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	<title>Dating &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Dating &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>Durch die Blume: Arne über Pick-Up-Artists</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/06/durch-die-blume-arne-ueber-pick-up-artists/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2025 09:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Dating Coaches]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Männercoach]]></category>
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					<description><![CDATA[Für eine neue Folge Durch die Blume hat Moe Arne getroffen. Arne ist Medienpädagoge und hat vor einigen Jahren, im Rahmen einer Recherche für die Bachlorarbeit eines Freundes, ein Pick-Up-Artist Seminar besucht. Über das, was er dort erlebt hat und warum solche Seminare erfolgreich sind, spricht er in der neuen Folge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für eine neue Folge Durch die Blume hat Moe Arne getroffen. Arne ist Medienpädagoge und hat vor einigen Jahren, im Rahmen einer Recherche für die Bachlorarbeit eines Freundes, ein Pick-Up-Artist Seminar besucht. Über das, was er dort erlebt hat und warum solche Seminare erfolgreich sind, spricht er in der neuen Folge.</strong><span id="more-16951"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dating-Apps.</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/04/dating-apps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RobinO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Apr 2025 07:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[#unfiltered]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Dating Apps]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Tinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Autor RobinO hatte eine Dating-App-Phase mit eher durchwachsenen Erfahrungen. Zwischen grenzwertigen Nachrichten und rassistischen Algorithmen durfte er auch einige nette Menschen kennenlernen. Warum Dating-Apps trotzdem wieder von seinem Telefon verschwunden sind, erfährst du im Text. Ich weiß nicht mehr, wann genau ich mir die erste Dating-App runtergeladen habe. War wohl Tinder und damals noch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser Autor RobinO hatte eine Dating-App-Phase mit eher durchwachsenen Erfahrungen. Zwischen grenzwertigen Nachrichten und rassistischen Algorithmen durfte er auch einige nette Menschen kennenlernen. Warum Dating-Apps trotzdem wieder von seinem Telefon verschwunden sind, erfährst du im Text.</strong><span id="more-16729"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich weiß nicht mehr, wann genau ich mir die erste Dating-App runtergeladen habe. War wohl Tinder und damals noch ziemlich aufregend. Mit viel Sorgfalt wurde ein Profil erstellt und losgeswiped.</span> <span data-contrast="auto">Es fiel mir damals schwer eine Biografie zu verfassen, die mich nicht als leer, oberflächlich oder notgeil darstellte.</span> <span data-contrast="auto">Da das Niveau auf dieser App nicht sonderlich hoch schien, fiel meine Bio wohl gar nicht auf und die ersten Matches passierten. Im besten Fall kurz chatten, sich treffen und wenn es passte, ging es weiter. </span><span data-ccp-props="{}"><br />
</span><span data-contrast="auto"><br />
So war die generelle Vorgehensweise und schnell fand sich eine gewisse Routine ein. </span><span data-ccp-props="{}"><br />
</span><span data-contrast="auto"><br />
Meine Erfahrungen waren insgesamt durchwachsen. Vor allem meine Gefühlswelt während dem Benutzen jener Apps. Zwischen Sehnsucht und Begierde verlor ich mich in der Idee, der Algorithmus würde mir zur Erlösung verhelfen. </span> <span data-contrast="auto">Präsent waren Gefühle von Minderwertigkeit und Überheblichkeit, total verschoben wie die Schönheitsideale und Trends, die mich ansprachen. Die Linse, durch die ich blickte, direkt verbunden mit meinem Zeigefinger, auf niedrigster Frequenz, rhythmisch streichend, ohne Fokus, auf der Suche nach dem nächsten Match. Oftmals war es die erste und letzte App des Tages, die ich öffnete.  </span><span data-ccp-props="{}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Ich durfte einige tolle Menschen kennenlernen und verbrachte eine wirklich schöne Zeit mit ihnen. Ein paar wenige sind heute noch meine Freunde. </span><span data-contrast="auto">Ebenso hatte ich Begegnungen, die ich lieber vergessen will. Von Scamming über Cat-Fishing bis hin zu rassistischen Anmachen und Begegnungen: </span><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-contrast="auto">-Du bist mein erster Schwarzer &#8211; Bisher hatte ich noch keinen Schwarzen, der so gut war, wie du &#8211; Mein kleiner &#8222;Buschmann&#8220; &#8211; du bist süß, aber ich date keine Schwarzen &#8211; und so weiter&#8230; </span><span data-ccp-props="{&quot;335559685&quot;:0}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Dass Dating-Apps rassistische Algorithmen haben, ist für die, die es erleben offensichtlich. Es gibt nachweislich ethnische Gruppen, die stärker sexualisiert werden. </span><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-contrast="auto">Wahrscheinlich haben die meisten Menschen die sich nicht als Cis-Männer identifzieren, Erfahrungen gemacht, die nicht schön sind, da Anfeindungen gegenüber marginalisierten Gruppen an der Tagesordnung sind. </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Obwohl ich quasi täglich beachtliche Zeit auf Tinder, Bumble &amp; Co verbracht habe, hatte ich nie das Gefühl, dass ich gerade wirklich gerne hier bin. Benachrichtigungen waren immer aus doch dafür &#8222;checkte&#8220; ich regelmäßig ob mich wer geliked oder geschrieben hat, und da ich schonmal hier bin kann ich ja ein bisschen swipen. Und schon sind 30 Minuten rum. </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich habe auch Abos abgeschlossen, vergessen diese zu beenden und dafür bezahlt. Nicht nur mit Geld, sondern auch mit Zeit, Nerven und Selbstbewusstsein.</span></p>
<p><span data-contrast="auto">Und das alles wofür? Dass ich zum Teil verlernt habe, im richtigen Leben auf Menschen zuzugehen. Die vielen Gedanken, die ich der Selbstdarstellung und dem Feinschliff meines Dating Profils widmete, hätte ich auch anders nutzen können.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Unterbewusst habe ich Leute in Schubladen gepackt und sexualisiert. Ich denke, das liegt zum Teil an der Natur von Dating-Apps. </span><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-contrast="auto">Die vielen Momente, die ich auf Apps gelassen habe, waren notwendig, um dort anzukommen, wo ich jetzt bin. &#8222;Wieder&#8220; verstanden zu haben, dass es viel schöner ist, jemanden im Alltag zu treffen, sei es auf der Straße, beim Sport oder sonstwo. </span><span data-contrast="auto">Mich zu trauen den ersten Schritt zu machen und gegebenenfalls mit einem Korb klarzukommen. Wieder zu lernen, dass sich ein Korb auch gut anfühlen kann, weil der erste Schritt gemacht wurde.</span></p>
<p><span data-contrast="auto">Viele Menschen mögen das Konzept von Dating-Apps und sie finden, was sie suchen. Andere geraten ähnlich wie ich in einen Sog, der nicht wirklich zielführend ist und eine Auswirkung auf die Entwicklung haben kann. </span><span data-ccp-props="{}"> </span><span data-contrast="auto">Ich bin froh, dass dieses Kapitel rum ist. Trotzdem halfen mir bestimmte Erfahrungen rückblickend, gewisse Dinge zu akzeptieren. Die Projektionen, Vorstellungen und Erwartungen der Leute sind wie sie sind.</span></p>
<p><span data-contrast="auto">Für mich heißt das z.B. Schwarz zu sein bedeutet einfach schwarz zu sein. In allen Bereichen des Lebens. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dating Coaches – Meine persönlichen Endgegner</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/04/dating-coaches-meine-persoenlichen-endgegner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2025 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[#unfiltered]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Dating Coaches]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Autorin Sophie hat einen fatalen Fehler begangen: Sie hat das Video eines Dating Coaches, der in ihrem Feed gelandet ist, zu lange angeschaut und musste lernen, wie sich Belästigung durch den eigenen Algorithmus anfühlt. Aber auch, welche Lösung es dafür gibt. Man kann über Algorithmen auf Social Media sagen, was man will, aber leider]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Autorin Sophie hat einen fatalen Fehler begangen: Sie hat das Video eines Dating Coaches, der in ihrem Feed gelandet ist, zu lange angeschaut und musste lernen, wie sich Belästigung durch den eigenen Algorithmus anfühlt. Aber auch, welche Lösung es dafür gibt.</strong><span id="more-16725"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Man kann über Algorithmen auf Social Media sagen, was man will, aber leider haben sie mir Dating Coaches in meine Timeline geschwemmt. Da schaut man sich einmal so mir nichts dir nichts ein Video ein paar Sekunden zu lange an, denn hat er gerade wirklich gesagt, man sollte sich einer Frau in den Weg stellen, auch wenn sie einen abweist, weil es sie beeindrucke, dass man Dominanz etabliert?</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Idee war es nach dieser wirklich mehr als haarsträubenden Aussage in die Kommentare zu schauen, dabei war ich wohl ein paar Sekunden zu lange auf dem Video und dann hat man den Salat. „Der Salat“ in dem Fall nicht mit leckerer Soße und perfekt abgestimmten Gewürzen, sondern bestehend aus Männern, die anderen Männer erklären wollen, wie sie sich eine Frau „klarmachen“ oder allgemein, wie man mit Frauen angeblich umzugehen hat.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Dabei werden leider oft die sexistischsten Ideale und Einstellungen vermittelt, bei denen man nur hoffen kann, dass sie nicht ernsthaft weitergetragen werden und sich dann irgendein 12-jähriger denkt, dass die Welt so funktioniert und er Marie aus der Parallelklasse nur lange genug beleidigen muss, denn „was sich liebt neckt sich, da kann man schon mal etwas gemeiner sein“ oder irgendein frustrierter 23-jähriger das zum Anlass nimmt seiner Freundin zu erklären, dass alle ihre männlichen Freunde nur mit ihr schlafen wollen, weil ihm irgendein Typ im Internet eingeredet hat, dass alle Männer so sind. Am liebsten sind mir die Podcasts, wo sich die Hosts gegenseitig auf die Schulter klopfen und solche Banger raushauen, wie „Danke, dass du es sagst, Bruder“.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Man sollte davon ausgehen, dass diese Männer Frauen lieben. Immerhin widmen sie ihnen indirekt ganze Social Media Auftritte und Philosophien darüber, was vermeintlich unser Innerstes bewegt. Umso erstaunlicher und trauriger ist es, dass es sich hier um Frauenbilder handelt, die uns nicht als Menschen auf Augenhöhe wahrnehmen, die auch Vorstellungen zu einem fairen Miteinander haben, sondern Männern in ihren angeblich naturgegebenen Rollen stärken. Ironischerweise kommt das Ganze auch den Männern als Konsumenten des Contents nicht zugute, weil ein so verzerrtes Bild der Wirklichkeit gemalt wird. Da kann ich mich nur für den Not-Interested-Button bedanken.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Samstag Nacht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/09/samstag-nacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mäx]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 07:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Leidenschaft findet man im Kleinen und im Großen: Wir freuen uns über den ersten Text von Mäx auf meinTestgelände. Es ist Samstag Abend, ich sitze im Kino. Ich habe den gleichen Film schon vor einer Woche geschaut, im Kino, mit dir. Deine Hand gehalten, mit meinem Daumen deinen berührt, meinen Kopf auf deine Schulter gelegt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Leidenschaft findet man im Kleinen und im Großen: Wir freuen uns über den ersten Text von Mäx auf meinTestgelände. </strong><span id="more-16196"></span></p>
<div>Es ist Samstag Abend, ich sitze im Kino. Ich habe den <a href="https://www.youtube.com/watch?v=TkIC8YI9-eU">gleichen Film</a> schon vor einer Woche geschaut, im Kino, mit dir. Deine Hand gehalten, mit meinem Daumen deinen berührt, meinen Kopf auf deine Schulter gelegt. Jetzt sitzen er und ich hier, vorher haben wir noch was gegessen und über Gott und die Welt philosophiert, uns wahnsinnig wichtig und klug gefühlt, das kann man gut mit ihm, es macht Spaß. Jetzt sitzen wir hier, schauen den Film, lachen. Es ist wirklich ein guter Film. Ich freue mich, ihn noch einmal schauen zu können. Irgendwann nehme ich seine Hand, wie ich auch deine Hand genommen habe. Er streichelt ganz leicht meinen Arm, auf, ab, auf ab. Es ist warm, kribbelt. Was ist schon dabei? Die Musik vibriert in uns, er drückt meine Hand fester. Nach dem Film sitze ich noch einen Moment da, unbewegt. Er grinst mich an, ich kann es nicht fassen, bin noch ganz beim Film, bin noch im Gefühl, schaue den Vögeln die über den Abspann fliegen gebannt zu. Manchmal fasse ich es nicht, dass andere sowas so einfach abschütteln können. Ich hingegen kann gar nicht anders, als mich mitreißen zu lassen, alles, was die Menschen auf der Leinwand fühlen, auch zu fühlen, oder das, was sie gerade nicht fühlen können. Zu lachen, zu weinen, und alles, was zum Leben dazu gehört.</div>
<div>Wir schlendern Richtung Promenade, ich bin wieder aufgetaucht. Scherzhaft sagt er &#8222;dann hau doch ab.&#8220;, und als ich anstalten mache, mich zu entfernen, erschrickt er kurz und streckt die Arme aus um mich noch einmal zu halten. Ich lache, nehme ihn in den Arm. Dann fahren wir doch noch ein Stück gemeinsam, er zeigt auf einen vorbeifahrenden Radler, sagt &#8222;den kenne ich!&#8220;, ich tue so, als wolle ich zu ihm rüber rufen, wieder erschrickt er und hält mich am Arm fest, ich rufe laut &#8222;Ich lasse mich von niemandem leise machen!&#8220;, lache. Er fragt, warum ich so ein Halunke bin, ich rufe &#8222;weil man Halunke sein muss um in dieser Welt zu leben!&#8220;, &#8222;Warum?&#8220;, fragt er lachend, &#8222;Weil diese Welt halunkig ist, und ich möchte in ihr leben!&#8220;, proklamiere ich frei heraus. &#8222;Los, los!&#8220;, fordere ich ihn auf und jage ihn davon über die Ampel. &#8222;Woher kommt die Leidenschaft?&#8220;, fragt er grinsend als er mich einholt, ich rufe &#8222;Aus mir! Aus dem Leben!&#8220;, drücke seine Hand zum Abschied und fahre in die schwarze Nacht hinein.</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die „komplizierte“ Frau – Feministin sein beim Dating</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/08/die-komplizierte-frau-feministin-sein-beim-dating/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Romy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Aug 2024 10:09:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Romy ist Feministin, nur beim Dating merkt sie, dass sie sich nich so verhält wie in anderen Settings. Weniger Meinung, weniger anecken, weniger kompliziert sein. Aber warum eigentlich? Vor etwa fünf Jahren habe ich mich entschieden: Ich bin jetzt eine Feministin. Und das auf allen Ebenen. In der Schule, zu Hause, in meiner Freundesgruppe, bei]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Romy ist Feministin, nur beim Dating merkt sie, dass sie sich nich so verhält wie in anderen Settings. Weniger Meinung, weniger anecken, weniger kompliziert sein. Aber warum eigentlich?</strong><span id="more-16101"></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Vor etwa fünf Jahren habe ich mich entschieden: Ich bin jetzt eine Feministin. Und das auf allen Ebenen. In der Schule, zu Hause, in meiner Freundesgruppe, bei der Arbeit – Feminismus war und ist schon immer ein Teil meines Lebens, der mich begleitet und für den ich mich einsetzen möchte, so gut wie es nur geht. Die einzige Ebene, in der ich den Feminismus bis jetzt noch nicht integrieren konnte wie überall sonst, ist beim Dating.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Auf einer romantischen Ebene stelle ich meine feministischen Wertevorstellungen oft ganz nach hinten. Ich verstecke sie. Ich stecke mich automatisch in ein ganz bestimmtes Rollenbild. Wenn ich eine Person kennenlernen möchte, dann werde ich oft zurückhaltender, weniger meinungsstark. Ich verkneife mir die Kommentare auf Aussagen, die ich problematisch finde. Ich ignoriere meine feministische Seite – obwohl die am lautesten an mir ist. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Warum genau ich das mache, habe ich sehr lange nicht verstanden. Es war wie eine Art Automatismus: „Oh, ein Mann mag mich? Dann sollte ich jetzt die Klappe halten!“ Inzwischen verstehe ich, warum das so ist: Ich hatte immer schon Angst davor, die „komplizierte Frau“ zu sein. Ich habe gemerkt, dass mein Feminismus auf viele männliche Personen abschreckend wirkt. Sobald es zur Sprache kommt, nehmen die meisten Abstand. So war das schon, als ich mich das erste Mal offen für den Feminismus in der Schule eingesetzt habe. Ich war die frauenfeindlichen Kommentare meiner Mitschüler leid. Ich machte ihnen irgendwann klar, dass ich das nicht in Ordnung fand &#8211; schon war ich unten durch. Und das nur, weil ich nicht ihre Meinung teilte. Weil ich sie kritisiert hatte. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Generell sind mir hauptsächlich zwei Reaktionen von männlichen Personen aufgefallen, wenn der Feminismus zur Sprache kam: Entweder sie nahmen sofort Abstand, ich könnte ja zu kompliziert sein, oder sie machten mich klein. Mit Aussagen wie: „Irgendwie voll niedlich, dass dir das so wichtig ist“ fühlte ich mich weder gehört noch respektiert. Als wäre der Kampf, den so viele Frauen seit Jahrhunderten gegen das Patriarchat führen, einfach unnötig. Als sei ich eine kleine Maus, die piepend einen riesigen Tiger beschimpft. Durch Reaktionen dieser Art habe ich gemerkt wie viel einfacher es ist, nicht die „Komplizierte“ zu sein. Einfach bei allen Witzen mitzulachen, allen Aussagen zuzustimmen, mich in das Rollenbild einzufügen, dass es für die andere Person am einfachsten macht. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Aber genau so sollte es nicht sein, erst recht nicht im Dating. Es ist sehr frustrierend, nicht gehört zu werden. Kleingehalten zu werden. Es ist unschön zu merken, dass eine Sache, die einem selbst so am Herzen liegt, die andere Person abschreckt. Gerade wenn es eine Person ist, die man eigentlich sehr gerne mag. Aber das ist schlicht nicht mein Problem. Es ist nicht mein Problem, wie angegriffen sich jemand fühlt, wenn ich einen sexistischen Witz nicht okay finde. Es ist nicht mein Problem, wie eingeschüchtert sich jemand fühlt, weil ich laut und meinungsstark bin. Ich muss mich in kein Rollenbild einfügen, wenn ich das nicht möchte. Das ist nicht meine Aufgabe. Und wieso sollte ich überhaupt eine Person daten wollen, die mich zu „kompliziert“ findet, nur weil ich nicht alles einfach hinnehme? Wenn ich „kompliziert“ bin, was auch immer das bedeutet, dann bin ich das gerne. Wie Autorin und Journalistin Caroline Criado-Perez am Anfang ihres Buches „Unsichtbare Frauen“ schon gesagt hatte: „Für die beharrlichen Frauen – bleibt verdammt nochmal schwierig!“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tinder in vier Akten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/10/tinder-in-vier-akten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gloria]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Oct 2023 10:18:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Glorias dritter Akt: wir lesen uns was vor / ich kann das viel besser als du / du lachst wir mit verspätung alle beide 4 ganze wechsel beim federball in die bar kamen wir nicht rein ich fand dich so schön gemeinsam mcdonalds da gab es die käsegipfel noch wer kann am längsten auf einem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Glorias dritter Akt: wir lesen uns was vor / ich kann das viel besser als du / du lachst</strong><span id="more-15752"></span></p>
<p>wir mit verspätung<br />
alle beide<br />
4 ganze wechsel beim federball<br />
in die bar kamen wir nicht rein<br />
ich fand dich so schön</p>
<p>gemeinsam mcdonalds<br />
da gab es die käsegipfel noch<br />
wer kann am längsten auf einem bein stehen?<br />
es tat weh, nach einer weile</p>
<p>wir lesen uns was vor<br />
ich kann das viel besser als du<br />
du lachst</p>
<p>4 süße stücke<br />
kippe und kakao sind besser als kippe und kaffee<br />
„ich bin beschämt“<br />
„musst du nicht sein“<br />
10 minuten<br />
20<br />
30<br />
du gehst doch noch mit mir zur haltestelle<br />
wir beide haben wichtige dinge zu tun<br />
und gehen ihnen nicht nach<br />
ich bin zu müde gewesen<br />
„ich hätte einfach bei dir bleiben können“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorsicht Tinder!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/vorsicht-tinder/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/vorsicht-tinder/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2020 10:31:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Tinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland nutzen die Datingplattform Tinder auf der Suche nach neuen Bekanntschaften. Einige wenige Fotos und eine kurze Beschreibung entscheiden, ob sich zwei Menschen sympathisch sind. So war es auch in der Geschichte von Lina. Match, Date, viel Wein, Sex, ohne wirklich davon überzeugt zu sein und dann am Morgen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland nutzen die Datingplattform Tinder auf der Suche nach neuen Bekanntschaften. Einige wenige Fotos und eine kurze Beschreibung entscheiden, ob sich zwei Menschen sympathisch sind. So war es auch in der Geschichte von Lina. Match, Date, viel Wein, Sex, ohne wirklich davon überzeugt zu sein und dann am Morgen die Frage, warum sie die Haustür nicht zufallen hört, nachdem der Typ sich angezogen und verabschiedet hat. Aber lest am Besten selbst, warum Lina bei Tinder zur Vorsicht mahnt. </b></p>
<p><span id="more-12473"></span></p>
<p class="p1">„Ich finde dich wirklich schön, möchtest du nicht Model auf meiner Wurstverpackung werden“<span class="Apple-converted-space">             </span></p>
<p class="p1">Das wars nun endgültig mit Tinder denkst du dir und löschst am selben Tag die App. Einziges Überbleibsel sind ein paar Datenspuren und Manuel. Manuel war ganz anders als diese Poser auf Tinder. Bild von seinen Muskeln, Bild mit Hund und die Größe in der Profilbeschreibung. Doch er konnte schreiben. Vor deinen Freunden gabst du es nicht gerne zu, wolltest nicht in Klischees fallen, aber du findest es doch ganz gut, wenn der Mann zuerst schreibt. Um die 73 km waren es von seiner Wohnung in Leipzig bis zu deinem Haus in Jena. Diese konnten aber mit seinem Auto schnell überwunden werden. Das Auto hatte er für seinen Job, irgendwas mit Immobilien, irgendwas mit Wirtschaft, auf jeden Fall was mit Geld.</p>
<p class="p1">Am Samstag wolltet ihr euch zum ersten Mal persönlich sehen und du konntest an nichts anderes mehr denken. Erst was Essen gehen und dann schauen was passiert, das war der Plan. 10 Bilder bei Tinder wären möglich gewesen, 3 wurden genutzt, davon eines von seinem Hund. Er sah den Bildern schon ähnlich, wie man eben Bildern ähnlich sieht, die aus seiner Jugend stammen.</p>
<p class="p1">Nichtsdestotrotz ging es essen, das Gespräch war erzwungen, seine Geschichten langweilig und deine Weinbestellungen groß. Du hattest aber auch lange keine Dates mehr, vielleicht warst du einfach ungeübt. Und du warst schon so lange allein und ein bisschen Spaß durfte man schließlich auch haben. 320 Tage ohne Sex waren es jetzt.<span class="Apple-converted-space">  </span>6. April 2019 hatte dich dein damaliger Freund verlassen und du warst gegen 3 aus einer Bar gekommen und dies nicht allein. Es gab mal Kampagnen à la „würden Sie ein Jahr auf Sex verzichten für 10000 Euro?“ und rückwirkend würdest du das Geld jetzt echt gerne nehmen.</p>
<p class="p1">Nach dem Zurücklaufen vom Restaurant setzt du an deiner Tür zur Umarmung an, doch er schmettert sie ab „ich kann jetzt nicht fahren Liebes, ich hab getrunken“, du lässt ihn also rein. Nach mehr gezwungener Unterhaltung folgt „ es könnte so einfach sein, was stellen wir uns so an“? Darauf packt er dich und küsst dich. Es ist vor allem eins, feucht. Aber gleichzeitig hast du diese Art von Berührung schon 320 Tage vermisst. Und was soll schon passieren. Um die 73 km waren es von seiner Wohnung in Leipzig bis zu deinem Haus in Jena. Ihr wohnt nicht mal in derselben Stadt.</p>
<p class="p1">Manuel zieht dich langsam aus und du ihn. Was drunter hervor kommt gefällt dir nicht unbedingt besser, aber wo soll er schon hin. Er ist betrunken und kann gerade nicht fahren und sobald du deine Augen schließt, kannst du dir vorstellen wen du möchtest. Als ihr vor 51 Tagen an Silvester<span class="Apple-converted-space">  </span>bei der Hausparty „ich hab noch nie“ gespielt habt, hast du als einzige Frau von 10 nicht trinken müssen bei „Ich hab noch nie mit jemanden geschlafen, weil ich dachte ich muss, obwohl ich ihn gar nicht so attraktiv fand.“<span class="Apple-converted-space">  </span>Nun würden es 10 sein, welche beschämt nach unten blicken und an ihrem Getränk nippen. Doch es waren nur um die 73 km<span class="Apple-converted-space">  </span>von seiner Wohnung in Leipzig bis zu deinem Haus in Jena. Ihr wohnt nicht mal in derselben Stadt.</p>
<p class="p1">Irgendwann ging die Nacht auch vorbei und die ersten Sonnenstrahlen fielen durch dein Dachgeschossfenster und weckten dich sanft, obwohl sein Bart an deiner Brust alles andere als das war. Du betrachtest nochmal ausgiebig sein Gesicht, er war ja nicht hässlich, aber dein Typ einfach auch nicht. Langsam wurde auch er wach, verkündete, er müsse los, zog sich an und verschwand ohne Große Worte aus deinem Schlafzimmer. Du warst eigentlich ganz froh drüber. Jetzt müsste er nur noch die kleine Treppe mit 6 Stufen, dann die große mit 20 in die Küche nehmen und wäre schon draußen. Von dort aus waren es nur noch 73 km bis zu seiner Wohnung in Leipzig.</p>
<p class="p1">Doch etwas fehlte. Angespannt lauschst du auf die Geräusche im Haus. 6 schnelle Schritte auf der kleinen Treppe wurden gemacht, 20 Bedächtige auf der Großen. Er war also auf der unteren Etage und du so kurz entfernt von deiner Freiheit aber immer war es noch nicht da. Das Klicken deiner Haustür. Du kanntest es genau, wie die massive Tür ins Schloss fiel, auch früher, als deine Eltern noch da waren, egal, wie leise du versucht hast zu sein, konntest du das Geräusch doch nie aufhalten. Doch jetzt war es nicht da und dein Atem wurde schneller. Er war vielleicht nicht so attraktiv wie auf den Bildern, aber groß genug um mit dir fertig zu werden. Aber nein, er wollte sicher nur auf Toilette, bevor er die Fahrt antrat, es waren immerhin 73 km bis nach Leipzig. Wann bist du eigentlich so paranoid geworden, nur, weil du immer Horror Filme schaust, heißt das nicht, dass diese auch wahr werden. Dennoch stellten sich deine Nackenhaare auf und dein Puls raste. Wie in Schockstarre lagst du im Bett und versuchtest ein wenig weiter von der Tür weg zu rutschen, aber bloß ohne Geräusche. Warum hast du damals nicht das verdammte Schloss in deine Zimmertür einbauen lassen.</p>
<p class="p1">Mittlerweile waren 10 Minuten vergangen, kein klicken aber auch sonst kein Geräusch und du bist kurz davor wieder aufzustehen und ganz normal mit deinem Tag zu beginnen, als ein knarzen durch das Haus dringt. Nur ganz leise, jeder hätte es überhört aber du nicht, denn du wohnst dein ganzes Leben hier und die 2. Diele in der 5. Reihe vom Fenster aus macht eben nun mal dieses Geräusch. Manuel war also noch da. Manuel war im Haus und eine weitere Woge der Angst machte sich breit. Was machte er hier, vielleicht hatte er was vergessen, aber dann sollte er doch einfach hochkommen und nicht nun 15 Minuten in deiner Küche rumwarten. Obwohl du dir mittlerweile nicht mehr sicher warst ob du ihn überhaupt je nochmal sehen wolltest. Um die 73 km waren es von seiner Wohnung in Leipzig bis zu deinem Haus in Jena. Ihr wohnt nicht mal in derselben Stadt.</p>
<p class="p1">Deine Gedanken rasen, was kann man machen, wenn das Tinderdate in der Wohnung bleibt und einfach nicht geht. Du hast ihn schließlich ins Haus gebeten und in deinen Körper gelassen, also wäre es nicht schlimm zu reden, aber gleichzeitig kennst du ihn kaum. In einer schnellen Bewegung, bei welcher du die Luft anhältst, greifst du dir dein Handy vom Nachttisch, der so nah an der Tür steht und quetscht dich unters Bett. Dein Finger klebt über dem Notruf Knopf und als plötzlich etwas klirrt, drückst du drauf. „Da ist ein Mann in meinem Haus, er war ein date, aber er geht nicht raus und ich habe Angst vor ihm“ „ ja ich bleibe ruhig, ja ich versuchs“ „Ich bin unter meinem Bett“ „Ja ich versuche aufzuhören zu weinen“ „Bitte beeilen sie sich“</p>
<p class="p1">Du wartest von da an 30 Minuten. Es ist insgesamt die schlimmste dreiviertel Stunde deines Lebens. Mittlerweile sind deine Klamotten komplett durchgeschwitzt und sie kleben an deinem Körper. Ein Knall!</p>
<p class="p1">Und deine Tür geht auf und dein Herz setzt für mehrere Takte aus, aber es meldet sich die Polizei, du kommst aus deinem Versteck hervor und zitterst nur. Halb getragen, halb läufst du mit den Polizisten raus. Erst die 6 Stufen, dann um die Ecke, doch am Fuße der Treppe herrscht Getümmel, mindestens 5 Polizisten stehen da und reden, machen Fotos oder sehen sich um. „ Du musst nicht hinsehen“. Stufe für Stufe geht ihr weiter, du kannst deine Augen nicht verschließen, noch 5,4,3,2,1.</p>
<p class="p1">Deine Küche ist in Frischhaltefolie eingepackt. Lange Bahnen, die alles fein säuberlich abdecken. Dann auf der Arbeitsfläche 4 Messer der Größe nach geordnet. Deine Beine geben nach, dabei waren es doch zwischen seiner Wohnung in Leipzig und deinem Haus in Dresden nur um die 110 km.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wenn ihr mehr von Lina lesen mögt, <strong><a href="https://brimborium-verlag.de/produkt/liebe-und-das-gegenteil-lina-kloepper-jetzt-vorbestellen/">hier gehts zur ihrem aktuellen Buch</a></strong>.</li>
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		<title>Ehrliche Kontaktanzeige</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/08/ehrliche-kontaktanzeige/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maddy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Aug 2018 07:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist Sommer, Maddy ist 16 und sie möchte gerne lieben. Da gibt es Datingapps, die sie nutzt, aber dort darf mensch sich nicht geben wie mensch eigentlich ist, findet sie. Alles nur Äußerlichkeiten, ein Wisch und schon ist frau Geschichte. Mit ihren 16 Jahren hat sie schon zu viele schlechte Erfahrungen gemacht: Mit Fakeprofilen,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist Sommer, Maddy ist 16 und sie möchte gerne lieben. Da gibt es Datingapps, die sie nutzt, aber dort darf mensch sich nicht geben wie mensch eigentlich ist, findet sie. Alles nur Äußerlichkeiten, ein Wisch und schon ist frau Geschichte. Mit ihren 16 Jahren hat sie schon zu viele schlechte Erfahrungen gemacht: Mit Fakeprofilen, mit Menschen, die sie ändern oder die einfach nur Sex wollten. Eine Frau direkt ansprechen? Das traut sie sich nicht. Und nun formuliert sie eine sehr umfängliche Kontaktanzeige und beschreibt die Frau, die sie gerne kennenlernen möchte – vielleicht auch ein Weg abseits von Tinder und Co.?</strong></p>
<p><span id="more-10843"></span></p>
<p>Wir schreiben das Jahr 2018, es ist Sommer und ich bin sechzehn Jahre alt. Nein, so stellt man sich ja nicht vor. Wie stellt man sich vor? Mit „Ich bin lesbisch?“ Mit „Ich bin single?“ Mit „Ich bin..“, ach nein, so weit kommt man oftmals gar nicht mehr. Man – also ich – könnte sich auch schön mit „Hallo, mein Name ist Maddy und ich komme aus dem schönen Langenfeld“ vorstellen, aber das brauchen und wollen die Leute nicht mehr. Auf so super schönen Datingapps wie meinem besten Freund Lovoo oder dem herzallerliebsten Tinder, da sind solche Dinge ja bereits Pflicht. Mit Pflicht meine ich, dass sie angegeben werden MÜSSEN. Und ich höre schon die ersten aus den Ecken kriechen mit ihrem „Mit 16 muss man keine Beziehung haben!11!1!11!“, aber ich bin ehrlich, ja, ich hatte wahrscheinlich bereits zu viele Beziehungen für mein Alter, ich hatte Sex, mein Gott, ja, ich war dreizehn Jahre alt und habe echt komische Dinge in meinem Leben gemacht und dazu gehören auch Fehler, mein Gott. Alle tun so, als wären sie perfekt. Aber wer möchte schon perfekt sein? Perfekt bedeutet nämlich vollendet und wer möchte sich im Laufe seines Lebens denn nicht in eine positive Richtung weiterentwickeln? Perfektion bleibt ewig gleich. Was ein langweiliger Zustand.</p>
<p>Auf jeden Fall – ja, die meisten meiner Beziehungen entsprachen nicht im Geringsten meiner Vorstellungskraft und vielleicht habe ich deswegen so ein verkorkstes Bild von Liebe. Yo, ich philosophiere gerne über ihren Sinn und weshalb Beziehungen zum Scheitern verurteilt sind, aber wieso tu gerade ich das? Ich bin Autorin. Und ich schreibe Romane und Gedichte, die sich intensiv mit dem Thema Liebe auseinandersetzen. Dennoch schaffe ich es nie, eine Beziehung zu führen, weil ich gerne manipuliert wurde, mich in etwas gestürzt habe, ohne Gefühle zu haben oder mir einige Dinge absolut nicht gepasst haben. Ich bin schon viele Kompromisse eingegangen, doch wenn eine Beziehung ein einziger, großer Kompromiss ist, dann hat sie keinen Sinn.  Überhaupt wird heutzutage zu sehr nur auf das Äußere geachtet. Es ist nicht so, als sei ich hässlich, Schönheit liegt im Auge des Betrachters, aber man sitzt da vor den Datingapps und kann nur wischen. Wischen, nach rechts oder links, ob einem die Person zusagt. Vom Äußeren. Ich bin da eher so ein Mensch, der auf die Profile klickt und die Grundaussagen, die gegeben sind, betrachtet und dabei immer wieder feststellen muss, dass es so traurig ist, wie viele 14-18-jährige bereits rauchen.  Ich denke mir also, Person XY sähe nett aus, dann gibt es jedoch die vier unterschiedlichen Fälle, die mir sofort sagen, dass ich es einfach lassen sollte. Fall 1: Die Person fängt an, mir zu erzählen, dass „Shishabar“ zu ihren Hobbys zählen würde. Soll ich es noch weiter ausformulieren? Solche Menschen beschreiben?  Sie ist vierzehn Jahre alt, raucht, geht feiern und trinkt viel Alkohol, da frage ich mich, wie sie in Shishabars oder Clubs überhaupt hineinkommt.  Fall 2: Die Person ist NUR auf Sex aus. Sex ist super, ohne Frage. Aber wenn ich davon rede oder angegeben habe, dass mich Liebe interessiert und die Person mich am besten noch von einem Dreier mit einem Typen überzeugen will, dann könnte ich weinen. Das liegt nicht in meinem Interesse. Ich hab der dann wahrscheinlich schon zwölftausend Mal gesagt, dass ich lesbisch bin, as straight as a circle. Denkt doch nach.  Nicht besser finde ich es allerdings, wenn die Person asexuell ist. Ist ihre Sache, aber damit hatte ich leider viel zu viel Erfahrung, solche Menschen kann ich nicht daten.  Fall 3: Die Person flirtet mit mir, ist aber suspekt und hat ein Bild drin. Ein einziges. Wie oft stoße ich so auf Fakes? Öfter, als ich dachte. Leider.  Fall 4: Abkürzungen, Smalltalk und der ganze Scheiß. Ich will keine „gm“-Nachricht, nachdem „wmds“ oder „wg“ gefragt wurde. Ich find‘ den Scheiß auf Englisch ganz in Ordnung, aber doch nicht die ganze Zeit auf Deutsch.</p>
<p>Ich habe mich lang genug mit solchen Menschen herumgeschlagen, aber es gibt Dinge, die ich ebenso nicht in Ordnung finde.  Man zieht sich in einer Beziehung nicht gegenseitig runter. Man kann zusammen kämpfen, aber wenn der andere gerade nichts mit negativen Dingen zu tun haben möchte, da er selbst am Recovern ist, dann geht man damit nicht zum Partner. Das ist für mich normal. Man sollte NIEMALS seine Freunde in einer Beziehung vernachlässigen. Meine beste Freundin steht über allem, meine anderen Freunde und der Partner stehen auf derselben Ebene. Wer anderen Kontakte, Hobbys oder seinen Kleidungsstil verbietet, der gehört nicht in mein Leben, nicht als Partnerin.  Wenn man sich freizügiger anzieht, viele Freunde hat oder zum Beispiel Pole Dance macht, dann sollte man Vertrauen haben. Das sagt doch nicht aus, dass die Person super gern fremdgeht. Viele haben dieses Selbstbewusstsein nicht einmal!</p>
<p>„Wenn du eine Beziehung willst, dann versuche es doch außerhalb des Internets, Maddy!“ No shit, Sherlock. Heteros haben es da so viel leichter. Ich flirte doch kein Mädel an, damit sie mir dann ihren Freund vorstellt. Auf meiner Stirn steht nicht „unbelehrbar lesbisch“ oder so.  Wobei, auf meinem Laptop schon und den habe ich immer dabei. Kann ich ja unauffällig einem schönen Mädchen ins Gesicht klatschen.  Nein, Spaß beiseite. Ich gehe nicht feiern, weil ich ein Problem mit Alkohol und soziale Ängste habe. Ja, ich singe in einer Band und mache Poetry Slam, aber das ist mit Panikattacken verbunden. Ich möchte mich von Dingen, die ich liebe, aufgrund von psychischen Krankheiten nicht distanzieren. Aber ich schaffe es nicht, im realen Leben jemanden kennenzulernen, zumindest nicht, was das Dating angeht.  Und selbst da ist die Chance noch höher, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden. Oder die wichtigsten zumindest.  Um ein wenig mehr zu erzählen, bin ich mal ehrlich. Ich wurde mal angegriffen, als ich ehrliche Dinge in eine Beschreibung auf Lovoo gepackt habe, doch das hält mich nicht ab. Man sollte nicht von einer gespielten Version von mir zusammen sein, das hatte ich oft genug.</p>
<p>Du solltest weiblich sein und eine Vagina besitzen. Manchen reicht das. Jedoch schließt das bei mir aus, dass ich mit Nonbinaries oder Transfrauen zusammen sein kann, wenn die Transition nicht vollständig erfolgt ist.  Auf den ersten Blick sieht man nur das Äußere, aber das ist mir fast schon egal. Ich habe keinen Typ, ich mag kurze Haare, lange Haare, mittellange Haare, stehe ja auf jegliche Art von Färbung, sei es Natur oder wild und bunt, ich mag Piercings, ich mag Tattoos. Ich mag jegliche Art von Figur an Frauen, persönliche Präferenz liegt da zwischen Normalgewicht und etwas molligeren Frauen. Ich mag es, wenn sie atmen kann. Sowas in der Art. Das soll nur aussagen, dass mir das Aussehen schlussendlich egal ist, solange sie gepflegt ist und gut riecht. Da kann sie auch super schlank oder adipös sein, es ist der Charakter, der zählt. Ich will doch niemandem, der meiner Meinung nach etwas hübscher ist, mit dem ich es aber keine drei Wochen aushalte.  Also, wenn du nur rauchst, säufst, den ganzen Tag nichts machst außer Serien gucken und dann abends feiern gehst oder Drogen nimmst, dann gehörst du nicht in mein Leben.  Wenn du ab und an trinkst, dann würde ich mir von dir wünschen, dass du es akzeptierst, dass ich es nicht tu. Man kann mich nicht auf Partys mitnehmen, wenn man nicht auf mich aufpasst. Ich kann extrovertiert sein, aber da kommt die panische, introvertierte Seite in mir heraus.  Wenn du Serien großartig findest, nur zu, aber bitte erwarte nicht von mir, dass ich mitschaue. Ich bin ein eher aktiver Mensch und würde mich dabei nur langweilen. Lesen ist da etwas anderes. Es wäre mein größter Wunsch, wenn Lesen und Literatur deine Schwäche wären, da sich mein kleines Autorenherz dann freuen und jubelnd in die Luft hüpfen würde, doch wenn es das nicht ist, dass du dich dennoch für meine Werke interessieren würdest. Für mich geht das Schreiben über alles und aufgrund dessen kann niemand mein Partner sein, der es nicht akzeptiert, sich für meine Prosa und Lyrik interessiert und unterstützt.</p>
<p>Ich brauche Auszeiten. Ich brauche Zeit in der Natur, Zeit zum Schreiben, Zeit für mich. Zeit, in der ich mit niemandem kommuniziere. Ich brauche Abstand. Von jedem. Ich hoffe, du verstehst, dass ich das dann nie persönlich gegen dich richten würde. Ich meine, wenn du Fußball oder Baseball oder Hockey spielen würdest, würde ich dasselbe tun, mich damit befassen, zu deinen Spielen gehen, akzeptieren, wenn wir uns mal weniger sehen können, weil du Training hast.  Eine Leidenschaft sollte von niemandem zunichte gemacht werden. Wenn ich dich liebe, liebe ich alle Facetten an dir. Es wäre mein Traum, mit jemandem zusammen zu sein, der selber malt oder sich mit Kunst befasst, zeichnet oder sonst was, jedoch würde es mir reichen, wenn du irgendetwas aktiv machen würdest. Einen Traum, eine Leidenschaft hast. Weißt, was du willst. Es ist mir egal, ob du eher extrovertiert oder introvertiert bist, es stecken beide Seiten in mir.</p>
<p>Es wäre super, wenn du nicht nur zuhause auf dem Sofa liegst. Ob deine Leidenschaft jetzt Fotografie, Ballett oder Fußball ist, das ist mir gleich. Jeder sollte etwas haben, was ihn im Leben antreibt, wie es das Schreiben auch bei mir tut. Generell sollten sich unsere Interessen und besonders der Musikgeschmack mehr oder weniger abdecken.  Ich höre Metalcore, Hard Rock, Pop Punk und Alternative, jedoch auch Acoustic und einfach softe Musik, wenn sie sich z.B mit LGBT-Themen befasst.  Es gibt Momente, in denen ich beim Radio lachend mitsinge und tanze, jedoch mag ich Radiomusik eher weniger und Deutschrap ist für mich zu 80 Prozent keine Musik. Wenn du zu 187 oder diesem „BabeBabe“-Zeug oder Shindy, Bushido usw. abgehst, dann möchte ich dich wohlmöglich nicht einmal in meinem engeren Freundeskreis.  Die Texte in der Musik bedeuten mir mehr als das Genre und wir können uns gegenseitig Musik zeigen, allerdings schließe ich so etwas da aus. Ich stehe auch absolut mehr auf Klassik als auf Oldies oder Schlager. Mal so als kleinen Überblick. Ich gehe auf Konzerte, jedoch nicht auf Festivals, die länger als einen Tag dauern.  Ich würde gerne mal zu einem gehen, aber die Sozialphobie, Hygieneprobleme und einiges mehr halten mich aktiv davon ab.</p>
<p>Ich würde es mögen, wenn du mit mir Schwimmen, Klettern oder Wandern gehen würdest. Ich liebe die Höhe und die Berge, ich liebe es, Ski zu fahren, Wasserski, ich möchte mehr Volleyball spielen und komme aus einer Sportlerfamilie, es wäre cool, wenn du solche Sachen mit mir tun könntest, wenn wir gemeinsam sowas unternehmen könnten. Da habe ich nichts gegen Kompromisse. Wenn du Höhenangst hast, klettere ich eben allein und du zeigst mir stattdessen etwas von deinen Hobbys. Manchmal bin ich diese typische Klischeefrau. Shopping und Make Up und Kleidung – ein Traum. Du solltest damit zumindest klarkommen, zumindest damit, dass ich teilweise sehr viel Make Up benutze. Bei dir ist mir das völlig gleich. Wie gesagt, äußerlich habe ich keinen Typ. Große Brüste, kleine Brüste – mir egal, hab nur selber ziemlich wenig Holz vor der Hütte und es wäre schade, wenn dich das davon abhalten würde, mich kennenzulernen. Brüste sind nicht alles, auch wenn ich sie echt toll finde. Aber ich denke, da bin ich nicht allein.  Ich habe Narben an meinem Körper. Du solltest damit kein Problem haben oder darüber herziehen, ich habe mir keine psychische Krankheit ausgesucht, ich werde sie nicht wegmachen lassen, wenn du eine krumme Nase hättest, dann würde ich dich auch nicht dazu bringen, weil es zu dir gehört und ich das nicht schlimm finde. Ich habe Emetophobie. Wenn dir das nichts sagt, würde ich es jetzt googlen und dich damit beschäftigen. Die Angst ist so groß, dass ich sie nicht einmal hier beschreiben kann und du solltest wissen, dass sie mich sehr einschränkt, auch in Bereichen wie Reisen und so weiter. Essen ist manchmal sehr schwer.</p>
<p>Du müsstest auf viele Fragen vorbereitet sein und nicht deswegen immer genervt die Augen verdrehen. Ich habe Panikattacken und Hygieneprobleme, also muss bei mir alles immer super hygienisch sein und es kann sein, dass ich dich wegen einer Erkältung meiden muss, weil ich eine große Angst vor jeglichen Krankheiten habe. Ich habe eine schwerere Vergangenheit, die ich nicht an dir auslassen werde, aber dir sollte bewusst sein, dass ich auch mal Tiefphasen habe und aufgrund gewisser Faktoren keine Übernachtungen bei mir oder woanders zulassen kann. Wenn ich dich dann bei mir übernachten lassen sollte, kann es sein, dass wir in getrennten Betten schlafen müssen, weil gewisse Zwänge es nicht anders zulassen. Dennoch bin ich kein extrem anhänglicher Mensch, was Beziehungen angeht und ich lasse meine Probleme nicht am Partner aus.  Das heißt trotzdem nicht, dass ich keine Liebe zeige. Ich tue viel, für den Menschen, den ich liebe, bin aber auch keine Klette. Ein gewisses Mittelding ist da wohl ganz nett. Ich mag es, wenn Menschen individuell sind, wenn ich in einer Menschenmasse erkennen kann – hey, das ist meine, die liebe ich über alles und die kriegt jetzt auch kein anderer oder keine andere. Sei die beste Version von dir selbst.  Ich bin in einem LGBT Jugendzentrum und auf CSDs dabei, ich verbringe sehr viel Zeit mit meiner besten Freundin, die ich nicht vernachlässigen werde und möchte.  Ich habe eine Routine, du kannst dennoch sehr gerne zum Beispiel zu Auftritten mitkommen oder ins Jugendzentrum oder meine Freunde kennenlernen, whatever. Wir sollten ein gesundes Nähe-Distanz-Verhältnis haben. Außerdem ist es mir egal, was für eine Entfernung zwischen uns liegt. Das können 10 Kilometer, aber auch 400 sein. Letztendlich ist es die Liebe, die zählt und Liebe überwindet Distanzen.</p>
<p>Wir sollten ein Team sein, unterschiedlich, aber dennoch mit Gemeinsamkeiten. Wir sollten zusammenhalten. Ich möchte deine Welt kennenlernen, wie du bist, dass du dich nicht verstellst und dass wir zusammen einen guten Weg gehen. Es wäre super, wenn du kein Problem mit Fotos hast. Du musst nicht aktiv auf Social Media sein, ich bin es auch nur auf Instagram, weil ich da meine Community habe, wo ich auch gerne Werbung mache oder einfach mein Leben teile. Es ist für mich keine Pflicht, aber du solltest schon mindestens das Fachabitur haben oder Abi oder eine vernünftige Ausbildung mit gutem Realschulabschluss. Schule sagt nicht immer unbedingt was über Intelligenz aus, aber ich möchte auch nicht mit jemandem zusammen sein, der strohdoof ist. Ich denke nicht, dass eine Beziehung Regeln hat (klar, Treue und Vertrauen und so weiter), aber ich denke, wir können das zusammen gut aufbauen, auf unsere Art und Weise. Ich bin nicht so der Familienmensch und will auch keine Kinder, könnte es mir aber vorstellen, vielleicht mal zu heiraten, wenn wir schon so weit in die Zukunft gehen. Ich habe in zwei Jahren mein Abitur, dann studiere ich vermutlich Germanistik, Philosophie und Literaturwissenschaften und lebe mein Leben so, wie ich es eben beschrieben habe.</p>
<p>Ja, das bin ich. Maddy, 16, single, lesbisch und verzweifelt.  Gerade finde ich es ganz angenehm, allein zu sein, aber vielleicht ändert sich das. Aber an der Situation wird sich nichts ändern, da ich das Gefühl habe, ein Mädchen wie sie, die ich beschrieben habe, ist in der heutigen Welt wohl ziemlich selten. Auf diesen blöden Datingapps kann man ja fast nie jemanden finden.  Jemanden wie dich bestimmt nicht. Vielleicht war ich auch zu ehrlich, aber jetzt hat man ein Bild von mir, ohne überhaupt einmal mit mir gesprochen zu haben. Chatgespräche können auch leichter missinterpretiert werden. Ich werde innerhalb der nächsten zwei Jahre ausziehen und mir zwei Katzen zulegen, die ich als Liebe meines Lebens bezeichnen werde und auf die Namen Caro und Diana taufen kann und ja, hinter beiden Namen steckt eine Geschichte. Wenn du dennoch existieren solltest, dann kannst du dich gerne melden. Irgendwo wirst du schon sein. Währenddessen werde ich mich weiter mit den merkwürdigsten Menschen herumschlagen, aber die Hoffnung, irgendwann auf dich zu treffen, die gibt mir Kraft und zwischenzeitlich kann ich weiter an der dramatischsten Liebesgeschichten schreiben, Gedichte und Poetry Slams an dich verfassen, die du irgendwann zu hören bekommst.  Und dann bist du mein Mädchen und wir kämpfen zusammen.  Denn diese Gesellschaft regt mich auf. Aber noch ist sie nicht verloren und wir können sie retten, wir können uns gegenseitig retten, denn Liebe kann die Welt verändern.  Du wirst meine Welt verändern.  In Liebe, deine zukünftige Ehefrau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier seht ihr ein <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/05/maddy-cas-im-interview/" target="_blank" rel="noopener"><strong>sehr ehrliches Video</strong></a> von Maddy. Zusammen mit ihrer*ihrem Ex-Partner*in Cas.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier eine <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/07/gelaende18-geld-oder-liebe/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Umfrage vom #gelände18</strong></a>, in der wir die Jugendlichen gefragt haben ob ihnen Geld oder Liebe wichtiger ist.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was wäre wenn&#8230; &#8211; Taschengeldangebote auf Gay-Apps</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/08/was-waere-wenn-taschengeldangebote-auf-gay-apps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2016 08:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7043</guid>

					<description><![CDATA[Sexangebote gegen Geld. Solche Nachrichten nerven viele Jugendliche auf Onlinecommunitys. Das schnelle Geld KANN verlockend sein. Und so manch_er hat sicher darüber nachgedacht, das sogar anzunehmen. Der Social Spot &#8222;Was wäre wenn&#8230;&#8220; zeigt, welche Schattenseiten das harmlose Wort Taschengeld haben kann. Links: Ein weiterer bewegender Spot von queerblick. #ORLANDO – We will never forget you]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sexangebote gegen Geld. Solche Nachrichten nerven viele Jugendliche auf Onlinecommunitys. Das schnelle Geld KANN verlockend sein. Und so manch_er hat sicher darüber nachgedacht, das sogar anzunehmen. </strong><br />
<strong> Der Social Spot &#8222;Was wäre wenn&#8230;&#8220; zeigt, welche Schattenseiten das harmlose Wort Taschengeld haben kann.</strong></p>
<p><span id="more-7043"></span></p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li>Ein weiterer bewegender Spot von queerblick. <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/orlando-wir-werden-euch-nicht-vergessen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#ORLANDO – We will never forget you</a></span></li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/ihh-ist-das-nicht-eklig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Ihh! Ist das nicht eklig?!“</a> Typische Pöbeleien gegen queere Paare werden an heterosexuellen Paare mit versteckter Kamera getestet.</li>
<li>Du hast Lust bei <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://queerblick.tv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">queerblick</a></span> mitzumachen und willst mehr über den Verein erfahren?</li>
</ul>
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