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	<title>Frauen &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Frauen &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>Warum queere Frauen auch Männer lieben dürfen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/09/warum-queere-frauen-auch-maenner-lieben-duerfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aurum]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 11:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum wird Frauen die Queerness abgesprochen, sobald sie mit einem Mann zusammen sind?Aurum&#8217;s Text wirft einen Blick auf Spannungen innerhalb der queeren Community, den Einfluss gesellschaftlicher Rollenbilder – und die Frage, wie wir Solidarität statt Ausgrenzung leben können. Auf meiner abendlichen Reise durch das Internet stolperte ich neulich über eine Meinung die ich in letzter]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum wird Frauen die Queerness abgesprochen, sobald sie mit einem Mann zusammen sind?</strong><br data-start="253" data-end="256" /><strong>Aurum&#8217;s Text wirft einen Blick auf Spannungen innerhalb der queeren Community, den Einfluss gesellschaftlicher Rollenbilder – und die Frage, wie wir Solidarität statt Ausgrenzung leben können.</strong><br />
<span id="more-17114"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Auf meiner abendlichen Reise durch das Internet stolperte ich neulich über eine Meinung die ich in letzter Zeit in einer ähnlichen Form des öfteren lesen durfte: “Billie Eilish betrayed us in pride month because she’s dating a men” (übersetzt: Billie EIlish hat uns betrogen, weil sie mit einem Mann zusammen ist.) Doch um diese Aussage zu verstehen, werden zuerst einige Hintergrundinformationen benötigt. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Bei Billie EIlish handelt es sich um eine 24 Sängerin, die mit ihrer experimentellen Pop Musik die Massen begeistert und die Stadien zum Beben bringt. Zu ihrer queeren Identität äußerte sie sich erstmals in einem Interview mit Variety, indem sie erwähnte, dass sie Frauen attraktiv findet und sich zu ihnen hingezogen fühlt. Im Nachhinein äußerte sich Billie innerhalb ihrer Instastory, dass sie mit dem Umgang mit dieser Aussage und dem extremen Fokus auf ihr Coming-out unzufrieden war. Doch das Fazit der queers online war bereits besiegelt &#8211; Billie is for the girls and the gays. Jedoch hielt die anfängliche Ruhe, welche sich um Billies Sexualität legte, nicht lange an. Am 08.06.2025 kam es zu der Veröffentlichung von Bildern, auf denen Billie mit ihrem guten Freund Nat Wolff auf einem Balkon in Italien küssend gesichert wurde. Die Fotos waren ohne ihr Einverständnis aufgenommen und veröffentlicht worden und so bildete sich das Internet über Nacht eine Meinung, die scheinbar nicht klarer hätte sein können: “Billie Eilish betrayed us”.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Dies ist natürlich nicht der Fall, denn Queerness ist und bleibt ein Spektrum und inkludiert tatsächlich auch Menschen, welche mehr als ihr eigenes Geschlecht lieben können. Die viel spannende Frage hierbei ist jedoch, warum queere und insbesondere bisexuelle Frauen immer wieder mit Ausgrenzungen  innerhalb der Community rechnen müssen, sobald sie mit einem Mann zusammenkommen. Eine Ausgrenzung, die den Punkt erreicht, an dem die queere Identität komplett angezweifelt wird und ihnen mitgeteilt wird, dass ihre Anwesenheit bei pride Events nicht erwünscht ist.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Als einen der Hauptgründe, lässt sich sicherlich der äußerst schlechte Ruf von Männern im Allgemeinen nennen. Fast jede Frau und auch fast jede Person, die innerhalb ihrer Kindheit weiblich geprägt wurde, hat in ihrem Leben schlechte Erfahrungen mit Männern in Form von übergriffigem Verhalten, unangemessenen Kommentaren oder anderen Grenzüberschreitungem gemacht. Laut der Jugendtrendstudie 2025 des Instituts für Generationenforschung haben 0% der Frauen im Alter von 15 bis 30 Jahren keine Angst vor Männern. Auf die Frage, was sie tun würden, wenn es keine Männer mehr gäbe, werden häufig die alltäglichsten Dinge genannt, wie nachts ohne Angst unterwegs sein, oder die Outfits tragen, die sie eigentlich gerne anziehen würden. Und bei der Auswahl, ob sie lieber einen Mann oder einen Bär im Wald treffen wollen, lautet die Antwort oft Bär. Dieses Image haben sich die Männer jedoch selbst zu verdanken. Zu oft wird still geschwiegen, wenn der Kumpel jemanden vergewaltigt, und vielleicht waren sie sogar selbst schonmal übergriffig, wohlmöglich unbewusst. Bei diesen Aussagen handelt es sich natürlich um Verallgemeinerungen und keinesfalls um die Verurteilung jedes einzelnen Mannes &#8211; doch würdest du in einen Apfel beißen, wenn die Chance besteht, dass du vergiftet wirst?</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Gegenüber dieser harschen Realität scheint die Erkenntnis, Frauen zu lieben geradezu wie der perfekte Ausweg. Eine Erleichterung, nicht mehr Teil einer Welt zu sein, in der sich alles um Männer dreht. So treten Phrasen wie “i hate men” oder “unfortunately I like men” innerhalb der queeren Community im Überfluss auf. Und ja, eine Möglichkeit, sich aus den patriarchalen Strukturen zu befreien, ist die komplette Verteufelung von jedem einzelnen Mann, doch es ist sicherlich nicht die eleganteste und effektivste Methodik. Denn bereits innerhalb der queeren Community kommt es so zu Diskriminerung. Zum Einen die bereits erwähnte Ausgrenzung von queeren und besonders bisexuellen Frauen, die sich in einer Beziehung mit einem Mann befinden. Zum Anderen natürlich auch die Männer, die sich aufgrund ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität zur queeren Community zugehörig fühlen. Das ständige darauf hinweisen, dass alle Männer schlecht seien, scheint mir genauso wenig zu einem gesellschaftlichen Fortschritt zu führen, wie der extreme Drang, jedes Mal darauf hinzuweisen, dass es auch gute Männer gibt. Tatsächlich glaube ich, es ist sinnfrei jeden einzelnen Mann als gut oder schlecht einkategorisieren zu wollen. Was mir hingegen gut gefällt ist der auf Social Media entstandene Trend um das Wort “Menners”. Die Abwandlung des Wortes Männer verkörpert alles was Frauen das Leben schwer macht und bietet die Möglichkeit, den Unmut über das Patriarchat auszudrücken, ohne dass sich gleich alle Männer angegriffen fühlen müssen. So entsteht eine Balance zwischen dem gerechtfertigten Drang von Frauen sich über die systematischen Probleme zu beschweren und  dem Existenzrecht von Männern und queeren Frauen in einer Beziehung mit Männern in queeren Räumen. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Letztlich besteht die Aufgabe der Männer jedoch darin, die Welt zu einem Ort zu machen, an dem sich alle und insbesondere Frauen wohlfühlen und sich queere Frauen nicht dafür rechtfertigen müssen, in einer Beziehung mit einem Mann zu sein. Denn schließlich werden Männer in eine Gesellschaft geboren, welche überwiegend für sie geschaffen wurde und diese Privilegien gilt es zu überdenken, um feministisch handeln zu können.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:240,&quot;335559739&quot;:240}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich bin glücklich. Punkt.</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/06/ich-bin-gluecklich-punkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2025 08:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
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					<description><![CDATA[Lina&#8217;s neuer Text ist ein Statement gegen pathologisiertes Frausein und vermeintliche Fürsorge: Ein kraftvoller Ruf nach Selbstbestimmung, ein feministischer Blick auf mentale Gesundheit – und ein radikales Bekenntnis zu einem Glück, das nicht erklärt, sondern einfach ist. Ich bin glücklich. Punkt. Nicht weil ich alles geschafft habe. Nicht weil alles gut ist. Sondern weil ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lina&#8217;s neuer Text ist ein Statement gegen pathologisiertes Frausein und vermeintliche Fürsorge: Ein kraftvoller Ruf nach Selbstbestimmung, ein feministischer Blick auf mentale Gesundheit – und ein radikales Bekenntnis zu einem Glück, das nicht erklärt, sondern einfach <em>ist</em>.</strong><span id="more-16970"></span></p>
<p>Ich bin glücklich. Punkt.<br />
Nicht weil ich alles geschafft habe.<br />
Nicht weil alles gut ist.<br />
Sondern weil ich begriffen habe, dass Glück kein Endzustand ist,<br />
sondern ein Moment, den ich mir nehme, wenn ich atmen kann.</p>
<p>Und ich kann atmen.</p>
<p>Ich sage: Ich bin glücklich. Punkt.</p>
<p>Und was ich höre, ist:<br />
„Du wirkst überdreht.“<br />
„Du hast doch wieder keine Therapie gemacht.“<br />
„Du hast doch wieder diesen manischen Blick.“<br />
„Das klingt doch nicht gesund.“<br />
„Pass auf, nicht dass du wieder krachst.“<br />
„Warte mal zwei Tage, dann bist du wieder am Boden.“</p>
<p>Du sagst: „Ich mache mir nur Sorgen.“<br />
Ich höre: „Ich traue dir dein Glück nicht zu.“<br />
Ich höre: „Du passt nicht in mein Bild von mentaler Gesundheit.“</p>
<p><b>Ich höre den Sound von Gaslighting in einem Care-Mäntelchen.</b></p>
<p>Ich höre nicht, was du sagst. Ich höre, was die Gesellschaft sagt.<br />
Ich höre, was man FLINTA-Personen seit Jahrhunderten sagt:</p>
<p>„Du darfst glücklich sein – aber bitte nicht so auffällig.“<br />
„Du darfst gesund sein – aber nicht auf eine Art, die uns stört.“</p>
<p><b>Wir wurden sozialisiert, unsere Wut zu schlucken.</b><br />
<b>Wir wurden sozialisiert, still zu leiden.</b><br />
<i>Uns wurde gesagt: Frauen* sind nicht laut, nicht aufmüpfig, nicht wild.</i><br />
<b>Und wenn wir leiden, dann bitte leise, mit Haltung. Elegant. Zerbrechlich, aber nicht unbequem.</b></p>
<p>Und manchmal sage ich: Ich bin glücklich.<br />
Auch wenn es nicht stimmt.<br />
Weil es muss ja.<br />
Weil es weitergeht.<br />
Weil niemand fragt, was Glück eigentlich heißt,<br />
wenn du es nur überzeugend genug sagst.</p>
<p>Meine Definition von Glück hat Abgründe gesehen.<br />
<b>Sie hat in dunklen Zimmern geschwiegen,</b><br />
während das Leben draußen weiterlief.</p>
<p>Es geht mir gut – das war oft nichts als<br />
<b>eine Spiegelfläche für den Zusammenbruch.</b><br />
Eine Rüstung aus Lächeln.<br />
Eine glatte Oberfläche über einem Beben.</p>
<p>Ich habe gelitten im Dunkeln,<br />
damit niemand das Licht anschaltet und nachfragt.</p>
<p>Wir FLINTA lernen früh:<br />
Zu viel Glück ist verdächtig.<br />
Zu viel Kraft wirkt übertrieben.<br />
Zu viel Stimme ist unweiblich.</p>
<p>Und dann sagst du: „Ich bin nur besorgt.“</p>
<p>Ich sage: Ich bin glücklich. Punkt.<br />
Nicht weil ich nie gefallen bin.<br />
Sondern weil ich wieder aufgestanden bin,<br />
auch ohne Applaus.<br />
Auch ohne dass du es gesehen hast.<br />
Auch ohne dass jemand geklatscht hat.</p>
<p>Ich bin nicht überlebend, um deiner Vorstellung von Gebrochenheit zu entsprechen.<br />
Ich bin nicht deine Projektionsfläche für ein pathologisiertes Frausein.</p>
<p>Ich bin nicht deine Held:innengeschichte.<br />
Ich bin nicht deine Warnung.<br />
Ich bin nicht deine Therapeut:in.<br />
Ich bin nicht dein Trauma-Vergleich.<br />
Ich bin glücklich. Punkt.</p>
<p>Und ja: Ich habe Therapie gemacht. Ich mache sie noch. Ich werde sie wohl mein Leben lang machen.<br />
Und ja: Ich habe Medikamente genommen. Ich nehme sie manchmal noch.<br />
Und nein: Ich schulde dir kein mentales Gesundheitstagebuch.</p>
<p>Weil ich als FLINTA-Person <b>immer erklären muss, warum ich lebe, wie ich lebe.</b><br />
Warum ich nicht leise bin.<br />
Warum ich mich freue.<br />
Warum ich funktioniere.<br />
Warum ich nicht funktioniere.</p>
<p>Weil FLINTA oft nicht krank genug für Hilfe sind – und nicht gesund genug für Vertrauen.</p>
<p><b>Weil Glück für viele von uns ein Akt der Rebellion ist.</b></p>
<p>Feministische Perspektiven auf Mental Health sagen längst:<br />
Wir dürfen nicht über psychische Gesundheit sprechen,<br />
ohne über <b>Care-Arbeit</b>, <b>strukturelle Ungleichheit</b>, <b>medizinisches Gaslighting</b>,<br />
und die lange Geschichte der Pathologisierung weiblichen Verhaltens zu sprechen.</p>
<p>Die Soziologin Eva Illouz schreibt:<br />
„Gefühle sind nicht privat. Gefühle sind politisch.“</p>
<p><b>Lebensrealitäten von uns werden wieder und wieder falsch verstanden, </b></p>
<p><b>entwertet </b></p>
<p><b>ignoriert </b></p>
<p>Vielleicht bin ich glücklich, obwohl ich all das weiß.<br />
Vielleicht bin ich glücklich, weil ich all das weiß und das Privileg habe mich zu bilden.<br />
Vielleicht bin ich glücklich, <b>weil ich endlich aufhöre, mich zu erklären.</b></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie die Anderen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/08/wie-die-anderen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Aug 2023 08:17:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen den Gefühlen von Abgrenzung und Zugehörigkeit findet Sophie ihre Identität als individuelle Frau. Als ich jünger war, dachte ich nicht wie die anderen Mädchen um mich herum zu sein, sei erstrebenswert. Nicht wie die Anderen zu sein versprach ein Alleinstellungsmerkmal und damit etwas, was mir keiner nehmen konnte. Etwas Besonders, etwas Eigenes. Anders zu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen den Gefühlen von Abgrenzung und Zugehörigkeit findet Sophie ihre Identität als individuelle Frau.</strong><span id="more-15688"></span></p>
<p style="text-align: left;">Als ich jünger war, dachte ich nicht wie die anderen Mädchen um mich herum zu sein, sei erstrebenswert. Nicht wie die Anderen zu sein versprach ein Alleinstellungsmerkmal und damit etwas, was mir keiner nehmen konnte. Etwas Besonders, etwas Eigenes. Anders zu sein gab mir auch die Möglichkeit, mich in meinen eigenen Sorgen und Ängsten bestätigt zu fühlen, denn es konnte ja eh keiner nachvollziehen, wie ich tickte.<br />
Das lief dann ungefähr so ab:</p>
<p style="text-align: left;">
<em>Andere Mädchen hörten Pop – Ich höre Rap </em><br />
<em>Andere Mädchen schminkten sich hübsch und natürlich – Ich habe den Eyeliner überhaupt nicht mehr aus der Hand gelegt</em><br />
<em>Andere wollten blonde Strähnen – Ich hatte lila Haare </em><br />
<em>Klamotten in bunten Farben waren in – Ich trug alles nur in schwarz </em><br />
<em>Andere redeten über ihre Gedanken und Gefühle – ich habe Jahre lang so getan, als hätte ich keine</em></p>
<p style="text-align: left;">
Man könnte behaupten, ich war quasi die Bella Swan, der „Ich bin nicht wie die anderen Mädchen“ – Bewegung. Obwohl Bewegung als Wort mir überhaupt nicht gefallen hätte, denn das hätte je bedeutet, dass es andere genauso machen wie ich.<br />
Aber warum?<br />
Ich habe bis ins Erwachsenenalter gebraucht, um zu lernen, dass es nicht schlimm ist, wie andere Frauen zu sein. Im Gegenteil.</p>
<p style="text-align: left;">
<em>Andere Frauen sind toll. Ich bin gerne wie andere Frauen: </em><br />
<em>Andere Frauen hören mir zu </em><br />
<em>Andere Frauen machen mich stark </em><br />
<em>Andere Frauen zeigen mir jeden Tag die Möglichkeiten des Lebens </em><br />
<em>Mit anderen Frauen kann ich lachen, weinen, streiten, lieben </em></p>
<p style="text-align: left;">
Andere Frauen haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht von der Bundeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/07/bericht-von-der-bundeskonferenz-zur-gleichstellung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Radioglowgirls]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jul 2023 07:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Radio Glow Girls von Jung &#38; Blau bei Radio Blau Leipzig geben euch einen Einblick in die Bundeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Radio Glow Girls von Jung &amp; Blau bei Radio Blau Leipzig geben euch einen Einblick in die Bundeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Endlich wütend sein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/12/endlich-wuetend-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Romy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2022 12:42:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wut]]></category>
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					<description><![CDATA[Romy hat in ihrem Umfeld oft wahrgenommen, dass Frauen sich selbst die Schuld an Dingen geben, &#8222;die man(n) ihnen angetan hat&#8220;. In ihrem ersten Text versucht sie zu verstehen, warum dass so ist und fordert, als Frau, endlich wütend zu sein. „Vielleicht hätte er mich ja nicht betrogen, wenn ich blond wäre oder große Brüste]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Romy hat in ihrem Umfeld oft wahrgenommen, dass Frauen sich selbst die Schuld an Dingen geben, &#8222;die man(n) ihnen angetan hat&#8220;. In ihrem ersten Text versucht sie zu verstehen, warum dass so ist und fordert, als Frau, endlich wütend zu sein.</strong><span id="more-15240"></span></p>
<div id="pageContainer1" class="_page_1gl8y_100 " style="text-align: center;" data-index="0">„Vielleicht hätte er mich ja nicht betrogen, wenn ich blond wäre oder große Brüste hätte&#8230; vielleicht wäre dann alles anders ausgegangen&#8230;“</div>
<div class="_page_1gl8y_100 " style="text-align: center;" data-index="0">„Ich traue mich nicht ihm zu sagen, dass ich kein Interesse mehr an ihm habe. Ich möchte nicht die Böse sein.“</div>
<div class="_page_1gl8y_100 " style="text-align: center;" data-index="0">„Ich werde ihm jetzt aber nicht sagen, dass mich das verletzt hat&#8230; wir streitenunsdann nur und er denkt bestimmt, ich würde total überreagieren.“</div>
<div class="_page_1gl8y_100 " style="text-align: center;" data-index="0">„Ich wurde in der Stadt die ganze Zeit wegen meinem kurzen Rock angemacht, ich hätte ihn lieber einfach nicht tragen sollen&#8230;“</div>
<div data-index="0"></div>
<div class="_page_1gl8y_100 " data-index="0">
<p>Das sind reale Sätze, die ich von weiblich sozialisierten Personen aus meinem Umfeld und auch von mir selbst erschreckend oftgehört habe. Warum aber neigen wir Frauen dazu uns so häufig selbst die Schuld für Situationen geben, in denen man(n)uns verletzt hat und wir selbst keine Schuld tragen? Das liegt daran, dass uns Frauen oft eingeredet wird, dass wir keine Wut haben dürfen. Wir seien dafür da, andere zu umsorgen und gut fühlen zu lassen, selbst, wenn diese Person uns schlecht behandelt hat – das ist zumindest das Bild, welches uns seit Beginn unserer Kindheit vermittelt wird. Egal ob durch romantische Komödien, Disneyfilme oder Märchen – die Frau nimmt in den meisten Filmen die Rolle der liebevollen, friedlichen und umsorgenden Dame an. In dieses Bild passt nun mal keine weiblich gelesene Person hinein, die Wut nach außen zeigt, denn die Gesellschaft stellt eine wütende Frau nur als „hysterisch“ da, oder gerne mal als „überempfindlich“. Und wer möchte so schon gesehen werden? So kommt es also, dass die Frau sehr oft dazu tendiert, es allen um sich herum Recht machen zu wollen. Man möchte ja nicht als eine Person gesehen werden, die total „überreagiert“ und „aufbrausend“ ist. Man sucht die Schuld also nur bei sich, um keine möglichen Diskussionen anzufangen, die man doch auch durch die eigene Schuldaufnahme umgehen kann. Mir ist schon immer sehr aufgefallen, dass eine Frau leider oft, beispielsweise bei einem Betrug, den Fehler bei sich sucht. Man war nicht blond genug, nicht kurvig genug, nicht hübsch genug&#8230; und dadurch wird der Part des Partners, der einen verletzt hat, komplett verdrängt.</p>
<div class="_linksLayer_1gl8y_42"></div>
<div class="_imgLayer_1gl8y_63">Irgendwann merkt aber jede weibliche Person, dass es schlichtweg nicht möglich ist, es allen recht zu machen, und dass man mit der Zeit daran kaputt geht. Eine Frau sollte sich trauen dürfen, den Fehler bei den jenigenzu suchen, die ihn auch begangen haben. Eine Frau sollte endlich mal etwas sein dürfen, was von jeder Ecke der Gesellschaft abgelehnt wird: wütend</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Belarus, nicht Weißrussland</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/11/belarus-nicht-weissrussland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Diana Podoynitsyn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 17:03:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15167</guid>

					<description><![CDATA[(Protest-)Bilder bewegen die Welt: Im Iran schneiden sich Frauen 2022 auf der Straße die Haare ab, in Belarus tanzten sie 2020 in weißen Kleidern auf der Straße. Es sind Frauen, die Demokratie- und Freiheitsbewegungen prägen und es sind wir, die uns mit solchen Bewegungen solidarisieren müssen. Unsere Autorin Diana findet: Um den belarusischen Widerstand gegen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><strong>(Protest-)Bilder bewegen die Welt: Im Iran schneiden sich Frauen 2022 auf der Straße die Haare ab, in Belarus tanzten sie 2020 in weißen Kleidern auf der Straße. Es sind Frauen, die Demokratie- und Freiheitsbewegungen prägen und es sind wir, die uns mit solchen Bewegungen solidarisieren müssen. Unsere Autorin Diana findet: Um den belarusischen Widerstand gegen die Diktatur von Lukaschenko zu verstehen, müssen wir dabei ansetzen, dass Belarus nicht Weißrussland ist.</strong><span id="more-15167"></span></p>
<p align="justify"><b>über gemeinsame Wurzeln</b></p>
<p align="justify">Belarus ist einigen sicher eher als <i>Weißrussland</i> bekannt. <i>Bela</i> bedeutet tatsächlich <i>weiß</i>, das Suffix <i>-rus</i> steht jedoch nicht für <i>Russland</i>, sondern bezieht sich auf die <i>Kiewer Rus</i>. Diese ist auch bekannt als <i>alte Rus</i>, denn die Bezeichnung <i>Kiewer Rus</i> besteht erst seit dem 19. Jahrhundert. Sie bezeichnet ein großreich bestehend aus Ukrainier*innen, Russ*innen und Belarus*innen, dass es vom Ende des 9. Jahrhunderts bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts gab. Damit zog sich das Reich vom Schwarzen Meer bis zur Ostsee, auch das heutige Moldawien fiel unter das Herrschaftsgebiet der Kiewer Rus.</p>
<p align="center">“<span style="font-family: Times New Roman, serif;">Der Name Rus wurde auf die ostslawischen Stämme übertragen, die die germanische Führungsschicht bald assimilierten. Vom Namen Rus leiten sich die Ethnonyme [Volksbezeichnungen] der Russen und Weißrussen [Belarusen] ab, außerdem die Namen Rusynen, Ruthenen und Kleinrussen, mit denen die Ukrainer [abwertenderweise] mehrere Jahrhunderte lang bezeichnet wurden.”</span></p>
<p align="center">– <span style="font-family: Times New Roman, serif;">Prof. Dr. Andreas Kappeler, em. Prof. für Osteuropäische Geschichte in Wien</span></p>
<p align="justify">Unter Wladimir / Wolodymyr I. beginnt ab dem Jahr 988 die Christianisierung der Kiewer Rus, aus der die slawisch-orthodoxen Kirchen hervorgingen. Daraus resultiert in der späten Neuzeit ein Gründungsmythos des russländischen und ukrainischen Staates mitsamt ihrer orthodoxen Kirchen. Die russische Geschichtsschreibung beansprucht das Erbe der Kiewer Rus jedoch allein für sich. Sie argumentiert damit, dass die Rurikiden-Dynastie sich auch nach Zerfall des Kiewer Reichs durch innerdynastische Konflikte und Angriffe von außen im Moskauer Zarentum fortsetzte. Diese politische Kontinuität sehen sie im weiteren Geschichtsverlauf in der Sowjetunion und der heutige Russländischen Föderation.</p>
<p align="justify"><a href="https://www.bpb.de/themen/europa/russland/295403/die-kiewer-rus-geteilte-erinnerung-in-der-ukraine-und-in-russland/"><span style="color: #1155cc;"><u>Prof. Dr. Kappeler schreibt zu diesem Erbstreit</u></span></a>, den er “wissenschaftlich unergiebig” findet: “Man projiziert nationale Kategorien der heutigen Zeit ins Mittelalter, obwohl man für die damalige Zeit noch nicht von Russen und Ukrainern sprechen kann. In der Sowjetunion prägte man deshalb den Begriff “der gemeinsamen Wiege” der Russen und Ukrainer, wobei den Russen allerdings immer die Rolle des “älteren Bruders” zugeschrieben wurde und der “jüngere ukrainische Bruder” nach dem Ende der Kiewer Rus im 13. Jahrhundert danach strebte, sich mit Russland &#8222;wiederzuvereinigen&#8220;.&#8220;</p>
<p align="justify">Dieses Narrativ müsste uns allen bekannt vorkommen.</p>
<p align="justify"><b>über Unfreiheit und Freiheit</b></p>
<p align="justify">Nach Auflösung der Kiewer Rus schließen sich die belarusischen Fürstentümer dem Großfürstentum Litauen an. 1795 endet jedoch auch dieses Großreich aufgrund von internen Konkurrenzkämpfen und Eroberungsangriffen von außen. Die Zarin Katharina die Große (1729 – 1796) gliedert Belarus daraufhin in das Russische Zarenreich ein. Im 19. Jahrhundert geht von den Zaren eine <i>Russifizierung</i> aus: Russisch wird zur Amtssprache. Andere Sprachen wie Belarusisch, Wolgadeutsch oder Ukrainisch werden aus dem öffentlichen Leben verbannt. Die Folge: tradierte Familientraumata.</p>
<p align="justify">Gegen Ende des Ersten Weltkrieges (1914 – 1918) besetzte die Wehrmacht Belarus. Nach Friedensschluss zwischen Lenin und Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1918 beschließen sie, dass besetzte Länder ein Recht auf Unabhängigkeit haben. Daraufhin gründete sich am 18. März 1918 die freie und unabhängige Volksrepublik von Belarus, deren weiß-rot-weiße Flagge wir noch von der heutigen Widerstandsbewegung kennen. Sie steht für Freiheit und Unabhängigkeit, – auch wenn andere Staaten (darunter die Weimarer Republik) die belarusische Republik nicht anerkannten. Sechs Monate später endet die Unabhängigkeit bereits. Hätte, hätte, Fahrradkette: Was wäre, wenn die internationale Gemeinschaft Belarus in seiner Unabhängigkeit und Freiheit damals unterstützt hätte?</p>
<p align="justify">Mit dem Vertrag von Versailles 1919 wurde u. a. die “Wiederherstellung” Polens beschlossen. Die Weimarer Republik tritt den belarusischen Westen an Polen ab. Der Osten wird 1922 als Belarusische Sozialistische Sowjetrepublik (BSSR) ebenso wie die Ukraine zu einem der Gründungsstaaten der UdSSR. Als Teil von Polen wurde den Belarus*innen Glaubens- und Religionsfreiheit, das Recht Belarusisch zu sprechen und eigene Schulen zu errichten und die Teilnahme an der Politik zugesichert. Vor Alltagsdiskriminierung schützt dies jedoch nicht.</p>
<p align="justify"><b>über Russlands Mitspielen</b></p>
<p align="justify">1939 schließen Stalin und Hitler einen Pakt: Polen soll angegriffen und dann aufgeteilt werden. Stalin soll den Osten kriegen – wo Belarus*innen leben. Dieser völkerrechtswidrige Angriff des Deutschen Kaiserreichs auf Polen im September 1939 stellt den Beginn des Zweiten Weltkrieges dar. Im Rahmen der sowjetischen Besetzung Ostpolens findet dort eine <i>Sowjetisierung </i>statt, die stark an die Russifizierung im Zarenreich erinnert. Es kommt erneut zur zwanghaften Assimilation an die russische Kultur und Sprache. Menschen werden zu Regimefeinden erklärt und ermordet.</p>
<p align="justify">Belarus und die Ukraine zählen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges (1939 &#8211; 1945) und dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in die Sowjetunion 1941 zu den Ländern mit dem höchsten Anteil jüdischer Bevölkerung. Ghettos und Vernichtungslager entstehen. Die <i>Wannseekonferenz</i> am 20. Januar 1942 in Berlin sollte die “<i>Judenfrage”</i> endgültig klären. Der für Belarus verantwortliche Nazi gab damit an, dass Belarus judenfrei sei. Ein Drittel der belarusischen Bevölkerung überlebte den Zweiten Weltkrieg nicht.</p>
<p align="justify">Mit der Eroberung von Belarus durch die sowjetische Rote Armee 1944 gehen erneute Deportationen einher. Die Befürchtung: Belarus*innen könnten durch die Nazibesetzung ebenfalls zu Faschisten geworden sein. Nach dem Krieg lässt Stalin deswegen Russ*innen in Belarus siedeln. Erneut sehen Belarus*innen sich in ihrer nationalen Identität und Freiheit unterdrückt.</p>
<p align="justify"><b>über das sowjetische Ende</b></p>
<p align="justify">Am 7. Dezember 1991 lädt der belarusische Parlamentschef Stanislaw Schuschkewitsch die Präsidenten von Russland und der Ukraine, Boris Jelzin und Lenoid Krawtschuk, in eine Staatsdatscha in Viskuli ein. In der Nacht auf den 8. Dezember entsteht handschriftlich ein Vertrag, der den Staatenbund “Gemeinschaft unabhängiger Staaten” (GUS) begründet. Sie alle unterzeichnen das <i>Belowescher Abkommen</i>, in dessen Präambel steht: “Die Sowjetunion als Subjekt internationalen Rechts und geopolitischer Realität hat aufgehört zu existieren.”</p>
<p align="justify">Jelzin hört davon, dass Gorbatschow Bescheid weiß – der KGB hat die Datscha in Viskuli verwanzt. Das Militär ist Jelzin treu, der KGB allein kann es nicht richten – Gorbatschow tritt am 25. Dezember 1991 zurück. Jelzin kriegt den russischen Atomkoffer, die russische Flagge löst die sowjetische auf dem Kreml ab. Gorbatschow ist enttäuscht, später wird er sagen: “Ich habe immer vor dem Zerfall der UdSSR gewarnt” und “sie haben die Sowjetunion auseinandergebrochen. Es ging ihnen nur um die Macht.” Erstmal sagen wird er im Fernsehen, in dem vorher nur Schwanensee lief: “Ich beende meine Tätigkeit als Präsident der UdSSR. Ich bin überzeugt, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen früher oder später Früchte tragen werden. Unsere Völker werden in einer blühenden und demokratischen Gesellschaft leben.”</p>
<p align="justify">Der Zusammenbruch der Sowjetunion wird auch als Ende des Kalten Krieges verstanden, – nicht zuletzt, weil der <i>Warschauer Pakt</i>, das Verteidigungsbündnis der osteuropäischen (sozialistischen) Staaten, damit ebenfalls ausläuft. Belarus und die Ukraine werden zu souveränen Staaten, die GUS besteht noch heute. Seit 2009 jedoch ohne Georgien und seit 2014 ohne die Ukraine. “Das ursprüngliche Ziel eines engen Zusammenschlusses unter der Führung Russlands (<a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/18161/russland-rus/"><span style="color: #1155cc;"><u>Russland (RUS)</u></span></a>) wurde fallen gelassen”, <a href="https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17537/gemeinschaft-unabhaengiger-staaten-gus/"><span style="color: #1155cc;"><u>schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung in ihrem Politiklexikon.</u></span></a></p>
<p align="justify">Mich fasziniert das sowjetische Ende, das so viele Gründe hat: Zum einen weil Staaten wie Belarus und die Ukraine sich aus der russländischen Vorherrschaft in der UdSSR freimachen woll(t)en und diese Volkssouveränität aus russländischer Perspektive immer noch infrage gestellt wird. Zum anderen rührt meine Faszination daher, dass es marginalisierte Gruppen – wie jüngst Frauen in Iran und 2020 in Belarus – sind, die auf der Straße in erster Reihe. Vielleicht weil mehrfachmarginalisierte Menschen – leben in einer Diktatur und dazu unterdrückt in einer patriarchalen Welt – aus ihrer persönlichen Betroffenheit und Lebensperspektive besser erkennen, wie diese Machtdynamiken einander gegenseitig stützen. Deswegen geht es auch nicht nur um Belarus oder Iran, sondern so viel mehr.</p>
<p align="justify">Ich will verstehen, was es bedeutet, tagtäglich für eine freie, demokratische Welt und ein freies, demokratisches Belarus einzustehen. Deswegen spreche ich mit Katja; in meinem nächsten Text “Wer, wenn nicht wir und wann, wenn nicht jetzt?” zu lesen.</p>
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		<item>
		<title>I‘m not like other girls</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/08/im-not-like-other-girls/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aurum]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2022 10:07:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Misygonie]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit Jahren kursieren im Internet immer wieder Posts mit der Prämisse „I‘m not like other girls“. Das Ziel ist simple, sich selbst von „den anderen“ abzugrenzen und als besser darzustellen. Die Funktionsweise ist dabei immer die Gleiche. Es werden Frauen verglichen und in zwei Kategorien eingeteilt. Die „other girls“ und die, welche nicht wie diese]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Seit Jahren kursieren im Internet immer wieder Posts mit der Prämisse „I‘m not like other girls“. Das Ziel ist simple, sich selbst von „den anderen“ abzugrenzen und als besser darzustellen. Die Funktionsweise ist dabei immer die Gleiche. Es werden Frauen verglichen und in zwei Kategorien eingeteilt. </strong></p>
<p><span id="more-14993"></span></p>
<p>Die „other girls“ und die, welche nicht wie diese sind. Sehr charakteristisch ist es hierbei, dass die „other girls“ die modernen Schönheitsstandards vom Anfang der 2000er widerspiegeln. So sind sie häufig dünn, haben lange blonde Haare, tragen freizügige und feminine Kleidung und teilweise auch nicht sehr intelligent.<br />
Im Gegensatz dazu stehen die „Not like other“ girls. Diese decken eine breite Palette an Eigenschaften ab. So lieben sie zum Beispiel Essen beziehungsweise Pizza, spielen gerne Videospiele, schauen Netflix, mögen keine Parties und kein Make-up und tragen am liebsten Schwarz und wenig körperbetonte Kleidung.<br />
Diese Beiträge haben ihren Ursprung vor allem in der internalisierten Misogynie der Erstellenden. Dieses Phänom beschreibt den Zustand, wenn Frauen unterbewusst sexistisches Gedankengut auf andere Frauen und auch sich selbst übertragen und so andere abwerten.<br />
Erlernt wird internalisierte Misogynie unter anderem in der Kindheit vieler Mädchen. Unsere Gesellschaft ist immer noch stark von konservativen Rollenbildern geprägt. So wird häufig zum rosafarbenen Kleid gegriffen oder die Puppe zu Weihnachten geschenkt. Durch diese ständige Konfrontation mit allem „femininen“ gegen den eigenen Willen entsteht langsam eine Antihaltung. Nach und nach wird das Feminine abgelehnt und die Mädchen, welche in dieses Bild passen, abschätzig behandelt.<br />
Außerdem unterstützen auch die Medien dieses Schwarz-Weiß-Denken. So ist in Filmen für jüngere Zielgruppe die Antagonistin häufig die Verkörperung der „other girls“. Die Protagonistin hingegen wird als einzigartig und besonders dargestellt. Es kommt auch vermehrt dazu, dass die Antagonistin für ihr Verhalten beschämt wird. Zusätzlich entwickelt der männliche Protagonist häufig Gefühle für die Protagonistin und begründet dies dann wiederum damit, dass sie so besonders und einzigartig sei. Somit wird unterbewusst suggeriert, dass dieses Verhalten erstrebenswert ist und dass sich die Mädchen am besten nicht wie „other girls“ verhalten sollten. Diese Szenarios sorgen dafür, dass bereits in der Kindheit für viele die Grundsteine zur internalisierten Misogynie gelegt werden. Verstärkt wird das Ganze häufig durch das Verlangen nach männlicher Anerkennung. Ein Phänomen, welches ebenfalls durch oben genanntes ausgelöst wird.<br />
Es kommt zur Entstehung von sogenannten Pick-me girls, welche aufgrund internalisierter Misogynie Männer beeindrucken wollen und deshalb selbst sexistisches und misogynistisches Gedankengut reproduzieren. Im Prozess werden so andere Frauen abschätzig behandelt und unter anderem „geslutshamed“. Es wird hervorgehoben, dass doch Jungen die viel besseren Freund*innen seien und dass man sich mit ihnen grundsätzlich besser verstünde, da es weniger Drama gebe.<br />
Genau diese Narrative sorgt für die Entstehung der „not like other girls“ posts. Mädchen und Frauen wollen sich aufgrund des in der Kindheit Gelernten von den „other girls“ abgrenzen. Statt einfach jede ihr eigenes Leben leben zu lassen, werden sie beleidigt und abschätzig behandelt. Zusätzlich ist es möglich, dadurch Männer, welche selbst sexistisch oder misogynistisch Denken, von sich zu überzeugen.<br />
Aufgrund unserer immer noch patriarchischen Gesellschaft wächst fast jedes Mädchen mit internalisierter Misogynie auf. Häufig wird die „i‘m not like other girls“ Phase durchlaufen. Zwar erstellt nicht jede gleich solche Posts, jedoch wird ihnen zugestimmt und sie werden durch Interaktionen am Leben gehalten. Wichtig ist es jedoch, diese internalisierte Misogynie zu erkennen und aktiv dagegen anzukämpfen, denn andere Frauen sind nicht der Feind, patriarchische Strukturen, welche Frauen unterdrücken, schon.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Call me Impostor or call it Kapitalismuskritik</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/05/call-me-impostor-or-call-it-kapitalismuskritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ursula Recih]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 May 2022 09:18:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Carearbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Mache ich genug? Ist das, was ich mache, unnütz und unwichtig? Bin ich unnütz und unwichtig und könnte ich nicht viel mehr machen? Als Ursula auf Instagram einen Talk über den Einfluss von Sexismus auf die Psyche schaut, stellt sie sich im folgenden Text genau diese Fragen. Ich rufe Instagram auf und swipe durch die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mache ich genug? Ist das, was ich mache, unnütz und unwichtig? Bin ich unnütz und unwichtig und könnte ich nicht viel mehr machen? Als Ursula auf Instagram einen Talk über den Einfluss von Sexismus auf die Psyche schaut, stellt sie sich im folgenden Text genau diese Fragen.</strong></p>
<p><span id="more-14800"></span></p>
<p>Ich rufe Instagram auf und swipe durch die Stories. Ich soll mir einen coolen Talk über den Einfluss von Sexismus auf die Psyche angucken. Klingt spannend und ich hatte mir eigentlich auch schon seit Tagen vorgenommen den zu schauen, also klicke ich drauf. Die ersten Minuten stellen sich die beiden sprechenden Personen vor. Vier Minuten, danach schließe ich das Fenster und brauche mindestens zwanzig Minuten und meine Nicht-denken-Serie um wieder klarzukommen. Während ich sie schaue zerbreche ich mir allerdings den Kopf darüber ob es okay ist, dass ich nur studiere und ein bisschen ehrenamtliche Arbeit nebenher leiste. Ich versuche es zu bejahen, mir wie ein Mantra aufzusagen, dass es genügt. Aber so einfach ist dieser Zustand leider nicht aufzulösen. Ich fühle mich schuldig, unnütz, unwichtig, ineffizient. Ich muss heute Abend noch mindestens einen Text darüber schreiben, irgendetwas zu Papier bringen, damit da was steht. Schwarze Buchstaben auf weißem Papier, die beweisen, dass ich etwas leiste, dass ich meine Zeit nicht verplemper.<br />
Eine Freundin sagte letztens zu mir, sie könne sich vorstellen, dass ich eine gute Schriftstellerin wäre. Ich frage mich, ob ich das tatsächlich könnte. Ich meine, ich schreibe schon immer und verdammt gerne &#8211; so kanalisiere ich meine Gefühle. Es hilft mir beim Einordnen und Analysieren. Einmal raus damit, wenn es beinahe schon überschäumt und dann beiseite legen.<br />
Aber es ist eben eher ein Mittel zum Zweck &#8211; manchmal auch Spaß und Leidenschaft, aber auch einfach eine Methode, um nicht durchzudrehen.<br />
Sie meinte, wenn ich es schaffen würde meine Reflexion über mich selbst, meine Gefühle, meine Gedanken, meine Beobachtungen von der Welt, meine Ansichten über gesellschaftspolitische Themen, die Handlungen meiner Freund:innen, ihre Verzweiflung, die ich helfe zu durchdringen und zu überwinden, wenn ich schaffen würde, das zu abstrahieren und auf Figuren zu übertragen, dann könnte ich sicherlich richtig gute Bücher schreiben.<br />
Vielleicht hat sie damit auch recht. Ich habe definitiv die Fähigkeit mich in Gedanken über mich und meine Erfahrungen, meine Wahrnehmung von Menschen zu verlieren, wie sie miteinander kommunizieren und Ideologien verfallen, weil sie sich an irgendetwas klammern müssen. Und egal wie links oder reflektiert sie sein wollen entsprechen sie doch alle den neoliberalen Vorstellungen, passen sich an, hecheln durch das System und verausgaben sich für Anerkennung, Wertschätzung und einen Status. In der Hoffnung, dass das ihre Existenz berechtigt und sie dann besser mit ihren Schuldgefühlen zurecht kommen.<br />
Ich schreibe so als wäre ich anders. Dabei bin ich genauso. Ich bin eine von ihnen. Deswegen weiß ich auch wovon ich schreibe und wie sich das anfühlt.<br />
Ich bin ausgelaugt. Nicht weil ich besonders viel mache, sondern weil ich denke ich bin niemals genug. Und da ist er direkt. Dieser Kalenderspruch, den immer alle auf solche Aussagen erwidern und der schon längst Teil meines Mantra-Repertoires geworden ist: „Don‘t compare yourself to others.“<br />
Das Schlimme ist ja, er stimmt. Diese Vergleiche machen eine:n verrückt und sie bringen nichts. Und vor allem: Ich möchte wirklich nicht so sein wie die anderen, mit denen ich mich da vergleiche! Deren Leben sind mir viel zu stressig.<br />
Klar denke ich, es wäre cool, mehr Energie zu haben und es würde nicht schon mindestens die Hälfte dafür draufgehen, stabil bis fröhlich zu sein, aufzustehen, den Alltag zu bewältigen, mit allem was so anfällt.<br />
Aber was wäre dann? Dann würde ich fünf Projekte neben einem Fulltime-Job machen und wäre ich dann irgendwie glücklicher, erfüllter? I really don‘t know. Weil das Ding ist, es hört ja nie auf. Luft nach oben gibt es immer.<br />
Es nervt mich, dass ich gerade versuche einen guten Text zu schreiben. Meine Gefühle, meine Stimmung darzulegen und schon wieder annehme, dass ich scheitere. Darüber hinaus mache ich das nicht mal einfach nur für mich und mein Wohlbefinden, sondern weil ich dachte, es würde irgendjemandem etwas beweisen, wenn ich ein Textdokument mehr auf meinem Computer habe. Und was mich noch viel mehr nervt, ist diese kontinuierliche Selbstabwertung, diese Überzeugung eine Versagerin zu sein. Ich habe gute Momente zwischendrin, in denen ich mit mir zufrieden bin. In denen ich nicht glaube beweisen zu müssen, dass ich mehr bin, mehr kann. In denen ich mich lässig und intelligent und gesehen fühle.<br />
Auslöser für diese Abwärtsspiralen sind tatsächlich meist die Vergleiche mit anderen. Die funktionieren natürlich immer nur so, dass man sich die Leute raus pickt, die im kapitalistischen Denken mehr „leisten“ als man selbst. Also Dinge machen, die im Kapitalismus wertgeschätzt werden. Zum Beispiel durch Entlohnung oder weil sie einfach gut im Lebenslauf aussehen und dann Nutzen tragen, wenn man sich auf diesen einen Traum-Job bewirbt.<br />
Das führt mich auch zu meinem nächsten Auslöser. Bewerbungen. Den eigenen Lebenslauf nieder schreiben und merken, üff der ist ganz schön dünn.<br />
Die Dinge, die meine Freund:innen, Familie, Bekannte und ich selbst an mir schätzen, sind keine, die ich mir in einen Lebenslauf schreiben kann.<br />
Ich bekomme so oft gesagt, wie selbstreflektiert und klug ich bin. Dass ich mich wirklich intensiv mit meiner Biographie und politischen Diskursen auseinandersetze und dies zusammenbringe, mit Menschen um mich herum, mit ihren Ängsten und ihrem Erleben. Dass ich Erklärungen für Gefühle finde und meinen Friends helfe in ihnen aufzuräumen, ihnen ein wenig Klarheit verschaffe, in ihnen wühle, sie auf Dinge hinweise und zu Prozessen und Erkenntnissen anstoße.<br />
Ich habe die letzten Jahre intensiv an Beziehungen gearbeitet, Traumata aus meiner Kindheit aufgearbeitet und das hauptsächlich ohne therapeutischen Rahmen, sondern mit mir selbst und in Gesprächen mit Freund:innen und Familie. (Das soll nicht bedeuten, dass dieser Weg besonders klug oder erstrebenswert ist. Ich will eigentlich nur den Punkt machen, dass es Arbeit, Zeit und Kraft gekostet hat.) Ich habe mir ein soziales Netzwerk und eine Wahlfamilie aufgebaut. Von dieser lerne und zehre ich nicht nur unheimlich, sondern ich investiere auch viel Energie, leiste Care-Arbeit, bin immer zur Stelle, höre zu und gebe Input.<br />
Und während ich das schreibe, denke ich: „Na ja, aber bei vielen nehme ich auch zu viel Raum ein. Vielleicht empfinden sie das gar nicht so, wie ich das eben formuliert habe.“ Dabei weiß ich das, weil sie es mir ständig sagen, weil ich das eigentlich auch selbst weiß, weil ich es erlebe, Tag für Tag.<br />
Es nervt mich, dass wir uns als links bezeichnen, Kapitalismuskritik üben und gleichzeitig alle aus dem ganzen leisten, leisten, leisten nicht rauskommen und insgeheim auch diejenigen ein bisschen shamen, die nicht so viel und schnell auf die Kette bekommen. Sind wir ehrlich, wir sind froh über die, die weniger schaffen, weil wir uns dann über sie erheben können.<br />
Und das kotzt mich an.<br />
Ich bin so erschöpft, aber nicht, weil ich tatsächlich die ganze Zeit arbeite, sondern weil ich mich immer schlecht fühle, wenn ich nicht arbeite und das widerspricht zutiefst meiner politischen Grundeinstellung. Ich halte Regeneration, Pausen und Selfcare für unfassbar wichtig und ich will für eine Gesellschaft kämpfen, in der alle den gleichen Anspruch und das Recht darauf haben. Eine Gesellschaft, die nicht auf Arbeit ausgerichtet ist, in der nicht der Wert einer Person über ihre Leistung definiert wird. In der alle nur so viel arbeiten müssen, dass sie davon leben können, ohne Mehrwert zu generieren, der abgeschöpft wird. Punkt aus Basta.</p>
<p>Zurück zum Schriftstellerin werden. Ich möchte das, ich möchte schreiben. Über Popkultur und Begehren, meine gesellschaftspolitische Position, über Farben und Gerüche, über warme Erinnerungen und Gesichter, die schöner nicht geformt sein könnten. Ich möchte darüber schreiben, wieso man sich an Orte träumt, wieso man nicht hinfährt. Wieso träumen so viel schöner ist als die Realität. Dass ich das ganz oft mache, wenn ich Fahrrad fahre. Eine halbe Stunde Fahrrad fahren bedeutet eine halbe Stunde zu träumen.<br />
Ich möchte ehrlich sein und meine Kreativität sprudeln lassen. Da ist so viel in mir, so viele Bilder, die es wert wären, sie mit Worten auszumalen, sie in all ihren kräftigen und sanften Farben aufs Papier zu bringen.<br />
Aber ich habe Angst vor dem Schreiben. Ich denke daran, wie andere Menschen ganze Welten mit ihren Worten kreieren und aus einem Wortschatz schöpfen, von dem ich nur träumen kann. Wie sie geschickt Sätze basteln, die Unikate sind, die eine:n weinen lassen, die das Herz zum Krampfen und Hüpfen bringen.</p>
<p>Jaja, der Einfluss von Sexismus auf die Psyche. Wow. Ein super wichtiger kritischer Talk war Auslöser für diesen Gedankenschwall. Und das nur, weil die Personen, die da befähigt sind drüber zu sprechen, in der Vorstellung ihrer Selbst, fünf Minuten abhandeln, was sie alles gleichzeitig so schaffen.<br />
Ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin, der es so ergeht. Ganz im Gegenteil, so viele Leute um mich herum zweifeln an sich selbst und ihren Fähigkeiten. Und das sind nicht zufälligerweise sehr oft Frauen. Natürlich hören kapitalistische Leistungsanforderungen und neoliberale Selbstoptimierungszwänge auch nicht bei weißen Hetero-Cis-Männern auf. Das ist ja das Gemeine am Kapitalismus, der ist universell und verdammt anpassungsfähig, da ist für jede:n was mit dabei. Die Anforderungen unterscheiden sich also zu Teilen in ihrer Form, aber vor allem, und wer hätte das gedacht, arbeiten Unterdrückungssysteme fröhlich zusammen und bedingen sich gegenseitig. Marginalisierte und von Diskriminierung betroffene Personen müssen sich also immer zehnmal mehr anstrengen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden und das ist eine heftige scheiß Belastung für die Psyche. Und dass die viele Care- und Reproduktionsarbeit, die Frauen leisten auch nicht wertgeschätzt wird, unter- oder gar nicht bezahlt ist, wobei sie den ganzen Dreck aufrecht erhält, macht es jetzt auch nicht gerade besser. Nix was im Lebenslauf zählt, kein nennenswerter Skill.<br />
Jetzt ist der Text vier Seiten lang geworden und ich glaube ich habe nichts Neues über mich oder die Welt gelernt und ich habe auch niemandem etwas damit bewiesen und alles ist ein großes Durcheinander. Aber die Wut, der Frust und die Enttäuschung haben mal wieder Raum bekommen. Und manchmal geht es auch einfach nur darum.</p>
<p>(Ich habe den Text geschrieben, als ich noch nicht wusste, dass ich ihn irgendwann veröffentlichen werde und dafür ein Honorar bekomme – you see – alles ist verwertbar. ;))</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Andere Frauen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/05/andere-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kira]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 10:34:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[“Andere Frauen inspirieren mich. […] Andere Frauen machen mir Angst.” Mal schenken sie ihr Mut, mal verunsichern sie Kira. Kann es nur eine Frau in einer Gruppe geben? Muss Kira konkurrieren? Andere Frauen** inspirieren mich. Sie schenken mir Mut und den Glauben an mich selbst, wenn sie etwas erschaffen oder erreichen. Wenn eine Frau das]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>“Andere Frauen inspirieren mich. […] Andere Frauen machen mir Angst.” Mal schenken sie ihr Mut, mal verunsichern sie Kira. Kann es nur eine Frau in einer Gruppe geben? Muss Kira konkurrieren?<br />
</strong></p>
<p><span id="more-14789"></span></p>
<p><i>Andere Frauen</i>** inspirieren mich. Sie schenken mir Mut und den Glauben an mich selbst, wenn sie etwas erschaffen oder erreichen. Wenn eine <i>Frau</i> das geschafft hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass ich selbst so etwas auch schaffen kann. Das denke ich zumindest, so oder so ähnlich ist es in meinem Kopf verankert. Wenn sie das schaffen kann, vielleicht schaffe ich es dann auch. Und das ist nicht abwertend gemeint oder liegt daran, dass ich die Kompetenzen <i>weiblicher</i> Personen geringer einschätzen würde als die der <i>männlichen</i> Konkurrenz. Das ist es nicht. <i>Frauen</i> sind mir näher, ich fühle mich mit ihnen verbunden und ich kann mich mit ihnen identifizieren. Sie sollten in ihrer Kindheit auch schön und süß statt laut und neugierig sein, und sie waren in ihrem Leben auch dem Sexismus ausgesetzt. Sie haben ähnliche Steine auf ihren Wegen liegen; und diese Steine, die sind sie umgangen, die haben sie beiseite geräumt und erklommen. Es ist also möglich, ich kann es auch.</p>
<p><a name="_Hlk95725924"></a><i>Andere Frauen</i> machen mir Angst. Sie verunsichern mich und geben mir das Gefühl, mich behaupten zu müssen. Ist eine von ihnen in einer Gruppe anwesend, fühlt es sich so an, als wäre der Platz, den ich einnehmen könnte, bereits belegt. Es kann nur mich oder sie geben. Das wurde mir so vorgelebt in Büchern und Filmen. In jeder Gruppe gibt es die eine <i>Frau</i>, das eine <i>Mädchen</i>. Kommt eine weitere dazu, sind sie nicht befreundet. Sie konkurrieren, meist um einen <i>Mann </i>oder um das Bestehen in dieser Gruppe. Kommt eine Neue dazu, habe ich das Gefühl, mich behaupten zu müssen, als müsste ich mein Revier markieren.</p>
<p>Genauso begannen die meisten Freundinnenschaften, die ich führe. Ich lerne sie kennen, ich mag sie nicht. Aber nicht aus dem Grund, dass sie mir unsympathisch oder sie unfreundlich zu mir wäre. Nein, meistens ist der Grund, dass sie so frei und selbstbewusst wirkt. So locker und freundlich auftritt. Dass sie wunderschön und inspirierend ist und in mir etwas auslöst. Etwas wie Neid und das oben beschriebene Konkurrenzdenken. Meine Gedanken kreisen dann darum, wie ich bloß gegen diese wundervolle Person ankommen soll; wie soll ich gegen sie bestehen und kann ich überhaupt etwas bieten was sie nicht hat? Meistens beginnen meine Freundinnenschaften damit, dass ich nach einer ersten Begegnung so etwas sage wie: „Die mag ich nicht.“ Ich vergleiche mich, bis ich so unsicher bin und nicht mehr an mich glauben kann &#8211; daran, dass ich stark und wundervoll bin.</p>
<p>Aber ich schrieb ja „genauso begannen die meisten Freundinnenschaften die ich führe“ es geht also meistens weiter, mit ihr und mir. Ich lerne die Person kennen, die echten Seiten dieser <i>Frau</i>. Die echten Seiten sind nicht weniger wundervoll oder weniger inspirierend, meist sind sie sogar noch viel stärker. Ich lerne auch die verletzlichen Seiten kennen, ihre Unsicherheiten und ihren Neid. Durch ihre Offenheit, durch die Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle, die sie mir schenkt, dadurch kann ich ihr näherkommen. Und vor allem kann ich dadurch ihre Inspiration, ihre Kompetenzen, ihre Sichtweisen und ihre wundervolle Art an mich heranlassen. Ich kann sie in ihrer Echtheit spüren und in ihrer Zerbrechlichkeit. Ich kann mich von ihrer Stärke nähren und ihr von meiner etwas abgeben. Wir können zusammen stark und zusammen schwach sein.</p>
<p>Warum also konkurrieren? Ich muss nicht <i>gegen</i> sie bestehen, sondern <i>mit</i> ihr. Ich muss nicht die einzige sein, ich kann mit ihr sein. Ich muss nichts bieten können, was sie nicht bieten kann; wir können uns ergänzen und zusammen lernen. Ich muss nicht die einzige <i>Frau</i> in einer Gruppe sein, wir können zusammen eine Gruppe bereichern.</p>
<p><i>Andere Frauen</i> inspirieren mich und <i>andere Frauen</i> machen mir Angst. Welchen dieser Aspekte ich an mich heran lasse, liegt allein in meinem Inneren, an meiner Haltung, in mir. Zusammen können wir wachsen, zusammen können wir Großes erreichen, wir können zusammen stark und schwach sein und wir können füreinander da sein, wenn ich die Angst vor ihnen abgelegt habe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a name="_GoBack"></a> **Mit den <i>anderen Frauen</i> verbinde ich erstmal von mir als weiblich gelesene Personen oder die, die als solche sozialisiert wurden. Du identifizierst dich nicht als Frau, erkennst dich aber in meinem Text? Ja, dann spreche ich auch genau <i>dich</i> an.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Kopf ist eine Kirmes / Chaos im Kopf</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/04/mein-kopf-ist-eine-kirmes-chaos-im-kopf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 09:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir präsentieren euch zwei Texte von Celine: “Mein Kopf ist eine Kirmes” und “Chaos im Kopf”. In ihren Gedichten schreibt Celine über ihre Ängste und Probleme und “unendliche Gedanken”, die in ihrem Kopf umherschwirren. Sie erzählt, wie sie kleine Erfolge feiert, in kleinen Schritten voran kommt und frei wird. Mein Kopf ist eine Kirmes In]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Wir präsentieren euch zwei Texte von Celine: “Mein Kopf ist eine Kirmes” und “Chaos im Kopf”. In ihren Gedichten schreibt Celine über ihre Ängste und Probleme und “unendliche Gedanken”, die in ihrem Kopf umherschwirren. Sie erzählt, wie sie kleine Erfolge feiert, in kleinen Schritten voran kommt und frei wird. </strong></p>
<p><span id="more-14706"></span></p>
<p><strong>Mein Kopf ist eine Kirmes</strong></p>
<p>In meinem Kopf ist Kirmes, ununterbrochen.<br />
Ständig Angst und Panikattacken.<br />
Angst, meine Mauern fallen zu lassen.<br />
Angst vor der Zukunft.<br />
Sei emotionslos, sei kalt.<br />
Sei weich, sei verletzlich.<br />
Mach dies, aber das lieber nicht.</p>
<p>Ich hasse diese Tage, an denen ich mich so einsam und allein fühle.<br />
Ich hasse diese Tage, wo ich einfach keinen Plan habe, was eigentlich der Sinn von all dem hier ist.<br />
Nähe und Geborgenheit fehlt mir so sehr, so dass es weh tut.<br />
Aber ich liebe auch die Tage, an denen ich allein bin und mich niemand schlecht fühlen lässt und dass da keiner ist, um den ich mir Gedanken machen muss.</p>
<p>Nie hab ich mich getraut, darüber zu schreiben, geschweige denn, darüber zu sprechen.<br />
Isolierte Gefühle.<br />
Eine halbe Ewigkeit perfektioniert die Narben zu verdecken.</p>
<p>Wie lange ich nach einer Liebe gesucht habe, die ich mir im Endeffekt nur selbst geben kann.<br />
Und wie oft habe ich Mitgefühl empfunden, welches ich in diesem Moment selbst verdient hätte?<br />
Und ich habe doch eigentlich alles, was mich glücklich macht, aber mir kommt es so vor als würde etwas fehlen.<br />
Vielleicht diese Person, die mir zeigt, was gesunde Liebe ist.<br />
Vielleicht eine Person, die mich versteht und es nicht nur sagt, dass sie mich versteht.<br />
Vielleicht, keine Angst mehr zu haben, jemandem zu vertrauen.<br />
Vielleicht an einem anderen Ort zu sein.<br />
Vielleicht ein neues Zuhause.</p>
<p>Negative Gedanken, die mir das Gehirn und den Verstand verpesten, Gedanken, die mich denken lassen ich wäre alleine besser dran.<br />
Ich habe aufgehört, mich selber zu lieben und habe versucht, alles unter Kontrolle zu haben.<br />
Habe nicht zugelassen, dass mir meine Freunde helfen und eventuell auch mal Recht haben und einen klaren Blick hab ich auch nicht gehabt.</p>
<p>Ich habe so lange nicht erkennen können, wie sehr ich mich wirklich liebe und wertschätze.<br />
Diese Pest in meinem Kopf hat mir soviel weggeätzt, alles an positiven Gedanken einfach weg.<br />
Ich hätte gerne die Chance, die vielleicht mein Leben komplett verändern kann, denn ich schlafe zu wenig, weil ich abends nicht einschlafen will. Ich tu mich schwer mit Aufgaben und Verantwortung.</p>
<p>Ich fühl mich so nutzlos, wenn ich nichts mache, und das Schlimme daran ist, dass ich es weiß und nichts dagegen unternehmen kann, ich frag mich immer für was?<br />
FÜR MICH oder ?<br />
So sollte es doch eigentlich sein oder lieg ich da falsch?<br />
Ich nehm es mir vor und muss alles geben, denn sowie in den oben genannten Problemen will ich nicht weiter versinken.<br />
Ich habe es verdient genau wie jeder andere auch.<br />
Mich selbst lieben, andere lieben zu können.<br />
Motiviert sein, an seinen Träumen zu arbeiten zu können.<br />
In den Spiegel schauen und sagen zu können &#8222; ICH BIN STOLZ AUF DICH &#8222;</p>
<p>Denn eigentlich bin ich es, für all das, was ich bis jetzt geschafft habe.<br />
Also bleibt eigentlich nichts anderes übrig als jetzt damit anzufangen oder?</p>
<p><strong>Chaos im Kopf</strong></p>
<p>Ich schreibe diese Zeilen, weil das Chaos in meinem Kopf einfach keine Ruhe geben will. Manchmal kann ich klar durchsehen, verstehe, was ich will und was ich brauch und dann ist es wieder so überfüllt mit so vielen Sorgen und Fragen, sodass ich keinen klaren Gedanken fassen kann.  Es ist so undurchsichtig, wie eine Mauer um mich herum, die nur ich erklimmen kann.  Die Mauer von Stolz und Einsamkeit, von Zweifel und all meinen Gefühlen.<br />
Ich will sie zum einstürzen bringen, denn es ist so unfassbar anstrengend, denn das Überdenken meiner Gedanken bringt mich zum Denken, daran zu denken wie nur ich alle Schiffe versenke.  Gebundene Hände..verwundet mit so großen Ängsten. Glücklich sein..im Meer voller Wellen.  Um am Ende zu denken, ich muss mich selbst retten.  In den Spiegel schauen und darauf zu wetten, nicht all das zu versenken, was ich spreche.   Meine Schönheit seh nur ich, ohne einen Tunnelblick.  Verwischt, ohne dich geht es nicht.  Denn schreiben tu ich hier immer über mich. ABER ich seh mich nicht.   SEH mich jetzt. Vorangekommen, meine Bilder sind nicht mehr verschwommen.  In meinen Augen sehe ich das Funkeln.  In meinen Augen war es sonst immer so dunkel.   Bin nicht mehr stumm, so viele Dinge um mich herum.  Angekommen, bin so weit schon geschwommen.  Und endlich bin ich da. Sehe auf einmal alles so klar, was für ein Jahr.   Ich habe mein eigenes Buch zu Ende gelesen und gefunden habe ich die Antworten, die mich zu einem glücklich erfüllten Leben führen. Ich hab mir vertraut und darauf aufgebaut. Aufgetaut, spüre die Sonne, obwohl sie noch nicht scheint und ich wein, weil all das&#8230;ist jetzt endlich mein &#8211; fühl mich rein.   Frei.  Ich bin Frau, ich bin furchtlos.  Ich bin feminin, ich bin maskulin. So unfassbar tapfer, selbst mit den ganzen Kratzern.  Ich fahre in meinem Panzer, langsam.  Gemeinsam gegen einsam.  Nimm dich mit an meiner Hand.   Jetzt beginnt eine neue Zeit und ich sag’s dir, bin so unantastbar.<br />
Etwas Druck und ein wenig Mühe, geschlossene alte Türe, sag euch allen schöne Grüße, denn ich düse Richtung Wüste.</p>
<p>Hätte niemals gedacht, dass ich damit anfang, doch das Chaos des Krieges feiert jetzt den Abspann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Paralympics, Geschlecht und Krüppelfrauen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/04/paralympics-geschlecht-und-krueppelfrauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fluff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2022 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 30 Jahren fanden offiziell die ersten Paralympischen Spiele statt. Die Teilnehmer*innen wollen bis heute als Sportler*innen anerkannt und nicht als Behinderte bejubelt werden. Fluff untersucht, inwiefern das gelungen ist und warum “ein ganz normaler Mensch nicht zur Inspiration taugt.” „Ich will als ganz normaler Mensch angesehen werden!“ sagte Marianne Buggenhagen schon 1991 der Zeitschrift]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Vor 30 Jahren fanden offiziell die ersten Paralympischen Spiele statt. Die Teilnehmer*innen wollen bis heute als Sportler*innen anerkannt und nicht als Behinderte bejubelt werden. Fluff untersucht, inwiefern das gelungen ist und warum “ein ganz normaler Mensch nicht zur Inspiration taugt.” </strong></p>
<p><span id="more-14699"></span></p>
<p>„Ich will als ganz normaler Mensch angesehen werden!“ sagte Marianne Buggenhagen schon 1991 der Zeitschrift „die Stütze“. Im Interview ging es um sie, ihren Sport, ihre Behinderung und ihren Mann. Ein kurzer Artikel, der gleichzeitig auch heute hätte erscheinen können: Es wurde betont, wie selbstständig sie sei, wie sauber ihre Wohnung und wie unabhängig sie (trotz Rollstuhl) im Leben stünde. Kurz nach der Wende, gerade arbeitslos geworden, aber dennoch die Hoffnung nicht aufgebend.</p>
<p>Damals plante sie, an den ersten offiziellen Paralympischen Spielen 1992 in Barcelona teilzunehmen.  Das gelang und Marianne nahm direkt vier Goldmedaillen mit nach Hause: im Fünfkampf, Speerwurf, Diskurswurf und Kugelstoßen. Insgesamt wurden es in den folgenden Jahren neun Goldmedaillen, zweimal Bronze und dreimal Silber – und drei Weltrekorde (Diskurswerfen, Speerwerfen, Mehrkampf).</p>
<p>Auch 2022 finden die Paralympischen Spiele statt, vom 04. März bis zum 13. März in Peking. Deutschland wird 18 Athlet_innen in die chinesische Hauptstadt schicken. Gleichzeitig geht es bei den Paralympics auch jedes Jahr darum zu zeigen, dass „solche Menschen“ (euphemistisch ausgedrückt: Menschen mit Beeinträchtigungen, Menschen mit Handicap, Menschen mit besonderen Bedürfnissen), faktisch korrekt ausgedrückt: behinderte Menschen „ebenfalls alles schaffen können“ und chronisch gesunde, nichtbehinderte Menschen dadurch „inspirieren“.</p>
<p>In der Ankündigung der Paralympischen Winterspiele (und der Beschreibung des Maskottchens) liest sich das ungefähr so: „Das Leuchten, das von Shuey Rhon Rhons Herz ausgeht (das das Logo der Winter-Paralympics Beijing 2022 umschließt), symbolisiert die Freundschaft, die Wärme, den Mut und die Ausdauer von Para-Athleten &#8211; Eigenschaften, die jeden Tag Millionen von Menschen auf der ganzen Welt inspirieren.“ Auch in der Fackel scheint Inspiration eine große Rolle zu spielen: „Die Fackel hat eine Farbkombination aus Silber und Gold (die olympische Fackel ist rot und silber), die &#8222;Ruhm und Träume&#8220; symbolisieren soll und gleichzeitig die paralympischen Werte &#8222;Entschlossenheit, Gleichheit, Inspiration und Mut&#8220; widerspiegelt.“</p>
<p>Und auch beim Emblem ist die Inspiration offensichtlich tragend gewesen: „Das offizielle Emblem der Paralympischen Winterspiele Beijing 2022 mit dem Namen &#8222;Leaps&#8220; (Sprünge) transformiert kunstvoll 飞, das chinesische Schriftzeichen für &#8222;fliegen&#8220;. Das von dem Künstler Lin Cunzhen geschaffene Emblem soll das Bild eines Athleten im Rollstuhl heraufbeschwören, der sich auf die Ziellinie und den Sieg zu bewegt. Das Emblem verkörpert auch die Vision der Paralympics, Para-Athleten zu befähigen, &#8222;sportliche Höchstleistungen zu erzielen und die Welt zu inspirieren und zu begeistern&#8220;.“</p>
<p>Eine „ganz normale Frau“, bzw. „ein ganz normaler Mensch“ taugt nicht zur Inspiration, der Wunsch von Marianne Buggenhagen scheint sich bis heute nicht erfüllt zu haben.</p>
<p>Sportliche, behinderte Menschen werden bis heute für inspiration exploitation herangezogen – und dadurch schlussendlich entmenschlicht. Inspiration exploitation (teilweise auch veraltet als „Inspirationporn“ bezeichnet) bedeutet, dass behinderte Menschen nur als Projektionsfläche ihres Erfolgs gesehen werden: „Wenn DIE das schaffen, können es ALLE schaffen!“. Individuelle Geschichten und Bedürfnisse verschwinden hinter dem pauschalen „dafür, dass du behindert bist, bist du aber fast(!) normal“ und auch jenseits von den Paralympics werden behinderte Menschen für ihre reine Existenz zur Inspiration verklärt.</p>
<p>Bereits seit 1980 schrieben Krüppelfrauen (eine Selbstbezeichnung innerhalb der Krüppelbewegung) gegen die Normierung und „Inspiration“ der nichtbehinderten Welt an. So wird 1981 in der „Krüppelzeitung“ über ein Büchlein geschrieben, das an körperbehinderte Mädchen gerichtet ist und diesen den Umgang mit Make-Up und Schminke näherbringen soll.<br />
Treffend schlussfolgert die Autorin: „Grundsätzlich wird zwischen einer nichtbehinderten Frau und einer Krüppelfrau unterschieden: zur einen wird gesagt ,falls du dich rausputzt, dann liegt dir die ganze Welt zu Füßen, und zur anderen ,,falls du dich nett herrichtest, dann findest du auch ein Plätzchen in der Welt. Was ich dabei so erschreckend finde, ist, dass für die nichtbehinderten Frauen und Krüppelfrauen verschiedene Wege vorgezeichnet sind. Die eine im Vordergrund, die andere im Hintergrund. Mit der gleichen Unverfrorenheit wird festgesetzt, dass das Leben der nichtbehinderten Frauen durch Sexualität bestimmt wird, während im Leben der Krüppelfrauen die Sexualität unter den Tisch fällt. Für mich ist das eine wie das andere keine Alternative. Ich lehne es in jedem Fall ab, wenn nichtbehinderten Frauen und Krüppelfrauen vorgeschrieben wird, wie ihr Leben auszusehen hat. Ich bin für Selbstbestimmung. Erst recht für die Krüppelfrau, denn sie muss sich als Krüppel und als Frau emanzipieren.“</p>
<p>Leider zeigt auch die Berichterstattung der Paralympics ähnliche Tendenzen. Während olympische Spielerinnen (höchst fragwürdig) nach Ästhetik bewertet werden, wird die paralympische Berichterstattung vor allem nach der Behinderung der Athleth_innen ausgerichtet und (im Zweifelsfall) eine ergreifende Geschichte erzählt, wie es zu dieser oder jener Behinderung kam.</p>
<p>Inspiration kommt aus der Überwindung der eigenen Behinderung für nicht-Behinderte und trifft hier auf eine besonders unangenehme Kombination aus Sexismus und Ableismus.  Von der Forderung Marianne Bruggenhaagens, als „ganz normale Menschen“ wahrgenommen und dargestellt zu werden, sind wir bis heute weit entfernt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weltfrauen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/03/weltfrauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2022 11:39:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltfrauentag]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle Tage sind Frauenkampftage, trotzdem freuen wir uns, zu diesem offiziellen Tag endlich wieder einen Beitrag von Was geht Almanya zu veröffentlichen. Einen Text, in dem junge Menschen mehr als nur einmal im Jahr Pralinen und Blumen fordern, sondern Respekt, Anerkennung und Gleichbehandlung. Weltfrauentag, 22, dieses Jahr 8. März, unser Motto „Brake the base“, ist]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong><span class="s1">Alle Tage sind Frauenkampftage, trotzdem freuen wir uns, zu diesem offiziellen Tag endlich wieder einen Beitrag von Was geht Almanya zu veröffentlichen. Einen Text, in dem junge Menschen mehr als nur einmal im Jahr Pralinen und Blumen fordern, sondern Respekt, Anerkennung und Gleichbehandlung.</span></strong></p>
<p><span id="more-14606"></span></p>
<p>Weltfrauentag, 22, dieses Jahr<br />
8. März, unser Motto „Brake the base“, ist doch klar<br />
Ich als Frau muss mich doch immer wieder beweisen<br />
Immer dieselbe Leier, hört doch auf, euch selbst zu bescheißen.</p>
<p>Und nach über 100 Jahren hat sich kaum etwas geändert.<br />
Kämpfen unser ganzes Leben, werden trotzdem gehindert.<br />
Wir sind starke Frauen, uns kann ‚Mann‘ nicht unterkriegen<br />
Bei uns wird Feminismus immer großgeschrieben.</p>
<p>Stärke und Respekt werden uns nicht geschenkt.<br />
Wir haben uns die Rechte selbst erkämpft<br />
Keine Blumen und Pralinen zum Weltfrauentag,<br />
denn Respekt und Anerkennung sind angesagt.</p>
<p>Wir kämpfen um unsere Rechte schon seit über 100 Jahren<br />
Mussten Vieles ertragen, weil wir die Frauen waren<br />
Und immer noch die Frauen sind, immer die, die fighten,<br />
immer die, die kämpfen müssen und darunter leiden.</p>
<p>Seit über 100 Jahren es ist noch nicht angekommen „Gebt ihnen ein Wahlrecht!“ das würde reichen, wurde angenommen Aber Verständnis zu zeigen das Frauen noch leiden unter diesen Strukturen<br />
darauf ist man(n) nicht gekommen.<br />
Für Chefpositionen gibt es eine Frauenquote (warum?) Weil das, was ein Mann ja schon immer gemacht hat, im Gegensatz zu ihm eine Frau nicht durfte Wollen Gleichberechtigung und keine Blumen haben, was ein dummer Scherz Patriarchale Strukturen zerschlagen, für eine Frau heißt das, jeden Tag nicht nur am 8. März</p>
<p>für „Was geht, Almanya?!“ haben den Text erarbeitet:<br />
Medine, Selena, Aya, Nadine, Ginda, Lisa, Vanessa, Nico, Jason &amp; Sarah „La Voice“</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Er hat mich nie geschlagenTeil II &#8211; Intermittierende Verstärkung</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/02/er-hat-mich-nie-geschlagen-teil-ii-intermittierende-verstaerkung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Feb 2022 07:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[CN: Gewalt in Beziehungen. Unsere Autorin Marie schreibt über ihre Erfahrungen in einer toxischen Beziehung. “Ich habe mal gehört, dass ein emotionaler Entzug so schlimm für den Menschen ist, wie ein Drogenentzug.”, erzählt sie und beschreibt, wie vielfältig Gewalt sein kann. Eindrucksvoll vermittelt Marie die Kontrollsucht ihres Ex-Freundes und den toxischen Kontakt zu ihm. “Er]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>CN: Gewalt in Beziehungen.</strong><br />
<strong>Unsere Autorin Marie schreibt über ihre Erfahrungen in einer toxischen Beziehung. “Ich habe mal gehört, dass ein emotionaler Entzug so schlimm für den Menschen ist, wie ein Drogenentzug.”, erzählt sie und beschreibt, wie vielfältig Gewalt sein kann. Eindrucksvoll vermittelt Marie die Kontrollsucht ihres Ex-Freundes und den toxischen Kontakt zu ihm. “Er hat mich nie geschlagen” ist ein erschütternder Bericht über emotionalen Missbrauch. Lest hier Teil 2.</strong><span id="more-14460"></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Bei Gedanken an die Zukunft, an eine neue Beziehung, an Liebe, wurde mir ganz schlecht. Vielleicht war noch nicht genug Zeit vergangen, aber ich hatte solche Angst. Ich glaube, ich hatte Angst davor geliebt zu werden.<br />
Ich konnte mich nicht mehr öffnen, obwohl ich es so gerne getan hätte. Wenn ich Komplimente bekam, das Gefühl vermittelt bekam, respektiert zu werden, ernst genommen zu werden, wusste ich gar nicht, wie ich damit umgehen sollte. Ich wurde innerlich panisch, wollte aus der Situation flüchten.<br />
Und mir kamen die Tränen darüber, dass das so war.<br />
Ich hatte es nicht mehr unter Kontrolle.<br />
Natürlich wollte ich geliebt werden und ich wollte lieben. Aber ich spürte nichts mehr und hatte solch einen Fluchtinstinkt, wenn ich mir vorstellte, von jemand anderem geliebt zu werden. Vielleicht hatte ich das Gefühl, ich würde es nicht verdienen, besser behandelt zu werden, als bisher.<br />
Vielleicht vermisste ich die Kontrollsucht eines Mannes, die krankhafte Eifersucht, weil ich mich daran gewöhnt hatte und es zur eigenen Sicherheit als eine Art seiner Zuneigung gesehen hatte.<br />
Ich war verwirrt, wusste nicht mehr, was richtig und was falsch war.</span></span></span></p>
<p>Die Trennung im Oktober 2018 war nun ein paar Monate her.</p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Leider gab es da eine bestimmte Sache, die so gravierend und prägend war, dass ich selbst Monate nach der Trennung noch nicht loslassen konnte, weil ich es gewohnt war von ihm:</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Er ging und kam.<br />
Ging und kam.<br />
Immer und immer wieder.<br />
Einen Kreislauf, den ich aus der Beziehung kannte, dass er ging, wenn er nicht mehr wollte und irgendwann wiederkam. Das war die besagte, ruhige Phase, bis er wieder ging.<br />
Und dann wieder kam.<br />
Und wieder ging.<br />
Das hat sich so gefestigt in meinem Kopf, diese intermittierende Bestärkung, dass ich nach der Trennung immernoch dieses wartende Gefühl hatte, dass er wieder kommt. Obwohl die Trennung so endgültig war, mit komplettem Kontaktabbruch, jeglichen Blockierungen in sozialen Medien, jeder Mensch hat gesagt „Marie, er kommt nicht wieder, es ist eine endgültige Trennung“, aber ich kannte es anders von ihm! </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich habe in diesen drei Monaten nicht gelebt innerlich. Ich habe extrem abgenommen und war wie leer. Ich hatte Entzugserscheinungen in Form von Blasen auf der gesamten Haut. Dieser emotionale Entzug von einer Person, die mich nur kontrollieren wollte, war das, was vorher mein Leben war und das war weg. Wie sollte ich weiterleben, ich kannte das Leben einfach nicht mehr.<br />
</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich habe mal gehört, dass ein emotionaler Entzug so schlimm für den Menschen ist, wie ein Drogenentzug.<br />
</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Und nach drei Monaten ohne Kontakt war es soweit, es kam eine E-Mail, dass er mit mir reden – und einen Neuanfang möchte. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Es hat sich bestätigt. Ich wusste es. Meine permanente Nervosität, dass ich doch irgendwie gewartet habe, hat sich bestätigt.</span></span></span></p>
<p>Es ging so schnell, plötzlich haben wir Kontakt gehabt, viel geschrieben, ein Treffen ausgemacht, an dem ich sogar Blumen bekam. Fotos von uns hatte er auch dabei. Und Salat. Aus unserem Stamm-Restaurant.<br />
Es hat mich überrumpelt. Es gab kein Gespräch, wir haben uns nicht ausgesprochen, es hat sich angefühlt, als wenn er einfach schnell einen kleinen Erfolg wollte. Meine Wunden waren präsent, der Schmerz war da, über den ich reden wollte. Ich wollte wissen, warum alles so gekommen ist, wie es gekommen ist. Das wurde ihm aber zu viel. Welch eine Überraschung. Er wollte einen Neuanfang.<br />
<span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich wollte, dass er sich erst bessert und eine Therapie macht, um mich (Frauen allgemein) besser zu behandeln. Die Stimmung kippte, er machte wieder zu und war weg.<br />
Nur zwei Wochen nach diesem Kontakt war er wieder weg.<br />
</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Das gleiche Muster wie immer. Kompletter Kontakt weg aber ich automatisch in Warte-Haltung. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, ich konnte nicht loslassen, ich war das Warten gewohnt und ich war es gewohnt, dass er wiederkommt.<br />
Ich war wie eine Taube, die vor ihrem Futtertrog sitzt, aus dem in ungewissen Abständen ein Korn kommt, auf das sie wartet, egal wie lange es dauert. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Denn ein Korn wird kommen, das hat sie gelernt. Sie weiß nur nicht, wann.<br />
</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Deswegen sitzt sie da und wartet.<br />
</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Egal wie lange.<br />
Man nennt es intermittierende Verstärkung.</span></span></span></p>
<p>Ich war jeden Tag nervös, habe meinen Schmerz kompensiert. Meine Gedanken drehten sich immer nur um ihn und darum, wann er denn wiederkommt. Er kommt wieder, das wusste ich.<br />
Ein Monat nach dem letzten Kontakt verging.<br />
Zwei Monate, drei Monate, vier Monate. <span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Dann kam der 14. Juni 2019 und während ich auf dem Bett lag und mal wieder in meinen Spam-Ordner schaute, hatte das Warten plötzlich ein Ende.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Es hat sich angefühlt, als würde ein Schwall LEBEN in meinen Körper strömen.<br />
Plötzlich hatte alles wieder einen Sinn. Ich habe wieder gefühlt und gelebt, ab dieser Sekunde.<br />
Wieder eine E-Mail. Wieder hat er angeblich viel nachgedacht, wieder hat sich angeblich etwas geändert und wieder vermisste er mich.<br />
Dasselbe Gelaber wie schon fünf Monate davor.<br />
Aber so labil und naiv wie ich war, war das das Schönste, das hätte passieren können.<br />
Der Kontakt war wieder da, auch ein Treffen wollte er wieder aber natürlich nicht so schnell, denn er hatte nicht viel Zeit (Wir halten fest: Er hat sich keine Zeit nehmen können für mich, in Kombination mit der angeblichen Wichtigkeit seiner Kontaktaufnahme nach so vielen Monaten) und war kurz darauf erstmal einige Wochen im Urlaub. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Auch danach hat er sich nicht mehr gemeldet. Der Kontakt war wieder weg, bis ich mich kurz darauf mit einem alten Freund traf, der gleichzeitig auch sein Freund ist. </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Und siehe da: Es kam eine E-Mail, ob ich mich lieber mit seinem Freund treffen würde, als mit ihm. Ja. Ich wollte mich gerade mal wieder mit meinem Kumpel treffen.<br />
Und an den folgenden Treffen war er immer dabei. Ein komisches, vertrautes Gefühl.<br />
Wir schrieben wieder öfter und vertraut. Die Trennung war bereits ein Jahr her.</span></span></span></p>
<p>Es hätte so schön sein können, wenn ich nicht gewusst hätte, wie er war. Toxisch. Einfach gefährlich für Menschen mit Gefühlen. Komischerweise blieb der Kontakt diesmal länger erhalten aber er wollte sich einfach nicht öffnen. Ich habe also nichts anderes getan als in der Beziehung: Gekämpft.</p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Wozu hatten wir den Kontakt, was sollte der bringen? Eine Freundschaft hätte ich nie im Leben mit ihm geführt.<br />
Ich war es gewohnt gegen Wände zu rennen und mir klar zu werden, dass ich nichts wert bin. Ich bin es nicht wert, dass man sich für mich entscheidet. War ich diesmal wieder nur eine Hintertür?</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Was zur Hölle war ich für ihn und wieso mache ich das immer wieder mit?</span></span></span></p>
<p>Diese Momente, auf die ich immer gewartet habe, dass etwas Nettes kam, etwas, das mir Hoffnung machte, waren für mich das Schönste, was passieren konnte.<br />
Das war so erbärmlich.</p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Kurz vor meinem Geburtstag habe ich eine Nachricht bekommen: „Tust du mir noch einen letzten Gefallen?“ Und als ich gefragt habe, um welchen Gefallen es ging, kam die Antwort, dass er mich noch ein letztes Mal küssen will.<br />
Wie kann man so sehr mit Gefühlen spielen?<br />
Ich habe ihm diesen Gefallen nicht getan. Und darüber bin ich bis heute stolz.<br />
</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Aber stark war ich noch lange nicht. Er hatte mich so lange nach der Beziehung noch unter Kontrolle. Ich habe ihn so geliebt und weiß nicht warum?!</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Der Kontakt musste bestehen bleiben, damit ich ein Gefühl von Leben habe aber gleichzeitig war es so toxisch. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Und um mich endgültig zu zerstören, habe ich etwas getan, was wohl kaum jemand verstehen würde:</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich habe vorgeschlagen, dass wir verreisen. Zu viert. So, wie wir früher verreist sind. Er, sein bester Freund, ich und der Papa meines Sohnes (mit unserem Sohn).<br />
Und wir haben es getan. Ich habe, glaube ich, mal erwähnt, dass ich Meisterin bin, mich psychisch selbst zu zerstören.<br />
Alle sind mitgezogen, niemand hat die Reißleine gezogen und dann waren wir plötzlich an der Ostsee. Habe ich mir gewünscht, dass er dort endlich zur Vernunft kommt, damit wir wieder zusammen sein können? Es ist natürlich nichts dergleichen passiert.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Zurück in Berlin wollte ich endlich wissen, was nun passiert, weil es mich alles einfach nur noch verletzte. Er wusste nicht, was er wollte. Wow.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Er wollte sich dann doch nochmal mit mir treffen: „Du wirst dich freuen, es wird nichts sein, was dich verletzt“.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Hatte sich das Kämpfen gelohnt? Es sollte mich nicht verletzen? Dann kann es nur etwas Gutes bedeuten und mir fiel ein Stein vom Herzen! Ich konnte gut schlafen, es ging mir einfach gut.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Natürlich hatte er für dieses Treffen aber erst in zwei Wochen Zeit.<br />
</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Egal, so blieb meine gute Laune wenigstens zwei Wochen bestehen, dank der Vorfreude.<br />
Einen Tag vor dem Treffen hat er abgesagt.<br />
</span></span></span><a name="_GoBack"></a><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica, serif;"><span style="font-size: medium;">Wir haben seit über 1 1/2 Jahren keinen Kontakt mehr.</span></span></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong><br />
Den ersten Teil von Maries Bericht findest du <a href="https://www.meintestgelaende.de/2022/02/wann-ist-ein-mann-ein-mann-2/">hier.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Frau-Mann-Konstrukt: Wie Frauen denken und Männer nicht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/02/das-frau-mann-konstrukt-wie-frauen-denken-und-maenner-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2022 07:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Identitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Nev macht sich Gedanken über das “Frau-Mann-Konstrukt”. Was ist eigentlich ein Mann? Was ist eine Frau? Was sind Unterschiede oder Gemeinsamkeiten, von denen es doch anatomisch wie auch auf Gefühlsebene einige gibt? Oder nicht? Klischeehaft ist ein Mann “1.80m groß, bärtig, trainiert, trinkt Bier und isst ausschließlich Fleisch”. Bin ich kein Mann, wenn das nicht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nev macht sich Gedanken über das “Frau-Mann-Konstrukt”. Was ist eigentlich ein Mann? Was ist eine Frau? Was sind Unterschiede oder Gemeinsamkeiten, von denen es doch anatomisch wie auch auf Gefühlsebene einige gibt? Oder nicht? Klischeehaft ist ein Mann “1.80m groß, bärtig, trainiert, trinkt Bier und isst ausschließlich Fleisch”. Bin ich kein Mann, wenn das nicht auf mich zutri<span class="">ﬀ</span>t? Viel Spaß, Nevs Meinung dazu zu lesen.</strong><br />
<span id="more-14446"></span></p>
<p><span style="font-family: Calibri, sans-serif;">Ob der Titel und die Unterschrift nun richtig gewählt sind, wage ich fast ein wenig zu bezweifeln. Doch was ist überhaupt richtig. Ich habe mir in den letzen Woche und Monaten – was sage ich, eigentlich bereits mein ganzes Leben darüber Gedanken gemacht, was typisch Frau und typisch Mann sei. Wie und wo fängt man so ein Thema überhaupt an? Klischees, Hormone, Gedanken, Kleidung, Körperbau.<br />
Die Fakten sagen, dass es gravierende anatomische Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt. Gleich sind bei beiden Geschlechtern 44 Chromosomen, die sogenannten Autosomen. Nun kommt der entscheidende Unterschied: Frauen besitzen zwei X-Chromosomen und Männer haben ein X- und ein Y-Chromosom, welche für die jeweilige Entwicklung verantwortlich sind. Optisch gesehen haben Frauen Brüste und eine Vagina, Männer haben einen Penis. Sehr plump, aber irgendwie auch recht treffend. Soll das aber schon alles sein, was beide Geschlechter unterscheidet? Nein, natürlich nicht.<br />
Ich selbst konnte die Erfahrung machen, die Gedanken- und Gefühlswelt einer Frau kennenzulernen und nun, dank der gegengeschlechtlichen Hormontherapie mit Testosteron bin ich in der Männerwelt angekommen. Es gibt gewiss Unterschiede in den Gedanken und Gefühle. Allerdings bin ich auch der festen Überzeugung, dass die hormonelle Zusammensetzung des einzelnen Körpers wesentlichen Einfluss auf das Verhalten und Empfinden hat. Beispielsweise trägt ein höherer Testosteronspiegel dazu bei, dass ein Mensch impulsiver ist. Im Gegensatz ist man empfindsamer, wenn der Östrogenspiegel erhöht ist. Die Zusammensetzung ist von Mensch zu Mensch, ganz gleich, ob Mann oder Frau, sehr unterschiedlich und kann nicht über einen Kamm geschert werden. Manche Argumente und Aussagen scheinen vielleicht etwas wirr. Ich habe natürlich keinen Abschluss oder einen Doktortitel in der Hormonforschung, sodass meine Argumentation nur anhand von Erfahrungen und Beobachtung aufgestellt ist.<br />
</span>Wie definiere ich für mich das „Mann sein“?<br />
Klischeehaft sehen Männer vermutlich ungefähr so aus: 1,80m groß, bärtig, trainiert. Beschützer und Ernährer der Familie, lieben Fussball, können besser Autofahren als Frauen, trinken Bier und essen eigentlich ausschießlich Fleisch.<br />
Wenn ich mir diese ganzen Klischees – und es gibt noch unzählige mehr – so ansehe, dann bin ich wohl kein Mann. Falsch! Zum Einen ist jeder Mensch, ob Mann oder Frau, individuell in Aussehen, Verhalten, Emotionen. Zum Anderen definiert man sich selbst und auch das ist unterschiedlich. Mein Ziel und auch meine Definition eines Mannes ist für mich, ein guter Mensch und irgendwann ein guter Vater und Mann zu sein. Sicher ist es auch ein Anreiz von mir, gut und ein wenig trainiert auszusehen. Ja, ich wäre auch gern ein paar Zentimeter größer. Das sind allerdings nur „Nebensächlichkeiten“ &#8211; viel wichtiger, für seine Liebe da zu sein, zu schätzen, zu ehren. Ja, auch Beschützer und Ernährer zu sein. Angst zu nehmen, Halt zu geben. Meine Frau glücklich zu machen und meine Famile glücklich und stolz zu machen.</p>
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		<title>Ruhrgebietskinder: Haticeela</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/ruhrgebietskinder-haticeela/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ruhrgebietskinder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2022 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute geht es weiter mit der Portrait-Reihe &#8222;Ruhrgebietskinder&#8220; der Landeszentrale für politische Bildung NRW! In diesem Film wird euch Haticeela vorgestellt. Vielleicht kennt ihr sie auch schon? Denn sie ist Teil unserer Redaktionsgruppe GRRRLs Voice of HeRoes Dusiburg. Was ein Mädchen aus Marxloh alles schaffen kann: Obwohl ihr nicht mal der Hauptschulabschluss zugetraut wurde, studiert die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute geht es weiter mit der Portrait-Reihe &#8222;Ruhrgebietskinder&#8220; der <a href="https://www.politische-bildung.nrw.de/digitale-medien/titelverzeichnis/details/video/ruhrgebietskinder-haticeela" target="_blank" rel="noopener">Landeszentrale für politische Bildung NRW</a>! In diesem Film wird euch Haticeela vorgestellt. Vielleicht kennt ihr sie auch schon? Denn sie ist Teil unserer Redaktionsgruppe <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/grrrls-voice-of-heroes-duisburg/" target="_blank" rel="noopener">GRRRLs Voice of HeRoes Dusiburg</a>. Was ein Mädchen aus Marxloh alles schaffen kann: Obwohl ihr nicht mal der Hauptschulabschluss zugetraut wurde, studiert die 24jährige Haticeela heute Sozial- und Kulturwissenschaften und möchte Professorin an der Uni werden. Wir wünschen euch viel Spaß mit dem Film!</strong></p>
<p><strong>(Das Video steht unter der <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons-Lizenz CC-BY-ND 4.0</a>. Lizenzgeber ist die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen.)</strong></p>
<p><span id="more-14385"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Falls ihr den Film über Emre B. verpasst haben solltet, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2021/12/ruhrgebietskinder-emre-b/" target="_blank" rel="noopener"><strong>klickt mal hier</strong></a>!</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Kirschen pflücken</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/kirschen-pfluecken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ursula Recih]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2022 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Ursula Recih! Sie studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, lebt in Leipzig und schreibt Poesie und Prosa, um Erlebtes zu verarbeiten und ihre Gefühle zu kanalisieren. &#8222;Eine feministische Perspektive und meine eigene Position als queere Frau liegen meinen Texten zugrunde, welche sich mit Beziehungsdynamiken, lesbischem Begehren und gesellschaftspolitischen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Ursula Recih! Sie studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, lebt in Leipzig und schreibt Poesie und Prosa, um Erlebtes zu verarbeiten und ihre Gefühle zu kanalisieren. &#8222;Eine feministische Perspektive und meine eigene Position als queere Frau liegen meinen Texten zugrunde, welche sich mit Beziehungsdynamiken, lesbischem Begehren und gesellschaftspolitischen Verhältnissen auseinandersetzen.&#8220;, sagt sie. Wir wünschen euch viel Spaß mit ihrem ersten Text!</strong><span id="more-14374"></span></p>
<p>Vielleicht können wir dann klar sein, wenn unser Gegenüber unklar ist, wenn wir glauben selbst klarer zu sein und uns deshalb erhaben fühlen. Vielleicht ist Klarheit mit Macht verbunden, vielleicht gründet sie sich sogar auf Macht. Ich bin dann klar, wenn mir Raum und die richtigen Anstöße gegeben und Impulse gesendet werden und ich weiß, ich darf sein, ich bin nicht zu viel, egal wie viel ich ordnen muss und egal wie lange ich dafür brauche. Ich bin dann klar, wenn mein Gegenüber mir Klarheit zuspricht, wenn mein Gegenüber denkt, ich sei klar und ich bin eben dann unklar, wenn ich ahne, mein Gegenüber hält mich bereits für unklar.</p>
<p><i>Ich stehe neben meinem Vater im Garten, wir pflücken Sauerkirschen und er sagt, ich solle ihm aus meinem Leben erzählen. Ich beginne über meine Bachelorarbeit zu berichten und bemerke direkt, dass es mir schwer fällt mich zu formulieren, dass ich hadere. Einen Tag zuvor, als ich mit meiner Mutter spazieren war und wir über gesellschaftspolitische Themen diskutierten, hatte ich keinerlei Probleme meine Haltung argumentativ darzulegen und eloquent mein Wissen und Erlerntes zu vermitteln. Neben meinem Vater fühle ich mich auf einmal wieder wie ein kleines Mädchen. Seine kleine Tochter, die schön und künstlerisch kreativ ist aber nicht intelligent. Das allein ist schon paradox, denn für Kreativität bedarf es Intelligenz. Aber Intelligenz ist für meinen Vater und in dem patriarchalen System in dem wir leben, eben nicht gleich Intelligenz. Da gibt es Theorie und Praxis und da gibt es Eigenschaften, die Weiblichkeit zugeschrieben werden und deshalb keine Anerkennung erfahren oder Tätigkeiten, die sobald sie von Frauen ausgeübt werden, nicht mehr als Kompetenzen gelten. Soziale Fähigkeiten zum Beispiel oder eben, wie in meinem Fall, Wissen um Mode und Popkultur. Aber vor allem geht es um Zuschreibungen, die nicht selbst gewählt sind und in die ich nicht passe.</i></p>
<p><i>Er auf der Leiter Meter über mir, ich unten am Boden, mich am rechtfertigen, mich am erklären, am holpern, am Worte suchen. Ich scheitere daran, ihm meine These zu sagen. Ich weiß meine These und ich habe einiges zu ihr und den Texten und Büchern, die ich zu der Thematik gelesen habe, zu erzählen. Ich verspüre seine Skepsis und beginne meinen Satz immer wieder neu, mein Kopf leer, während ich nach den richtigen Worten suche und suche. Ein wenig oberflächliches Gedöhns findet den Weg aus meinem Mund, vor allem aber der wenig aussagende Satz „Ja, es macht mir einfach Spaß, ich finde das alles ganz toll, was denkst du darüber?“ Er erklärt mir, ich solle meine These schmal halten, nicht zu ausführlich werden, sonst würde ich nie fertig werden und eine Doktor-</i></p>
<p><i>anstatt eine Bachelorarbeit schreiben. Ich pflichte ihm zu, dass ich um diese Problematik wisse. Am Abend fahre ich zu meiner Mutter zurück und berichte ihr von dem Nachmittag, dem Kirschen pflücken, den darauf folgenden Gesprächen beim Kaffee, bei denen ich dann stille Zuhörerin geworden bin. Ich sage ihr „Ich fühle mich nicht gesehen, unsere Lebensrealitäten sind meilenweit entfernt.“ Ich sage vieles mehr, da ich einige Gedanken zu dem Geschehenen habe und auf einmal kann ich wieder sprechen.</i></p>
<p>Das heißt meine Annahme über die Haltung meines Gegenübers, anhand meiner Wahrnehmung, wie die Person agiert, bestimmt mein Handeln. Das heißt eine Vermutung bestimmt die Realität. Im Endeffekt ist also die Angst den vermeintlichen Erwartungen des Gegenübers nicht gerecht zu werden der Grund wieso ich dann tatsächlich unklarer werde. Ich beweise mir selbst, dass meine eigenen Zweifel gerechtfertigt sind und schiebe es auf den Habitus einer anderen Person. Das heißt nicht, dass dieser Habitus nicht tatsächlich auch zu meinem Verhalten beiträgt und diese Situation systemisch bedingt ist. Dass sie in vielen Gärten genauso von statten geht. Dass Väter auf Leitern stehen und auf ihre Töchter herabsehen und sie unterschätzen und dass diese Töchter sich deshalb stetig selbst unterschätzen. Aber vielleicht geht es viel mehr darum, mein Verhalten und Selbstbewusstsein nicht länger von der Antizipation, was mein Vater über mich denkt, abhängig zu machen. Sondern mich von dem Drang zu emanzipieren, ihm beweisen zu müssen, dass ich intelligent bin, um etwas wert zu sein.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Texte zum Thema Empowerment gefällig? <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/empowerment/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier entlang</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Süß</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/suess/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isa]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2022 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns sehr, mit Isa eine weitere neue Autorin hier auf meinTestgelände begrüßen zu dürfen! Isa hat das Buch &#8222;Süß&#8220; der Journalistin Ann-Kristin Tlusty gelesen und für uns besprochen. Worum es geht? Das lest ihr hier. Sanft. Süß. Zart. Diese Attribute werden Frauen nicht nur zu- und vorgeschrieben, sondern teilweise auch von ihnen selbst]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns sehr, mit Isa eine weitere neue Autorin hier auf meinTestgelände begrüßen zu dürfen! Isa hat das Buch &#8222;Süß&#8220; der Journalistin Ann-Kristin Tlusty gelesen und für uns besprochen. Worum es geht? Das lest ihr hier.</strong></p>
<p><span id="more-14366"></span></p>
<p>Sanft. Süß. Zart. Diese Attribute werden Frauen nicht nur zu- und vorgeschrieben, sondern teilweise auch von ihnen selbst internalisiert. Wie kommt es, dass Frauen in Zeiten eines salonfähigen und weitverbreiteten Feminismus immer noch die Aufgabe zukommt, als Zuckerguss auf dem von Männern dominierten Alltag zu fungieren? Und wie haben sich solche zuckrigen Ansprüche an Weiblichkeit nahezu unbemerkt in feministische Ansätze eingewoben? Vor diesen Fragen nimmt die Streitschrift von Ann-Kristin Tlusty ihren Ausgang. Zudem stellt sie schon zu Beginn ihrer Schrift klar, dass sich ihr Weiblichkeitsbegriff auf alle Menschen bezieht, die sich als Frau fühlen und nicht bloß jene, die als solche geboren werden. Intelligent, nahbar und authentisch analysiert die Autorin die Sphären der sanften, sich stets selbst aufopfernden; der süßen, sexuell verfügbaren sowie der zarten, anmutig schwächlichen Frau und bettet sie in einen Kontext von Macht und Ohnmacht, ökonomischer Ungleichheit und fragwürdiger sexueller Mündigkeit ein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die sanfte Frau geht vollkommen in ihrer Aufgabe als Pflegerin und Ernährerin auf, ohne sich dabei zu beschweren. Aus diesem Grund ist die sanfte Frau oftmals in Pflegeberufen anzutreffen, die ihrerseits innerhalb einer neoliberalen und kapitalistischen Gesellschaft vernachlässigt werden und unterbezahlt sind. Diese Sanftheit resultiert, so Tlusty, aus dem gesellschaftlichen Anspruch an Frauen, sich stets mütterlich und aufopfernd zu verhalten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die süße Frau wird von anderen – aber auch von sich selbst – als eben solche empfunden. Schüchtern kichert sie, wenn sich Männer auf der Tanzfläche an sie anschmiegen, obwohl sie sich dabei eigentlich alles andere als wohl fühlt. Hauptsächlich ist die süße Frau aber eines: sexuell befreit bzw. jederzeit sexuell verfügbar. Diesen Anspruch an sexuelle Offenheit um jeden Preis verortet die Autorin in den feministischen Bewegungen der 1960er Jahre und analysiert diese Sphäre vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Lebensrealität. Um als Feministin zu gelten, scheint ein offenherziger Umgang mit Sex unumgänglich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Sphäre der zarten Frau, der in dem Buch ebenfalls Beachtung geschenkt wird, begegnet man häufig in medialen Darstellungen von Weiblichkeit. Anmutig schwächlich ziert diese Frau leicht bekleidet und dementsprechend fröstelnd die bunten Seiten diverser Modemagazine. Man trifft die zarte Frau natürlich sehr oft auf Kinoleinwänden, während sie als Schönheit darauf wartet, von einem Mann aus einer brenzligen Lage gerettet zu werden (ohne dass dabei ihr Make-Up verwischt, selbstverständlich).<span class="Apple-converted-space">   </span></p>
<p>In erster Linie dient dieses Buch der Auseinandersetzung mit den antifeministischen Unterdrückungsmechanismen in unserer Gesellschaft. Tlusty stellt sich aber ebenfalls vehement gegen eine Ansammlung feministischer Strömungen, die sie unter dem Namen ‚Potenzfeminismus‘ subsumiert. Unter Potenzfeminismus versteht sie all jene feministischen Strömungen, die auf verschiedensten Social Media Plattformen Konzepte wie Female Empowerment und radikale Selbstliebe propagieren und dabei außer Acht lassen, dass sich die Kämpfe des Feminismus nicht rein auf einer individuellen Ebene ausfechten lassen. Vielmehr bedarf es grundlegender, kollektiver Bemühungen, um einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen und dem klebrigen Stigma der süßen Frau ein Ende zu setzen.</p>
<p>Eine Leseempfehlung für alle, die sich sowohl mit den zeitgenössischen feministischen Strömungen als auch mit ihren eigenen Ansprüchen an Weiblichkeit kritisch auseinandersetzen wollen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Das Buch findet ihr <a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/suess/978-3-446-27101-2/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weißer Mann, wann hast du mich endlich lieb?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/12/weisser-mann-wann-hast-du-mich-endlich-lieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Brück]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Dec 2021 07:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir euch den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Lisa Brück &#8211; herzlich willkommen bei meinTestgelände! Es ist ein lyrischer Text über weiße Privilegien und Rassismen, der zum Nachdenken und Reflektieren anregt.  Übrigens: Morgen, am 10. Dezember, ist der Internationale Tag der Menschenrechte.  Weißer Mann, wann hast du mich endlich lieb? Wenn sich mein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute präsentieren wir euch den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Lisa Brück &#8211; herzlich willkommen bei meinTestgelände! Es ist ein lyrischer Text über weiße Privilegien und Rassismen, der zum Nachdenken und Reflektieren anregt. </strong></p>
<p><strong>Übrigens: Morgen, am 10. Dezember, ist der Internationale Tag der Menschenrechte. </strong></p>
<p><span id="more-14352"></span></p>
<p>Weißer Mann, wann hast du mich endlich lieb?</p>
<p>Wenn sich mein Kleid noch enger an meinen Körper schmiegt, wenn ich nur lächele obwohl mir in deiner Gegenwart nicht danach zumute ist, wenn ich immer hinter statt neben dir steh, kann es sein dass du mein nicht weiß sein für einen Augenblick vergisst?</p>
<p>Wenn ich „zugebe“ gerne in der letzten Reihe zu stehen, wenn du nicht mal mehr merkst ob ich bleib oder geh, wenn ich niemals Schrei nicht mal mehr meine Stimme gegen die Deine Erheb,</p>
<p>Wenn ich meine Rechte vergesse, und für Deine leb</p>
<p>Wenn ich Beleidigungen als Koseworte interpretier, wenn ich keine Zuneigung als deine Art der Zuneigung akzeptier</p>
<p>Sag mir Weißer Mann, wenn ich mich noch ein wenig mehr Reck</p>
<p>Wenn ich mich dir noch ein bisschen entgegenstreck</p>
<p>Wenn ich nicht mehr so laut Fluch</p>
<p>Ist das dann endlich genug?</p>
<p>Wenn ich noch ein bisschen schneller Tanz</p>
<p>Wenn ich nichts besser kann</p>
<p>Wenn ich heller werde</p>
<p>wenn ich mir nicht mehr gleiche</p>
<p>und ich ein bisschen für dich sterbe?</p>
<p>Sag mir weißer Mann,</p>
<p>magst mich du die meinen lieber als Scherben?</p>
<p>Sag, kannst du mich nicht einmal annehmen, trotz deines Zornes mich abseits meiner Wurzeln zu sehen,</p>
<p>Sag mir würde es etwas ändern, wenn es das alles gibt?</p>
<p>Weißer Mann wann hast du mich endlich lieb?</p>
<p>Denn</p>
<p>Ich wollte weiß bleiben</p>
<p>Mich weiß kleiden</p>
<p>Dazugehören</p>
<p>Heißt weiß leben</p>
<p>Weiß verinnerlichen</p>
<p>Weiß einzuverleiben</p>
<p>Unbeschrieben</p>
<p>Ohne schwere</p>
<p>Wie leicht ich</p>
<p>Wie leicht</p>
<p>Mein Leben wäre</p>
<p>Wenn ich keine Farbe hätte</p>
<p>Wenn ich weiß, genug für dich wäre</p>
<p>Wenn ich ein unbeschriebenes Blatt</p>
<p>Für dich</p>
<p>Für euch werde</p>
<p>Wenn ich in meine Einzelteile zerfalle</p>
<p>Wenn ich weiß, werde</p>
<p>Und weiß für dich bleibe</p>
<p>Wenn ich mich in mir zurückziehe</p>
<p>Mich endgültig in einen Kokon verschließ</p>
<p>Wenn ich dir helfe</p>
<p>Wenn du es leicht hast</p>
<p>Wenn ich schweige</p>
<p>Worte der Anklage runterschlucke</p>
<p>Und keine Tränen mehr vergieße</p>
<p>Wenn ich keinen Raum mehr beanspruche</p>
<p>Nur einen<span class="Apple-converted-space">  </span>Platz in der Ecke wo du mich nicht sehen musst</p>
<p>Wo du mich vergessen kannst</p>
<p>Du uns nicht Rede und Antwort stehen musst</p>
<p>Sag</p>
<p>Wenn meine Schreie verklingen</p>
<p>Wenn mein Tod keine Nachricht mehr wert ist,</p>
<p>wenn keine Proteste mehr stattfinden</p>
<p>wenn alles was mich ausmacht</p>
<p>nach und nach an Kontur verliert</p>
<p>wenn ich für dich verschwinde</p>
<p>wenn ich keinen deiner Horrorgeschichten mehr entspringe</p>
<p>wenn unsere Lieder unsere Stimmen nur noch leise nachhallen und langsam verklingen</p>
<p>wenn meine Kunst nicht mehr existiert</p>
<p>ich als Kunstwerk</p>
<p>ich als Mensch nicht mehr existier</p>
<p>sag kannst du mich dann endlich akzeptieren</p>
<p>wenn ich vor dir auf die Knie geh</p>
<p>wenn ich dir keine Steine mehr in den Weg leg</p>
<p>wenn ich nicht mehr in deiner Nachbarschaft leb</p>
<p>wenn ich mich nicht mehr unter die deinen beweg</p>
<p>wenn ich mit meinen Händen nicht mehr nach deinen greife</p>
<p>wenn meine Worte keine Wege mehr weisen,</p>
<p>wenn meine Haut endlich deiner gleicht</p>
<p>und mein Schmerz</p>
<p>mein Leid</p>
<p>dass du gesammelt hast wie Briefmarken</p>
<p>Jahrhundertelang</p>
<p>Deinen Gefühlen und Regeln weicht</p>
<p>Sag mir, wenn ich zu nichts werde</p>
<p>Sind wir dann endlich eins?</p>
<p>Sag, kannst du mich nicht einmal annehmen, nicht krampfhaft versuchen meine Wurzeln nicht zu sehen,</p>
<p>Sag mir würde es etwas ändern, wenn es das alles gibt?</p>
<p>Weißer Mann warum hast du mich nicht lieb?</p>
<p>Aber ich weiß</p>
<p>Ich stelle die falschen Fragen</p>
<p>Denn Ich muss nicht sein</p>
<p>Damit du mich akzeptieren kannst</p>
<p>Wer bist du, dass du entscheidest</p>
<p>Wie ich aussehe</p>
<p>Wie mich verhalte</p>
<p>Wie ich rausgehe</p>
<p>Ob ich mich enthalte</p>
<p>Wie ich für mich einstehe</p>
<p>Ob ich zu laut bin</p>
<p>Und alles</p>
<p>Weil ich dir nicht vertraut bin</p>
<p>Nach 400 Jahren</p>
<p>Du mir misstraust</p>
<p>Von Beginn</p>
<p>Du mauerst jeden meiner Wege</p>
<p>Und behauptest dann,</p>
<p>ich habe es mir selbst verbaut</p>
<p>und wenn ich dann durch deine Hände</p>
<p>selbst wenn ich in Zelle 5 einsam sterbe</p>
<p>wird mir nicht geglaubt</p>
<p>Denn Beweise lernen dann plötzlich laufen</p>
<p>Verschwinden</p>
<p>Wenn es um dich geht</p>
<p>Aber bei mir braucht es nicht mal die</p>
<p>Um mich hinter Gitter zu bringen</p>
<p>Ich bin doch schuldig</p>
<p>Auf den Straßen</p>
<p>In den Schulen</p>
<p>An den Kassen</p>
<p>Bevor ich überhaupt ein Schritt</p>
<p>Im Gerichtssaal bin</p>
<p>Es wird immer gefragt, ob wir Waffen besitzen</p>
<p>Aber letztes Jahr im Februar</p>
<p>Konnte sich keiner erklären</p>
<p>Wie jemand anders fast 20 Jahren</p>
<p>Nicht rechtens Waffen besaß</p>
<p>Einzelfälle sagst du</p>
<p>Das wars</p>
<p>Ich werde dir nie gleichen</p>
<p>Denn ich will nicht an Substanz verlieren</p>
<p>Ich werde nie aufhören zu sein,</p>
<p>aber ich hoffe, du wirst in Zukunft aufhören meine Kindes Kinder zu attackieren</p>
<p>Ich werde reden und Worte finden, wo es dir versagt,</p>
<p>ich werde verlernen und weitergeben, dass es nicht an uns liegt oder lag</p>
<p>Denn</p>
<p>Ich sag dir, ich will mich nicht ändern, um dir zu gefallen</p>
<p>Ich hoffe, diese Worte werden in dir nachhallen</p>
<p>Sag mir, würdest du dich ändern,</p>
<p>wenn du es wärst,</p>
<p>wenn dein weiß sein schwerer wiegt?</p>
<p>Weißer Mann</p>
<p>Ich sage</p>
<p>Irgendwann wird es mir egal sein, dass du mich nicht liebst.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2021/04/oury-jalloh/" target="_blank" rel="noopener"><strong>In diesem beeindruckenden Poetry Slam-Text</strong></a> befassen sich Abdul und Lisa mit dem Mordfall Oury Jalloh.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Urteil &#8211; es war soweit</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/12/das-urteil-es-war-soweit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Dec 2021 07:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualisierte Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Content Note: Sexualisierte Gewalt.  Unsere Autorin Celine schreibt für uns über den Prozess gegen den Freund ihrer Mutter. Inzwischen ist das Urteil verkündet worden, und Celine und ihre Schwester sind erleichtert, nach dieser langen Zeit des Kämpfens zumindest ein bisschen Gerechtigkeit zu erfahren. Wie Celine den Tag am Schöffengericht erlebt hat, lest ihr hier. Es]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Content Note: Sexualisierte Gewalt. </strong></p>
<p><strong>Unsere Autorin Celine schreibt für uns über den Prozess gegen den Freund ihrer Mutter. Inzwischen ist das Urteil verkündet worden, und Celine und ihre Schwester sind erleichtert, nach dieser langen Zeit des Kämpfens zumindest ein bisschen Gerechtigkeit zu erfahren. Wie Celine den Tag am Schöffengericht erlebt hat, lest ihr hier.</strong></p>
<p><span id="more-14344"></span></p>
<p>Es war soweit…</p>
<p>Dienstag den 09.11.2021, 9:30 Uhr angekommen am Schöffengericht, standen wir da.<br />
Leer Blicke.<br />
Wut.<br />
Angst und hoher Puls.<br />
Gedanken schossen mir durch den Kopf…<br />
Eine Zigarette nach der anderen, Tränen in den Augen, denn es war endlich soweit.<br />
Um 9:45 sind wir die Treppen hochgelaufen und standen vor dem Saal 158, voller Aufregung, zitternde Beine und nasse Hände.</p>
<p>Es war soweit…</p>
<p>10 Uhr durften wir in diesen kalten weissen Saal eintreten und das taten wir dann auch…<br />
Im Saal saßen der Pflichtverteidiger und die Dolmetscherin auf der linken Seite vom Saal, in der Mitte der Richter und die zwei Schöffen. Auf der rechten Seite saßen die Staatsanwaltschaft und die Protokollantin und unsere Rechtsanwältin.<br />
Und dann saßen da wir.</p>
<p>Und du? Du kamst mal wieder zu spät.</p>
<p>Um 10:25 ging die Tür auf und ich sah den Mann in Uniform, Justiz stand auf seiner Jacke…<br />
Und dann kamst du rein, mit Handschellen an deinen Händen… in einem roten T-Shirt und grauer Jogginghose.<br />
Ich schaute dir direkt in die Augen und für einen kurzen Moment fühlte ich nichts.<br />
Du bleibst stehen.<br />
Deine hässliche Neugier und deine ungeduldige Art wollten wissen, wer alles auf diesen Stühlen sitzt.</p>
<p>Nun sitzt du auf einem dieser Stühle mit der Dreistigkeit, in unsere Richtung zu gucken.<br />
Mir kamen die Tränen.<br />
Mein Herz klopfte so schnell und meine Schwester neben mir war am zittern.<br />
Ich griff nach ihrer Hand und sie schaute mich an, dieser Blick… den ich niemals vergessen werde.<br />
So viel Schmerz in ihren Augen.<br />
So viel Angst.<br />
So viele Zweifel.</p>
<p>Der Justizbeamte wurde laut und befiehlt dir nach vorne zu schauen und nicht in unsere Richtung.<br />
Das gefiel dir nicht…<br />
Und dann hörte ich deine grauenvolle Stimme fragen &#8211; Ist das jetzt auch verboten? &#8211;</p>
<p>Deine ekelhafte Dreistigkeit allein sollte schon bestraft werden!</p>
<p>Die ersten Sätze von dem Richter bekam ich vor lauter Gedanken gar nicht mit… ich wollte einfach nur, dass es vorbei ist, ich versuchte mich zu konzentrieren.<br />
Doch dann mussten wir raus aus dem Saal, denn du hattest das Recht, etwas über dich zu erzählen und wie es dir so ergangen ist in der Untersuchungshaft…</p>
<p>Wir saßen draußen direkt vor dem Saal und warteten und warteten…<br />
Die Zeit war in diesem Moment mein schlimmster Feind.<br />
Sekunden wurden zu Minuten und die Minuten wurden zu einer fast ganzen Stunde…</p>
<p>Ich habe mich so lange Zeit emotional darauf vorbereitet gegen dich auszusagen…<br />
Allen Anwesenden zu erzählen, was für ein schreckliches Monster du bist… dir ins Gesicht gucken zu können und dir zur erzählen, was du aus mir gemacht hast… wieviel Leid du mir zugefügt hast… wieviel Schmerz ich in mir trage wegen dir, und was du alles kaputt gemacht hast.<br />
DENN ALL DAS IST DIR NICHT BEWUSST!!!</p>
<p>Ich wollte gegen dich aussagen, um endlich einen Haken dahinter setzen zu können, ich wollte gegen dich aussagen für meine Schwester. Ich wollte mein Leid mit allen Anwesenden teilen und ihnen zeigen, was für ein schrecklicher Mensch du bist.</p>
<p>Nach einer ganzen Weile kam meine Rechtsanwältin raus und schaute mich an und meinte, dass ich wahrscheinlich nicht aussagen werde gegen dich sondern nur meine Schwester… Das würde entschieden werden, wenn meine Schwester ausgesagt hat! Und vorteilhaft wäre es, wenn ich während ihrer Aussage mit draußen warte…</p>
<p>Schaffst du das fragte man meine Schwester, sie schaute mich an … Und ich versicherte ihr, dass sie es schaffen würde!!</p>
<p>Sie steht auf und betrat den Saal mit meiner Rechtsanwältin…<br />
Die Tür ging zu und ich weinte… ich wusste nicht, was ich denken sollte…<br />
Ich weiß nicht, wie lange sie ihre Aussage machte aber sie hat es geschafft… Die Tür ging auf und sie fiel mir in die Arme.<br />
Ich war so unglaublich stolz auf sie!!</p>
<p>Alle mussten raus aus dem Saal, denn der Pflichtverteidiger und er wollten sich besprechen…<br />
Man schlug ihm ein Deal vor.. bei einem Geständnis würde es zu einem Urteil von 2-3 Jahren kommen…<br />
Aber der Pflichtverteidiger wollte Bewährung für ihn???<br />
Mit was für einer Begründung sollte er Bewährung bekommen fragte ich mich…</p>
<p>Es war soweit…<br />
Nach all dem langen Warten und nicht zu wissen, was passiert, durften wir wieder in den Saal 158 eintreten…</p>
<p>Der Richter gab dem Pflichtverteidiger das Wort um sein Geständnis abzulegen und gleichzeitig zu begründen, warum Bewährung für ihn doch rechtens wäre…</p>
<p>Haltet euch fest!!</p>
<p><b>Herr XY gibt zu, die beschriebenen Taten begangen zuhaben, dennoch könne das Opfer froh sein, dass er zum MASTURBIEREN nach anfassen des Mädchens extra auf den Balkon gegangen sei. Zudem sollte auch berücksichtig werden, dass er ja nicht eingedrungen sei und es zu keiner Vergewaltigung kam, und verantwortlich ist das Opfer, denn sie habe sich freizügig gekleidet…  Unter anderem leidet Herr XY an körperlicher Gewalt, die ihm durch andere Insassen zugefügt werde… Deshalb beantrage ich Bewährung… </b></p>
<p>Meine Wut in diesem Moment kann ich absolut nicht beschreiben und der Anblick meiner Schwester in diesem Moment brach mir das Herz.<br />
Wir saßen beide nebeneinander und weinten und hofften auf ein Ende, denn das war einfach nur schrecklich und ekelhaft…</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft bekam das Wort, die Frau musste selbst erst einmal tief durchatmen, denn auch sie war einfach nur geschockt, wie alle anderen im Raum… Sie hielte ihre Ansprache und beantragte 3-4 Jahre Haft plus einen weiteren Haftbefehl, denn es besteht Fluchtgefahr…<br />
Nach ihrer Ansprache bekam unsere Rechtsanwältin das Wort, sie schüttelte den Kopf und hielte ihre Ansprache…auch sie beantragte 3-4 Jahre Haft…</p>
<p>Sie war ein kleines Mädchen und es lag ganz sicher nicht in ihrer Verantwortung, ob freizügig gekleidet oder nicht…<br />
Zum Masturbieren extra auf den Balkon gegangen?<br />
Berücksichtigen, dass es zu keiner Vergewaltigung gekommen ist?<br />
EKELHAFTES SCHWEIN!!!!</p>
<p>Es war soweit…</p>
<p>nach fast 4 Stunden kam endlich das Urteil.<br />
Erheben Sie sich…</p>
<p>Meine Knie zittern.<br />
Ich halte die Luft an.<br />
Halte die Hand von meiner Schwester.<br />
Weinten und hofften.</p>
<p>Und ich dachte mir… danach ist es endlich vorbei. Der Kampf, den wir seit 2019 kämpfen, nimmt endlich ein Ende.<br />
Gerechtigkeit oder keine Gerechtigkeit?<br />
Bewährung oder doch 3-4 Jahre Haft?</p>
<p><b>Urteil… im Namen des Volkes… in der Strafsache gegen Herr XY wegen </b><b>sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und Kindern</b><b> wird der Angeklagte zu </b><b>3 Jahren Haft </b><b>verurteilt… </b></p>
<p>Ich holte tief Luft und knickte ein …<br />
Ich umarmte meine Schwester und wir beide fingen an zu weinen…<br />
Wir haben es geschafft!</p>
<p>Nach über 2 Jahren ist es endlich vorbei und wir haben ein kleines bisschen Gerechtigkeit bekommen…<br />
Die 3 Jahre Haft sind wenig, darüber brauchen wir uns nicht zu streiten, aber es ist besser, als ihn auf freien Fuß zu sehen.</p>
<p>Wir standen draußen vor dem Saal, biegen links ab in einen Gang… und da kommt er… in Handschellen, voller Wut und Hass… wird er abgeführt von dem Justizbeamten…<br />
Und mit meinem ganzen Stolz und mit meiner ganzen Kraft schaute ich ihm ein letztes Mal in die Augen und lächelte…<br />
Alles kommt zurück schrie er wie ein Bekloppter und ich antwortetet.. JA RICHTIG, ALLES KOMMT ZURÜCK ZU DIR!<br />
Und lief die Treppe mit erhobenem Kopf runter, gemeinsam mit meiner Schwester und mit meiner Mama…</p>
<p><b>… Ich bin Celine Grace Senses und ich wurde Opfer von sexuellem Missbrauch. </b><br />
<b>Das, was man mir angetan hat, wurde nicht bestraft, gekämpft habe ich trotzdem.</b><br />
<b>Ich bin eine, eine von acht Milliarden Menschen, und habe hier euch meine Geschichte erzählt, diese eine von vielen Geschichten.</b></p>
<p>Sexuelle Gewalt oder sexueller Missbrauch ist für tausende Kinder in Deutschland leider alltäglich. Nur wenige Täter und Täterinnen sind den betroffenen Kindern oder Jugendlichen wirklich fremd. Sexueller Missbrauch findet nach Angaben des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung am häufigsten innerhalb der engsten Familie statt…<br />
Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hat für die Betroffenen dramatische Folgen – oft ein Leben lang.</p>
<p>Wenn du von sexueller Gewalt betroffen bist oder du dich um ein Kind sorgst, einen Verdacht oder ein komisches Gefühl hast oder du dir unsicher bist und Fragen zum Thema stellen möchtest, kannst du dich auch vertrauensvoll an das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch wenden. Es ist eine Anlaufstelle für Betroffene von sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend, für Angehörige sowie Personen aus dem sozialen Umfeld von Kindern, für Fachkräfte und für alle Interessierten. Die pädagogischen und psychologischen Beraterinnen und Berater unterstützen bei allen Fragen zum Thema <b>kostenlos und anonym.</b><br />
Zu erreichen ist das Hilfetelefon unter der Nummer<b> 0800 22 55 530</b></p>
<p><b>Du bist niemals allein, vergiss das nicht! </b><br />
<b>Und Danke an alle, für die tolle Unterstützung und für all den Mut, den ihr mir mitgegeben habt! </b><br />
<b>Eure Celine</b></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/celine/" target="_blank" rel="noopener"><strong>alle weiteren Beiträge von Celine</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die HeRoes zum internationalen Tag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/11/internationalertaggegengewalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Nov 2021 07:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
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					<description><![CDATA[Anlässlich des heutigen internationalen Tages gegen Gewalt an Mädchen und Frauen haben die HeRoes Duisburg ein neues Video produziert. In ihrer Arbeit setzen die jungen Männer sich für ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben von Mädchen und Frauen ein. In diesem Video zeigen sie in ihren persönlichen Statements, dass sie solidarisch sind &#8211; und zwar nicht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anlässlich des heutigen internationalen Tages gegen Gewalt an Mädchen und Frauen haben die HeRoes Duisburg ein neues Video produziert. In ihrer Arbeit setzen die jungen Männer sich für ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben von Mädchen und Frauen ein. In diesem Video zeigen sie in ihren persönlichen Statements, dass sie solidarisch sind &#8211; und zwar nicht nur an diesem Tag!</strong></p>
<p><span id="more-14309"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den HeRoes <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/heroes_neu/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nackt im Sport</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/11/nackt-im-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Nov 2021 07:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[10 cm – zu viel oder zu wenig? Wir freuen uns über einen neuen Text unserer Autorin Lilith. Sie schreibt folgenden Teaser: Die modernen Wettkämpfe im Jahr 2021 unterscheiden sich nicht nur in Hinblick auf die Ausrichtung und die Art der Disziplinen von denen, die in der Antike zwischen 776 v. Chr. und 393 n. Chr. ausgetragen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>10 cm – zu viel oder zu wenig?<span class="Apple-converted-space"> Wir freuen uns über einen neuen Text unserer Autorin Lilith. Sie schreibt folgenden Teaser</span></b><strong><span class="Apple-converted-space">: </span><i>Die modernen Wettkämpfe im Jahr 2021 unterscheiden sich nicht nur in Hinblick auf die Ausrichtung und die Art der Disziplinen von denen, die in der Antike zwischen 776 v. Chr. und 393 n. Chr. ausgetragen wurden. Neben der geringeren Anzahl an Tagen sowie an Sportarten waren auch deutlich weniger Klamotten angesagt. Denn: die Athleten traten nackt an. Trotz Kleidung in den Stadien heute sind manche Regelwerke mit entsprechenden Maximalwerten an Stoffmaßen fragwürdig und stehen in scheinbarem Zwiespalt zwischen sportlicher Funktionalität, Attraktivität für die Zuschauer*innen und dem Wohlfühlen der Athlet*innen. Ein Beitrag über Selbstbestimmung des Outfits im Sport.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></strong></p>
<p><span id="more-14305"></span></p>
<p>„Die folgende Abbildung zeigt, welche Körperbereiche zwingend verdeckt sein müssen“. Ich blättere auf die nächste Seite des Regelwerk Rock’n’Roll. Über mehrere Abschnitte erstreckt sich die umfassende Kleiderordnung für den Wettkampfsport. Welche Körperteile müssen bei welchem Geschlecht wie bedeckt sein, welche Farben sind für das Make-Up erlaubt? Und auf welche Stellen in meinem Gesicht darf ich Glitzersteine platzieren? Minutiös aufgeschlüsselt sind die Vorgaben. Etwas zu kompliziert, wie ich auf den ersten Blick empfinde – aber: bei weitem besser als das, was sich in anderen Schriftstücken findet. So beispielsweise im Beach-Handball: „Die Shorts, sofern sie nicht zu lässig geschnitten sind, können länger sein, aber nicht länger als 10 cm über dem Knie. Spielerinnen müssen Bikinihosen tragen, die der angehängten Abbildung entsprechen. Sie müssen körperbetont geschnitten sein, mit einem hohen Beinausschnitt. Die Seitenbreite darf höchstens 10 cm betragen“ heißt es dort. Eine Maximalbreite bei meiner Tanzkleidung kann ich glücklicherweise nicht finden – auch den Mitspielerinnen des norwegischen Teams wäre dies wohl lieber gewesen. Bei der EM in Bulgarien drohte ihnen die Disqualifikation, weil sie genau diesen Abschnitt des Regelwerks bewusst nicht einhielten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Handball ist hierbei leider keine erschütternde Ausnahme. Frauen mussten lange Zeit im Bikini antreten, seit 2004 bestand die offizielle Regelung, dass die Hosen der Frauen an der Seite eine Breite von sieben Zentimetern nicht überschreiten durften. Eine traurige Unterbietung der Regularien im Beach-Handball. Bei den männlichen Spielern hingegen waren die Hosen im selben Jahr knielang.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Früher hingegen gestaltete sich die Situation in den Sportstätten anders – nämlich allseits mit noch mehr unbedeckter Haut. Und tatsächlich war auch hierfür einmal wieder eine Frau verantwortlich. Ähnlich wie schon Eva Schuld auf sich lud, so war es einige Jahrtausende später eine sich entblößende Dame, die dafür sorgte, dass Nacktheit im wettkampflichen Sport zu einem Normalum wurde. Der Begriff Gymnastik basiert auf gymnos was so viel wie nackt bedeutet. Der wenige Stoff sollte unter anderem ein unnötiges Mehr an Schweiß vermeiden. Dass auch die Trainer keine Kleidung tragen durften, liegt jedoch an einer männlich verkleideten Trainerin. Scheinbar schlich sie sich im Jahr 404 v. Chr. als anfeuernde Mutter zu den 94. Olympischen Spielen. Als ihr Sohn gewann, riss sie sich vor lauter Ergriffenheit die Kleidung vom Leib. Um zukünftige ungebetene weibliche Gäste zu vermeiden, bestand die Folge in der Auferlegung eines Nacktheitzwangs. Was wohl die Zuschauer*innen sagen würden, wenn auch sie maximal mit zehn-Zentimeter Höschen begleitet sein dürften? Warum denn nicht, wenn die Voyeure ohnehin mehr an den Körpern als an den sportlichen Leistungen interessiert zu sein scheinen: <a href="https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1300/J057v13n01_04">Wie eine Studie von sechs Beachvolleyballbegegnungen bei den Olympischen Spielen 2004 ergab</a>, zeigten 20 Prozent der Bilder die Brüste der Athletinnen, 17 Prozent ihren Po. Brüste und Po fungieren dabei wohl besonders unbedeckt als Zuschauermagnet.</p>
<p>In diesem Jahr war die Bandbreite der Outfits bei den Olympischen sowie Paraolympischen Spielen recht groß. Während einige Outfits sehr an die antike Kleidungsfreiheit grenzen, betonen andere Sportlerinnen, dass sie sich mit mehr Bedeckung wohler fühlen. Besonders bezeichnend – die Gymnastinnen ganz widersprüchlich zum „nackten“ Wortursprung. &#8222;Schönes Turnen hat nichts damit zu tun, dass man das auch geil findet&#8220;. Unter diesem Motto trat Elisabeth Seitz gemeinsam mit ihren Kolleginnen in Tokio an. Die Unitards des Nationalteams sind zweckmäßig für den Sport eng anliegend, aber eben auch ganzkörperbedeckend. Mut zur Bekleidung nach Lust und Laune unterstreicht die deutsche Rekordmeisterin. Spaß am Sport soll genauso wenig von einer Minimalbekleidung abhängen wie Spaß am Sportschauen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nicht nur Berühmtheiten aus dem Sport setzen sich für die Selbstbestimmung der Kleiderwahl ein. Die Sängerin Pink beispielsweise kritisierte die Strafe des Hanballfrauenteams, die ihnen letztendlich anstelle der Qualifikation auferlegt wurde, öffentlich und bot an, die Summe zu übernehmen. Positiv ist zumindest die Debatte, die dadurch verstärkt wurde. Besonders entscheidend ist dabei, den Kontext nicht aus den Augen zu verlieren. Das fundamentale Problem liegt schließlich in den Entscheidungsstrukturen solcher Bestimmungen:<span class="Apple-converted-space">  </span>Häufig bestimmen nicht die Athletinnen oder Athleten, sondern Aufsichtsräte der jeweiligen Sportverbände. Diese wiederum sind zu großen Teilen männlich besetzt – und rechtfertigen sich mit dem Argument der Einschaltquoten. Würden die Frauen auf den Bildschirmen unattraktiver aussehen – was scheinbar durch eine jugendfreiere Klamotte bedingt würde – müsste man sich auch nicht beschweren, dass dem Frauensport medial geringe Aufmerksamkeit zukommt. Bessere Sendezeiten anstelle der Etablierung von Stripkluboutfits fällt ihnen als Maßnahme wohl nicht ein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Besonders problematisch ist die Debatte im Kontext des Sexismus‘ sowie sexuellen Missbrauchs im Sport. Enthüllungen über Unrechtmäßigkeiten gegenüber Sportlerinnen, wie sie in der Dokumentation Athlete A dargestellt sind, gehören leider keiner Seltenheit an. Egal also ob hinter oder vor den Kulissen – Sportlerinnen werden zu selten in ihrer Leistungsfähigkeit bewertet und zu sehr als Schönheiten und Sexobjekte wahrgenommen. Aber nicht nur die Geschlechterdebatte ist im Sport prominent – Entscheidungsgremien sind eben nicht nur vorwiegend männlich, sondern auch weiß und alt. So durfte beispielsweise die Schwimmerin Alice Dearing nicht eine extra an ihre Afro-Haare angepasste Schwimmkappe tragen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Letztendlich bleibt zu hoffen, dass Initiativen wie die Unitards in diesem Jahr bei Olympia Wirkung entfalten und absurde Vorstöße wie die 2012 eingebachte Idee, Boxerinnen zwangsweise mit Röcken statt Shorts in den olympischen Ring zu schicken, Geschichte bleiben. Das wichtigste: Spaß an einem gefahrenfrei ausgeführten Sport haben. Und als Zuschauer*in? Die Leistung der Sportler*innen und nicht deren äußerliches Erscheinungsbild bewerten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Klickt euch für weitere Beiträge unbedingt mal rüber zu <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lilith/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Liliths Autorinnenprofil</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Hinter Gittern</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/11/hinter-gittern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2021 07:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualisierte Gewalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=14301</guid>

					<description><![CDATA[Wir sind beeindruckt von unserer Autorin Celine: Nachdem sie einen Text über den Missbrauch durch ihren Stiefvater geschrieben und auf der großen Bühne vorgetragen hat, fasste sie den Mut, endlich Anzeige zu erstatten. Momentan läuft der Prozess. Danke, Celine, für deine Offenheit und dass du uns auf dem Laufenden hältst.  Nun war es endlich soweit…]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind beeindruckt von unserer Autorin Celine: Nachdem sie einen Text über den Missbrauch durch ihren Stiefvater geschrieben und auf der großen Bühne vorgetragen hat, fasste sie den Mut, endlich Anzeige zu erstatten. Momentan läuft der Prozess. Danke, Celine, für deine Offenheit und dass du uns auf dem Laufenden hältst. </strong><span id="more-14301"></span></p>
<p>Nun war es endlich soweit…<br />
sie haben dich, sitzt gerade im Flieger…</p>
<p>fühltest nie diesen Schmerz den wir fühlten… fühltest diese Macht… denn du bist ja ein Mann, der deiner Meinung nach das Recht hat, eine Frau gegen ihren Willen anzufassen richtig?</p>
<p>Du bist ja ein Mann, also ist es richtig, eine Frau zu schlagen und ihr danach zu sagen, wie sehr du sie liebst richtig?</p>
<p>Du steigst aus dem Flieger aus, in Handschellen, die Polizei neben dir…</p>
<p>Ich kann mir diesen Stolz, den du gerade ausstrahlst, so gut vorstellen, denn du bist ja ein Mann richtig? Denn du hast ja nichts falsch gemacht richtig? Und deshalb bist du nicht abgehauen? Weil du nichts falsch gemacht hast?</p>
<p>Ich glaube, du weißt ganz genau, was du falsch gemacht hast… und ich glaube, du weißt ganz genau, warum du abgehauen bist! Oh ich kann mir das so gut vorstellen, wie du in deiner Zelle sitzt und dich fragst, was du falsch gemacht hast &#8230; lustig &#8230; denn du weißt es ganz genau aber du bist nicht ehrlich zu dir selbst. Das warst du nie und wirst es auch niemals sein…</p>
<p>Wie ist es so? Als Mann? Fühlt es sich richtig an hinter Gittern zu sitzen?</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/09/celine-es-war-2011/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Mit diesem Text</strong></a> fing alles an.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Paradox &#038; Anderssein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/10/paradox/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Oct 2021 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13356</guid>

					<description><![CDATA[&#8222;Ich hab den einen Traum den doch jeder hat.&#8220; Heute präsentieren wir euch zwei Gedichte unserer Autorin Celine. Es geht um alles und nichts: um Liebe, ums Leben, um Wut, um einen Alltag, der voller Herausforderungen steckt und um eine tiefe Sehnsucht. Aber lest selbst und lasst Celines Worte auf euch wirken.  Block I Denken,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Ich hab den einen Traum den doch jeder hat.&#8220; Heute präsentieren wir euch zwei Gedichte unserer Autorin Celine. Es geht um alles und nichts: um Liebe, ums Leben, um Wut, um einen Alltag, der voller Herausforderungen steckt und um eine tiefe Sehnsucht. Aber lest selbst und lasst Celines Worte auf euch wirken. </strong></p>
<p><span id="more-13356"></span></p>
<p><strong>Block I</strong><br />
Denken, Blick senken.<br />
Renn, muss schnell sein.<br />
Blaulicht schimmert in deinen Augen.</p>
<p>HEKTIK in der Luft.<br />
Fliegen oder doch fallen.<br />
Sind gefangen auf der Straße. Augen sind rot denn ich bin schlaflos.<br />
Umgeben von so viel und doch so wenig.</p>
<p>Wollen alles haben, aber haben nichts außer uns.<br />
Alles leuchtet gleichzeitig grau.<br />
Sind süchtig, Beziehung definitiv kritisch.<br />
Lieben uns, sind so bunt.<br />
Doch nur hier geht es rund.<br />
Nehmen alles auf uns, sind zu schwer.<br />
Die einen haben alles, doch wir haben nichts.</p>
<p>Armut wächst, in der Armut versteckt. Ist so echt dieser Dreck.<br />
Kein Geld. Hatte keine Wahl..</p>
<p><strong>Block II</strong><br />
Sitze hier, auf Krise.<br />
Ich überlege was ich machen kann um mich über Wasser zuhalten.<br />
Nur Fragezeichen.<br />
Nur Rechnungen.<br />
Suche immer noch den Weg hier raus.<br />
Hab mich verlaufen in einem Haufen von Zahlen.<br />
Draußen am rauchen, tauchen in meinem Traum.</p>
<p>Ich will mich nicht schon wieder verlieren.<br />
Doch so kurz davor.<br />
Sehe keinen Ausweg außer wieder abzuhauen.<br />
Bitte.<br />
Will nicht nur Hass spüren, für dieses System.</p>
<p>PARADOX.<br />
Doch das Leben scheint auf Paradox<br />
Immer Planlos, sag mir wie.<br />
Immer sehen sie was ich nicht sehe. Ziele setzen aber erreiche es nicht.<br />
Dachte ich finde hier raus.<br />
Erfolglos.<br />
Immer dieses Risiko, riesengroß.<br />
Niemand gibt dir den Halt, werde immer Ratloser. Muss gehen es wird spät.</p>
<p>Ohne einen Plan, weiß nicht wohin ich geh.<br />
Ich hab den einen Traum den doch jeder hat.</p>
<p><strong>Anders sein</strong><br />
Sag mir wie lang müssen wir noch warten?<br />
Sag mir wie lange ist es dennoch möglich, unsere eigenen Augen zu verschließen?<br />
Sag mir wie lang werden wir brauchen um endlich was zu starten?<br />
Bitte sag mir wie lange, um alle Tränen auf dieser Welt zu vergießen?<br />
Und vielleicht sagst du mir auch, wie oft müssen wir noch gegen unseren eigenen Willen kämpfen?<br />
Sag wie oft müssen wir dieses Leid noch ertragen?</p>
<p>Und wann können wir endlich friedlich zusammen Leben?<br />
Ohne dieses, du darfst dies und das nicht und du musst so und so sein?<br />
Lasst uns doch gemeinsam eine Lösung finden oder dreht ihr euch immer nur um euch selbst?<br />
Wir können doch nicht immer die Last der Welt auf unseren eigenen Schultern tragen!!<br />
Wir müssen gemeinsam diesen Weg gehen uns lieben und schätzen!!<br />
Ständig nur müde zu sein und ständig darauf achten zu müssen wer man wirklich ist.<br />
Ständig musst du so tun als wärst du jemand anders anstatt sich frei zu fühlen.</p>
<p>Die anderen dürfen sich frei fühlen aber wir nicht?<br />
Die, die auf das andere Geschlecht stehen?<br />
Die, die eine andere Hautfarbe haben oder eine andere Herkunft?<br />
Die, die sich entschieden haben doch nicht der zu sein als der man geboren ist?<br />
Die, die eine andere Religion haben?</p>
<p>DIE DÜRFEN SICH NICHT FREI FÜHLEN?<br />
NEIN?<br />
Mit was für einer Begründung denn?<br />
RICHTIG, ES GIBT KEINE!!!</p>
<p>Wir dürfen und sollten uns auch frei fühlen!!!<br />
Ich spreche hier für alle, für alle die sich nicht frei fühlen!<br />
Für alle die das Gefühl haben sich verstecken zu müssen!<br />
Für alle die das Gefühl haben sich nicht frei zu fühlen!</p>
<p>FÜR ALLE DIE ANDERS SIND!</p>
<p>WIR SIND WIR!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr zum Thema Liebe <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/liebe/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Ordinäres oder modernes Grundgesetz?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/grundgesetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ann Katrin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2021 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[#Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und mittlerweile 72 Jahre alt: Das Grundgesetz. In wenigen Tagen findet die Bundestagswahl statt, unsere Autorin Ann Katrin hat das zum Anlass genommen, sich nochmal intensiv mit dem GG zu beschäftigen. Welche Aspekte zu Gender im Grundgesetz zu finden sind und ob das GG überhaupt inklusiv ist, erfahrt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und mittlerweile 72 Jahre alt: Das Grundgesetz. In wenigen Tagen findet die Bundestagswahl statt, unsere Autorin Ann Katrin hat das zum Anlass genommen, sich nochmal intensiv mit dem GG zu beschäftigen. Welche Aspekte zu Gender im Grundgesetz zu finden sind und ob das GG überhaupt inklusiv ist, erfahrt ihr in ihrer Analyse. Viel Spaß beim Lesen!</strong><strong><br />
</strong></p>
<p><span id="more-13343"></span></p>
<p>2021 ist ein Jahr voller Landtagswahlen und der Bundestagswahl im September. Diese Zeit bietet für die Wähler eine gute Chance, die politischen Kenntnisse aufzufrischen. Ich habe mir das Grundgesetz nochmal genauer angesehen und besonders auf die Inklusion, hinsichtlich der vielen Orientierungsgruppen, geachtet. Sie kommen nicht vor! Das deutsche Grundgesetzt (GG) gilt für alle in Deutschland geborenen Menschen, Gruppen mit Flüchtlings-und Asylhintergrund sowie Personen mit deutschem Pass. Außerdem regelt das GG deutlich mehr als nur das soziale Zusammenleben, sondern auch wie Deutschland aufgebaut ist, inklusive der Eigentümer der Bundesrepublik und den Ablauf eventueller Veränderungen der staatlichen Struktur. Aber das Gesetz stellt neben der rechtlichen und politischen Aufstellung auch eine Richtlinie für das gesellschaftliche Zusammenleben dar. Es sind unterschwellige Leitlinien, wie Menschen miteinander umgehen und sich gegenseitig positionieren sollten. Dies ist besonders durch Artikel 1 gewährleistet, welcher die Würde des Menschen über allem anderen schützt. Gleichzeitig ist der Artikel auch durch die Ewigkeitsklausel geschützt und kann so nicht verändert werden. Betrachten wir das GG allerdings als maßgebendes Dokument, wie die Personen der deutschen Gesellschaft betrachtet werden, stoßen wir auf einige Hürden bezüglich der Einbindung der Gruppen mit diversen Orientierungen und Identifizierungen. Im Jahr 2021 kategorisieren wir Personen nicht nur als Mann oder Frau, sondern berücksichtigen auch die persönliche Wahrnehmung bezüglich des eigenen Körpers und der sexuellen Orientierung. Viele Bereiche des öffentlichen Lebens sind schon dabei sich anzupassen und für Gleichberechtigung sowie für Inklusion zu sorgen. Ein nächster großer Schritt sollte eine drastische Überarbeitung des GG sein, welche eine deutliche Inklusion der diversen Gruppen nach sich ziehen kann. Das seit 1949 bestehen GG umfasst aktuell 202 Artikel und wurde seit seinem Bestehen schon 60 Mal geändert, einige Artikel wurden neu formuliert oder ganz entfernt. Aber die Formulierungen der angesprochenen Personen haben sich nicht verändert. Hauptsächlich wird im GG vom “Deutschen Volk” und explizit von Männern und Frauen gesprochen. Die am meisten verwendete Formulierung ist immer noch “Personen” und “jedermann”. Diese Formulierungen sind grob gesehen sehr allgemein und inklusiv und natürlich kann nicht jeder Artikel in korrekter Gendersprache überarbeitet werden, besonders, da mehr als die Hälfte des GG das politische und rechtliche System, sowie die Zuständigkeiten und das Eigentum der Bundesrepublik erläutern. Aber einige Artikel sind in ihrer aktuellen Formulierung sehr explizit ausgrenzend und leider nicht durch Gleichberechtigung geprägt. So besagt Artikel 3 die explizite Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Aber gerade in diesem Artikel sollten dann auch alle Gruppen eingeschlossen werden, wie die LGBTQ, Transgender oder Personen mit Nicht-binärer Orientierung (divers). Bisher werden Personen, die sich als divers oder Trans identifizieren, ausgeschlossen, falls sie weder explizit Mann noch Frau sind oder sich so sehen. Dies stellt auch die Frage, ob das GG sich nur auf eine rein biologische Kategorisierung der Geschlechter bezieht und wie die Definition Mann und Frau hergeleitet wird. Gleichzeitig besagt Artikel 3, dass keine Person benachteiligt werden darf. Wie also werden hier Menschen mit einer anderen Orientierung als die im GG festgelegte beachtet und geschützt? Ein weiterer Streitpunkt kommt mit Artikel 12. Dieser Artikel bezieht sich auf die Verpflichtung zum Zivildienst. Ersterer Absatz besagt deutlich, dass Männer verpflichtet werden dürfen, sollte die Not bestehen. Ein weiterer Absatz besagt, dass Frauen ebenso verpflichtet werden können, wenn die freiwillige Besetzung durch Männer nicht ausreicht und auch, dass Frauen vom Dienst mit der Waffe ausgeschlossen werden: “Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.” So viel zu voller Gleichberechtigung. Abgesehen vom expliziten Ausschluss weiblicher Personen vom Waffendienst, werden hier auch wieder nur Männer und Frauen angesprochen. Wenn sich eine Person also &#8222;anders&#8220; identifiziert, anstatt klar als Frau oder Mann, entfällt diese Person im Artikel 12 dann komplett? Darüber hinaus könnte eine freiwillige Bereitstellung zum Zivildienst zu der Frage führen, für welche Aufgaben die Person gemeldet werden würde. Gilt diese Person dann für die weibliche Gruppe oder die männliche? Wird sie aufgrund der physischen Attribute eingeordnet oder nach der sexuellen Orientierung oder der persönlichen Identifikation? In den restlichen Artikeln des GG kommt es nicht zu solch starken Auffälligkeiten aber zusammengefasst ist das GG leider sehr einseitig formuliert. Es klingt sehr einfach, die Anpassung des GG zu fordern und Vorschläge zu machen. Allerdings muss auch abgewogen werden, wie diese Veränderungen durchgeführt werden würden und welche Schwierigkeiten aber auch Vorteile entstehen könnten. Die positiven Aspekte lassen sich einfach zusammenfassen: transparente Inklusion und Gleichberechtigung aller gesellschaftlichen Gruppen mit diversen Orientierungen und Identifizierungen. Eine Aufnahme im GG würde zu mehr Akzeptanz führen und zu mehr Beachtung durch die Politik. Außerdem setzt die Veränderung ein klares Zeichen für eine wirklich transparente und moderne Politik in Deutschland. Bisher blieb es nur bei Veranstaltungen, sozialen Bewegungen und gelegentlichen Statements durch einzelne Politiker. Die Hürden auf der anderen Seite sind etwas komplizierter. Zum einen wäre es ein sehr aufwendiger Prozess zwischen Politikern und Sozialwissenschaftlern, sich darauf zu einigen, welche Formulierungen untergebracht werden sollten, um die verschiedenen Personengruppen korrekt zu integrieren. Ein weiterer Punkt wäre der fortlaufende Prozess. Wenn diese erste Unterbringung erst einmal beginnt, dann kann argumentiert werden, dass mit jeder neuen Identifikationsgruppe auch eine erneute Anpassung des GG notwendig wird. Es wäre also ein sich wiederholender Prozess, den sicherlich nicht viele Politiker begrüßen würden. Zuletzt stellt sich die Frage, wann eine eindeutige Aufnahme in das GG notwendig wird oder ob vielleicht eine klare Definition der Personengruppen eine schnelle Lösung wäre. Dies könnte nur eine Aufnahme bzw. Ergänzung benötigen mit klarer Formulierung, dass die neue Bezeichnung für die restlichen Artikel gelten wird.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Noch unentschlossen wo du am 26.09 dein Kreuz setzt? Mach einfach den <a href="https://www.wahl-o-mat.de/" target="_blank" rel="noopener">Wahl-O-Mat</a><br />
</strong></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Ansage &#8211; Wie viel Gleichberechtigung steckt in den Wahlprogrammen 2021?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/die-ansage-wie-viel-gleichberechtigung-steckt-in-den-wahlprogrammen-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2021 10:45:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[#Bundestagswahl2021]]></category>
		<category><![CDATA[#Geschlechtergerechtigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Willkommen bei unserem neuen Format „Die Ansage“. In unserem ersten Video haben wir uns die Wahlprogramme zur Bundestagswahl der sechs größten Parteien vorgenommen. Wir haben uns angeschaut, wie die Parteien mit den Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit umgehen, damit ihr es nicht tun müsst. Moderation: Abdul Kader Chahin Regie &#38; Konzept: Luisa Ederle &#38; Anton Dudda]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Willkommen bei unserem neuen Format „Die Ansage“. In unserem ersten Video haben wir uns die Wahlprogramme zur Bundestagswahl der sechs größten Parteien vorgenommen. Wir haben uns angeschaut, wie die Parteien mit den Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit umgehen, damit ihr es nicht tun müsst.</strong></p>
<p>Moderation: Abdul Kader Chahin<br />
Regie &amp; Konzept: Luisa Ederle &amp; Anton Dudda<br />
Kamera: Ayman Srmaney<br />
Schnitt: Nico Schander</p>
<p><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=0s">00:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Einleitung<br />
</span> <a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=27s">00:27</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Einführung Parteien </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=380s">06:20</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Teilhabe &amp; Gesetze </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=563s">09:23</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Lohnarbeit &amp; Quoten </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=765s">12:45</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gender Pay Gap &amp; Gleichstellung im Beruf </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=905s">15:05</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Teilhabe &amp; Bildung </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1020s">17:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Algorithmen </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1068s">17:48</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> LGBTQI+ </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1156s">19:16</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> TSG </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1248s">20:48</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Maßnahmen zur Unterstützung der LGBTQI+ Community </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1320s">22:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Familie </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1373s">22:53</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Abstammungsrecht </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1497s">24:57</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gesundheit &amp; Gender Data Gap </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1556s">25:56</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Schwangerschaftsabbrüche<br />
</span><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1704s">28:24</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gewalt </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1808s">30:08</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Flucht &amp; Geschlecht<br />
</span><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1910s">31:50</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Fazit</span></p>
<p>Wahlprogramme: <a href="https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/" target="_blank" rel="noopener">https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/</a></p>
<p>Wahl-O-Mat: <a href="https://www.wahl-o-mat.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.wahl-o-mat.de/</a></p>
<p>Frauenquote in börsennotierten Unternehmen: <a href="https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/frauenquote-unternehmen-fuenf-jahre-100.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/frauenquote-unternehmen-fuenf-jahre-100.html</a></p>
<p>Entscheidung der SPD gegen Änderung TSG: <a href="https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/transsexuellengesetz-bundestag-ablehung-groko-gesetzentwurf-gruene-selbstbestimmungsgesetz-tsg" target="_blank" rel="noopener">https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/transsexuellengesetz-bundestag-ablehung-groko-gesetzentwurf-gruene-selbstbestimmungsgesetz-tsg</a></p>
<p>Fall Akkermann:<br />
<a href="https://taz.de/Entscheidung-zum-Abstammungsrecht/!5757208/" target="_blank" rel="noopener">https://taz.de/Entscheidung-zum-Abstammungsrecht/!5757208/</a><br />
<a href="https://freiheitsrechte.org/pm-akkermann-bverfg/" target="_blank" rel="noopener">https://freiheitsrechte.org/pm-akkermann-bverfg/</a></p>
<p>GFF: <a href="https://freiheitsrechte.org" target="_blank" rel="noopener">https://freiheitsrechte.org</a></p>
<p>Komplexität von Geschlecht: <a href="https://www.bpb.de/apuz/135433/geschlecht-und-geschlechterrolle-soziobiologische-aspekte?p=all" target="_blank" rel="noopener">https://www.bpb.de/apuz/135433/geschlecht-und-geschlechterrolle-soziobiologische-aspekte?p=all</a></p>
<p>Intersektionalität Kimberle Crenshaw: <a href="https://chicagounbound.uchicago.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1052&amp;context=uclf" target="_blank" rel="noopener">https://chicagounbound.uchicago.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1052&amp;context=uclf</a></p>
<p>Intersektionalität als Mehrebenenanalyse Winker/ Degele: <a href="https://tore.tuhh.de/bitstream/11420/384/1/Intersektionalitaet_Mehrebenen.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://tore.tuhh.de/bitstream/11420/384/1/Intersektionalitaet_Mehrebenen.pdf</a></p>
<p>Gewalt gegen Männer: <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/gewalt-in-partnerschaften-bleibt-auch-2019-auf-hohem-niveau-162194" target="_blank" rel="noopener">https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/gewalt-in-partnerschaften-bleibt-auch-2019-auf-hohem-niveau-162194</a></p>
<p>Wählen ab 16:<br />
<a href="https://www.dw.com/de/w%C3%A4hlen-schon-mit-16/a-54430089" target="_blank" rel="noopener">https://www.dw.com/de/w%C3%A4hlen-schon-mit-16/a-54430089</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine Augen sind rot</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/08/meine-augen-sind-rot/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2021 07:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über einen neuen Text von Celine! Atmosphärisch und beinahe lyrisch schreibt sie über verwirrende, aber eigentlich doch recht eindeutige Gefühle, über Begehren, über Liebe, über Angst und über ihre ganz persönliche Definition von Freiheit. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und beim Hineinfühlen! Die Sonne scheint, Kirschblüten fliegen durch die Gegend,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über einen neuen Text von Celine! Atmosphärisch und beinahe lyrisch schreibt sie über verwirrende, aber eigentlich doch recht eindeutige Gefühle, über Begehren, über Liebe, über Angst und über ihre ganz persönliche Definition von Freiheit. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und beim Hineinfühlen!</strong></p>
<p><span id="more-13278"></span></p>
<p>Die Sonne scheint, Kirschblüten fliegen durch die Gegend, ein leichter Wind… und das Gefühl von einem kleinen bisschen Freiheit…<br />
FREI von allem was um dich herum passiert, von allem was auf dir lastet…</p>
<p>von dem was ich fühle, neue Gefühle, Gefühle für eine Frau die mich so verwirren, ein Gefühl das ich vorher noch nicht kannte, dann dieses Gefühl nicht mehr dazu zugehören, ein Gefühl von Einsamkeit …<br />
ein Gefühl von .. ich muss traurig sein ..</p>
<p>Das Gefühl, das ich merke das hier ist nicht meine Zukunft.</p>
<p>So wie es jetzt ist, ist es nicht das was ich will.<br />
Ich will doch da sein wo ich mich FREI fühlen kann…</p>
<p>Ich vergrab mein Gesicht in meinen Armen… das Gefühl von ENGE nichts dagegen tun zu können… Die Sonne scheint, und ich sitze hier… sehe im Moment alles so GRAU, ob das wieder nur eine Phase ist?</p>
<p>Und meine Augen sind Rot … Und alles ist so leise, fühle mich aber ganz laut …</p>
<p>DOCH MAN HÖRT MICH NICHT … Die Augen sind rot und ich stehe auf und gehe wieder nach haus und dann, dann ist da nicht mehr von diesem kleines bisschen Freiheit… Die Augen sind Rot…</p>
<p>Mein Bauchgefühl sagte mir sofort sie ist besonders, aber wie erkläre ich ihr das?<br />
Diese Frau war soviel reifer als ich, für sie bin ich nur ein kleines Mädchen die keine Ahnung von Liebe zwischen einer Frau und Frau hat.</p>
<p>Doch sie hatte diese Art, mit mir umzugehen so wie es noch nie jemand vorher getan hatte. Es war das erste mal für mich das ich so fühlte… so neu… Diese Frau wusste was liebe bedeutet.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Wusste wie viel es auslöste mich zu berühren, mir in die Augen zuschauen… Ich verlor mich in ihren… Sie wusste wie sie mit mir reden musste damit ich ihr alles erzählte, mich ihr öffne…</p>
<p>Ich hatte mich für einen Moment in ihren Armen verloren… zum ersten mal mich sicher und verstanden gefühlt… Sie hatte mich unter Kontrolle, wenn ich traurig war … Sie hatte mich unter Kontrolle wenn ich durcheinander fühlte…</p>
<p>Sie wusste ich würde fallen… mich fallen lassen in ihren Armen… Sie hatte diese Kontrolle über meine Wut…Sie wusste wie man mich zu beruhigen hat…<br />
Dieses Gefühl ist so neu für mich… Kann an nichts anderes mehr denken… Ich suche ich ihre Augen in anderen… doch ich finde sie nicht…<br />
Du bist so einzigartig, so umwerfend… so schön und so warm … du bist so viel Frau … so perfekt…</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Die Liebe, die Liebe: Mehr Texte zu diesem schönen und doch oft schmerzhaftem Thema <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/liebe/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nein heißt Nein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/nein-heisst-nein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 07:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13168</guid>

					<description><![CDATA[[CN: Sexualisierte Gewalt.] Die HeRoes Duisburg haben sich für dieses Video mit Übergriffigkeit und sexualisierter Gewalt auseinandergesetzt — und sie sind sich einig: Auch wenn ein &#8222;Nein&#8220; viele verschiedenen Formen haben kann, es bedeutet immer exakt dasselbe: Nein. Ein Nein ist ein Nein ist ein Nein! Und das sollten gefälligst alle respektieren. Vielen Dank für das reflektierte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>[CN: Sexualisierte Gewalt.] Die HeRoes Duisburg haben sich für dieses Video mit Übergriffigkeit und sexualisierter Gewalt auseinandergesetzt </strong><b>—<span class="Apple-converted-space"> </span></b><strong>und sie sind sich einig: Auch wenn ein &#8222;Nein&#8220; viele verschiedenen Formen haben kann, es bedeutet immer exakt dasselbe: Nein. Ein Nein ist ein Nein ist ein Nein! Und das sollten gefälligst alle respektieren. Vielen Dank für das reflektierte Video!</strong></p>
<p><span id="more-13168"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den HeRoes <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/heroes_neu/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gerichtstermin</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/gerichtstermin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2021 07:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualisierte Gewalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13164</guid>

					<description><![CDATA[&#8222;Ich bin Celine Grace Senses und ich wurde Opfer von sexuellen Missbrauch 2011-2016. Mir wurde ein Stück Kindheit genommen. Und mir wird dieses Stück Kindheit nie wieder zurück gegeben.&#8220; Unsere Autorin Celine berichtet schon seit einer Weile offen und mutig über das, was ihr widerfahren ist, und über den laufenden Gerichtsprozess. Mit diesem Bericht nimmt sie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Ich bin Celine Grace Senses und ich wurde Opfer von sexuellen Missbrauch 2011-2016. Mir wurde ein Stück Kindheit genommen. Und mir wird dieses Stück Kindheit nie wieder zurück gegeben.&#8220; Unsere Autorin Celine berichtet schon seit einer Weile offen und mutig über das, was ihr widerfahren ist, und über den laufenden Gerichtsprozess. </strong><strong>Mit diesem Bericht nimmt sie uns mit zum Gerichtstermin vor einigen Wochen. Danke, Celine, dass du deine Geschichte mit uns teilst!</strong></p>
<p><span id="more-13164"></span></p>
<p><strong>Dienstag, den 27. April.2021 Gerichtstermin 10:00 Uhr </strong></p>
<p>Es war Dienstag, der 27.April 9:45 als wir vor dem Amtsgericht standen, so voll gepumpt mit Emotionen, die man sich nicht vorstellen kann in diesem Moment.<br />
So traurig und wütend zugleich. So zerbrechlich und stark, so verwirrt und Wahnsinnig…</p>
<p>Durch die Personen-Kontrolle, und hoch in den ersten Stock geschickt worden.<br />
…Die erste Tür links…</p>
<p>Weitere 4 Menschen standen ebenfalls vor dem Gerichtssaal , von Blicken durchlöchert… beobachtet worden…<br />
In diesem kleinen Info Kasten standen die Namen von meiner Schwester, meiner Mutter und mir. UND dein Name… Gänsehaut und Schweiß… Herzklopfen und zitternde Hände …<br />
Tränen fließen meiner Schwester und mir übers Gesicht… Die Angst verspürten wir beide… hielten uns an den Händen und sagten uns : ,,WIR SCHAFFEN DAS.“</p>
<p>Bis 9:55 standen wir vor diesem Gerichtssaal, DU bist nirgendwo zusehen… Du kommst nicht oder ? Nur dein Pflichtverteidiger und die 3 anderen fremden Menschen… und WIR!<br />
EINFACH NUR SCHWACH..</p>
<p>Wir durften um 9:58 den Saal betreten… aber auch um 10:00 Uhr warst du noch nicht da…<br />
Dir wurden 20 Minuten Zeit gegeben doch noch aufzukreuzen, doch du kamst nicht!<br />
Schon zum zweiten Mal nicht…</p>
<p>Wo bist du? Bist du in Sizilien? Versteckst du dich? Vielleicht bist du auch in Deutschland und versteckst dich da irgendwo?</p>
<p>Ich wusste dass er zu feige ist… Ich wusste wie schwach er ist… Und ich wusste dass er nicht kommt…</p>
<p>Dein Pflichtverteidiger berichtete dass er dich aufgeklärt hat, was dir blüht wenn du wieder nicht auftauchst!!</p>
<p><strong>ES WIRD EIN HAFTBEFEHL GESTELLT!  DU WIRST GESUCHT!</strong><br />
<strong>EIN EUROPÄISCHER HAFTBEFEHL WIRD ANGEREGT!</strong><br />
<strong>DU LEBST JETZT IN ANGST!  WOLLTEST DU DAS? WOLLTEST DU DEIN LEBEN SO VERBRINGEN? </strong></p>
<p>NEIN?</p>
<p>Wolltest doch immer neue Abenteuer erleben, jetzt hast du dein ganz eigenes spezielles Abenteuer!</p>
<p>Und WIR?<br />
Wir warten und warten und wir warten… die Zeit vergeht nicht!  Als würden wir in einer endlosen Zeit Schleife feststecken…</p>
<p>tik… tak… tik… tak…</p>
<p>Meine Uhr ist stehen geblieben… Beobachte mein Telefon… Checke meine E-mails und hoffe darauf zu lesen, dass sie dich gefunden haben… Und wenn sie dich irgendwann gefunden haben.. dann wird’s ein Urteil geben… und welches Urteil, das wissen wir leider nicht aber dann hat das warten endlich ein Ende und ich kann wieder atmen… Und meine Uhr tickt weiter…</p>
<p>Ich hoffe bis bald!</p>
<p>Danke!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Offen darüber zu sprechen, wenn einer*m sexualisierte Gewalt angetan wird, ist nicht leicht. <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/09/celine-es-war-2011/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Celine beweist Stärke, denn sie tut es trotzdem.</strong></a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Eve</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/lebenslaeufe-eve/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 07:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns riesig über ein neues Lebensläufe-Video, diesmal stellt Conrad euch die 22-jährige Eve vor. Überzeugte Feministin, Kunst- und Literaturliebhaberin, Studentin, politische Aktivistin, Herausgeberin eines eigenen Magazins — all das vereint in bloß einer einzigen Person! Eve zeigt euch, wie das gehen kann — und wie man Kultur einfach selbst macht. Also, wir sind]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns riesig über ein neues Lebensläufe-Video, diesmal stellt Conrad euch die 22-jährige Eve vor. Überzeugte Feministin, Kunst- und Literaturliebhaberin, Studentin, politische Aktivistin, Herausgeberin eines eigenen Magazins — all das vereint in bloß einer einzigen Person! Eve zeigt euch, wie das gehen kann — und wie man Kultur einfach selbst macht. Also, wir sind total inspiriert! Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-13121"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://mantismagazine.com" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier geht&#8217;s zum Mantis Magazine</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Tag als Frau</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/ein-tag-als-frau/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2021 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Autor Florian wagt für diesen Text ein Gedankenexperiment: Wie würde ein typischer Morgen in seinem Leben aussehen, wenn er kein junger Mann, sondern eine junge Frau wäre? Was wäre anders? Müsste überhaupt so viel anders sein? Welche sexistischen Gedanken verstecken sich möglicherweise im Kopf, welche Klischeefallen gibt es? Lest am besten selbst. Und wenn]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser Autor Florian wagt für diesen Text ein Gedankenexperiment: Wie würde ein typischer Morgen in seinem Leben aussehen, wenn er kein junger Mann, sondern eine junge Frau wäre? Was wäre anders? Müsste überhaupt so viel anders sein? Welche sexistischen Gedanken verstecken sich möglicherweise im Kopf, welche Klischeefallen gibt es? Lest am besten selbst. Und wenn ihr Florian Hinweise geben möchtet, lasst uns gerne einen Kommentar da! </strong></p>
<p><span id="more-13112"></span></p>
<p>Was würde ich anders machen? Wenn ich schlafen gehe, gehe ich als junger Mann ins Bett. Wenn ich aufwache, wache ich als junger Mann auf. Ich mache alles als junger Mann, nur denke ich nie darüber nach. Wäre ja auch irgendwie seltsam, sich vorm Schlafengehen zu sagen „Ich bin ein Mann“. Fakt ist aber, dass ich genauso wenig darüber nachdenke, wie es wäre, wenn ich eine junge Frau wäre. Würde ich mich anders verhalten im Alltag, im Berufsleben, in der Freizeit? Würde ich alles genauso machen wie sonst auch? Ich möchte mich dieser Frage stellen und simuliere gedanklich einen simplen Morgen, wie ich wie ihn im Moment erlebe, nur halt als Frau. (Dazu gesagt, nur einen Morgen, weil ein ganzer Tag vermutlich den Rahmen sprengen würde.) Vielleicht klappt das auch gar nicht und wenn, stelle ich vielleicht sexistisches Denken bei mir fest oder bin so entsetzt, dass ich froh bin keine Frau zu sein. Es wird auf jeden Fall ein absurder Text, aber meine Gedanken sind eh immer absurd.</p>
<p>Beginnen wir den Tag am Morgen. Derzeit befinde ich mich im Praktikum in einer Kita, nur ein paar Minuten von meiner Wohnung entfernt. Für gewöhnlich stehe ich gegen 06:00 Uhr auf und mache mich fertig. Da ich aber jetzt eine Frau bin, stehe ich möglicherweise viel früher auf. Ich sage einfach mal, dass ich lange Haare habe, welche zottelig von der Nachtruhe sind und Zeit benötigen um hergerichtet zu werden. Mist. Schonmal eine Sache, die mir nicht gefällt. Früher aufstehen. Sagen wir, ich stehe um 05:00 Uhr auf. Ich gehe ins Badezimmer und dusche, wasche meine Haare und natürlich auch den Rest meines Körpers. Jetzt fehlt zwischen den Beinen aber etwas. Hm, da ist jetzt ein völlig anderes Körperteil. Was mach ich damit? Wäscht man das? Darf ich da mit Seife rein? Ich bin mir unsicher und gehe nur mal mit dem Duschkopf rüber. Besser als gar nichts, oder? Ich benutze für meine Haare Pflegeshampoo, weil ich von anderen jungen Frauen gehört habe, dass das total gut für die Haare ist. Glanz und so. Ich habe meine Körperreinigung beendet, ich steige aus der Dusche und schnappe mir mein Handtuch. Ich habe keinen extra Anhänger, ich glaube auch als Frau würde ich mein Handtuch auf den Boden werfen. Nun bin ich trocken und gehe in mein Zimmer, um mir Sachen rauszusuchen. Mein Kleiderschrank ist sperrangelweit geöffnet und ich nehme das oberste T Shirt. Einfach weil‘s oben liegt. Ich denk nicht weiter drüber nach und ziehe es mir an. Nun fällt mir aber auf, dass da noch was an mir rumbammelt. Verdammt, ich habe vergessen, dass ich Brüste habe und es vielleicht praktischer wäre, wenn sie nicht lose an mir rumhängen. Als Frau habe ich natürlich BH‘s und frage mich, was das für extra Kosten sind. Ich habe mich komplett angezogen, aber jetzt muss ich mich immer noch fertig machen. Damals, wo ich noch ein junger Mann war, da habe ich meine Haare abgerubbelt und trocken waren se. Jetzt stehe ich im Badezimmer und meine Arme verkrampfen, weil der verdammte Föhn meine Haare nicht trocken bekommt. Inzwischen haben wir es 6 Uhr. Meine Haare sind trocken. Naja, größtenteils… Da ich auch als Frau faul bin, entscheide ich mich dafür einen Zopf zu machen. Zöpfe sind einfach, solange sie nicht geflochten werden. Jetzt fehlt nur noch das Zopfgummi! Wo hab ich es denn? Ach egal, nehm ich ein neues. Zopf ist gemacht und ich bin fertig. Aber&#8230;soll ich mich schminken? Viele Frauen sind geschminkt… Na gut, ich male auf meine Augenbrauen und Puder mache ich auch rauf. Wimpern? Na gut. Leider bin ich nicht sehr geübt darin mich zu schminken, also sehen meine Augenbrauen irgendwie schief aus und ich glaube, ich habe zu viel Puder genommen. Verdammt! Egal, ich habe keine Zeit mehr, es ist fast 7 Uhr und ich muss mir noch Essen machen für den Tag. Achte ich jetzt eigentlich auf meine Ernährung? Will ich jemandem gefallen? Keine Ahnung, ich mach mir ein Vollkornbrot mit Salami, so wie jeden Tag. Plötzlich bekomme ich Bauchschmerzen. Woran liegt das? Das tut echt weh! Ich gehe auf die Toilette und muss feststellen, dass Blut in meinem Schlüpfer ist und ich anscheinend meine Tage bekommen habe. Ich bin genervt. Mein erster Tag als Frau und dann das. Ich nehme einen Tampon-… aber was für einen? Welche Größe? Was gibt’s für Sorten? Wie zur Hölle bekomme ich die aus ihrer Plastikverpackung??? Glücklicherweise finde ich heraus, wie ich diese Aufgabe zu bewältigen habe und kann mich, eher schlecht als gut gelaunt, auf den Weg zur Arbeit machen. Auf dem Weg steuere ich noch einen Drogeriemarkt an um mir noch Tampons und Binden zu kaufen, noch mehr extra Kosten und gar nicht mal so wenig. Ich laufe weiter zur Arbeit, über den Marktplatz, vorbei an Cafes und komme abrupt zum stehen. Vor mir hat sich ein Typ aufgebaut und möchte mich auf einen Kaffee einladen. Ich hab keine Lust, außerdem muss ich zur Arbeit. Das ist sogleich auch mein Argument die Einladung abzulehnen, „die 10 Minuten machen den Kohl doch auch nicht fett,“ ruft er mir hinterher, ich winke ab. „Arrogante Ziege, hast wohl deine Tage“, schreit er noch über den Marktplatz. Ich bin etwas perplex und merke dass mir keine Antwort einfällt. Als junger Mann hatte ich eigentlich immer etwas Schlagfertiges auf Lager, diesmal nicht.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das war mein Morgen als Frau. Ob ich durch diesen Gedankengang tatsächlich einen Einblick in das Leben einer Frau bekommen habe ist fraglich. Fest steht, dass ich tatsächlich doch froh bin, mich nicht mit monatlichen Schmerzen, BH-Größen, weiblicher Intimreinigung und Haaren auseinandersetzen muss, ebenso mit komischen Anmachen auf der Straße und dem Gefühl, diesen ausgesetzt zu sein.</p>
<p>Ich danke für die Aufmerksamkeit und wenn Interesse besteht, kann ich ja auch noch meinen Mittag als Frau simulieren, um mit euren Tipps daran arbeiten, noch tiefer in diese nahe, aber doch fremde Welt einzutauchen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Florian <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/florian/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Hier und Jetzt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/im-hier-und-jetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2021 07:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualisierte Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[CN: Sexualisierte Gewalt. Vor einer Weile konnten wir euch darüber informieren, dass Celine ihren Stiefvater angezeigt hat und der Prozess gegen ihn begann. Nun meldet sie sich leider mit nicht so guten Nachrichten. Wir danken dir weiterhin für deine Offenheit, dafür, dass du deine Geschichte mit uns teilst, liebe Celine, und wünschen dir viel Kraft.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>CN: Sexualisierte Gewalt. Vor einer Weile konnten wir euch darüber informieren, dass Celine ihren Stiefvater angezeigt hat und der Prozess gegen ihn begann. Nun meldet sie sich leider mit nicht so guten Nachrichten. Wir danken dir weiterhin für deine Offenheit, dafür, dass du deine Geschichte mit uns teilst, liebe Celine, und wünschen dir viel Kraft.</b></p>
<p><span id="more-13097"></span></p>
<p>Ich hatte gelernt, wieder Nein zusagen. Ich hatte gehofft, dass ich all das schaffe. Dass ich wieder frei sein kann war doch eigentlich vorauszusehen. Dass meine Alpträume endlich aufhören, und ich hatte gehofft wieder lieben zu können und Menschen mein Vertrauen schenken zu können.</p>
<p>Ich hatte gehofft, dass ich das Licht wieder sehen kann, aber ich habe mich da wohl leider getäuscht.</p>
<p>Kennt ihr den  §174 Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen?</p>
<p>Die Erfassung mit einem Elternteil in einer Partnerschaft lebenden Personen in den Tatbestand des § 174 StGB (Missbrauch von Schutzbefohlenen) erfolgte erst Anfang 2015, so dass 2013 diese Taten noch nicht strafbar waren.</p>
<p>Das, was man mir angetan hat, wird nicht bestraft, wird fallen gelassen. Keine Verurteilung und auch kein Freispruch. Das sagte man mir 3 Wochen vor der dem Gerichtstermin, die sagten mir, dass in der Verhandlungsvorbereitung der Staatsanwaltschaft aufgefallen sei, dass die Taten zu meinem Nachteil noch nicht strafbar waren.</p>
<p>Nach 2 Jahren, nach all der Hoffnung die ich hatte, nach allen Höhen und Tiefen und nach all der Angst gehe ich nur noch zur Gerichtsverhandlung am 27. April und sage für meine Schwester aus, mit der letzten Hoffnung die ich habe.</p>
<p>Mit meiner letzten Kraft, und danach bin ich fertig mit dem Ganzen, denn auch die Staatsanwaltschaft wird mir hier nicht mehr weiterhelfen können, liebes Deutschland.</p>
<p>Ich bin Celine Grace Senses und ich wurde Opfer von sexuellen Missbrauch 2011-2016. Mir wurde ein Stück Kindheit genommen. Und mir wird dieses Stück Kindheit nie wieder zurück gegeben. Ich bin Celine Grace Senses und habe euch hier meine Geschichte erzählt.. eine von vielen Geschichten.. Danke!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Celine hat über das, was ihr angetan wurde, einen beeindruckenden Text geschrieben. <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/09/celine-es-war-2011/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hör ihn dir hier an</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mein Feetisch</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/mein-feetisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2021 06:55:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Du hast mir einen Drink gekauft, nicht dir das Recht auf Geschlechtsverkehr.&#8220; So wird das schon mal nix! Wie also könnte man landen bei Fee? Das erzählt sie uns heute in gereimter Form ganz offen, ehrlich und unverblümt. Ja, tatsächlich, sie erzählt uns von ihrem Feetisch. Ja, macht sie wirklich! Glaubt ihr nicht? Doch, wir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Du hast mir einen Drink gekauft, nicht dir das Recht auf Geschlechtsverkehr.&#8220; So wird das schon mal nix! Wie also könnte man landen bei Fee? Das erzählt sie uns heute in gereimter Form ganz offen, ehrlich und unverblümt. Ja, tatsächlich, sie erzählt uns von ihrem Feetisch. Ja, macht sie wirklich! Glaubt ihr nicht? Doch, wir schwören. In diesem Video erfahrt ihr, worauf Fee tatsächlich steht und was sie schwach werden lässt. Kleiner Tipp vorab: das gesuchte Wort beginnt mit <em>F </em>und hört mit <em>eminismus </em>auf&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-13083"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte von Fee <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/fee/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier!</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sunny: Ein Tag in unserer Gesellschaft</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/sunny-ein-tag-in-unserer-gesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2021 07:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir durften euch ja schon einige Texte aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb &#8222;Das ist mir was wert!&#8220; (gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) präsentieren, und heute ist Zeit für einen weiteren Text. Diesmal ist es ein Gedicht, geschrieben von Sunny. Es trägt den Titel &#8222;Ein Tag in unserer Gesellschaft&#8220; und setzt sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Wir durften euch ja schon einige Texte aus dem <a href="https://bit.ly/3axATg8" target="_blank" rel="noopener">LizzyNet-Schreibwettbewerb &#8222;Das ist mir was wert!&#8220;</a> (gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) präsentieren, und heute ist Zeit für einen weiteren Text. Diesmal ist es ein Gedicht, geschrieben von Sunny. Es trägt den Titel &#8222;Ein Tag in unserer Gesellschaft&#8220; und setzt sich mit Mode, Körpern, Schönheit, Normen, Sexismen, Vorurteilen und Schubladendenken auseinander. Viel Spaß beim Lesen!</b><span id="more-12941"></span></p>
<p>Wie üblich stehe ich in der Pause<br />
Mit der anderen Aufsicht draußen.<br />
Still beobachte ich und laufe.<br />
Und während ich so über den Hof schlendere muss ich grinsen,<br />
denn mein Blick fällt auf die kleine Emma ganz hinten.<br />
Über den gelben Schuhen trägt sie eine rosa Hose zu ihrem orangenen Oberteil,<br />
das ist schon ein wirklich schräger Style.<br />
Lächelnd denke ich, wie schön es ist,<br />
dass Mode bei den Kindern nicht<br />
bestimmt wer dazugehört<br />
denn an Kleidung hat sich hier noch nie jemand gestört.<br />
Aber warum denken wir Jugendlichen und Erwachsenen<br />
Die Persönlichkeit hinge ab von irgendeinem Modetrend?<br />
Wieso tragen wir nicht alle was wir wollen,<br />
statt zu denken was wir anziehen sollen?<br />
Warum assoziiert man einen anderen Kleidungsstil<br />
als komisch oder denkt sofort nach, dass diese Mode einem nicht gefiel.<br />
Ist es nicht langweilig, dass wir alle dasselbe tragen,<br />
ist es nicht viel beeindruckender mal was anderes zu wagen?<br />
Zwar ist unsere Gesellschaft toleranter als vor Jahren,<br />
aber warum Klamotten immer noch die Macht haben<br />
Mobbing auszulösen, sollten wir durchaus hinterfragen.</p>
<p>Als ich nach der Arbeit zuhause dann vorm Spiegel steh,<br />
bin ich etwas frustriert, denn mir gefällt nicht, was ich seh.<br />
Aber warum finde ich meine Oberschenkel zu dick?<br />
Ich mache doch Sport und bin körperlich fit.<br />
Warum mag ich mein Aussehen nicht?<br />
Das ist keineswegs eine angeborene Sicht.<br />
Man hat es uns beigebracht,<br />
die Gesellschaft hat diese Selbstkritik entfacht.<br />
Und wird Kritik zu Selbsthass,<br />
sagen die Medien wieder das sei krass.<br />
Wie könne es nur dazu kommen,<br />
jemand hat den Menschen das Vertrauen in die eigene Schönheit genommen.<br />
Dass dieser jemand unsere Gesellschaft ist,<br />
erwähnen sie dabei natürlich nicht.</p>
<p>Ich habe die Gedanken satt,<br />
schüttle sie einfach von mir ab,<br />
denn ich mache mich jetzt fertig,</p>
<p>aber nicht mehr mit Gedanken,<br />
denn ich werde jetzt beim Feiern Komplimente tanken.<br />
Und noch während ich mich schminke frage ich mich<br />
Machst du das eigentlich für andere oder nur für dich?<br />
Ich weiß es nicht, aber ich gehe jetzt feiern.<br />
Dort, wie immer dieselbe Leier.<br />
Jeder labert und grabscht dich an,<br />
und du wehrst dich nicht, bei keinem Mann.<br />
Du willst keine Szene machen,<br />
es gehört eben dazu, dass sie dich ungefragt anfassen.<br />
Aber ist das nicht auch irgendwie falsch?<br />
Man fällt nicht einfach jedem um den Hals.<br />
Trotzdem ist es mir egal,<br />
ich hätte ja die Wahl,<br />
etwas dagegen zu unternehmen,<br />
doch ich will Spaß haben, statt mich aufzulehnen.<br />
Möchte an diesem Abend keine Diskrimination oder Sexismus sehen.<br />
Denn merkt euch, das Motto vom Tanzinsel Festival reicht:<br />
Tanzend sind wir alle gleich!<br />
Ich begleite meine weißen Freunde zur Raucherpause.<br />
Da stehen wir fünf weißen alle draußen.<br />
Als meine Freunde wieder rein gehen,<br />
bleibe ich jedoch stehen.<br />
Ich hab einen jungen Mann kennengelernt,<br />
und er sieht nicht aus wie der typisch deutsche Thomas oder Bernd.<br />
Und es dauert keine ein paar Minuten, nicht mal zehn,<br />
Da haben uns die Türsteher gesehen.<br />
Sofort fragen sie ob alles in Ordnung ist bei mir,<br />
ich dachte sie sehen nur, dass ich frier,<br />
doch es liegt an dem Syrer neben mir.<br />
Sofort denken sie man könne ihm nicht vertrauen,<br />
er bedroht hier bestimmt alle Frauen.</p>
<p>Dem ist nicht so.<br />
Ich mag ihn und bin froh,<br />
als er mich nach meiner Nummer und einem Date fragt,<br />
und ich ganz verliebt ja sag.</p>
<p>Als ich meinen Freundinnen erzähle,<br />
dass wir für das Date einen Dönerladen wählen,<br />
beschweren sie sich<br />
„wie unromantisch“<br />
ob er sich nicht<br />
mehr Mühe geben will,<br />
doch nach meiner Antwort sind sie still.<br />
Ich fand es schön, unser Candlelight-Döner,<br />
ja ich fand es sogar schöner,<br />
als jeden Spießer-Laden,<br />
doch eins muss ich trotzdem sagen:<br />
Die Bedienung dort war nicht mein Geschmack,<br />
weil sie meinen Begleiter einfach kritisiert hat,<br />
warum er der Dame nicht das Essen ausgibt,<br />
worauf hin ich sagte „Emanzipation siegt“ .<br />
Ich lud ihn ein,<br />
zahlte den Döner und brachte ihn heim.<br />
Wieso bedeutet das angeblich keine Frau zu sein?<br />
Diese Gender Klischees regen sowieso nur auf,<br />
doch das Gespräch auf der Feier setzte da nochmal ein Krönchen drauf.<br />
Hatten wir doch einen Transgender Typen getroffen<br />
Und das erzählte er ganz offen.<br />
Geboren als Frau sei er jetzt ein Mann,<br />
und dass er auf Typen steht wisse er auch schon lang.<br />
Und dann mischt sich diese Dumme ein,<br />
und meinte „hättest du mal Frau geblieben sein!“<br />
Warum soll Liebe nur zwischen Mann und Frau existieren?<br />
Kann sich nicht auch das gleiche Geschlecht in gegenseitiger Liebe verlieren?<br />
Aber ich vergaß, Frauen dürfen ja auch kein Fußball spielen,<br />
Männer dürfen sich nicht das Gesicht peelen,<br />
Mädchen spielen nicht mit Autos,<br />
und spielt ein Junge mit Puppen lachen andere laut los.</p>
<p>Und als ich all das abends im Bett vor mich hin denke,<br />
merke auch ich in meinem Kopf diese Schubladen und Schränke.</p>
<p>Ich wünsche mir also, dass vor allem ich aber auch alle anderen<br />
Nur noch positive und nicht diskriminierende Gedanken<br />
Denken<br />
Und uns gegenseitig mehr Liebe schenken<br />
Um die Gesellschaft in richtige Bahnen zu lenken.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte aus dem Schreibwettbewerb <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Es ist 2021 </title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/es-ist-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 May 2021 07:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualisierte Gewalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12928</guid>

					<description><![CDATA[Beim #gelände19 war unsere Autorin Celine im Poetry Slam-Workshop dabei — und hat sich in ihrem Text &#8222;Es war 2011&#8220; mit den Erfahrungen sexualisierter Gewalt, die sie machen musste, auseinandergesetzt. Inzwischen hat sie ihren Stiefvater angezeigt und momentan läuft der Prozess. Celine schreibt darüber, und heute lest ihr den ersten Teil. Wir wünschen Celine viel Kraft für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim #gelände19 war unsere Autorin Celine im Poetry Slam-Workshop dabei — und hat sich <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/09/celine-es-war-2011/" target="_blank" rel="noopener">in ihrem Text &#8222;Es war 2011&#8220;</a> mit den Erfahrungen sexualisierter Gewalt, die sie machen musste, auseinandergesetzt. Inzwischen hat sie ihren Stiefvater angezeigt und momentan läuft der Prozess. Celine schreibt darüber, und heute lest ihr den ersten Teil. Wir wünschen Celine viel Kraft für diese Zeit!</strong></p>
<p><span id="more-12928"></span></p>
<p>Mein Handy leuchtete auf… Eine E-Mail von meiner Rechtsanwältin: &#8222;Sehr geehrte Frau Celine Senses.&#8220; Ich stand da mit komplett gemischten Gefühlen und dachte mir: Wow … nach über einem Jahr bekomme ich eine endlich DIE E-Mail&#8230; &#8222;Ich freue mich Ihnen mitteilen zu können&#8220;, oh mein Herz klopfte so unfassbar schnell… &#8222;Ihnen mitteilen zu können, dass die Staatsanwaltschaft Anklagen gegen IHN erhoben hat.&#8220; Mein Herz stand für einen kurzen Moment still… &#8222;Das bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft Ihren Aussagen vollumfänglich Glauben schenkt&#8230;&#8220; stand in der nächsten Zeile.</p>
<p>Ihr wisst nicht wie lange ich auf diesen Moment gewartet habe, ich hatte fast schon aufgegeben, aber nur fast. * lächeln*</p>
<p>Es wird eine Hauptverhandlung geben, aber wann, das wusste man noch nicht… GEDANKEN SCHOSSEN MIR IN DEN KOPF, GEFÜHLE SPIELTEN VERRÜCKT UND ALLES WAS ICH MACHEN KONNTE WAR ES, DIE WORTE AUF PAPIER ZU BRINGEN… Und das habe ich getan ….</p>
<p>Du bist ungefragt ein Teil meines Lebens geworden, und dazu hast du auch noch mein ganzes Leben verändert, NEGATIV.  Und als wäre das nicht schon schlimm genug, hast du auch mich verändert. Und dass ich hier über dich schreibe hat nur einen Grund, nach all dem hier fang ich neu an.  Das hier sind meine letzten Worte an dich…</p>
<p>Du bist der Grund für all die Leere, die ich spüre.</p>
<p>Du bist der Grund, warum ich nachts Alpträume habe.</p>
<p>Du bist der Grund für all die Angst, die mich und mein Leben zerstört hat, aber hey, immerhin nur zum Teil.</p>
<p>Und genauso bist du auch schuld daran, dass ich schöne Dinge mit schönen Menschen nicht erleben konnte.</p>
<p>Du bist schuld für all die Zweifel, für all das Misstrauen, das ich gegenüber Menschen habe und haben werde.</p>
<p>Du bist schuld daran, dass Leute denken, meine Aura sei aggressiv.</p>
<p>Du bist schuld daran, dass ich den Mann, den ich liebe, nicht richtig lieben kann.</p>
<p>Du bist schuld daran, dass ich körperliche Nähe ekelhaft finde.</p>
<p>Das Warten, die Gefühle und die Gedanken brachten es soweit, dass ich jetzt wieder alleine bin&#8230; weil ich nicht richtig lieben kann.</p>
<p>Ja, du bist schuld daran.</p>
<p>Ich hoffe, dass du dir dieser Schuld dein Leben lang bewusst bist.</p>
<p>Ein altes Sprichwort besagt: „Tränen kehren eines Tages zu ihrem Verursacher zurück.“</p>
<p>Das hattest du mir immer gesagt, wenn ich traurig über irgendwen war oder wenn jemand meine Gefühle verletzt hatte… Witzig, oder?</p>
<p>Du als Person bist die Täuschung selbst, so falsch und feige, so  kalt und so verletzend… ich weiß noch wie du immer gesagt: „Familie ist alles“. Du hast Familie nicht verdient.</p>
<p>Das, was du verdienst, ist die Dunkelheit. Keine Sonne und nie wieder Regen und auch keinen Wind. So wirst du herausfinden, wie mich gefühlt habe.</p>
<p>Glaub mir, die Dunkelheit ist schlimmer als du denkst, wenn du den Lichtschalter nicht findest. Dein Ende wird irgendwann Dunkelheit sein, ohne einen einzigen Lichtschalter, du wirst spüren, wie unglaublich groß die Dunkelheit sein kann, und du wirst spüren, was die Dunkelheit mit einem machen kann!</p>
<p>Ich könnte Ewigkeiten darüber schreiben wie grausam das alles ist, und was du angerichtet hast, in meiner Familie… Aber das wird mir hier zu lang…</p>
<p>Ich mache hier jetzt ein Stopp, denn in meinem Kopf ist nur noch viel Schrott…</p>
<p>Wollte euch nur sagen habe gelernt wieder NEIN zu sagen! Ich bin eine, eine von 8 Milliarden Menschen und erzähle hier meine Geschichte, diese eine von vielen Geschichten.</p>
<p>DANKE.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/10/ich-will-alles/" target="_blank" rel="noopener"><strong>In diesem Text</strong> </a>schreibt unsere Autorin Fee über das Thema sexualisierte Gewalt.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Handwerklich ungeübt und bevormundet?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/handwerklich-ungeuebt-und-bevormundet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ann Katrin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2021 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Herzlich willkommen, Ann Katrin! In ihrem ersten Text geht es um&#8217;s Handwerken und um die Frage, was junge Menschen alleine im Haushalt instand halten können — und welche Rolle das Geschlecht dabei spielt&#8230; Wie sieht es bei euch aus? Traut ihr euch zu, Möbel selbst aufzubauen, oder würdet ihr euch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Herzlich willkommen, Ann Katrin! In ihrem ersten Text geht es um&#8217;s Handwerken und um die Frage, was junge Menschen alleine im Haushalt instand halten können —<span class="Apple-converted-space"> </span>und welche Rolle das Geschlecht dabei spielt&#8230; Wie sieht es bei euch aus? Traut ihr euch zu, Möbel selbst aufzubauen, oder würdet ihr euch eher für den Montage-Service entscheiden? Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12894"></span></p>
<p>Bei einem Umzug in eine neue Wohnung oder auch ein Haus kommt es immer zu den üblichen Aufgaben und manchmal auch zu eher seltenen handwerklichen Herausforderungen. Zuletzt kam ich über diese To-Do´s ins Gespräch und habe zwei für mich sehr typische Reaktionen erlebt: „Du kannst sowas? Das ist ja cool“ und „Denk daran es so und so zu machen. Oder soll ich es schnell für dich erledigen?“. Neutral betrachtet sind diese Sätze sehr freundlich gemeint und sind auch bei vielen Menschen einfach die erste Reaktion. Jetzt kommt es aber zum Kontext; der erste Satz kam von einer weiblichen Person und letzterer Satz von einer männlichen Person. Und wenn ich so über meine Gespräche zum handwerklichen Bereich nachdenke, sind das auch in 90% der Fälle diese Reaktionen die ich von Gesprächspartnern meines Alters erhalte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Da kommt mir die Frage: sind jüngere Generationen handwerklich unbegabt geworden? Und sind häusliche Aufgaben weiterhin auf die Geschlechterrollen festgelegt?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Zum handwerklichen Hintergrund von Generation Y und Z können immer Statistiken und Zahlen herangezogen werden, aber die sagen oftmals nichts über private Fähigkeiten aus. Mein persönlicher Hintergrund ist eher akademischer Natur und dennoch bin ich sowohl in allgemeinen als auch speziellen Gebieten des Handwerkes so gut befähigt, dass ich nicht um Unterstützung bitten müsste. Lampen anbringen oder auch ausgefallenere Reparaturen sind für mich keinerlei Problem; handwerklich ausgebildete Familienmitglieder haben unterschiedliche Lektionen stets in den Alltag integriert und so einen nachhaltigen Lernprozess geschaffen. Aber wie verhält es sich mit den anderen Mitgliedern meiner Generation?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Laut offiziellen Statistiken gab es 2019 knapp <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/">5.56 Millionen</a> Personen im Alter von 14-20 in Deutschland. Natürlich gehen viele dieser Menschen noch zur Schule, aber einige davon starten eventuell schon eine Ausbildung, dann stellt sich die Frage, welche Karriere Wege eingeschlagen werden. Eine andere Statistik zeigt auf, dass im Jahr 2019 insgesamt <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/70717/umfrage/neu-abgeschlossene-ausbildungsvertraege-im-handwerk/">139 Tausend</a> neue Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn dieser Anteil nur auf die Gruppe der 14-20-Jährigen angewendet wird, ist es ein geringer Bruchteil der Altersgruppe die sich für eine handwerkliche Ausbildung entscheidet. Viele von diesen neuen Azubis brechen die Ausbildung eventuell auch ab, weil es doch nicht die richtige Wahl war oder einige werden auch vorzeitig entlassen aufgrund anderer Einschätzung durch die Arbeitgeber. Das heißt, es bleiben nicht mehr sehr viele Azubis, die die Ausbildung durchziehen und ins Berufsleben starten. Alles in allem, scheint es ein geschwindend geringer Anteil der jüngeren Generationen zu sein, die sich für eine Ausbildung im Handwerk interessieren und sich dort beruflich auch niederlassen. Was aber tun die restlichen Millennials und Digital Natives 2.0, wenn sie nun vor handwerklichen Herausforderungen im Haushalt stehen?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Im Laufe unseres Lebens ziehen wir ca. 4,5-mal um. Daher müssen wir für jeden dieser Wohnorte die üblichen Installationen vornehmen. Diese beinhalten Lampen zu installieren, eine Waschmaschine anschließen, Möbel aufbauen, Bilderrahmen oder Spiegel anbohren und manchmal auch Küchenmöbel installieren. Viele Möbelhäuser bieten mittlerweile schon einen Montage-Service an und auch für größere Elektro-Geräte wird ein ähnlicher Service geboten. Beides kostet teilweise aber auch einen sehr teuren Aufschlag und nicht jede Person kann sich so etwas leisten. Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Faktor, Pärchen die gerade zusammenziehen und die Wohnung einrichten, möchten sich ihr Heim gemeinsam gestalten und entscheiden sich auch dazu die Möbel selbst aufzubauen. Möbelhäuser wie IKEA bieten zwar auch eine babyleichte Aufbau-Anleitung, aber wie steht es damit Löcher zu bohren oder eventuelle Reparaturen in der Wohnung vorzunehmen? Da kommt es dann doch wieder zu Problemen. Kleinere Reparaturen sind schnell gemacht, aber wenn ein Regal doch nicht ganz optimal hält, stehen einige Personen schon vor der Herausforderung zu entscheiden woran es liegen könnte. Und eine gute Lösung zu finden.</p>
<p>Ein weiterer kritischer Punkt von handwerklichen Fähigkeiten scheint die gesellschaftliche Akzeptanz der Rollenverteilung zu sein. Seit Jahrhunderten ist Frauen die Aufgabe der Kindererziehung und täglicher, häuslicher Aufgaben wie Kochen, Putzen und Wäschewaschen zugeordnet. Für Männer sind es hingegen der Unterhalt; der Schutz der Familie und die handwerklichen Tätigkeiten. Aber was passiert, wenn diese stereotypischen Rollen aufgebrochen werden? Die beiden häufigsten Reaktionen habe ich schon beschrieben. Als Frau werde ich entweder bewundert oder bevormundet. Hinzu kommt noch mein Alter, mit 25 Jahren scheine ich in den Augen der meisten Personen zu jung, um mich in den entsprechenden Aufgaben ausreichend auszukennen oder eine Ahnung zu haben, was ich da tue. Die Generationen Y und Z brechen viele Geschlechterrollen immer mehr auf, sie beschäftigen sich immer häufiger mit tabu Themen. Aber sind diese Verhaltensweisen nur ein Dramaspiel oder wenden sich die jüngeren Generationen wirklich zum rollenunabhängigen Handeln?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Obwohl Handwerksbetriebe die Stellenanzeigen immer häufiger geschlechterneutral verfassen oder eine Begünstigung diverser Geschlechter ausdrücken, sind kaum drastische Veränderungen wahrzunehmen. Allein der Anteil weiblicher Auszubildenden im Handwerk hat sich über die Jahre von 1992 bis 2017 kaum verändert. Mit Schwankungen zwischen <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36281/umfrage/frauenanteil-bei-auszubildenden-im-handwerk-seit-1992/">19% und 24%</a> scheint der Anteil weiterhin zu gering zu sein, um dem femininen Geschlecht eine handwerkliche Bedeutung zukommen zu lassen. Doch an dieser Stelle kommt auch der Zweifel auf, ob es nur an den gesellschaftlichen Strukturen gelegen ist, dass weibliche Personen nicht ins Handwerk aufgenommen werden. Oder ob es auch den Frauen selber liegt, sich nicht in die Tätigkeiten einfinden zu wollen?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Klar ist jedenfalls, dass weiterhin geschlechtliche Vorurteile auch bei den jüngeren Generationen noch spürbar vertreten sind und es eine große Herausforderung bleibt, diese Ansichtsweisen zu einem angenehmeren Standpunkt zu verändern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr zum Thema Beruf findest du <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/beruf/" target="_blank" rel="noopener"><strong>unter dem entsprechenden Hashtag</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mütter, die nicht arbeiten, sind faul</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/muetter-die-nicht-arbeiten-sind-faul/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2021 11:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
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					<description><![CDATA[Kinderbetreuung, Haushalt, Lohnarbeit: Eltern — und insbesondere Mütter, an denen nach wie vor ein Großteil der Care-Arbeit hängt — haben enorm viele Aufgaben zu bewältigen, um den Laden am Laufen zu halten. Wie kann eine sinnvolle Aufgabenteilung aussehen, wenn man mit der*m Partner*in zusammenlebt? Müssen Mütter lohnarbeiten? Was sollte sich in unserer Gesellschaft ändern, damit sich auch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kinderbetreuung, Haushalt, Lohnarbeit: Eltern — und insbesondere Mütter, an denen nach wie vor ein Großteil der Care-Arbeit hängt — haben enorm viele Aufgaben zu bewältigen, um den Laden am Laufen zu halten. Wie kann eine sinnvolle Aufgabenteilung aussehen, wenn man mit der*m Partner*in zusammenlebt? <em>Müssen </em>Mütter lohnarbeiten? Was sollte sich in unserer Gesellschaft ändern, damit sich auch Alleinerziehende nicht permanent am Rande der Erschöpfung befinden?</strong><strong> Über all das macht sich unsere Autorin Marie in ihrem neuen Text Gedanken. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12867"></span></p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, ob das Mamasein als Vollzeitjob zählt, wenn sie auch noch Vollzeit arbeitet und nebenberuflich den Haushalt am Laufen hält. Dann ist das Mamasein eher ein Nebenjob. Schade.<br />
Die Gesellschaft sieht es als normal an, dass Frauen eine Vielzahl an Jobs gleichzeitig machen:</p>
<p>&#8211; Mutter werden, was überhaupt erstmal eine ganz neue Lebenseinstellung ist<br />
&#8211; Das Kind oder die Kinder großziehen, inkl. eventuelle Elternzeit<br />
&#8211; Arbeiten und Geld zum Leben verdienen<br />
&#8211; Den Haushalt machen, Essen kochen und zu Hause in jeglicher Hinsicht den Laden schmeißen</p>
<p>Also eine Vollzeitaufgabe, die überhaupt keine Freizeit und keinen Freiraum mehr beinhaltet. Ist das richtig so? Muss man das so akzeptieren, wenn man unbedingt Kinder bekommen möchte?<br />
Das ist so viel, dass Zeit für sich selbst überhaupt nicht mehr in den Tag passt. Ein Gefühl des „funktionieren Müssens“, nicht mehr wirklich zu leben.<br />
Und wenn das jeden Tag so läuft, ist es selbsterklärend, dass all das, was sie tut, ein enormes Gesundheitsrisiko ist.<br />
Es gibt Frauen, die können das, die haben solch eine Belastungsgrenze, dass all das kein Problem darstellt. Da habe ich wirklich Respekt vor.<br />
Es gibt so viele Frauen, die keine Kinder bekommen, sondern nur arbeiten und ihren Haushalt machen, damit überfordert sind oder sich gar nicht vorstellen können, nebenbei und nachts noch die Energie für ein Kind oder mehrere Kinder zu haben. Das finde ich nicht verwerflich, sondern verantwortungsvoll sich selbst und seiner Gesundheit gegenüber, denn wenn die Gesundheit nicht läuft, läuft das Leben nicht.<br />
Wenn eine Frau aber gerne Kinder möchte, wird erwartet, dass sie alles andere nebenbei auch noch macht. Ein Zusatz an Arbeit, ein zusätzlicher Job, denn natürlich ist es viel nervliche – und vor allem körperliche Arbeit, Kinder in die Welt zu setzen und großzuziehen.</p>
<p>Früher war es „normal“, dass Frauen zu Hause die Kinder betreuen, den Haushalt machen und der Partner arbeiten geht, damit man sich Wohnung und Lebensmittel, eben alles, was zum Leben dazu gehört, leisten konnte. Die Frau hatte mindestens genau so viel zu tun wie der Mann, wenn nicht oft sogar ein wenig mehr, denn die Nachtschicht war inklusive und Feierabend hat man so gut wie nie. Das Mamasein ist eine Lebensaufgabe.<br />
Mit der Zeit sind mehr Frauen arbeiten gegangen, haben beides bewältigen können, was ich persönlich sehr, sehr stark finde.<br />
Ich denke, es sind insbesondere alleinerziehende Mütter/Väter, die leider keine Wahl haben und bis an ihre Grenzen gehen. Aber natürlich möchten oft auch Mütter, die nicht alleinerziehend sind, arbeiten gehen und unabhängig ihr Geld verdienen, auch das ist vollkommen okay. Beide Fälle sind für die Gesellschaft aber anscheinend ein Muss.<br />
Und das finde ich nicht okay.</p>
<p>Ich finde es nicht verwerflich, wenn das Leben mit Kind und Partner so geregelt ist, dass nur einer von beiden arbeiten geht und der jeweils Andere alle anderen Aufgaben übernimmt. Wir sind nicht ewig jung und haben eventuell auch nicht ewig eine intakte Gesundheit, die zudem nicht gefördert wird, wenn man permanent an seine körperliche- und psychische Belastungsgrenze geht und eben das wird so, so, so oft von der Gesellschaft erwartet.<br />
Selbst wenn die Mutter nur in Elternzeit ist und danach wieder arbeiten gehen möchte, ist die oft erste Frage: „Wann gehst du denn wieder arbeiten?“.</p>
<p>Ich finde das nicht fair und fänd es besser, wenn die Gesellschaft toleranter wäre und nicht erwartet, dass man bis zur Grenze kämpft und dass man nicht verurteilt wird, wenn nur einer von beiden arbeiten geht, denn der Andere arbeitet ja auch. Nur eben nicht für Geld und da liegt meistens der Fokus drauf, es geht immer um das Geld.</p>
<p>Wer kein Geld verdient, ist schwach und wird weniger angesehen.<br />
Wer kein Geld verdient, ist faul.<br />
Wer kein Geld verdient, ist nur wegen dem Geld mit dem Partner zusammen.</p>
<p>Wer kein Geld verdient, ist weniger intelligent.<br />
Wer kein Geld verdient, bekommt Geld vom Staat.</p>
<p>Dabei sind das alles einfach nur gesellschaftliche Vorurteile und Druck.<br />
Es ist es meiner Meinung nach egal, ob man sich das Geldverdienen teilt oder nur einer von beiden dafür arbeiten geht, am Ende ist es gemeinsames Geld in geteilter Arbeit.<br />
Und das wichtigste ist, dass sich die Familie damit wohl fühlt, denn nur darum geht es. Es geht niemanden etwas an, wie man sein Leben führt und dieser Druck sollte weniger werden.</p>
<p>Mein Appell an all die Mamas, die den Laden zu Hause schmeißen und die Kinder betreuen, damit sie nicht mit erst ein paar Monaten in die Kita müssen und so lange wie möglich Zeit zum Entwickeln haben, während der Mann arbeiten geht:<br />
Ihr seid stark, ihr seid selbstlos und ich wünsche euch, dass dieser Druck von außen irgendwann endlich aufhört.<br />
Wenn ihr glücklich seid und es eurer Familie gut geht mit dieser Entscheidung, ist es mehr als richtig. Und nur darauf kommt es an, lasst all das Gelaber von außen einfach an euch vorbeiziehen. Denn DAS ist falsch, nicht euer Leben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von Marie <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/marie/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jugendfreizeittreff Greppin: One Billion Rising</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/jugendfreizeittreff-greppin-one-billion-rising/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Apr 2021 07:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12862</guid>

					<description><![CDATA[Anlässlich von One Billion Rising 2021 im Februar hat der Kinder- und Jugendfreizeittreff Greppin in Kooperation mit dem Frauenzentrum Wolfen ein tolles, inspirierendes und corona-konformes Tanzvideo zu Sookees &#8222;One Billion Rising&#8220; produziert, das wir euch heute präsentieren dürfen. Viel Spaß beim Ansehen! One Billion Rising ist eine weltweite Kampagne für Gleichberechtigung und für ein Ende]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span class="">Anlässlich von One Billion Rising 2021 im Februar hat der Kinder- und Jugendfreizeittreff Greppin in Kooperation mit dem Frauenzentrum Wolfen ein tolles, inspirierendes und corona-konformes Tanzvideo zu Sookees &#8222;One Billion Rising&#8220; produziert, das wir euch heute präsentieren dürfen. Viel Spaß beim Ansehen!</span></strong></p>
<p><strong>One Billion Rising ist eine weltweite Kampagne für Gleichberechtigung und für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert wurde.</strong></p>
<p><span id="more-12862"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier kommt ihr zur Website des <a href="http://www.frauenzentrumwolfen.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Frauenzentrums Wolfen</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Funkeln der Diamanten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/das-funkeln-der-diamanten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2021 07:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über einen Beitrag von der Was geht Almanya-Autorin Pia Johannimloh. &#8222;Das Funkeln der Diamanten&#8220; ist aus dem Buch &#8222;Aus Angst wächst Mut&#8222;, in dem außer Pia noch 18 weitere junge Menschen sehr persönliche Geschichten erzählen. In dieser hier geht es um einen Tag in der Schule, der ganz anders endet als erwartet&#8230; viel]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Wir freuen uns über einen Beitrag von der Was geht Almanya-Autorin Pia Johannimloh. &#8222;Das Funkeln der Diamanten&#8220; ist aus dem Buch &#8222;<a href="https://www.lutherverlag.de/Geschenkideen/Buecher/Hoof-Aus-Angst::843.html" target="_blank" rel="noopener">Aus Angst wächst Mut</a>&#8222;, in dem außer Pia noch<strong> 18 weitere junge Menschen sehr persönliche Geschichten erzählen. In dieser hier geht es um einen Tag in der Schule, der ganz anders endet als erwartet&#8230; viel Spaß beim Lesen!</strong></b></p>
<p><span id="more-12831"></span></p>
<p>Der Regen prasselte gegen mein Fenster, so dass ich wach war, bevor der Wecker klingelte. Ich schaltete das Licht oberhalb meines Kopfes an, schlug die Decke zurück und stieg aus dem Bett. Als ich in den Spiegel schaute, erkannte ich mich selbst nicht wieder. Ich hatte dunkle Ringe unter den Augen und meine Haare sahen aus, als hätte ich einen Stromschlag bekommen. Nach gefühlten zwei Stunden hatte ich meine Frisur gebändigt und meine Augenpartie übergeschminkt. Am Frühstückstisch waren meine Eltern in ein Gespräch vertieft. Mein Bruder las seine Nachrichten, niemand nahm mein gelangweiltes „Morgen“ zur Kenntnis. Ich trank ein Glas Milch und aß einen Apfel.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es hatte aufgehört zu regnen, doch die Straßen waren immer noch nass. Die Blätter, die schon zahlreich von den Bäumen fielen, machten den Weg auch nicht besser. Es war rutschig und kalt. Der Berg kam mir an diesem Morgen noch steiler vor als sonst und ich musste mein Fahrrad hinauf schieben, um überhaupt herauf zukommen. Ich stellt mein Fahrrad hinter der Schule ab und beeilte mich, ins Gebäude zu kommen. Am Eingang passte mich eine Freundin ab und gemeinsam gingen wir geradewegs zu unserem Klassenzimmer. Unsere Lehrerin war wie immer zu spät und ihr Unterricht langweilig wie nie zuvor. Im Laufe der Stunde schliefen meine Mitschüler nach und nach ein oder versanken in ihren Gedanken. Mit der Zeit ließ auch meine Konzentration nach. Irgendwann schaltete ich ganz ab und hang nur noch meinen Gedanken nach.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Glocke ließ uns alle hochschrecken. Langsam leerte sich unsere Klasse. Ich nahm das Klassenbuch an mich und verließ zusammen mit meinen Freundinnen den Raum. Die frische Luft auf dem Weg zur Sporthalle tat gut. Aber irgendetwas war komisch. Zuerst war es nur ein Gefühl, aber nach und nach wurde es Gewissheit. Und dann sah ich es auch: Meine Mitschüler beobachteten mich die ganze Zeit von der Seite und tuschelten miteinander. Was hatte das zu bedeuten? Was stimmte nicht mit mir? Mehrmals kontrollierte ich unauffällig meine Sachen. Hatte ich auch wirklich nichts vergessen? Nein, hatte ich nicht. Alles war da. Die Schuhe, ordentlich gebunden, die Hose, vorne geschlossen, das T-Shirt, ohne auffälligen Aufdruck und ohne flecken. Was war denn nur los? Warum starrten die mich so an?</p>
<p>Dann kassierte ich auch noch zwei dumme Sprüche, war aber nicht in der Lage, etwas zurück zu geben. Stattdessen antwortete meine Freundin, ohne dass ich verstand, worum es ging. In meinem Kopf lief eine Dauerschleife. Immer und immer wieder dasselbe. Eine Reihenfolge von Schritten perfekt auf die Musik abgestimmt. Zumindest war es für mich perfekt. Würden die anderen es genauso finden?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir waren bei der Halle angekommen. Da draußen eine Eiseskälte herrschte, freute sich jeder über die geheizten Räume. In Windeseile zog ich mich um, schnappte mir das Klassenbuch und betrat die Halle. Dort hatte sich schon die Hälfte meiner Klasse versammelt.</p>
<p>Als Frau Hansen die Halle betrat, achtete zuerst niemand auf sie. Sie wurde nie beachtet, nie wahrgenommen und nie respektiert. Sie war eine von der Sorte, mit der man machen konnte, was man wollte. Niemals würde und könnte sie sich dagegen wehren. Doch heute war alles anders. Wir spürten es lange bevor sie bei uns angekommen war. Es lag förmlich in der Luft, dass diese Stunde nicht mehr so sein würde wie die vorherigen. Ohne dass sie ein Wort gesprochen hatte, wurden alle plötzlich still, merkwürdig still. Und wieder spürte ich die Blicke der anderen. Sie schauten nur mich an. Die Skepsis in ihren Blicken bohrte sich durch meinen Körper direkt in mein Herz. Für einen Moment hörte es auf zu schlagen.</p>
<p>Noch immer starrten mich meine Mitschüler an, als käme ich von einem anderen Planeten. Erst als Frau Hansen das Wort ergriff, nahmen sie ihre Blicke langsam von mir. Wieder sah ich an mir herunter. War etwas nicht in Ordnung mit mir? Hatte ich mein T-Shirt vielleicht falsch herum angezogen oder meine Hose auf links? Nein mit mir war alles in Ordnung.</p>
<p>Irgendwann bemerkte ich, dass wir im Halbkreis um Frau Hansen herum saßen. Ich bekam nur einige Gesprächsfetzten mit, den Zusammenhang verstand ich nicht. Als ich meinen Namen hörte, wurde ich hellhörig. Wie in Trance stand ich auf und stellte mich neben Frau Hansen. Wieder diese Blicke, wieder dieser stechende Schmerz. Das beliebteste Mädchen unserer Klasse funkelte mich böse an. Ich konnte sie noch nie leiden, ebenso wenig wie sie mich. Tom, mein Schwarm, lächelte mich anerkennend an. Seine strahlenden Augen und sein freundliches Lächeln taten mir gut. Wenigstens einer, der es gut mit mir meinte. Die anderen schauten einfach nur auf den Boden.</p>
<p>Mein Herz schlug so schnell, wie eine Rakete die gerade in den Himmel schießt, es schlug so laut, dass ich dachte, jeder hätte es hören können. Die Stimmen meiner Mitschüler wurden lauter. Dann standen alle auf und blickten mich erwartungsvoll an. Worüber hatte Frau Hansen gesprochen? Meine Freundin schaute mich verwirrt an, als ich sie danach fragte, aber sie gab mir Antwort.</p>
<p>Meine Lehrerin hatte also über mich und meine bisher unzumutbaren Leistungen gesprochen. Diese ungemein lieb gemeinte Rede beschwor nur noch mehr spöttische Blicke herauf. Selbst zwei meiner ehemals guten Freundinnen lachten nun über mich. Ich kochte innerlich vor Wut. Freunde? Das sollten Freunde sein?</p>
<p>Nur zwei Menschen lachten nicht mit. Tom, der Junge in den ich schon seit langem verliebt war und meine beste Freundin. Aber vielleicht steckte sie auch mit den anderen unter einer Decke. Von nun an würde ich auf mich allein gestellt sein. Niemandem konnte ich mehr vertrauen.</p>
<p>Während die anderen sich warm liefen, dehnte ich mich und lief zwei Runden mit. Das Verhalten meiner Mitschüler besserte sich auch im weiteren Verlauf der Stunde nicht. Das war mir mittlerweile aber auch ziemlich egal. Die dummen Sprüche die mich jede Minute erreichten und diese spöttischen Blicke schraubten meine Laune immer tiefer. Ich lief mit meiner Freundin zusammen und bald gesellte sich auch Tom zu uns. Wir kamen ins Gespräch und meine Laune besserte sich augenblicklich. Sie fiel aber sofort rapide wieder ab, als mich der nächste dumme Spruch erreichte. Er kam von Elias, dem Klassenclown, der sogleich die Faust meines Schwarms kassierte. Er taumelte und setzte sich unfreiwillig auf seinen Hosenboden. Die Klasse krümmte sich vor Lachen und ich wurde knallrot.</p>
<p>Dann sah ich, wie Tom stehenblieb und auf seine Hand starrte. Die Haut um seine Knöchel herum war aufgeplatzt und er blutete, aber zum Glück nur leicht. Während Frau Hansen die Hand untersuchte und verband, riss Elias schon wieder dumme Sprüche. Ich blickte Tom verlegen an und er schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln. Durch Toms Verletzung blieb nicht mehr viel von der Stunde übrig. Doch dieser letzte Rest gehörte nun vollständig mir. Während ich die CD einlegte, steigerte sich mein Lampenfieber ins Unermessliche. Es würde schwer werden, die Aufmerksamkeit meine Klasse zu bekommen, das wusste ich. Aber, dass es so schwer werden würde, hätte ich dann doch nicht gedacht.</p>
<p>Ich ließ sie sich in einer Reihe aufstellen, startete die CD und ließ ein Lied durchlaufen. Dann stellte ich mich zwei Schritte vor die Klasse und schaute in die Runde. Ich sah neugierige, aber auch verächtliche Blicke. Ich sah Neid und auch Respekt und ich sah ein strahlendes Lächeln. Dieser Blick war es, der mir signalisierte, dass ich es auf jeden Fall schaffen würde.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dann drehte ich mich um und mein Lied setzte ein. Ich kam gut in den Takt, tanzte – wie ich fand &#8211; ausdrucksstark und elegant, rhythmisch und fließend. Ja, ich tanzte, ich tanzte einfach vor den Augen meiner staunenden Mitschüler, vor der ganzen Klasse und vor Frau Hansen. Meine Angst, meine Unsicherheit und meine Wut waren mit einem Mal überwunden. Und wenn man die Zeit jetzt angehalten und sich mein Gesicht genauer angeschaut hätte, hätte man sehen können, dass meine Augen funkelten. Sie funkelten wie die schönsten Diamanten der Welt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte aus dem Buch und weitere Beiträge von <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/almanya/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Was geht Almanya gibt&#8217;s hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Rika Dost: ATLAS TÖCHTER</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/rika-dost-atlas-toechter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2021 07:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute freuen wir uns, euch einen weiteren Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie präsentieren zu dürfen 🙌 Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text ist ein feministisches Gedicht von Rika Dost. „Ich bin eine Frau und ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute freuen wir uns, euch einen weiteren Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie präsentieren zu dürfen </strong>🙌 <strong>Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text ist ein feministisches Gedicht von Rika Dost.</strong></p>
<p><span id="more-12822"></span></p>
<p>„Ich bin eine Frau<br />
und ich will viele Dinge.<br />
Die Welt, zum Beispiel.“</p>
<p>Tut mir leid.<br />
Klingt das töricht?<br />
Oder naiv?<br />
Vielleicht sollte ich sagen:<br />
„Bitte, gnädiger Herr,<br />
dürfte ich wenn möglich darum bitten?<br />
Wenn Ihr es erlaubt.“</p>
<p>So werden wir erzogen,<br />
so werden wir geboren.<br />
Auf die männliche Meinung wird geschworen<br />
und Ungerechtigkeit wird zur Regel verbogen.</p>
<p>Wir sollen uns klein machen,<br />
am besten schweigen,<br />
nicht schwierig sein<br />
und uns vor den Krümeln verneigen,<br />
die man uns hinwirft<br />
als wären wir Vieh.</p>
<p>„Ich bin eine Frau<br />
und ich bin wütend.“</p>
<p>Soll ich euch sagen,<br />
was ich will?<br />
Nein?<br />
Ich sag es euch trotzdem.<br />
Nein heißt doch ja.<br />
Das habt Ihr oft genug bewiesen.</p>
<p>Ich will<br />
Autonomie über mich selbst.<br />
Mein Körper, meine Regeln.<br />
Egal ob<br />
im kurzen Schwarzen<br />
oder im Anzug mit Hut,<br />
in Tarnfarben<br />
oder so wie Gott mich schuf.<br />
Ich bin ich<br />
und ich verdiene Respekt.</p>
<p>Ich will<br />
nachts spazieren gehen<br />
ohne mich zu fürchten,<br />
denn ich liebe die Dunkelheit<br />
und verehre die Nacht,<br />
doch verabscheue zutiefst,<br />
was Ihr aus ihr macht.</p>
<p>Ich will<br />
ernst genommen werden<br />
in jeder Lage<br />
egal<br />
wie viel ich getrunken habe<br />
oder wie viel Makeup ich trage.<br />
Egal<br />
wie ich mein Leben gestalte<br />
oder wessen Hand ich halte.<br />
Ich bin ich<br />
und ich verdiene Respekt.</p>
<p>Nochmal zum Mitschreiben:<br />
Ich bin ich<br />
und<br />
Ich. Verdiene. Respekt.</p>
<p>Ich will<br />
keine Regeln darüber lesen,<br />
wie man nicht missbraucht wird:<br />
Gehe nicht allein bei Nacht.<br />
Trage deine Haare kurz.<br />
Trinke nicht.<br />
Tanze nicht.<br />
Lebe nicht.<br />
Wisst ihr, was wir damit sagen?<br />
Vergewaltige die Andere.</p>
<p>Ich will,<br />
dass wir Männern<br />
beibringen<br />
nicht zu vergewaltigen,<br />
Grenzen zu respektieren.<br />
Ich will auch,<br />
dass wir ihnen erlauben<br />
zärtlich zu sein und grenzenlos zu lieben,<br />
denn wir erziehen sie schon zu lange<br />
zu unmenschlichen Menschen.</p>
<p>Ich will<br />
nichts weiter als ein faires Spiel,<br />
denn ihr gewinnt schon zu lange mit gezinkten Karten.<br />
„All in“, sage ich,<br />
„ich will sehen.“<br />
Kann dann vielleicht sogar verstehen,<br />
warum ich die einzige Frau<br />
in diesem Spiel hier bin.</p>
<p>Und wenn ich gewonnen habe,<br />
dann steige ich auf den Tisch,<br />
pflücke mir einen Blumenstrauß aus Krawatten<br />
und sage, was endlich gesagt werden muss:</p>
<p>„Habt ihr es noch nicht gehört?<br />
Trennung ist eine Illusion<br />
Ich bin kein ich,<br />
und du kein du,<br />
wir sind ein wir,<br />
nichts weiter als ein<br />
amorphes milliardenköpfiges Tier,<br />
das älter wird<br />
und doch niemals reift,<br />
jeden Tag stirbt, geboren wird<br />
und doch niemals begreift.</p>
<p>Ihr habt schon vor langem<br />
unsere Namen vergessen,<br />
vergessen wer wir sind,<br />
vergessen, dass es unser Blut ist,<br />
das unter euren Füßen zu dem roten Teppich gerinnt.</p>
<p>Lasst mich euch erinnern.</p>
<p>Nennt uns Atlas Töchter,<br />
denn auf unseren Schultern rumort der Himmel<br />
und unter unseren Füßen<br />
bebt die Erde.<br />
In unserem Inneren geschieht das Sein,<br />
das Leben<br />
und das Werden.</p>
<p>Ich bin eine Frau<br />
und ich will viele Dinge.<br />
Für den Anfang<br />
genügt mir die Welt.“</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte aus dem Wettbewerb findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>bei LizzyNet</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Lebensläufe: Lilith</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/lebenslaeufe-lilith/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 07:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Juhu, endlich ein neues Video aus Conrads Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220;! Die Protagonistin des heutigen Films kennt ihr als engagierte und vielseitig interessierte Autorin hier auf meinTestgelände: Lilith. Ihr Motto lautet: Ausprobieren! Nach der Schule hat sie verschiedene Praktika absolviert, um herauszufinden, was sie im Bachelor studieren möchte. Inzwischen studiert sie Internationale Beziehungen in Dresden &#8211; und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Juhu, endlich ein neues Video aus Conrads Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220;! Die Protagonistin des heutigen Films kennt ihr als engagierte und vielseitig interessierte Autorin hier auf meinTestgelände: Lilith. Ihr Motto lautet: Ausprobieren! Nach der Schule hat sie verschiedene Praktika absolviert, um herauszufinden, was sie im Bachelor studieren möchte. Inzwischen studiert sie Internationale Beziehungen in Dresden &#8211; und nebenbei findet sie noch Zeit für Hobbys und Ehrenämter. Heute ist sie beispielsweise bei der <a href="https://www.klischee-frei.de/de/klischeefrei_97926.php" target="_blank" rel="noopener"><em>3. Fachtagung der Initiative Klischeefrei</em></a> mit dabei. Schaut unbedingt rein und lasst euch inspirieren!</strong></p>
<p><span id="more-12803"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Liliths Profil <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lilith/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
<li>Und hier gibt&#8217;s weitere <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/" target="_blank" rel="noopener"><strong>&#8222;Lebensläufe&#8220;-Videos</strong></a>.</li>
</ul>
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