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	<title>Sport &#8211; Deine Story über Schweiß und Tränen &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Sport &#8211; Deine Story über Schweiß und Tränen &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>Ste</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/06/16202/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isa]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jun 2024 12:29:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
		<category><![CDATA[Turnen]]></category>
		<category><![CDATA[Workout]]></category>
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					<description><![CDATA[In ihrem neuen Text erzählt Isa, wie sie mit Ende 20 zum Sport gefunden hat, was es dafür gebraucht hat und welche Rolle eine bestimmte Person dabei gespielt hat. Meine Beziehung zu sportlichen Aktivitäten könnte man wahrscheinlich mit einem Wort als dysfunktional beschreiben. Schon als kleines Mädchen vergrub ich meine Nase viel lieber in Büchern]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In ihrem neuen Text erzählt Isa, wie sie mit Ende 20 zum Sport gefunden hat, was es dafür gebraucht hat und welche Rolle eine bestimmte Person dabei gespielt hat.</strong><span id="more-16202"></span></p>
<p><span lang="de-DE">Meine Beziehung zu sportlichen Aktivitäten könnte man wahrscheinlich mit einem Wort als dysfunktional beschreiben. Schon als kleines Mädchen vergrub ich meine Nase viel lieber in Büchern und schaute zu, wenn die anderen auf Bäume kletterten oder irgendwelchen Bällen nachliefen. Bei unumgänglichen Ballspielaktivitäten in der Schule wurde ich meistens – nicht bloß aufgrund meiner allgemeinen eher geringen Beliebtheit bei meinen Mitschüler*innen &#8211; als Letzte ins Team gewählt. Bis heute, im Alter von 30 Jahren, habe ich noch nie ein Rad geschlagen. Ich wechsele die Straßenseite, wenn mir Menschen morgens am Weg nach Hause joggend entgegenkommen. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Trotz meiner Aversion gegen alles, was sich in athletischen Gefilden finden lässt, würde ich dennoch sagen, dass ich in den letzten Jahren doch eine gewisse Freude an Bewegungsarten gefunden habe, die sich zumindest nicht wie Sport anfühlen. Dazu gehören zum Beispiel Aktivitäten wie das Plantschen im Meer oder das berauschte Tanzen zwischen verschwitzten Körpern in dreckigen Diskotheken. Zudem zähle ich – gemeinsam mit den Mitmenschen über 65 – zu den exzessiven Spaziergängern. Dennoch lassen sich natürlich die gesundheitlichen Vorteile schweißtreibender Aktivitäten sogar von einem Sportmuffel wie mir nicht negieren. Vor allem an den Trendsportarten Yoga und Pilates hatte ich jahrelang Interesse, aber die toxisch spirituelle Atmosphäre in den Yogastudios ließ mich sofort das Weite suchen, sobald ich in der Umkleidekabine ein Osho-Buch entdeckte. Die Klangschalen und anderen esoterischen Instrumente waren mir immer etwas unheimlich, ich konnte ebenfalls meine negativen Gefühle und Gedanken im Gegensatz zu den anderen Teilnehmer*innen nicht so einfach ausatmen und wegstretchen. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Da war ich also: Mit Ende zwanzig fühlte ich mich sowieso schon zu alt, um etwas Neues zu beginnen, zu unsportlich, um selbst bei den Anfängerkursen mithalten zu können und überhaupt gab es immer einen guten Grund (oder besser gesagt eine gute Ausrede) um meine sportlichen Versuche bereits im Keim zu ersticken. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Und dann trat (oder sollte ich besser sagen turnte?) </span>Ste (she/them) in mein Leben. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-16204 " src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/09/ste1-300x200.jpg" alt="" width="386" height="257" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/09/ste1-300x200.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/09/ste1.jpg 713w" sizes="(max-width: 386px) 100vw, 386px" />Ich lernte Ste in Athen bei einem Workshop zu Body Movement kennen und war sofort interessiert, als ich hörte, dass Ste Pilatestraining anbot. Mit ihrem Instagramhandle <a href="https://www.instagram.com/antifitnessss/">@antifitnessss</a> hatte Ste bereits meine Sympathie gewonnen. Nach einer Bedenkzeit von circa einem Monat fasste ich mir ein Herz und buchte meine erste Pilatesstunde bei Ste in einem wunderschönen Studio, im Zentrum von Athen. Aus einer Stunde wurden zwei und schon bald war ich eine regelmäßige Besucherin des Studios. Zudem entdeckte ich dort meine Liebe zum Reformer-Pilates, das sich dadurch auszeichnet, dass es sich (Überraschung) nicht wie Sport anfühlt, aber dennoch riesige Effekte bei der Stärkung meiner Muskulatur erzielt.</p>
<p>Was ist diesmal also anders als bei den Malen zuvor? Warum kann ich mich plötzlich auf diese sportliche Betätigung einlassen? Die Antwort ist ganz einfach: Ste. Das Training, das Ste anbietet, nimmt nicht nur Rücksicht auf den Sportlichkeitsgrad jedes einzelnen Teilnehmenden, sondern lässt den Teilnehmenden (insbesondere mir) auch Raum negative Gefühle gegenüber der Betätigung zu äußern. Ste begegnete meinen schmerzverzerrten Mienen und Flüchen stets gelassen und mit Humor. Ich fühle mich niemals herabgewürdigt oder ausgelacht, auch wenn ich weiß, dass meine Figuren nicht einmal ansatzweise so graziös aussehen, wie die von Ste oder den anderen Teilnehmenden. Inklusivität ist bei Ste etwas, das natürlich passiert. Wenn beispielsweise Menschen, die kein Griechisch sprechen, teilnehmen, switcht Ste mühelos ins Englische und macht ihren Unterricht zweisprachig um auch diejenigen, die kein Englisch verstehen, miteinzubinden.</p>
<p>Selbst jetzt, wo ich nicht mehr in Athen wohne, buche ich bei jedem Besuch in der <img decoding="async" class="alignright wp-image-16203 size-medium" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/09/ste2-294x300.jpg" alt="" width="294" height="300" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/09/ste2-294x300.jpg 294w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/09/ste2-588x600.jpg 588w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/09/ste2.jpg 683w" sizes="(max-width: 294px) 100vw, 294px" />alten Heimat ein paar Stunden bei Ste. Dass ich dabei jedes Mal fast wieder bei Null anfange, liegt daran, dass ich nach meinem Umzug meine Bewegung nun ausschließlich alleine zu Hause praktiziere. Bei jedem Cat-Cow-Move denke ich jedoch dankbar an Ste.</p>
<p>Das Blossom-Studio, in dem ich das Training in Anspruch nehme bzw. das Training mich in Anspruch nimmt, zeigt keine Spur von toxischer Spiritualität. Es wird auch keine toxische Body Positivity propagiert. Dass sich alle Geschlechter, Alter und Körperformen dort wohlfühlen, zeigt die Diversität an Menschen, die dort zum Training kommen, von allein. Willkommen sind alle, die vorurteilsfrei anderen gegenüber sind. Homophobe, rassistische oder andere exkludierende Haltungen werden in keinster Weise toleriert. Die Inklusivität zeigt sich ebenfalls bei den selbst für griechische Verhältnisse erschwinglichen Preisen der Trainingseinheiten, die es auch den weniger gut situierten Leuten ermöglichen, etwas für ihre physische wie psychische Gesundheit zu tun.</p>
<p>Das Blossom Studio ist meine große Empfehlung für alle, die auch bei einer Reise oder einem möglichen Umzug nach Athen nicht auf ihr Workout verzichten wollen, oder wie in meinem Fall damit erst anfangen möchten.</p>
<p>Ich empfehle allen wärmstens, <a href="https://www.instagram.com/antifitnessss/">Ste</a> und dem <a href="https://www.instagram.com/antifitnessss/">Blossom Studio</a> auf den sozialen Netzwerken zu folgen, da hin und wieder auch Online-Session angeboten werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung &#8211; Meine Erfahrungen als queere Person im Sport</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/06/zwischen-zugehoerigkeit-und-ausgrenzung-meine-erfahrungen-als-queere-person-im-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[David Novell]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jun 2024 12:56:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[nicht-binär]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Als nicht-binärer Mensch kennt David das Gefühl nirgends so richtig reinzupassen. David erzählt heute, wie sich seine*ihre Suche nach dem passenden Sport(verein) gestaltet hat, welche Erfahrungen David gemacht hat und wie Vereine ihr Angebot entsprechend einladender gestalten können. Früher wuchs ich auf dem Dorf auf, wo es nur Fußball gab, manchmal auch Tischtennis. Schon damals]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als nicht-binärer Mensch kennt David das Gefühl nirgends so richtig reinzupassen. David erzählt heute, wie sich seine*ihre Suche nach dem passenden Sport(verein) gestaltet hat, welche Erfahrungen David gemacht hat und wie Vereine ihr Angebot entsprechend einladender gestalten können.</strong> <span id="more-16083"></span></p>
<p>Früher wuchs ich auf dem Dorf auf, wo es nur Fußball gab, manchmal auch Tischtennis. Schon damals fühlte ich mich in den Männlichkeits-Dynamiken unwohl, zumal dort fast ausnahmslos Männer spielten. Beim Tischtennis war ein Mädchen dabei, mit dem ich auch befreundet war – eine schöne Erinnerung. Als Teenager auf dem Land flüchtete ich schließlich in die Musik, da ich dort meine Gefühle ausdrücken konnte, die als unmännlich gelten. Das ist bis heute eine Konstante in meinem Leben, während ich mit kleinen Unterbrechungen fast zehn Jahre wenig bis keinen Sport gemacht habe. In meiner Anfangszeit in Leipzig probierte ich mich noch in verschiedenen Sportkursen aus, was aber schnell wieder abebbte. Die Gründe für meine lange Sportabstinenz sind vielfältig, waren aber vor allem durch mein psychosoziales Umfeld bedingt.</p>
<p>Dann entdeckte ich irgendwann Kampfsport für mich, was mir inhaltlich auf Anhieb gefiel. In meinem ersten Kampfsport-Verein, der sich explizit als FLINTA-Verein darstellt, erlebte ich jedoch unangenehme Ausschlüsse. Dem Verein mangelte es an Sensibilität für die Erfahrungen und Biografien von TMA-Personen. Als non-binäre Person war ich dort einem cis-weiblichen Blickregime unterworfen und konnte nie ich selbst sein, trotz des explizit inklusiven Ansatzes des Vereins. Die Pronomen-Runden vor Beginn jedes Trainings belasteten mich, da gefühlt 95 Prozent der Trainierenden cis-weiblich waren und ich mich oft als einzige Person outen musste. Zu dieser Thematik gibt es unterschiedliche Ansichten, die ich imstande bin auszuhalten, aber ich möchte darauf hinweisen, dass diese Runden sich nicht für alle Beteiligten komfortabel anfühlen. Ich habe auch von anderen Menschen aus geringer verteilten Identitäten häufig gespiegelt bekommen, dass diese Runden auch für sie eher eine zusätzliche Belastung statt eines Inklusions-Moments darstellen. Eine der Trainer*innen war zudem eine Terf, welche sich übergriffig bezüglich meiner Gender-Identität und meinen gemachten Erfahrungen äußerte. Die dort erlebten Ausschlüsse schmerzten und warfen mich auf mehreren Ebenen zurück.</p>
<p>Über Umwege fand ich ein All-Gender-Training in einem anderen Verein. Zwar sind dort Männer in der Überzahl, aber auf respektvolles Miteinander wird geachtet. Ich fühle mich dort wohl, allerdings mit Einschränkungen. Sport hat für mich schon lange vor dem Erkennen meiner nicht-binären Identität Beklemmungen und Probleme verursacht. Besonders Fußball war für mich immer mit Männlichkeits-Codes verbunden, die ich nicht erfüllen konnte. Im Kampfsport lernte ich zum einen, dass Vereinssport auch ein Miteinander sein kann, bei dem man auf Augenhöhe viel voneinander lernt und entwickelte ein tieferes Bewusstsein für meinen eigenen Körper. Ich möchte betonen, dass dies im Kampfsport-Bereich leider alles andere als selbstverständlich ist und schätze die Arbeit meines Vereins deshalb sehr. Im All-Gender-Training geht es mir größtenteils gut, aber ich habe nach meinen schlechten Erfahrungen Angst, wieder in ein Training zu gehen, das sich explizit an FLINTA-Personen richtet. Auch das Nutzen einer FLINTA-Umkleide ist für mich nicht ohne Weiteres möglich. Ich denke, dass das auch damit zusammenhängt, dass dieser Begriff ein zusammengewürfeltes Konstrukt ist, das inklusiv sein will, aber diesen Anspruch nicht konsequent erfüllen kann. Zudem gibt es Cis-Frauen, die in ein reines Frauen-Training gehen möchten und ein gemeinsames, inklusives und geschlechterübergreifendes Training zusammen mit Gender-Minoritäten ablehnen. Hier braucht es mehr Grundlagenarbeit im Bereich Akzeptanz und gegenseitiger Rücksichtnahme, aber vielleicht auch eine Differenzierung, z. B. in FLINTA-Trainings, in denen wirklich darauf geachtet wird, dass der FLINTA-Begriff nicht nur als anderes Wort für Frauen verwendet wird, und explizite Cis-Frauen-Trainings, solange diese eben noch benötigt werden.</p>
<p>Das Gefühl, weder in FLINTA-Spaces noch in Männerdomänen dazuzugehören, kenne ich sehr gut und dies geht natürlich weit über den Sport hinaus. Gerade bei Kontaktsport lösen solche Probleme aber besonderes Unbehagen bei den involvierten Menschen aus. Es ist jedoch nicht hinzunehmen, dass dies auf dem Rücken der ohnehin schon weitgehend unsichtbaren Minderheiten ausgetragen wird. Hier sind auch die Vereine in der Mitverantwortung, etwas zu verändern. Ich habe mittlerweile die Einschränkungen für mich wegrationalisiert und bin daran gewöhnt, in bestimmten Spaces nicht meine volle Identität zu entfalten bzw. Teile meiner Identität zu verstecken. Dies geht vielen Menschen so und hält manche Personen auch ganz davon ab, in den Vereinssport hineinzugehen. Das trägt dazu bei, dass alte, verkrustete Vereinsstrukturen, die oft männlich dominiert sind, nicht aufgebrochen werden. Viele Menschen können dadurch ihre sportlichen Potenziale nicht entfalten und auch das Potenzial einer inklusiven Vereinskultur wird nicht ausgeschöpft. Hier kommt natürlich auch noch die kommerzielle versus ehrenamtliche Orientierung der Vereine hinzu. Vereinssport ist oft von Ehrenämtern abhängig, und manche Menschen können es sich nicht leisten, gänzlich unbezahlte Arbeit zu verrichten. Es gibt Vereine, in denen sich Menschen richtig reinhängen, aber das sind oft auch die Vereine, in denen viel über unbezahlte Arbeit geht. Ich selbst habe auch schon viel unbezahlt gearbeitet und kenne daher die Dynamiken, die dies mit sich bringen kann. Man macht etwas gern, aber hat immer wieder im Hinterkopf, dass man es sich auch leisten können muss. Je prekärer die eigene Arbeit ist, desto mehr wird unbezahltes Ehrenamt auch zu einer Kapazitätsfrage.</p>
<p>Ich halte Vereine aufgrund der sozialen Komponente für einen wichtigen Motor beim Abbau von Barrieren. Dazu ist es nötig, Vereine in ihrer Organisation und Leitung bereits diverser und inklusiver aufzustellen. Es ist einfach nicht oder nur eingeschränkt möglich, dass von einer Diskriminierungsform Unbetroffene über die Bedürfnisse und Probleme von Betroffenen zu deren Zufriedenheit entscheiden können. Wichtig ist hier aber auch mehr Förderung für Vereine, die etwas bewegen wollen.</p>
<p>Insgesamt freue ich mich dennoch sehr, dass ich mir die Gewohnheit des regelmäßigen Trainings angeeignet habe. Zum einen besteht das neue intuitive Körpergefühl aus einer höheren Beweglichkeit und Belastbarkeit, aber auch einem größeren Bewusstsein für den eigenen Körper im Raum. Dies hat mir persönlich auch bei meinen psychischen Struggles geholfen, ersetzt aber natürlich keine Therapie. Zu lernen, dem eigenen Körper vertrauen zu können, hat mich zudem weniger anfällig für das Mansplaining selbsternannter Gurus gemacht, die man leider noch allzu oft in Sport- und Fitnessräumen findet.</p>
<p>Dieser einseitigen und belehrenden Kommunikationskultur setze ich auch in meinem Beruf etwas entgegen. Als Musiker*in erzähle ich Geschichten queerer Selbstfindung in Räumen, die von patriarchaler Gewalt geprägt sind. Mein Song „Magnolia“ steht exemplarisch dafür, wie ich ernste Themen mit tanzbaren Beats und kraftvollen Hooks kombiniere, um ein Gefühl des gegenseitigen Empowerments zu erschaffen.</p>
<p><i>„Was a sad fiend &#8211; now an athlete / See &#8211; See &#8211; I’m the next me”</i><br />
(David Novell &#8211; “<a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6FfyVxw6jluNQcDVi4mdtn?si=cf800788abac4366">Magnolia</a>”)</p>
<p>Über die Entstehung des Songs habe ich vor einiger Zeit hier bei MeinTestgelände einen <a href="https://www.meintestgelaende.de/2024/03/behind-the-song-magnolia-ein-einblick-in-das-songwriting-von-david-novell/">Artikel</a> geschrieben. Schaut da doch gerne mal vorbei!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich habe eine Sportallergie</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/06/ich-habe-eine-sportallergie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gloria]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jun 2024 11:11:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Gloria hat eine Sportallergie, in ihrem Text erzählt sie uns, welche körperlichen Reaktionen das Thema bei ihr hervorruft. Ich habe eine Sportallergie, diesen Witz habe ich schon manchmal ausgesprochen, besonders wenn mir die Themen in Konversationen ausgingen, und es entspricht auch ein bisschen der Wahrheit. Zu einer Zeit, in der ich ein bis zwei Jahre]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span class="ui-provider am bei aya bej bek bel bem ben beo bep beq ber bes bet beu bev bew bex bey bez bfa bfb bfc bfd bfe bff bfg bfh bfi bfj bfk bfl bfm bfn bfo" dir="ltr">Gloria hat eine Sportallergie, in ihrem Text erzählt sie uns, welche körperlichen Reaktionen das Thema bei ihr hervorruft.</span></strong><span id="more-16075"></span></p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Ich habe eine Sportallergie, diesen Witz habe ich schon manchmal ausgesprochen,<br />
besonders wenn mir die Themen in Konversationen ausgingen, und es entspricht auch ein<br />
bisschen der Wahrheit. Zu einer Zeit, in der ich ein bis zwei Jahre lang regelmäßig joggen<br />
war, musste ich kurz nach den letzten Metern – ich bin am Ende der Laufeinheit oft einen<br />
Berg mit mittlerer Steigung nach oben gerannt – ziemlich stark niesen, meist für mehrere<br />
Minuten lang. Wenn man das Phänomen im Internet nachschaut, dann findet man<br />
schnell einen Beitrag auf gutefrage.net mit dem Titel „Warum muss ich niesen nach dem<br />
Joggen“ vom 21. September 2021, es scheint ein berechtigtes Problem zu sein.</p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Schon seit der Grundschule hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Sport. Ich erinnere<br />
mich an meine Freundin Josephine, die im Gegensatz zu mir ein sehr sportliches Kind war,<br />
vermutlich spielte sie professionell Ballsport, aber ich erinnere mich nicht gut genug<br />
daran, um das mit Sicherheit sagen zu können. Josephine war so nett und fing für mich<br />
beim Völkerball häufig den Ball, mit dem ich dann recht verängstigt, aber so bestimmt ich<br />
konnte eine andere Mitschülerin abzuwerfen versuchte. Natürlich ist das so gut wie<br />
immer erfolglos geblieben, da meine Wurfleistung zu schwach war.</p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Als ich auf dem Gymnasium war, stellten Leichtathletik und Turnen eine weitere Angst<br />
dar, wobei ich im Rennen und Weitspringen halbwegs akzeptable Leistungen erbrachte.<br />
Besonders Boden- und Balkenturnen waren für mich schrecklich, und ich hatte das<br />
Gefühl mich schon bei einer Bodenrolle oder jedem noch so kleinen Sprung in einem<br />
Meter Höhe unendlich zu blamieren und womöglich sogar tödlich stürzen zu können.<br />
Oder mich zumindest so sehr zu verletzen, dass ich schwere Brüche erleiden könnte.<br />
Freiwillig hätte ich mich nie für die Ausführung dieser Sportarten entschieden, und wenn<br />
man mich gefragt hätte, dann wäre ich gerne nur Schwimmen oder Tanzen gegangen.<br />
Natürlich bleibt dann die Frage, ob man Kinder im Schulsport nicht auch zu etwas<br />
motivieren sollte und sie dabei womöglich auch unangenehmen Umständen wie der<br />
potenziellen Blamage aussetzen muss. Es besteht auch die Annahme, dass Gefühle wie<br />
Scham und Aufregung dazugehören. Das ist eine komplizierte Angelegenheit und darauf<br />
möchte ich nicht weiter eingehen, ich weiß nur dass ich den Sportunterricht gehasst<br />
habe.<br />
Ich habe ihn so gehasst, dass ich jetzt immer noch Probleme damit habe, jeglichen<br />
sportlichen Tätigkeiten nachzugehen – nur das Joggen ist okay, aber das finde ich<br />
mittlerweile so langweilig, dass ich es schon jahrelang nicht mehr tue. Vor kurzem habe<br />
ich mich dennoch bei einem Frankfurter Sportverein angemeldet, für den man etwas über<br />
zehn Euro im Monat zahlt, um jegliche Sportkurse besuchen zu dürfen. Da ist vieles dabei:<br />
Yoga, Pilates, Kampfsport, Jazzdance, Poledance, also alles, was man sich innerhalb und<br />
außerhalb der Halle unter den Begriaen Sport und Bewegung vorstellen kann. Ich habe<br />
mir das vor zwei Wochen mal angesehen und ein sogenanntes „Schnupperticket“<br />
gekauft, mit dem man alle an dem Tag angebotenen Kurse besuchen durfte, um<br />
herauszufinden, wie man das Sportangebot so findet. Es war gar nicht so schlimm.</p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Volleyball war die einzige Ausnahme, ich hatte solche Angst vor den ambitionierten<br />
Aufschlägen der Teilnehmenden in dem Kurs für vermeintliche Anfänger, dass ich mich<br />
nach wenigen Minuten des verängstigten Starrens und Wartens vor der Halle dazu<br />
entschied, mich in der Umkleide wieder meiner Sportkleidung zu entledigen und nach<br />
Hause zu gehen. Davor hatte ich erfolgreich Kickboxen und zwei Rücken-Bauch-Workouts<br />
ausprobiert, immerhin. Beim nächsten Mal schaae ich es dann hoaentlich auch, die<br />
Volleyballhalle zu betreten. Oder auch nicht – vielleicht reicht es aus, Ballsport mit der<br />
Erinnerung zu verbinden, wie Josephine im Grundschulsport die Völkerbälle für mich<br />
abfing.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Binäre Geschlechterkategorien im Sport: Wie wir mehr Vielfalt und Inklusion schaffen können</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/06/binaere-geschlechterkategorien-im-sport-wie-wir-mehr-vielfalt-und-inklusion-schaffen-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 12:59:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade im Sport stellen die binären Geschlechterkategorien eine große Hürde für Menschen dar, die sich in diesen nicht verorten. Lilith zeigt in ihrem Text wieso das so ist und wie diese Hürden abgebaut werden können. Ich liebe es, wenn ich durch die Luft ﬂiege, mich in verschiedenste Richtungen drehe, springe und tanze. Sport ermöglicht mir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerade im Sport stellen die binären Geschlechterkategorien eine große Hürde für Menschen dar, die sich in diesen nicht verorten. Lilith zeigt in ihrem Text wieso das so ist und wie diese Hürden abgebaut werden können.</strong><span id="more-16070"></span></p>
<p class="western" lang="de-DE"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Ich liebe es, wenn ich durch die Luft ﬂiege, mich in verschiedenste Richtungen drehe, springe und tanze. Sport ermöglicht mir persönlich, mich auszutoben, frei zu sein, Stress abzubauen &#8211; eine Abwechslung im Alltag zu haben. Gleichzeitig ist mir mein Privileg bewusst, meiner Sportbegeisterung nachgehen zu können wie ich will. Das ist nämlich bei weitem nicht für jede Person der Fall, obwohl das Ziel unserer Gesellschaft eigentlich sein sollte, die sportlichen Türen weit zu öﬀnen, anstatt zu schließen &#8211; denn: laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit schätzungsweise 81% der Jugendlichen im Alter von 11 bis 17 Jahren zu wenig körperliche aktiv.</span></p>
<p class="western" lang="de-DE"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Umso besorgniserregender also, dass einigen Jugendlichen der Zugang zu Sport erschwert wird &#8211; insbesondere der LGBTQIA+ Community. </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Die Liste an Barrieren, denen sich Zugehörige dieser Gruppe noch bis heute in zahlreichen Disziplinen und sportlichen Beteiligungsformaten gegenübersieht, ist lang. So sind diese Individuen in Gruppensportarten extrem unterrepräsentiert und begegnen auch bei Individualsportarten, zahlreiche Hürden &#8211; insbesondere in Hinblick auf Wettbewerbskategorien und vergleichbaren Leistungsmessungen. Dies reicht bis hin zu den Olympischen Spielen, bei denen Diskussionen über Testosteronhöchstwerte, regelmäßige Testungen und Untersuchungen der Körpermerkmale immer und immer wieder in der Diskussion stehen. Traditionell finden die meisten Teamsportarten in gleichgeschlechtlichen Teams staN, und schon in jüngsten Jahren wird binär getrennt. Bereits im Sportunterricht begegnet uns tagtäglich eine Leistungsmessung in binären <span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">Geschlechterkategorien</span></span>. All dies führt dazu, dass es für diese Jugendlichen nur wenig Raum gibt, sich auszudrücken, <span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">Geschlechternormen</span></span> in Frage zu stellen und die Vielfalt und Inklusion zu erhöhen.</span></p>
<p class="western" lang="de-DE"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Darüber hinaus haben Schülerinnen und Schüler mit nicht-binären Geschlechtsidentitäten Schwierigkeiten, an geschlechtsspeziﬁschen Aktivitäten wie vielen Sportdisziplinen teilzunehmen. Eine kürzlich an der Simon Fraser Universität durchgeführte Studie fand heraus, dass unter 11 % der nicht-binären Jugendlichen in Kanada an Mannscha1ssport teilnehmen. Deutlich weniger als mit 68 % in ihrer Altersgruppe üblich. Missbrauch und Diskriminierung sind die Hauptfaktoren, die nicht- binäre Individuen davon abhalten, an Teamaktivitäten teilzunehmen. Egal ob in Wettkampfsituationen oder während des Trainings haben nicht-binäre Jugendliche von der Verwendung transphober Sprache durch Trainerinnen und Trainer und dem Gefühl berichtet, in Sportumkleideräumen nicht sicher zu sein. All dies sind tiefgreifende Gründe für ein Klima, in dem LGBTQIA+ Jugendlichen Sporttreiben alles andere als schmackhaft gemacht wird.</span></p>
<p class="western" lang="de-DE"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Die Schwierigkeiten der LGBTQIA+ Community im Sport erstrecken sich auch auf Paarsportarten, wie </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">z.B. Lateinamerikanischer Tanz oder Rock&#8217;n&#8217;Roll Akrobatik, wo die Paarkategorien klar binär getrennt sind. Während in sozialen Settings im Ballsaal inzwischen lieber die Rede von <i>Leader</i><i> </i>und <i>Follower</i><i> </i>ist anstelle von <i>Herr </i>und <i>Dame</i>, denen <span style="font-size: small;"><span lang="de-DE">spezifische</span></span> Schritte und Führungsaufgaben innerhalb der Choreographie zugewiesen werden, existiert sobald es auf die Wettkampﬄäche geht, wenig Freiraum.</span></p>
<p class="western" lang="de-DE"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Es gibt jedoch auch Hoﬀnung: Bei den Olympischen Spielen in Tokio traten mindestens 180 oﬀen queere Athletinnen und Athleten an &#8211; ein Rekord. Das sind fast dreimal so viele wie bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro und mehr als bei allen bisherigen Olympischen Sommer- und Winterspielen kombiniert. Auch Veranstaltungen wie die Gay Games, die seit 1982 stattfinden, bieten der LGBTQIA+ Community die Möglichkeit, Sport zu treiben und sich oﬀen auszutoben. Auch gibt es Sportarten, die von Grund auf inklusiver sind, als Ballsportarten oder olympische </span><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Individualdisziplinen. Während es im Zirkus z.B. durchaus rollentypischere Disziplinen für spezifische Geschlechter gibt, stehen alle Gerätschaften, vom Vertikaltuch bis hin zum Jonglieren, grundsätzlich jeder und jedem oﬀen. Die “Teams” sind nicht nach Geschlecht eingeteilt, und die Sportler:innen können sich individuell austoben.</span></p>
<p class="western" lang="de-DE"><span style="font-family: Arial, sans-serif;">Dennoch sollten uns diese positiven Beispiele für mehr Oﬀenheit und Toleranz nicht davon abhalten, weiter aktiv zu sein und einen gleichberechtigten Zugang zu Sport einzufordern – denn der Weg zu diesem Ziel ist noch lang. Entsprechend ist es umso wichtiger, dass wir alle zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle Jugendlichen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität, die Möglichkeit haben, an Sportarten teilzunehmen und von den Vorteilen körperlicher Aktivität zu profitieren.</span></p>
<p class="western" lang="de-DE"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"> </span></p>
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		<title>Mein Trampolin und ich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/05/mein-trampolin-und-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2024 08:57:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über ein neues Gedicht von Celine. Heute über ihr Trampolin und die Gefühle, die das Springen auslösen kann. Trampolin, Jahr für Jahr, Schwebte ich frei, sorglos und klar. Gedankenchaos blieb meist zurück, In luftiger Höhe fand ich immer Glück. Die Sprünge hoch, das Herz so leicht, Im Takt der Freiheit, die alles]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über ein neues Gedicht von Celine. Heute über ihr Trampolin und die Gefühle, die das Springen auslösen kann.</strong><span id="more-16065"></span></p>
<div dir="auto">Trampolin, Jahr für Jahr, Schwebte ich frei, sorglos und klar. Gedankenchaos blieb meist zurück, In luftiger Höhe fand ich immer Glück. Die Sprünge hoch, das Herz so leicht, Im Takt der Freiheit, die alles streicht. Für vier, fünf Jahre, reine Lust, Der Kopf war frei, die Seele bewusst.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"> Doch heute scheint die Zeit zu knapp, Die Last des Alltags hält mich fest im Griff. Sport? Zu denken, es bleibt kein Platz, Ein ständiges Gefühl von trüber Pflicht. Faulheit, das Echo in meinem Ohr, Ein Vorwurf, der mich tief durchbohrt.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto">Vergessen die Leichtigkeit von einst, Träume verblassen, die man oft nur meint. Doch vielleicht, ganz tief in mir, Lebt der Wunsch nach diesem freien Wir. Ein Sprung zurück in jene Zeit, Wo Leichtigkeit und Freude waren mein Geleit. So stehe ich hier, im Alltagstrott, Mit Pflichten beladen, die nie verrott&#8217;n.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"> Die Stunden, sie rennen, im Takt der Uhr, Verloren die Flucht, die mich einst erkur. Doch manchmal, nachts, wenn alles ruht, Erinnere ich mich an den Mut, Die Freiheit des Sprungs, die Schwere verjagt, Die Freude, die jeder Moment mir sagt.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"> Vielleicht ist es Zeit, den Mut zu fassen, Alte Gewohnheiten nicht länger hassen. Den Raum zu schaffen, den Weg zu finden, Zwischen all den Pflichten, die Zeit zu entbinden.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"> Denn faul bin ich nicht, das weiß ich nun, Es ist nur der Druck, der mich lässt ruh&#8217;n. Doch irgendwo tief in meinem Herzen, Lebt die Sehnsucht, die kann mich nicht verscherzen. Ein kleiner Sprung, ein erster Schritt, Zurück zur Leichtigkeit, Stück für Stück. Das Trampolin, es wartet still, Bereit, mich zu tragen, wann immer ich will.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto">
<div>
<div>
<p dir="auto">Ich fasse den Entschluss, breche aus, Den ewigen Kreislauf des Alltagsstaus. Ein erster Schritt, ein mutiger Tritt, Zurück zur Freude, zur Leichtigkeitsschrift. Die Wochen vergehen, doch ich find&#8216; den Raum, Den Sprung zu wagen, in Freiheitstraum.</p>
</div>
</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"> Im Park, bei Mondlicht, ganz allein, Stelle ich mich auf das Trampolin. Die Schwere verfliegt, mit jedem Sprung, Ein Hauch von Freiheit, so klar und jung. Der Körper erinnert sich, die Seele bebt, Ein Lächeln, das in mir lebendig webt. Ich spüre die Kraft, den Mut, die Lust, Die Last des Alltags, für einen Moment mich in frieden lässt.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto">Der Rhythmus des Lebens, das auf und ab, Der Sprung ins Glück, der keine Grenzen hat. Mit jedem Hüpfen, zurück zu mir, Finde ich Stück für Stück zu dir. Der Freiheit, die im Inneren wohnt, Die Freude, die den Alltag belohnt.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"> So werde ich springen, Tag für Tag, Im Herzen leicht, was auch kommen mag. Das Trampolin, mein stiller Begleiter, In luftiger Höhe wird die Seele weiter. Und auch wenn der Alltag schwer oft scheint, Ich weiß, die Freiheit, die mit mir weint, Ist stets bereit, mir Flügel zu verleih&#8217;n, Das Trampolin, mein geheimer, Traum von ganz oben sein.</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Dünn sein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/05/duenn-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 10:21:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Als junger Mensch war Sara überzeugt sie müsste mit mehr Sport und entsprechender Ernährung ihr Gewicht reduzieren. Warum das so war und was sie aus dieser Zeit gelernt hat, erzählt sie in ihrem Text. TW Gestörtes Essverhalten Fitness begleitet mich als Thema schon ein Leben lang, aber so richtig begann das Thema mit 15. Ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als junger Mensch war Sara überzeugt sie müsste mit mehr Sport und entsprechender Ernährung ihr Gewicht reduzieren. Warum das so war und was sie aus dieser Zeit gelernt hat, erzählt sie in ihrem Text.</strong><span id="more-16060"></span></p>
<p>TW Gestörtes Essverhalten</p>
<p>Fitness begleitet mich als Thema schon ein Leben lang, aber so richtig begann das Thema mit 15. Ich hatte damals einen besten Freund, der viel trainiert hat und einer von den Kandidaten war, die Spiegelbilder von ihrem angespannten Rücken gemacht haben. Eines Tages beschloss ich, dass jetzt auch der Tag gekommen war, wo ich auch mal anfange was für meinen Körper zu tun.</p>
<p>Ich war mein ganzes Leben schon sportlich aktiv und habe viele Sportarten ausprobiert wie z.B. Badminton oder Tischtennis. Bei den Bundesjugendspielen in der Schule hatte ich immer nur Ehrenurkunden und war somit alles anderes als unsportlich und auf keinen Fall übergewichtig.</p>
<p>Von einem auf den anderen Tag änderte sich meine Einstellung zu Sport völlig. Ich war geprägt von Körperbildern mit glatten Beinen, flachen Bäuchen und großen Pos. Meine Vorbilder waren Menschen wie Pamela Reif oder Lealoveslifting. Wenn ich früher vor dem Fernseher saß und mir das 5. Booty Workout ansah, war mein Gedanke nicht, dass es total Spaß macht, sondern wann ich endlich auch so dünn bin. Ich trainierte bis zu 2 Stunden täglich und aß kaum was, außer Obst und Magerquark.</p>
<p>Mein Vorhaben funktionierte und ich nahm tatsächlich ab. Ich rutschte nicht ins Untergewicht und doch hatte ich kaum meine Periode und ich sah mir ständig Videos von Menschen an, die Dinge aßen, die ich mir nicht erlaubte: z.B. Schokolade, Aufläufe oder andere &#8222;ungesunde&#8220; Sachen.</p>
<p>Wenn ich heute Bilder von früher sehe, erschrecke ich immer ein wenig. Nicht, weil ich besonders auffiel mit meiner Figur, sondern weil der Mensch, den ich auf den Bildern sehe, stets den Gedanken hatte, dass sie zu dick sei. Und das obwohl sie so weit davon entfernt war. Ich sehe einen Menschen mit einem völlig normalen und unauffälligen Körper, der aber gleichzeitig gelitten hat und sich alles verboten hat, was zu einem guten ausgewogenen Leben gehört hat.</p>
<p>Wenn ich für eine Sache dennoch dankbar bin, dann ist es der beste Freund, den ich damals hatte. Ohne ihn wäre ich so weit unter meinem Grundumsatz gewesen, dass die Konsequenz definitiv ein Klinikaufenthalt gewesen wäre. Nach diesem Erlebnis habe ich jahrelang keine Berührungspunkte mit Fitness gehabt, weil meine Angst wieder abzurutschen und in alte Muster zu verfallen zu groß war.</p>
<p>Ich war damals so jung und beeinflussbar, dass es bestimmt gereicht hätte mir klarzumachen, dass mein Körper gut genug ist und keine Optimierung braucht. Aber dass diese Gesellschaft kollektiv diese Werte vermittelt ist undenkbar, schließlich bringen unzufriedene Menschen mehr Profit und mehr Potenzial Diätshakes und Geschmackspulver zu verkaufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Querpässe gegen Homophobie im Fußball</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/05/querpaesse-gegen-homophobie-im-fussball/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2024 11:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Out]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist IDAHOBIT (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*Feindlichkeit). Viele Fußballvereine zeigen heute die Regenbogenflagge auf ihren Social Media Accounts, geoutet hat sich aber noch kein aktiver Profifußballer in Deutschland. Johanna-Maria hat ihre Gedanken dazu für uns aufgeschrieben. Ein Coming-out ist immer ungewiss. Im Zentrum die Fragen: Wie werden meine Freunde reagieren? Was]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute ist IDAHOBIT (<span class="_ap3a _aaco _aacu _aacx _aad7 _aade" dir="auto">Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*Feindlichkeit). Viele Fußballvereine zeigen heute die Regenbogenflagge auf ihren Social Media Accounts, geoutet hat sich aber noch kein aktiver Profifußballer in Deutschland. Johanna-Maria hat ihre Gedanken dazu für uns aufgeschrieben.</span></strong><span id="more-16056"></span></p>
<p>Ein Coming-out ist immer ungewiss. Im Zentrum die Fragen: Wie werden meine Freunde reagieren? Was sagen meine Eltern dazu? Was macht das mit mir? Für viele Sportlerinnen und Sportler, besonders männliche Fußballer, hat ein Coming-out oft noch drastischere Konsequenzen. Sie fragen sich häufig: Werde ich dadurch meine Arbeit verlieren und einer gescheiterten Existenz gegenüberstehen?</p>
<p>Mit dem Outing des tschechische Fußballnationalspielers Jakub Jankto 2023 kam eine Bewegung ins Rollen, die nun auch in Deutschland angekommen zu sein scheint. In einem Land, in dem sich lange Zeit kein aktiver deutscher Fußballspieler geoutet hat, nehmen Thomas Hitzlsperger, Lucas Krzikalla und Marcus Urban eine Vorbildfunktion ein. Sie machten ihre Homosexualität öffentlich und gestanden, dem Verstecken &#8211; sich verstellen, leiden, klein machen, lügen zu müssen &#8211; endlich ein Ende setzen zu wollen.</p>
<p>Indem die Sexualität der Spieler zukünftig an einem Tag &#8211; dem 17. Mai &#8211; in den Vordergrund rückt, wird nicht nur deutlich, wie wichtig dieser Tag des Outings im Leben vieler ist, sondern auch, wie unwichtig die Sexualität im Sport zuvor immer war. Dass sowohl das Wissen als auch das Unwissen über die Sexualität der Spieler aber genauso keinerlei Auswirkungen auf sportliche Parameter hat, weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft.</p>
<p>Nicht die Spieler, die sich outen wollen, sollten sich fürchten müssen, sondern die Vereine, Zuschauer und Vorsitzenden, die diese Männer wegen ihrer Sexualität diskriminieren.</p>
<p>Der 17. Mai ist der Tag gegen Homophobie, angelehnt an den § 175 StGB, der über 24 Jahre sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte und ihre Verfolgung ermöglichte. Dieser Tag soll, vom schwulen-Jugendnationalspieler Marcus Urban initiiert, Mut machender Anlass für andere Fußballer sein, sich öffentlich in Gruppen zu outen. Damit spiegelt die Aktion etwas wieder, was derzeit auch schnell falsch verstanden werden kann: Dass Toleranz ein Trend ist, der an einem Tag im Monat auf seine Gültigkeit geprüft werden soll.</p>
<p>Was es braucht sind Vereine, die ihre Spieler im Spiel und Können unterstützen, nicht wegen oder trotz ihrer sexuellen Orientierung, Hautfarbe oder Religion, unterstützen, um tolerant wirken zu können. Sie müssen es auch leben und dabei verstehen, dass dieser Wandel im Fußball nicht leicht sein wird, stellt Fußball doch einen traditionsreichen, geschichtsträchtigen und besonders emotionalen Sport dar, in dem auch manch Freunde zu Feinden mutieren können. Es braucht vertrauliche Ansprechpartner, an die sich Fußballer anonym wenden können. Hier spielt die Kampagne von Benjamin Näßler eine große Rolle, die sich eine Erweiterung von Gesprächsangeboten durch Plakate für schwule Spieler zum Ziel gesetzt hat. Und zuletzt benötigt es eine Solidarisierung unter den Fußballern deutschlandweit, die signalisiert, dass Homosexualität akzeptiert wird und gegen Anfeindungen gemeinschaftlich vorgehen. Denn wer als die Spieler selbst haben es mehr in der Hand, den Diskurs über die Thematik zu lenken und anderen &#8211; Zuschauern, Trainern, Vorsitzenden, ein Vorbild zu sein? Betroffenen Spielern Sicherheit und Verständnis entgegenzubringen? Zu bestimmen, was toleriert wird und was eine Grenze überschreitet? Und dass immer die Gemeinschaft und der Sport im Vordergrund steht und die Tatsache, dass man sich wohlfühlen darf und soll für das, was und wer man ist. Quasi Querpässe von einem Spieler zum anderen, die keinen Platz für gegnerisches Einschreiten bieten und es ermöglichen, die Geschwindigkeit des Spieltempos zu kontrollieren.</p>
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