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	<title>trans* &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>trans* &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Volltreffer</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/05/volltreffer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 08:40:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderwunsch]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Nev und seine Frau teilen in diesem Video ihre Reise zur Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung. Sie erzählen von den Herausforderungen, der Hoffnung und der Freude, die sie auf diesem Weg erlebt haben. Ein Einblick in ihre Geschichte und ein Blick auf die Herausforderungen der Familienplanung!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nev und seine Frau teilen in diesem Video ihre Reise zur Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung. Sie erzählen von den Herausforderungen, der Hoffnung und der Freude, die sie auf diesem Weg erlebt haben. Ein Einblick in ihre Geschichte und ein Blick auf die Herausforderungen der Familienplanung!</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>die krankenkasse hat gesprochen // ich träume von care</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/04/die-krankenkasse-hat-gesprochen-ich-traeume-von-care/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isaak]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 14:42:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Cash & Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwei Texte, ein Gefühl: erst Wut, dann Utopie.Zwischen „Antrag abgelehnt“ und der Vorstellung, wie Care für alle aussehen könnte stellt Isaak die Frage, wer heute einfach durchs Raster fällt. I aber davor kannte ich leute, denen die krankenkasse die gesundheitsversorgung gestrichen hat – antrag auf kostenübernahme: abgelehnt und die dann gestorben sind an der erkrankung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Zwei Texte, ein Gefühl: erst Wut, dann Utopie.</strong><br data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="hardBreak" data-prosemirror-node-inline="true" /><strong>Zwischen „Antrag abgelehnt“ und der Vorstellung, wie Care für alle aussehen könnte stellt Isaak die Frage, wer heute einfach durchs Raster fällt.</strong><span id="more-17430"></span></p>
<h3>I</h3>
<p>aber davor kannte ich leute,<br />
denen die krankenkasse die gesundheitsversorgung<br />
gestrichen hat –<br />
antrag auf kostenübernahme: abgelehnt<br />
und die dann gestorben sind<br />
an der erkrankung selbst, an folgeerkrankungen, an su—<br />
wie demokratisch puritanisch-christlich preußisch vorbildlich fortgeschritten &amp; modern!<br />
du bist arm?</p>
<p>Sehr geehrte Frau ____<br />
Wir haben Ihren Antrag sorgfältig geprüft und müssen Ihnen leider Folgendes mitteilen:<br />
JUCKT.<br />
Bei Fragen rufen Sie uns gerne an, wir sind immer für Sie da.<br />
Mit freundlichen Grüßen,<br />
Ihre TK.</p>
<p>du kannst dir die 12.000 € für die notwendige behandlung nicht leisten?<br />
(juckt)<br />
our lord and saviour der medizinische dienst hat aber gesagt, dass du diese behandlung nicht brauchst<br />
(juckt)<br />
mythos der nation, des immerzu gesunden volkskörpers, unaufhaltsam, ewig<br />
(wessen leben ist wert genug? wer ist deutsch genug?)<br />
regress regress beschwerde kostenerstattungsverfahren beihilfe für gerichtliche kosten anwältin staatsanwaltschaft ich eröffne hiermit das verfahren: nichtbinäre person gegen techniker krankenkasse im obersten landesgericht kassel. sie dürfen sich setzen<br />
(die nichtbinäre person hat übrigens verloren; das gericht hat entschieden, dass they–)<br />
schlag ins gesicht<br />
nase gebrochen<br />
zukunft gebrochen<br />
fürs erste<br />
(juckt)</p>
<p>aber they wird nicht verschwinden<br />
nicht gestern, nicht heute, morgen auch nicht<br />
they wird schreiben, sprechen, mails schicken, steine schmeißen, träumen</p>
<h3>II</h3>
<p>ich träume in einer welt von care<br />
ich träume von einer welt, in der es genug care für alle gibt<br />
wirklich alle<br />
care arbeit fair bezahlt, fair umverteilt<br />
hello love: 0 femizide im jahr<br />
niemand wartet mehr auf den teller<br />
und<br />
zum Beispiel<br />
jede wohnungslose person krankenversichert ist und mit dem porsche ins bankenviertel fährt, um dort bitcoin bros und startup-„komm in die gruppe!!“-macker anzupöbeln<br />
und jede trans* person so früh, so spät, so oft transitionieren kann, wie, wo, wann sie möchte, und schwimmen gehen kann ohne angst<br />
wo kein einziger mensch die 9000 € mastek selber zahlen muss<br />
ich träume von einer welt<br />
wo jede bahn barrierefrei ist und alle rollstuhlfahrer*innen einen platz in der sneak finden<br />
und sonnenuntergänge die vielen leitsysteme &amp; menschen in gold, orange, pink tauchen<br />
wo z. B. niemand mehr zwischen klassenfahrt und mittagessen wählen muss<br />
ich träume davon, meinen freund*innen schreiben zu können, dass ich 17 verschiedene empathische, fortgebildete therapeut*innen in ihrer nähe gefunden habe, welche noch einen freien platz haben<br />
inklusive kassensitz obvs zum beispiel</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pride ist für mich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/07/pride-ist-fuer-mich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isaak]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2025 09:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[pride month]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[In seinem neuen Text erzählt uns Isaak was pride für ihn ist und insbesondere auch, was nicht. Denn pride ist mehr als eine Feier, es ist ein Aufruf zum Handeln, aber auch zu schätzen was mensch hat. pride ist für mich: 1. ______ 2. ______ 3. es gibt keinen pride, solange queere geflüchtete an außengrenzen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In seinem neuen Text erzählt uns Isaak was pride für ihn ist und insbesondere auch, was nicht. Denn pride ist mehr als eine Feier, es ist ein Aufruf zum Handeln, aber auch zu schätzen was mensch hat.</strong><span id="more-16995"></span></p>
<p>pride ist für mich:</p>
<p>1. ______<br />
2. ______<br />
3. es gibt keinen pride, solange queere geflüchtete an außengrenzen sterben<br />
es gibt keinen pride, solange queere muslim*innen bis ins unendliche ge-hatecrimed werden<br />
es gibt auch keinen pride, solange weiße cis queers bei rassismus, transfeindlichkeit, ableismus, sexismus und co schweigen, sich alle gegenseitig anschweigen, und dann sagen, sie hätten von nichts gewusst,<br />
trans* leute werden gegangen un-alived gemacht death by council<br />
und niemand wusste je irgendetwas,<br />
aber natürlich waren sie alle im widerstand, natürlich, natürlich,<br />
sag mal,<br />
wer hat nochmal den ersten stein bei stonewall geworfen?</p>
<p>es gibt auch keinen pride, solange trans* leute jeden tag aufwachen, die nachrichten lesen, und sehen, dass sie wieder in 1 land weniger reisen können, dass merz ihre gesundheitsversorgung angreift &#8211; schon wieder -, dass wieder ein geschwister verschwunden ist.<br />
und so weiter<br />
und so fort<br />
heute sind es vielleicht trans* leute<br />
morgen sind es deine freund*innen<br />
aber übermorgen<br />
bist es<br />
Du.</p>
<p>nun ja. komma, aber. komma, punkt.<br />
pride ist auch<br />
trans* leute, die mir die hand reichen,<br />
die medikamente reichen,<br />
die papiere reichen,<br />
den therapieplatz reichen,<br />
die wohnungstür öffnen,<br />
das buffet reichen,<br />
die ihre blicke reichen, die blicke, die wissen,<br />
blicke, die beißen,<br />
zähne, die riechen,<br />
zähne, die streicheln,<br />
und die hände natürlich, die das sofa ausziehn,<br />
die dann irgendwann auch (metaphorisch)<br />
mich ausziehen &#8211; t4t forever, baby.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kinderwunsch</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/05/kinderwunsch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2025 09:02:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderwunsch]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Keine Samenzellen? Dann zahlt die Krankenkasse nicht für eine künstliche Befruchtung. Damit sind trans Personen ausgeschlossen von einer Kostenübernahme und damit oft faktisch von der Möglichkeit, Eltern zu werden. Darüber berichtet Nev in seinem neuen Video.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Keine Samenzellen? Dann zahlt die Krankenkasse nicht für eine künstliche Befruchtung. Damit sind trans Personen ausgeschlossen von einer Kostenübernahme und damit oft faktisch von der Möglichkeit, Eltern zu werden. Darüber berichtet Nev in seinem neuen Video.</strong><span id="more-16928"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blaue Herzen und ein Hitlergruß</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/04/blaue-herzen-und-ein-hitlergruss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kreaty]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2025 08:18:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Die AFD ist nicht Rechtsextrem und sollte behandelt werden, wie jede andere demokratisch gewählte Partei? Ein Blick in Kreaty&#8217;s Kommentarspalte zeigt das wahre Gesicht von AFD &#8211; Wähler*innen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Die AFD ist nicht Rechtsextrem und sollte behandelt werden, wie jede andere demokratisch gewählte Partei? Ein Blick in Kreaty&#8217;s Kommentarspalte zeigt das wahre Gesicht von AFD &#8211; Wähler*innen.</strong><span id="more-16807"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lose Gedanken zum Thema Maskulinität &#8211; Post-Mastektomie</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/09/lose-gedanken-zum-thema-maskulinitaet-post-mastektomie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2024 08:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Identitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben - wie ich will]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Geschlecht ist Performance: Was für ein Mann er sein will, was Männlichkeit sein kann und warum auch trans* Männer manchmal sexistisch sind, erzählt Beau nach seiner Mastektomie. Im Krankenhaus – Novemberwetter, kaltes Licht, frühe Abende, Halbschlaf, schlechtes Essen und belanglose Podcasts – fühlte ich mich, als erführe ich das gesamte Spektrum der Transmaskulinität. Auf einer]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Geschlecht ist Performance: Was für ein Mann er sein will, was Männlichkeit sein kann und warum auch trans* Männer manchmal sexistisch sind, erzählt Beau nach seiner Mastektomie.</strong><br />
<span id="more-16222"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Im Krankenhaus – Novemberwetter, kaltes Licht, frühe Abende, Halbschlaf, schlechtes Essen und belanglose Podcasts – fühlte ich mich, als erführe ich das gesamte Spektrum der Transmaskulinität. Auf einer Seite meines Zimmers ein junger trans Mann in einer Beziehung mit einer cis Frau, perfektes Passing, ein sympathischer Raufbold in einem Standard-Ausbildungsberuf. Auf der anderen Seite eine nichtbinäre Person, im Grafik- und Soundbereich in Berlin tätig, clever im politischen Analysen und in transaktivistischen Kreisen unterwegs. Dazwischen ich – transmaskulin oder transmännlich, mit butch-lesbischem Background, halb Künstler und halb arbeitslos.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"><br />
Ich genoss unsere Kameradschaft, die darauf baute, dass wir ab achtzehn Uhr das Licht löschten, uns in Ruhe ließen und uns ansonsten für die verschiedenen Schritte der Heilung gutmütige Worte zusprachen. Es trug mich gut durch die langwierigen Tage nach der Operation, diese Gemeinschaft, und ließ mich nachdenken über Transmaskulinität, öffnete meinen Blick für die vielen Aspekte, mit denen ich selbst weniger vertraut bin. Für die trans Männer, die tatsächlich jene Unsichtbarkeit, die transmännlichen Personen so oft zugesprochen wird, erfüllen – die keinen Anschluss an eine wie auch immer geartete trans Community haben, die sich vielleicht nach ihren Operationen gar nicht mehr als trans begreifen. Ein Leben, das mir (der ich mich so viel mit trans Themen beschäftige und mit anderen trans Menschen umgebe) fremd ist, und gleichzeitig, durch die medizinischen Praktiken, die wir teilen, und die rechtlichen Prozesse, durch die wir gehen müssen, sehr nah. Gegenüber der Mehrheitsgesellschaft begreifen diese trans Männer sich als </span><i><span data-contrast="auto">normal</span></i><span data-contrast="auto">, vielleicht als </span><i><span data-contrast="auto">ein Geheimnis habend</span></i><span data-contrast="auto">, während ich mich stolz als </span><i><span data-contrast="auto">fremd</span></i><span data-contrast="auto"> begreife. Gleichzeitig hadere ich damit, ob ich immer als fremd, als nicht zugehörig wahrgenommen werden möchte. Es ist einfacher und sicherer Passing zu haben – etwas, nachdem ich jetzt nach der Mastektomie kaum noch arbeiten muss. Beziehungsweise hat sich diese Arbeit, die ich leiste, verlagert, vom Binder-Tragen auf andere, schwerer zu definierende Aspekte.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"><br />
Hin und wieder halte ich mich in rein cismännlichen Gruppen auf, nun scheinbar unsichtbar. Es ist interessant, da ich den Eindruck habe, schon als männlich, aber auch irgendwie als </span><i><span data-contrast="auto">anders</span></i><span data-contrast="auto"> gelesen zu werden, post Mastekomie. Als meine Brust mich noch als trans outete, kodierte mein Habitus mich als maskulin. Aber jetzt reicht dieser Habitus auf einmal nicht mehr aus. Werde ich als queerer Mann gelesen? Vielleicht. Alles nur Spekulation. Im Deutschen ist es, anders als im Französischen oder im Englischen, eher unüblich, Menschen in der Öffentlichkeit, an Supermarktkassen und am Gehweg als „Herr oder Dame“ anzusprechen. So ist es schwierig, herauszufinden, wie fremde Leute einen sehen, ohne sie danach zu fragen. Aber wenn ich nicht den coolen Bro-Hug mache, sondern darin ansetze, andere Männer richtig zu umarmen, kommen wir ins Stocken, und plötzlich ist da eine Unsicherheit in der Interaktion der anderen mit mir. Ich versuche, diese Momente zu vermeiden, indem ich mich zu Maskulinitäts-Chamäleon mache – ich beobachte die Maskulinität anderer, wie sie sich in den Dynamiken der Gruppe ausspielt, und reproduziere sie so gut wie möglich, sei es eben durch Bro-Hugs oder durch Fistbumps oder durch harte, kurze Schläge auf den Rücken, mit dem man sich Bestärkung kommuniziert. Ich steige mit ein, wie man eine Fremdsprache lernt, durchs Zuhören und Nachsprechen, ein Anthropologe, der versucht, möglichst viele Praktiken zu beobachten und zu verstehen. Es macht mir Spaß, mitzuperformen, vielleicht, weil es eine so bewusste, spielerische Entscheidung für mich ist. Ich muss mich anderen nicht anpassen, ich könnte natürlich meinen eigenen Habitus bewahren, ich könnte auch damit spielen, cis Männer zu verunsichern. Vielleicht werde ich irgendwann die Resilienz aufgebaut haben, dies selbstsicher tun zu können, aber für den Moment bleibe ich bei der Performance der Maskulinität, die natürlich von den meisten nicht als Performance wahrgenommen wird. Nicht als Spiel, sondern als Sache des Überlebens.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Ein trans Mann machte in einer WhatsApp-Gruppe in unserer Krankenhauszeit eine sexistische Bemerkung, als ich ihn darauf hin anschrieb, beleidigte er mich ausführlich und unter der Gürtellinie. Nicht, dass jeder, der selbst Sexismus erlebt hat, frei davon ist, ihn zu reproduzieren – aber die defensive Vehemenz, die Aggression dieser Antwort überraschte mich. Als müsste man, um seine eigene Männlichkeit zu erhalten – eine Männlichkeit, die sich natürlich fragiler anfühlt als die von cis Männern – sich umso gewaltvoller auf die Seite des Patriarchats schlagen, nicht nur Gesten und Berührungen, sondern auch sexistische Verhaltensmuster reproduzieren. Spielerische Performance auf der einen, sexistischer Habitus auf der anderen Seite; eine Spannung zwischen den harmlosen und verletzenden Parts von Maskulinität.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Zunehmend habe ich das Gefühl, das eigentlich die meisten Männer auf irgendeiner Ebene unsicher in ihrer Maskulinität sind und das auf verschiedenste Arten kompensieren. Manche mit Sexismus, durch Übergriffigkeit; manche, indem sie zu Klassenclowns werden, immer einen sarkastischen Kommentar auf den Lippen, der eher nach unten als nach oben tritt. Manche werden das Gegenteil, schweigsam, „the strong and silent type“, machen sich unangreifbar, unzugänglich. Eine Gradwanderung im Spannungsbereich der Maskulinität. Oft geht es um Machterhalt; die Beziehung zu Macht so untrennbar mit hegemonialer, </span><i><span data-contrast="auto">weißer</span></i><span data-contrast="auto"> Männlichkeit und Maskulinität verknüpft. Eben diese hegemoniale Männlichkeit ist es, die an Männer unerreichbare, patriarchal durchtränkte Ansprüche stellt – der Beschützer und Familienmensch sein, gleichzeitig ein Frauenheld, ein Muskelprotz, arbeitsam, klug, charismatisch, väterlich, reich, </span><i><span data-contrast="auto">besitzend</span></i><span data-contrast="auto">. Natürlich kann man an diesen Ansprüchen nur scheitern, die sich gleichzeitig, gemeinsam mit ihrer Beziehung zu Weiblichkeit und Femininitität im starken Wandel befinden, ein weiterer Aspekt, der Männer gerne verunsichert. Zu Recht verunsichert – damit konfrontiert, dass es in vielen Kreisen zunehmend sozial akzeptiert ist, wenn Männer weinen, Gefühle zeigen, fähig im Emotionen ausdrücken sind und kümmernde Rollen einnehmen.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Wirft man noch Queerness in den Mix, verkompliziert sich das Konstrukt abermals – Männer, die dem Bild hegemonialer Männlichkeit nacheifern, wollen sich von Queerness abspalten. Dabei geht es oft um Eigenschaften, die als feminin wahrgenommen wurden, und diese Abspaltung drückt sich durch Misogynie aus. Queere Männer hingegen entwickeln andere Ideale von Männlichkeit, die manchmal gar nicht so weit vom hegemonialen Bild entfernt sind, oder haben eine ganz und gar antagonistische Beziehung zu diesem Bild. Als trans Mann oder als trans männlich wahrgenommene Person befindet man sich hier ein bisschen zwischen den Stühlen. Trans männliche Personen reproduzieren natürlich genauso die Spannung zwischen den verschiedenen, schadenden und harmlosen Parts von Maskulinität, nur dass eben vielleicht noch das Gefühl hinzukommt, viel mehr an Männlichkeit zu scheitern als cis Männer.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Was mich angeht, versuche ich mir bewusst zu machen, dass diese Ideen hegemonialer Männlichkeit existieren und ich sie absichtlich in meiner eigenen Performance von Maskulinität ablehnen kann. Genauso kann ich mich aber auch entscheiden, bei gewissen Praktiken mitzuspielen, solange ich darauf achte, keinen misogynen Scheiß zu reproduzieren.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sündenbock die Psyche</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/03/suendenbock-die-psyche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2024 08:31:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Was stört mich gerade eigentlich wirklich?&#8220; Im Text bekommst du einen Einblick in Lukes regnerische Gefühlswelt. Durch den Regen als wäre es Sonnenschein und dabei bin ich so ruhig als wäre regen mein Zuhause und meine Heimat &#8230; Meine Kleidung ist nass und doch &#8230; Gibt mir der Regen Sicherheit in einer Welt die für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Was stört mich gerade eigentlich wirklich?&#8220; Im Text bekommst du einen Einblick in Lukes regnerische Gefühlswelt.</strong><span id="more-15993"></span></p>
<p>Durch den Regen als wäre es Sonnenschein und dabei bin ich so ruhig als wäre regen mein Zuhause und meine Heimat &#8230;</p>
<p>Meine Kleidung ist nass und doch &#8230; Gibt mir der Regen Sicherheit in einer Welt die für mich zu voll und zu laut ist &#8230;</p>
<p>Noch 40 Minuten bis ich darüber reden kann und doch scheint das so lang&#8230; Was stört mich gerade eigentlich wirklich? Es läuft immerhin alles mehr oder weniger &#8230; Ich hab Geld muss nicht hungern und bin gesund &#8230; Ich hab kaum schulstress und doch &#8230;</p>
<p>Irgendwas zieht mich in den Regen&#8230; Ich sitze hier drinnen und beobachte ihn einfach</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dokumentarfilm und trans Menschen – Ein Abriss über „Trans: I Got Life“ und Andere</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/03/dokumentarfilm-und-trans-menschen-ein-abriss-ueber-trans-i-got-life-und-andere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 10:42:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15981</guid>

					<description><![CDATA[Neugierig auf Dokus, die trans Lebenswelten einfangen? Lies Beaus Kritik am Film &#8222;Trans: I Got Life&#8220; (2021)&#8220; und erfahre außerdem welche Dokus sehenswert sind. Um diesen Artikel von Vorneherein richtig einzuleiten: ich vertrete nicht die Überzeugung, dass cis Regisseur*innen keine Filme über trans Menschen machen dürfen. Alle dürfen Filme über alle machen. Das nur zur]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neugierig auf Dokus, die trans Lebenswelten einfangen? Lies Beaus Kritik am Film &#8222;Trans: I Got Life&#8220; (2021)&#8220; und erfahre außerdem welche Dokus sehenswert sind.</strong><span id="more-15981"></span></p>
<p align="JUSTIFY">Um diesen Artikel von Vorneherein richtig einzuleiten: ich vertrete nicht die Überzeugung, dass cis Regisseur*innen keine Filme über trans Menschen machen dürfen. Alle dürfen Filme über alle machen. Das nur zur Klarstellung, damit meine Worte nicht als Munition für die „Man darf ja nichts mehr“-Maschinerie herangezogen werden. Aber, wie sich gleich zeigen wird: wenn man sich entschließt, dokumentarisch zu einer marginalisierten Gruppe zu arbeiten, der man selbst nicht angehört, muss man es eben richtig machen. Von Filmen, die es, wie ich finde, richtig gemacht haben, zeige ich im zweiten Teil des Artikels eine Auswahl – aber zuerst müssen wir uns dem Gegenbeispiel widmen.</p>
<p align="JUSTIFY">Der größte deutsche Dokumentarfilm über trans Menschen, der in den letzten Jahren erschienen ist, heißt „<i>Trans: I Got Life</i>“ (2021). Die Regisseurinnen Imogen Metz und Doris Kümmel widmeten sich einem siebenjährigen Prozess, um den Film auf die Leinwand zu bringen, der auf den Münchener Filmfestspielen Premiere feierte und dort auch gleich den Publikumspreis gewann. Der Film folgt mehreren trans Protagonist*innen, sowohl trans Männern als auch trans Frauen, in ihrem Alltag über längere Zeit – Stress mit der Familie, Spaziergänge durchs Dorf, auf der Arbeit sein, und dann natürlich die OPs. Viele, viele OPs.</p>
<p align="JUSTIFY">Ich merke, dass es gar nicht so einfach für mich ist, über „Trans: I Got Life“ zu schreiben. Es ist ein Film, der eine hyperdifferenzierte Behandlung erfordert. Eine Behandlung, die ich mit mehreren sehr vorsichtigen Aussagen beginnen muss: erst mal ist nichts von dem, was ich schreibe, eine Kritik an den Protagonist*innen, die sehr viel auf sich nehmen, um Teil eines solchen Projektes zu sein, und denen es hoffentlich viel gebracht hat. Weiterhin &#8211; natürlich ist es toll, dass cis Regisseur*innen sich Mühe geben, trans Menschen vor die Kamera zu holen, und natürlich ist es bemerkenswert und hoffentlich für die Zukunft prägend, dass dafür Filmförderung gestellt wird und dass jener Film dann so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Natürlich gibt es sehr, sehr viele trans Menschen, die sich in dem Film wiederfinden werden, die binär trans sind, die einen Weg anstreben, der von OPs gezeichnet ist und der insgesamt der im Film dargestellten trans Leben sehr ähneln wird. Natürlich hilft ein solcher Film Menschen, die sich vielleicht nicht ganz sicher sind, ob sie wirklich trans sind, und natürlich bauen derartige filmische Dokumente gesellschaftliche Transfeindlichkeit ab.</p>
<p align="JUSTIFY">Na ja. Das war jetzt ein ganzer Absatz vorsichtiger Aussagen, wobei ich mir bei der letzten gar nicht mal so sicher bin, denn vielleicht werde ich nach dem Konsum von „<i>Trans: I Got Life</i>“ dann nicht mehr mit offener Feindlichkeit konfrontiert, sondern mit Mitgefühl für mein „schweres Schicksal“. Beides beruht auf Stereotypen, beruht darauf, mich nicht als Mensch zu sehen, sondern in eine Schublade einzusortieren, auf der „transsexuell“ steht. Eine Schublade, für die es viele Expert*innen gibt, cis Expert*innen natürlich. Und so muss ich mir in „<i>Trans: I Got Life</i>“ lange Interviews mit einem Arzt anhören, der über „unbehandelte transsexuelle Patienten“ spricht. Gerade der Umgang mit der Protagonistin, einer jungen trans Frau, die kurz vor ihrer geschlechtsangleichenden OP steht, hat mich verärgert. Mir wird schlecht vor Wut, wenn ich sehe, wie der cis Operateur mit ihr redet, als wäre sie fünf Jahre alt, und auch wie ihre Mutter mit ihr redet. Mussten wir dann wirklich auch ihre OP sehen? Laut einem Artikel der Glamour<a class="sdfootnoteanc" href="#sdfootnote1sym" name="sdfootnote1anc"><sup>1</sup></a> sagte Imogen Kimmel vor der Premiere des Films: „<i>Wir werden gleich grafische Szenen mit Blut sehen, nur dass ihr darauf vorbereitet seid. Wem dabei schlecht wird, kann während den Szenen im OP gerne nach draußen gehen.“</i> Warum sehen wir diese Szenen? Wozu ist das gut, wenn nicht für den Schockfaktor? Und wie unterscheidet es sich damit von den reaktionären, auf Schock ausgelegten medialen Erzählungen über trans Menschen der letzten fünfzig Jahre? In dem Artikel der Glamour kommen auch noch ein paar andere bemerkenswerte Infos zu Tage: <i>„Die Idee für die die Doku “TRANS –I Got Life” hatte Imogen Kimmel ganz zufällig, als Dr. Schaff, der Arzt, den man in der Dokumentation kennenlernt, 2015 im Flugzeug neben ihr saß und von seiner Arbeit als plastischer Chirurg mit Schwerpunkt “geschlechtsangleichende Operationen” berichtete.“ </i>Deswegen also nimmt ein paternalistischer cis Chirurg in einem Film über trans Menschen so außergewöhnlich viel Raum ein, deswegen ist er eine so große Autorität, der Mann, der so viel über diese ach so mysteriösen, traurigen, mit sich selbst beschäftigen Transsexuellen weiß, viel mehr, als sie über sich selbst wissen können. Die Entmündigung ist real. Dass viele trans Menschen das Wort „transsexuell“ gar nicht mehr für sich verwenden, ja sogar als verletzend empfinden, spielt dabei keine Rolle. Der Chirurg wird als Meister über das Schicksal inszeniert, als der, der neue Menschen schafft, verbunden mit irgendwelchen halb spirituellen Aussagen über die Macht von Technik über Natur und das Anthropozän. Cis Menschen sind <i>obsessed</i> mit dem Gedanken, dass die Existenz von trans Menschen irgendwelche grundlegenden Dinge über das Anthropozän aussagt. Trans Menschen als Metapher, als Ausgangspunkt einer philosophischen „Debatte“. Das wir als Community unsere eigenen Philosoph*innen, unsere eigenen Theorien haben, scheint Metz und Kimmel nicht untergekommen zu sein. Man fragt sich: haben die Regisseurinnen in den sieben Jahren Filmentwicklung solche Grundlagen-Texte wie „<i>Trans. Frau. Sein.</i>“ von Felicia Ewert oder „<i>Whipping Girl</i>“ von Julia Serano gelesen? Das hätte vielleicht geholfen, gesellschaftliche Transfeindlichkeit, spezifisch Transmisogynie, zu benennen und als strukturell und institutionell einzuordnen.</p>
<p align="JUSTIFY">Ich interpretiere das zu Wort kommen der vielen trans Menschen und weiteren „Expert*innen“ für „Transsexualität“ so, dass der Film die Intention verfolgt, ein breites Bild von trans Identität zu zeichnen und verschiedene Lebensentwürfe zu zeigen. Hier allerdings liegt das Problem: das Konzept von trans sein, welche „<i>Trans: I Got Life</i>“ letztendlich an das Publikum bringt, ist sehr begrenzt. Nichtbinäre Menschen, trans Menschen, die keine OPs oder Hormone anstreben, und trans Aktivist*innen, die für unsere Rechte kämpfen, kommen nur am Rand vor. Mir erscheint es, als vermittle der Film wieder und wieder die Idee, trans Menschen seien doch eben „ganz normal“, hätten nur ein besonders schweres Schicksal, was natürlich im Endeffekt dazu führt, dass ein Teil der Community immer als „zu laut, zu bunt, zu radikal“ wahrgenommen werden wird, bei gleichzeitiger Individualisierung aller gesellschaftlichen Probleme, die mit dem trans Sein einhergehen.</p>
<p align="JUSTIFY">Wenn man ein breites Bild der trans Community bekommen und sich gleichzeitig mit medialen Ideen von trans Identität beschäftigen möchte, hilft einem die auf Netflix verfügbare Dokumentation „<i>Disclosure: Trans Lives on Screen“ </i>(2020, Sam Feder)<i>. </i>Hier wird besonders die Inszenierung von trans femininen Geschichten als Narrativ von Enthüllung und Schock analysiert, die ich vorhin angesprochen habe, wobei cis „Expert*innen“ nicht dominierend zu Wort kommen. Vor kurzem ist auf Netflix auch ein viel gelobter deutscher Dokumentarfilm über queere Leben in den 1920er Jahren erschienen, den ich selbst noch nicht gesehen habe: „<i>Eldorado – Alles, was die Nazis hassen</i>“ (2023, Benjamin Cantu). Der Film beschäftigt sich unter anderem mit Magnus Hirschfeld, dessen Institut für Sexualwissenschaft als Kontaktstelle für trans Menschen eine große Rolle spielte – und dessen gesamte Bibliothek an Forschung und Wissen in den Flammen der nationalsozialistischen Bücherverbrennung aufging.</p>
<p align="JUSTIFY">Neben diesen zwei allgemeineren Empfehlungen möchte ich noch eine privatere hinzufügen: „<i>Southern Comfort</i>“ (2001, Kate Davis). Hin und wieder ist der Film auf YouTube verfügbar, wenn man Glück hat. In der Dokumentation folgt Davis dem trans Mann Robert Eads, der in einem winzigen Haus abseits der Zivilisation ein Cowboy-Leben führt, durch die Jahreszeiten. Wir bekommen mit, wie Eads mit seiner <i>chosen family</i> Zeit verbringt – andere trans Menschen, die seine Geschwister und Kinder geworden sind – wie er sich in die trans Frau Lola verliebt – und wie er in keinem einzigen Krankenhaus Hilfe für seinen Gebärmutterkrebs findet. Alle weigern sich, einen trans Mann zu behandeln. „<i>Southern Comfort</i>“ ist ein intimes Porträt einer kleinen Gruppe an trans Menschen, und genau dadurch so effektiv: der Film hat nicht den Anspurch, etwas grundlegendes über <i>alle</i> trans Menschen zu sagen. Trotz Eads’ Krebserkrankung liegt der Fokus nicht auf medizinischen Aspekten des trans Seins, sondern auf seiner Interaktion mit seiner Community, seinem Bemühen und Aktivismus, seiner Menschenwärme. Ganz ohne melancholische Musik, die mir sagt, dass das alles zwar schön ist, aber irgendwie auch super tragisch, ist es angenehm, trans Menschen einfach Mal beim Herumsitzen, Quatsch machen und Grillen zuzuschauen.</p>
<div id="sdfootnote1">
<p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" href="#sdfootnote1anc" name="sdfootnote1sym">1</a>Madlener, Hanna: „Doku “TRANS – I Got Life”: Dieser Film hat mir gezeigt, was ich von Transmenschen lernen kann“, Glamour, 2022, in: &lt;https://www.glamour.de/artikel/doku-trans-i-got-life&gt;</p>
</div>
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		<item>
		<title>Cis oder stirb &#8211; Comic</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/02/cis-oder-stirb-comic/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isaak]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Feb 2024 09:03:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Letztes Jahr wurde meintesgelände 10 und dafür haben einige unserer Autor*innen ihre Beiträge als Comic gezeichnet. Einer davon war Isaak`s &#8222;Cis oder stirb&#8220;. Schaut mal rein, wenn ihr mögt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Letztes Jahr wurde meintesgelände 10 und dafür haben einige unserer Autor*innen ihre Beiträge als Comic gezeichnet. Einer davon war Isaak`s &#8222;Cis oder stirb&#8220;. Schaut mal rein, wenn ihr mögt.</strong><span id="more-15904"></span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-15908" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/02/page-1-final-800x581.jpg" alt="" width="700" height="508" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/02/page-1-final-800x581.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/02/page-1-final-300x218.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/02/page-1-final-768x558.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/02/page-1-final-1536x1116.jpg 1536w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2024/02/page-1-final-2048x1488.jpg 2048w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
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		<title>Passing: Überlegung in 4 Takten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/11/passing-ueberlegung-in-4-takten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beau]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2023 08:41:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Passing]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist der Transgender Day of Remembrance, ein Gedenktag für die Opfer und Betroffenen von transfeindlicher Gewalt. In &#8222;Passing: Überlegung in 4 Takten&#8220; nimmt Beau uns mit auf eine Reise an verschiedene Orte, die eins gemeinsam haben: Passing spielt überall eine Rolle. Was Passing für Beau bedeutet und warum er vielschichtige Gefühle dazu hat, erfahrt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute ist der Transgender Day of Remembrance, ein Gedenktag für die Opfer und Betroffenen von transfeindlicher Gewalt. In &#8222;Passing: Überlegung in 4 Takten&#8220; nimmt Beau uns mit auf eine Reise an verschiedene Orte, die eins gemeinsam haben: Passing spielt überall eine Rolle. Was Passing für Beau bedeutet und warum er vielschichtige Gefühle dazu hat, erfahrt ihr im Text.</strong><br />
<span id="more-15820"></span></p>
<p>Ich erinnere mich an den essentiellen Rausch der Pariser Metro. Einsteigen, Aussteigen, sich von warmen Körpern zur Seite drängen lassen in einer Flut aus heißem Wind, Schweißgeruch, das Geräusch von Metall auf Metall, sekundenlange Dunkelheit, Gesichter, die hinter Masken hervor luken, und dazu die hämmernden Bässe französischen Raps. Im nördlichen Banlieu lebend, war die Metro meine Lebenslinie, meine Verbindung zum lichtdurchfluteten Herzen der Stadt, zumindest in Nicht-Lockdown-Zeiten. Ich trug meinen blauen, zu weit geschnittenen Mantel und lief die langen Linien der Stadt ab. Stand im Weg, verstand die unausgesprochenen Regeln der Rolltreppen nicht. Monsieur! Monsieur! Die Maske half, der Winter ebenfalls, meine Form nur noch gerade Striche unter Schals und Pullovern. Ich hörte „Ich bin Linus“ von Linus Giese, dachte mir, dass mir so etwas Schweres wie eine Transition wohl nie gelingen würde, und wurde von meinen Mitpassagieren, die nie einen zweiten Blick auf mich verschwendeten, automatisch richtig gegendert, ohne dass ich mir besonders viel Mühe gegeben hätte. Der zweite Blick – und die Überraschung, die Korrektur – folgten erst an der Supermarktkasse, wenn ich meine Stimme erhob, um in brüchigen Französisch „Hallo“ oder „Danke“ zu sagen. Oh, vous êtes une femme! Schulterzucken, entschuldigend lächeln, den mentalen Facebook-Status auf „Es ist kompliziert“ umstellen, den Song „Paris“ von Hans Unstern hören und hoffen, dass die Außenwelt es schon irgendwie mitbekommen wird.</p>
<p>Es ist wohl so eine Sache mit mir, Passing und Mänteln. Zumindest trug ich auch einen Mantel – diesmal rot statt blau – als ich von einer Gruppe Jugendlichen in meiner Heimatstadt transphob angeschrien wurde, mehrere Jahre bevor ich selbst meine Transidentität realisierte. Ich hätte wohl nicht stehenbleiben dürfen, nachdem sie mir nachriefen: „Bist du ein Mann oder eine Frau?“ Heute würde ich auch nicht mehr stehenbleiben. Aber ich war wohl mal optimistischer, interessierter an sogenanntem Diskurs im sogenannten öffentlichen Raum. Auf der Straße in meiner Unistadt zeigt ein Kind auf mich: „Schau mal, ein Transgender“, sagt es zu seiner befreundeten Person. Nach anderthalb Jahren Hormoneinnahme passe ich also als transgender. Besuche bei mir unbekannten Arztpraxen und Bahnhofstoiletten werden kompliziert, genauso Grenzübergänge und Schwimmbäder, all diese grauweißen Blanko-Situationen, die nach Desinfektionsmittel riechen.</p>
<p>Jetzt wohne ich auf dem Dorf, trage achtzig Prozent der Zeit schlammige Arbeitsschuhe, lasse mir einen schrecklichen Nackenbart stehen und die Mädels vor dem lokalen Döner geben flirty Kommentare ab. Da verziehe ich mich schnell ins Warme und tue so, als würde ich ganz non-chalant auf meinem Handy scrollen. Keine Miene verziehen wie ein echter Kerl. Die Röte auf den Wangen stammt von der Kälte draußen, klar. Ich freue mich nicht, wenn ich passe. Oder ich freue mich doch, aber es ist eher so ein puh, ich hab’s geschafft, ich bin nicht aufgeflogen. Ich könnte so etwas Verklausuliertes schreiben wie „Ich bin ein queerer Untergrund-Agent im nationalen heteronormativen System“, aber was mache ich schon, außer mir jeden Morgen etwas Testosteron auf die Arme zu schmieren? Klar ist das irgendwo auch revolutionär, aber wir wollen’s mal nicht übertreiben. Ich bin mostly binär transmännlich, ich mogele mich durch, gut genug, um nicht diesen gefährlichen zweiten Blick herauszufordern, zumindest, wenn man mich auf der Straße passiert. Im Festzelt beim Erntedankgottesdienst stehen die Dinge schon anders, hinten in der letzten Reihe. Mir fehlt ein gewisses je ne sais quoi. Vielleicht ist mein Outfit doch zu koordiniert, um als normaler Typ durchzugehen. Mein Habitus zu kontrolliert, zu bedacht darauf, gerade zu stehen und die Arme vor der Brust zu überkreuzen. Ein Hauch Androgynität in meiner Stimme beim Singen. Vielleicht sollte ich der freiwilligen Feuerwehr beitreten oder dem Kirchenrat. Zumindest traut sich niemand, etwas zu sagen.</p>
<p>Passing ist eins dieser aufwühlenden Themen in der Community. Was bedeutet Passing überhaupt für nicht binäre Personen? Ist es okay, passen zu wollen, als cis durchgehen zu wollen, oder unterwerfen wir uns damit nur dem oppressiven Willen der Mehrheitsgesellschaft? Oder müssen wir möglichst viel dafür tun, zu passen, um vor Übergriffen geschützt zu sein? Wird Passing verkompliziert durch eine wachsende mediale Sichtbarkeit von trans Menschen?<br />
Wir werden uns noch lange mit diesen Fragen beschäftigen müssen. Meine eigenes Verhältnis zu Passing bleibt indessen vielschichtig; es ist ein Tanz, für den man sich schick macht und dessen Schritte man jahrelang einübt, um dann hoffentlich im überfüllten Saal unterzugehen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was geht eigentlich gerade in den USA ab – Gedanken zu transfeindlichen legislativen Entwicklungen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/10/was-geht-eigentlich-gerade-in-den-usa-ab-gedanken-zu-transfeindlichen-legislativen-entwicklungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 11:22:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Beau kommentiert die legislativen Entwicklungen von Trans*-Rechten in den USA und fragt sich, was das mit ihm selbst zu tun hat. 566 Anti-Trans Gesetzesentwürfe. 566. Wenn ich die Seite translegislation.com in einigen Tage aktualisiere, werden es noch mehr sein. Von diesen 566 Gesetzesentwürfen, die sich auf die Bundesstaaten der USA verteilen, sind 125 bereits gescheitert,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beau kommentiert die legislativen Entwicklungen von Trans*-Rechten in den USA und fragt sich, was das mit ihm selbst zu tun hat.</strong><span id="more-15753"></span></p>
<p>566 Anti-Trans Gesetzesentwürfe. 566. Wenn ich die Seite translegislation.com in einigen Tage aktualisiere, werden es noch mehr sein. Von diesen 566 Gesetzesentwürfen, die sich auf die Bundesstaaten der USA verteilen, sind 125 bereits gescheitert, 83 wurden verabschiedet. Im Gegensatz dazu steht das Jahr 2022 mit „nur“ 174 Gesetzentwürfen (142 gescheitert, 26 verabschiedet). Diese Entwürfe, die sich auf 49 der 50 us-amerikanischen Bundesstaaten verteilen, betreffen alle Aspekte des Lebens einer trans Person – Kontrolle bis hin zur kompletten Unmöglichmachung medizinischer Transition, Verbot des Nutzens öffentlicher Toiletten, Sport-Verbote. Queer.de berichtete, dass sich etwa die Hälfte der Gesetze auf den Schul- und Bildungsbereich beziehen. Üblich sind sogenannte „book bans“, bei denen Literatur, die sich mit queeren, aber auch mit anti-rassistischen Themen beschäftigt, aus Schulbüchereien entfernt werden soll, sowie damit einhergehend häufig der Verbot von Unterrichtsmaterial gleicher Art.<br />
Ein ausführlicheres Beispiel &#8211; Oklahoma Senate Bill 129 (in Übersetzung): „Ein Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft darf einer Person unter sechsundzwanzig Jahren keine Hilfe zur Gender Transition anbieten. (…) Ein Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft, die wissentlich eine Überweisung für eine Transition ausgestellt oder eine solche durchgeführt hat an einer Person unter sechsundzwanzig Jahren, macht sich bei Verurteilung einer Straftat schuldig.“<br />
Eine medizinische Transition bezieht sich meistens auf das Einnehmen von Hormonen und/oder Hormonblockern sowie gegebenenfalls OPs verschiedenster Art (beispielsweise die Mastektomie bei transmaskulinen Personen) und einer Sammlung anderer Maßnahmen (beispielsweise Laser-Haarentfernung). Nicht alle trans und nicht-binären Menschen haben Interesse an einer medizinischen Transition, und nicht jede medizinische Transition sieht völlig gleich aus.<br />
Die ersten Forderungen zur Einschränkung medizinischer Transitionen beschäftigten sich größtenteils mit dem Verbot von (nachgewiesenermaßen reversiblen und sicheren) Hormonblockern bei Jugendlichen. Diese ermöglichen ein verschobenes Einsetzen der Pubertät und schaffen Bedenkzeit für die jungen Menschen, um herauszufinden, was sie möchten und wie sie sich gegenüber ihrem Körper fühlen.<br />
Inzwischen hat sich der Diskurs so verschärft, dass wie in Bill 129 beschrieben Erwachsenen bis zum Alter von 26 Jahren die Transition völlig verweigert werden soll, unter Androhung von Strafe für das medizinische Personal. An anderer Stelle geht der Gesetzestext noch darauf ein, dass keine staatliche Krankenkasse Transitions-Maßnahmen bezahlen darf. So verschiebt sich der Diskurs. Ein höheres Alter als 26 für die „Erlaubnis“ der Transition hat bisher niemand vorgeschlagen – aber wenn es kommt, werde ich nicht überrascht sein. Bis irgendwann der komplette Verbot medizinischer Transition in einem Gesetzesvorschlag auftaucht. Diese Gesetze stellen sich komplett gegen den medizinischen Konsens. Auch in der USA bezeichnet beispielsweise die American Medical Association medizinische Transitions-Maßnahmen für die, die sie wollen, als notwendig.<br />
Auf der Conservative Political Action Conference 2023 sagte der Kommentator und Autor Michael Knowles: „Beim Umgang mit Transgenderismus [sic] kann es keinen Mittelweg geben. (&#8230;) Wenn es falsch ist, dann muss Transgenderismus zum Wohle der Gesellschaft (&#8230;) vollständig aus dem öffentlichen Leben getilgt werden.&#8220;<br />
Weißt man Knowles auf die extreme menschenfeindliche Natur seines Statements hin, kommt man nicht besonders weit, denn er macht einen Unterschied machen zwischen „Transgenderismus“, der angeblichen „Ideologie“, und Einzelpersonen, eine argumentative Masche. Wenn Menschen wie er von der Auslöschung von „Transgenderismus“ sprechen, ist klar, was – oder eher wer – damit gemeint ist. Trans Menschen gelten als Anhänger*innen einer angeblich gefährlichen „Ideologie“, die als aktive Gefahr wahrgenommen wird und gegen die sich verteidigt werden muss. Diese Rhetorik kritisiert das Lemkin-Insitut für Genozid-Prävention folgendermaßen:<br />
„Das Lemkin-Institut möchte betonen, dass Genozid ein Verbrechen gegen Gruppenidentitäten und nicht gegen einzelne Menschen ist (&#8230;). Ein offensichtlich überzeugter Transphobiker wie Knowles könnte glauben, dass Transgender-Menschen nicht real sind und stattdessen durch etwas namens &#8222;Transgenderismus&#8220; in die Irre geführt werden, so dass er mit der Ausrottung von &#8222;Transgenderismus&#8220; keine reale Identität auslöschen würde. Zu diesem Gedankengang können wir nur anmerken, dass die Arroganz, zu bestimmen, welche Identitäten real sind und welche nicht, und somit zu bestimmen, welche Identitäten ausgelöscht werden können, bereits ein großer Schritt in Richtung Genozid ist. Sobald eine Identität als illegitim, kriminell und bedrohlich eingestuft wird, ist es mit der Tötung von Menschen mit dieser Identität nicht mehr weit her.“<br />
Natürlich ist Michael Knowles noch nicht über alle Maßen bekannt, und zweifelsohne werden viele der 566 Gesetzentwürfe scheitern. In einigen Bundesstaaten existieren erst sehr wenige Anti-Trans Vorschläge, sowie „erst“ 31 auf Bundesebene, gegenüber denen der derzeitige Präsident Biden bisher nicht zu offen zu sein scheint.<br />
Was diese Masse an Gesetzesentwürfen jedoch demonstriert, ist der Umschwung des gesellschaftlichen Klimas und die Diskurshoheit von Transfeindlichkeit. Konservative und Rechts-Populist*innen, die sich profilieren möchten, schmücken sich mit uns, dem neuen „Hot Topic“. Diese Diskursmacht entstand natürlich nicht erst gestern, sondern resultiert aus einer jahrelangen, mal untergründigen, mal offensichtlichen Kampagne eines explosiven politischen Zusammenschlusses aus ebenjenen rechtspopulistischen Stimmungsmacher*innen, ihren Geldgebenden, fundamentalistischen christlichen Organisationen sowie TERFs. (Diese Allianz und ihre Geschichte muss man noch viel gründlicher analysieren, als ich es in diesem Artikel angehe.)<br />
All das aufzuschreiben, so emotionslos wie möglich, sich durch diese stumpfen Gesetzestexte zu wühlen, die sachlich die komplette Zerstörung der eigenen Menschengruppe propagieren – am Ende, nach all der Angst und der Wut stoße ich auf dem Grund meines Seins auf eine einzige Frage: Warum? Ich möchte nicht zu tief in die Psychologie der Menschen hinter diesen Gesetzesvorschlägen eindringen. Da ist kalter Opportunismus – Anti-Trans-Gesetze verkaufen sich sozusagen gut. (Ob sie wirklich zu so viel mehr Wählerstimmen führen, bleibt abzuwarten.) Da ist Angst, der Gedanke, dass diese trans Menschen zu einem nach Hause kommen, die Kinder „verwandeln“, das Fenster mit Graffiti beschmieren und gleich noch die Reifen des Benzinerns zerstechen.<br />
Dann, je länger ich schreibe, je länger ich darüber nachdenke, gerate ich mit mit mir in Zwiespalt. Natürlich möchte ich einfach nur mein Leben als trans Person leben, in Ruhe gelassen werden, ohne Probleme ins Krankenhaus oder auf eine öffentliche Toilette gehen können wie andere auch. Assimilation, „normal sein“, nicht auffallen, das alles reizt, und oft baue ich auf mein Passing, um einen angenehmeren Alltag zu haben, ohne Übergriffe und Belästigung. Aber abseits dieses Bedürfnisses nach persönlicher Sicherheit stehen meine politischen Ansprüche. Die gesellschaftlichen Zwänge, die uns das Geschlecht, das uns bei der Geburt zugeordnet wird, aufdrückt, möchte ich loswerden, für cis Männer und cis Frauen genauso wie für trans Menschen und nichtbinäre Personen. Ich kann schlecht dafür argumentieren, dass man mich als trans Mensch nur in Ruhe zu lassen braucht, weil ich ja „niemandem etwas tue“ – das wäre der ultimative Rückzug ins Private. Ich will eben nicht, dass alles bleibt wie es ist. Ich wünsche mir vollständige geschlechtliche Selbstbestimmung ohne Diskriminierung und die Möglichkeit, unsere Körper so zu verändern, wie wir es uns wünschen; und wenn konservative oder rechtspopulistische Kräfte diese Wünsche als Angriff auf ihr fragiles Lebensmodell sehen, dann weil sie so gemeint sind. Aber im Gegensatz zu ihnen hege ich keine Auslöschungsfantasien – ich möchte, dass Menschen sich frei dazu entscheiden können, wie sie leben wollen, und all ihre Möglichkeiten kennenlernen dürfen.<br />
Eigentlich wollte ich in diesem Artikel auch über Großbritannien schreiben, über Uganda. Am Ende ist es doch nur wieder die USA geworden, die sicher unsere Berichterstattung bereits ausreichend dominiert. Angesichts der Lage in all diesen anderen Staaten erfüllt mich ein Gefühl der Ohnmacht. Sicher, ich kann an entsprechende Organisationen spenden, ich kann auf das Unrecht aufmerksam machen, und natürlich in Deutschland aktivistisch tätig sein, damit die diskursive Welle der Transfeindlichkeit (die bereits merklich das Selbstbestimmungsgesetz beeinflusst hat) nicht noch zu einem schlimmeren gesellschaftlichem Klima führt. Die Kraft zu finden und all das zu tun, ist zweifelsohne wichtig, doch meine Gedanken halten sich an all die Menschen, die jetzt gerade von diesen neuen Gesetzen unterdrückt werden, die einzelnen Personen, deren Namen ich nicht kenne und denen ich nicht helfen kann, wie ich meinen Geschwistern gern helfen würde. „Wenn sich die Welt so für einen interessiert, fragt man sich schließlich, ob man nicht etwas Seltenes und Kostbares an sich hat – wie sonst ließe sich erklären, dass alle Bewegungen, die der Freiheit den Tod wünschen, so genau wissen wollen, was wir mit unseren Identitäten (…) anfangen?“ fragt Virginie Depentes. Auf Gesetze, auf die Polizei ist kein Verlass, um uns zu schützen. Aber wir sind wertvoll, und wir müssen uns selbst beschützen. Als Community gemeinsam lernen, gemeinsam auf die Straße gehen, gemeinsam zu Ärzt*innen gehen. Aber genauso gemeinsam trauern, um die, die nicht mehr bei uns sein können.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was es heißt (k)ein Mädchen zu sein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/09/was-es-heisst-kein-maedchen-zu-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2023 09:38:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Drag]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Transfeindlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Rosa schreibt sich die Unsicherheit, den Frust und die Angst von der Seele, (k)ein Mädchen zu sein. Ich bin auf dem Weg zu dir. Eine Stunde lang habe ich mich fertig gemacht, geschminkt, mich umgezogen. Ich blicke in den Spiegel und was zurückstarrt, verblüfft mich. Ich sehe einen Mann mit Bart und Make-Up. Flache Brüste]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rosa schreibt sich die Unsicherheit, den Frust und die Angst von der Seele, (k)ein Mädchen zu sein.</strong><span id="more-15725"></span></p>
<p>Ich bin auf dem Weg zu dir. Eine Stunde lang habe ich mich fertig gemacht, geschminkt, mich umgezogen. Ich blicke in den Spiegel und was zurückstarrt, verblüfft mich. Ich sehe einen Mann mit Bart und Make-Up. Flache Brüste in einem taillierten Kleid. Große Füße in hautfarbenen Strumpfhosen. Schichten von Foundation, bunter Lidschatten, greller Lippenstift in einem markanten Gesicht. Ich schaue in den Spiegel, dann an mir runter. Zwei Bilder, die nicht zusammenpassen.<br />
Ein, zwei Mal ziehe ich mich um. Es passt alles<br />
nicht zusammen. Alles sieht komisch aus. Ich gebe auf und gehe raus.<br />
In dem Kleid.<br />
An der Straßenbahnhaltestelle starrt mich jemand an. Zwei, Drei, Vier Sekunden. Ich starre zurück. Erst als die Person wegguckt<br />
atme ich weiter. Meine Musik habe ich auf voller Lautstärke währenddessen gestellt, aber ich skippe doch noch drei, vier, fünf Songs,<br />
ich kann mich auf nichts konzentrieren. Die Bahn kommt<br />
nicht.<br />
Was werde ich mir anhören müssen, wenn ich zusammengeschlagen werde: „Du hättest ja nicht so rausgehen müssen. Das kann mich sich ja auch vorher überlegen. Du musst es ja nicht jedem aufzwingen.“ 4 Minuten kommt die Straßenbahn zu spät.<br />
Einen Blick meiner Reflexion erhasche ich in der Tür der Bahn bevor sie sich öffnet. Ich bin kurz davor, umzudrehen und mich in meiner Wohnung abzuschminken. Trotzdem betrete ich die Bahn.<br />
Mehrere Köpfe drehen sich zu mir hin, ich starre aus dem Fenster.<br />
Ich komme bei dir an. Wir setzen uns aufs Dach und schauen dem Sonnenuntergang entgegen. Du verschüttest etwas mittelteuren Rotwein auf der Decke. Es ist warm. Ich frage dich:<br />
„Was heißt es, ein Mädchen zu sein?“ Du drehst den Kopf zu mir, schaust mich ein, zwei, drei Sekunden an und drückst die Kippe aus. „Passiv sein, sich nicht zu wehren, diskriminiert zu werden; Manche Leute würden sagen: ‚Brüste, Vulven, Gebärmutter, weite Hüften und all das Körperliche‘.“ Du verstummst und ich frage mich, wer so sehr für meine Geschlechtsteile brennt, dass es fast einer STI gleicht. Ich glaube nicht dran, dass es fair ist. Nur weil ich kein breites Becken hab und einen Adamsapfel, soll meine Identität, wer ich bin, was ich kann, was mich ausmacht für immer in die Zukunft gestampft sein. Ich sage dir, dass das Bullshit ist und du nickst. Dann legt sich das Schweigen über uns, wie die Nacht, die uns getrost zudeckt. „Mich nicht zu wehren, wenn ich es tun müsste. Immer wieder an den Punkt zu kommen, dass das getestet wird.“, sagst du. Durch ein Meer voller Gedanken wate ich nach Hause.<br />
Was ist dieses Gefühl? Ein Kratzen, ein langer Nagel auf einer Tafel.<br />
Stimmen, die mir sagen ich bin nicht gut genug.<br />
Ein Monster, das auf meiner Schulter sitzt und mir ins Ohr flüstert: „Du bist ein Mann, wirst auch niemals was anderes sein, egal was du behauptest. Du versuchst vor deiner Verantwortung zu fliehen. Dich zu verstecken. Dich zu verstellen. Das ist doch alles nur Show. Akzeptier doch endlich deine wahre Natur und hör auf zu lügen.“<br />
In der Raufasertapete an der Decke versuche ich Muster zu erkennen, scheitere aber an meiner fehlenden Konzentration.<br />
Und an dieser Stelle hört die Geschichte auf.</p>
<p>Und was heißt es jetzt, (k)ein Mädchen zu sein?<br />
Ich hab keine Ahnung.<br />
Aber ich hab herausgefunden, was es heißt,<br />
ich selbst zu sein.<br />
Widerstand zu leisten,<br />
sich den Raum zu nehmen, der mir zusteht,<br />
mich nicht dem zu beugen, was die Cis-Heten und Terfs von mir wollen.<br />
Und manchmal ist der stärkste Widerstand, den man leisten kann,<br />
zu überleben,<br />
weiterzuexistieren<br />
und<br />
glücklich zu sein.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Touch me where you feel water</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/06/touch-me-where-you-feel-water/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2023 12:59:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Was bedeutet es, in Berührung… in touch zu sein…, Phuong? – Ein Gedicht. I In touch, we fear of losing our spirit in someone In touch, we say words of intimacy we are ever afraid of vocalizing In touch, we speak when there’s no language that can build bridges between worlds In touch, we carry our traumas]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was bedeutet es, in Berührung… in touch zu sein…, Phuong? – Ein Gedicht.</strong><span id="more-15585"></span></p>
<p>I</p>
<p>In touch,<br />
we fear of losing our spirit in someone</p>
<p>In touch,<br />
we say words of intimacy we are ever afraid of vocalizing</p>
<p>In touch,<br />
we speak when there’s no language that can build bridges between worlds</p>
<p>In touch,<br />
we carry our traumas projecting on one other’s skin</p>
<p>In touch,<br />
we tell our story and give a piece of our culture</p>
<p>in touch,<br />
souls can meet deeply</p>
<p>II</p>
<p>when it‘s dark and quiet, the night becomes our universe</p>
<p>two trans bodies laying close too each other yet so close they might be strangers</p>
<p>In reciprocative anxiety one is breathing, calming their mind one is quite hoping they will fall asleep soon</p>
<p>one more sensitive than the other sweat and shyness when love speaks truth in breathing not in sex and sexual performance cautious and deeply connected dancing between the stars</p>
<p>III</p>
<p>the candle in my back, far away  its shadow on the wall shows me your believe</p>
<p>with the morning in its slowest movement fear arises  dreams are clouded<br />
to be seen is rare<br />
to let being seen is brave   in summer’s air I smell curiosity<br />
but we fear the other’s word<br />
in my eyes, you are scared to hurt me</p>
<p>In summer’s heat<br />
we feel homesick</p>
<p>like water,<br />
we flow,<br />
like water,<br />
we let go like autumn<br />
slowly but surely<br />
touch me where you feel water</p>
<p>I<br />
In Berührung,<br />
haben wir Angst unsere Seele in jemand anderes zu verlieren</p>
<p>In Berührung,<br />
sagen wir Worte der Intimität, vor denen wir Angst haben jemals auszusprechen</p>
<p>In Berührung,<br />
sprechen wir wenn es keine Sprache gibt,<br />
die Brücken zwischen Welten aufschlagen kann</p>
<p>In Berührung,<br />
tragen wir Traumata, die wir auf die Haut des anderen projizieren</p>
<p>In Berührung,<br />
erzählen wir unsere Geschichte<br />
und schenken ein Teil unserer Kultur</p>
<p>in Berührung,<br />
können sich Seelen tief berühren</p>
<p>II</p>
<p>Wenn es dunkel und still ist,<br />
wird die Nacht zu unserem Universum</p>
<p>zwei trans Körper liegen nah beieinander so nah, dass sie Fremde sein könnten</p>
<p>In gegenseitiger Angst<br />
eine atmet, beruhigt ihren Geist<br />
eine ist ruhig und hofft, dass sie bald einschläft</p>
<p>Die eine sensibler als die andere<br />
&#8211; Schweiß und Schüchternheit.<br />
Wenn die Liebe Wahrheit im Atmen spricht nicht in Sex und sexueller Performance behutsam und tief verbunden:<br />
tanzend zwischen den Sternen.</p>
<p>III</p>
<p>die Kerze in meinem Rücken, weit weg<br />
ihr Schatten an der Wand zeigt mir deinen Glauben</p>
<p>mit dem Morgen in seiner langsamsten Bewegung<br />
entsteht Angst<br />
Träume sind getrübt<br />
gesehen zu werden ist selten<br />
gesehen werden zu lassen ist mutig<br />
in der Sommerluft rieche ich die Neugierde,<br />
doch wir fürchten das Wort des anderen<br />
in meinen Augen hast du Angst, mich zu verletzen.<br />
In der Hitze des Sommers<br />
fühlen wir Heimweh</p>
<p>wie Wasser,<br />
fließen wir<br />
wie Wasser,<br />
lassen wir los wie der Herbst langsam aber sicher<br />
berühre mich, wo du Wasser fühlst</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ermis &#8211; Choosing masculine clothes for transmascs who want/need to pass</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/05/ermis-choosing-masculine-clothes-for-transmascs-who-want-need-to-pass/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ermis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2023 10:52:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Ermis hat Tipps für euch, wie ein Passing gelingen kann. [Video auf Englisch.]                                   Ermis has advice for you on how to pass. [Video in English.]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ermis hat Tipps für euch, wie ein Passing gelingen kann. [Video auf Englisch.]                                   </strong><strong>Ermis has advice for you on how to pass. [Video in English.]</strong><span id="more-15575"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spritzen für den Herzschmerz</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/04/spritzen-fuer-den-herzschmerz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Apr 2023 10:12:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Testo]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Ok, Spaß gemacht hats nicht&#8220;, aber &#8222;ist jetzt auch nicht mehr so angsteinflößend&#8220;, sagt Nev über seinen Termin zum Testo-Spritzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Ok, Spaß gemacht hats nicht&#8220;, aber &#8222;ist jetzt auch nicht mehr so angsteinflößend&#8220;, sagt Nev über seinen Termin zum Testo-Spritzen.</strong></p>
<p><span id="more-15427"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gleichberechtigung von Transgendern in der Schule</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/04/gleichberechtigung-von-transgendern-in-der-schule/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Moxxie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2023 08:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Non-binary]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Moxxies Schule ist vergleichsweise offen für LSBTIQ* – und dennoch gibt es viel, was den Schulalltag für them schwierig macht. Hallo erstmal, meine Name ist Moxxie, ich bin 17 Jahre alt und identifiziere mich als Non-binary, bzw. Genderfluid und ich möchte über die Gleichberechtigung von Transgendern in der Schule schreiben. Das Outing an meiner war]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Moxxies Schule ist vergleichsweise offen für LSBTIQ* – und dennoch gibt es viel, was den Schulalltag für them schwierig macht.</strong><span id="more-15416"></span></p>
<p>Hallo erstmal, meine Name ist Moxxie, ich bin 17 Jahre alt und identifiziere mich als Non-binary, bzw. Genderfluid und ich möchte über die Gleichberechtigung von Transgendern in der Schule schreiben. Das Outing an meiner war nicht schwer, ich war und bin mir meiner Identität recht sicher und wusste, dass nichts falsch daran ist Transgender zu sein. Meine Schule ist zudem vergleichsweise sehr offen was die LGBGQIA+ Community angeht. Dennoch gibt es in meinem Schulalltag immer wieder Probleme und für mich unangenehme Situationen. Angefangen beim Toilettengang. Unsere Schule hat keine genderneutralen Toiletten. Da ich mich bevorzug feminin kleide, gehe ich auf die Damentoilette, was sich allerdings jedesmal ein bisschen falsch und entwürdigend anfühlt. Das ist doch unfair, oder nicht? Es fühlt sich für mich jedes Mal so an, als ob man mir meine Identität absprechen wolle. Das Problem mit den Toilette trägt auch zum nächsten Punkt bei: Ich fühle mich als Transgender unglaublich unsichtbar, so als würde niemand wirklich anerkennen, dass ich trans bin. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin mehr als nur meine Geschlechtsidentität und ich will auch nicht anders behandelt werden, aber dauernd sowohl von Lehrer*innen als auch von Mitschüler*innen missgendert, bzw. mit den falschen Pronomen angesprochen zu werden ist auf Dauer wahnsinnig anstrengend. Da kann ich auch noch so oft sagen, dass meine Pronomen he/they sind. Und zu Letzt, die Menschen in der Schule geben mir oft den Eindruck, dass meine Identität und mein daraus folgender Wunsch, richtig gegendert zu werden, zu viel verlangt ist. Ob es nun meine Englischlehrerin ist, die mir weiß machen will, zehn Minuten wären genug, um Schüler*innen das komplexe Thema Transgender zu erklären (Hintergrund: Wir wollten im Unterricht einen Text mit einem genderfluiden Hauptcharacter behandeln, ich wollte dazu erstmal ein bisschen Sensibilität schaffen), oder die Schüler*innen, die mir genervte Blicke zuwerfen, weil ich sie bezüglich meiner Pronomen korrigiere. Transgender sind nicht gleichberechtigt, noch nicht. Wir haben Probleme und Herausforderungen, denen vermutlich Cis-Menschen nie begegnen werden. Umso wichtiger finde ich es, Erfahrungsberichte zu veröffentlichen und zuteilen. Vielleicht kann auch mein Text etwas bewirken.</p>
<p>Habt noch einen schönen Tag,<br />
Moxxie.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sichtbar</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/10/15090/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2022 08:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Phuong begrüßen wir eine*n neue*n Autor*in auf meinTestgelände. Phuongs erster Beitrag ist ein Gedicht, das den Kampf zwischen sich-selbst-sehen und bewundern, sowie den Blicken von außen auf einen „queeren trans Körper“, beschreibt &#8211; eine hochspannende Perspektive. mein Blick in den Spiegel zeigt mir einen Jungen, dessen Blick so sanft und so angstvoll scheint. seine]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Phuong begrüßen wir eine*n neue*n Autor*in auf meinTestgelände. Phuongs erster Beitrag ist ein Gedicht, das den Kampf zwischen sich-selbst-sehen und bewundern, sowie den Blicken von außen auf einen „queeren trans Körper“, beschreibt &#8211; eine hochspannende Perspektive.</strong></p>
<p><span id="more-15090"></span></p>
<p>mein Blick in den Spiegel zeigt<br />
mir einen Jungen, dessen Blick<br />
so sanft und so angstvoll scheint.<br />
seine Lippen leicht angewinkelt und<br />
seine Augen träumen von Anerkennung,<br />
und dem verbunden-Sein.<br />
Seine Arme hinter dem Kopf verschränkt,<br />
lassen filigrane Tattoos hervorblicken.<br />
Seine haare sind verstrubbelt und seine<br />
verrauchte lunge lässt ihn fast ersticken.</p>
<p>es folgt ein richten des t-Shirts,<br />
ein abdecken der Titten.<br />
die richtigen Worte sind ihm eben entglitten<br />
er verlässt sein Spiegelbild, und vergisst;<br />
sich zu sagen wie schön er ist.</p>
<p>drei Tage sind vergangen:<br />
die Schwere des Alltags haben ihn verschlangen.<br />
er meistert, und fühlt sich einsam und klein.<br />
in Gesellschaft gibt er sich als guten freund<br />
und übt sich weiterhin im Verbunden-Sein.<br />
Schritt für Schritt sagt er sich,<br />
die übergriffigen Aussagen können ihm nichts.<br />
er sei stark, er habe von klein an 5-mal mehr als alle kämpfen müssen.<br />
ein Gespräch folgt, ein blick trifft auf ihn<br />
&#8211; der instinktive Reflex des Wegmüssen.</p>
<p>drei stundenlang in der Sonne liegend,<br />
weint er unter seinem Cap.<br />
er ist gar nicht so taff.<br />
er ist verwundbar und verletzlich.<br />
er fühlt sich getrennt und zerbrechlich.</p>
<p>manchmal da ist er dir unglaublich nah.<br />
er teilt, schenkt und ist verwundbar.<br />
er kann so liebevoll und zärtlich mit dir sein und dann; lässt er niemanden mehr rein.<br />
wenn du ihn liebst, musst du Geduld mit ihm haben und ihm helfen das Chaos und die Zerrissenheit nicht alleine zu tragen.<br />
er weiß, dass er widerständig ist.<br />
nur diese Frustration, die ihn beinahe zerfrisst<br />
er kämpft schon so lange<br />
er steht wieder auf und hofft dort zu gelange<br />
er kämpft nicht nur gegen die Welt und Mitmenschen<br />
sondern es sind die Welt und die Mitmenschen, die gegen ihn kämpfen.</p>
<p>Mein Blick in den Spiegel zeigt mir einen sehr alten Mann,<br />
er gibt nicht auf, aber er weiß auch nicht ob er noch kann.<br />
er weiß nicht wer „er“ ist,<br />
es sind die alten „Zeiten“, die<br />
er manchmal vermisst<br />
ein tiefes Schamgefühl,<br />
das in ihm lebt<br />
welches seine Träume prägt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe &#8211; Theo</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/08/lebenslaeufe-theo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2022 11:46:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Theo ist katholischer Religionslehrer und trans. Für die neue Folge „Lebensläufe“ hat Conrad Theo besucht und mit ihm über seine Berufswahl, das trans sein und die Rolle der Kirche in seinem Leben gesprochen.  ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Theo ist katholischer Religionslehrer und trans. Für die neue Folge „Lebensläufe“ hat Conrad Theo besucht und mit ihm über seine Berufswahl, das trans sein und die Rolle der Kirche in seinem Leben gesprochen.</strong></p>
<p class="Body"><strong> </strong></p>
<p><span id="more-15000"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alienation</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/08/alienation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Beau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2022 10:42:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=14976</guid>

					<description><![CDATA[Wir freuen uns, euch mit Beau einen neuen Autoren auf meinTestgelände vorstellen zu dürfen. In seinem ersten Text „Alienation“ beschreibt er das Gefühl, sich als trans* Person alleine in Cis-Räumen zu bewegen. Er lässt uns an der Anspannung teilhaben, die bereits durch die Antizipation von Diskriminierung ausgelöst wird und wie wichtig daher queere Rückzugsräume sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Wir freuen uns, euch mit Beau einen neuen Autoren auf meinTestgelände vorstellen zu dürfen. In seinem ersten Text „Alienation“ beschreibt er das Gefühl, sich als trans* Person alleine in Cis-Räumen zu bewegen. Er lässt uns an der Anspannung teilhaben, die bereits durch die Antizipation von Diskriminierung ausgelöst wird und wie wichtig daher queere Rückzugsräume sind.</strong></p>
<p><span id="more-14976"></span></p>
<p>Vor kurzem war ich, relativ kurz aufeinander folgend, Gast auf zwei künstlerischen Festivals. Meine Freude über das Privileg, solche Veranstaltungen besuchen zu können – gerade in pandemischen Zeiten – trübte jedoch der Fakt, dass ich meines Wissens nach die einzige trans Person unter dutzenden bis hunderten von cis Menschen war. Im Englischen gibt es ein schönes Wort dafür: alienation. Die Übersetzung Entfremdung trifft es für mich nicht so ganz; alienation fängt das „zum Alien werden“ ein. In einem Raum voller cis Menschen war ich das Alien. Ich habe zum ersten Mal verstanden, wie dieses Gefühl einen brechen kann. Als ich mich wieder in einem Raum voller queerer Menschen aufhielt, war es wie ein Aufatmen.</p>
<p>Dabei könnte man einlenken: mir ist doch gar nichts passiert. Mir ist keine konkrete Gewalt widerfahren, niemand hat mich blöd angemacht – ich sollte doch froh sein. Tatsächlich ist es schwierig, in Worte zu fassen, was denn eigentlich das Problem ist, wenn nur das Potential von Diskriminierung in der Luft liegt, die Angst, jederzeit könnte ein beschissener Kommentar fallen, und niemand würde sich Mühe geben, mir zur Unterstützung beizuspringen. Das Wissen: wenn etwas passiert, bin ich allein. Die Fragen: tolerieren sie mich nur, weil ich ein weißer, transmaskuliner Mensch bin? Würden sie mit meinen Geschwistern, die andere Labels tragen, anders umspringen? Werden meine Arbeit und meine Aussagen anders behandelt als die von meinen cis Mitbürger*innen? Sind sie wirklich froh, dass ich da bin – oder sind sie froh, weil meine Anwesenheit ihnen beweist, wie tolerant sie selbst sind?</p>
<p>Denn gerade in linken Räumen besteht ja häufig durchaus ein Interesse, dass trans Menschen und queere Menschen mit am Tisch sitzen. Doch dieses Interesse resultiert dann nicht in konkreten Maßnahmen, die Räume für trans Menschen zugänglicher machen würden. Wie viele Orte nennen sich beispielsweise „FLINTA* Only“, begreifen „FLINTA*“ jedoch nur als „aufgeklärte“ Version des Wortes „Frauen“ und verweigern dann sowohl trans Frauen, trans femme Personen und als auch Menschen, die sie als zu butch und zu maskulin einstufen, den Zutritt? Andere wichtige Maßnahmen wären vielerorts die Schaffung von einer nicht gegenderten Toilette, die Einführung von Awareness Teams oder Diskriminierungsbeauftragen oder generell das Anbieten von Schulungen über Transphobie. Wenn es an Wissen fehlt, bestehen in unserer Zeit der Instagram-Infographik genug Möglichkeiten, sich dieses Wissen anzueignen – das Interesse muss nur da sein. Wahres Interesse, die Perspektiven von trans Menschen mit einzubeziehen, auch wenn das zusätzliche Arbeit bedeutet.</p>
<p>Und selbst, wenn man als Organisation all die Arbeit macht, ist es wichtig, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass es trotzdem nicht genug sein kann. Kein Ort, an dem Menschen miteinander kommunizieren, ist je perfekt, egal wie viel Anti-Diskriminierungs-Wissen in ihm steckt. Die Erkenntis der Unmöglichkeit darüber, jemals mit der Arbeit gegen Diskriminierung fertig sein zu können, sollte jedoch nicht davon abhalten, es zu versuchen. Solange ein Raum größtenteils aus nicht queeren Menschen besteht – und das sind die meisten Räume – wird es für mich eben immer einen Punkt geben, an dem ich mich wieder irgendwohin zurückziehen muss, wo ich von meiner Community umgeben bin. Ich vermute, das geht vielen queeren Menschen so.</p>
<p>Genau deswegen braucht es auch eine Vielzahl von queeren Räumen, welche die Bedürfnisse aus allen Ecken der Community erfüllen: sowohl offene, fehlerfreundliche Orte, in denen Menschen mit verschiedenen Erfahrungsschätzen miteinander in Diskurs treten können, als auch geschlossene safe spaces als Entspannungs- oder Unterstützungsangebot und Antwort auf diskriminierende Erfahrungen. Vielerorts bestehen bereits hervorragende Strukturen – queere Menschen haben sich vernetzt, ihre eigenen Räume geschaffen. Abseits von großen Städten stoßen derartige Initiativen jedoch oft auf Unverständnis von öffentlicher Seite, auf einen Mangel an geeigneten<br />
Räumlichkeiten oder an finanzieller Förderung. Zum Glück schafft das Internet inzwischen Abhilfe, auch wenn Online-Communities nicht immer ein Ersatz für konkrete Hilfe vor Ort sein können.</p>
<p>In der ebenfalls eher provinziell veranlagten Gegend, in der ich mich gerade herumtreibe, hat sich vor ein paar Monaten ein Transmännlichkeiten-Stammtisch zusammengefunden. Zeitgleich hat eine Gruppe begonnen, zweimal pro Monat ein queeres Treffen im örtlichen linken Zentrum zu organisieren. All die Bücher von trans Autor*innen, die ich gelesen habe, die Twitteraccounts, denen ich folge, die Online-Communities – all diese Ressourcen haben mir geholfen, doch sie kommen nicht an die heilende Wirkung heran, welche diese beiden regelmäßigen online oder in Präsenz stattfindenden Treffen auf mich hatten. Ich wünsche mir für alle trans Menschen, die sich des Öfteren in cis-dominierten Räumen aufhalten, solche Rückzugsmöglichkeiten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schwere Frage</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/03/schwere-frage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2022 09:44:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Nev meldet sich mit einem neuen Video zurück. Vor einem Jahr hat er uns von seinen damals bevorstehenden Operationen erzählt. Heute gibt es ein Update, wie es ihm geht und was es beruflich neues gibt. Viel Spaß dabei, Nev weiterhin bei seiner Geschichte zu begleiten. &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nev meldet sich mit einem neuen Video zurück. Vor einem Jahr hat er uns von seinen damals bevorstehenden Operationen erzählt. Heute gibt es ein Update, wie es ihm geht und was es beruflich neues gibt. Viel Spaß dabei, Nev weiterhin bei seiner Geschichte zu begleiten.</strong></p>
<p><span id="more-14642"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Keine Energie für Fairplay? Ein außerplanmäßiger Beitrag.</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/11/keine-energie-fuer-fairplay-ein-ausserplanmaessiger-beitrag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Nov 2021 15:20:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Identitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Transfeindlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Position zum transfeindlichen Angriff auf FaulenzA während des Spiels SV Babelsberg 03 gegen FC Energie Cottbus am Sonntag den 31.10.2021. FaulenzA, meinTestgelände steht uneingeschränkt hinter dir. Wir sind schockiert und wütend über den transfeindlichen Angriff auf die Künstlerin FaulenzA beim Spiel Cottbus gegen Babelsberg letzten Sonntag (31.10). Im Fanblock von Energie Cottbus war ein großes]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><strong>Position zum transfeindlichen Angriff auf FaulenzA während des Spiels SV Babelsberg 03 gegen FC Energie Cottbus am Sonntag den 31.10.2021. FaulenzA, meinTestgelände steht uneingeschränkt hinter dir.</strong><span id="more-14321"></span></p>
<p align="LEFT">Wir sind schockiert und wütend über den transfeindlichen Angriff auf die Künstlerin FaulenzA beim Spiel Cottbus gegen Babelsberg letzten Sonntag (31.10). Im Fanblock von Energie Cottbus war ein großes Banner mit dem Gesicht FaulenzAs, die Mitglied bei SV Babelsberg 03 ist, zu sehen. Daneben waren die Schriftzüge „Eure Daten sind uns scheissegal“ und „Sind eure Fressen doch die größte Qual“ zu lesen. Wir verstehen dies als offene Aufforderung zur Gewalt.<br />
Bereits in der Vergangenheit ist Energie Cottbus durch gewaltbereite Fans aufgefallen. Und auch diesen Sonntag wurde nicht nur FaulenzA transfeindlich &amp; misogyn angegriffen, sondern auch ein Mitarbeiter des SV Babelsberg von einem Cottbus Fan ins Gesicht geschlagen.</p>
<p align="LEFT">Fußballspiele sollten Orte der freundschaftlichen Rivalität sein, des Austauschs und Fairplays. Nicht des Hasses und Mobbings.</p>
<p align="LEFT">Das Banner, das FaulenzAs Gesicht im Energie Fanblock zeigte, war handgemalt und wirft die Frage auf, was in Menschen vorgeht, die so viel Zeit investieren, um ein einzelnes Mitglied der gegnerischen Mannschaft zu exponieren und anzugreifen.</p>
<p align="LEFT">Am Dienstag haben wir die Beauftragte für Vielfalt und Toleranz und den Beauftragten für Fans von FC Energie Cottbus per Mail um Stellungnahme gebeten.</p>
<p align="LEFT">Auf seiner Internetseite schreibt der Verein:<br />
„[…] unser aller Herzensverein steht seit jeher für Fairness, Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz und lehnt jegliche Formen von Diskriminierung, Rassismus oder Gewalt konsequent ab. Abschätzige, diffamierende, politisch motivierte und beleidigende Äußerungen gegenüber unseren Gästen im Stadion der Freundschaft sowie unseren Gastgebern auswärts können und werden wir nicht dulden. Mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten werden wir dafür Sorge tragen, dass derartige Gebaren in unserem „Wohnzimmer“ und allen Spielstätten an denen wir sportlich aktiv sind nicht mehr zu hören und zu sehen sein werden.“</p>
<p align="LEFT">Energie Cottbus hat nun die Möglichkeit unter Beweis zu stellen, dass diese Haltung mehr als nur ein Lippenbekenntnis ist.</p>
<p align="LEFT">Zum jetzigen Zeitpunkt warten wir noch auf die Stellungnahme durch den Verein.</p>
<p align="LEFT"><!--more--></p>
<p align="LEFT">Hier die Stellungnahme des Fan Clubs Babelsqueers:</p>
<p><strong>TRANSFEINDLICHE FANCHOREO MIT FAULENZA-BANNER IN COTTBUS</strong><br />
Beim Babelsberg-Spiel in Cottbus gab es Sonntag eine transfeindliche Choreo mit einem Doppelhalter, auf dem die transweibliche Musikerin und Aktivistin FaulenzA gemalt war.<br />
Daneben fand sich das Spruchband &#8222;Eure Daten sind uns scheissegal, sind eure Fressen doch die größte Qual&#8220;<br />
Das Spiel wurde von Babelsbergfans boykottiert, weil Cottbus die Daten der Gästefans als Corona-Maßnahme sammelt. Mit dem FaulenzA-Bild beziehen sich die Cottbusser auf FaulenzA&#8217;s Musikvideo &#8222;Babelsberg Fussballfans&#8220;, was von vielen Nazis und Mackern aus der Fussballszene gehatet wurde. Wir solidarisieren uns mit FaulenzA. Transfeindlichkeit und Diskriminierung trifft uns alle. Wir wünschen uns eine Fussballkultur, in der alle Menschen willkommen sind, unabhängig ihrer Identität, Sexualität, Hautfarbe, Herkunft, und, und, und!<br />
Gegen Transmisogynie in Cottbus und anderswo!</p>
<p>~Babelsqueers (<a href="mailto:babelsqueers@riseup.net">babelsqueers@riseup.net</a>)</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/hashtag/faulenza?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#faulenza</a> <a href="https://www.facebook.com/hashtag/feminismus?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#feminismus</a> <a href="https://www.facebook.com/hashtag/babelsberg?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#babelsberg</a> <a href="https://www.facebook.com/hashtag/babelsberg03?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#babelsberg03</a> <a href="https://www.facebook.com/hashtag/yallasvb?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#yallasvb</a> <a href="https://www.facebook.com/hashtag/gemeinsamlauter?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#gemeinsamlauter</a> <a href="https://www.facebook.com/hashtag/antifafussball?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#antifafussball</a><a href="https://www.facebook.com/hashtag/fu%C3%9Fballfansf%C3%BCrfeminismus?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#fußballfansfürfeminismus</a> <a href="https://www.facebook.com/hashtag/transpride?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#transpride</a> <a href="https://www.facebook.com/hashtag/transmisogynie?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#transmisogynie</a> <a href="https://www.facebook.com/hashtag/solidarit%C3%A4t?__eep__=6&amp;__cft__%5b0%5d=AZVjnIxCtFtYEbE7Vciby6E1eSUu5x8YMIwqQTzYtvUPyJW7ENc78GeMAjPI-C7XOl2gMFr55svVyYasRI4TGTnuwWQnhKUVE1QPHPsckaMCEVGRFrX1Xh_fkhMx6fZ8UWzTieDGiSvzYAXwFzkaqJZu-ASdRMO7Dnjllux-3EnByUbT6XxJd6LNDW3YNKXuaCIWybtM_a-A-2OKACSAWF7o&amp;__tn__=*NK-R">#solidarität</a></p>
<p align="LEFT"><!--more--></p>
<p align="LEFT"><strong>Auch die taz berichtet über den Vorfall, den Artikel findest du <a href="https://taz.de/Transfeindlichkeit-im-Cottbusser-Stadion/!5809316/">hier</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>FaulenzA Konzert in Dresden Queer Pride</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/11/faulenza-konzert-in-dresden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FaulenzA]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Nov 2021 07:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
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		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Künstlerin FaulenzA war mit ihren grandiosen Songs live in Concert auf der Queer Pride in Dresden. Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit ihrem großartigen Auftritt! We&#8217;re here, we&#8217;re queer, we&#8217;re fabulous, don&#8217;t mess with us! Mehr dazu: Mehr von FaulenzA findet ihr hier.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Künstlerin FaulenzA war mit ihren grandiosen Songs live in Concert auf der Queer Pride in Dresden. Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit ihrem großartigen Auftritt! We&#8217;re here, we&#8217;re queer, we&#8217;re fabulous, don&#8217;t mess with us!</strong><br />
<span id="more-13645"></span><br />
<strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von FaulenzA <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/faulenza/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Oberkörperfrei</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/oberkoerperfrei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Sep 2021 07:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Eigentlich ist nichts passiert, ABER&#8230;&#8220; Ganz ehrlich, so beginnen doch die besten Geschichten! Wir freuen uns über ein Update-Video von Nev, in dem er unter anderem von einem ganz besonderen Erlebnis erzählt: Sich zum allerersten Mal oberkörperfrei in der Öffentlichkeit zeigen. Mehr dazu: Mehr zum Thema trans*-Identität findet ihr hier.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Eigentlich ist nichts passiert, ABER&#8230;&#8220; Ganz ehrlich, so beginnen doch die besten Geschichten! Wir freuen uns über ein Update-Video von Nev, in dem er unter anderem von einem ganz besonderen Erlebnis erzählt: Sich zum allerersten Mal oberkörperfrei in der Öffentlichkeit zeigen.</strong></p>
<p><span id="more-13352"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr zum Thema trans*-Identität <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/trans/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ordinäres oder modernes Grundgesetz?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/grundgesetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ann Katrin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2021 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[#Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
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		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und mittlerweile 72 Jahre alt: Das Grundgesetz. In wenigen Tagen findet die Bundestagswahl statt, unsere Autorin Ann Katrin hat das zum Anlass genommen, sich nochmal intensiv mit dem GG zu beschäftigen. Welche Aspekte zu Gender im Grundgesetz zu finden sind und ob das GG überhaupt inklusiv ist, erfahrt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und mittlerweile 72 Jahre alt: Das Grundgesetz. In wenigen Tagen findet die Bundestagswahl statt, unsere Autorin Ann Katrin hat das zum Anlass genommen, sich nochmal intensiv mit dem GG zu beschäftigen. Welche Aspekte zu Gender im Grundgesetz zu finden sind und ob das GG überhaupt inklusiv ist, erfahrt ihr in ihrer Analyse. Viel Spaß beim Lesen!</strong><strong><br />
</strong></p>
<p><span id="more-13343"></span></p>
<p>2021 ist ein Jahr voller Landtagswahlen und der Bundestagswahl im September. Diese Zeit bietet für die Wähler eine gute Chance, die politischen Kenntnisse aufzufrischen. Ich habe mir das Grundgesetz nochmal genauer angesehen und besonders auf die Inklusion, hinsichtlich der vielen Orientierungsgruppen, geachtet. Sie kommen nicht vor! Das deutsche Grundgesetzt (GG) gilt für alle in Deutschland geborenen Menschen, Gruppen mit Flüchtlings-und Asylhintergrund sowie Personen mit deutschem Pass. Außerdem regelt das GG deutlich mehr als nur das soziale Zusammenleben, sondern auch wie Deutschland aufgebaut ist, inklusive der Eigentümer der Bundesrepublik und den Ablauf eventueller Veränderungen der staatlichen Struktur. Aber das Gesetz stellt neben der rechtlichen und politischen Aufstellung auch eine Richtlinie für das gesellschaftliche Zusammenleben dar. Es sind unterschwellige Leitlinien, wie Menschen miteinander umgehen und sich gegenseitig positionieren sollten. Dies ist besonders durch Artikel 1 gewährleistet, welcher die Würde des Menschen über allem anderen schützt. Gleichzeitig ist der Artikel auch durch die Ewigkeitsklausel geschützt und kann so nicht verändert werden. Betrachten wir das GG allerdings als maßgebendes Dokument, wie die Personen der deutschen Gesellschaft betrachtet werden, stoßen wir auf einige Hürden bezüglich der Einbindung der Gruppen mit diversen Orientierungen und Identifizierungen. Im Jahr 2021 kategorisieren wir Personen nicht nur als Mann oder Frau, sondern berücksichtigen auch die persönliche Wahrnehmung bezüglich des eigenen Körpers und der sexuellen Orientierung. Viele Bereiche des öffentlichen Lebens sind schon dabei sich anzupassen und für Gleichberechtigung sowie für Inklusion zu sorgen. Ein nächster großer Schritt sollte eine drastische Überarbeitung des GG sein, welche eine deutliche Inklusion der diversen Gruppen nach sich ziehen kann. Das seit 1949 bestehen GG umfasst aktuell 202 Artikel und wurde seit seinem Bestehen schon 60 Mal geändert, einige Artikel wurden neu formuliert oder ganz entfernt. Aber die Formulierungen der angesprochenen Personen haben sich nicht verändert. Hauptsächlich wird im GG vom “Deutschen Volk” und explizit von Männern und Frauen gesprochen. Die am meisten verwendete Formulierung ist immer noch “Personen” und “jedermann”. Diese Formulierungen sind grob gesehen sehr allgemein und inklusiv und natürlich kann nicht jeder Artikel in korrekter Gendersprache überarbeitet werden, besonders, da mehr als die Hälfte des GG das politische und rechtliche System, sowie die Zuständigkeiten und das Eigentum der Bundesrepublik erläutern. Aber einige Artikel sind in ihrer aktuellen Formulierung sehr explizit ausgrenzend und leider nicht durch Gleichberechtigung geprägt. So besagt Artikel 3 die explizite Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Aber gerade in diesem Artikel sollten dann auch alle Gruppen eingeschlossen werden, wie die LGBTQ, Transgender oder Personen mit Nicht-binärer Orientierung (divers). Bisher werden Personen, die sich als divers oder Trans identifizieren, ausgeschlossen, falls sie weder explizit Mann noch Frau sind oder sich so sehen. Dies stellt auch die Frage, ob das GG sich nur auf eine rein biologische Kategorisierung der Geschlechter bezieht und wie die Definition Mann und Frau hergeleitet wird. Gleichzeitig besagt Artikel 3, dass keine Person benachteiligt werden darf. Wie also werden hier Menschen mit einer anderen Orientierung als die im GG festgelegte beachtet und geschützt? Ein weiterer Streitpunkt kommt mit Artikel 12. Dieser Artikel bezieht sich auf die Verpflichtung zum Zivildienst. Ersterer Absatz besagt deutlich, dass Männer verpflichtet werden dürfen, sollte die Not bestehen. Ein weiterer Absatz besagt, dass Frauen ebenso verpflichtet werden können, wenn die freiwillige Besetzung durch Männer nicht ausreicht und auch, dass Frauen vom Dienst mit der Waffe ausgeschlossen werden: “Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.” So viel zu voller Gleichberechtigung. Abgesehen vom expliziten Ausschluss weiblicher Personen vom Waffendienst, werden hier auch wieder nur Männer und Frauen angesprochen. Wenn sich eine Person also &#8222;anders&#8220; identifiziert, anstatt klar als Frau oder Mann, entfällt diese Person im Artikel 12 dann komplett? Darüber hinaus könnte eine freiwillige Bereitstellung zum Zivildienst zu der Frage führen, für welche Aufgaben die Person gemeldet werden würde. Gilt diese Person dann für die weibliche Gruppe oder die männliche? Wird sie aufgrund der physischen Attribute eingeordnet oder nach der sexuellen Orientierung oder der persönlichen Identifikation? In den restlichen Artikeln des GG kommt es nicht zu solch starken Auffälligkeiten aber zusammengefasst ist das GG leider sehr einseitig formuliert. Es klingt sehr einfach, die Anpassung des GG zu fordern und Vorschläge zu machen. Allerdings muss auch abgewogen werden, wie diese Veränderungen durchgeführt werden würden und welche Schwierigkeiten aber auch Vorteile entstehen könnten. Die positiven Aspekte lassen sich einfach zusammenfassen: transparente Inklusion und Gleichberechtigung aller gesellschaftlichen Gruppen mit diversen Orientierungen und Identifizierungen. Eine Aufnahme im GG würde zu mehr Akzeptanz führen und zu mehr Beachtung durch die Politik. Außerdem setzt die Veränderung ein klares Zeichen für eine wirklich transparente und moderne Politik in Deutschland. Bisher blieb es nur bei Veranstaltungen, sozialen Bewegungen und gelegentlichen Statements durch einzelne Politiker. Die Hürden auf der anderen Seite sind etwas komplizierter. Zum einen wäre es ein sehr aufwendiger Prozess zwischen Politikern und Sozialwissenschaftlern, sich darauf zu einigen, welche Formulierungen untergebracht werden sollten, um die verschiedenen Personengruppen korrekt zu integrieren. Ein weiterer Punkt wäre der fortlaufende Prozess. Wenn diese erste Unterbringung erst einmal beginnt, dann kann argumentiert werden, dass mit jeder neuen Identifikationsgruppe auch eine erneute Anpassung des GG notwendig wird. Es wäre also ein sich wiederholender Prozess, den sicherlich nicht viele Politiker begrüßen würden. Zuletzt stellt sich die Frage, wann eine eindeutige Aufnahme in das GG notwendig wird oder ob vielleicht eine klare Definition der Personengruppen eine schnelle Lösung wäre. Dies könnte nur eine Aufnahme bzw. Ergänzung benötigen mit klarer Formulierung, dass die neue Bezeichnung für die restlichen Artikel gelten wird.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Noch unentschlossen wo du am 26.09 dein Kreuz setzt? Mach einfach den <a href="https://www.wahl-o-mat.de/" target="_blank" rel="noopener">Wahl-O-Mat</a><br />
</strong></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Ansage &#8211; Wie viel Gleichberechtigung steckt in den Wahlprogrammen 2021?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/die-ansage-wie-viel-gleichberechtigung-steckt-in-den-wahlprogrammen-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2021 10:45:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[#Bundestagswahl2021]]></category>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Willkommen bei unserem neuen Format „Die Ansage“. In unserem ersten Video haben wir uns die Wahlprogramme zur Bundestagswahl der sechs größten Parteien vorgenommen. Wir haben uns angeschaut, wie die Parteien mit den Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit umgehen, damit ihr es nicht tun müsst. Moderation: Abdul Kader Chahin Regie &#38; Konzept: Luisa Ederle &#38; Anton Dudda]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Willkommen bei unserem neuen Format „Die Ansage“. In unserem ersten Video haben wir uns die Wahlprogramme zur Bundestagswahl der sechs größten Parteien vorgenommen. Wir haben uns angeschaut, wie die Parteien mit den Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit umgehen, damit ihr es nicht tun müsst.</strong></p>
<p>Moderation: Abdul Kader Chahin<br />
Regie &amp; Konzept: Luisa Ederle &amp; Anton Dudda<br />
Kamera: Ayman Srmaney<br />
Schnitt: Nico Schander</p>
<p><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=0s">00:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Einleitung<br />
</span> <a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=27s">00:27</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Einführung Parteien </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=380s">06:20</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Teilhabe &amp; Gesetze </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=563s">09:23</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Lohnarbeit &amp; Quoten </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=765s">12:45</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gender Pay Gap &amp; Gleichstellung im Beruf </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=905s">15:05</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Teilhabe &amp; Bildung </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1020s">17:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Algorithmen </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1068s">17:48</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> LGBTQI+ </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1156s">19:16</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> TSG </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1248s">20:48</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Maßnahmen zur Unterstützung der LGBTQI+ Community </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1320s">22:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Familie </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1373s">22:53</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Abstammungsrecht </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1497s">24:57</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gesundheit &amp; Gender Data Gap </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1556s">25:56</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Schwangerschaftsabbrüche<br />
</span><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1704s">28:24</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gewalt </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1808s">30:08</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Flucht &amp; Geschlecht<br />
</span><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1910s">31:50</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Fazit</span></p>
<p>Wahlprogramme: <a href="https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/" target="_blank" rel="noopener">https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/</a></p>
<p>Wahl-O-Mat: <a href="https://www.wahl-o-mat.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.wahl-o-mat.de/</a></p>
<p>Frauenquote in börsennotierten Unternehmen: <a href="https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/frauenquote-unternehmen-fuenf-jahre-100.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/frauenquote-unternehmen-fuenf-jahre-100.html</a></p>
<p>Entscheidung der SPD gegen Änderung TSG: <a href="https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/transsexuellengesetz-bundestag-ablehung-groko-gesetzentwurf-gruene-selbstbestimmungsgesetz-tsg" target="_blank" rel="noopener">https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/transsexuellengesetz-bundestag-ablehung-groko-gesetzentwurf-gruene-selbstbestimmungsgesetz-tsg</a></p>
<p>Fall Akkermann:<br />
<a href="https://taz.de/Entscheidung-zum-Abstammungsrecht/!5757208/" target="_blank" rel="noopener">https://taz.de/Entscheidung-zum-Abstammungsrecht/!5757208/</a><br />
<a href="https://freiheitsrechte.org/pm-akkermann-bverfg/" target="_blank" rel="noopener">https://freiheitsrechte.org/pm-akkermann-bverfg/</a></p>
<p>GFF: <a href="https://freiheitsrechte.org" target="_blank" rel="noopener">https://freiheitsrechte.org</a></p>
<p>Komplexität von Geschlecht: <a href="https://www.bpb.de/apuz/135433/geschlecht-und-geschlechterrolle-soziobiologische-aspekte?p=all" target="_blank" rel="noopener">https://www.bpb.de/apuz/135433/geschlecht-und-geschlechterrolle-soziobiologische-aspekte?p=all</a></p>
<p>Intersektionalität Kimberle Crenshaw: <a href="https://chicagounbound.uchicago.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1052&amp;context=uclf" target="_blank" rel="noopener">https://chicagounbound.uchicago.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1052&amp;context=uclf</a></p>
<p>Intersektionalität als Mehrebenenanalyse Winker/ Degele: <a href="https://tore.tuhh.de/bitstream/11420/384/1/Intersektionalitaet_Mehrebenen.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://tore.tuhh.de/bitstream/11420/384/1/Intersektionalitaet_Mehrebenen.pdf</a></p>
<p>Gewalt gegen Männer: <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/gewalt-in-partnerschaften-bleibt-auch-2019-auf-hohem-niveau-162194" target="_blank" rel="noopener">https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/gewalt-in-partnerschaften-bleibt-auch-2019-auf-hohem-niveau-162194</a></p>
<p>Wählen ab 16:<br />
<a href="https://www.dw.com/de/w%C3%A4hlen-schon-mit-16/a-54430089" target="_blank" rel="noopener">https://www.dw.com/de/w%C3%A4hlen-schon-mit-16/a-54430089</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Autorin, deren Name nicht genannt werden darf</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/die-autorin-deren-name-nicht-genannt-werden-darf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aurum]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Sep 2021 07:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Harry Potter]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute begrüßen wir eine*n weitere*n neue*n Autor*in auf meinTestgelände: Amelie Z., herzlich willkommen! So stellt Amelie sich selbst vor: &#8222;Hey, ich bin Amelie [they/them] und möchte vor allem hier um meine Gedanken zum Queer ein, der Welt und eigentlich allem anderen teilen. Seit dem Tag an dem ich das Schreiben gelernt habe, nutze ich dieses]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute begrüßen wir eine*n weitere*n neue*n Autor*in auf meinTestgelände: Amelie Z., herzlich willkommen! So stellt Amelie sich selbst vor: &#8222;Hey, ich bin Amelie [they/them] und möchte vor allem hier um meine Gedanken zum Queer ein, der Welt und eigentlich allem anderen teilen. Seit dem Tag an dem ich das Schreiben gelernt habe, nutze ich dieses Mittel um meine Gedanken auszudrücken. Manchmal kommt etwas Brauchbares dabei raus, das könnt ihr dann hier lesen :)&#8220; Und damit hat they vollkommen recht! Hier also ein absolut brauchbarer Text von Amelie:</strong></p>
<p><span id="more-13321"></span></p>
<p>Seit ihrer Veröffentlichung 1997 erfreut sich die Buchreihe Harry Potter großer Beliebtheit. Mit den Verfilmungen, Spin-offs, Parodien und eines der vielfältigsten Fandoms, gehört Harry Potter zu <em>den</em> popkulturellen Einflüssen des 21. Jahrhunderts. Diese These lässt sich relativ einfach bestätigen. Dafür muss nur die Frage: &#8222;Was ist dein Hogwartshaus?&#8220; gestellt werden. In den meisten Fällen wird darauf eines der vier Häuser folgen. Es gibt fast niemanden, der noch gar nichts da von Harry Potter gehört hat, und zumindest die Filme kennen eigentlich alle.</p>
<p><strong>J. K. Rowlings Ansehen</strong><br />
Dabei galt die Autorin Joanne K. Rowling bis jetzt immer als liebenswürdige Person. Zwar war sie, aufgrund des Universums rund um die Zaubererwelt, berühmt und reich geworden, jedoch setzte sie sich zum Beispiel auch für Frauenrechte ein und spendete einen Teil ihres Vermögens. Mit der Zeit gab es immer wieder vereinzelte Kritik. Zum Beispiel weil sie für nachträglichen Ergänzungen am Buch Twitter nutzte oder die Filmreihe &#8222;Fantastische Tierwesen&#8220; startete. Es gab jedoch keine größeren Skandale und auch generell war es sehr still um die Harry Potter-Autorin.</p>
<p><strong>Der Tweet, der alles änderte</strong><br />
Dies änderte sich alles mit einem Tweet am 6. Juni 2020. Dabei ging sie auf einen Artikel ein, in welchem der Term &#8222;people who menstruate&#8220; (menstruierende Menschen) anstelle von &#8222;Frauen&#8220; genutzt wurde. Sie kritisierte die Verwendung dieser Umschreibung, indem sie folgendes twitterte: &#8222;I‘m sure there used to be a word for those people. Someone help me out. Wumben? Wimpund? Woomud?&#8220; (<em>Ich bin mir sicher, es gab früher ein Wort für diese Menschen. Kann mir jemand helfen? Darauffolgend Wörter welche dem Wort Women/Frau ähneln.</em>)<br />
Nach diesem Tweet hagelte es an Kritik. Doch warum eigentlich?</p>
<p><strong>Transphobie</strong><br />
Der Term &#8222;menstruierende Menschen&#8220; inkludiert all die Leute, die keine Frauen sind und trotzdem monatliche Menstruationen erfahren. Also zum Beispiel trans* Männer oder nicht-binäre Menschen (Personen, die sich nicht dem binären Geschlechtersystem zugehörig fühlen.) Demzufolge richtete sich J. K. Rowlings Kritik nicht an das Wort an sich, sondern war vielmehr versteckte Transphobie. Diesen Standpunkt zeigte sie auch nochmal deutlicher am selben Tag in weiteren Tweets. Dabei vertrat sie die Meinung, dass trans Menschen dafür sorgen würden, dass das Konzept des physischen Geschlechts (engl. sex) zerstört wird. Dadurch würde, laut Rowling, keine gleichgeschlechtliche Liebe existieren können, außerdem würden Frauen entwertet. Hierbei zeigt sich lediglich Rowlings Unwissenheit zum Thema Geschlecht.</p>
<p><strong>Der Unterschied zwischen gender und sex</strong><br />
Im englischsprachigen Raum gibt es eine deutliche Unterscheidung zwischen dem körperlichen Geschlecht, welches sex genannt wird, und dem sozialen Geschlecht, bezeichnet als gender. Sex ist dabei alles, was man an Geschlechtsmerkmalen und Chromosomen erkennen kann. Gender ist die Bezeichnung dafür, wie sich eine Person fühlt. Bei trans* Menschen unterscheiden sich sex und gender, und viele versuchen aufgrund dessen, ihr Äußeres dem Inneren anzupassen, um sich wohler zu fühlen. Dabei wird jedoch die Grundlage des sexes nicht zerstört, wie J. K. Rowling behauptet.</p>
<div class="page" title="Page 2">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><strong>J. K. Rowlings „Meinung“</strong><br />
Trotz vieler Erklärungsversuche beharrte Rowling weiterhin auf ihrer &#8222;Meinung&#8220; und veröffentlichte ein wenig später einen rund 3000 Wörter langen Aufsatz über trans* Menschen. Dieser beinhaltet zum einen Vermutungen darüber, dass das &#8222;Identifizieren&#8220; von Menschen als trans aktuell ein Trend sei. Außerdem äußerte sie, dass sie, wenn sie später geboren wäre, sich vielleicht selbst als trans &#8222;identifiziert&#8220; hätte, um ein besseres Leben als Mann zu führen. Außerdem hält sie trans* Frauen nicht für richtige Frauen. Ihrer Überzeugung nach handelt es sich hierbei um Männer, die Frauen in Umkleidekabinen oder auf Toiletten belästigen wollen.</p>
<p><strong>Gender dysphoria</strong><br />
Diese Erklärungen sind äußerst lächerlich, da es zum einen nachgewiesen ist, dass die meisten trans* Menschen gender dysphoria oder andere Arten von Unwohlsein rund um ihr Geschlecht verspüren. Ein Zustand, der auftritt, wenn das sex nicht mit dem gender übereinstimmt, und zum Beispiel zu Depressionen, Angststörungen, Essstörungen und Panikattacken führen kann. Dabei kann dysphoria durch die verschiedensten Dinge wie das Nutzen der falschen Pronomen oder der falschen Kleidung ausgelöst werden. So ist es also wissenschaftlich erwiesen, dass Transsein keine Entscheidung ist. Abgesehen davon würden sich diese Menschen dann theoretisch auch dazu &#8222;entscheiden&#8220; weniger Rechte zu haben und von Menschen wie Rowling diskriminiert zu werden.</p>
<p><strong>Die Bücherreihe ohne Autor*in</strong><br />
Nach diesem Skandal hat sich ein großer Teil der Fans gegen Rowling gewendet. Um trotzdem noch Harry Potter-Fan bleiben zu können, wird aktuell entweder versucht zu verschweigen, dass Harry Potter eine Autorin besitzt oder jede beliebige fiktive oder reale Person anstelle von J. K. Rowling eingesetzt. Also zum Beispiel Daniel Radcliffe, Hermine Granger oder Marsha P. Johnson. Manche gehen sogar soweit, dass sie J. K.s Namen in ihren eigenen Büchern überkleben oder -malen. Außerdem wird versucht, keinen offiziellen Merch oder Fanartikel zu erwerben, damit man sie so nicht weiter unterstützt. Hierbei ist wirklich hervorzuheben, dass offene Unterstützung von Rowling schädlich für die LGBTQ+-Community ist. Somit möchte ich an jeden Menschen appellieren, welcher sich als Teil der Community oder als Ally sieht. Alle, die ihr Reichweite geben, unterstützen ihre &#8222;Meinung&#8220; und schaden der LGBTQ+-Community.</p>
</div>
</div>
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Was gegen Transfeindlichkeit hilft? Gegenrede. Immer wieder. <a href="https://www.meintestgelaende.de/2021/05/queer-punk/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Und: Queer Punk!</strong></a></li>
</ul>
</div>
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abwarten und Dranbleiben</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/08/abwarten-und-dranbleiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2021 07:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über ein Update-Video von unserem Autoren Nev! Er berichtet über den Wechsel vom Testo-Gel zur Spritze und wie dies seinen Alltag etwas unkomplizierter macht, außerdem erklärt er, warum es wichtig ist, die Narben im Sommer ordentlich mit Sonnencreme einzucremen. Wir wünschen dir, lieber Nev, weiterhin alles Gute &#38; euch allen viel Spaß]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über ein Update-Video von unserem Autoren Nev! Er berichtet über den Wechsel vom Testo-Gel zur Spritze und wie dies seinen Alltag etwas unkomplizierter macht, außerdem erklärt er, warum es wichtig ist, die Narben im Sommer ordentlich mit Sonnencreme einzucremen. Wir wünschen dir, lieber Nev, weiterhin alles Gute &amp; euch allen viel Spaß beim Anschauen.</strong></p>
<p><span id="more-13285"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Videos von Nev <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/nev/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>meinTestgelände Jugendevent in Berlin 2022</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/jugendevent-berlin2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2021 12:02:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[#gelände]]></category>
		<category><![CDATA[#workshop]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Das meinTestgelände Jugendevent in Berlin. Sei dabei! MeinTestgelände möchte dich zu einem zweitägigen Jugendevent nach Berlin einladen. Lerne neue Menschen kennen und genießt gemeinsam Jugendkultur in der Hauptstadt. Das Jugendevent ist offen für alle zwischen 18 bis 27 Jahre und deine Teilnahme ist völlig kostenlos. Auf geht&#8217;s! +++Die Workshops sind ausgebucht, Anmeldungen nur noch für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das meinTestgelände Jugendevent in Berlin. Sei dabei!<br />
</strong>MeinTestgelände möchte dich zu einem zweitägigen Jugendevent nach Berlin einladen. Lerne neue Menschen kennen und genießt gemeinsam Jugendkultur in der Hauptstadt. Das Jugendevent ist offen für alle zwischen 18 bis 27 Jahre und deine Teilnahme ist völlig kostenlos. Auf geht&#8217;s!</p>
<p><strong>+++Die Workshops sind ausgebucht, Anmeldungen nur noch für die Warteliste möglich.+++</strong></p>
<p><strong>Anmeldung unter: <a href="mail@meintestgelaende.de">mail@meintestgelaende.de</a></strong></p>
<p><span id="more-13136"></span></p>
<p><strong>Was?</strong> Workshops im Archiv der Jugendkulturen.<br />
Wir starten am 2.3 mit einem Graffiti Spaziergang für alle.</p>
<p><strong>Workshops:</strong><br />
• Von Disco zu House zu Techno &#8211; Can you feel the bass?<br />
• Comic und Manga<br />
• HipHop / Rap</p>
<p><strong>Wann?</strong> Anreise abends am 1.3 (oder morgens 2.3) // Workshops am 2.3 + 3.3<br />
<strong>Wo?</strong> Berlin, Nähe Mehringdamm im Archiv der Jugendkulturen<br />
<strong>Wer?</strong> Alle die Lust haben von 18 bis 27 Jahren und das mT Team</p>
<p>Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden natürlich von meinTestgelände für dich übernommen. Du wirst in einem Ein- oder Zweibettzimmer im Metropol Hostel untergebracht. Deine Fahrtkosten werden im Nachhinein von uns erstattet. Hebe dein abgestempeltes Zug- oder Busticket gut auf.</p>
<p>Wichtig: Beim Event ist 2G angesagt! Du brauchst einen Nachweis über deinen Impfstatus und täglich werden Tests durchgeführt – Ungeimpfte mit ärztlichem Attest entsprechen 2G, müssen am Anreisetag aber einen tagesaktuellen Test vorweisen.</p>
<p>Wenn du deine Teilnahme anmeldest, teile uns gleich mit, bei welchem der 3 Workshops du mitmachen möchtest. Ein Workshop erstreckt sich jeweils über die zwei Tage.</p>
<p><strong>Zeitplan:</strong><br />
2.3<br />
9.00 oder 10.00 Uhr: Graffiti Spaziergang, alle die schon angereist sind, gehen auf einen Streifzug durch Kreuzberg<br />
12.00 &#8211; 16.00: Workshops</p>
<p>3.3<br />
9.00 &#8211; 16.00 Uhr: Workshops</p>
<p><strong>Beschreibung der Workshops<br />
</strong>Der 2.3 startet morgens mit dem Graffiti Spaziergang, danach besuchen alle die Workshops, die sie jeweils ausgesucht haben.</p>
<p><strong>Spaziergang zum Thema Street Art/Graffiti</strong><br />
Auf unserem Streifzug durch Berlins dichtbemaltesten Bezirk Kreuzberg gehen wir ungewöhnlichen Spuren nach, die sich an Mauerwerken und Hausfassaden befinden. Dabei stoßen wir auf kunstvolle Scherenschnitte, Schablonen, handbemalte Sticker, Throw-Ups und Tags. Wir vollziehen die Entstehung des Graffiti-Writings aus New York und Philadelphia genauso nach wie die politischen Wurzeln des Schablonen-Graffitis. Am Beispiel Kreuzberger Bilder lernen wir die historischen Hintergründe unterschiedlichster Formen urbaner Kunst kennen – von illegal gekachelten Mosaikbildern bis hin zu aufwändigen 3DInstallationen. Wie liest man Graffiti und was bedeuten die vielen Namen? Kunst oder Schmiererei? Wer verbirgt sich hinter den rätselhaften Botschaften? Was ist die Motivation der Maler_innen? Und welche Techniken wurden benutzt? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es hier!</p>
<p><strong>Von Disco zu House zu Techno &#8211; Can you feel the bass?</strong><br />
1975, Berlin: Kraftwerk spielen als erste Band ein Album nur mit elektronischen Instrumenten ein. Dieses lassen sie live von vier Robotern auf der Bühne präsentieren. 1977, New York City: Larry Levan mixt als DJ in seiner legendären Diskothek Paradise Garage die Instrumentalpassagen seiner Platten ineinander und legt damit einen Grundstein für die House Music. 1980, Detroit: Juan Atkins, Kevin Saunderson und Jeff Mills verfremden afroamerikanische Rhythmen, Salsa und Diskoelemente, unterlegen ihre Musik mit dem Rhythmus eines Drumcomputers und schaffen so einen völlig neuen Sound, der unter dem Namen Techno berühmt wird. In den 1990er-Jahren entsteht eine neue musikalische und soziale Bewegung, die Millionen von Menschen weltweit begeistert. Techno, House und Clubkultur wurden aber auch immer wieder genutzt, um für ein selbstbestimmtes Leben zu demonstrieren und Rassismus, Homophobie und Geschlechterfragen zu thematisieren. Der Vortrag/Workshop erarbeitet die musikalische und soziale Geschichte dieser basslastigen Bewegung. Im praktischen Workshop-Teil werden die Grundlagen des DJings im House und Techno vermittelt.</p>
<p><strong>Comic und Manga</strong><br />
Comics und deren japanische Variante, Mangas, sind heute mehr denn je ein wichtiges Ausdrucksmittel und Bezugssystem vor allem für Jugendliche. In Japan gibt es Mangas für alle erdenklichen Zielgruppen, die hier er-scheinenden Hefte richten sich aber zumeist an Teenager und lassen sich dem Romance- oder Action/Fantasy/Science Fiction-Genre zurechnen. In oft mehrere tausend Seiten umfassenden seifenoperartigen Serien finden sich auch sensible Geschichten zu Themen wie gleichgeschlechtliche Liebe oder pubertäre Identitätsfindung. Parallel dazu haben sich sogenannte „Graphic Novels“ als ernstzunehmende Ausdrucksformen zwischen Literatur und Bildender Kunst etabliert. Die bekanntesten sind wohl der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Holocaust-Comic „Maus“ und „Persepolis“, die Autobiografie der Iranerin Marjanne Satrapi. Kurzum: Die heutige Comic-Kultur ist ein Erzählmedium ohne inhaltliche oder stilistische Grenzen, ähnlich wie die Literatur oder der Film. In einer immer stärker von Bildschirm-Medien dominierten Welt machen Kinder und Jugendliche oft ihre ersten Lesefreude-Erfahrungen mit Comics und Mangas. Als Ausdrucksform besteht die Attraktivität für Jugendliche vor allem darin, dass kein anderes erzählerisches Bildmedium die Möglichkeit bietet, eigene Ideen und Geschichten so direkt umzusetzen und zu veröffentlichen. Dementsprechend existiert eine sehr offene, international vernetzte Comic-Fanzine-Szene, in der die meisten der heute wichtigen Comic-Autor_innen angefangen haben. Im Vortrag wird die Geschichte des Mediums besprochen und die Vielfalt an Stilen und Themen präsentiert. Daraufhin werden grundlegende Techniken des Erzählens (Drei-Akt-Struktur etc.) erläutert, gefolgt von einigen Tricks und Tipps zur Umsetzung in Comicform. Diese Erkenntnisse versuchen wir dann im Workshop umzusetzen, indem wir gemeinsam spielerisch zu einem vorgegebenen aktuellen Thema Charakter und Geschichten entwickeln. Diese Geschichten werden dann gemeinsam in einem kopierten „Mini-Comic“-Heft zusammengestellt, wovon alle Teilnehmer_innen ein Exemplar erhalten.</p>
<p><strong>HipHop/Rap</strong><br />
Dieser kulturhistorische Musik-Workshop befasst sich mit den Wurzeln der HipHop-Bewegung am Beispiel Rap/Sprechgesang. Nach einer kurzen audiovisuellen Einführung in das Thema und einigen praktischen Rhythmus-, Reim- und Dynamik-Übungen bekommst Du die Gelegenheit, einen eigenen Raptext zu verfassen. Die Ergebnisse werden individuell vor der Gruppe präsentiert und diskutiert. Diese Workshop-Einheit wird mit einer spontanen, professionellen Musikaufnahme/CD-Produktion abgerundet. Du erhältst eine Kopie des aufgenommenen Songs! Inhalt dieses Workshops ist eine eigene, kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Rap sowie eine kritische Betrachtung gängiger, medialer Klischees dieses Musikgenres.</p>
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		<title>Lockdown: Mein Fluch und Segen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/fluchundsegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2021 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Haaaaach — der Lockdown, der Lockdown&#8230; inzwischen gibt es ja dank sinkender Zahlen endlich wieder einige Öffnungen. Unter Auflagen ist beispielsweise auch ein Besuch im Fitnessstudio drin. Gut nicht nur für all jene, die Sport machen möchten, sondern auch für die, die als Trainer*innen arbeiten! So zum Beispiel auch Nev. In seinem Videotagebuch berichtet er uns,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haaaaach — der Lockdown, der Lockdown&#8230; inzwischen gibt es ja dank sinkender Zahlen endlich wieder einige Öffnungen. Unter Auflagen ist beispielsweise auch ein Besuch im Fitnessstudio drin. Gut nicht nur für all jene, die Sport machen möchten, sondern auch für die, die als Trainer*innen arbeiten! So zum Beispiel auch Nev. In seinem Videotagebuch berichtet er uns, wie er den Lockdown erlebt hat und weshalb dieser für ihn Fluch und Segen zugleich war. Viel Spaß beim Anschauen!</strong><span id="more-13101"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Einige unserer Autor*innen haben darüber berichtet, <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/covid19/" target="_blank" rel="noopener"><strong>wie sich Lockdown und Co. für sie angefühlt haben</strong></a>.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Queer Punk</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/queer-punk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FaulenzA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2021 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Aus Selbstverachtung wurde eine Wut auf die Welt&#8220; &#8211; OH YES! Wir freuen uns riesig, euch heute mal wieder einen Song plus Musikvideo von unserer Lieblingsrapperin FaulenzA präsentieren zu können. In &#8222;Queer Punk&#8220; geht es um Selbstermächtigung, um Zusammenhalt, Freund*innenschaft und um Widerstand gegen Leistungsgesellschaft und Kapitalismus. Viel Spaß beim Anhören! Mehr dazu: Mehr Musik]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Aus Selbstverachtung wurde eine Wut auf die Welt&#8220; &#8211; OH YES! Wir freuen uns riesig, euch heute mal wieder einen Song plus Musikvideo von unserer Lieblingsrapperin FaulenzA präsentieren zu können. In &#8222;Queer Punk&#8220; geht es um Selbstermächtigung, um Zusammenhalt, Freund*innenschaft und um Widerstand gegen Leistungsgesellschaft und Kapitalismus. Viel Spaß beim Anhören!</strong></p>
<p><span id="more-12949"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Musik von FaulenzA <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/faulenza/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Testosteron mal anders</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/testosteron-mal-anders/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2021 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute gibt es mal wieder ein kleines Update von unserem Autoren Nev! Im Video berichtet er, was sich in der letzten Zeit bei ihm verändert hat und warum man manchmal Sport machen sollte, nachdem man eine Spritze bekommen hat — und zwar eine Testosteronspritze. Wir wünschen euch viel Spaß beim Ansehen! Und übrigens: Wenn ihr Fragen an]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute gibt es mal wieder ein kleines Update von unserem Autoren Nev! Im Video berichtet er, was sich in der letzten Zeit bei ihm verändert hat und warum man manchmal Sport machen sollte, nachdem man eine Spritze bekommen hat — und zwar eine Testosteronspritze. Wir wünschen euch viel Spaß beim Ansehen! Und übrigens: Wenn ihr Fragen an Nev habt, nur raus damit. Hinterlasst uns gerne einen Kommentar.</strong></p>
<p><span id="more-12875"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Solltet ihr die vorherigen Videos von Nev verpasst haben, kein Problem <span style="font-size: 1.14285rem;">— <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/nev/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier entlang</strong></a>.</span></li>
</ul>
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		<title>Ein bisschen leichter</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/01/ein-bisschen-leichter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2021 07:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über ein Update von Nev! Vor ein paar Wochen hat er uns noch erklärt, was für eine Operation für ihn auf dem Plan stand — Mastektomie sowie Hysterektomie — inzwischen hat er sie bereits hinter sich gebracht. Zwar hat er sich noch nicht ganz wieder erholt, aber es ist alles soweit gut gegangen. Mehr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über ein Update von Nev! Vor ein paar Wochen hat er uns noch erklärt, was für eine Operation für ihn auf dem Plan stand <span style="font-size: 1.14285rem;">— </span>Mastektomie sowie Hysterektomie <span style="font-size: 1.14285rem;">—</span> inzwischen hat er sie bereits hinter sich gebracht. Zwar hat er sich noch nicht ganz wieder erholt, aber es ist alles soweit gut gegangen. Mehr Details und einen ausführlichen Bericht bekommt ihr im Video<span style="font-size: 1.14285rem;">. Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit uns teilst, Nev!</span></strong></p>
<p><span id="more-12738"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Falls ihr das letzte Video von Nev verpasst haben solltet <span style="font-size: 1.14285rem;">—</span><span style="font-size: 1.14285rem;"> <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/09/der-erste-schritt-richtung-freiheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier entlang</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Lebensläufe &#8211; FaulenzA</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/01/lebenslaeufe-faulenza/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2021 08:56:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Lange hat FaulenzA versucht, wie eine Cis Frau rüber zu kommen und zu vermeiden, dass Leute erkennen, dass sie eine trans Frau ist. Warum ihr das inzwischen egal ist, wie sie über eine Wagenburg in Bochum inzwischen in Berlin angekommen ist, warum es eine gewisse Zeit gedauert hat, dort heimisch zu werden, welche Bedeutung ihre]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lange hat FaulenzA versucht, wie eine Cis Frau rüber zu kommen und zu vermeiden, dass Leute erkennen, dass sie eine trans Frau ist. Warum ihr das inzwischen egal ist, wie sie über eine Wagenburg in Bochum inzwischen in Berlin angekommen ist, warum es eine gewisse Zeit gedauert hat, dort heimisch zu werden, welche Bedeutung ihre Tattoos haben und wie ihr künstlerisches Schaffen ihren Tagesablauf prägt, davon erzählt sie in dieser Lebensläufe-Folge. Conrad hat FaulenzA in Berlin getroffen und ein beeindruckendes Porträt der jungen Musikerin und Autorin gedreht. </strong></p>
<p><span id="more-12699"></span><br />
<strong>Mehr dazu:</strong></p>
<p>Noch mehr zu FaulenzA <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/faulenza/">findet ihr hier</a> und auf <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/">dieser Seite</a> gibt es noch weitere, tolle Lebensläufe Folgen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inter*aktiv &#8211; Zusammen ist Mensch weniger allein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/interaktiv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2020 07:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser*e Autor*in Ika kann wirklich stolz auf sich sein – denn es ist unter anderem Ika zu verdanken, dass es jetzt eine dritte Option beim Geschlechtseintrag in offiziellen Dokumenten gibt. Wie es dazu kam, wie so ein Gerichtsweg abläuft und weshalb es so, so wichtig ist, sich mit anderen Menschen zu verbünden, das erzählt euch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser*e Autor*in Ika kann wirklich stolz auf sich sein – denn es ist unter anderem Ika zu verdanken, dass es jetzt eine dritte Option beim Geschlechtseintrag in offiziellen Dokumenten gibt. Wie es dazu kam, wie so ein Gerichtsweg abläuft und weshalb es so, so wichtig ist, sich mit anderen Menschen zu verbünden, das erzählt euch Ika im heutigen Text.</strong></p>
<p><span id="more-12497"></span></p>
<p>Ich war Teil der Gruppe die auf eine dritte Option beim Geschlechtseintrag geklagt hat – und mit dafür verantwortlich ist –<br />
dass es in offiziellen Dokumenten jetzt möglich ist, sich als inter*/divers einzutragen.</p>
<p>Aber wie ist es dazu gekommen?<br />
In diesem Text möchte ich meine persönliche und politische Motivation Teil dieser Klagegruppe zu werden ein bisschen erklären.</p>
<p>Je mehr ich mich mit der Geschichte von Inter und Trans beschäftigt habe, je mehr andere Trans und Inter ich traf. Umso mehr wurde mir klar.<br />
Ich will das nicht mehr. Mich wieder verstecken. So tun als wäre ich Mann nur damit die anderen sich nicht in ihrer Zwei Geschlechter Matrix gestört fühlen.<br />
Ich will, dass die Leute endlich akzeptieren, dass wir da sind. Als Inter und Trans.<br />
Und dass wir okay sind, wie wir sind.<br />
Ich will, dass es aufhört, dass wir angepasst und unsichtbar gemacht werden.</p>
<p>Da war viel Trotz und Stolz in mir drin.<br />
Auch ein zunehmendes Bewusstsein, dass nicht mein Körper und meine Identität hier das eigentliche Problem sind.<br />
Sondern eine Gesellschaft, die mich an eine weibliche Norm anpassen wollte. Eine Gesellschaft die sogar schon kleine Kinder ungefragt, ohne medizinische Notwendigkeit an den Genitalien operiert. Weil Narben und Schmerzen angeblich immer noch besser seien, als einen Körper zu haben, der offensichtlich nicht männlich oder weiblich sondern Intergeschlechtlich ist.</p>
<p>Vor allem aber war ich zum ersten Mal nicht mehr alleine mit diesen Gefühlen. In Queerfeministischen Gruppen, in Trans* Gruppen, bei Inter Treffen, immer mehr und mehr habe ich andere gefunden, die auch unzufrieden waren mit engen Geschlechterrollen und dem Anpassungsdruck.</p>
<p>An dieser Stelle war klar: ich möchte Veränderungen bewirken. Nicht nur für mich, sondern auch und vor allem für die Inter* und Trans* die nach mir kommen.<br />
Mit dem Wissen endlich auch Leute zu kennen die ein ähnliches Interesse haben fühlte ich mich stark genug dafür.</p>
<p>Jetzt blieb die Frage wie. Bei einer Gesellschaft in der so vieles nach Geschlechtern getrennt ist, wo fange ich da an?<br />
Bei der Medizin, deren Umgang mit Inter* immer noch davon geprägt ist, an eine männliche oder weibliche Norm anzupassen?<br />
Bei den Toiletten, die jetzt im Zuge der dritten Option plötzlich so viel diskutiert werden? Obwohl die Bahn schon seit Jahren Unisextoiletten hat.<br />
Fange ich an beim Sport, der noch immer nach Geschlechtern trennt und Inter* wie Caster Semenya ausschließt? Bei den Formularen im Amt, beim Onlineticket überall wo ich m oder w ankreuzen muss?<br />
Fange ich an in Kindergarten und Schule, wo schon die Kleinsten oft beigebracht bekommen, in geschlechtergetrennten Gruppen zu spielen?<br />
Fange ich an bei den Läden, die Kleidung, ja sogar Socken nach Geschlechtern sortieren?</p>
<p>Eine angebliche Normalität von Mann* und Frau* wird erst mit Gewalt hergestellt: durch Selektion, durch OPs, durch Anpassungsdruck.</p>
<p>Für mich war klar, die Veränderung muss radikal sein. Radikal heißt an der Wurzel. Ich wollte nicht nur einen Teil der Auswüchse von diesem Zwei-Geschlechter-System verändern, sondern dahin gehen, wo alles angefangen hat.</p>
<p>Logischerweise war der Anfang für mich die Geburtsurkunde. Irgendwann hatte irgendwer ohne mich zu kennen, ohne dass ich selber was dazu sagen konnte, eingetragen, dass ich weiblich sei. Wenn ich will, dass die Leute verstehen, akzeptieren dass ich Inter* bin, muss ich also genau hier anfangen. Ich wollte nicht als Mann oder Frau sondern als Inter* anerkannt werden. Ganz offiziell.</p>
<p>Denn von da aus lassen sich hoffentlich auch die anderen oben genannten Punkte verändern. Zumindest ist das die Hoffnung. Wenn es einen dritten Eintrag gibt lässt sich schwerer begründen, dass es medizinische Anpassungen an eine weibliche oder männliche Norm braucht.</p>
<p>Aber natürlich war es nicht mit einem einfachen Besuch beim Standesamt getan. Offiziell war es ja gar nicht möglich einen Eintrag als Inter*/Trans*/divers zu haben. Letztendlich haben wir als Gruppe über fünf Jahre weiter daran gearbeitet und uns bis vor das Bundesverfassungsgericht geklagt.<br />
Auch hier war es kein Zufall, sondern eine strategische Überlegung, dass wir den Gerichtsweg gegangen sind.</p>
<p>Während in der Politik Inter und Trans als vermeintliches Minderheitenthema oft hintenan steht, muss ein Gericht den Einzelfall betrachten.<br />
Für uns war klar, dass es auch deswegen eine realistische Perspektive auf einen erfolgreichen Prozess gab weil auch die letzten Verbesserungen des TSG nicht von der Politik ausgingen, sondern durch Einzelpersonen eingeklagt wurden.</p>
<p>Eine andere politische Frage ist da etwas komplizierter gewesen doch auch hier ist uns allen die Entscheidung eigentlich sehr leicht gefallen.<br />
Natürlich wäre eine Welt am besten, in der niemand mehr ein Geschlecht angeben muss. Aber wir leben nun mal immer noch in einer Welt, in der Geschlecht eine große Rolle spielt.<br />
Solange das so ist, fanden wir es wichtiger und realistischer erst mal Sichtbarkeit und Akzeptanz zu schaffen für Inter* und Trans*, durch einen expliziten dritten Geschlechtseintrag, anstatt zu versuchen, dass der Geschlechtseintrag für alle gestrichen wird. Gerade für Antidiskriminierungsarbeit kann so ein dritter Eintrag sehr viel mehr Möglichkeiten bieten.</p>
<p>Juristisch war es auch gar nicht möglich, auf eine Abschaffung des Geschlechtseintrages für alle zu klagen. Es wäre möglich gewesen meinen Geschlechtseintrag streichen zu lassen beziehungsweise darauf zu klagen.<br />
Aber das schien mir nie wie eine gleichberechtigte Option. Männer und Frauen hätten dann weiter einen Geschlechtseintrag nur wir als Inter* und Trans* hätten stattdessen eine Leerstelle und würden wieder unsichtbar bleiben.</p>
<p>Aber auch politisch glauben ich dass ein Erfolg der Klage eben nicht nur darin liegt dass es jetzt einen dritten Eintrag gibt, sondern auch darin das besonders in der Zeit nach dem Urteil so viel über Inter* und Trans* in den Medien berichtet wurde, wie wir es vorher nicht erlebt haben.<br />
Vor allem in den ersten Jahren der Klage haben wir als Kampagnengruppe in vielen verschiedenen Städten Infoveranstaltungen organisiert und erklärt was das überhaupt heißt Inter* und Trans*.<br />
Wir haben über Chromosome, Identität und Hormone gesprochen.</p>
<p>Manchmal ist es immer noch unglaublich für mich zu merken, dass jetzt 8 Jahre später so viele Fragen die uns damals gestellt wurden auch von anderen Medien beantwortet werden. Wir konnten quasi dabei zugucken wie von Jahr zu Jahr mehr wissen zu Trans* und auch Inter* vorhanden war.</p>
<p>Insgesamt war es auch einfach eine tolle Erfahrung in einer zwar kleinen aber feinen Gruppe, sehr strukturiert und beständig an diesem Prozess und der Kampagne drumherum zu arbeiten. „True focus lies somewhere between rage and serenity“ (Professor X , X-Men First Class) Ich habe bis heute keine Gruppe getroffen die so fokussiert zusammengearbeitet hat.<br />
Nochmal ein großes danke an dieser Stelle.</p>
<p>Das erhoffte Gesetz zum Verbot von ungefragten OPs an Inter* Kindern ist leider noch nicht da.<br />
Immer noch muss dafür geklagt werden dass eine dritte Option nicht an irgendwelche Gutachten geknüpft sein darf.<br />
Dabei ist es doch logisch das nur ich selber mein Geschlecht am besten kenne.</p>
<p>Aber es gibt schon eine nicht-binäre person – die nicht Inter* ist – die sich auch bis vor das Verfassungsgericht geklagt hat &#8211; und hoffentlich bald klären kann das ein dritte Geschlechtseintrag – allen offen stehen sollte die nicht Mann oder Frau sind -egal ob Inter* oder Trans*. Mehr aktuelles dazu <a href="http://dritte-option.de/ueber-uns/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</p>
<p>Warum ich das alles erzähle – weil es zeigt – das Veränderung manchmal doch möglich ist.<br />
Weil es zeigt – dass es gar nicht immer riesige viele Menschen braucht – manchmal reicht eine kleine aber engagierte Gruppe – und viel Hartnäckigkeit.</p>
<p>Vielleicht hat die*der eine oder andere ja auch Lust auf Aktivismus bekommen?</p>
<p>Wenn ihr Inter seid und denkt – es wird Zeit mal andere zu treffen, könnt ihr zum Beispiel hier nachschauen:<a href="http://www.im-ev.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong> Intersexuelle Menschen e.V.</strong></a> &#8211; heißt der Verein und bietet in verschiedenen Städten regelmäßig Treffen von und für Inter*, um sich zusammen auszutauschen und zu unterstützen.</p>
<p><a href="https://oiigermany.org/aktuell/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Das hier ist eine Organisation</strong></a> die sich mit Inter* aus aller Welt vernetzt und auf politische Fordrrungen von Inter* aufmerksam macht, vor allem in Berlin aktiv.</p>
<p><a href="http://www.transinterqueer.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Das ist ein Verein</strong></a> der Beratung für Inter* und Trans* anbietet außerdem gibt es Gruppentreffen mit verschiedenen Themen . Auch in Berlin.</p>
<p>Falls ihr jetzt denkt – hier ist irgendwie noch nicht das richtige für mich dabei &#8211; dann gilt vielleicht der alte Spruch-<br />
alles muss Mensch selber machen. Niemand hält euch davon ab, einfach eine Gruppe neu zu gründen 🙂</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wie immer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yh91lO-PU0o" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hat Ika noch einen Songtipp für euch</strong></a>, zum Mutmachen und Starkfühlen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der erste Schritt Richtung Freiheit</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/der-erste-schritt-richtung-freiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2020 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über Neuigkeiten von Nev! Und zwar große Neuigkeiten, denn genau heute hat Nev eine für ihn sehr wichtige Operation. Im Video erklärt er, was genau passieren wird und welche Bedeutung das alles für ihn hat. Schaut unbedingt rein und drückt die Daumen, dass alles glatt läuft! Wir wünschen alles Gute, Nev! Mehr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über Neuigkeiten von Nev! Und zwar große Neuigkeiten, denn genau heute hat Nev eine für ihn sehr wichtige Operation. Im Video erklärt er, was genau passieren wird und welche Bedeutung das alles für ihn hat. Schaut unbedingt rein und drückt die Daumen, dass alles glatt läuft! Wir wünschen alles Gute, Nev!</strong></p>
<p><span id="more-12433"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Nevs ganze Transition könnt ihr euch <a href="https://www.meintestgelaende.de/?s=nev" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a> nochmal genauer anschauen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Fehler in der Matrix</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/der-fehler-in-der-matrix/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2020 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über einen neuen, spannenden Text von Ika! Auch innerhalb einer bestimmten &#8218;Bubble&#8216; kann es zu hitzigen Diskussionen und Streit kommen &#8211; selbst wenn eigentlich gegen ein und dasselbe gekämpft wird, beispielsweise das Patriarchat. Ika schreibt über Konflikte und mangelnde Solidarität zwischen trans und inter Personen. Ein wichtiger Einblick! Im letzten Text „Zur]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über einen neuen, spannenden Text von Ika! Auch innerhalb einer bestimmten &#8218;Bubble&#8216; kann es zu hitzigen Diskussionen und Streit kommen &#8211; selbst wenn eigentlich gegen ein und dasselbe gekämpft wird, beispielsweise das Patriarchat. Ika schreibt über Konflikte und mangelnde Solidarität zwischen trans und inter Personen. Ein wichtiger Einblick!</strong></p>
<p><span id="more-12349"></span></p>
<p>Im letzten Text „Zur Frau wurden wir gemacht“ ging es sehr viel um Inter* in feministischen und/oder queeren Kontexten.<br />
Diesmal geht es um Konflikte, die zum Teil zwischen Inter* und Trans* Aktivisten auftauchen.</p>
<p>Für mich war immer klar, dasss ich mich als beides sehe. Also dass ich irgendwie Inter* bin , weil mein Körper nie ein typisch weiblicher Körper war und auch nie ein typisch männlicher Körper sein wird, sondern irgendwo dazwischen ist.</p>
<p>Gleichzeitig sehe ich mich auch als Trans*, weil auch mein psychisches Geschlecht nicht männlich oder weiblich ist.<br />
Vor allem habe ich die Erfahrung gemacht, lange Jahre als Frau angesehen zu werden und dann irgendwann als Mann.</p>
<p>Trotzdem muss ich zugeben, dass es zum Teil große Unterschiede gibt in den Erfahrungen von Inter* und Trans*. Während manche Inter* am liebsten nichts mehr von Pronomen hören wollen, weil sie diese mit falschen Zuschreibungen und Anpassungversuchen verbinden, sind sie vielen Trans* Personen sehr wichtig. Für manche sind sie ein Zeichen endlich im richtigen Geschlecht wahrgenommen zu werden.</p>
<p>Hier scheinen mir aber die Unterschiede zwischen nicht binären Inter und binären Inter zum Teil auch sehr groß. Mit binären Inter* meine ich Leute deren Körper zwar intergeschlechtlich ist, die sich aber als Frau oder Mann definieren. Nich-binäre Inter* haben einen intergeschlechtlichen Körper und definieren sich auch weder als Mann oder Frau. Genauso gibt es binäre und nicht binäre Trans*.</p>
<p>Vielleicht sollten wir also nicht immer so viel darauf gucken, wo wir geschlechtermäßig herkommen, sondern wo wir hinwollen beziehungsweise wo wir jetzt sind.</p>
<p>Darum finde ich es schade, wenn manche Inter* so tun als würden Trans* nicht auch sehr unter dem Zwei-Geschlechter-System leiden, sondern sich das Transsein aussuchen, weil der Körper ja binär ist.</p>
<p>Am Ende leiden wir alle in dieser Geschlechter-Matrix, die nur 0 oder 1 kennt. Nur männlich oder weiblich.<br />
Wir sind die 2. Oder 3. Oder 4.<br />
Oder was auch immer.<br />
Aber mit Sicherheit nicht vorgesehen in diesem System.</p>
<p>Ich bin dann hin- und hergerissen.<br />
Ich denke – reißt euch zusammen und arbeitet alle mal zusammen.<br />
Dann denke ich aber – wenn Leute Mist bauen, darf auch das Inter- oder Transsein keine Entschuldigung dafür sein.</p>
<p>Ja, natürlich ist es ein Problem, wenn auf einer Tagung von und für Inter und Trans ein Arzt eingeladen wird, der ungefragte OPs an Inter Kindern durchführt.<br />
Weil es der gleiche Arzt ist, der jungen trans Personen bei ihren OPs hilft.<br />
Das ist einfach unsolidarisch. Und da fällt mir dann auch nichts mehr zu ein.</p>
<p>Aber bei anderen Punkten, über die sich geärgert wird, frage ich mich: warum sind wir Queers mit anderen Queers immer am strengsten? Ist das auch irgendwie Selbsthass?</p>
<p>Kleinere Fehler sollten kein Grund zum Draufhauen auf andere Queers. Ich würd mir dann wünschen, dass wir nicht so sehr diejenigen kritisieren, die uns eigentlich sehr nah sein könnten, sondern besser mal auf dieses Patriarchat zielen.</p>
<p>Das ist ja immer noch da und lacht sich ins Fäustchen – wenn wir Unterdrückten mit unserer Wut und Verletzung lieber aufeinander losgehen als auf den Unterdrücker.</p>
<p>Für mich ist das der Typ, der mich in der Bahn auslacht, weil ich ihm zu queer bin,<br />
oder ein Arzt, der meint, dass es okay ist, mich direkt nach meinem Sexleben auszufragen,<br />
weil er so etwas &#8218;Exotisches&#8216; wie mich ja vorher noch nie in live gesehen hat.</p>
<p>Anderen Queers verzeihe ich viel mehr.<br />
Weil ich denke – i know your struggle.</p>
<p>Trotzdem sind zur Zeit Trans* sichtbarer als Inter*. Da ist es wichtig dass in der Zusammenarbeit nicht die größere oder lautere Gruppe den Ton angibt. Sondern wirklich gleichberechtigt zusammengearbeitet wird.</p>
<p>Aber immer wieder gibt es dann Menschen, meist weiße schwule cis Männer, die denken, von den Rechten akzeptiert zu werden wenn sie sich nur laut genug von diesem ganzen &#8218;Gender Gaga&#8216; – also im Klartext von allen trans und inter Personen, allen unangepassten Queers, distanzieren.</p>
<p>Genauso gibt es binäre trans Personen, die nichts mit diesen &#8218;komischen anderen&#8216; trans Personen zu tun haben wollen, die sich nicht für ein Geschlecht entscheiden. Die alles dafür tun, sich an eine männliche oder weibliche Norm anzupassen und über alle anderen lachen, die nicht mitmachen können oder wollen, und die dafür auf Applaus von der cis Welt hoffen.</p>
<p>Es gibt Inter die denken, wenn sie nur hetero und angepasst genug sind, dann werden sie zwar immer noch bemitleidet &#8211;<br />
aber wenigstens nicht abgelehnt. Und so weiter.</p>
<p>Ich sage – schaut nach Ungarn. Schaut auf Trump. Schaut auf die AfD.<br />
Wenn jetzt wie in Ungarn ein Gesetz erlassen wird, dass nur noch das bei Geburt festgelegte Geschlecht im Pass stehen darf, betrifft das alle Trans* und Inter*.<br />
Letztlich auch alle Queers. Auch wenn es die Inter* und Trans* als erste abbekommen.</p>
<p>In Polen betreffen die LGBTQI-freien Zonen schon jetzt alle.</p>
<p>Ich wünsche mir darum nicht-binäre-binäre-trans-inter-schwule-lesbische-bisexuelle-tunten-Queers, die sich nicht voneinander abgrenzen, sondern sich laut und deutlich von dieser Gesamtscheiße distanzieren.</p>
<p>Mit Gesamtscheiße meine ich hier den von Rechten angestrebten Rollback zu Geschlechter- und Familienbildern des vorletzten Jahrhunderts.</p>
<p>Wer wenn nicht wir sollte der Welt zeigen, dass es anders und besser geht &#8211;<br />
als in zu engen Rollenbildern stecken zu bleiben?</p>
<p>Dass Sex mehr sein kann als Penentration, dass Familie mehr ist als Mutter, Vater, Kind?</p>
<p>Was nicht heißt, das es jetzt ein neues Dogma werden sollte möglichst Poly zu leben. Und sich gegenseitig überbieten wer den krasseren Sex hat klingt für mich mehr nach Selbstoptimierung, als nach Freiheit.</p>
<p>Es geht darum in sich rein zu fühlen – welche Art zu leben wirklich zu mir passt.</p>
<p>Spoiler Alarm 1: Das ist für verschiedene Menschen sehr unterschiedlich.</p>
<p>Spoiler Alarm 2: Das kann sich durchaus auch ändern.</p>
<p>Ich will nicht mehr darüber jammern oder traurig sein, nicht reinzupassen in dieses Zwei-Geschlechter-Konzept, sondern endlich anerkennen und feiern, dass es auch anders geht.</p>
<p>Dass es auch eine Freiheit ist, in all diese Schubladen nicht hineinzupassen.<br />
Andere gehen die Lebenswege ihrer Eltern nach ohne zu fragen warum.</p>
<p>Für mich – für uns<br />
gab es keine Bilder und Vorbilder.<br />
Das war manchmal hart und schwer.<br />
Oder einsam.</p>
<p>Aber immerhin gab es auch keine ausgetretenen Pfade.<br />
Sondern viel Neues zu entdecken und probieren.</p>
<p>Lasst uns das zusammen feiern.<br />
Und den Fehler nicht doch immer wieder bei uns suchen &#8211;<br />
sondern bei denen, die uns ausgrenzen und einschränken.</p>
<p>Stay Queer, stay rebel, stay pride.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ika hat sich noch einen Link zu <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Xq8mt6WuD-E" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>WRABEL:THE VILLAGE</strong></a> gewünscht &#8211; hört mal in den Song rein!</li>
<li>Mehr Texte von Ika gibt&#8217;s <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/ika/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die LGBTQ*-Community und Black Lives Matter: Wo wir stehen sollten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/lgbtq-und-black-lives-matter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 07:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Pride-Month Juni ist zwar gerade vorüber, für die Rechte queerer Menschen muss aber weiterhin gekämpft werden. Und wie diese Kämpfe mit der Black Lives Matter-Bewegung zusammenhängen, das erklärt euch unsere Autorin Mare in folgendem Text. Und ein kleiner Extratipp für diejenigen unter euch, die ein Netflix-Abo haben: über die Schwarze Aktivistin Marsha P. Johnson]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Pride-Month Juni ist zwar gerade vorüber, für die Rechte queerer Menschen muss aber weiterhin gekämpft werden. Und wie diese Kämpfe mit der Black Lives Matter-Bewegung zusammenhängen, das erklärt euch unsere Autorin Mare in folgendem Text. Und ein kleiner Extratipp für diejenigen unter euch, die ein Netflix-Abo haben: über die Schwarze Aktivistin Marsha P. Johnson gibt es dort <a href="https://www.netflix.com/title/80189623" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine sehr empfehlenswerte Doku</a>!</strong><span id="more-12345"></span></p>
<p>28. Juni 1969. Bei einer Polizei-Razzia des Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street kam es zu gewaltvollen Auseinandersetzungen mit der Polizei, nachdem diese Menschen auf brutale Weise verhaften wollte. Viele der Besucher*innen der Bar hatten in ihrem Leben schon viel Polizeigewalt erfahren. Immerhin war das Stonewall Inn eine „Schwulenbar“, oder genauer gesagt, viele Menschen, die trans*, homo- oder bisexuell waren, besuchten die Kneipe. Viele, die zu den Aufständen in der Nacht dazu kamen, waren sogar obdachlos. Von ihren Eltern verstoßen lebten sie am Rand der Gesellschaft.</p>
<p>Es gibt in der LGBTQ*-Community viele Debatten, wer den ersten Stein geworfen hat. Oft wird gesagt, es wäre die Schwarze trans* Frau Marsha P. Johnson gewesen. Auf vielen Demos wird noch heute ihr Gesicht auf Schildern und T-Shirts getragen. Ob sie tatsächlich auch den ersten Stein geworfen hat ist umstritten. Und egal. Denn was zählt, ist, dass nach den Stonewall-Aufständen eine massive Bürgerrechtsbewegung losgetreten wurde, der wir viele unserer heutigen Rechte verdanken. Und was wir nicht vergessen dürfen, ist, dass viele der Aktivist*innen wie Marsha P. Johnson immer noch zu einer stark diskriminierten Gruppen gehört: Schwarze trans* Menschen.</p>
<p>Wir leben im 21. Jahrhundert, im Jahr 2020. Vieles hat sich seit Stonewall zum Guten verändert. Vieles läuft noch immer schlecht. Aber es gibt Hoffnung, dass sich einige Dinge zum besseren entwickeln werden, denn Tausende Menschen protestieren weltweit und wollen Veränderung. Ihr Motto: Black Lives Matter.</p>
<p>Black Lives Matter. Schwarze Menschenleben sind wichtig. Es ist wichtig, diese Aussage zu wiederholen, immer und immer wieder, auf den Straßen, aber auch in unserem Alltag, selbst nachdem der Medienhype um die Proteste abgeklungen ist. Denn selbst wenn die Berichterstattung über Rassismus nachlässt, heißt das nicht, dass wir Rassismus hinter uns gelassen haben. Aber wo stehen wir da als LGBTQ*-Community?</p>
<p>Ich denke, wir haben eine doppelte Rolle: Einerseits können und sollten wir solidarisch mit der Bewegung sein. Immerhin kämpfen seit Jahrzehnten Aktivist*innen dafür, dass wir selber frei leben und lieben können. Da sollten wir auch Menschen unterstützen, die sich für dasselbe einsetzen, und auch unsere eigene Community besteht auch nicht nur aus weißen Menschen ohne Migrationshintergrund.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Andererseits müssen wir auch bei uns selber anfangen. Denn nur weil unsere Community durch einen Kampf um Recht und Anerkennung zusammengekommen ist, heißt das nicht, dass wir selber davor geschützt sind, andere bewusst oder unbewusst mit unseren Vorurteilen zu verletzen. Und es heißt auch nicht, dass wir Rassismus direkt verstehen können, nur weil wir selber Diskriminierungserfahrungen gemacht haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Welches rassistisches Verhalten gibt es bei uns in der Community? Was für Erfahrungen machen Schwarze, queere Menschen und queere Menschen mit Migrationshintergrund? Wie kann ich am Besten helfen? Welches Verhalten muss ich selber bei mir ändern?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das sind Fragen, die wir uns alle stellen sollten. Und am besten finden wir Antworten, indem wir zuhören. Zuhören, lesen und lernen. Damit wir an einer besseren Zukunft für alle arbeiten können, unabhängig von der Sexualität und dem Geschlecht, aber auch der Hautfarbe, Herkunft und Religion.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von Mare <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/mare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Queere Gangster</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/queere-gangster/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[FaulenzA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2020 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
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					<description><![CDATA[Yay! Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem Video und Song von FaulenzA featuring Haszcara! Übrigens haben wir Haszcara im Rahmen des Online-#geländes zu einem Talk eingeladen, der euch Anfang Juli hier auf meinTestgelände erwartet. Mehr dazu: Ihr wollt gleich weiterhören? Kein Problem 🙂 Neuigkeiten von FaulenzA gibt&#8217;s regelmäßig auf ihrer Facebook-Page.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Yay! Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem Video und Song von FaulenzA featuring Haszcara! Übrigens haben wir Haszcara im Rahmen des Online-#geländes zu einem Talk eingeladen, der euch Anfang Juli hier auf meinTestgelände erwartet.</strong></p>
<p><span id="more-12262"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ihr wollt gleich weiterhören? <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/faulenza/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Kein Problem</strong></a> 🙂</li>
<li>Neuigkeiten von FaulenzA gibt&#8217;s regelmäßig <a href="https://www.facebook.com/Faulenza/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auf ihrer Facebook-Page</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Kapitel 1</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/kapitel-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Damian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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		<category><![CDATA[Gender]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser neuer Autor Damian sagt über sich selbst: &#8222;Ich benutze Sprache als Ventil um einen Ausdruck zu finden, und als Mittel, mich selber und meine Umgebung zu reflektieren.&#8220; Und YES, genau das tut er! Heute präsentieren wir euch seinen zweiten Text, in dem es um fehlende Vorbilder, um Männlichkeit und um die große Bedeutung feministischer]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser neuer Autor Damian sagt über sich selbst: &#8222;Ich benutze Sprache als Ventil um einen Ausdruck zu finden, und als Mittel, mich selber und meine Umgebung zu reflektieren.&#8220; Und YES, genau das tut er! Heute präsentieren wir euch seinen zweiten Text, in dem es um fehlende Vorbilder, um Männlichkeit und um die große Bedeutung feministischer Räume geht &#8211; und außerdem auch um Humor. Wie all das zusammenpasst? Lest selbst!</strong></p>
<p><span id="more-12239"></span></p>
<p>Ich bin also 18 und spiele eine Frau. Ich war immer sehr schlecht in der Schule und machte auf dem zweiten Bildungsweg alles nach. Ich war die einzige Frau in der Klasse. Ja, das war übel. Und ich hörte Musik, in der es mehr „Fotzen“ in den Texten von irgendwelchen Trotteln gibt, als auf der Bühne. (Ich darf das sagen!)<br />
Also: weder weibliche Vorbilder, und schon gar keine männlichen.<br />
Und so, wie die Jungs mich überall behandelten, wurde auch nur ich behandelt, aber kein anderer Mann. Irgendwann dachte ich darüber nach, warum es für (cis-)Männer keine so entwürdigenden Beleidigungen gibt wie für Frauen. Ja, klar, du kannst Pimmel oder Schwanz negativ benutzen, aber das ist nicht dasselbe wie Fotze.<br />
Ich suchte also einen Begriff für diese ganzen Erfahrungen, die ich machte.<br />
Und ich fand ihn: Sexismus.<br />
Ich benutzte ihn und ich merke, Sexismus ist für viele nur ein Wort. Für mich 24 Jahre eine unbenannte Vormachtstellung von Cismännern gegenüber meinem Körper, meinem Charakter, meinen Emotionen und meiner Menschlichkeit, gegen die ich mich nie wusste zu wehren.<br />
Wenn ich das Gefühl habe, Schuld zu sein, immer wenn eine Cismännerhand im Vorbeigehen meinen Arsch gekniffen, gedrückt oder gehauen hat, wie soll ich dann emotional dazu fähig sein, mich zu wehren? Schuld ist ein lähmendes<br />
Gefühl.<br />
Obwohl ich nie in meinem Leben einen Rock getragen habe, hatte ich immer das Gefühl, mein Rock sei zu kurz, dass mir sowas passiert.<br />
Zwischen zu Hübsch, dass die Cismänner nichts für ihre Triebe können und zu Hässlich, dass ich dankbar sein solle, dass mich überhaupt ein Mann haben will, gab es nichts.<br />
Für alles hatte das Patriarchat und seine Vertreter faule Ausreden, die mir zeigten:<br />
Egal, wirklich egal, wie ich mich verhalte: in ihren Augen werde ich es nie richtig machen.<br />
Wenn du dich auf sie einlässt, bist du eine „billige Hure“, die jeder haben kann. Wenn du sie absagst, wollen sie es „dir fotze so richtig heimzahlen“.<br />
Nein, nicht alle cismänner sind so. Aber die Traumata habe ich ja nicht von denen, die keine Täter sind, sondern von den Tätern. Und in meinem Leben habe ich Erinnerung an Taten, die so weit zurückliegen, dass nicht mal mehr der Name des Täters bleibt.<br />
Aber durch die Feministische Szene erkannte ich: Es geht vielen Frauen so. Vielen geht es noch schlechter als mir, wiederum andere haben nicht mal ansatzweise so viel erlebt wie ich. Doch uns verbindet etwas, das mindestens genauso stark war:<br />
Diese bestialische Energie, die du bekommst, wenn du dich plötzlich als Handelnde Person erkennst. Vom Objekt wieder zu einem Menschen wirst.<br />
Bei mir ist dieser Prozess vor allem durch Humor passiert. Humor ist in meinen Augen die stärkste Form von rhetorischer Macht. Kennst du das auch, wenn du mit einer Runde von 10 cismännern am Tisch sitzt, und du machst einen Witz, aber keiner lacht? Zwei Minuten später erzählt einer der Cismänner denselben Witz, mit minimal anderen Worten &#8211; die Runde gröhlt bis irgendwer Schluckauf kriegt.</p>
<p>Wenn das alles ist, was 5 Tage die Woche passiert, macht das zwangsläufig depressiv. Ich hatte einen tiefen Wunsch, den ich immer öfter begann zu träumen: dass meine ganze Welt sich verändert. Ich wollte mehr Frauen um mich haben und mich über die Erfahrungen unterhalten.<br />
Desto mehr ich selber darüber sprach, desto mehr veränderte sich auch mein Freund_innenkreis. Und so kam ich immer mehr in die Feministische Szene.<br />
Und hier begegnete ich diesen „Feminazis“. Cis-Frauen, die dem Patriarchat tagtäglich ein lautes „Viva la vulva“ entgegenfauchten und ich so: geil! Und ich merkte, wie viel System darin steckt, dass uns im Bio-Unterricht über „weibliche“ Körper so wenig beigebracht wird. Alles was ich lernte: können schwanger werden, müssen verhüten, da Scheide, da Schamlippen, da Anus, ach ja es gibt ja noch den Kitzler, fast vergessen, jetzt könnt ihr eure Bücher wieder zuklappen. Das Vokabular war ekelerregend und unmenschenwürdig, und die Funktion rein auf Gebären zu limitieren, ist sexistisch.<br />
Aber jetzt saß ich nicht mehr auf der Schulbank sondern zwischen Frauen mit haarigen Beinen und Lianen in den Acheln und Frauen mit Beinen wie Seide, die in einem Stuhlkreis über Schamgefühle und Schönheitsdruck sprachen und Verständnis füreinander aufbauten. Jetzt träumte ich nicht mehr hinter der Drehmaschine, sondern erlebte stinknormale Lesbenküsse im Panorama eines Konzertes, die nicht den Fokus von gröhlenden Broilern sich ziehen. Lauthals rülpsende Streuner-Punkerinnen, und Femmes die nicht mal aus ihrer Performance weichen müssen um dir bei einem sexistischen Spruch treffsicher eine reinzuzimmern. Und noch viele Geschlechter, Liebens- und Lebensweisen mehr, die sich im Stadtbild nur zeigen können, wenn sie gerade die Resilienz dafür haben, die Blicke abzuschirmen, mit denen sie jede Sekunde beworfen werden.<br />
Plötzlich fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Ich war viel entspannter, denn ich war zwar immer noch nicht innerlich frei, aber zumindest war mein Umfeld weniger wertend und urteilend mit mir. Und mein Begehren war zwar immer noch nicht die Norm der linken Szene, aber wenigstens nicht mehr Abnormal. Ich konnte, durfte, wollte begehren und über begehren sprechen. Und erst da wurde mir klar, wie groß meine Sehnsucht nach diesem Raum war, alleine schon, weil ich ihn mir bis vor kurzem nie hätte vorstellen können.<br />
Und das hat Prozesse losgetreten, die weitere Prozesse losgetreten haben, worauf Prozesse folgten, die mich in meinen jetzigen Prozess geführt haben.<br />
Tschüss Patriarchat, und hallo Feminismus, hier bin ich!</p>
<p>In Feministischen Räumen habe ich mich wieder getraut, meinen Humor zu entdecken und etwas witzig zu sein &#8211; die Runde lachte! Natürlich auch nicht immer alle, weil nicht alle Menschen denselben Humor teilen, aber darüber fand ich Freund*innen, mit denen ich mich von Zeit zu Zeit besser verstand.<br />
Und in diesen neuen Kreisen lernte ich Tag für Tag, was eigentlich der Inhalt meiner selbst ist. Was in dieser Hülle ist, die mich 24/365 durch die Welt transportiert. Ich lernte mich neu kennen, und fing an, anders über mich zu denken.<br />
Ich fand mich allmählich lustig, unterhaltsam, wissensdurstig, und aus schüchtern wurde laut. Mit dieser neuen Einstellung zu mir selber lernte ich auch schnell Lesben kennen, mit denen ich Zärtlichkeiten tauschen konnte. Das gab mir viel, und öffnete nochmal Seiten in mir, die ich immer versuchte vor dem Patriarchat zu verstecken: Ein klitzekleiner Teil meines weichen Gemüts traute sich aus mir raus. Ich bin ein sehr empfindsamer Mensch, und bin froh, dass ich in meinem Kontext sehr früh lernte, so sein zu dürfen.</p>
<p>Heute sitze ich hier als 24 jähriger Mann und weiß um den Wert von feministischen Strukturen. Ich möchte immer für sie kämpfen, sie dürfen niemals zerstört werden.<br />
Mit ihrer Hilfe haben sie es mir damals ermöglicht, mir mein ganzes Leben zurückzuholen. Damals wusste ich noch nicht, dass jeder Schritt zu mir selber auch ein Schritt Richtung Männlichkeit ist. Aber einer neuen Männlichkeit, einer schönen und heilsamen Männlichkeit. I love it!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Falls ihr den ersten Text von Damian verpasst habt &#8211;<a href="https://www.meintestgelaende.de/author/damian/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong> hier entlang</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Weg zum Mann</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/05/der-weg-zum-mann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2020 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon eine Weile haben wir nichts mehr von unserem Autor Nev gehört &#8211; jetzt endlich gibt&#8217;s neuen Lesestoff von ihm, er meldet sich mit einem Update aus seinem Leben. Wo steht er gerade, auf seinem Weg zum Mann? Was sind die nächsten Schritte?  So, ihr Lieben. Es ist wieder an der Zeit meinen GedankenWirrWarr aus]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon eine Weile haben wir nichts mehr von unserem Autor Nev gehört &#8211; jetzt endlich gibt&#8217;s neuen Lesestoff von ihm, er meldet sich mit einem Update aus seinem Leben. Wo steht er gerade, auf seinem Weg zum Mann? Was sind die nächsten Schritte? </strong></p>
<p><span id="more-12198"></span></p>
<p>So, ihr Lieben. Es ist wieder an der Zeit meinen GedankenWirrWarr aus meinem Kopf zu lassen. Eine halbe Ewigkeit ist vergangen seit meinem letzten Text. In dieser Zeit ist einiges  passiert. Wie es so ist im Leben, es gibt Auf und Abs. Einige Tiefschläge, die mir den Boden unter den Füßen weggerissen haben. Aber auch schöne Momente mit liebevollen Menschen. Mein Anderssein  spielt immer wieder eine Rolle. Die Liebe, für die ich sehr dankbar bin, habe ich gefunden. Sie treibt mich an, obwohl ich selbst  ein kleiner Faulpelz bin. Ich begann im Juli 2018 meine psychotherapeutische Behandlung, die ich im Dezember 2019 erfolgreich abschließen konnte. Ja, was heißt erfolgreich abschließen. Mein Therapeut sagte während einer Sitzung einmal zu mir: „Wie soll ich einen Menschen therapieren, bei dem es nichts zu therapieren gibt.“ Ich bin fest und war immer fest in meiner Entscheidung, den Weg zum Mann zu gehen. Für die, die meine Geschichte nicht kennen – ich kam im Jahr 1993 als Mädchen namens Lora zur Welt. Ich lebe in einer Kleinstadt im Süden von Brandenburg. Eine Besonderheit in der Provinz möchte man denken. Doch so ist es tatsächlich nicht. Die Menschen in meinem Umfeld gehen sehr gelassen und aufgeschlossen mit diesem Thema um. Manche wissen es vielleicht auch nicht, was für mich auch eine Art Akzeptanz ist. Nun ist meine Therapie, wie schon erwähnt, beendet und ich stellte mich im Januar in einer Klinik vor, um die ersten beiden Operationen zu planen und zu verwirklichen. Der erste Schritt optisch offensichtlich Mann zu sein, ist die Mastektomie -die Entfernung der Brust. Die zweite Operation ist die Hysterektomie mit Adnexen – also die Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke. Diese beiden Operationen bringen mich einen riesigen Sprung weiter zum vollendeten Mann. Der Sommer kommt und als Mann mit einem bekleideten Oberkörper an den Strand zu gehen, mag sehr sehr seltsam sein. Und ja, das ist es auch. Man ist eingeschränkt in seinem Handeln. Nicht völlig frei.<br />
Bei der Hysterektomie ist es so, dass mir ein zweiter großer Makel oder sagen wir, eine große Nebenwirkung der „Krankheit Frau“ abgenommen wird. Für biologische Frauen ist es schon eine Belastung Monat für Monat die Böse Woche zu bekommen. Schmerzen, Unwohlsein, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit. Damit und wahrscheinlich mit vielen Beschwerden mehr, haben diese zarten Wesen zyklisch zu kämpfen. Nun dürft ihr euch gern vorstellen, wie es für einen Mann ist, der regelmäßig Besuch bekommt, der noch nicht einmal erwünscht ist. Aber es gibt ja immerhin einen Lichtblick und der Spuk ist bald vorbei.<br />
Ich werde euch zukünftig weiter auf dem Laufenden halten und euch gern über meine Geschichte und den langen Weg informieren.</p>
<p>Fazit ist, dass jeder einen Traum oder ein Ziel hat. Jeder von uns trägt sein eigenes Paket. Niemand kann uns diese Last abnehmen, doch haben wir immer Menschen an unserer Seite, die uns unterstützen und uns motivieren, niemals den Glauben an uns selbst zu verlieren.<br />
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich oft allein fühlt. Ich bin der Einzige, dem es auf der Welt so geht. Doch das stimmt nicht. A) gibt es tausende und aber tausende Menschen, die das gleiche Schicksal haben und B) sind wir mal ehrlich – es gibt viel schlimmere Geschichten als unsere.<br />
Bleibt gesund in dieser verrückten Zeit und bleibt zuhause und kämpft!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Nev <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/nev/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>!</li>
</ul>
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