebe? &#8222;Liebe&#8220; ist ein Wort, das häufig benutzt wird aber wissen wir, was sie ist? Ist sie ein Gefühl, eine Entscheidung, eine Einbildung? Zum Glück hat unsere Autorin Gloria noch mehr Fragen und keine Antworten.</strong></p>
<p><span id="more-16687"></span><br />
einen konsens gibt es nicht<br />
nur ein diffuses, subjektives verständnis davon<br />
was unter liebe zu verstehen sei<br />
worin liegt der unterschied zwischen liebe und freundschaft?<br />
viele scheinen mit dieser frage beschäftigt<br />
ich bin es auch<br />
und denke: so einfach abzutrennen ist beides nicht voneinander<br />
ich liebe meine freunde<br />
meine freunde lieben mich<br />
ich habe noch nie einen partner geliebt<br />
aber wurde geliebt<br />
das weiß ich mittlerweile<br />
nur dachte ich ganz oft, dass es andersherum sei<br />
dann gibt es noch das verliebtsein<br />
und möglicherweise- nicht immer-<br />
die vorstufe davon<br />
ich bin in jemanden verknallt!<br />
schon wieder!<br />
dabei ist es oft eine vorstellung einer person oder beziehung<br />
in die wir verknallt sind<br />
eigentlich ist ein crush meist bedeutungslos<br />
und manchmal ruhen wir uns auch auf der bestätigung aus<br />
oder steigern uns in ein gefühl hinein, welches nicht mit der realität übereinstimmt<br />
liebe ist auch projektion<br />
haben dir deine eltern genügend aufmerksamkeit geschenkt?<br />
wurde zuneigung an bedingungen geknüpft?<br />
eine liebesbeziehung ist ausdruck davon, welche guten oder schlechten erfahrungen wir<br />
durch bindung sammeln konnten<br />
ich denke<br />
man sollte mit einer halbironischen distanz auf liebe blicken<br />
und dabei trotzdem nicht seine verletzlichkeit verlieren</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rundum befriedigt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/11/rundum-befriedigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Nov 2024 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[offene Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Polyamorie]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen Bachelorarbeit und Referatsvorbereitung, zwischen Leipziger Stadtvierteln, zwischen Partnerpersonen: Die Protagonistin Mia, die wir in dieser Kurzgeschichte begleiten dürfen, fühlt sich wohl im Dazwischen und meistert es, ihre eigenen Vorstellungen von Beziehung zu leben. »Fu-fuck«, stöhnte Liam unter Mia und krampfte seine Finger in ihre Hüfte hinein. Mia rollte ihre Hüften schneller auf ihm. Sie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen Bachelorarbeit und Referatsvorbereitung, zwischen Leipziger Stadtvierteln, zwischen Partnerpersonen: Die Protagonistin Mia, die wir in dieser Kurzgeschichte begleiten dürfen, fühlt sich wohl im Dazwischen und meistert es, ihre eigenen Vorstellungen von Beziehung zu leben.<br />
</strong><span id="more-16431"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Fu-fuck«, stöhnte Liam unter Mia und krampfte seine Finger in ihre Hüfte hinein. Mia rollte ihre Hüften schneller auf ihm. Sie sah unter sich, wie Liam zitterte und sich sein Gesicht zusammenzog während ihm schwarze Strähnen verstrubbelt in die Augen fielen. Liam biss sich auf die Unterlippe und stieß ein paar Mal nach oben, dabei blies er in Stößen Luft aus. Er setzte mehrmals an, etwas zu sagen, aber es kam nur mehr Stöhnen aus seinem Mund heraus. Mia beugte sich nach unten und war froh die Haare beim Vorspiel in einem Zopf gefasst zu haben. Ihre Brüste landeten weich auf Liams Oberkörper und seine Hände fanden von fast automatisch ihre Nippel die er langsam in seinen Händen streichelte und manchmal leicht mit seinem Daumen und Zeigefinger einklemmte. Der Winkel war nicht der Beste, aber Mias gehauchte Worte an seinem Ohr ließen ihn dennoch zusammenzucken. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Kommst du für mich?« Sie bewegte sich schneller auf und ab und küsste seinen Hals, als sich Liam verkrampfte und die Augen zusammenkniff. Er ließ ein langes Stöhnen im Raum erklingen und sein Penis zuckte kraftvoll zusammen, als er sich ins Kondom ergoss. Als er die Augen öffnete, hatte Mia ihn schon aus sich rausgleiten lassen, da sie wusste, wie sensitiv er werden konnte, nachdem er gekommen war. Sie mussten definitiv mal den Penisring probieren. Liam öffnete langsam seine Augen. Es gab den Moment, in dem sich Liams Augen noch mal weiteten mit diesem unbewussten kleinen Lächeln, das er ihr manchmal schenkte, wenn er dachte, dass sie nicht hinsah.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Woah«, stieß er aus und schob ein »Danke« hinterher.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mia schüttelte nur ihren Kopf, verkniff sich den Kommentar und küsste Liam sanft und umarmte ihn fest, bis sich sein Atem wieder beruhigt hatte. Liam begann fast abwesend Mias Rücken zu streicheln und langsam ihre Wange und ihren Hals zu küssen. Liam stellte das Bein, das zwischen Mias Beinen war, auf und presste sie sanft mit ihrer Hüfte auf dieses. Dann drehte er sie um – versuchte es zumindest. Mit etwas rumrutschen lag sie unten und er befand sich aufgestützt zwischen ihren Beinen. Er begann sich erneut mit Ihrem Hals zu beschäftigen, doch sie schlang ungeduldig ihre Beine um ihn und presste ihr Becken rhythmisch gegen seinen Unterkörper.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Nimm mich bitte einfach.« </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Liam sah sie wieder mit diesem Strahlen an, als wäre sie etwas Besonderes.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Du bist so unfassbar heiß«, raunte er und umschloss ihren rechten Nippel mit seinem Mund. Ein kleiner Aufschrei kam aus Mias Mund und sie krallte sich in seine Haare als Liam fester saugte und vorsichtig in ihren Nippel biss. Dann nahm er seine Hand dazu und rollte ihren linken Nippel zwischen</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Daumen und Zeigefinger. Eigentlich wollte sie ihn runterschieben, genau dorthin, wo sie ihn jetzt brauchte, aber das Gefühl ließ sie kurz vergessen zu denken. Sie spürte, wie Flüssigkeit in einem kleinen Schwall aus ihr lief, über ihren Po und auf das Kissen tropfte. Gleitgel hatte Mia noch nie benutzen müssen aber die Nippelklemmen sollte sie definitiv mal mit nach Anger-Crottendorf zu Liam nehmen. Liam widmete sich ihrem anderen Nippel und langsam wurden die Nervenbündel sensitiv und Mia schob mit den Händen in Liams Haaren dessen Kopf eindringlicher nach unten. Er verstand die Aufforderung und ließ sich nach unten pressen, bis sein Kopf direkt vor ihrer Vulva stehen blieb. Er atmete tief ein und seine Augen verdrehten sich genüsslich ein kleines Stück.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Gott, du riechst so fantastisch«, sagte er und kam noch ein kleines Stück näher heran, sodass seine Nasenspitze nur Millimeter von ihrem Kitzler entfernt war. Mia wollte ihn näher heranziehen, aber scheiterte daran. Liam hatte andere Pläne. Er drehte seinen Kopf zu ihrem aufgestellten Bein und küsste erst das Knie, woraufhin Mia lachen musste da sie dort sehr kitzlig war. Dann küsste er sich ihr Bein entlang runter und saugte an ihrem Oberschenkel, was sie mit einem Keuchen quittierte. Ihre Beine begangen zu zittern je näher er ihrer Mitte kam und sie krampfte sich noch mehr in seine dünnen langen Strähnen. Er küsste sanft ihre äußere Schamlippe, blies einen Kuss in ihre Mitte und küsste die andere Schamlippe. Dann küsste er sich qualvoll an ihrem anderen Bein wieder nach oben.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Liam! Bitte, ich bring dich um.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Liam biss noch einmal in ihren Oberschenkel, grinste und leckte einen Streifen von unten nach oben ihre Vulva entlang. Mia schloss die Augen und schrie endlich.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Du schmeckst so unfassbar gut.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Wenn du mich länger lecken würdest, wüsstest du noch besser, wie ich schmecke.« </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Liam lachte nur und machte sich an die Arbeit. Er spreizte leicht ihre Vulvalippen und zog mit seinen Lippen ihren Kitzler und den Bereich um ihren Kitzler in seinen Mund ein. Nun konnte auch Mia wieder lächeln. Er saugte an dem Nervenbündel und spielte mit seiner Zunge daran um. Mia war sich nicht mehr sicher welche Geräusche sie machte. Liam legte sich mit dem Oberkörper flach auf’s Bett und zog Mias Schoss mit seinen Armen unter ihre Beine geschlungen noch näher an sich heran. So konnte er wenigstens durch die Nase atmen und musste nicht ständig aufhören. Seine Zungenbewegungen wurden freier und er leckte nicht nur Mias Kitzler, sondern ließ auch ab und zu seine Zunge in ihre Vagina gleiten. Es schmeckte göttlich für ihn. Eine seiner Hände glitt nach oben ihren Körper entlang und liebkoste mit seinen Fingern ihren Nippel. Sein Mund lief voll mit ihrem Saft. Er stöhnte fast synchron mit Mia auf. Er begann nebenbei seinen Kopf rhythmisch zu bewegen und schloss seine Augen, um nicht weiter von Mias Gesicht abgelenkt zu sein. Sie krallte sich in das Laken, hob leicht ihre Hüften und hatte den perfekten Winkel gefunden, als –</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Neben ihr das Telefon klingelte. Sie schnaubte frustriert, schob Liam mit einer sanften Handbewegung weg und riss sich nur ungern von dessen Mund los. Sie angelte das Mobiltelefon von dem Wohnungsboden und hoffte zum einen, dass es sich um ihren Vermieter handelte, da die Küchensituation endlich geklärt werden musste, hoffte aber auch zum anderen, dass er es gerade nicht war, damit sie mit Liam weitermachen konnte, wo sie aufgehört hatten. Das Display zeigte Alex und dahinter ein Herz-Symbol. Erleichtert wies sie den Anruf ab und schaute aber noch eine Sekunde länger, ob eine Nachricht erscheinen würde. Wenn es etwas Wichtiges war, würde er schreiben, wenn er nur quatschen wollte, war es bestimmt nicht sehr schlimm, dass sie ihn weggedrückt hatte. Sie drehte sich zu dem erwartungsvollen Liam, welcher ein leichtes Glänzen am Kinn hatte und unfassbar erregt aussah. »War nur Alex«, sagte sie beiläufig und öffnete ihre Beine einladend. Liam umschloss sie erneut mit seinen roten Lippen und schickte mehrere kleine elektrische Schauer durch ihren Körper. Er änderte seine Technik, nahm manchmal nur seine Zungenspitze und verwöhnte sie punktgenau oder leckte sie innig mit seiner flachen Zunge. Mia krallte sich im Bett fest und ihre Lust staute sich immer weiter an und weiter an und weiter an. Sie bereute es so sehr Liam erneut halb zu stoppen.  »Ich kann, glaube ich, so nicht kommen.« Liam sah für einen Bruchteil traurig aus, aber fing sich schnell wieder. »Wie kann ich dir helfen? Was kann ich machen?« Mia biss sich auf die Lippe und nickte zu der Kiste ans Fußende des Bettes. Liam nickte zurück. Er kletterte vom Bett, öffnete die Kiste am Ende des Bettes, worauf die graue Wolldecke herunterfiel, was er nicht beachtete, und zog aus einer schwarzen Stofftüte einen regenbogenfarbenen, mit Noppen versehenden Vibrator heraus. Er kam wieder aufs Bett und verlor kaum Zeit, indem er zwei Finger vorsichtig in Mia einführte und nebenbei begann den Vibrator abzulecken. Er nahm ihn in den Mund und saugte daran, als würde er gerade einen anderen Mann oral befriedigen. Mia erregte dies noch mehr als sowieso schon. Sie brauchte etwas in sich – schon vorgestern. Nachdem der Vibrator glänzte und Liam merkte, dass Mia sogar noch feuchter als vorher war ließ er ihn – mit Mias Hilfe bei dem Winkel – in sie hinein gleiten.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Fuck ja.« Mia sah ihm direkt in die Augen und er beeilte sich den Vibrator anzuschalten und beugte sich erneut zu ihr herunter, um ihren Kitzler weiter lecken zu können und mit der anderen Hand den Vibrator in sie stoßen zu können. Mia begann zu brabbeln und schien nicht zu wissen, wohin sie greifen soll. Liam stellte den Vibrator noch eine Stufe hoch und konzentrierte sich nur noch darauf sie zu nehmen. Nach wenigen Minuten griff eine von Mias Händen in Liams Haare und presste seinen Mund gegen sich. Liam bekam dadurch zwar kaum Luft, aber liebkoste mit allem, was er hatte und stieß dabei noch schneller und leicht nach oben. Kurz bevor Liam wieder hätte atmen müssen, schrie Mia auf und presste ihre Oberschenkel um Liam zitternd zusammen. Ihr Unterleib bäumte sich auf und fiel mit einem Seufzen zurück. Alles in ihr pochte von ihrer Scheide ausgehend und ihr Gesicht war unbeschreiblich glatt und entspannt. Nach wenigen Sekunden verkrampfte sie sich, auch ihr Gesicht als die Vibration zu stark wurde und Liam zog sich und das Spielzeug zurück. Er schaltete es aus und legte sich neben Mia, einen Arm sanft auf ihrem Bauch liegend. Auch sie atmete schwer und betrachtete Liam mit einem Blick, den keiner von beiden hätte deuten können.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Woah«, stimmte sie zu und wollte sich erst zu Liam rüber rollen, seufzte aber und stand auf, um erst mal auf Toilette zu gehen. Der Druck pinkeln zu müssen war nach einem Orgasmus einfach zu hoch. Vielleicht deutete sie auch das Gefühl falsch und konnte eines Tages tatsächlich squirten, als nur</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">diesen kleinen Strom zu erzeugen, aber das wollte sie erst mal für sich allein probieren. Als sie aus dem Bad kam, sprang sie förmlich nackt ins Bett in Liams Arme und kuschelte sich an ihn. Sie kannte seinen Herzschlag und er beruhigte sie immer wieder. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Hast du eigentlich schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht?«, sprach sie den ersten Gedanken aus, der ihr durch den Kopf kam. Liam streichelte durch ihre Haare und antwortete nach einer kurzen Pause.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Ein paar Mal.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Was? Warum?«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Hast du schon Mal einen vorgetäuscht?«, fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Nein.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Na ja, weil ich dachte es zieht sich zu lange und ihr oder ihm kein schlechtes Gefühl geben wollte.« Mia brauchte einen Moment, um zu verstehen, dass er auf ihre vorherige Frage geantwortet hatte.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Ja, aber man merkt doch wenn der Mann vortäuscht. Oder man sieht es doch zumindest.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Hast du dir schon Mal nach dem Sex ein Kondom angeschaut? Also ob etwas drinne war?«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mia machte einen verwirrten Laut und sagte danach nur.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Okay.«. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Sie lagen noch eine Weile so da – entspannt und kuschelnd. Bis Mia begann sich anzuziehen und dabei ihre auf dem Boden verstreuten Kleider suchte. Es war nicht so spät wie sie gedacht, aber auch nicht so früh, wie sie gehofft hatte. Liam brachte sie zur Tür, an der sie ihre Schuhe anzog und Liam drückte. Er verwickelte sie in einen letzten Kuss, ehe sie in das Treppenhaus trat. Dort steckte sie sofort ihre Kopfhörer ein und stieg die knarrenden Holztreppen hinunter. Von Anger Crottendorf aus, Haltestelle Breite Straße, nahm sie erst die 4 ins Zentrum und stieg am Augustusplatz in die 15 in Richtung Leipzig, Miltitz ein. Von dort aus fuhr sie zum Lindenauer Markt. Hielt wie versprochen bei dem kleinen Dönerladen an und nahm einmal einen Döner mit Grillgemüse und Falafel mit und für sich einen Dürüm mit Halloumi. Danach lief sie bis zur Lützner Straße, querte diese nachdem sich nach gefühlten Minuten eine Lücke aufgetan hatte, und lief durch ein immer offenes, bestickertes Tor bis zur Hintertür und schloss diese auf. Zum Glück wohnte Alex im Erdgeschoss und schloss, wenn er da war, nie ab, sodass sie ohne Unterbrechung in die Wohnung kommen konnte. Mit einem Fuß hielt sie den grau-weißen Kater Baldrin zurück und schloss die Tür schnell hinter sich.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Bin zu Hause«, rief sie in den Flur und Alex kam aus der Tür seines Wohnzimmers in einer Jogginghose gekleidet und schlang sie fest in seine Arme.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Hallo Schatz«, flüsterte er ihr ins Ohr und küsste sie danach zur Begrüßung auf den Mund. Er nahm ihr die Essenstüte ab und packte das Essen aus, um es in der Küche auf Teller zu legen.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Wir sollten uns echt mal angewöhnen Dosen mitzunehmen, der Müll ist wirklich unnötig«, sagte er nachdenklich, ehe er die Verpackungsreste im kleinen Kabuff in den Mülleimer schmiss. Mia nickte, stellte ihren Rucksack im Flur ab und goss aus dem offenen Rosé zwei Gläser ein, sowie Wasser. Sie trugen alles gemeinsam ins Wohnzimmer auf den Couchtisch und machten es sich auf der Couch bequem. Mia legte ihr Handy auf den Tisch und sie kuschelten sich aneinander, während sie bei einer Serie aßen. Als Alex fertig war massierte er ihren Nacken.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Wie war die Arbeit?«, fragte Mia und Alex begann eine Erzählung wie der kleine Edgar im Kindergarten gefragt hatte, ob er genauso wie Alex auch Nagellack tragen dürfte, weil die kleine Katja gesagt hat, das dürften nur Mädchen. Jetzt wollte der kleine Edgar wissen, ob das der Alex nur darf, weil er mal ein Mädchen war, oder ob Edgar auch seine Lieblingsfarbe blau auf seine Nägel bringen durfte.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Wie war es bei Liam?«, fragte er zurück.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Ziemlich gut. Sind mit dem Vortrag gut weitergekommen und der Rest war eigentlich wie immer.« Alex nickte und lehnte sich noch etwas mehr auf der Couch zurück. Mia wollte heute noch etwas für ihre Bachelorarbeit schreiben und Alex würde sich sicher freuen nebenbei etwas zeichnen zu können.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mia ging kurz auf Toilette und holte aus dem Rucksack im Flur ihren Laptop. Sie kam zurück zu Alex, der ihr Handy eingängig studierte.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Was gibt’s?«, fragte Mia und ließ sich wieder neben ihn fallen in die weichen Kissen.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Liam hat dir ein ziemlich heißes Bild geschickt und dazu geschrieben, dass er es heute einfach unglaublich fand und sich schon auf das nächste Mal freut.« Alex drehte das Smartphone zu ihr.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Da muss er sich aber ziemlich angestrengt haben, um diese Bauchmuskeln zu zeigen«, kommentierte sie. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Alex schaute sich das Bild noch mal eingehender an.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Ich finde er sieht ziemlich heiß aus.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Heiß, definitiv. Aber als ich heute auf ihm saß war da nichts von Muskeln zu sehen.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Alex grinste und legte das Handy zurück auf den Tisch.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Da fand er es also unglaublich, was habt ihr denn gemacht?«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Also ich habe mich noch mal daran versucht ihm einen zu blasen. Er fand es wohl echt super, ich weiß noch nicht so ganz. Dann habe ich ihn geritten, du glaubst gar nicht wie sehr ich es vermisst habe, einen Typen zu reiten. Und er hat mich danach geleckt und mit dem Vibrator genommen. Also</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">ja, ziemlich gut.« Alex kicherte.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Er schreibt es war unglaublich und du sagst es war ziemlich gut. Ach, Hase.« Alex gab Mia einen innigen Kuss und nahm das Tablet raus, um weiter an seinen Tattoodesigns zu arbeiten. Mia ließ sich, wie immer, ablenken und kaufte Karten für den Westslam am Donnerstag, der direkt neben ihrer</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Haustür stattfand. Danach bekam sie noch gefühlte zwei Sätze geschrieben, ehe Alex ankündigte ins Bett zu gehen und sie sich ihm kurzerhand anschloss. Ein Kuss führte zu mehr Küssen, führte zu Sex. Alex leckte sie, bis sie kam, seine Technik war atemberaubend und daraufhin leckte sie Alex Vulva, bis dieser sich in die Matratze krampfte. Danach befriedigte sie ihn noch mit ihrer Hand und wollte ihm auch den dritten Orgasmus schenken, doch beide waren einfach zu müde.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Sie murmelte noch, dass sie morgen zum Westslam gerne Liam mitnehmen würde und Alex seufzte in ihr Ohr, dass sie doch gar nicht fragen müsse. Nach einer halben Stunde stieß Mia sanft Alex von sich weg und drehte sich auf die andere Seite. Kuschelnd einschlafen würde sie wohl nie können.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Liebe: Ein Gleichnis</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/11/liebe-ein-gleichnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist Liebe? Ist sie einfach ein Gefühl oder auch eine Entscheidung? Ist Liebe ein Handwerk oder vielleicht Kunst? Erschaffen wir die Liebe oder ist sie immer da und wartet darauf, dass wir an ihr teilnehmen? Viele wichtige Fragen und ein paar Antworten von Johanna. &#8222;Die erste Liebe hält sowieso nicht“ – Im „Ich habe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Liebe? Ist sie einfach ein Gefühl oder auch eine Entscheidung? Ist Liebe ein Handwerk oder vielleicht Kunst? Erschaffen wir die Liebe oder ist sie immer da und wartet darauf, dass wir an ihr teilnehmen? Viele wichtige Fragen und ein paar Antworten von Johanna.</strong></p>
<p><span id="more-16361"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">&#8222;Die erste Liebe hält sowieso nicht“ –</span></p>
<p><span data-contrast="auto">Im „Ich habe mich verknallt“ verlernt der Mensch, was es bedeutet zu lieben. Er empfängt, er wiegt sich, ruht sich aus auf dem Gefühl des Bauchkribbelns aus, das Aufregung, Umbruch &amp; Neuanfang bedeuten kann.</span><span data-ccp-props="{}"><br />
Vielleicht besinnt er sich und gelangt zur Rationalität zurück. Tut er es nicht, beginnt er zu geben.</span><span data-ccp-props="{}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Im Verliebtsein wird die Verbindung tief, zwei Menschen einen sich, denn sie kennen sich?</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Manche schlafen miteinander, anderen reicht ein Kuss, noch mehr Zeit und Gespräche. Sie sind an der Schwelle zum Zusammensein. Wer fragt zuerst? Wer wagt den Grenzübertritt? Und ab da soll </span><i><span data-contrast="auto">die Liebe</span></i><span data-contrast="auto"> erreicht worden, gefunden worden sein. Im Innersten bleiben sie sich fremd.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Denn</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">wie zwei Künstler schauen sie nicht genau genug auf das zwischen ihnen, ein Holzbrett, viele von ihnen liegen verstreut im Ort. Sie könnten es pflegen und bearbeiten, sie könnten es beiseitelegen oder in lodernden Flammen verbrennen. Sie fragen sich nicht, was es ausmacht, sie stürzen sich hinein in ein Gefühl und bleiben doch bei sich. Und während sie das Holz zu pflegen gedenken, merken sie nicht, wie es von innen heraus morsch wird. Sie arbeiten es ein und errichten ein Haus. Dieses morsche Brett ist der Träger des Fundaments. Sie vertrauen darauf, aber haben nie gelernt, es zu verstehen. Seine Beschaffenheit, sein Anspruch an eine geeignete Umwelt werden nicht </span><i><span data-contrast="auto">gesehen</span></i><span data-contrast="auto">.</span></p>
<p><span data-contrast="auto">Wenn der Künstler sich seiner Rolle nicht gewahr wird, wird er nicht recht arbeiten können.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Wenn er sein Handwerk nicht versteht, wird seine Arbeit nicht von Dauer sein. Er verletzt sich an Schrauben, beweint verblassende Farben, provisorische Gebilde, die verfallen, denen er mit genug Vorbereitung und Übung seiner Fähigkeit einfach hätte begegnen können. Das Stück Holz ist die Liebe. Kommerzialisiert und vernachlässigt, genutzt von allen, doch von wenigen beherrscht und gerecht behandelt. Sie sehen nicht seinen Wert. Die Bücher und Geschichten, die auf ihm entstehen, das Gebäude zu dem es geschaffen wird, ein Zuhause, das es für viele kleine Wesen sein kann. Die Liebe. Sie wird genutzt, um gefühlt worden zu sein.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich denke Liebe ist, wo Bereitschaft zum Lieben und das Geliebtwerden, Gefühl und Anziehung aufeinandertreffen. Sie wird von der Entscheidung gehalten, einen Menschen weiter lieben zu wollen, ihn zu umsorgen. Doch zwei Menschen können noch so gut ausgebildet sein. Eine Liebe, in der die Liebe im Ich liebe dich zu sein aufgehört hat und ein tiefes Verstehen nicht mehr möglich war, kann nichts mehr wachsen. Sie braucht Wertschätzung. Und das meist der Liebe geschieht zwischen den Zeilen, zwischen dem ersten Blick, dem ausgesprochenen „Ich liebe dich“ bis zum Tode. Die Liebe überlebt uns.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Samstag Nacht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/09/samstag-nacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mäx]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 07:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Leidenschaft findet man im Kleinen und im Großen: Wir freuen uns über den ersten Text von Mäx auf meinTestgelände. Es ist Samstag Abend, ich sitze im Kino. Ich habe den gleichen Film schon vor einer Woche geschaut, im Kino, mit dir. Deine Hand gehalten, mit meinem Daumen deinen berührt, meinen Kopf auf deine Schulter gelegt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Leidenschaft findet man im Kleinen und im Großen: Wir freuen uns über den ersten Text von Mäx auf meinTestgelände. </strong><span id="more-16196"></span></p>
<div>Es ist Samstag Abend, ich sitze im Kino. Ich habe den <a href="https://www.youtube.com/watch?v=TkIC8YI9-eU">gleichen Film</a> schon vor einer Woche geschaut, im Kino, mit dir. Deine Hand gehalten, mit meinem Daumen deinen berührt, meinen Kopf auf deine Schulter gelegt. Jetzt sitzen er und ich hier, vorher haben wir noch was gegessen und über Gott und die Welt philosophiert, uns wahnsinnig wichtig und klug gefühlt, das kann man gut mit ihm, es macht Spaß. Jetzt sitzen wir hier, schauen den Film, lachen. Es ist wirklich ein guter Film. Ich freue mich, ihn noch einmal schauen zu können. Irgendwann nehme ich seine Hand, wie ich auch deine Hand genommen habe. Er streichelt ganz leicht meinen Arm, auf, ab, auf ab. Es ist warm, kribbelt. Was ist schon dabei? Die Musik vibriert in uns, er drückt meine Hand fester. Nach dem Film sitze ich noch einen Moment da, unbewegt. Er grinst mich an, ich kann es nicht fassen, bin noch ganz beim Film, bin noch im Gefühl, schaue den Vögeln die über den Abspann fliegen gebannt zu. Manchmal fasse ich es nicht, dass andere sowas so einfach abschütteln können. Ich hingegen kann gar nicht anders, als mich mitreißen zu lassen, alles, was die Menschen auf der Leinwand fühlen, auch zu fühlen, oder das, was sie gerade nicht fühlen können. Zu lachen, zu weinen, und alles, was zum Leben dazu gehört.</div>
<div>Wir schlendern Richtung Promenade, ich bin wieder aufgetaucht. Scherzhaft sagt er &#8222;dann hau doch ab.&#8220;, und als ich anstalten mache, mich zu entfernen, erschrickt er kurz und streckt die Arme aus um mich noch einmal zu halten. Ich lache, nehme ihn in den Arm. Dann fahren wir doch noch ein Stück gemeinsam, er zeigt auf einen vorbeifahrenden Radler, sagt &#8222;den kenne ich!&#8220;, ich tue so, als wolle ich zu ihm rüber rufen, wieder erschrickt er und hält mich am Arm fest, ich rufe laut &#8222;Ich lasse mich von niemandem leise machen!&#8220;, lache. Er fragt, warum ich so ein Halunke bin, ich rufe &#8222;weil man Halunke sein muss um in dieser Welt zu leben!&#8220;, &#8222;Warum?&#8220;, fragt er lachend, &#8222;Weil diese Welt halunkig ist, und ich möchte in ihr leben!&#8220;, proklamiere ich frei heraus. &#8222;Los, los!&#8220;, fordere ich ihn auf und jage ihn davon über die Ampel. &#8222;Woher kommt die Leidenschaft?&#8220;, fragt er grinsend als er mich einholt, ich rufe &#8222;Aus mir! Aus dem Leben!&#8220;, drücke seine Hand zum Abschied und fahre in die schwarze Nacht hinein.</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Liebe leben und erschaffen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/09/liebe-leben-und-erschaffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2024 07:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt viele Formen der Liebe. Marie hat eine ganz besondere kennengelernt: Die bedingungslose Liebe. Ich hatte in meiner gesamten Jugend viele „Liebesbeziehungen“. Die Einen kürzer, die Anderen länger, oft war es die berühmte „Liebe fürs Leben“. In der Pubertät lernt man, was Liebe überhaupt ist, meistens bleibt es beim „verliebt sein“ und die richtige]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele Formen der Liebe. Marie hat eine ganz besondere kennengelernt: Die bedingungslose Liebe.<span id="more-16179"></span></p>
<p>Ich hatte in meiner gesamten Jugend viele „Liebesbeziehungen“. Die Einen kürzer, die Anderen<br />
länger, oft war es die berühmte „Liebe fürs Leben“. In der Pubertät lernt man, was Liebe<br />
überhaupt ist, meistens bleibt es beim „verliebt sein“ und die richtige Liebe, beziehungsweise den<br />
Unterschied vom verliebt sein zur richtigen Liebe merkt man, wenn das Erwachsenenalter beginnt<br />
und es in der Liebe auf etwas ankommt.<br />
Gemeinsame Wege gehen, heiraten, Kinder bekommen, gemeinsame Strukturen, Routinen, Alltag,<br />
also wenn man eben das Leben gemeinsam lebt, geht die Liebe irgendwie tiefer.<br />
Versteht man, was ich meine?<br />
Ich möchte hier aber gar nicht über die typische Liebe zu einer/einem PartnerIn schreiben,<br />
sondern über eine Liebe, die ich in dieser Form in meiner gesamten Jugend noch nie gefühlt<br />
habe.<br />
Also nichts, was ich einfach so, während der Pubertät, kennengelernt habe.<br />
Es ist die Liebe, die ich lebe, seit ich mit einundzwanzig das erste Mal Mutter geworden bin.<br />
Heute habe ich drei Kinder und kann sagen, dass genau DAS für mich LIEBE LEBEN bedeutet.<br />
Leben erschaffen zu haben, die man mit Liebe füttert und genau das selbe unaufgefordert<br />
zurückbekommt, das Gefühl, dass man irgendwie auch dieser Mensch ist, in Kleinformat, aber<br />
eben diese Verbundenheit, weil diese Menschen in meinem Körper entstanden sind.<br />
Diese Liebe, die ich jeden Tag, jede Nacht, einfach immer meinen Kindern gegenüber spüre, ist<br />
mein Leben und für mich auch einfach die Definition für Leben.<br />
Natürlich fühle ich meinen Kindern gegenüber nicht diese Liebe, wie ich sie einem Partner<br />
gegenüber fühle, das wäre auch etwas seltsam und strafbar, man spürt keine körperliche<br />
Anziehungskraft, daher kann man das auch absolut nicht miteinander vergleichen, obwohl beides<br />
eben eine Liebe ist.<br />
Nichtsdestotrotz ein Unterschied wie Tag und Nacht.<br />
Gegenüber seiner Kinder hat man einen Beschützerinstinkt, Verantwortung, man sorgt dafür, dass<br />
das Kind überlebt, sich sicher fühlt, es etwas lernt, es mit Fragen zu einem kommen kann, es ist<br />
eine mütterliche Liebe (in meinem Fall, da ich ja nicht der Vater bin), die mir auch so viel mehr wert<br />
ist!<br />
Warum? Weil man sich in einer Partnerschaft trennen kann, jeder geht seinen eigenen Weg, man<br />
findet neue Lieben und beginnt neue Leben mit diesen Lieben.<br />
Aber die Liebe zu meinen Kindern kann ich nicht eintauschen, ich würde meine Kinder niemals<br />
weggeben und stattdessen andere Kinder anfangen zu lieben.<br />
Diese Liebe ist, im Gegensatz zu einer Partnerschaft, bedingungslos, ich erwarte nichts von<br />
meinen Kindern, bei einem Partner erwarte ich, dass man auf einer Wellenlänge ist, was die Liebe<br />
angeht, damit man sich nicht hintergeht oder sich einer von beiden vernachlässigt fühlt.<br />
Man muss sich bemühen, denn lieben ist ein Verb, man muss es tun! Gegenseitig!<br />
Meine Kinder müssen mir ihre Liebe aber nicht beweisen oder zeigen, da sie, aufgrund dessen,<br />
dass ich eben durch ihre Erschaffung ihre Mutter bin, mich ohnehin lieben, brauchen und wollen!<br />
Ich hoffe, man versteht, warum ich diese Liebe zu meinen Kindern als LEBEN sehe, als LIEBE<br />
LEBEN.<br />
Obwohl ich nicht weiß, wie es ist, eine Pflegemutter zu sein, eine Adoptivmutter oder eine<br />
Stiefmutter, kann ich mir vorstellen, dass das auch eine ähnliche Form dieser Liebe ist, da sie<br />
anders ist, als zur/zum eigenen PartnerIn.<br />
Es ist das Leben mit den Kindern, das man liebt, egal wie es läuft, man trennt sich nicht von<br />
diesen Kindern, eine Liebe, die man Tag für Tag lebt, ein Leben lang.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Liebe Leben</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/09/liebe-leben-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2024 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Nev ist schon eine Weile verheiratet und findet, die Liebe hat Höhen und Tiefen &#8211; sogar wenn es die Liebe deines Lebens ist. Wie Nev und seine Frau sich gegenseitig fordern und warum das die Liebe frisch hält, erfahrt ihr im Video. &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nev ist schon eine Weile verheiratet und findet, die Liebe hat Höhen und Tiefen &#8211; sogar wenn es die Liebe deines Lebens ist. Wie Nev und seine Frau sich gegenseitig fordern und warum das die Liebe frisch hält, erfahrt ihr im Video.<span id="more-16183"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verweichlichte Gen Z und Bedürfnisse in Beziehungen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/09/16161/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2024 10:09:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie sind keine Snowflakes: Die Gen Z wünscht sich nicht weniger als eine Revolution in Sachen Beziehung &#8211; zum Wohle aller. Eine Streitschrift von Sara. Jedes Mal, wenn ich Menschen sagen höre, dass die Gen Z übersensibel und &#8222;Snowflakes&#8220; in Beziehungen sind, werde ich wütend. Wütend darüber, dass eine ganze Generation über einen Kamm geschert]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie sind keine Snowflakes: Die Gen Z wünscht sich nicht weniger als eine Revolution in Sachen Beziehung &#8211; zum Wohle aller. Eine Streitschrift von Sara.</strong><span id="more-16161"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Jedes Mal, wenn ich Menschen sagen höre, dass die Gen Z übersensibel und &#8222;Snowflakes&#8220; in Beziehungen sind, werde ich wütend. Wütend darüber, dass eine ganze Generation über einen Kamm geschert wird und auch wütend darüber, dass die Wahrnehmung von Bedürfnissen als lächerlich dargestellt wird. Als ob das nicht zu einem Instrument werden könnte, dass ehrliche und schöne Beziehungen auf Augenhöhe schaffen kann.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Vor allem innerhalb von Beziehungen profitiert jede*r davon, wenn über Wünsche, Ängste und andere Gefühle gesprochen wird, damit Sicherheit entstehen kann. Warum genau das Unbehagen bei teilweise älteren Menschen auslöst, lässt sich vielleicht so erklären: wer selber keinen sensiblen Umgang in einer Beziehung erlebt und insgeheim das Bedürfnis hat Rücksicht und Empathie kennenzulernen, reagiert emotional. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Grundbedürfnisse wie &#8222;Essen, Trinken etc.&#8220; sind uns alle bekannt aber dass es ebenjene auch auf emotionaler Ebene gibt, scheint nicht jede*m bekannt zu sein. Respektiert und akzeptiert werden, Liebe erfahren, ein Gefühl von Sicherheit zu erleben, Erfüllung und Glück zu haben und noch vieles mehr, verbindet uns als Menschen.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Vor allem Cis Männer in Beziehungen sind oft in dem Rollenbild &#8222;starker und kalter Mann&#8220; gefangen, der keine Gefühle zeigen darf und würden selber von einem sensiblen Umgang profitieren. Kein &#8222;boys will be boys&#8220; und &#8222;Männer weinen nicht&#8220;, sondern ein &#8222;Echte Männer reden über ihre Gefühle und finden einen Umgang mit ihnen.&#8220; Wir würden alle davon profitieren, wenn bedürfnisorientierte Kommunikation auf dem Vormarsch wäre, da wir endlich über die richtigen Themen anfangen würde zu reden. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Nicht darüber, dass sie &#8222;nie Blumen mitbringt&#8220;, sondern &#8222;dass er ein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit in Form von Gesten hat&#8220;*. Nicht darüber, dass &#8222;they nie Körperkontakt initiiert&#8220;, sondern dass &#8222;sie ein Bedürfnis nach körperlicher Nähe hat&#8220;. Nicht darüber, dass &#8222;er keine Dates plant&#8220;, sondern &#8222;they das Bedürfnis nach einer gemeinsamen, bewussten Zeit hat&#8220;.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Wann endlich Bedürfnisrevolution?</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aus Freundschaft wurde Liebe(skummer)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/09/aus-freundschaft-wurde-liebeskummer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2024 10:49:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16153</guid>

					<description><![CDATA[ Wie Marie lernte keine Taube mehr zu sein. Tja, was soll ich sagen, ich bin nicht stolz drauf, aber wie sagt man so schön? Wo die Liebe hinfällt… Vor vielen Jahren habe ich mich in den besten Freund meines damaligen festen Freundes verliebt. Erst war er nur mein bester Freund und wir haben viel Zeit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Wie Marie lernte keine Taube mehr zu sein.</strong><br />
<span id="more-16153"></span></p>
<p>Tja, was soll ich sagen, ich bin nicht stolz drauf, aber wie sagt man so schön?<br />
Wo die Liebe hinfällt…<br />
Vor vielen Jahren habe ich mich in den besten Freund meines damaligen festen Freundes verliebt.<br />
Erst war er nur mein bester Freund und wir haben viel Zeit miteinander verbracht, während mein<br />
fester Freund Vollzeit gearbeitet hat. Man muss dazu sagen, dass er mich oft nicht fair behandelt &#8211;<br />
und ständig angelogen hat, weshalb ich viel mit meinem besten Freund reden musste.<br />
Mit reingespielt hat &#8211; auch wenn es sich komisch anhört &#8211; unser Sternzeichen, wir haben beide<br />
das gleiche, weshalb wir uns vom Charakter her unglaublich ähnlich waren, ich sage bis heute,<br />
dass es eine Art Seelenverwandtschaft war.<br />
Es war leider eine Liebe, wie ich sie noch nie gefühlt habe, weil eben dieses<br />
Seelenverwandtschaftsding extrem viel dazu beigetragen hat.<br />
Man hat sich ohne Worte verstanden, man hatte die selben Interessen, die selben Gedanken, den<br />
selben Humor, es war alles so stimmig.<br />
Ich habe mich so wohl gefühlt.<br />
Andererseits aber auch so furchtbar, weil es eben der beste Freund meines Freundes war.<br />
Vor allem in der ersten Zeit, nach der Trennung und dem übergehenden Beziehungsbeginn dem<br />
Gewissen, dass die beiden sich oft sehen.<br />
Ihr fragt euch, warum sich &#8211; trotz Trennung &#8211; die beiden oft sehen mussten?<br />
Weil wir ein Kind haben. Inzwischen sogar drei und mit meinem damaligen besten Freund bin ich<br />
natürlich schon lange nicht mehr zusammen, mit dem Papa meiner Kinder dafür inzwischen<br />
verheiratet.<br />
Nur als kleiner Spoiler, dass sich alles zum Guten gewendet hat!<br />
Die Liebe zwischen meinem besten Freund und mir war etwas Besonderes, wie ich ja schon<br />
gesagt habe, unser Sternzeichen Skorpion hat uns extrem zusammengeführt, aber &#8211; trotz all der<br />
schönen, romantischen Seelenverwandtschaftsmomente, gab es auch eine dunkle Seite, die ab<br />
einer bestimmten Beziehungslänge einen großen Kummer hervorgerufen hat.<br />
Er war ein Narzisst. Er konnte mir Liebe zeigen oder Hass, ganz wie er gerade drauf war.<br />
Er hat Tage gehabt, an denen der mir die Sterne vom Himmel holen konnte, gute Laune hatte,<br />
auch meinem Sohn gegenüber und man einfach wusste, dass alles gut wird…und dann gab es<br />
Tage, an denen er seine Sache gepackt hat und weg war. Mir nicht mehr geschrieben hat, eine<br />
Auszeit brauchte (aber von was?) oder mich so sehr eingeengt hat, mir Dinge verboten hat, sogar<br />
was ich für Kleidung an hatte, bis er mich auf der Straße, in der Öffentlichkeit, so gewaltvoll<br />
behandelt hat, dass Passanten eingeschritten sind.<br />
Diese schlimmen Phasen wurden irgendwann mehr und mehr und die Guten immer weniger. Aber<br />
sie waren da! Sehr selten, aber auch die kamen immer mal wieder raus und darauf habe ich<br />
gewartet.<br />
Mein Psychologe nannte es „Intermittierende Verstärkung“ und verglich es mit einer Taube, die<br />
gelernt hat, dass aus dem Futtertrog manchmal Futter kommt, allerdings nicht regelmäßig. Sie<br />
wusste jedoch, es kommt welches, wenn sie warten würde.<br />
Ich war also die Taube.<br />
Diese emotionale Abhängigkeit von einem Narzissten, der einfach alles in der Hand hatte, hat<br />
jegliches Leben aus mir gesaugt. Denn er war mein Leben. Meine Liebe, die auf Krampf da war,<br />
denn viel mehr Anderes hatte ich nicht mehr.<br />
Die Abhängigkeit war mein Leben.<br />
Und am Ende hat sogar er sich getrennt, nicht ich.<br />
Das war die schlimmste Liebe und gleichzeitig die Schönste, ich kann es wahrscheinlich niemals<br />
so wiedergeben, wie es für mich war.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gloria &#038; Rike über Freundinnenschaft</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/08/gloria-rike-ueber-freundinnenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gloria]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2024 10:11:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Freund*innenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16139</guid>

					<description><![CDATA[Für Gloria &#38; Rike ist ihre Freundinnen*schaft eine wichtige Beziehung in ihrem Leben. Wie sie diese führen und wie sie trotz großer Distanz in Kontakt bleiben, erzählen sie im Video.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für Gloria &amp; Rike ist ihre Freundinnen*schaft eine wichtige Beziehung in ihrem Leben. Wie sie diese führen und wie sie trotz großer Distanz in Kontakt bleiben, erzählen sie im Video.<span id="more-16139"></span></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Liebe Leben</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/08/liebe-leben-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 11:29:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Heilung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16120</guid>

					<description><![CDATA[Wir haben schon viele schöne Texte von Phương gelesen, wir freuen uns in diesem Video von Phương zu hören.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben schon viele schöne Texte von Phương gelesen, wir freuen uns in diesem Video von Phương zu hören.</strong><span id="more-16120"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Liebe Leben</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/08/liebe-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2024 10:18:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16114</guid>

					<description><![CDATA[Sophie beschreibt in ihrem neuen Text, was Liebe Leben für sie bedeutet. Liebe leben ist der Moment, deine Hand zu halten und zu wissen, dass alles gut werden wird, auch wenn es sich vielleicht gerade nicht so anfühlt Liebe leben heißt, dich anzuschauen und das Gefühl zu haben, dass der sonnige Tag am See niemals]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sophie beschreibt in ihrem neuen Text, was Liebe Leben für sie bedeutet.</strong><span id="more-16114"></span></p>
<p>Liebe leben ist der Moment, deine Hand zu halten und zu wissen, dass alles gut werden wird, auch wenn es sich vielleicht gerade nicht so anfühlt</p>
<p>Liebe leben heißt, dich anzuschauen und das Gefühl zu haben, dass der sonnige Tag am See niemals enden kann</p>
<p>Liebe leben passiert, wenn du mich im Arm hältst, nachdem ich vom Familienessen verheult nach Hause komme</p>
<p>Liebe leben bedeutet keine Angst zu haben, den anderen zu verlieren, auch wenn wir uns streiten</p>
<p>Liebe leben muss nicht immer dieselbe Meinung auf allen Fragen sein</p>
<p>Liebe leben braucht nicht alles zu wissen, aber kann es</p>
<p>Liebe leben gibt mir das Gefühl, als könnte ich auf die höchsten Berge klettern und in die tiefsten Schluchten fallen, aber im Endeffekt werde ich immer aufgefangen, denn du bist da</p>
<p>Liebe leben macht, dass ich das alles auch für dich sein kann</p>
<p>Liebe leben hat mir gezeigt, dass ich auch ohne dich komplett bin, auch wenn es mit dir einfach noch ein bisschen schöner ist</p>
<p>Liebe leben bist du und auch irgendwie ich</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Die „komplizierte“ Frau – Feministin sein beim Dating</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/08/die-komplizierte-frau-feministin-sein-beim-dating/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Romy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Aug 2024 10:09:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Romy ist Feministin, nur beim Dating merkt sie, dass sie sich nich so verhält wie in anderen Settings. Weniger Meinung, weniger anecken, weniger kompliziert sein. Aber warum eigentlich? Vor etwa fünf Jahren habe ich mich entschieden: Ich bin jetzt eine Feministin. Und das auf allen Ebenen. In der Schule, zu Hause, in meiner Freundesgruppe, bei]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Romy ist Feministin, nur beim Dating merkt sie, dass sie sich nich so verhält wie in anderen Settings. Weniger Meinung, weniger anecken, weniger kompliziert sein. Aber warum eigentlich?</strong><span id="more-16101"></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Vor etwa fünf Jahren habe ich mich entschieden: Ich bin jetzt eine Feministin. Und das auf allen Ebenen. In der Schule, zu Hause, in meiner Freundesgruppe, bei der Arbeit – Feminismus war und ist schon immer ein Teil meines Lebens, der mich begleitet und für den ich mich einsetzen möchte, so gut wie es nur geht. Die einzige Ebene, in der ich den Feminismus bis jetzt noch nicht integrieren konnte wie überall sonst, ist beim Dating.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Auf einer romantischen Ebene stelle ich meine feministischen Wertevorstellungen oft ganz nach hinten. Ich verstecke sie. Ich stecke mich automatisch in ein ganz bestimmtes Rollenbild. Wenn ich eine Person kennenlernen möchte, dann werde ich oft zurückhaltender, weniger meinungsstark. Ich verkneife mir die Kommentare auf Aussagen, die ich problematisch finde. Ich ignoriere meine feministische Seite – obwohl die am lautesten an mir ist. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Warum genau ich das mache, habe ich sehr lange nicht verstanden. Es war wie eine Art Automatismus: „Oh, ein Mann mag mich? Dann sollte ich jetzt die Klappe halten!“ Inzwischen verstehe ich, warum das so ist: Ich hatte immer schon Angst davor, die „komplizierte Frau“ zu sein. Ich habe gemerkt, dass mein Feminismus auf viele männliche Personen abschreckend wirkt. Sobald es zur Sprache kommt, nehmen die meisten Abstand. So war das schon, als ich mich das erste Mal offen für den Feminismus in der Schule eingesetzt habe. Ich war die frauenfeindlichen Kommentare meiner Mitschüler leid. Ich machte ihnen irgendwann klar, dass ich das nicht in Ordnung fand &#8211; schon war ich unten durch. Und das nur, weil ich nicht ihre Meinung teilte. Weil ich sie kritisiert hatte. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Generell sind mir hauptsächlich zwei Reaktionen von männlichen Personen aufgefallen, wenn der Feminismus zur Sprache kam: Entweder sie nahmen sofort Abstand, ich könnte ja zu kompliziert sein, oder sie machten mich klein. Mit Aussagen wie: „Irgendwie voll niedlich, dass dir das so wichtig ist“ fühlte ich mich weder gehört noch respektiert. Als wäre der Kampf, den so viele Frauen seit Jahrhunderten gegen das Patriarchat führen, einfach unnötig. Als sei ich eine kleine Maus, die piepend einen riesigen Tiger beschimpft. Durch Reaktionen dieser Art habe ich gemerkt wie viel einfacher es ist, nicht die „Komplizierte“ zu sein. Einfach bei allen Witzen mitzulachen, allen Aussagen zuzustimmen, mich in das Rollenbild einzufügen, dass es für die andere Person am einfachsten macht. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Aber genau so sollte es nicht sein, erst recht nicht im Dating. Es ist sehr frustrierend, nicht gehört zu werden. Kleingehalten zu werden. Es ist unschön zu merken, dass eine Sache, die einem selbst so am Herzen liegt, die andere Person abschreckt. Gerade wenn es eine Person ist, die man eigentlich sehr gerne mag. Aber das ist schlicht nicht mein Problem. Es ist nicht mein Problem, wie angegriffen sich jemand fühlt, wenn ich einen sexistischen Witz nicht okay finde. Es ist nicht mein Problem, wie eingeschüchtert sich jemand fühlt, weil ich laut und meinungsstark bin. Ich muss mich in kein Rollenbild einfügen, wenn ich das nicht möchte. Das ist nicht meine Aufgabe. Und wieso sollte ich überhaupt eine Person daten wollen, die mich zu „kompliziert“ findet, nur weil ich nicht alles einfach hinnehme? Wenn ich „kompliziert“ bin, was auch immer das bedeutet, dann bin ich das gerne. Wie Autorin und Journalistin Caroline Criado-Perez am Anfang ihres Buches „Unsichtbare Frauen“ schon gesagt hatte: „Für die beharrlichen Frauen – bleibt verdammt nochmal schwierig!“</span></p>
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		<title>Querpässe gegen Homophobie im Fußball</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/05/querpaesse-gegen-homophobie-im-fussball/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2024 11:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Out]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist IDAHOBIT (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*Feindlichkeit). Viele Fußballvereine zeigen heute die Regenbogenflagge auf ihren Social Media Accounts, geoutet hat sich aber noch kein aktiver Profifußballer in Deutschland. Johanna-Maria hat ihre Gedanken dazu für uns aufgeschrieben. Ein Coming-out ist immer ungewiss. Im Zentrum die Fragen: Wie werden meine Freunde reagieren? Was]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute ist IDAHOBIT (<span class="_ap3a _aaco _aacu _aacx _aad7 _aade" dir="auto">Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*Feindlichkeit). Viele Fußballvereine zeigen heute die Regenbogenflagge auf ihren Social Media Accounts, geoutet hat sich aber noch kein aktiver Profifußballer in Deutschland. Johanna-Maria hat ihre Gedanken dazu für uns aufgeschrieben.</span></strong><span id="more-16056"></span></p>
<p>Ein Coming-out ist immer ungewiss. Im Zentrum die Fragen: Wie werden meine Freunde reagieren? Was sagen meine Eltern dazu? Was macht das mit mir? Für viele Sportlerinnen und Sportler, besonders männliche Fußballer, hat ein Coming-out oft noch drastischere Konsequenzen. Sie fragen sich häufig: Werde ich dadurch meine Arbeit verlieren und einer gescheiterten Existenz gegenüberstehen?</p>
<p>Mit dem Outing des tschechische Fußballnationalspielers Jakub Jankto 2023 kam eine Bewegung ins Rollen, die nun auch in Deutschland angekommen zu sein scheint. In einem Land, in dem sich lange Zeit kein aktiver deutscher Fußballspieler geoutet hat, nehmen Thomas Hitzlsperger, Lucas Krzikalla und Marcus Urban eine Vorbildfunktion ein. Sie machten ihre Homosexualität öffentlich und gestanden, dem Verstecken &#8211; sich verstellen, leiden, klein machen, lügen zu müssen &#8211; endlich ein Ende setzen zu wollen.</p>
<p>Indem die Sexualität der Spieler zukünftig an einem Tag &#8211; dem 17. Mai &#8211; in den Vordergrund rückt, wird nicht nur deutlich, wie wichtig dieser Tag des Outings im Leben vieler ist, sondern auch, wie unwichtig die Sexualität im Sport zuvor immer war. Dass sowohl das Wissen als auch das Unwissen über die Sexualität der Spieler aber genauso keinerlei Auswirkungen auf sportliche Parameter hat, weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft.</p>
<p>Nicht die Spieler, die sich outen wollen, sollten sich fürchten müssen, sondern die Vereine, Zuschauer und Vorsitzenden, die diese Männer wegen ihrer Sexualität diskriminieren.</p>
<p>Der 17. Mai ist der Tag gegen Homophobie, angelehnt an den § 175 StGB, der über 24 Jahre sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte und ihre Verfolgung ermöglichte. Dieser Tag soll, vom schwulen-Jugendnationalspieler Marcus Urban initiiert, Mut machender Anlass für andere Fußballer sein, sich öffentlich in Gruppen zu outen. Damit spiegelt die Aktion etwas wieder, was derzeit auch schnell falsch verstanden werden kann: Dass Toleranz ein Trend ist, der an einem Tag im Monat auf seine Gültigkeit geprüft werden soll.</p>
<p>Was es braucht sind Vereine, die ihre Spieler im Spiel und Können unterstützen, nicht wegen oder trotz ihrer sexuellen Orientierung, Hautfarbe oder Religion, unterstützen, um tolerant wirken zu können. Sie müssen es auch leben und dabei verstehen, dass dieser Wandel im Fußball nicht leicht sein wird, stellt Fußball doch einen traditionsreichen, geschichtsträchtigen und besonders emotionalen Sport dar, in dem auch manch Freunde zu Feinden mutieren können. Es braucht vertrauliche Ansprechpartner, an die sich Fußballer anonym wenden können. Hier spielt die Kampagne von Benjamin Näßler eine große Rolle, die sich eine Erweiterung von Gesprächsangeboten durch Plakate für schwule Spieler zum Ziel gesetzt hat. Und zuletzt benötigt es eine Solidarisierung unter den Fußballern deutschlandweit, die signalisiert, dass Homosexualität akzeptiert wird und gegen Anfeindungen gemeinschaftlich vorgehen. Denn wer als die Spieler selbst haben es mehr in der Hand, den Diskurs über die Thematik zu lenken und anderen &#8211; Zuschauern, Trainern, Vorsitzenden, ein Vorbild zu sein? Betroffenen Spielern Sicherheit und Verständnis entgegenzubringen? Zu bestimmen, was toleriert wird und was eine Grenze überschreitet? Und dass immer die Gemeinschaft und der Sport im Vordergrund steht und die Tatsache, dass man sich wohlfühlen darf und soll für das, was und wer man ist. Quasi Querpässe von einem Spieler zum anderen, die keinen Platz für gegnerisches Einschreiten bieten und es ermöglichen, die Geschwindigkeit des Spieltempos zu kontrollieren.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Zwischen Sex und Sex</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/02/zwischen-sex-und-sex/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ursula Recih]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 13:08:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen Lust und Unlust, zwischen Intimität und Zweifeln: Ursula Recihs Text zeigt, wie verschieden Menschen Sex erleben. CN: In dem Text werden explizit sexuelle Handlungen beschrieben. Teil 1 „Manchmal fühle ich mich als wäre ich 50. Stuck in einer Beziehung, in der ich um meine Sexualität kämpfen muss, in der ich nicht befriedigt werde. Ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen Lust und Unlust, zwischen Intimität und Zweifeln: Ursula Recihs Text zeigt, wie verschieden Menschen Sex erleben. CN: In dem Text werden explizit sexuelle Handlungen beschrieben.</strong><br />
<span id="more-15949"></span></p>
<p><strong>Teil 1</strong></p>
<p>„Manchmal fühle ich mich als wäre ich 50. Stuck in einer Beziehung, in der ich um meine Sexualität kämpfen muss, in der ich nicht befriedigt werde. Ich habe Angst aufzuwachen und mir zu denken, fuck warum habe ich Jahre meines Lebens in dieser Beziehung verschwendet. Aber ich bin nicht 50, ich bin noch nicht mal 30.“</p>
<p>Sie liegen im Bett, er neben M., seine Hand zwischen ihren Beinen, zwei Finger kreisen zu schnell, zu fest über und um ihre Klitoris. „Langsamer und nicht so fest“ sagt M. und stöhnt, eher aus Gewohnheit, nicht weil es ihr gefällt.</p>
<p>„Der kann davon kommen, dass ich ihn penetriere. Das finde ich so krass. Also obwohl niemand, er nicht, ich nicht, seinen Schwanz berührt. Das macht mich so heiß. Und auch sonst, was wir miteinander anstellen. Wie er mich berührt, mit mir spielt, mich zappeln lässt. Er baut Spannung auf, wechselt zwischen harten und sanften Berührungen, fährt die Innenseiten meiner Schenkel mit seinen Fingerspitzen von unten nach oben, legt meine Füße um seinen Schwanz, während er mich von hinten leckt. Er bumst mich, ich bumse ihn, wir schwitzen, wir lachen.. Ich tropfe, wenn ich nur daran denke.“</p>
<p>Sie laufen dicht aneinander, die Arme eingehakt. Ihre Freundin berichtet von ihrem Wochenende. Es raschelt hinter ihnen und A. zuckt zusammen. Sie guckt sich um, niemand da. Ok, einfach normal weiter laufen sagt sie sich, wendet sich wieder ihrer Freundin zu und bemerkt, dass diese ihre Erzählung gar nicht unterbrochen hat.</p>
<p>„Ich glaube das sind trotzdem auch Phasen. Also in beiden meiner Ehen, den richtig langen Beziehungen in meinem Leben, war der Sex immer wieder n Thema. Manchmal hat‘s richtig gut funktioniert und manchmal nicht und das hing mit unterschiedlichen Sachen zusammen. Stress, Verliebtheit, der körperlichen Verfassung und so weiter. Aber bei meinem ersten Mann, na ja, ich glaube der hat sich insgeheim auch immer irgendwie ne andere Art von Frau gewünscht, weißte?Also ich war einfach nicht dem sein Typ. Und so richtig Recht machen konnte ich es ihm auch nie. Der wollte Heilige und Hure zugleich und ich glaube, ich war ihm zu heilig. Dabei würde ich sagen, der hat mich einfach nicht richtig verstanden. Weil ich selber würde nicht von mir behaupten, dass ich heilig bin. Nur vielleicht nicht die Art von Hure, die er sich gewünscht hat.“</p>
<p>T. liegt neben ihm. Nein, eigentlich sind ihre Körper mehr ineinander verschlungen. Sein Kopf unter ihrem, sodass sie an seinen Haaren riechen und er ihr Brustbein küssen kann. Noch nie hat sie einen Mann so geliebt. Noch nie war sie jemandem so nah.</p>
<p>„Ich bin ne Slut. Auf jeden Fall. Ich liebe Sex, ich denke gerne drüber nach, spreche gerne drüber und ja, ich ficke gerne und viel. Das bedeutet nicht, dass ich nicht weiß, dass Sex auch scheiße und gewaltsam sein kann. Und dass gerade wir diese Erfahrung oft machen. Diese Gewissheiten können koexistieren. Deswegen find ich auch den Begriff sexpositiv scheiße. Weil was impliziert das? Was ist das für ne weirde Erwartungshaltung in einem fucking Patriarchat, in dem Sex als Gewaltmittel eingesetzt wird. Wie ignorant ist das gegenüber Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Na ja, zurück zum Slut sein &#8211; ich würde mich wirklich in vielen Hinsichten als fluide bezeichnen, generell vieles als fluide begreifen. Aber ne Slut bin und bleibe ich.“</p>
<p>Fuck. Nur noch 3 Prozent. Das war A. für die Strecke und bei der Kälte zu wenig. Da würde ihr Handy im Nullkommanix ausgehen. Das würde für keinen Anruf reichen.</p>
<p>„Puh am Anfang war ich mir echt nicht sicher, ob das was wird. Das war schon auch Jahrelange Arbeit, dass unser Sex so gut ist, wie jetzt.“ Jahre lange Arbeit denkt M., während sie frustriert, mit noch angeschwollener Vulva auf dem Klo sitzt und sich das Sperma vom Bauch wischt. Der Frust breitet sich in ihrem ganzen Körper aus, bildet einen Wutball in ihrem Bauch, der in ihre Brust und Arme ausstrahlt. Sie erinnert sich nicht, wann sie das letzte Mal gekommen ist.</p>
<p>„Ich denke daran, wie sie vor mir liegt. Auf ihrem Bauch. Ihr Arsch direkt vor mir. Ich spiele ein bisschen mit ihm, meine rechte Hand kneift in ihre rechte Arschbacke, meine linke in ihre linke. Ich ziehe sie ein bisschen auseinander, presse sie dann aneinander, schiebe sie hoch. Sie wird lauter, sie sagt fuck ja. Meine Pussy pulsiert, ich schlag ihr auf den Arsch, frag sie, ob ihr das gefällt. Ich will sie aufessen, gehe mit meinem Kopf nach unten zu ihrer Pussy und beginne sie zu lecken. Ich spiele mit ihren Lippen, nehm sie zwischen meine, stupse sie mit meiner Zunge an, wandere dann zu ihrem Oberschenkel und lecke seine Innenseite. Zurück zu ihrer Pussy, ich bin zu hungrig. Ich küsse sie, erst sacht, dann mit Zunge. Fahre zwischen ihren Lippen, auf und ab, etwas schneller jetzt, dann mit ein bisschen mehr Druck. Sie bebt vor mir, greift nach meiner Hand. Ich gebe ihr die eine, mit der anderen greife ich ihren Oberschenkel, fahre langsam ihr Bein entlang. Mit meiner Zunge kreise ich nun um ihre Klit, sauge leicht an ihr, küsse alles, trinke ihren Saft und dringe schließlich langsam in sie ein.“</p>
<p>T. findet das respektlos. T. Fühlt sich benutzt für seine Lust.</p>
<p>„Wie schwierig kann es sein eine Pussy gut anzufassen. Ich weiß dann auch irgendwann nicht mehr, was ich noch sagen und machen soll und ich habe auch nicht immer Bock alles anzuleiten. Ich hab auch Lust überrascht zu werden, gerade das finde ich mega geil.“ „Ja, es ist schon crazy. Aber die reden halt auch meistens einfach nicht tiefer gehend über Sex. Ich meine, der tauscht sich da mit niemandem drüber aus. Kein Reality-Check. Wie soll man da seinen Horizont erweitern? Ich glaub auch ehrlich gesagt nicht, dass irgendeine der Frauen, mit denen der Sex hatte, da wirklich Spaß dran hatte. Also das ist jetzt natürlich auch mega überheblich. Vielleicht auch schon. Menschen finden ja unterschiedliches geil und vielleicht hat er auch mit irgendeiner voll gematcht, aber viele Frauen wissen halt leider auch einfach nicht wie geil Sex sein kann, weil sie immer nur mit Vollidioten im Bett waren, deren Verständnis von Sex von schlechtem Porno geprägt ist und die kein Plan von dem haben, was sie da machen, sich nicht wirklich mit der Lust ihres Gegenübers beschäftigt haben, mit der Anatomie einer Vulva schon gar nicht, und es ihnen, wenn man ehrlich ist auch einfach nicht wichtig ist, dass die Person, mit der sie da schlafen wirklich auf ihre Kosten kommt. Aber irgendwie denken genau solche Männer dann trotzdem immer, dass sie harte Ficker sind. Oder sie ahnen, dass sie‘s nicht sind und überspielen genau so ihre Unsicherheit. So oder so, peinlich alter, peinlich.“</p>
<p>Wieder liegt M. im Bett. Nur, dass jetzt eine Hormonspirale in ihrer Gebärmutter liegt und sie Wehen hat, weil ihre Gebärmutter es gar nicht witzig findet, dass sie jetzt von einem Fremdkörper ausgefüllt wird. M. hat 1-2-Minuten-Pausen bevor sich eine neue Welle anbahnt, die sie unter lautem Stöhnen versucht zu veratmen. Irgendwann kann und will M. die Tränen nicht mehr zurück halten. „Du machst das so gut“ sagt er und hält ihre Hand. Ihre Köpfe sind ganz nah. Sie liebt es, seinen Körper an ihrem zu spüren. „Geh bitte nicht weg, ja? Bleib bei mir bitte, es tut so weh“ schluchzt sie.</p>
<p>„Ich hab das Glück einfach sehr viel, sehr guten Sex in meinem Leben gehabt zu haben. Stundenlanger Sex, ohne Ende Erregung. Also klar gab es Ausnahmen. Aber echt wenige. Und natürlich gab es auch mit den Menschen, mit denen ich meistens guten Sex hatte, Momente, die scheiße waren – auch übergriffiges Verhalten. Und es gab Phasen, Jahre am Stück, in denen ich gar keinen Sex hatte. Manchmal habe ich mich sehr danach gesehnt, dann gab es Zeiten, in denen das Bedürfnis beinahe vollkommen verschwunden war und ich auch einfach keine Lust auf diese ganzen Kennenlern-Prozesse mit neuen Menschen hatte. Aber ja, letztens hatte ich nach längerer Zeit mal wieder Sex und das hat auf Anhieb sehr gut gepasst. Wir mochten es in dem Moment beide hart. Ich wurde gefesselt und ins Gesicht geschlagen. Ich habe darum gebettelt, das hat uns angemacht. Wir haben uns gewürgt und gekratzt, geknebelt und mit dem Nadelrad verwöhnt. Und da habe ich wieder gemerkt, dass ich richtig gerne Sex habe.“</p>
<p>T. steigt die steinernen Treppenstufen hoch, die Sonne brennt auf ihren Armen und ihr Rücken, auf dem sich eine dünne Schweißschicht gebildet hat schmerzt leicht. Der Mann steht am Ende der Treppe, sodass sie zu ihm aufschauen muss. Er raucht eine Zigarette, langsam und bedacht, als wäre es eine wichtige Aufgabe, der er mit aller Sorgfalt nachgehen müsste. Dennoch wirkt er dabei erstaunlich entspannt, denkt sich T., der nicht entgeht, wie er nun seinen Blick auf sie richtet. Ganz langsam fährt er ihren Körper ab, mustert sie, sieht dann kurz weg, nur um gleich darauf, als T. das Ende der Treppe erreicht und an ihm vorbeigeht, intensiv in ihre Augen zu blicken. Die ausführliche Beschreibung dieser Begegnung steht nicht für ihre Einzigartigkeit. Er war etwa der zehnte Mann an diesem Tag, der sie mit seinen Blicken auszog und er würde auch nicht der Letzte bleiben. Alle Männer, denen T. in der nächsten Stunde begegnen wird, werden ihre Köpfe nach ihr verrenken. Aus ihren Autos und Werkstätten heraus. Sie werden T. aus ihren Restaurants zurufen, die Luft küssen oder ihr hinterher pfeifen. Manche werden nett grüßen, um sie etwas weniger auffällig anstarren zu können. Als wäre es dann legitim. Das Optimum wird ein alter Mann sein, der nicht mehr weit von der 100 entfernt ist, sie aus seinem Auto heraus anhupt, dann gaffend überholt und anschließend wendet, nur um nochmal langsamer an ihr vorbeizufahren. „Hure“ werden sie denken. Hure, weil ihr Top zu kurz ist und dessen Schnürung ein Blick auf ihre Brüste offenbart. „Hure. Fotze. Ich ficke dich.“ Sie wird ihre Gedanken schmatzen und sabbern hören. Ihre kleinen Fickgedanken, die sich versuchen in ihren Körper zu graben. Die Frauen, die an T. vorbeieilen werden, beachten sie entweder gar nicht, mit einem leicht abfälligen Blick oder sie schämen sich für sie, wenn sie es schon selbst nicht tut. T. wird ihren Kopf heben und ihre Brust recken. „Ja eine Hure bin ich. Heute die Hure von Enna. Lasst mich eure Fotze sein. Italiens deutsche Fotze.“</p>
<p>Sie haben Angst. Angst, dass sie nicht mehr begehrt werden, nicht sexy und versaut genug sind, wenn sie nicht jeder Zeit selbstsicher performen, stöhnen und Lust haben. Wie oft fühlen sie sich genötigt, gepusht, wie oft wollen sie eigentlich nicht so richtig, fühlen es nicht und machen es trotzdem. Manchmal kommt der Spaß dabei, manchmal auch nicht.</p>
<p>„Ihre Titten tanzen vor mir, bouncen auf und ab. Sie seufzt, keucht, stöhnt, stößt ein letztes Mal und kommt in mir.“</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lass es kreisen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/01/lass-es-kreisen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Diana Podoynitsyn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2024 09:53:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Outing]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Autorin Diana ist queer und war bis vor Kurzem bei ihren Eltern noch ungeoutet. Erst nach ihrem Auszug hat sie sich getraut, ihren Eltern in einem Brief nicht nur von ihrer Queerness, sondern auch von ihrer politischen Haltung und ehrenamtlichen Arbeit zu erzählen. Im Folgenden schreibt sie von ihrem Weg zu dieser Entscheidung und den Folgen dieser]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Autorin Diana ist queer und war bis vor Kurzem bei ihren Eltern noch ungeoutet. Erst nach ihrem Auszug hat sie sich getraut, ihren Eltern in einem Brief nicht nur von ihrer Queerness, sondern auch von ihrer politischen Haltung und ehrenamtlichen Arbeit zu erzählen. Im Folgenden schreibt sie von ihrem Weg zu dieser Entscheidung und den Folgen dieser Zäsur. Ein Text über Coming-Out, Erwachsenwerden und viele erste Male.</strong><span id="more-15899"></span></p>
<p>Langsam wird es Herbst, noch fühlt es sich häufig an wie Spätsommer. Zwischen vielen Sonnentagen schwingt sich immer häufiger ein kühler Wind in den Vordergrund. Als ich heute in den Zug stieg, hat es in Strömen geregnet. Das Gefühl kalter Regentropfen, die sich mit meinen warmen Tränen vermischen, hat mich getröstet.<br />
Es war Frühling, als ich auszog in den Altbau, den ich bis heute so sehr romantisiere, obwohl sich Risse an der Decke abzeichnen und der Putz von der Wand fällt. Trotz Wespennest, immerzu wiederkehrenden Lebensmittelmotten und fehlender Badewanne, fehlenden Rauchmeldern, fehlenden Fliesen im Bad und einem Fenster, das sich nicht mehr schließen lässt. Mühsam schleppten wir meine Möbel durch das enge Treppenhaus, das zur Belagerung durch Fahrräder verdammt ist.<br />
Wir liegen im Bett, Hochsommer. Seine Hände gleiten über meinen Körper und streicheln mich mit einer Zärtlichkeit und Leidenschaft, die mich kurzatmig zurücklässt. „Ich will Dich endlich küssen“, sagt er. Ich strecke ihm meinen Hals entgegen. Seine Lippen liebkosen weiterhin meinen Körper, er fragt, ob seine Hände unter meine Unterhose, an meinen nackten Arsch, gleiten dürfen und ich sage ja. Ich höre die Lust in seinem Atem und spüre, wie das Kneten meiner Arschbacken drängender wird. „Ich will Dich endlich küssen“, sagt er. Ich überlege, sage ja. Er küsst mich und es ist schrecklich. Unglaublich feucht und unbeholfen. Danach erst einmal Schweigen. „Das war mein erster Kuss“, sage ich. Ich bin vor etwas über einem Monat 19 geworden, er wird 26. Ich liebe ihn über alles. Liege mit so großen Schmerzen im Bett, dass er mich mitten in der Nacht ins Krankenhaus fährt. Ich kann mich nicht mehr bewegen und tagelang nichts essen, danach nur Reis mit gebratenen Zucchini, kleine Portionen fünfmal täglich. Ich weine jeden einzelnen Tag.<br />
Meine Freiheit hat mich 85 Cent gekostet. Ein warmer Samstagvormittag, die Sonne scheint. 85 Cent. Sagt der Kassenzettel für das Briefporto. Ich schreibe all meinen Freund*innen.<br />
Jetzt ist Herbst und ich bin in Therapie. In meiner ersten Beziehung mit einem Mann, mit dem sich mittlerweile jeder Kuss so anfühlt, als würden tausend Schmetterling in meinem Bauch Halleluja im Kanon singen und mit dem ich zusammenwohne. In einer Wohnung, die durch tolle Handwerker bald wieder ein nutzbares Bad hat. Zwar immer noch ohne Rauchmelder und mit einem riesigen Riss an meiner Zimmerdecke, einem Treppenhaus voller Fahrräder, aber dafür mit einem neuen Fenster, das ich ohne Bedenken öffnen und schließen kann, wann immer ich mag.<br />
Die Blätter fallen noch nicht von den Bäumen, aber auch das ist nur eine Frage der Zeit. Ich rede wieder mit meinen Eltern. Zwar noch immer nicht über den Brief, den ich ihnen geschrieben und der mich mehr als 85 Cent gekostet hat, aber wir sprechen wieder miteinander. Zwar noch immer nicht über uns und die Frage danach, was das heißt. Aber zumindest wissen sie jetzt, dass sie nichts wissen. Ihre Tochter nicht kennen. Erst im Begriff sind, sie kennenzulernen. Was auch immer das heißt, wie auch immer das aussieht. Wie auch immer sich das gestaltet. Wie auch immer ich das schaffen soll.<br />
Meine Eltern wissen jetzt, dass ich queer bin. Wo ich politisch stehe, übertragen und ganz wörtlich. Was ich alles ehrenamtlich mache. Meine Eltern lieben mich.<br />
Mein Freund ist sieben Jahre älter als ich. Mein Freund wird Lehrer. Ich bin zum zweiten Mal Ersti und habe es zum ersten Mal nicht geschafft, meinen Stundenplan ohne ihn zu erstellen. Ich studiere<br />
Philosophie im Haupt- und Germanistik im Nebenfach. Ich werde nicht verbeamtet. Ich stehe mit einem Fuß vor der Obdach- und mit dem anderen vor der Arbeitslosigkeit. Und trotzdem sitze ich in meinem Lieblingscafé, schon die zweite heiße Schokolade trinkend mit veganer Nussecke. Meinen Lieblingskuchen haben sie heute leider nicht da. Ich werde nicht verbeamtet, ich werde schreiben und weiter für eine bessere Welt kämpfen. Und mich dabei fragen, wann ich für meine bessere Welt kämpfe. Wann ich den Achtsamkeitsübungen meiner Therapeutin eine Chance gebe, wann das klärende Gespräch mit meinen Eltern folgt. Wann ich einen Job finde, in dem ich auch einen Arbeitsvertrag mit basic workers rights.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie es einmal war</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/01/15886/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 13:10:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich würde so gerne sagen, dass alles ist, wie es war.“ – Sophie schreibt über den Liebeskummer der Person, die aufgehört hat zu lieben. Ich möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht habe ich das schon. Dabei wünsche ich mir nur, dass es so ist, wie es einmal war. Du warst meine erste große Liebe mit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Ich würde so gerne sagen, dass alles ist, wie es war.“ – Sophie schreibt über den Liebeskummer der Person, die aufgehört hat zu lieben.</strong><span id="more-15886"></span></p>
<p>Ich möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht habe ich das schon. Dabei wünsche ich mir nur, dass es so ist, wie es einmal war.</p>
<p>Du warst meine erste große Liebe mit allem Drum und Dran: Herzklopfen, Schmetterlingen im Bauch, gemeinsame Urlaube und gemeinsame Haustiere – das komplette Paket. Die Vorstellung, dich für immer an meiner Seite zu haben, war eine der schönsten Dinge, die es gab. Jetzt fühlt sich alles so anders an und ich würde so gerne sagen, dass alles ist, wie es war.</p>
<p>Und dabei möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht habe ich das schon.</p>
<p>Egal wie sehr ich es versuche, das Gefühl von früher kommt nicht zurück. So lange habe ich damit verbracht herauszufinden, was los ist. Warum ich nicht mehr sagen kann, dass ich dich liebe.</p>
<p>Ich möchte dich wirklich nicht verlieren, aber vielleicht hab ich das schon.</p>
<p>Natürlich fragst du, was mit mir los ist. Du bist ein wundervoller Mensch und ich zweifle keine Sekunde daran, dass du wahrscheinlich nicht mal sauer sein wirst, wenn ich irgendwann artikulieren kann, was mit mir los ist.</p>
<p>Ich möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht hab ich das schon.</p>
<p>Eigentlich ist nichts anders. Du lachst auf die gleiche Weise, singst beim Kochen mehr oder weniger akkurat die gleichen Lieder und sprichst mit dem gleichen Leuchten in deinen Augen über Dinge, die dich glücklich machen. Es ist ein Gefühl der Ohnmacht, dass alles so vertraut und doch so anders ist.</p>
<p>Ich möchte dich nicht verlieren, aber ich glaube das hab ich schon.</p>
<p>Vielleicht ist es auch die Angst, allein zu sein. Zu wissen, dass du mich nicht mehr auf Familientreffen begleitest. Keine gemeinsamen Pläne für das kommende Wochenende zu haben, nicht mehr von meinen Eltern nach dir gefragt werden. Ich wünsche mir so sehr, dass es ist, wie es vorher war.</p>
<p>Ich möchte dich nicht verlieren, aber vielleicht hab ich das schon und ich kann nichts dagegen tun.<br />
.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Queere Film Tipps</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/01/queere-film-tipps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kenji]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2024 10:24:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer „Heartstopper“ mochte, mag vielleicht auch diese queeren Film-Empfehlungen von Kenji:„Booksmart“, „Sommer mit Anaïs“ und „The Favorite“. &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer „Heartstopper“ mochte, mag vielleicht auch diese queeren Film-Empfehlungen von Kenji:„Booksmart“, „Sommer mit Anaïs“ und „The Favorite“.</strong><span id="more-15876"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asexuelle Lust als Erfahrung</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/11/asexuelle-lust-als-erfahrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2023 09:31:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Asexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Text über Zuneigung, Abneigung und die vielen Facetten der Lust von Phuong Ich liebe lange Kuscheleinheiten, sanfte Berührungen auf meinem Körper, das Gewicht eines anderen Körpers auf meinem; ich mag es, fest gehalten zu werden, ich mag es, stundenlang zu knutschen und mich an jemandes Bein zu reiben; ich mag gegenseitige und gemeinsame Masturbation;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Text über Zuneigung, Abneigung und die vielen Facetten der Lust von Phuong</strong><span id="more-15837"></span></p>
<div>
<div>Ich liebe lange Kuscheleinheiten, sanfte Berührungen auf meinem Körper, das Gewicht eines anderen Körpers auf meinem; ich mag es, fest gehalten zu werden, ich mag es, stundenlang zu knutschen und mich an jemandes Bein zu reiben; ich mag gegenseitige und gemeinsame Masturbation; ich liebe es, mich schick zu machen und stundenlang mit mir selber zu tanzen; ich liebe es, die Schulter von anderen zu berühren; ich liebes es die Nase und Augen eines anderen zu küssen; ich liebe es, mit anderen Körpern zu tanzen; ich liebe es, laut und schamlos zu einem Lieblingslied zu singen; ich liebe es, das von meiner Mutter gekochte Essen zu essen; ich liebe es, mir Zeit zu nehmen, um meinen Taro-Milchtee zu trinken; ich liebe es stundenlang in der Badewanne zu sitzen; ich liebe es gemeinsam Mittagsschlaf zu machen; ich mag Schwimmen und die Art, wie das Wasser mich küsst; ich liebe es, Fahrrad zu fahren und den Wind, der alle meine Sorgen wegbläst; ich liebe es zu schlafen und die Berührung weicher Laken auf meiner Haut; meine Füße, die den Boden und sein nasses Gras berühren; ich fühle mich frei, wenn ich mit einer geliebten Person laut lachen kann; ich liebe es, ein Lied so laut wie möglich mit meinen Kopfhörern zu hören, der Geruch von Bernstein gibt mir Klarheit und Ruhe; ich liebe es, gemeinsam zu kochen und bei Kerzenlicht und schöner Musik zu essen; ich mag den sanften Geruch von Schweiß, der Geruch von brennender Kohle gibt mir Heimweh; der Schmerz und die Verletzung in Beziehungen lassen mich lebendig fühlen, das Geräusch des Lachens meiner kleinen Nichte und meines kleinen Neffen berühren mich tief; ich liebe es mit meiner Nichte zu koexistieren und kreativ zu sein; ich liebe es lange zu texten; ich liebe random Telefonate; ich liebe Regen und Donner; &#8230;</div>
<div></div>
<div>Aber ich mag das soziale Konstrukt von Sex nicht; wie Sex Positivity, Body Positivity, Antirassismus, Anti-Ableismus und Anti-Fetischisierung von BiPoC-Körpern nicht in den Mittelpunkt stellt; ich fühle mich unwohl in hypersexuellen cis-schwulen Szenen, die Hypersexualisierung von Teenager-Mädchen und BiPoC-Körpern, ich mag das Konzept nicht, dass ältere Frauen nicht begehrenswert sind und nicht begehren können. Ich hasse den sexuellen und sexualisierten Blick, den die Leute auf mich projizieren, ich hasse die rassistischen und sexuellen Stereotypen über BiPoC-Körper und das Konzept von &#8222;Sub&#8220; und &#8222;Dom&#8220;, ich hasse es, dass es beim Flirten nur um Berührung geht, es verunsichert mich dass es in Beziehungen oft nur um Genitalien geht und ich verstehe nicht warum es immer um Sex gehen muss.</div>
<div></div>
<div>Ich würde doch so gerne über deine und meine Kindheitstraumata, Kindheitsträume, liebste Kindheitserinnerungen, Traumberufe, Lieblingsbücher und -filme, Lieder, die wir gehört haben, als wir jung und emo waren, reden; erzähl mir von deinem ersten Liebeskummer, wer hat dir dein Herz gebrochen; erzähl mir von deinen inneren Dämonen, wofür schämst du dich, was hasst du und was magst du an dir, welche Erfahrungen haben dein Leben verändert, welche Menschen hast du bisher getroffen, was gibt dir Orientierung und Hoffnung, wovor hast du Angst im Leben, Ich würde gerne wissen, wie du kämpfst, ich bin neugierig darauf, die Energie in der Luft zu spüren, wenn wir nur nebeneinander chillen, was ist dein Lieblingsgericht, das wir kochen könnten, bist du ein Sommer-, Frühlings-, Winter- oder Herbstmensch, Lieblingsessen und -geschmack, Lieblingsgeräusch, ich würde gerne fünf Minuten lang Augenkontakt haben, ich würde mir gerne einfach etwas mehr Zeit nehmen, einen Tee trinken, zusammen campen gehen und die Sterne beobachten, gemeinsam malen; gemeinsam nichts machen, zusammen einkaufen gehen und uns gegenseitig bei den Haushaltsaufgaben unterstützen; deinen Abwasch machen, dir Essen mitgeben, für dich da sein wenn es dir schlecht geht und deine Siege mit dir feiern; ich würde gerne von dir lernen wollen, weil du die Dinge anders siehst und machst als ich; ich würde gerne mit dir im Park unter der Sonne liegen, Liebesbriefe schreiben nur des Lieben wegen, ich würde gerne verzeihen lernen, gemeinsam verreisen, uns über Zeit und Umstände hinweg lieben und wertschätzen, ehrlich lieben und gehen wenn uns die Wege trennen und zurück zueinander finden wenn wir es möchten.</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tinder in vier Akten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/10/tinder-in-vier-akten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gloria]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Oct 2023 10:18:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Glorias dritter Akt: wir lesen uns was vor / ich kann das viel besser als du / du lachst wir mit verspätung alle beide 4 ganze wechsel beim federball in die bar kamen wir nicht rein ich fand dich so schön gemeinsam mcdonalds da gab es die käsegipfel noch wer kann am längsten auf einem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Glorias dritter Akt: wir lesen uns was vor / ich kann das viel besser als du / du lachst</strong><span id="more-15752"></span></p>
<p>wir mit verspätung<br />
alle beide<br />
4 ganze wechsel beim federball<br />
in die bar kamen wir nicht rein<br />
ich fand dich so schön</p>
<p>gemeinsam mcdonalds<br />
da gab es die käsegipfel noch<br />
wer kann am längsten auf einem bein stehen?<br />
es tat weh, nach einer weile</p>
<p>wir lesen uns was vor<br />
ich kann das viel besser als du<br />
du lachst</p>
<p>4 süße stücke<br />
kippe und kakao sind besser als kippe und kaffee<br />
„ich bin beschämt“<br />
„musst du nicht sein“<br />
10 minuten<br />
20<br />
30<br />
du gehst doch noch mit mir zur haltestelle<br />
wir beide haben wichtige dinge zu tun<br />
und gehen ihnen nicht nach<br />
ich bin zu müde gewesen<br />
„ich hätte einfach bei dir bleiben können“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich wünsch mir manchmal</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/08/ich-wuensch-mir-manchmal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2023 11:02:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[„Weil Du mich liebst sagst Du mir grausame Dinge“ , schreibt Lina. – Kann das Liebe sein? Das sollte ich mir nicht wünschen Ich wünsche mir du würdest mich hassen Würdest mich nicht lieben Die Liebe ist dein Deckmantel Umhüllt deine Worte Verpackt deine Worte als Ratschläge Besser als Beleidigungen Weil du mich liebst sagst]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Weil Du mich liebst sagst Du mir grausame Dinge“ , schreibt Lina. – Kann das Liebe sein?</strong><span id="more-15694"></span></p>
<p><em>Das sollte ich mir nicht wünschen</em><br />
Ich wünsche mir du würdest mich hassen<br />
<em>Würdest mich nicht lieben</em></p>
<p>Die Liebe ist dein Deckmantel<br />
<em>Umhüllt deine Worte</em><br />
Verpackt deine Worte als Ratschläge<br />
<em>Besser als Beleidigungen</em></p>
<p>Weil du mich liebst sagst du mir<br />
<em>Dass wenn ich weiter so fett bin</em><br />
Grausame Dinge<br />
<em>Mich niemand je lieben kann</em></p>
<p>Weil du mich liebst sagst du mir<br />
<em>Dass dadurch, dass ich Frauen liebe</em><br />
Verletzende Dinge<br />
<em>Dein Kind krank ist</em></p>
<p>Weil du mich liebst sagst du mir<br />
<em>Das ich mein Leben gegen die Wand fahre</em><br />
Gedanken aus meinen Alpträumen<br />
<em>Und unter einer Brücke enden werde</em></p>
<p>Ich wünsche mir manchmal du würdest mich hassen<br />
<em>Das sollte ich mir nicht wünschen</em><br />
Dann wäre es leichter dich zu hassen<br />
<em>Ich bin ein undankbares Kind</em></p>
<p>Ich weiß ich sollte von dir nicht so verletzt sein<br />
<em>Ich kann mit deiner Liebe nicht umgehen</em><br />
Deine Liebe ist mein Schmerz<br />
<em>Ich kann mit dir nicht umgehen</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Körperbrief</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/07/koerperbrief/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jul 2023 09:29:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15649</guid>

					<description><![CDATA[„Du veränderst dich in letzter Zeit. Oder meine Wahrnehmung auf dich verändert sich“, schreibt Phuong. Lieber Körper, ich habe nie daran gedacht dir jemals zu schreiben, als ein Etwas zu betrachten, als ein Konstrukt, als etwas Eigenständiges. Ich sehe dich viel zu sehr als etwas Getrenntes von mir an; und gleichzeitig bist du mein Gefängnis.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Du veränderst dich in letzter Zeit. Oder meine Wahrnehmung auf dich verändert sich“, schreibt Phuong.</strong><span id="more-15649"></span></p>
<p>Lieber Körper,<br />
ich habe nie daran gedacht dir jemals zu schreiben, als ein Etwas zu betrachten, als ein Konstrukt,<br />
als etwas Eigenständiges. Ich sehe dich viel zu sehr als etwas Getrenntes von mir an; und<br />
gleichzeitig bist du mein Gefängnis. Mein ganz persönliches.<br />
Du veränderst dich in letzter Zeit. Oder meine Wahrnehmung auf dich verändert sich. Irgendwie<br />
sehe ich dich jetzt anders. Ich weiß nicht wann und wie dieses Chaos schon wieder angefangen<br />
hat und anfangen konnte.<br />
Heute beim Duschen habe ich dich nur wage betrachtet: Die Haare sind noch immer lang.<br />
Manchmal würde ich sie dir alle abrasieren wollen, aber dann bin ich doch zu faul. Und eigentlich<br />
mag ich diesen Achselgeruch an dir.<br />
Ich bin so verwirrt, ich weiß nicht was lost ist. Du bist so dünn geworden. Irgendwas ist anders<br />
geworden. Oder bilde ich mir das nur ein? Denn deine Taille ist noch immer da und dein Becken<br />
stickt auf einmal so hervor. Aber deine Oberschenkel werden muskulöser, besonders in der<br />
Schmertterlingsstellung ist das gut zu sehen. Trotzdem hast du noch deine Hüfte und deine<br />
haarlosen Oberschenkel.<br />
Ich will dich verändern. Ich möchte, dass du dich schnell veränderst.<br />
Aber ich weiß nicht in welche Richtung und wie und warum und welche Teile von dir. Und ich weiß<br />
auch gar nicht, ob ich es wirklich will, oder besser gesagt, brauche.<br />
Oder ob es irgendetwas ändern würde.<br />
Weißt du, ich träume davon mit dir im Sommer oberkörperfrei am See liegen zu können, die Hände<br />
hinter deinem Kopf verschränkt, Kopfhörer in deinen Ohren, dein „Fuck You“ unter der Brust<br />
tätowiert und in deinem Mund ein Joint.<br />
Ich hab so vieles ausprobiert, aber deine Brüste sind zu groß. Dieses scheiß Tape war nicht fest<br />
genug. Dabei hättest du so schön aussehen können. Vor allem mit den Härchen, die unter deinem<br />
Bauchnabel verlaufen. Wie hot du aussehen würdest!<br />
Ich weiß nicht was ich tun soll; ich will ja nicht gegen dich ankämpfen. Vielmehr habe ich das<br />
Gefühl, dass du gegen mich kämpfst. Und ja ich weiß, du kannst ja nichts dafür. Ich weiß nur<br />
einfach nicht wie ich das alles aushandeln soll, mit dir. Ich mein, dich sieht zwar eh niemand außer<br />
ich, und auch nur ich weiß wie du dich anfühlst. Ich kenne alle deine Stellen, über die du dir<br />
unsicher bist. Aber dein Ekzem auf dem Bauch und unter den Brüsten wird besser. Dein<br />
Schamhaar, das seitlich aus der Unterhose hinauswächst, sieht schön aus. Dein Lachen und<br />
Lächeln finde ich auch voll schön, du strahlst dann immer so. Und mittlerweile finde ich deine<br />
Augen auch schön.<br />
Ich weiß eigentlich gar nicht, ob ich dich jemals schön fand. Ich weiß, dass ich mit dir schon immer<br />
unzufrieden war, und dass ich dich immer biegen wollte und es auch versucht habe. Ich weiß auch,<br />
dass du nie genug sein wirst.<br />
Und deshalb hab ich auch so Angst, weißt du. Ich habe so Angst davor, dass Menschen dich eklig<br />
finden werden, oder abstoßend, oder hässlich. Ich habe auch insgesamt Angst davor dich anderen<br />
zu zeigen. Nicht mal ich guck dich an, nehme mir Zeit jede Einzelheit deiner Teile anzusehen, sie<br />
zu fühlen, sie vielleicht auch zu streicheln. Und ich weiß auch, dass ich dich niemanden zeigen<br />
muss; dass ich alles Schritt für Schritt machen kann. Dass deine sexy Hände, deine Oberarme,<br />
deine Tattoos am Rücken deiner Oberarme oder dein Nacken auch voll ausreichen, um Menschen<br />
total aus der Bahn zu bringen. Oder ich. Und wir.<br />
Ich weiß, dass wir irgendwann als Team arbeiten müssen&#8230;<br />
Wir haben keine Wahl.<br />
Ich möchte mich nicht mehr getrennt fühlen, von dir; weinen, wenn ich masturbieren will, weil mir<br />
das einfach nicht gefällt und es sich einfach komisch anfühlt. Oder wenn ich in den Spiegel schaue<br />
und dir ins Gesicht schaue..manchmal frage ich mich: Wer ist das? Wer sind wir?<br />
Ich fühle mich wie in der Schwebe und als würde niemand sehen, was für ein Chaos eigentlich in<br />
dir herrscht.<br />
Wenn ich dir die Leggins anziehe, dann sehe ich, dass deine Beine dünner werden und mehr an<br />
Form gewinnen; das ist ein Erfolg! Gleichzeitig wirkst du so feminin dann. Aber meine einzige<br />
Jogginghose kann ich dir nicht die ganze Zeit anziehen. Zum Beispiel jetzt: Die Jogginghose muss<br />
dringend gewaschen werden und wir haben keine weitere und müssen die ganze Zeit in der<br />
blauen Schlafhose chillen. Aber eigentlich auch okay, die Hose haben wir auch in Viet Nam<br />
gekauft. Ey und aktuell finde ich, dass wir mit Mütze, dem schwarzen Hemd und der filigranen<br />
Kette und dem Septum unglaublich gut aussehen.<br />
Jetzt bin ich aber wieder voll gesprungen und weiß gar nicht worauf ich eigentlich hinaus will.<br />
Gestern haben wir uns endlich mal diese App heruntergeladen. Ich wollte das schon die ganze Zeit<br />
ausprobieren, aber hatte die ganze Zeit Angst und jetzt bin ich eher verwirrt, und das ist alles ganz<br />
neu für mich. Und für uns ebenso, weil du ein Problem sein könntest. Etwas Ekliges, Verwirrend,<br />
ein Fetisch. Ich habe fünfmal die Bilder geändert, und war panisch, dass man uns erkennt. Und<br />
dein Körper sah viel zu feminin aus. Oder was auch immer. Jedenfalls habe ich mich nicht wohl<br />
damit gefühlt. Eigentlich bin ich auch ganz froh, dass wir gerade nicht so viel rausmüssen; dann<br />
sind wir gar nicht mit so vielen Sachen und Reibungspunkten konfrontiert.<br />
Heute warst du dann wieder sehr präsent auf einmal. Ich bin froh, dass wir für gute Klamotten<br />
sorgen. Das gibt mir zumindest viel Sicherheit. Als du die Tage dich mal wieder bewegt hast und<br />
wir getanzt haben, habe ich mich ein bisschen wohler gefühlt. Heute aber will ich dich keiner<br />
Person mehr zeigen. Und hier komme ich denke auch langsam zum Ende. Ich habe fürs Erste<br />
nichts weiter zu sagen, denn ich glaube, dass jetzt erstmal die Zeit für sich sprechen wird. Ich habe<br />
auch ein wenig Angst; ich weiß einfach nicht&#8230;aber vielleicht ist das ja auch okay so. Und vielleicht<br />
ist diese Angst wichtig, weil sie uns beide voranbringt; und wir über uns hinauswachsen werden.<br />
Und ich versuche daran zu glauben, dass wir liebevolle und zärtliche Begegnungen erleben<br />
werden. Wir sind doch noch so jung. Und jede Verletzung wird uns lehren, wir tragen den Schmerz<br />
mit uns weiter, transformieren ihn und finden wieder Hoffnung und fühlen Verbundenheit. Wie<br />
immer eigentlich.<br />
Und um ganz ehrlich zu sein; manchmal glaube ich zwar an sowas, aber ganz oft denke ich mir,<br />
dass sich manche Dinge auch einfach nie ändern werden. Vielleicht ist das ja auch okay, dann bin<br />
das eben ich. Aber ich weiß mit Sicherheit, dass du dich verändern wirst. Das werden wir aber mit<br />
aller Ruhe machen und mit ganz vielen Zärtlichkeiten.<br />
Und vielleicht hören wir auch irgendwann mal mit dem Rauchen auf. Aber dafür lassen wir uns<br />
auch erstmal Zeit&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unsere Bank</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/07/unsere-bank/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Billie Donna Blue]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jul 2023 08:30:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<category><![CDATA[verliebt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15638</guid>

					<description><![CDATA[Zwei Menschen, verliebt auf einer Parkbank. Ein Mensch, der sie mit seiner Schwulenfeindlichkeit belästigt. Billie Donna Blue schreibt sich die Gefühle und Nachwirkungen dieser Situation von der Seele. Deine kleinen Gesten, die mich berühren, lassen mich strahlen, als wäre ich verliebt. Die Strahlen der Sonne sind bereits weitergezogen und erhellen nun andere Orte. Doch wir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei Menschen, verliebt auf einer Parkbank. Ein Mensch, der sie mit seiner Schwulenfeindlichkeit belästigt. Billie Donna Blue schreibt sich die Gefühle und Nachwirkungen dieser Situation von der Seele.</strong> <span id="more-15638"></span></p>
<p>Deine kleinen Gesten, die mich berühren,<br />
lassen mich strahlen, als wäre ich verliebt.<br />
Die Strahlen der Sonne sind bereits weitergezogen<br />
und erhellen nun andere Orte.<br />
Doch wir erwärmen uns weiterhin mit unseren Gemütern.<br />
Auf dieser Bank. Im Park.<br />
Später entscheiden wir, dass diese Bank zu der unseren wird.<br />
Aber vorher treffen wir noch Dich.<br />
Du stolzierst auf uns hinzu.<br />
Und bleibst für eine Weile ohne zu fragen.<br />
Dafür weißt du andere Fragen zu stellen.<br />
Ich verspüre eine konkrete Unsympathie.<br />
Aber ich strahle es nicht aus.<br />
Wahrscheinlich haben wir einladend gewirkt. Auf dich.<br />
Ob du mich etwas fragen dürftest, entgegnest Du mir.<br />
Ich weiß, was folgen wird.<br />
Weil ich es zu oft schon erlebt habe.<br />
Und dennoch stimme ich zu.<br />
&#8222;Vielleicht meinst du es ja nicht so&#8220;<br />
&#8211; schweift mir durch den Kopf.<br />
Ob ich schwul sei, möchtest du wissen.<br />
Gleichwohl scheinst du die Antwort bereits zu kennen,<br />
denn sie ist der Grund deiner Frage.<br />
Es zerschmettert mich, was du darauf erwiderst,<br />
weil du reproduzierst, was mich nicht Sein lässt.<br />
Weil Du bist, was mich nicht Sein lassen kann.<br />
Du beginnst die Bibel zu zitieren,<br />
weil Du mich ablehnst.<br />
Wenngleich Du offenbar anderer Meinung bist,<br />
indem Du heuchelst, deine Nächsten zu lieben.<br />
Unsere Worte erreichen Dich nicht,<br />
weil du nicht verstehen willst.<br />
&#8222;Adam und Adam könne nicht funktionieren.&#8220;<br />
Du scheinst einen Gott spielen zu wollen,<br />
den Du noch nie in deinem Leben gesehen hast.<br />
Und auch niemals sehen wirst.<br />
Den Horizont scheinst Du nicht blicken zu können.<br />
Und dein Atem riecht verödet.<br />
Wir bitten dich zu gehen,<br />
weil du nicht verstehen kannst.<br />
Du wendest dich ab.<br />
Erschöpft liege ich nun in deiner Geste,<br />
die mich, wie zu Beginn, verliebt fühlen lässt.<br />
Und ich werde getragen durch die Nacht<br />
mit einem Gefühl der Zerissenheit.<br />
Dann. Müdigkeit.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blumen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/06/blumen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 13:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15613</guid>

					<description><![CDATA[Blumen schmücken Hannahs Lebensweg, den Sophie beschreibt, weil sie meint, &#8222;dass auch die kleinen Dinge in Wechselwirkung mit einem selbst stehen können&#8220;. Es gibt Dinge, die einen ein Leben lang begleiten: Menschen, Orte, Erlebnisse. Man schreibt diesen Dingen meist nicht eine direkte Bedeutung zu, sie gehören einfach zu einem, wie zum Beispiel die Lieblingsfarbe oder]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blumen schmücken Hannahs Lebensweg, den Sophie beschreibt, weil sie meint, &#8222;dass auch die kleinen Dinge in Wechselwirkung mit einem selbst stehen können&#8220;.</strong><span id="more-15613"></span></p>
<p>Es gibt Dinge, die einen ein Leben lang begleiten: Menschen, Orte, Erlebnisse. Man schreibt diesen Dingen meist nicht eine direkte Bedeutung zu, sie gehören einfach zu einem, wie zum Beispiel die Lieblingsfarbe oder das Verhältnis zu den Eltern. Wenn man aber beginnt genauer darüber nachzudenken, dann erkennt man gewisse Muster, welche die eigene Selbstbeziehung und die Beziehung zur Gesellschaft mit diesen Dingen unweigerlich verbinden. Trotz alledem vergisst man vielleicht, dass auch die kleinen Dinge in Wechselwirkung mit einem selbst stehen können.<br />
<strong>1995</strong><br />
Hannah umklammert die Hand ihres Vaters. Es ist ein angenehmer Freitagmorgen, die Sonne scheint und die Vögel singen schon munter in den Bäumen. Hannah hat in der Grundschule die verschiedenen Vogelarten kennengelernt und erzählt ihrem Vater nun begeistert von Meisen, Rotkehlchen und Spatzen. Sie liebt es an der frischen Luft zu sein, und so hat ihr Vater sie auf einen Spaziergang in den Wald mitgenommen. Die Erde unter ihren Füßen wirbelt herum und sie muss aufpassen nicht über die grob verstreuten Äste zu stolpern. Sie laufen immer weiter in den Wald hinein und plötzlich steht sie vor einer blauen Wand. Dies ist zumindest ihr erster Eindruck, denn bei genauerem Hinsehen, erkennt sie die vielen kleinen Blumen, blaue Waldblumen, wie Papa erklärt. Ganz fasziniert und vorsichtig, um auf keine der Blumen zu treten, geht sie ein Stück auf die Lichtung, um die Blumen genauer zu betrachten. Als ihre Mutter von der Arbeit nach Hause kommt, findet sie ein Glas mit blauen Blumen ihrem Küchentisch stehen.<br />
<strong>1998</strong><br />
Hannah hält sich ein Taschentuch vor den Mund, um nicht laut aufzuschluchzen. Obwohl das wahrscheinlich niemandem aufgefallen wäre, denn in der kleinen Kirche, weinen viele Menschen. Ihr Opa ist vor ein paar Tage gestorben und sie ist noch immer ganz geschockt. Sie hatte gewusst, dass es ihm nicht mehr so gut ging, aber dass er nun einfach nicht mehr da sein sollte, wollte und konnte sie nicht begreifen. Nach der Trauerfeier steht die Familie mit Bekannten am frisch zugeschaufelten Grab und treten nacheinander näher an das Grab, um ihre letzten Worte an den Verstorbenen zu richten. Ihre Mutter tritt gerade einen Schritt zurück und schaut sie erwartungsvoll an. Hannahs Augen brennen unangenehm und sie hat mittlerweile Kopfschmerzen. In ihrer rechten Hand umklammert sie eine Sonnenblume und tritt einen Schritt nach vorne.<br />
<strong>2006</strong><br />
Mit klopfenden Herzen steht sie vor dem Spiegel ihres Zimmers und betrachtet sich kritisch. War die Bluse wirklich die richtige oder war das ein bisschen zu übertrieben? Hätte sie ihre Haare lieber glätten sollen? Überhaupt..stand ihr das rot wirklich so gut, wie sie noch im Laden gedacht hatte? Gleichzeitig hatte Maya sie auf ein Date eingeladen, also musste sie Hannah doch mögen, auch wenn das rot vielleicht nicht ihre Farbe war. Obwohl..sie dreht sich ein wenig. Eigentlich steht es ihr doch recht gut. Sie nimmt ihren Stoffbeutel vom Bett und im nächsten Moment klingelt schon die Haustüre. Sie erschrickt sich ein wenig und bemerkt erneut ihren Herzschlag. Maya sieht gut aus, eigentlich wie immer, lächelt und übergibt ihr einen Strauß Rosen.<br />
<strong>2008</strong><br />
Applaus. Mit einem Lächeln tritt sie nach vorne, stolpert nur ein bisschen bei den Treppen auf dem Weg zu Bühne und steht schließlich neben ihren Klassenkameraden. Sie hat sich noch die befreiter gefühlt. Obwohl sie die Noten der Abschlussprüfung schon seit Wochen weiß, konnte sie es noch immer nicht glauben, dass sie jetzt einen Abschluss in der Tasche hatte. Endlich mit dem Leben machen, was sie will. Lächelnd versucht sie in der Menge ihre Eltern zu finden. Die Schulleiterin übergibt ihr das Zeugnis und eine rosa Tulpe. Alles ist perfekt.<br />
<strong>2013</strong><br />
„…und das ist der Schlüssel für das Büro.“, lächelt die Frau beziehungsweise jetzt ihre Kollegin. Der erste Job. Vielleicht sollte sie aufgeregter sein, doch eigentlich ist Hannah ganz entspannt. Nach dem Vorstellungsgespräch war sie sich sicher gewesen, die Stelle zu bekommen. Eine Woche später hatte sie die Zusage. Es war nicht genau das, was sie hatte machen wollen, aber der Job hatte sich so angeboten und nun war sie doch motiviert in den Arbeitsalltag einzusteigen. Sie verabschiedet sich geht mit ihrem Rucksack in Richtung des Büros. Es riecht noch nach neuer Farbe. Sie ist gespannt, wie es sein wird hier zu arbeiten. Auf dem Tisch steht ein bunter Strauß mit Sommerblumen.<br />
<strong>2021</strong><br />
Mayas Hand liegt auf ihrer Hüfte, während sie sich langsam zu den letzten Takten des Walzers drehen. Hannah war noch nie so froh, dass sie den Tanzkurs einige Jahre zuvor zusammen belegt hatten. Mayas Haare riechen unglaublich gut, denkt sie, während die ersten Töne des neuen Liedes erklingen. Es ist irgendwas Schnelleres, ganz kann sie es nicht zuordnen. Sie legt den Kopf leicht in den Nacken und blickt in Mayas strahlende Augen, dann ihre Lippen, ihren Hals, ihre Schultern. Bei dem Gedanken Leuten „ihre Ehefrau“ vorzustellen, wirbeln noch immer Schmetterlinge in ihrem Bauch. Sie blickt auf die Jacke, die Maya Wochen zuvor mit ihren Eltern ausgesucht haben musste. An die Brusttasche ist eine weiße Margerite gepinnt.<br />
<strong>2030</strong><br />
Sie grinst ihre beste Freundin an, die ihr das Bündel überreicht. Sie sieht gut aus, besonders dafür, dass sie vor einer Woche ein Kind bekommen hat. Hannah freut sich für sie. Sie hatte sich schon immer Kinder gewünscht und Hannah war sich sicher, dass sie eine großartige Mutter sein würde. Das Baby schläft in ihren Armen einfach weiter und sie muss beim Anblick seiner kleinen Mütze lächeln. „Ich hab noch was für dich“, lächelt sie und nickt mit dem Kopf in Richtung der Narzissen, die sie nach dem betreten des Zimmers auf den Tisch gestellt hat.<br />
<strong>2037</strong><br />
Es fällt ihr schwer zu atmen. Ihre Rippen schmerzen unfassbar sehr. Auch ihr Kopf tut weh und irgendwie auch ihr Knöchel. Am liebsten will Hannah schreien, aber hat nicht das Gefühl die Kraft dazu zu haben. Also schließt sie einfach die Augen. Als sie sie wieder öffnet fühlen ich die Schmerzen abgedämpfter an, nicht mehr so stechend und den Atem raubend. Sie versucht sich umzudrehen, um einzuschätzen, wo sie sich befindet. Krankenhaus..ganz eindeutig. Ein Arzt betritt das Zimmer und beginnt über ihren Zustand zu reden. Sie fühlt sich benebelt und es fällt ihr schwer ihm zuzuhören. Maya sitzt auf einem Stuhl schräg vor ihr. An ihrer linken Hand glänzt ein goldener Ring, sie hält einen Strauß mit weißen und lila Blumen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Touch me where you feel water</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/06/touch-me-where-you-feel-water/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2023 12:59:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Was bedeutet es, in Berührung… in touch zu sein…, Phuong? – Ein Gedicht. I In touch, we fear of losing our spirit in someone In touch, we say words of intimacy we are ever afraid of vocalizing In touch, we speak when there’s no language that can build bridges between worlds In touch, we carry our traumas]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was bedeutet es, in Berührung… in touch zu sein…, Phuong? – Ein Gedicht.</strong><span id="more-15585"></span></p>
<p>I</p>
<p>In touch,<br />
we fear of losing our spirit in someone</p>
<p>In touch,<br />
we say words of intimacy we are ever afraid of vocalizing</p>
<p>In touch,<br />
we speak when there’s no language that can build bridges between worlds</p>
<p>In touch,<br />
we carry our traumas projecting on one other’s skin</p>
<p>In touch,<br />
we tell our story and give a piece of our culture</p>
<p>in touch,<br />
souls can meet deeply</p>
<p>II</p>
<p>when it‘s dark and quiet, the night becomes our universe</p>
<p>two trans bodies laying close too each other yet so close they might be strangers</p>
<p>In reciprocative anxiety one is breathing, calming their mind one is quite hoping they will fall asleep soon</p>
<p>one more sensitive than the other sweat and shyness when love speaks truth in breathing not in sex and sexual performance cautious and deeply connected dancing between the stars</p>
<p>III</p>
<p>the candle in my back, far away  its shadow on the wall shows me your believe</p>
<p>with the morning in its slowest movement fear arises  dreams are clouded<br />
to be seen is rare<br />
to let being seen is brave   in summer’s air I smell curiosity<br />
but we fear the other’s word<br />
in my eyes, you are scared to hurt me</p>
<p>In summer’s heat<br />
we feel homesick</p>
<p>like water,<br />
we flow,<br />
like water,<br />
we let go like autumn<br />
slowly but surely<br />
touch me where you feel water</p>
<p>I<br />
In Berührung,<br />
haben wir Angst unsere Seele in jemand anderes zu verlieren</p>
<p>In Berührung,<br />
sagen wir Worte der Intimität, vor denen wir Angst haben jemals auszusprechen</p>
<p>In Berührung,<br />
sprechen wir wenn es keine Sprache gibt,<br />
die Brücken zwischen Welten aufschlagen kann</p>
<p>In Berührung,<br />
tragen wir Traumata, die wir auf die Haut des anderen projizieren</p>
<p>In Berührung,<br />
erzählen wir unsere Geschichte<br />
und schenken ein Teil unserer Kultur</p>
<p>in Berührung,<br />
können sich Seelen tief berühren</p>
<p>II</p>
<p>Wenn es dunkel und still ist,<br />
wird die Nacht zu unserem Universum</p>
<p>zwei trans Körper liegen nah beieinander so nah, dass sie Fremde sein könnten</p>
<p>In gegenseitiger Angst<br />
eine atmet, beruhigt ihren Geist<br />
eine ist ruhig und hofft, dass sie bald einschläft</p>
<p>Die eine sensibler als die andere<br />
&#8211; Schweiß und Schüchternheit.<br />
Wenn die Liebe Wahrheit im Atmen spricht nicht in Sex und sexueller Performance behutsam und tief verbunden:<br />
tanzend zwischen den Sternen.</p>
<p>III</p>
<p>die Kerze in meinem Rücken, weit weg<br />
ihr Schatten an der Wand zeigt mir deinen Glauben</p>
<p>mit dem Morgen in seiner langsamsten Bewegung<br />
entsteht Angst<br />
Träume sind getrübt<br />
gesehen zu werden ist selten<br />
gesehen werden zu lassen ist mutig<br />
in der Sommerluft rieche ich die Neugierde,<br />
doch wir fürchten das Wort des anderen<br />
in meinen Augen hast du Angst, mich zu verletzen.<br />
In der Hitze des Sommers<br />
fühlen wir Heimweh</p>
<p>wie Wasser,<br />
fließen wir<br />
wie Wasser,<br />
lassen wir los wie der Herbst langsam aber sicher<br />
berühre mich, wo du Wasser fühlst</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zukunftsplenum</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/05/zukunftsplenum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AMS]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2023 08:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[AMS fragt sich, wie ein Leben in der Zukunft aussehen könnte, wenn AMS nicht in einer romantischen Beziehung lebt, sondern andere Formen des Zusammenlebens sucht. Meine Oma fragt mich, ob ich an Weihnachten meinen Freund mitbringe. Oder an Ostern. Oder zum Geburtstag meiner Mutter. Immer. Wenn wir telefonieren, fragt sie mich wie es meinem Freund]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AMS fragt sich, wie ein Leben in der Zukunft aussehen könnte, wenn AMS nicht in einer romantischen Beziehung lebt, sondern andere Formen des Zusammenlebens sucht.</strong> <span id="more-15466"></span></p>
<p>Meine Oma fragt mich, ob ich an Weihnachten meinen Freund mitbringe. Oder an Ostern. Oder zum Geburtstag meiner Mutter. Immer. Wenn wir telefonieren, fragt sie mich wie es meinem Freund geht. Wenn sie mir schreibt, fragt sie, ob mein Freund bei mir ist. Oder ob ich einen neuen Freund habe.<br />
Meine Tante heiratet im Sommer und meine Oma fragt, ob mein Freund mitkommt. Ich sage, ich weiß es noch nicht, denn meine Beziehung ist gerade etwas kompliziert. Ich sage, dass ich vielleicht einfach eine Freundin mitbringe, denn Freund*innenschaften sind genauso wichtig. Aus eigener Erfahrung ist auf sie auch mehr Verlass, sie halten länger, das sage ich aber nicht. Meine Oma sagt: Nein. Nur dein Partner ist eingeladen.</p>
<p>Meine Oma lebt seit 40 Jahren allein. Ich wohne seit 10 Jahren mit Freund*innen zusammen und kann mir nicht vorstellen, mit einem Partner zusammen zu ziehen. Oder Partner*innen, davon mal ganz abgesehen. Während meine Oma ein Leben als selbstbestimmte Frau geführt hat, hat sie gleichzeitig die Abzweigung zum feministischen Lebensentwurf um 180 Grad hinter sich gelassen hat, denn sie fordert von mir in jedem Kontakt die Einhaltung des konservativen Lebensstils. Ich habe immer so getan, als würde mich das kalt lassen. Bis die Einladung zur Hochzeit meiner Tante ins Haus geflattert kam, zu der ich noch nie viel Kontakt hatte. Meine Tante heiratet mit über 60 Jahren und als ich mir das Bild der beiden nicht mehr ganz so jungen Menschen auf der Hochzeitseinladung ansah, habe ich eine kleine Träne verdrückt. Wieso?</p>
<p>Mit Mitteendezwanzig habe ich realisiert, dass der Druck, den ältere Generationen dieser Gesellschaft auf mich aufgebaut haben nicht ganz an mir vorbei gegangen zu sein scheint. Mir fehlt es an weiblichen und oder queeren Vorbildern, die ihr Leben außerhalb dieser Erwartungshaltung führen. Ich wünsche mir eine Alternative aber kannte bis dato niemanden, der das verkörperte.<br />
Kann es ein Leben für weiblich gelesene, nicht-binäre Menschen jenseits der 30 geben? Gibt es beispielsweise im beruflichen Kontext eine Perspektive, in der nicht die eigene Identität geleugnet werden muss? Wie kann Wohnen und Leben aussehen, wenn irgendwann die meisten Freund*innen um einen herum mit ihren romantischen Beziehungen zusammenziehen? Ist mir doch das Schicksal der komischen einsamen Katzenperson zugeteilt? Muss ich für immer in irgendwelchen Hausprojekten leben, mit denen ich mich doch nicht identifizieren kann, nur um nicht im Großstadtjungel komplett zu vereinsamen?</p>
<p>Das Bild der beiden nimmt mir den Druck. Den Druck, dass ich bis Mitteendezwanzig jetzt mal endlich den Partner fürs Leben gefunden haben muss und meine Beziehungen funktionieren müssen und es gab mir gleichzeitig die Hoffnung, dass jenseits der 30 noch so einiges auf mich wartet, von dem ich jetzt nicht mal die leiseste Ahnung habe. Zumindest für den Moment. Wir brauchen Vorbilder, um Alternativen denken zu können und den Mut zu haben, in sie zu vertrauen.</p>
<p>Eine gute befreundete Person hat vorgeschlagen ein Zukunftsplenum abzuhalten. Wieso sich nicht einfach für Freund*innen als Lebenspartner*innen entscheiden?</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Less lesbian Lesbe</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/04/less-lesbian-lesbe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ursula Recih]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2023 09:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Lesbisch]]></category>
		<category><![CDATA[pride month]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Ursula beschreibt „den Prozess ihrer lesbischen Subjektivierung“, der die Frage aufwirft, wer sich eigentlich als lesbisch bezeichnet und warum? Und was ändert sich, wenn sich was ändert? Bis vor zehn Monaten habe ich mich noch als lesbisch definiert. Die längste Zeit in meinem Leben war ich queer. Ich nutzte das Label bereits in meiner Jugend]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 1">
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<p class="Body"><strong>Ursula beschreibt „den Prozess ihrer lesbischen Subjektivierung“, der die Frage aufwirft, wer sich eigentlich als lesbisch bezeichnet und warum? Und was ändert sich, wenn sich was ändert?</strong></p>
<p><span id="more-14871"></span></p>
<p>Bis vor zehn Monaten habe ich mich noch als lesbisch definiert. Die längste Zeit in meinem Leben war ich queer. Ich nutzte das Label bereits in meiner Jugend für mich. Es sollte ausdrücken, dass ich nicht einfach nur pansexuell bin, sondern auch eine politische Person, die diese Bezeichnung als politischen Kampfbegriff versteht und sich der queeren Community zugehörig fühlt. Damit identifizierte ich mich, bis ich mit 22 step by step, über ein Jahr hinweg begriff, dass ich lesbisch bin. Das war eine wunderbare Phase. Aber auch anstrengend und aufwühlend, da ich mich gefragt habe, ob das die richtige Kategorie für mich ist, und ob ich, wenn ich einmal sage, dass ich lesbisch bin, dann immer lesbisch sein muss und was das dann (für den sehr unwahrscheinlichen Fall), dass ich mich doch nochmal in einen Mann verlieben sollte, bedeutet. Ich nenne diesen Prozess immer meine „lesbische Subjektivierung“. Ich begann mich zu erinnern und ein anderes, ein ursprünglicheres und gleichzeitig neues Ich zu entdecken.</p>
<p><em>Als Zehnjährige habe ich die „No Angels“ gehört, besonders das Album „Elle‘ments“. Ich erinnere mich an die zerkratzte Hülle und das Booklet, bestehend aus Songtexten und Bildern. Auf ihnen waren die fünf Sängerinnen in Outfits zu sehen, welche die Elemente verkörpern sollten. Jede von ihnen ein anderes. Nadja Benaissa war Luft. Auf dem Cover hatte sie ein lila-glitzernd schulterfreies Top an, das ich noch exakt vor Augen habe. Ich war lange davon überzeugt, dass ich diese Frauen einfach schön fände und irgendwann so aussehen und singen wollen würde wie sie. Dass es nicht nur das war, war mir damals nicht bewusst.</em></p>
<p>Ich erinnerte mich und reflektierte meine Kindheit und Jugend und begriff, dass es immer schon da gewesen war. Die Vorstellung meines kindlichen Ichs, das das Booklet hunderte Male durchblätterte und Nadja behutsam erkundete, konnte endlich freigelegt und als ent-täuschte, ehrliche Erinnerung gedeutet werden: Ich habe mich erotisch auf sie bezogen. In Konversationen mit Freund*innen wurde deutlich, dass es nicht nur mir so ging. Auch andere Frauen mussten tief graben, um an den Kern ihres Begehrens zu gelangen. Ich realisierte, dass dieser Kern vor langer Zeit Wurzeln in alle denkbaren Richtungen geschlagen hatte. Nicht-geradlinige Wurzeln wurden jedoch unmittelbar von der Heteromatrix beschnitten, durften sich nicht entfalten und niemals neue Triebe entwickeln. Erst als ich sie nach langer Zeit und viel Mühe ausgrub, gab ich ihnen den Raum zu wachsen. Und sie wuchsen. Ich trat auf die Straße und mein Körpergefühl hatte sich verändert. Ich lief aufrechter, selbstbewusster und begann Frauen anders anzusehen. Mein Blick auf sie war bisher durchaus liebevoll, solidarisch, häufig platonisch, selten auch sexuell, aber meist dominiert von einem Konkurrenzgedanken. Dieser vergleichende Blick war nicht von einem auf den anderen Tag weg, das ist er bis heute nicht. Er ist leider eins der extrem psychisch belastenden Resultate einer weiblichen Sozialisierung im Patriarchat. Dass man sich selbst und andere Frauen abwertet und in eine Konkurrenz um den Mann tritt, oder zumindest darum konkurriert, wer nach patriarchalen Standards die Schönste, manchmal auch Schlauste, halt generell die Beste (in wtf auch immer) ist. Und am Ende geht es meist um die Anerkennung von einem Mann: Dem Vater, dem Dozent oder dem Chef – der Bezug muss nicht immer ein romantischer oder sexueller sein. Aber wir lernen eben, dass wir erst dann etwas wert sind, wenn ein Mann uns das bestätigt. Wenn ein Mann uns lobt oder liebt oder begehrt.</p>
<p>Und auf einmal ist dieser Druck von mir abgefallen. Als hätte sich etwas, an dem ich bereits lange gearbeitet hatte, gelöst. Mein Zugang zur Welt wurde ein anderer, da sich mein Blick auf Frauen und so auch auf mich selbst verändert hatte. Ich begann Frauen offener und bewusster zu begehren und ich legte behutsam die Schichten ab &#8211; die etlichen Schichten der heterosexuellen Subjektivierung zur Frau.<br />
Es war sooo befreiend, Frauen erotisch zu begehren. Und vor allem, da dieses Begehren nicht von einem männlichen Blick geprägt war, sondern eine Eigenständigkeit entwickelte. Ich begehrte Frauen, die nicht ins normative Schönheitsideal passten. Als wäre endlich ein Knoten geplatzt, der mir erlaubte, Frauen und mich selbst nun richtig zu sehen und nicht mehr durch eine heteropatriarchale Brille. Ich durfte andere Menschen, mich und unsere Beziehungen unter Maßstäben betrachten, die ich stückweise mit Hilfe von lesbischer Literatur, Filmen und Serien erspürte und formte. Ich habe mich gestärkt gefühlt, auch in meinem Körper, den ich fortan neutraler, aber auch wertschätzender und liebevoller betrachtete. So entdeckte ich Erotik, weiblich gelesene Körper und Dynamiken zwischen Frauen neu. Meine Fantasie war so viel freier, auch freier von Gewalt. Ich konnte plötzlich eine Sexfantasie haben, in der ich dominant war, ohne mich auf einmal in einen Mann zu verwandeln. Eine Sexfantasie, mit mir als dominanter Frau, ganz ohne Gewalt. Der Perspektivwechsel auf Frauen eröffnete mir die Möglichkeit eine konsensuelle, respektvolle erotische Begegnung zu kreieren. Die Gleichzeitigkeit von Erotik und Identifikation, Begehren und Respekt ermöglicht ein Moment, das sich grundlegend von heteropatriachalen Standards unterscheidet. Es hat sich so emanzipatorisch angefühlt, so wichtig, so elementar, dass ich dachte, das ist revolutionär, das braucht der Feminismus, das soll jede Frau erleben und deshalb begann ich darüber zu lesen und zu schreiben, bis ich nach langer Zeit eine 50 seitige Bachelorarbeit beendete.</p>
<p><em>Audre Lorde liegt auf meinem Tisch. Natürlich nicht sie. „Zami“, ihr Buch. Neben Sara Ahmed, Sabine Hark und Alice Walker. Lesbische Literatur. Lesbische Theorie. Da finde ich mich drin wieder, auf so vielen Ebenen. Ich sehe „Audre Lorde – The Berlin Years“ und verliebe mich in sie. Wärme steigt in mir auf. Oh, ich bewundere diese Frau. Ich empfinde eine kindliche Zuneigung zu ihr, sie hat eine mütterliche Wirkung auf mich. Audre Lorde ist für mich mehr als akademischer Habitus, Universität, die Diskussion im Seminarraum, ein Name den man gerne droppt. Audre Lorde soll neben meinem Bett liegen, während ich über sie wache und sie über mich, während wir uns unsere erotischen Sehnsüchte zuflüstern. Lesbisches Begehren. Du bist der Inbegriff von lesbischem Begehren für mich. Du hast mir die Welt eröffnet, in der ich nun Zuhause bin. Ich möchte mehr und mehr lesen von Dir, möchte all Deine Bücher in meinem Regal stehen haben. Niemand wird das ganz verstehen, aber Du hast etwas in mir ausgelöst, das so viel mehr ist, als alles je zuvor.</em></p>
<p>Dennoch ist es ein Prozess, in dem ich immer wieder in alte Muster zurück falle. Denn die Zurichtung zur Frau ist nicht einfach mit dem Erwachsenenalter abgeschlossen. Wir lernen Frauen vergleichend zu betrachten und dem kann ich mich nicht entziehen, nur weil ich mich auch erotisch auf sie beziehe. Die patriarchale Idee von Frauen und ihre Inszenierung als Konkurrent*innen in einem Schönheitswettbewerb im Kampf um den Mann ist omnipräsent. Das klingt absurd, aber diese Mechanismen greifen nach wie vor. Ich sehe einen Mann auf der Straße, der mit mir flirtet und ganz ohne es zu wollen, checke ich, ob ich gut aussehe, achte auf meine Haltung, meinen Gesichtsausdruck und trete, wenn auch nur sehr subtil, in Interaktion mit ihm. Dabei finde ich ihn weder anziehend, noch will ich, dass aus diesem Blickflirt etwas folgt. Eigentlich will ich nicht mal diesen Blickflirt und ständig checken, ob ich gut aussehe. Und wenn ich Frauen begegne, vergleiche ich auch heute noch manchmal unsere Körper, die Kleidung, die wir tragen, wie wir uns ausdrücken, was wir leisten und die Aufmerksamkeit, die wir von Männern bekommen. Das heißt es kann koexistieren. Ich habe mich also als Zehnjährige nicht nur erotisch, sondern auch vergleichend auf Nadja Benaissa bezogen, weil es mir als normal eingeprägt wurde. Heute weiß ich, dass diese Normsetzung keine Wahrheit ist, sondern ein Konstrukt, und dass mein Begehren immer schon deviant war. Es ist jedoch weder vorgesehen, die Tools zu haben dieses zu erkennen, noch das Vokabular zu lernen es zu artikulieren. Ich war ein zehnjähriges Mädchen, das bereits gewaltsam zur Frau sozialisiert wurde. Und Frauen werden in dieser Gesellschaft immer im Bezug zum Mann gedacht.</p>
<p>Das alles wurde nicht gerade leichter, als ich mich dann vor zehn Monaten wieder in einen Mann verliebte. In einen heterosexuellen Cis-Mann. Und seitdem kann ich ja irgendwie nicht mehr so richtig behaupten, dass ich lesbisch bin. Also nutze ich den Begriff nur noch selten leise murmelnd, weil ich denke, ich darf ihn nicht mehr für mich beanspruchen. Deshalb sage ich jetzt eher, ich bin gay oder halt eben wieder queer. Das bedeutet auch, dass mein Begehren für Frauen in den Hintergrund gerückt ist und ich wieder stärker mit klassisch weiblich sozialisierten Mechanismen zu kämpfen habe, die heterosexuelle Dynamiken so mit sich bringen können. Außerdem werde ich häufig als heterosexuell gelesen und unsere Beziehung auch. Das ist sie aber nicht, nicht nur, weil ich, ich bin queer. Vielleicht bin ich jetzt also wieder politisch pansexuell, mit einem dollen Hang zu Frauen und irgendwie gerade mit einem Mann zusammen. Vielleicht bedarf es auch einfach keiner Kategorie. Denn meine lesbische Subjektivierung ist eins der besten Dinge, die mir in meinem Leben passiert sind. Weil sie mich näher zu mir selbst und anderen Frauen gebracht hat. Weil sie mich Frauen anders sehen und lieben lässt, weil sie mir die Welt eröffnet hat, in der ich mich am meisten gesehen und am wohlsten gefühlt habe und am ehesten Zuhause war.<br />
Versteht mich nicht falsch. Ich bin immer noch in diesen Mann verliebt und auch wenn es mich anfangs verwirrt hat, ich mich an den Gedanken gewöhnen musste und auch immer wieder fliehen wollte, habe ich mich bewusst für ihn und diese Beziehung entschieden. Weil ich eben ihn, als Menschen liebe. Aber ich weiß auch, dass es einen Teil von mir, der mir Kraft gibt, wieder unsichtbarer macht. Ich möchte damit sagen, emanzipatorische Prozesse sind nicht stetig und können auch Rückschläge und Abweichungen beinhalten. Sie sind widersprüchlich und kommen in Phasen und erfüllen nicht immer das Fortschrittsnarrativ, in dem gerne über sie berichtet wird. Ich habe niemals damit gerechnet, dass mich so starke Gefühle, die aus einer patriarchalen Vorstellung der Frau gebären, erneut einholen würden. Ich dachte manche Muster hätte ich ausreichend theoretisch durchexerziert und so hinter mir gelassen. Aber auch da wurde ich enttäuscht. Das bedeutet nicht, dass ich nicht auch in einer heterosexuellen Dynamik emanzipatorische Prozesse durchlaufen kann. Gerade bin ich an anderen Stellschrauben und arbeite eben gemeinsam mit einem Mann an den Widersprüchen einer feministischen heterosexuellen Beziehung, Fremdzuschreibung und Selbstidentifikation. Und dennoch wünsche ich mir wieder mehr Momente, in denen meine Frauen-begehrende Seite Raum hat, sichtbar ist und ich diesen ganz besonderen, wahrlich revolutionären Blick auf die Welt und mich selbst habe, der mich inspiriert und stärkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Liebe als Mittel zum Zweck</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/04/liebe-als-mittel-zum-zweck-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Apr 2023 14:52:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe ganz unromantisch. Warum für sabylonica die Liebe mehr Mittel zum Zweck als das größte Glück ist. Die Liebe, als ungünstiges Mittel den Alltag zu kompensieren, wollen viele Menschen. Doch was steckt dahinter? Die Liebe beginnt damit, dass eine Gewohnheit im Alltag eines Menschen entsteht, diese zu einer Routine wird und schlussendlich zu einer Abhängigkeit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liebe ganz unromantisch. Warum für sabylonica die Liebe mehr Mittel zum Zweck als das größte Glück ist.</strong><span id="more-15438"></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri, serif;"><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;">Die Liebe, als ungünstiges Mittel den Alltag zu kompensieren, wollen viele Menschen. Doch was steckt dahinter? Die Liebe beginnt damit, dass eine Gewohnheit im Alltag eines Menschen entsteht, diese zu einer Routine wird und schlussendlich zu einer Abhängigkeit führt. Der Mensch i</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;">n</span></span><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;"> Liebestrance steht abhängig zur anderen Person oder Personen. Liebe entsteht, um die Dinge zu füllen, die man selbst nicht füllen kann, die aber andere dir geben können. Sei es nun Wertschätzung, Aufmerksamkeit oder anderes. Es gibt immer einen Hintergedanken sich zu verlieben. Klar, es passiert und man verliebt sich nicht kontrolliert mit voller Absicht, aber man verliebt sich auch nicht in jeden Menschen, sondern eben nur in die, die diese Leere füllen können. Daran ist nichts verwerflich, aber angemerkt, all dies können auch Freund*innen oder andere Personen, ohne im Kontext der Liebe zu stehen, füllen. Vielmehr mag es dann wohl die Intimität und Zärtlichkeit sein, wonach man sich sehnt, sofern man sexuelle Lüste empfindet. Das Gefühl berührt und im Akt die Fülle zu spüren, sehnliche Dinge, die viele Menschen verspüren wollen. Mag sein, dass eben die Intimität und die Zärtlichkeit für viele eine entscheidende Rolle spielen zu lieben. Die zwei Attribute füllen die Leere und es kann zu einer Gewohnheit, einer Routine und zur Abhängigkeit führen. Der Mensch kann abhängig vom Gefühl, was gegeben wird, werden.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri, serif;"><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;">Die Liebe sei wie eine Droge, ein Spruch, den viele unterschreiben würden. Aber wie einem bewusst ist, hört irgendwann die Wirkung einer Droge auf. Entweder es war zum Ausprobieren oder man entwickelt eine Sucht. Der Mensch entwickelt oftmals eine Sucht zur Liebe, nur wird die Wirkung niemals so sein wie beim ersten Mal. Ob nun beim ersten Mal verliebt sein oder bei der Anfangsphase des Liebesprozesses zu einer oder mehreren Personen.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri, serif;"><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;">Durch die Menschheitsentwicklung entstanden Bräuche, wie der Bund der Ehe. Diese Menschheitserfindung ist eine Idee, die Liebe, die verspürt wird, fest zu schnüren. Den Menschen ist es wohl wichtig, die Liebe in Grenzen zu halten und es formell zu sichern. Man will die Liebe absichern, sie in Grenzen halten. Wie das mit den Grenzen gemeint ist? Die Liebe kann auf verschiedensten Wegen etwas Großes bewirken, wird aber durch den Bund der Liebe eingeschränkt beziehungsweise wird versucht, die Liebe zu etikettieren, damit sie ja nicht verlischt. Zum krönenden Abschluss wird ein Ring beim jeweils anderen angesteckt, um dem Ganzen Ausdruck zu verleihen.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri, serif;"><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;">Das zum ungefähren Prozess der Liebe. Dieser Prozess nun versucht Zugang in der Gesamtheit der Menschen zu finden. Demnach sollen alle Menschen denselben Prozess durchführen. Nur ist dieser Prozess nicht auf alle Menschen zu übertragen, denn alle lieben, wenn überhaupt, auf unterschiedlichste Art und Weise. Da kann ein menschenerfundenes Konzeptbuch der Liebe kein Zugang für alle finden. Nur beginnt seit der frühen Kindheit die wichtige Präsenz dieses Prozesses durch Filme, Umwelt, Schule und andere Einflüsse.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri, serif;"><span style="font-family: Arial, serif;"><span style="font-size: medium;">Auch innerhalb der Umwelt ist das Thema präsent und einem entsteht der Druck, diesen Weg gehen zu müssen, dabei erscheint mir beispielsweise dieser Weg für nicht wichtig. Ich zu meinem Teil möchte nicht diesen Prozess erleben. Wenn ich meine Freund*innen befrage, wo sie sich in zehn Jahren sehen, meinen sie, eine Familie gegründet zu haben. Eine Familie, also Kinder bekommen zu haben. Das kann ich mir ebenso wenig vorstellen wie zu heiraten, geschweige denn zu lieben. Wahrscheinlich denken Menschen, dass sie mit Kindern, den seit Anbeginn der Menschheit bestehenden Wunsch, unsterblich sein zu wollen, erfüllen könnten. Und wo ich in zehn Jahren bin, weiß ich nicht. Ich habe die Sorge, dass ich heiraten müsste. Den Weg, den jede*r geht, auch begehen, nur möchte ich das nicht und entscheide für mich selbst meinen eigenen Weg. Mein Weg ist unabhängig von jener Person. Ob sich meine Meinung irgendwann ändern wird, kann ich nicht sagen, aber ich will nicht sagen, dass ich den Weg gehen muss!</span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Testo Jahrestag</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/03/testo-jahrestag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Siri_us]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2023 08:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Testo]]></category>
		<category><![CDATA[Transition]]></category>
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					<description><![CDATA[#tdov &#8222;Mit dir fühle ich mich endlich ganz. Ich will nie wieder ohne dich sein!&#8220; Sirius schreibt einen Liebesbrief. Liebes Testo, Ein Jahr ist es nun her, dass wir das erste Mal die Nacht miteinander verbracht haben. Eigentlich magst du es ja morgens lieber, ich weiß. Aber als ich dich zum ersten Mal mit nach]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>#tdov &#8222;Mit dir fühle ich mich endlich ganz. Ich will nie wieder ohne dich sein!&#8220; Sirius schreibt einen Liebesbrief.</strong> <span id="more-15408"></span></p>
<p>Liebes Testo,</p>
<p>Ein Jahr ist es nun her, dass wir das erste Mal die Nacht miteinander verbracht haben. Eigentlich magst du es ja morgens lieber, ich weiß. Aber als ich dich zum ersten Mal mit nach Hausenahm, konnte ich einfach nicht warten. Ich musste dich spüren, unbedingt, sofort. Und noch immer ist es der Höhepunkt meines Tages, deinen süßen Duft zu inhalieren, während du in meinen Armenversinkst. Dich zu treffen, liebes Testo, hat mein Leben verändert! Du hast mich verändert! Das sagen alle, das sehen alle auf den ersten Blick! Einige lästern und sagen, ich sei nicht mehr ich selbst, seit ich mit dir zusammen bin. Aber das stimmt nicht. Ich bin viel mehr ich selbst als je zuvor. Du bringst das Beste in mir zum Vorschein! Mit dir fühle ich mich endlich ganz. Ich will nie wieder ohne dich sein! Seit wir zusammen sind, habe ich so viel gelernt und so viel gemacht! Aber ich muss sagen, was ich nicht gemacht habe, das erstaunt mich viel mehr! Ich habe es zuerst gar nicht gemerkt, aber: Ich bin viel selbstbewusster geworden! Seit du bei mir eingezogen bist, mache ich mir um viele Dinge viel weniger Sorgen. Früher habe ich mich immer gefragt, ob mein Po zu klein ist, mein Bauch zu dick, meine Nase zu spitz, meine Beine zu stämmig. Aber durch dich kann ich lernen, mich selbst zulieben, wie ich bin – naja, bis auf diese eine Problemzone, du weißt schon&#8230; Aber nicht nur Glaube kann Berge versetzen, auch du kannst das – zumindest diese beiden kleinen&#8230; Und wenn ich da hoffentlich bald reinen Tisch mache, weiß ich, ich kann auf deine Unterstützung zählen! Da fallen mir gleich zwei Steine vom Herzen! Testo, ich bin so froh, dass es dich gibt! Und so dankbar für unsere gemeinsame Zeit! Ich genieße jede Sekunde! Ich liebe es, wenn du sanft meine Haut berührst, im Gesicht und auf der Brust. Von dir umschlungen mag ich mein Gesicht im Spiegel plötzlich, fühle mich wohl in meiner Haut. Und nun, mein Liebes, ist es bald an der Zeit, etwas neues zu wagen&#8230; Du darfst in mich eindringen! Ich bin schon ganz aufgeregt! Dann kann auch die Dusche uns nicht mehr trennen! Ich kann kaum glauben, dass ich früher daran gezweifelt habe, ob wir glücklich miteinander werden. Ich gebe es zu, ich habe gezögert, wollte dich erst gar nicht kennen lernen. Gut, ich hatte auch Angst, zuzugeben, dass ich deine anderen Partner*innen aus der Ferne angehimmelt und beneidet habe. Ich wollte es mir selbst lange nicht eingestehen, aber jetzt gebe ich offen zu: Ich wollte schon immer so gern sein wie sie! Zum Glück bist du polyamor, liebes Testo, und ich auch! So können wir vereint sein, auch während du noch mehr Abenteuer erlebst, mit jungen und alten, großen und kleinen, dicken und dünnen, Schwarzen und weißen Jungs und Männern und Menschen anderer Geschlechter, während ich weiß, dass du auch immer für mich da sein wirst, solange ich das will! Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das jemals nicht mehr tue! Ich will mein Leben mit dir verbringen! Ich liebe dich!</p>
<p>Dein Sirius</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jemand, den ich liebe, ist asexuell</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/03/jemand-den-ich-liebe-ist-asexuell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2023 10:40:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
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					<description><![CDATA[“‘Ich sage dir nicht, dass du genug seist, denn das würde bedeuten, dass dir etwas fehlen würde.’” – Phuong schreibt eine asexuelle Fiktion. Deren Liebe ist intensiv, doch ich kann kaum atmen. Ich möchte wegzulaufen, ich möchte auf they zulaufen. Gott sei Dank, bin ich noch am Leben. Wir haben uns das erste Mal geküsst,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>“‘Ich sage dir nicht, dass du genug seist, denn das würde bedeuten, dass dir etwas fehlen würde.’” – Phuong schreibt eine asexuelle Fiktion.</strong><span id="more-15400"></span></p>
<p>Deren Liebe ist intensiv, doch ich kann kaum atmen. Ich möchte wegzulaufen, ich möchte auf they zulaufen. Gott sei Dank, bin ich noch am Leben.<br />
Wir haben uns das erste Mal geküsst, als they auf meinem Schoß saß und mir einen süßen Eyeliner malte. Ein kleines Feuerwerk, rosige Lippen.<br />
Es dämmerte bereits, als der Regen seinen Höhepunkt erreichte und deren Bett von unserer Zuneigung geformt war, die wir uns gegenseitig gestanden haben. Morgens sehe ich they gerne beim Schlafen zu &#8211; lila in deren verträumten Augen, gelb wie deren schüchternes Lächeln von der Seite, und blau in deren Händen und Lippen, die auf meiner Haut tanzen. Deren Selbsthass spiegelt mir die tiefen Wurzeln unserer Verbindung wider. Während der Herbst mich die Schönheit des Loslassens lehrt, habe ich mich in deren Arme fallen lassen. Diese Liebe besteht aus Kerzen, Kochen, Singen, Weinen, Malen, Tanzen, Rauchen, Poesie, Koexistieren, der klaren Luft des Winters, Waldspaziergängen, kiffen nach dem Aufwachen, heißen Bädern.<br />
They spürt jede Bewegung, ist neugierig über sich selbst, aber they ist auch schamvoll. They will gesehen werden, scheut sich aber auch vor der Liebe, weil they verletzt ist und sich vor ihrer Macht fürchtet. Ich habe gesehen, wie they sich selbst bestraft und sich so sehr anstrengt. Ich möchte they in den Arm nehmen, es tut mir fast weh, aber ich halte mich zurück, weil ich weiß, dass they deren Kämpfe allein ausfechten wird, so wie jedes verdammte Mal.<br />
Manchmal, wenn they Vertrauen gefunden habt, tanzt they so schön mit mir, wie ein Kind, das mit deren Schatten experimentiert. Wenn ich they berühre, atmet they in mein Herz. Ich sehe deren Narben zwischen deren Beinen, deren Angst in deren Nacken, deren Freude in deren Hüften und deren Hoffnung in deren Füßen. Ich erzähle they Geschichten über meine Traurigkeit und Einsamkeit, ich schwimme in deren poetischen Melodie und möchte they unter der Sonne lieben.<br />
Deren Rehaugen haben mir damals gesagt, dass they Angst hat, dass ich they verlasse. Eines Tages habe ich einen Brief erhalten: &#8222;Bitte bleib.&#8220; Ich habe beschlossen, meine Füße mit deren unter heißem Wasser zu berühren und they eines meiner Lieblingsgedichte vorzulesen. Ich habe zu they gesagt: &#8222;Ich sage dir nicht, dass du genug seist, denn das würde bedeuten, dass dir etwas fehlen würde. Bitte bleib auch.&#8220;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nie zu spät für queeres Glück: Eine Geschichte über die Liebe im Alter</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/03/nie-zu-spaet-fuer-queeres-glueck-eine-geschichte-ueber-die-liebe-im-alter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Mar 2023 11:22:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[„Es ist nie zu spät, um sein Leben zu verändern. Wir haben immer die Freiheit, neue Entscheidungen zu treffen!“ – Das wissen Dorle und Christel besonders gut. Dorle und Christel haben miteinander das gefunden, was für viele der Traum ist: Das große Glück in der Liebe. Eine Überraschung war es aber für beide. Sie haben]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Es ist nie zu spät, um sein Leben zu verändern. Wir haben immer die Freiheit, neue Entscheidungen zu treffen!“ – Das wissen Dorle und Christel besonders gut.</strong><span id="more-15384"></span></p>
<p align="justify"><em>Dorle und Christel haben miteinander das gefunden, was für viele der Traum ist: Das große Glück in der Liebe. Eine Überraschung war es aber für beide. Sie haben nämlich 2022 geheiratet, im Alter von 80 und 67 Jahren. Jetzt wollen sie, dass auch andere queere Menschen wissen: „Es ist nie zu spät, sich selbst zu finden!“</em></p>
<p align="justify">Der Weg zueinander hätte für beide unterschiedlicher nicht sein können: Christel wusste schon im Alter von 10 Jahren, dass sie andere Mädchen interessanter fand als Jungs und hat immer allein gelebt, bis Dorle bei ihr einzog. Dorle wiederum hat im Alter von 21 Jahren ihren inzwischen ex-Mann geheiratet, und mit ihm eine Familie mit 2 Kindern und 5 Enkelkindern gegründet. Ein Jahr vor der Trennung wurde noch die goldene Hochzeit gefeiert.</p>
<p align="justify">Dass Dorle sich auch zu Frauen hingezogen fühlen könnte, wäre ihr vor Christel nie in den Sinn gekommen.</p>
<p align="justify"><span style="color: #000000;">„Ich hatte einen Ehemann, den der Beruf sehr forderte und habe mich mein Leben lang immer nur um andere gesorgt und keinen Blick auf mich selbst gehabt. Als ich Christel kennengelernt habe, fing ich auf einmal an, mich selbst anzugucken </span>und da war diese große Zuneigung für sie. Es war eine Seelenfreundschaft“, erzählt Dorle über das erste zaghafte Erwachen ihrer Gefühle für Christel.</p>
<p align="justify">Kennengelernt haben sich die beiden in einem kirchlichen Arbeitskreis zum Weltgebetstag, einer ökumenischen Bewegung, die von Frauen auf der ganzen Welt gegründet wurde, die zusammen über Grenzen hinweg ihren Glauben feiern wollen. Die Kirche und der Glaube haben im Leben beider Frauen immer eine wichtige, aber auch zweischneidige Rolle gespielt. Beide kamen sehr früh mit der Kirche in Kontakt. „Ich bin nicht von meinem Elternhaus, sondern von der Kirchengemeinde religiös sozialisiert worden, und diese Kirche sagte mir, mein Begehren sei Sünde“, erinnert sich Christel, die schon sehr früh von ihrer Zuneigung zu Frauen wusste. Sie hatte einen kirchlichen Berufsweg als Gemeindepädagogin gewählt, und jahrzehntelang versucht, ihre eigenen Gefühle zu unterdrücken „denn mir wurde eingebläut, diese Gefühle seien in Gottes Augen falsch und ich wollte vor Gott doch richtig Leben.“</p>
<p align="justify">Dazu kam auch noch, dass es damals keine Informationen zu homosexuellen Identitäten gab. „Früher haben wir nie über andere Lebens- und Liebesformen gesprochen. Ich war 35, als ich zum ersten Mal ein Buch las, in dem Frauen andere Frauen lieben und das hat mich vor Freude zum Weinen gebracht. Ich freue mich sehr darüber, dass heutzutage Menschen sagen können, dass sie jemanden vom gleichen Geschlecht lieben oder ein anderes Geschlecht sind. Als Kind gab es für mich keine Filme, keine Bücher, mit deren Protagonistinnen ich mich identifizieren konnte, nix. Ich war sehr allein mit allen meinen Fragen und Ängsten.&#8220;</p>
<p align="justify">1995 führte die Unterdrückung ihrer Gefühle zu einem psychischen Zusammenbruch, doch die Klinik, in die sie daraufhin eingewiesen wurde, war christlich geprägt. „Meine Therapeutin sagte damals zu mir, wenn ich als Lesbe leben will, dann würde ich ein ‚behindertes Leben‘ führen.“ Trotzdem fand Christel den Mut, zu sich selbst und ihren Gefühlen zu stehen. „Ich habe für mich die Entscheidung getroffen: Die Kirche ist für mich nur Arbeitgeberin und ich will mich in meinem Glauben selbst weiterentwickeln und mich nicht mehr fesseln lassen. Mir wurde so eindeutig gesagt, dass ich ein falsches Leben führe, ein ‚behindertes Leben‘! Doch wenn es diesen Gott wirklich gibt, dann hat er mich geschaffen, wie ich bin. Ich bin ein wunderbares Geschöpf göttlicher Liebe und ich stehe in dieser Welt und freue mich.“ Kraft hat ihr in diesem Prozess die ökumenische Arbeitsgruppe „Homosexuelle und Kirche“ (kurz: HuK) gegeben.</p>
<p align="justify">Als Christel 2015 in den Ruhestand ging, hielt sie zum Abschied eine Rede, in der sie von der biblischen Geschichte der “Gekrümmten Frau” sprach, die von Jesus aufgerichtet wurde [Lukas 13, 10-17]. „Damit habe ich mich nämlich identifizieren können. Ich habe meine lesbische Identität nie versteckt, aber habe sie auch nie groß vor mir hergetragen und dann habe ich genau diese Geschichte der gekrümmten Frau 130 Menschen als meine Lebensgeschichte erzählt und mich geoutet. Als meine Ansprache zu Ende war, herrschte zunächst Schweigen, aber dann standen alle auf und applaudierten mir. Das war unbeschreiblich schön für mich. Ich <span style="color: #000000;">fühlte</span> mich sehr geehrt und angenommen. Einige waren zunächst überrascht über mein Outing, aber wenn Menschen andere Menschen kennen und sie schätzen und akzeptieren, dann entwickelt man auch für andere Lebensarten Verständnis.“</p>
<p align="justify">Dorle hatte andere, aber ähnliche Erfahrungen mit dem Thema Glaube und Kirche gemacht. „Ich habe immer das Wohlergehen von anderen vor mein eigenes gestellt, und gedacht, ich würde im Himmel einen Orden dafür kriegen, aber meine Seele verhungerte.“ Einen Wandel brachte ihr der Kontakt zum Arbeitskreis zum Weltgebetstag, in dem sie auch Christel kennenlernte. „Der Kreis hatte ein weniger enges Bild von Gott und ich konnte aufatmen, weil dieser Gott mehr Weite gab. Wir haben viele Veranstaltungen und Reisen organisiert und mein Leben weitete sich.”</p>
<p align="justify">In dem Arbeitskreis freundeten sich Dorle und Christel sehr schnell an. Für Christel kam aber zunächst nicht mehr in Frage, immerhin war Dorle ja verheiratet und auch Dorle selbst hatte es vorher in über 50 Jahren Ehe nie in Erwägung gezogen, fremdzugehen, „aber so ein Gefühl wie mit Christel habe ich noch nie gespürt, es erfüllte mich irgendwann ganz.“ Dorle war 72 und Christel 55, als ein einjähriges hin und her begann. Dorles Mann verbot ihr zunächst den Kontakt, als er erfuhr, dass sich seine Frau zu Christel hingezogen fühlte, und beide versuchten sich auch daran zu halten. Als sich Christel und Dorle beim evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart nach einem halben Jahr ohne Kontakt wieder sahen, wurde beiden bewusst: ohneeinander leben möchten sie nicht mehr.</p>
<p align="justify">Es folgte vor allem für Dorle und ihre Familie eine schwierige Phase. Oma lässt sich nach über 50 Jahren Ehe scheiden, und dann auch noch, um mit einer anderen Frau zusammen zu sein. Das ist ein Gedanke, der viel Auseinandersetzung mit dem Thema erfordert, damit man ihn akzeptiert. Inzwischen ist aber sogar das Verhältnis zu ihrem Ex-Mann gut und zur Hochzeit kamen alle Kinder und Enkelkinder mit ihren Familien.</p>
<p align="justify">Der Gedanke, jemals heiraten zu können, war für Christel ihr Leben lang ein weit entfernter Traum. „Das war undenkbar in meiner Zeit, aber als der Prozess begann, die Ehe für gleichgeschlechtliche Beziehungen zu legalisieren, übertraf das schon alle meine Vorstellungen.“ Beim Gedanken, Dorle eines Tages zu heiraten, war sie aber auch zögerlich. „Immerhin hat sie das schon einmal mitgemacht und schon einmal versprochen, mit jemandem zusammenbleiben, bis dass der Tod sie scheidet. Ich hätte auch ein Nein zur Hochzeot von Dorle akzeptiert.“</p>
<p align="justify">Trotzdem fanden die beiden ihren eigenen Weg für eine Hochzeit. Dorle erzählt: „Es war mir wichtig, unsere eigenen Eheversprechen zu formulieren und einen eigenen Segen zu haben, um nicht noch einmal die Worte ‚bis dass der Tod euch scheidet‘ sagen zu müssen. Ich habe schon einmal mein Versprechen vor Gott gebrochen und ich kann jedem Paar nur raten, so etwas nicht leichtfertig zu versprechen, denn Trennungen können auch lebenswichtig sein.“</p>
<p align="justify">Im Endeffekt heirateten beide standesamtlich und kirchlich. “Die kirchliche Trauung und der Segen umhüllte uns wie ein liebevoller Mantel“, so Dorle. Das Eheleben könnten sich die beiden auch nicht schöner vorstellen. „Ich war noch nie in meinem Leben so glücklich wie in diesen letzten 7 Jahren mit Dorle zusammen”, erzählt Christel. „Freunde haben mir oft den gut gemeinten Rat gegeben, ich hätte zu hohe Erwartungen an eine Beziehung. Seit meinem Leben mit Dorle kann ich aber sagen, meine Erwartung war nicht zu hoch.“ Das wichtigste sei, ehrlich und offen über alles reden zu können und das Gegenüber auf Augenhöhe mit eigenen Schwächen und Stärken anzuerkennen. „Ich will Dorle nicht glücklich <i>machen.</i> Ich will, dass Dorle glücklich <i>ist</i>. Und dass ich glücklich bin.“</p>
<p align="justify">Was die beiden anderen Menschen in ihrem Alter raten würden? Diese Antwort kommt bei ihnen sehr schnell und bestimmt: „Es ist nie zu spät, um sein Leben zu verändern. Wir haben immer die Freiheit, neue Entscheidungen zu treffen!“ Es lohne sich, so Christel. „Wir haben viele Tage, die nennen wir Tage mit Goldrand. Das sind Tage, mit alltäglichen Erlebnissen, die uns mit Glück und Dankbarkeit füllen.”</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ausnahmezustand auf der Welt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/01/ausnahmezustand-auf-der-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2023 14:35:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Romantische Beziehungen werfen oft viele Fragen auf. Einige davon hat Phuong festgehalten und damit eine wunderschöne Beschreibung von Emotionen geschaffen. Kennt ihr das auch? Kennst du das Gefühl, wenn du Realität und Fantasie miteinander verwechselst oder gar nicht voneinander unterscheiden kannst? Kennst du das, wenn du tausend Gespräche durch redest, die du gerne mit Personen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Romantische Beziehungen werfen oft viele Fragen auf. Einige davon hat Phuong festgehalten und damit eine wunderschöne Beschreibung von Emotionen geschaffen. Kennt ihr das auch?</strong></p>
<p><span id="more-15281"></span></p>
<p>Kennst du das Gefühl, wenn du Realität und Fantasie miteinander<br />
verwechselst oder gar nicht voneinander unterscheiden kannst?<br />
Kennst du das, wenn du tausend Gespräche durch redest, die du gerne mit<br />
Personen hättest?<br />
Kennst du das, wenn dich ein Blick komplett rausbringen kann?<br />
Oder das eine Gefühl, wenn du ein Buch liest, und es dich ganz tief<br />
trifft?<br />
Oder, wenn du denkst, dass dich niemand mag oder dass du niemanden*<br />
wichtig bist?<br />
Hast du manchmal auch die Angst, dass Menschen im Hintergrund schlecht<br />
über dich reden und sie sich gegen dich zusammentun?<br />
Kennst du das, Angst zu haben too much zu sein?<br />
Oder diese Momente, wenn du einfach wieder zu viel darüber nachdenkst,<br />
dir den Kopf zerbrichst?<br />
Kennst du das wenn du dir in deinem Kopf durchgehst wie dein Leben und du<br />
selbst sein könnte?<br />
Kennst du das, wenn du eifersüchtig wirst und Angst bekommst, dass dir<br />
jemand die Liebe für dich nehmen kann?<br />
Kennst du das, wie du manchmal traurig deswegen werden und dich klein<br />
fühlen kannst?<br />
Kennst du das, wenn du einfach gerne Nähe und Intimität hättest? Wenn du<br />
eine Person kennenlernst, die du so magst und gerne mit ihr einfach<br />
stundenlang quatschen magst?<br />
Kennst du das, wenn du das Bedürfnis nach Sicherheit und Verbindlichkeit<br />
hast? Jemanden wichtig zu sein?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kennst du das, wenn du Menschen einfach so richtig kennenlernen möchtest?<br />
Wissen möchtest, wer sie sind, wovon sie träumen, was ihre Ängste sind,<br />
wie sie sind wenn sie verletzlich sind, was sie wütend macht, wie sie zu<br />
anderen Menschen sind, wie sie die Beziehung mit sich selbst führen?<br />
Kennst du das, dass crushen allein schon so schön ist, das Gefühl frei zu<br />
lieben und zu genießen nur des Liebens wegen?<br />
Kennst du das, wenn du einfach kuscheln magst? Und dich mit den<br />
jeweiligen Personen im Bett verkriechen möchtest?<br />
Kennst du das, wenn du wissen möchtest, wie die Person aussieht wenn sie<br />
morgens aufwacht?<br />
Kennst du das, wenn du dich in Erinnerungen festhängst?<br />
Wenn du die Person, trotz allem noch unendlich liebst &#8211; sie und die alte<br />
Zeit vermisst?<br />
Wenn du dich an so viele kleine schöne, intime und zärtliche Momente<br />
erinnern kannst?<br />
Kennst du das, wenn du eine Person so sehr vermisst, dass es schmerzen<br />
kann?<br />
Kennst du das, dich neu zu verlieben, dich frei und lebendig fühlen<br />
lässt?<br />
Kennst du diese Tage, wo du dich selber richtig gut aussehend findest?<br />
Kennst du das, wenn du so richtig zu dir selber zurückfindest und<br />
aufblühst?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kennst du das, wenn du so sehr mit dir selber als Person so kämpfst, und<br />
dich die ganze Zeit in einem Streit mit dir aufhältst?<br />
Kennst du das, dass du deine eigene Selbstkritik nicht loslassen kannst?<br />
Wenn du so nach Aufmerksamkeit, Bestätigung und Anerkennung sehnst, und<br />
wenn sie da ist, du trotzdem für dich selber nicht gut genug bist?<br />
Kennst du das, wenn sich Menschen in deinem Umfeld gut verstehen und sich<br />
lieb haben und du dich einfach für sie freust?<br />
Kennst du das, wenn du Angst davor hast Entscheidungen mitzuteilen, weil<br />
du die Personen verletzen könntest, aber sie sich dann mit dir freuen?<br />
Kennst du das, wie du so oft in Schutz gehst, weil du dein ganzes Leben<br />
gelernt hast Schutzmechanismen aufzubauen?<br />
Kennst du das, wenn die dir Welt einfach so richtig beschissen und<br />
dramatisch erscheint? Oder sie in deiner Realität auch so ist?<br />
Kennst du das, wenn du einfach nicht aufhören kannst an diese eine Person<br />
zu denken?<br />
Kennst du das, wenn du Angst davor hast dich neu zu verlieben, dich zu<br />
öffnen, dich nackt und verwundbar zu zeigen?<br />
Kennst du das, wenn du dich davor schämst Gefühle offen zu zeigen?<br />
Kennst du das, dass du dich sogar davor schämst dich selber zu lieben und<br />
toll zu finden?<br />
Kennst du das, wenn du außer Kontrolle bist, irrational, machtlos,<br />
ohnmächtig?<br />
Kennst du das, nicht ernstgenommen zu werden und Menschen sich über dich<br />
lustig machen</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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