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	<title>Aminta &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Aminta &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>Label</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/09/label-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aminta]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Sep 2019 07:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen mögen Schubladendenken – damit sind bloß meist auch Klischees und Vorurteile verbunden. Vor allem, wenn es um Sexualität geht. Aber kann es auch empowernd sein, sich einer bestimmten Kategorie zuzuordnen? Brauche ich ein Label? Aminta hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht. Dieser Text behandelt das Thema Label im Rahmen sexueller Orientierungen. Andere Identitäten]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen mögen Schubladendenken – damit sind bloß meist auch Klischees und Vorurteile verbunden. Vor allem, wenn es um Sexualität geht. Aber kann es auch empowernd sein, sich einer bestimmten Kategorie zuzuordnen? Brauche ich ein Label? Aminta hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht.</strong></p>
<p><span id="more-11766"></span></p>
<p>Dieser Text behandelt das Thema Label im Rahmen sexueller Orientierungen. Andere Identitäten werden absichtlich außen vor gelassen oder wenig thematisiert, damit der Text nicht zu lang wird.</p>
<p>Warum machen sich viele Menschen keine Gedanken über ihre sexuelle Orientierung, bis sich eine Person im Freund*innenkreis outet? Und warum werden Label oft abgelehnt? Warum zelebrieren andere ihre* Identität ausgiebig und demonstrieren dabei ausgelassen auf den Straßen? Eine spontane Antwort wäre: Manche brauchen die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, andere fühlen sich freier ohne eine Zuschreibung. Das klingt sehr einfach. Aber was sind eigentlich Label und welche Vor- und Nachteile bringt es mit sich, sich einem Label zu zuschreiben?</p>
<p>Label sind Begriffe/Zuschreibungen, mit denen z.B. bestimmte Sexualitäten benannt werden. Sie ordnen Individuen einer Gruppe bzw. Kategorie zu und nehmen damit eine identitätsstiftende Funktion ein. In Bezug auf Sexualitäten gibt es Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität, Pansexualität und viele mehr. Die Frage nach der (persönlichen) Sexualität hängt oft mit der Frage nach dem Geschlecht zusammen. Wer sich zum Beispiel als Mädchen* identifiziert und nur Mädchen* liebt, ist lesbisch oder homosexuell. Da ist es ganz egal, ob das Mädchen* transident* ist oder nicht.</p>
<p>Label sind persönlich, aber gehen oft mit Klischees und Vorurteilen einher.</p>
<p>Klischees existieren, da es Teile einer Gruppe gibt, die ähnliche Verhaltens-/Kleidungs-/Sprechmuster etc. aufweisen, aber sie sind keineswegs als Maßstab und Kategorisierungsinstrument wahrzunehmen. Von Klischees muss man Vorurteile unterscheiden, denn Vorurteile sind meistens persönliche Einstellungen und negativ. Vorurteile werden oft auch vom gesellschaftlichen Denken gefördert. Stereotype sind z.B. Verhaltensmuster, die als Verallgemeinerung einer gesamten Gruppe zugeordnet werden.<br />
Klischees, Vorurteile und Stereotype sind oftmals abwertende, starre Bezeichnungen und eingefahrene Denkweisen, die es Menschen nicht unbedingt einfacher machen im Leben.</p>
<p>Jetzt stell dir vor, du bist in der Pubertät und verliebst dich Hals über Kopf in eine Person des gleichen Geschlechtes. Obwohl du den Begriff Homosexualität kennst, hast du dir nie weiter Gedanken darüber gemacht. Nun merkst du aber, dass du dich mit diesem Begriff stark identifizieren kannst. Für viele junge Menschen ist der erste Schritt nach dem inneren Outing, sich im Internet z.B. auf YouTube über Sex und Sexualitäten zu informieren. Dabei stoßen sie auf Unmengen an Informationen und eine Fülle an Label. So gibt es scheinbar für jede Person einen passenden Begriff. Das ist zwar gut, damit sich jede*r verstanden fühlt, jedoch kann es auch eine große Überforderung sein, da die eigene Identität kurzzeitig stark in Frage gestellt wird, um sich in eine Kategorie einordnen zu können.</p>
<p>‚Kategorie‘ assoziiert ein gängiges Schubladendenken und genau das fördern Label auch. Obwohl die Zugehörigkeit zu einer Gruppe keineswegs starr sein muss, ist es für Außenstehende oftmals schwerer, dieses Denken aufzuheben. Das Verständnis für eine sich verändernde Sexualität fehlt einigen Personen noch. Mit jedem Label werden bestimmte Erwartungen, Klischees, Stereotype, Vorurteile und Verhaltensformen projiziert. Diese können die betreffende Person stark einschränken, wenn sie*er sich außerhalb dieser Erwartungen bewegt und sich durch das Label plötzlich unter Druck gesetzt fühlt. Trotz der Vielfalt an Labels bleibt die gesellschaftliche Erwartung, sich einzuordnen, also erhalten. Dies schränkt die persönliche Freiheit besonders dann ein, wenn die Umwelt akzeptanzlos oder bewertend mit dieser Zuordnung umgeht.</p>
<p>So führen Labels z.B. auch innerhalb einer Szene zu Diskriminierung. Die queere Szene ist eine große Szene mit vielen Subszenen – und trotzdem gibt es gegenseitige Abneigungen. So gibt es Aussagen von schwulen Männern*, die keine lesbischen Frauen* mögen, und andersherum. Es ist erstaunlich, dass die Einteilung in „Wir und Ihr“ auch in diesem Kontext Diskriminierungen erzeugt. Dementsprechend kann ein übersteigertes Gefühl der Gruppenzugehörigkeit auch sehr profilierend wirken, wenn sich Personen besser fühlen, da sie einer bestimmten Gruppe angehören.</p>
<p>Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung gibt es in vielfältiger Form. Die erste beginnt mit der Selbstverständlichkeit vieler Personen, dass jede*r heterosexuell ist. Das ist zumindest das Grunddenken vieler, die „Normalität“, mit der wir groß werden. Die Kinder spielen „Mutter, Vater, Kind“, die Eltern fragen die Tochter, ob sie schon einen Freund hat und wenn Lisa mit ihrer* Freundin* ins Kino geht, würde niemand ein Date vermuten.</p>
<p>Aber wie oben beschrieben haben Label auch einen persönlichen Aspekt. Wer sich selber einem Label zuordnet macht das für sich, um sich als Teil einer Gruppe zu verstehen, Erfahrungen, Gedanken und Ängste auszutauschen oder um generell Kontakte zu knüpfen. Manche nutzen das Wissen über Codes innerhalb einer Gruppe, um auf sich aufmerksam zu machen. Die gegenseitige Unterstützung und Solidarität der Gruppe schafft Selbstbewusstsein und Mut, zur eigenen Sexualität zu stehen.</p>
<p>Dieser Text soll nicht vorschreiben, dass sich jede*r einem Label zuordnen sollte oder sein*ihr Label ablegen. Viele sind der Ansicht, dass auch ohne Label selbstbestimmtes handeln möglich ist und, dass sie es für sich nicht brauchen.<br />
Im Gegensatz dazu ist das Finden eines geeigneten Labels für einige befreiend und bildend, da sie sich und die Kultur hinter dem Label besser kennenlernen.<br />
Wer sich keinem Label zuordnen möchte ist nicht unwissender als die Personen, die ebendies tun. Und heterosexuelle Menschen müssen sich ihr Label ja auch nicht auflegen. Fakt ist, dass sexuelle Identitäten persönlich sind und eine Zuschreibung von außen nicht gültig ist.</p>
<p><strong>Legende:</strong><br />
<strong>Heterosexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für das andere Geschlecht<br />
<strong>Homosexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für das gleiche Geschlecht<br />
<strong>Bisexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für „beide“ Geschlechter (Junge und Mädchen)<br />
<strong>Pansexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für alle Geschlechter, ungeachtet deren Genitalien oder Identitäten<br />
<strong>Transident</strong> = Die eigene Geschlechterwahrnehmung ist nicht mit dem Körper, in dem eine Person geboren wurde, identisch. Bsp: Eine Person wurde in einem Mädchenkörper geboren, ist aber ein Junge. Nach ärztlichen Besprechungen und Untersuchungen kann die Person Testosteron nehmen, um den Körper an die eigene Identität anzupassen und ein „männliches“ Erscheinungsbild zu erlangen.<br />
<strong>Inneres Outing</strong> = das ‚innere Outing‘ bezeichnet den Prozess, der durchlaufen wird, wenn einer*m bewusst wird, dass die eigene Sexualität außerhalb der gesellschaftlichen Norm liegt<br />
<strong>Codes</strong> = werden eingesetzt, um zu zeigen, dass man zu einer bestimmten Gruppe gehört bzw. um von anderen aus der Gruppe erkannt zu werden (z.B. die Regenbogenflagge bei Homosexuellen). De-Codierung heißt hier, dass man in der Lage ist, diese Codes auch zu lesen.<br />
<strong>Queer</strong> = Sammelbegriff für alle Menschen, die sich als nicht-heterosexuell definieren und/oder sich nicht mit ihrem geborenen Körper identifizieren (Transident, Genderqueer, Schwul, Bisexuell, Lesbisch und viele mehr)</p>
<p><strong> </strong><br />
<strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ihr fühlt euch in eurer Transsexualität nicht ernst genommen? #teamtrans* berät euch auf dem <span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=-uLH3uLyQlk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube-Kanal von queerblick</a></strong>.</span></li>
<li>Amintas <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Plädoyer gegen Homophobie</strong>.</a></span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Großstadtgefühl</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/05/grossstadtgefuehl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aminta]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2016 08:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Anschluss finden, sich orientieren, das neue Zuhause einrichten&#8230; Wie es ist, als junge Frau vom kleinen Vorort in die anonyme Großstadt zu ziehen, das erzählt uns Aminta in ihrem neuen Text. Großstadtgefühl Aus einem Vorort in die große, weite Welt. Die Stadt entdecken Die Menschen entdecken Sich selber entdecken. Nicht lange zweifeln zweifle nur an]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anschluss finden, sich orientieren, das neue Zuhause einrichten&#8230; Wie es ist, als junge Frau vom kleinen Vorort in die anonyme Großstadt zu ziehen, das erzählt uns Aminta in ihrem neuen Text.</strong><span id="more-6677"></span></p>
<p><strong><u>Großstadtgefühl</u></strong></p>
<p>Aus einem Vorort in die große, weite Welt.<br />
Die Stadt entdecken<br />
Die Menschen entdecken<br />
Sich selber entdecken.</p>
<p>Nicht lange zweifeln<br />
zweifle nur an dir,<br />
Tue es jetzt<br />
sonst tust du es nie,<br />
Nimm nicht alles hin<br />
Widerstand. Ohje.</p>
<p>Liebe, wen du lieben möchtest<br />
diese Welt ist doch so tolerant.<br />
Eine Willkommenskultur der Gütigkeit,<br />
hast du die Mauern denn umrannt.<br />
Aus einem Vorort in die große, weite Welt.<br />
Anonymität entdecken<br />
Hass entdecken<br />
Machtlosigkeit entdecken.</p>
<p>Nächstenliebe adé<br />
jeder kämpft für sich selbst,<br />
Sichtbar brodelnde Wut,<br />
Nimm sie auf und versteh.</p>
<p>Sprich dich aus, schaff dir Gehör.<br />
Kleine Worte, große Taten,<br />
die Revolution lässt noch auf sich warten.<br />
Doch die Gegenwart ist jetzt und hier.<br />
Nicht zu begreifendes Übel und heuchelnder Verstand.<br />
Sie geben nur den kleinen Finger<br />
von der viel zu großen Hand.</p>
<p>Von dem Gedanken über mich<br />
Zu der Lage dieser Welt,<br />
Doch die Welt bin ich<br />
und ich die Welt.<br />
Meine Spuren im Ganzen sichtbar,<br />
formen den Verlauf mit.<br />
Daher rate ich euch zu Taten,<br />
die die Menschheit gut beraten!</p>
<p>Sah ich mich nicht berufen,<br />
doch jetzt stehe ich hier oben.<br />
Und ich singe mein Lied<br />
und ich lese meinen Text,<br />
frage mich, ist das Poesie?<br />
Und wen rettet das jetzt?</p>
<p>Es rettet mich, so rettet es dich.<br />
Es zündet Funken an zum brennen,<br />
und Feuer ist schwer zu hemmen.</p>
<p>Aus einem Vorort in die große, weite Welt.<br />
Liebe entdecken<br />
Freude entdecken<br />
Hilfsbereitschaft entdecken.</p>
<p>Entdeckung neuer Orte, mit neuen Freunden und neuem Mut.<br />
So gleicht der Optimist dem Pessimist,<br />
ist sowohl Ying und Yang,<br />
ist sowohl Feuer als auch Wasser.</p>
<p>Nicht alles ist schlecht und du fühlst,<br />
wie der Verstand dir kommt zu Recht.</p>
<p>Zu Recht kommen in einer Stadt voller Ambivalenz<br />
Mit Ambiguitätstoleranz und Empathie,<br />
Mit dem Glauben an das Gute<br />
Aber nicht an eine gerechte Welt!</p>
<p>Eine gerechte Welt wird es nie sein,<br />
denn wir können nicht vereinen,<br />
was uns zu Menschen macht und trennt<br />
was uns verletzt und was man nennt,</p>
<p>Was man nennt Identität.<br />
Doch es ist nicht zu spät,<br />
Zu spät dies alles hinzunehmen<br />
und sich dem Terror hinzugeben!</p>
<p>Sah ich mich nicht berufen,<br />
doch jetzt stehe ich hier oben.<br />
Und ich singe mein Lied<br />
und ich lese meinen Text,<br />
frage mich, ist das Poesie?<br />
Und wen rettet das jetzt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">„Gedankenflut: Ein Plädoyer gegen Homophobie“</span></a> ist ein weiterer starker Text von Aminta.</li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/leben-in-der-grossstadt-stress-laerm-isolation-a-1022495.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Wie die Großstadt unsere Psyche verändert.</span> </a></li>
</ul>
<p><!--more--></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gedankenflut: Ein Plädoyer gegen Homophobie</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aminta]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2016 08:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Hass, Unverständnis und mangelnde Toleranz. Das ist es, womit Aminta sich Tag für Tag konfrontiert sieht. Ihren ergreifenden Beitrag gegen Homophobie lest ihr hier. Ich bin‘s leid und ich bin müde. Daher passe ich mich an, ohne glücklich zu sein. Ich bin‘s leid Dir erklären zu müssen, wer ich bin. Ich bin ermüdet mich rechtfertigen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hass, Unverständnis und mangelnde Toleranz. Das ist es, womit Aminta sich Tag für Tag konfrontiert sieht. Ihren ergreifenden Beitrag gegen Homophobie lest ihr hier.</strong><span id="more-6382"></span></p>
<p>Ich bin‘s leid und ich bin müde.<br />
Daher passe ich mich an, ohne glücklich zu sein.<br />
Ich bin‘s leid <em>Dir </em>erklären zu müssen, wer ich bin.<br />
Ich bin ermüdet mich rechtfertigen zu müssen.<br />
Und ich sage <em>Du, </em>obwohl ich <em>Alle</em> meine.<br />
Keine einzelne Person<br />
Keine einzelne Gesellschaft<br />
<em>Alle.<br />
Alle</em>, die es nicht verstehen.<br />
Weil sie es nicht können oder wollen,<br />
in ihren Gedanken zu verworren,<br />
auch wenn ich sage: „Siehe hier, das ist, was <em>Dir</em> gefiel! Doch <em>Ich</em> bin anders, gleich dein Freund.<br />
Aus Fleisch und Blut, nicht Grund genug, mich so zu nehmen wie ich bin?“</p>
<p>Jetzt sage ich <em>Alle</em>, doch meine nicht <em>Euch!<br />
Ihr </em>sitzt heute hier oder an anderem Ort.<br />
<em>Ihr</em> könnt verstehen, was sich bohrt,<br />
tief in mir, mit Gedankenflut,<br />
was mich ertränkt.<br />
Dieses Gefühl.<br />
Ich selbst sein zu können.</p>
<p>Ob in der Bahn, Stadt, Zuhaus.<br />
Ob allein, zu zweit, da drauß-<br />
Da draußen sind nicht alle wie <em>Ihr!<br />
</em>Wie schön das wäre, denke ich mir.</p>
<p>Und obwohl ich weiß, dass uns entgegengebracht wird Hass.<br />
Dass <em>Sie</em> nicht verstehen. Nicht tolerieren. Nicht akzeptieren.<br />
Dass <em>Sie</em> uns nicht mögen, weil <em>Wir</em> anders sind.<br />
Vielleicht sind <em>Sie</em> ja die Anderen?<br />
Oder vielleicht ist dies einfach nicht relevant.<br />
Vielleicht ist es nicht wichtig wer du bist, außer für dich.<br />
Vielleicht sollte man lieber Menschen helfen in Not.<br />
Da ist es doch egal wer man ist.</p>
<p>Wenn ich denke, diesen Gedanken, denke nur ich, dann denke ich falsch.<br />
In diesem Gedanken denke ich an <em>Sie</em>, die uns bedrohen auf Mord und Tod.<br />
Da denke ich, <em>Die</em> denken nicht! <em>Die</em> denken nur an sich!<br />
Ich sage nicht, Sie sind dumm.<br />
Das weiß ich nicht, wie misst man das schon?<br />
Ich sage nur, lasst uns in Ruh!<br />
Ich bin ein Mensch und kein Tabu!<br />
So gleich und anders wir auch sind,<br />
das fängt schon an, als kleines Kind,<br />
wir sind so anders und so gleich,<br />
gemeinsam hier, warum der Streit?<br />
Ich bin‘s leid.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wegen seiner Sexualität angegriffen zu werden tut weh. Im <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/kurzfilm-different/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kurzfilm „Different“</a></u> seht ihr, was Homophobie ausrichten kann.</li>
<li>Ist Anderssein ein Problem? Nein, lautet die entschiedene Antwort der story-teller. Mehr dazu lest ihr im Beitrag <a href="http://[https://www.meintestgelaende.de/2015/11/wir-sind-vielfalt/]" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>Wir sind Vielfalt</u> </a>.</li>
<li>Hast du Homophobie am eigenen Leib erfahren? Bei <u><a href="http://together-virtuell.de/310-helpzone.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">together</a></u> findest du Hilfe.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der TRACK, ein Ort für Identität und Sexualität</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/01/der-track-ein-ort-fuer-identitaet-und-sexualitaet/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2016/01/der-track-ein-ort-fuer-identitaet-und-sexualitaet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aminta]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2016 08:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Bisexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Lesbisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Ort für die eigene Identität und Sexualität. Der offene Jugendtreff TRACK e.V. ist eine Jugendeinrichtung für lesbische, schwule, bi &#8211; und transsexuelle Jugendliche im Alter von 14 &#8211; 27 Jahren in Münster. Unsere Autorin Aminta hat sich auf dieser Veranstaltung für den Erhalt dieser Einrichtung eingesetzt und treffend klar gemacht, warum dieser Ort erhalten]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Ort für die eigene Identität und Sexualität. Der offene Jugendtreff TRACK e.V. ist eine Jugendeinrichtung für lesbische, schwule, bi &#8211; und transsexuelle Jugendliche im Alter von 14 &#8211; 27 Jahren in Münster. Unsere Autorin Aminta hat sich auf dieser Veranstaltung für den Erhalt dieser Einrichtung eingesetzt und treffend klar gemacht, warum dieser Ort erhalten bleiben muss.</p>
<p><strong>Aminta:</strong></p>
<p>Ein Ort für die eigene Identität und Sexualität. Der offene Jugendtreff TRACK e.V. ist eine Jugendeinrichtung für lesbische, schwule, bi-und transsexuelle Jugendliche im Alter von 14 &#8211; 27 Jahren in Münster. Unsere Autorin Aminta hat sich auf dieser Veranstaltung für den Erhalt dieser Einrichtung eingesetzt und treffend klar gemacht, warum dieser Ort bleiben muss.</p>
<p>Ich habe das Gefühl, dass, gerade viele Erwachsene und Politiker, nicht verstehen, welche große Bedeutung der Track für die Teilnehmer hat.<br />
Eine Jugendeinrichtung, die dir die Möglichkeit gibt, zu dem zu stehen, wer du bist; die dir die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und Identität gibt; die gerade für jüngere eine große Wissensquelle ist und für viele ein Zufluchtsort ist, die ist ungemein wichtig.<br />
Der Stellenwert des Tracks ist für viele sehr hoch. Ich bin nicht mehr aus denselben Gründen, wie am Anfang da, denn ich bin mittlerweile „angekommen“. Doch bekomme ich regelmäßig mit, vor allem bei den Jüngeren, dass sie aus den identischen Gründen wie ich da sind und welchen positiven Einfluss der Treff hat.<br />
Aus Unsicherheit wird Selbstbewusstsein;<br />
Aus dem Gefühl alleine zu sein werden neue (gute) Freundschaften.<br />
Uns allen ist bewusst, dass es den Treff in seiner jetzigen Form nächstes Jahr eventuell nicht mehr geben wird. Ich kann Ihnen versichern, dass dies bei einigen zu Tränen und bei vielen zu Wut geführt hat.<br />
Erwachsene treffen mal wieder wirkungsreiche Entscheidungen für die Jugendlichen, ohne, zuminest gefühlt, die jugendliche Perspektive wahrzunehmen.<br />
Ich habe bisher zwei Teamerwechsel miterlebt und weiß, dass tatsächlich einige sehr schlecht damit umgehen können. Doch sollten die jetzigen Teamer wegfallen, und das nur aus finanziellen Gründen, dann würde es einen starken Abfall an der Teilnehmerzahl geben.<br />
Und diese ist so hoch wie nie.<br />
Wir Teilnehmer haben einen persönlichen Bezug zum Track und zu den Teamern, und ich kann Ihnen versprechen: Wir finden einen Weg, dass uns dieser Bezug erhalten bleibt!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Den Horizont erweitern</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/12/den-horizont-erweitern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aminta]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 09:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielfalt. Dieses Wort bedeutet so viel und ist so&#8230;vielfältig. Viel und Falt. Eine Menge an Schichten, an Fassetten, an verschiedenen Menschen. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch Lila, Grün, Rot, Pink und alle Farben dieser Erde. Vielfalt also: Ein Konstrukt, in dem sich jeder wiederfinden oder sich seinen eigenen Platz schaffen  soll.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielfalt.<br />
Dieses Wort bedeutet so viel und ist so&#8230;vielfältig.</p>
<p>Viel und Falt.</p>
<p>Eine Menge an Schichten, an Fassetten, an verschiedenen Menschen.<br />
Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch Lila, Grün, Rot, Pink und alle Farben dieser Erde.</p>
<p>Vielfalt also: Ein Konstrukt, in dem sich jeder wiederfinden oder sich seinen eigenen Platz schaffen  soll.</p>
<p>Doch was bedeutet Vielfalt für mich?</p>
<p>Ich komme aus einem Vorort von Münster.<br />
Mein Vater ist Senegalese, meine Mutter Deutsche.<br />
Da meine Mutter meine Erziehung selbstständig in die Hand genommen hat, und ich auch keinen Kontakt zu meinem Vater habe, bin ich ziemlich „deutsch“ aufgewachsen.<br />
Deutsches Essen, deutsche Sprache, halt nur eine Kultur.<br />
Doch sieht man mir das nicht unbedingt an. Man sieht mir nämlich an, dass ich afrikanische Wurzel habe, und das ist auch gut so!</p>
<p>Vielfalt also für mich: Meine Wurzel und wie ich wahrgenommen werde;<br />
Und, dass meine Mutter alleinerziehend ist. Wir waren noch nie eine<br />
„normale“ Familie, im herkömmlichen Sinne!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was bedeutet Vielfalt noch?<br />
Ich war auch noch nie das stereotypischste Mädchen.<br />
Jungen Klamotten, Fußball, mit Autos gespielt, mag kein pink und auch keine Kleider.<br />
Gut, heutzutage sind all diese Sachen für mich geschlechtslos bzw. neutral, aber damals&#8230;das war ja schon fast eine Revolution!<br />
Dadurch zog und ziehe ich einige Blicke auf mich und Sätze wie:<br />
„Ist das ein Mädchen oder Junge?“<br />
„Junger Mann, könnten sie mich bitte vorbeilassen?“<br />
„Frag ihn doch Mal!“<br />
höre ich jeden zweiten Tag (Nein wirklich, ich hab es diese Woche beobachtet und die Trefferquote liegt bei 100%). Doch stört mich das überhaupt nicht.</p>
<p>Vielfalt also im Aussehen. Du bist du, Ich bin Ich.</p>
<p>Es könnte doch so einfach sein.</p>
<p>Was gibt es noch?<br />
Zum zweiten Mal arbeite ich jetzt in einem Komissionierungslager.<br />
13 Stunden die Woche darf ich Weinaufträge bearbeiten, Päckchen packen und Kartonagen anfertigen.<br />
Das ist kein Job, den ich auf Dauer machen möchte, doch habe ich einiges dazu gelernt: Nämlich Respekt und Verständnis.</p>
<p>Die meisten Mitarbeiter sind abhängig von diesem Job und haben nicht den Luxus, den ich als Aushilfe habe.<br />
Ich habe gelernt, wertzuschätzen, in welcher Position auf dieser Welt ich mich befinde und welche Möglichkeiten ich daher habe.</p>
<p>Vielfalt also: Im Job, Im Nachdenken und im Anerkennen.</p>
<p>Vielfalt gibt es natürlich auch in den Interessen. Ein gutes Beispiel:</p>
<p>Eine Freundin, nennen wir sie M., liebt Bayern, den bayrischen Dialekt und wandern. Ihre Lieblingssängerin ist&#8230;Helene Fischer.<br />
Nun könnte man sich fragen, warum wir überhaupt befreundet sind, da ich absolut nichts davon mag.<br />
Ich liebe England, die englische Sprache und sportlich betätigen, tue ich mich, wenn ich auf dem Weg zum Kühlschrank bin (okay, so schlimm ist es jetzt auch noch nicht). Und achja, Schlager hasse ich abgrundtief.</p>
<p>Vielfalt findet sich in den Freundschaften wieder, die man hat. Sie bringt einen dazu, neue Dinge auszuprobieren, halt den Horizont erweitern.<br />
Und das bringt mich auch schon zu meinem letzten Punkt. Denn ihren Horizont erweitern durften meine Freunde und meine Mutter, nachdem ich mich bei ihnen geoutet habe.</p>
<p>Einige haben sich das bereits gedacht, andere „traf“ es aus dem Nichts.<br />
Und Ich, Ich hatte noch nie so viel Angst in meinem Leben.<br />
Doch das vielfältige, bunte und offene Denken meiner absolut fantastischen Freunde, verhalf mir, mich meiner Selbst zu öffnen und zu dem zu stehen, wer ich bin.</p>
<p>Vielfalt also in der Gleichberechtigung, der Sexualität und der Identität.</p>
<p>Man kann dieses Wort also verschieden definieren und Schlagwörter wie: Stolz, Repräsentation, Feminismus Offenheit und Provokation fallen mir noch dazu ein.<br />
Für mich ist Vielfalt also alltäglich und jeder sollte die Möglichkeit haben, die Person, die er oder sie oder welches Pronomen man bevorzugt, zu sein, ohne Konsequenzen davon zu tragen.</p>
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