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	<title>Depressionen &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Depressionen &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Wenn Dysthymie sprachloses Ertrinken ist, dann ist Therapie Worte finden und schwimmen lernen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/07/dysthymie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 11:56:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Dysthymie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn du ’funktionieren’ kannst, heißt das nicht, dass es dir gut geht. In ihrem ersten Text auf meinTestgelände schreibt Laura über die Diagnose Dysthymie. „Gib mir nur ´nen Tag, den ich spüren kann/war letztens mal draußen, weißt du wann?“, singt Kayla Shyx aus ihrem Song „wieder“ auf ihrem Releasekonzert in Berlin. Eigentlich ist es Mai]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span class="_ap3a _aaco _aacu _aacx _aad7 _aade" dir="auto">Wenn du ’funktionieren’ kannst, heißt das nicht, dass es dir gut geht. </span>In ihrem ersten Text auf meinTestgelände schreibt Laura über die Diagnose <span class="_ap3a _aaco _aacu _aacx _aad7 _aade" dir="auto">Dysthymie.</span></strong><span id="more-17005"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">„Gib mir nur ´nen Tag, den ich spüren kann/war letztens mal draußen, weißt du wann?“, singt Kayla Shyx aus ihrem Song „wieder“ auf ihrem Releasekonzert in Berlin. Eigentlich ist es Mai 2025, aber plötzlich ist es wieder Winter 2020 und ich spüre mich selbst seit Wochen nicht mehr. Bildschirmzeit 10 Stunden, ich wechsele zwischen Instagram, TikTok und einem Text für die Uni. Ich schwitze meinen Pyjama durch, zittere gleichzeitig und fühle mich, als wär ich einen Marathon gelaufen – dabei war ich heute nicht mal draußen. Irgendetwas in mir ist so unruhig, dass ich nicht stillhalten kann – und trotzdem bin ich so müde, so erschöpft. Als ich um drei Uhr nachts an einem Dienstag endlich Zähne putzen gehe, mischt sich der aschfahle Geschmack meiner Tränen mit dem Zahnpastaschaum. In mir diese kleine fiese Stimme, die mir und meinem Spiegelbild zuflüstert: „Das hat doch alles keinen Sinn. Du bist sinnlos.“  </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Am nächsten Tag lache ich mit meiner Schwester und tanze ausgelassen in der Küche zu Taylor Swift mit ihr, aber mein Strahlen erreicht meine Augen nicht. Ein paar Wochen klicke ich auf die Ergebnisse meiner Online-Klausuren, sehe die Einsen, schließe den Laptop, wandere die zwei Schritte von meinem Schreibtisch zu meinem Bett und… weine. Eine Stunde später schmecke ich das Salz meiner Tränen noch auf meinen verkrusteten Lippen und lächle in die Kamera: „Na, was hast du heute in Mathe aufbekommen? Dann lass uns mal beginnen!“ </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Zwischen 2020 und 2021 werde ich neunzehn Jahre alt und wie der Rest meiner Generation im Lockdown langsam erwachsen. Ich mache Online-Workouts mit Maddy Morrison, werde vegetarisch und dann vegan, backe Bananenbrot und finde neue Freund:innen im Zoom-Chatfenster in Uni-Seminaren. Ich verliebe mich, lächle auf Dates und in analoge Kameras, stoße mit Tequila an, strahle, strahle, strahle. Eine „ganz normale“ Teenagerin mit vielen Privilegien, die andere in der Corona-Pandemie nicht haben. Und trotzdem: weine, weine und weine ich. Mehrmals wöchentlich hyperventiliere ich, mache meine Familie mit meiner Unausgeglichenheit verrückt. Nach Zoom-Calls gebe ich T-H-E-R- im Suchverlauf ein und schließen den Tab schnell wieder beschämt. Wische mir die Tränen mit dem Ärmel meines Thrasher-Pullis weg und schäme mich. Wieso genauso sollte ICH bitte in Therapie gehen? Ich habe ein Dach über dem Kopf, studiere erfolgreich und wohnte mit meiner Familie zusammen, die bisher alle glimpflich durch den Lockdown gekommen sind. Ich funktioniere. An einigen Tagen bin ich sogar glücklich. Warum also sollte ich einen dieser raren Therapieplätze jemand anderem wegnehmen?</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Einige Wochen später gehe ich mit meiner Mama spazieren, eine typische Lockdown-Aktivität, die Luft ist frisch und riecht angenehm nach dem Regen letzter Nacht, wir unterhalten uns über die letzte Folge „Love is Blind“, sie fragt nach dem Club und ich sage: „Ich fühle nichts mehr, Mama.“ Sie schaut mich besorgt an, aber ich komme nicht weiter. Weil  ich plötzlich nicht mehr kann. Mitten auf der Straße, zwischen dem feuchten Laub sinke ich auf die kalten Steine und…nix. Keine Tränen, keine Schreie, keine Worte, keine Erklärungen. Nichts. Nur dieser unbeschreibliche Schmerz ganz tief in mir drin, der mich voll und ganz einnimmt. Eine halbe Ewigkeit später sitze ich zu Hause, schreie meine Mama – die liebste Person, die ich kenne – an und schlage um mich und schreie und weine und weiß nicht, wohin mit mir, was falsch mit mir ist. Wieso sich das alles schon wieder so anfühlt. Mama bringt mir einen Lillifee-Tee und sagt sanft, aber bestimmt: „Du brauchst Hilfe. Ich weiß nicht mehr, wie ich dir helfen soll. Du brauchst jemanden, der das kann.“</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Es dauerte noch zig Anläufe und Anrufe, bis ich mein Erstgespräch habe. Ein weiteres halbes Jahr, in dem ich immer wieder zwischendurch denke, dass ich übertreibe. Dass es für eine extrovertierte Jugendliche wie mich normal ist, sich im Lockdown eingeengt zu fühlen; als Hypochonderin Wahnvorstellungen und intrusive Gedanken zu entwickeln und allgemein unausgeglichen, antriebslos und abgestumpft zu sein. Die Pandemie bietet mir so viel Stoff, mich zu gaslighten. Dazu kommt, dass ich keine Worte für meine Gefühle habe. Bin ich depressiv? Definitiv nicht, ich liege nicht nur im Bett, Schnittwunden zieren meine Arme nicht – ich sehe nicht aus wie die Girls auf Tumblr, nicht wie die Figuren von John Green. Ich lache, schreibe gute Noten, arbeite, gehe auf Partys mit zehn Haushalten. Ich habe einfach nur zu viel Zeit. Zeit nachzudenken: über Gespräche mit meinem Vater, Dynamiken, die mich seit Jahren erdrücken. Nichts Besonderes. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Aber darum geht es nicht. Mein Leiden ist vielleicht nicht einzigartig, obwohl meine Geschichte damit einzigartig ist. Ich verdiene Hilfe und muss nicht in irgendwelche Bilder passen, die wir gesellschaftlich Menschen mit psychischen Erkrankungen aufdrücken wie Schablonen. Später erfahre ich, dass deutschlandweit außerdem nur ca. 1,5% von dem betroffen sind, was ich hatte. Dabei kann ich nicht für diese anderen sprechen. Aber: ich kann für mich schreiben, ich kann diese Leerstelle versuchen mit ersten Worten zu füllen. Zum Beispiel mit dem Wort „Dysthymie“ – meiner Diagnose, die mein Therapeut als eine Art „Subdepression“ beschreibt. Langanhaltende depressive Verstimmungen, nie stark oder anhaltend genug, um sie als Depression einzustufen, erklärt mir eine Freundin, die Psychologie studiert. Aber selbst diese Diagnose fühlt sich wie Gaslighting an, denn erstens wie antworten auf: „Dysthe…was?“, wenn jemand nachfragt und zweitens, wie standhaft bleiben und den eigenen Leidensdruck nicht wieder kleinreden , wenn jemand sagt: „Ach dann kann´s ja nicht so schlimm sein, wenn´s keine richtige Depression ist.“ Oder einer meiner Dates den geistreichen Take abgibt: „Haben wir nicht alle sowas? Depri light? Achterbahn der Gefühle halt?“ Selbst jetzt beim Schreiben dieses Textes, Jahre und viele Poetry Slam Texte über meine Erkrankung später, fällt es mir immer noch schwer, diese unbändige Traurigkeit in Worte zu fassen, sie nicht zu relativieren. Wieso dieses Gefühl wie Wellen immer wieder verschwindet, nur um mich dann unter ihm zu begraben. Bis ich mich wieder an mein Seepferdchen erinnere, schwimme, strample. Und dann merke, dass das Seepferdchen nicht ausreicht – und wieder unterzugehen drohe.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Deshalb ist es wichtig, zu wissen, dass es erlaubt ist, sich Rettungsringe zu holen. Therapie war für mich genau das: Schwimm- und Atemübungen, ein Rettungsring im Ernstfall, eine Schwimmweste für später und Worte wie eine Trillerpfeife, mit denen ich Alarm schlagen kann, mit denen ich mich ausdrücken kann. Und damit mehr Menschen diese Hilfe bekommen, müssen wir nicht nur unsere Therapieplätze endlich erweitern, liebe Bundesregierung. Sondern auch immer wieder, wenn wir Kapazitäten haben, darüber sprechen: Erfahrungen zu teilen, Zeilen schreiben, zuhören, sichtbar sein, Räume schaffen. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Erst 2023 lese ich zum ersten Mal ein Buch, in dem die Protagonistin mit Dysthymie diagnostiziert wird. Und auch wenn ich an „I want to die but I want to eat tteokbokki” von Baek Sehee vieles oberflächlich und die Therapeutin toxisch fand, hätte ich mich vielleicht früher getraut und mir und meinem jugendlichen Ich eine Menge Leid ersparen können, wenn ich gewusst hätte, dass es das gibt. Dass es da ein Wort für meinen Schmerz gibt. Deswegen, falls du das hier gerade liest, hoffe ich, dass all meine Worte gerade ein Gegengewicht zu deinem Gaslighting und Schmerz darstellen und dir stattdessen comfort schenken können.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">„alles, was ich wieder will: ist das Licht in mir drin“, damit beendet Kayla Shyx´ engelsgleiche Stimme den Song und ich bin zurück, im Hier und Jetzt. Ich habe mein Licht längst wiedergefunden. Und trotzdem gibt es bis heute Tage, an denen meine Welt vor meinen Augen verschwimmt und meine Glieder sich schwer anfühlen, als wäre ich in Olivenöl getaucht. Auch heute, trotz etlicher Gedichte und Gespräche über meinen Genesungsprozess, treffe ich die Dysthemie als alte Bekannte wieder. Manchmal winken wir uns von der anderen Straßenseite zu, manchmal verbringt sie unangekündigt zwei Nächte auf der Schlafcouch in meiner WG. Immer mal wieder ist da diese Stimme wie ein lästiger Ohrwurm. Aber meistens sind diese dunklen Gewitterwolken, aus denen Antriebslosigkeit, Erschöpfung und Minderwertigkeitskomplexe auf mich herabprasseln, eben nur noch ein Regenschauer, der vorbeizieht. Und wenn aus Regenpfützen doch mal Seen werden, dann hab ich zum Glück mittlerweile mehr als ein Seepferdchen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Depressionen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/05/depressionen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Hoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 09:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben schon viele starke Aussagen in Robins Musik gehört, doch wie er in dem heutigen Video über seine Depression redet ist außergewöhnlich. Realtalk von Robin über seine Krankheit, das Leben damit und seinen Plan sie zu behandeln.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Wir haben schon viele starke Aussagen in Robins Musik gehört, doch wie er in dem heutigen Video über seine Depression redet ist außergewöhnlich. Realtalk von Robin über seine Krankheit, das Leben damit und seinen Plan sie zu behandeln.</strong><span id="more-16896"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Männer und ihre Väter</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/05/maenner-und-ihrer-vaeter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CarMiA]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2025 09:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>
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					<description><![CDATA[Frauen bekommen doppelt so oft eine Depression diagnostiziert – aber Männer bringen sich dreimal so häufig um. Warum das so ist? Ziad und Nico haben sich drei große deutsche Autoren vorgenommen und dabei etwas Entscheidendes entdeckt: Die Vater-Sohn-Beziehung spielt eine zentrale Rolle.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Frauen bekommen doppelt so oft eine Depression diagnostiziert – aber Männer bringen sich dreimal so häufig um. </strong><strong>Warum das so ist? Ziad und Nico haben sich drei große deutsche Autoren vorgenommen und dabei etwas Entscheidendes entdeckt: Die Vater-Sohn-Beziehung spielt eine zentrale Rolle.</strong><span id="more-16850"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Keine Sorgen im All</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/12/keine-sorgen-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit einem Gedicht von Celine verabschieden wir uns in die Winterpause: Ein paar schwerelose Verse über das erdrückende Gewicht der Welt. Manchmal liege ich wach, die Augen geschlossen, spür’ jede Faser, als wäre sie bloß ein dünner Faden, ein einziger Schmerz, der sich tief in meinen Körper geflochten hat. Sie sagen, es sei normal, irgendwann]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem Gedicht von Celine verabschieden wir uns in die Winterpause: Ein paar schwerelose Verse über das erdrückende Gewicht der Welt.</strong></p>
<p><span id="more-16442"></span></p>
<p>Manchmal liege ich wach, die Augen geschlossen,<br />
spür’ jede Faser, als wäre sie bloß<br />
ein dünner Faden, ein einziger Schmerz,<br />
der sich tief in meinen Körper geflochten hat.</p>
<p>Sie sagen, es sei normal, irgendwann geht’s vorbei,<br />
doch Tag für Tag wird die Last schwerer und neu.<br />
Ein Kampf, den keiner um mich herum sieht,<br />
der Schmerz, der sich leise und stetig durchzieht.</p>
<p>Ich spüre die Welt, doch sie spürt nicht mich,<br />
bin gefangen im Körper, der täglich zerbricht,<br />
ein stiller Begleiter, die Last auf mir drauf,<br />
und doch kann ich nichts ändern, nichts nimmt diesen Lauf.</p>
<p>Und dann – da seh ich das All, weit entfernt,<br />
wo Sterne wie Funken leuchten und lärmen,<br />
wo alles still ist, so ruhig und so leer,<br />
dass selbst der Schmerz dort vergehen könnt’ – schwer.</p>
<p>Oh, könnte ich fliehen, hinaus, nur für eine Nacht,<br />
wo der Kosmos mir Freiheit und Frieden vermacht,<br />
wo kein Schmerz durch mein Herz und meine Knochen zieht,<br />
nur das Nichts, das mich still in den Armen wiegt.</p>
<p>Ich stell mir vor, wie ich schwerelos fliege,<br />
ohne Schmerzen, ohne diese ständige Wiege<br />
des Leids, das mich hier auf der Erde hält,<br />
und da draußen im All finde ich meine Welt.</p>
<p>Kein Boden, kein Druck, kein Ziehen nach unten,<br />
nur Schweben im Dunkeln, völlig verschwunden<br />
von all dem, was hier mich so müde macht,<br />
denn im Weltraum ist ewig der Tag wie die Nacht.</p>
<p>Ich würde kreisen um Monde und Sterne,<br />
in der Ferne vom Hier, dort, wo niemand mich kennt,<br />
nur ich und die Ruhe, so still und so schwer,<br />
ich fließe ins Nichts, geb’ mich selbst nicht mehr her.</p>
<p>Vielleicht wär ich nur noch ein Staubkorn dort draußen,<br />
ein Funken im All, könnte aufhören zu kämpfen,<br />
keiner, der sagt „du schaffst das schon“,<br />
nur ich und das Weltall, das Dunkel, der Ton.</p>
<p>Und wenn ich dann falle, in Stille versink’,<br />
auf ewig im Raum zwischen Sternen ertrink’,<br />
wäre das Freiheit, so leicht und so rein,<br />
wäre ich endlich, endlich daheim.</p>
<p>Doch hier bin ich gebunden, gefesselt, allein,<br />
im eigenen Körper, der Stein um Stein<br />
mich drückt, mich hält, jeden Tag, jede Nacht,<br />
doch ich träume vom All, das mich endlich frei macht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Immer Herbst</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/12/immer-herbst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 08:48:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
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					<description><![CDATA[Depressionen sind eine dunkle Jahreszeit im Kopf. Eine Beschreibung von Sophie. Als sie die Augen aufschlägt, gibt es diesen kurzen Moment des Nichts. Diesen kurzen Moment ohne die Müdigkeit der letzten Zeit und die Sorgen kommender Tage. Sekunden, bevor man in die Wirklichkeit zurückgeholt wird und sich alles zusammenzieht. Als würde ein Stein auf meiner]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class=""><strong>Depressionen sind eine dunkle Jahreszeit im Kopf. Eine Beschreibung von Sophie.</strong> <span id="more-15865"></span></p>
<p>Als sie die Augen aufschlägt, gibt es diesen kurzen Moment des Nichts. Diesen kurzen Moment ohne die Müdigkeit der letzten Zeit und die Sorgen kommender Tage. Sekunden, bevor man in die Wirklichkeit zurückgeholt wird und sich alles zusammenzieht. Als würde ein Stein auf meiner Brust liegen, hatte sie zu einem Bekannten gesagt, der sich nach ihrem Befinden erkundigt hatte. Mehr oder weniger entschlossen setzt sich sie auf und, blickt in Richtung der schlichten Uhr an der Wand und lässt sich mit einem Seufzen wieder in das weiche Kopfkissen fallen.</p>
<p>Es würde dauern, hatte der Mann der Beratungsstelle für akute psychische Angelegenheiten gesagt, als er ihr die Hand zum Abschied geschüttelt hatte und einen Zettel mit Informationen über dieMöglichkeiten einer Folgebehandlung entgegengehalten hatte. Es würde dauern. Dessen war sie sich bewusst, doch wie lange es dauern würde, hatte ihr niemand gesagt. Wochen, Monate, Jahre?</p>
<p>Die Tage verschwimmen ineinander. Aufwachen, ein Moment des Nichts, das Gefühlt nicht atmen zu können, einschlafen. Wenn sie die Kraft hätte, sich zum Fenster zu drehen, würden sie den trüben blau-grauen Himmel sehen, der von dunklen Wolken durchzogen ist. Die Bäume haben kaum noch Blätter und der Wind fegt um einen an derAmpel stehenden Fußgänger herum und zerzaust dessen Frisur.</p>
<p>Eigentlich ist es ganz egal, wie das Wetter draußen ist. Ob strahlender Sonnenschein, Regen oder Schnee. Nichts könnte das Gefühl aufhalten, was sich jeden Tag wieder, einige Sekunden nach dem erlösenden Nichts, ausbreitet. Das Kissen unter ihrem Kopf ist weich, die Bettdecke warm. Sie fühlt sich schläfrig, obwohl sie sicher schon den halben Tag geschlafen hat. Sie will sich auf die Seite drehen, den Kopf tiefer ins Kissen drücken und die Augen wieder schließen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In akuten psychischen Krisen steht dir die Telefonseelsorge zur Seite. <strong class=""><span class="">Rund um die Uhr erreichbar unter 0800 / 11 10 111 oder </span></strong><strong class=""><span class="">0800 / 11 10 222</span></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein (nicht ganz so) kurzes Lob auf Kurt Krömer</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/11/ein-nicht-ganz-so-kurzes-lob-auf-kurt-kroemer/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2022/11/ein-nicht-ganz-so-kurzes-lob-auf-kurt-kroemer/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aurum]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 10:33:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum Kurt Krömer Amelies Lieblingskomiker ist (und vermutlich auch bleiben wird) und nicht etwa Dieter Nuhr, schreibt sie in einem, nicht ganz so kurzen, Lob auf den Berliner Comedian. Hinter Kurt Krömer steckt eigentlich der 47 Jahre alte Komiker, Autor und Schauspieler Alexander Bojcan. Die Nutzung einer Kunstfigur basiert darauf, dass niemand in der Lage]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum Kurt Krömer Amelies Lieblingskomiker ist (und vermutlich auch bleiben wird) und nicht etwa Dieter Nuhr, schreibt sie in einem, nicht ganz so kurzen, Lob auf den Berliner Comedian. </strong><span id="more-15135"></span></p>
<p>Hinter Kurt Krömer steckt eigentlich der 47 Jahre alte Komiker, Autor und Schauspieler Alexander Bojcan. Die Nutzung einer Kunstfigur basiert darauf, dass niemand in der Lage ist, den Nachnamen Bojcan korrekt auszusprechen. Einigen sollte er bereits bekannt sein. In den letzten Jahren<br />
lernten ihn viele jüngere Personen über sein Talkformat „Chez Krömer“ kennen. Dort setzt er sich auch immer wieder kritisch mit Politiker*innen auseinander und nimmt sie aufs Korn. Die einzelnen Folgen sind trotz Produktion für den rbb auch auf YouTube zu finden. Zusätzlich ist er Teil der Amazon Prime Serie „Last One Laughing“. Im Gegensatz zu vielen anderen in meinem Alter begleitet Kurt Krömer mich schon wesentlich länger.</p>
<p>Mehr oder weniger durch Zufall fand meine Mutter einige Jahre nach der Veröffentlichung 2005 die CD zu Krömers Programm „Na du alte Kackbratze“ in unserem CD Schrank. Es gefiel meinen Eltern und einige Autofahrten und krankheitsbedingte Tage im Bett später, konnte ich schon mit acht Jahren Teile des Auftrittes mitsprechen und zitieren. Auch heute nutze ich Sätze wie „Theater ist nicht lustig“ in Konversationen und irritiere damit mein unwissendes Gegenüber. Auf meinen ersten Klassenfahrten hörte ich das Album jede Nacht zum Einschlafen auf dem alten MP3 Player meiner Mutter. Einerseits konnte ich mich damit beschäftigen, das Gesagte mitzusprechen, andererseits kann man kein Heimweh haben, wenn man lachen muss. Viele Jahre war Kurt Krömer für mich allein dieses Hörbuch. Ich wusste grob wie er aussah und mir war nicht bewusst, dass es auch schon zu diesem Zeitpunkt verschiedene Fernsehformate gab.</p>
<p>So richtig änderte sich das erst, als mir meine Eltern Weihnachten 2018 eine weitere CD von Kurt Krömer schenkten. Diesmal mit dem damals aktuellen Programm „Heute stimmt alles“. Mittlerweile hatte ich mir auch zuhause angewöhnt Hörbücher zum Einschlafen anzuhören. So hörte ich auch dieses Programm jede Nacht so lange, bis ich auch hier größere Teile auswendig konnte. „Heute stimmt alles“, ist weitaus persönlicher und sorgte dafür, dass ich zum ersten Mal Kurt Krömer als eigenen Menschen richtig wahrnahm. Als ich eine Ankündigung für das nächste Programm hörte, war mir klar, dass ich ihn unbedingt einmal live sehen wollte. Der Termin von November 2019 verschob sich durch eine ungünstig gelegene Klassenfahrt und eine noch viel ungünstigere Corona Pandemie auf September 2020, umso mehr freute ich mich jedoch. Der Auftritt brachte mich so sehr zum Lachen, dass zum Schluss mein Eyeliner aufgrund der Tränen komplett zerlaufen war.</p>
<p>Neben Kurt Krömer lernte ich auch andere Komiker durch meine Eltern kennen. Das beste Beispiel ist hierfür Dieter Nuhr. Er wurde mir durch die Sendung „Nuhr im Ersten“, welche meine Eltern gerne mit mir zusammen schauten, näher gebracht. Zu Beginn reflektierte ich wenig von dem Gesagten und fand ihn ganz lustig. Doch ich orientierte mich immer weiter nach links und begann das Konzept von einem Gender-Spektrum zu verstehen, Fridays for Future zu unterstützen und sogar zu gendern. Währenddessen schien Nuhr genau das Gegenteil zu tun. Immer wieder ritt er auf genau diesen Themen rum. Vollkommen beratungsresistent ließ er sich auch beim 30. Mal nicht davon abbringen, den Unterschied zwischen sex und gender zu ignorieren nd zieht bis heute immer die gleiche „Früher &#8211; da war das ja noch einfach, da gab es Mann und Frau und das war’s. Heutzutage kann man ja auch Helikopter sein, wenn man will.“ Nummer ab. Ich verlasse mittlerweile den Raum, sobald ich sehe, dass im Fernsehen eine Sendung mit Nuhr läuft.</p>
<p>Dieter Nuhr ist eine Person, die ich nur oberflächlich und natürlich nie persönlich kannte. Trotzdem fühle ich mich manchmal von ihm betrogen. Er war vor Jahren nun doch mal ein Mensch, der mich geprägt hat und den ich gerne hörte. Der mich unterhielt. Zu wissen, dass meine Grundwerte in wenigen Punkten überhaupt mit seinen überschneiden, frustriert mich sehr. Es ist eine unbestimmte Wut darauf, wie sich Menschen ändern, sobald sie Privilegien erlangen. Darauf, wie Nuhr aus seiner geschützten Position mit eigener Sendung zur Primetime ohne Konsequenzen jede Woche aufs Neue sein Gedankengut verbreiten kann und somit aktiv u.a. trans Menschen das Leben schwerer macht.</p>
<p>Umso erleichterter bin ich immer wieder, wenn ich beobachten darf, dass Kurt Krömer nicht den gleichen Weg einschlägt. Es ist ein Gefühl, das schwer zu beschreiben ist. Zu wissen, dass diese für meine Persönlichkeit sehr prägende Person mir nicht in den Rücken fallen wird, bedeutet mir sehr viel. Ich kann ohne schlechtes Gewissen und ständiger Frustration den content genießen. An Stelle von jemandem, der Geschlechterrollen explizit bewirbt und lebt, konnte ich beobachten, wie Krömer begann Nagellack zu tragen, aus dem einfachen Grund, dass es ihm gefiel. In seiner Sendung „Chez Krömer“ bot er mit dem Besuch der Transvestiekünstlerin Jacky-Oh Weinhaus der LGBTQ+ Community Sichtbarkeit. Im Mittelpunkt stand dort der klare Bildungsauftrag, der sich an alle Zuschauenden richtete. Zusätzlich wurde dort auch Krömers Standpunkt als Person, die selbst wenige Berührungspunkte mit der queeren Community hat, jedoch bereit dazu ist, den eigenen Horizont zu erweitern, deutlich sichtbar. Er stellt sich nicht als perfekter Vorzeige-Aktivist dar, sondern erkennt seine eigenen Privilegien und daraus entstehenden Wissenslücken.</p>
<p>Neben dem Support für die LGBTQ+ Community steht natürlich auch Kurt Krömers Aufklärungsarbeit zum Thema Depression im Mittelpunkt. Am 22. März 2021 bekannte Krömer sich in der „Chez Krömer“ Folge mit Torsten Sträter öffentlich zu seinen Depressionen. Die Resonanz bestand aus so viel positives Feedback von Personen, die ihm nachfühlen konnten, dass er sich dazu entschied, ein Buch über die gesamte Geschichte zu schreiben. „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst: Meine Depression“ dominiert auch noch ein halbes Jahr nach Release die Spiegel Bestsellerliste. Es bedient eine Bandbreite von Themen über Kindheitstrauma zu Alkoholsucht und Klinikaufenthalt bis zu Erektionsstörungen und ist dabei zwar ehrlich, aber trotzdem amüsant. Ich kann jedem nur empfehlen, es zu lesen oder hören.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lidia&#8217;s Geschichte</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/12/lidias-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lidia]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2021 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
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					<description><![CDATA[Content Note: Psychische Erkrankungen, Psychiatrie, Suizidversuche &#8222;Ich sitze gerade hier aber dass ich hier sitze ist für mich nicht selbstverständlich.&#8220; &#8211; so beginnt das Video in dem Lidia über den frühen Tod ihrer Mutter, Depressionen und Psychiatrieaufenthalte berichtet. Obwohl laut offizieller Zahlen fast jeder fünfte Mensch in Deutschland mindestens einmal im Leben an einer depressiven]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Content Note: Psychische Erkrankungen, Psychiatrie, Suizidversuche</p>
<p>&#8222;Ich sitze gerade hier aber dass ich hier sitze ist für mich nicht selbstverständlich.&#8220; &#8211; so beginnt das Video in dem Lidia über den frühen Tod ihrer Mutter, Depressionen und Psychiatrieaufenthalte berichtet. Obwohl laut offizieller Zahlen fast jeder fünfte Mensch in Deutschland mindestens einmal im Leben an einer depressiven Erkrankung leidet, ist das Thema nach wie vor stigmatisiert und mit viel Scham besetzt. Das Mittel gegen diese Tabuisierung ist offen darüber zu sprechen. In Lidias Video Essay erzählt die junge Frau mutig von ihrem langen Weg mit all seinen Krisen und wie ihr Verein One Change One Future ihr schließlich half wieder ins Leben zurück zu finden.<br />
Danke Lidia für diesen wichtigen Beitrag.</p>
<p>Du musst Krisen nicht alleine meistern. Unterstützung findest du bei der <a href="https://www.deutsche-depressionshilfe.de/krisentelefone">Deutschen Depressionshilfe</a>.</p>
<p>Du bist nicht allein! Viele Menschen leiden unter Depressionen und anderen psychische Erkrankungen. Mehrere mein Testgelände Autor*innen berichteten über ihre Erfahrungen:</p>
<p>Unser Autor Tom schrieb ein bewegendes und umfassendes Essay über seine Depressionen, den Beitrag findest du <a href="https://www.meintestgelaende.de/2021/12/gefuehllosigkeit-ist-ein-gefuehl/">hier</a>.<br />
Unsere Autorin Sophia spricht auf ihrem <a href="https://www.youtube.com/channel/UCIrsqXbtU5nJq0PnJlda-DA">YouTube Kanal</a> über psychische Erkrankungen und Aufenthalte in der Psychiatrie. Ein Video dazu findest du <a href="https://www.youtube.com/watch?v=mG7B5azlXBE">hier</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lidia &#8211; Mein zweites Ich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/11/lidia-mein-zweites-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lidia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Nov 2018 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit &#8222;Mein zweites Ich&#8220; hat Lidia einen sehr persönlichen Text verfasst und vorgetragen. Darin geht es um eine zweites Ich von ihr, ein Ich, dass sie nie in Ruhe lässt, ihr nicht die Möglichkeit gibt glücklich zu sein und das am Ende immer gewinnt. Aber Lidia sieht ein Licht am Ende dieses dunklen Tunnels. Mehr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit &#8222;Mein zweites Ich&#8220; hat Lidia einen sehr persönlichen Text verfasst und vorgetragen. Darin geht es um eine zweites Ich von ihr, ein Ich, dass sie nie in Ruhe lässt, ihr nicht die Möglichkeit gibt glücklich zu sein und das am Ende immer gewinnt. Aber Lidia sieht ein Licht am Ende dieses dunklen Tunnels.</strong></p>
<p><span id="more-11122"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/10/mein-held-mein-papa/">Hier</a></strong> könnt ihr euch ein weiteren Poetry Slam Text von Lidia anhören, den sie für ihren Vater geschrieben hat.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/10/leonie-du-poetry-slam-vom-gelaende18/" target="_blank" rel="noopener">hier </a></strong>einen Text aus unserem Poetry Workshop auf dem #gelände18.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Depressionen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/depressionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Nov 2017 07:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Jede*r zwanzigste Jugendliche erkrankt bis zum 18. Geburtstag an Depressionen. Unter den Erkrankten finden sich etwa 2/3 Mädchen und 1/3 Jungen. Mediziner*innen haben viele Ursachen herausgefunden – u.a. eigene Körperbilder, Hormonschwankungen und ein erbliches Risiko. Viele Ursachen haben auch etwas mit Geschlechterbildern zu tun. Depressionen sind eine ernste Erkrankung &#8211; und unsere Autorin Mare hat]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jede*r zwanzigste Jugendliche erkrankt bis zum 18. Geburtstag an Depressionen. Unter den Erkrankten finden sich etwa 2/3 Mädchen und 1/3 Jungen. Mediziner*innen haben viele Ursachen herausgefunden – u.a. eigene Körperbilder, Hormonschwankungen und ein erbliches Risiko. Viele Ursachen haben auch etwas mit Geschlechterbildern zu tun. Depressionen sind eine ernste Erkrankung &#8211; und unsere Autorin Mare hat einen Ratgeber für nahestehende Freund*innen und Verwandte geschrieben. </strong></p>
<p><span id="more-10140"></span></p>
<p>Vielleicht kennst du auch jemanden, der unter Depressionen leidet. Immerhin Vielleicht steht dir diese Person sogar ziemlich nahe. In diesem Fall möchte dieser Ratgeber dir helfen, in dieser oft überfordernden und schmerzhaften Situation etwas besser zurechtzukommen. Er soll keinesfalls professionelle Hilfe ersetzen, sondern nur eine erste Orientierung geben.</p>
<p>Sorge dich zu aller erst um dich selbst und respektiere deine Grenzen! Es ist nie leicht, mitansehen zu müssen, wie eine geliebte Person leidet. Es ist aber wichtig, sich bewusst zu machen, dass du zu allererst für dich selbst und dein eigenes Wohlergehen verantwortlich bist. Pass also auf dich und überlege dir Sachen, die dir einen Ausgleich verschaffen. Triff dich mit Freunden, reagier dich beim Sport ab oder schreibe dir den Frust von der Seele und vor allen Dingen: Zögere nicht, dir professionelle Hilfe zu holen, wenn die Belastung zu viel wird!  Vermeide abgedroschene Phrasen! Dein Gegenüber erzählt dir, dass es ihr schlecht geht. Oft weiß man zuerst nicht, was man sagen soll, und vieles, was einem einfällt, kann mehr Schaden zufügen als man denkt.  Beispiele dafür sind: „Du hast es doch nicht so schlimm! Denk nur an die ganzen Kinder, die auf der Welt hungern müssen!“  Damit sagst du so viel wie „Hey, du hast gerade 40 Fieber? Immerhin hast du keinen Krebs!“ Leid sollte nie gegeneinander aufgewogen werden. Außerdem sind Depressionen eine Krankheit. Die Person weiß wahrscheinlich, dass es Leute gibt, die in schwierigeren Situationen leben. Sie daran zu erinnern, hilft aber nicht. Wahrscheinlich verstärkst du damit nur die Schuldgefühle, weil die betroffene Person sich selber dafür verantwortlich macht, nicht einfach glücklich sein zu können. „Als mein Hund/Papagei/Hamster gestorben ist, war ich auch eine Weile lang sehr traurig“  Es ist verständlich, dass du möchtest, dass sich die andere Person nicht alleine fühlt. Allerdings werden solche Anekdoten kaum etwas bringen. Außerdem bedeutet depressiv sein nicht traurig sein, sondern eher das Gegenteil (wie der Autor Tobi Katze hier anschaulich erklärt: LINK). „Warum versuchst du nicht einfach, etwas positiver zu sein?“ „Oh ja, danke. Auf diese weisen Worte habe ich nur gewartet. Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen? Mir geht es gleich viel besser.“ „Hat das etwas mit deiner Kindheit zu tun? Haben dich deine Eltern nicht richtig geliebt?“ Natürlich, wenn du die Person schon etwas kennst, glaubst du vielleicht die Ursachen und Auslöser für ihre momentane Situation zu kennen, aber wenn du dich wie ein Hobby-Psychologe benimmst, dann fühlt sich die Person auch meistens wie auf der Couch. Das führt uns direkt zum nächsten Punkt.</p>
<p>Überschätze dich nicht und halte dich nicht für einen Psychologen! Wenn eine dir nahestehende Person Depressionen hat, ist es verständlich, wenn du helfen möchtest. Du solltest dich dabei aber auf keinen Fall für den strahlenden Helden halten, der die betroffene Person alleine aus der Dunkelheit ins Licht holen kann. So leicht ist die Realität im Gegensatz zu den meisten Märchen nicht. Du kannst im besten Fall Unterstützung und Rückhalt geben, wenn es der betroffenen Person schlecht geht, aber du kannst keinen Psychologen ersetzen. Depression ist eine Krankheit (ich kann es nicht oft genug wiederholen) und sollte auch wie eine behandelt werden. Psychotherapeuten haben Jahre ihres Lebens damit verbracht, zu lernen, wie man diese Krankheit am besten behandeln kann. Wenn sich jemand ein Bein bricht, sagt auch niemand: “Ach was, wenn ich der anderen Person nur mit genug Liebe begegne, wird sie schon bald wieder laufen können!“ und vor allem würden es die meisten Menschen auch für keine gute Idee halten, wenn jemand ein gebrochenes Bein selber eingipsen möchte, nachdem sie eine Anleitung im Internet dazu gelesen hat. Das gleiche gilt für die Behandlung von Depressionen.  Unterstütze die betroffene Person dabei, einen Therapieplatz zu finden! Ermutige die Person, sich professionelle Hilfe zu holen. Wenn sie bereit ist, diese anzunehmen, kannst du ihr anbieten, bei der Suche eines Psychotherapeuten zu helfen, denn das ist oft ein langwieriger Prozess. Zuerst sollte die Person zum Hausarzt gehen und sich eine Überweisung holen. Dabei bekommt man dann auch meistens eine Liste mitgegeben von Psychotherapeuten, bei denen man anrufen kann. Die erste Hürde kann dann schon sein, überhaupt jemanden zu erreichen. Oft ist während der angegebenen Telefonsprechzeiten niemand zu erreichen oder es ist besetzt. Wenn dann jemand drangeht, ist oftmals erst in 6 Monaten ein Termin frei. Es lohnt sich deshalb, in so vielen Praxen wie möglich anzurufen. Manchmal springt nämlich spontan ein Patient ab und es wird ein naheliegender Termin frei. Man kann sich außerdem bei der Krankenkasse die Kosten für einen Psychotherapeuten ohne Kassensitz erstatten lassen, wenn man nachweisen kann, das man sonst keinen Platz gefunden hat. Trotzdem – die Suche nach einem freien Therapeuten kann oft mühsam sein. Das ist eindeutig ein Fehler im System. Wenn sich jemand ein Bein gebrochen hat, gibt man dem Betroffenen ja auch nicht einfach eine Wegbeschreibung zum nächsten Krankenhaus und erwartet, dass er dorthin humpelt. Trotzdem wird von Menschen, zu deren Krankheitsbild Motivationsprobleme gehören, erwartet, dass sie so viel Zeit und Eigeninitiative für ihre medizinische Versorgung investieren. Du kannst helfen, indem du anbietest, herumzutelefonieren, wenn die betroffene Person keine Kraft dafür hat. Auch gibt es Beratungsstellen, die vorübergehende Hilfe leisten können, wenn erst in mehreren Monaten ein Therapieplatz frei wird. Google nach Psychologischer Beratung, die von deiner Stadt oder der Caritas, der Diakonie o.ä. angeboten wird.</p>
<p>Akzeptiere, dass es mit dem Finden eines Therapieplatzes noch lange nicht vorbei ist!</p>
<p>Endlich! Nach langem Herumtelefonieren ist endlich ein Therapieplatz gefunden worden. Ihr dürft euch aber damit nicht vormachen, dass es von heute auf morgen besser wird. Therapien sind langfristige Angelegenheiten, die stetig über die Zeit hinweg ihre Wirksamkeit zeigen und es kann trotz Therapie noch zu heftigen akuten Phasen kommen. Außerdem ist der erste Therapeut vielleicht nicht der richtige. Vielleicht hat er sich auf eine Therapiemethode spezialisiert, die einfach nicht zu dem Betroffenen passt oder vielleicht sind sie einfach nicht auf einer Wellenlänge. Auf jeden Fall ist es wichtig, einen Therapeuten zu finden, bei dem man das Gefühl hat, dass es passt.</p>
<p>Erwarte nicht, dass deine Worte direkt etwas bewirken! Es ist doch verrückt. Vielleicht ist die Person, die dir gegenübersteht, der wichtigste Mensch in deinem Leben. Vielleicht habt ihr schon sehr viel Zeit miteinander verbracht und auch wenn du all ihre Schwächen kennst, hast du schon oft miterleben dürfen, was für ein großartiger Mensch diese Person ist. Und trotzdem. Trotzdem versteht sie es einfach nicht und redet davon, dass sie sich für eine schlechte Freundin/Schwester/Partnerin hält. Erwarte nicht, dass du sie direkt vom Gegenteil überzeugen kannst. Wahrscheinlich wirst du sogar noch oft genug immer und immer das gleiche wiederholen müssen.  Sei ein guter Zuhörer! Biete an, der anderen Person zuzuhören, wenn sie reden möchte. Meistens möchte die Person dann keine Ratschläge hören oder Geschichten von Situationen, in denen es dir ähnlich ging. Meistens möchte die Person dann einfach, dass man ihr zuhört und ihre Gefühle ernst nimmt. Das kann schwierig zu erreichen sein. [evtl Ratschläge für aktives Zuhären geben???]</p>
<p>Rate der Person davon ab, in akuten Phasen wichtige Entscheidungen zu treffen! Während der akuten Phasen ist die Wahrnehmung der Betroffenen oft verzehrt. Wichtige berufliche und private Entscheidungen werden oft im Nachhinein bereut. Rate der Person also dazu, mit ihrer Entscheidung zu warten, bis es ihr etwas bessergeht.</p>
<p>Du kannst eine Umgebung schaffen, in der sich die andere Person beim Schlecht-Fühlen sicher fühlt. Phasen, in denen die betroffene Person leidet, werden nicht zu vermeiden sein. Du kannst aber dabei helfen, eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich nicht alleine fühlt. Akzeptiere es, wenn auch mal geschweigt wird. Lies ein Buch, während die andere Person am Handy rumspielt. Das ist genau das, was sie auch ohne dich machen würde, aber nicht dabei alleine sein zu müssen, hilft schon. Respektiere die Möglichkeiten, die die andere Person gefunden hat, um sich besser zu fühlen. Guckt zum zwanzigsten Mal ihren Lieblingsfilm. Akzeptiere es, wenn sie sich Kopfhörer in die Ohren steckt und Musik hören will. Akzeptiere ihren Wunsch, auch alleine gelassen zu werden. Hilf ihr, an Wasser und Essen zu denken. Biete Umarmungen an, wenn sie welche zu brauchen scheint, aber gehe nicht davon aus, dass sie dir körperlich nahe sein möchte, nur, weil ihr das normalerweise seid. Frage bei körperlicher Nähe nach, ob es in Ordnung ist, und vor allem erwarte keinen Sex! Depressive Menschen haben oft einen geringeren Sexdrang, aber aus schlechtem Gewissen heraus wird vielleicht trotzdem eingewilligt. Also frage lieber noch mal nach! Das gilt übrigens für alle Geschlechter. Nicht nur Frauen lehnen Sex ab.</p>
<p>Aber bei allem darfst du eine Sache nicht vergessen: Sorge dich zu aller erst um dich selbst und respektiere deine Grenzen!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Sarah von LizzyNet <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/05/beeinflussen-models-unser-selbstwertgefuehl/" target="_blank" rel="noopener"><strong>fragt sich</strong></a>, ob Models unser Selbstwertgefühl beeinflussen.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Mare hat sich in einem weiteren Text bereits mit einer ernstzunehmenden Krankheit beschäftigt: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/endometriose/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Endometriose</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Depression</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/08/depression/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2015 08:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich denke, wir alle kennen es: Ab und zu geht es uns einfach nicht so gut. Wir haben zu nichts Lust und alles fühlt sich irgendwie sinnlos an. Manchmal haben wir einen guten Grund dafür und manchmal eben auch nicht. Doch nach ein paar Tagen ist es dann meist wieder wie immer und es geht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, wir alle kennen es: Ab und zu geht es uns einfach nicht so gut. Wir haben zu nichts Lust und alles fühlt sich irgendwie sinnlos an. Manchmal haben wir einen guten Grund dafür und manchmal eben auch nicht. Doch nach ein paar Tagen ist es dann meist wieder wie immer und es geht uns besser. Auch bei anderen bemerken wir vielleicht solche Phasen, oft tun wir es ab mit &#8222;Ach, die hat nur ihre Tage&#8220; oder &#8222;Der ist halt einfach etwas empfindlich&#8220;.</p>
<p>Was wäre aber, wenn diese Phase nicht endet? Was ist, wenn uns jeder Tag nur immer mehr herunterzieht und alles nur noch trist und grau wirkt? Oder wenn wir in unserem Umkreis Menschen wahrnehmen, die sich immer mehr abschotten? Dann kann es sein, dass es sich um eine Depression handelt. Depression, was im Lateinischen so viel heißt wie „niederdrücken“ , ist eine psychische Störung. Sie kann sich zum Beispiel durch eine anhaltende &#8222;innere Leere&#8220; äußern oder auch durch fehlende Motivation. Oft zeigen sich auch Unterschiede bei den Geschlechtern, Mädchen neigen oft zu Mutlosigkeit und ständigem Grübeln und Jungs auch zu aggressivem Verhalten.</p>
<p>Schnell kann man durch eine Depression in einem Loch versinken, die Schulleistungen werden immer schlechter und dadurch wird man nur noch trauriger. Soziale Kontakte werden oft belastet oder komplett gestört und so isoliert man sich immer mehr von seinem Umfeld und gerät schließlich in einen Teufelskreis. Doch was kann man dagegen tun? Wenn wir uns selbst so fühlen, sollten wir in jedem Fall mit jemanden reden, dem wir vertrauen. Auch schöne Erlebnisse können einem weiterhelfen. Wenn dies jedoch alles nichts nützt, sollte man ein Gespräch mit einem Experten in Erwägung ziehen. Beobachtet man depressives Verhalten bei Anderen, darf man dies nicht unterschätzen und abtun, sondern sollte diejenigen einfach darauf ansprechen. Oft kann schon ein Gespräch wahre Wunder bewirken. Wenn auch das nicht hilft und man sich wirklich Sorgen macht, muss man andere Bezugspersonen derjenigen darauf aufmerksam machen. Da eine unbehandelte Depression im schlimmsten Fall auch in einem Suizid enden kann, ist eine hohe Sensibilität angebracht, sowohl für euch selbst, als auch für eure Mitmenschen. Denn wer will am Ende sagen müssen: &#8222;Hätte ich mal …&#8220;.</p>
<p><strong>mT:</strong> Es ist ja nicht ganz selbstverständlich, dass ein junger Mann mit knapp 18 Jahren einen Text über Depressionen verfasst…</p>
<p><strong>Paul:</strong> Ich habe mich schon immer für Psychologie interessiert, dafür, wieso Menschen denken wie sie denken oder was sie fühlen. Da Traurigkeit ein so starkes Gefühl ist, hat es mich sehr gereizt etwas darüber zu schreiben.</p>
<p><strong>mT:</strong> Was beobachtest Du in Deinem Umfeld unter Gleichaltrigen oder auch in der Öffentlichkeit.</p>
<p><strong>Paul:</strong> Der Umgang mit dem Thema gefällt mir persönlich nicht, oft wird es belächelt oder ignoriert. Der Zugang zu Psychologen ist für Jugendliche auch ohne weiteres nicht einfach.</p>
<p><strong>mT:</strong> Gibt es aus Deiner Sicht bei Mädchen* und Jungen* einen unterschiedlichen Umgang mit dem Thema?</p>
<p><strong>Paul:</strong> Was die Geschlechter angeht, kann ich natürlich nur aus persönlicher Erfahrung berichten. Vor allem Jungs überspielen es oft und bei Mädchen, besonders bei schüchternen, bemerkt man es oft nicht.</p>
<p>Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/boskizzi/13117649/in/photolist-2aeqn-7pioc-2YvvfV-5wVfam-91U1yK-41ouL-eX4FPH-hcogf-e8Y1p3-7AYRA-9aQFrF-FiEMd-5sWpmc-dVmWJB-6wxotx-9aQF4X-mKUFov-gaviZR-4WLFMy-dVswZm-iRhsEh-6xuMXp-6227z2-9aQDN6-dVsxpC-4XbNU-3PYZVo-7rqMo-fJ1Epu-cydn2j-6sgWBn-ehMEXL-hcozx-jX87Sp-nLCSND-hco7x-hcojW-6XB884-6XFbk5-durD4u-pFa8Tq-k1z67v-66ptUe-nvT8Fo-dnf3UJ-dVmWUt-aCSU94-5vcQT3-8rWUt5-eiaR7D/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">blue state / flickr.com</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC 2.0</a>)</p>
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