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	<title>Bildung &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Lebensläufe: Die LKW-Fahrerin Jasmin</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/06/die-lkw-fahrerin-jasmin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2019 07:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Auto volltanken und einfach losfahren, egal wohin &#8211; das ist für Jasmin der Inbegriff von Freiheit. Und die 19jährige fährt auch beruflich: Sie macht gerade eine Ausbildung zur LKW-Fahrerin. Ein männerdominiertes Feld? Auf jeden Fall. Ungewöhnlich? Nö, findet Jasmin. Sie ist &#8222;einfach ein Mensch, der einen Beruf ausüben will&#8220;. Sie will fahren &#8211; und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Auto volltanken und einfach losfahren, egal wohin &#8211; das ist für Jasmin der Inbegriff von Freiheit. Und die 19jährige fährt auch beruflich: Sie macht gerade eine Ausbildung zur LKW-Fahrerin. Ein männerdominiertes Feld? Auf jeden Fall. Ungewöhnlich? Nö, findet Jasmin. Sie ist &#8222;einfach ein Mensch, der einen Beruf ausüben will&#8220;. Sie will fahren &#8211; und sich weiterbilden. Vielleicht noch die Kauffrau für Spedition und Logistik dranhängen? Unser Autor Conrad hat für seine neue Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220; ein tolles Porträt über die junge Frau gezaubert, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet!</strong></p>
<p><span id="more-11491"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Videos von Conrad findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auf seinem Profil</strong></a>!</li>
</ul>
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		<title>Können Binden Leben retten?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/05/koennen-binden-leben-retten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nataly]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 07:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Menstruation]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir euch zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Nataly! Bevor sie einen Freiwilligendienst absolviert hat, hat sie sich nicht großartig mit dem Thema Menstruation befasst &#8211; in Uganda änderte sich das dann aber radikal. Was die Menstruation mit Armut und auch mit Bildung zu tun hat, erfahrt ihr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute präsentieren wir euch zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Nataly! Bevor sie einen Freiwilligendienst absolviert hat, hat sie sich nicht großartig mit dem Thema Menstruation befasst &#8211; in Uganda änderte sich das dann aber radikal. Was die Menstruation mit Armut und auch mit Bildung zu tun hat, erfahrt ihr in diesem Artikel! Viel Spaß beim Lesen und Lernen </strong>🤓</p>
<p><span id="more-11444"></span></p>
<p>Ich lebe ein sehr privilegiertes Leben. Auch wenn es mir meist gar nicht bewusst ist. Ich musste mich noch nie entscheiden zwischen einer Packung Binden und etwas zu essen… Millionen Mädchen und Frauen weltweit, besonders in Subsahara, stehen jeden Monat vor dieser Entscheidung.</p>
<p>Vor meinem Freiwilligendienst in Uganda war Menstruation kein Thema, über das ich je groß nachgedacht hatte. Klar, auch ich war mal von meiner Periode genervt, sie kam ja auch immer zu den unpassendsten Zeiten. Wirklich eingeschränkt hat sie mich aber nie.</p>
<p><strong>Armut ist sexistisch</strong></p>
<p>Während ich in Deutschland überall und jederzeit Binden, Tampons und Co kaufen kann, sind sie in Uganda, vor allem in ländlichen Gebieten, nicht immer verfügbar. Und sie sind teuer. Da steht eine Familie tatsächlich vor der Wahl, entweder eine Packung Binden für die Tochter/Ehefrau zu kaufen, oder aber Brot, Öl und Seife für den gemeinsamen Haushalt.</p>
<p>Über 130 Millionen Mädchen weltweit können oder dürfen keine Schule besuchen. In Uganda gehen tausende Mädchen täglich nicht zur Schule – ihrer Periode wegen. Aus Angst, jemand könnte etwas bemerken, sie auslachen, oder die Lehrer könnten sie für einen Blutfleck auf ihrem Rock bestrafen. Jeden Monat verpassen sie so wichtigen Schulstoff, schneiden durchschnittlich deutlich schlechter in ihren Schulprüfungen ab als ihre männlichen Mitschüler, oder verlassen die Schule ganz.</p>
<p>Dabei ist Bildung der beste Weg aus der Armut, und Frauen sind die stärkste Waffe im Kampf gegen extreme Armut: Erhielten Mädchen den gleichen Zugang zu Bildung wie Jungen, hätten sogenannte Entwicklungsländer mindestens 112 Milliarden US-Doller mehr in den Staatskassen. Dennoch sind Frauen und Männer nirgendwo auf der Welt gleichberechtigt. Je ärmer ein Land ist, desto härter trifft diese Armut besonders Mädchen und Frauen. Man kann sagen: Armut ist sexistisch. An kaum einem anderen Beispiel wird das so deutlich wie an der „period poverty“.</p>
<p><strong>No Sex für Pads</strong></p>
<p>Viele Mädchen, die sich keine Binden kaufen können, nutzen stattdessen Toilettenpapier, Bananenblätter, alte Kleidung oder auch Erde, die das Blut während ihrer Menstruation auffangen soll. Immer wieder kommt es so zu schwerwiegenden Infektionen.</p>
<p>Die Folgen für Mädchen und Frauen sind aber noch viel weitreichender. Einige Männer versprechen den Mädchen Binden zu kaufen, im Tausch gegen sexuelle Dienste. Allein in der ugandisch-kenianischen Grenzregion liegt die Schwangerschaftsrate bei Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren derzeit bei 31%. Immer wieder lassen Betroffene unsichere, illegale Schwangerschaftsabbrüche durchführen, die für sie nicht selten zu schweren Komplikationen oder gar zum Tod führen. Sie werden unfreiwillig verheiratet, und ihr Risiko sich mit vermeidbaren, sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren, steigt rapide. Jeden Tag infizieren sich rund 1000 junge Frauen mit HIV, 750 von ihnen in Subsahara-Afrika. Das sind doppelt so viele Neuinfektionen wie bei jungen Männern im selben Alter. Der Preis für Binden ist hoch…</p>
<p><strong>Do it yourself!</strong></p>
<p>Menstruation ist ein Politikum. Und auch mich ließ das Thema nicht mehr los. Gemeinsam mit meinem Partner und einer kleinen Gruppe Frauen aus seinem Heimatort fingen wir an, wiederverwendbare Binden zu nähen. Wir besuchten Schulen, sprachen mit den Schülerinnen über Menstruation, Hygiene und ihr Recht am eigenen Körper. Inzwischen ist aus der kleinen Gruppe Frauen eine eingetragene Organisation geworden, die „Alliance for Sustainable Health and Wealth in Africa“, kurz ASHWA. Mit der Hilfe von fünf Angestellten und zahlreichen Freiwilligen halten wir regelmäßige Workshops in Schulen, Jugend- und Frauengruppen in ganz Uganda ab. Wir sprechen über Menstruation und zeigen den Teilnehmer*innen, wie sie aus lokal zugänglichen Materialien wie einem alten Baumwoll-T-Shirt, einem Handtuch oder einem Stück Plastikfolie selbst wiederverwendbare Binden nähen können. Es ist eine simple Lösung, und doch so wertvoll. Empowerment pur.</p>
<p>Also: Können Binden Leben retten? – Ganz so einfach ist es am Ende vielleicht nicht. Doch eine simple, selbstgenähte Binde kann das Leben eines Mädchens in Uganda radikal ändern.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier gelangt ihr zur <a href="https://www.facebook.com/ashwaug/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Facebook-Page von ASHWA</strong></a>.</li>
<li>Und <a href="https://www.plan.de/presse/pressematerial-tag-der-menstruationshygiene.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>unter diesem Link</strong></a> findet ihr Informationen zum Tag der Menstruationshygiene.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Filmempfehlung – „Girl Rising“</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/03/filmempfehlung-girl-rising/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2018 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Falls ihr über die freien Tage an Ostern noch etwas zum Zeitvertreiben sucht, haben wir heute eine Filmempfehlung für euch. Unsere Autorrin Lilith hat sich „Girl Rising“ angeschaut und einen Artikel darüber geschrieben. Also erst die Empfehlung lesen &#8211; und dann den Film schauen 😎 9 Mädchen, 9 Geschichten, 9 Wege zu Bildung Während meines Bioinformatikpraktikums]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Falls ihr über die freien Tage an Ostern noch etwas zum Zeitvertreiben sucht, haben wir heute eine Filmempfehlung für euch. Unsere Autorrin Lilith hat sich „Girl Rising“ angeschaut und einen Artikel darüber geschrieben. Also erst die Empfehlung lesen &#8211; und dann den Film schauen </strong>😎</p>
<p><span id="more-10474"></span></p>
<p><strong>9 Mädchen, 9 Geschichten, 9 Wege zu Bildung</strong></p>
<p>Während meines Bioinformatikpraktikums an der University of Sheffield bekam ich einen Flyer der Aktion „16 Days Against Gendered Violence“ in die Hand gedrückt. 16 Tage lang Programm, das sich von einem friedlichen Protestmarsch „Girls claim the night“ über Diskussionsveranstaltung bis hin zu Vorträgen spannte. An einem Abend fand zudem eine kostenlose Vorstellung des Films „Girl Rising“ statt, den ich euch wärmstens ans Herz lege. Einen kleinen Eindruck bekommt ihr im folgenden Artikel.</p>
<p>Girl Rising ist nicht nur der Name eines Films, sondern der Name einer ganzen globalen Kampagne, die versucht mithilfe von Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen, die Bildungssituation von Mädchen in aller Welt zu verbessern. Die Initiatoren möchten keine Schulen bauen, oder Stipendien vergeben, stattdessen verfolgt die Kampagne das Ziel, die Sichtweise auf Mädchen und deren Bildung nachhaltig zu verändern und deren Wichtigkeit in den Köpfen durchzusetzen. Besonders über Fernsehen, Radio und Fotos verbreiten sie Fakten über die inakzeptablen Situationen von Mädchen in den verschiedensten Ländern der Welt, wie Indien, Peru, Nigeria, dem Kongo oder auch den Vereinigten Staaten.</p>
<p>Der Film an sich, entstand aus dem Projekt, gemeinsam mit dem Regisseur Richard E. Robbins um die Welt zu reisen, um vor Ort Geschichten zu drehen, die nach wahren Begebenheiten von weiblichen Autorinnen geschrieben wurden. Diese Geschichten wurden teils mit den erzählenden Mädchen selbst, teils mit berühmten Schauspielerinnen, wie Selena Gomez, Liam Neeson und Anne Hathaway verfilmt. Insgesamt kommen auf diese Weise neun Mädchen in Sequenzen von 12-15 Minuten zur Sprache, die mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben. Doch, was sie alle verbindet, ist ihr Ziel, in die Schule zu gehen und Zugang zu einer richtigen Ausbildung zu haben. Da dieser Artikel zu lang werden würde, würde ich alle Mädchen vorstellen, habe ich mir drei von ihnen herausgesucht.</p>
<p><strong>Nepal – Suma</strong></p>
<p>Eine junge Frau ist zu sehen, die mit dem Fahrrad durch die Landschaft fährt. Ihr Name ist Suma. Sie stammt aus einer armen Familie in Nepal und berichtet von ihrer Kindheit während sie vom einem Ort des Geschehens zum nächsten fährt. Dabei führt sie den Zuschauer an insgesamt drei Häuser, in denen jeweils ihre „Master“ lebten, denen sie als junges Mädchen diente. Mit sechs Jahren gaben ihre Eltern sie an den ersten Master. Sie waren zu arm und wollten so erreichen, dass ihrem Kind genug Nahrung und eine Unterkunft zur Verfügung steht. Während Sumas Bruder jedoch bei den Eltern bleiben und die Schule besuchen konnte, musste sie bei den Mastern schwere Arbeiten verrichten. Von morgens bis abends wusch sie Geschirr und sammelte im Wald Feuerholz, während sich die Kinder des Masters über sie lustig machten.</p>
<p>Der Name „Unlucky Girl“ den das zweite Ehepaar ihr verlieh, bei dem sie arbeiten musste, ließ Suma noch wertloser erscheinen und Befehle wie „Hey! Unlucky Girl. Do this!“ standen an der Tagesordnung. Sie kann noch nicht einmal alles erzählen, was ihr an diesem Ort wiederfahren ist, wird die Geschehnisse gleichzeitig aber auch nie vergessen. Die Zeit konnte sie nur durch das Liederschreiben aushalten, das sie zu diesem Zeitpunkt begann.</p>
<p>Mit 11 schließlich gelangte sie an ihren dritten Master. Hart und lange war auch dort die Arbeit, aber sie durfte abends den Unterricht besuchen und liebte es, endlich schreiben und rechnen lernen zu dürfen. Geleitet wurden diese Unterrichtsstunden von Sozialarbeitern, die nach einiger Zeit damit begannen, dem Master vorzuhalten, dass die Beschäftigung Sumas illegal sei. Sie erzählten ihm von den herrschenden Gesetzen und Kinderrechten und ließen sich nicht abwimmeln, bis Suma schließlich in die Freiheit entlassen wurde.</p>
<p>Seitdem hat sie sich vorgenommen, die Letzte in ihrer Familie gewesen zu sein, die nicht von Geburt an frei ist und setzt sich gemeinsam mit anderen dafür ein, Mädchen wie sie von ihren Mastern zu befreien.</p>
<p><strong>Peru – Senna</strong></p>
<p>Senna stammt aus einem hochgelegenen Dorf in Peru. Wie alle Einwohner arbeitet auch ihr Vater in den Goldminen. Nach einem Unglück, das er zwar überlebt, jedoch ein schweres Trauma davonträgt, kehrt er nicht mehr zu den Minen zurück und seine Frau und Sennas ältere Schwester müssen seinen Platz einnehmen und nach Gold suchen, das die Minenarbeiter übersehen haben könnten. Senna kann zur Schule gehen und ihr Vater ist davon überzeugt, dass dies der einzige Weg ist, aus ihrem Leben ein besseres zu machen, als er es konnte. Er möchte, dass Senna die Chance hat, all das zu lernen, wozu er nie Zugang hatte und wünscht sich für sie eine Zukunft als Ingenieurin. Denn Ingenieure sind in dieser Region die Wohlhabenden, die das Sagen haben. Sie jedoch ist in der Schule durch seine sich stets verschlechternde Gesundheit stark abgelenkt. Ihr erster Job, den sie findet besteht darin, Toiletten zu putzen und von jedem Benutzer Geld einzusammeln. Als Sennas Vater schließlich stirbt, ist sie am Boden zerstört. Doch dann entdeckt sie die Welt der Lyrik. Sie ist begeistert und beginnt, selbst Gedichte zu schreiben und vorzutragen. Die Filmsequenz endet mit Sennas Zukunftsplänen. Sie möchte nicht Ingenieurin werden, sondern Dichterin.</p>
<p><strong>Indien &#8211; Rukana</strong></p>
<p>Auch Ruksana hat ähnlich wie Senna das Glück, dass ihr Vater die Bildung als hohes Gut einschätzt. Ihre Familie ist ebenfalls arm, Ruksanas Vater zieht es aber trotzdem nicht in Betracht, auf dem Land zu wohnen, da es dort deutlich schwieriger ist, seinen Töchtern eine gute Bildung zu bieten. Ruksana weiß, wie hart ihr Vater dafür arbeitet, dass sie diese Möglichkeit erhält. Sie ist ein phantasiereiches junges Mädchen, das gerne zeichnet und der Tag, an dem ihr Vater ihr einen Zeichenblock und Buntstifte kauft, ist der glücklichste ihres Lebens. Die Lage in der Innenstadt wird jedoch immer angespannter. Ältere Jungen belästigen die Mädchen und die Straßen sind nicht mehr sicher. Auch auf erneute Aufforderung durch Ruksanas Mutter gibt ihr Vater nicht nach und besteht darauf, in der Stadt zu bleiben. Die Kinder werden nun jeden Abend in eine Betreuung gebracht, in der sie vor den Gefahren der Nacht beschützt werden sollen und die meiste Zeit damit verbringen, Aufgaben zu machen. Eines Tages zerstört die Polizei die Wohnsiedlung, in der auch Ruksanas Familie eine bescheidene Unterkunft hat. Nun sitzen Eltern samt Kinder auf der Straße und wissen keinen Ausweg. Während Ruksanas Vater bereits aufgeben und doch in ein Dorf ziehen möchte, hat nun ihre Mutter verstanden, wie wichtig die Ausbildung ihrer Kinder ist und ist bereit, dafür zu kämpfen. Ob sie es schafft, ihre Kinder weiter in der Stadt großzuziehen? Ob Ruksana ihren Schulabschluss machen und ihrer Passion des Malens weiter nachgehen kann? Das verrate ich an dieser Stelle nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Die <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/maedchen-sein-2/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Sunrise Writers schrieben hier</strong></a> darüber, wie es ist, ein Mädchen zu sein.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier könnt ihr nochmal sehen, wie <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/wie-ich-es-sehe/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Jugendliche den Begriff &#8222;Gender&#8220; einordnen</strong></a>.</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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