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	<title>Freizeit &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Freundschaft &#8211; Wünsche und Bedürfnisse im Spätkapitalismus</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/11/freundschaft-wuensche-und-beduerfnisse-im-spaetkapitalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 12:35:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Freund*innenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir reden ständig über Self Care und Beziehungen, aber kaum darüber, warum für Freund*innen oft keine Zeit bleibt. In ihrem neuen Text schreibt Sara darüber, warum Nähe fast nur in romantischen Partnerschaften vorkommt – und wie wir das ändern können. Warum haben wir immer Zeit für unsere Partner*innen, aber nicht für unsere Freund*innen? Wie oft]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Wir reden ständig über Self Care und Beziehungen, aber kaum darüber, warum für Freund*innen oft keine Zeit bleibt. In ihrem neuen Text schreibt Sara darüber, warum Nähe fast nur in romantischen Partnerschaften vorkommt – und wie wir das ändern können.</strong><span id="more-17194"></span></p>
<p>Warum haben wir immer Zeit für unsere Partner*innen, aber nicht für unsere Freund*innen? Wie oft habe ich schon gehört, dass Leute keine „Kapas“ mehr haben, wenn es um Freundschaften geht. Gleichzeitig scheint aber immer Zeit für die Partner*innen da zu sein, mit denen man teilweise sogar zusammenwohnt. Natürlich ist es nichts Neues, dass es mit einer 40-Stunden-Woche, Care-Arbeit, Ernährung, Sport und all den anderen Verpflichtungen schwer ist, alles unter einen Hut zu bekommen.</p>
<p>Und in der Freizeit hängen wir dann auch noch stundenlang an unseren Handys, scrollen durch Reels, bis wir gerade so noch unsere eigenen To-dos schaffen. Für Self Care bleibt da kaum noch etwas übrig – und für Menschen mit Kindern, besonders für Mütter, praktisch gar nichts.</p>
<p>Und trotzdem fällt mir eines sehr stark auf: Nähe und das Bedürfnis nach Verbindung werden fast ausschließlich in romantischen Beziehungen gestillt. Es ist, als wäre Einsamkeit nur dort erlaubt und nur dort heilbar. Dabei zeigen die Zahlen, wie schief dieses Bild eigentlich ist. 2024 gaben 60 % der Menschen in Deutschland an, sich einsam zu fühlen – und das waren nicht nur Singles. Auch die Hälfte der 16- bis 30-Jährigen fühlt sich einsam, obwohl es theoretisch so einfach wäre, Kontakt aufzunehmen. Eine Nachricht reicht dafür aber nicht. Virtuelles Schreiben kann keine Nähe ersetzen, die spürbar ist, die uns wirklich trägt.</p>
<p>Und genau hier liegt das Problem: Wer hat eigentlich damit angefangen, dass es ein guter Rat sei, Freund*innen abzusagen, wenn es einem nicht gut geht? Natürlich darf man sich zurückziehen, wenn es nötig ist, aber ehrlich: Wenn man sich sowieso schon elendig fühlt, macht das Alleinsein in den eigenen vier Wänden es meistens schlimmer. Stattdessen bräuchte es in Freundschaften mehr Alternativen. Nicht immer Aktivitäten, die groß und geplant sind, sondern etwas, das leichter fällt. Zusammen einen Tee trinken, schweigend einen Film schauen, das Zimmer aufräumen, mehrere Portionen Essen vorkochen, den Glasmüll wegbringen – all diese kleinen Dinge sind Begegnung. Sie schaffen Nähe, ohne dass sie anstrengend sind.</p>
<p>Freundschaft muss nicht perfekt durchorganisiert sein, um wichtig zu sein. Es reicht, füreinander da zu sein – so, wie man gerade kann. Und es braucht Ehrlichkeit: zu sagen, dass man keine Energie für ein großes Treffen hat, aber trotzdem nicht alleine sein möchte. Solche Momente sind oft wertvoller als das nächste große Event, weil sie zeigen, dass es nicht um Leistung geht, sondern darum, wirklich füreinander da zu sein.</p>
<p>Einsamkeit ist ein massiver Risikofaktor für die psychische Gesundheit. Sie wird nicht weniger, wenn wir absagen und uns zurückziehen, sondern wenn wir Kontakt zulassen – auch im Kleinen, auch im Banalen. Lasst uns also aufhören, Treffen reflexartig abzusagen, und stattdessen lernen, ehrlich zu sagen, was wir brauchen. Denn manchmal reicht es schon, gemeinsam den Glasmüll wegzubringen, um sich weniger allein zu fühlen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Freundschaft im Kapitalismus</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/09/freundschaft-im-kapitalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Sep 2024 09:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Leben - wie ich will]]></category>
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					<description><![CDATA[Her mit dem schönen Leben, weg mit Kalendern und der 5-Tage Woche fordert Sara. In den 20ern ist alles anders als mit 18 in der Schule. Damals konnte man seine Freund*innen den ganzen Tag sehen und das eigentlich jeden Tag. Es gab fast keine Verpflichtungen, die davon abhielten, sich ständig zu treffen und man konnte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Her mit dem schönen Leben, weg mit Kalendern und der 5-Tage Woche fordert Sara. </strong><span id="more-16157"></span></p>
<p>In den 20ern ist alles anders als mit 18 in der Schule. Damals konnte man seine Freund*innen den ganzen Tag sehen und das eigentlich jeden Tag. Es gab fast keine Verpflichtungen, die davon abhielten, sich ständig zu treffen und man konnte diese Freund*innenschaften unlimitiert vertiefen und halten. Kein Terminkalender, der jedes Mal gezückt wird, wenn es darum geht Zeit zu verbringen. Zeit, die erst in zwei Wochen genommen werden kann.</p>
<p>Wenn ich heute nach meiner 5-Tage Woche nach Hause komme, bin ich völlig verbraucht. Meine Kräfte reichen gerade so dafür aus, den Haushalt zu machen, ausgewogen zu essen, Zeit mit meinem Partner zu verbringen und regelmäßig zum Sport zu gehen.</p>
<p>Unter der Woche nach meinem Job sich mit jemandem zu treffen erscheint mir fast unmöglich. Dies wird auch noch dadurch erschwert, dass ich in meinem Job bereits den ganzen Tag sozialisiere und keine Minute habe, wo ich nicht über die Bedürfnisse anderer nachdenke.</p>
<p>Wenn ich dann lese, dass die 6-Tage-Woche im Raum steht, damit Deutschland wieder wirtschaftlich aufsteigt, muss ich schlucken.</p>
<p>Der Kapitalismus hat mich bereits so in seinen Fängen, dass ich kaum eine Minute für mich alleine habe, um meine eigenen Gedanken zu hören, wenn ich gleichzeitig andere Menschen treffen möchte.</p>
<p>Je öfter ich höre, dass Arbeit der Lebenssinn sei und man ja nichts mehr zu tun hätte, wenn man nicht oder weniger arbeiten würde, muss ich lachen.</p>
<p>In einer Welt, wo ich keine 5 Tage Woche hätte, wären paradiesische Zustände. Ich wüsste gar nicht wofür ich die Zeit nutzen könnte, weil es so viele unendliche Möglichkeiten gibt. Wahrscheinlich würde ich Gärtnern, Segeln, Wandern, jeden Tag im Café sitzen, endlich Nähen lernen, eine Tour durch Lateinamerika machen, neue Freund*innenschaften schließen und tausend andere Dinge tun, für die ich gerade zu ausgebrannt bin.</p>
<p>&#8222;Her mit dem schönen Leben&#8220; denke ich mir und steige wie jeden Tag um 7 Uhr in die Bahn, um zur Lohnarbeit zu fahren.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wohlfühlzone</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/01/wohlfuehlzone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2015 08:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu viele Menschen, zu viel Hektik, zu viel Lärm &#8211; kennt ihr das? Manchmal möchte man seiner Umwelt und dem Alltag einfach entfliehen. Rein in die persönliche Wohlfühlzone. Aber wie sieht die eigentlich aus? Die Story-Teller verraten euch ihre Vorstellungen dazu. Die Wohlfühlzone &#8230; sieht aus wie eine Wohlfühlzone. Im Bett zum Beispiel: Die Bettwäsche]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu viele Menschen, zu viel Hektik, zu viel Lärm &#8211; kennt ihr das? Manchmal möchte man seiner Umwelt und dem Alltag einfach entfliehen. Rein in die persönliche Wohlfühlzone. Aber wie sieht die eigentlich aus? Die Story-Teller verraten euch ihre Vorstellungen dazu.</p>
<h4><strong>Die Wohlfühlzone &#8230;</strong></h4>
<p>sieht aus wie eine Wohlfühlzone. Im Bett zum Beispiel: Die Bettwäsche ist bunt und kariert und blau und wie auch immer. Bunt ist eine schöne Farbe. Das Licht ist schön, das Licht ist gut, es riecht nach Licht, nach Wärme. Die ganze Wohlfühlzone riecht gut, erfrischend. Auf meinem Nachttisch steht Lieblingsessen: Schokolade und Spekulatius. Und so eine Anlage, die angeschaltet ist und sagt: Träum dich in dich hinein. Diese Atmosphäre ist schön: Du kommst an und hörst die Anlage laufen, diese liebliche Stimme, die einfach nur schön ist. Außerdem steht da auf dem Nachttisch eine Schreibtischlampe, die an ist und Licht erzeugt. (Was soll sie denn sonst erzeugen?) Licht zum Träumen, Schlummern, Schlafen. Ich habe Träume, die Wirklichkeit sind: Die sehen klein und groß aus. In meinem Bett sind: Seehund, Katze, Hase, Kuscheltiere, Kissen; Kindheitserinnerungen. Ich fantasier das. In meinem Regal habe ich auch Autos stehen. Ich bin so wie ich bin. Ein Wohlfühlmensch, der sich wohlfühlt. (Birgit)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Kraft tanken</strong></h4>
<p>Ein anstrengender Tag! Ich komme zurück zu meiner Wohnung, nach Hause. Die Katze erwartet mich. Ich öffne die Tür und trete ein. Die Katze begrüßt mich, umstreichelt meine Beine und will ihr Essen. Ich bin noch genervt von der Arbeit und dem Gedränge der Stadt. Nun kommt meine Katze und will und will und stört mich beim Entkleiden der Straßenkleidung. Genervt fülle ich ihr Essen nach. Wo bleibt meine Ruhe? Die Katze schnurrt doch so schön und ist schnell zufrieden. Wieso denke ich nicht sofort daran? Diese Erfahrung möchte ich in meinem Inneren aufnehmen. Das wird meine Wohlfühlzone erweitern.</p>
<p>Um Ruhe zu finden, lege ich im Wohnzimmer schon einmal eine Schallplatte auf. Dann gehe ich zurück in die Küche. Die Katze ist noch beim Futtern. Nun mache ich mir einen Tee. Während das Wasser kocht, bereite ich das Wohnzimmer für eine ruhige Zeit vor. Ich drehe die Heizung auf und zünde ein Räucherstäbchen an.</p>
<p>Zurück in die Küche: Ich gieße das heiße Wasser auf den Tee. Die Katze folgt mir, sie will noch ein Leckerli. Ich gebe es ihr. Dann bringe ich Stövchen und Teetasse ins Wohnzimmer und setze mich aufs Sofa. Die Katze kommt dazu, setzt sich neben mich. Nach gefühlten drei Minuten stehe ich wieder auf, der Tee wartet. Die Katze schaut mich verwirrt an, folgt mir jedoch nicht mehr in die Küche. Ich gieße den Tee in die Servierkanne um. Nun fühle ich mich schön entspannt und stelle das heiße Getränk aufs Stövchen auf dem Wohnzimmertisch. Die Seite A der Schallplatte ist zu Ende. Also drehe ich die Platte um und höre mir endlich in Ruhe die neue Musik an. Ich lege meine Füße auf Sofa. Die Katze macht es sich jetzt auf meinen Beinen bequem. Wir schlafen ein. (Dennis L.)</p>
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