<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>S*explore &#8211; meinTestgelaende.de</title>
	<atom:link href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/sexplore/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.meintestgelaende.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 11 Dec 2024 08:55:18 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/cropped-unnamed-32x32.jpg</url>
	<title>S*explore &#8211; meinTestgelaende.de</title>
	<link>https://www.meintestgelaende.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Konsens</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/12/konsens-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Samuelle Striewski]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Dec 2024 07:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Konsens]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16503</guid>

					<description><![CDATA[Sex ist Kommunikation und erste Male mit neuen Partner*innen ein bisschen wie eine Fremdprache, die man noch nicht komplett beherrscht. Am Anfang ist alles noch etwas holprig, man macht &#8222;Grammatikfehler&#8220;, die Aussprache ist noch nicht perfekt aber mit etwas Übung, wird man immer besser. Samu/elle über die Kommunikation zwischen Körpern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sex ist Kommunikation und erste Male mit neuen Partner*innen ein bisschen wie eine Fremdprache, die man noch nicht komplett beherrscht. Am Anfang ist alles noch etwas holprig, man macht &#8222;Grammatikfehler&#8220;, die Aussprache ist noch nicht perfekt aber mit etwas Übung, wird man immer besser. Samu/elle über die Kommunikation zwischen Körpern.<br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das „Cool Girl“ im Bett</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/12/das-cool-girl-im-bett/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Konsens]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16496</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Autorin hat lange Zeit performt, was das Patriarchat unter einem &#8222;Cool Girl&#8220; versteht. Sie hat ihre Bedürfnisse nicht geäußert und Grenzen nicht gesetzt, um die Gefühle ihres Partners nicht zu verletzen oder gar seine Anerkennung zu verlieren. Das Cool Girl ist halt mit allem cool &#8211; bis sie sich dazu entschieden hat, sie selbst,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Autorin hat lange Zeit performt, was das Patriarchat unter einem &#8222;Cool Girl&#8220; versteht. Sie hat ihre Bedürfnisse nicht geäußert und Grenzen nicht gesetzt, um die Gefühle ihres Partners nicht zu verletzen oder gar seine Anerkennung zu verlieren. Das Cool Girl ist halt mit allem cool &#8211; bis sie sich dazu entschieden hat, sie selbst, statt cool zu sein. Wer damit ein Problem hat? Pech! Ein Essay über wahre Coolness.</strong><span id="more-16496"></span></p>
<p>„Oh bitte nicht“, denke ich mir aber mein Mund spricht den Gedanken nicht aus. Schließlich kann ich jetzt nicht den Moment verderben. Das käme total komisch rüber und er würde bestimmt super unsicher werden und glauben es sei seine Schuld. Mein größter Albtraum: Der Grund dafür sein weshalb sich mein Partner schlecht fühlt.<br />
Also fühle lieber ich mich schlecht. Mit zusammengebissenen Zähnen lasse ich also meinen Kopf ins Kissen drücken und warte bis es vorbei ist. So schlimm ist es ja nicht und ich liebe ihn ja auch. Außerdem ist es ja nicht das erste Mal, sondern quasi Routine. Da kann man mal bisschen was wegstecken im Gegenzug dafür, dass er gleich glücklich und verschwitzt nichts sagend aus dem Bett steigen und sich eine Zigarette drehen wird. Ich werde dann lächeln und mir die Haare aus dem Gesicht streichen. Vielleicht bekomme ich sogar noch eine Umarmung. Ich mag Sex ja auch, die Details sind da nicht so wichtig.</p>
<p>Früher hieß es prüde, heute bin ich „vanilla“. Nicht falsch verstehen: Die sexuelle Revolution, die man als junge Frau in Hetero-Beziehungen durchmacht, hatte ich auch. Ich habe über den Tellerrand der Missionarsstellung hinausgeschaut. Ein bisschen heftigeres Anpacken, vielleicht ein wenig Choking – alles super aufregend. Sich auszuprobieren ist wichtig und ich finde es toll, wenn man findet was einem liegt. Wenn das deins ist: More power to you.<br />
Ich dachte erst das liegt mir alles. Ich bin die Entspannte, mit mir kann man alles machen. Ich bin mir für Nichts zu schade. Nein heißt nein, aber ich sage immer ja. Ich bin nicht wie die anderen, ich bin pflegeleicht. Ich bin <i>cool </i>mit allem.</p>
<p>Das <i>Cool Girl</i> schaut zusammen mit ihrem Freund anderen Frauen hinterher – solchen mit engen Hosen und großen Hintern. Sie ist „eine von den Jungs“, nur eben heiß. Drama? Hat sie keinen Bock drauf. Sie trinkt mit, feiert mit, und ist selbst im Bett cool. Lust auf Sex hat sie immer, Aftercare braucht sie nicht. Du willst sie schlagen oder beißen, kein Problem da steht sie drauf. Auch Pornos schaut sie gern mit dir zusammen an. Das Cool Girl wird niemals zickig, niemals fordernd. Sie ist immer dabei – und nie bedürftig. Aber das Cool Girl ist eine Illusion. Sie existiert nicht wirklich. Sie ist eine Fantasie, die heterosexuelle Männer geschaffen haben und die ich lange versucht habe zu verkörpern. Schon in jungen Jahren lernen viele Mädchen, dass sie Lob ernten, wenn sie sich männlichen Interessen anpassen. Man „ist nicht so wie die anderen Mädchen“, wobei „das andere Mädchen“ eine zweidimensionale Parodie davon ist, was man(n) vom Mädchensein erwartet. Shopping ist für sie eine Sportart, sie trägt nur rosa und will irgendwann mal Lehrerin werden oder Tierpflegerin oder noch besser: Mama.</p>
<p>Mit 15 ist es eine Tragödie, wenn man in den Topf dieser vermeintlichen Mehrheit gesteckt wird. Dabei ist diese große rosa Masse keine Realität. Die aller wenigsten Mädchen und jungen Frauen entsprechen der oben genannten Beschreibung. Doch das wusste ich damals nicht. Also habe ich laut Twilight gehasst, meine Lieblingsfarbe war blau und Bier war lecker. Ich war nämlich ein Individuum und kein Teil der namenlosen pinken Karikatur. Wenn ich heute zurückblicke, empfinde ich Mitleid für mein jüngeres Ich. Genauso wie ich Mitleid mit den „Pick-Me Girls“ habe, die ich heute noch im Netz sehe. Diese Mädchen versuchen einfach nur zu zeigen, dass sie eine Persönlichkeit haben – dass sie nicht so sind wie „die anderen“.</p>
<p>Doch das war vor dem Abi, Tinder und dem 18ten Geburtstag.</p>
<p>Gerade hat man die Selbstreflexion erlangt das „Pick-Me“ Dasein abzulegen andere Frauen nicht als Konkurrenz anzusehen und sich selbst zu erlauben Musik von Taylor Swift zu mögen und rosa Kugelschreiber zu benutzen, da geht die Performance in anderen Kontexten nahtlos weiter. Ich war entwickelt genug um mich nicht mehr vor den Augen anderer Frauen unterscheiden zu müssen, aber in der Privatsphäre des sehr spärlich eingerichteten Schlafzimmers meines Freundes wollte ich noch immer cool sein.<br />
Auch wenn ich keine Erfahrung mit Casual Dating hatte, fühlte sich mein Sexleben in einer mehrjährigen Beziehung oft genauso an. Im Bett wird kaum bis gar nicht geredet. Kommunikation war ihm zu unsexy, also beschränkte ich mich auf Geräusche. Nach dem Sex zusammen liegen bleiben und kuscheln ist so gar nicht seins, und deswegen brauche ich das auch nicht. Ist ja eh alles zu warm und schwitzig. Außerdem hat es auch etwas Ästhetisches direkt nach dem Sex aufzustehen und sich eine Zigarette zu drehen. Das ist so cool. Also rauche ich eine mit. Mein Blick folgt dem Rauch, der Richtung Decke aufsteigt und ich fühle mich plötzlich irgendwie leer. Doch bevor ich diesem Gefühl mehr Platz gebe beschäftige ich mich stattdessen mit der Frage, ob wir die Wände beim Umzug wegen Gelbstich streichen müssen. Je losgelöster und lockerer desto besser. Wir haben One-Night-Stands – seit 2 Jahren.</p>
<p>Es ist Sommer 2018, wir sind früh morgens auf dem Rückweg von meiner Uni-Party nach Hause und entscheiden uns doch früher aus der S-Bahn zu steigen. Die Sonne ist kurz davor aufzugehen als wir noch immer angetrunken lachend über die Museumsinsel rennen. Außer uns ist keiner da, es ist als wären wir die einzigen zwei Menschen auf der Welt. Es ist einer dieser Momente die man als „core memory“ bezeichnen würde. Doch auch diese Erinnerung hat einen Beigeschmack, denn aus welchem Grund auch immer fingen wir an über das Thema Pornos zu sprechen und welche Darstellerinnen er besonders attraktiv findet. Als Cool Girl macht mir das natürlich gar nichts aus. Im Gegenteil, als laute Supporterin von Sexarbeiter: innen überlege ich ob ich ihm zum Geburtstag ein Abo für eines der Onlyfans-Profile schenke. Damit ich die Namen nicht vergesse schicken wir eine WhatsApp Sprachnachricht in unseren Chat, in der er etwas zögerlich die Namen aufzählt und ich lachend über meine Geschenkpläne spreche und sage „Ich bin ja echt ne Traumfrau, support Sexworkers and Support your Boyfriend“.</p>
<p>Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich am Folgetag die Namen gegoogelt und die Frauen mit mir verglichen habe. Habe ich genauso schöne Haare, Brüste, Beine, etc.? Bin ich genauso dünn? Würde ich das auch mit mir machen lassen? Die Ganze Aktion war nicht seine Idee, sondern meine. Ich habe mir selbst den Tag vermiest. Und dann kam auch noch der Kater.<br />
Schon lustig, wie offensichtlich verquer alles in Retrospektive scheint. Es ist eine große blinkende Leuchtreklame über meinem Kopf aber ich konnte sie nicht sehen. Ich habe die Rolle des Cool Girls nicht nur für ihn performt, sondern auch für mich selbst. Und ich war wohl ziemlich überzeugend.</p>
<p>Heute ist mir das Ganze fast peinlich. Wie sehr habe ich damals nach Bestätigung gelechzt, dass ich nie den Mund aufgemacht habe, wenn ich etwas nicht wollte? Im Gegenteil, ich machte es oft schlimmer. Was für ein Clown war ich? Doch es ist immer einfacher sein früheres ich zu verurteilen, sich über sie lustig zu machen und sich so doll es geht zu differenzieren, als Einfühlsamkeit zu zeigen.<br />
Damals war meine Nummer Eins Priorität ihn bei mir zu behalten. Verlassen zu werden war bedeutungsgleich mit dem Ende der Welt. Deswegen musste ich alles tun um zu vermeiden, dass er geht. Es fühlte sich damals so an als wäre mein Leben davon abhängig. Unter dieser Prämisse verändert sich das Bild, welches ich von meinem jüngeren Ich vor mir sehe. Das weiße Make-Up und die rote Nase verschwinden langsam, darunter kommt ein trauriges Gesicht zum Vorschein, was zu oft Ablehnung erfahren hat und nun bitterliche Angst davor hegt.<br />
Jahre später bin ich in einer neuen Beziehung in der ich genau das kommunizieren kann. „Es fällt mir schwer nein zu sagen.“ Meistens kann ich eine Grenze ziehen, wenn es nötig ist es doch manchmal kommt doch noch das Cool Girl heraus und will eine Performance außerhalb meiner Komfortzone darbieten. Einfach weil sie glaubt sie müsste.</p>
<p>Es gibt also kein Happy Ending in dieser Geschichte, nur Babyschritte in die richtige Richtung.</p>
<p>Mit 26 weiß ich: Das Konzept des <i>Cool Girl</i> simuliert sexuelle Freiheit. Während es den Anschein erweckt, dass sie sexuell befreit ist, ist ihre Freiheit in Wirklichkeit stark eingeschränkt, da sie immer noch innerhalb von einem männlich definierten Rahmen agiert. Sie verkörpert eine Fantasiefrau, die nicht nur sexuell verfügbar ist, sondern sich auch bewusst von traditionellen weiblichen Stereotypen distanziert – ohne jedoch die patriarchalen Strukturen, die dem Ganzen zugrunde liegen, infrage zu stellen. Ich war in Vergangenheit ein Cool Girl. Ich habe meine eigenen Grenzen kompromittiert aufgrund von persönlichen Ängsten und gesellschaftlichen Erwartungen, denen ich mit nicht einmal wirklich bewusst war das ich sie erfüllen wollte. Ich habe mich verletzten lassen und mich im selben Zug wiederholt selbst verletzt.</p>
<p>Doch dadurch, dass ich nun weiß welchen Preis ich dafür zahle um <i>cool</i> zu sein, werde ich in Zukunft inständig daran arbeiten noch viel, viel <i>uncooler</i> zu werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufklärung im Lehramt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/12/aufklaerung-im-lehramt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2024 07:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16477</guid>

					<description><![CDATA[Erinnerst du dich an den oft etwas seltsamen Aufklärungsunterricht in der 7. Klasse? Und bist du im Nachhinein zufrieden damit? Falls nicht, bist du damit nicht alleine: Auch Lehrer*innen sind nicht happy über die aktuelle Lage. Ein Bericht von Lilith.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erinnerst du dich an den oft etwas seltsamen Aufklärungsunterricht in der 7. Klasse? Und bist du im Nachhinein zufrieden damit? Falls nicht, bist du damit nicht alleine: Auch Lehrer*innen sind nicht happy über die aktuelle Lage. Ein Bericht von Lilith.<br />
</strong></p>
<p><span id="more-16477"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Queer und exklusiv</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/11/queer-und-exklusiv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[BvC]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16458</guid>

					<description><![CDATA[Die queere Community musste harte Kämpfe für mehr Akzeptanz und Selbstbestimmung austragen und hat dabei viel erreicht. Diskriminierung ist deshalb natürlich trotzdem nicht verschwunden und findet auch innerhalb der marginalisierten Gruppen selbst statt. Wir freuen uns, unseren neuen Autor BvC begrüßen zu dürfen. Viel Spaß mit seinem starken Essay über Intersektionalität und Subkultur. Es ist]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die queere Community musste harte Kämpfe für mehr Akzeptanz und Selbstbestimmung austragen und hat dabei viel erreicht. Diskriminierung ist deshalb natürlich trotzdem nicht verschwunden und findet auch innerhalb der marginalisierten Gruppen selbst statt. Wir freuen uns, unseren neuen Autor BvC begrüßen zu dürfen. Viel Spaß mit seinem starken Essay über Intersektionalität und Subkultur.</strong></p>
<p><span id="more-16458"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Es ist mir schwergefallen, noch nachzuvollziehen, wie viele queere Menschen mir im Laufe der Zeit von Übergriffen und Ausgrenzungen berichteten – und das oft nicht etwa im Kreise konservativer Elternhäuser, sondern von anderen Queers.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> Ersteres wäre wahrscheinlich auch ein Symptom, das hier auffällig öfter vorkommt, in den neuen alten Bundesländern. Solche Beobachtungen aus der queeren Community selbst nehme ich allerdings ungeachtet der geografischen Herkunft wahr. </span><span data-contrast="auto">Heute sind in Deutschland rund 95% für ein gesetzliches Diskriminierungsverbot von queeren Menschen, über 83% sind für die Möglichkeit der gleichgeschlechtlichen Ehe, knapp 80% empfinden keine persönliche Abneigung oder Ablehnung gegenüber Trans-Menschen. </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Diese Hippies von damals haben gewonnen und diese Toleranz reicht sogar bis in heutige konservative Milieus hinein. Was die queere Gemeinschaft so erreichte, gesellschaftlich, politisch, kulturell, ist heute spürbarer denn je.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Das alles legt den Eindruck nahe, dass ich und andere queere Menschen in einer durch und durch inklusiven, toleranten, progressiven Blase leben.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Zu Anfang war das für mich auch alles spannend und ich bin dem positiv begegnet. Mit der Zeit setzte aber eine Ernüchterung, fast schon Skepsis ein.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Denn auch wenn das heutige gesellschaftliche und kulturelle Selbstverständnis derart progressiv durchdrungen ist, so zeigen sich im persönlichen Zusammenleben mit queeren Menschen doch immer noch Türen und Schranken, die sich nicht oder nicht einfach für alle öffnen lassen.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Über queere Abgrenzung und Exklusion:</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Vorneweg &#8211; Ein faktischer Ausschluss von Menschen und Abgrenzung aus bestimmten sozialen Räumen kann meines Erachtens grob eingeteilt werden in einen beabsichtigten und natürlichen Ausschluss.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Eine Abgrenzung ist erstmal nichts per se Schlechtes, im Gegenteil. Sie ist Voraussetzung für Pluralität und gibt der Community überhaupt erst den bunten Touch, für den sie bekannt ist. Nicht alle können in andere abgegrenzte Gruppen eindringen, was total fair und in Ordnung ist. Ich kann als Cis-Mann kein Teil der FLINTA*- oder Trans*-Menschen-Gemeinschaft sein. Ich kann mich solidarisch zeigen, unterstützen, wo es geht, gewünscht ist und in Frieden sowie Solidarität zusammen leben.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Abgrenzung funktioniert aber natürlich auch als Ausgrenzung, als Methode der Selbsterhöhung, also aus negativer Begründung.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich beziehe mich hierbei auf meine eigenen Eindrücke, beispielhaft aus der schwulen Szene. Man bekommt schnell den Eindruck, dass in dieser einige begrenzende, fast schon determinierende Faktoren unausgesprochen existieren.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ein Faktor, beispielsweise: das Aussehen. Soweit, so offenkundig. </span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Klar &#8211; es gibt unterschiedliche Geschmäcker, Kinks, Menschen, die sehr wenig bis gar keinen Wert auf Äußerlichkeiten legen, aber für die breite Masse sind Aussehen, auch orientiert an popkulturellen Idealen und Vorbildern nun mal ein sehr entscheidender Faktor. Die gesamte Dating-App-Industrie beruht bekanntermaßen genau darauf.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Hinter vielen dieser Begründungen stehen aber manchmal problematische Einstellungen. Erst später verstand ich, dass manche Kommentare meines Ex-Freunds, wenn es um seine “Präferenzen” beim Aussehen anderer Typen ging, versteckter Rassismus und Lookism waren, also die Herabsetzung eines Typen, wegen seines Körpers, der in seinen Augen einem übergeordneten Schönheitsideal nicht entspricht.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mit 19 unterhielt ich mich auf einer queeren Party mit jemandem, etwa in meinem Alter, groß, breit und poc. Wenn ich mich richtig erinnere, kamen seine Großeltern aus zwei unterschiedlichen afrikanischen Staaten. Ich fragte sinngemäß und leicht angetrunken, wie vernetzt er mit anderen “Gays” in dieser Stadt ist, die mir persönlich relativ neu war. Er meinte, dass er &#8222;kaum&#8220; jemanden gut kenne, bzw. nicht viele Gays in seinem Freundeskreis hat, aber er wohne dort nicht erst seit kurzem. Damals war es auf dieser Party eine unangenehme Vermutung, die mir im Hinterkopf saß, die mir selbst irgendwie auch peinlich war oder mich zumindest so fühlen ließ. Es war aber kein Gedanke, den ich so unmittelbar ansprach.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Für mich ist das nur ein Beispiel von einigen dafür, dass mutmaßlich in den queeren Kreisen, in denen ich mich bewegte, Rassismus durchaus ein Problem war. Erst neulich fand mich die Nachricht, dass ein ehemaliger Freund aus der Zeit jetzt bei der AfD ist. Ich war wohl zu der Zeit privilegiert genug, um nicht zu merken, dass ich in solchen Strukturen steckte, solche Tendenzen genau vor meinem Auge ausgelebt wurden.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Auch das Aussehen, nicht aus rassistischer Motivation, sondern orientiert an idealisierter Popkultur, erfuhr ich als Mittel der Ausgrenzung und das auch nicht immer als Beobachter. Kaum jemand lässt sich von all den Problemen gänzlich ausnehmen. In einer queeren Gruppe, in der ich mich bewegte, waren auch nicht alle aus dem Model-Katalog ausgeschnitten, meine Person eingeschlossen. Wie abfällig aber teilweise über Typen, die auch zu dieser Gruppe gehörten, geredet wurde, während diese abwesend waren, war einer der Hauptgründe, mich von diesen Menschen loszusagen. Für die einen war es klar, dass -er- mit dem Körper, in dieser Gruppe “nichts reißen” wird und für die anderen war klar, dass -er- mit dieser Nase nie den Typen kriegt, für den er gerade schwärmt.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">“Und sie lassen dich spür’n, Sie können dich gut leiden, doch manche der Türen werden ein Leben lang zu bleiben” sang mal Kraftklub in einem etwas anderen Kontext.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Was ich mit diesen kleinen Erzählungen zeigen möchte: Auch wenn das am Anfang alles recht theoretisch klang &#8211; determinierende Faktoren, Durchdringung von subkulturellen Grenzen, etc. &#8211; hinter diesen Begriffen stecken am Ende ganz persönliche Zweifel am Selbstwert, Einsamkeit, Angst vor Identitätsverlust, der psychische Schmerz von Menschen. Wie jede Gemeinschaft birgt auch die queere Szene ihre eigenen, oftmals kultivierten Probleme – nicht minder gravierend, jedoch ebenso menschlich. Mal unterschiedlich, mal weniger intensiv, aber definitiv existent. Diesen inneren Widerspruch zum popkulturellen Image dieser Community zuzulassen, kann aber nur eine Stärke sein, da die Menschen in dieser Community nur so an diesen Problemen als Aufgaben arbeiten und wachsen können.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Identitäre Suchbewegungen als queere Person und Gruppen sind okay und normal, solange es keine pauschale negative Folgen für andere hat, nur aufgrund dessen, dass sie auf der anderen Seite der Grenze stehen. Im schlimmsten Fall fühlen sich die betroffenen Menschen in ihrem bisherigen queeren safe-space deplatziert, unwohl, ungewollt.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Reden wir über Inklusion in diesem Kontext, spricht man keinem Individuum irgendetwas ab, keine für sich stehende Subkulturen werden zu einem Brei nivelliert. Wir reden über die Durchdringung von abgegrenzten Gruppen, die bestimmte Merkmale eint oder ihre eigenen Merkmale erschufen. Diejenigen, die diese Durchdringung als etwas gewaltsames wahrnehmen, fürchten die Öffnung ihres Schutzraumes, das Relativieren und das persönliche Zweifeln an Ihrer kollektiven Identität. Auch erstmal keine Reflexe, die man gleich verurteilen könnte, wenn man sich mit queerer Geschichte auseinandergesetzt hat. Niemand hat das gerne auch von queerer Identität gelöst.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Gleichsam fehlte es in meinen Erfahrungen den Menschen und teilweise auch mir an einer dieser Community nachgesagten Sensibilität mit solchen Grenzen gut umzugehen und die Demut vor der Einsicht, dass die queere Szene keine bunte Ausnahme von solchen Problemen ist.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konsens</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/11/konsens-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gloria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Consent]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16438</guid>

					<description><![CDATA[&#8222;Consent&#8220; ist das Englische Wort für Zustimmung. Vielleicht ist es dir in letzter Zeit häufiger Im Zusammenhang mit dem Thema S3xualität begegnet. Was Consent genau ist, warum Consent wichtig und schön ist und was genau FRIES 🍟 damit zu tun haben, erfährst du im Video.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Consent&#8220; ist das Englische Wort für Zustimmung. Vielleicht ist es dir in letzter Zeit häufiger Im Zusammenhang mit dem Thema S3xualität begegnet. Was Consent genau ist, warum Consent wichtig und schön ist und was genau FRIES 🍟 damit zu tun haben, erfährst du im Video.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rundum befriedigt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/11/rundum-befriedigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Nov 2024 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[offene Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Polyamorie]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16431</guid>

					<description><![CDATA[Zwischen Bachelorarbeit und Referatsvorbereitung, zwischen Leipziger Stadtvierteln, zwischen Partnerpersonen: Die Protagonistin Mia, die wir in dieser Kurzgeschichte begleiten dürfen, fühlt sich wohl im Dazwischen und meistert es, ihre eigenen Vorstellungen von Beziehung zu leben. »Fu-fuck«, stöhnte Liam unter Mia und krampfte seine Finger in ihre Hüfte hinein. Mia rollte ihre Hüften schneller auf ihm. Sie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen Bachelorarbeit und Referatsvorbereitung, zwischen Leipziger Stadtvierteln, zwischen Partnerpersonen: Die Protagonistin Mia, die wir in dieser Kurzgeschichte begleiten dürfen, fühlt sich wohl im Dazwischen und meistert es, ihre eigenen Vorstellungen von Beziehung zu leben.<br />
</strong><span id="more-16431"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Fu-fuck«, stöhnte Liam unter Mia und krampfte seine Finger in ihre Hüfte hinein. Mia rollte ihre Hüften schneller auf ihm. Sie sah unter sich, wie Liam zitterte und sich sein Gesicht zusammenzog während ihm schwarze Strähnen verstrubbelt in die Augen fielen. Liam biss sich auf die Unterlippe und stieß ein paar Mal nach oben, dabei blies er in Stößen Luft aus. Er setzte mehrmals an, etwas zu sagen, aber es kam nur mehr Stöhnen aus seinem Mund heraus. Mia beugte sich nach unten und war froh die Haare beim Vorspiel in einem Zopf gefasst zu haben. Ihre Brüste landeten weich auf Liams Oberkörper und seine Hände fanden von fast automatisch ihre Nippel die er langsam in seinen Händen streichelte und manchmal leicht mit seinem Daumen und Zeigefinger einklemmte. Der Winkel war nicht der Beste, aber Mias gehauchte Worte an seinem Ohr ließen ihn dennoch zusammenzucken. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Kommst du für mich?« Sie bewegte sich schneller auf und ab und küsste seinen Hals, als sich Liam verkrampfte und die Augen zusammenkniff. Er ließ ein langes Stöhnen im Raum erklingen und sein Penis zuckte kraftvoll zusammen, als er sich ins Kondom ergoss. Als er die Augen öffnete, hatte Mia ihn schon aus sich rausgleiten lassen, da sie wusste, wie sensitiv er werden konnte, nachdem er gekommen war. Sie mussten definitiv mal den Penisring probieren. Liam öffnete langsam seine Augen. Es gab den Moment, in dem sich Liams Augen noch mal weiteten mit diesem unbewussten kleinen Lächeln, das er ihr manchmal schenkte, wenn er dachte, dass sie nicht hinsah.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Woah«, stieß er aus und schob ein »Danke« hinterher.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mia schüttelte nur ihren Kopf, verkniff sich den Kommentar und küsste Liam sanft und umarmte ihn fest, bis sich sein Atem wieder beruhigt hatte. Liam begann fast abwesend Mias Rücken zu streicheln und langsam ihre Wange und ihren Hals zu küssen. Liam stellte das Bein, das zwischen Mias Beinen war, auf und presste sie sanft mit ihrer Hüfte auf dieses. Dann drehte er sie um – versuchte es zumindest. Mit etwas rumrutschen lag sie unten und er befand sich aufgestützt zwischen ihren Beinen. Er begann sich erneut mit Ihrem Hals zu beschäftigen, doch sie schlang ungeduldig ihre Beine um ihn und presste ihr Becken rhythmisch gegen seinen Unterkörper.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Nimm mich bitte einfach.« </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Liam sah sie wieder mit diesem Strahlen an, als wäre sie etwas Besonderes.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Du bist so unfassbar heiß«, raunte er und umschloss ihren rechten Nippel mit seinem Mund. Ein kleiner Aufschrei kam aus Mias Mund und sie krallte sich in seine Haare als Liam fester saugte und vorsichtig in ihren Nippel biss. Dann nahm er seine Hand dazu und rollte ihren linken Nippel zwischen</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Daumen und Zeigefinger. Eigentlich wollte sie ihn runterschieben, genau dorthin, wo sie ihn jetzt brauchte, aber das Gefühl ließ sie kurz vergessen zu denken. Sie spürte, wie Flüssigkeit in einem kleinen Schwall aus ihr lief, über ihren Po und auf das Kissen tropfte. Gleitgel hatte Mia noch nie benutzen müssen aber die Nippelklemmen sollte sie definitiv mal mit nach Anger-Crottendorf zu Liam nehmen. Liam widmete sich ihrem anderen Nippel und langsam wurden die Nervenbündel sensitiv und Mia schob mit den Händen in Liams Haaren dessen Kopf eindringlicher nach unten. Er verstand die Aufforderung und ließ sich nach unten pressen, bis sein Kopf direkt vor ihrer Vulva stehen blieb. Er atmete tief ein und seine Augen verdrehten sich genüsslich ein kleines Stück.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Gott, du riechst so fantastisch«, sagte er und kam noch ein kleines Stück näher heran, sodass seine Nasenspitze nur Millimeter von ihrem Kitzler entfernt war. Mia wollte ihn näher heranziehen, aber scheiterte daran. Liam hatte andere Pläne. Er drehte seinen Kopf zu ihrem aufgestellten Bein und küsste erst das Knie, woraufhin Mia lachen musste da sie dort sehr kitzlig war. Dann küsste er sich ihr Bein entlang runter und saugte an ihrem Oberschenkel, was sie mit einem Keuchen quittierte. Ihre Beine begangen zu zittern je näher er ihrer Mitte kam und sie krampfte sich noch mehr in seine dünnen langen Strähnen. Er küsste sanft ihre äußere Schamlippe, blies einen Kuss in ihre Mitte und küsste die andere Schamlippe. Dann küsste er sich qualvoll an ihrem anderen Bein wieder nach oben.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Liam! Bitte, ich bring dich um.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Liam biss noch einmal in ihren Oberschenkel, grinste und leckte einen Streifen von unten nach oben ihre Vulva entlang. Mia schloss die Augen und schrie endlich.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Du schmeckst so unfassbar gut.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Wenn du mich länger lecken würdest, wüsstest du noch besser, wie ich schmecke.« </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Liam lachte nur und machte sich an die Arbeit. Er spreizte leicht ihre Vulvalippen und zog mit seinen Lippen ihren Kitzler und den Bereich um ihren Kitzler in seinen Mund ein. Nun konnte auch Mia wieder lächeln. Er saugte an dem Nervenbündel und spielte mit seiner Zunge daran um. Mia war sich nicht mehr sicher welche Geräusche sie machte. Liam legte sich mit dem Oberkörper flach auf’s Bett und zog Mias Schoss mit seinen Armen unter ihre Beine geschlungen noch näher an sich heran. So konnte er wenigstens durch die Nase atmen und musste nicht ständig aufhören. Seine Zungenbewegungen wurden freier und er leckte nicht nur Mias Kitzler, sondern ließ auch ab und zu seine Zunge in ihre Vagina gleiten. Es schmeckte göttlich für ihn. Eine seiner Hände glitt nach oben ihren Körper entlang und liebkoste mit seinen Fingern ihren Nippel. Sein Mund lief voll mit ihrem Saft. Er stöhnte fast synchron mit Mia auf. Er begann nebenbei seinen Kopf rhythmisch zu bewegen und schloss seine Augen, um nicht weiter von Mias Gesicht abgelenkt zu sein. Sie krallte sich in das Laken, hob leicht ihre Hüften und hatte den perfekten Winkel gefunden, als –</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Neben ihr das Telefon klingelte. Sie schnaubte frustriert, schob Liam mit einer sanften Handbewegung weg und riss sich nur ungern von dessen Mund los. Sie angelte das Mobiltelefon von dem Wohnungsboden und hoffte zum einen, dass es sich um ihren Vermieter handelte, da die Küchensituation endlich geklärt werden musste, hoffte aber auch zum anderen, dass er es gerade nicht war, damit sie mit Liam weitermachen konnte, wo sie aufgehört hatten. Das Display zeigte Alex und dahinter ein Herz-Symbol. Erleichtert wies sie den Anruf ab und schaute aber noch eine Sekunde länger, ob eine Nachricht erscheinen würde. Wenn es etwas Wichtiges war, würde er schreiben, wenn er nur quatschen wollte, war es bestimmt nicht sehr schlimm, dass sie ihn weggedrückt hatte. Sie drehte sich zu dem erwartungsvollen Liam, welcher ein leichtes Glänzen am Kinn hatte und unfassbar erregt aussah. »War nur Alex«, sagte sie beiläufig und öffnete ihre Beine einladend. Liam umschloss sie erneut mit seinen roten Lippen und schickte mehrere kleine elektrische Schauer durch ihren Körper. Er änderte seine Technik, nahm manchmal nur seine Zungenspitze und verwöhnte sie punktgenau oder leckte sie innig mit seiner flachen Zunge. Mia krallte sich im Bett fest und ihre Lust staute sich immer weiter an und weiter an und weiter an. Sie bereute es so sehr Liam erneut halb zu stoppen.  »Ich kann, glaube ich, so nicht kommen.« Liam sah für einen Bruchteil traurig aus, aber fing sich schnell wieder. »Wie kann ich dir helfen? Was kann ich machen?« Mia biss sich auf die Lippe und nickte zu der Kiste ans Fußende des Bettes. Liam nickte zurück. Er kletterte vom Bett, öffnete die Kiste am Ende des Bettes, worauf die graue Wolldecke herunterfiel, was er nicht beachtete, und zog aus einer schwarzen Stofftüte einen regenbogenfarbenen, mit Noppen versehenden Vibrator heraus. Er kam wieder aufs Bett und verlor kaum Zeit, indem er zwei Finger vorsichtig in Mia einführte und nebenbei begann den Vibrator abzulecken. Er nahm ihn in den Mund und saugte daran, als würde er gerade einen anderen Mann oral befriedigen. Mia erregte dies noch mehr als sowieso schon. Sie brauchte etwas in sich – schon vorgestern. Nachdem der Vibrator glänzte und Liam merkte, dass Mia sogar noch feuchter als vorher war ließ er ihn – mit Mias Hilfe bei dem Winkel – in sie hinein gleiten.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Fuck ja.« Mia sah ihm direkt in die Augen und er beeilte sich den Vibrator anzuschalten und beugte sich erneut zu ihr herunter, um ihren Kitzler weiter lecken zu können und mit der anderen Hand den Vibrator in sie stoßen zu können. Mia begann zu brabbeln und schien nicht zu wissen, wohin sie greifen soll. Liam stellte den Vibrator noch eine Stufe hoch und konzentrierte sich nur noch darauf sie zu nehmen. Nach wenigen Minuten griff eine von Mias Händen in Liams Haare und presste seinen Mund gegen sich. Liam bekam dadurch zwar kaum Luft, aber liebkoste mit allem, was er hatte und stieß dabei noch schneller und leicht nach oben. Kurz bevor Liam wieder hätte atmen müssen, schrie Mia auf und presste ihre Oberschenkel um Liam zitternd zusammen. Ihr Unterleib bäumte sich auf und fiel mit einem Seufzen zurück. Alles in ihr pochte von ihrer Scheide ausgehend und ihr Gesicht war unbeschreiblich glatt und entspannt. Nach wenigen Sekunden verkrampfte sie sich, auch ihr Gesicht als die Vibration zu stark wurde und Liam zog sich und das Spielzeug zurück. Er schaltete es aus und legte sich neben Mia, einen Arm sanft auf ihrem Bauch liegend. Auch sie atmete schwer und betrachtete Liam mit einem Blick, den keiner von beiden hätte deuten können.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Woah«, stimmte sie zu und wollte sich erst zu Liam rüber rollen, seufzte aber und stand auf, um erst mal auf Toilette zu gehen. Der Druck pinkeln zu müssen war nach einem Orgasmus einfach zu hoch. Vielleicht deutete sie auch das Gefühl falsch und konnte eines Tages tatsächlich squirten, als nur</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">diesen kleinen Strom zu erzeugen, aber das wollte sie erst mal für sich allein probieren. Als sie aus dem Bad kam, sprang sie förmlich nackt ins Bett in Liams Arme und kuschelte sich an ihn. Sie kannte seinen Herzschlag und er beruhigte sie immer wieder. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Hast du eigentlich schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht?«, sprach sie den ersten Gedanken aus, der ihr durch den Kopf kam. Liam streichelte durch ihre Haare und antwortete nach einer kurzen Pause.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Ein paar Mal.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Was? Warum?«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Hast du schon Mal einen vorgetäuscht?«, fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Nein.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Na ja, weil ich dachte es zieht sich zu lange und ihr oder ihm kein schlechtes Gefühl geben wollte.« Mia brauchte einen Moment, um zu verstehen, dass er auf ihre vorherige Frage geantwortet hatte.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Ja, aber man merkt doch wenn der Mann vortäuscht. Oder man sieht es doch zumindest.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Hast du dir schon Mal nach dem Sex ein Kondom angeschaut? Also ob etwas drinne war?«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mia machte einen verwirrten Laut und sagte danach nur.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Okay.«. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Sie lagen noch eine Weile so da – entspannt und kuschelnd. Bis Mia begann sich anzuziehen und dabei ihre auf dem Boden verstreuten Kleider suchte. Es war nicht so spät wie sie gedacht, aber auch nicht so früh, wie sie gehofft hatte. Liam brachte sie zur Tür, an der sie ihre Schuhe anzog und Liam drückte. Er verwickelte sie in einen letzten Kuss, ehe sie in das Treppenhaus trat. Dort steckte sie sofort ihre Kopfhörer ein und stieg die knarrenden Holztreppen hinunter. Von Anger Crottendorf aus, Haltestelle Breite Straße, nahm sie erst die 4 ins Zentrum und stieg am Augustusplatz in die 15 in Richtung Leipzig, Miltitz ein. Von dort aus fuhr sie zum Lindenauer Markt. Hielt wie versprochen bei dem kleinen Dönerladen an und nahm einmal einen Döner mit Grillgemüse und Falafel mit und für sich einen Dürüm mit Halloumi. Danach lief sie bis zur Lützner Straße, querte diese nachdem sich nach gefühlten Minuten eine Lücke aufgetan hatte, und lief durch ein immer offenes, bestickertes Tor bis zur Hintertür und schloss diese auf. Zum Glück wohnte Alex im Erdgeschoss und schloss, wenn er da war, nie ab, sodass sie ohne Unterbrechung in die Wohnung kommen konnte. Mit einem Fuß hielt sie den grau-weißen Kater Baldrin zurück und schloss die Tür schnell hinter sich.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Bin zu Hause«, rief sie in den Flur und Alex kam aus der Tür seines Wohnzimmers in einer Jogginghose gekleidet und schlang sie fest in seine Arme.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Hallo Schatz«, flüsterte er ihr ins Ohr und küsste sie danach zur Begrüßung auf den Mund. Er nahm ihr die Essenstüte ab und packte das Essen aus, um es in der Küche auf Teller zu legen.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Wir sollten uns echt mal angewöhnen Dosen mitzunehmen, der Müll ist wirklich unnötig«, sagte er nachdenklich, ehe er die Verpackungsreste im kleinen Kabuff in den Mülleimer schmiss. Mia nickte, stellte ihren Rucksack im Flur ab und goss aus dem offenen Rosé zwei Gläser ein, sowie Wasser. Sie trugen alles gemeinsam ins Wohnzimmer auf den Couchtisch und machten es sich auf der Couch bequem. Mia legte ihr Handy auf den Tisch und sie kuschelten sich aneinander, während sie bei einer Serie aßen. Als Alex fertig war massierte er ihren Nacken.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Wie war die Arbeit?«, fragte Mia und Alex begann eine Erzählung wie der kleine Edgar im Kindergarten gefragt hatte, ob er genauso wie Alex auch Nagellack tragen dürfte, weil die kleine Katja gesagt hat, das dürften nur Mädchen. Jetzt wollte der kleine Edgar wissen, ob das der Alex nur darf, weil er mal ein Mädchen war, oder ob Edgar auch seine Lieblingsfarbe blau auf seine Nägel bringen durfte.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Wie war es bei Liam?«, fragte er zurück.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Ziemlich gut. Sind mit dem Vortrag gut weitergekommen und der Rest war eigentlich wie immer.« Alex nickte und lehnte sich noch etwas mehr auf der Couch zurück. Mia wollte heute noch etwas für ihre Bachelorarbeit schreiben und Alex würde sich sicher freuen nebenbei etwas zeichnen zu können.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mia ging kurz auf Toilette und holte aus dem Rucksack im Flur ihren Laptop. Sie kam zurück zu Alex, der ihr Handy eingängig studierte.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Was gibt’s?«, fragte Mia und ließ sich wieder neben ihn fallen in die weichen Kissen.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Liam hat dir ein ziemlich heißes Bild geschickt und dazu geschrieben, dass er es heute einfach unglaublich fand und sich schon auf das nächste Mal freut.« Alex drehte das Smartphone zu ihr.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Da muss er sich aber ziemlich angestrengt haben, um diese Bauchmuskeln zu zeigen«, kommentierte sie. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Alex schaute sich das Bild noch mal eingehender an.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Ich finde er sieht ziemlich heiß aus.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Heiß, definitiv. Aber als ich heute auf ihm saß war da nichts von Muskeln zu sehen.«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Alex grinste und legte das Handy zurück auf den Tisch.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Da fand er es also unglaublich, was habt ihr denn gemacht?«</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Also ich habe mich noch mal daran versucht ihm einen zu blasen. Er fand es wohl echt super, ich weiß noch nicht so ganz. Dann habe ich ihn geritten, du glaubst gar nicht wie sehr ich es vermisst habe, einen Typen zu reiten. Und er hat mich danach geleckt und mit dem Vibrator genommen. Also</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">ja, ziemlich gut.« Alex kicherte.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">»Er schreibt es war unglaublich und du sagst es war ziemlich gut. Ach, Hase.« Alex gab Mia einen innigen Kuss und nahm das Tablet raus, um weiter an seinen Tattoodesigns zu arbeiten. Mia ließ sich, wie immer, ablenken und kaufte Karten für den Westslam am Donnerstag, der direkt neben ihrer</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Haustür stattfand. Danach bekam sie noch gefühlte zwei Sätze geschrieben, ehe Alex ankündigte ins Bett zu gehen und sie sich ihm kurzerhand anschloss. Ein Kuss führte zu mehr Küssen, führte zu Sex. Alex leckte sie, bis sie kam, seine Technik war atemberaubend und daraufhin leckte sie Alex Vulva, bis dieser sich in die Matratze krampfte. Danach befriedigte sie ihn noch mit ihrer Hand und wollte ihm auch den dritten Orgasmus schenken, doch beide waren einfach zu müde.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Sie murmelte noch, dass sie morgen zum Westslam gerne Liam mitnehmen würde und Alex seufzte in ihr Ohr, dass sie doch gar nicht fragen müsse. Nach einer halben Stunde stieß Mia sanft Alex von sich weg und drehte sich auf die andere Seite. Kuschelnd einschlafen würde sie wohl nie können.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alleine durch die Aufklärung gekämpft</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/11/alleine-durch-die-aufklaerung-gekaempft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonym]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2024 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Identitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16367</guid>

					<description><![CDATA[Content Note: Erwähnung von sexualisierter Gewalt. Wie viele von uns, hat unsere Autorin in ihrem Elternhaus keine guten Erfahrungen mit Aufklärung gemacht. Menstruation, Sex und Verhütung wurden tabuisiert und mit Verboten belegt. Welche Konsequenzen das hatte und wie unsere Autorin heute mit ihren eigenen Kindern über diese Themen spricht, erfährst du im Text. Ich glaube,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Content Note: Erwähnung von sexualisierter Gewalt.</strong><br />
<strong>Wie viele von uns, hat unsere Autorin in ihrem Elternhaus keine guten Erfahrungen mit Aufklärung gemacht. Menstruation, Sex und Verhütung wurden tabuisiert und mit Verboten belegt. Welche Konsequenzen das hatte und wie unsere Autorin heute mit ihren eigenen Kindern über diese Themen spricht, erfährst du im Text.</strong></p>
<p><span id="more-16367"></span></p>
<p>Ich glaube, ich kann sagen, dass ich einiges an Erfahrungen mit Sexualität durchgemacht habe und trotzdem heute hier stehe, ein gesundes Verhältnis zu diesem Thema habe und meine Kinder &#8211; wenn sie soweit sind &#8211; gesund aufklären kann und möchte.<br />
Ich wurde von meinen Eltern nie aufgeklärt, damit will ich schonmal anfangen. Wahrscheinlich war das nicht böse gemeint, vielleicht wussten sie nicht wie, vielleicht wurden sie selbst nicht aufgeklärt und haben anders gedacht als ich heute, aber naja…mir hat es damals natürlich eher geschadet, als geholfen, denn ich hätte mir natürlich einiges an Aufklärung gewünscht. Es ging damit los, dass ich meine Periode mit zwölf Jahren mitten im Unterricht in der sechsten Klasse bekommen habe und keine Ahnung hatte, was ich tun sollte.<br />
Glücklicherweise hatte ich &#8211; es war Anfang Dezember &#8211; einen Wintermantel an, der bis über den Po ging, sodass man es mir nicht angesehen hatte, dass ich geblutet habe. Selbst zu Hause habe ich mich nicht getraut, etwas zu sagen und wusste auch nicht, was ich tun sollte, oder ob wir Hygienematerial zu Hause hatten, ich habe mich unglaublich alleine gefühlt und war sehr verzweifelt. Wäre diese Thema bei uns etwas alltäglicher gewesen, hätte ich mich getraut, es anzusprechen, oder das Wort MENSTRUATION/PERIODE überhaupt AUSzusprechen.<br />
Wir haben an diesem Nachmittag mit der Familie einen Ausflug gemacht (ich glaube in ein Musical) und selbst dort hatte ich meinen Wintermantel die ganze Zeit an, ohne Binde in der Unterhose…Ob ich Spaß hatte an diesem Abend? Nein.<br />
Abends habe ich meiner Mutter ein Bild gemalt, auf dem eine Unterhose zu sehen war, mit roten Flecken, das habe ich ihr ins Bett gelegt, damit sie mir hilft. Ich weiß nicht mehr genau, wie es weiterging aber ich habe zumindest am nächsten Tag Binden gehabt. Alles in allem war das keine schöne Erfahrung für mich und ich habe mir für meine Tochter (auch für meine beiden Söhne!!!) vorgenommen, dieses Thema komplett transparent durch die Kindheit zu nehmen, damit sie immer wissen, was eine Periode ist und dass es alltäglich ist und dazugehört. Mein großer Sohn fragt zum Beispiel manchmal, wenn er eine Packung Binden sieht „Hast du deine Tage?“.<br />
Auch das Aufklären über Sexualität gab es früher bei uns in der Familie leider nicht, das Wort wurde immer totgeschwiegen und etwas darüber erfahren habe ich lediglich in der Schule. Aber ich finde, genauso wie man zu Hause Deutsch, Mathe, Englisch etc. lernt, sollte man auch eben diese anderen Themen zu Hause lernen, wie Sexualität, das Wetter, andere Länder, Musikgeschichte, wisst ihr was ich meine? Generell alles! Ich war schon immer ein sehr bodenständiger Mensch, habe in meiner Jugend immer Kondome in der Tasche gehabt, weil ich das bei Anderen gesehen habe. Nunja, ich weiß nicht, ob das, was eines Tages passiert ist, als Aufklärung galt, aber als mein Vater irgendwann merkte, dass ich jugendlich wurde, kam er in mein Zimmer, hat mich gefragt, ob ich Kondome habe, ich habe stolz „Ja“ gesagt, weil ich ja in der Schule gelernt habe, dass das wichtig ist. Mein Vater wollte sie sehen, hat sie genommen, gesagt „Die brauchst du nicht“ und hat sie in den Müll geworfen. Funfact: Mit 21 Jahren habe ich mein erstes Kind bekommen.<br />
Unter Anderem seitdem habe ich mich nicht mehr getraut, meinem Vater irgendwas über Jungs oder Beziehungen zu erzählen oder zu zeigen. Ich habe meine gesamte Jugend alles verheimlicht und angefangen, mich von Jungs ausnutzen zu lassen.<br />
Mit siebzehn Jahren hat mich mein damaliger Exfreund vergewaltigt und ein paar Monate später hat mich der selbe Exfreund in meinem Auto missbraucht. Mein Vater weiß davon bis heute nichts und meiner Mutter habe ich davon auch nie etwas erzählt, eventuell mal am Rande, aber nie so, dass sie es ernst genommen hätte. Der Einzige, der alle Details kennt, war mein langjähriger Psychologe. All diese Erfahrungen, die ich meine gesamte Jugend gemacht habe, sorgen dafür, dass ich möchte, dass meine drei Kinder eine gesunde Sexualität haben, egal, wen sie eines Tages lieben werden. In erster Linie sollen sie sich selbst lieben und wissen, dass sie von ihren Eltern IMMER über alles geliebt werden und offen über alles reden dürfen. Man kann nie genug Fragen stellen und es gibt nie genug Antworten. Sexualität begleitet uns bis zum Tod und ist ein Thema, das ganz alltäglich ist, es wäre schade, wenn die Psyche davon kaputt geht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Liebe: Ein Gleichnis</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/11/liebe-ein-gleichnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16361</guid>

					<description><![CDATA[Was ist Liebe? Ist sie einfach ein Gefühl oder auch eine Entscheidung? Ist Liebe ein Handwerk oder vielleicht Kunst? Erschaffen wir die Liebe oder ist sie immer da und wartet darauf, dass wir an ihr teilnehmen? Viele wichtige Fragen und ein paar Antworten von Johanna. &#8222;Die erste Liebe hält sowieso nicht“ – Im „Ich habe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Liebe? Ist sie einfach ein Gefühl oder auch eine Entscheidung? Ist Liebe ein Handwerk oder vielleicht Kunst? Erschaffen wir die Liebe oder ist sie immer da und wartet darauf, dass wir an ihr teilnehmen? Viele wichtige Fragen und ein paar Antworten von Johanna.</strong></p>
<p><span id="more-16361"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">&#8222;Die erste Liebe hält sowieso nicht“ –</span></p>
<p><span data-contrast="auto">Im „Ich habe mich verknallt“ verlernt der Mensch, was es bedeutet zu lieben. Er empfängt, er wiegt sich, ruht sich aus auf dem Gefühl des Bauchkribbelns aus, das Aufregung, Umbruch &amp; Neuanfang bedeuten kann.</span><span data-ccp-props="{}"><br />
Vielleicht besinnt er sich und gelangt zur Rationalität zurück. Tut er es nicht, beginnt er zu geben.</span><span data-ccp-props="{}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Im Verliebtsein wird die Verbindung tief, zwei Menschen einen sich, denn sie kennen sich?</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Manche schlafen miteinander, anderen reicht ein Kuss, noch mehr Zeit und Gespräche. Sie sind an der Schwelle zum Zusammensein. Wer fragt zuerst? Wer wagt den Grenzübertritt? Und ab da soll </span><i><span data-contrast="auto">die Liebe</span></i><span data-contrast="auto"> erreicht worden, gefunden worden sein. Im Innersten bleiben sie sich fremd.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Denn</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">wie zwei Künstler schauen sie nicht genau genug auf das zwischen ihnen, ein Holzbrett, viele von ihnen liegen verstreut im Ort. Sie könnten es pflegen und bearbeiten, sie könnten es beiseitelegen oder in lodernden Flammen verbrennen. Sie fragen sich nicht, was es ausmacht, sie stürzen sich hinein in ein Gefühl und bleiben doch bei sich. Und während sie das Holz zu pflegen gedenken, merken sie nicht, wie es von innen heraus morsch wird. Sie arbeiten es ein und errichten ein Haus. Dieses morsche Brett ist der Träger des Fundaments. Sie vertrauen darauf, aber haben nie gelernt, es zu verstehen. Seine Beschaffenheit, sein Anspruch an eine geeignete Umwelt werden nicht </span><i><span data-contrast="auto">gesehen</span></i><span data-contrast="auto">.</span></p>
<p><span data-contrast="auto">Wenn der Künstler sich seiner Rolle nicht gewahr wird, wird er nicht recht arbeiten können.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Wenn er sein Handwerk nicht versteht, wird seine Arbeit nicht von Dauer sein. Er verletzt sich an Schrauben, beweint verblassende Farben, provisorische Gebilde, die verfallen, denen er mit genug Vorbereitung und Übung seiner Fähigkeit einfach hätte begegnen können. Das Stück Holz ist die Liebe. Kommerzialisiert und vernachlässigt, genutzt von allen, doch von wenigen beherrscht und gerecht behandelt. Sie sehen nicht seinen Wert. Die Bücher und Geschichten, die auf ihm entstehen, das Gebäude zu dem es geschaffen wird, ein Zuhause, das es für viele kleine Wesen sein kann. Die Liebe. Sie wird genutzt, um gefühlt worden zu sein.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich denke Liebe ist, wo Bereitschaft zum Lieben und das Geliebtwerden, Gefühl und Anziehung aufeinandertreffen. Sie wird von der Entscheidung gehalten, einen Menschen weiter lieben zu wollen, ihn zu umsorgen. Doch zwei Menschen können noch so gut ausgebildet sein. Eine Liebe, in der die Liebe im Ich liebe dich zu sein aufgehört hat und ein tiefes Verstehen nicht mehr möglich war, kann nichts mehr wachsen. Sie braucht Wertschätzung. Und das meist der Liebe geschieht zwischen den Zeilen, zwischen dem ersten Blick, dem ausgesprochenen „Ich liebe dich“ bis zum Tode. Die Liebe überlebt uns.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Feministische Pornos – Gleichberechtigte Lust</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/10/feministische-pornos-gleichberechtigte-lust/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Romy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pornos]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16352</guid>

					<description><![CDATA[Keiner gibt es zu aber alle tun es: Pornos schauen. Leider sind die Darstellungen von Sex in Pornographie häufig unrealistisch, sexistisch und durchzogen von männlichen Vorstellungen. Zur Aufklärung sind sie nicht geeignet und weibliche Lust kommt meistens zu kurz. Das ist schade, findet Romy, und hat ein paar Verbesserungsvorschläge. Sei es aus Neugierde oder Lust,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span data-contrast="auto"><strong>Keiner gibt es zu aber alle tun es: Pornos schauen.</strong><br />
<strong>Leider sind die Darstellungen von Sex in Pornographie häufig unrealistisch, sexistisch und durchzogen von männlichen Vorstellungen. </strong><strong>Zur Aufklärung sind sie nicht geeignet und weibliche Lust kommt meistens zu kurz. Das ist schade, findet Romy, und hat ein paar Verbesserungsvorschläge.</strong><br />
</span><span id="more-16352"></span><br />
<span data-contrast="auto">Sei es aus Neugierde oder Lust, die meisten Menschen haben sich bestimmt schon einmal auf eine Pornoplattform begeben. Davon gibt es ja auch so einige, auf die man ganz einfach zugreifen kann – mit schier unendlich vielen Videos, die oftmals kostenlos zu sehen sind. Hunderte von Kategorien, zahlreiche DarstellerInnen – man hat fast den Eindruck, als seien die erotischen Websites ein nicht endendes Meer an Inhalt, in dem man vor lauter Auswahl zu ertrinken droht. Manche Pornos in diesem unendlichen Meer können auch durchaus lehrreich, inspirierend und schön sein – der Großteil sollte aber durchaus kritisch hinterfragt werden. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ganz häufig machen erotische Plattformen den Eindruck, dass viele dieser Videos durch die sogenannte „Male Gaze“ entstehen – also sozusagen durch eine patriarchale, männlich geprägt Perspektive. Die Handlungen und DarstellerInnen wirken oft so, als sollten die Filme genau einer Gruppe gefallen: Und zwar den männlichen Nutzern. Das ist ziemlich schade, denn Pornos sollten nicht nur für Männeraugen da sein. Wo bleibt die gleichberechtigte Lust?</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Natürlich gibt es auch Pornografie, bei denen der Fokus auf der Lust aller Beteiligten und jenseits von Geschlechterklischees liegt, in der Branche ist das trotzdem selten der Status Quo. Aber Ausnahmen sind zu finden: Für feministischere Pornografie gibt es ganz bestimmte Plattformen, die bspw. nach dem Motto „Von Frauen für Frauen“ geleitet werden. Die sind zwar rar, aber sie existieren. Die „Von Frauen für Frauen“ Filme kann natürlich auch jeder sehen, sie haben dann eben einen feministischen Touch mit weiblicher Perspektive: Zwei Dinge, die bei den meisten pornografischen Videos fehlen. Und dieses Defizit kann durchaus das Sexleben von KonsumentInnen beeinträchtigen.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Der Mittelpunkt vom Großteil der Pornofilme liegt nämlich weniger auf tatsächlichem, realistischem Sex. Vielmehr geht es darum: Der Mann soll leisten, die Frau soll mitziehen &#8211; die Darstellung entspricht häufig geschlechtsbinären, patriarchalen Rollenbildern. Wenn man sich also solche Pornos als beispielhaften, realen Sex zum Vorbild nimmt, ist das für keine Person zum Vorteil oder bringt mehr Genuss, im Gegenteil: Die Ideologisierung von erotischen Filmen kann unter anderem zur Entstehung eines Schamgefühls beitragen: Oft passieren im echten Leben Dinge während dem Sex, die komplett normal sind &#8211; sei es ein ungewohntes Geräusch, eine Stellung die nicht funktioniert, das Einlegen einer Pause, ein „Ich habe keine Lust mehr“ oder „Das gefällt mir nicht, probieren wir etwas anderes“… all das ist absolut normal und kann passieren. Gezeigt wird sowas in Pornofilmen aber nicht, wodurch diese normalen Vorkommnisse weniger normalisiert, sondern entfremdet werden.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Noch dazu kann für KonsumentInnen beim Sex eine Art Leistungsdruck entstehen: Gerade männliche Personen können das Gefühl bekommen, während dem Sex quasi wie Maschinen arbeiten zu müssen, und das gleichzeitig möglichst lange. Außerdem können besonders weiblich sozialisierte Personen den Eindruck bekommen, bei allem mitmachen zu müssen &#8211; weil nun einmal nicht gezeigt wird, dass die DarstellerInnen während des Filmes abbrechen, „Nein“ sagen oder doch etwas anderes machen wollen. Das passt nicht in stereotypische Rollenbilder und findet somit kaum Platz in der Art von Pornografie, die am verbreitesten ist. Würden auch solche realistischen Szenarien und Situationen gezeigt werden, könnte bei NutzerInnen der Plattformen ein Bewusstsein geschafft werden: Es ist okay, wenn der Sex unperfekt ist, es ist okay, „Nein“ zu sagen und man darf immer kommunizieren, was man nicht mag und worauf man keine Lust hat – selbst, wenn es der anderen Person gerade gefällt. Solche realistischen Szenarien passen aber nicht in die durchaus realitätsferne Welt der Pornografie. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Erotische Videos sind natürlich nicht durch und durch etwas Schlechtes. Wenn sie sich sowohl auf die weibliche, männliche als auch auf jede Lust abseits des binären Geschlechterkonstrukts konzentriert, können Pornos inspirierend sein, Ideen geben oder auch durchaus lehrreich sein. Es kann schön sein, sich zusammen mit einer Person, bspw. mit dem oder der PartnerIn solche Filme anzusehen. Es ist aber wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass realer Sex unperfekt sein darf. Es muss nicht zwingend laut sein, es muss keine zeitliche Bestleistung geben oder ein Rekord an möglichst vielen Stellungen gebrochen werden. Sex darf einfach Sex sein. Aber das Wichtigste dabei ist ausnahmslos: Es muss einen Konsens geben, und zwar immer. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Samu/elle und Ina über Offene Beziehungen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/10/samu-elle-und-ina-ueber-offene-beziehungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Samuelle Striewski]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2024 07:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16314</guid>

					<description><![CDATA[Wie entscheidet ihr euch, ob ihr mit einer Person körperlich werden oder sie daten wollt? Und wann ist es soweit, daraus eine Beziehung zu machen? Und wie lässt sich über solche Fragen, in (offenen/poly) Beziehungen kommunizieren? Ina und Samu/elle tauschen sich in aller Offenheit über ihre Erfahrungen mit diesem Thema aus. Könnt ihr manche ihrer]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie entscheidet ihr euch, ob ihr mit einer Person körperlich werden oder sie daten wollt? Und wann ist es soweit, daraus eine Beziehung zu machen? Und wie lässt sich über solche Fragen, in (offenen/poly) Beziehungen kommunizieren?</strong><br />
<strong>Ina und Samu/elle tauschen sich in aller Offenheit über ihre Erfahrungen mit diesem Thema aus. Könnt ihr manche ihrer Gedanken nachvollziehen? Worin würdet ihr widersprechen?</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konsens</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/10/konsens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2024 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Konsens]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16347</guid>

					<description><![CDATA[Konsens beim Sex, eigentlich ein simpler Grundsatz aber leider nicht so selbstverständlich, wie er es sein sollte. Als unser Autor jemanden kennenlernt, der auf Konsens achtet, ist er komplett überrascht und stellt fest: Es handelt sich um den Schlüssel zu positiven, sexuellen Erlebnissen. Ich habe schon früh Erfahrungen mit Sex gemacht. Viele dieser Erfahrungen wollte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Konsens beim Sex, eigentlich ein simpler Grundsatz aber leider nicht so selbstverständlich, wie er es sein sollte. Als unser Autor jemanden kennenlernt, der auf Konsens achtet, ist er komplett überrascht und stellt fest: Es handelt sich um den Schlüssel zu positiven, sexuellen Erlebnissen.</strong><br />
<span id="more-16347"></span></p>
<p><span data-contrast="none">Ich habe schon früh Erfahrungen mit Sex gemacht. Viele dieser Erfahrungen wollte ich gar nicht machen. Sie waren oft von Unsicherheit und Unwohlsein geprägt. Heute bin ich Mitte zwanzig und erst vor zwei Jahren hatte ich ein Erlebnis, das mein Sexleben grundlegend verändert hat. Es war in Budapest, Ungarn, und ich hatte mich vor Ort mit einem Typen über die Dating-App Grindr getroffen.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Das Treffen begann ganz klassisch. Wir haben wenig geschrieben, ein paar Bilder ausgetauscht und uns dann schließlich getroffen. Wir haben uns in seinem Hotelzimmer verabredet. Als ich ankam, fragte er mich, wie es mir gehe und ob ich mich wohlfühle. Diese Frage war zwar nicht besonders selten, aber dennoch ein toller Einstieg in unser Treffen. Es gab mir das Gefühl, dass er sich um mein Wohlbefinden kümmerte.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Wir begannen, uns näherzukommen und schließlich Sex zu haben. Während des Aktes fing er an, mit mir zureden. Er stellte Fragen wie: „Ist diese Stellung in Ordnung für dich?“ oder „Möchtest du eine andere Stellung ausprobieren?“. Diese Fragen gaben mir ein so wertschätzendes Gefühl. Ich hatte das Gefühl, dass ich mitentscheiden konnte, was passieren soll und was für mich angenehm ist.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Gegen Ende des Sexes ist er gekommen, ich jedoch nicht. Selbst dieser Akt ist für mich mittlerweile so normalisiert, dass ich mir keine weiteren Gedanken darüber machte. Ich komme super selten beim Sex, und deshalb stellte ich mir keine weiteren Fragen. Doch dann stellte er mir eine weitere Frage. Ihm war aufgefallen, dass ich nicht gekommen bin und er fragte mich, ob ich denn überhaupt kommen möchte.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Dieser Moment war sehr emotional für mich. Ich war begeistert und fühlte mich außer mir. Die Erfahrungen, die ich bisher gemacht hatte, waren entweder so, dass er kam und der Sex dann beendet war, oder er versuchte krampfhaft, dass ich auch noch komme, was oft in einem vorgetäuschten Orgasmus endete. Aber die Frage, ob ich denn überhaupt kommen möchte, stellte mein ganzes Bild von Sex auf den Kopf.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Der Moment war so schön, dass ich nicht einmal kommen wollte. Ich erkannte, dass Sex so vielmehr ist als nur der Akt des Kommens. Sex kann alles das sein, was wir als sexuell empfinden. Es muss nicht immer Penetration oder Ejakulation sein. Sex bedeutet Konsens, Intimität, Wertschätzung und das, was für dich persönlich Sex ist.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Deshalb ist Konsens so wichtig. Sobald eine oder mehrere Personen in eine Handlung verwickelt sind, ist eine Übereinstimmung von größter Bedeutung. Zögerungen, ein „vielleicht“ oder nicht eindeutige verbale oder non-verbale Ausdrücke sind kein eindeutiges „Ja“. Nur ein klares und eindeutiges „Ja“ ist tatsächlich ein „Ja“. Und ebenso kann ein „Ja“ jederzeit zu einem „Nein“ werden. Konsens macht Handlungen fairer und respektvoller. Er schafft Raum für echte Verbindung und Verständnis zwischen den Beteiligten.</span></p>
<p><span data-contrast="none">In einer Welt, in der oft Druck und Erwartungen sind, ist es entscheidend, dass wir die Bedeutung von Konsens erkennen und respektieren. Es ist nicht nur eine rechtliche oder moralische Notwendigkeit, sondern auch eine Grundlage für erfüllende und gesunde sexuelle Beziehungen. Jeder sollte die Freiheit haben, seine Wünsche und Grenzen klar zu kommunizieren, ohne Angst vor Ablehnung oder Missverständnissen.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Konsens ist der Schlüssel zu einem positiven Sexualerlebnis, das auf gegenseitigem Respekt und Verständnis basiert. Es ist eine Einladung, sich selbst und die andere Person(en) kennenzulernen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Scham, Sexualität und Nachbarschaft </title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/10/scham-sexualitaet-und-nachbarschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2024 07:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16326</guid>

					<description><![CDATA[Wie kann Aufklärung funktionieren, wenn die Scham im Weg steht? Sara hätte sich eine bessere Aufklärung seitens ihres Vaters gewünscht. Warum die Überwindung der Scham so wichtig ist und sie ihrem Vater trotzdem keinen Vorwurf macht, erfährst du im Text. Seitdem ich ein Kind war, kann ich mich daran erinnern, wie unbeholfen mein Vater mit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span data-ccp-props="{}" data-contrast="auto"><strong>Wie kann Aufklärung funktionieren, wenn die Scham im Weg steht? Sara hätte sich eine bessere Aufklärung seitens ihres Vaters gewünscht. Warum die Überwindung der Scham so wichtig ist und sie ihrem Vater trotzdem keinen Vorwurf macht, erfährst du im Text.</strong><br />
</span><span id="more-16326"></span></p>
<p>Seitdem ich ein Kind war, kann ich mich daran erinnern, wie unbeholfen mein Vater mit dem Thema Sexualität umgegangen ist und er über diese Themen kein Wort verloren hat. Sein Wunsch war es, dass seine einzige Tochter damit keinen Kontakt hat, bis sie erwachsen ist und verheiratet. <span data-contrast="auto">Als ich das erste Mal mit 13 menstruierte war ich vollkommen aufgeschmissen und wusste gar nicht, was da passiert. Mein Vater bekam es dennoch mit und erzählte mir nichts darüber, was mit meinem Körper geschah und was das für mich bedeutet.<br />
Er schickte mich zu einer Nachbarin von uns, zu der wir beide eine gute Beziehung hatten, damit diese den Job des &#8222;Aufklärens&#8220; übernahm.</span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich fand es damals unangenehm, dass mein Vater nicht natürlich mit dem Thema umgehen konnte, im Nachhinein verstehe ich, dass er auch nie einen offenen Umgang mit dem Thema im Iran bei seinen Eltern erlebt hatte.</span><span data-ccp-props="{}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Aber auch meine Nachbarin redete mit mir weder über Konsens, eigene Bedürfnisse, Grenzen oder wie man Wünsche beim Sex äußert. Sie gab mir eine Packung Binden und fragte mich, ob ich weiß wie Geschlechtsverkehr funktionierte. Das konnte ich nur bejahen, weil wir das Thema bereits in der 4. Klasse behandelt hatten. Somit war alles abgehakt und in meiner Vorstellung hatte Sex gar nichts mehr mit mir zu tun, es war irgendwas abstraktes, was ausschließlich als Erwachsene und verheiratete Frau stattfindet.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Fast forward: Pubertät. Natürlich wird da alles verworfen, was ich als 13-Jährige gedacht habe. Und natürlich ist da nichts mehr mit &#8222;Ich warte bis zur Ehe&#8220;. Vor allem zwischen meinem 16. und 17. Lebensjahr zeigte sich deutlich, wie mangelnde Aufklärung über Konsens, eigene Bedürfnisse, Grenzen oder wie man Wünsche beim Sex äußert, mir alles schwer machte. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, und tat dadurch immer das, was andere Leute von mir wollten. Ich brachte mich in prekäre Situationen, die mein Verhältnis zu Sexualität vollkommen zerstörten und in mir im Nachhinein ein Gefühl der Leere auslösten. Bis ich 20 war und meinen jetzigen Freund kennenlernte, dachte ich immer nur, dass Sex eine Performance ist, die ich abliefern musste und die hauptsächlich bei meinem Gegenüber gut ankommen muss. Was ich fühle oder was ich will, dazu hatte ich schon lange keinen Zugang mehr.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Wenn ich auf meine Teenagerjahre und meinen Umgang mit Sex zurückblicke, kann ich nur daran appellieren, wie wichtig es ist enttabuisiert über Sexualität zu sprechen. Tabuisierung führt nicht dazu, dass Teenager Dinge nicht ausprobieren und warten, bis Erwachsene denken, dass sie &#8222;reif&#8220; genug sind, sondern dass man Dinge ausprobiert und keinen Fahrschein dafür in der Hand hat.</span><span data-ccp-props="{}"> Keinen Fahrschein, der dafür sorgt, dass man erstmal schaut, ob man sich bei dem Menschen, mit dem man Sex haben möchte, überhaupt wohlfühlt. Ob man die Person mag. Was man gerne machen möchte und was man nicht möchte. Zu wissen, dass ein Nein immer ein Nein bedeutet.</span><span data-ccp-props="{}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Als Pädagogin habe ich selbst schon mit Anlaufstellen wie Pro Familia zu tun gehabt und auch die Auswirkungen gesehen, die durch genau diese Aufklärung bei jungen Menschen stattfindet. In den 2000ern gab es solche Veranstaltungen nicht in diesem Maße und schon gar nicht in den Jahrzehnten davor, worüber ich wirklich sehr glücklich bin.</span><span data-ccp-props="{}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Meiner Nachbarin und meinem Vater kann ich trotzdem keinen Vorwurf machen, sie sind in Zeiten aufgewachsen, wo ihnen auch nicht gesagt wurde, wie wichtig körperliche Grenzen sind und dies auch ganz klar kein Thema in konservativen Haushalten war. Wenn ich allerdings heutzutage konservative und rechte Strömungen sehe, die sogar noch mehr Schritte gehen und Abtreibung als Recht auf Selbstbestimmung verbieten möchten, wird mir mulmig. Als hätte sich doch nicht besonders viel gesellschaftlich verändert, obwohl wir im 21. Jahrhundert leben.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Meine Hoffnung ist dennoch, dass es irgendwann aufhört, dass Sex vor allem in heteronormativen Kontexten eine Ware ist, um den Male Gaze zu füttern und der Fokus nicht nur auf dem Cis Mann liegt. Bis dahin ist meine Empfehlung: Feministisch weiterkämpfen, Freund*innen vor übergriffigen Männern warnen und einen Satisfiyer zulegen!</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
