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	<title>Mutter &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Mutter &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>An meine Tochter</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/06/an-meine-tochter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Brück]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2022 10:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Mutterschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Lisa schreibt an ihre zukünftige Tochter. Sie schreibt über Großwerden, über Streit und Versöhnung, über schwere und schöne Tage und über Dinge, die sie ihr mitgeben möchte. Sie schreibt über Liebe – eine unbedingte und anhaltende Liebe. Wer würde sich nicht so eine Mutter wünschen? Wenn ich eine Tochter haben sollte, dann ist dies hier]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Lisa schreibt an ihre zukünftige Tochter. Sie schreibt über Großwerden, über Streit und Versöhnung, über schwere und schöne Tage und über Dinge, die sie ihr mitgeben möchte. Sie schreibt über Liebe – eine unbedingte und anhaltende Liebe. Wer würde sich nicht so eine Mutter wünschen?</strong></p>
<p><span id="more-14859"></span></p>
<p>Wenn ich eine Tochter haben sollte, dann ist dies hier an dich</p>
<p>Ich bin deine Mom</p>
<p>Wir beide sind wie Magneten, die sich anziehen</p>
<p>Aber es wird eine Zeit geben in der wirst du mich verfluchen</p>
<p>Du wirst außerhalb nach Strukturen und Halt suchen</p>
<p>Wir werden aneinander verzweifeln</p>
<p>Einander suchen</p>
<p>In Zweifeln</p>
<p>In Worten fliehen</p>
<p>Du wirst mich verteufeln</p>
<p>Bis die Wolken sich wieder verziehen</p>
<p>Aber so sicher wie die Sonne hoch am Himmel steht</p>
<p>So sicher wie sich Tau morgens auf die Gräser legt</p>
<p>So sicher wie der Wind durch die Bäume rauscht</p>
<p>So sicher kannst du sein ich werde immer versuchen dich hören</p>
<p>Und zu fragen was du brauchst</p>
<p>Mich wirst du immer haben</p>
<p>Ich werde dich immer lieben</p>
<p>Dann wenn du es nicht hören magst</p>
<p>Dann wenn du denkst,</p>
<p>dass du mich nicht hören kannst</p>
<p>Dann wenn du es am Wenigsten erwartest</p>
<p>Dann wenn du die Liebe hinterfragst,</p>
<p>Dann wenn du mich hinterfragst</p>
<p>Auch nach</p>
<p>„Mama, du bist peinlich. Nicht hier. Du hast mir das schon tausendmal gesagt.“</p>
<p>Selbst dann, wenn du es nicht immer erwidern kannst</p>
<p>Wenn du Fehler gemacht hast</p>
<p>Und auch wenn du unfehlbar warst</p>
<p>Werde ich dich lieben</p>
<p>Auch</p>
<p>Du wirst lieben</p>
<p>vielleicht nicht immer mich</p>
<p>Definitiv nicht nur mich</p>
<p>Aber du wirst lieben</p>
<p>Und ich hoffe, du lernst auch</p>
<p>Dich</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Welt</p>
<p>meint es nicht immer gut mit uns</p>
<p>Sie wird es auch nicht immer gut mit dir meinen</p>
<p>Sie wird dir ein Spiegel vorhalten</p>
<p>In Scherben</p>
<p>Und sollst das aushalten</p>
<p>Es wird Regentage geben</p>
<p>Unzählige</p>
<p>Deine Wege mit Pfützen gepflastert</p>
<p>Wenn du denkst</p>
<p>Du hast alle Zeit in dieser Welt</p>
<p>Dann schlägt die Realität dir hart ins Gesicht</p>
<p>bis dieser Gedanke in seine Einzelteile wieder zerfällt</p>
<p>An manchen Tagen</p>
<p>Wirst du leiden</p>
<p>Du wirst leben meiden</p>
<p>Egal wie schnell du dich drehst</p>
<p>Egal wie gut du es meint</p>
<p>Egal wen du versuchst mit deinen kleinen Händen</p>
<p>Festzuhalten</p>
<p>Was du versuchst um Menschen zu verändern</p>
<p>Oder sie aufzuhalten</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Retten kannst du</p>
<p>Retten wirst du</p>
<p>Nicht alle</p>
<p>Aber hoffentlich</p>
<p>immer dich selbst</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schau in den Spiegel</p>
<p>Denn dort wo Scherben sind</p>
<p>Bricht auch immer Licht</p>
<p>Selbst dort spiegelt sich</p>
<p>Dein zartes Gesicht</p>
<p>Und ja, es wird regnen</p>
<p>Manchmal wird es dir vorkommen als wäre es auch in dir</p>
<p>Aber für die großen Pfützen</p>
<p>Bauen wir dir einen sicheren Pier</p>
<p>Aber scheu nicht den Blick in Pfützen hinein</p>
<p>Wenn du rein blickst</p>
<p>Erkennst du wie viel Tiefe</p>
<p>Wie mehrschichtig</p>
<p>Wie vielfältig</p>
<p>Kann etwas sein</p>
<p>Und genau so ist das mit dir</p>
<p>Du bist ein Mensch</p>
<p>mit Liebe und Gedanken</p>
<p>In dir</p>
<p>Auch wenn du nicht alle Zeit der Welt hast</p>
<p>Heißt das nicht, dass du hetzen musst</p>
<p>Dass du nicht stehen</p>
<p>Nicht entschleunigen</p>
<p>Nicht Anlauf</p>
<p>Nicht leiden darfst</p>
<p>Vielleicht willst du dich maskieren</p>
<p>Verstecken</p>
<p>Versuchen jeden deiner Fehler gut zu bedecken</p>
<p>aber</p>
<p>Ich hoffe, du verlierst nie den Blick für die</p>
<p>Kleinen Dinge</p>
<p>Und das kleine Gesten manchmal mehr erzählen</p>
<p>Als jede Große es je könnte</p>
<p>Wie wichtig Wasser ist</p>
<p>Für dich</p>
<p>Zum Wachsen und gedeihen</p>
<p>Und dass du keine Flügel brauchst um</p>
<p>Großes zu erreichen</p>
<p>Und dass du nicht vergisst, dass Menschen</p>
<p>Nicht immer bleiben</p>
<p>Auch wenn das Schmerzlich</p>
<p>Und vom herz nicht immer begreiflich</p>
<p>Ist</p>
<p>Auch ich werde nicht den ganzen Weg mit dir gehen</p>
<p>Irgendwann wirst du mich physisch nicht</p>
<p>Mehr spüren</p>
<p>Nicht mehr sehen</p>
<p>aber</p>
<p>So sicher wie die Sonne hoch am Himmel steht</p>
<p>So sicher wie der Tau sich morgens auf die Gräser legt</p>
<p>So sicher wie der Wind durch die Bäume rauscht</p>
<p>So sicher kannst du dir sein</p>
<p>Meine Liebe zu dir wird nicht vergehen</p>
<p>Auch wenn du mich regelmäßig in den Wahnsinn treibst</p>
<p>Dein Zimmer nicht aufräumst</p>
<p>Dich mir gegenüber mal im Ton vergreifst</p>
<p>Du dich verliebst</p>
<p>Und glaubst diese Person ändern zu können</p>
<p>Glaub mir.</p>
<p>Been there. Done that.</p>
<p>Und wenn du mit 10-mal wieder auf die irrwitzige</p>
<p>Idee kommen solltest</p>
<p>Deinen kleinen Rucksack zu nehmen</p>
<p>Und durchzubrennen</p>
<p>Nur um auf halben Weg wieder zu mir zurück in meine Arme</p>
<p>Zu rennen</p>
<p>Werde ich dich lieben</p>
<p>Auch</p>
<p>Du wirst lieben</p>
<p>vielleicht nicht immer mich</p>
<p>Definitiv nicht nur mich</p>
<p>Aber du wirst lieben</p>
<p>Hauptsache irgendwann dich</p>
<p>Dich</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dabei bist du eigentlich mein Baby</p>
<p>Du wirst ein junges Mädchen</p>
<p>Du wirst für Andere schnell zur jungen Frau</p>
<p>Ich möchte dir gerne Werkzeug in die eine und ein Schutzschild in die andere Hand legen</p>
<p>Ich möchte dir how to be safe Kleidung in die Hand drücken</p>
<p>Sie dir persönlich anlegen</p>
<p>Ich möchte dir bei beibringen</p>
<p>Wie man wunden selbst vernäht</p>
<p>Besonders die die man nicht sehen kann</p>
<p>Wie man selbst kämpft</p>
<p>Wie man selbst geht</p>
<p>Wie man sich behaupten kann</p>
<p>Dass du hocherhobenen Hauptes Arenen verlässt</p>
<p>Dass du nicht eine Sekunde daran denkst</p>
<p>Wie man(n) deine Stimme oder dein Aussehen findet</p>
<p>Oder wie du deine Schritte dämpfst</p>
<p>Du hast eine Stimme, die gehört dir</p>
<p>Und die darfst du nutzen</p>
<p>Und wenn du mal eine Begleitung brauchst</p>
<p>Spiele ich gerne nebenher Klavier</p>
<p>Ich kann keine gebrochenen Herzen heilen</p>
<p>Aber ich pflegen kann ich sie</p>
<p>Und allgemein hör nie auf etwas zu probieren</p>
<p>Oder an bessere Tage zu glauben</p>
<p>Manchmal hilft es im Auto zu schreien</p>
<p>Und zu tanzen, bis du deine Beine nicht mehr spürst</p>
<p>Und Schokolade und Eis haben auch noch nie geschadet</p>
<p>Wenn man sich in seinen eigenen Gefühlen windet und badet</p>
<p>Heute ist vielleicht beschissen</p>
<p>Ich mein bescheiden</p>
<p>Und morgen wird es anders</p>
<p>Beschissen</p>
<p>Ich meine bescheidener sein</p>
<p>Aber es geht immer weiter</p>
<p>Irgendwie</p>
<p>Selbst in größten Krisen</p>
<p>Selbst wenn du nicht weiß wie</p>
<p>Und wenn nicht</p>
<p>Dann scheitern wir zusammen</p>
<p>So sicher wie die Sonne hoch am Himmel steht</p>
<p>So sicher wie der Tau sich morgens auf die Gräser legt</p>
<p>So sicher wie der Wind durch die Bäume rauscht</p>
<p>So sicher kannst du dir sein</p>
<p>meine Liebe</p>
<p>wird von Dauer sein</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir hatten Corona</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/04/wir-hatten-corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2022 09:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
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					<description><![CDATA[2020 ging die Corona Pandemie in Deutschland richtig los und es war für uns alle etwas Seltsames, immer Präsentes und vor allem Gefährliches. Marie hat die Pandemie als junge Mutter mit zwei kleinen Kindern durchlebt: alle hat´s erwischt und das hat richtig Angst gemacht. Anfang 2020 ging die Corona-Pandemie los und es war sowas von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>2020 ging die Corona Pandemie in Deutschland richtig los und es war für uns alle etwas Seltsames, immer Präsentes und vor allem Gefährliches. Marie hat die Pandemie als junge Mutter mit zwei kleinen Kindern durchlebt: alle hat´s erwischt und das hat richtig Angst gemacht.</strong></p>
<p><span id="more-14694"></span></p>
<p>Anfang 2020 ging die Corona-Pandemie los und es war sowas von spannend, wie sich alles entwickelte. Die Menschen sahen so komisch aus, mit dem medizinischen Mund-Nasen-Schutz, als wären sie schwer krank, als wäre etwas ganz Schlimmes in der Welt ausgebrochen, hochansteckend und gefährlich. Und so war es ja irgendwie, aber die erste Zeit lang war es einfach nur seltsam, wie die Welt plötzlich eins wurde. Jeder, einfach jeder wusste, was Covid-19 ist. Jeder musste eine Maske tragen, jeder wusste, was diese Pandemie ist. Ich fand es einfach extrem faszinierend.<br />
Leider wurden mit der Zeit in den Medien ständig von schweren Verläufen und Todesfällen berichtet. Ich habe kaum Meldungen über Genesene bekommen oder dass die meisten Menschen einen milden Verlauf hatten. Diese Pandemie ging ganz schnell Richtung Intensivstation, Atemnot und Tod.<br />
Das hat mir Angst gemacht und meinem Umfeld auch.<br />
Vielleicht haben wir auch übertrieben gehandelt, aber meine Hände sind nach und nach kaputt gegangen, durch das permanente Desinfizieren. Überall hat man seine Hygienetücher und das Desinfektionsgel rausgeholt.<br />
Ein ständiger Kampf gegen die Angst vor Corona-Viren.<br />
Ich wollte auf keinen Fall infiziert werden und meine Kinder sollten es erstrecht nicht.<br />
Kinder starben, Babys starben, die Menschen starben laut den Medien langsam, aber sicher aus. Ich hatte echt Angst um meine Familie.   Das erste Jahr verging, dann verging das zweite Jahr. Ich war so stolz, wie wir das gemeistert hatten, selbst mein Sohn hat sich, nachdem er eingeschult wurde, nicht infiziert. Um uns herum gab es immer mehre Coronafälle.<br />
Was hatten wir für ein Glück, dass es uns nicht getroffen hat!<br />
Meinem Sohn haben die Kuscheleinheiten mit seiner Oma gefehlt, sie war als Risikopatientin sehr vorsichtig.  Meine einjährige Tochter setzt sich zu Hause den medizinischen Mundschutz auf den Kopf, es ist unglaublich, dass selbst dieses kleine Wesen schon weiß, dass das Leben ein Leben mit Mundschutz ist. Sie hat mich das erste Mal mit einer FFP2-Maske im Gesicht gesehen, als sie auf die Welt kam.<br />
Nachdem wir an einem Nachmittag im Januar in Berlin auf dem Spielplatz waren &#8211; natürlich nicht, ohne uns vorher tagelang immer wieder getestet zu haben, das war ja der Alltag &#8211; haben wir spontan meine Familie getroffen und mein Sohn hat einfach mal endlich seine lang ersehnte Kuscheleinheit mit seiner Oma eingefordert.   Am nächsten Tag war er positiv.<br />
Seine Oma ist zum Glück negativ geblieben, aber mein Sohn hat, nach zwei Jahren Pandemie, seinen zweiten Strich auf dem Schnelltest gehabt. Ich war komplett überfordert und hatte Angst. Einfach Angst, ihn zu verlieren. Ich habe mir die schlimmsten Szenarien vorgestellt und war so überfordert &#8211; hatte ja noch meine einjährige Tochter &#8211; dass ich ihm seinen Quarantänebereich in seinem Zimmer eingerichtet habe. Er hat den großen Fernseher reingestellt bekommen und ich habe ständig gelüftet.<br />
Es war ein komisches Gefühl, ich hatte Angst vor seinen Viren, die er durch die Gegend gehustet hat, ich hab ihn irgendwie als „fremdes Wesen“ gesehen, den ich meiden musste.  Dieses Gefühl habe ich ihm natürlich nicht gegeben, aber innerlich hatte ich einen großen Konflikt mit meiner Angst und meiner Sorge.<br />
Meine Tochter durfte sich auf keinen Fall anstecken und meine zweite Impfung war doch schon über ein halbes Jahr her! Meinen Boostertermin hätte ich genau in dieser Woche gehabt, musste ihn aber absagen.   Jedes Mal, wenn mein Sohn ins Bad gegangen ist, bin ich ihm desinfizierend hinterher gerannt. Meine Tochter wollte zu ihm ins Zimmer, aber das habe ich mit seinem Polizei-Absperrband „abgesperrt“. Ich war wirklich überfordert.  Sind wir überhaupt noch sicher vor dem Virus, wenn es schon im Haus ist?  Am Abend habe ich ein Kratzen im unteren Hals bemerkt. Oh nein. Es ging mir auch irgendwie nicht mehr so gut. Aber sowas habe ich öfter, das wird am nächsten Tag weg sein.   Am nächsten Tag war ich positiv. Und meine Tochter auch. Scheiße.<br />
Der Papa der Kinder ist als Einziger negativ geblieben. Seine Booster-Impfung ist nicht lange her, hat er dadurch einen besonders hohen Schutz gehabt? Ich weiß es nicht.  Mein Sohn war wieder fit, ihm ging es so gut, als wäre nie etwas gewesen. Meine Tochter hatte normale, leichte Erkältungsanzeichen und ich lag komplett flach und habe jeden Tag ein neues Symptom dazu bekommen.  Halsschmerzen, Husten, Ohrenschmerzen, unglaubliche Schwäche, dann hat mein linker Arm so wehgetan, dass ich Schmerzmittel nehmen musste. Ich hatte mehrmals Nesselsucht und hatte Probleme beim Atmen.   Jeden Abend bin ich mit der Angst schlafen gegangen, dass es wirklich ernst wird. Zähle ich überhaupt noch als geimpft? Meine Kinder dürfen ihre Mama nicht verlieren!<br />
Ich habe versucht, mich im Internet zu belesen und habe nur Horrorgeschichten gelesen: „Probleme beim Atmen, kurz danach verstorben“, ES HAT MICH WAHNSINNIG GEMACHT! Ich war kurz davor, ein Testament zu schreiben, einfach wegen all der Nachrichten, die ich gelesen habe, im Bezug auf meine immer mehr werdenden Symptome!   Eine Woche später waren wir alle wieder negativ, zwei Symptome sind bei mir noch zwei Wochen lang geblieben und danach hatte ich den nächsten Infekt, mit denselben Symptomen. Nesselsucht bekomme ich bis heute immer wieder und der Schnupfen ist auch noch da.   Ich finde, dass einem viel zu viel Angst gemacht wurde. Das Gleichgewicht in den Nachrichten, zwischen Todesfällen und mildem Verlauf, ist nicht mehr normal.<br />
Das finde ich sehr schade.  Wahrscheinlich wird jeder mindestens einmal infiziert sein, ich denke, da kommen wir nicht drum herum. Wie das alles noch wird mit dieser Pandemie, weiß ich nicht, aber ich hoffe, dass es bald ein Ende hat und der Virus zu einer normalen Krankheit wird, gegen die man geimpft wird und jeder sie gut übersteht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum es sich nicht lohnt, das Handtuch zu werfen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/04/das-handtuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2018 07:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
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					<description><![CDATA[Schwäche und Überforderung sind in unserer Gesellschaft nur selten anerkannt. Leistung und Funktionalität stehen da schon eher im Mittelpunkt. Besonders als Mutter kann man nicht einfach sagen, man sei überfordert. Dann ist man ja in den Augen vieler schnell eine schlechte Mutter. Unsere Autorin Marie schreibt in diesem Text über Gefühle, die sie auf der]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schwäche und Überforderung sind in unserer Gesellschaft nur selten anerkannt. Leistung und Funktionalität stehen da schon eher im Mittelpunkt. Besonders als Mutter kann man nicht einfach sagen, man sei überfordert. Dann ist man ja in den Augen vieler schnell eine schlechte Mutter. Unsere Autorin Marie schreibt in diesem Text über Gefühle, die sie auf der Straße so nie aussprechen würde.</strong></p>
<p><span id="more-10537"></span></p>
<p>Als ich vor einigen Monaten realisiert habe, wie schwach man auf die Gesellschaft wirkt, wenn man, wie ich als junge Mutter, mal &#8220;nicht mehr kann&#8220; oder überfordert ist, habe ich mich hingesetzt und überlegt, weshalb so viele Menschen so unfassbar engstirnig denken.<br />
Traut man sich überhaupt noch, zuzugeben, dass man erschöpft ist, überfordert ist oder vielleicht sogar nachdenkt, etwas hinzuschmeißen?<br />
In meiner Nachbarschaft habe ich einige Male gehört, wie sich die ältere Generation über ihre erwachsenen Töchter und deren Nachwuchs unterhalten:&#8220; Die ist komplett überfordert, das hätte sie sich aber vorher überlegen können!&#8220;<br />
Wie bitte? Nun komme ich gerade mit zwei vollen Einkaufstaschen aus dem Supermarkt, schiebe den vollgepackten Buggy mit meinem müden, weinenden Sohn, der permanent versucht, rauszuklettern – und fühle mich ziemlich überfordert. Hätte ich mir das &#8220;aber vorher überlegen können&#8220;? Hätte ich machen können. Und dann? Setze ich deshalb kein Kind in die Welt, weil es nach einem Einkauf mal anstrengend sein könnte?</p>
<p>Ich schreibe jetzt etwas, was ich auf offener Straße nicht laut aussprechen sollte:<br />
Ich habe sehr oft keine Energie, Motivation oder Ausdauer mehr. Kranker Scheiß, was?<br />
Dabei meint man doch, sobald man ein Kind hat, ist man stark und unberechenbar, eine Maschine, die nur noch funktioniert.<br />
Seit ich Mutter bin, habe ich gelernt, dass ich zwar – man will es nicht glauben &#8211; weiterhin Emotionen und Bedürfnisse habe, diese aber, wenn sie ins nicht besonders positiv sind, Probleme bereiten. Ich würde mich dann lieber zurückziehen.<br />
Aber wem hilft es, wenn ich dem nachgebe? Ich würde mich festbeißen und vielleicht nicht mehr herausfinden. In ein Loch fallen.<br />
Warum schreibe ich so offen darüber? Weil es nichts Schlimmes ist.<br />
Weil es jedem Anderen manchmal genauso geht. Manchmal geht es einem ganz lange so, manchmal ist das aber auch schnell wieder vorbei.<br />
Deshalb ist das etwas ganz normales, ein ganz normales Gefühl, ein ganz normales &#8220;Mit den Kräften am Ende sein&#8220;.<br />
Nur, wer sich genau das eingesteht, dass auch das mal passieren kann, lebt. Wenn man es unterdrückt, nicht zugibt, versucht, perfekt zu sein, ist innerlich sicher nicht erfüllt, setzt sich selbst unter Druckt.<br />
Ich bin manchmal ganz stark überfordert. Weil dann mein Bedürfnis, einfach nur ein eigener, unabhängiger Mensch zu sein, überwiegt. Dann will ich nicht mehr. Dann ist eine Grenze erreicht und ich könnte auf der Stelle das Handtuch werfen. Und zwar ganz weit weg.<br />
Ich stelle alles infrage, halte mich für eine beschissene Mutter, weil ich nicht vierundzwanzig Stunden am Tag hochmotiviert und dauerbespaßend durch die Gegend hüpfen kann, permanent lachen kann, mich das zehnte Mal in Folge darüber freuen kann, wenn mein Sohn etwas Tolles macht. Denn das tut er. Er macht ganz tolle Dinge, die ständig mein Herz erfüllen.<br />
Auch wenn ich meine Grenze erreicht habe.</p>
<p>Eine Grenze zu erreichen, überfordert zu sein, bedeutet, keine Kapazität mehr zu haben, keinen Aufwand mehr zu betreiben oder etwas zu tun, was aktuell nicht seinem eigenen Bedürfnis entspricht. Es bedeutet nicht, aufzugeben. Wenn man aufgibt, wirft man das Handtuch und geht. Und wie ich oben geschrieben habe &#8220;Dann ist eine Grenze erreicht und ich könnte auf der Stelle das Handtuch werfen.&#8220; Ja, auch ich denke das manchmal.<br />
Wichtig ist dann, zur Ruhe zu kommen.<br />
Zeit zu haben, dieses Chaos wieder ordnen zu können.<br />
Denn wir werfen nicht einfach das Handtuch, was unser Leben ist. Das wirft man nicht einfach weg. Denn was haben wir dann? Wahrscheinlich erstmal nicht viel.<br />
Ist es das wert?<br />
Oder ist das, was wir haben, das, was wir uns aufgebaut haben, mehr wert?<br />
Die Mühe wert, auch in schlimmen Zeiten an unser Herz zu glauben und uns daran zu erinnern, WIESO wir hier stehen.<br />
Weil wir uns so entschieden haben.<br />
Weil wir es wollten.<br />
Weil wir dieses Leben in guten Phasen sehr, sehr lieben. Und in schlechten Phasen kein Bock mehr auf nichts haben. So ist das. Bei mir und bei Dir. Und das ist gut so.</p>
<p>So kann es uns ins verschiedenen Situationen gehen. Ob man eine Beziehungskrise durchlebt, Verantwortung zu tragen hat, einen Beruf ausübt, zur Schule geht, einfach immer.</p>
<p>Das Leben ist nicht einseitig. Man könnte meinen, ein Leben ist einseitig, wenn ein Mensch die Schule beendet, einen Beruf lernt und den Rest seines Lebens die selbe Arbeitsstelle hat.<br />
Aber – und darauf möchte ich hinaus – es geht mir nicht um das, womit wir unseren Tag verbringen.<br />
Es geht mir um das Innere. Unser Herz, unsere Gefühle, unsere Emotionen, unsere Gedanken. DAS ist nicht einseitig und prägt unser Leben. Darauf baut es sich auf. Darauf, was wir in uns haben an Emotionen.<br />
Denn auch ein Mensch, der seit zwanzig Jahren den selben Beruf Tag für Tag ausübt, hat kein einseitiges Leben, wenn er, wie wir alle, Phasen durchlebt, in denen er zu Tode betrübt ist, oder so glücklich, dass er auf Wolken zur Arbeit schwebt.<br />
Wir kennen das ALLE!<br />
Niemand ist damit allein.<br />
Und trotzdem fühlen wir uns oft furchtbar allein, nicht wahr?<br />
Weil leider niemand in unseren Kopf schauen &#8211; und unsere Gefühle ändern kann, um uns aus dieser Phase zu befreien.<br />
Das tun wir ganz alleine, wir befreien uns von ganz allein, indem wir Hoffnung haben.</p>
<p>Das ganze Leben besteht also aus Überforderung, aus Antriebslosigkeit, aus Hoffnungslosigkeit, aus Phasen fehlender Motivation, die uns verleiten, uns für einen Versager zu halten.<br />
Das Leben besteht aus Wut, auf uns selbst und auf Andere, aus Trauer, aus Trennungen, aus Kummer.<br />
Wir verschließen uns, weil wir nicht mehr wollen.<br />
Wir machen einfach zu.<br />
Keine Lust mehr.<br />
Komplett überfordert.<br />
Zu viel Alltag, zu viel Arbeit, zu viel Erwartungen. Erwartungen an uns selbst und von anderen. Von all den Erwartungen an das Leben enttäuscht, jedoch diese Enttäuschung erwartet.<br />
Wir können nicht mehr.<br />
Es ist alles zu viel.<br />
Ist das MEIN Leben?<br />
Wollte ich das je so, wenn ich nun nicht mehr kann? Natürlich kann man nicht glauben, dass der Weg richtig war. Nicht, wenn man an seiner Grenze ist. Dann ist alles falsch, was man je getan hat. Dann ist man selbst falsch. Falsch und alleine und niemand versteht einen. Niemand versucht, einen zu verstehen.<br />
Niemand kümmert sich um Dich, weil alle anderen klarkommen und alles auf die Reihe bekommen, während Du selbst eingehst.</p>
<p>Ein Teufelskreis. Die Anderen kriegen alles hin, während man selbst anscheinend versagt. Niemandem fällt auf, dass diese Phase, die man gerade erlebt, für jemand Anderen aktuell eine ganz tolle, erfolgreiche Phase ist, die aber auch umschlägt und auch die Person plötzlich nicht mehr kann, wenn DEINE Kraft wieder da ist und Du voll durchstartest.<br />
Dann bist Du der, der anscheinend alles super schafft, während der Andere glaubt, aufgeben zu müssen.<br />
JEDER hat Phasen.<br />
Gute und Schlechte.<br />
Wenn Du eine schlechte Zeit hast, hat jemand anderes gerade eine sehr gute Zeit. Und umgekehrt. Vergiss das nicht.<br />
Das Leben kann megamäßig beschissen sein.<br />
Für jeden.<br />
Aber so hoffnungslos wir uns fühlen, während wir aufgeben, hat bereits ganz tief innen wieder etwas Neues begonnen.<br />
Wir erinnern uns.<br />
Es muss nur etwas Vertrautes passieren und wir freuen uns, lachen und erinnern uns. Und dann ist sie wieder da. Die schöne Seite des Lebens. Wir haben sie einfach aus unserem Herzen geholt.</p>
<p>Wie beschreibe ich die schöne Seite des Lebens? Ganz einfach. Ich erinnere mich kurz, was ich in der letzten Zeit, wenn es manchmal auch nur Tage oder Wochen waren, erlebt habe.<br />
Die schöne Seite besteht aus Höhen, in denen man wunschlos glücklich ist, aus wochenlanger Motivation, aus plötzlicher Energie, woher die auch immer kommen mag, aus langanhaltender Ausdauer, dass das Leben perfekt erscheint, weil man alles ohne viel Aufwand schafft.<br />
Außerdem besteht die schöne Seite des Lebens aus ganz viel Spaß, stundenlangem Lachen, aus Zeit und aus Liebe. Zu wissen, man wird gebraucht, zu spüren, dass es ein Kind gibt, das zu mir hoch schaut, von mir lernt.</p>
<p>Das alles sind wunderschöne Dinge, die wir während der schönen Seite des Lebens erleben, die sich wiederholen.<br />
Und das ist das Wichtige, dass man genau daran glaubt, sich daran festhält: Sie wiederholen sich. Immer und immer wieder.<br />
Mal variiert die Länge der Phasen, aber sie kommen immer wieder.</p>
<p>Das ist LEBEN.<br />
Diese Dinge halten uns aufrecht, geben uns Hoffnung, geben Kraft, weiterzumachen und optimistisch zu bleiben.<br />
Bestärken uns, dass es richtig ist.<br />
Das WIR richtig sind, das unser Leben richtig ist.<br />
Das wir in die richtige Richtung gehen und alle Steine und Hindernisse mal ganz einfach zur Seite schieben können, aber auch mal zu zweit anpacken muss und einen fetten Stein aus dem Weg räumt. Damit unser Weg wieder frei ist und wir weitergehen können.</p>
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<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
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<li>Hier könnt ihr einen weiteren Text von Marie <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/01/mein-babyalltag-mit-22/" target="_blank" rel="noopener"><strong>über ihre Mutterschaft</strong></a> lesen.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier einen Text von Sarah zu <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/feministische-erziehung/" target="_blank" rel="noopener"><strong>feministischer Erziehung von Jungen</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
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