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	<title>Sven Schwarz &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Sven Schwarz &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Part 3: It all comes to an end</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/part-3-end/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 07:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal ist es an der Zeit, zurückzublicken auf all das, was man erreicht und geschafft hat &#8211; und dann darf man es sich definitiv auch erlauben, stolz zu sein und sich selbst auf die Schulter zu klopfen! Wir freuen uns heute mit unserem Autor Sven Schwarz 🎉 Eigentlich wollte ich keinen weiteren Text verfassen&#8230; Doch nach]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal ist es an der Zeit, zurückzublicken auf all das, was man erreicht und geschafft hat &#8211; und dann darf man es sich definitiv auch erlauben, stolz zu sein und sich selbst auf die Schulter zu klopfen! Wir freuen uns heute mit unserem Autor Sven Schwarz </strong>🎉</p>
<p><span id="more-12124"></span></p>
<p>Eigentlich wollte ich keinen weiteren Text verfassen&#8230;<br />
Doch nach einem gutem halben Jahr sind so viele Dinge passiert, die ich einfach zu Wort bringen muss.</p>
<p>Ich lese mir die zwei Texte durch. Bin schockiert, wortlos und schlicht ergriffen.<br />
Das war wirklich ich selbst? Das waren tatsächlich meine Gedanken?</p>
<p>Stolz, ist das erste Gefühl, was mich überkommt. Das zu erreichen, wo ich jetzt stehe.</p>
<p>Dieses halbe Jahr beinhaltet unendlich viele Gedanken, Gefühle und Geschehnisse, die mich dazu verleiteten, einen dritten (und hoffentlich letzten) Text zu verfassen.</p>
<p>Um etwas vorzugreifen: Alle wissen Bescheid! Ich kann der sein, der ich bin und so leben, wie ich mich fühle.  ⁃ das beste Gefühl überhaupt &#8211;</p>
<p>Es geht darum, sein Leben so zu leben, wie es sein soll. So, dass man sich gut fühlt.<br />
Dafür gibt es jedoch viele Faktoren, die dieses Gefühl ausschlaggebend prägen.<br />
Ganz davon abgesehen, dass man sich selbst schätzen und lieben lernt.</p>
<p>Freunde! Freunde zu haben, sie wertzuschätzen und zu lieben ist wohl die Basis eines jeden Menschen.<br />
Was würden wir ohne diese tun?<br />
Wer wären wir stattdessen?<br />
Ich möchte meine, die meinen Lebensweg bisher positiv prägten, nicht missen.</p>
<p>Da gibt es jene, die man kennenlernt, bei denen man sich fragt, was man ohne sie machte?! Wo war dieser besondere Mensch davor?<br />
Dann gibt es noch welche, die es einfach mehr als verdient haben, in diesem Text erwähnt zu werden.<br />
Dazu muss man sagen, dass ich in diesem Jahr meine Ausbildung (mehr als) erfolgreich absolviert habe. Und diese beiden Menschen haben dazu einen großen Teil beigetragen.<br />
Zwei Menschen, die auf einmal da sind. Als gäbe es ein Leben ohne sie nicht.<br />
Unvorstellbar!<br />
Zwei Menschen, die plötzlich da, und nicht mehr wegzudenken sind.<br />
Zwei Menschen, die mit dafür verantwortlich sind, dass ich jetzt der sein kann, der ich bin.<br />
Mit diesen beiden Menschen den Lebensabschnitt zu beenden, und gleichzeitig neu zu beginnen, tut so gut.</p>
<p>Natürlich sind da nicht nur positive Gefühle. Ein paar nostalgisch geprägte Gedanken schwelgen selbstverständlich umher.<br />
„Wie war das noch damals, als es noch niemand wusste &#8211; noch vor meiner Ausbildung?!</p>
<p>Doch da wo ich jetzt stehe, fühlt es sich schon verdammt gut an.</p>
<p>Ein wesentlicher Grund, der dazu beigetragen hat, ist meine fantastische Familie.<br />
Ja, auch sie wissen es (alle) seit Ende des letzten Jahres. GOTTSEIDANK!</p>
<p>Der, für mich, größte &#8211; und wichtigste &#8211; Schritt überhaupt. Ich kann bei meiner Familie der sein, der ich bin.<br />
Ich weiß nun, ich werde geliebt, weil ich der bin, der ich bin.</p>
<p>Ich kann nicht sagen, dass ich das vorher nicht dachte, bzw. wusste. Allerdings kann ich jetzt mit stolz behaupten, es genau zu wissen.<br />
Die Familie zu schätzen und zu lieben, ist wohl etwas, was jeder verinnerlichen sollte. Auf welcher Art auch immer.<br />
Ich habe es. Und bin überglücklich.</p>
<p>Ich habe mir die Texte durchgelesen und fühlte mich irgendwie verpflichtet, das Ganze zu Ende zu bringen.<br />
Um dem Ganzen auch ein Ende zu setzen und das Kapitel „Outing“ zu beenden.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier kommt ihr zu <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sven-schwarz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Part 1 und Part 2</strong></a> von Svens Geschichte.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Part 2: Things are getting better</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/part-2-things-are-getting-better/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2020 07:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Sven Schwarz schreibt über eine wichtige Zeit in seinem Leben. Darüber, wie unendlich wichtig es ist, dass Freund*innen und Familie zu einer*einem halten. Darüber, wie wichtig es ist, dass &#8222;Toleranz&#8220; nicht nur Phrase ist, sondern auch gelebt wird. Und darüber, wie man sich oft jahrelang das Schlimmste ausmalt &#8211; und dann werden durch ein einfaches]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sven Schwarz schreibt über eine wichtige Zeit in seinem Leben. Darüber, wie unendlich wichtig es ist, dass Freund*innen und Familie zu einer*einem halten. Darüber, wie wichtig es ist, dass &#8222;Toleranz&#8220; nicht nur Phrase ist, sondern auch gelebt wird. Und darüber, wie man sich oft jahrelang das Schlimmste ausmalt &#8211; und dann werden durch ein einfaches &#8222;Na und?&#8220; alle Ängste weggepustet. Aber lest selbst:</strong></p>
<p><span id="more-12093"></span>Nach zwei Jahren ist es Zeit, eine weitere Bilanz zu ziehen.<br />
Was habe ich erreicht? Wie geht es mir seither? Ist es schon besser geworden?<br />
Wenn ich mir den Text durchlese, habe ich viele negative Gedanken. Gedanken, die jetzt nicht mehr negativ sind. Glücklicherweise.<br />
Es fühlt sich so an, als würde ich meinem jüngeren Ich auf den Kopf tätscheln, so wie das Erwachsene eben lehrhaft tun. Von oben herab, mit neu gewonnener Weisheit.</p>
<p>Die Gedanken, die ich damals pflegte, sind anscheinend noch da. Dennoch höre ich sie wesentlich seltener. Neue Gedanken schwelgen umher und verbrauchen viel Platz. Was gut ist.<br />
Viel negatives, was durch Unsicherheit geplagt war, fällt weg. Warum? Kann ich nicht sagen.</p>
<p>In zwei Jahren ist viel passiert. Das meiste an mir selbst. Ich habe mich definitiv verändert. Zum Guten, wie ich finde. Ich kann mich vollends akzeptieren und weiß, wer ich bin. Ein äußerst wichtiges Gut.</p>
<p>Ich konnte mich vielen Menschen öffnen. Viele Menschen, die mir halfen, helfen und helfen werden. Darüber bin ich unendlich dankbar. Was ich ohne diese machen würde? Kein Plan!</p>
<p>„Toleranz“ ist DAS Wort in der Gesellschaft. Jeder gibt vor, es zu haben. Nach außen, versteht sich.<br />
Wenn ich meine „Time-line“ auf Facebook durchgehe, sehe ich viele Bilder/Videos, in denen mir eigentlich Mut zugeteilt werden sollte. Tut es aber nicht.<br />
Mut wofür?<br />
Brauche ich den Support von Menschen, die ich gar nicht kenne?<br />
Schafft man den „letzten Schritt“ ohne fremde Hilfe?<br />
Irgendwann ist man auf sich gestellt und es geht einzig und allein darum, dass es MIR gut geht.<br />
Das ist mir in den zwei Jahren bewusst geworden.<br />
Es MUSS mir egal sein, was andere (darüber) denken.</p>
<p>Ich machte mir jahrelang sorgen, was Familienmitglieder wohl zu meiner „Verkündung“ (mir fiel wirklich kein besseres Wort ein) sagen würden. Ablehnung? Desinteresse? Unverständnis? Akzeptanz? Offenheit?<br />
Man denkt sich tausend Szenarien aus, was passieren könnte, wenn&#8230;<br />
Ja, wenn&#8230;<br />
Vordergründig sind natürlich negative Gedanken. Schlimme Szenarien, die meine Angst füttern und immer größer werden lassen.</p>
<p>Vor genau drei Tagen dann der erste Schritt. Ein wichtiger Schritt, der das Ganze wie ein Dominostein zum Anstoß verleitete.<br />
Ein Familienmitglied weiß Bescheid.<br />
Die Resonanz: Die schönste Antwort, die ich mir je ausdenken konnte! „Na und?“<br />
Zwei kleine Worte, welche im Nachhinein für mich die Welt bedeuten. „Na und?“ so wie „Und das ist alles?“ &#8230;<br />
Es wird als normal angesehen.<br />
Na klar, das tue ich ja auch.<br />
Trotzdem.</p>
<p>Ich konnte mir niemals ausmalen, wie es mir danach gehen sollte. Ich fühle mich großartig und bereit, es allen zu sagen. Es braucht seine Zeit. Dennoch bin ich gewillt.<br />
Gewillt nun so zu leben, wie ich bin.<br />
Lebe ich dann anders?<br />
Ich denke, offener und lebensfroher.<br />
Die wenigsten werden das merken.<br />
Die einzige Person, welche dies am extremsten spürt, bin Ich. Und genau darum geht es doch.</p>
<p>Alles nimmt seinen Lauf. Das merke ich.<br />
Gegen das Schicksal hat man nichts in der Hand. Man ist unbewaffnet und muss sich dem fügen, was kommt.<br />
Ich freue mich auf das, was kommt. Ich bin bereit dafür.<br />
Bereit neue Dinge anzugehen, die lange geschlossen und abgekapselt gewesen sind.</p>
<p>Rückblickend fühle ich mich reifer und bereit, mein Leben so zu leben, wie es sein soll. Unverändert und unverfälscht.</p>
<p>Alles unsichere wird sicher. Alles ängstliche wird stark. Alles verschwommene wird klar und deutlich. Alles verschlossene wird transparent. Alles ängstliche wird motivierend.<br />
Alles ändert sich zum Guten. Klingt sehr euphorisch.</p>
<p>Der alte Text noch eher paradox und negativ, wirkt dieser schon eher euphorisch und positiv.<br />
Zum Glück.</p>
<p>Ich bin glücklich darüber, Menschen zu kennen, die mit dafür verantwortlich sind.<br />
Ich bin glücklich darüber, mich akzeptieren zu können.</p>
<p>Meine Gedanken dieses Mal aufzulisten fällt mir leichter. Wesentlich.</p>
<p>Wenn ich daran denke, dass es da draußen tausend Menschen gibt, die in einer ähnlichen Situation sind/bleiben und darin verharren, weil ihnen niemand hilft oder weil sie sich selbst scheußlich finden (da musste auch ich durch), dann wird mir ganz unwohl. Ich würde am liebsten jedem helfen.<br />
Mir ist klar, dass jeder seinen eigenen Weg gehen muss.</p>
<p>Meinen habe ich gefunden. Zum Glück!<br />
Dies zu finden hat lange genug gedauert. Geprägt aus Trauer und Freude.</p>
<p>Es ist gewiss kein einfacher Weg, welcher bestimmt noch die ein oder andere Ablehnung mit sich bringt. Doch erlebt die nicht jeder?</p>
<p>Der kleine Anteil an Freude ist gewachsen. Sehr sogar.<br />
Ich freue mich auf meinen weiteren Weg und bin überglücklich, meine Freunde und meine Familie zu haben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Falls du ihn verpasst haben solltest, geht&#8217;s hier nochmal zu <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/02/where-it-all-began-part-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Sven Schwarz&#8216; erstem Text</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Where it all began (Part 1)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/where-it-all-began-part-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sven Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 09:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, in diesem Monat noch einen weiteren neuen Autor auf meinTestgelände begrüßen zu können &#8211; ab jetzt schreibt hier für euch auch Sven Schwarz 🎉 In seinem Text geht es um Identität, um Unsicherheiten, um die Frage danach, wann und vor wem man was von sich preisgibt. Oder preisgeben muss? Wann kennt man jemanden tatsächlich?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, in diesem Monat noch einen weiteren neuen Autor auf meinTestgelände begrüßen zu können &#8211; ab jetzt schreibt hier für euch auch Sven Schwarz 🎉 In seinem Text geht es um Identität, um Unsicherheiten, um die Frage danach, wann und vor wem man was von sich preisgibt. Oder preisgeben muss? Wann kennt man jemanden tatsächlich? Kennt man sich überhaupt selbst?</strong></p>
<p><span id="more-12040"></span><br />
Zu denken, dass einen niemanden kennt, fühlt sich so an, als würde man die ganze Welt belügen. Niemand weiß, wer ich wirklich bin. Keiner kann es wissen.<br />
Wäre man nun nicht mehr da, hätte mich niemand gekannt.</p>
<p>Ein falsches Phantombild, welches jeder von einem hat. Wie hält es stand? Wie lange kann ich der sein, der ich vorgebe zu sein?<br />
Es fühlt sich an, als würden die ganzen Freunde die man pflegt, die eigene Familie einen nicht kennen.<br />
Wer bin ich nun wirklich? Muss ich jedem erzählen, wer ich wirklich bin? Muss ich mich dafür entschuldigen?</p>
<p>Niemand kennt die Wahrheit, die selbst ich zuerst nicht kannte.<br />
Kann man damit leben, ohne es nie einem zu erzählen?<br />
Man lebt mit einem Menschen in sich, der raus will, der sich nicht verstecken muss.</p>
<p>Aber vor was verstecken?</p>
<p>Man kennt Leute, die wissen wer sie sind, und alle anderen wissen es auch. Geht es denen besser als mir?<br />
Warum konnten Die diesen einen Schritt wagen, und ich nicht?<br />
Bin ich, wenn ich es offenbart habe, noch der Gleiche, oder jemand völlig anderes? Geht es mir danach besser?</p>
<p>In mir ist etwas, was nicht länger versteckt bleiben will. Wie ein unschuldiger Mensch, der sein halbes Leben im Keller eingesperrt ist. Warum eingesperrt? Wer sperrt ihn ein?<br />
Ich selbst!<br />
Wissen es schon alle, oder besser ahnt es Jeder, und ich muss es gar nicht erzählen?<br />
Bin ich der Einzige, der es noch nicht weiß?</p>
<p>Solche Gedanken, die man täglich<br />
pflegt, verschwinden die, wenn es alle wissen?</p>
<p>Ich schließe die Augen, mit dem Vorhaben, schon bald alles zu ändern!<br />
Mit einem guten Gefühl? Ich weiß es nicht.<br />
Das Gefühl lässt sich nur schwer beschreiben und ist kaum einzuordnen. Ein Gemisch aus Angst, Nervosität, Erleichterung und ab und zu, wenn auch noch zu wenig, Freude.<br />
Zeigt mir der kleine Anteil an Freude, dass ich das Richtige tue?<br />
Was ist richtig und was ist falsch?<br />
Falsch ist definitiv, dass mich niemand kennt und jeder meint, mich zu kennen.</p>
<p>Seit wann dieser andere, neue und &#8222;richtige&#8220; Mensch da ist, kann ich nicht sagen. Seit wann ich mich selbst damit abgefunden habe, kann ich auch nicht sagen. Er ist da. Ich muss ihn akzeptieren. Das mache ich.</p>
<p>Warum schreibe ich diese Zeilen?<br />
Um meine Gedanken selbst verstehen zu können?<br />
Um mich selbst kennen und respektieren zu lernen?<br />
Um zu wissen, was ich wirklich denke?<br />
Um mir selbst zu helfen?<br />
Es ist wahrscheinlich alles. Alles vermischt in einem großen Topf.</p>
<p>Niemand kann einem dabei helfen. Niemand wird einem die Last abnehmen, die auf einem sitzt.<br />
Man ist selbst dafür verantwortlich, was man aus seinem Leben macht.<br />
Bin ich irgendwann der, der anderen hilft oder bleibe ich immer der, den niemand kennt.<br />
Das liegt einzig und allein an mir.</p>
<p>Ich möchte mich nicht mehr verstellen und vorgeben, jemand anderes zu sein.<br />
Eine Art von Schauspiel, wenn ich mit anderen rede. Vorgefertigte Antworten und auswendig gelernte Floskeln schmücken jede Kommunikation.</p>
<p>Es passiert schon fast automatisch. Natürlich finde ich Frauen heiß. Natürlich habe ich unzählige Ex-Freundinnen.<br />
Auf die Frage, warum ich schon länger in keiner Beziehung verweile, ist meine Antwort immer gleich und so glaubwürdig, dass ich sie schon selbst fast glauben möchte.<br />
Es ist schon fast absurd, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken, vermeintliche Freunde anlüge, wobei ich lügen eigentlich hasse.<br />
Ich liebe die Ehrlichkeit. Wie paradox!<br />
Ein Leben, was von Paradoxien geprägt ist.<br />
Man begräbt die alte, unwahre Persönlichkeit und begrüßt das eigentliche, wahre Ich.<br />
Wenn es mir dabei gut, warum mache ich mir dann Gedanken, was andere denken?<br />
Sollte mich das interessieren?<br />
Vielleicht weil man auf einen Schlag merkt, wer durch das Sieb rasselt oder wer auf der Oberfläche bleibt und &#8222;mich&#8220; nun nicht mehr kennt.<br />
Angst davor, Menschen auf einmal kennen zu lernen, die dich dann aber nicht mehr kennen möchten.</p>
<p>Alles das sind Gedanken, die an einem normalen Tag durch mich kreisen.<br />
Ich werde schon nervös, mit einem Kleinteil von Unwohlsein, wenn ich nur diese Gedanken zu Wort bringe.<br />
Ich muss mich dem stellen und hinter mir lassen, was ich nicht bin.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mit <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/11/alex/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Identität und Begehren</strong></a> hat sich kürzlich auch unsere Autorin Lina auseinandergesetzt.</li>
</ul>
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