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	<title>Angst &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Angst &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Ich wollte dir nur sagen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/08/16095/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2024 07:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Es hat gedauert bis Sophie wieder mit der S-Bahn zur Uni fahren konnte. Warum lest ihr in ihrem Text. Lieber Mann, Mitte dreißig, dunkelgrauer Jogginganzug in der S-Bahn zur Uni. Eigentlich nehme ich die S-Bahn zur Uni gerne. Ich mag es, die Zeit zum Lesen zu nutzen oder noch schnell eine Übungsaufgabe für das kommende]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es hat gedauert bis Sophie wieder mit der S-Bahn zur Uni fahren konnte. Warum lest ihr in ihrem Text.</strong><span id="more-16095"></span></p>
<p>Lieber Mann, Mitte dreißig, dunkelgrauer Jogginganzug in der S-Bahn zur Uni.<br />
Eigentlich nehme ich die S-Bahn zur Uni gerne. Ich mag es, die Zeit zum Lesen zu nutzen oder noch schnell eine Übungsaufgabe für das kommende Seminar zu lösen. Manchmal treffe ich Kommilitonen und verquatsche mich oder ich schlafe einfach noch die halbe Stunde.<br />
So viele Menschen nehmen die S-Bahn jeden Tag und trotzdem musste ich auf dich treffen.<br />
Der Platz neben dir war frei – eigentlich denkt man sich nichts dabei, warum auch, es ist ja noch nie etwas passiert. Warum sollte gerade mir etwas passieren? Ich lasse mich nicht leicht aus der Fassung bringen. Außerdem sind hier noch andere Leute und es ist hell. Und trotzdem ist es passiert und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es okay ist. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht darüber nachdenke. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht mehrere Monate gebraucht habe, um wieder genau diese S-Bahn-Strecke zu fahren.<br />
Aber das ist nicht der Grund aus dem ich Schreibe.<br />
Ich wollte dir nur sagen, dass ich weiß, dass ich nichts falsch gemacht habe. Ich wollte dir nur sagen, dass du vielleicht dachtest, dass du so mit mir umzugehen kannst, aber das kannst du nicht. Ich wollte dir nur sagen, dass ich gerne mit der S-Bahn zur Uni fahre und dabei mit meinen Freund*Innen rede, die letzte Nachricht meines Crushs beantworte, meiner Familie einen schönen Tag wünsche und mich zum Mittag verabrede, die Lektüre zur nächsten Veranstaltung lese, leicht panisch das neue 49€-Ticket in der App herunterlade, weil es schon wieder ein neuer Monat ist und der Kontrolleur vor mir steht und auch, dass ich mich gerne neben Menschen setze, die ich nicht kenne. Ich wollte dir nur sagen, dass es ein wenig Zeit gebraucht hat, aber ich jetzt stärker bin als davor.<br />
Sophia</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich habe eine Sportallergie</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/06/ich-habe-eine-sportallergie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gloria]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jun 2024 11:11:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Gloria hat eine Sportallergie, in ihrem Text erzählt sie uns, welche körperlichen Reaktionen das Thema bei ihr hervorruft. Ich habe eine Sportallergie, diesen Witz habe ich schon manchmal ausgesprochen, besonders wenn mir die Themen in Konversationen ausgingen, und es entspricht auch ein bisschen der Wahrheit. Zu einer Zeit, in der ich ein bis zwei Jahre]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span class="ui-provider am bei aya bej bek bel bem ben beo bep beq ber bes bet beu bev bew bex bey bez bfa bfb bfc bfd bfe bff bfg bfh bfi bfj bfk bfl bfm bfn bfo" dir="ltr">Gloria hat eine Sportallergie, in ihrem Text erzählt sie uns, welche körperlichen Reaktionen das Thema bei ihr hervorruft.</span></strong><span id="more-16075"></span></p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Ich habe eine Sportallergie, diesen Witz habe ich schon manchmal ausgesprochen,<br />
besonders wenn mir die Themen in Konversationen ausgingen, und es entspricht auch ein<br />
bisschen der Wahrheit. Zu einer Zeit, in der ich ein bis zwei Jahre lang regelmäßig joggen<br />
war, musste ich kurz nach den letzten Metern – ich bin am Ende der Laufeinheit oft einen<br />
Berg mit mittlerer Steigung nach oben gerannt – ziemlich stark niesen, meist für mehrere<br />
Minuten lang. Wenn man das Phänomen im Internet nachschaut, dann findet man<br />
schnell einen Beitrag auf gutefrage.net mit dem Titel „Warum muss ich niesen nach dem<br />
Joggen“ vom 21. September 2021, es scheint ein berechtigtes Problem zu sein.</p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Schon seit der Grundschule hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Sport. Ich erinnere<br />
mich an meine Freundin Josephine, die im Gegensatz zu mir ein sehr sportliches Kind war,<br />
vermutlich spielte sie professionell Ballsport, aber ich erinnere mich nicht gut genug<br />
daran, um das mit Sicherheit sagen zu können. Josephine war so nett und fing für mich<br />
beim Völkerball häufig den Ball, mit dem ich dann recht verängstigt, aber so bestimmt ich<br />
konnte eine andere Mitschülerin abzuwerfen versuchte. Natürlich ist das so gut wie<br />
immer erfolglos geblieben, da meine Wurfleistung zu schwach war.</p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Als ich auf dem Gymnasium war, stellten Leichtathletik und Turnen eine weitere Angst<br />
dar, wobei ich im Rennen und Weitspringen halbwegs akzeptable Leistungen erbrachte.<br />
Besonders Boden- und Balkenturnen waren für mich schrecklich, und ich hatte das<br />
Gefühl mich schon bei einer Bodenrolle oder jedem noch so kleinen Sprung in einem<br />
Meter Höhe unendlich zu blamieren und womöglich sogar tödlich stürzen zu können.<br />
Oder mich zumindest so sehr zu verletzen, dass ich schwere Brüche erleiden könnte.<br />
Freiwillig hätte ich mich nie für die Ausführung dieser Sportarten entschieden, und wenn<br />
man mich gefragt hätte, dann wäre ich gerne nur Schwimmen oder Tanzen gegangen.<br />
Natürlich bleibt dann die Frage, ob man Kinder im Schulsport nicht auch zu etwas<br />
motivieren sollte und sie dabei womöglich auch unangenehmen Umständen wie der<br />
potenziellen Blamage aussetzen muss. Es besteht auch die Annahme, dass Gefühle wie<br />
Scham und Aufregung dazugehören. Das ist eine komplizierte Angelegenheit und darauf<br />
möchte ich nicht weiter eingehen, ich weiß nur dass ich den Sportunterricht gehasst<br />
habe.<br />
Ich habe ihn so gehasst, dass ich jetzt immer noch Probleme damit habe, jeglichen<br />
sportlichen Tätigkeiten nachzugehen – nur das Joggen ist okay, aber das finde ich<br />
mittlerweile so langweilig, dass ich es schon jahrelang nicht mehr tue. Vor kurzem habe<br />
ich mich dennoch bei einem Frankfurter Sportverein angemeldet, für den man etwas über<br />
zehn Euro im Monat zahlt, um jegliche Sportkurse besuchen zu dürfen. Da ist vieles dabei:<br />
Yoga, Pilates, Kampfsport, Jazzdance, Poledance, also alles, was man sich innerhalb und<br />
außerhalb der Halle unter den Begriaen Sport und Bewegung vorstellen kann. Ich habe<br />
mir das vor zwei Wochen mal angesehen und ein sogenanntes „Schnupperticket“<br />
gekauft, mit dem man alle an dem Tag angebotenen Kurse besuchen durfte, um<br />
herauszufinden, wie man das Sportangebot so findet. Es war gar nicht so schlimm.</p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Volleyball war die einzige Ausnahme, ich hatte solche Angst vor den ambitionierten<br />
Aufschlägen der Teilnehmenden in dem Kurs für vermeintliche Anfänger, dass ich mich<br />
nach wenigen Minuten des verängstigten Starrens und Wartens vor der Halle dazu<br />
entschied, mich in der Umkleide wieder meiner Sportkleidung zu entledigen und nach<br />
Hause zu gehen. Davor hatte ich erfolgreich Kickboxen und zwei Rücken-Bauch-Workouts<br />
ausprobiert, immerhin. Beim nächsten Mal schaae ich es dann hoaentlich auch, die<br />
Volleyballhalle zu betreten. Oder auch nicht – vielleicht reicht es aus, Ballsport mit der<br />
Erinnerung zu verbinden, wie Josephine im Grundschulsport die Völkerbälle für mich<br />
abfing.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn du Musik hörst, dann hörst du nichts</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/05/wenn-du-musik-hoerst-dann-hoerst-du-nichts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna Beda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 May 2023 11:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwei Menschen, eine Nacht im Club, ein Weg nach Hause und der Tag danach. – Anna Beda über sehr unterschiedliche Erfahrungen. Ich sitze dir gegenüber. Eigentlich sitzt du eher neben mir. Auf meiner Fensterbank. Ich glaube, du sitz mir zu nah, aber es ist auch kein Platz für mehr Raum. Und du bist mir zu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei Menschen, eine Nacht im Club, ein Weg nach Hause und der Tag danach. – Anna Beda über sehr unterschiedliche Erfahrungen.</strong><span id="more-15580"></span></p>
<p>Ich sitze dir gegenüber. Eigentlich sitzt du eher neben mir. Auf meiner Fensterbank. Ich glaube, du sitz mir zu nah, aber es ist auch kein Platz für mehr Raum.</p>
<p>Und du bist mir zu nah, aber trotzdem höre ich nicht was du sagst. Du hast mich verloren, als du von gestern Abend erzählt hast.<br />
Du hast laut gelacht. Zu laut. Du hast laut gelacht und erzählt von gestern Abend und der Nacht.<br />
Was ein Club, hast du gesagt und ach so viele schöne Menschen. Wie die Musik gewummert hat, hast du gesagt. Du hast sie sogar noch auf dem Weg nach Hause über Kopfhörer gehört, um nicht zu vergessen, wie schön es gestern Abend war. Ach wie schön, hast du gesagt. Und dann hast du mich verloren, weil du schon längst von was anderem erzählst, während ich wieder im Club hänge. So wie gestern Abend.</p>
<p>Obwohl wir uns doch kennen, haben wir uns gar nicht gesehen. Aber ich hab auch alles dafür getan nicht gesehen zu werden. In meiner Clubhose und meinem Clubshirt, beides sehr weit und sehr lang, hab ich in der hintersten Ecke getanzt. Mehr gewippt, weil Tanzen wäre viel zu riskant. Die ganze Zeit habe ich auf meinen Becher gestarrt, um niemanden in die Augen gucken zu müssen und auch, um mich sicher zu fühlen, während ich aus dem Becher genippt habe.<br />
Ich war mit Leuten da und trotzdem wurde ich angeguckt. Ich war mit Leuten da und trotzdem wurde ich angesprochen.<br />
Ich bin viel früher gegangen als du und ich hab auch gar nicht hingehört. Also gar nicht hingehört, zu welcher Musik ich gewippt habe. Habe mich ständig vergewissert.<br />
Du hast gefeiert und getanzt und gelacht und so viele schöne Menschen gesehen und ich wollte eigentlich nur nach Hause.</p>
<p>Und auf dem Weg nach Hause habe ich meinen Schlüssel in der Faust gehalten. Meine Knöchel spannen noch jetzt. Ich bin schnell gegangen und habe nicht daran gedacht, wie der Abend war. Ich habe auf die Straße geguckt und krampfhaft jedes Geräusch wahrgenommen. Mein Kopf packt das eigentlich nicht, dieses zuverlässig zuhören, aber alleine, auf der Straße, höre ich alles.<br />
Ich hatte Angst. Du nicht. Und dann ist eine Gruppe Frauen kichernd an mir vorbei Richtung Zuhause und sie sahen so unfassbar nett aus. Und trotzdem bin ich schneller gelaufen, als ich sie das erste Mal gehört habe.<br />
Auch jetzt, einen Tag später, mit dir auf der Fensterbank, fängt mein Bauch wieder fürchterlich zu kribbeln an. Ich sitze im Schneidersitz.<br />
Ich habe die Straßenseite gewechselt und bin eine Straße zu früh abgebogen, um dem Mann auszuweichen, der den gleichen Weg hatte wie ich. Ich habe mein Herz klopfen hören und vor meiner Haustür nach links und rechts geguckt. Ich habe gezittert, als ich sie aufgeschlossen und dann schnell wieder zugeknallt habe. Dann habe ich meiner Freundin geschrieben, dass ich jetzt Zuhause bin.</p>
<p>Mein Herz hat gar nicht mehr aufgehört zu schnell zu klopfen und ich habe mein Kopf eingezogen, als ich im Bett lag und dann habe ich heute Morgen entschlossen, dass ich lieber nicht mehr in Clubs gehen will. Und jetzt kommst du und erzählst ganz benebelt von deinem Abend im Club und ich bin neidisch.<br />
Vielleicht bin ich auch wütend, weil du mir erzählst, wie schön doch alles ist und für mich absolut nichts schön war. Vielleicht bin ich wütend vor Neid, weil ich auch das fühlen will, was du fühlst. Und du nicht fühlen kannst, was ich fühle. Und irgendwie weiß ich nicht weiter.<br />
Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich finde es gemein ehrlich zu dir zu sein, weil du doch so glücklich bist. Aber du hast schon so viel Raum eingenommen, mehr als die Hälfte meiner Fensterbank und auch wenn ich mir heimlich mehr Platz zu erschleichen versuche, dominierst du uns.</p>
<p>Du kannst gar nicht verstehen, dass du mir gerade zu nah bist. Ich habe auch nichts dazu gesagt. Und ich gönn dir nicht, dass du mit Kopfhörern auf, nur deine eignen Probleme hörst. Also unterbreche ich dich und erzähle dir von gestern Abend.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nev &#8211; Meine Ruhe</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/11/nev-meine-ruhe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2022 12:49:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Transition]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über Neues von Nev. Er hat bereits von seiner Hormonbehandlung und der damit einhergehenden Angst vor Spritzen berichtet. Im heutigen Video erzählt Nev, was ihm gegen die Angst hilft und wie er Ausgleich im Alltag findet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über Neues von Nev. Er hat bereits von seiner Hormonbehandlung und der damit einhergehenden Angst vor Spritzen berichtet. Im heutigen Video erzählt Nev, was ihm gegen die Angst hilft und wie er Ausgleich im Alltag findet.</strong><br />
<span id="more-15130"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alienation</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/08/alienation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2022 10:42:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, euch mit Beau einen neuen Autoren auf meinTestgelände vorstellen zu dürfen. In seinem ersten Text „Alienation“ beschreibt er das Gefühl, sich als trans* Person alleine in Cis-Räumen zu bewegen. Er lässt uns an der Anspannung teilhaben, die bereits durch die Antizipation von Diskriminierung ausgelöst wird und wie wichtig daher queere Rückzugsräume sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Wir freuen uns, euch mit Beau einen neuen Autoren auf meinTestgelände vorstellen zu dürfen. In seinem ersten Text „Alienation“ beschreibt er das Gefühl, sich als trans* Person alleine in Cis-Räumen zu bewegen. Er lässt uns an der Anspannung teilhaben, die bereits durch die Antizipation von Diskriminierung ausgelöst wird und wie wichtig daher queere Rückzugsräume sind.</strong></p>
<p><span id="more-14976"></span></p>
<p>Vor kurzem war ich, relativ kurz aufeinander folgend, Gast auf zwei künstlerischen Festivals. Meine Freude über das Privileg, solche Veranstaltungen besuchen zu können – gerade in pandemischen Zeiten – trübte jedoch der Fakt, dass ich meines Wissens nach die einzige trans Person unter dutzenden bis hunderten von cis Menschen war. Im Englischen gibt es ein schönes Wort dafür: alienation. Die Übersetzung Entfremdung trifft es für mich nicht so ganz; alienation fängt das „zum Alien werden“ ein. In einem Raum voller cis Menschen war ich das Alien. Ich habe zum ersten Mal verstanden, wie dieses Gefühl einen brechen kann. Als ich mich wieder in einem Raum voller queerer Menschen aufhielt, war es wie ein Aufatmen.</p>
<p>Dabei könnte man einlenken: mir ist doch gar nichts passiert. Mir ist keine konkrete Gewalt widerfahren, niemand hat mich blöd angemacht – ich sollte doch froh sein. Tatsächlich ist es schwierig, in Worte zu fassen, was denn eigentlich das Problem ist, wenn nur das Potential von Diskriminierung in der Luft liegt, die Angst, jederzeit könnte ein beschissener Kommentar fallen, und niemand würde sich Mühe geben, mir zur Unterstützung beizuspringen. Das Wissen: wenn etwas passiert, bin ich allein. Die Fragen: tolerieren sie mich nur, weil ich ein weißer, transmaskuliner Mensch bin? Würden sie mit meinen Geschwistern, die andere Labels tragen, anders umspringen? Werden meine Arbeit und meine Aussagen anders behandelt als die von meinen cis Mitbürger*innen? Sind sie wirklich froh, dass ich da bin – oder sind sie froh, weil meine Anwesenheit ihnen beweist, wie tolerant sie selbst sind?</p>
<p>Denn gerade in linken Räumen besteht ja häufig durchaus ein Interesse, dass trans Menschen und queere Menschen mit am Tisch sitzen. Doch dieses Interesse resultiert dann nicht in konkreten Maßnahmen, die Räume für trans Menschen zugänglicher machen würden. Wie viele Orte nennen sich beispielsweise „FLINTA* Only“, begreifen „FLINTA*“ jedoch nur als „aufgeklärte“ Version des Wortes „Frauen“ und verweigern dann sowohl trans Frauen, trans femme Personen und als auch Menschen, die sie als zu butch und zu maskulin einstufen, den Zutritt? Andere wichtige Maßnahmen wären vielerorts die Schaffung von einer nicht gegenderten Toilette, die Einführung von Awareness Teams oder Diskriminierungsbeauftragen oder generell das Anbieten von Schulungen über Transphobie. Wenn es an Wissen fehlt, bestehen in unserer Zeit der Instagram-Infographik genug Möglichkeiten, sich dieses Wissen anzueignen – das Interesse muss nur da sein. Wahres Interesse, die Perspektiven von trans Menschen mit einzubeziehen, auch wenn das zusätzliche Arbeit bedeutet.</p>
<p>Und selbst, wenn man als Organisation all die Arbeit macht, ist es wichtig, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass es trotzdem nicht genug sein kann. Kein Ort, an dem Menschen miteinander kommunizieren, ist je perfekt, egal wie viel Anti-Diskriminierungs-Wissen in ihm steckt. Die Erkenntis der Unmöglichkeit darüber, jemals mit der Arbeit gegen Diskriminierung fertig sein zu können, sollte jedoch nicht davon abhalten, es zu versuchen. Solange ein Raum größtenteils aus nicht queeren Menschen besteht – und das sind die meisten Räume – wird es für mich eben immer einen Punkt geben, an dem ich mich wieder irgendwohin zurückziehen muss, wo ich von meiner Community umgeben bin. Ich vermute, das geht vielen queeren Menschen so.</p>
<p>Genau deswegen braucht es auch eine Vielzahl von queeren Räumen, welche die Bedürfnisse aus allen Ecken der Community erfüllen: sowohl offene, fehlerfreundliche Orte, in denen Menschen mit verschiedenen Erfahrungsschätzen miteinander in Diskurs treten können, als auch geschlossene safe spaces als Entspannungs- oder Unterstützungsangebot und Antwort auf diskriminierende Erfahrungen. Vielerorts bestehen bereits hervorragende Strukturen – queere Menschen haben sich vernetzt, ihre eigenen Räume geschaffen. Abseits von großen Städten stoßen derartige Initiativen jedoch oft auf Unverständnis von öffentlicher Seite, auf einen Mangel an geeigneten<br />
Räumlichkeiten oder an finanzieller Förderung. Zum Glück schafft das Internet inzwischen Abhilfe, auch wenn Online-Communities nicht immer ein Ersatz für konkrete Hilfe vor Ort sein können.</p>
<p>In der ebenfalls eher provinziell veranlagten Gegend, in der ich mich gerade herumtreibe, hat sich vor ein paar Monaten ein Transmännlichkeiten-Stammtisch zusammengefunden. Zeitgleich hat eine Gruppe begonnen, zweimal pro Monat ein queeres Treffen im örtlichen linken Zentrum zu organisieren. All die Bücher von trans Autor*innen, die ich gelesen habe, die Twitteraccounts, denen ich folge, die Online-Communities – all diese Ressourcen haben mir geholfen, doch sie kommen nicht an die heilende Wirkung heran, welche diese beiden regelmäßigen online oder in Präsenz stattfindenden Treffen auf mich hatten. Ich wünsche mir für alle trans Menschen, die sich des Öfteren in cis-dominierten Räumen aufhalten, solche Rückzugsmöglichkeiten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angst besiegt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/06/angst-besiegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jun 2022 09:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Transition]]></category>
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					<description><![CDATA[Neues aus dem Leben von Nev und höchst Erfreuliches dazu: bislang hatte er immer Angst vor dem Schmerz, wenn er seine Testo-spritze bekam. Aber beim letzten Mal gab es eine neue Schwester und die konnte schmerzfrei spritzen. Nev ist erleichtert und berichtet uns als Krönung auch noch, dass er heiraten wird. Herzlichen Glückwunsch Nev! &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Neues aus dem Leben von Nev und höchst Erfreuliches dazu: bislang hatte er immer Angst vor dem Schmerz, wenn er seine Testo-spritze bekam. Aber beim letzten Mal gab es eine neue Schwester und die konnte schmerzfrei spritzen. Nev ist erleichtert und berichtet uns als Krönung auch noch, dass er heiraten wird. Herzlichen Glückwunsch Nev!</strong></p>
<p><span id="more-14887"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Männliche Ängste</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/05/maennliche-aengste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2022 08:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterklischees]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[In seinem neuen Video erzählt Nev von Ängsten vor Spritzen und Blutabnehmen. Dabei stellt er sich die Frage, ob Ängste geschlechterspezifisch sein können. Alle kennen diese Klischees: Frauen haben viele Ängste, Männer haben keine Angst. Doch wie ist es bei Nev? &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seinem neuen Video erzählt Nev von Ängsten vor Spritzen und Blutabnehmen. Dabei stellt er sich die Frage, ob Ängste geschlechterspezifisch sein können. Alle kennen diese Klischees: Frauen haben viele Ängste, Männer haben keine Angst. Doch wie ist es bei Nev?</strong></p>
<p><span id="more-14813"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Kopf ist eine Kirmes / Chaos im Kopf</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/04/mein-kopf-ist-eine-kirmes-chaos-im-kopf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 09:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir präsentieren euch zwei Texte von Celine: “Mein Kopf ist eine Kirmes” und “Chaos im Kopf”. In ihren Gedichten schreibt Celine über ihre Ängste und Probleme und “unendliche Gedanken”, die in ihrem Kopf umherschwirren. Sie erzählt, wie sie kleine Erfolge feiert, in kleinen Schritten voran kommt und frei wird. Mein Kopf ist eine Kirmes In]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Wir präsentieren euch zwei Texte von Celine: “Mein Kopf ist eine Kirmes” und “Chaos im Kopf”. In ihren Gedichten schreibt Celine über ihre Ängste und Probleme und “unendliche Gedanken”, die in ihrem Kopf umherschwirren. Sie erzählt, wie sie kleine Erfolge feiert, in kleinen Schritten voran kommt und frei wird. </strong></p>
<p><span id="more-14706"></span></p>
<p><strong>Mein Kopf ist eine Kirmes</strong></p>
<p>In meinem Kopf ist Kirmes, ununterbrochen.<br />
Ständig Angst und Panikattacken.<br />
Angst, meine Mauern fallen zu lassen.<br />
Angst vor der Zukunft.<br />
Sei emotionslos, sei kalt.<br />
Sei weich, sei verletzlich.<br />
Mach dies, aber das lieber nicht.</p>
<p>Ich hasse diese Tage, an denen ich mich so einsam und allein fühle.<br />
Ich hasse diese Tage, wo ich einfach keinen Plan habe, was eigentlich der Sinn von all dem hier ist.<br />
Nähe und Geborgenheit fehlt mir so sehr, so dass es weh tut.<br />
Aber ich liebe auch die Tage, an denen ich allein bin und mich niemand schlecht fühlen lässt und dass da keiner ist, um den ich mir Gedanken machen muss.</p>
<p>Nie hab ich mich getraut, darüber zu schreiben, geschweige denn, darüber zu sprechen.<br />
Isolierte Gefühle.<br />
Eine halbe Ewigkeit perfektioniert die Narben zu verdecken.</p>
<p>Wie lange ich nach einer Liebe gesucht habe, die ich mir im Endeffekt nur selbst geben kann.<br />
Und wie oft habe ich Mitgefühl empfunden, welches ich in diesem Moment selbst verdient hätte?<br />
Und ich habe doch eigentlich alles, was mich glücklich macht, aber mir kommt es so vor als würde etwas fehlen.<br />
Vielleicht diese Person, die mir zeigt, was gesunde Liebe ist.<br />
Vielleicht eine Person, die mich versteht und es nicht nur sagt, dass sie mich versteht.<br />
Vielleicht, keine Angst mehr zu haben, jemandem zu vertrauen.<br />
Vielleicht an einem anderen Ort zu sein.<br />
Vielleicht ein neues Zuhause.</p>
<p>Negative Gedanken, die mir das Gehirn und den Verstand verpesten, Gedanken, die mich denken lassen ich wäre alleine besser dran.<br />
Ich habe aufgehört, mich selber zu lieben und habe versucht, alles unter Kontrolle zu haben.<br />
Habe nicht zugelassen, dass mir meine Freunde helfen und eventuell auch mal Recht haben und einen klaren Blick hab ich auch nicht gehabt.</p>
<p>Ich habe so lange nicht erkennen können, wie sehr ich mich wirklich liebe und wertschätze.<br />
Diese Pest in meinem Kopf hat mir soviel weggeätzt, alles an positiven Gedanken einfach weg.<br />
Ich hätte gerne die Chance, die vielleicht mein Leben komplett verändern kann, denn ich schlafe zu wenig, weil ich abends nicht einschlafen will. Ich tu mich schwer mit Aufgaben und Verantwortung.</p>
<p>Ich fühl mich so nutzlos, wenn ich nichts mache, und das Schlimme daran ist, dass ich es weiß und nichts dagegen unternehmen kann, ich frag mich immer für was?<br />
FÜR MICH oder ?<br />
So sollte es doch eigentlich sein oder lieg ich da falsch?<br />
Ich nehm es mir vor und muss alles geben, denn sowie in den oben genannten Problemen will ich nicht weiter versinken.<br />
Ich habe es verdient genau wie jeder andere auch.<br />
Mich selbst lieben, andere lieben zu können.<br />
Motiviert sein, an seinen Träumen zu arbeiten zu können.<br />
In den Spiegel schauen und sagen zu können &#8222; ICH BIN STOLZ AUF DICH &#8222;</p>
<p>Denn eigentlich bin ich es, für all das, was ich bis jetzt geschafft habe.<br />
Also bleibt eigentlich nichts anderes übrig als jetzt damit anzufangen oder?</p>
<p><strong>Chaos im Kopf</strong></p>
<p>Ich schreibe diese Zeilen, weil das Chaos in meinem Kopf einfach keine Ruhe geben will. Manchmal kann ich klar durchsehen, verstehe, was ich will und was ich brauch und dann ist es wieder so überfüllt mit so vielen Sorgen und Fragen, sodass ich keinen klaren Gedanken fassen kann.  Es ist so undurchsichtig, wie eine Mauer um mich herum, die nur ich erklimmen kann.  Die Mauer von Stolz und Einsamkeit, von Zweifel und all meinen Gefühlen.<br />
Ich will sie zum einstürzen bringen, denn es ist so unfassbar anstrengend, denn das Überdenken meiner Gedanken bringt mich zum Denken, daran zu denken wie nur ich alle Schiffe versenke.  Gebundene Hände..verwundet mit so großen Ängsten. Glücklich sein..im Meer voller Wellen.  Um am Ende zu denken, ich muss mich selbst retten.  In den Spiegel schauen und darauf zu wetten, nicht all das zu versenken, was ich spreche.   Meine Schönheit seh nur ich, ohne einen Tunnelblick.  Verwischt, ohne dich geht es nicht.  Denn schreiben tu ich hier immer über mich. ABER ich seh mich nicht.   SEH mich jetzt. Vorangekommen, meine Bilder sind nicht mehr verschwommen.  In meinen Augen sehe ich das Funkeln.  In meinen Augen war es sonst immer so dunkel.   Bin nicht mehr stumm, so viele Dinge um mich herum.  Angekommen, bin so weit schon geschwommen.  Und endlich bin ich da. Sehe auf einmal alles so klar, was für ein Jahr.   Ich habe mein eigenes Buch zu Ende gelesen und gefunden habe ich die Antworten, die mich zu einem glücklich erfüllten Leben führen. Ich hab mir vertraut und darauf aufgebaut. Aufgetaut, spüre die Sonne, obwohl sie noch nicht scheint und ich wein, weil all das&#8230;ist jetzt endlich mein &#8211; fühl mich rein.   Frei.  Ich bin Frau, ich bin furchtlos.  Ich bin feminin, ich bin maskulin. So unfassbar tapfer, selbst mit den ganzen Kratzern.  Ich fahre in meinem Panzer, langsam.  Gemeinsam gegen einsam.  Nimm dich mit an meiner Hand.   Jetzt beginnt eine neue Zeit und ich sag’s dir, bin so unantastbar.<br />
Etwas Druck und ein wenig Mühe, geschlossene alte Türe, sag euch allen schöne Grüße, denn ich düse Richtung Wüste.</p>
<p>Hätte niemals gedacht, dass ich damit anfang, doch das Chaos des Krieges feiert jetzt den Abspann.</p>
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