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	<title>Hatespeech &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Hatespeech &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Blaue Herzen und ein Hitlergruß</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/04/blaue-herzen-und-ein-hitlergruss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kreaty]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2025 08:18:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Die AFD ist nicht Rechtsextrem und sollte behandelt werden, wie jede andere demokratisch gewählte Partei? Ein Blick in Kreaty&#8217;s Kommentarspalte zeigt das wahre Gesicht von AFD &#8211; Wähler*innen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Die AFD ist nicht Rechtsextrem und sollte behandelt werden, wie jede andere demokratisch gewählte Partei? Ein Blick in Kreaty&#8217;s Kommentarspalte zeigt das wahre Gesicht von AFD &#8211; Wähler*innen.</strong><span id="more-16807"></span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was kann ich gegen Hate Speech tun?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/10/was-kann-ich-gegen-hate-speech-tun-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2021 07:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[#hybridgelände21]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir euch nochmal einen Beitrag von Veronika Rieger mit einigen hilfreichen Tipps gegen Hate Speech. Wenn ihr tiefer ins Thema eintauchen möchtet, meldet euch gerne zum #hybridgelände21-Online-Workshop von Theresa Lehmann und Eva Kappl am 15. Oktober von 14:30 bis 18:00 Uhr an! Schreibt uns dazu einfach eine Mail. Die Teilnahme ist kostenlos.  Zum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute präsentieren wir euch nochmal einen Beitrag von Veronika Rieger mit einigen hilfreichen Tipps gegen Hate Speech. Wenn ihr tiefer ins Thema eintauchen möchtet, meldet euch gerne zum #hybridgelände21-Online-Workshop von Theresa Lehmann und Eva Kappl am 15. Oktober von 14:30 bis 18:00 Uhr an! <a href="mailto:mail@meintestgelaende.de" target="_blank" rel="noopener">Schreibt uns dazu einfach eine Mail</a>. Die Teilnahme ist kostenlos. </strong><br />
<strong>Zum Workshop: &#8222;Was ist Hate Speech? Wie äußern sich Diskriminierung und menschenfeindliche Ideologien auf contenbasierten Plattformen wie Tiktok und Instagram? In einem praxisnahen Workshop wollen wir uns anschauen was man in kurzen Videoformaten alles ausdrücken kann, wie man problematische Inhalte erkennt und welche Möglichkeiten es gibt darauf zu reagieren.&#8220;</strong><br />
<span id="more-13455"></span></p>
<p><b>Rezepte gegen Trolle – Wie Stellung gegen Hass im Netz beziehen funktionieren kann </b></p>
<p>Hate Speech ist ein weit verbreitetes Phänomen und trotzdem reagiert bisher nur ein kleiner Teil der digitalen Gesellschaft mit aktiver Gegenrede auf Hass im Netz. Das führt dazu, dass nur 31% der Verfasser*innen von Hate Speech für ihre Postings kritisiert werden.<br />
Dabei ist es unerlässlich Hass im Netz nicht einfach unkommentiert stehen zu lassen, sondern Haltung zu bewahren und Stellung zu beziehen.</p>
<p><b>Warum sollte ich mich gegen Hate Speech einsetzen?</b></p>
<p>Hate Speech greift nicht nur die explizit angegriffene Person oder Personengruppe an, sondern immer auch die Gesellschaft, in der wir leben! Wenn Menschen durch Hass im Internet so eingeschüchtert werden sollen, dass sie sich nicht mehr trauen ihre Meinung zu sagen oder sich zu zeigen, schadet das unserer Demokratie</p>
<p>Sich gegen Hass im Netz einzusetzen heißt also sich für die Freiheit und Sicherheit von sich und anderen in der Gesellschaft einzusetzen. Die Gesetze schützen uns dabei, denn niemand muss Hassreden hinnehmen oder aushalten.</p>
<p><b>Wie kann ich mich gegen Hate Speech einsetzen?</b></p>
<p>Wenn du Hate Speech im Internet entdeckst, kannst du aktiv werden! Das Ziel ist dabei die Betroffenen nicht alleine in der Auseinandersetzung mit den Hater*innen stehen zu lassen und den Mitlesenden zu zeigen, dass Hate Speech nicht akzeptiert und haltlos ist.</p>
<p>Stärke die Angegriffenen:<br />
Kontaktiere die angegriffene Person und frag nach, wie du sie unterstützen kannst. Tritt für ihre Rechte ein. Wenn eine Personengruppe angegriffen wird, kannst du nachforschen ob ein*e Vertreter*in der Personengruppe sich geäußert hat und diese unterstützen.</p>
<p>Bleibe sachlich und ruhig. Lass dich nicht auf das Niveau der Hater*innen ein, indem du beleidigend oder abwertend reagierst.</p>
<p>Benenne die Hassrede des/der anderen („Das ist rassistisch/sexistisch etc.“).</p>
<p>Fake News kannst du leicht enttarnen, in dem du sie mit verlässlichen Artikeln widerlegst oder nach konkreten Quellen für das Behauptete fragst.</p>
<p>Über strafrechtlich relevante Hate Speech musst du nicht diskutieren! Du kannst online den relevanten Paragraphen finden und unter das Hass-Posting setzen, um die anderen Personen darauf aufmerksam machen, dass der Inhalt dieses Postings illegal ist.<br />
Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich an die Internet-Beschwerde-Stelle, die Online-Wache der Polizei oder <a href="https://love-storm.de/#actions" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>love-storm.de</strong></a> wenden!</p>
<p>Dokumentiere die Hasskommentare und Nachrichten dazu, am besten mit einem Screenshot und einem Screenshot des Profils der Hater*innen.</p>
<p>Lösche den Hasskommentar, fordere die Person auf ihren Kommentar / ihr Bild / ihr Posting zu löschen oder mache die Seite darauf aufmerksam, was auf ihrer Plattform geschieht, und fordere sie dazu auf das Hassposting zu entfernen.</p>
<p>Du musst nicht ewig diskutieren. Mach deine Position klar und beende das Gespräch, wann immer du willst.</p>
<p><b>Und wenn ich selbst betroffen bin? </b></p>
<p>Zu aller Erst: Es liegt nicht an dir! Der dir entgegengebrachte Hass entsteht aus Projektionen, die mit dir als Person nur sehr sehr wenig zu tun haben. Das im Bewusstsein zu haben verringert den Hass leider nicht, hilft dir aber vielleicht die Nachrichten besser abstreifen zu können.</p>
<p>Mach dein Profil dicht! Stelle es auf privat, überprüfe deine Sicherheitseinstellungen und verwende ein sicheres Passwort.</p>
<p>Blockiere die lautstärksten Angreifer*innen! Du musst dich derartigen Angriffen nicht aussetzen und bist unter keinen Umständen verpflichtet auf sie zu reagieren.</p>
<p>Du entscheidest, ob und wie du auf einen Angriff reagieren möchtest! Du kannst jederzeit offline gehen und eine Person deines Vertrauens mit einbinden.</p>
<p>Hol dir Hilfe: Aktiviere deine Freund*innen! Wenn du selbst die Kommentare nicht mehr sehen willst und es dich belastet, kann es helfen, eine vertraute Person zu haben, die sich für dich um den Hass kümmert, Kommentare meldet, Nutzer*innen sperrt und Ihr Profil wieder nutzbar macht.<br />
Wenn du weitere Unterstützung möchtest, wende dich an professionelle Beratungsstellen wie <a href="https://hateaid.org/politische-forderungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HateAid</strong></a>.</p>
<p>Sammle strafrechtlich Relevantes mit Screenshot und URL, melde Nachrichten und Kommentare auf der Plattform</p>
<p>Sprich über deine Erfahrungen mit Hass im Internet und suche dir Verbündete! Gemeinsam ist es leichter deine Erlebnisse zu reflektieren und zu verarbeiten</p>
<p>Es ist nicht schwer sich gegen Hate Speech einzusetzen und je mehr von uns aktiv werden, umso stärker und geschlossener können wir auf Hass im Internet reagieren. Wenn du dich weiter schlau machen möchtest, findest du <a href="https://app.love-storm.de/trainings" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>  kostenlose Online-Trainings für den richtigen Umgang mit Hate Speech. Niemand muss Hass im Internet aushalten und über sich ergehen lassen und niemand muss Hass im Internet alleine bewältigen. Gut, dass wir gemeinsam ganz schön viele sind!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von Veronika, zum Beispiel darüber, was Hate Speech eigentlich ist, findest du <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/veronika-rieger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Online ist anonyme Bösheit grenzenlos</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/02/online-boesheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2021 07:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Hass und Beleidigungen im Netz sind nach wie vor ein großes Problem. Ob es nun um Politik, die neuesten Corona-Verordnungen oder schlicht und ergreifend um authentische Geschichten aus dem Leben eines*einer Blogger*in geht — auf die Hater wartet man in der Regel nicht lange! Unsere Autorin Marie macht sich in diesem Text ein paar Gedanken darüber, woher]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hass und Beleidigungen im Netz sind nach wie vor ein großes Problem. Ob es nun um Politik, die neuesten Corona-Verordnungen oder schlicht und ergreifend um authentische Geschichten aus dem Leben eines*einer Blogger*in geht — auf die Hater wartet man in der Regel nicht lange! Unsere Autorin Marie macht sich in diesem Text ein paar Gedanken darüber, woher dieser immense und oft anonym herausgebrüllte Hass rühren könnte — und erzählt außerdem davon, was sie motiviert, trotzdem weiterzumachen.</strong></p>
<p><span id="more-12692"></span></p>
<p>Ich schreibe über ein Thema, das man als Blogger, Youtuber und Influencer kennt und mit umzugehen lernen muss.</p>
<p>Jeder Mensch, der öffentlich in den sozialen Medien steht, über sein Leben berichtet oder sich komplett öffnet und angreifbar macht, damit auf den sozialen Medien eventuell noch Geld verdient, muss eine Sache in Kauf nehmen und sich ein dickes Fell zulegen &#8211; und wenn man das nicht kann, wird man wahrscheinlich von Zeit zu Zeit an sich selbst zweifeln und sehr darunter leiden:<br />
Die allseits bekannten HATER in den sozialen Medien.</p>
<p>Oft frage ich mich, wieso es online so viele beleidigende, angreifende Menschen gibt, die kein Blatt vor den Mund nehmen und nicht davor scheuen, mit bösen Begriffen und Anschuldigungen um sich zu werfen. Die das Leben Anderer auseinandernehmen, einfach alles schlecht machen und nicht auch nur einmal dran denken, dass es deren Leben ist und nicht das eigene.<br />
„Leben und leben lassen“. Das interessiert niemanden.</p>
<p>Ich denke, dass all das etwas mit hochgradiger Missgunst zutun hat, weil das eigene Leben eventuell nicht so läuft, wie man es gerne hätte. Viele Menschen haben ein Problem damit, laut zu werden, sich zu öffnen und über kritische Themen zu reden. Schwächen zuzugeben und sich damit authentisch und selbstbewusst zu präsentieren.<br />
Und das ist etwas, was ganz viele öffentliche Blogger tun:<br />
Sie verhalten sich eben genauso. Öffnen sich gegenüber einer Vielzahl fremder Menschen, zeigen, dass Schwäche in Ordnung ist. Und dafür müssen sie einiges aushalten von wahrscheinlich denjenigen, die genau das nicht können und auf diese „Gabe“ neidisch sind, denn es ist etwas Gutes, das zu können. Man motiviert, man reflektiert sich selbst.</p>
<p>Obwohl sie einen nur als „Boxsack“ dafür benutzen, weil sie etwas kompensieren müssen, werden diejenigen fertig gemacht, die, wie zum Beispiel ich auf Instagram, ehrlich Schwächen und auch scheiß Zeiten im Leben präsentieren, um Anderen ein gutes Gefühl zu geben. Ein Gefühl von Verbundenheit, ein Du-bist-nicht-allein-Gefühl.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nicht nur ein perfektes, aufgesetztes Leben. Aber egal, ob man eben authentisch ist und „die Wahrheit“ zeigt, oder sich dafür entschieden hat, nur perfekte Situationen aus dem Leben zu zeigen und damit eine spezielle Reichweite in eine Art Traumwelt einzuladen, gibt es diese Hater, die niemals ihr Leben ändern würden, um erfüllter zu sein, die sich niemals trauen würden, über ihre eigenen Schwächen zu reden, aber ganz groß dabei sind, genau die, die das nämlich können und tun &#8211; und damit anderen helfen und motivieren &#8211; durchweg schlecht zu machen und zu denken, es würde jemanden jucken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Am besten geht das natürlich so anonym wie möglich. Fake-Profile, kein abonnieren des Profils und auch spionieren lassen. Mit jedem Beitrag, jedem „nackt machen“, indem man aus dem Herzen spricht und Schwächen zugibt, bietet man eine Angriffsfläche für all die, die damit nicht umgehen können, dass man so selbstreflektiert und selbstbewusst ist, sich nicht einschränken lässt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Influencer, die Geld mit sozialen Medien verdienen, müssen Neider und Hater akzeptieren, ob sie wollen oder nicht. Denn, wenn sie sich einschränken, hat das große Ausmaße. Sie würden Abonnenten verlieren, die Reichweite würde sich verkleinern und die Folge ist, dass Kooperationen eventuell gekündigt werden.</p>
<p>Ich blogge auf Instagram und bekomme keinen Cent dafür. Ich habe nichts zu verlieren, es hängt nichts davon ab, was ich preisgebe und wie sehr ich mich Fremden gegenüber öffne. All das, was ich erzähle, mache ich freiwillig und weil ich so viel positive Rückmeldungen bekomme von Menschen, die ich noch nie im Leben gesehen habe. Sie fühlen sich motiviert und freuen sich darüber, dass ich authentisch bin, kritische Themen anspreche und vor allem Themen, die jeden beschäftigen.</p>
<p>Ich frage mich, was Hater für ein Ziel damit haben, ihre Missgunst überall zu verteilen.<br />
Es ist ein leichtes Spiel, anonym, nicht mal mit einem Foto auf dem Profil, zu beleidigen und mit bösen Beschimpfungen, um sich zu schmeißen. Man kann diejenigen nicht nachverfolgen, es ist einfacher, online respektlos zu sein und ordentlich die Sau rauszulassen, als wenn man dieser meist fremden Person auf der Straße gegenübersteht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So ist das nunmal.<br />
Niemand würde auf eine fremde Person zugehen und ihm persönlich ins Gesicht sagen:</p>
<p>„Deine Kleidung sieht richtig scheiße aus, wie kannst du denn sowas nur anziehen, das würde ich nie tun.“</p>
<p>„Du kaufst Erdbeeren, obwohl gerade gar keine Saison ist? Ich würde das ja nicht machen.“</p>
<p>„Du bist fett, ich verstehe gar nicht, wieso dein/e Partner/in mit dir zusammen ist.“</p>
<p>„Dein Kind ist alt genug, um keine Windeln mehr zu tragen, es tut mir echt leid, solche Eltern zu haben.“</p>
<p>Versteckte, unsichtbare Hater sind gefährlich, denn sie würde niemals mit der Wimper zucken, so sehr zu verletzen, zu beschimpfen, zu mobben, dass sie selbst eine Grenze sehen. Anonym ist Bösheit grenzenlos.</p>
<p>Und anscheinend tut es gut, jemanden das fühlen zu lassen, was man selbst fühlt. Hater tun das Gegenteil davon, ihre bösen Worte für sich zu behalten, wenn sie nichts Nettes zu sagen haben und das macht den Begriff „Hater“ überhaupt erst aus, denn das ist ihre Aufgabe: Nicht leise zu sein, auf keinen Fall das, was ihnen nicht passt, für sich zu behalten und die Person damit zu verschonen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Sinn dahinter ist, all den Bloggern so gut es geht, ein extrem schlechtes Gefühl zu geben, DAMIT sie sich schlecht fühlen und an sich selbst zweifeln. Sie wollen, dass Menschen sich schlecht fühlen, weil sie sich selbst schlecht fühlen.<br />
Was ist das bitte für ein beschissenes Mindset.</p>
<p>Authentische Blogger, wie zum Beispiel ich, wollen, dass es Menschen, die sich schlecht und allein fühlen, besser geht. Ich öffne mich mit Themen, um verschlossenen Menschen zu zeigen, dass sie trotzdem gehört werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und Andere wollen, dass es mir schlecht geht.<br />
Wird es nicht. Es wird mir niemals schlecht gehen, wenn sich Andere darum bemühen.<br />
Dafür bin ich zu stark und wünsche das all den anderen Bloggern, Youtubern und Influencern da draußen auch. Glaubt an euch und an das, was ihr vermitteln wollt.<br />
Und den Hatern wünsche ich, diesen stillen Zorn loszulassen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es wird euch nicht glücklicher und erfüllter<span class="Apple-converted-space"> </span>machen, Andere unglücklich zu machen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Unsere Autorin Veronika Rieger hat bereits <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/veronika-rieger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>mehrere Texte zum Thema Hass im Netz</strong></a> veröffentlicht.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Text fürs Internet</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/ein-text-fuers-internet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2020 06:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[Oft genug regen wir uns — vollkommen zu Recht! — über das Internet auf. Es gibt ja auch genug Gründe: Hate Speech, Fake News, Gewalt&#8230; Online ist nicht automatisch besser als Offline. Veronika Rieger, die für uns ja bereits viel zum Thema Hass im Netz geschrieben hat, hat nun einen Text für&#8217;s Internet verfasst. Also, nicht nur,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oft genug regen wir uns — vollkommen zu Recht! — über das Internet auf. Es gibt ja auch genug Gründe: Hate Speech, Fake News, Gewalt&#8230; Online ist nicht automatisch besser als Offline. Veronika Rieger, die für uns ja bereits viel zum Thema Hass im Netz geschrieben hat, hat nun einen Text für&#8217;s Internet verfasst. Also, nicht nur, um ihn im Internet zu veröffentlichen, sondern so: für dich, liebes Internet! Denn neben all den Schattenseiten gibt es eben auch die guten, die wichtigen, die großartigen Seiten. Und vor allem: &#8222;das Internet&#8220; selbst ist gar nicht unbedingt schuld&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-12626"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/author/veronika-rieger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> findet ihr alle weiteren Texte von Veronika.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reclaim your Inter*net</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/11/reclaim-your-internet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2020 07:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir lieben das Internet. Ihr auch? So viele Möglichkeiten, sich zu vernetzen, informieren, auszutauschen, Gleichgesinnte, Verbündete und Freund*innen zu finden, ganz egal, wo man sich aufhält &#8211; ein Traum! Doch leider ist das nicht alles, es gibt auch Schattenseiten&#8230; Warum wir das Inter*net reclaimen sollten und weshalb Ika Menschen, die online Hass und Häme verbreiten,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir lieben das Internet. Ihr auch? So viele Möglichkeiten, sich zu vernetzen, informieren, auszutauschen, Gleichgesinnte, Verbündete und Freund*innen zu finden, ganz egal, wo man sich aufhält &#8211; ein Traum! Doch leider ist das nicht alles, es gibt auch Schattenseiten&#8230; Warum wir das Inter*net reclaimen sollten und weshalb Ika Menschen, die online Hass und Häme verbreiten, manchmal sogar leidtun, all das erfahrt ihr in Ikas neuem Text. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12550"></span></p>
<p>Schon im letzten Text ging es viel um Inter*aktivismus.<br />
Hieran möchte ich noch einmal anknüpfen.</p>
<p>Ich habe dort Gruppen, die von und für Inter* sind, vorgestellt.<br />
Aber auch wenn ihr selber gar nicht Inter* seid, könnt und dürft und sollt ihr natürlich gerne aktiv werden.</p>
<p>Wenn ihr euch erstmal noch genauer informieren wollt, geht das zum Beispiel <a href="https://inter-nrw.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.<br />
Die Seite ist aus NRW – aber vieles ist auch allgemeingültig.</p>
<p>Ansonsten soll es diesmal um einen nicht so schönen Nebeneffekt vom Aktivismus gehen.<br />
Der betrifft auch gar nicht nur Inter* oder Trans*, sondern alle, die sich zum Beispiel im Internet politisch äußern.</p>
<p>Es geht um Hate Speech. Ich hatte erzählt, Teil der Dritte Option-Gruppe zu sein.<br />
Leider gab es zu dem Erfolg der Klage auch viel Hetzte in den Kommentarspalten des Internets und natürlich wurde sich darüber lustig gemacht.<br />
Manche Rechte haben sich sogar so sehr von dieser Entwicklung bedroht gefühlt, dass sie meinten, irgendwelche Adressen im Internet veröffentlichen zu müssen.</p>
<p>Hier ist so eine Transition übrigens ein echter Vorteil – ihr rechten Hetzer da draußen, eure Namen stimmen schon lange gar nicht mehr alle.</p>
<p>Trotzdem ist so etwas natürlich traurig und beängstigend.<br />
Aber es zeigt sehr deutlich, dass es nicht darum gehen kann, diese angeblichen „Sorgen“ von vermeintlich „besorgten Eltern“ immer und überall ernst zu nehmen.</p>
<p>Stattdessen muss es darum gehen, sich von rechten Angstmachern nicht einschüchtern zu lassen. Und weiter zu arbeiten. An einer Gesellschaft, die Vielfalt nicht nur mit mehr oder weniger großer Toleranz hinnimmt, sondern Vielfalt akzeptiert und wertschätzt.</p>
<p>Ich will diesem Hass nicht zu viel Raum geben, und doch will ich das alles auch nicht unkommentiert stehen lassen.</p>
<p>Darum hier eine Auswahl der absurdesten Kommentare unter den Artikeln zur dritten Option &#8211;<br />
auch ohne Kommentar-<br />
aber so deutlich-<br />
und so aneinander gereiht-<br />
dass ich denke, dass sich jeder Kommentar erübrigt, weil es nicht nur fies, sondern auch ganz schön absurd und lächerlich ist.</p>
<p>Achtung, es geht los – hier kommt das, was Gaby und Jürgen aus einer langweiligen deutschen Kleinstadt so zur Selbstbestimmung von Inter* einfällt:</p>
<p><strong>Hate Poetry:</strong></p>
<p><em>Gott erschuf erst Adam, aus seiner Rippe erschuf er Eva, das Weib.</em><br />
<em>Und dann kam das Bundesverfassungsgericht – und erschuf den Rest.</em><br />
<em>….</em><br />
<em>Es wird wirklich Zeit für einen Politikwandel in Deutschland. Karlsruhe hat sich durch dieses Urteil selbst diskreditiert. Abschaffen!!!</em><br />
<em>….</em><br />
<em>Mittlerweile glaube ich, diese Entscheidung des BVerfG war ein Ablenkungsmanöver, nämlich um von der Flutung Deutschlands mit Migranten und den damit verbundenen Problemen abzulenken.</em><br />
<em> ….</em><br />
<em>Sie geht weiter, die Demontage der westlichen Zivilisation. Man hat die Feinde von Innen wie von Außen in Stellung gebracht, und das Gift ist fertig gemischt. Sollte doch gelacht sein wenn dieses in tausend Jahren mit Blut und Tränen aufgebaute Bollwerk der Aufklärung nicht in wenigen Jahren zusammenfällt und der neuen Weltordnung Platz macht, die unter der Führung von wirklich weisen und geläuterten Sachverwaltern ins Werk gesetzt wird.</em><br />
<em>Die russische Revolution, das dritte Reich und die Killing Fields waren stümperhafte Erstversuche. Diesmal muss es gelingen. Das Urteil des BVG ist ein krasses Fehlurteil</em><br />
<em>…..</em><br />
<em>Ich bin erschüttert, was der Menschheit Jahrtausende hinab unbekannt blieb. Was für unglaubliche Erkenntnisse uns insbesondere die letzten beiden Jahre bescherten! Das ist ein Ergebnis des Wohllebens und der damit einhergehenden Degeneration einer übersättigten, selbstgefälligen und überheblichen Gesellschaft. Ein drittes „Geschlecht“ – nun ja – wie heißt es nun? Duett? Allinclusive? Deutschland war bekannt und beneidet für seine Erfinder, seine Künstler, seine Wissenschaftler – einen guten Ruf hatte die deutsche Pünktlichkeit, Ordnung, Zuverlässigkeit und der Fleiß seiner Menschen. Zwei Jahre hemmungsloser Irrsinn reichen tatsächlich aus, um aus einem Vorzeigestaat ein der allgemeinen Lächerlichkeit ausgesetztem Land zu werden</em><br />
<em>………………………&#8230;</em><br />
<em>Die Rechtssprechung bekommt mit ihrem lactoseintolerantem, veganem Genderschwerpunkt einen ganz neuen Character. Kein Mensch möchte intersexuelle Menschen diskriminieren, es ist eine Erkrankung oder eine Variante der Natur oder was auch immer. Das aber geht zu weit</em><br />
<em>…………………………………………………….</em><br />
<em>Erstaunlich: laut tagesschau.de hat ein Kläger dieses Urteil erwirkt,  laut zeit.de war es dagegen eine Klägerin.</em><br />
<em>Lügenpresse!</em></p>
<p>Was soll ich dazu noch groß sagen?<br />
Wenn ich mich so schnell angegriffen fühlen würde – von allem, was irgendwie anders ist – ich käme ja gar nicht mehr aus dem Haus. Vor all den anderen nicht Inter* da draussen. Deswegen hab ich was gelernt, was die wohl alle nicht können: Mit Unterschieden umgehen. Verschiedene Perspektiven mitdenken.<br />
Manchmal tun mir die Leute dann auch fast ein bisschen leid. Weil ich denke: muss ganz schön anstrengend sein mit all diesem Hass immer.<br />
Aber ich will das auch nicht kleinreden. Es ist Gewalt, die da passiert. Und wenn es mir gerade nicht gut geht, macht das auch was mit mir.<br />
Zu wissen – da draussen sind Leute die mich hassen, einfach nur weil ich bin, wie ich bin.<br />
Für mich ist das alles zum Glück bis jetzt noch nicht zu bedrohlich geworden. Aber es hat leider seinen Grund, dass ich diese Texte unter einem Pseudonym veröffentliche und es ist schade, dass das so sein muss.<br />
Andere kriegen wegen ihrem Aktivismus zum Beispiel für Feminismus oder gegen Rassismus regelmäßig Todesdrohungen.<br />
Dieser Hass im Netz bleibt leider auch nicht immer im Netz. Darum ist es wichtig da gegen vorzugehen und auch einfach mal Sachen, die nichts mehr mit Meinungsfreiheit, sondern mit Beleidigung und Bedrohung zu tun haben, zu löschen.<br />
Eigentlich sollte das gar nicht so schwer sein. Das Internet könnte dann ein viel schönerer Ort sein.<br />
Denn an sich ist es ja schön, dass so viel Vernetzung und Austausch zwischen verschiedenen Leuten möglich ist wie noch nie.<br />
Auch eine erste Inter*bewegung hätte es so vielleicht nie gegeben wenn Leute nicht auch die Möglichkeit genutzt hätten, sich anonym und im Internet zu informieren und auszutauschen.</p>
<p>Also – Reclaim your Inter*net ! :=)</p>
<p>Hier noch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Ojnv3fegkfM" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ein toller Gay Pride-Punk-Song</strong></a>. Heute gelten einige Themen, auch das mit der Krankheitsklassifikation, zwar nicht mehr für Schwule, aber für Trans* und Inter* schon.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wie ihr mit Hate Speech umgehen könnt, erfahrt ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/09/was-kann-ich-gegen-hate-speech-tun/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in diesem Text</strong></a> von Veronika Rieger.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was kann ich gegen Hate Speech tun?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/was-kann-ich-gegen-hate-speech-tun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2020 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[In ihrem letzten Beitrag hat uns Veronika Rieger erklärt, was Hate Speech eigentlich ist (den Link findest du unten). Heute geht es darum, was wir alle gegen Hate Speech tun können. Glücklicherweise ist das nämlich so einiges! Wir müssen den ganzen Hass keinesfalls einfach aushalten oder gar tolerieren. Also lasst uns aktiv werden! Rezepte gegen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In ihrem letzten Beitrag hat uns Veronika Rieger erklärt, was Hate Speech eigentlich ist (den Link findest du unten). Heute geht es darum, was wir alle <em>gegen</em> Hate Speech tun können. Glücklicherweise ist das nämlich so einiges! Wir müssen den ganzen Hass keinesfalls einfach aushalten oder gar tolerieren. Also lasst uns aktiv werden!</strong></p>
<p><span id="more-12426"></span></p>
<p><b>Rezepte gegen Trolle – Wie Stellung gegen Hass im Netz beziehen funktionieren kann<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Hate Speech ist ein weit verbreitetes Phänomen und trotzdem reagiert bisher nur ein kleiner Teil der digitalen Gesellschaft mit aktiver Gegenrede auf Hass im Netz. Das führt dazu, dass nur 31% der Verfasser*innen von Hate Speech für ihre Postings kritisiert werden.<br />
Dabei ist es unerlässlich Hass im Netz nicht einfach unkommentiert stehen zu lassen, sondern Haltung zu bewahren und Stellung zu beziehen.</p>
<p><b>Warum sollte ich mich gegen Hate Speech einsetzen?</b></p>
<p>Hate Speech greift nicht nur die explizit angegriffene Person oder Personengruppe an, sondern immer auch die Gesellschaft, in der wir leben! Wenn Menschen durch Hass im Internet so eingeschüchtert werden sollen, dass sie sich nicht mehr trauen ihre Meinung zu sagen oder sich zu zeigen, schadet das unserer Demokratie</p>
<p>Sich gegen Hass im Netz einzusetzen heißt also sich für die Freiheit und Sicherheit von sich und anderen in der Gesellschaft einzusetzen. Die Gesetze schützen uns dabei, denn niemand muss Hassreden hinnehmen oder aushalten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Wie kann ich mich gegen Hate Speech einsetzen?</b></p>
<p>Wenn du Hate Speech im Internet entdeckst, kannst du aktiv werden! Das Ziel ist dabei die Betroffenen nicht alleine in der Auseinandersetzung mit den Hater*innen stehen zu lassen und den Mitlesenden zu zeigen, dass Hate Speech nicht akzeptiert und haltlos ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Stärke die Angegriffenen:<br />
Kontaktiere die angegriffene Person und frag nach, wie du sie unterstützen kannst. Tritt für ihre Rechte ein. Wenn eine Personengruppe angegriffen wird, kannst du nachforschen ob ein*e Vertreter*in der Personengruppe sich geäußert hat und diese unterstützen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bleibe sachlich und ruhig. Lass dich nicht auf das Niveau der Hater*innen ein, indem du beleidigend oder abwertend reagierst.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Benenne die Hassrede des/der anderen („Das ist rassistisch/sexistisch etc.“).</p>
<p>Fake News kannst du leicht enttarnen, in dem du sie mit verlässlichen Artikeln widerlegst oder nach konkreten Quellen für das Behauptete fragst.</p>
<p>Über strafrechtlich relevante Hate Speech musst du nicht diskutieren! Du kannst online den relevanten Paragraphen finden und unter das Hass-Posting setzen, um die anderen Personen darauf aufmerksam machen, dass der Inhalt dieses Postings illegal ist.<br />
Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich an die Internet-Beschwerde-Stelle, die Online-Wache der Polizei oder <a href="https://love-storm.de/#actions" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>love-storm.de</strong></a> wenden!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dokumentiere die Hasskommentare und Nachrichten dazu, am besten mit einem Screenshot und einem Screenshot des Profils der Hater*innen.</p>
<p>Lösche den Hasskommentar, fordere die Person auf ihren Kommentar / ihr Bild / ihr Posting zu löschen oder mache die Seite darauf aufmerksam, was auf ihrer Plattform geschieht, und fordere sie dazu auf das Hassposting zu entfernen.</p>
<p>Du musst nicht ewig diskutieren. Mach deine Position klar und beende das Gespräch, wann immer du willst.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Und wenn ich selbst betroffen bin?<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Zu aller Erst: Es liegt nicht an dir! Der dir entgegengebrachte Hass entsteht aus Projektionen, die mit dir als Person nur sehr sehr wenig zu tun haben. Das im Bewusstsein zu haben verringert den Hass leider nicht, hilft dir aber vielleicht die Nachrichten besser abstreifen zu können.</p>
<p>Mach dein Profil dicht! Stelle es auf privat, überprüfe deine Sicherheitseinstellungen und verwende ein sicheres Passwort.</p>
<p>Blockiere die lautstärksten Angreifer*innen! Du musst dich derartigen Angriffen nicht aussetzen und bist unter keinen Umständen verpflichtet auf sie zu reagieren.</p>
<p>Du entscheidest, ob und wie du auf einen Angriff reagieren möchtest! Du kannst jederzeit offline gehen und eine Person deines Vertrauens mit einbinden.</p>
<p>Hol dir Hilfe: Aktiviere deine Freund*innen! Wenn du selbst die Kommentare nicht mehr sehen willst und es dich belastet, kann es helfen, eine vertraute Person zu haben, die sich für dich um den Hass kümmert, Kommentare meldet, Nutzer*innen sperrt und Ihr Profil wieder nutzbar macht.<br />
Wenn du weitere Unterstützung möchtest, wende dich an professionelle Beratungsstellen wie <a href="https://hateaid.org/politische-forderungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HateAid</strong></a>.</p>
<p>Sammle strafrechtlich Relevantes mit Screenshot und URL, melde Nachrichten und Kommentare auf der Plattform<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sprich über deine Erfahrungen mit Hass im Internet und suche dir Verbündete! Gemeinsam ist es leichter deine Erlebnisse zu reflektieren und zu verarbeiten</p>
<p>Es ist nicht schwer sich gegen Hate Speech einzusetzen und je mehr von uns aktiv werden, umso stärker und geschlossener können wir auf Hass im Internet reagieren. Wenn du dich weiter schlau machen möchtest, findest du <a href="https://app.love-storm.de/trainings" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>  kostenlose Online-Trainings für den richtigen Umgang mit Hate Speech. Niemand muss Hass im Internet aushalten und über sich ergehen lassen und niemand muss Hass im Internet alleine bewältigen. Gut, dass wir gemeinsam ganz schön viele sind! <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von Veronika, zum Beispiel darüber, was Hate Speech eigentlich ist, findest du <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/veronika-rieger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Willkommen im 21. Jahrhundert</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/08/willkommen-im-21-jahrhundert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2016 08:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Online können wir sein, wer wir wollen. Doch ist das virtuelle Ich wirklich soviel wichtiger als das echte Ich? #netzheldin Miriam hat ein Plädoyer für Menschenwürde und Gleichberechtigung im Netz verfasst. Ein Text vom LizzyNet-Schreibwettbewerb #netzheldin. Jeden Morgen werde ich vom Vibrieren meines Handys wach. Noch bevor ich die Augen aufschlage, taste ich im Dunkeln]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Online können wir sein, wer wir wollen. Doch ist das virtuelle Ich wirklich soviel wichtiger als das echte Ich? #netzheldin Miriam hat ein Plädoyer für Menschenwürde und Gleichberechtigung im Netz verfasst. Ein Text vom LizzyNet-Schreibwettbewerb #netzheldin.</strong></p>
<p><span id="more-7036"></span></p>
<p>Jeden Morgen werde ich vom Vibrieren meines Handys wach. Noch bevor ich die Augen aufschlage, taste ich im Dunkeln danach. Es liegt immer auf der Kommode neben meinem Bett, direkt neben den Taschentüchern. Während ich das Ladekabel entferne, setzte ich mich auf und entsperre den Bildschirm und gehe online. Dieser Vorgang dauert in der Regel etwa dreißig Sekunden. Die einzigen dreißig Sekunden in wachem Zustand, die ich nicht erreichbar bin. Dreißig Sekunden, die dazu ausreichen, dass in den ersten Chats schon Fragezeichen blinken. Als erstes checke ich meine WhatsApp Nachrichten, anschließend die auf Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter. Nachdem ich allen einen guten Morgen gewünscht und meine Träume gepostet habe, gehe ich ins Bad. Während ich dusche, überlege ich mir welchen Lidschatten und welche Lippenstiftfarbe ich heute auftrage. Kajal oder Eyeliner? Eine falsche Entscheidung und die ganze Welt tratscht über deinen schlechten Geschmack! Als meine Haare gerichtet und mein Make-Up-Kunstwerk vollendet ist, positioniere ich mich für ein paar Fotos vor dem Fenster in meinem Zimmer. Ich rotiere mit den Hintergründen immer, damit ich nicht zwei Tage hintereinander denselben habe: Die Fotowand in meinem Zimmer, die hellgrüne Wand, die Spiegel im Badezimmer und die Fenster. Die Wand mit den Bücherregalen in meinem Zimmer benutze ich nicht mehr als Hintergrund seit unter meinen Bildern Kommentare, wie &#8222;Streberin&#8220;, &#8222;Hast du keine Freunde?&#8220;, &#8222;Du weißt aber schon, dass wir im 21. Jahrhundert leben, oder?&#8220; und ähnliches gepostet wurden.</p>
<p>Das Licht, das durch die Fenster fällt, ist schlecht, deshalb jage ich meine Fotos noch durch einen Filter, bevor ich mein Gesicht mit drei verschiedenen Apps korrigiere. Meine Augen wirken danach ausdrucksstärker, mein Haar voller, mein Mund besser geformt. Jetzt sehe ich beinahe perfekt aus, fast so wie die anderen Mädchen. Sofort lade ich die Bilder hoch. Schon während ich die Treppen hinunter gehe um zu frühstücken, schreiben mich die ersten Männer an, ob ich heute Abend nicht Zeit hätte. Offensichtlich sind mir die Fotos heute wirklich gut gelungen! Als nächstes poste ich ein Glas Wasser und einen Apfel, ich drapiere beides so auf der Ablage, dass es aussieht wie ein kleines Stillleben. Augenblicklich bekomme ich Komplimente, dass ich so diszipliniert bin, und eine tolle Figur hätte. Unter den Kommentaren sind aber auch ein paar, die mir raten, lieber gar nichts zu frühstücken, in Äpfeln sei viel Fruchtzucker. Dazu werden auch ein paar Links zu Diätplattformen gepostet, ich hätte es nötig. Auf den nächsten Bildern werde ich mich dünner korrigieren! Ich lasse den Apfel bei meinem Frühstück weg, und kommentiere stattdessen noch Bilder und Statements anderer Leute. Auf Facebook finde ich eine interessante Seite, auf der ich mich zu lange aufhalte. Nachdem ich zwei Minuten lang nicht geantwortet habe, hat meine Freundin Clara schon auf vier verschiedenen Plattformen gepostet, ich sei verschollen. Schnell antworte ich ihr, und entschuldige mich. Um zu beweisen, dass ich voll bei der Sache bin, stelle ich schnell noch ein paar neue Fotos online. In der Eile vergesse ich, mir etwas Neues anzuziehen und ein neues Make-Up aufzulegen. Mist, jetzt sehe ich genauso aus, wie vor einer halben Stunde!</p>
<p>Schreiend erwache ich. Nicht schon wieder dieser Traum! Das schlimmste an dieser Art Albträumen ist, dass sie wahr sind. Bis vor kurzem sah mein Leben wirklich noch so aus. Ich war abhängig davon, was andere über mich dachten, oder besser gesagt, was sie von meinem virtuellen Ich hielten. Aber eigentlich gibt es da keinen großen Unterschied mehr. Virtuell oder real, das spielt keine Rolle mehr. Wer im Netz unten durch ist es auch in der realen Welt, denn &#8211; seien wir einmal ehrlich &#8211; die virtuelle Welt ist ein großer Bestandteil der Realität. Ob wir das wahr haben wollen oder nicht! Ob unsere Eltern und Lehrer uns etwas anderes erzählen oder nicht! Ich dachte, dass ich diesem Leben, in dem ich immer online sein muss, vom Klingeln des Handyweckers bis mir die Augen zufallen, diesem Leben, in dem ich mich ständig präsentieren muss, als wäre ich ein Pferd, dass zum Verkauf angeboten wird, diesem Leben, in dem ich mich ständig von anderen bewerten lassen muss, wie ein Gegenstand, dessen Wert ermittelt werden soll, niemals entkommen werde. Ich hatte mich damit abgefunden kontrolliert, beurteilt und verspottet zu werden. Ich hatte mich damit abgefunden, dass nur mein Körper im Netz entscheidend war. Ich hatte mich damit abgefunden, jegliche vorhandene Intelligenz zu verbergen. Statt einer starken emanzipierten Frau war ich ein kleines, oberflächliches, auf ihren Körperbau und ihr Gesicht reduziertes Mädchen. Was ich jetzt bin? Unscheinbar. Unbekannt. Natürlich. Ich selbst. Eine Hackerin.</p>
<p>Zusammen mit meinen neuen Freundinnen, Freundinnen, die mich auch ohne Schminke, tolle Frisur und ständige Präsenz im Internet mögen, schleuse ich mich heimlich in die sozialen Netzwerke. Wir sind dort genauso aktiv wie die üblichen Nutzer. Eigentlich unterscheiden wir uns auch nicht großartig von ihnen. Außer, dass wir den Hintereingang benutzen, und statt selber Kommentare zu posten, die von anderen überarbeiten oder löschen. Statt die Mädchen zu ermutigen Fotos mit weniger Bekleidung hochzuladen, motivieren wir sie, die Filter und Bearbeitungsprogramme wegzulassen, aus Beleidigungen kreieren wir Komplimente, besonders anzüglichen Kommentaren antworten wir mit Viren. Wir möchten niemandem Schaden zufügen, wir möchten auch nicht die Meinungsfreiheit eingrenzen, aber wir möchten faires Verhalten im Netz. Wir leben im 21. Jahrhundert, wir leben in großem technischen Fortschritt, der viele Möglichkeiten bietet, aber wir leben auch in einer Zeit, in der Menschenwürde und Gleichberechtigung herrschen (sollten)!</p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/08/klischees-was-ist-dran/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">„barner16 erklärt die Welt“</span></a>: Klischees – was ist dran?</li>
<li>Fees Text zu <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/08/klischees-was-ist-dran/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„sexistischer Kackscheisse“</a></span></li>
<li>Warum wir lernen müssen, <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/jugendblog/zwischen-realitaet-und-internet-warum-wir-lernen-muessen-online-endlich-wir-selbst-zu-sein-/11290724.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online endlich wir selbst zu sein</a></span></li>
</ul>
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