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	<title>Persönlichkeit &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Diskrimi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2017 08:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[beHindernisse]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Dennis Lange von den Story Tellern erfährt schon sein ganzes Leben Diskriminierung im Alltag: nicht so lernen wie andere? Geht nicht! Nicht gut im Sport? Ganz schlecht! Immerzu hören, dass man nicht „richtig“ ist, macht mürbe und führt dazu, sich irgendwann selbst zu diskriminieren &#8211; weil man glaubt, was die anderen sagen. Und am Ende]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dennis Lange von den Story Tellern erfährt schon sein ganzes Leben Diskriminierung im Alltag: nicht so lernen wie andere? Geht nicht! Nicht gut im Sport? Ganz schlecht! Immerzu hören, dass man nicht „richtig“ ist, macht mürbe und führt dazu, sich irgendwann selbst zu diskriminieren &#8211; weil man glaubt, was die anderen sagen. Und am Ende des Tages bemerkt Dennis, dass er selbst auch zum Diskriminierer geworden ist – und schämt sich dafür.</strong></p>
<p><span id="more-8599"></span></p>
<p>Jahrzehntelang diskriminiert, das bin ich. Nun hab Dich nicht so. Dir geht es doch gut. Ignoriere einfach die, die Dich nicht mögen. Oder noch besser: Halt auch die andere Wange hin. Dann lebst Du gottgefällig. Hey, auch die, die mich „lieben“, sind die, die mich diskriminieren. Meine eigene Persönlichkeit nicht entfalten können, das ist Diskriminierung. Und dies habe ich schon von Kindessein an erlebt. Da fängt es schon an: Kinder haben keine eigene Persönlichkeit, sie müssen sie noch finden. Hä? Persönlichkeit ist doch kein Osterei. Jemanden, der Schlagzeug lernen will, eine Blockflöte in die Hand zu geben, das ist Diskriminierung. Jemanden immer wieder wegen seiner Körperhaltung Vorwürfe zu machen, das ist Diskriminierung. Und mir hat es nur geholfen, meinen Körper nicht anzunehmen. Ein Schritt der Distanzierung, ein Schritt zur Unsicheren Persönlichkeit. Diskriminierung ist das Schulsystem, das ich erlebt habe. Wissen reinpauken, persönliche Interessen ignorieren, es sei denn sie passen zufällig ins System. Immer alles korrekt machen müssen ist schon Diskriminierung. Schon solche Worte wie Diskriminierung oder Legasthenie „korrekt“ schreiben zu müssen, um eine „gute“ Note zu erhalten, ist diskriminierend. Selbst diese „Schwäche“ nicht mehr zu bewerten, wurde zur Diskriminierung. Sportunterricht ist eine pure Katastrophe. Von wegen: hier soll Gemeinschaftsgeist gelehrt werden. Auch hier geht es nur darum: Wer ist der Schnellste, der Beste? Auch wenn mit der Schulzeit die schlimmste Zeit meines Lebens schon lange vorbei ist: Sie harkt nach. Schiebe es auf die Pubertät. Nee, da ist mehr. Ich habe gelernt mich zurückzunehmen, in allen Rollen meines Lebens. Das heißt ich habe gelernt, mich selbst zu diskriminieren. Sarkasmus hilft, solch einen Scheiß auszuhalten. Ich hasse Euch, ich hasse mich. Diese beiden Sätze mussten jetzt kommen. Diskriminierung behindert die Lebensfreude.</p>
<p>Wenn über Diskriminierung geschrieben wird, dann gerne über die Verfolgung der Juden im Dritten Reich. Das ist schön lange her, in einem anderen System, verdammt viele Täter und Opfer schon tot. Mit solch einer Distanz kann man das Thema Diskriminierung weit von sich wegschieben. Wenn man das Thema boulevardpressemäßig aufbauschen möchte, hilft es natürlich, sich mit der Diskriminierung von Ausländern und Migranten zu beschäftigen. Wer sich am wenigsten Feinde machen will, sollte sich nur mit dem Thema Barrierefreiheit für Blinde und Rollstuhlfahrer beschäftigen.</p>
<p>Ich kann aus eigener Erfahrung, am ehesten über Diskriminierung durch Einschränkung der individuellen Persönlichkeit erzählen. Leider ertappe ich mich immer wieder dabei, auch ein Diskriminierer zu sein. Und schäme mich dafür. Wie sieht es mit Dir aus?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/09/gegenlaeufer_in/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;Ich war niemals so wie alle&#8220;</strong></a>, rappt unsere Autorin Jennifer Gegenläufer.</li>
<li>Auch Was geht Almanya setzen sich<a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/08/wir-sind-alle-menschen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong> in diesem Video</strong></a> mit Diskriminierung auseinander.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ja, so bin ich!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ja-so-bin-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2017 08:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
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		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Dennis und Maria von den Story Tellern zeigen, dass eine Persönlichkeit nicht immer entweder so oder so ist &#8211; nicht eindeutig nett oder eindeutig unfreundlich, nicht einmal eindeutig männlich oder weiblich. Dennis trägt gern Frauenkleider und fühlt sich doch als Mann, Maria sieht sich als Frau und ist einfühlsam und laut. Das Leben ist viel]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dennis und Maria von den Story Tellern zeigen, dass eine Persönlichkeit nicht immer entweder so oder so ist &#8211; nicht eindeutig nett oder eindeutig unfreundlich, nicht einmal eindeutig männlich oder weiblich. Dennis trägt gern Frauenkleider und fühlt sich doch als Mann, Maria sieht sich als Frau und ist einfühlsam und laut. Das Leben ist viel mehr als die Aufteilung in Männer und Frauen, in Menschen mit oder ohne Handicaps.</strong></p>
<p><span id="more-7785"></span></p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich </em>von Dennis Seidel</strong></p>
<p>Ich heiße Dennis Seidel, bin 37 Jahre alt und Mitglied der Literaturwerkstatt Story Teller von Barner 16 und auch Mitglied bei MeinTestgelände, das ist ein Gendermagazin, da geht es um Geschlechterrollen. Hauptsächlich arbeite ich bei MDUH, das ist eine Theatergruppe für Menschen mit Handicap.</p>
<p>Ich bin mit nur einer Niere zur Welt gekommen und muss deswegen sehr viel trinken. Viele Menschen in Bussen und Bahnen und unterwegs machen sich deshalb immer lustig über mich. Weil ich anders bin als normale Menschen. Schon früher haben mich, wenn ich morgens zur Schule gefahren bin, ein paar freche Jungs immer beschimpft.</p>
<p>Meine Hobbys sind: shoppen (vor allem Klamotten), verreisen, zeichnen, schreiben, im Internet surfen und mich als Frau verkleiden. Außerdem bearbeite ich gerne Bilder und Fotos mit Photoshop; besonders Bilder von schönen Frauen bzw. von meinen Lieblingsstars Diane Kruger und Diana zur Löwen (D-Fashion), Bilder vom Schanzenpark, Hundewelpen und Fotos, wo ich drauf zu sehen bin. Ich kombiniere Fotos von mir mit Fotos aus dem Internet, sodass es dann so aussehen tut, als wäre ich zum Beispiel an einem sonnigen Strand im Sommer in Miami, oder aber ich stehe direkt neben meiner Traumfrau Diane im Schanzenpark, oder aber ich setze mein Porträt in Photoshop in eine U-Bahn und daneben eine bildschöne Frau.</p>
<p>Meine Größe ist 1,64. Ich gehe sehr offen mit meiner Behinderung um. Wenn mir mal einer blöd kommt, würde ich mich selbst zur Wehr setzen, aber ich traue mich nicht, weil ich nicht weiß, wie die blöde Person, die mir blöd kommt, drauf ist.</p>
<p>Ich bin ein Mann, der sich auch manchmal als Frau fühlt. Wenn ich wirklich eine Frau geworden wäre, würde ich gerne Sandra, Diana oder Diane heißen.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich!</em> von Maria Thöne</strong></p>
<p>Eigentlich bin ich ein froher Mensch, doch so manches Mal bin ich gereizt. Dann wenn mir alles zu viel wird. Bin auch manchmal launisch, genervt oder wütend. Wenn nicht alles so läuft wie ich mir das vorstelle. Ich hasse mich selbst, wenn ich meine Grenzen mal wieder überschritten habe. Ich bin gerne für andere da. So gut ich kann. Bin keine Maschine und versuche das auch so zu leben. Manchmal bin ich tief traurig und weine in mich hinein. Ich bin dann lieber allein. Oder bin bei guten Freunden und lasse mich trösten. Ich kann auch gut Menschen aufbauen und/oder ihnen den Rücken stärken.</p>
<p>Nein-Sagen fällt mir manchmal schwer. Ich bin auch verschlossen. Und schimpf vor mich hin. Ich bin oft ungeduldig. Und nicht immer mutig. Bin manchmal langsam und dann wieder schnell. Ich versuche positiv zu denken. Was nicht immer gelingt. Ich sage schon, was ich denke. Aber manchmal traue ich mich nicht.</p>
<p>Wenn man meine Grenzen nicht respektiert, kann ich böse werden und laut. Ich bin weiblich, nicht männlich. Ich habe meine Extreme. Bin manchmal verzweifelt, doch dann voller Zuversicht. Ich schreie manchmal laut. Bin aber auch leise und rücksichtsvoll. Verwirrt und albern. Das ist so wie es ist. Das bin Ich so wie ich bin. Und ich bin in Ordnung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Melanie von den Story Tellern <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/01/ich-bin-eine-rebellin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist eine Rebellin</a>.</strong></li>
<li>Und Glück,<strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/glueck-ist-eine-frage-des-fokus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> so schreibt Nev</a></strong>, ist immer eine Frage des Fokus.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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