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	<title>WM 2022 &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>WM 2022 &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Dopppelmoral</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/12/doppelmoral/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2022 16:06:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2022]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch unsere Redaktionsgruppe &#8222;Was geht Almanya&#8220; hat eine Meinung zur WM in Katar. Diese gibt`s, wie so oft, in Form eines starken Songs. Hört doch mal rein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch unsere Redaktionsgruppe &#8222;Was geht Almanya&#8220; hat eine Meinung zur WM in Katar. Diese gibt`s, wie so oft, in Form eines starken Songs. Hört doch mal rein.</strong></p>
<p><span id="more-15213"></span></p>
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		<title>WM in Katar &#8211; Ein Kommentar</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/12/wm-in-katar-ein-kommentar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Moritz Mager]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2022 17:18:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2022]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschenrechte waren ein zentraler Teil der Diskussionen rund um die WM in Katar in den letzten Wochen. Moritz lässt diese Themen in seinem Kommentar noch einmal Revue passieren und weist gleichzeitig auf Themen hin, die in der Diskussion oftmals zu kurz gekommen sind. Toleranz endet dort, wo Intoleranz beginnt. Institutionen, Gruppen und Personen die Intolerante]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschenrechte waren ein zentraler Teil der Diskussionen rund um die WM in Katar in den letzten Wochen. Moritz lässt diese Themen in seinem Kommentar noch einmal Revue passieren und weist gleichzeitig auf Themen hin, die in der Diskussion oftmals zu kurz gekommen sind. </strong><span id="more-15207"></span></p>
<p>Toleranz endet dort, wo Intoleranz beginnt. Institutionen, Gruppen und Personen die Intolerante Positionen vertreten argumentieren oft, man solle doch tolerant ihnen gegenüber sein &#8211; Man solle gegenüber Katar tolerant sein. Doch erstens ist es nicht intolerant, etwas zu kritisieren und zweitens dürfen Aspekte der Kultur, die Menschenverachtend sind, nicht toleriert werden, egal wo und zu welchem Anlass. Tolerant kann man nur sein indem man Dinge auch nicht toleriert, das ist eine Dialektik.</p>
<p>Katar hat einen Equality Index von 14 von 100, allerdings bezieht sich dieser Index ausschließlich auf die rechtliche Grundlage und bezieht die öffentliche Meinung im Staat nicht mit ein. Deutschland bekommt von der Seite equaldex.com Übrigens einen Score von 85, dort wurde die öffentliche Meinung allerdings mit einberechnet.</p>
<p>Neben der Homophobie ist schließlich auch die Frauenrechtslage in einer erschreckenden Situation, Human Rights Watch hat Anfang 2021 einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervor geht, dass Frauen in diesem Staat dem System der ‚Vormundschaft‘ unterliegen. Frauen müssten sich durch &#8222;vom Staat durchgesetzte Regeln männlicher Vormundschaft bewegen, die ihre Chancen auf ein volles, produktives und unabhängiges Leben begrenzen&#8220;, sagte HRW-Expertin Rothna Begum. Das geht bis zum Zwang zu sexuellen Handlungen innerhalb der Ehe.</p>
<p>Anderen Medienberichten zufolge soll sich die Lage der Frauenrechte in den letzten Jahrzehnten dennoch verbessert haben. Es besteht keine Pflicht zu einer Kopfbedeckung, außer im medizinischen Bereich, und es besuchen zurzeit mehr Frauen in Katar Universitäten als Männer.</p>
<p>Das worst off der Homophobie, bzw. Intoleranz gegen die LGBTQ+ Community bisher, mit dem starken Auftakt von Khalid Salman, Botschafter der FIFA Fussball-WM 2022 in Katar, der meinte Homosexualität sei ein geistiger Schaden (‚damage in the mind‘), hat viele Menschen erreicht. Das David Beckham von Katar zum WM-Botschafter gemacht wurde, um für eine kleine finanzielle Motivation von insgesamt 150 Millionen Pfund 20 mal „This is amazing.“ zu sagen, während er von einem scheinbar propagandaartigem Set ins nächste geschickt wird, ist eher unbekannt.</p>
<p>Über das Debakel mit der One-Love Binde, die sowieso nur eine feige Version der Pride Flag war, wurde schon sehr viel diskutiert und die Mediale Aufmerksamkeit ist weitergezogen. Das Verbot war eigentlich die perfekte Vorlage, um mal ein Zeichen zu setzen, nachdem man ja schon die Chance auf einen Boykott verpasst hat. Insgesamt sind sich die Bemühungen für die unterdrückte Community und die deutsche Mannschaft in ihrer Leistungsfähigkeit scheinbar sehr ähnlich.<br />
So wurde an dieser Binde jemand ganz anderes, nice try Nancy Faeser, zum Helden, denn der dänische TV-Journalisten, Jon Pagh, der von der katarischen Polizei während des Drehs gestört wird, weigerte sich dennoch die One Love Binde abzunehmen. Am Ende brach das Team die Aufzeichnungen ab, da für sie das Risiko bestand, die Situation könne weiter eskalieren. Und das ganze eine Woche nachdem ein Senderkollege von ihm den Dreh ebenfalls wegen Drohungen, die Kamera zu zerstören, abbrach.</p>
<p>Eine weitere Debatte die unsauber geführt wurde, ist über die Opferzahlen der Gastarbeitenden, die in Katar ums Leben gekommen sind. Die Diskussion besteht darin, die Zahlen richtig zu interpretieren. Erstmal stehen zwei große Zahlen im Raum. Nach Amnesty International sind 15.021 Nicht-Kataris zwischen den Jahren 2010 bis 2019 gestorben, diese beziehen sich auf offizielle Zahlen aus Katar. Die britische Zeitung „The Guardian“ veröffentlichte hingegen im Februar 2021 die Zahl 6751 seit der WM vergabe bis Ende 2020. Dabei bezieht sich die Recherche auf Menschen aus den Staaten Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan und Sri Lanka. Dabei wurden die Zahlen von den Behörden der Herkunftsländer erfragt. Die FIFA spricht von drei und die katarische WM-Organisation von weiteren 37. Der WM-Organisation ist dabei kaum zu trauen, da diese Institution Modernster Sklaverei alles getan hat, um die Zahlreichen Arbeitenden auszunutzen und sie im Land festzusetzen. Fakt ist, das einfach jede Zahl an Arbeitstoten zu hoch ist und das sich am Ende nur noch mutmaßen lässt, wie schrecklich hoch die Zahl am Ende tatsächlich ist. Es sind schließlich zu viele.</p>
<p>Um ein Fazit aus meinem Medienkonsum über die WM zu ziehen, die ich natürlich außerhalb der Berichtserstattung boykottiere, muss ich sagen, dass das Thema Frauenrechte leider nicht oft thematisiert wird, nach meinem Gefühl ging es sehr viel um Homophobie, doch das Thema Misogynie und Transphobie blieben oft aus. Insgesamt wurde die Medienagenda jedoch mit Berichten über Katar übersättigt. Teilweise fielen wichtige Nachrichten hinten runter oder wurden zu arg verknappt, dabei denke ich vor allem an die Kurdischen Gebiete, die stark von der Türkei und dem Iran angegriffen wurden und an die radikalislamische Staatsgewalt im Iran generell.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>LGBTQ-Personen überall, bloß nicht in der Fußballszene</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/12/lgbtq-personen-ueberall-bloss-nicht-in-der-fussballszene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2022 14:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2022]]></category>
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					<description><![CDATA[Während der WM in Katar wurde viel über die Situation von diskriminierungsbetroffenen Menschen vor Ort gesprochen. Martha lenkt den Blick zurück nach Deutschland, wo es bisher noch keinen aktiven Profifußballer gibt, der nicht cis-männlich und heterosexuell ist. Die diesjährige Fußball-WM in Katar ist wohl eines der umstrittensten Sportevents aller Zeiten. Sie steht schon seit längerem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Während der WM in Katar wurde viel über die Situation von diskriminierungsbetroffenen Menschen vor Ort gesprochen. Martha lenkt den Blick zurück nach Deutschland, wo es bisher noch keinen aktiven Profifußballer gibt, der nicht cis-männlich und heterosexuell ist.</strong><span id="more-15225"></span></p>
<p>Die diesjährige Fußball-WM in Katar ist wohl eines der umstrittensten Sportevents aller Zeiten. Sie steht schon seit längerem in der Kritik, vor allem weil ihre Vorbereitung, zum Beispiel den Bau von Stadien, unter schrecklichen Arbeitsbedingungen stattfand und über 6500 (Gast-)arbeiter*innen das Leben kostete. Zum anderen gilt in Katar die Scharia, also das islamische Recht. Laut diesem sind Frauen sind nicht gleichberechtigt, zudem sind außerehelicher und homosexueller Sex verboten und können mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft werden. Von Seiten des Staates wurde jedoch verkündet, dass alle Menschen und auch queere Personen zur WM in Katar willkommen seien. Doch erst vor wenigen Wochen bezeichnete der katarische WM-Botschafter und frühere Fußball-Nationalspieler Khalid Salman Homosexualität als „geistigen Schaden“. Den meisten ist zudem bewusst, dass die Versprechen der Toleranz von der Seite Katars dazu dient, um vor der Öffentlichkeit besser da zu stehen.</p>
<p>Es ist also wenig überraschend, dass viele kritische Stimmen zum Boykott der WM aufrufen und dies mit Erfolg: 6,2 Millionen Menschen sahen sich das Eröffnungsspiel zwischen Katar und Equador an. 2018 waren es noch knapp 10 Millionen Zuschauer. Von vielen Seiten wird auch an die teilnehmenden Fußballer appelliert: Der englische Ex-Stürmerstar Gary Lineker forderte schwule Fußballer zum Coming-out während der Weltmeisterschaft in Katar auf. Bisher seien der Engländer Jake Daniels und der Australier Josh Cavallo die einzigen höherklassig spielenden Fußballer, die ihre Homosexualität öffentlich gemacht haben.</p>
<p>In Deutschland hat sich bislang noch kein aktiver Fußballprofi als homosexuell geoutet. Dies mag im Jahr 2022 zwar absurd klingen, entspricht jedoch der Wahrheit. Wenn man nach queeren Fußballer*innen aus Deutschland sucht, bietet Google sechs verschiedene Portraits an, eine Liste mit vier Frauen und zwei Männern. Unter ihnen sind die Degenfechterin Imke Duplitzer, die Sportschützin Jolyn Beer und die Leichtathletin Martina Stutz, welche sich zwar als lesbisch geoutet haben und ihren Sport (bis auf Strutz) noch aktiv betreiben, jedoch keine Fußballspieler*innen sind. Übrig bleiben nun noch Marcus Urban, Thomas Hitzlsperger und Tanja Walther-Ahrens, die sich <i>nach</i> der Beendigung ihrer aktiven Karriere outeten.</p>
<p>2016 ermittelte die Dalia-Studie, dass 7.4% der Deutschen Teil der LGBTQ+-Community sind, die Wahrscheinlichkeit, dass keine deutschen Fußballer in größeren Vereinen schwul sind, geht also gegen 0. Doch nun stellt sich natürlich die Frage, warum sich noch keiner von ihnen geouted hat.</p>
<p>Als der schwule Ex-Fußballspieler Thomas Hitzlsperger im Juli 2022 zu diesem Thema interviewt wurde, vermutete er: „Ich war zwölf Jahre lang in unterschiedlichen Profiteams, ich kenne die Vorurteile. Die Sorgen vor negativen Folgen sind groß. Es wird zu wenig über das Positive nachgedacht.“</p>
<p><a name="page633R_mcid29"></a> Doch was sind die konkreten Vorurteile über die Hitzlsperger hier spricht? Nach etwas Recherche fand ich eine Publikation der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF) mit dem Titel „Kick it out – Homophobie im Fußball“. Die Autorin dieses Textes ist Tanja Walther-Ahrens, eine ehemalige Bundesliga-Fußballspielerin, die sich 2002 als lesbisch outete. Und auch wenn die Publikation 2006 veröffentlicht wurde, hat sie auch 16 Jahre später nur wenig an Relevanz und Aussagekraft verloren. Ihre Inhalte können uns helfen zu verstehen, was es mit dem Mangel von queeren Fußballspielern auf sich hat.</p>
<p>In ihrer Publikation bezeichnet Walter-Ahrens die Fußballwelt als „einen der konservativsten Bereiche unserer Gesellschaft“, der jahrzehntelang von Männern dominiert wurde (und meiner Meinung nach immer noch von ihnen dominiert ist). Besonders paradox sei, dass Fußball eine sehr berührungsintensive Sportart und Körperkontakt zwischen den Spielern – ob beim Umarmen nach einem Torerfolg oder dem Trösten bei einer Niederlage – völlig normal ist. Gleichzeitig herrsche große Angst vor den fremden, queeren Personen, denen man meist mit Intoleranz oder sogar mit Aggressivität begegne. Zudem seien alle möglichen homophobe und sexistische Stereotype an der Tagesordnung. Ein paar besonders feindliche verbale Äußerungen erwähnt Walter-Ahrens auch in ihrer Publikation: „Homosexualität ist abnormal. Ich werde niemals Homosexuelle in mein Team berufen.“ (Otto Baric, Teamchef des kroatischen Nationalteams (2004)) und „Im Bett kann eine Frau so herrlich sein, auf dem Fußballplatz wird sie mir immer schrecklich vorkommen.“ (Rudi Gutendorf, deutscher Trainer (1982)) sind zwei schreckliche Beispiele.</p>
<p>Laut der ehemaligen Fußballspielerin ist die Sportart eng mit heterosexueller, monokultureller Männlichkeit und dem Bild des starken Manns verbunden. Wenn Frauen* Sport treiben, nehmen sie oft männlich definierte Eigenschaften an und erscheinen besonders stark und mutig. Sie überschreiten die Grenzen von Weiblichkeit zu Männlichkeit. Für Männer sei ein solcher Schritt schwieriger, denn sobald sie nicht dem klassischen Rollenbild entsprächen, werde ihnen schnell Homosexualität angedichtet. Dies hat sich seit 2006 zum Glück verbessert. Androgynie ist in vielen Teilen der Welt gesellschaftlich akzeptierter und Stars wie Harry Styles und Timothee Chalamet werden für ihre „gender-bending („geschlechtsbeugende“) looks“ gefeiert. Doch sie sind keine Fußballstars.</p>
<p>Denn in der Fußballwelt ist das Zeigen von „weiblichen“ Wesensarten eine Schwäche, weibliche Facetten werden abgewertet und ausgegrenzt. Die Kulturwissenschaftlerin Almut Sülze verkündete in ihrem Beitrag zu Martin Dinges‘ Buch „Männer – Macht – Körper“: „Die Männlichkeit des Fußballs funktioniert über die Abgrenzung zu Frauen und Schwulen, die in Sexismus und Schwulenfeindlichkeit münden“. Schlechte männliche Spieler werden als „Mädchen“ oder „Schwuchtel“ bezeichnet, während Fußball spielende Frauen als „Mannweiber“ oder „Lesben“ abgetan werden.</p>
<p>Verständlicherweise haben männliche schwule Fußballstars Angst davor, wie ihre Kollegen bei einem Coming-Out auf sie reagieren und fragen sich, ob sie selbst direkt von Homophobie betroffen sein würden. Aus einem riesigen, verworrenen Netz aus Stereotypen und Vorurteilen kann man nur schwer entkommen und es zu zerstören erscheint beinahe unmöglich. Dabei könnte gerade dies ein Ziel der professionellen Fußballspieler sein, schließlich sind sie reich, genießen ein hohes Ansehen, haben große Fangemeinden und vor allem eine riesige Reichweite. Mit Jake Daniels und Josh Cavallo als prominente Beispiele ist es hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis es zu weiteren Coming-Outs in der Fußballszene kommt und das bald vielleicht sogar in Deutschland.</p>
<p>Beim Frauenfußball sind lesbische Spielerinnen schon seit Jahren keine Seltenheit mehr: Bei der WM 2019 traten 51 lesbische und bisexuelle WM-Spielerinnen aus 15 Ländern an. Die Fußballerinnen Anna Blässe und Lara Dickenmann, die zusammen beim VfL Wolfsburg spielen, sind sogar verheiratet.</p>
<p>Die gedrohten Sanktionen der FIFA gegen das Tragen der „One-Love-Binde“ und das Verbot von Regenbogen-Farben bei der WM in Katar zeigen klar, dass sich die Fußballwelt zurzeit politisiert. Von vielen Seiten wird dies kritisiert, unter anderem vom französischen Staatschef Macron. Doch wer weiß, vielleicht treibt das Phänomen die konservative, männerdominierte Instanz nun doch zu ein bisschen Fortschritt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum ist es plötzlich ein Problem?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/12/warum-ist-es-ploetzlich-ein-problem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2022 13:26:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2022]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Fußball interessiert sich Lina null, aber sie wundert sich, warum die WM in Katar plötzlich ein Problem ist. Denn die Profitgier der FIFA-Funktionäre ist nicht nur Fußballfans bekannt. Zugegebenermaßen interessiere ich mich nicht für Fußball. Vielleicht das ein oder andere Mal habe ich meinen kleinen Cousin begleitet, damit er überhaupt ins Stadion kam oder]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für Fußball interessiert sich Lina null, aber sie wundert sich, warum die WM in Katar plötzlich ein Problem ist. Denn die Profitgier der FIFA-Funktionäre ist nicht nur Fußballfans bekannt.</strong><span id="more-15252"></span></p>
<p>Zugegebenermaßen interessiere ich mich nicht für Fußball. Vielleicht das ein oder andere Mal habe ich meinen kleinen Cousin begleitet, damit er überhaupt ins Stadion kam oder habe in Sommern aus versehen Livestreams in Biergärten mitbekommen. Aber generell – nicht viel Interesse.</p>
<p>Was mich allerdings wirklich verwirrt, ist das ‚plötzliche‘ Problem mit Katar. Wollen mir Menschen ernsthaft erklären, bis jetzt gab es kein Problem aber aus dem nichts achten Fußballbünde und Geldgeber nicht auf Menschenrechte, sondern nur ihren Profit – Schocker.</p>
<p>In einem Jahr gewannen die deutschen Frauen und die Männermannschaft wurde dritter Platz. Wollen wir raten wer mehr Geld bekommen hat?</p>
<p>Trotzdem das die FIFA (angeblich) eine gemeinnützige, nicht profitorientierte Organisation haben wir es mit einem Milliarden Unternehmen zu tun. Kommt mir gar nicht komisch vor.</p>
<p>Als es um LGBTIQ+ Rechte ging und das Münchner Stadion in Regenbogenfarben angeleuchtet werden sollte, zur letzten EM, beim Spiel gegen das momentan von Orban geführte Ungarn, setzte man sich nicht durch. Zum einen geht es um Farben, FARBEN, keine wirkliche Beschäftigung mit dem Thema, sondern nur buntes Licht als Zeichen von Toleranz und Gleichstellung, aber selbst das wäre im Licht des Profites und der Wirtschaft zu eingreifend gewesen.</p>
<p>Deshalb frage ich mich wirklich: Sind wir überrascht? Wenn Katar oder andere Länder mitspielen gibt es wenig Probleme. Solange Geld fließt und Bedingungen in Herkunftsländern nicht gezeigt werden ist doch alles fein.</p>
<p>Vorher war bekannt, dass es nicht die nötige Infrastruktur gibt um diese Weltmeisterschaft auszurichten. Wie überraschend ist es, dass der Stadionbau auf den Kosten und Rücken der Arbeiterinnen ausgetragen wird. Von den Konsequenzen für den Klimawandel ganz zu schweigen.</p>
<p>Aufschreie über bezahlte Fans und die ‚One Love‘ Armbinde. Ganz davon abgesehen, dass es dafür ‚nur‘ eine Strafkarte gibt und DAS könnte nun wirklich niemand verantworten. Wir hören von Fußballspielern die ‚bedroht‘ werden, privilegierte weiße Männer, was nur Spekulationsraum offen lässt was anderen Menschen passiert.</p>
<p>Wollen wir raten wie viele Länder in denen Homosexualität (Wir reden hier nicht mal von LGBTIQ+) unter Strafe, bis hin zur Todesstrafe steht, mitspielen? Wenn wir nach dem Gay Travel Index gehen, überrascht es nicht wirklich zu sehen, dass die Spitzenreiter bekannte Gesichter bei Turnieren sind.</p>
<p>Fußball hat ein strukturelles Problem und ich kann nur hoffen, dass durch diese WM mehr Menschen dies bemerken. Doch was ich mich wirklich Frage, ist ob es jemanden gab, der dass nicht wusste.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gedanken zu Katar</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/12/gedanken-zu-katar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2022 15:17:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2022]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem in den letzten Wochen viel über die Weltmeisterschaft in Katar, Armbinden und Gesten des deutschen Männernationalteams diskutiert wurde, hat dies mit dem Ausscheiden des Teams merklich nachgelassen. Wir haben trotzdem bei unseren Autor*innen nachgefragt, wie sie das Turnier wahrnehmen und welche Gedanken sie dazu haben. Den Anfang macht eine neue Autorin: Sophia aus Leipzig.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem in den letzten Wochen viel über die Weltmeisterschaft in Katar, Armbinden und Gesten des deutschen Männernationalteams diskutiert wurde, hat dies mit dem Ausscheiden des Teams merklich nachgelassen. Wir haben trotzdem bei unseren Autor*innen nachgefragt, wie sie das Turnier wahrnehmen und welche Gedanken sie dazu haben. Den Anfang macht eine neue Autorin: Sophia aus Leipzig.</strong></p>
<p><span id="more-15189"></span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, serif;">Menschenrechte sind nicht verhandelbar“</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><i>Wieso aber, wenn es um Frauen geht?</i></span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, serif;">Jeder Mensch muss sich in seinem Staat frei entfalten dürfen und geschützt werden“</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><i>Wieso aber nicht, wenn es um queere Personen geht?</i></span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, serif;">Jeder Mensch hat das Recht, Rechte zu haben“</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><i>Wieso aber keine Gastarbeiterinnen?</i></span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, serif;">Andere Länder, andere Sitten“</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><i>Wieso aber, wenn ganzen Menschengruppen ihre Würde abgesprochen wird?</i></span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, serif;">Ein internationales Sportevent ist losgelöst von der politisch-gesellschaftlichen Situation in einem Land zu betrachten“</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><i>Wieso aber, wenn durch dein Wegschauen das Leid der Betroffenen billigend in Kauf genommen wird?</i></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Ist es das wert, wenn wir etwas unterstützen, was den Grundsätzen unseres Verständnisses von Demokratie so fundamental widerspricht? Jeder, der eine solche Veranstaltung unterstützt, zeigt, welchen Stellenwert der Konsum für ihn verglichen mit den Freiheitsrechten, insbesondere der Menschenwürde, einnimmt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Somit bekräftigt er Staaten, in denen die Rechte des Einzelnen nicht beachtet werden oder nicht existent sind.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;">Selbst das Privileg zu haben, in einer freiheitlichen Demokratie zu leben, sollte einem die Augen dafür öffnen, dass es keine Weltmeisterschaft wert ist, anderen ihre Rechte, die alleine durch das Mensch-Sein entstehen, abzuerkennen.</span></p>
<p>„<span style="font-family: Arial, serif;">Eine Person wird da nichts ändern“</span></p>
<p><span style="font-family: Arial, serif;"><i>Wieso aber, wenn es Hunderttausende so sehen?</i></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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