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	<title>Chancengleichheit &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Unsichtbarer Schleier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 11:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Tage werden kürzer, draußen ist es kalt, also die beste Zeit zum Serien gucken. Johanna hat zwei Empfehlungen dabei: „Maid“ und „Two on one day“. Wer bereit ist, sich auf ein emotionales Abenteuer einzulassen und herausfordernden Filmszenen gegenüberzustehen, die die Einzigartigkeit, aber auch den Schmerz des Daseins einfangen, dem will ich zwei Serien empfehlen:]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span class="a_GcMg font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Die Tage werden kürzer, draußen ist es kalt, also die beste Zeit zum Serien gucken. Johanna hat zwei Empfehlungen dabei: <span data-contrast="auto">„Maid“ und „Two on one day“</span>.</span></strong><span id="more-17137"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Wer bereit ist, sich auf ein emotionales Abenteuer einzulassen und herausfordernden Filmszenen gegenüberzustehen, die die Einzigartigkeit, aber auch den Schmerz des Daseins einfangen, dem will ich zwei Serien empfehlen: „Maid“ und „Two on one day“. Sie werden euch nicht mehr loslassen. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich habe mich schon immer für strukturelle Bedingungen zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Armut, Gewalt und geschlechterspezifischer Ungleichheit interessiert. Demnach sind Frauen armutsgefährdeter als Männer (16,2%), weil sie häufig in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt sind und bei gleicher Arbeit weniger verdienen</span><span data-contrast="auto">1</span><span data-contrast="auto">. Dieser Fakt spiegelt sich in der ersten Serie, „Maid“ wider: Die Protagonistin Alex ist insbesondere gesundheitlich wie auch finanziell gefährdet, als sie sich aus einer Partnerschaft mit Gewalt und Abhängigkeit befreit und mit ihrer Tochter Maddy flieht. Diese Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung und Überforderung in totaler Armut. Die Serie ist bereits die abgeschwächte Form des noch expliziteren Buches, in dem Alex sogar hungert und häufig vor Erschöpfung umkippt. Inspiriert nach einem wahren Schicksal von Stephanie Land wird sie zur alleinerziehenden &#8211; zunächst obdachlosen – jungen Frau, die Arbeit, Kinderbetreuung, Freizeit und Ernährung für ihr Kind unter einen Hut bringen möchte. Sie verliert ihr schon brüchiges Umfeld. Am Anfang des Films gelangt Alex unter anderem in ein Frauenhaus und hat kein Verständnis für die Frauen, die zu ihrem Partner zurückkehren, obwohl sie wissen, wie ungesund und teilweise lebensgefährlich es für sie ist. „Die meisten Frauen brauchen sieben Anläufe, bis sie wirklich gehen“, sagt ihr die Beraterin bei ihrem ersten Aufenthalt. Doch selbst Alex wird wiederkommen, unter Tränen und in Hoffnungslosigkeit und dennoch wieder Halt finden, auch wenn wir als Zuschauer niemals davon ausgehen würden. Sie muss am Ende sogar um das Sorgerecht für ihre Tochter kämpfen, um jede Essensmarke und ihr freies Wort. Sie ist eine exemplarische Figur für die Hürden im Leben und warnt durch ihre Situation und ihr Handeln vor vorschnellem Urteilen.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">In der Serie „Two on one day“, nach dem Roman „One day“ von David Nicholls, werden wir in ein anderes Szenario geworfen. Dexter, ein charmanter junger Mann, trifft bei einer Abschlussparty der Universität Edinburgh Emma, die ein gegensätzliches Leben zu dem Dexters führt: Während dieser lose Bekanntschaften und Zärtlichkeiten sucht, ist Emma an einer solchen Beziehung nicht interessiert. Und so geschieht es, dass beide, obwohl sie in Emmas Bett laden, nicht miteinander schlafen. Am nächsten Tag verabschieden sie sich nach einer, für Dexter, auf neue Art intensiven Nacht. Über Jahre bleiben sie aber weiter in Kontakt, bis beide eines Tages ihren Lebensentwurf hinterfragen und über diesen neu zusammenfinden. Wo Alex wegen eines geringeren Schulabschlusses besonders armutsgefährdet ist und sich vor Arbeitslosigkeit fürchtet, schließlich Opfer von ihr wird, erscheint das Leben des Protagonisten Dexter in „Two on one day“ ohne Vollzeitjob und „in den Tag leben“ traumhaft. In „Two on one day“ lernt er Emma kennen, die sein Leben auf den Kopf stellt, denn sie ist keine heiße Nummer für eine Nacht, sondern ist interessiert an Dexters Person und entspannten Tagen mit Zweisamkeit und viel&#8230; reden. Als Dexter Emma verlassen muss und sich seinem früheren Lebensstil wieder in voller Gänze hingibt, zeigt Emma ihm Grenzen auf und er beginnt, zu begreifen. In der Krise aus Gefühl und Erwartungshaltung, Krankheit und Schwermut leidet er nicht weniger, wenn er sich wegen einer Lebenskrise in exzessiven Substanzmissbrauch stürzt. In der kurzen Zeit, die Dexter mit Emma verbringt, scheint er glücklich und ausgeglichen. Sie trinken zusammen. Im Alleinsein aber übertreibt es und verliert sich, bis fast auch Emma für immer für ihn verloren gegangen wäre.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Beide Serien sind so nah am Leben. Was Alkohol und geschlechterspezifische Risiken durch die Sozialisierung und Biologie angeht, trifft sie den Nagel auf den Kopf und weitestgehend erfüllen beide auch ein Stereotyp. Frauen, die sich hinsichtlich ihres Alkoholkonsums an die Männer hin zu mehr Konsum anpassen oder schlichtweg – erwiesenermaßen anders zu ihm verhalten</span><span data-contrast="auto">2</span><span data-contrast="auto"> -, den reichen Mann, der sich nicht fallen lassen kann, das Hausmädchen, das sich hocharbeitet. Oder doch nicht? Ich will nicht zu viel vorwegnehmen. Schaut es euch selbst an und seht, wie sich Erwartung und Tatsache begegnen. Beide Serien haben mich tief erschüttert. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Sie berühren besonders dann, wenn man in einer Partnerschaft das Gefühl von Ohnmacht erlebt hat, wie auch exzessiven Konsum von Alkohol und anderen Drogen. Die Tatsache, dass sich der Partner dadurch immer weiter entfernt und irgendwann unerreichbar wird und die Grenze von Liebe und Bedingtheit verschwimmt.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Zwei unterschiedliche Serien, die doch eine Dynamik gemeinsam haben: Die, der Einflussnahme durch den Partner auf einen selbst und das erlebte „Wir“ und der geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen und -wahrnehmung. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">In der Serie „Maid“ verfolgen wir die junge Frau Alex, die mit ihrer Tochter Maddy aus einer missbräuchlichen Beziehung und vor ihrem Freund Sean flieht. Zu Beginn der Serie wissen wir nicht viel: Weder über Alex, noch die konkreten Vorkommnisse in der Beziehung. Weder über Emma, noch über die tiefen Wunden und Hürden in Dexters Leben. Aber es ist ihre Angst, die man ihnen an ihrer Mimik ablesen kann, wie auch ihre existentiellen Lebenssituationen.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich empfehle die Serien, weil sie zeigen, dass es weder die materiellen Verhältnisse noch die sozialen Rahmenbedingungen das Vorkommen von individuellem Leiden absolut bedingen und ihr Ausmaß per se bestimmen. Was uns Menschen beschäftigt und zu Fall bringen, wie auch wieder aufbauen kann, ist individuell und nicht zu vergleichen oder gegeneinander aufzuwiegen.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Eine treffende Metapher zum Schluss&#8230; Unsere Erwartungen, erlernten Verhaltensweisen und Entscheidungen ebnen uns Wege und sperren andere Türe aus weiter Ferne zu, ohne sie je erblickt oder betreten zu haben. Sie sind ein Teil von uns, wie ein unsichtbarer Schleier, der den Blick trübt und existenziell verändert. Beide Serien haben mir enorm geholfen, diese Schleier wahrzunehmen und zu lichten und Vorannahmen zu hinterfragen.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Schwerkraft X Thron</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/06/schwerkraft-x-thron/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Hoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2022 08:50:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei der Fachtagung dieses Jahr ist Robin Hoff aufgetreten und hat seine Songs Schwerkraft und Thron live performt. In den Liedern geht es um gesellschaftlichen Ausschluss, um Armut, und Chancen, die nicht alle bekommen, aber auch um Visionen eines Lebens, in dem es zu eben jenem ausreicht. &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Bei der Fachtagung dieses Jahr ist Robin Hoff aufgetreten und hat seine Songs <i>Schwerkraft </i>und <i>Thron </i>live performt. In den Liedern geht es um gesellschaftlichen Ausschluss, um Armut, und Chancen, die nicht alle bekommen, aber auch um Visionen eines Lebens, in dem es zu eben jenem ausreicht.</strong></p>
<p><span id="more-14836"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>68 bpm</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/68-bpm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hollies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2018 09:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit ihrem neuen Video „68 bpm“ wollen die Hollies ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein selbstbestimmtes Leben und gegenseitigen Respekt setzen. Die aufkommende rechte Stimmung in Europa erzwingt eine Gegenreaktion. Wir können nicht still zusehen, wie unsere Gesellschaft gespalten wird. Lasst uns solidarisch zusammenstehen. Gegen Diskriminierung und Unterdrückung im Alltag. Für die Gleichberechtigung aller]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit ihrem neuen Video „68 bpm“ wollen die Hollies ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein selbstbestimmtes Leben und gegenseitigen Respekt setzen. Die aufkommende rechte Stimmung in Europa erzwingt eine Gegenreaktion. Wir können nicht still zusehen, wie unsere Gesellschaft gespalten wird. Lasst uns solidarisch zusammenstehen. Gegen Diskriminierung und Unterdrückung im Alltag. Für die Gleichberechtigung aller Menschen und ein Leben auf Augenhöhe. Wir sind die Zukunft.</strong></p>
<p><span id="more-10962"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier gibt es noch ein Video von den Hollies zu <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/rassismus-im-alltag-woher-kommst-du/"><strong>Rassismus im Alltag</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier ein Rap Song: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/rap-song-mein-koerper-gehoert-mir/"><strong>Mein Körper gehört mir!</strong></a></span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chancengleichheit – was ist das eigentlich?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/06/chancengleichheit-was-ist-das-eigentlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jun 2018 07:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder liest man in Zeitungen die Debatten über „mehr Chancengleichheit in Deutschland“. Immer wieder bekommt man mit, wie sich junge Menschen über Chancenungleichheit beschweren. Unsere Autorin Clara hat sich gefragt, was das eigentlich genau ist und inwiefern in Deutschland Chancengleichheit besteht – oder eben nicht. Chancengleichheit, die „Gleiche Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für alle ohne]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer wieder liest man in Zeitungen die Debatten über „mehr Chancengleichheit in Deutschland“. Immer wieder bekommt man mit, wie sich junge Menschen über Chancenungleichheit beschweren. Unsere Autorin Clara hat sich gefragt, was das eigentlich genau ist und inwiefern in Deutschland Chancengleichheit besteht – oder eben nicht.</strong></p>
<p><span id="more-10674"></span></p>
<p><strong><em>Chancengleichheit, die</em></strong></p>
<p><em>„Gleiche Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für alle ohne Rücksicht auf Herkunft und soziale Verhältnisse“ (Duden).</em></p>
<p>Die Herkunft kann sowohl die geographische, als auch die soziale, familiäre Herkunft sein. Es wäre also gerecht, wenn jeder, unabhängig davon, aus welchem Land die Vorfahren, Eltern oder man selbst kommt, die gleichen Bedingungen für Ausbildung und Karriere hat. Ebenso wäre es natürlich nur fair, wenn Kinder aus Nichtakademikerfamilien die gleichen Chancen für ihre Zukunft hätten wie Kinder aus Akademikerfamilien.</p>
<p>Dazu gibt es eine Studie des Hochschulbildungsreports: Im letzten Jahr haben von 100 Grundschulkindern aus Nichtakademikerfamilien 21 angefangen, zu studieren. Bei Kindern aus Akademikerfamilien lag die Zahl bei 74. Im Laufe des Studiums wird der Unterschied noch deutlicher, da ein höherer Anteil der Studierenden aus Nichtakademikerfamilien sein Studium vor dem Abschluss abbricht.</p>
<p>Da stellt sich die Frage, wie das zustande kommt und gerechtfertigt wird. Wie kann die Diskrepanz der Ausbildungsmöglichkeiten so stark von der familiären Herkunft abhängen?</p>
<p>Mit der geographischen Herkunft und ihren Auswirkungen auf die Ausbildung hat sich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge genauer beschäftigt. Ergebnisse der letzten Studie zeigen, dass Kinder mit Migrationshintergrund in Deutschland weniger häufig auf Gymnasien und Realschulen, dafür mehr auf Hauptschulen gehen. Zudem ist der Anteil derer, die die Schule ohne einen Abschluss verlassen, bei Kindern mit Migrationshintergrund deutlich höher als bei Kindern, deren Familien selbst in Deutschland aufgewachsen sind. Insgesamt zeigen sich schon Unterschiede in der Grundschule, diese nehmen jedoch auf der weiterführenden Schule zu. Besonders schwierig haben es laut der Studie Kinder, in deren Familien kein Deutsch gesprochen wird.</p>
<p>Weshalb haben diese Umstände so einen großen Einfluss auf die Chancen in der Schulzeit? Besonders den letzten Punkt finde ich sehr problematisch, da dieser zeigt, dass Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache in der Schule nicht genug behoben werden können.</p>
<p>Zu den sozialen Verhältnissen gehört meiner Meinung nach ebenfalls das Geschlecht. Insgesamt machen mehr Mädchen Abitur und haben während ihrer gesamten Schulzeit im Durchschnitt bessere Noten als Jungen. Trotzdem ist das Einkommen von Frauen und deren Anteil in Führungspositionen merklich geringer. 2012 waren 29% der Führungskräfte weiblich. Zudem verdienen weibliche Erwerbstätige circa 20% weniger.</p>
<p>Insgesamt haben also sowohl die familiäre, als auch die geographische Herkunft, sowie das Geschlecht Auswirkungen auf Ausbildungs- und Karrierechancen. Für mich hat sich meine Frage nach Chancengleichheit in Deutschland somit beantwortet: Es ist definitiv notwendig, dass hier solche Debatten geführt werden, da derzeit noch nicht von fairen Chancen für alle geredet werden kann. Zwar ist die Tendenz steigend, dennoch reicht das meiner Meinung nach nicht aus und wir sollten uns weiterhin für ein gerechteres Deutschland einsetzen.<strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Hier entlang geht&#8217;s zu <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/clara/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Claras Profil.</strong></a></span></li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier gibt es <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/04/100-mensch/" target="_blank" rel="noopener"><strong>einen Text von den Sunrise Writers</strong></a>, der sich damit beschäftigt, warum so viele Meschen in Schubladen denken.</span></li>
</ul>
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			</item>
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