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	<title>Bleiben &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Bleiben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 15:48:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bleiben]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach vielen Jahren als Autorin verabschiedet sich Celine mit einem Text, der bleibt. Eine zarte, kraftvolle Reflexion über Schmerz, Heilung und das Wiederfinden der eigenen Stimme – ein stilles Weitergehen, das leuchtet. eigentlich würde ich mich am liebsten wegschleichen alles von meiner Wand reißen, dabei schreien und weinen, zu Boden fallen, aufprallen, liegen bleiben und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach vielen Jahren als Autorin verabschiedet sich Celine mit einem Text, der bleibt. Eine zarte, kraftvolle Reflexion über Schmerz, Heilung und das Wiederfinden der eigenen Stimme – ein stilles Weitergehen, das leuchtet.</strong><span id="more-17188"></span></p>
<p>eigentlich würde ich mich am liebsten wegschleichen<br />
alles von meiner Wand reißen,<br />
dabei schreien und weinen,<br />
zu Boden fallen,<br />
aufprallen,<br />
liegen bleiben<br />
und nie wieder aufstehen.</p>
<p>und während Staub von der Decke fällt,<br />
würde ich mich in ihm verbergen,<br />
unsichtbar werden,<br />
ein Verschwinden ohne Spur,<br />
nur die Stille,<br />
die noch lange nach mir klingt.</p>
<p>ein zerbrochener Rahmen,<br />
ein Kissen voller Salz,<br />
ein Zimmer, das mich nicht mehr kennt.</p>
<p>und wenn jemand ruft,<br />
antworte ich nicht,<br />
weil meine Stimme<br />
schon längst fort ist.</p>
<p>und doch,<br />
irgendwo in diesem Schweigen,<br />
regt sich ein kleiner Funke,<br />
ein Zittern, das nach oben zieht.</p>
<p>meine Hände finden den Boden,<br />
meine Rippen erinnern sich an Atem,<br />
mein Herz klopft lauter als die Angst.</p>
<p>ich richte mich auf,<br />
noch schwankend, noch wund,<br />
aber da — ich stehe.</p>
<p>die Wände sind kahl,<br />
doch meine Schultern tragen Licht,<br />
und jeder Schritt<br />
ist der Beweis,<br />
dass ich zurückkehre<br />
zu mir.</p>
<p>zu dem Teil,<br />
der nie ganz verschwunden war,<br />
nur verschüttet unter Tränen<br />
und zerbrochenen Rahmen.</p>
<p>zurück zu deiner Mitte,<br />
zu deinem Namen,<br />
zu der Stimme,<br />
die jetzt wieder hörbar wird.</p>
<p>nicht zu dem, was war,<br />
sondern zu dir,<br />
der du jetzt bist:<br />
verwundet,<br />
aber wach,<br />
gebrochen,<br />
doch aufrecht.</p>
<p>und mit jedem Atemzug<br />
fällt noch ein Rest der alten Haut<br />
ab von mir,<br />
leise, wie Schnee im Frühjahr.</p>
<p>ich spüre mich neu,<br />
nicht ganz,<br />
aber echt genug,<br />
um weiterzugehen.</p>
<p>kein Ziel,<br />
nur Richtung.<br />
kein Versprechen,<br />
nur der Mut,<br />
nicht mehr stillzustehen.</p>
<p>und irgendwo<br />
zwischen gestern und morgen<br />
flimmert ein schmaler Streifen Licht,<br />
wie eine Erinnerung daran,<br />
dass selbst das Ende<br />
nur ein Anfang war.</p>
<p>ich atme<br />
und lasse zu,<br />
dass es mich trägt —<br />
dieses Leben,<br />
unvollkommen,<br />
unbeirrt,<br />
mein.</p>
<p>und manchmal,<br />
wenn die Nacht mich wieder ruft,<br />
spüre ich das alte Zittern,<br />
das Flackern in den Rippen,<br />
den Schatten meiner eigenen Furcht.</p>
<p>doch diesmal bleibe ich.<br />
ich sehe hin,<br />
lasse sie durch mich hindurch,<br />
diese Wellen aus gestern,<br />
bis sie kleiner werden,<br />
fast still.</p>
<p>ich lerne,<br />
dass Heilung kein Licht ist,<br />
sondern ein Glimmen,<br />
ein kaum sichtbarer Atemzug,<br />
der bleibt,<br />
wenn alles andere fort ist.</p>
<p>meine Finger tasten über Narben<br />
wie über Landkarten —<br />
Zeichen,<br />
dass ich hier war,<br />
dass ich bleibe.</p>
<p>und irgendwo,<br />
hinter dem Lärm der Tage,<br />
beginnt etwas zu wachsen:<br />
kein Frieden,<br />
aber ein sanftes Verstehen,<br />
dass es reicht,<br />
heute da zu sein.</p>
<p>ich trage meine Stille<br />
nicht mehr wie eine Wunde,<br />
sondern wie eine Hand,<br />
die mich hält,<br />
wenn niemand sonst bleibt.</p>
<p>und in diesem Halten<br />
liegt ein Versprechen,<br />
leise und wahr:</p>
<p>ich gehe weiter.<br />
nicht zurück,<br />
nicht fort,<br />
sondern tiefer hinein<br />
in das,<br />
was Leben heißt.</p>
<p>zu guter Letzt:<br />
ein kleines Danke —<br />
an meintestgelände,<br />
für Raum,<br />
für Resonanz,<br />
für Stille zwischen den Zeilen.</p>
<p>für jedes Wort,<br />
das dort landen durfte,<br />
für jedes Echo,<br />
das mich leiser und klarer gemacht hat.</p>
<p>das hier war mein letzter Text<br />
für eine Weile.<br />
ich lege die Worte ab,<br />
nicht aus Schmerz,<br />
sondern aus Atem.</p>
<p>danke,<br />
dass ihr mitgelesen habt —<br />
in all dem Bruch,<br />
im Leuchten danach.</p>
<p>bis irgendwann,<br />
wenn wieder etwas in mir spricht.</p>
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