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	<title>Migration &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Migration &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Schlechtes Gewissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2025 07:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivistisch ins neue Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob im Kino, zu Hause oder im politischen Aktivismus: Phuong ist im Dazwischen und das schlechte Gewissen ein treuer Begleiter. Die Eltern haben noch nicht den Zugang zu Queerness gefunden und die queeren Freund*innen haben keinen Zugang zu Phuongs Diaspora Erfahrungen. Ein Text über Phuongs Kino-Alleingänge und Hoffnungen für die Zukunft. Liebes Tagebuch, heute bin]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ob im Kino, zu Hause oder im politischen Aktivismus: Phuong ist im Dazwischen und das schlechte Gewissen ein treuer Begleiter. Die Eltern haben noch nicht den Zugang zu Queerness gefunden und die queeren Freund*innen haben keinen Zugang zu Phuongs Diaspora Erfahrungen. Ein Text über Phuongs Kino-Alleingänge und Hoffnungen für die Zukunft.<br />
</strong></p>
<p><span id="more-16565"></span></p>
<p>Liebes Tagebuch,<br />
heute bin ich etwas down. Gestern Abend war ich alleine im Kino. Das letzte Mal, dass ich im Kino war, war mit einer meiner engsten Freund*innen. Es war ein Film, der während der queeren Filmreihe hier in meiner Stadt lief &#8211; um genauer zu sein: ein vietnamesischer Film. Der Film war schwer, langsam und still. Ich wollte meinen Eltern danach davon erzählen, aber ich wusste nicht wie. Ich wusste nicht, wie ich<br />
den Part, dass es sich um ein schwules Pärchen handelte, einbringen oder rauslassen soll. Es war kein typischer liberaler westlicher queerer Film, deswegen mochte ich ihn so sehr. Wäre ich doch nur mit Mama und Papa gegangen. Sie hätten aber bestimmt eh Nein gesagt, und zu Hause Netflix oder YouTube geschaut und wären früh schlafen gegangen um am nächsten Tag wieder zu arbeiten. Ich fühle mich ziemlich schlecht. Als ich das letzte Mal ins Kino ging, habe ich einen Film geschaut, den mein Vater bestimmt mögen würde. Er meinte, dass er und Mama lange nicht mehr im Kino waren und gerne mal wieder gehen würden… Ich wünschte es würde mehr Filme auf vietnamesisch oder zumindest mit vietnamesischen Untertiteln geben. Ich erinnere mich daran, wie ich vor ein paar Jahren sehr aktivistisch war: von Klimabewegungen zu Antirassismus. Dann habe ich Workshops gegeben. Und irgendwann habe ich aufgehört.</p>
<p>Ich war in diesen ganzen weißen linken aktivistische Kreisen und hatte nie das Gefühl wirklich dazu zu gehören. Oft war ich nur eingeschüchtert. Heute weiß ich noch immer nicht was ich machen kann. All das was ich getan habe, hätte nie irgendetwas daran geändert, dass meine Eltern oder viele andere Migrant*innen in Deutschland ein besseres Leben hätten. In meiner eigenen Bubble, in der alle eigentlich nur zu viel lesen, gemütlich sind und auf Soli Parties gehen, weil sie Geld sparen wollen. Gleiche Floskeln, gleiche Narrative, gleiche Diskurse, gleiche Diskussionen. Besonders anstrengend wird es dann, wenn diese Diskurse als universal gesehen werden, dabei können wir viel von Kämpfen und Bewegungen aus dem globalen Süden lernen. Während ich mehr über Vietnam Krieg lernen möchte, die Rolle globaler Mächte und die Spuren, die er im Land hinter lassen hat; haben meine Eltern ihr Land verlassen, damit sie ein besseres Leben haben können.</p>
<p>Noch immer weiß ich aber nicht, ob ein Post auf Instagram zu reposten irgendetwas ändert. Gleichzeitig ist das Internet ein sehr machtvolles Medium geworden, was Genozide live filmt, sodass die Propaganda westlicher Medien entlarvt und entschärft wird. Oft fühle ich mich auch schlecht, wenn ich mir nicht jeden Post durchlese. Es passiert so viel jeden Tag, so viel Leid. Ich gucke oft weg,<br />
wenn ich ehrlich bin. Ist aktivistisch sein und menschlich sein zwei verschiedene Dinge? Wenn ich auf eine Demo gehe, ändert es nichts daran, dass viele Migrant*innen tägliche Barrieren durchbrechen müssen und mit ihnen, durch sie, wegen ihnen, überleben müssen. Eigentlich möchte Mama ja nur mehr Zeit mit mir verbringen. Ich möchte auch mehr Zeit mit Mama verbringen, weil das viel wertvoller ist, als<br />
wenn ich auf eine Migrantifa Demo gehe oder einen Artikel für&#8217;s AK schreibe. Ich hab zu viel Zeit damit verbracht wütend auf <em>weiße</em> zu sein, auf weiße Queers, meine Enttäuschung und mein Schmerz war so groß, ist er immer noch, aber es gibt wichtigeres. Das weiß ich jetzt. Denn ich wollte eigentlich besser in Vietnamesisch werden, damit ich Vietnames*innen bei Behördengängen oder Arztterminen begleiten kann. Und dann wollte ich eigentlich nach einem KüFa-Kollektiv schauen, weil ich gerne für andere und viele Menschen koche. Eigentlich<br />
möchte ich mich nur um Menschen sorgen. Dabei habe ich noch immer nicht meinen Bachelor-Abschluss. Die Zeit rennt und ich weiß nicht, wie ich meinen Eltern alles zurück geben kann…täglich sterben Menschen auf unseren Handys…</p>
<p>Ich möchte viel Geld sparen, damit ich meinem Papa ein neues Auto kaufen kann, weil seine Beine weh tun.. aber solche Sorgen haben im deutschen Aktivismus auch keinen Platz wirklich. Er ist oft performativ, exorzisierend und auf irgendeine Art und Weise müssen wir uns gegenseitig beweisen, wie woke und antikapitalistisch wir sind &#8211; dabei geht es immer um Kontext. Dieser diasporische Kontext hat auch oft wenig Gewicht, selbst in BiPoC Kreisen, während es nur um Identitäten statt um Geschichten und globale Verhältnisse geht. Ach, ich weiß nicht… ich bin eher überfordert. Mit meiner Kunst verändere ich auch nichts und teilen kann ich sie mit Mama und Papa auch nicht. Sie ist zu explizit. Aber ich wünsche mir, ich kann sie mit ihnen eines Tages teilen und vielleicht wenn wir mal wieder in Vietnam sind, können wir mal zusammen ins Kino gehen…</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sichtbar</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/10/15090/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2022 08:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Phuong begrüßen wir eine*n neue*n Autor*in auf meinTestgelände. Phuongs erster Beitrag ist ein Gedicht, das den Kampf zwischen sich-selbst-sehen und bewundern, sowie den Blicken von außen auf einen „queeren trans Körper“, beschreibt &#8211; eine hochspannende Perspektive. mein Blick in den Spiegel zeigt mir einen Jungen, dessen Blick so sanft und so angstvoll scheint. seine]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Phuong begrüßen wir eine*n neue*n Autor*in auf meinTestgelände. Phuongs erster Beitrag ist ein Gedicht, das den Kampf zwischen sich-selbst-sehen und bewundern, sowie den Blicken von außen auf einen „queeren trans Körper“, beschreibt &#8211; eine hochspannende Perspektive.</strong></p>
<p><span id="more-15090"></span></p>
<p>mein Blick in den Spiegel zeigt<br />
mir einen Jungen, dessen Blick<br />
so sanft und so angstvoll scheint.<br />
seine Lippen leicht angewinkelt und<br />
seine Augen träumen von Anerkennung,<br />
und dem verbunden-Sein.<br />
Seine Arme hinter dem Kopf verschränkt,<br />
lassen filigrane Tattoos hervorblicken.<br />
Seine haare sind verstrubbelt und seine<br />
verrauchte lunge lässt ihn fast ersticken.</p>
<p>es folgt ein richten des t-Shirts,<br />
ein abdecken der Titten.<br />
die richtigen Worte sind ihm eben entglitten<br />
er verlässt sein Spiegelbild, und vergisst;<br />
sich zu sagen wie schön er ist.</p>
<p>drei Tage sind vergangen:<br />
die Schwere des Alltags haben ihn verschlangen.<br />
er meistert, und fühlt sich einsam und klein.<br />
in Gesellschaft gibt er sich als guten freund<br />
und übt sich weiterhin im Verbunden-Sein.<br />
Schritt für Schritt sagt er sich,<br />
die übergriffigen Aussagen können ihm nichts.<br />
er sei stark, er habe von klein an 5-mal mehr als alle kämpfen müssen.<br />
ein Gespräch folgt, ein blick trifft auf ihn<br />
&#8211; der instinktive Reflex des Wegmüssen.</p>
<p>drei stundenlang in der Sonne liegend,<br />
weint er unter seinem Cap.<br />
er ist gar nicht so taff.<br />
er ist verwundbar und verletzlich.<br />
er fühlt sich getrennt und zerbrechlich.</p>
<p>manchmal da ist er dir unglaublich nah.<br />
er teilt, schenkt und ist verwundbar.<br />
er kann so liebevoll und zärtlich mit dir sein und dann; lässt er niemanden mehr rein.<br />
wenn du ihn liebst, musst du Geduld mit ihm haben und ihm helfen das Chaos und die Zerrissenheit nicht alleine zu tragen.<br />
er weiß, dass er widerständig ist.<br />
nur diese Frustration, die ihn beinahe zerfrisst<br />
er kämpft schon so lange<br />
er steht wieder auf und hofft dort zu gelange<br />
er kämpft nicht nur gegen die Welt und Mitmenschen<br />
sondern es sind die Welt und die Mitmenschen, die gegen ihn kämpfen.</p>
<p>Mein Blick in den Spiegel zeigt mir einen sehr alten Mann,<br />
er gibt nicht auf, aber er weiß auch nicht ob er noch kann.<br />
er weiß nicht wer „er“ ist,<br />
es sind die alten „Zeiten“, die<br />
er manchmal vermisst<br />
ein tiefes Schamgefühl,<br />
das in ihm lebt<br />
welches seine Träume prägt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Migrationsvordergrund &#8211; Interview mit Aimen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/07/migrationsvordergrund-aimen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2019 07:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbst wenn du in Deutschland geboren bist, die Sprache sprichst, einen deutschen Pass hast &#8211; du wirst noch lange nicht als Deutscher anerkannt, weil du in deinem Aussehen nicht den Vorstellungen vieler Menschen eines &#8222;richtigen Deutschen&#8220; entsprichst. Diesen MigrationsVORDERgrund kannst du nicht ablegen, er ist in deinem Körper und in den Vorurteilen vieler Menschen fest]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Selbst wenn du in Deutschland geboren bist, die Sprache sprichst, einen deutschen Pass hast &#8211; du wirst noch lange nicht als Deutscher anerkannt, weil du in deinem Aussehen nicht den Vorstellungen vieler Menschen eines &#8222;richtigen Deutschen&#8220; entsprichst. Diesen MigrationsVORDERgrund kannst du nicht ablegen, er ist in deinem Körper und in den Vorurteilen vieler Menschen fest verankert.</strong></p>
<p><strong>Aimen von den HeRoes plädiert dafür, Menschen mit Migrationsvordergrund in ihrer Individualität wertzuschätzen und sie nicht in Schubladen zu stecken. </strong></p>
<p><span id="more-11701"></span></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/top-5-die-nervigsten-sprueche-fuer-menschen-mit-migrationsvordergrund/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>In diesem Video</strong></a> der HeRoes geht es um die Top 5 der nervigsten Sprüche, die sich Menschen mit Migrationsvordergrund anhören müssen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schubladen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/11/schubladen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Nov 2018 08:31:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[In dem Buch „Aus Angst wächst Mut“ erzählen 19 junge Menschen sehr persönliche Geschichten, die sie in der Vergangenheit beschäftigt haben. Der heutige Text stammt von Mustafa, dem seine Lehrerin nicht zutraute als Junge mit Migrationshintergrund einen wissenschaftlichen Text zu verfassen und als er es doch tat, unterstellte sie ihm er hätte die Arbeit nicht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dem Buch „Aus Angst wächst Mut“ erzählen 19 junge Menschen sehr persönliche Geschichten, die sie in der Vergangenheit beschäftigt haben. Der heutige Text stammt von Mustafa, dem seine Lehrerin nicht zutraute als Junge mit Migrationshintergrund einen wissenschaftlichen Text zu verfassen und als er es doch tat, unterstellte sie ihm er hätte die Arbeit nicht selbst geschrieben.</strong></p>
<p><span id="more-11116"></span></p>
<p>Von Mustafa Jassem</p>
<p>„Du willst tatsächlich über dieses Thema schreiben?“ „Ja, das will ich in der Tat. Ich kenne mich in diesen Bereich gut aus und weiß, mit welchen Methoden darin gearbeitet wird.“ „Dann kannst du mir doch sicherlich die Begriffe `Partizipation´, `sozialer Raum´ und `Erinnerungskultur´ erklären!“</p>
<p>Ich kam mir in dieser Situation einfach lächerlich vor. Sie wollte mich nicht ernstnehmen und mich vor meinen Mitschülern als ahnungslosen „Kanaken“ hinstellen. Nach einer kurzen Diskussion gab sie mir die Aufgabe, mir Leitfragen zu überlegen, mit denen ich mich in der Arbeit beschäftigen sollte. Einige Tage später stellte ich ihr mein Konzept erneut vor: neben den geforderten Leitfragen auch meine Erfahrungen mit vergangenen Modellprojekten. Ausführlich erklärte ich ihr, wie ich das gerne strukturieren würde. Anschließend schlug sie mir eine Quelle zum Thema vor und schon war unser Gespräch vorbei.</p>
<p>Einige Wochen danach musste ich die Gliederung meiner Arbeit bei meiner Fachaufsicht vorzeigen und von ihr überprüfen lassen. Ich hatte mir wirklich viele Gedanken gemacht und war auch etwas stolz auf das Konzept. Aber statt Anerkennung und gute Anregungen zu geben stellte sie wieder meine Ergebnisse in Frage. „Empowerment schreibt man doch mit `N`“, sagte sie und ihre ganze Haltung brachte zum Ausdruck, dass sie mich wieder als unwissend hinstellen wollte. Ich war so geschockt, dass ich mich von ihr einschüchtern ließ. Statt zu widersprechen stimmte ich ihr bei all meinen „Fehlern“ zu, um jede weitere Komplikation zu umgehen. Schließlich war ich ja von ihr abhängig.</p>
<p>Aber von dem Zeitpunkt an fing ich auch an, mir die Frage zu stellen, ob das alles so normal war. Eine pädagogische Fachkraft, die sich offensichtlich nicht in dem Bereich auskannte, mit dem ich mich in meiner Arbeit beschäftigte? Und die mir trotzdem weismachen wollte, dass ich keine Ahnung hatte?</p>
<p>Einen Monat vor der Abgabe der Arbeit musste ich der Lehrerin eine Rohfassung einreichen. Anfangs dachte ich, unter Rohfassung wäre eine kurze Wiedergabe des Inhalts zu verstehen. Doch dieses Missverständnis musste ich bitter büßen. Sie wurde wieder stinkig, weil ich die Rohfassung nur auf einer Seite verfasst hatte. Statt sich nun mit dem Inhalt meiner Zusammenfassung auseinanderzusetzen und diese zu kommentieren, forderte sie mich auf, ihr innerhalb der darauf kommenden drei Tage mindestens drei ausformulierte Teilkapitel zu liefern.</p>
<p>Da ich schon lange weitergearbeitet hatte, konnte ich ihr am folgenden Schultag nicht nur die geforderten drei Teilkapitel geben. Natürlich hatte sie wieder etwas zu kritisieren. Sie warf mir vor, ich würde Wörter bzw. Formulierungen verwenden, die ich selber nicht verstehe und so weiter. Ich solle gefälligst Fußnoten mit den Quellenangaben verwenden, sonst würde sie meine Arbeit nicht akzeptieren. Generell kamen ihr meine Formulierungen nicht „normal“ vor, weil eine zu große Diskrepanz zwischen der Facharbeit und meinen „sonstigen“ Klausuren bestehen würde. Bei jeder Gelegenheit und egal auf welche Argumentationsweise stempelte sie mich als einen der betrügt und ahnungslos ist ab.</p>
<p>Bevor die Ferien begannen, gab ich die Arbeit ab und sollte sie eigentlich vier Wochen danach wiederbekommen, so wie meine Mitschüler auch. An diesem Tag rief sie alle anderen außer mir der Reihe nach auf, die ebenfalls bei ihr eine Arbeit abgegeben hatten. Mich, sagte sie, wolle sie am Ende der Stunde allein sprechen. Warum möchte sie mich alleine sprechen? Und was hat das mit meiner Facharbeit zu tun? Beide Fragen bohrten sich in meinen Kopf hinein und wollten diesen nicht mehr verlassen. Es fühlte sich nicht gut an und ich merkte, dass ich zu keinen anderen Gedanken mehr fähig war. Endlich klingelte es zur Pause. Meine Mitschüler verließen das Klassenzimmer. Mein Tischnachbar nahm seine Butterbrote aus seinem Rucksack heraus, klopfte mir beim Herausgehen auf die Schulter und flüsterte: „Viel Glück, Alter!“ Nachdem alle den Raum verlassen hatte, stand meine Lehrerin auf, kam auf mich zu, stellte sich wie eine zu Fleisch gewordene Statue der Justitia vor mir auf uns sagte: „Entweder du gibst zu, dass du diese Arbeit nicht eigenständig geschrieben und Hilfe gehabt hast. Dann gebe dir dafür eine 4. Oder du gibst es nicht zu und wir müssen das mit einem wissenschaftlichen Gespräch überprüfen!“</p>
<p>In diesem Augenblick brach ich innerlich zusammen. Ich war vollkommen sprachlos, während sie mich eindringlich und angespannt anschaute. Das Zittern von meinen Füßen spürte ich bis zu meinen Knien. Dieses miese Gefühl der Unterlegenheit und der Ohnmacht ging mir bis zum Hals, denn ich wusste einfach nicht, wie ich mich gegen diese Art des Niedermachens wehren sollte. Immerhin hatte ich ja diese Arbeit wirklich mit meinen eigenen Händen geschrieben. Das Problem war nur, dass meine Fachaufsicht das nicht akzeptieren wollte. Ich war in dieser Situation einfach ohnmächtig, doch trotzdem musste ich mich rechtfertigen. „Aber Frau Pagel“, stotterte ich, „ich schwöre, dass ich diese Arbeit mit meinen eigenen Gedanken gegliedert und verfasst habe. Die Broschüren habe ich von meinem Mentor von den damaligen Projekten bekommen, bei denen ich mitgemacht habe. Diese haben sich ebenfalls mit dem interreligiösen Dialog sowie mit dem Thema `Partizipation´ beschäftigt.“ Obwohl sie mir offensichtlich keinen Glauben schenkte, fuhr ich fort: „Mein Mentor hat mir nur empfohlen, das alles durchzulesen und dies als Modellprojekt in meiner Arbeit anzuwenden.“</p>
<p>Frau Pagel schaute mich feindselig an. Ihr Blick strahlte Aggressionen aus, die mir Angst einflößten. Wieder drohte sie mir mit diesem wissenschaftlichen Gespräch. Scheinbar war sie sich ganz sicher, dass ich die Arbeit sowieso nicht selbst verfasst hatte.</p>
<p>In diesem Moment wurde mir klar, dass sie mir die Arbeit von vorne herein nicht zugetraut hatte. Niemals würde sie mir Glauben schenken, weil sie sich längst von mir ein fertiges Bild gemacht hatte. Sie hatte mich von Anfang an in eine bestimmte Schublade gesteckt, aus der ich bei ihr nie wieder herauskommen würde.</p>
<p>Ich habe dann lange nachgedacht, habe mich mit guten Freunden unterhalten und auch meinen ehemaligen Mentor noch mal um Rat gefragt. Dann habe ich einen folgenschweren Entschluss gefasst: Ich werde die Schule wechseln. Ich werde mich durch die Vorurteile einer einzelnen Lehrerin nicht entmutigen lassen und einen neuen Anfang machen. Es kann doch eigentlich alles nur besser werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/06/ehrenkultur-2/"><strong>Hier</strong></a> könnt ihr einen weiteren Text aus dem Buch lesen. Dieser stammt von Memo zum Thema Ehrkultur.</li>
<li>Und <a href="https://www.amazon.de/Aus-Angst-w%C3%A4chst-Mut-Jugendliche/dp/3785806876"><b>hier </b></a>findet ihr den Link zum ganzen Buch.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehdi: Coming-out als Deutsch-Libanese</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/09/mehdi-coming-out-als-deutsch-libanese/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2016 08:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Out]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Coming-out gilt in translesbischwulen Lebensläufen schon fast als selbstverständlich. Von heterosexuellen Menschen wird eine Positionierung zur eigenen Lebensweise hingegen nicht erwartet. Mehdis Schritt in die Öffentlichkeit setzt somit ein wichtiges Signal, für eine tolerante Gesellschaft ohne Homophobie. Mehr dazu: Nev hat sich für das Coming-out entschieden. In Eine kurze Geschichte des Lebens erzählt er,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Coming-out gilt in translesbischwulen Lebensläufen schon fast als selbstverständlich. Von heterosexuellen Menschen wird eine Positionierung zur eigenen Lebensweise hingegen nicht erwartet. Mehdis Schritt in die Öffentlichkeit setzt somit ein wichtiges Signal, für eine tolerante Gesellschaft ohne Homophobie.</strong></p>
<p><span id="more-7314"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Nev hat sich für das Coming-out entschieden. In <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/06/eine-kurze-geschichte-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eine kurze Geschichte des Lebens</a></u> erzählt er, wie ihm der Schritt in die Öffentlichkeit zu mehr Selbstbewusstsein verholfen hat.</li>
<li>In manchen Kreisen gilt das Coming-out als besonders schwer. Mehr dazu lest ihr in <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/06/der-schwule-fussballspieler/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der schwule Fußballer</a></u>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Top 5. Die nervigsten Sprüche für Menschen mit Migrationsvordergrund</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/06/top-5-die-nervigsten-sprueche-fuer-menschen-mit-migrationsvordergrund/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2016/06/top-5-die-nervigsten-sprueche-fuer-menschen-mit-migrationsvordergrund/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2016 08:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[„Du kannst aber gut Deutsch!“ So ein Kompliment ist doch merkwürdig, wenn du in Deutschland geboren und aufgewachsen bist, oder? Die jungen Männer von den HeRoes Duisburg hören das jedoch ständig, denn sie haben einen MigrationsVORDERgrund. Weiterführende Links: Vorurteile entstehen im Kopf, erklären die Story Teller. Ein Song gegen Rassismus von „Was geht Almanya“. Der]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Du kannst aber gut Deutsch!“ So ein Kompliment ist doch merkwürdig, wenn du in Deutschland geboren und aufgewachsen bist, oder? Die jungen Männer von den HeRoes Duisburg hören das jedoch ständig, denn sie haben einen MigrationsVORDERgrund.</strong><span id="more-6795"></span></p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/03/vorurteile-entstehen-im-kopf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Vorurteile entstehen im Kopf,</span></a> erklären die Story Teller.</li>
<li>Ein <a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/11/alle-anders-alle-gleich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Song gegen Rassismus</span></a> von „Was geht Almanya“.</li>
<li>Der Verein <a href="http://www.gib-rassismus-keine-chance.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.gib-rassismus-keine-chance.org/</a> setzt sich gegen Rassismus und für Vielfalt ein.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2016/06/top-5-die-nervigsten-sprueche-fuer-menschen-mit-migrationsvordergrund/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Weg in die Heimat</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/11/weg-in-die-heimat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Connecting]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2015 08:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie es sein muss, aus seiner Heimat zu fliehen, dass ist für viele von uns unvorstellbar. Es ist unvorstellbar schlimm. Und dennoch kann ein Land, indem die Menschen einen willkommen heißen, eine neue Zukunft sein. Im Feature &#8222;Weg in die Heimat&#8220; von &#8222;Connecting&#8220; aus Hüll wird diese Brücke zwischen Flucht und neuer Zukunft eindrucksvoll geschildert. “Connecting”]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie es sein muss, aus seiner Heimat zu fliehen, dass ist für viele von uns unvorstellbar. Es ist unvorstellbar schlimm. Und dennoch kann ein Land, indem die Menschen einen willkommen heißen, eine neue Zukunft sein. Im Feature &#8222;Weg in die Heimat&#8220; von &#8222;Connecting&#8220; aus Hüll wird diese Brücke zwischen Flucht und neuer Zukunft eindrucksvoll geschildert.</p>
<p>“Connecting” ist ein journalistisches Medienprojekt im <a href="http://www.abc-huell.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ABC Hüll</a> und Redaktionsgruppe bei meinTestgelände. Es richtet sich an Jugendliche mit Fluchtgeschichte und in Deutschland aufgewachsene Jugendliche.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heimat #2</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/10/heimat-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Connecting]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2015 08:00:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein bekannter Ausspruch lautet “Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl&#8220;. Aber ist das wirklich so? Taja und Hamid aus der Redaktionsgruppe Connecting haben aufgeschrieben, was Heimat für sie bedeutet. Was ist eure Meinung dazu? Taja (Ukraine) Heimat, so ein wohl klingendes Wort. Die Liebe zur Heimat hat schon so manchen zu Unglaublichem bewegt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein bekannter Ausspruch lautet “Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl&#8220;. Aber ist das wirklich so? Taja und Hamid aus der Redaktionsgruppe Connecting haben aufgeschrieben, was Heimat für sie bedeutet. Was ist eure Meinung dazu?</p>
<p><b>Taja (Ukraine)</b></p>
<p>Heimat, so ein wohl klingendes Wort. Die Liebe zur Heimat hat schon so manchen zu Unglaublichem bewegt. Doch was genau ist diese Heimat eigentlich?</p>
<p>Heimat ist für mich ein schwieriges Thema. Ich lebe in Hamburg, seit ich 3 1/2 Jahre alt bin, aber ich bin eine Immigrantin. Theoretisch kenne ich nur Hamburg als Heimat, doch diese Erkenntnis flasht mich ein wenig. Ich habe mich nie als Deutsche gefühlt, habe Hamburg auch erst lieben gelernt, als mein Pass die zweite Staatsbürgerschaft bekommen hat.</p>
<p>Wenn jemand fragt, woher ich komme, antworte ich, dass ich aus der Ukraine bin. Aber so einfach ist das auch nicht. Ich liebe die Perle Odessa, die goldene Stadt am Meer, aber wie kann das meine Heimat sein? Ich lebe nicht dort, habe kaum Zeit dort verbracht, geschweige denn vom Rest der Ukraine.</p>
<p>Patriot ist man für seine Heimat, also könnte ich doch meine Heimat in diesem wunderbaren Traumland haben, welches ich so liebe. Aber wenn ich keine Heimat in der Ukraine haben kann, die ich so wenig kenne, so kann ich mich doch wohl in keinem Land heimatlich fühlen, in welchem ich noch nie war! Nein, mein liebstes Land ist es also auch nicht.</p>
<p>Heimat. Ist sie also egal? Gewissermaßen schon. Doch am treffendsten ist das, was ich so gerne in der Kirche singe (sinngemäß aus dem Russischen übersetzt):</p>
<p>Es ist egal, wo ich bin, ob in der Höhe oder in der Tiefe. Hauptsache mit Dir.</p>
<p><b>Hamid (Afghanistan)</b></p>
<p>Heimat bedeutet für mich meine eigene Kultur, auch wenn ich manche Dinge daran nicht mag. Mein Muttersprache. ich gehöre zu meinem Land und das bedeutet für mich, dass ich etwas Gutes für mein Land tun möchte, damit das Leben dort lebenswerter wird. Früher war Afghanistan meine Heimat. Seit ich 15 bin, war ich in Europa und langsam vergesse ich Afghanistan. ich habe viele Leute kennengelernt und wohne jetzt in Hamburg, aber es ist nicht meine Heimat. Man kann zwei Heimaten haben. Erst mal ist Heimat etwas Positives. Es ist klar, dass man in seiner Heimat leben will. Da bin ich geboren, ich habe meine Kindheitserinnerungen… Aber für mich nach der Flucht ist das ganz anders. Wenn ich jetzt an mein Heimat denke, ist das negativ. Warum ist in meiner Heimat Krieg?</p>
<p>Mit dem Begriff „Heimat“ verbinde ich Schrecklichkeit, Vertrauen, Wasser, einen Esel und Kindheitserinnerungen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Heimat #1</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/09/heimat-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Connecting]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2015 08:20:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Heimat bedeutet für jede*n etwas anderes. In dieser dreiteiligen Serie  lest ihr die Antworten von insgesamt 6 jungen Menschen aus 4 verschiedenen Ländern aus unserer Redaktionsgruppe Connecting auf die Frage, was für sie Heimat ist, welche Erinnerungen und Orte damit verknüpft sind. Wir starten mit Ibrahim aus Eritrea und Shahram aus Afghanistan.Was denkt ihr zum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heimat bedeutet für jede*n etwas anderes. In dieser dreiteiligen Serie  lest ihr die Antworten von insgesamt 6 jungen Menschen aus 4 verschiedenen Ländern aus unserer Redaktionsgruppe Connecting auf die Frage, was für sie Heimat ist, welche Erinnerungen und Orte damit verknüpft sind. Wir starten mit Ibrahim aus Eritrea und Shahram aus Afghanistan.Was denkt ihr zum Thema?</p>
<p><b>Ibrahim (Eritrea)</b></p>
<p>Heimat bedeutet für mich, dass ich einen Ort habe, an denen ich viele Menschen kenne, denen ich vertrauen kann. Diese Menschen sprechen meine Sprache, sie haben die gleiche Religion, sie haben die gleiche Kultur und dieselbe Tradition wie ich. Der Ort, der für mich Heimat bedeutet, muss für mich sicher sein und ich muss dort mit meiner Familie und mit meinen Freunden in Frieden leben können.</p>
<p>In den meisten Fällen ist Heimat der Ort, an dem man wohnt, aufgewachsen ist und die eigenen Wurzeln hat. Heimat ist der Ort, an dem ich Arbeit finde, damit ich meine Familie und mich ernähren kann und meine Kinder zur Schule gehen können. Heimat ist der Ort, an dem wir alle in Frieden leben können.</p>
<p>Der Ort der Heimat kann sich ändern, wenn ich dort keine Perspektive für meine Familie und Freunde habe. Dann suche ich mir einen neuen Ort, der vielleicht wieder für mich zu einer neuen Heimat werden kann.</p>
<p>Ich denke, dass man zwei Heimaten haben kann. Bei mir ist es so, dass meine erste Heimat immer noch Eritrea ist, aber Deutschland zu meiner zweiten Heimat geworden ist.</p>
<p>Heimat ist für mich etwas Positives, weil ich mit Heimat Sicherheit, Respekt und menschliche Grundrechte verbinde.</p>
<p>Mit dem Begriff „Heimat&#8220; verbinde ich Frieden, Respekt, Sicherheit, Menschlichkeit und Lebensperspektive.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Shahram (Afghanistan)</b></p>
<p>Man kann seine Heimat verlassen, aber nicht vergessen. Heimat ist, wo man geboren worden ist. Wenn man sich an einem Ort wohl fühlt, dann ist es auch eine Heimat. Ich fühle mich wohl, wenn es keinen Krieg gibt, jeder seine eigene Meinung sagen darf und jeder leben kann wie man möchte. Meine Heimat ist an dem Ort, an dem ich geboren bin, nämlich in Herat-Afghanistan. Seit fast zwei Jahren wohne ich in Hamburg. Hamburg ist nun meine zweite Heimat. Wenn in der Heimat kein Krieg ist und jeder in Frieden leben kann, dann ist die Heimat ein positiver Ort. Wenn Krieg herrscht und man deshalb seine Heimat verlassen muss, dann ist die Heimat ein negativer Ort.</p>
<p>Mit dem Begriff „Heimat“ verbinde ich Kultur, Vorfahren (auch Menschen, die zur Familie gehören und schon gestorben sind), Stolz, Politik (in einem Land, wo immer Krieg ist, spielt die Politik eine wichtige Rolle), Erinnerung (wenn man seine Heimat verlässt, hat man immer noch die Erinnerung daran, wie man dort gelebt hat).</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Heroes setzen sich ein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2014/02/heroes-setzen-sich-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2014 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Yasin findet es cool, dass es Leute gibt, die sich dafür einsetzen, dass Unterdrückung im Namen der Ehre bald Vergangenheit ist. Ali und er geben euch einen Einblick, wie das gelingen kann. Gemeinsam mit den anderen Jungs von den Duisburger HeRoes regen sie Jugendliche durch Rollenspiele dazu an, über Unterdrückung im Namen der Ehre zu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Yasin findet es cool, dass es Leute gibt, die sich dafür einsetzen, dass Unterdrückung im Namen der Ehre bald Vergangenheit ist. Ali und er geben euch einen Einblick, wie das gelingen kann. Gemeinsam mit den anderen Jungs von den Duisburger HeRoes regen sie Jugendliche durch Rollenspiele dazu an, über Unterdrückung im Namen der Ehre zu diskutieren und dazu Stellung zu beziehen. Guckt euch das Video an, dass die HeRoes für euch auf meinTestgelaende.de gestellt haben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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