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	<title>Feminismus &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Sollte es &#8222;fotzigen&#8220; Feminismus geben?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/04/sollte-es-fotzigen-feminismus-geben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carlotta]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 14:36:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
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					<description><![CDATA[Provokant, vulgär, feministisch? Ikkimel nennt ihr Album FOTZE und reclaimt Begriffe, die lange gegen Frauen verwendet wurden. Während sexistische Lines von Männern normalisiert sind, wird weibliche Provokation schnell zum Skandal. Ist das zu viel – oder genau die Form von Empowerment, die Rap braucht? „Ich rede über Fotzen und ich bring sie in die Charts“]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>Provokant, vulgär, feministisch? Ikkimel nennt ihr Album <em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em">FOTZE</em> und reclaimt Begriffe, die lange gegen Frauen verwendet wurden. Während sexistische Lines von Männern normalisiert sind, wird weibliche Provokation schnell zum Skandal. Ist das zu viel – oder genau die Form von Empowerment, die Rap braucht?</strong><span id="more-17455"></span></p>
<h2>„Ich rede über Fotzen und ich bring sie in die Charts“</h2>
<p><em>IDGAF, Ikkimel</em></p>
<p>Die Berliner Rapperin Ikkimel provoziert gerne mit ihren Texten, verwendet vulgäre Sprache und haut umstrittene Zeilen raus – alles im Namen des Feminismus und der Wiederaneignung so mancher beleidigender Begriffe. Vor allem das Wort „Fotze“ spielt dabei eine ganz zentrale Rolle. Ihr erstes Album trägt diesen Titel in Großbuchstaben. FOTZE erregt Aufmerksamkeit, ist plakativ und provokant. Aber kann man solche Provokationen als Feminismus betiteln oder ist die Künstlerin da doch einen drüber?</p>
<p><strong>„Sie würden gern ’ne kleine Fotze sein, aber ich bin’s“</strong></p>
<p><em>Mami, Ikkimel und The Cratez</em></p>
<p>Die kurze Antwort ist: Ja, ihre Musik ist durchaus feministisch. Und sie ist dabei auch nicht alleine. Immer mehr deutsche Musiker*innen und Rapper*innen verwenden provozierende Sprache und eignen sich Schimpfwörter, die vor allem abwertend für Frauen gelten, wieder an. Sie benutzen eigentlich genau das Vokabular, womit Rapper jahrelang ihr Geld verdient haben: „Schlampe“, „Hure“, „Nutte“, „Fotze“, „Bitch“ und viele mehr. Sobald es aber von Frauen kommt, wird es natürlich direkt kritisiert, verhöhnt und von den Medien ausgeschlachtet. Während sich Rapper jahrzehntelang mit Frauen geschmückt haben, die halbnackt in ihren Videos tanzen, werden Künstlerinnen wie Ikkimel dafür verurteilt, wenn sie genau das machen – nur ohne Mann anwesend und nicht für den Male Gaze. Genauso ist es mit der weiblichen Sexualität, die nicht wie die männliche Sexualität gefeiert und gepriesen wird, sondern eben als falsch oder problematisch angesehen wird.</p>
<p><strong>„Jetzt sind die Fotzen wieder da“</strong></p>
<p><em>Die Fotzen sind wieder da, SXTN</em></p>
<p>Was das Rap-Duo SXTN sich schon vor 10 Jahren getraut hat, findet jetzt durch die steigende Popularität von Künstler*innen wie Ikkimel immer mehr Anklang in der deutschen FLINTA*-Rap-Szene. Je größer der Trend wird, solche Texte zu schreiben, desto mehr werden die einst abwertenden Wörter wiederholt und verlieren schließlich an Macht, sodass die Bedeutung der Wörter neu besetzt werden kann. Und wie schön wäre es, wenn die schlimmsten Schimpfwörter nicht immer weiblich konnotiert wären oder das Weiblich-Sein selbst als Beleidigung gelte.</p>
<p><strong>„Ab in’n Zwinger, noch ’ne Runde<br />
Weil du warst ein böser Junge“</strong></p>
<p><em>BÖSER JUNGE, Ikkimel</em></p>
<p>Und was ist jetzt mit den Männern? Die kommen in den Texten dieser Künstler*innen nämlich auch nicht so gut weg. Im klassischen Rap hat es natürlich niemanden interessiert, wenn Frauen in den Texten schlechter dargestellt wurden, ihnen schlechte Eigenschaften zugeschrieben wurden oder sie verachtet wurden. Weiblichen Künstler*innen wird aber, wenn sie genau das tun, Männerhass oder glatt Hetze vorgeworfen. Gesellschaftlich wird es mal wieder nur als problematisch gesehen, wenn die Machtposition der Männer angegriffen wird.</p>
<p><strong>„Von der größten Fotze meiner Stadt, zur größten in Europa“</strong></p>
<p><em>WHO’S THAT, Ikkimel</em></p>
<p>Was ich aus Ikkimels Musik mitnehme, ist in erster Linie eine ganze Menge Empowerment. Es ist schön, Musik zu hören, in der sich eine Frau selbstbewusst zeigt, wenn man als Frau ein Leben lang lernt, an sich zu zweifeln und sich klein zu machen. Ikkimel nimmt Raum ein und das finde ich inspirierend. Ich finde es auch gut, dass Männer in ihren Texten auch mal nicht die höchste Machtposition einnehmen – das tun sie ja immerhin schon im echten Leben. Dass Ikkimels Musikstil nicht allen gefällt, ist natürlich normal, jede*r hat nun mal einen eigenen Geschmack. Ihr Vorwürfe zu machen wegen ihrer Texte finde ich allerdings zu viel. Musik ist eine Kunst, alle dürfen sie ausleben, wie sie wollen. Man sollte sich eher die Frage stellen, ob ihre Texte wirklich so provokant sind oder nur so gesehen werden, weil sie von einer Frau kommen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Kinderstaubsauger und ich &#8211; Über Care-Arbeit und hartnäckige Rollenverteilung</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/02/mein-kinderstaubsauger-und-ich-ueber-care-arbeit-und-hartnaeckige-rollenverteilung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anjuli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 09:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Cash & Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Anjuli hatte einen pinken Kinderstaubsauger, heute fragt sie sich, was daran wirklich Spiel war. Ein persönlicher Text über Care-Arbeit, Corona und die unbequeme Erkenntnis, dass selbst reflektierte Haushalte alte Rollenbilder weitertragen. Für mein Studium habe ich vor kurzem einen Text über Care-Arbeit während der Corona-Krise gelesen und wie sich diese auf die Arbeitsteilung in Haushalten]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anjuli hatte einen pinken Kinderstaubsauger, heute fragt sie sich, was daran wirklich Spiel war. Ein persönlicher Text über Care-Arbeit, Corona und die unbequeme Erkenntnis, dass selbst reflektierte Haushalte alte Rollenbilder weitertragen.</strong><br />
<strong><span id="more-17337"></span></strong></p>
<p>Für mein Studium habe ich vor kurzem einen Text über Care-Arbeit während der Corona-Krise gelesen und wie sich diese auf die Arbeitsteilung in Haushalten ausgewirkt hat. Inspiriert davon habe ich über mein Elternhaus nachgedacht – und darüber, ob sich damals bei uns etwas verändert hat.</p>
<p>Ich habe den Großteil meines Bachelors während Corona absolviert. In einem Online-Seminar mit dem Titel „Who cares“ begann ich intensiver über Arbeitsteilung zuhause nachzudenken. Seit ich mich erinnern kann, war meine Mutter diejenige, die den Haushalt geschmissen hat. Als Teenager hing ich eine Postkarte an die Tür des Wäschekellers: „Wäsche von Mutti machen lassen, 1€.“ Ich fand das lustig. Gleichzeitig war ich überzeugt, dass mein Vater vermutlich nicht einmal wusste, wie man eine Waschmaschine bedient.</p>
<p><strong>Care-Arbeit im Ausnahmezustand</strong></p>
<p>Während der Pandemie schien vieles im Ausnahmezustand zu verschwimmen. Meine Mutter war in den Wochen, in denen mein pendelnder Vater nicht zuhause war, faktisch alleinerziehend – und gleichzeitig berufstätig. Rückblickend wurde mir erst spät bewusst, wie viel Care-Arbeit sie tatsächlich getragen hat.</p>
<p>Auf meine Nachfrage sagte sie, während Corona habe sich nicht viel verändert. Sie habe vielleicht mehr renoviert, aber nicht mehr Hausarbeit übernommen – weil sie ohnehin schon immer den größeren Anteil getragen habe. Damit bestätigte sie ungewollt, was ich aus meinem Uni-Text kannte: Krisen verändern Rollenbilder nicht zwangsläufig, sie machen bestehende Ungleichheiten sichtbarer.</p>
<p><strong>Latente Rollenbilder</strong></p>
<p>Obwohl ich meine Eltern nie als konservativ wahrgenommen habe, leben sie klassische Rollenbilder: Meine Mutter kocht und trägt den Mental Load. Mein Vater kümmert sich um Finanzen und handwerkliche Aufgaben. Es ist kein offener Machtkampf – sondern ein eingespieltes Muster.</p>
<p><strong>Und ich?</strong></p>
<p>Am irritierendsten ist für mich, dass sich ähnliche Dynamiken in meinem eigenen Haushalt wiedergefunden haben. Trotz Bachelorabschluss in Gender Studies war ich plötzlich diejenige, die organisiert, plant, Verantwortung übernimmt. Keine Kinder, kein Zwang – und trotzdem reproduzierte ich Muster, die ich kritisiere.</p>
<p>Haushaltsaufgaben zu boykottieren funktioniert nur bedingt. Reflexion anzustoßen bleibt oft an mir hängen. Vielleicht, weil diese Muster so tief eingeschrieben sind, dass Wissen allein sie nicht auflöst.</p>
<p><strong>Der Kinderstaubsauger</strong></p>
<p>Ich hoffe, dass es irgendwann normal ist, allen Kindern Spielküchen und Puppen zu schenken – nicht nur Mädchen pinke Staubsauger. So dass Care von klein auf als gemeinschaftliche Aufgabe erlebt wird.</p>
<p>Denn gerade weil sich diese Muster trotz feministischer Diskurse so hartnäckig halten, zeigt sich, wie tief Re-Traditionalisierung in Alltagspraktiken verankert ist. Care-Arbeit muss immer wieder neu verhandelt werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hör auf zu jammern &#8211; Warum Leistungsideologie feministisch bekämpft werden muss</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/02/hoer-auf-zu-jammern-warum-leistungsideologie-feministisch-bekaempft-werden-muss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 09:58:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Cash & Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Leistungsideologie verkauft strukturelle Ungleichheit als persönliches Versagen und trifft Frauen*, Care-Arbeitende und prekär Beschäftigte besonders hart. Während Politik von „zu wenig Arbeit“ redet, bleiben oft emotionale Arbeit und Mindestlohnrealität unsichtbar. „Hör auf zu jammern“ ist einer dieser Sätze, die so harmlos klingen, bis man merkt, dass sie ein ganzes System absichern. Ich höre diesen Satz]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Leistungsideologie verkauft strukturelle Ungleichheit als persönliches Versagen und trifft Frauen*, Care-Arbeitende und prekär Beschäftigte besonders hart. Während Politik von „zu wenig Arbeit“ redet, bleiben oft emotionale Arbeit und Mindestlohnrealität unsichtbar.</strong><br />
<span id="more-17329"></span></p>
<p>„Hör auf zu jammern“ ist einer dieser Sätze, die so harmlos klingen, bis man merkt, dass sie ein ganzes System absichern. Ich höre diesen Satz von meinen Großeltern, in Kommentarspalten und auch aus der Politik. Meine Generation und „die Jugend“ (wer soll das sein?), meckert zu viel und ist zu faul. Früher haben das doch auch alle geschafft und da konnte man sich nicht leisten, so erschöpft zu sein. Denn wer erschöpft ist, hat sich nicht genug angestrengt.</p>
<p>Dieses Leistungsnarrativ ist tief verankert – und es trifft nicht alle gleich.</p>
<p><strong>Die Rückkehr des Leistungsmythos</strong></p>
<p>Aktuell wird diese Logik wieder laut reproduziert. Friedrich Merz spricht von zu hohen Krankenständen, stellt das Recht auf Teilzeitarbeit infrage und inszeniert Arbeitsunfähigkeit als individuelles Problem mangelnder Disziplin. Die Botschaft ist klar: Deutschland arbeitet zu wenig, ist zu bequem geworden.</p>
<p>Strukturelle Faktoren fehlen im Diskurs. Dass Frauen, Teilzeitkräfte und Care-Arbeit in Statistiken anders auftauchen als klassische Vollzeitarbeit, wird in vereinfachten Leistungsnarrativen ausgeblendet. Mehr Stunden bedeuten nicht automatisch mehr Wohlstand oder mehr Gerechtigkeit – und vor allem nicht mehr Produktivität. Deutschland schafft mit vergleichsweise wenigen Stunden im internationalen Vergleich eine hohe Wertschöpfung. Gleichzeitig ist die Lohn-, Wachstums- und Wohlstandsentwicklung in Relation zur Inflation eher schwach.</p>
<p>Dieses Spannungsfeld zwischen Arbeitszeit, Produktivität und Lebensrealität wird im simplen Satz „Wir arbeiten zu wenig“ systematisch ausgeblendet. Was dabei konsequent ignoriert wird, ist auch die Frage, wer krank ist – und warum.</p>
<p><strong>Der männliche Maßstab</strong></p>
<p>Unser Gesundheitssystem ist historisch auf den männlichen Körper ausgelegt. Symptome, Krankheitsverläufe, Medikamente, Belastungsgrenzen – vieles basiert auf einem Körper, der keine Menstruation kennt, keine hormonellen Zyklen durchläuft, nicht schwanger wird. Selbst die Zahnpasta ist auf den pH-Wert des männlichen Mundes eingestellt.</p>
<p>Frauen* haben im Durchschnitt rund 13 Wochen im Jahr ihre Periode. Das ist keine Krankheit, aber es ist auch kein neutraler Zustand. Schmerzen, Erschöpfung, Migräne, Endometriose – all das taucht in Arbeitszeitmodellen, Produktivitätskennzahlen und politischen Debatten kaum auf. Demgegenüber stehen statistisch etwa drei Wochen Krankheit pro Jahr. Trotzdem wird so getan, als sei jede Form von Erschöpfung persönliches Versagen.</p>
<p><strong>Neoliberaler Feminismus und Selbstoptimierung</strong></p>
<p>Gleichzeitig wird Leistung längst nicht mehr nur im klassischen Sinne gemessen. Wir definieren uns über Produktivität, über Sichtbarkeit, über Output. Selbst im Feminismus sind wir nicht frei von dieser Logik. Neoliberaler Self-Branding-Feminismus verkauft Gleichberechtigung als Lifestyle-Entscheidung: ein Instagram-Post, eine Brand Identity, ein „Empowerment“-Mantra.</p>
<p>Feministisch sein wird etwas, das man machen kann – oder eben nicht. Strukturelle Kritik wird ersetzt durch individuelle Selbstoptimierung. Wer scheitert, hat sich offenbar nicht gut genug vermarktet oder es nicht verstanden.</p>
<p><strong>Unsichtbare Arbeit</strong></p>
<p>Was dabei unter den Tisch fällt, ist Arbeit, die sich nicht zählen lässt. Care-Arbeit im klassischen Sinne – Haushalt, Kinder, Pflege – ja. Aber auch emotionale Arbeit: zuhören, erklären, aushalten, übersetzen. Immer wieder männlichen* Lebensrealitäten erklären, warum Sexismus kein Missverständnis ist, warum bestimmte Witze verletzen, auch wenn man sie nicht „böse meint“.</p>
<p>Diese Bildungsarbeit ist kostenlos, unsichtbar und emotional teuer. Und sie bringt uns in ein permanentes Dilemma: Ich will diese Arbeit nicht leisten müssen – aber ich will auch verstanden werden. Und irgendwo sitzt immer dieser Gedanke: Wenn ich es ihm* nicht erkläre, woher soll er* es dann wissen?</p>
<p><strong>Mindestlohn und Realität</strong></p>
<p>Der Arbeitsmarkt tut sein Übriges. Ich arbeite aktuell im Buchhandel zum Mindestlohn. Ich bin erschöpft. Meine Chefin sagt, ich müsse mehr geben – dann könne man vielleicht über mehr Stunden reden. Sie ist selbst Chefin und verdient ebenfalls nur Mindestlohn. In der gleichen Buchhandlung arbeiten ausgebildete Buchhändlerinnen* für 20 Stunden, ebenfalls zum Mindestlohn. Gleichzeitig wundert man sich, warum sich niemand bewirbt. Als wäre das ein Rätsel und kein strukturelles Problem.</p>
<p><strong>Wir wollen leben, nicht nur funktionieren</strong></p>
<p>Das Leistungsversprechen, mit dem viele von uns aufgewachsen sind – streng dich an, beschwer dich nicht, dann wirst du belohnt – funktioniert nicht mehr. Oder vielleicht hat es das nie getan, aber jetzt wird es sichtbar. Viele von uns sind desillusioniert. Wir wollen leben, nicht nur funktionieren. Zeit haben, Freude, ein Leben neben der Arbeit.</p>
<p>Selbst wenn das weniger Geld bedeutet – wobei „weniger“ oft ohnehin kaum genug ist. Für mich und viele andere ist ein Leben mehr wert als die ganze Zeit nur arbeiten, vor allem wenn sich diese nicht lohnt. Diese Haltung wird belächelt, als mangelnder Ehrgeiz abgetan. Selten wird verstanden, dass Produktivität heute allgegenwärtig und unumgänglich ist.</p>
<p><strong>Dauererreichbarkeit</strong></p>
<p>Unsere Smartphones sind dafür das beste Beispiel. Sie versprechen Freiheit, Vernetzung, Selbstbestimmung – und sind gleichzeitig ständige Arbeitsgeräte. Erreichbarkeit wird vorausgesetzt, Grenzen verschwimmen, Abschalten wird zur persönlichen Verantwortung. Wer nicht antwortet, gilt als unprofessionell. Wer müde ist, als unmotiviert.</p>
<p><strong>Nach oben treten</strong></p>
<p>Leistungsideologie ist kein neutrales Konzept. Sie ist geschlechtlich, klassistisch und zutiefst kapitalistisch. Feminismus, der sich ernst nimmt, muss sie angreifen. Nicht, indem wir noch produktiver werden, noch resilienter, noch besser organisiert. Sondern indem wir fragen:</p>
<ul>
<li>Wer kann sich Leistung leisten?</li>
<li>Wessen Arbeit wird gesehen – und wessen Erschöpfung wird ignoriert?</li>
<li>Warum gilt Jammern als Problem, wenn es oft nur ein Hinweis darauf ist, dass etwas grundlegend schiefläuft?</li>
</ul>
<p>Es war noch nie unten gegen unten.<br />
Es war immer unten gegen oben.<br />
Vielleicht sollten wir endlich wieder anfangen, nach oben zu treten.</p>
<hr />
<p><strong>Literatur:</strong><br />
Evteeva, Maria, und Lucrecia Burges. <em>Internalized Misogyny: The Patriarchy Inside Our Heads.</em> Bd. 14, 2024.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Körperliche Selbstbestimmung und Schwangerschaftsabbrüche</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/12/koerperliche-selbstbestimmung-und-schwangerschaftsabbrueche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Romy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Dec 2025 16:01:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Video spricht Romy über Selbstbestimmung und warum die weiblicher Körper weiterhin zentrales Element feministischer Bewegungen ist.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In diesem Video spricht Romy über Selbstbestimmung und warum die weiblicher Körper weiterhin zentrales Element feministischer Bewegungen ist.</strong><span id="more-17250"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Körper im Widerstand</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/12/koerper-im-widerstand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carlotta]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 09:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Körper sollen privat sein und sind doch gesellschaftlichem Druck, herrschende Machtstrukturen und, im schlimmsten Fall, Gewalt ausgesetzt. Carlotta beschreibt anhand drei feministischer Protestbewegungen, wie körperlicher Protest Machtverhältnisse herausfordert und Sichtbarkeit schafft. Von Kindheit an wird uns beigebracht, dass unser Körper etwas ganz Persönliches ist. Er gehört nur uns und deshalb sollten auch nur wir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Körper sollen privat sein und sind doch gesellschaftlichem Druck, herrschende Machtstrukturen und, im schlimmsten Fall, Gewalt ausgesetzt. Carlotta beschreibt anhand d<span data-contrast="auto">rei feministischer Protestbewegungen</span>, wie körperlicher Protest Machtverhältnisse herausfordert und Sichtbarkeit schafft. </strong><span id="more-17239"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Von Kindheit an wird uns beigebracht, dass unser Körper etwas ganz Persönliches ist. Er gehört nur uns und deshalb sollten auch nur wir darüber entscheiden können. Wie wir damit umgehen und wer damit in Kontakt kommt, sollte ganz uns überlassen sein. Leider ist dies ein Ideal, welches in unserer Gesellschaft nicht für alle eine Realität ist. Viel zu häufig bekommt man mit, wie Menschen aufgrund des „Andersseins“ ihrer Körper nicht respektiert, diskriminiert oder – im schlimmsten Fall – sogar misshandelt werden. Wie der Körper doch nur ein Objekt darstellt, ein Spielzeug derer, die in der gesellschaftlichen Hierarchie ganz oben stehen. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Was mich immer fasziniert hat ist, wie Menschen ihre Körper einsetzen, um eben gegen diese Machtstrukturen anzukämpfen. In welcher Weise sie ihren Körper als Widerstand gegen die Missstände, die sie unterdrücken, einsetzen. Spätestens seit den „Klimaklebern“ sollten viele schon mal davon gehört haben. Das waren diese unverschämten Klimaaktivist*innen, die sich aus Protest gegen unzureichende Klimapolitik mit ihrem Körper – meist durch Festkleben auf Straßen oder Objekten – physisch an den öffentlichen Raum binden, um Aufmerksamkeit und politischen Druck zu erzeugen. Der Albtraum der städtischen SUV Fahrer*innen und vorstädtischen Pendler*innen. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Diesen Einsatz von Körpern als Protest gibt es nicht nur in der Klimapolitik, auch feministische Bewegungen setzten bewusst ihre Körper ein, um Aufmerksamkeit oder politisches Umdenken zu erwirken. In der heutigen Zeit wird der weibliche* Körper ständig politisiert, es ist quasi unmöglich als Frau* frei über seinen Körper selbstbestimmen zu können. Dass Abtreibung in Deutschland zwar straffrei aber faktisch immer noch illegal ist, ist nur eines der Beispiele für diesen Zustand. Umso mehr ist es wichtig, diese Zustände zu beleuchten und zu kritisieren und der Einsatz von Körpern schafft dies besonders gut. Je größer die Aufmerksamkeit, desto größer der politische Druck, richtig?</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Drei feministische Protestbewegungen der letzten Jahre haben mich in ihrer Art den Körper im Zuge des Protests zu inszenieren, besonders beeindruckt: FEMEN, Ni Una Menos und die Free Bleeding Bewegung. Die ein oder andere dieser Bewegungen hat medial schon einige Aufmerksamkeit erhalten, trotzdem möchte ich sie im Zuge ihrer Sichtbarkeit hier kurz vorstellen. </span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto"><a href="https://femen.org/about-us/">FEMEN</a> ist eine internationale Protestbewegung mit Ursprung in der Ukraine. Im Zuge des Protests gegen die patriarchale Unterdrückung, Objektifizierung und Ausbeutung weiblicher* Körper treten die Aktivist*innen oberkörperfrei, mit auf ihre Brust geschriebenen politischen Slogans und Blumenkranz auf dem Kopf auf. Ihr selbstbenannter „Sextremismus“ richtet sich gegen Sexismus, religiöse Unterdrückung und autoritäre Politik und ihre provokanten Aktionen erzeugen </span><span data-contrast="auto">hohe mediale Aufmerksamkeit</span><span data-contrast="auto"> für feministische Themen. Der weibliche Körper wird als </span><span data-contrast="auto">politisches Werkzeug</span><span data-contrast="auto"> genutzt, leider ist dies nicht immer politisch sensibel oder inklusiv. Oft wird die Organisation für ihre fehlende Sensibilität für unterschiedliche feministische Kontexte (z.B. queere, nicht-binäre oder nicht-europäische/weiß-feministische Ansätze) kritisiert. </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Eine weitere Bewegung, die den weiblichen* Körper und seine Eigenschaften sichtbar macht, ist die <a href="https://helloclue.com/articles/culture/whats-all-fuss-about-free-bleeding-why-does-it-matter">Free Bleeding-Bewegung</a>. Aus Protest gegen die Tabuisierung der Menstruation lassen Frauen ihre Periode frei fließen, ohne jegliche Art von Menstruationsprodukten. Einen Höhepunkt dieser Bewegung stellte die amerikanische Musikproduzentin und Schlagzeugerin Kiran Gandhi dar, als sie 2015 den London Marathon lief, ohne Menstruationsprodukte zu verwenden. Die Fotos ihrer blutdurchtränkten Leggings wurden Viral und erzeugten große mediale Aufmerksamkeit. Die Bewegung soll auf allgegenwärtig präsenten Periodenscham aufmerksam machen, sowie einen weltweit fehlenden Zugang zu Menstruationsprodukten. Die Menstruation ist ein natürlicher Körpervorgang, der in unserer patriarchalen Gesellschaft stigmatisiert wird während gleichzeitig aus dem Verkauf weiblicher Hygieneprodukte ein Profit geschlagen wird. Der Protest ist dabei überwiegend symbolisch, ohne einen wirklichen Vorschlag für strukturelle oder politische Veränderungen. </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ein drittes Beispiel, wo Körper Widerstand leisten, sind die „<a href="https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/femizid-2023/519674/ni-una-menos/">Ni Una Menos</a>“-Proteste mit ihrem Ursprung 2015 in Argentinien. „Nicht eine weniger“ bedeutet der Slogan übersetzt und fordert, dass keine Frau* mehr aufgrund geschlechtsspezifischer Gewalt sterben soll. Die Demonstrationen gegen Femizide breiteten sich schnell in Lateinamerika und dem Rest der Welt aus, in Form von Flashmobs, Performances oder Slogans auf Körpern und Kleidung sowie Schweigemärschen. Die Frauen* nutzen ihre </span><span data-contrast="auto">körperliche Präsenz</span><span data-contrast="auto"> im öffentlichen Raum als Ausdruck von Solidarität und Widerstand, um Opfern von Gewalt eine Stimme zu verleihen und politische sowie juristische Konsequenzen einzufordern.</span></p>
<p><span data-contrast="auto">Alle drei Protestbewegungen nutzen die Präsenz, Inszenierung oder natürlichen Prozesse des Körpers, um gegen die Unterdrückung von Frauen*körpern im Patriarchat anzukämpfen. Sie zeigen, dass der Körper selbst ein politischer Raum ist – ein Ort, an dem Macht, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung verhandelt werden. Mich fasziniert vor allem wie der Körper zu seiner Selbstermächtigung genutzt werden kann, in einer Welt, in der er lediglich aufgrund seiner Existenz politisiert wird. Gleichzeitig bleibt fraglich, ob körperliche Protestformen langfristig politische Veränderungen anstoßen können – oder ob sie, vor allem durch die Sozialen Medien, bloß als provokante Bilder konsumiert werden.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Feministischer Kampftag</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/03/feministischer-kampftag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2025 11:35:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[feministischer Kampftag]]></category>
		<category><![CDATA[Weltfrauentag]]></category>
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					<description><![CDATA[Der feministische Kampftag ist noch nicht lange her und vielleicht bist auch du am 8. März über folgende Frage in einer der unzähligen Kommentarspalten gestolpert: &#8222;Und wann ist Weltmännertag?!&#8220; Die Frage ist meist garniert mit einer Portion Wut, getragen von der Unwilligkeit Google zu benutzen, um das Datum selbst herauszufinden. Unsere Autorin Lina stellt fest,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der feministische Kampftag ist noch nicht lange her und vielleicht bist auch du am 8. März über folgende Frage in einer der unzähligen Kommentarspalten gestolpert: &#8222;Und wann ist Weltmännertag?!&#8220; Die Frage ist meist garniert mit einer Portion Wut, getragen von der Unwilligkeit Google zu benutzen, um das Datum selbst herauszufinden. Unsere Autorin Lina stellt fest, dass Männer immer noch nicht so richtig verstanden haben, worum es am 8. März geht und hat den Spieß einmal umgedreht.</strong><span id="more-16697"></span></p>
<p class="western">Am 8. März war feministischer Kampftag und ganz ehrlich ich bin müde, ich bin müde und frustriert. Die einen werden alles was ich sage kennen, die anderen betreten zuhören, johlend applaudieren und dann wird sich doch nichts ändern.</p>
<p class="western">Und wenn noch ein einziger Typ sagt „Hä, aber wann ist eigentlich Männertag und hasst ihr jetzt eigentlich Männer?“ kann ich nur sagen: Nein, Bernd, ich hasse keine Männer, aber ihr macht es einem echt schwer. Noch so eine blöde Aussage und ich gehe mit Instant-Kartoffelpüree-Pulver auf deinen Rasen und das nächste Mal wenn es regnet hast du den Salat – oder besser den Brei.</p>
<p class="western">Du hast davor Angst, dass wir keine Gleichberechtigung, sondern Rache wollen. Dann drehen wir es doch mal um, einen einzigen Tag.</p>
<p class="western">Was, ihr zahlt Männern heute weniger? Honey, das ist schon seit Jahren nicht mehr das einzige Problem.</p>
<p class="western">Wir machen Steuern auf dies, Steuern auf das. Was es ist blau? Kostet doppelt so viel der Spaß.<br />
Im Bus werdet ihr belästigt und du hast Schuld daran, denn du hast ja dieses eine Outfit getragen.</p>
<p class="western">Wir haben Körperbehaarung und bei uns ist das normal, ihr auch aber bei euch richtig eklig – Doppelmoral, wenn ihr was richtig Gutes geschafft habt, egal ob im Männerfußball oder beim Männer-Eishockey oder beim Männerreiten, dann war das so ein richtiger Boy-Boss-Moment, Glitzer, Slay. Aber danach fragen wir euch mal ganz eindringlich, wie ihr dieses Karriereverhalten mit euren Spermien vereinbaren könnt, da könnten Kinder draus entstehen, da würde ich mir schon Gedanken machen. Aber Slay King!</p>
<p class="western">Ihr werdet nur tanzen gehen wollen, aber wir wissen doch, dass ihr es für uns tut und naja, wenn ihr untereinander eure Jungs küsst beim Feiern, dann ist es offensichtlich doch nur Show. Also mein Partner darf ja immer was mit anderen Männern haben, nein das ist für mich kein Betrügen, denn wenn eine richtige Frau kommt, dann weiß man schon, was man hat.</p>
<p class="western">Wir machen uns lustig, dass ihr in Gruppen auf Toilette geht.</p>
<p class="western">Wir werden von euch wieder und wieder hören, dass ihr euch im öffentlichen Verkehr unwohl fühlt, dass ihr angestarrt werdet, dass ihr angequatscht werdet und jeder wegschaut oder das besoffene Frauen gegen euch fallen und euch dabei berühren. Aber sorry, wir werden jeden Sonntag zu Taylor Swift Konzerten im Stadion gehen, alle glitzernde Outfits tragen und unkontrolliert saufen. Danach reißen wir laut Witze und können uns nicht kontrollieren, vor allem, wenn da ein Mann in der Bahn sitzt. Aber Hallo, das hat Tradition.</p>
<p class="western">Und dann Pissen wir überall hin mit unseren Urinellas, jeder Mann musste in seinem Leben schon unfreiwillig tausende Clits sehen, aber hahahahaha, das hat euch doch geil gemacht oder, genauso wie unsere Clitpics, die wir einfach verschicken. Wir werden überall, an jede Toilette, an jedes Schulheft und an jede Tafel Clits malen aber wissen, wie ein Penis aussieht, oh nee, also da bin ich überfragt, den findet man ja meist so schlecht.</p>
<p class="western">Wir werden nicht verstehen, was du meinst, sorry, das können wir nicht nachvollziehen. Bis du uns sagst, sowas könnte auch mit unserem Bruder oder unserem Sohn passieren. Dennoch verabschieden wir neue Gesetze, die über die Körper von Männern entscheiden aber Männer sitzen nicht am Tisch. Was, du willst deiner kranken Schwester eine Niere spenden? Da muss erstmal der Ethikrat, der nur aus Frauen besteht, entscheiden. Und wir sagen Nein.</p>
<p class="western">Und am Ende sagen wir: Männer von heute verstehen einfach keinen Spaß mehr, ja lächle doch mal mehr, lächle doch mal mehr.</p>
<p class="western">Dann schauen wir einen Film der „Ken“ heißt und sagen danach ohhhh, wie Deep das wussten wir ja gar nicht, obwohl wir dieses System errichtet haben. Wir sagen, das ist ja erleuchtend und revolutionär, obwohl es nur Erkenntnisse sind, die jeder Mann mit neun mit seinen Jungs auf dem Kindergeburtstag hatte und wir sind so „Nein, das war so anschaulich und mit so guter Musik“ und wir werden ignorieren, dass alles, was in dem Film gesagt wurde, schon von Menschen aus unserem Umfeld gesagt wurde aber da haben wir eben nicht zugehört. Nach dem Film „Ken“ gehen wir in den Film Meitner, ihr wisst schon Lise Meitner, ohne die es nicht möglich wäre Kernspaltung zu nutzen. In ihrem Film reden Männer keine 5 Minuten über etwas anderes als Frauen und es geht um Krieg &#8211; richtig gut. Ja, leider hat ihr Kollege Oppenheimer auch was beigetragen aber den konnten wir echt nicht im Film erwähnen, der hatte nicht so Potential aber weißt du, was Potential hat? Wir machen ein Kinospezial und nennen es Meitnerken oder Kenmeitner, weil beide Themen sind so equally wichtig.</p>
<p class="western">Bei der kleinsten Anfeindung schreien wir euch entgegen: Aber nicht alle Frauen, ich habe ja noch nie was einem Mann getan, ich bin nicht das Problem und dann klopfen wir uns auf die Schulter.</p>
<p class="western">Wenn rauskommt, dass eine Freundin übergriffig oder scheiße war, dann tut mir das leid sind halt Frauen, ist schon nicht okay, aber wir sind halt BFFs, man weiß ja langsam nicht mehr, was man darf. Nach deinem Nein hätte sie dir jetzt nicht an den Arsch gehen dürfen aber das konnte ja keiner ahnen und zu mir war die ja immer korrekt.</p>
<p class="western">Sollen wir jetzt die Musik meiner Lieblingsband nicht mehr hören, nur weil da so ein bis zwanzig Männer lügen, dass da was nicht einvernehmlich abgelaufen sein könnte, die können sich das ja auch ausgedacht haben – um denen zu schaden, Hallo?!</p>
<p class="western">Und von all den Frauen, die beschuldigt werden, kennen alle die Namen, aber von den Männern puh da braucht man nicht fragen, aber ja wegen Aufmerksamkeit, nur wegen Aufmerksamkeit haben die das gemacht.</p>
<p class="western">Na und, dann ist maskuliner Kampftag, also ich bin ja auch voll für Männer und ich denke, an diesem Tag sollte ich als weiblich gelesene Person was sagen. Wenn nicht heute, wann dann? Das ist mein Moment, den Raum sollte ich mir nehmen und dann sage ich ins Mikro: „Man darf Männer als Menschen sehen“ und ihr steht auf und tobt, weil endlich sagt es mal jemand. Also nicht nur jemand, ich, naja und die Männer im Backstage und auf anderen Bühnen, aber hier musste einfach ich das Wort ergreifen.</p>
<p class="western">Das Alles ist wie das Gefühl, schon im Bett zu liegen und zu müde zu sein, um aufzustehen aber zu dolle pinkeln zu müssen, um einschlafen zu können – frustrierend.</p>
<p class="western">Denn ganz ehrlich, wir drehen das nicht um, seid froh.</p>
<p class="western">Wir wollen keine Rache, sondern Gleichberechtigung.</p>
<p class="western">Aber noch so‘n feministische Text &#8211; das muss ja wohl nicht sein,</p>
<p class="western">Ihr sagt, ihr könnt das nicht mehr hören?</p>
<p class="western">Und ich würd‘ gerne schrei’n</p>
<p class="western">Denn wir reden und reden gegen eine Wand</p>
<p class="western">Appellieren an Moral oder den Verstand</p>
<p class="western">Und am Ende heißt es nur, wie laut wir wieder waren</p>
<p class="western">Richtig ungemütlich, sehr schwer zu ertragen.</p>
<p class="western">Auch wenn du für ne Frau lustig bist, lad ich dich trotzdem nicht gern ein. Dann muss man ja plötzlich auch im Backstage korrekt sein.</p>
<p class="western">Ich kann es doch auch nicht mehr hören und will es nicht mehr sagen, doch jeden 8. März hagelt es die gleichen Fragen:<br />
Uh, wann ist denn Männertag? Junge Google einfach selbst, ihr habt auch nen Tag, und rate mal was, wenn FLINTA* es nicht organisieren, passiert da auch nichts, du weißt ja nicht mal, wann er ist.</p>
<p class="western">Es interessiert mich nicht mehr, ob mein Feminismus dir unangenehm ist, jeden einzelnen Tag meines Lebens haben Männer unangenehm gemacht.</p>
<p class="western">Entschuldigt bitte, dass ich gerade nicht lustig bin, wie sonst, doch ich kann’s ja mal versuchen:</p>
<p class="western">Auch bei dem 3. Platz der Fußballmeisterschaften bekamen Männer Tausende von Euros und Frauen als Europameister halt nur Kaffeeservice und Kuchen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum ich dem &#8222;Feminismus&#8220; abgeschworen habe</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/02/warum-ich-dem-feminismus-abgeschworen-habe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 07:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivistisch ins neue Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Unserer Autorin Johanna-Maria geht der aktuelle Feminismus zu weit. Warum sie ihrem Freundeskreis bescheinigt, einen falschen Feminismus zu leben und sie selbst sich gerne von Männern königlich behandeln lässt, erfahrt ihr im Text. Männer brüllen „Your body, my choice“, Frauen antworten mit dem 4B-Movement, indem sie zum Beispiel sagen: „Wir wollen keine Kinder, keine Ehe“.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unserer Autorin Johanna-Maria geht der aktuelle Feminismus zu weit. Warum sie ihrem Freundeskreis bescheinigt, einen falschen Feminismus zu leben und sie selbst sich gerne von Männern königlich behandeln lässt, erfahrt ihr im Text.<br />
</strong></p>
<p><span id="more-16590"></span></p>
<p>Männer brüllen „Your body, my choice“, Frauen antworten mit dem 4B-Movement, indem sie zum Beispiel sagen: „Wir wollen keine Kinder, keine Ehe“. Ein erster Schritt und ein erstes Aufbegehren. Besonders in den USA aber keine Kommunikation, sondern eine erneute Abgrenzung, durch ein Entscheiden zwischen Entweder und Oder. Ein Beispiel für Feminismus des Extremen.</p>
<p>Das, was wir heute Feminismus oder Eigenverantwortlichkeit der Frau nennen, habe ich selten in gesundem Ausmaß bei meinen Bekannten erlebt. Hier sind einige Beobachtungen, die ich, erst einmal nicht wertend, schildern möchte und selbst erlebt habe:</p>
<p>Alles, was potentiell als „zu weiblich“ gelesen werden könnte, wird gemieden, um feministisch zu sein: Wir setzen uns jetzt breitbeinig auf den Stuhl und rempeln selbstbewusst andere Männer auf der Straße an. Wir reden „männlich“, schmatzen und fühlen uns überlegen. Wir werden übergriffig, und quatschen den Typen an der Ecke an: „Geiler Bizeps“, sagen wir und fassen ihn am Arm an, kommen ihm offensichtlich zu nah, denn er weicht zurück.</p>
<p>Die traurige Frage ist doch manchmal: Was erwarte ich und was habe ich von Anderen zu erwarten? Wenn sich Feminismus in eine Richtung bewegt, die symbolisch agiert, indem Verhaltensweisen gespiegelt und dadurch auf sie aufmerksam gemacht wird, entsteht ein großer Spielraum für Missverständnisse. Feminismus wird zum Social-Media Trend und hier überwiegt nicht die Information, sondern nachweislich die Macht der Bilder und wie sehr ein Inhalt polarisiert durch fehlende Expertise der Nutzenden.</p>
<p>Betonen wir nicht in allem was scheinbar „feministisch“ in diesem Trend ist, die Unterschiede des Geschlechts und begreifen sie als alltagsbestimmend, statt unwichtig und überwindbar? Ist es nicht so, dass ich als Frau, wenn ich blute oder meine Tage habe, lieber mal mit geschlossenen Beinen dasitzen will? Dass ich Kleider mag und mir nicht jeder in den Schritt schauen soll und ich deshalb mit überschlagenen Beinen sitze? Auch einfach, weil ich will? Ich habe erlebt, dass eine Weigerung eines solchen Habitus in manchen Kreisen als das Gegenteil von feministisch, oder fortschrittlich, angesehen wird. Man hat mich gezielt darauf angesprochen, warum ich denn so „wie eine Frau“ auf dem Stuhl sitze &#8211; mit überschlagenen Beinen. „Das musst du nicht machen“, sagte eine Dame zu mir. Im Überschlagen der Beine hat sie ein Geschlecht gesehen, über das ich sonst nie nachgedacht habe. Viele meiner Freunde sitzen so. Und ehrlich gesagt ist es mir auch egal, weil es für mich nichts mit dem Geschlecht zu tun hat.</p>
<p>Es gibt Handlungen im Feminismus, die sind offenbar nicht radikal. Zum Beispiel wurde ich prüde genannt, weil ich gegen Periodenurlaub bin, in dem Sinne, dass ich mit einem, z.B. männlichen, Arbeitgeber nicht über meine Periode sprechen will, da es mir Unwohlsein bereitet – auch durch persönliche grenzüberschreitende Erfahrungen im Arbeitsverhältnis. Genauso habe ich eine Diskussion über Prostitution geführt, in der eine Frau am Tisch meinte, dass Prostitution unterstützt werden sollte und per se feministisch sei. Worin liegt hier der Kern im Feminismusbegriff? Definitiv nicht darin, zu behaupten, dass die meisten Frauen es gern und freiwillig machen. Wenn die eigene Lebensrealität die Faktenlage und das Leid von Minderheiten übergeht (Armut und Missbrauch sind häufige Umstände durch die Frauen in die Prostitution geraten und auch darin bleiben), kann man noch so sehr argumentieren, und liegt falsch. In eine falsche Richtung geht der Feminismus auch mit Mikrofeminismus. Mit ihm soll Geschlechterungleichheit entgegengewirkt werden, indem mit kleinen Gesten mehr Gleichberechtigung geschaffen werden soll, wie eingangs angedeutet habe. „Mit kleinen Gesten die Welt verändern“, „einen Denkanstoß geben“, „sexistische Verhaltensweisen spiegeln“ heißt es in Posts dann oft. Aber wir spiegeln nur und an diejenigen, die Männer sind, weil sie Männer sind. Ein sexistischer Fehlschluss bin ich der Meinung.</p>
<p>Für mich ist das keine Sichtbarmachung oder Legitimierung, wenn ich im Sinne des Mikrofeminismus jetzt wahllos Männern eine leichte Plastiktüte abnehmen will, um auf eine Norm „zu verweisen“, in der Männer Frauen fragen, ob sie Hilfe beim Tragen benötigen. Und ja, der rbb24 hat unter dem Titel „Mikrofeminismus: Wie kommt das an?“ tatsächlich eine genau solche Situation illustriert. Bewegt man damit tatsächlich etwas? Und ist es nicht so: Eine schlanke Frau braucht beim Tragen eines Reisekoffers nun mal durchschnittlich eher Hilfe beim Tragen als ein Mann, weil sie nicht genauso stark ist, wie er. Ich als Mann würde mich verarscht fühlen, weil ich es niemandem recht machen kann, Normen, die auch Ankerpunkt unseres Zusammenlebens sind, wegwerfen muss, die einer anderen Person an anderer Stelle aber wieder fehlen werden. Wenn es Mikrofeminismus ist, dass eine Frau plötzlich Männern die Tür aufhält, könnte man es vielmehr als Kritik am Verhalten der Frauen selbst sehen: Warum haben wir nicht schon vorher die Tür aufgehalten?</p>
<p>„Unfeministische Gesten“, wie das Türen aufhalten, betrachten die meisten dann doch nicht als Unterdrückung der Frau, sondern als nette Geste, Ritual und Bestandteil einer Beziehung auf Augenhöhe. Dann wieder gilt die Einladung des Mannes im Restaurant als zu altertümlich. Im Diskurs werden Erfahrungen über tatsächliche Sachlagen und Studien gestellt und wie so oft erhalten Tik-Toker und Menschen auf Instagram mehr Aufmerksamkeit als Fachpersonen wie z.B. die Politologin und Autorin Emilia Roig in einem Post, in dem sie darauf hinweist, wie gefährlich Feminismus wird, wenn die mächtigsten Frauen auf andere hinunterschauen und dadurch das Patriarchat verstärken. Viel Kritik ist nicht intersektional genug und bekämpft nur die Symptome, nicht den Ursprung der Sache selbst.</p>
<p>Meine Erfahrung ist auch die: Es gibt Frauen, die sich auch mal königlich fühlen wollen, indem sie sich ihr Leben bezahlen lassen oder als „Prinzessin“ in der Beziehung behandelt werden wollen. Das macht sie nicht unfeministisch, weil die Frage nach Gleichberechtigung keine Rolle spielt, sondern die Abmachungen, Wünsche und Präferenzen innerhalb der Partnerschaft. Diese Lebensrealitäten sind nicht ausgedacht, sondern ein Teil der Leben, die sich Milliarden Menschen auf sozialen Medien anschauen. Daran gibt es nichts auszusetzen. Gleichberechtigung endet nicht bei angepassten Gesten im Alltag, sondern ist Bestandteil dessen, was Norm ist und wir zur Norm gemacht haben. Ein Umsturz ist natürlich schwer und beginnt im feministischen Sinne mit dem geistigen Erkennen der Gleichwertigkeit.</p>
<p>Mikrofeminismus wird schnell zum neuen passiv-aggressivem „Wie du mir &#8211; so ich dir“, dass das Geschlecht und nicht die einzelnen Übeltäter*innen(!) ins Zentrum rückt. Ein fataler Fehler, wie ich meine. Und deshalb kann man gegen Ehe und Kinder sein, aber wer sagt: „Ich hasse Männer“, wie es nach der US-Wahl mitschwingt, da sich viele Frauen von potentiell Männern, die republikanische Sichtweisen vertreten, angegriffen fühlen. So jemand will keinen Frieden und hat auch den Feminismusbegriff nicht verstanden. Aber er äußert eine Wut, die wir doch alle teilen. Die Angst, nicht gehört zu werden und unterzugehen, weil wir einem Geschlecht angehören. Aber unterstützen wir bitte dennoch die Kultur der Liebe, nicht die des Hasses.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Nice-Guy-Syndrom: Über Begegnungen mit Männern, die nicht so feministisch sind, wie erhofft</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/01/das-nice-guy-syndrom-ueber-begegnungen-mit-maennern-die-nicht-so-feministisch-sind-wie-erhofft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2025 07:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivistisch ins neue Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Männer müssen teilweise nur das sogenannte bare-minimum erfüllen, um als feministische Helden abgefeiert zu werden. Frauen und FLINTAS sehnen sich nach männlichen Allys, doch stehen die selbst ernannten Feministen wirklich auf unserer Seite? Hat man schon Applaus verdient, bloß weil man kein Arschloch ist? Ein Abriss von Caro. Neulich habe ich den Satz „Lieber einen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Männer müssen teilweise nur das sogenannte bare-minimum erfüllen, um als feministische Helden abgefeiert zu werden. Frauen und FLINTAS sehnen sich nach männlichen Allys, doch stehen die selbst ernannten Feministen wirklich auf unserer Seite? Hat man schon Applaus verdient, bloß weil man kein Arschloch ist? Ein Abriss von Caro.</strong></p>
<p><span id="more-16577"></span></p>
<p>Neulich habe ich den Satz „Lieber einen ehrlich konservativen als einen falschen feministischen Mann“ gehört. Das fand ich sehr spannend, denn die Darstellungen der Frau als Schlange, Femme Fatale oder Medusa schleichen sich auf kultureller, religiöser und historischer Ebene in unser Bewusstsein.</p>
<p>Im Alltag passiert es mir und befreundeten Personen häufiger, dass wir Männern begegnen, die sich mit einem gerne über Feminismus unterhalten, die zustimmend nicken und ihre Haltung gerne zum Ausdruck bringen. Und dann donnert es meistens Applaus.</p>
<p>Über Feminismus zu sprechen ist gut, über Feminismus zu sprechen ist schön und aus irgendeinem Grund finden wir es als Gesellschaft besonders super, wenn das Gesagte von einem Mann kommt. Dabei ist es im ersten Moment fast schon egal, ob hier eine wirkliche Einstellung wiedergegeben wird und die Person dann wirklich nach ihren angeblichen Maximen handelt, aber „Ohh, er hat gesagt, dass er dich niemals so behandeln würde und es ihm nichts ausmacht, wenn du im Job erfolgreicher bist, als er &#8211; das ist ja großartig“ und „Wow was ein aufgeklärter Mann, da kann man sich ja wirklich glücklich schätzen“, egal ob im Freundeskreis oder in der Beziehung. Wie nett, wie toll, wie aktivistisch.</p>
<p>Spannend wird es meist dann, wenn dann doch Kritik an einem Verhalten geäußert wird (was okay ist, denn wir sind ja alle nur Menschen und machen Fehler und auch er kann nichts für seine Sozialisierung) und sich zeigt, dass der Gegenüber vielleicht doch nicht ganz so eingestellt war, wie man es sich erhofft hatte, ist die Enttäuschung groß. Das kann von „Er hat das sicher nicht so gemeint“, wenn man vom übergriffigen Verhalten eines gemeinsamen Bekannten spricht“ oder „War ja nicht so schlimm, das passiert doch häufiger“, wenn man sich erschreckt, weil jemand einem vom Auto aus hinterherhupt.</p>
<p>Das soll nicht falsch verstanden werden, es gibt feministische Männer und das ist wunderbar, das ist wichtig. Aber es gibt leider auch solche, die sich bewusst entscheiden für ein gewisse Außenwahrnehmung Einstellungen anzunehmen, die sie nur so lange vertreten, wie sie ihnen einen Vorteil bringen, solange sie dafür bewundert werden. Sie tragen den Feminismus wie einen falschen Pass, der ihnen Zugang zu geschützten Räumen bietet. Der Mund war schon immer größer als der Tatendrang. Die angeblichen Einstellungen und Überzeugungen wieder abzulegen ist nicht so schwer. Man ist ja keine Frau und muss sich nicht jeden Tag aufs Neue damit auseinandersetzen, was es bedeutet, eine zu sein. Man muss sich nicht damit auseinandersetzen, wenn nur die Einstellung „Hey ich finde es cool, wenn allen die gleichen Rechte und die gleichen Privilegien zukommen können“ als konfrontativ gewertet wird.</p>
<p>Feminismus bedeutet nicht, alles richtig zu machen. Feminismus bedeutet auch nicht, immer die richtigen Worte für alles zu finden. Feminismus bedeutet bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen und sich zu reflektieren. Feminismus bedeutet, offen für andere Perspektiven zu sein, auch wenn sie bei der eigenen Komfortzone anecken. Und Feminismus bedeutet, sich seiner eigenen Privilegien bewusst zu werden und sich zu überlegen, wie man sie so einsetzen kann, dass sie zum gesellschaftlichen Wohl aller beitragen.</p>
<p>Feminismus ist intersektional und dass wir immernoch cis-Männer lobpreisen, die Erkenntnisse haben, die ich mit Freundinnen auf Pyjama-Partys mit neun hatte, ist peinlich.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Feministische Pornos – Gleichberechtigte Lust</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/10/feministische-pornos-gleichberechtigte-lust/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Romy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pornos]]></category>
		<category><![CDATA[S*explore]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Keiner gibt es zu aber alle tun es: Pornos schauen. Leider sind die Darstellungen von Sex in Pornographie häufig unrealistisch, sexistisch und durchzogen von männlichen Vorstellungen. Zur Aufklärung sind sie nicht geeignet und weibliche Lust kommt meistens zu kurz. Das ist schade, findet Romy, und hat ein paar Verbesserungsvorschläge. Sei es aus Neugierde oder Lust,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span data-contrast="auto"><strong>Keiner gibt es zu aber alle tun es: Pornos schauen.</strong><br />
<strong>Leider sind die Darstellungen von Sex in Pornographie häufig unrealistisch, sexistisch und durchzogen von männlichen Vorstellungen. </strong><strong>Zur Aufklärung sind sie nicht geeignet und weibliche Lust kommt meistens zu kurz. Das ist schade, findet Romy, und hat ein paar Verbesserungsvorschläge.</strong><br />
</span><span id="more-16352"></span><br />
<span data-contrast="auto">Sei es aus Neugierde oder Lust, die meisten Menschen haben sich bestimmt schon einmal auf eine Pornoplattform begeben. Davon gibt es ja auch so einige, auf die man ganz einfach zugreifen kann – mit schier unendlich vielen Videos, die oftmals kostenlos zu sehen sind. Hunderte von Kategorien, zahlreiche DarstellerInnen – man hat fast den Eindruck, als seien die erotischen Websites ein nicht endendes Meer an Inhalt, in dem man vor lauter Auswahl zu ertrinken droht. Manche Pornos in diesem unendlichen Meer können auch durchaus lehrreich, inspirierend und schön sein – der Großteil sollte aber durchaus kritisch hinterfragt werden. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ganz häufig machen erotische Plattformen den Eindruck, dass viele dieser Videos durch die sogenannte „Male Gaze“ entstehen – also sozusagen durch eine patriarchale, männlich geprägt Perspektive. Die Handlungen und DarstellerInnen wirken oft so, als sollten die Filme genau einer Gruppe gefallen: Und zwar den männlichen Nutzern. Das ist ziemlich schade, denn Pornos sollten nicht nur für Männeraugen da sein. Wo bleibt die gleichberechtigte Lust?</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Natürlich gibt es auch Pornografie, bei denen der Fokus auf der Lust aller Beteiligten und jenseits von Geschlechterklischees liegt, in der Branche ist das trotzdem selten der Status Quo. Aber Ausnahmen sind zu finden: Für feministischere Pornografie gibt es ganz bestimmte Plattformen, die bspw. nach dem Motto „Von Frauen für Frauen“ geleitet werden. Die sind zwar rar, aber sie existieren. Die „Von Frauen für Frauen“ Filme kann natürlich auch jeder sehen, sie haben dann eben einen feministischen Touch mit weiblicher Perspektive: Zwei Dinge, die bei den meisten pornografischen Videos fehlen. Und dieses Defizit kann durchaus das Sexleben von KonsumentInnen beeinträchtigen.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Der Mittelpunkt vom Großteil der Pornofilme liegt nämlich weniger auf tatsächlichem, realistischem Sex. Vielmehr geht es darum: Der Mann soll leisten, die Frau soll mitziehen &#8211; die Darstellung entspricht häufig geschlechtsbinären, patriarchalen Rollenbildern. Wenn man sich also solche Pornos als beispielhaften, realen Sex zum Vorbild nimmt, ist das für keine Person zum Vorteil oder bringt mehr Genuss, im Gegenteil: Die Ideologisierung von erotischen Filmen kann unter anderem zur Entstehung eines Schamgefühls beitragen: Oft passieren im echten Leben Dinge während dem Sex, die komplett normal sind &#8211; sei es ein ungewohntes Geräusch, eine Stellung die nicht funktioniert, das Einlegen einer Pause, ein „Ich habe keine Lust mehr“ oder „Das gefällt mir nicht, probieren wir etwas anderes“… all das ist absolut normal und kann passieren. Gezeigt wird sowas in Pornofilmen aber nicht, wodurch diese normalen Vorkommnisse weniger normalisiert, sondern entfremdet werden.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Noch dazu kann für KonsumentInnen beim Sex eine Art Leistungsdruck entstehen: Gerade männliche Personen können das Gefühl bekommen, während dem Sex quasi wie Maschinen arbeiten zu müssen, und das gleichzeitig möglichst lange. Außerdem können besonders weiblich sozialisierte Personen den Eindruck bekommen, bei allem mitmachen zu müssen &#8211; weil nun einmal nicht gezeigt wird, dass die DarstellerInnen während des Filmes abbrechen, „Nein“ sagen oder doch etwas anderes machen wollen. Das passt nicht in stereotypische Rollenbilder und findet somit kaum Platz in der Art von Pornografie, die am verbreitesten ist. Würden auch solche realistischen Szenarien und Situationen gezeigt werden, könnte bei NutzerInnen der Plattformen ein Bewusstsein geschafft werden: Es ist okay, wenn der Sex unperfekt ist, es ist okay, „Nein“ zu sagen und man darf immer kommunizieren, was man nicht mag und worauf man keine Lust hat – selbst, wenn es der anderen Person gerade gefällt. Solche realistischen Szenarien passen aber nicht in die durchaus realitätsferne Welt der Pornografie. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Erotische Videos sind natürlich nicht durch und durch etwas Schlechtes. Wenn sie sich sowohl auf die weibliche, männliche als auch auf jede Lust abseits des binären Geschlechterkonstrukts konzentriert, können Pornos inspirierend sein, Ideen geben oder auch durchaus lehrreich sein. Es kann schön sein, sich zusammen mit einer Person, bspw. mit dem oder der PartnerIn solche Filme anzusehen. Es ist aber wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass realer Sex unperfekt sein darf. Es muss nicht zwingend laut sein, es muss keine zeitliche Bestleistung geben oder ein Rekord an möglichst vielen Stellungen gebrochen werden. Sex darf einfach Sex sein. Aber das Wichtigste dabei ist ausnahmslos: Es muss einen Konsens geben, und zwar immer. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die „komplizierte“ Frau – Feministin sein beim Dating</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/08/die-komplizierte-frau-feministin-sein-beim-dating/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Romy]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Aug 2024 10:09:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16101</guid>

					<description><![CDATA[Romy ist Feministin, nur beim Dating merkt sie, dass sie sich nich so verhält wie in anderen Settings. Weniger Meinung, weniger anecken, weniger kompliziert sein. Aber warum eigentlich? Vor etwa fünf Jahren habe ich mich entschieden: Ich bin jetzt eine Feministin. Und das auf allen Ebenen. In der Schule, zu Hause, in meiner Freundesgruppe, bei]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Romy ist Feministin, nur beim Dating merkt sie, dass sie sich nich so verhält wie in anderen Settings. Weniger Meinung, weniger anecken, weniger kompliziert sein. Aber warum eigentlich?</strong><span id="more-16101"></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Vor etwa fünf Jahren habe ich mich entschieden: Ich bin jetzt eine Feministin. Und das auf allen Ebenen. In der Schule, zu Hause, in meiner Freundesgruppe, bei der Arbeit – Feminismus war und ist schon immer ein Teil meines Lebens, der mich begleitet und für den ich mich einsetzen möchte, so gut wie es nur geht. Die einzige Ebene, in der ich den Feminismus bis jetzt noch nicht integrieren konnte wie überall sonst, ist beim Dating.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Auf einer romantischen Ebene stelle ich meine feministischen Wertevorstellungen oft ganz nach hinten. Ich verstecke sie. Ich stecke mich automatisch in ein ganz bestimmtes Rollenbild. Wenn ich eine Person kennenlernen möchte, dann werde ich oft zurückhaltender, weniger meinungsstark. Ich verkneife mir die Kommentare auf Aussagen, die ich problematisch finde. Ich ignoriere meine feministische Seite – obwohl die am lautesten an mir ist. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Warum genau ich das mache, habe ich sehr lange nicht verstanden. Es war wie eine Art Automatismus: „Oh, ein Mann mag mich? Dann sollte ich jetzt die Klappe halten!“ Inzwischen verstehe ich, warum das so ist: Ich hatte immer schon Angst davor, die „komplizierte Frau“ zu sein. Ich habe gemerkt, dass mein Feminismus auf viele männliche Personen abschreckend wirkt. Sobald es zur Sprache kommt, nehmen die meisten Abstand. So war das schon, als ich mich das erste Mal offen für den Feminismus in der Schule eingesetzt habe. Ich war die frauenfeindlichen Kommentare meiner Mitschüler leid. Ich machte ihnen irgendwann klar, dass ich das nicht in Ordnung fand &#8211; schon war ich unten durch. Und das nur, weil ich nicht ihre Meinung teilte. Weil ich sie kritisiert hatte. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Generell sind mir hauptsächlich zwei Reaktionen von männlichen Personen aufgefallen, wenn der Feminismus zur Sprache kam: Entweder sie nahmen sofort Abstand, ich könnte ja zu kompliziert sein, oder sie machten mich klein. Mit Aussagen wie: „Irgendwie voll niedlich, dass dir das so wichtig ist“ fühlte ich mich weder gehört noch respektiert. Als wäre der Kampf, den so viele Frauen seit Jahrhunderten gegen das Patriarchat führen, einfach unnötig. Als sei ich eine kleine Maus, die piepend einen riesigen Tiger beschimpft. Durch Reaktionen dieser Art habe ich gemerkt wie viel einfacher es ist, nicht die „Komplizierte“ zu sein. Einfach bei allen Witzen mitzulachen, allen Aussagen zuzustimmen, mich in das Rollenbild einzufügen, dass es für die andere Person am einfachsten macht. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Aber genau so sollte es nicht sein, erst recht nicht im Dating. Es ist sehr frustrierend, nicht gehört zu werden. Kleingehalten zu werden. Es ist unschön zu merken, dass eine Sache, die einem selbst so am Herzen liegt, die andere Person abschreckt. Gerade wenn es eine Person ist, die man eigentlich sehr gerne mag. Aber das ist schlicht nicht mein Problem. Es ist nicht mein Problem, wie angegriffen sich jemand fühlt, wenn ich einen sexistischen Witz nicht okay finde. Es ist nicht mein Problem, wie eingeschüchtert sich jemand fühlt, weil ich laut und meinungsstark bin. Ich muss mich in kein Rollenbild einfügen, wenn ich das nicht möchte. Das ist nicht meine Aufgabe. Und wieso sollte ich überhaupt eine Person daten wollen, die mich zu „kompliziert“ findet, nur weil ich nicht alles einfach hinnehme? Wenn ich „kompliziert“ bin, was auch immer das bedeutet, dann bin ich das gerne. Wie Autorin und Journalistin Caroline Criado-Perez am Anfang ihres Buches „Unsichtbare Frauen“ schon gesagt hatte: „Für die beharrlichen Frauen – bleibt verdammt nochmal schwierig!“</span></p>
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		<title>How to mansplain Feminism</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/05/how-to-mansplain-feminism/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Claire]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2024 08:22:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Warum Feminismus scheitert&#8220; &#8211; Parabelritters Video missversteht Männer als Opfer. Johanna &#38; Claire dröseln das auf. 2021 wurden vom Bundeskriminalamt der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 7.417 sexuelle Belästigungen nach Paragraph § 184i StGB erfasst. Davon wurden 7.248 Straftaten von männlich gelesenen Personen verübt und 169 Straftaten von weiblich gelesenen Personen. Zahlen, die der YouTuber Alexander Prinz,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Warum Feminismus scheitert&#8220; &#8211; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=gMVHnbGl99w">Parabelritters Video</a> missversteht Männer als Opfer. Johanna &amp; Claire dröseln das auf.</strong><span id="more-16045"></span></p>
<p>2021 wurden vom Bundeskriminalamt der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 7.417 sexuelle Belästigungen nach Paragraph § 184i StGB erfasst. Davon wurden 7.248 Straftaten von männlich gelesenen Personen verübt und 169 Straftaten von weiblich gelesenen Personen. Zahlen, die der YouTuber Alexander Prinz, auch bekannt als „Der Dunkle Parabelritter“, in seinem Video „Warum Feminismus scheitert!“ nicht erwähnt. Generell finden FLINTA* &#8211; Personen überraschend wenig Erwähnung in dem Video, das sich dem Titel und Thumbnail zufolge ganz um das Thema Feminismus drehen soll &#8211; stattdessen spricht er 19 Minuten und 24 Sekunden über Männer. Männer, die Opfer der Unterdrückung des Patriarchats seien, Männer, die deshalb nichts für ihre Handlungen könnten, Männer, die Angst davor haben müssten ihre Meinung zu äußern und so weiter. Mit bewundernswerter Leichtfertigkeit schafft Prinz es, an dem Inhalt eines Themas (Feminismus) vorbeizureden.</p>
<p>Prinz produziert seit 2012 Videos für seinen Kanal “ Der Dunkle Parabelritter “. Bis 2021 veröffentlichte er dort Videos zum Musikgenre Metal und allem drum herum. Seitdem spricht er in seinen Videos über politische und gesellschaftskritische Themen. Am 06.12.2022 veröffentlichte er ein Video mit dem Titel “ Warum Feminismus scheitert!”.</p>
<p>Zuerst sollte die Richtige Definition des Wortes “Patriarchat” geklärt werden, wobei es sich nicht, wie fälschlicherweise vom Dunklen Parabelritter angenommen, um eine ausschließliche Ausübung der Macht durch “Vaterfiguren” und Männern in Machtpositionen handelt. Zwar ist der Ursprung des Wortes auf beschriebene Machtpositionen zurückzuführen, doch hat sich die Bedeutung seit den alten Griechen weiterentwickelt: der heute gängige feministische Patriarchatsbegriff “beschreibt dabei das System, das von Männern für Männer gemacht wurde und wird”, so Ulla Scharfenberg in ihrem Feministischen Blog “Der Hase im Pfeffer”. Weiter beschreibt sie treffend: “Das Patriarchat umfasst alle Normen und Wertvorstellungen unserer Gesellschaft, die die Vormachtstellung des Mannes aufrechterhalten und schützen. Dabei sind im Patriarchat alle benachteiligt, die vom cis männlichen, heterosexuellen Ideal abweichen, also längst nicht nur Frauen!”. Dass nicht auch weiße heterosexuelle cis Männer unter dem Patriarchat leiden, bestreitet weder sie, noch andere moderne Feminist*innen. Doch, dass Männer vom Patriarchat ebenso unterdrückt würden wie Frauen, ist, auch wenn Laurie Penny das in ihrer 2015 veröffentlichten Arbeit “Feminismus: Die Befreiung der Männer” schreibt, nicht richtig. Denn die Gender Pay Gap oder die Statistiken zu sexueller Belästigung und Vergewaltigung sind nicht frei erfunden. Auch im Jahr 2023 arbeiten weniger FLINTA*-Personen in Machtpositionen als Männer. Mehr Frauen arbeiten in Care-Berufen und werden dementsprechend schlechter bezahlt. Es ist leider nicht nur ein Reddit-Witz, dass es 2017 mehr Bürgermeister mit dem Vornamen Thomas in deutschen Großstädten gab als Bürgermeisterinnen*. Das Patriarchat wurde von Männern gemacht und wird auch heute von ihnen aufrechterhalten.<br />
Auch scheint Prinz das Konzept des modernen Feminismus nicht verstanden zu haben. In mehreren Abschnitten des Videos nennt er Aussagen und Argumente, die er im weiteren Verlauf zu widerlegen gedenkt. Dabei benennt er aber die Personen, die diese Aussagen getätigt haben sollen, nicht. Da dieses Video nun “Warum Feminismus scheitert!” heißt, liegt es nahe, dass er diese Aussagen dem Feminismus oder den Feminist*innen in den Mund legt. Für den Kontext hier kurz die Definition von Feminismus des Dudens: “Oberbegriff für verschiedene Strömungen, die sich für die Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Freiheit aller Geschlechter, v. a. von Frauen, und gegen Sexismus einsetzen, z. B. durch das Anstreben einer grundlegenden Veränderung gesellschaftlicher Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur”. Feminismus will Gleichberechtigung. Dass männlich gelesene Personen nicht auch unter dem Patriarchat leiden, ist im modernen Feminismus mittlerweile common sense. Ebenso unterstützt die feministische Bewegung Aussagen wie, dass Männer von Natur aus gefährlich seien und unabwendbar Täter seien, wie Prinz es in besagtem Video behauptet, nicht. Keine männlich gelesene Person ist von Geburt an “Täter”; zu einem*r Täter*in wird man durch Handlungen. Und das erkennt der Feminismus an. Männer werden zu Tätern, wenn sie andere Personen belästigen, unterdrücken und Schaden zufügen. Niemand ist von Geburt an Täter*in. Bei Feminismus geht es nicht, wie von dem Dunklen Parabelritter beschrieben, um eine Umerziehung der Männer, bei der sie nicht mitsprechen dürften und jedes “kleine bisschen Mann sein herausgelöscht werden” müsse. Es geht um FLINTA*-Personen und ihre Rechte.<br />
“Wenn du pauschal die Hälfte der Gesellschaft zu Tyrannen erklärst, bist du ein Sexist”, sagt Prinz im weiteren Verlauf des Videos. Abgesehen davon, dass dies kaum eine*r tut, ist auch diese Definition von Sexismus inkorrekt. Laut Duden ist die korrekte Definition die “Vorstellung, nach der ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die<br />
(daher für gerechtfertigte gehaltene) Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung, Benachteilung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts”.</p>
<p>In dem gesamten Video spricht Prinz Männern immer wieder eine Opferrolle zu, die sehr kritisch zu betrachten ist. Durch Aussagen wie “die meisten Männer wissen noch nicht mal, dass es sie krank macht, dass sie fremdbestimmt sind”, wenn er über toxisches männliches Verhalten spricht, nimmt er den Männern die Verantwortung für ihre Taten und Handlungen. Zwar sind Männer ebenfalls Opfer von Rollenbildern und leiden bestimmt sehr unter dem ihrem Geschlecht zugewiesenen Stereotypen, doch sind sie genauso entscheidungsfähig wie alle anderen (Geschlechter) auch und dementsprechend auch selber verantwortlich. Man(n) kann nicht das “Verhalten gegenüber anderen Männern, gegenüber Frauen” oder den sehr interessanten Fakt, dass Männer ihren Stress nach Außen kanalisieren würden und das zu Gewalt führen würde, mit der toxischen Wirkung der gesellschaftlichen Normen auf Männer entschuldigen, wie es der Parabelritter tut.<br />
Dazu verbreitet er schwerwiegende Falschinformationen. Angeblich würden Männer umerzogen werden, wobei sie nicht mitsprechen dürften, erklärt er seinen Fans, wobei er sich höchstwahrscheinlich mal wieder auf “den Feminismus“ bezieht. “Jedes kleine bisschen Mann sein [muss] ausgelöscht werden“, zitiert Prinz (ohne Quellenangabe). Falsche Definition von Aktivismus, Extremismus und Sexismus folgen, wodurch ein hetzerisches Bild gegen “den Feminismus“ geprägt wird. Auch Laurie Penny missinterpretiert Prinz: in seinem Video, das ja eigentlich alles erklären soll, lässt er nur leider Zitate wie “Ziel des Feminismus ist ja nicht nur, dass sich Frauen von Männern emanzipieren, sondern dass sich alle Menschen aus der Zwangsjacke geschlechtsspezifischer Unterdrückung befreien” oder “Frauen merken, dass Männer sie schon von ihrer Erziehung her nicht als Individuen betrachten, sondern als Kategorie, als soziales Problem, das es zu lösen gilt. Wenn Männer merken, dass Frauen sie genauso sehen – als feindliches Terrain –, reagieren sie häufig verletzt und zornig” aus. Letzteres beschreibt das Verhalten des Youtubers erschreckend treffend.<br />
Bei seinen teilweise angeführten Quellen lässt er auch gerne ausschlaggebende Informationen weg: Das Magazin “Men’s Health” reproduziert, wie vom “Parabelritter” treffend gesagt, männliche Schönheitsideale. Dabei ist jedoch der Verantwortliche für die Inhalte gemäß § 18 Abs. 2 MStV, der Director Digital Ulrich Dehne &#8211; kurz gesagt ein Mann. Hier reproduzieren Männer Schönheitsideale über Männer und für Männer.</p>
<p>Durch den Titel des Videos könnte suggeriert werden, dass der Inhalt desselben sich mit dem Thema Feminismus kritisch auseinandersetzt. Doch im Verlauf besagten Videos wird deutlich, dass es lediglich der inkompetente Hilfeschrei eines weißen Mannes ist, der seine Privilegien nicht checkt. Eine Antwort auf die Frage, weshalb der Feminismus nun scheitern würde, erhält die zuschauende Person nicht, dafür aber ein beachtliches Maß an „Argumenten“, frei nach der Definition des Dunklen Parabelritters selbst. Mit seinem in höchstem Maße eingeschränkten Blick auf die „Probleme der Männer“ gelingt es ihm diese als gleichwertig denen der feministischen Bewegung zu setzen – ein wunderbares Beispiel für den sogenannten whataboutism. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass eigentlich alle Punkte, die der Feminismus kritisiert in diesem Video zusammengefasst dargestellt werden: mansplaining, Diskriminierung (auch anderer nicht weißer, cis-Männlicher Personengruppen), Diskreditierung, Sexismus und natürlich auch Unterdrückung der FLINTA*. Kurz gesagt, diese 19 Minuten sind ein großes Argument, weshalb Feminismus auch heute noch dringend notwendig ist.<br />
Da Meinungsfreiheit herrscht, darf jede*r über jedes Thema sprechen. Mensch sollte sich nur gut überlegen, ob Mensch eine Qualifikation hat, um über betreffendes Thema zu reden. Falls Mensch diese nicht hat, wird Mensch nahegelegt, betroffene und qualifizierte Personen über das Thema sprechen zu lassen. Niemand wird in die “repressive, in die politisch rechte Ecke gestellt”, wenn sie sagt, dass Männer auch Opfer sind (an dieser Stelle wurde bewusst das generische Femininum verwendet). In die Antifeministische Ecke wird gestellt, wer Männern die gleichwertige Opferrolle wie FLINTA*s zuspricht, wer die Ideologie Maskulinität vertritt, wer ein Video dreht und es “Warum Feminismus scheitert!” nennt.</p>
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		<title>Feminismen auf der Leinwand</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/10/feminismen-auf-der-leinwand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Oct 2023 13:51:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Barbie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Sabylonica vergleicht Barbie und Arielle mit Blick auf die Feminismen in den Filmen. Dieses Jahr ist voll von Kinopremieren. Die zwei größten Highlights waren „Barbie“ und „Oppenheimer“. Überall wohin das Auge reichte, sah man gut eingesetzte Werbung. Selbst mein Feed auf Instagram war voll von Werbungen für Barbie und Oppenheimer. Nach so viel bewusstem und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sabylonica vergleicht Barbie und Arielle mit Blick auf die Feminismen in den Filmen.</strong> <span id="more-15746"></span></p>
<p>Dieses Jahr ist voll von Kinopremieren. Die zwei größten Highlights waren „Barbie“ und „Oppenheimer“. Überall wohin das Auge reichte, sah man gut eingesetzte Werbung. Selbst mein Feed auf Instagram war voll von Werbungen für Barbie und Oppenheimer. Nach so viel bewusstem und unbewusstem Input entschloss ich mich, die Trailer zu beiden Filmen anzusehen. Mein erster Gedanke wandelte sich von Barbie vs. Oppenheimer zu Weiblichkeit vs. Männlichkeit. Dadurch wie die Filme gesetzt waren, und die Bilder aussahen, kam ein sehr stereotypisches Bild mir vor Augen. Fortan habe ich die Werbungen rund um die Filme mit den binären Stereotypen beobachtet und diese hat sich teilweise bestätigt. Schon allein männlich gelesene Influencer die vor der Kinokasse stehen und leise flüstern, dass sie in den Barbie-Film möchten. Er sollte nur von der Kasse gehört werden, vor anderen wäre es wohl sonst zu peinlich.<br />
Der Kampf zwischen Barbie und Oppenheimer geht weiter. Auf einmal sehe ich Posts, welcher der Filme in welchem Land am meisten gegoogelt wurde. Es sah so aus, dass Barbie etwas Vorsprung hatte. Scheinbar der Kampf des Jahrzehnts. In meinem Freund*innenkreis hat man darüber gesprochen, welchen der Filme wir sehen wollen würden, denn finanzielle Möglichkeit für beide Filme haben wir nicht. Die Influencer*innen dagegen haben beide Filme besucht und ihre Outfits dementsprechend getragen. Mit einem Switch war das knallig pinke Outfit ein braunes, löchriges Outfit. Ich habe lange überlegt und entschied mich schlussendlich für den Barbie-Film.<br />
Barbie war ein versuchter Ansatz die feministischen Seiten aufzuzeigen. Und klar, man kann die feministischen Seiten verstehen und sicherlich hat der Film mit dem Schnitt, der Musik und den Effekten dazu beigetragen unsere Emotionen dafür zu gewinnen, dass der Barbie-Film und die Marke Barbie feministisch ist. Die Kritik an Barbie wurde in dem Film ebenso erwähnt, aber nur kurz, dass Barbie kapitalistisch ist und Stereotype und Schönheitsideale beibringt. Diese Kritik wurde nicht lange thematisiert, der Fokus lag nur auf den Feminismus hinter Barbie. Um genauer zu sein auf den weißen Feminismus. Die Schauspielerin ist weiß, schlank, blond und wie sie sich des Öfteren im Film selbst beschrieben hat, die stereotypische Barbie. Es gab auch andere Barbies zu sehen, mehrere Schwarze und Braune Barbies und eine Hijab Barbie. Diese jedoch waren meist im Hintergrund. Das Augenmerk lag voll auf der weißen Barbie. Es war die weiße Barbie, die allen erklärt hat, dass sie feministisch ist, dass Barbie feministisch ist. Sie hat für alle Barbies gesprochen, dass sie feministisch sind. Die weiße, stereotypische Barbie hat den Feminismus hinter Barbie versucht nahezubringen und dabei den intersektionalen Feminismus außer Acht gelassen. Der Film hat nur gezeigt, dass es den einen Feminismus gibt, den weißen Feminismus. Aber was ist mit anderen Feminismen? Der Schwarze, muslimische, jüdische, hinduistische Feminismus. Der Feminismus of Color, der Feminismus der Indigenen. Oder viele weitere. Die Sichtbarkeiten hinter den intersektionalen Feminismen wurden, wie so oft, unsichtbar gemacht.<br />
Ob nun der Barbie-Film gut war, ja, an sich ist er gut. Er hat einen Aspekt der Feminismen aufgezeigt, aber ob der Film nun mein Highlight war? Nein, mein Kinohighlight dieses Jahr war „Arielle, die Meerjungfrau“. Klar habe ich auch bei diesem Film einiges auszusetzen, aber die Rolle der Arielle wurde gespielt von einer Schwarzen Frau. Es ging, vor allem indirekt, um den Schwarzen Feminismus. Der Film stoß auf sehr viel Hass und Rassismus, angemerkt keine Kritik, da ein Meerjungmensch doch nicht Schwarz sein könne, denn Meerjungmenschen seien weiß. Absurder Gedanke verzweifelter Rassist*innen.<br />
Eine kurze Auffrischung über die Erzählung Arielle. Arielle ist ein Meerjungmensch und verliebt sich in einen Menschen und möchte daraufhin ihre Flossen ablegen und Beine bekommen. Sie möchte mit dem Prinzen zusammen sein und Teil der Menschheit werden.<br />
Und wie schaut es mit Schwarzen Menschen in unserer realen Gesellschaft aus, mit Schwarzen FLITNA*-Menschen? Auch sie wollen ein Teil unserer Gesellschaft sein. Doch mit unseren rassistischen Strukturen verwehren wir Schwarzen Menschen einen Platz in unserer Gesellschaft. Kurz angemerkt, auch andere Minderheiten die Rassismen erleben, wollen Teil der Gesellschaft werden, auch ihnen wird es verwehrt, nur geht es gerade um den Einblick in den Schwarzen Feminismus. Schwarze FLINTA*-Personen erleben andere Rassismen als Schwarze männlich gelesene Menschen.<br />
Arielle möchte ebenso Teil der Gesellschaft werden und „niemand könnte die Rolle eines Wesens, das sich wünscht, ein Mensch zu werden, besser spielen als eine Schwarze Frau“ (Dr. Natasha A. Kelly).<br />
Wer also bei Barbie über Feminismus redet, sollte sich zuerst den Arielle-Film ansehen. Und unser Kampf des Jahrzehnts, gar Jahrtausends sollte ein Kampf für intersektionale Sichtbarkeit werden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie die Anderen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/08/wie-die-anderen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Aug 2023 08:17:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen den Gefühlen von Abgrenzung und Zugehörigkeit findet Sophie ihre Identität als individuelle Frau. Als ich jünger war, dachte ich nicht wie die anderen Mädchen um mich herum zu sein, sei erstrebenswert. Nicht wie die Anderen zu sein versprach ein Alleinstellungsmerkmal und damit etwas, was mir keiner nehmen konnte. Etwas Besonders, etwas Eigenes. Anders zu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen den Gefühlen von Abgrenzung und Zugehörigkeit findet Sophie ihre Identität als individuelle Frau.</strong><span id="more-15688"></span></p>
<p style="text-align: left;">Als ich jünger war, dachte ich nicht wie die anderen Mädchen um mich herum zu sein, sei erstrebenswert. Nicht wie die Anderen zu sein versprach ein Alleinstellungsmerkmal und damit etwas, was mir keiner nehmen konnte. Etwas Besonders, etwas Eigenes. Anders zu sein gab mir auch die Möglichkeit, mich in meinen eigenen Sorgen und Ängsten bestätigt zu fühlen, denn es konnte ja eh keiner nachvollziehen, wie ich tickte.<br />
Das lief dann ungefähr so ab:</p>
<p style="text-align: left;">
<em>Andere Mädchen hörten Pop – Ich höre Rap </em><br />
<em>Andere Mädchen schminkten sich hübsch und natürlich – Ich habe den Eyeliner überhaupt nicht mehr aus der Hand gelegt</em><br />
<em>Andere wollten blonde Strähnen – Ich hatte lila Haare </em><br />
<em>Klamotten in bunten Farben waren in – Ich trug alles nur in schwarz </em><br />
<em>Andere redeten über ihre Gedanken und Gefühle – ich habe Jahre lang so getan, als hätte ich keine</em></p>
<p style="text-align: left;">
Man könnte behaupten, ich war quasi die Bella Swan, der „Ich bin nicht wie die anderen Mädchen“ – Bewegung. Obwohl Bewegung als Wort mir überhaupt nicht gefallen hätte, denn das hätte je bedeutet, dass es andere genauso machen wie ich.<br />
Aber warum?<br />
Ich habe bis ins Erwachsenenalter gebraucht, um zu lernen, dass es nicht schlimm ist, wie andere Frauen zu sein. Im Gegenteil.</p>
<p style="text-align: left;">
<em>Andere Frauen sind toll. Ich bin gerne wie andere Frauen: </em><br />
<em>Andere Frauen hören mir zu </em><br />
<em>Andere Frauen machen mich stark </em><br />
<em>Andere Frauen zeigen mir jeden Tag die Möglichkeiten des Lebens </em><br />
<em>Mit anderen Frauen kann ich lachen, weinen, streiten, lieben </em></p>
<p style="text-align: left;">
Andere Frauen haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weiberdiwan</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/03/weiberdiwan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 13:58:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Der WEIBERDIWAN hilft Isa dabei, feministische Literatur zu finden. Darin kann sie sich “stundenlang verlieren”. Wir leben in einer Zeit, in der so viel Literatur produziert und publiziert wird wie noch nie zuvor. Inmitten dieses Überangebots ist es manchmal nicht so leicht, den Überblick zu behalten und gezielt nach qualitativen Texten zum Selberlesen oder Schenken]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der WEIBERDIWAN hilft Isa dabei, feministische Literatur zu finden. Darin kann sie sich “stundenlang verlieren”.</strong> <span id="more-15395"></span></p>
<p>Wir leben in einer Zeit, in der so viel Literatur produziert und publiziert wird wie noch nie zuvor. Inmitten dieses Überangebots ist es manchmal nicht so leicht, den Überblick zu behalten und gezielt nach qualitativen Texten zum Selberlesen oder Schenken zu suchen. Gerade wenn es um feministische Literatur geht, gibt es nicht genug Angebot an Plattformen, die sich gezielt mit der Verbindung von Feminismus und Literatur befassen und es den Leser*innen ermöglichen, ehrliche und unabhängige Meinungen zu Büchern zu bekommen. Ein Projekt, das sich genau das zur Aufgabe gemacht hat, ist der Weiberdiwan.<br />
Der Weiberdiwan ist eine feministische Rezensionszeitschrift, die vierteljährlich in Österreich erscheint. Seinen Ursprung hatte er vor circa 15-20 Jahren in der nicht mehr existenten Frauenbuchhandlung im 9. Wiener Gemeindebezirk.<br />
Das Konzept ist genauso einfach wie genial: Frauen, die sich für feministische Themen interessieren und eine Liebe zum Lesen haben, arbeiten als Redakteurinnen und Rezensentinnen im Kollektiv zusammen, um die in der Literaturszene durchaus unterrepräsentierten Bücher, die von Frauen geschrieben werden, zu lesen und kritisch aufzuarbeiten. Die Auswahl an Texten ist vielfältig und reicht von Sachbüchern über Belletristik bis hin zu Kinder- und Jugendliteratur.<br />
Bezahlung gibt es keine, dafür darf jede Rezensentin das Buch, für das sie sich entschieden hat, behalten. Das sichert eine neutrale Haltung zum Werk und garantiert, dass die Rezensionen keine bloßen Werbetexte, sondern ehrliche Auseinandersetzungen mit den Büchern sind. Zudem ist die Entschädigung in Buchform etwas, womit sich jede*r bibliophile Mensch gut arrangieren kann.<br />
Was im Endeffekt daraus entsteht, ist eine wunderschön gestaltete Zeitschrift, die die Leser*innen zum Stöbern anregt und inspiriert. Auf ihrer Webseite veröffentlicht die Redaktion die alten Ausgaben des Weiberdiwan zum Download als PDF. Daraus entsteht ein Archiv, in dem man sich (meiner eigenen Erfahrung nach) stundenlang verlieren kann. Somit wächst die Wunschliste an Büchern unaufhörlich.<br />
Die physische Version der Zeitschrift wird in ausgewählten Buchhandlungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz erhältlich (die genauen Standorte sind ebenfalls auf der Webseite aufgelistet).<br />
<a href="https://weiberdiwan.at/">Ein Projekt von Frauen für Alle!</a></p>
<p>Wer sich noch näher mit dem Weiberdiwan befassen möchte, kann sich ebenfalls einen Radiobeitrag mit zwei Redakteurinnen anhören, der unter folgendem Link zu finden ist:<br />
<a href="https://cba.media/512857">https://cba.media/512857</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pole Dance: Der 131-er Puls</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/08/pole-dance-der-131-er-puls/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2022 11:48:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausgebrannt und hobbylos fühlt sich Johanna, als sie, auf der Suche nach einer neuen, ausfüllenden Sportart, Pole Dance für sich entdeckt. Was diesen Sport für sie so besonders macht und warum das Tanzen an Stangen mit wenig Kleidung nicht umfeministisch ist, erzählt Johanna in ihrem neuen Text. Liquid Chalk, Reiniger für die Chromstange, Handtuch, kurze]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Ausgebrannt und hobbylos fühlt sich Johanna, als sie, auf der Suche nach einer neuen, ausfüllenden Sportart, Pole Dance für sich entdeckt. Was diesen Sport für sie so besonders macht und warum das Tanzen an Stangen mit wenig Kleidung nicht umfeministisch ist, erzählt Johanna in ihrem neuen Text.<br />
</strong></p>
<p><span id="more-14982"></span></p>
<p>Liquid Chalk, Reiniger für die Chromstange, Handtuch, kurze Hose, Top. Equipment für das Pole Dance Training am Wochenende. Bei meiner ersten Probestunde war mir das Unwohlsein ins Gesicht geschrieben. Ganz schön knappe Höschen und bauchfreie Oberteile. Aber das stand auch bereits auf der Website, hätte ich wissen müssen. Kurz überlege ich, zu gehen. Alle 18 Jahre alt und älter. Dann ich, Schülerin, ziemlich schüchtern, mit dem Ziel, eine neue Erfahrung im Bereich der Sportarten zu machen und wieder mit meinem Körper, meinem Sein, in Einklang zu kommen.<br />
Ich habe viel ausprobiert. Ballett, Fußball, Badminton, Tischtennis, Schwimmen und zuletzt rhythmische Sportgymnastik. Musik war immer Teil meines Lebens, aber als mir die Sportgymnastik zu viel wurde &#8211; ausgeführt als Leistungssport mit gesundheitlichen Folgen &#8211; musste ich aufhören. Ausgebrannt und hobbylos.<br />
Den Rhythmus wollte ich nicht verlieren. Nach Recherche also Pole Dance als kleines Experiment für mich entdeckt und dann stand ich da. Und habe es nach dem ersten Probetraining so sehr geliebt. Denn es ist alles, was ich gern tue: Zum Beat tanzen, Kraft aufbauen und den Trainingsfortschritt spüren (blaue Flecken und Schürfwunden sind ein überwältigendes Gefühl, wenn sie bedeuten, dass man Fortschritte macht). Auch die Eleganz und Perfektion der Elemente, der Drehungen, Figuren und der Zusammenhalt in der Gruppe. Ich habe die Erfahrungen gemacht, dass die Studios einem sehr viel Sicherheit geben. Vor Ort trifft man Menschen mit ähnlichen Interessen, alle noch etwas unsicher mit dem Spiegel vor sich, bei dem man sich während jeder Bewegung sieht. Unrasierte Achseln, offen Tampons auf der Toilette in allen bisherigen Studios, in denen ich war.<br />
Eine Möglichkeit, über seinen Schatten zu springen, denn die leichte Kleidung dient nicht dem optischen Reiz, sondern vor allem dem Halt an der Stange. Wobei die Outfits wirklich unglaublich toll aussehen und alles an Ort und Stelle halten. Mit Verzierungen. Hübsch und praktisch.<br />
Aber ich musste auch lernen, vorsichtig zu sein. Die Gefahr, sich für sein Hobby zu schämen, ist enorm, denn der Sport ist leider immer noch nicht als solcher bekannt. Zu Beginn meiner Trainingsphase habe ich im Studio auch Druck gespürt, mir für die Choreografien High Heels kaufen zu müssen. Für den Anfang und mein Alter wäre das zu viel gewesen. Ich hätte sie wirklich gern getragen, aber da ich aus zeitlichen Gründen am Abend zum Training gehe, habe ich doch zu viel Respekt vor wiederholten anzüglichen Blicken in der Bahn, die ich schon erleben musste. Es kommt, wie bei allem, darauf an, wen man um sich hat.<br />
Der Sport ist meines Erachtens nicht antifeministisch. Und, bitte, warum wird darüber überhaupt diskutiert? Ich, als Frau* mache, worauf ich Bock habe. Der Sport ist genau so wenig sexistisch, wie die Frage ,,Woher kommst du?‘‘ per se rassistisch sein muss. Aber sie wird doch in einem Land mit rassistischer Historie gestellt, was die Problematik anheizt.<br />
Ich habe das bedrückende Gefühl, dass unsere Gesellschaft stetig Antworten verlangt, die Eventualitäten ausschließen. Ein eindeutiges Ja oder Nein muss es sein, mit allem anderen kommen wir nicht mehr klar. Dabei geht es doch um genau das: Um Feingefühl, ein aufmerksames Beobachten und Handeln. Um das Denken auch in und für Ausnahmesituationen.<br />
Gerade wenn man Pole Dance jung beitritt, ist das Umfeld doch vergleichsweise älter, alles neu, aber man wächst daran, weil man sich gemeinsam unterstützt und gemeinsam die Erfahrung teilt, dass man den Sport noch verteidigen muss. Aber wenn man das weiß, Kontakte knüpft und auf sein Gefühl hört, kann es der schönste Sport für einen selbst sein. Also falls du noch zweifelst, trau dich.<br />
Aber lasst mich ehrlich sein, die fehlende Diversität in Tanzsportarten stimmt mich traurig. Ich kenne Jungen und Männer, die mal getanzt haben, aber aufgehört haben. Was viele nicht wissen ist, dass Schriften über die Anfänge des Pole Dance bis ins Jahr 1135 zurückreichen, als Männer*(!) in Asien an Pfählen akrobatische Übungen ausführten. Es galt damals als indische Sportart mit dem Namen ,,Mallakhamb‘‘ und war sehr populär.<br />
Ja, Pole Dance hat mich stärker gemacht. In Gedanken an die Kraft, die ich entwickle, wenn ich mich um die Stange wirble, wie meine Haare sich eindrehen, meine Hände schwitzen, ich alle Körperteile durchstrecke, diese Körperspannung ist unbeschreiblich. Ich weiß meinen Körper einzusetzen, in Kombination aus Eleganz und Koordination. Ich muss der Schwerkraft in einem nie gekannten Ausmaß trotzen. Als olympische Sportart wäre Pole Dance auch mal dran, wird Zeit, nur so am Rande.<br />
Meine Hände sehen seit dem Sport aus wie beim Bouldern oder Klettern. Zu Beginn bedeckten Schwielen die Handinnenflächen. Hornhautbildung und blutige Stellen. Dafür könnte ich jetzt, hätte ich Lust dazu, an Laternen hochklettern und die Aussicht genießen. Vielleicht irgendwann eine Human Flag am Klettergerüst machen. Oder einfach die Zeit, die ich mit meinem Hobby habe, aufnehmen, nutzen und mich darüber freuen. Und auf die Meinung anderer darüber scheißen.<br />
Und das solltet ihr auch, was immer es ist.</p>
<p><strong>Erläuterung zur Überschrift:</strong><br />
<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30507730/">Eine Studie hat Messungen zum Stoffwechsel und physiologischem Bedarf bei einem 60-minütigen Pole Dance Kurs erfasst. Dabei wurde unter Anderem eine durchschnittliche Herzrate von 131 herausgefunden, die auch hier untermalt, dass es sich bei Pole Dance um einen fordernden Sport handelt.</a></p>
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		<title>Kirschen pflücken</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/kirschen-pfluecken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ursula Recih]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2022 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Ursula Recih! Sie studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, lebt in Leipzig und schreibt Poesie und Prosa, um Erlebtes zu verarbeiten und ihre Gefühle zu kanalisieren. &#8222;Eine feministische Perspektive und meine eigene Position als queere Frau liegen meinen Texten zugrunde, welche sich mit Beziehungsdynamiken, lesbischem Begehren und gesellschaftspolitischen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Ursula Recih! Sie studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, lebt in Leipzig und schreibt Poesie und Prosa, um Erlebtes zu verarbeiten und ihre Gefühle zu kanalisieren. &#8222;Eine feministische Perspektive und meine eigene Position als queere Frau liegen meinen Texten zugrunde, welche sich mit Beziehungsdynamiken, lesbischem Begehren und gesellschaftspolitischen Verhältnissen auseinandersetzen.&#8220;, sagt sie. Wir wünschen euch viel Spaß mit ihrem ersten Text!</strong><span id="more-14374"></span></p>
<p>Vielleicht können wir dann klar sein, wenn unser Gegenüber unklar ist, wenn wir glauben selbst klarer zu sein und uns deshalb erhaben fühlen. Vielleicht ist Klarheit mit Macht verbunden, vielleicht gründet sie sich sogar auf Macht. Ich bin dann klar, wenn mir Raum und die richtigen Anstöße gegeben und Impulse gesendet werden und ich weiß, ich darf sein, ich bin nicht zu viel, egal wie viel ich ordnen muss und egal wie lange ich dafür brauche. Ich bin dann klar, wenn mein Gegenüber mir Klarheit zuspricht, wenn mein Gegenüber denkt, ich sei klar und ich bin eben dann unklar, wenn ich ahne, mein Gegenüber hält mich bereits für unklar.</p>
<p><i>Ich stehe neben meinem Vater im Garten, wir pflücken Sauerkirschen und er sagt, ich solle ihm aus meinem Leben erzählen. Ich beginne über meine Bachelorarbeit zu berichten und bemerke direkt, dass es mir schwer fällt mich zu formulieren, dass ich hadere. Einen Tag zuvor, als ich mit meiner Mutter spazieren war und wir über gesellschaftspolitische Themen diskutierten, hatte ich keinerlei Probleme meine Haltung argumentativ darzulegen und eloquent mein Wissen und Erlerntes zu vermitteln. Neben meinem Vater fühle ich mich auf einmal wieder wie ein kleines Mädchen. Seine kleine Tochter, die schön und künstlerisch kreativ ist aber nicht intelligent. Das allein ist schon paradox, denn für Kreativität bedarf es Intelligenz. Aber Intelligenz ist für meinen Vater und in dem patriarchalen System in dem wir leben, eben nicht gleich Intelligenz. Da gibt es Theorie und Praxis und da gibt es Eigenschaften, die Weiblichkeit zugeschrieben werden und deshalb keine Anerkennung erfahren oder Tätigkeiten, die sobald sie von Frauen ausgeübt werden, nicht mehr als Kompetenzen gelten. Soziale Fähigkeiten zum Beispiel oder eben, wie in meinem Fall, Wissen um Mode und Popkultur. Aber vor allem geht es um Zuschreibungen, die nicht selbst gewählt sind und in die ich nicht passe.</i></p>
<p><i>Er auf der Leiter Meter über mir, ich unten am Boden, mich am rechtfertigen, mich am erklären, am holpern, am Worte suchen. Ich scheitere daran, ihm meine These zu sagen. Ich weiß meine These und ich habe einiges zu ihr und den Texten und Büchern, die ich zu der Thematik gelesen habe, zu erzählen. Ich verspüre seine Skepsis und beginne meinen Satz immer wieder neu, mein Kopf leer, während ich nach den richtigen Worten suche und suche. Ein wenig oberflächliches Gedöhns findet den Weg aus meinem Mund, vor allem aber der wenig aussagende Satz „Ja, es macht mir einfach Spaß, ich finde das alles ganz toll, was denkst du darüber?“ Er erklärt mir, ich solle meine These schmal halten, nicht zu ausführlich werden, sonst würde ich nie fertig werden und eine Doktor-</i></p>
<p><i>anstatt eine Bachelorarbeit schreiben. Ich pflichte ihm zu, dass ich um diese Problematik wisse. Am Abend fahre ich zu meiner Mutter zurück und berichte ihr von dem Nachmittag, dem Kirschen pflücken, den darauf folgenden Gesprächen beim Kaffee, bei denen ich dann stille Zuhörerin geworden bin. Ich sage ihr „Ich fühle mich nicht gesehen, unsere Lebensrealitäten sind meilenweit entfernt.“ Ich sage vieles mehr, da ich einige Gedanken zu dem Geschehenen habe und auf einmal kann ich wieder sprechen.</i></p>
<p>Das heißt meine Annahme über die Haltung meines Gegenübers, anhand meiner Wahrnehmung, wie die Person agiert, bestimmt mein Handeln. Das heißt eine Vermutung bestimmt die Realität. Im Endeffekt ist also die Angst den vermeintlichen Erwartungen des Gegenübers nicht gerecht zu werden der Grund wieso ich dann tatsächlich unklarer werde. Ich beweise mir selbst, dass meine eigenen Zweifel gerechtfertigt sind und schiebe es auf den Habitus einer anderen Person. Das heißt nicht, dass dieser Habitus nicht tatsächlich auch zu meinem Verhalten beiträgt und diese Situation systemisch bedingt ist. Dass sie in vielen Gärten genauso von statten geht. Dass Väter auf Leitern stehen und auf ihre Töchter herabsehen und sie unterschätzen und dass diese Töchter sich deshalb stetig selbst unterschätzen. Aber vielleicht geht es viel mehr darum, mein Verhalten und Selbstbewusstsein nicht länger von der Antizipation, was mein Vater über mich denkt, abhängig zu machen. Sondern mich von dem Drang zu emanzipieren, ihm beweisen zu müssen, dass ich intelligent bin, um etwas wert zu sein.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Texte zum Thema Empowerment gefällig? <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/empowerment/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier entlang</strong></a>!</li>
</ul>
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		<title>Süß</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/suess/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2022 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns sehr, mit Isa eine weitere neue Autorin hier auf meinTestgelände begrüßen zu dürfen! Isa hat das Buch &#8222;Süß&#8220; der Journalistin Ann-Kristin Tlusty gelesen und für uns besprochen. Worum es geht? Das lest ihr hier. Sanft. Süß. Zart. Diese Attribute werden Frauen nicht nur zu- und vorgeschrieben, sondern teilweise auch von ihnen selbst]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns sehr, mit Isa eine weitere neue Autorin hier auf meinTestgelände begrüßen zu dürfen! Isa hat das Buch &#8222;Süß&#8220; der Journalistin Ann-Kristin Tlusty gelesen und für uns besprochen. Worum es geht? Das lest ihr hier.</strong></p>
<p><span id="more-14366"></span></p>
<p>Sanft. Süß. Zart. Diese Attribute werden Frauen nicht nur zu- und vorgeschrieben, sondern teilweise auch von ihnen selbst internalisiert. Wie kommt es, dass Frauen in Zeiten eines salonfähigen und weitverbreiteten Feminismus immer noch die Aufgabe zukommt, als Zuckerguss auf dem von Männern dominierten Alltag zu fungieren? Und wie haben sich solche zuckrigen Ansprüche an Weiblichkeit nahezu unbemerkt in feministische Ansätze eingewoben? Vor diesen Fragen nimmt die Streitschrift von Ann-Kristin Tlusty ihren Ausgang. Zudem stellt sie schon zu Beginn ihrer Schrift klar, dass sich ihr Weiblichkeitsbegriff auf alle Menschen bezieht, die sich als Frau fühlen und nicht bloß jene, die als solche geboren werden. Intelligent, nahbar und authentisch analysiert die Autorin die Sphären der sanften, sich stets selbst aufopfernden; der süßen, sexuell verfügbaren sowie der zarten, anmutig schwächlichen Frau und bettet sie in einen Kontext von Macht und Ohnmacht, ökonomischer Ungleichheit und fragwürdiger sexueller Mündigkeit ein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die sanfte Frau geht vollkommen in ihrer Aufgabe als Pflegerin und Ernährerin auf, ohne sich dabei zu beschweren. Aus diesem Grund ist die sanfte Frau oftmals in Pflegeberufen anzutreffen, die ihrerseits innerhalb einer neoliberalen und kapitalistischen Gesellschaft vernachlässigt werden und unterbezahlt sind. Diese Sanftheit resultiert, so Tlusty, aus dem gesellschaftlichen Anspruch an Frauen, sich stets mütterlich und aufopfernd zu verhalten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die süße Frau wird von anderen – aber auch von sich selbst – als eben solche empfunden. Schüchtern kichert sie, wenn sich Männer auf der Tanzfläche an sie anschmiegen, obwohl sie sich dabei eigentlich alles andere als wohl fühlt. Hauptsächlich ist die süße Frau aber eines: sexuell befreit bzw. jederzeit sexuell verfügbar. Diesen Anspruch an sexuelle Offenheit um jeden Preis verortet die Autorin in den feministischen Bewegungen der 1960er Jahre und analysiert diese Sphäre vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Lebensrealität. Um als Feministin zu gelten, scheint ein offenherziger Umgang mit Sex unumgänglich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Sphäre der zarten Frau, der in dem Buch ebenfalls Beachtung geschenkt wird, begegnet man häufig in medialen Darstellungen von Weiblichkeit. Anmutig schwächlich ziert diese Frau leicht bekleidet und dementsprechend fröstelnd die bunten Seiten diverser Modemagazine. Man trifft die zarte Frau natürlich sehr oft auf Kinoleinwänden, während sie als Schönheit darauf wartet, von einem Mann aus einer brenzligen Lage gerettet zu werden (ohne dass dabei ihr Make-Up verwischt, selbstverständlich).<span class="Apple-converted-space">   </span></p>
<p>In erster Linie dient dieses Buch der Auseinandersetzung mit den antifeministischen Unterdrückungsmechanismen in unserer Gesellschaft. Tlusty stellt sich aber ebenfalls vehement gegen eine Ansammlung feministischer Strömungen, die sie unter dem Namen ‚Potenzfeminismus‘ subsumiert. Unter Potenzfeminismus versteht sie all jene feministischen Strömungen, die auf verschiedensten Social Media Plattformen Konzepte wie Female Empowerment und radikale Selbstliebe propagieren und dabei außer Acht lassen, dass sich die Kämpfe des Feminismus nicht rein auf einer individuellen Ebene ausfechten lassen. Vielmehr bedarf es grundlegender, kollektiver Bemühungen, um einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen und dem klebrigen Stigma der süßen Frau ein Ende zu setzen.</p>
<p>Eine Leseempfehlung für alle, die sich sowohl mit den zeitgenössischen feministischen Strömungen als auch mit ihren eigenen Ansprüchen an Weiblichkeit kritisch auseinandersetzen wollen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Das Buch findet ihr <a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/suess/978-3-446-27101-2/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Die blutige Wahrheit &#8211; Warum Menstruationshygieneartikel kostenfrei sein sollten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/11/die-blutige-wahrheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aurum]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Nov 2021 07:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Menstruation]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob nun Binden, Tampons, Menstruationstassen oder -schwämmchen: Menstruationsprodukte kosten Geld. Und zwar gar nicht mal so wenig. Das ist ein Problem, insbesondere für von Armut betroffene Menschen. In Schottland sorgt inzwischen ein Gesetz dafür, dass Hygieneprodukte kostenfrei erhältlich sind. Die Reaktionen auf diese Entscheidung und vor allem die erboste Kritik daran &#8211; zumeist von cis]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ob nun Binden, Tampons, Menstruationstassen oder -schwämmchen: Menstruationsprodukte kosten Geld. Und zwar gar nicht mal so wenig. Das ist ein Problem, insbesondere für von Armut betroffene Menschen. In Schottland sorgt inzwischen ein Gesetz dafür, dass Hygieneprodukte kostenfrei erhältlich sind. Die Reaktionen auf diese Entscheidung und vor allem die erboste Kritik daran &#8211; zumeist von cis Männern &#8211; in den sozialen Medien hat unsere Autorin Amelie in ihrem neuen Text für euch auseinander genommen. </strong><span id="more-14292"></span></p>
<p><b>Das Gesetz</b></p>
<p>Am 24. November 2020 hat das schottische Parlament ein Gesetz erlassen, welches in Zukunft kostenfreie Binden und Tampons bereitstellt. „Ich bin stolz darauf, für diese bahnbrechende Gesetzgebung gestimmt zu haben, die Schottland zum ersten Land der Welt macht, das kostenlose Menstruationsprodukte allen zur Verfügung stellt, die sie brauchen.“ Das äußerte die schottische Ministerpräsident Nicola Sturgeon, am Tag der Abstimmung. Das Gesetz sieht in Zukunft vor, dass an öﬀentlichen Orten wie etwa Gemeindezentren, Jugendclubs oder Apotheken Tampons und Binden kostenlos erhältlich sein sollen. Ein solches Gesetz ist bisher einmalig auf der Welt.</p>
<p><b>“Also ich bin der Meinung”</b></p>
<p>Vor allem davon ausgelöst, wurde in den sozialen Medien ein ausgiebiger Diskurs über kostenfreie Menstruationshygieneartikel freigetreten. Ob Facebook-Posts, Tweets oder Instagram-Kommentare, die vorherrschenden Gedanken schienen überall gleich und die Bildung von zwei Fronten war zu beobachten: Unterstützer*innen und Gegner*innen gerieten aneinander. In der zweiten Gruppierung ist dabei eine erstaunlich hohe Anzahl an cis-Männern zu finden, welche Kommentare wie <i>„Wenn Frauen jetzt das kriegen, möchten wir als Männer aber auch kostenfreie Rasierer und Taschentücher.“</i>, <i>“Also ich finde irgendwo ist auch mal Schluss. Es kann nicht alles kostenlos geben. Was kommt als nächstes, kostenloses Toilettenpapier?“</i> oder <i>„Das ist doch nur so ne feministische Scheiße, gebt lieber obdachlosen Menschen Essen. Das brauchen nämlich alle.“</i> hinterlassen haben.</p>
<p><b>Periodenarmut</b></p>
<p>Scheinbar ist diesen Menschen trotz mehrfacher Belehrung nicht bewusst, welch großes Problem Periodenarmut (eng. period poverty) ist. Aufgrund der teuren Monatshygiene, aber auch Nebenkosten wie Schmerztabletten und Unterwäsche müssen viele menstruierenden Menschen weltweit am Existenzminimum leben. Deshalb wurde in Schottland nach dem Motto: „Niemand sollte sich Sorgen machen, woher die nächsten Tampons kommen.”, gehandelt. Zuvor gab jede fünfte Frau in einer Studie aus 2018 an, dass sie ein Problem hätten für Hygieneartikel aufzukommen. Neben dem physischen Aspekt, dass Ersatzprodukte wie Socken, Stoﬀreste oder Wattebäusche viel unpraktischer und unsicherer sind, kommt aber auch die psychische Belastung dazu. Einerseits der Scham sich die “richtigen” Produkte nicht leisten zu können; andererseits die Angst etwas könnte “undicht” sein oder auslaufen. Das alles kann letztendlich dazu führen, dass Menschen während der Menstruation nicht oder nur eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Es scheint nun auf der Hand zu liegen, weshalb sich in Schottland so entschieden hat.</p>
<p><b>Kommentare des Grauens</b></p>
<p>Um nun nochmal auf die oben genannten Kommentare einzugehen.</p>
<p><i>“Also ich finde irgendwo ist auch mal Schluss. Es kann nicht alles kostenlos geben. Was kommt als nächstes kostenloses Toilettenpapier?</i></p>
<p>In dem Beschluss geht es vor allem um kostenfreie Hygieneartikel an öﬀentlichen Plätzen und auf öﬀentlichen Toiletten. Somit ist es gut mit Toilettenpapier zu vergleichen, welches schon längst überall in genüge vorhanden ist und als Standard angesehen wird.</p>
<p><i>„Wenn Frauen jetzt das kriegen, möchten wir als Männer aber auch kostenfreie Rasierer und Taschentücher.“</i></p>
<p>Da diesen Menschen scheinbar nicht bewusst ist, was der Unterschied zwischen Bartwuchs und einer Menstruation ist, werde ich sie hier noch einmal auflisten. Eine charakteristische Abweichung ist wohl, dass man(n) aus einem Bart nicht blutet. Zusätzlich fehlen natürlich auch Bauchkrämpfe gepaart mit anderen Symptomen wie Rückenschmerzen, Übelkeit, Appetitsverlust, Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen. Um hier einen kleinen Teil genannt zu haben. Abgesehen davon gibt es auch kein strukturelles Problem im Zusammenhang mit Bartpflege, wie es in der Perioden Armut zu finden ist.</p>
<p><i>„Das ist doch nur so ne feministische Scheiße, gebt lieber obdachlosen Menschen essen. Das brauchen nämlich alle.“</i></p>
<p>Zum einen trieft das Kommentar nur so von whataboutism, bei dem auf einen anderen Missstand hingewiesen wird, um die eigentliche Aktion zu entkräften. Abgesehen davon scheint mir der kommentierende Menschen ein wenig voreingenommen dem Feminismus gegenüber. Insgesamt fand ich es bei meinem Recherche interessant zu beobachten, wie schnell sich einige cis-Männer benachteiligt fühlten. Es wird etwas entschieden und plötzlich hört man „Wir werden diskriminiert!!!!!“- Schreie aus ihren Reihen. Und das in einer Gesellschaft in der gerade sie profitieren.</p>
<p><b>Es ist Gegenteiltag</b></p>
<p>Aber ich würde sogar noch weitergehen und behaupte; wenn in der heutigen patriarchalischen Gesellschaft, Rollen getauscht werden würden (heißt Menschen mit männlichen Geschlechtsorganen menstruieren), gäbe es diese Probleme nicht. Anstatt zu tabuisieren würde es gefeiert werden, wenn man(n) seine erste Periode bekommen würde. Es wäre ein Symbol der Stärke jeden Monat die Krämpfe aushalten zu müssen. Anstelle der aktuell häufig damit verbundenen Ekelreaktion, würde oﬀen davon gesprochen werden. Und möglicherweise wären Tampons, Binden und co. schon längst kostenlos und überall verfügbar. Dies ist jedoch nicht der Fall und deshalb möchte ich schlussendlich festhalten „no uterus no opinion“. Meinetwegen sollen sich alle Menschen die sich beschwert haben, später auch an den Tampons oder Binden ihrer Wahl bedienen. Falls in Deutschland überhaupt in den nächsten Jahren ein solches Gesetz verabschiedet wird, denn bis jetzt ändert sich für uns rein gar nichts.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Let&#8217;s talk about Menstruation! Hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/menstruation/" target="_blank" rel="noopener"><strong>weitere Beiträge zum Thema</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Die Ansage &#8211; Wie viel Gleichberechtigung steckt in den Wahlprogrammen 2021?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/die-ansage-wie-viel-gleichberechtigung-steckt-in-den-wahlprogrammen-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2021 10:45:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[#Bundestagswahl2021]]></category>
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					<description><![CDATA[Willkommen bei unserem neuen Format „Die Ansage“. In unserem ersten Video haben wir uns die Wahlprogramme zur Bundestagswahl der sechs größten Parteien vorgenommen. Wir haben uns angeschaut, wie die Parteien mit den Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit umgehen, damit ihr es nicht tun müsst. Moderation: Abdul Kader Chahin Regie &#38; Konzept: Luisa Ederle &#38; Anton Dudda]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Willkommen bei unserem neuen Format „Die Ansage“. In unserem ersten Video haben wir uns die Wahlprogramme zur Bundestagswahl der sechs größten Parteien vorgenommen. Wir haben uns angeschaut, wie die Parteien mit den Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit umgehen, damit ihr es nicht tun müsst.</strong></p>
<p>Moderation: Abdul Kader Chahin<br />
Regie &amp; Konzept: Luisa Ederle &amp; Anton Dudda<br />
Kamera: Ayman Srmaney<br />
Schnitt: Nico Schander</p>
<p><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=0s">00:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Einleitung<br />
</span> <a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=27s">00:27</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Einführung Parteien </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=380s">06:20</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Teilhabe &amp; Gesetze </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=563s">09:23</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Lohnarbeit &amp; Quoten </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=765s">12:45</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gender Pay Gap &amp; Gleichstellung im Beruf </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=905s">15:05</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Teilhabe &amp; Bildung </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1020s">17:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Algorithmen </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1068s">17:48</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> LGBTQI+ </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1156s">19:16</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> TSG </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1248s">20:48</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Maßnahmen zur Unterstützung der LGBTQI+ Community </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1320s">22:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Familie </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1373s">22:53</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Abstammungsrecht </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1497s">24:57</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gesundheit &amp; Gender Data Gap </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1556s">25:56</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Schwangerschaftsabbrüche<br />
</span><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1704s">28:24</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gewalt </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1808s">30:08</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Flucht &amp; Geschlecht<br />
</span><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1910s">31:50</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Fazit</span></p>
<p>Wahlprogramme: <a href="https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/" target="_blank" rel="noopener">https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/</a></p>
<p>Wahl-O-Mat: <a href="https://www.wahl-o-mat.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.wahl-o-mat.de/</a></p>
<p>Frauenquote in börsennotierten Unternehmen: <a href="https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/frauenquote-unternehmen-fuenf-jahre-100.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/frauenquote-unternehmen-fuenf-jahre-100.html</a></p>
<p>Entscheidung der SPD gegen Änderung TSG: <a href="https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/transsexuellengesetz-bundestag-ablehung-groko-gesetzentwurf-gruene-selbstbestimmungsgesetz-tsg" target="_blank" rel="noopener">https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/transsexuellengesetz-bundestag-ablehung-groko-gesetzentwurf-gruene-selbstbestimmungsgesetz-tsg</a></p>
<p>Fall Akkermann:<br />
<a href="https://taz.de/Entscheidung-zum-Abstammungsrecht/!5757208/" target="_blank" rel="noopener">https://taz.de/Entscheidung-zum-Abstammungsrecht/!5757208/</a><br />
<a href="https://freiheitsrechte.org/pm-akkermann-bverfg/" target="_blank" rel="noopener">https://freiheitsrechte.org/pm-akkermann-bverfg/</a></p>
<p>GFF: <a href="https://freiheitsrechte.org" target="_blank" rel="noopener">https://freiheitsrechte.org</a></p>
<p>Komplexität von Geschlecht: <a href="https://www.bpb.de/apuz/135433/geschlecht-und-geschlechterrolle-soziobiologische-aspekte?p=all" target="_blank" rel="noopener">https://www.bpb.de/apuz/135433/geschlecht-und-geschlechterrolle-soziobiologische-aspekte?p=all</a></p>
<p>Intersektionalität Kimberle Crenshaw: <a href="https://chicagounbound.uchicago.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1052&amp;context=uclf" target="_blank" rel="noopener">https://chicagounbound.uchicago.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1052&amp;context=uclf</a></p>
<p>Intersektionalität als Mehrebenenanalyse Winker/ Degele: <a href="https://tore.tuhh.de/bitstream/11420/384/1/Intersektionalitaet_Mehrebenen.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://tore.tuhh.de/bitstream/11420/384/1/Intersektionalitaet_Mehrebenen.pdf</a></p>
<p>Gewalt gegen Männer: <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/gewalt-in-partnerschaften-bleibt-auch-2019-auf-hohem-niveau-162194" target="_blank" rel="noopener">https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/gewalt-in-partnerschaften-bleibt-auch-2019-auf-hohem-niveau-162194</a></p>
<p>Wählen ab 16:<br />
<a href="https://www.dw.com/de/w%C3%A4hlen-schon-mit-16/a-54430089" target="_blank" rel="noopener">https://www.dw.com/de/w%C3%A4hlen-schon-mit-16/a-54430089</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Eve</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/lebenslaeufe-eve/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 07:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns riesig über ein neues Lebensläufe-Video, diesmal stellt Conrad euch die 22-jährige Eve vor. Überzeugte Feministin, Kunst- und Literaturliebhaberin, Studentin, politische Aktivistin, Herausgeberin eines eigenen Magazins — all das vereint in bloß einer einzigen Person! Eve zeigt euch, wie das gehen kann — und wie man Kultur einfach selbst macht. Also, wir sind]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns riesig über ein neues Lebensläufe-Video, diesmal stellt Conrad euch die 22-jährige Eve vor. Überzeugte Feministin, Kunst- und Literaturliebhaberin, Studentin, politische Aktivistin, Herausgeberin eines eigenen Magazins — all das vereint in bloß einer einzigen Person! Eve zeigt euch, wie das gehen kann — und wie man Kultur einfach selbst macht. Also, wir sind total inspiriert! Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-13121"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://mantismagazine.com" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier geht&#8217;s zum Mantis Magazine</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Feetisch</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/mein-feetisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2021 06:55:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Du hast mir einen Drink gekauft, nicht dir das Recht auf Geschlechtsverkehr.&#8220; So wird das schon mal nix! Wie also könnte man landen bei Fee? Das erzählt sie uns heute in gereimter Form ganz offen, ehrlich und unverblümt. Ja, tatsächlich, sie erzählt uns von ihrem Feetisch. Ja, macht sie wirklich! Glaubt ihr nicht? Doch, wir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Du hast mir einen Drink gekauft, nicht dir das Recht auf Geschlechtsverkehr.&#8220; So wird das schon mal nix! Wie also könnte man landen bei Fee? Das erzählt sie uns heute in gereimter Form ganz offen, ehrlich und unverblümt. Ja, tatsächlich, sie erzählt uns von ihrem Feetisch. Ja, macht sie wirklich! Glaubt ihr nicht? Doch, wir schwören. In diesem Video erfahrt ihr, worauf Fee tatsächlich steht und was sie schwach werden lässt. Kleiner Tipp vorab: das gesuchte Wort beginnt mit <em>F </em>und hört mit <em>eminismus </em>auf&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-13083"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte von Fee <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/fee/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier!</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Queer Punk</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/queer-punk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FaulenzA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2021 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Aus Selbstverachtung wurde eine Wut auf die Welt&#8220; &#8211; OH YES! Wir freuen uns riesig, euch heute mal wieder einen Song plus Musikvideo von unserer Lieblingsrapperin FaulenzA präsentieren zu können. In &#8222;Queer Punk&#8220; geht es um Selbstermächtigung, um Zusammenhalt, Freund*innenschaft und um Widerstand gegen Leistungsgesellschaft und Kapitalismus. Viel Spaß beim Anhören! Mehr dazu: Mehr Musik]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Aus Selbstverachtung wurde eine Wut auf die Welt&#8220; &#8211; OH YES! Wir freuen uns riesig, euch heute mal wieder einen Song plus Musikvideo von unserer Lieblingsrapperin FaulenzA präsentieren zu können. In &#8222;Queer Punk&#8220; geht es um Selbstermächtigung, um Zusammenhalt, Freund*innenschaft und um Widerstand gegen Leistungsgesellschaft und Kapitalismus. Viel Spaß beim Anhören!</strong></p>
<p><span id="more-12949"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Musik von FaulenzA <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/faulenza/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sunny: Ein Tag in unserer Gesellschaft</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/sunny-ein-tag-in-unserer-gesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2021 07:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir durften euch ja schon einige Texte aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb &#8222;Das ist mir was wert!&#8220; (gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) präsentieren, und heute ist Zeit für einen weiteren Text. Diesmal ist es ein Gedicht, geschrieben von Sunny. Es trägt den Titel &#8222;Ein Tag in unserer Gesellschaft&#8220; und setzt sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Wir durften euch ja schon einige Texte aus dem <a href="https://bit.ly/3axATg8" target="_blank" rel="noopener">LizzyNet-Schreibwettbewerb &#8222;Das ist mir was wert!&#8220;</a> (gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) präsentieren, und heute ist Zeit für einen weiteren Text. Diesmal ist es ein Gedicht, geschrieben von Sunny. Es trägt den Titel &#8222;Ein Tag in unserer Gesellschaft&#8220; und setzt sich mit Mode, Körpern, Schönheit, Normen, Sexismen, Vorurteilen und Schubladendenken auseinander. Viel Spaß beim Lesen!</b><span id="more-12941"></span></p>
<p>Wie üblich stehe ich in der Pause<br />
Mit der anderen Aufsicht draußen.<br />
Still beobachte ich und laufe.<br />
Und während ich so über den Hof schlendere muss ich grinsen,<br />
denn mein Blick fällt auf die kleine Emma ganz hinten.<br />
Über den gelben Schuhen trägt sie eine rosa Hose zu ihrem orangenen Oberteil,<br />
das ist schon ein wirklich schräger Style.<br />
Lächelnd denke ich, wie schön es ist,<br />
dass Mode bei den Kindern nicht<br />
bestimmt wer dazugehört<br />
denn an Kleidung hat sich hier noch nie jemand gestört.<br />
Aber warum denken wir Jugendlichen und Erwachsenen<br />
Die Persönlichkeit hinge ab von irgendeinem Modetrend?<br />
Wieso tragen wir nicht alle was wir wollen,<br />
statt zu denken was wir anziehen sollen?<br />
Warum assoziiert man einen anderen Kleidungsstil<br />
als komisch oder denkt sofort nach, dass diese Mode einem nicht gefiel.<br />
Ist es nicht langweilig, dass wir alle dasselbe tragen,<br />
ist es nicht viel beeindruckender mal was anderes zu wagen?<br />
Zwar ist unsere Gesellschaft toleranter als vor Jahren,<br />
aber warum Klamotten immer noch die Macht haben<br />
Mobbing auszulösen, sollten wir durchaus hinterfragen.</p>
<p>Als ich nach der Arbeit zuhause dann vorm Spiegel steh,<br />
bin ich etwas frustriert, denn mir gefällt nicht, was ich seh.<br />
Aber warum finde ich meine Oberschenkel zu dick?<br />
Ich mache doch Sport und bin körperlich fit.<br />
Warum mag ich mein Aussehen nicht?<br />
Das ist keineswegs eine angeborene Sicht.<br />
Man hat es uns beigebracht,<br />
die Gesellschaft hat diese Selbstkritik entfacht.<br />
Und wird Kritik zu Selbsthass,<br />
sagen die Medien wieder das sei krass.<br />
Wie könne es nur dazu kommen,<br />
jemand hat den Menschen das Vertrauen in die eigene Schönheit genommen.<br />
Dass dieser jemand unsere Gesellschaft ist,<br />
erwähnen sie dabei natürlich nicht.</p>
<p>Ich habe die Gedanken satt,<br />
schüttle sie einfach von mir ab,<br />
denn ich mache mich jetzt fertig,</p>
<p>aber nicht mehr mit Gedanken,<br />
denn ich werde jetzt beim Feiern Komplimente tanken.<br />
Und noch während ich mich schminke frage ich mich<br />
Machst du das eigentlich für andere oder nur für dich?<br />
Ich weiß es nicht, aber ich gehe jetzt feiern.<br />
Dort, wie immer dieselbe Leier.<br />
Jeder labert und grabscht dich an,<br />
und du wehrst dich nicht, bei keinem Mann.<br />
Du willst keine Szene machen,<br />
es gehört eben dazu, dass sie dich ungefragt anfassen.<br />
Aber ist das nicht auch irgendwie falsch?<br />
Man fällt nicht einfach jedem um den Hals.<br />
Trotzdem ist es mir egal,<br />
ich hätte ja die Wahl,<br />
etwas dagegen zu unternehmen,<br />
doch ich will Spaß haben, statt mich aufzulehnen.<br />
Möchte an diesem Abend keine Diskrimination oder Sexismus sehen.<br />
Denn merkt euch, das Motto vom Tanzinsel Festival reicht:<br />
Tanzend sind wir alle gleich!<br />
Ich begleite meine weißen Freunde zur Raucherpause.<br />
Da stehen wir fünf weißen alle draußen.<br />
Als meine Freunde wieder rein gehen,<br />
bleibe ich jedoch stehen.<br />
Ich hab einen jungen Mann kennengelernt,<br />
und er sieht nicht aus wie der typisch deutsche Thomas oder Bernd.<br />
Und es dauert keine ein paar Minuten, nicht mal zehn,<br />
Da haben uns die Türsteher gesehen.<br />
Sofort fragen sie ob alles in Ordnung ist bei mir,<br />
ich dachte sie sehen nur, dass ich frier,<br />
doch es liegt an dem Syrer neben mir.<br />
Sofort denken sie man könne ihm nicht vertrauen,<br />
er bedroht hier bestimmt alle Frauen.</p>
<p>Dem ist nicht so.<br />
Ich mag ihn und bin froh,<br />
als er mich nach meiner Nummer und einem Date fragt,<br />
und ich ganz verliebt ja sag.</p>
<p>Als ich meinen Freundinnen erzähle,<br />
dass wir für das Date einen Dönerladen wählen,<br />
beschweren sie sich<br />
„wie unromantisch“<br />
ob er sich nicht<br />
mehr Mühe geben will,<br />
doch nach meiner Antwort sind sie still.<br />
Ich fand es schön, unser Candlelight-Döner,<br />
ja ich fand es sogar schöner,<br />
als jeden Spießer-Laden,<br />
doch eins muss ich trotzdem sagen:<br />
Die Bedienung dort war nicht mein Geschmack,<br />
weil sie meinen Begleiter einfach kritisiert hat,<br />
warum er der Dame nicht das Essen ausgibt,<br />
worauf hin ich sagte „Emanzipation siegt“ .<br />
Ich lud ihn ein,<br />
zahlte den Döner und brachte ihn heim.<br />
Wieso bedeutet das angeblich keine Frau zu sein?<br />
Diese Gender Klischees regen sowieso nur auf,<br />
doch das Gespräch auf der Feier setzte da nochmal ein Krönchen drauf.<br />
Hatten wir doch einen Transgender Typen getroffen<br />
Und das erzählte er ganz offen.<br />
Geboren als Frau sei er jetzt ein Mann,<br />
und dass er auf Typen steht wisse er auch schon lang.<br />
Und dann mischt sich diese Dumme ein,<br />
und meinte „hättest du mal Frau geblieben sein!“<br />
Warum soll Liebe nur zwischen Mann und Frau existieren?<br />
Kann sich nicht auch das gleiche Geschlecht in gegenseitiger Liebe verlieren?<br />
Aber ich vergaß, Frauen dürfen ja auch kein Fußball spielen,<br />
Männer dürfen sich nicht das Gesicht peelen,<br />
Mädchen spielen nicht mit Autos,<br />
und spielt ein Junge mit Puppen lachen andere laut los.</p>
<p>Und als ich all das abends im Bett vor mich hin denke,<br />
merke auch ich in meinem Kopf diese Schubladen und Schränke.</p>
<p>Ich wünsche mir also, dass vor allem ich aber auch alle anderen<br />
Nur noch positive und nicht diskriminierende Gedanken<br />
Denken<br />
Und uns gegenseitig mehr Liebe schenken<br />
Um die Gesellschaft in richtige Bahnen zu lenken.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte aus dem Schreibwettbewerb <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Riot ist Liebe</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/riot-ist-liebe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 May 2021 07:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Ich bin Königin, ich bin Slut, ich bin Lady, ich bin zart, ich bin stark &#8211; ich bin nicht was du sagst!&#8220; Wir freuen uns, euch heute das Video zur ersten Single von Mino Riot feat. Mona zu präsentieren: &#8222;Riot ist Liebe&#8220;. Kraftvoller Rap, der die Zwänge des Patriarchats sprengt. Das solltet ihr euch nicht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Ich bin Königin, ich bin Slut, ich bin Lady, ich bin zart, ich bin stark &#8211; ich bin nicht was du sagst!&#8220; Wir freuen uns, euch heute das Video zur ersten Single von Mino Riot feat. Mona zu präsentieren: &#8222;Riot ist Liebe&#8220;. Kraftvoller Rap, der die Zwänge des Patriarchats sprengt. Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Und Mino Riot selbst schreibt: &#8222;🔥 Als DIY-Artist ist das erste Release ein großer Schritt. Ich freue mich also riesig, wenn ihr mich und den Track teilt, abonniert, kommentiert und supportet! 🔥&#8220; Also los!</strong></p>
<p><span id="more-12919"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier gibt&#8217;s den Song auch nochmal <a href="https://soundcloud.com/bundes-arbeitsgemeischaft/mino-riot-riot-ist-liebe" target="_blank" rel="noopener"><strong>ohne Video zum Anhören</strong></a>.</li>
<li>Und hier geht&#8217;s zu <a href="https://www.instagram.com/mino.riot_/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Mino Riots Insta-Profil</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rika Dost: ATLAS TÖCHTER</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/rika-dost-atlas-toechter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2021 07:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute freuen wir uns, euch einen weiteren Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie präsentieren zu dürfen 🙌 Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text ist ein feministisches Gedicht von Rika Dost. „Ich bin eine Frau und ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute freuen wir uns, euch einen weiteren Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie präsentieren zu dürfen </strong>🙌 <strong>Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text ist ein feministisches Gedicht von Rika Dost.</strong></p>
<p><span id="more-12822"></span></p>
<p>„Ich bin eine Frau<br />
und ich will viele Dinge.<br />
Die Welt, zum Beispiel.“</p>
<p>Tut mir leid.<br />
Klingt das töricht?<br />
Oder naiv?<br />
Vielleicht sollte ich sagen:<br />
„Bitte, gnädiger Herr,<br />
dürfte ich wenn möglich darum bitten?<br />
Wenn Ihr es erlaubt.“</p>
<p>So werden wir erzogen,<br />
so werden wir geboren.<br />
Auf die männliche Meinung wird geschworen<br />
und Ungerechtigkeit wird zur Regel verbogen.</p>
<p>Wir sollen uns klein machen,<br />
am besten schweigen,<br />
nicht schwierig sein<br />
und uns vor den Krümeln verneigen,<br />
die man uns hinwirft<br />
als wären wir Vieh.</p>
<p>„Ich bin eine Frau<br />
und ich bin wütend.“</p>
<p>Soll ich euch sagen,<br />
was ich will?<br />
Nein?<br />
Ich sag es euch trotzdem.<br />
Nein heißt doch ja.<br />
Das habt Ihr oft genug bewiesen.</p>
<p>Ich will<br />
Autonomie über mich selbst.<br />
Mein Körper, meine Regeln.<br />
Egal ob<br />
im kurzen Schwarzen<br />
oder im Anzug mit Hut,<br />
in Tarnfarben<br />
oder so wie Gott mich schuf.<br />
Ich bin ich<br />
und ich verdiene Respekt.</p>
<p>Ich will<br />
nachts spazieren gehen<br />
ohne mich zu fürchten,<br />
denn ich liebe die Dunkelheit<br />
und verehre die Nacht,<br />
doch verabscheue zutiefst,<br />
was Ihr aus ihr macht.</p>
<p>Ich will<br />
ernst genommen werden<br />
in jeder Lage<br />
egal<br />
wie viel ich getrunken habe<br />
oder wie viel Makeup ich trage.<br />
Egal<br />
wie ich mein Leben gestalte<br />
oder wessen Hand ich halte.<br />
Ich bin ich<br />
und ich verdiene Respekt.</p>
<p>Nochmal zum Mitschreiben:<br />
Ich bin ich<br />
und<br />
Ich. Verdiene. Respekt.</p>
<p>Ich will<br />
keine Regeln darüber lesen,<br />
wie man nicht missbraucht wird:<br />
Gehe nicht allein bei Nacht.<br />
Trage deine Haare kurz.<br />
Trinke nicht.<br />
Tanze nicht.<br />
Lebe nicht.<br />
Wisst ihr, was wir damit sagen?<br />
Vergewaltige die Andere.</p>
<p>Ich will,<br />
dass wir Männern<br />
beibringen<br />
nicht zu vergewaltigen,<br />
Grenzen zu respektieren.<br />
Ich will auch,<br />
dass wir ihnen erlauben<br />
zärtlich zu sein und grenzenlos zu lieben,<br />
denn wir erziehen sie schon zu lange<br />
zu unmenschlichen Menschen.</p>
<p>Ich will<br />
nichts weiter als ein faires Spiel,<br />
denn ihr gewinnt schon zu lange mit gezinkten Karten.<br />
„All in“, sage ich,<br />
„ich will sehen.“<br />
Kann dann vielleicht sogar verstehen,<br />
warum ich die einzige Frau<br />
in diesem Spiel hier bin.</p>
<p>Und wenn ich gewonnen habe,<br />
dann steige ich auf den Tisch,<br />
pflücke mir einen Blumenstrauß aus Krawatten<br />
und sage, was endlich gesagt werden muss:</p>
<p>„Habt ihr es noch nicht gehört?<br />
Trennung ist eine Illusion<br />
Ich bin kein ich,<br />
und du kein du,<br />
wir sind ein wir,<br />
nichts weiter als ein<br />
amorphes milliardenköpfiges Tier,<br />
das älter wird<br />
und doch niemals reift,<br />
jeden Tag stirbt, geboren wird<br />
und doch niemals begreift.</p>
<p>Ihr habt schon vor langem<br />
unsere Namen vergessen,<br />
vergessen wer wir sind,<br />
vergessen, dass es unser Blut ist,<br />
das unter euren Füßen zu dem roten Teppich gerinnt.</p>
<p>Lasst mich euch erinnern.</p>
<p>Nennt uns Atlas Töchter,<br />
denn auf unseren Schultern rumort der Himmel<br />
und unter unseren Füßen<br />
bebt die Erde.<br />
In unserem Inneren geschieht das Sein,<br />
das Leben<br />
und das Werden.</p>
<p>Ich bin eine Frau<br />
und ich will viele Dinge.<br />
Für den Anfang<br />
genügt mir die Welt.“</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte aus dem Wettbewerb findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>bei LizzyNet</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Text fürs Internet</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/ein-text-fuers-internet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2020 06:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[Oft genug regen wir uns — vollkommen zu Recht! — über das Internet auf. Es gibt ja auch genug Gründe: Hate Speech, Fake News, Gewalt&#8230; Online ist nicht automatisch besser als Offline. Veronika Rieger, die für uns ja bereits viel zum Thema Hass im Netz geschrieben hat, hat nun einen Text für&#8217;s Internet verfasst. Also, nicht nur,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oft genug regen wir uns — vollkommen zu Recht! — über das Internet auf. Es gibt ja auch genug Gründe: Hate Speech, Fake News, Gewalt&#8230; Online ist nicht automatisch besser als Offline. Veronika Rieger, die für uns ja bereits viel zum Thema Hass im Netz geschrieben hat, hat nun einen Text für&#8217;s Internet verfasst. Also, nicht nur, um ihn im Internet zu veröffentlichen, sondern so: für dich, liebes Internet! Denn neben all den Schattenseiten gibt es eben auch die guten, die wichtigen, die großartigen Seiten. Und vor allem: &#8222;das Internet&#8220; selbst ist gar nicht unbedingt schuld&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-12626"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/author/veronika-rieger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> findet ihr alle weiteren Texte von Veronika.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mach mit bei meinTestgelände!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/11/mach-mit-bei-meintestgelaende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2020 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Was denkst du über Geschlechterrollen? Wie kämpfst du gegen Diskriminierung? Was bedeutet Feminismus für dich? Was sind deine Träume, deine Ziele, was beschäftigt dich? Warum wir all das fragen? Nun ja, ganz einfach: Wir brauchen dich! Dich und deine ganz eigene Perspektive, deine Geschichte, deine Gedanken, deine Meinung, deine Ideen. Mach mit bei meinTestgelände 🥳 wir freuen uns]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was denkst du über Geschlechterrollen? Wie kämpfst du gegen Diskriminierung? Was bedeutet Feminismus für dich? Was sind deine Träume, deine Ziele, was beschäftigt dich? Warum wir all das fragen? Nun ja, ganz einfach: Wir brauchen dich! Dich und deine ganz eigene Perspektive, deine Geschichte, deine Gedanken, deine Meinung, deine Ideen. Mach mit bei meinTestgelände 🥳 wir freuen uns auf dich!</strong></p>
<p><span id="more-12565"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/mitmachen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> kannst du uns gleich schreiben!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>New Realities: Jamilah</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/11/jamilah/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hollies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind riesige Fans der Serie NEW REALITIES von Lenovo, die zehn junge, inspirierende Frauen aus zehn verschiedenen Ländern portraitiert. Und mit dabei ist Jamilah von den Hollies! Schaut euch unbedingt diesen Film an und lernt Jamilah kennen 😍 Sie ist nicht nur selbst als Rapperin aktiv und will so die von Sexismus durchzogene Musikbranche verändern, sondern]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind riesige Fans der Serie <em>NEW REALITIES</em> von Lenovo, die zehn junge, inspirierende Frauen aus zehn verschiedenen Ländern portraitiert. Und mit dabei ist Jamilah von den Hollies! Schaut euch unbedingt diesen Film an und lernt Jamilah kennen </strong>😍 <strong>Sie ist nicht nur selbst als Rapperin aktiv und will so die von Sexismus durchzogene Musikbranche verändern, sondern leitet auch andere junge Frauen und Mädchen an, ihre Stimmen mithilfe von digitalen Medien hörbar zu machen. &#8222;I want to make the invisible voices heard in Germany&#8220;, sagt sie.</strong></p>
<p><span id="more-12541"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.lenovo.com/us/en/newrealities/stories/germany/?fbclid=IwAR2kkErl0KQKT8CM39XHByFIlyir78YERP0m2xgquSUb_YWNGjs-BmcXaOg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> findet ihr mehr Infos zu Jamilah.</li>
<li>Und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wYgll7x_aBw" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier klickt ihr euch zum Trailer</strong></a> für das New Realities-Projekt.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pia Brauneis: Worte schaffen Werte </title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/pia-brauneis-worte-schaffen-werte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen 🙌 Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text kommt von der jungen Autorin Pia Brauneis und es geht darin um die Macht der]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen </strong>🙌 <strong>Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text kommt von der jungen Autorin Pia Brauneis und es geht darin um die Macht der Worte. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12514"></span></p>
<p>„Es war einmal eine kleine süße Dirne, die hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter […].“</p>
<p>Frau, Weib, Dame, Mädchen, Fräulein und Dirne –<br />
bei einer Zeitreise durch die Jahrhunderte wäre jeder dieser Begriffe unterschiedlich konnotiert und würde somit auch jeweils verschiedene Reaktionen hervorrufen.<br />
Anders als in der Originalfassung von Rotkäppchen heißt es heute nicht mehr Dirne, sondern „junges Mädchen“. Rotkäppchen war und ist also keine Prostituierte – es zeigt sich ein Worte-Werte-Wandel.</p>
<p>Das beliebte Argument gegen gendergerechte Sprache: „Das heißt doch schon immer so!“, ist also falsch. Schon immer ist nicht für immer: Sprache wandelt sich mit den Menschen, die sie sprechen.<br />
Dieser Wandel ist wichtig und völlig normal. Die Umstände, in denen wir leben, und die Worte, die wir verwenden, verändern sich stetig – bewusst und unbewusst.</p>
<p>Liebe Leser … – und natürlich auch liebe weibliche Leser,<br />
wenn Mädchen in der Schule immer und immer wieder mitgemeint sind, wenn sie morgens mit „Liebe Schüler!“ begrüßt werden, dann wirkt sich das auf ihr (Selbst-)Bewusst-Sein aus; sie werden nicht direkt angesprochen und begrüßt, aber sollen sich zugehörig fühlen. Sie sind weniger bewusst als ihre männlichen Mitschüler, genau genommen sprachlich unsichtbar.</p>
<p>Doch wird das generische Maskulinum eigentlich immer verwendet? Wann wird es plötzlich wichtig, eine sprachliche Unterscheidung zwischen Männern und Frauen zu machen? Immer dann, wenn es um soziale Abwertung oder schlecht bezahlte Berufe geht. Man spricht von Ärzten, Politikern und Wissenschaftlern, ebenso im gleichen Atemzug von Putzfrauen, Arzthelferinnen und Erzieherinnen. DIE Wissenschaftlerin geht dabei sprachlich genauso unter wie DER Arzthelfer.</p>
<p>2005 war zunächst nicht klar, ob es Frau Bundeskanzler oder Frau Bundeskanzlerin heißen soll. Zwar hat sich die weibliche Anrede, nach vier Amtszeiten, eindeutig durchgesetzt, doch heißt es im Grundgesetz immer noch „das Amt des Bundeskanzlers“.<br />
Da staunt man schon gar nicht mehr, dass das Wort „Kanzlerin“ im Duden als „weibliche Form zu Kanzler“ definiert ist.<br />
Andersherum heißt es beim „Kanzler“ „Bundeskanzler“, „Reichskanzler“ oder auch „leitender Beamter in der Verwaltung einer Hochschule“.</p>
<p>Doch wie steht es eigentlich um die freie Meinungsäußerung? Man sollte doch wohl reden und schreiben dürfen, wie und was man möchte!<br />
Doch wenn Äußerungen wie „Wurde diese „Dame“ vielleicht als Kind ein wenig viel gef&#8230; und hat dabei etwas von ihre[m] Verstand eingebüßt“ oder „Pädophilen-Trulla“ als eine „auf Künasts Aussage abzielende Kritik“ abgestempelt werden, die im Zuge der freien Meinungsäußerung erlaubt bleiben, dann stellt sich die Frage, wie Frauen weiterhin bezeichnet werden dürfen, gedeckt durch Meinungsfreiheit, ohne dass diese Aussagen vor Gericht landen. Gerichtsurteile setzen Zeichen den Umgang von Menschen miteinander betreffend. Ebenso setzt Sprache Zeichen.<br />
Diese Beispiele zeigen ganz deutlich: Aktuelle Diskussionen zu geschlechtsneutraler Sprache sind notwendig.</p>
<p>Viele verschiedene Emotionen leiten diese Debatte.<br />
Sobald es um gendergerechte Sprache geht, spielen auch Machtverhältnisse eine große Rolle. Wer behält seine (oder ihre?!) Macht, wer macht Kompromisse, wer wird laut und kämpft für die eigenen Ansichten, wer will die Oberhand behalten?<br />
Sprache steuert uns; oftmals ohne dass wir diese Lenkung bemerken. Wir nehmen Worte auf, verarbeiten diese unbewusst weiter und bemerken womöglich erst hinterher, dass bestimmte Worte bestimmte Taten ausgelöst haben.<br />
Genau aus diesem Grund ist Sprache Macht bzw. Mittel zur Macht.<br />
Viele Ausdrücke und Worte, die heute immer noch benutzt werden, stammen aus einer Zeit, in der die Machtverhältnisse anders aussahen. Eine Zeitreise 100 Jahre zurück. Männer konnten über Frauen und deren Leben bestimmen und dominierten somit auch die Sprache und sprachliche Regeln. Diese Machtverhältnisse haben sich mittlerweile in vielen Ländern bereits stark geändert. Viele Frauen bestimmen mit und sind autonom. Doch dieser Wandel ist noch lange nicht abgeschlossen und absolute Gleichberechtigung ist, auch in Deutschland, noch nicht erreicht. Durch das Beibehalten der sprachlichen Muster, die damals bereits verwendet wurden, wird dieser Wandel blockiert. Das, was das Denken steuert, darf nicht gegen die Gleichstellung arbeiten, sondern muss diese voranbringen. Sprache muss, als Basis für alles Weitere, gerecht werden und aufhören, Frauen, ebenso auch alle anderen Geschlechter, zu diskriminieren.</p>
<p>Schlampe, Tussi, Diva, Hure, Hexe und Emanze –<br />
hinsichtlich Beleidigungen sind Frauen sehr wohl sichtbar und werden nicht bei einer männlichen Bezeichnung mitgemeint. Dies sind nur einige Beispiele dafür, dass man ohne Probleme in jeder möglichen Situation unterschiedlichste Beleidigungen für Frauen finden kann.<br />
So meint auch Fräulein-chen eindeutig keine Verniedlichung, wie es die Endung „-chen“ normalerweise andeutet, sondern ist abwertend und tadelnd gemeint.<br />
Wenn ein Junge einen anderen „Du Mädchen!“ nennt, dann will er diesen damit beleidigen – ein Mädchen ist für ihn minderwertig.<br />
Diese Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen.</p>
<p>Wenn wir noch eine Zeitreise nur fünf bis zehn Jahre in die Zukunft machen könnten, bin ich mir sicher, dass sich unsere Sprache weiterentwickelt hat. Jetzt ist die Zeit, um diesen Wandel zu beeinflussen. Wir müssen darauf achten, wie wir sprechen, wen wir damit, bewusst oder unbewusst, diskriminieren und die Sprache so vielfältig machen, wie es die Gesellschaft ist. Denn Sprache bestimmt unser Denken, Fühlen und Handeln. Sie ist Kommunikationsmittel und spiegelt das eigene Bewusstsein wider.</p>
<p>Schön, dass du den Text gelesen hast, du Mädchen!<br />
Schön, dass du den Text gelesen hast, du Junge! – oder fühltest du dich gerade schon mitgemeint?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wir durften schon einige Texte des Wettbewerbs hier veröffentlichen. Falls ihr sie verpasst habt, kein Problem: <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier entlang.</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lieb doch wen du willst</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/lieb-doch-wen-du-willst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2020 06:57:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Okay, krass: Wenn das mal nicht eines der coolsten, empowerndsten Rap-Videos ist?! &#8222;Lieb doch wen du willst&#8220; der Fair&#8230;rappt! Allstars ist zwar auch eine Kampfansage gegen Homo- und Queerfeindlichkeit, gegen Ausgrenzung und Normen, gegen Sexismus — in erster Linie geht es aber darum, sich selbst und die Vielfalt zu feiern, stolz auf sich zu sein, zu sein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Okay, krass: Wenn das mal nicht eines der coolsten, empowerndsten Rap-Videos ist?! &#8222;Lieb doch wen du willst&#8220; der Fair&#8230;rappt! Allstars ist zwar auch eine Kampfansage gegen Homo- und Queerfeindlichkeit, gegen Ausgrenzung und Normen, gegen Sexismus —<span class="Apple-converted-space"> </span>in erster Linie geht es aber darum, sich selbst und die Vielfalt zu feiern, stolz auf sich zu sein, zu sein wer man sein möchte —<span class="Apple-converted-space"> und eben zu lieben, wen man lieben will </span>🏳️‍🌈❤️</strong></p>
<p><strong>Das Video entstand übrigens im Rahmen des Projektes &#8222;Queer macht Musik&#8220; von Fair&#8230;rappt!, gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.</strong></p>
<p><span id="more-12485"></span></p>
<p><span class="Apple-converted-space"> <strong>Mehr dazu:</strong></span></p>
<ul>
<li>Mehr Rap <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/rap/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findest du hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frauen in Israel </title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/frauen-in-israel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2020 07:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch in Israel herrscht noch lange keine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit, auch wenn etwa die Unabhängigkeitserklärung dies behauptet. Unsere Autorin Lilith hat sich mal wieder in eine tiefgründige Recherche gestürzt und erläutert in diesem Text etwas detaillierter, wie es um die Rechte der Frauen in Israel steht. Viel Spaß beim Lesen! Geschlechtergerechtigkeit in Israel  Zu viert stehen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Auch in Israel herrscht noch lange keine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit, auch wenn etwa die Unabhängigkeitserklärung dies behauptet. Unsere Autorin Lilith hat sich mal wieder in eine tiefgründige Recherche gestürzt und erläutert in diesem Text etwas detaillierter, wie es um die Rechte der Frauen in Israel steht. Viel Spaß beim Lesen!</b></p>
<p><span id="more-12458"></span></p>
<p><strong>Geschlechtergerechtigkeit in Israel </strong></p>
<p>Zu viert stehen sie nebeneinander. Alle in grünen Uniformen lässig an ein Auto gelehnt. Im Hintergrund stapfen zwei ihrer Kolleginnen in schwarzen Stiefeln durch den Sand, eine dunkle Waffe ruht in ihren Armen. Dieses und ähnliche Bilder dominieren die ersten 100 Ergebnisse, die bei der Suchanfrage der Stichwortkombination „Israel“ und „Frau“ von Google ausgespuckt werden. Schließlich dürfen in Israel die Frauen nicht nur zum Militär, sondern: sie müssen. Trotz des einen Jahrs weniger, das sie im Gegensatz zu ihren männlichen Landsgenossen für den Dienst an der Waffe verpflichtet werden, ist die militärische Forderung der Frau eine nicht sehr häufig in der Welt zu findende Regelung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nach den Soldatinnen folgen Bilder von Ajelet Schaked. Die unter anderem als Justizministerin aktive und äußerst erfolgreiche Politikerin scheint das Vorzeigemodell der israelischen Emanzipation zu sein. Sie selbst äußerte einst ihre Feststellung, dass „eine Frau alles tun“ könne: „reisen, Mutter sein, eine Partei anführen, sogar als Bürgermeisterin, Firmenchefin oder Staatenlenkerin dienen“. Auch mit Golda Meir, die Jahre lang die wichtigen Ämter der Außenministerin und später Ministerpräsidentin Israels inne hatte, zeigt sich eine starke weibliche Persönlichkeit in Israel. Einem Land, in dem 60% der Masterstudierenden weiblich sind und die Lebenserwartung von Frauen mit 84,3 Jahren im internationalen Vergleich beachtlich ist. Es scheint also alles nach Plan zu laufen. Denn bereits in der Unabhängigkeitserklärung wurde festgehalten: „Der Staat Israel wird all seinen Bürgern, ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichberechtigung verbürgen“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Der Blickwinkel ist entscheidend</b></p>
<p>Doch – warum schreibt der Global Diversity Report 2018 dann etwas von einer extremen Benachteiligung der israelischen Frauen? Mit 59% des Gehalts eines männlichen Kollegen, scheint die Arbeit der Frauen in Israel den Unternehmen wohl kaum mehr als ein halber Mann wert zu sein. Die Facebook-Büros in Israel werden zwar von einer Frau geführt, dabei scheint es sich aber um eine Ausnahme zu handeln.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Denn ein großer Anteil der Frauen arbeiten in Teilzeit &#8211; doppelt so viele wie Männer. Und selbst in der Politik, lassen sich Positivbeispiele wie Meir und Schaked noch an zwei Händen abzählen. Insbesondere in den einflussreichen Positionen gibt es lediglich einzelne Frauen, die sich herausheben. So waren beispielsweise in der gesamten Geschichte bis jetzt nie mehr als vier Frauen gleichzeitig an der Regierung beteiligt. Auch von insgesamt 50 Bürgermeistern ist aktuell nur eine Frau im Amt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Eine große Kluft klafft besonders beim Vergleich zwischen Stadt und Land auf. Tel Aviv, eine Stadt, die auch in anderen Kontexten als Staat im Staat bezeichnet wird, scheint kaum von Geschlechterdiskriminierung betroffen zu sein. Besonders im jüdisch orthodox dominierten ländlichen Raum hingegen, ist die Lage auch heutzutage noch sehr angespannt. Dennoch komme es in der Behandlung nicht zwingen auf die Religionszugehörigkeit sondern die Religiosität an. Eine Pauschalisierung sollte hier also nicht erfolgen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Rechtliche Gleichstellung in der Praxis</b></p>
<p>Während selbst in Deutschland das Selbstsbestimmungsrecht der Frauen nicht so hoch bewertet wird, dass Schwangerschaftsabbrüche legalisiert werden, herrschen in Israel sehr lockere Regelungen. Kosten dafür werden für Betroffene im Alter zwischen 20-33 sogar vom Staat übernommen und Ärzte dürfen bei Minderjährigen ohne Erlaubnis der Eltern eine Abtreibung durchführen. Besonders häufig zu ungewollten Schwangerschaften kommt es in der Zeit des Militärdienstes. Im Alter von 18 Jahren werden sie verpflichtet – ein Alter, in dem das andere Geschlecht mitunter interessanter sein kann, als die Schießübungen. Immer wieder werden Beschwerden zu sexuellen Übergriffen, aber auch geschlechtsspezifischer Diskriminierung laut. Einige Stimmen sprechen sich sogar für ein Militärverbot Israels aus. Wird das die Google-Bildersuche dominierende Ergebnis bald der Vergangenheit angehören?</p>
<p>In dieser Debatte kommen besonders die unterschiedlichen Religionen, die die Einwohner Israels vertreten, zum Vorschein. So machte z.B. Rabbiner Yigal Levinstein auf sich aufmerksam, als er den Wehrdienst von Frauen mit der Begründung verurteilte, sie hätten &#8222;heilig und keusch&#8220; zu sein, und ihre einzige Aufgabe sei, &#8222;die nächste Generation heranzuziehen&#8220;.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Rechtlich sind Frauen trotz dieser Gegner auch im Militär gleichgestellt. Seit kurzem gibt es Pilotinnen in der Luftwaffe und auch Beförderungen zu Panzerkommandeurinnen traten in den vergangenen Jahren auf. Dies ist aber erst seit dem Jahr 2000 der Fall. Der Prozess der Gleichstellung scheint daher noch in der Entwicklung zu stecken. Selbst in israelischen Pornographien, deren Produktion und Konsum im ganzen Land legal sind, spielt die Frau in Uniform eine noch immer stereotyp dargestellte Rolle. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Religiöser Konservatismus verhindert den Fortschritt in Richtung Gleichberechtigung</b></p>
<p>Am Weltfrauentag ist regelmäßig etwas los. Denn ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung kämpft noch immer für ihre Rechte. Eine Plakataktion 2019 machte dies beispielsweise deutlich. &#8222;Ich habe einen Traum&#8220; stand auf zahlreichen Plakaten verteilt &#8222;dass Frauen genauso viel verdienen wie Männer&#8220;, &#8222;dass sich jede Frau in der Öffentlichkeit sicher fühlt&#8220;, &#8222;dass sexuelle Gewalt nicht toleriert wird&#8220; und &#8222;dass Mädchen wissen, dass ihnen jeder Job offensteht&#8220;. Ganz besonders richtet sich ihr Aufruf gegen die Forderungen Ultraorthodoxer, in deren Augen bereits die aktuelle Situation von zu viel Gleichberechtigung zeugt. Aus Angst vor dem religiösen Konservatismus wird sogar an einigen Orten besondere Vorsicht bei der Anbringung von Plakaten geboten. Busunternehmen beispielsweise weigerten sich in der Vergangenheit mehrfach, Plakate mit Frauenabbildungen aufzuhängen, aus Angst vor Beschädigung. Selbst Werbekataloge, z.B. von Einrichtungsfirmen werden teilweise ganz frauenfrei gestaltet um keinen Aufruhr heraufzubeschwören. Auch Stimmen, die das Gebet von Frauen an der Klagemauer verbieten möchten werden immer wieder laut. Sogar auf demselben Gehsteig sollen sie nicht mehr gehen dürfen. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass die Fortschritte der vergangenen Jahre stark genug dagegen anstehen und die Gleichstellung der Geschlechter wie in der Unabhängigkeitserklärung garantiert, Realität wird.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Schaut unbedingt auch <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lilith/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in weitere Beiträge von Lilith</strong></a> rein!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elisa Marski: Männer und Frauen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/elisa-marski-maenner-und-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2020 07:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12443</guid>

					<description><![CDATA[Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen 🙌 Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, und der heutige Text, ein Gedicht, kommt von Elisa Marski. Auf Instagram findet ihr sie unter @writerstheorem. Gleichberechtigung?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen </strong>🙌 <strong>Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, und der heutige Text, ein Gedicht, kommt von Elisa Marski. Auf Instagram findet ihr sie unter @<a href="https://www.instagram.com/writerstheorem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">writerstheorem</a>.</strong><span id="more-12443"></span></p>
<p>Gleichberechtigung? Angeblich vorhanden im einundzwanzigsten Jahrhundert,<br />
Doch was mich daran stark verwundert,<br />
Ist, warum Frauen immer noch weniger Lohn erhalten<br />
Und auch nach wie vor überwiegend den Haushalt verwalten,<br />
Wieso sie für Führungspositionen nicht so gut geeignet sind<br />
Und weshalb man keine Aufstiegschancen hat mit Kind.</p>
<p>Immer noch müssen mehr Mütter als Väter Teilzeit arbeiten,<br />
Und dass sich das negativ auf die Rente auswirkt, kann auch niemand bestreiten.<br />
Außerdem hat “man“ die Werbung mit halbnackten Frauen satt,<br />
Die auch noch vorschreibt, wie eine Frau auszusehen hat:<br />
Großer Busen, runder Po,<br />
Flacher Bauch, das sowieso,<br />
Lange Beine, lange Haare,<br />
Blond &#8211; das ist das einzig Wahre!</p>
<p>Trotz Vorurteilen und auch trotz Kind<br />
Lasst uns der Gesellschaft zeigen, wer wir sind!<br />
Lasst uns nicht auf Teile des Gehalts verzichten<br />
Und den Haushalt ganz allein verrichten<br />
Kinder und Karriere? Klar geht das!<br />
Wenn uns Schutz und Hilf‘ zuteil wird, dann schaffen wir das!<br />
Nicht umsonst gibt’s Elternzeit auch für den Mann<br />
&#8211; der uns damit sehr unterstützen kann.</p>
<p>Wir müssen uns das nicht länger gefallen lassen,<br />
Dürfen den Absprung nur nicht verpassen!<br />
Auch Männer sind ganz herzlich eingeladen,<br />
Für Frauenrechte einzutreten &#8211; das wird keinem schaden.<br />
Wenn wir alle gemeinsam kämpfen und gemeinsam verstehen,<br />
Können wir in Zukunft vielleicht tatsächlich Gleichberechtigung sehen.<br />
Aber heute, jetzt und hier,<br />
Existiert dieses Konstrukt in Gänze<br />
Leider nur auf dem Papier.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Wettbewerbs-Texte findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Birgit Hohnen &#8211; Letzte Texte</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/08/birgit-hohnen-letzte-texte/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/08/birgit-hohnen-letzte-texte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2020 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Birgit Hohnen war von Anfang an bei der Redaktionsgruppe Story Teller dabei. Nun ist sie gestorben. Wir sind sehr traurig darüber aber auch glücklich, dass wir so viele ihrer wunderbaren Texte veröffentlichen durften. Weil sie nicht schreiben kann, diktierte sie ihre Texte. Sie hat/te eine kreative Denkweise, ein originelles Ausdrucksvermögen und war herzvoll engagiert für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Birgit Hohnen war von Anfang an bei der Redaktionsgruppe Story Teller dabei. Nun ist sie gestorben. Wir sind sehr traurig darüber aber auch glücklich, dass wir so viele ihrer wunderbaren Texte veröffentlichen durften. Weil sie nicht schreiben kann, diktierte sie ihre Texte. Sie hat/te eine kreative Denkweise, ein originelles Ausdrucksvermögen und war herzvoll engagiert für eine bessere Welt. In Erinnerung an Birgit Hohnen möchten wir euch hier nochmal eine Auswahl ihrer Texte präsentieren. Hab´s gut Birgit in einer hoffentlich besseren Welt und danke, dass du deine Kunst mit uns geteilt hast.</strong></p>
<p><span id="more-12392"></span></p>
<p>&#8222;Intellektuell behindert&#8220; nennt man mich? Warum sagt man das? Ich find&#8217;s scheiße. Ich bin bereit über sowas zu sprechen. Aber nicht so. Das muss ich mir nicht anhören: behindert, intellektuell! Was bedeutet das? Ich bin sauer, weil ich das nicht hören mag. Das ist doch scheiße für die Menschen. Ich find&#8217;s unmöglich. Das ist wirklich eine Unverschämtheit! Sowas darf nicht sein! Guck dir doch mal die Leute an, die behindert sind. Und? Lebt man mit! Ich finde keinen Unterschied. Also wirklich. So ein Dünnsinn. Da fühle ich mich diskriminiert. Ich finde auch nicht in Ordnung, wenn man sagt: &#8222;Sie sind geistig behindert.&#8220; Die sollen sagen: &#8222;Entschuldigen Sie, Sie sind wie Sie sind&#8220;, aber die sollen nicht &#8222;geistig behindert&#8220; zu mir sagen. Ich fühle mich hintergangen mit diesem Wortbegriff.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was ist denn auch &#8222;geistige Behinderung&#8220; für ein Wort? Das ist doch völliger Schwachsinn. Ich fühle mich beschissen, wenn ich sowas höre. Ich kann mir nicht anhören, ich bin geistig behindert. Ich versuche alles, was ich kann. Ich gebe mir die größte Mühe. Ich kann, was ich kann. &#8222;Geistig behindert&#8220; will ich nicht hören. Das ist diskriminierend. Es geht nicht darum, ob man behindert ist. Das ist verletzlich. Dieses Wort beschimpft mich. Das ist ein beleidigtes Schimpfwort und hat seinen Sinn nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es braucht einen Sinneswandel.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Man muss bessere Strukturen machen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was ist überhaupt &#8222;behindert &#8222;? Bei mir ist das so, wie ich geboren bin. Behinderung ist, dass man sich in manchen Dingen selbst nicht helfen kann. Im Leben geht es darum, was man kann. Ich würde gern mehr können. Trotzdem. Wenn ich &#8222;behindert&#8220; höre, bin ich gekränkt. Ich fühle mich krank dadurch. Und hintergangen oder übergangen. &#8222;Behindert&#8220; ist Schwachsinn, große Scheiße. Wenn ich das so höre, raste ich aus. Ich bin sehr aufgebraust. Ich finde das diskriminierend.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>♡</p>
<p><i>Frauenkampftag</i> <i>am 8. März</i></p>
<p>Frauen kämpfen zum Beispiel beim Judo. Und für ihre Rechte und für ihr Leben.<br />
Ich habe für meine Gesundheit gekämpft. Und dafür einfach stark zu sein und ich zu sein. Auch wenn ich behindert bin.<br />
Und ich will dazu am 8. März sagen: &#8222;Hey, ich bin auch mutig und ich bin auch stark!&#8220;<br />
Die Rechte und Gleichberechtigungen sind ja für alle wichtig. Das will ich unterstützen.<br />
Ich bin gegen Gewalt, gegen Kämpfe, gegen Krieg, gegen alles, was nicht in Ordnung ist, gegen alles, was nicht fair ist.<br />
Wenn man zusammen für die Gerechtigkeit kämpft, dann ist man stark.<br />
Es ist immer ein bisschen schwierig, wenn man denkt, dass man nicht kämpfen kann. Aber wenn man es gar nicht erst versucht, ist es noch schwieriger.<br />
Ich will ja nicht nur für mich kämpfen, sondern auch für die Rechte anderer Menschen. Darum geht es mir.<br />
Ich fühle mich gut, ich bin stolz auf mich, ich tue das Richtige. Ich kämpfe und bin dankbar dafür, dass ich da bin, wo ich sein wollte.<br />
Das habe ich mir selber geschaffen. Mit meiner Behinderung.<br />
Ich bin genau im gleichen Recht wie alle Frauen und alle Menschen. Es sollte keine Unterschiede geben.</p>
<p>♡</p>
<p><i>Gleichberechtigung</i></p>
<p>Gleichberechtigung ist für alle da. Man muss nicht gleich sein. Jeder ist anders. Aber alle sollen berechtigt sein, so zu sein wie sie sind. Manchmal muss man kämpfen für seine Rechte. Ich will kein Unrecht.<br />
Zu dieser Gleichberechtigung gehört mehr.<br />
Gleichberechtigung heißt auch: keine Gleichgültigkeit!<br />
Man muss gleichberechtigt sein. Jeder muss zu seinem Recht kommen. Jeder hat seine Rechte und seine Grenzen. Und die muss man ausleben.<br />
Heidrun aus meiner Wohngruppe braucht immer Begleitung; sie sammelt gerne Müll oder zerreißt Nachbars Hecken, aber weil sie nicht aufpasst, wird sie vielleicht totgefahren auf der Straße. Trotzdem: Heidrun soll auch gleichberechtigt werden.<br />
Gleiches Recht für eine und gleiches Recht für alle.<br />
Gleichberechtigungen müssen sein. Und Meinungen müssen gesagt werden.<br />
Es geht nicht darum, was meine Betreuer wollen, sondern was ich will.<br />
Zu Hause habe ich gelernt, dass man immer fragt und hilfsbereit ist. Ich brauche jemanden, der mich unterstützt. Ich brauche manchmal Rat. Andere sind auch krank oder haben Schmerzen oder Kummer oder Redebedarf: Da helfe ich auch.</p>
<p>♡</p>
<p><i>Zivilcourage</i></p>
<p>Zur Zivilcourage habe ich ganz viele Ideen! Courage hat auch andere Begriffe: stark, mutig, kämpferisch. Wenn wir Menschen sind, kommen wir auch mit Menschen zusammen, die nicht so gut sind. Das beschäftigt mich. Wie kann man Zivilcourage aktivieren? Das ist eine weltbewegende Sache. Wie auch die Selbstbestimmungsrechte.<br />
Ich finde einen Text über Zivilcourage wichtig.</p>
<p>Zivilcourage heißt vielleicht auch, dass gesagt wird: Wir brauchen Menschen mit und ohne Handicap. Ich habe viel Erfahrung damit. Manche Menschen fragen: Was bauen wir für eine Welt? Ich will eine Welt, in der wir zivilisierter sind und couragierter.</p>
<p>Zivilcourage ist bewundernswert. Menschen müssen beweglicher sein, die müssen aktiviert werden. Was meinst du, wie es weitergehen würde, wenn es keine Zivilcourage mehr gäbe? Zum Glück sind wir gut in der Zivilcourage.</p>
<p>Man muss sagen: Wir bauen eine gute Welt. Und es wird gut.</p>
<p>Ich würde in Situationsdelikte immer hingehen und sagen: Du kannst den Menschen hier nicht angreifen. Es ist auch meine Aufgabe, das zu sagen. Wenn ich eine gute Polizistin wäre, dann würde ich sagen: Stopp, jetzt mal halblang!</p>
<p>Zivilcourage ist Einmischung und Schlichtungssache. Man sollte nett und höflich sein, nicht beleidigen, sondern sagen: Ok, ich sage jetzt meine Meinung.<br />
Ich finde Zivilcourage wichtig. Wir brauchen insgesamt in der Welt, dass man nett ist zu anderen Menschen, dass man &#8222;Entschuldigung&#8220; sagt und &#8222;Ich habe Fehler gemacht.&#8220;</p>
<p>Wir können uns ändern, wir können nett sein und uns unterhalten mit anderen, die anders sind. Das wollen wir uns aufbauen.<br />
Zivilcourage ist etwas Bedeutendes. Das ist auch Mut zum Kämpfen. Dass man sagt: Ich will Mut haben und noch mehr neuen Mut schöpfen, um mehr Zivilcourage zu zeigen. Ich möchte mehr aktivieren. Ich bin eine erwachsene Frau und kann sagen: Das will ich, das kann ich!</p>
<p>Zivilcourage kann man aufbauen. Dass sich keiner drum kümmert, ist nicht gerechtfertigt. Viele sagen, wir kümmern uns drum, aber dann passiert doch nichts. Wer macht denn schon gern die Arbeit?</p>
<p>Wir brauchen Einkaufszentren, die barrierefrei sind. In unserem Einkaufszentrum ist vieles nicht barrierefrei. Sowas geht nicht! Häufig werden Sachen nicht gemacht, weil es finanziell nicht geleistet werden möchte. Es müssen aber Lösungen geschaffen werden, sodass sich jeder dazugehörig fühlt. Um Ziele zu erreichen gibt es immer Mittel und Wege.</p>
<p>Was anderes: Ich höre manchmal, dass Leute sich anschreien. Das geht nicht. Man kann sagen: Stopp! Aber nicht anschreien. Das gehört sich nicht. Ich erwarte, dass du die Leute nicht anbrüllst. Sondern dass du erklärst, was in deinem Kopf vor sich geht. Das kann man korrigieren. Du baust eine neue Situation auf, eine bessere Welt. Stopp! Ich will und ich kann. Ich will, dass es gut läuft. Ich kann mich für andere einsetzen.</p>
<p>Das ist ein Teil meines Lebensstils und meines Welterfolges.</p>
<p>Für mich ist es schon anders als früher. Früher ist jetzt nicht mehr. Früher war früher, und jetzt ist jetzt. Früher ist Vergangenheit. Was jetzt ist, ist viel besser.</p>
<p>Ich baue jetzt ein Schild, auf dem steht: Zivilcourage!</p>
<p>Sie müssen helfen, Sie müssen handeln!</p>
<p>Es gibt ganz unterschiedliche Situationen. Mit oder ohne Handicap. Es gibt auch Situationen mit Blinden. Mein Schulfreund ist blind; der macht alles mit Fühlen und Tasten. Blinde Menschen haben viel Leistung, die bauen sich das auf. Wir müssen das Gute für alle bauen.</p>
<p>Und man sollte Menschen nicht ärgern. In der Schule wird auch oft gehänselt oder gemobbt, aber was ist denn das für ein Zustand? Bau bitte eine andere Welt auf, geh dazwischen und hilf dem Opfer. Ich finde es sehr wichtig, dass man den Menschen beisteht. Ich passe auf, ich beschütze dich. Ich war auch mal traurig, als ich alleine war. Ich will, dass niemand alleine ist in traurigen Situationen.</p>
<p>Manchmal habe ich eine Brodel-Funktion in mir drin. Da brodelt was. Wenn ich im Fernsehen Flüchtlinge sehe, finde ich das furchtbar. Dann werde ich unruhig und stehe kurz davor auszurasten. Das ist furchtbar. Wenn ich dann schlafe, bekomme ich Panikattacken. Dann dreh ich mich um und schlafe dann weiter. Dann geht das Schlag auf Schlag. Dann versuche ich nachzudenken: Was kann man verbessern, was kann man verändern?</p>
<p>Dass den Menschen geholfen wird, soll jetzt endlich mal Standard sein. Ich will, dass jeder zu seinem Recht kommt. Punkt 1: Wie kann man den Flüchtlingen helfen? Punkt 2: Das Flüchtlingsheim soll kein Gefängnis sein, sieht aber so aus. Punkt 3: Zivilcourage bedeutet auch immer zuerst zu fragen, und nicht zu befehlen.</p>
<p>Es ist traurig. Vielen Menschen geht es gut. Wir haben eine Wohnung, wir haben ein Haus. Aber die Flüchtlinge haben sowas nicht. Was glaubst du, wie unangenehm das ist? Wir brauchen kein Flüchtlingsheim, sondern wir brauchen eine ganz andere Struktur. Wir müssen helfen, wir sind Beschützer, wir lieben euch. Ihr kommt zu eurem Recht. Ihr seid doch keine schlechten Menschen oder Opfer.</p>
<p>Das finde ich wichtig. Man kann sagen: Ich helfe dir und du hilfst mir.</p>
<p>Man baut den Leuten eine Zukunft auf. Eine Zukunft für die Flüchtlinge. Das muss man auch finanziell machen. Ich schreibe Texte für die Flüchtlinge. Ich will Trost, Liebe und Vertrauen spenden. Man macht sich viele Gedanken. Man schreibt die Gedanken in Texte.</p>
<p>Man sollte immer nett sein. Man sollte immer sagen: Du bist willkommen. Man kann immer sagen: Es tut mir leid, wenn ich dich verletzt habe. Man kann auch sagen: Ich mag dich nicht; aber wir müssen miteinander auskommen.</p>
<p>Alle Menschen gehören zur Welt. Egal ob im Rollstuhl. Wenn man ein Mensch mit einer Behinderung ist, dann kann man immer noch sagen: Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten, immer. Ich bin nicht wie du, aber ich bin wie ich, und ich lebe damit und du lebst damit.</p>
<p>Ein Flüchtling kann auch „behindert“ sein. Es geht jetzt nicht um mich selber, sondern darum, was man leisten kann. Es geht einfach darum, dass man sagt: Ja, man will und man kann.</p>
<p>Die Flüchtlinge müssen Hilfe haben. Manche haben auch bestimmte Rituale. Man muss auch sehen, dass man ein bisschen nachdenkt. Wenn ich mir überlegen würde, wenn ich jetzt ein Flüchtling wäre, dann müsste ich vielleicht sagen: Ich bin kein Mensch, ich bin ein Flüchtling.</p>
<p>Ein Flüchtling ist vielleicht hilflos. Jeder Mensch hat Möglichkeiten. Dass die Flüchtlinge keine haben, ist bittertraurig. Die Politik begeht Flüchtlingsmord. Es wird gelabert, es wird gesprochen über Krise und Opfer. Was haben wir denn davon? Es wird einfach keine Reaktion ausgeführt, es wird nur gelabert.</p>
<p>Das gebe ich nicht nur euch mit, sondern der ganzen Zukunft.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von den Story Tellern, darunter auch viele von Birgit, <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Talkrunde: Tarik Tesfu und Haszcara</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/talkrunde-tarik-tesfu-und-haszcara/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2020 08:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf jeden Fall eines der absoluten Highlights des vergangenen #onlinegelände20: Die Talkrunde mit the one and only Tarik Tesfu und der Berliner Rapperin Haszcara 😍😍😍 Die beiden sprechen über Feminismus, Repräsentation und Empowerment &#8211; Tarik nennt das passenderweise &#8218;Die heilige Dreifaltigkeit&#8216;. Wir freuen uns riesig, euch heute das Video präsentieren zu können! Mehr dazu: Hier geht&#8217;s]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf jeden Fall eines der absoluten Highlights des vergangenen #onlinegelände20: Die Talkrunde mit the one and only Tarik Tesfu und der Berliner Rapperin Haszcara 😍😍😍 Die beiden sprechen über Feminismus, Repräsentation und Empowerment &#8211; Tarik nennt das passenderweise &#8218;Die heilige Dreifaltigkeit&#8216;. Wir freuen uns riesig, euch heute das Video präsentieren zu können!</strong></p>
<p><span id="more-12366"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier geht&#8217;s zu <a href="https://www.instagram.com/tesfu_tarik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Tariks Insta-Profil</strong></a>.</li>
<li>Und hier zu <a href="https://www.instagram.com/haszcara/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Haszcaras</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Queere Gangster</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/queere-gangster/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[FaulenzA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2020 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
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		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Yay! Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem Video und Song von FaulenzA featuring Haszcara! Übrigens haben wir Haszcara im Rahmen des Online-#geländes zu einem Talk eingeladen, der euch Anfang Juli hier auf meinTestgelände erwartet. Mehr dazu: Ihr wollt gleich weiterhören? Kein Problem 🙂 Neuigkeiten von FaulenzA gibt&#8217;s regelmäßig auf ihrer Facebook-Page.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Yay! Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem Video und Song von FaulenzA featuring Haszcara! Übrigens haben wir Haszcara im Rahmen des Online-#geländes zu einem Talk eingeladen, der euch Anfang Juli hier auf meinTestgelände erwartet.</strong></p>
<p><span id="more-12262"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ihr wollt gleich weiterhören? <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/faulenza/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Kein Problem</strong></a> 🙂</li>
<li>Neuigkeiten von FaulenzA gibt&#8217;s regelmäßig <a href="https://www.facebook.com/Faulenza/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auf ihrer Facebook-Page</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Kapitel 1</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/kapitel-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Damian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser neuer Autor Damian sagt über sich selbst: &#8222;Ich benutze Sprache als Ventil um einen Ausdruck zu finden, und als Mittel, mich selber und meine Umgebung zu reflektieren.&#8220; Und YES, genau das tut er! Heute präsentieren wir euch seinen zweiten Text, in dem es um fehlende Vorbilder, um Männlichkeit und um die große Bedeutung feministischer]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser neuer Autor Damian sagt über sich selbst: &#8222;Ich benutze Sprache als Ventil um einen Ausdruck zu finden, und als Mittel, mich selber und meine Umgebung zu reflektieren.&#8220; Und YES, genau das tut er! Heute präsentieren wir euch seinen zweiten Text, in dem es um fehlende Vorbilder, um Männlichkeit und um die große Bedeutung feministischer Räume geht &#8211; und außerdem auch um Humor. Wie all das zusammenpasst? Lest selbst!</strong></p>
<p><span id="more-12239"></span></p>
<p>Ich bin also 18 und spiele eine Frau. Ich war immer sehr schlecht in der Schule und machte auf dem zweiten Bildungsweg alles nach. Ich war die einzige Frau in der Klasse. Ja, das war übel. Und ich hörte Musik, in der es mehr „Fotzen“ in den Texten von irgendwelchen Trotteln gibt, als auf der Bühne. (Ich darf das sagen!)<br />
Also: weder weibliche Vorbilder, und schon gar keine männlichen.<br />
Und so, wie die Jungs mich überall behandelten, wurde auch nur ich behandelt, aber kein anderer Mann. Irgendwann dachte ich darüber nach, warum es für (cis-)Männer keine so entwürdigenden Beleidigungen gibt wie für Frauen. Ja, klar, du kannst Pimmel oder Schwanz negativ benutzen, aber das ist nicht dasselbe wie Fotze.<br />
Ich suchte also einen Begriff für diese ganzen Erfahrungen, die ich machte.<br />
Und ich fand ihn: Sexismus.<br />
Ich benutzte ihn und ich merke, Sexismus ist für viele nur ein Wort. Für mich 24 Jahre eine unbenannte Vormachtstellung von Cismännern gegenüber meinem Körper, meinem Charakter, meinen Emotionen und meiner Menschlichkeit, gegen die ich mich nie wusste zu wehren.<br />
Wenn ich das Gefühl habe, Schuld zu sein, immer wenn eine Cismännerhand im Vorbeigehen meinen Arsch gekniffen, gedrückt oder gehauen hat, wie soll ich dann emotional dazu fähig sein, mich zu wehren? Schuld ist ein lähmendes<br />
Gefühl.<br />
Obwohl ich nie in meinem Leben einen Rock getragen habe, hatte ich immer das Gefühl, mein Rock sei zu kurz, dass mir sowas passiert.<br />
Zwischen zu Hübsch, dass die Cismänner nichts für ihre Triebe können und zu Hässlich, dass ich dankbar sein solle, dass mich überhaupt ein Mann haben will, gab es nichts.<br />
Für alles hatte das Patriarchat und seine Vertreter faule Ausreden, die mir zeigten:<br />
Egal, wirklich egal, wie ich mich verhalte: in ihren Augen werde ich es nie richtig machen.<br />
Wenn du dich auf sie einlässt, bist du eine „billige Hure“, die jeder haben kann. Wenn du sie absagst, wollen sie es „dir fotze so richtig heimzahlen“.<br />
Nein, nicht alle cismänner sind so. Aber die Traumata habe ich ja nicht von denen, die keine Täter sind, sondern von den Tätern. Und in meinem Leben habe ich Erinnerung an Taten, die so weit zurückliegen, dass nicht mal mehr der Name des Täters bleibt.<br />
Aber durch die Feministische Szene erkannte ich: Es geht vielen Frauen so. Vielen geht es noch schlechter als mir, wiederum andere haben nicht mal ansatzweise so viel erlebt wie ich. Doch uns verbindet etwas, das mindestens genauso stark war:<br />
Diese bestialische Energie, die du bekommst, wenn du dich plötzlich als Handelnde Person erkennst. Vom Objekt wieder zu einem Menschen wirst.<br />
Bei mir ist dieser Prozess vor allem durch Humor passiert. Humor ist in meinen Augen die stärkste Form von rhetorischer Macht. Kennst du das auch, wenn du mit einer Runde von 10 cismännern am Tisch sitzt, und du machst einen Witz, aber keiner lacht? Zwei Minuten später erzählt einer der Cismänner denselben Witz, mit minimal anderen Worten &#8211; die Runde gröhlt bis irgendwer Schluckauf kriegt.</p>
<p>Wenn das alles ist, was 5 Tage die Woche passiert, macht das zwangsläufig depressiv. Ich hatte einen tiefen Wunsch, den ich immer öfter begann zu träumen: dass meine ganze Welt sich verändert. Ich wollte mehr Frauen um mich haben und mich über die Erfahrungen unterhalten.<br />
Desto mehr ich selber darüber sprach, desto mehr veränderte sich auch mein Freund_innenkreis. Und so kam ich immer mehr in die Feministische Szene.<br />
Und hier begegnete ich diesen „Feminazis“. Cis-Frauen, die dem Patriarchat tagtäglich ein lautes „Viva la vulva“ entgegenfauchten und ich so: geil! Und ich merkte, wie viel System darin steckt, dass uns im Bio-Unterricht über „weibliche“ Körper so wenig beigebracht wird. Alles was ich lernte: können schwanger werden, müssen verhüten, da Scheide, da Schamlippen, da Anus, ach ja es gibt ja noch den Kitzler, fast vergessen, jetzt könnt ihr eure Bücher wieder zuklappen. Das Vokabular war ekelerregend und unmenschenwürdig, und die Funktion rein auf Gebären zu limitieren, ist sexistisch.<br />
Aber jetzt saß ich nicht mehr auf der Schulbank sondern zwischen Frauen mit haarigen Beinen und Lianen in den Acheln und Frauen mit Beinen wie Seide, die in einem Stuhlkreis über Schamgefühle und Schönheitsdruck sprachen und Verständnis füreinander aufbauten. Jetzt träumte ich nicht mehr hinter der Drehmaschine, sondern erlebte stinknormale Lesbenküsse im Panorama eines Konzertes, die nicht den Fokus von gröhlenden Broilern sich ziehen. Lauthals rülpsende Streuner-Punkerinnen, und Femmes die nicht mal aus ihrer Performance weichen müssen um dir bei einem sexistischen Spruch treffsicher eine reinzuzimmern. Und noch viele Geschlechter, Liebens- und Lebensweisen mehr, die sich im Stadtbild nur zeigen können, wenn sie gerade die Resilienz dafür haben, die Blicke abzuschirmen, mit denen sie jede Sekunde beworfen werden.<br />
Plötzlich fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Ich war viel entspannter, denn ich war zwar immer noch nicht innerlich frei, aber zumindest war mein Umfeld weniger wertend und urteilend mit mir. Und mein Begehren war zwar immer noch nicht die Norm der linken Szene, aber wenigstens nicht mehr Abnormal. Ich konnte, durfte, wollte begehren und über begehren sprechen. Und erst da wurde mir klar, wie groß meine Sehnsucht nach diesem Raum war, alleine schon, weil ich ihn mir bis vor kurzem nie hätte vorstellen können.<br />
Und das hat Prozesse losgetreten, die weitere Prozesse losgetreten haben, worauf Prozesse folgten, die mich in meinen jetzigen Prozess geführt haben.<br />
Tschüss Patriarchat, und hallo Feminismus, hier bin ich!</p>
<p>In Feministischen Räumen habe ich mich wieder getraut, meinen Humor zu entdecken und etwas witzig zu sein &#8211; die Runde lachte! Natürlich auch nicht immer alle, weil nicht alle Menschen denselben Humor teilen, aber darüber fand ich Freund*innen, mit denen ich mich von Zeit zu Zeit besser verstand.<br />
Und in diesen neuen Kreisen lernte ich Tag für Tag, was eigentlich der Inhalt meiner selbst ist. Was in dieser Hülle ist, die mich 24/365 durch die Welt transportiert. Ich lernte mich neu kennen, und fing an, anders über mich zu denken.<br />
Ich fand mich allmählich lustig, unterhaltsam, wissensdurstig, und aus schüchtern wurde laut. Mit dieser neuen Einstellung zu mir selber lernte ich auch schnell Lesben kennen, mit denen ich Zärtlichkeiten tauschen konnte. Das gab mir viel, und öffnete nochmal Seiten in mir, die ich immer versuchte vor dem Patriarchat zu verstecken: Ein klitzekleiner Teil meines weichen Gemüts traute sich aus mir raus. Ich bin ein sehr empfindsamer Mensch, und bin froh, dass ich in meinem Kontext sehr früh lernte, so sein zu dürfen.</p>
<p>Heute sitze ich hier als 24 jähriger Mann und weiß um den Wert von feministischen Strukturen. Ich möchte immer für sie kämpfen, sie dürfen niemals zerstört werden.<br />
Mit ihrer Hilfe haben sie es mir damals ermöglicht, mir mein ganzes Leben zurückzuholen. Damals wusste ich noch nicht, dass jeder Schritt zu mir selber auch ein Schritt Richtung Männlichkeit ist. Aber einer neuen Männlichkeit, einer schönen und heilsamen Männlichkeit. I love it!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Falls ihr den ersten Text von Damian verpasst habt &#8211;<a href="https://www.meintestgelaende.de/author/damian/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong> hier entlang</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein ganz normaler Abend</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/05/ein-ganz-normaler-abend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 07:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12188</guid>

					<description><![CDATA[Wir freuen uns sehr, dass wir einige Beiträge aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb &#8222;Das ist mir was wert!&#8220; zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen dürfen 🙌 Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieser erste tolle Text ist von Anna Schlutter: Es ist 17:49 Uhr, der 19. Januar, draußen ist]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns sehr, dass wir einige Beiträge aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb &#8222;<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!&#8220; zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen dürfen </strong>🙌 <strong>Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Dieser erste tolle Text ist von Anna Schlutter:</strong></p>
<p><span id="more-12188"></span></p>
<p>Es ist 17:49 Uhr, der 19. Januar, draußen ist es stockdunkel.<br />
Mein Vater zieht sich eine schwarze Mütze über den Kopf und verabschiedet sich von uns. Er geht joggen. Wohin? „Richtung Freibad.“ Der Weg ist teilweise nicht beleuchtet, eine verlassene Landstraße.<br />
„Viel Spaß.“ Meine Mutter wirft ihm über die gläserne Auflaufform ein Lächeln zu. Sie räumt die Spülmaschine aus.<br />
Ich sitze am Küchentisch und stelle mir vor, dass es andersrum abläuft.<br />
Dass mein Vater die Spülmaschine ausräumt.<br />
Und meine Mutter joggen geht.<br />
Ich frage sie. Würdest du jetzt auch&#8230;?<br />
Sie guckt aus dem Fenster in die Dunkelheit. „Nicht alleine, wahrscheinlich.“ Zwei Löffel landen in der Schublade. Dann wandert ihr Blick plötzlich zur Uhr. „Oh, es ist ja erst 6.“ Sie hält einen Moment inne, wirkt unzufrieden mit ihrer Antwort. „Also eine andere Strecke würde ich jetzt natürlich schon noch laufen. Wo auch Straßenbeleuchtung an ist.“<br />
Ich meine aber nicht eine andere Strecke, ich meine genau die Strecke, auf der mein Vater jetzt unterwegs ist.<br />
Und die Tatsache, dass wir uns im Jahr 2020 befinden, Gleichberechtigung von uns in Deutschland als normalste Sache der Welt hingenommen wird und eine Frau sich trotzdem nicht trauen kann, um 18 Uhr abends alleine joggen zu gehen, verstört mich.<br />
Weil das nicht die erste Situation ist, in der mir diese Ungerechtigkeit auffällt.<br />
In Wahrheit fällt es mir ständig auf: wenn in unserem Kaff irgendwo eine Party stattfindet, und die Jungs um vier Uhr nachts einfach nach Hause laufen, anstatt sich ein Taxi zu rufen. Ist zwar fast eine halbe Stunde Fußweg, aber was soll denn schon passieren?<br />
Denkt ihr, meine Freundinnen oder ich hätten das jemals gemacht? Wahrscheinlich nicht, oder?<br />
Und doch habe ich eine Freundin, die nachts manchmal allein nach Hause läuft. Und das, obwohl sie in der absoluten Pampa wohnt. Da braucht man nach Straßenlaternen gar nicht erst zu suchen. Warum? Weil man kein Auto fahren darf, wenn man Alkohol getrunken hat, nicht immer ein Fahrer parat ist und Taxis teuer sind. Eigentlich verständlich, oder?<br />
„Aber nicht, dass du morgen vergewaltigt im Graben liegst.“<br />
So oder so ähnlich fielen die Kommentare, vor allem die Kommentare der Jungs, bei der letzten Hausparty aus, als sich eben diese Freundin auf den Heimweg machen wollte, alleine. Zu Fuß.<br />
Sie haben sich ernsthafte Sorgen gemacht, und ich mir auch.<br />
Aber neben dieser Sorgen sind mir noch andere Gedanken in den Sinn gekommen. Und zwar, dass genau diese Jungs, die meiner Freundin sagen, dass sie nicht nachts alleine nach Hause gehen sollte, weil sie ein Mädchen ist, mich immer auslachen, wenn ich von Feminismus anfange.<br />
„Wer braucht denn heute noch Feminismus?“<br />
Ich, weil ich gern ohne Angst nachts durch die Straßen laufen würde.<br />
Ihr, weil ihr genau diese Problematik erkannt habt.<br />
Ich, weil ich gerne einfach mal anziehen würde, was ich möchte, ohne dass ich mich darum sorgen muss, ob die Hose zu kurz oder das Top zu tief ausgeschnitten ist.<br />
Ihr, weil ihr viel zu oft das Wort Schlampe benutzt.<br />
Ich, weil ich keine Lust mehr habe, von ekeligen alten Männern in Zügen in Gespräche verwickelt zu werden.<br />
Ihr, weil ihr letztens noch damit angegeben habt, später mehr zu verdienen, weil ihr Männer seid.<br />
Ich, weil ihr letztens noch damit angegeben habt, später mehr zu verdienen, weil ihr Männer seid.<br />
Ihr, weil ihr auch Augen im Kopf habt, weil ihr auch seht, wie euer Vater morgens zur Arbeit geht, und eure Mutter auch zur Arbeit geht, aber danach auch noch den kompletten Haushalt schmeißt, während euer Vater schon auf dem Sofa liegt.<br />
Ich, weil mein Professor mich bittet, die Tür aufzulassen, wenn ich allein mit ihm im Büro bin, weil man das wohl irgendwie so machen muss, wenn man als männlicher Professor mit seiner weiblichen Studentin allein ist.<br />
Ihr, weil ihr vielleicht eine Freundin habt und vielleicht irgendwann auch eine Tochter und euch dann auch wünscht, dass sie nachts sicher nach Hause kommt, dass sie im Beruf die gleichen Chancen hat, wie ihre männlichen Mitstreiter und dass sie ernst genommen wird, wenn ihr gesellschaftliche Ungerechtigkeiten auffallen.<br />
Ich, weil ich doof angeguckt werde, wenn ich sage, dass ich meinen Namen bei einer Hochzeit nicht abgeben würde. (Wer hat sich ausgedacht, dass das immer die Frau macht?? Ich bin Anna Schlutter und ich möchte auch immer Anna Schlutter bleiben.)<br />
Ihr, weil ihr auch die Nachrichten seht, Nachrichten aus manchen Ländern, in denen Frauen massenvergewaltigt werden, nicht Auto fahren dürfen, zwangsverheiratet werden, nicht arbeiten dürfen und schlicht und ergreifend keine Rechte haben.<br />
Ich, weil ich auch die Nachrichten sehe, Nachrichten aus manchen Ländern, in denen Frauen massenvergewaltigt werden, nicht Auto fahren dürfen, zwangsverheiratet werden, nicht arbeiten dürfen und schlicht und ergreifend keine Rechte haben.<br />
Ihr, weil es beim Feminismus nicht darum geht, Frauen über Männer zu stellen, sondern Frauen endlich mit Männern gleichzustellen.<br />
Ich, weil es beim Feminismus nicht darum geht, Frauen über Männer zu stellen, sondern Frauen endlich mit Männern gleichzustellen.</p>
<p>Es ist 18:22 Uhr.<br />
Mein Vater kehrt vom Laufen zurück, etwas außer Puste, aber sichtlich zufrieden. Und vor allem eins: sicher und heile.<br />
Meine Mutter sitzt vorm Fernsehen, auf ihrem Schoß eine Unterhose, die gefaltet werden will. Sichtlich müde.<br />
Ich sitze auf dem Sessel, tippe diesen Bericht in meinen Laptop-<br />
und wünsche mir, dass diese Situation irgendwann andersherum stattfinden kann, in jedem Haushalt, zu jeder Tageszeit, in jedem Land.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Also eine*r muss hier ja mal die Wahrheit sagen !!11!1“</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/05/hatespeech/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2020 07:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Hate Speech &#8211; den Begriff habt ihr sicherlich alle schon einmal gehört. Wir freuen uns, dass Veronika Rieger sich die Zeit genommen hat, mal so richtig ausführlich aufzuschreiben, worum es da überhaupt geht. Was ist Hate Speech, was kann man dagegen tun &#8211; und was ist denn eigentlich mit der Meinungsfreiheit? Lest ihren Text und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hate Speech &#8211; den Begriff habt ihr sicherlich alle schon einmal gehört. Wir freuen uns, dass Veronika Rieger sich die Zeit genommen hat, mal so richtig ausführlich aufzuschreiben, worum es da überhaupt geht. Was ist Hate Speech, was kann man dagegen tun &#8211; und was ist denn eigentlich mit der Meinungsfreiheit? Lest ihren Text und erfahrt, &#8222;was Trolle, Angeln und Hass im Netz miteinander zu tun haben&#8220;.</strong></p>
<p><span id="more-12175"></span></p>
<p>Unter Zeitungsartikeln, Youtube-Videos, auf Snapchat und Instagram, überall dort im Netz, wo Menschen sich verbinden und ihre Inhalte miteinander teilen, hat es sich eingeschlichen. Unter dem Motto „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ und „eine*r muss hier ja mal die Wahrheit sagen!!1!!11“ verbreiten Menschen Hass-Botschaften. Das Phänomen hat einen Namen: Hate Speech.<strong> </strong></p>
<p><strong>Was ist Hate Speech?</strong></p>
<p>Hate Speech beschreibt das Verhalten, bei dem Worte und Bilder als Waffen verwendet werden, um Einzelpersonen und Personengruppen abzuwerten, anzugreifen und zu Hass oder Gewalt gegen sie aufgerufen wird.</p>
<p>Das Besondere an Hass im Netz ist, dass er organisiert ist. Personen organisieren sich um als „Trolle“ gezielt und organisiert Hass-Inhalte zu verbreiten und die Kommunikation im Internet aufzustacheln und zu stören.</p>
<p>Der Begriff „Troll“ kommt allerdings nicht von dem unschönen und dümmlichen Fabelwesen (auch wenn diese Beschreibung noch so gut passt), sondern von dem Fischerei-Ausdruck &#8222;trolling with bait&#8220;, der eine Angeltechnik beschreibt, bei der man Köder langsam durch ein Gewässer zieht, bis angebissen wird.<br />
Trolle locken mit ihren Aussagen andere Menschen also bewusst durch Provokation an und stören so die eigentliche Unterhaltung.<br />
Durch organisiertes Trollen versuchen Menschen auf diese Art strukturiert<br />
politische Ideologie zu verbreiten und Stimmung gegen Personengruppen in der Gesellschaft zu entfachen.</p>
<p><strong>Gegen wen richtet sich Hate Speech?</strong></p>
<p>Von Hate Speech können einzelne Menschen, aber auch Personengruppen betroffen sein,die abgewertet werden. Doch Hassrede trifft nicht alle Menschen gleich stark.</p>
<p>Durch eine Umfrage des Europarats fand man heraus, dass Hate Speech sich besonders oft gegen LGBTIQ*-Personen, sowie Menschen muslimischen Glaubens und Frauen richtet, wodurch deutlich wird, dass sich in Hate Speech die Diskriminierung der Gesellschaft fortsetzt.</p>
<p>Hass im Netz drückt sich z.B. durch <strong>Rassismus</strong><strong> und </strong><strong>Fremdenfeindlichkeit</strong> (Diskriminierung aufgrund der Abstammung), <strong>Antisemitismus</strong><strong> und </strong><strong>Antimuslimischen</strong> <strong>Rassismus</strong> (Diskriminierung von Gläubigen des Judentums und Islams), <strong>Sexismus</strong> (Diskriminierung aufgrund des Geschlechts), <strong>Homo-</strong><strong> und </strong><strong>Transphobie </strong>(Diskriminierung aufgrund der geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung), <strong>Ableismus</strong>(Behindertenfeindlichkeit), und <strong>Klassismus</strong> (Vorurteile aufgrund der sozialen Herkunft) und weitere Diskriminierungsformen aus.</p>
<p>Oft sind die verwendeten Formen der Abwertung und des Hasses nicht klar abzugrenzen, sondern eng miteinander verbunden, Menschen können also auch mehrfach wegen der Zugehörigkeit zu mehreren Personengruppen diskriminiert werden.<br />
Betroffene von Hassrede können auch Menschen sein, die selbst nicht einer der genannten Gruppen zugeordnet werden, sich aber on- und offline gegen  Menschenfeindlichkeit engagieren.</p>
<p><strong>Und was ist mit der Meinungsfreiheit? </strong></p>
<p>In Deutschland wie vielen anderen Ländern herrscht Meinungs- und Pressefreiheit. Aber Meinungsfreiheit bedeutet nicht, die Freiheit zu haben, alles zu sagen, was möglich ist.  Der Angriff und das Abwerten der Würde eines anderen Menschen nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt.<br />
Jemanden zu bedrohen, zu beleidigen, ihm etwas unwahres, rufschädigendes zu unterstellen, andere Menschen zu Straftaten aufzufordern oder andere Menschen zu Hass gegen Personengruppen zu verhetzen ist strafbar. Das gilt auch schon für Jugendliche ab 14 Jahren.</p>
<p><strong>Wie kann Hate Speech aussehen? </strong></p>
<p>Hass im Netz ist einfach gestrickt, denn er bedient sich immer ähnlichen Mustern.<br />
Wenn wir uns die Aussagen im Netz ansehen, erkennen wir z.B. folgende Kategorien:</p>
<p>Bewusste Verbreitung uninformierter oder falscher Aussagen (z.B. An der Tafel gibt es kein Essen mehr für arme Menschen, nur noch für Geflüchtete.“),<br />
Verallgemeinerung („Alle Polen klauen.“),<br />
Herabwürdigende Begriffe („Schwuchtel“),<br />
Befürwortung von / Aufruf zu sexualisierter Gewalt: („Die Fotze müsste mal ordentlich gefickt werden.“)<br />
Bedienen von Stereotypen durch in der Gesellschaft verbreitete Sprachmuster („Islamisierung des Abendlandes“),<br />
Die-gegen-wir-Rhetorik („Die nehmen uns die Arbeitsplätze weg.“),<br />
Befürwortung von / Aufruf zu Gewalttaten („Merkel müsste man steinigen.“).</p>
<p>Wenn man sich die Struktur von Hate Speech einmal vor Augen führt, wird schnell deutlich, wie viele der Aussagen im Internet darunter einzuordnen sind. Das uns schnell weitere Beispiele für die Muster der Hass-Aussagen einfallen, ist nicht verwunderlich, 96% der 14- bis 24-Jährigen in Deutschland geben an schon Hass im Netz erlebt und gesehen haben. Das zeigt eine Umfrage der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen.</p>
<h2><strong>Warum ist Hate Speech gefährlich?</strong></h2>
<p>Der Satz „Füttere nicht den Troll“, also „Lass dich vom Troll nicht provozieren.“ ist fester Bestandteil des Lebens im Netz, und sich nicht provozieren lassen ist grundsätzlich immer eine gute Idee. Aber sollten wir Hate Speech einfach unkommentiert stehen lassen, um den Troll so auszuhungern?</p>
<p>Wenn wir regelmäßig im Internet mit Hass-Botschaften und menschenfeindlichen Äußerungen umgeben sind, kann das dazu führen, dass sich aus den Hass-Botschaften ein gesellschaftliches Klima entwickelt, in dem Abwertung, Gewalt und Diskriminierung gegen bestimmte Gruppen als normal und gerechtfertigt erscheinen.<br />
Auch wenn der Hass „nur“ im Internet steht, so ist er trotzdem real und greift in die analoge Welt über, denn das gesellschaftliche Klima, das im Netz erschaffen wird, ist der perfekte Nährboden für reale Gewalttaten.</p>
<p>Wenn wir also den Troll einfach nicht füttern und nicht auf seine Provokation eingehen, lassen wir zu, dass die von ihm ausgehenden Hassbotschaften das Meinungsbild im Netz prägen und verzerren. Wenn die Mehrheit, die diese Hass-Aussagen nicht okay findet, schweigt, ermöglichen wir der Minderheit der Hater, dass ihre Meinung als viel verbreiteter und akzeptierter wahrgenommen wird als sie ist.</p>
<p>Aber wir können handeln und so das gesellschaftliche Klima on- und offline mitgestalten! Schon jetzt engagieren sich immer mehr Menschen gegen Hasskommentare, melden diese in den jeweiligen Netzwerken und geben Kontra. Das Internet ist eine Möglichkeit sich zu verbinden und etwas miteinander zu teilen. Hass hat dort, wie in unserer Gesellschaft, nicht zu suchen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch unsere Autorin Johanna hat sich <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/12/da-ist-ein-mensch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>mit dem Thema Hate Speech</strong></a> befasst.</li>
<li>Und in diesem Text geht es um <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/03/was-ist-eigentlich-tone-policing/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Tone Policing</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Der Moderator Tarik</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/lebenslaeufe-tarik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2020 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Jetzt mal ehrlich: den fantastischen Tarik kennt ihr wahrscheinlich alle schon, oder? Falls nicht, ist es allerhöchste Eisenbahn! Unser heutiges Video ist jedenfalls eine super Gelegenheit, ihn kennenzulernen. Conrad hat sich nämlich mit dem Wahlberliner getroffen und ihn für Lebensläufe interviewt &#8211; wie kam&#8217;s dazu, dass Tarik heute verschiedene Formate und Sendungen moderiert? Und wie läuft]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt mal ehrlich: den fantastischen Tarik kennt ihr wahrscheinlich alle schon, oder? Falls nicht, ist es allerhöchste Eisenbahn! Unser heutiges Video ist jedenfalls eine super Gelegenheit, ihn kennenzulernen. Conrad hat sich nämlich mit dem Wahlberliner getroffen und ihn für <em>Lebensläufe</em> interviewt &#8211; wie kam&#8217;s dazu, dass Tarik heute verschiedene Formate und Sendungen moderiert? Und wie läuft die Selbstständigkeit so? Was wünscht er sich noch?  </strong></p>
<p><span id="more-12148"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>LKW-Fahrerin oder Geburtshelfer? Mehr <a href="https://www.meintestgelaende.de/?s=lebensläufe" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><em>Lebensläufe</em> findet ihr hier!</strong></a></li>
<li>Mehr von Tarik findet ihr bei <a href="https://www.youtube.com/results?search_query=tarik+tesfu" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>YouTube</strong></a> und natürlich auf seinem <a href="https://www.instagram.com/tesfu_tarik/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Instagram-Kanal</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>#bleibtzuhause: Unsere Podcast-Empfehlungen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/podcast-empfehlungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2020 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasts]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Trotz Kontaktverbot und strenger Regeln ist eine Sache ja immer noch erlaubt: Spazieren gehen! Für uns ein wahrer Segen dieser Tage! Leider geht ja auch das nicht zusammen mit Freund*innen – dafür aber vielleicht mit Kopfhörern auf den Ohren? Egal, ob du eine Runde durch den Park drehst, zuhause auf der Couch hängst oder deinen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trotz Kontaktverbot und strenger Regeln ist eine Sache ja immer noch erlaubt: Spazieren gehen! Für uns ein wahrer Segen dieser Tage! Leider geht ja auch das nicht zusammen mit Freund*innen – dafür aber vielleicht mit Kopfhörern auf den Ohren? Egal, ob du eine Runde durch den Park drehst, zuhause auf der Couch hängst oder deinen Kleiderschrank ausmistest – vielleicht ist ja eine unserer Podcast-Empfehlungen genau das richtige für dich.</strong></p>
<p><span id="more-12120"></span></p>
<p><strong>„<a href="https://www.sputnik.de/sendungen/sputnik-pride-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Sputnik Pride</em></a>“</strong><br />
‚Voll lesbisch, auf jeden Fall schwul und auch ein bisschen trans’ – so lautet die Selbstbeschreibung des queeren MDR Sputnik-Podcasts, in dem Kai über Coming Outs, Drag Queens, Vorurteile und vieles mehr spricht und außerdem spannende Menschen trifft.<strong> </strong></p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/2wk7rxGwObHGP12QeMgfbF?si=0ZOIIGZNQCqD7Tu7_8mTjg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Feuer &amp; Brot</em></a>“ </strong><br />
Ein monatliches Freundinnen-Gespräch zwischen Politik und Popkultur – und natürlich zwischen den beiden Podcasterinnen Alice Hasters und Maximiliane Häcke.</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/6YMJMAh8zJcCwHwe5kSmjT?si=f57xfPGCRMqUqOzO_SL6hg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Alles gesagt</em></a>“</strong><br />
Das Besondere an diesem Podcast ist – neben ziemlich berühmten Gästen wie etwa Lena Meyer-Landrut, Marc-Uwe Kling oder Rezo – dass vorab ein Codewort vereinbart wird. Und erst, sobald der*die Gäst*in dieses Wort sagt, ist der Podcast vorbei. So dauert die bislang kürzeste Folge 12 Minuten, die bisher längste beinahe neun (!!) Stunden.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.br.de/mediathek/podcast/die-frage/alle/526" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die Frage</em></a>“</strong><br />
Ein Podcast vom Bayerischen Rundfunk. In jeder Folge geht’s um – na, ihr habt richtig geraten, um die Beantwortung einer ganz bestimmten Frage. Zum Beispiel: Muss ich mich gesünder ernähren? Wie ist es trans* zu sein? Muss ich Angst vor der Psychiatrie haben? Ist man an Armut selbst schuld?</p>
<p><strong>„<a href="https://www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser.1201.de.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Bücher für junge Leser</em></a>“</strong><br />
Ein Deutschlandfunk-Podcast bzw. eine Sendung, die neue Bücher und Autor*innen vorstellt und richtig Laune aufs Lesen macht!</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/1hMPwq1lUHce0nLuvocReL?si=rrFmJgKYRo62pSH5bGzjZw" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Und was machst du so?</em></a>“</strong><br />
Hierbei handelt es sich um den Job-Podcast von bento! Junge Menschen sprechen über ihre Ausbildungen und Jobs, über Work-Life-Balance und Selbstverwirklichung. Und ganz nebenbei werden spannende und außergewöhnliche Berufe vorgestellt – wie zum Beispiel Stuntfrau, Kreuzfahrtoffizier oder Tatortreinigerin.</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/7q1Wf9tfH3o8t2SR4Oevnq?si=mOt15LaUSu-MqT8ga0P6mg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Auf einen Polittee mit Yasmine M’Barek</em></a>“</strong><br />
Die junge Journalistin Yasmine M’Barek will euch ‚reinen Tee über politische Ereignisse einschenken’. Sie spricht über SUVs und Populist*innen, über Thüringen, Corona und die Grundrente – und zwar verständlich. Superinformativ!</p>
<p><strong>„<a href="https://www.podknast.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Podknast – wie es wirklich ist</em></a>“</strong><br />
Dieser ziemlich außergewöhnliche Podcast ist ein Projekt jugendlicher Straftäter*innen, die von ihrem Alltag im Jugend-Knast, von ihren Träumen und Zukunftsplänen berichten.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.deutschlandfunknova.de/podcasts/download/weltempfaenger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Weltempfänger</em></a>“</strong><br />
Tja – Urlaub und Reisen fallen in den nächsten Wochen wohl leider erstmal flach. Umso besser, dass du da zumindest anderen Menschen bei ihren Reisen zuhören kann – nämlich in diesem Podcast, der dich an die abgefahrensten Orte der Welt führt!</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/18gC0WLyem0MbQSzvzGFGy?si=_4LZ_lIITtiIdOPRZx695A" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Vor der Mio</em></a>“</strong><br />
Der Deutschrap-Podcast mit Salwa Benz! Die junge Moderatorin trifft sich mit Rapper*innen aus dem Modus Mio Universum, die erzählen, woher sie kommen und was sie besonders geprägt hat.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Podcasts sind nicht so dein Ding, aber Lesen vielleicht? Schau doch mal in unsere Buchtipps.</li>
</ul>
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