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	<title>Coming of Age &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Coming of Age &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>Ich bin erwachsen &#8211; Aber seit wann eigentlich?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/07/ich-bin-erwachsen-aber-seit-wann-eigentlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michelle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 09:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsenwerden]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie wird Erwachsensein definiert? Ist es der Moment, in dem wir das erste mal alleine wohnen? Oder vielleicht der 18. Geburtstag, der erste Job? In ihrem aktuellen Text schreibt Michelle über die unklaren Grenzen des Erwachsenseins, die Erwartungen anderer und die ständige Suche nach dem eigenen Weg. Vielleicht, seit ich allein wohne, meine Wäsche selbst]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong data-renderer-mark="true">Wie wird Erwachsensein definiert? Ist es der Moment, in dem wir das erste mal alleine wohnen? Oder vielleicht der 18. Geburtstag, der erste Job? In ihrem aktuellen Text schreibt Michelle über die unklaren Grenzen des Erwachsenseins, die Erwartungen anderer und die ständige Suche nach dem eigenen Weg.</strong><span id="more-17574"></span></p>
<p>Vielleicht, seit ich allein wohne, meine Wäsche selbst wasche und mein Essen koche. Aber das habe ich schon getan, als ich noch bei meiner Mutter gelebt habe. Damals hatte ich „Haushaltsgeld“ und habe mich größtenteils selbst versorgt. Ich war 15 – also sicher noch nicht erwachsen.</p>
<p>Vielleicht seit meinem 18. Geburtstag, seit ich in Deutschland als volljährig gelte. Doch auch in diesem Alter habe ich vieles falsch gemacht und noch weniger verstanden. Andererseits geht mir das manchmal immer noch so.</p>
<p>Vielleicht also ab dem Moment, in dem andere mich für erwachsen hielten. Aber auch diese Sicht schwankt. Zu oft habe ich gehört, mir fehle noch „die Lebenserfahrung“ und ich würde das alles später ganz anders sehen. Vielleicht stimmt es, dass sich Meinungen ändern. Aber macht das die jetzigen weniger gültig?</p>
<p>Irgendwann jedenfalls haben alle angefangen zu erwarten, dass ich erwachsen bin – ohne mich zu fragen, wie sich das eigentlich anfühlt. Und sie fragten: Was machst du jetzt? Als wäre „jetzt“ ein Ort, den ich längst hätte erreichen müssen. Ich weiß nicht, was ich jetzt mache. Ich lebe. Ich stolpere über meinen eigenen Weg und versuche, dabei die Richtung nicht ganz zu verlieren.</p>
<p>„Und was, wenn das nicht klappt?“ Dann versuche ich es weiter.</p>
<p>Das Leben besteht nicht aus Checkpoints, die man freischaltet – und wenn man einen verpasst, muss man nicht sofort die Richtung ändern. Auch das Erwachsensein ist kein Punkt, den man plötzlich erreicht. Es ist ein Prozess. Ein Weg aus Fehlern, Zweifeln und Lernen. Und damit hört man, wie man so sagt, nie auf.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>(Ver-)Blühen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/07/ver-bluehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eileen Ahland]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 11:18:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
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					<description><![CDATA[Eileen lädt ein, das Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. In einem eindringlichen Gedicht beschreibt sie den inneren Kampf zwischen Selbstwert und gesellschaftlichem Druck. Wie fühlt es sich an, in einer Welt zu leben, die Leistung über alles stellt? Erblicke das Leben aus der Vogelperspektive Von oben herab, losgelöst vom Rest der Welt Träume]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Eileen lädt ein, das Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. In einem eindringlichen Gedicht beschreibt sie den inneren Kampf zwischen Selbstwert und gesellschaftlichem Druck. Wie fühlt es sich an, in einer Welt zu leben, die Leistung über alles stellt?</strong><span id="more-17562"></span></p>
<p>Erblicke das Leben aus der Vogelperspektive<br />
Von oben herab, losgelöst vom Rest der Welt<br />
Träume von Schwerelosigkeit, Frieden und Liebe<br />
Aus dem Positiven wurde alles Negative<br />
Als ich begann, mich selbst zu verlieren</p>
<p>In einer aus Fremdscham bestehenden Gesellschaft<br />
In der du wertlos bist, wenn du nichts leistest<br />
In der du wertlos bist, wenn du nicht funktionierst<br />
Jahrelang die eigenen Bedürfnisse zurückgesteckt<br />
Doch schon längst daran krepiert und verreckt<br />
An dem Schauspiel der Marionetten</p>
<p>Den Platz in der Welt noch nicht gefunden<br />
Ziellos umherirren, Sekunden werden zu Stunden<br />
Kein Frieden, keine Ruhe, keine Sicherheit<br />
Im Kopf ein Dämon, der sich erfreut an jeder Kleinigkeit<br />
Die seinen Trübsinn füttert und stärkt<br />
Bis er immer größer wird und keiner es bemerkt<br />
Was für eine Schlacht das gerade ist<br />
Eure Idealvorstellung sich tief in mein Fleisch frisst</p>
<p>Um mich herum passiert so viel<br />
In mir passiert so wenig<br />
Euer Ziel ist nicht automatisch mein Ziel<br />
Eingesperrt in einem Käfig<br />
Mitten im Heilungsprozess<br />
Trübes Gemüt, Kontrollverlust<br />
Gedanken zerdenken bis zum Exzess<br />
Ich lebe für mich, nicht für euren Frust</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fast 30 und immernoch lost</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/06/fast-30-und-immernoch-lost/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kreaty]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 09:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstakzeptanz]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Im neuen Video fragt sich Kreaty, wie beeinflussen frühere Traumata unsere Identität? Warum ist es wichtig, sich selbst zu akzeptieren und zu lernen, dass „anders sein“ vollkommen in Ordnung ist?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Im neuen Video fragt sich Kreaty, wie beeinflussen frühere Traumata unsere Identität? Warum ist es wichtig, sich selbst zu akzeptieren und zu lernen, dass „anders sein“ vollkommen in Ordnung ist?</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unkraut vergeht nicht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/06/unkraut-vergeht-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 10:25:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer Welt, in der queere Geschichten oft ignoriert werden, erzählt uns ein kleiner Kaktus von seinem Kampf gegen die Erwartungen seiner Familie und Gesellschaft. Er wächst über seine Wurzeln hinaus und zeigt, dass selbst die Stacheln eines Kaktus Platz für Farbe und Vielfalt haben. Ich wollte schon immer mal darüber schreiben, wie es für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true"><strong>In einer Welt, in der queere Geschichten oft ignoriert werden, erzählt uns ein kleiner Kaktus von seinem Kampf gegen die Erwartungen seiner Familie und Gesellschaft. Er wächst über seine Wurzeln hinaus und zeigt, dass selbst die Stacheln eines Kaktus Platz für Farbe und Vielfalt haben.</strong><span id="more-17524"></span></p>
<p>Ich wollte schon immer mal darüber schreiben, wie es für mich war, aufzuwachsen. Ich bin nicht der Einzige, dem eine solche Geschichte passiert ist, und auch wenn es für uns alle als queere Menschen tendenziell eher besser wird, passieren diese Geschichten auch so oder so ähnlich, noch immer heutzutage, und noch schlimmer.</p>
<p>Leider fiel es mir schon immer schwer, die Geschichte meines Lebens zusammenzufassen. Manche möchten nicht, dass ich über meine Erfahrungen erzähle, andere schämen sich, wieder andere sprechen mir meine Erfahrungen komplett ab. Deshalb möchte ich euch stattdessen ein Märchen erzählen, das natürlich überhaupt gar nichts mit mir zu tun hat, sondern darum geht, wie Pflanzen über ihre Ursprünge hinauswachsen.</p>
<p>Es war einmal ein kleiner Keimling, der nie selbst seine Wurzeln schlug. Man könnte stattdessen eher sagen, seine Wurzeln wurden geschlagen. Er hat sich nicht ausgesucht, wohin und wann er gepflanzt wurde, aber das tun wir alle nicht, außer wenn wir kleine Pusteblumensamen im Wind sind.</p>
<p>Er wurde ein kleiner Pflanzerich, der anders war als die meisten Pflanzen um ihn herum, denn statt schöner Blätter wuchsen ihm nur Stacheln aus dem Haupt: Ein kleiner Kaktus wurde geboren, hinein in eine Familie voller Veilchen. Die Vornamen seiner Familie kamen aus dem Land der Fjorde, der immergrünen Tannenbäume und den Permafrostböden – da war es irgendwo nachvollziehbar, dass die Atmosphäre hier leider eher eine kalte war.</p>
<p>Hier wurden Traditionen aufrechterhalten, so gab es zum Sonntagsessen immer den gleichen Sauerbraten, so wurde der Sauerteigstarter selbst gepflegt und gezüchtet, und so wurde auf die Flora, die anders war als die Veilchen, sauer hinunter geblickt und sie wurde gemieden.</p>
<p>Dem Kaktus wurde also schon vom Sprösslingsalter an klargemacht, er habe sich anzupassen. Er eckte an und stach andere Pflanzen, wo er sie eigentlich nur umarmen wollte. Schon im Kindergarten verstand er nicht, warum andere die Esel zu zählen begannen, wann auch immer sein Hosenstall offen war.</p>
<p>Als Scheidungssprössling hat er schon immer zwischen den Töpfen aus den 1€-Shops gesessen. Das Vaterveilchen schlug nicht nur seine Wurzeln, und auch nicht nur die Wurzeln des Mutterveilchens, also nahm sie ihre Wurzeln und zog weit weg.</p>
<p>Sein Liebväterchenveilchen nannte sein Mutterveilchen immer böses Unkraut, und es begann ein einseitiger Rosenkrieg, in der Hoffnung, dem Kaktus klarzumachen, dass nicht nur er als Vaterveilchen verlassen worden wäre, sondern wir alle im Stich gelassen wurden. Wären sie doch nur wenigstens Rosen gewesen, oder hätte man ihm nur gezeigt, dass Dornen auch in Ordnung sein können, dann hätte der kleine Kaktus sich mit seinen Stacheln weniger allein gefühlt.</p>
<p>So wuchs er also auf, zwischen den Saatgütern der Veilchen. Dem Kaktus selbst wurde durchaus oft ein Veilchen verpasst, denn über Gefühle reden Kakteen nicht. Kakteen müssen sich durch Gewalt zu helfen wissen, dafür sind sie schließlich gemacht: um mit ihren Stacheln zu verletzen.</p>
<p>In der Luft seines Aufwachsens duftete es nach den flüssigen Pflanzen-Nahrungsergänzungsmitteln des Blumenladens seiner Familie, wo er als heranwachsender Zögling auch arbeiten musste, um öfter und länger unter Beobachtung stehen zu können.</p>
<p>Die Privilegien der Freiheit wurden ihm entzogen, als er einmal zu oft dabei erwischt wurde, wie er anderen Kakteen ein bisschen zu lange hinterherblickte. Der kleine Kaktus konnte die Schönheit der Rosen durchaus sehen und verstehen, aber er fand sie nicht so schön wie Kakteen.</p>
<p>Dem Kaktus wurde eingebläut, er sei nicht richtig, wie er ist. Dem Kaktus wurde versucht einzureden, dass er sich das alles nur einbildet mit dem Kaktus-Dasein, denn eigentlich sei er natürlich ein normales Veilchen wie der Rest der Familie. Und überhaupt, wenn er so unbedingt ein Kaktus sein möchte, dann könne man ihm ja auch einfach direkt alle Nadeln, die er will, einzeln reinrammen, dann sieht er schon, wie toll das ist.</p>
<p>Als Kaktus könne man niemals Setzlinge züchten. Soll der Stammbaum bei dir enden? Als Kaktus wird man viel schneller alleine gelassen und unglücklich und sucht sich illegale Wege des Wachstums. Willst du auf die schiefe Wachstumsbahn geraten?</p>
<p>Als Kaktus kriegst du das Kaktus-Immunschwächesyndrom und stirbst, wenn ich dir nicht schon vorher deine Wurzeln ausgerissen habe. Also überleg einmal ganz genau, welchen Weg deine Wurzeln einschlagen. Diese Worte musste der kleine Kaktus immer wieder hören.</p>
<p>Der kleine Kaktus blieb kein kleiner Kaktus. Der Zwergkaktus wuchs und wuchs und wuchs, und eines Tages schnitt er sich selbst von den vergifteten Wurzeln seiner Abstammung frei. Und wenn er nicht verdorben ist, dann pflegt er sich noch heute.</p>
<p>Eigentlich wollte ich nicht schon immer mal darüber schreiben, wie es für mich war, aufzuwachsen, denn das Aufwachsen war für mich nichts Schönes, und dennoch etwas, was zu mir gehört, etwas, das mich ausmacht, etwas, das informiert, wieso ich heute so bin, wie ich bin: laut, bunt, radikal queer.</p>
<p>Mir und anderen ging es so, und wir können nichts dafür, wir sind nicht schuld an unseren Traumata. Wir müssen nicht dankbar dafür sein, dass sie uns widerfahren sind, wir müssen nur uns selber dankbar dafür sein, dass wir sie überlebt haben, dass wir über sie hinauswuchsen. Auch wenn man uns als Unkraut sieht, auch wenn man uns versucht zu stutzen, auch wenn man versucht, uns klein zu halten, und auch wenn man versucht, uns zu verbieten: Unkraut vergeht nicht, und selbst Kakteen können und dürfen und werden blühen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lass mal wieder Kind sein!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/06/lass-mal-wieder-kind-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marv]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 10:19:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein poetischer Text über die Sehnsucht, sich Leichtigkeit, Fantasie um den Blick des inneren Kindes zu bewahren. Zwischen Alltagsdruck und Erwachsenenerwartungen erinnert Marvmallow daran, dass Lebensfreude oft dort beginnt, wo man wieder spielerisch auf die Welt schaut. Du stehst vorm Spiegel im Bad. 1001 Cremes füllen den Schrank. Du schaust dich an: Die Haut war]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein poetischer Text über die Sehnsucht, sich Leichtigkeit, Fantasie um den Blick des inneren Kindes zu bewahren. Zwischen Alltagsdruck und Erwachsenenerwartungen erinnert Marvmallow daran, dass Lebensfreude oft dort beginnt, wo man wieder spielerisch auf die Welt schaut.</strong><span id="more-17519"></span></p>
<p>Du stehst vorm Spiegel im Bad.</p>
<p>1001 Cremes füllen den Schrank. Du schaust dich an:</p>
<p>Die Haut war schon mal straffer, frischer und wacher; da sind erste Falten, vom Feiern, vom Lachen, vom Ärgern über Steuererklärung und Politik und von der ewigen Frage, was es morgen zu essen gibt. Was … ist nur mit dir passiert?!</p>
<p>Dein Blick ist müde und leer. Erwachsen sein wirkt einfach nur schwer und verkehrt. Wo ist denn die leichte Zeit geblieben? Wann hast du unterschrieben, so zu leben?</p>
<p>Hättest du das alles vorher gewusst, dann hättest du den AGBs nie zugestimmt, anstatt Kind endlich erwachsen sein zu dürfen. Denn nun erwartet die Gesellschaft von dir, dass du dich entsprechend verhältst. Dass du Verantwortung übernimmst, Geld verdienst. Dass du genau weißt, was du willst, und am besten bald eigene Kinder kriegst.</p>
<p>Doch das alles sind starre Schablonen, die sich nicht lohnen, auszumalen.</p>
<p>So bist du vielleicht gar nicht; so wolltest du nie sein!</p>
<p>Nein, du wolltest noch etwas länger Kind sein; frei sein. Völlig losgelöst davon, was andere sagen und erwarten. Und du begreifst langsam: Das ist schwer mit 18, 35 oder 70. Verdammt schwer, …</p>
<p>aber nicht unmöglich. Mir geht es genauso! Du bist nicht allein mit diesem Gefühl.</p>
<p>Darum komm! Nimm meine Hand! Und zusamm’n schlüpfen wir dann durchs Rabbit-Hole und besuchen Alice in ihrem Wunderland. Dort gibt es erst einmal eine Tasse Tee, oder auch fünf Tassen – hier kannst du nichts verpassen und die Fünfe gerade sein lassen.</p>
<p>Lass mal alles liegen und steh’n (auch die Antifaltencreme!) und lass lieber mal wieder schaukeln geh’n. So doll, dass die Angeln quietschen; so doll, dass wir quietschen – vor Freude, als wär‘s das allergrößte Heute. Denn das ist es!</p>
<p>Lass nochmal Schwung holen. So doll, dass wir abheben, die ganze Welt aus den quietschenden Angeln heben und über allen Erwachsenen-Sorgen schweben. Mehr braucht es nicht, glücklich zu sein, in diesem leichten Moment.</p>
<p>Wieder am Boden angekommen: Lass uns rutschen! Und wippen! Einen Eimer Wasser in die Sandkiste kippen und alles durchkneten: schwarze Fingernägel – diese Haptik! Wie ‘n Drogen-Trip, nur krasser und gesünder.</p>
<p>Wir kneten eine riesige Burg aus Sand. Schmücken sie mit bunten Streuseln und Steinen vom Wegesrand. Steine, in allen Formen und Farben; solch wunderschöne Pracht, wie Juwelen aus „1001 Nacht“. Doch: Alle Steine sind gleich viel wert. Denn Kinder urteilen nicht.</p>
<p>Und als die Burg fertig ist, lassen wir sie hinter uns und ziehen weiter. Wir rennen einfach los, ohne Ziel. Wir stolpern bloß über Stock und Stein, und über Hänschen-Klein. … Hoppla! Wir plumpsen hin: „Hoppe hoppe Reiter*in“ – selbst Kinder kriegen das Gendern hin.</p>
<p>Lass mal wieder aufstehen. Dann wirst du sehen: Dieses „Hinfallen“ ist wild! Halb so wild.</p>
<p>Wir blättern durch Stickeralben, ohne Neid, ohne Geiz. Nein, such dir welche aus! Ich schenk sie dir. Und ja, du darfst auch die nehmen mit Glitzer und Filz. (Das waren doch die besten!)</p>
<p>Und so strahlst du wieder, voller „Daylight in your eyes“ – und in der Hand ein Eis: Du ein Bum-Bum und ich ein Mini-Milk-Vanille. Arm in Arm am Strand genießen wir … die Stille.</p>
<p>Aber nicht allzu lange: Mit Captain Balu und seiner tollkühnen Crew geht’s im Nu nach Neverland. Hier essen wir mit Peter Pan die nach ihm benannten Burger. Dazu gibt’s Bandsalat und Freibadpommes. Danach sind wir zwar unser ganzes Taschengeld los, doch wir sind trotzdem reich: reich an Fantasie und Leichtigkeit. Da ist kein Zeitdruck. Nur wir und die Sonne und weiße Watte-Wonne. Mehr brauchen wir nicht.</p>
<p>Wir liegen auf dieser Wiese und „Ich sehe was, was du nicht siehst!“ und das ist diese Wolke da: Die sieht aus wie ein Gameboy.</p>
<p>Und die da, wie unser Schicksal.</p>
<p>Und die da drüben! Die sieht aus wie Barbara Schöneberger inklusive der großen … Augen.</p>
<p>Kann meinen kaum trauen, was da alles für Wunder am Himmel zu sehen sind!</p>
<p>Lass dich versinken im Zuckerwatte-Wolkenmeer.</p>
<p>Lass das innere Kind frei aus den Fängen von dieser Frau Stahl.</p>
<p>Lass uns nochmal sitzen bleiben, auf den Dächern dieser Wunderwelt, bis in die Puppen durchquatschen, und damit aufhören, andere zu judgen – alle Menschen sind gleich viel wert. (Außer vielleicht Trump und Nazis.)</p>
<p>Lass mal nicht, typisch erwachsen, immer über ALLES meckern, sondern lieber mit dem Tuschkasten kleckern. Wir malen nichts mehr schwarz, sondern alles kunterbunt. … Und da: eine Sternschnuppe! Was hast du dir gewünscht?</p>
<p>Und du singst: „Ich will ein Haus, ein kunterbuntes Haus. Ein Äffchen und ein Pferd … ?</p>
<p>Nein, will ich gar nicht. Macht viel zu viel Arbeit! Ich… will kein Haus, will nur zufrieden sein, ein Käffchen &#8211; nicht verkehrt, – und wir schauen zum Fenster raus und lachen unbeschwert! So doll, dass wir Schluckauf kriegen.”</p>
<p>Und ich nicke dir zu; du hast es endlich begriffen, ja: Lass mal wieder Kind sein!</p>
<p>Den Kopf aus- und das Herz aufmachen. Wir dürfen im Hühnerstall Motorrad fahr‘n (sofern du ‘ne gute Haftpflicht hast). Wir dürfen schaukeln, rutschen, wippen. Wasser durch die Sandburg kippen – egal, was andere denken. Wir sind niemals zu alt für irgendetwas. Alle Träume sind gleich viel wert. (Außer vielleicht die von Trump und Nazis.)</p>
<p>Bitte hab keine Angst: Jedes Hinfallen ist ‘ne Chance. Alles ist immer noch möglich – mit Leichtigkeit und Fantasie. Sie ist keine Flucht, nein: Fantasie ist nur eine andere Art und Weise, die Realität zu begreifen.</p>
<p><strong>Und die Moral von dem Gedicht:</strong></p>
<p>Unser inneres Kind lebt auch noch mit 18, 35 oder 70.</p>
<p>Wir müssen es nur frei lassen. Uns ‘nen Ruck verpassen und einfach machen, worauf wir Lust haben – egal was andere sagen. Darum, lass mal im Herzen für immer Kind bleiben – weil: Kinder wissen einfach am besten, wie so-richtig-leben geht. Denn irgendwann ist es dafür sonst zu spät.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nobody said it was easy</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/06/nobody-said-it-was-easy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 09:01:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensfragen]]></category>
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					<description><![CDATA[Warten auf die Bahn, Fragen über Kinderkriegen und die Realität des Erwachsenwerdens: Wie viel Verantwortung kann und will ich wirklich übernehmen? Inmitten von Unsicherheiten und Zukunftsträumen reflektiert Phuong über Freiheit, Erwartungen und das Streben nach dem eigenen Weg. Es ist schon spät und kalt. Meine befreundete Person und ich warten auf die Bahn. Ich teile,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warten auf die Bahn, Fragen über Kinderkriegen und die Realität des Erwachsenwerdens: Wie viel Verantwortung kann und will ich wirklich übernehmen? Inmitten von Unsicherheiten und Zukunftsträumen reflektiert Phuong über Freiheit, Erwartungen und das Streben nach dem eigenen Weg.</strong><span id="more-17511"></span></p>
<p>Es ist schon spät und kalt. Meine befreundete Person und ich warten auf die Bahn. Ich teile, dass ich vor Kurzem die Entscheidung getroffen habe, keine Kinder zu wollen. Die Reaktion daraufhin hallt noch bis heute nach. Während ich darüber nachdenke, <strong>ob</strong> ich will, beschäftigt sie viel mehr die Frage, ob sie überhaupt kann. Sie realisiert nämlich, dass sie gar nicht fähig dazu wäre, so viel Verantwortung zu übernehmen.</p>
<p>Lange Zeit war das Kinderhaben für mich keine Frage des Ob, sondern des Wie und Wann. Wie viele Kinder möchte ich? Wo würden sie aufwachsen? Welche Sprachen würde ich ihnen beibringen? Mit welchen Menschen würde ich diesen Weg gehen? Ist eine polycule-artige Familie überhaupt möglich? Will ich das selber überhaupt? Wie viel vietnamesische Kultur könnte ich weitergeben, obwohl ich selbst nur begrenzt Zugang habe? Werden meine Eltern meine Kinder jemals kennenlernen und andersrum? Weil ich gerne mit Kindern bin, stellte ich mir ein erfülltes Leben mit drei Kindern vor. Mittlerweile erkenne ich, dass ich Elternschaft viel zu sehr romantisiert habe und die Realität um einiges herausfordernder ist. Während Kinder zu haben etwas Wundervolles ist und ich großen Respekt vor Eltern bzw. Elternschaft habe, hat es auch seinen Preis. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen Preis zahlen möchte oder kann, wenn ich meine Freiheit zu sehr mag. Ich erkenne auch, dass die Option, auf die Frage des Kinderwollens mit Nein zu antworten, viel damit zu tun hat, welche sozialen Erwartungen auf mir liegen. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Zweifel habe ich, ob ich es verantworten kann, ein Kind in diese Welt, in der wir leben, zu setzen und zu erziehen.</p>
<p>Meine Mama hatte bereits in meinem Alter meine Schwester geboren und ich war auch kurz davor, auf die Welt zu kommen. Ich hingegen springe von einem Bewerbungsgespräch zum nächsten. Mein Leben ist in vieler Hinsicht instabil. Gerade deshalb bin ich froh, keine Kinder zu haben. Nach mehreren Jahren habe ich meinen Abschluss gemacht und habe ziemlich Angst vor dem Arbeitsleben. Der Gedanke, mich mein ganzes Leben selbst finanzieren und arbeiten zu müssen, fühlt sich schwer an. Manchmal denke ich, ein Masterstudium wäre der einfachere Weg gewesen, aber weiter zu studieren konnte ich mir gar nicht vorstellen. Das Leben nach dem Studium ist härter, als ich erwartet habe, besonders wenn man keinen geradlinigen Lebenslauf hat. Ich habe bislang verschiedene Dinge erlebt, berufliche Erfahrungen gesammelt und in verschiedenen Städten gewohnt, in WGs, Hausprojekten und habe alleine gelebt. Ich war schon immer viel unterwegs und verbringe tatsächlich die meiste Zeit im Zug. Mir ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben, auch wenn es nur zwischen zwei Städten ist. Ich möchte mir sagen, dass ich noch jung bin und viel Zeit habe, Dinge herauszufinden. Die Vorstellung aber, eine feste Sache zu finden und mich mein Leben lang dafür zu investieren, scheint auch nicht zu passen. Ich bin unentschlossen darüber, was ich machen will, aber ich möchte mir die Möglichkeit geben, immer wieder Neues auszuprobieren.</p>
<p>Wenn ich in mein Umfeld blicke, sehe ich Menschen, die auch verschiedene Lebensabschnitte durchlaufen</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Groß geworden</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/06/gross-geworden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 09:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstakzeptanz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=17504</guid>

					<description><![CDATA[Perfekt sein zu wollen ist anstrengend. Sophie erzählt, wie sie aufgehört hat, einem Ideal hinterherzurennen und angefangen hat, sich selbst zu vertrauen. Als Kind und Jugendliche sind mir die Dinge immer riesig vorgekommen. Die Hausaufgaben für den nächsten Tag, Streit mit einer Schulfreundin, die ein bisschen unangenehme Situation im Sportverein. Irgendwie war um mich herum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Perfekt sein zu wollen ist anstrengend. Sophie erzählt, wie sie aufgehört hat, einem Ideal hinterherzurennen und angefangen hat, sich selbst zu vertrauen.</strong><span id="more-17504"></span></p>
<p>Als Kind und Jugendliche sind mir die Dinge immer riesig vorgekommen. Die Hausaufgaben für den nächsten Tag, Streit mit einer Schulfreundin, die ein bisschen unangenehme Situation im Sportverein.</p>
<p>Irgendwie war um mich herum alles ganz überwältigend und aufregend, manchmal beängstigend – ich dagegen war ganz klein.</p>
<p>Ich habe immer versucht, perfekt zu sein. Die perfekte Freundin, die perfekte Schwester, die perfekte Tochter. Manchmal wusste ich nicht so ganz, wer ich sein wollte, nur wer ich glaubte sein zu müssen.</p>
<p>Ich habe mich immer in die Zukunft geträumt. Hin zu dem, wie es einmal sein könnte. Die Orte, die ich sehen könnte, die Menschen, die ich treffen könnte. Das, was aus all meinen Wünschen und Hoffnungen entstehen könnte, hat mich angetrieben, weiterzumachen.</p>
<p>Ein bisschen habe ich dabei vielleicht auch vergessen zu leben – eine Sache, die mir neben Studium und Job definitiv noch schwerfällt. Aber ich bin großgeworden. Ich habe angefangen, eine Balance zwischen mir und der Welt mit ihren Erwartungen zu finden.</p>
<p>Manchmal ist es einfacher, manchmal ist es schwerer, und ich habe das Gefühl, dass so viele um mich herum schon viel weiter sind und gemeistert haben, was ich noch versuche für mich auszuloten.</p>
<p>Ich weiß aber mittlerweile, was ich wert bin – auch losgelöst von Anforderungen der Gesellschaft. Ich weiß nicht, wo mich das Leben hinführen wird, aber ich habe das Vertrauen, dass ich schon einen passenden Weg finden kann.</p>
<p>Meine Gefühle sind immer noch groß, vielleicht sogar manchmal größer als früher. Aber meine Träume und mein Selbstvertrauen sind es auch.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Kind in mir muss keine Heimat finden, es sollte einfach mehr One Direction hören</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/06/das-kind-in-mir-muss-keine-heimat-finden-es-sollte-einfach-mehr-one-direction-hoeren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 09:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum das Kind in uns manchmal keine Heilung braucht, sondern einfach die Freiheit, sich für das zu begeistern, was ihm guttut beschreibt Lina in ihrem neuen Text. Eine Reflexion über Neurodivergenz, Misogynie, Nostalgie und die Kunst, milder auf das eigene frühere Ich zu blicken. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich als Kind]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Warum das Kind in uns manchmal keine Heilung braucht, sondern einfach die Freiheit, sich für das zu begeistern, was ihm guttut beschreibt Lina in ihrem neuen Text. Eine Reflexion über Neurodivergenz, Misogynie, Nostalgie und die Kunst, milder auf das eigene frühere Ich zu blicken.</strong><span id="more-17500"></span></p>
<p>Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich als Kind alles sein wollte, außer ein Kind. Ich wollte erwachsen sein, mit dazu gehören und endlich für mich selbst verantwortlich sein. Jetzt bin ich 26 und habe nicht das Gefühl, wirklich ‚erwachsen‘ zu sein. Ich vergesse Arzttermine, ernähre mich nicht annähernd ausgewogen und habe Existenzängste.</p>
<p>Das Erwachsenwerden wird oft als eine Bewegung beschrieben: ein Fortschreiten, ein Hinter-sich-Lassen, ein linearer Prozess hin zu Stabilität. Für viele ist es das nicht und ich frage mich, ob es das für irgendwen ist. Für manche ist es eher eine Überlagerung von Versionen des Selbst, die nie ganz verschwinden, sondern sich in bestimmten Momenten wieder nach vorne schieben.</p>
<p>Als Jugendliche bestand meine Existenz gefühlt vor allem aus Scham. Scham ist kein beiläufiges Gefühl im Prozess des Erwachsenwerdens. Sie ist strukturierend. Sie entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern in einem Geflecht aus Erwartungen: daran, wie ein Körper zu sein hat, wie ein Mädchen* sich zu verhalten hat, wie Aufmerksamkeit funktioniert, wie „angemessen“ Konzentration, Lautstärke, Begeisterung oder Chaos sein dürfen. Für weiblich sozialisierte Personen mit ADHS verschränkt sich diese Erwartungsstruktur auf spezifische Weise mit neurologischer Differenz.</p>
<p>Studien zeigen, dass ADHS bei Mädchen und Frauen lange unterdiagnostiziert wurde, weil sich Symptome häufig internalisieren: weniger störend, weniger sichtbar, dafür stärker mit Selbstzweifeln, Perfektionismus und sozialer Anpassung verbunden. Das Ergebnis ist nicht weniger Leid, sondern oft mehr, weil die Abweichung nicht als solche erkannt wird, sondern als persönliches Versagen interpretiert wird.</p>
<p>Das bedeutet konkret: Man wächst auf mit dem Gefühl, falsch zu sein, ohne eine Sprache dafür zu haben. Ich erinnere mich an 2016. An Fanfiction, an Tumblr, an endlose Stunden mit Musik und Videos über Harry Styles, die gleichzeitig Zuflucht und Projektionsfläche waren. An das erste Konzert, auf dem alles zu viel und genau richtig war. An das Gefühl, zu laut zu sein, zu aufgeregt, zu emotional und gleichzeitig daran, wie notwendig genau das war. Ich erinnere mich daran, wie glücklich ich war im Internet und wie beschämt ich war, wenn ich mich nicht getraut habe, meine Konzertshirts in der Schule zu tragen.</p>
<p>Zehn Jahre später stehe ich wieder auf einem Konzert einer Boyband. Wieder mit meiner besten Freundin. Die gleiche Band, ein anderer Kontext, ein anderer Körper, ein anderes Selbstverständnis. Und plötzlich ist sie da: diese irritierende Gleichzeitigkeit von Nähe und Distanz zu meinem früheren Ich. Es ist verführerisch, rückblickend zu urteilen. Zu sagen: Du hast dir zu viele Gedanken gemacht. Du warst zu unsicher. Zu abhängig davon, was andere denken. Aber diese Perspektive ist vermessen. Sie unterschätzt die strukturellen Bedingungen, unter denen dieses Denken überhaupt erst entstanden ist. Was wie individuelle Unsicherheit erscheint, ist oft das Ergebnis kollektiver Zuschreibungen. Misogynie funktioniert nicht nur über offene Abwertung, sondern über subtile Disziplinierung: über die ständige Rückmeldung, beobachtet zu werden. Bewertet zu werden. Zu viel zu sein oder nicht genug. Für neurodivergente Personen verstärkt sich dieser Effekt, weil sie ohnehin häufiger als „abweichend“ markiert werden. Scham ist in diesem Kontext keine Schwäche, sondern eine erlernte Überlebensstrategie. Und vielleicht ist das der Punkt, an dem sich mein Blick verschiebt.</p>
<p>Nicht im Sinne einer vollständigen Versöhnung – das wäre zu einfach. Sondern eher als vorsichtige Neubewertung: Das Kind, das ich war, musste keine „Heimat in sich selbst finden“. Es musste auch nicht weniger fühlen, weniger denken, weniger sein. Vielleicht hätte es einfach mehr Räume gebraucht, in denen es existieren durfte, ohne sich permanent zu reflektieren. Vielleicht hätte es einfach mehr Musik hören sollen. Oder genauer: Es hätte sich nicht dafür schämen sollen, wie sehr es diese Musik gebraucht hat.</p>
<p>Das Erwachsenwerden besteht dann nicht darin, dieses frühere Selbst zu überwinden. Sondern darin, die Perspektive zu korrigieren, aus der man auf es schaut. Zu erkennen, dass viele der Zweifel nicht aus einem „zu viel Nachdenken“ entstanden sind, sondern aus einem System, das genau dieses Nachdenken produziert. Und dass Nostalgie nicht nur Verklärung ist, sondern auch eine Form von Erkenntnis: darüber, was gefehlt hat.</p>
<p>Jetzt höre ich die Musik, lese die Texte und schaue die Inhalte von vor 10 Jahren. Irgendwie hat sich nichts geändert und eben doch alles.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Liebe Zwanziger</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/05/liebe-zwanziger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nathan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 09:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsenwerden]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[In einem Gedicht an die Zwanziger reflektiert Nathan eine Lebensphase voller neuer Herausforderungen. Eine Zeit geprägt von wichtigen Entscheidungen und solche die wie welche wirken. Gerade einmal ausgezogen, schon steht der nächste Umzugskarton bereit. Der erste, zweite, dritte – oder ist es schon der fünfte Teilzeitjob? Soll ich studieren, eine Ausbildung machen oder doch selbstständig]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In einem Gedicht an die Zwanziger reflektiert Nathan eine Lebensphase voller neuer Herausforderungen. Eine Zeit geprägt von wichtigen Entscheidungen und solche die wie welche wirken.</strong><span id="more-17495"></span></p>
<p>Gerade einmal ausgezogen,<br />
schon steht der nächste Umzugskarton bereit.<br />
Der erste, zweite, dritte – oder ist es schon der fünfte Teilzeitjob?</p>
<p>Soll ich studieren, eine Ausbildung machen oder doch selbstständig werden?<br />
„Finde deinen Lebenssinn“,<br />
steht jahrelang über meinem Bett<br />
im Kinderzimmer.</p>
<p>Ich aber suche nur nach der Leichtigkeit;<br />
Hatte ich sie gerade doch noch dabei?<br />
Manchmal sehe ich sie noch, einen kleinen Augenblick lang,<br />
doch scheint sie unerreichbar<br />
fürs Erwachsenwerden zu sein.</p>
<p>Ja, die Zwanziger, sagen sie,<br />
sind der Höhepunkt, die Krönung im Leben.<br />
Für mich ist es eher eine Tofujagd:<br />
Finde Hinweise über dich heraus,<br />
um am Ende doch nur wieder am Anfang zu stehen.</p>
<p>Liebe Zwanziger, nehmt das Leben noch nicht so ernst.<br />
Gebt mir Zeit;<br />
Ich ertrage den Schmerz,<br />
der Erwachsenen noch nicht so sehr.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Umweg als Regel</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/05/der-umweg-als-regel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luisa Galli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 09:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal verläuft das Leben ganz anders, als man denkt. Von der Tagesschau-Moderatorin über die Alternative Bundeskanzlerin bis zur Begleiterin – der Weg ist oft ein Umweg. Luisas Text zeigt, wie gesellschaftliche Erwartungen und Geschlechterrollen unsere Entscheidungen beeinflussen. Es kommt oft anders, als man denkt Vor allem, wenn es um den eigenen Weg geht. Auch ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Manchmal verläuft das Leben ganz anders, als man denkt. Von der Tagesschau-Moderatorin über die Alternative Bundeskanzlerin bis zur Begleiterin – der Weg ist oft ein Umweg. Luisas Text zeigt, wie gesellschaftliche Erwartungen und Geschlechterrollen unsere Entscheidungen beeinflussen.</strong><span id="more-17491"></span></p>
<h3>Es kommt oft anders, als man denkt</h3>
<p>Vor allem, wenn es um den eigenen Weg geht. Auch ich dachte lange, es gäbe diesen einen Lebensplan, der einfach funktioniert, wenn ich mich nur genug anstrenge.</p>
<p>Es begann als Grundschulkind, da wollte ich Tagesschau-Moderatorin werden, weil ich so gern redete. Bis ich gemerkt habe, dass ich nicht neutral bleiben will. Als Teenager wollte ich dann als alternative Bundeskanzlerin werden. Bis mir klar wurde, dass dieser Weg Parteistrukturen braucht, die ich so nicht wollte. Heute, als junge Erwachsene, geht es mir mehr darum, andere dabei zu unterstützen, sich selbst zu helfen.</p>
<p>Ich bin also durch drei Phasen gegangen, mit drei völlig unterschiedlichen Richtungen. Die Wendepunkte waren dabei immer ähnlich. Es waren keine großen Entscheidungen, sondern eher ein leises Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Genau da wird es schwierig, denn wir wachsen stets in einem Spannungsfeld zwischen eigenen Wünschen und den Ansprüchen von außen auf. Sich darin zu finden, erzeugt Druck. Und schnell passiert es, dass man sich daran orientiert und nicht mehr an sich selbst. Dass Entscheidungen sinnvoll wirken, aber sich nicht richtig anfühlen – so wie es bei mir der Fall war – ist dann die Konsequenz. Deswegen ist die Reflexion mit sich selbst auch so wichtig. Wer bin ich? Wer will ich sein? Wovor habe ich Angst?</p>
<p>So gelingt es, bei sich zu bleiben. Denn Außenstehende wissen nie so viel wie man selbst. Für Außenstehende wirkt vieles riskanter als für einen selbst. Deswegen ist es kein Maßstab, sondern nur eine Perspektive von vielen. Wenn sich etwas richtig anfühlt, reicht das oft als Ausgangspunkt. Und selbst wenn es nicht aufgeht, bleibt etwas: die Erfahrung.</p>
<p>Bei mir verlief es von der Moderatorin zur Kanzlerin zur Begleiterin. Drei Richtungen ohne einen roten Faden. Aber jede davon hat etwas hinterlassen. Und genau deshalb kommt es oft anders, als man denkt. Vielleicht sogar viel besser.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir marodier&#8217;n durch die Ruin&#8217;n vom Stasiknast</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/05/wir-marodiern-durch-die-ruinn-vom-stasiknast/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 09:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
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					<description><![CDATA[Beau nimmt uns mit auf eine Bewusstseinsreise zwischen dem Aufwachsen im Osten und den urbanen Überschneidungspunkten zu Westdeutschland. Der immerwährende Diskurs, ob es Ost/West überhaupt noch gibt, schließt sich in diesem Text an Popkulturelle- und Literaturzitate, die mit einer queeren Biografie verknüpft werden. Über das Aufwachsen in Ostdeutschland, Musik, Architektur und Ratlosigkeit Eine Weile hatte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Beau nimmt uns mit auf eine Bewusstseinsreise zwischen dem Aufwachsen im Osten und den urbanen Überschneidungspunkten zu Westdeutschland. Der immerwährende Diskurs, ob es Ost/West überhaupt noch gibt, schließt sich in diesem Text an Popkulturelle- und Literaturzitate, die mit einer queeren Biografie verknüpft werden.</strong><span id="more-17486"></span></p>
<h2>Über das Aufwachsen in Ostdeutschland, Musik, Architektur und Ratlosigkeit</h2>
<p>Eine Weile hatte ich das Ritual, immer einen bestimmten Song zu hören, wenn ich die Ländergrenze von Niedersachsen nach Thüringen im Regio passierte. Es war Uwe &amp; Heiko des inzwischen aufgelösten Rap-Duos Zugezogen Maskulin mit den Zeilen „Wir marodier&#8217;n durch die Ruin&#8217;n vom Stasiknast, Thälmann-Statue schaut herab wie König Ozymandias“. Die Kombination dieser beiden Bilder – der Stasiknast, der inzwischen meine Musikschule darstellte, und die Thälmann-Statue, die ich von einer Seitenstraße kannte – erschien mir zuerst wie ein verrückter Zufall, einer dieser schönen Momente, wenn ein Lied zum perfekten Soundtrack meines Pendler-Wegs wird. Später realisierte ich, dass sich die Kombination aus Stasi-Gebäude-Ruinen und Thälmann-Statue wahrscheinlich in jeder Klein- bis Großstadt in Ostdeutschland findet. Jetzt wohne ich wieder im Osten – ich könnte auch schreiben im ehemaligen Osten, aber momentan bin ich noch ein Fan der mehr oder weniger unkritischen Verwendung von Ost und West als Vereinfachung, die keine ist. Ein besonderes Ritual wäre nun eher notwendig, wenn ich wieder in den Westen fahre, aber was hört man da? Vielleicht Bilderbuch (aber die sind ja eine österreichische Band?): „Komm vorbei in meinem Bungalow! By the rivers of cashflow – Wir trinken Soda, trinken Soda – Komm vorbei mit deinem Škoda?“ Zumindest auch ein Song aus meinen Teenie-Jahren, der von einer schillernden Halb-Realität berichtet. Sie scheint sich hinter einem seidenen, paillettenbestickten Vorhang abzuspielen, aber nicht hinter einem eisernen.</p>
<p>Als Kind und Teenager war mir nie sonderlich bewusst, dass es Unterschiede zwischen meinem Aufwachsen und dem einer Person in Westdeutschland geben könnte. Ich fand es sogar eher anstrengend, wenn Menschen die immer noch bestehenden Differenzen zwischen Ost- und Westdeutschland besprachen, es kam mir wie eine alte Kiste vor, die man nicht mehr hervorkramen muss. Für mich war es normal, dass jede erwachsene Person, mit der ich in Kontakt war, eine DDR-Vergangenheit hatte, dass DDR-Geschichten geteilt wurden und sozialistische Statuen und Mosaike die Straßen zierten. Aber es muss doch etwas bewegt haben, dieses Aufwachsen auf dem Gebiet eines Landes, das es nicht mehr gibt, dessen Geschichte sich jedoch in den Erinnerungen, öffentlichen Architektur, fehlenden Infrastrukturen fortschreibt. Erst, als ich für mein erstes Studium nach Niedersachsen zog, begann sich meine Welt zu öffnen, wobei ich zuallererst ebenjene sozialistische Statuen und Mosaike im neuen Stadtbild vermisste. Mit meinen Freund*innen mache ich manchmal den Witz, dass ostdeutsche Städte genauso hässlich wie westdeutsche sind, aber bei ostdeutschen Städten bedeutet es zumindest was. Vielleicht vernachlässige ich dabei, dass ein Post-Zweiter-Weltkrieg-Betonklotz in einer westdeutschen Stadt natürlich auch einen inhärenten ideologischen Wert besitzt; er strahlt die Macht des Kapitals aus, wohingegen ein ähnlicher Betonklotz in einer ostdeutschen Stadt einst das Gegenteil repräsentieren sollte. Dessen Eingangspforte ziert vielleicht noch ein Relief von muskulösen sowjetischen Arbeiter*innen, die standhaft nach vorne schreiten, bis die Witterung sie eines Tages vollends hinunter geschliffen hat. Ich frage mich schon lange, was es bedeutet, so inmitten der Zeichen einer verlierenden Ideologie aufzuwachsen, die zu viel Schmerz geführt und die Biografien aller umgebenden Erwachsenen zerschnitten hat und gleichzeitig nach wie vor für Menschen, auch für junge Menschen wie mich ein Grund zur Hoffnung ist.</p>
<p>Vielleicht bedeutet es so viel, dass all die Gefühle und Gedanken, die ich mit dem Osten verbinde, in sich implodieren und wieder in Bedeutungslosigkeit versinken. Mit 20 besuchte ich als Teil einer internationalen Jugendgruppe einen Berliner Jugendclub für queere Menschen. Den Moment, als ich die Auslage der Flyer im Eingangsbereich lag, erinnere ich nach wie vor als signifikant, weil ich damals fast geweint hätte bei dem Gedanken, wie viel nur ein einziger dieser Flyer in meiner Schule für mich hätte verändern können, geschweige denn ein ganzes Jugendzentrum. Aber hat das jetzt mit Ost/West-Kram zu tun oder einfach damit, dass ich in den frühen 2010er-Jahren in einer provinziellen Gegend aufgewachsen bin, die bei Shifts in sozialen Paradigmen immer zehn Jahre hinterher hängt? Inzwischen gibt es in meiner Heimatstadt sogar einen CSD, den ich nie geschafft habe zu besuchen, bevor er nun wieder aufgehört zu haben scheint. Call it Scham, call it Feigheit, call it Trotz. Vielleicht will ich dieser Stadt mein queeres Ich einfach nicht geben, nicht sichtbar sein in diesen Straßen, die mich solange gezwungen haben, unsichtbar zu sein. Ich könnte gehen, wenn ich mich darauf verlassen könnte, eine gute, empowernde Zeit zu haben, aber das ist bei Kleinstadt-CSDs im Osten eben nicht garantiert, wie der Nazi-Aufmarsch 2024 in Bautzen zeigt.</p>
<p>Gestern saß ich im Regionalzug von Weimar nach Leipzig, schaute aus dem Fenster auf die AfD-Flaggen über den Schrebergärten, die diese nostalgische Hügellandschaft meiner Jugend überziehen, und dachte, dass es über den Osten eigentlich gar nichts mehr zu sagen gibt. Es ist alles schon irgendwie ausgesprochen und lässt mich insgesamt mit viel Ratlosigkeit zurück. Einer meiner Lieblingsautoren, der in die DDR eingewanderte, viel zu früh verstorbene schwule Aktivist Ronald Schernikau, schrieb als Untertitel einer seiner Bücher „daß die ddr und die brd sich niemals verständigen können, geschweige mittels ihrer literatur“. Manchmal habe ich das Gefühl, er hat immer noch Recht. Und trotzdem arbeiten die Nachwendegenerationen sich weiter am Osten ab, trotzdem erscheinen immer wieder gute Bücher, die bereits gesagtes erneut gut sagen, trotzdem versuchen junge Menschen, sich mit diesem anderen Land und seinem Erinnerungsgut auseinanderzusetzen. So arbeiten wir alle weiterhin daran, die Thälmann-Statue abzuschleifen oder zu etwas neuem zu machen, komme was wolle und wer weiß, wo es hinführt, es muss trotzdem geschehen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufwachsen in Schubladen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/05/aufwachsen-in-schubladen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Romy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 09:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Schubladen]]></category>
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					<description><![CDATA[Anhand des fiktiven Mädchens Silvie, beschreibt Romy wie Kinder in stereotype Geschlechterrollen gedrängt werden und welche Folgen das hat. Die Geschichte verdeutlicht, wie früh Erwartungen ihr Selbstbild prägen können und wie wichtig es ist, Kindern die Freiheit zu geben, ihre Talente ohne Einschränkungen zu entdecken. Ein wichtiger Schritt für eine offenere und vielfältigere Zukunft! „Wir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anhand des fiktiven Mädchens Silvie, beschreibt Romy wie Kinder in stereotype Geschlechterrollen gedrängt werden und welche Folgen das hat. Die Geschichte verdeutlicht, wie früh Erwartungen ihr Selbstbild prägen können und wie wichtig es ist, Kindern die Freiheit zu geben, ihre Talente ohne Einschränkungen zu entdecken. Ein wichtiger Schritt für eine offenere und vielfältigere Zukunft!</strong><span id="more-17481"></span></p>
<blockquote><p>„Wir werden nicht als Frauen geboren, wir werden dazu gemacht“ – Simone de Beauvoir.</p></blockquote>
<p>Mit diesem Satz zeigt die französische Schriftstellerin und Philosophin einen zentralen Aspekt des Aufwachsens und Erwachsenwerdens auf, der uns alle betrifft. Ein Aspekt, dem wir zunächst mehr oder weniger ausgeliefert sind – ob wir wollen, oder nicht: Sozialisation.</p>
<p>Wir alle sind geprägt, gerade im jungen Alter, von unserem Umfeld. Von den Menschen, die uns großziehen. Von denjenigen, mit denen wir unsere Zeit verbringen, die oft auch Vorbilder für uns darstellen. Sie alle können einen großen Einfluss darauf haben, wer wir später sind, und wie wir uns selbst wahrnehmen. Nicht jeder erlebt die Sozialisation dabei auf eine gleiche Art und Weise – wir als Individuen werden natürlich auch von den unterschiedlichsten, individuellen Menschen aufgezogen und geprägt. Das macht diesen Prozess aber nicht frei von Strukturen. Im Gegenteil. Gerade in Bezug auf die Geschlechter lässt sich sehen: bei Mädchen und Jungen gibt es ein sich stark unterscheidendes Muster. Aufgrund unseres Geschlechtes geschieht die Sozialisation unterschiedlich und drängt uns nach und nach, ob latent oder deutlich, in eine bestimmte Rolle. Das nennt sich geschlechtsspezifische Sozialisation. Ich werde in dem Text sowohl darauf eingehen wie geschlechtsspezifische Sozialisation sich äußern kann, als auch, was das für die spätere Identität von Kindern bedeuten kann.</p>
<h3>Silvie – ein Beispiel für das System</h3>
<p>Um den Prozess zu verdeutlichen, werde ich nun aus der Perspektive eines heranwachsenden, fiktiven Mädchens namens Silvie sprechen. Was sie hier erlebt, was ihr gesagt und vermittelt wird, hat noch einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie sie später ihr Leben gestalten möchte.</p>
<p>Silvie liebt es eigentlich, in die Schule zu gehen. Sie ist jetzt in der vierten Klasse und freut sich schon riesig auf die weiterführende Schule. Sie möchte auf ein naturwissenschaftliches Gymnasium gehen, um ihrem Traum, eine Physikerin zu werden, noch näher zu kommen. Gleich hat Silvie Matheunterricht. Kurz vor Unterrichtsbeginn fällt dem Lehrer auf: die Stühle reichen nicht. „Können kurz drei starke Jungs mitkommen, um mir beim Stühletragen zu helfen?“, fragt der Lehrer in die Runde. Silvie hätte zwar auch gerne geholfen, aber ihre Hilfe ist hier wohl nicht angebracht, denkt sie.</p>
<p>Die Stunde geht vorüber, es ist an der Zeit, dass die Noten der letzten Mathe-Schulaufgabe herausgegeben werden. Vorher äußert sich ihr Lehrer noch kurz zu den Noten: „Ich soll sowas eigentlich nicht sagen, aber mir ist dieses Mal besonders aufgefallen, dass sich die Mädchen beim Lernen wohl etwas mehr ins Zeug gelegt haben als die Jungen. Schon ungewöhnlich, Naturwissenschaften liegen nämlich Jungs viel mehr, das ist auch irgendwie ein Jungsfach. Aber genug geredet, hier die Schulaufgaben!“</p>
<p>Silvie freut sich sehr über ihre Zwei, verunsichert ist sie trotzdem. Wenn Naturwissenschaften „Jungssache“ ist, macht ihr Traum dann überhaupt noch Sinn?</p>
<h3>Geschlechtsspezifische Schubladen</h3>
<p>Was Silvie dort erlebt, ist ein konkret veranschaulichtes Beispiel dessen, wie geschlechtsspezifische Sozialisation aussehen kann. Kindern wird schon im jungen Alter ein Bild vermittelt von einem binären Geschlechtersystem, dessen zwei Geschlechter sich angeblich signifikant unterscheiden in ihren Talenten und Stärken. Männliche Attribute fokussieren sich dabei meist auf Stärke, körperlich und emotional. Weibliche Attribute drehen sich meist um Fürsorge, Liebe, Emotionalität.</p>
<p>Kindern werden dabei Schubladen offenbart, in die sie sich, ihrem biologischen Geschlecht gemäß, einordnen sollen. Diese Schubladen stehen in Verbindung mit einer Erwartungshaltung an Kinder, wie sie sich später Verhalten sollen – „ihrem Geschlecht gemäß“, natürlich.</p>
<p>Auch Sätze oder Begriffe wie „Jungssache“ oder „Mädchensache“ können dazu führen, dass Kinder zum einen ihren Talenten nicht nachgehen, wenn sie eher dem anderen Geschlecht zugeordnet werden. Zum anderen kann es sie davon abschrecken, verschiedenste Dinge auszuprobieren, um festzustellen, was sie wollen und worin sie gut sind. Das kann auch signifikante Auswirkungen auf ihr späteres Leben und ihre Karriere haben, wenn sie das Gefühl bekommen sich in dem zurückhalten zu müssen, was sie wirklich machen wollen.</p>
<p>Auch Spielzeuge können einen Einfluss darauf haben, in welcher Rolle sich Kinder schon früh beginnen einzuordnen. So vermitteln beispielsweise Spielzeuge wie Puppen oder der Kochherd, die unter anderem in der Werbung meist an Mädchen adressiert werden, früh die erwartete Rolle von Frauen als Fürsorgerinnen, Kümmerinnen und Mütter. Das kann den Eindruck vermitteln, dass die Mädchen später einmal für genau das Verantwortung übernehmen sollen – nämlich für die Care-Arbeit. In diese werden Mädchen auch früher eingebunden, beispielsweise für Aufgaben wie das Aufräumen der Spülmaschine oder den Frühjahrsputz.</p>
<h3>Die Folge geschlechtsspezifischer Sozialisation</h3>
<p>Diese Art von Sozialisation, die uns unserem Geschlecht gemäß in bestimmte Kategorien steckt, hat allerdings nicht nur einen möglichen Einfluss auf unseren späteren Karriereweg. Sie kann auch der mentalen Gesundheit schaden.</p>
<p>So wird Männern beispielsweise ein Männlichkeitsbild vermitteln, in welchem sie dauerhafte Stärke zeigen müssen – diese „Stärke“ wird hier verbunden mit dem Unterbinden vom Zeigen der eigenen Emotionen, beispielsweise mit dem Weinen. Dieses Bild von „Stärke“ kann außerdem dazu führen, dass Männer sich keine oder zu spät Hilfe holen, wenn sie welche bräuchten, beispielsweise im Umgang mit psychischen Krankheiten oder auch suizidalen Gedanken. Auch Attribute wie „das Zeigen von Dominanz“ kann für jene Männer belastend sein, die sich davon distanzieren, und dafür auf Ablehnung, insbesondere von anderen Männern, stoßen können.</p>
<p>Eine solche Form von Ablehnung erleben auch Frauen, die sich nicht den Charaktereigenschaften gemäß verhalten, die von Ihnen erwartet werden. Im schlimmsten Fall äußert sich diese Form von Ablehnung in beispielsweise häuslicher, psychischer oder sexueller Gewalt – oder auch in einem Femizid.</p>
<p>Es ist wichtig zu verstehen, dass das, was wir unseren Kindern vermitteln, sich auf ihr späteres Leben, ihre Partnerschaften und sich selbst auswirken. Wir sollten Kindern die Möglichkeit lassen, sich in ihren Talenten und in ihrem Charakter frei entwickeln zu lassen – abseits von dem, was wir gesellschaftlich klar als stereotypisch „männlich“ und „weiblich“ in Schubladen einordnen möchten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein kleines Ich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/05/mein-kleines-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 09:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=17473</guid>

					<description><![CDATA[In seinem*ihren neuen Text spricht sabylonica’s jetziges Ich zu seinem*ihrem jüngeren Selbst und bietet Trost in Zeiten der Unsicherheit und eine Erinnerung daran, dass er*sie genau so richtig ist, wie er*sie ist. Ich weiß, du sitzt gerade irgendwo zwischen Fragen, auf die du keine Antworten bekommst, und Problemen, die du keiner Person erzählen kannst. Du]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seinem*ihren neuen Text spricht sabylonica’s jetziges Ich zu seinem*ihrem jüngeren Selbst und bietet Trost in Zeiten der Unsicherheit und eine Erinnerung daran, dass er*sie genau so richtig ist, wie er*sie ist.</strong><span id="more-17473"></span></p>
<p>Ich weiß, du sitzt gerade irgendwo zwischen Fragen, auf die du keine Antworten bekommst, und Problemen, die du keiner Person erzählen kannst. Du schaust in dein Spiegelbild und versuchst selbst Antworten zu finden, die dir aber mehr Fragen zuwerfen. Dabei suchst du nach einer Antwort, die dir sagt, du bist richtig, wie du bist. Und ich wünschte, du hättest die Antwort selbst geben können. Ich wünschte, ich könnte dir jetzt die Antwort geben. Denn du bist es. Du bist richtig! Auch wenn du das nicht so siehst.</p>
<p>Ich weiß genau, wie du dich selbst betrachtest. Auf jede Linie deiner Haut, jedes einzelne Härchen, das da wächst, wo es angeblich nicht wachsen soll. Auf all das, was dir beigebracht und vorgelebt wurde, zu verstecken, zu glätten, zu korrigieren. Du denkst, Schönheit müsstest du dir verdienen, dass sie von außen kommt. Aber irgendwann, das verspreche ich dir, wirst du verstehen, dass dein Körper nie das Problem war. Kein einziges Haar ist zu viel. Und kein anderer Teil von dir ist falsch. Du wirst lernen, ihn nicht nur zu akzeptieren, sondern ihn zu sehen als etwas Eigenes, etwas Lebendiges, etwas, das zu dir gehört.</p>
<p>Aber es wird nicht plötzlich passieren. Es wird leise kommen und anfangen. In Momenten, in denen du dich nicht mehr vergleichst. In denen du aufhörst, dich kleiner zu machen, nur damit sich andere wohler fühlen. Und eines Tages wirst du merken, dass du dich nicht mehr versteckst. Dass du einfach da bist.</p>
<p>Und ich weiß auch, wie schwer es sich gerade mit deiner Familie anfühlt. Wie widersprüchlich es ist. Wie du gleichzeitig dazugehören willst und dich doch fremd fühlst. Du denkst vielleicht, dass mit dir etwas nicht stimmt, weil es nicht einfach ist. Aber du musst wissen: Liebe hat viele Formen und nicht alle davon sind die, mit denen wir aufgewachsen sind.</p>
<p>Du wirst ausziehen, allein wohnen, neue Menschen treffen. Nicht sofort, nicht alle auf einmal, aber nach und nach. Menschen, die dich sehen, ohne dass du dich erklären musst. Die dich nicht lesen, sondern verstehen. Mit ihnen wirst du lachen, so frei, dass es dich selbst überrascht. Mit ihnen wirst du still sein können, ohne dass es sich leer anfühlt. Das ist deine gewählte Familie. Deine Chosen Family. Und sie wird dir zeigen, dass Zugehörigkeit nicht bedeutet, sich anzupassen, sondern anzukommen.</p>
<p>Du wirst auch lernen, dich selbst zu wählen. Und ich weiß, wie ungewohnt sich das anfühlen wird. Wie egoistisch es dir vorkommt, Grenzen zu setzen, Nein zu sagen, dich an erste Stelle zu stellen. Aber es ist kein Egoismus. Es ist Fürsorge. Es ist Liebe. Und zwar eine, die du dir lange nicht erlaubt hast.</p>
<p>Deine Identität wird sich nicht wie ein klares Ziel anfühlen. Eher wie ein Weg, der sich ständig ändert und verschiebt. Manchmal wirst du dich sicher fühlen, manchmal komplett verloren. Und ja, es wird kompliziert, weil die Welt dich weiterhin in Kategorien stecken will, die nicht passen. Weil Sprache, Körper, Herkunft und Erwartungen sich überlagern und du oft das Gefühl hast, zwischen allem und nichts zu stehen. Aber genau darin liegt auch etwas Kraftvolles. Du bist nicht trotz dieser Widersprüche, sondern durch sie die Person, die du bist. Sie machen dich nicht weniger, sondern mehr. Du wirst lernen, dass du dich nicht aufteilen musst, um verstanden zu werden.</p>
<p>Du wirst viel sehen. Schöne Dinge, die dich staunen lassen. Orte, die sich wie Atem anfühlen. Menschen, die Spuren hinterlassen. Und ja, auch Dinge, die weh tun. Momente, in denen du zweifelst, fällst, dich verlierst. Aber du wirst auch merken, dass du immer wieder zurückfinden wirst. Ob allein oder mit deiner Chosen Family. Aber eben nicht an Erwartungen geknüpft.</p>
<p>Vielleicht ist das das Erwachsenwerden, von dem alle sprechen. Nicht anzukommen, sondern sich selbst immer wieder neu zu begegnen und dabei sanfter zu werden. Ich weiß, du hättest gern Gewissheit. Einen Punkt, an dem alles Sinn ergibt. Den gibt es aber nicht. Aber es gibt dich. Und das reicht weiter, als du jetzt glauben kannst.</p>
<p>Ich warte hier nicht auf eine bessere Version von dir. Ich bin nur du, nur eben ein Stück weiter. Und du wirst es bis hierher schaffen. Auf deine Weise. Immer. Deshalb sei nicht so streng zu dir, wie es andere mit dir sind.</p>
<p><strong>Du bist richtig, wie du bist.</strong></p>
<p>In Liebe,</p>
<p>Dein jetziges Ich</p>
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		<title>Pubertät</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/05/pubertaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 09:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Coming of Age]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit ihrem neuen Video eröffnet Lilith unseren neuen Themenschwerpunkt und beginnt eine Reihe von Coming-of-Age-Geschichten über das Erwachsenwerden. Erfahrt mehr über die Freuden, Erwartungen und Identitätsfragen, die uns in der Pubertät begleiten, sowie die Herausforderungen, die oft mit sozialem Druck und Schönheitsidealen einhergehen. Lasst uns gegenseitig unterstützen und daran erinnern, dass niemand perfekt durch diese]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Mit ihrem neuen Video eröffnet Lilith unseren neuen Themenschwerpunkt und beginnt eine Reihe von Coming-of-Age-Geschichten über das Erwachsenwerden. Erfahrt mehr über die Freuden, Erwartungen und Identitätsfragen, die uns in der Pubertät begleiten, sowie die Herausforderungen, die oft mit sozialem Druck und Schönheitsidealen einhergehen. Lasst uns gegenseitig unterstützen und daran erinnern, dass niemand perfekt durch diese Phase kommt.</strong><span id="more-17469"></span></p>
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