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	<title>Sexuelle Gewalt &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Sexuelle Gewalt &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>Täterschutz im Freundeskreis: Wie private Loyalität Gewalt unsichtbar macht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/03/taeterschutz-im-freundeskreis-wie-private-loyalitaet-gewalt-unsichtbar-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lea-Michelle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 10:37:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Täterschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[„So kenne ich ihn nicht.“ Das hören wir auch gerade wieder ziemlich oft, wenn es um aktuelle Vorwürfe sexueller Gewalt geht. Täterschutz beginnt oft im Freundeskreis und bevor Betroffenen gegalubt wird, berufen sich verstörend viele Männer immer wieder auf die Unschuldsvermutung. Wenn Vorwürfe von Gewalt öffentlich werden, richtet sich der Blick meist auf Institutionen: Vereine,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong data-renderer-mark="true">„So kenne ich ihn nicht.“ Das hören wir auch gerade wieder ziemlich oft, wenn es um aktuelle Vorwürfe sexueller Gewalt geht. Täterschutz beginnt oft im Freundeskreis und bevor Betroffenen gegalubt wird, berufen sich verstörend viele Männer immer wieder auf die Unschuldsvermutung.</strong><span id="more-17386"></span></p>
<p>Wenn Vorwürfe von Gewalt öffentlich werden, richtet sich der Blick meist auf Institutionen: Vereine, Unternehmen, Kirchen, Parteien. Strukturen lassen sich benennen, Verantwortliche identifizieren, Versäumnisse dokumentieren. Weniger beachtet wird ein anderer Ort, an dem über Glaubwürdigkeit, Loyalität und Konsequenzen entschieden wird: der private Freundeskreis.</p>
<p>Dort gibt es keine Pressekonferenz, kein Compliance-Verfahren, kein Protokoll. Nur Gespräche in Wohnzimmern, Nachrichten in Gruppenchats, Blicke, die ausweichen. Und doch entfaltet Täterschutz hier eine besondere Wirkung. Weil er nah ist. Weil er persönlich ist. Weil er nicht wie Schutz aussieht.</p>
<p>„Täterschutz“ meint nicht nur das bewusste Vertuschen von Gewalthandlungen. Er beginnt früher. Im Relativieren. Im Verschieben. Im Formulieren von Sätzen wie: „So kenne ich ihn nicht.“ Oder: „Da gehören immer zwei dazu.“ Oder: „Man sollte vorsichtig sein mit solchen Anschuldigungen.“</p>
<p>Häufig geschieht das nicht aus Kalkül, sondern aus einem Bedürfnis nach Stabilität. Freundeskreise sind fragile Ordnungen. Sie beruhen auf gemeinsam erlebter Zeit, geteilten Erinnerungen, gegenseitiger Bestätigung. Ein Gewaltvorwurf stört diese Ordnung. Er zwingt zur Positionierung. Und Positionierung birgt Verlust.</p>
<p><strong>Wenn das bekannte Gesicht nicht zum Vorwurf passt</strong></p>
<p>Psychologisch lässt sich dieses Abwehren mit kognitiver Dissonanz erklären: Das Bild vom vertrauten Menschen kollidiert mit dem Vorwurf, er habe Gewalt ausgeübt. Diese Spannung verlangt nach Auflösung.</p>
<p>Selten wird das eigene Bild korrigiert. Häufiger wird der Vorwurf angepasst. Er wird abgeschwächt, kontextualisiert, als Missverständnis eingeordnet. Die Frage verschiebt sich unmerklich: nicht mehr „Was ist geschehen?“, sondern „Kann ich mir das vorstellen?“</p>
<p>Gewalt erscheint in vielen Vorstellungen als etwas Radikales, Fremdes, als Ereignis am Rand der Gesellschaft. Taucht sie im eigenen Umfeld auf, bedroht sie das Selbstverständnis der Gruppe. Sie zwingt dazu, Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, die unbequem sind: dass man Warnsignale übersehen hat. Dass man schweigend danebenstand. Dass Nähe nicht vor Verantwortung schützt.</p>
<p>So entstehen Sätze, die moderat klingen, aber folgenreich sind: Man wolle „beide Seiten hören“. Man dürfe „nicht vorschnell urteilen“. Man kenne „nicht alle Details“.</p>
<p>Was wie Ausgewogenheit erscheint, verlagert die Beweislast oft auf die betroffene Person. Sie soll konsistent erzählen, ruhig bleiben, widerspruchsfrei erinnern. Jede Emotion wird bewertet, jede Lücke hinterfragt. Ihr Schmerz wird zum Gegenstand einer Prüfung.</p>
<p><strong>Gruppenloyalität vor Verantwortung</strong></p>
<p>Freundeskreise funktionieren über Loyalität. Sie erzeugen ein Gefühl von Zugehörigkeit. Wer sich klar gegen ein Mitglied positioniert, riskiert dieses Gefühl. Konflikte können Gruppen spalten, Freundschaften beenden, soziale Netzwerke destabilisieren.</p>
<p>Die einfachere Lösung besteht darin, den Konflikt zu individualisieren. Gewalt wird zur „toxischen Beziehung“, zur „schwierigen Dynamik“, zur Eskalation zweier Personen. Die strukturelle Dimension – Macht, Einschüchterung, Wiederholung – tritt in den Hintergrund.</p>
<p>Damit verschiebt sich auch die Wahrnehmung der Störung. Nicht das Gewalthandeln erscheint als Problem, sondern die Thematisierung. Die Person, die spricht, wird zurjenigen, die „alles kompliziert macht“.</p>
<p>Für Betroffene bedeutet das einen doppelten Verlust. Sie verlieren nicht nur die Person, die Gewalt ausgeübt hat, sondern häufig auch das soziale Umfeld, das ihnen vertraut war.</p>
<p>Einladungen werden seltener, Gespräche verstummen, der eigene Name fällt vorsichtiger. Manchmal geschieht es leise. Manchmal abrupt. In jedem Fall sendet es eine Botschaft: Deine Erfahrung gefährdet unsere Ordnung.</p>
<p><strong>Die Folgen: Isolation und Selbstzweifel</strong></p>
<p>Wie ein Umfeld auf Gewalt reagiert, beeinflusst maßgeblich ihre Verarbeitung. Soziale Unterstützung gilt als zentraler Schutzfaktor. Ernst genommen zu werden, Glauben zu finden, klare Grenzen gesetzt zu sehen – all das kann stabilisieren und Handlungsmacht zurückgeben.</p>
<p>Bleibt diese Unterstützung aus, entsteht oft das Gegenteil. Zweifel von außen werden zu Zweifeln im Inneren. War es wirklich Gewalt? Übertreibe ich? Habe ich etwas falsch verstanden?</p>
<p>Diese Selbstbefragung kann zermürbend sein. Sie verlängert das erlebte Machtgefälle. Fachlich wird in solchen Konstellationen von sekundärer Viktimisierung gesprochen: einer erneuten Verletzung durch das soziale Umfeld.</p>
<p>Besonders schmerzhaft ist dabei nicht nur der Inhalt, sondern die Quelle. Wenn Fremde zweifeln, ist das verletzend. Wenn Freundinnen und Freunde zögern, klar Stellung zu beziehen, erschüttert das das Grundvertrauen.</p>
<p><strong>Progressive Milieus und die Illusion der Immunität</strong></p>
<p>In Gruppen, die sich als politisch reflektiert verstehen, wird Gewalt im eigenen Umfeld häufig als Widerspruch zur eigenen Identität erlebt. Man ist sensibel, informiert, solidarisch – so das Selbstbild.</p>
<p>Vorwürfe stören diese Erzählung. Sie legen nahe, dass auch in aufgeklärten Räumen Machtmissbrauch möglich ist. Nicht selten wird daher stärker auf juristische Aspekte verwiesen: Es gebe kein Urteil, keine Anzeige, keine Beweise.</p>
<p>Doch soziale Verantwortung endet nicht an der Schwelle eines Gerichtssaals.</p>
<p><strong>Loyalität ist nicht neutral</strong></p>
<p>Loyalität gilt als Tugend. Sie signalisiert Verlässlichkeit. Doch sie ist nicht wertfrei. Sie kann Schutz bieten – oder Schaden verstärken.</p>
<p>Wenn Loyalität bedeutet, Vorwürfe systematisch zu relativieren oder Betroffene aus dem sozialen Raum zu drängen, wird sie zur stabilisierenden Kraft bestehender Machtverhältnisse.</p>
<p>Täterschutz geschieht selten laut. Er zeigt sich in verschobenen Prioritäten, in abwartenden Haltungen, im ausbleibenden Widerspruch.</p>
<p>Private Räume sind keine unpolitischen Räume. Sie sind die Orte, an denen sich entscheidet, welche Erfahrungen Sichtbarkeit erhalten – und welche verstummen.</p>
<p><strong>Ein anderer Blick auf Verantwortung</strong></p>
<p>Wer Vorwürfe von Gewalt im eigenen Freundeskreis relativiert, schützt nicht die Wahrheit. Er schützt eine Person. Und damit eine bestehende Ordnung.</p>
<p>Freundeskreise sind keine Gerichte. Aber sie sind Machtgefüge. Sie entscheiden, wer weiterhin selbstverständlich dazugehört, wer eingeladen wird und wessen Anwesenheit als unproblematisch gilt.</p>
<p>Wer sagt, er wolle „neutral bleiben“, verkennt, dass Neutralität in asymmetrischen Situationen selten neutral ist. Sie stabilisiert das Bestehende – und begünstigt denjenigen, der bereits über mehr sozialen Rückhalt verfügt.</p>
<p>Täterschutz beginnt nicht mit einem offenen Bekenntnis zur Gewalt. Er beginnt mit dem Impuls, sie kleiner zu machen, als sie ist.</p>
<p><strong>Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob eine Freundschaft unangetastet bleiben kann. Sondern: Was wiegt schwerer – der Erhalt eines vertrauten Gefüges oder die klare Absage an Gewalt?</strong></p>
<p>Wer diese Entscheidung vermeidet, hat sie bereits getroffen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der große Schwanz ist Privatsache</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/11/der-grosse-schwanz-ist-privatsache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Claire]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 08:21:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Belästigung von Flinta* Personen im öffentlichen Raum ist keine Privatsache! Ein Text über das Gefühl bedrängt zu werden und über Menschen, die Privat und Öffentlich verwechseln, von Claire. Ich laufe, ich schaue mich regelmäßig um. Es ist zwar hell, aber die Gegend nicht sicher für FLINTA*-Personen. Es sind kaum Menschen auf dem Weg, der an]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Belästigung von Flinta* Personen im öffentlichen Raum ist keine Privatsache! <span class="" style="color: #000000;">Ein Text über das Gefühl bedrängt zu werden und</span> über Menschen, die Privat und Öffentlich ver<span class="" style="color: #000000;">wechseln, von Claire.</span></strong><span id="more-15825"></span></p>
<p>Ich laufe, ich schaue mich regelmäßig um. Es ist zwar hell, aber die Gegend nicht sicher für FLINTA*-Personen. Es sind kaum Menschen auf dem Weg, der an Zuggleisen entlang führt. Ein Mann kommt mir entgegen. Ich versuche Blickkontakt zu vermeiden, ich will schnell an ihm vorbei. Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass er mich anschaut, mir wird schlecht. Er läuft eine Kurve und kommt direkt auf mich zu, ausweichen kann ich nicht mehr. Er lächelt mich an und fragt nach einer Zigarette. Ich möchte nicht unhöflich sein und gebe ihm mein Drehzeug. Er fängt an sich eine zu drehen. Ich fühle mich unwohl. Er ignoriert meine ablehnende Haltung und beginnt ein Gespräch, in dem er mich nach meinem Namen und Alter fragt. Ich fühle mich nicht wohl damit, diese Fragen zu beantworten und lüge. Ich erzähle ihm, ich sei 16 Jahre alt. Das lässt ihn kalt, während mir ganz heiß wird und ich weiß, ich muss schnell hier weg. Er fragt mich, ob Sex mit ihm haben wolle. Dabei ist er so freundlich, dass ich mich nicht traue, ihm klar zu sagen, dass er mich in Ruhe lassen soll. Ich lehne höflich ab und bedeute ihm, dass ich mein Drehzeug gerne wiederhaben möchte, er gibt es mir nicht. Er geht langsam um mich rum, ich will ihn nicht aus den Augen lassen, ich fühle mich eingekesselt. Menschen sitzen auf einer Wiese und beobachten die Situation. Ich wünsche mir so sehr, dass mir jemand hilft, aber ich traue mich nicht zu schreien, ich möchte nicht die Aufmerksamkeit auf mich und die mir unangenehme Situation ziehen. Ich möchte nicht unhöflich sein, ich habe ja kein recht dazu. Er läuft in Richtung Gebüsch und bedeutet mir mitzukommen. Ich sage noch einmal, dass ich nicht mitkommen werde und lege mein ganzes Selbstbewusstsein in diesen Satz. Ich traue mich nicht, laut oder aufbrausend zu werden, er macht mir Angst. Ich kann die Situation nicht einschätzen und suche nach einer Möglichkeit, die Oberhand zu gewinnen und einfach gehen zu können. Ich greife nach meinem Drehzeug, während er mir immer näher kommt und mir sagt, es würde ja auch ganz schnell gehen und er hätte einen sehr großen Schwanz. Ich gehe. Ich will nur noch weg, so weit weg wie möglich von diesem Mann. Er ruft mir noch hinterher, ich aber tu einfach so, als höre ich ihn nicht. Hoffentlich folgt er mir nicht. Ich traue mich nicht, mich umzudrehen, damit er sich nicht aufgefordert dazu fühlt. Ich werde immer schneller und schneller, ich renne. Ich spüre die Tränen in meinen Augen. Mir kommt ein Mann entgegen, ich schrecke zusammen. Ich habe das Gefühl mich schauen alle an, als würden sie mir meine ekelerregende Begegnung ansehen. Ich schäme mich dafür.<br />
Ich will über mein Erlebnis schreiben. Mir ist es wichtig, andere zu warnen und Aufmerksamkeit auf das Thema, sowie die Hilfseinrichtungen zu lenken. Ich erzähle dem Chefredakteur davon, er wirkt betroffen. Ich fühle mich nicht mehr so schrecklich bei dem Gedanken an diese Erfahrung. Er sagt, dass er hoffe, dass es mir gut geht, ich mir aber nochmal überlegen soll, ob ich meine persönliche Erfahrung veröffentlichen möchte, es sei ja schließlich meine Privatsache. Ich kann es nicht glauben – wieso ist das meine Privatsache? Ich habe mir doch nicht ausgesucht, dass mir so etwas passiert? Muss ich mich dafür schämen? Anstatt den Mut zu haben und ihn all das zu fragen, nicke ich nur. Ich habe keinen Artikel dazu geschrieben, ich habe das Thema auch nie wieder angesprochen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gegen die Hand an meinem Körper</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/12/gegen-die-hand-an-meinem-koerper/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2022 12:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[TW sexualisierte Gewalt: Ein alltäglicher Übergriff – der Mann im Bus, betatscht mich, warum wehre ich mich nicht, warum sieht das niemand? Die Folgen, die lang und schmerzhaft sind und dann doch die Erfahrung, dass es Menschen gibt, die dich stützen und lieben. Ein Text, der weh tut aber auch zeigt: du bist nicht alleine.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TW sexualisierte Gewalt:</strong></p>
<p><strong>Ein alltäglicher Übergriff – der Mann im Bus, betatscht mich, warum wehre ich mich nicht, warum sieht das niemand? Die Folgen, die lang und schmerzhaft sind und dann doch die Erfahrung, dass es Menschen gibt, die dich stützen und lieben. Ein Text, der weh tut aber auch zeigt: du bist nicht alleine.</strong><span id="more-15199"></span></p>
<p>Gegen die Hand an meinem Körper (Poetry Slam)<br />
Im See meiner Selbst gefangen kam er angeschlichen, hat mit großen Pinselstrichen die Zone um<br />
meinen Mund rot bemalt und gesagt:</p>
<p>„Das ist Liebe.“</p>
<p>Mit Kuchen erst versüßt, hat er die dicken Schichten später abgeschliffen. Draufgebissen,<br />
weggeschmissen. Zuvor sich selbst beschissen. Nur mit Alkohol hatte er den Mut, mich zu<br />
begrabschen. Nur bekifft wirklich zu leben und ignorant nach mehr, immer mehr Konsum und<br />
Mensch und nackter, feuchter Haut zu streben.</p>
<p>Nach dem Vorfall war ich gebrochen und das ,,davor“ nur ein Gedanke. Indessen lief ich weiter, über<br />
jedes rote Licht, antwortete auf jedes ,,Geht´s dir gut?“ mit „Ja!“ &#8211; und nachdenklich – „…danke.“</p>
<p>Für mich war er anders, für sich blieb er gleich.</p>
<p>An mir blieb über: angefasstes Fleisch.</p>
<p>Dabei alles weggenommen, was der Würde des Menschen inne liegt. Jedes seiner beschämenden<br />
Worte sorgte für mehr Farbe in meinem Gesicht. Verletzt, er hatte die Grenzen überschritten. Nicht<br />
verworfen den Gedanken, die Stimmung könnte kippen, habe ich mich in den Schein von<br />
Gemütlichkeit in seiner Anwesenheit geschmissen. Angst vor Reaktionen:</p>
<p>Denn der Busfahrer lugte schon und dachte scheinbar laut: „Richtig kann das nicht sein.“, als er mir<br />
unter das Kleid griff.</p>
<p>Geistiges Wirren im Tumult der Stimmen, während Körper einander fest umschlingen. Und meine<br />
Hände, die nach Luft, mehr Raum und Hilfe ringen…</p>
<p>Zuhause dann die Kreise der Uhr nachgefahren, mit leerem Stift und tristen Farben – Zeiger kurz vor<br />
12. An mir &#8211; entstehen Narben. Kurz vor einem Kollaps in den eigenen vier Wänden.</p>
<p>Mit Fingern, die Papier rau und schwer beschreiben. Und einer jungen Frau, der Schreiben mit Tinte<br />
auf Papier die Welt bedeuten. Schlaflose Nächte und zu langes Sinnieren. Die Haut am Kinn und der<br />
Wange vom Denken abgerieben. Und der erste Absturz, heulend in seinen Armen. Keine Fragen, nur<br />
Namen. Nur Gedanken und Flaschen, die an dem Abend alles Denken neu erschaffen.</p>
<p>Die rote Farbe längst abgeblättert, darunter tiefes Grau. Ziellos lief ich umher, ich weiß es noch<br />
genau, traf ich den Jungen, der mich veränderte.</p>
<p>Du verzerrtest, was man mir einst das ,,Lieben“ lehrte. „Du hast das nicht verdient“, meintest Du.<br />
Darauf schluckte ich schwer, sah neue Werte.</p>
<p>,,Warum fühle ich mich leer?“, frage ich an mich selbst gerichtet.<br />
Du erwidertest, als hättest Du den Gedanken eben erst selbst erdichtet: „Weil dir bewusst wird, was<br />
er dir angetan hat und was da in dir schlummert. Unsicherheit über Wärme, Liebe, Geborgenheit.<br />
Und das, worüber andere längst verfügen, hast du dir selbst nicht zugesprochen, weil Mobbing es dir<br />
verwehrte; dir das Ersuchen nach Respekt das Selbstvertrauen erschwerte. Lass los. Und lass einen<br />
Teil deiner Last bei mir.“</p>
<p>Da war keine Gier.<br />
Du erschufst mein neues Verständnis für ein WIR.<br />
&#8212;<br />
Und ich liebe dich dafür.<br />
&#8212;<br />
Noch nie empfand ich Liebe wie in solch einem Moment. Es war, als hättest Du den Kosmos<br />
durchtrennt, der mich im hoffnungslosen Umherwanken ließ. Der das Herz und seinen tiefen<br />
Schmerz nicht losließ. Du verstandst, dass mich Anerkennung auf social media zu nichts brachte, dass<br />
es meine sozialen Kontakte abflachte und ich das Leben darauf nicht ertrug.</p>
<p>Und neue Energie mit dir an meiner Seite erschuf. Im realen Leben.</p>
<p>Denn:</p>
<p>jeder zweite Post mit Werbung deklariert, drum herum junge Menschen, die um ihre Identität<br />
tänzeln. Dazu Oberflächlichkeit, die Stunden der Konsumenten* abdeckt, mich zutiefst<br />
abschreckt…</p>
<p>Erschaffen wir uns selbst durch Posts oder haben wir uns bereits endgültig verloren, wenn wir so um<br />
Aufmerksamkeit buhlen?</p>
<p>Ich dachte, es träfe mich beim besten Willen nicht. Das Schlagwort der Vergewaltigung. Das sitzt. Ich<br />
dachte, es wäre weit weg von mir, sexuelle Belästigung im Zug – doch es war folgenschwer.</p>
<p>Ich dachte, ich könnte nicht mehr.</p>
<p>Auf die Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft von Passanten lässt sich Vieles verwetten. Meine<br />
Gesundheit musste ich selbst retten, aber wenn Du den Menschen für Dich findest, der Du für mich<br />
bist. Ist da keine Angst, kein Zögern, nichts. Dann bist Du für mich da. Und ich ein besserer Mensch.<br />
Weil Du es schaffst, dass ich mehr für mich kämpf`. Und im Zug laut sage: „Stopp, hören Sie auf mich<br />
anzufassen.“ Und die Menschen betroffen schauen und wir gemeinsam Umdenken bewirken. Wenn<br />
wir wichtigen Themen Aufmerksamkeit schenken und nicht mehr länger nur an uns selbst denken.</p>
<p>Nicht davon ausgehen, da wird schon jemand sein…</p>
<p>Aus uns raus nach draußen schreien:</p>
<p>Ich lass Dich nicht allein.</p>
<p>Für den nächsten Absturz bin ich gewappnet, trotz Wut, Respekt, Angst. Ist da doch eins:<br />
Liebe und Akzeptanz.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mädchen sein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/08/maedchen-sein-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2022 09:28:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[TW: Sexuelle Gewalt. In ihrem neuen Text „Mädchen sein“ beschreibt Sara sehr eindrücklich das Erleben von sexueller Gewalt. Die Zeit zwischen dem Verlassen der Bar und der Tat im Wald ist kurz, die Zeit danach ist lang und irgendwie, versucht sie Mädchen zu bleiben. Grüne, hungrige Augen, Beine, die sich unter dem Tisch berühren. Ein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TW: Sexuelle Gewalt. In ihrem neuen Text „Mädchen sein“ beschreibt Sara sehr eindrücklich das Erleben von sexueller Gewalt. Die Zeit zwischen dem Verlassen der Bar und der Tat im Wald ist kurz, die Zeit danach ist lang und irgendwie, versucht sie Mädchen zu bleiben.</strong></p>
<p><span id="more-15004"></span></p>
<p>Grüne, hungrige Augen,<br />
Beine, die sich unter dem Tisch berühren.<br />
Ein leichter und doch bemerkbarer Hauch.<br />
Mein Kopf er dreht sich.<br />
Ich habe zu viel getrunken.<br />
Seine Hand berührt meine,<br />
es ist unschuldig, oder?<br />
Um 1 Uhr folgte der Rausschmiss.<br />
Urteil der Bar: minderjährig.<br />
Er ist es nicht, natürlich nicht.<br />
Er ist sehr leise geworden.<br />
Eigentlich ist er mir egal,<br />
ich weiß gar nicht, wer er ist.<br />
Eine Hand auf meiner Brust.<br />
Ignorieren, dann geht es weg.<br />
Vielleicht verschwindet er mit seiner Hand.<br />
Vorne ist ein Wald<br />
und ich lege mich auf den Boden.<br />
Die Blätter rascheln sanft neben mir<br />
und ich fühle mich frei.<br />
Plötzlich spüre ich einen Kuss.<br />
Sein Kopf knallt gegen meinen,<br />
er entschuldigt sind nicht.<br />
Stattdessen verlangt er mehr Zunge.<br />
Ich tue, was er sagt,<br />
viel nehme ich nicht mehr wahr.<br />
Die Zeit bleibt stehen,<br />
ist es immer noch zwölf oder doch schon drei?<br />
Seine Hüften bewegen sich auf meinen<br />
und er öffnet seinen Gürtel.<br />
Bitte nicht.<br />
Bitte kein Küssen und kein Anfassen<br />
und vor allem bitte kein Sex.<br />
Ich sage, dass es blutig ist<br />
zwischen meinen Beinen.<br />
Die einzige Ausrede, die zählt.<br />
Mein „nein“ wäre nicht genug.<br />
Wo bin ich eigentlich?<br />
Wo ist mein zuhause?<br />
Meine Hüllen sie fallen<br />
und ich fasse den Teil von ihm an,<br />
den er den ganzen Abend schon<br />
in meinen Händen sehen wollte.<br />
Der Geschmack in meinem Mund ist bitter,<br />
aber ich schlucke runter und fange an.<br />
Alles ist leer,<br />
die Blätter neben mir hören auf zu rascheln.<br />
Eigentlich höre ich gar nichts mehr.<br />
Eigentlich sehe ich gar nichts mehr.<br />
Eigentlich fühle ich gar nichts mehr.<br />
Aber ich mache weiter.<br />
Das macht man doch so, oder?<br />
Mädchen sein<br />
und Mädchen bleiben.<br />
Und so schaue ich ihn an mit großen Augen,<br />
während er seinen Teil beendet.<br />
Und mich zurücklässt,<br />
zwischen den raschelnden Blättern.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Abschluss</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/08/der-abschluss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Celine]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2022 12:42:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=14963</guid>

					<description><![CDATA[Im letzten Jahr hat uns Celine in Texten und Videos am Gerichtsprozess gegen den Ex-Freund ihrer Mutter teilhaben lassen. Sie hat ihn wegen sexueller Gewalt angezeigt, er hat nach dem ersten Urteil Berufung eingelegt. Jetzt gibt es für Celine, zumindest juristisch, einen Abschluss des Prozesses. Und wieder nicht zu wissen was passiert. Nicht zu wissen,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Im letzten Jahr hat uns Celine in Texten und Videos am Gerichtsprozess gegen den Ex-Freund ihrer Mutter teilhaben lassen. Sie hat ihn wegen sexueller Gewalt angezeigt, er hat nach dem ersten Urteil Berufung eingelegt. Jetzt gibt es für Celine, zumindest juristisch, einen Abschluss des Prozesses.</strong></p>
<p><span id="more-14963"></span></p>
<p>Und wieder nicht zu wissen was passiert.<br />
Nicht zu wissen, was verdammt nochmal auf einen zukommt.<br />
Doch zu wissen, dass es endlich ein Ende hat.<br />
Zu wissen, das ist der Abschluss meiner Geschichte.</p>
<p>Diesmal verspüre ich nur Wut, denn die Kraft, um traurig zu sein, hab ich irgendwie nicht.<br />
Nicht heute.<br />
Denn es geht mir so unglaublich auf die Nerven, schon wieder zu einem Ort zu fahren, wo ich eigentlich gar nicht sein will, doch aussuchen konnte ich es mir leider nicht.</p>
<p>Bewusst wird mir, dass ich einfach nur müde und erschöpft bin, erschöpft von sich immer wieder darauf vorbereiten zu müssen, seine Geschichte und sein Leid vor fremden Menschen zu teilen.<br />
Sich vorzunehmen stark zu sein, obwohl man gar keine Kraft dafür hat.<br />
Und sich klar zu machen, dass man all das noch gar nicht verarbeitet hat.<br />
Ein schreckliches Déjà-vu.</p>
<p>Willkommen in meiner unausstehlichen Gedanken-Welt.</p>
<p><strong>19.April.2022 </strong></p>
<p>Da sind wir wieder, nur diesmal am Landesgericht in Darmstadt.<br />
Soviel größer und schöner, könnte man denken.<br />
Doch da reinzuspazieren ist so unglaublich hässlich.<br />
Schrecklich.<br />
Unausweichlich.<br />
Denn da muss ich rein, um auszusagen gegen ein widerliches Schwein.</p>
<p><strong>11 Uhr </strong></p>
<p>Diesmal ziemlich spät und mal wieder super unangenehm.<br />
Fremde Frau.<br />
Stellt sich raus, das ist die neue Pflichtverteidigerin von ihm.<br />
Der alte Pflichtverteidiger hat wahrscheinlich gemerkt, dass er genauso ekelhaft im Kopf ist wie er.<br />
Meine Rechtsanwältin.<br />
Die alte Dolmetscherin und die neue Dolmetscherin.<br />
Kripo Beamtin Nr.1<br />
Wo ist Kripo Beamtin Nr.2?</p>
<p>Meine Mama, meine Schwester und dann war da noch ICH.<br />
Wieder in meiner Blase, aus der ich in solchen Momenten komplett untergehe.<br />
Fragend, ob sie jemand mal zum Platzen bringen kann?</p>
<p>Ich glaube, es verging eine ganze Stunde, bis die Tür dann mal aufging.<br />
Und dann platzte die Blase, in der ich 1 Stunde festgesteckt habe, denn auf einmal hörte ich ihn sprechen.</p>
<p>Wissen diese Menschen überhaupt, wie schlimm das ist?<br />
Dort zu sitzen und zu warten.<br />
In seinen Gedanken zu ertrinken und ganz genau überlegen, was man gleich vor so wildfremden Menschen sagt bzw. wie man was sagt?<br />
Wie auch immer…<br />
Schweigend und den Gedanken kreisen meine Art und Weisen, wie ich was beschreibe.</p>
<p>Ich glaube ich mache jetzt hier einfach mal einen Sprung, zu dem Moment, wo ich dann aussagen musste.<br />
Das ist übrigens das erste Mal, dass ich vor Gericht gegen Ihn aussagen darf!<br />
Worauf ich mich immer wieder vorbereitet habe und dann doch nichts sagen durfte.</p>
<p>Die Tür ging auf und keine Ahnung, wie viele Augen mich anschauten.<br />
Ich musste an Ihm vorbei laufen und mich quasi vor ihm hinsetzen.<br />
Grauenvolles Gefühl, wenn man weiß, welcher Mensch dir gerade in den Nacken atmet.</p>
<p>Der Richter schaute mich an und meinte: Sie wissen ja, warum sie heute hier sind nh? Man muss die Wahrheit sagen und ja dann erzählen Sie doch mal von Anfang bis Ende, was alles so passiert ist!!</p>
<p>Ich kann euch nicht genau erklären, was ich genau gesagt habe und wie lange das ganze gedauert hat, denn es fiel mir ziemlich schwer auszusagen…<br />
Erstmal sich daran zurück erinnern zu müssen, an das, was einem passiert ist und das in Worte fassen vor fremden Menschen, war verdammt hart.<br />
Und es kam mir vor, wie als hätte ich eine Sekunde geredet.</p>
<p>Danke Fr. Senses, ich weiß, wie schwer das gewesen sein muss darüber zu sprechen aber das haben Sie ganz toll gemacht sagte er mir… nehmen Sie draußen bitte wieder Platz.</p>
<p>Und dann verging wieder 1 Stunde und ich lief hin und her und wusste nicht wirklich was ich denken sollte…<br />
Ich hoffte einfach nur, dass es nach dem Ganzen endlich ein Ende findet und diesmal endgültig, ich hatte weder die Kraft noch Lust, weiter traurig, wütend und erschöpft zu sein.</p>
<p>Die Justizbeamtin öffnete dir Tür und wir durften auf den hintern Bänken platznehmen.</p>
<p>Das Urteil war bereits schonmal verkündet worden und es tut mir unendlich Leid sagte der Richter. Das was dieser Familie und vor allem den zwei Frauen passiert ist, ist sehr schlimm.<br />
Es gäbe keinen Grund, den zwei Frauen nicht zu glauben, denn das hier ist alles schrecklich und super schwer durchzustehen.<br />
Wieso sollte man sich freiwillig in so eine Situation bringen?</p>
<p>Das Gericht hat entschieden, den zwei Frauen den vollen Glauben zu schenken und Sie sollten sich schämen für das, was Sie getan haben, meinte der Richter.<br />
Er hätte sich gewünscht, dass dieser Fall schon vorher auf seinem Tisch gelegen hätte und die 3 Jahre seien zu wenig aber es sei leider so in Deutschland.</p>
<p>Der Richter bittet uns im Saal zu erheben um das Urteil ein zweites Mal zu verkünden…<br />
Meine Knie zitterten…<br />
Meine Hände schwitzten…<br />
Und mein Herz schlägt super schnell und obwohl ich wusste, der Richter ist auf der Seite von mir und meiner Schwester, hatte ich trotzdem Angst.</p>
<p>Das Urteil wird verkündet…</p>
<p><strong>Im Namen des Volkes in der Strafsache gegen Herrn XY wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen hat das Landesgericht Darmstadt am 19.04.2022  für Recht erkannt. Der Angeklagte wird wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen in insgesamt 21 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. </strong></p>
<p>Und seine Reaktion darauf war einfach nur lächerlich…<br />
Was hab ich gemacht? Ich hab gar nichts gemacht, schreite er in den Raum.<br />
Und alles würde zurückkommen und schrie irgendwas von Karma und ihr werdet schon sehen, was wir davon haben.</p>
<p>Diese 3 Jahre, die du bekommen hast, können niemals das wieder gut machen, was du kaputt gemacht hast.<br />
Diese 3 Jahre geben mir das, was ich an Wärme und Gefühl verloren habe, nie wieder zurück.<br />
Und diese 3 Jahre geben mir mein sorgenfreies Leben auch nicht wieder.<br />
Du bist der Grund für all meine Sorgen und Probleme, die ich jetzt habe und die mich mein Leben lang begleiten werden.<br />
Du bist der Grund für diese dauerhafte Traurigkeit, die in mir brodelt.<br />
Aber all das war dir niemals bewusst.</p>
<p>Das hier ist der Schluss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die ganze Geschichte von Celine könnt ihr auch nochmal auf <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/celine/">ihrem Profil</a> finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>So etwas ist mir schonmal passiert: K.O.-Tropfen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/04/so-etwas-ist-mir-schonmal-passiert-k-o-tropfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Apr 2022 09:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Triggerwarnung: sexuelle Gewalt “Wurdest du schon mal sexuell belästigt?” Christin weiß keine genaue Antwort auf diese Frage. In ihrem Beitrag erzählt sie, wie sie erinnert wurde an ein wahrscheinlich durch K.O. Tropfen ausgelöstes Ereignis von vor 5 Jahren, auf das sie heute noch keine abschließenden Antworten hat. Gerade das Unwissen, dass sie sich an kaum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Triggerwarnung: sexuelle Gewalt</strong></p>
<p><strong>“Wurdest du schon mal sexuell belästigt?” Christin weiß keine genaue Antwort auf diese Frage. In ihrem Beitrag erzählt sie, wie sie erinnert wurde an ein wahrscheinlich durch K.O. Tropfen ausgelöstes Ereignis von vor 5 Jahren, auf das sie heute noch keine abschließenden Antworten hat. Gerade das Unwissen, dass sie sich an kaum etwas erinnern kann, belastet sie noch heute. Doch wie Christin erzählt, ist sie nicht die einzige.</strong></p>
<p><span id="more-14731"></span><br />
Wenn ich gefragt werde ob ich schonmal sexuell belästigt wurde, weiß ich meist die Antwort nicht. Das ist ein bisschen so, wie wenn man früher gefragt wurde nach dem peinlichsten Moment. Natürlich hatte man peinliche Momente, aber ich kann nie einen genauen benennen. Auf die Frage ob ich schon mal sexuell belästigt wurde, klingt in mir eine innere Angst an, ob meine Erfahrungen denn ‚wirklich so schlimm waren‘. Klar bekam man unangenehme Kommentare und eine Hand lag an einer unangenehmen Stelle, aber reicht das um wirklich eine ‚Belästigung‘ zu sein? Meine Antwort war also meistens ein ja unter Vorbehalt. Dabei gab es eine Erfahrung die ich stets verdrängte. So verdrängte, dass ich sie ganz vergaß. Eine lang eingegraben Erinnerung wurde die letzten Tage wieder hochgeholt und aufgetaut. Ich habe lange überlegt ob ich darüber schreiben soll oder nicht. Es ist nicht gerade leicht mit seinen Erfahrungen an die ‚Öffentlichkeit‘ zu gehen in einem Raum in dem man keine Kontrolle mehr über sie hat.<br />
Erinnert habe ich mich erst wieder daran vor ein paar Tagen. Ich studiere über ein Erasmus Programm gerade in Birmingham. Im konkreten heißt das viele Menschen und Eindrücke auf einmal. Ein Polizist kam um uns über die Kriminalität hier in Großbritannien aufzuklären. Neben Schülerinnen, die Steine auf Busse werfen und so genannten Zombie Drogen. Doch eben auch, dass im letzten halben Jahr vor allem Frauen* in Bars und Clubs mit KO-Tropfen angergriffen wurden. In der Form einer Spritze, so klein, dass man sie kaum bemerkt. Die betroffenen Personen sind ohne Erinnerungen und mit blauen kreisförmigen Flecken um eine Einstichstelle aufgewacht.<br />
Neben der Regel, sein Glas nicht unbeaufsichtigt zu lassen, wurde uns jetzt eingetrichtert, nur in Gruppen raus zu gehen und aufeinander zu achten. Als ich mich schockiert zu einer Freundin aus den Niederlanden umdrehte, sagte sie zu mir, so etwas sei ihr auch schon mal passiert. Also die KO-Tropfen. Da fiel es mir wieder ein. Mir auch. Wahrscheinlich zumindest.<br />
Ich war 16 und es war ein Landesjugendplenum von einer Partei. Wir waren da um über Politik zu reden, aber vor allem um zu feiern. An dem ersten Abend habe ich mich mit meinen Freunden vorher in einem Bungalow getroffen bevor wir zur Party gehen wollten. Ich hatte 2 Vodka Shots. Mehr nicht. Wir kamen an und ich erinnre mich schleierhaft, dass es eine neue Runde Shots gab. Ich weiß nicht mehr was in meinem drinnen war, aber ich stand im Kreis meiner Freunde und wir haben angestoßen. Dann habe ich noch Erinnerungen von einer Toilette und das wars. Meine Freunde haben mir später erzählt, dass ich eine halbe Stunde lang gut drauf war. Getanzt habe und Spaß gehabt habe. Ab einem Punkt sei ich dann einfach umgekippt. Einfach in mich zusammengefallen. Ich wurde zurückgetragen und in meinen Bungalow in das unterste Etagenbett gelegt.<br />
Als ich aufwachte, war eine Person hinter mir. Ich wusste nicht, wo ich war oder was passiert war. Meine Klamotten hatte ich an, aber meine Hose war offen und in dem Bereich der offenen Hose lag die Hand von Tobias (Name frei erfunden). Tobias kam aus einer anderen Stadt, muss zwischen 17 und 18 gewesen sein und wir hatten uns bislang nicht einmal miteinander unterhalten. Ich schlich mich aus dem Bett so gut ich konnte und das erste, was ich tat, war mich zu übergeben.<br />
Ich fand die Freunde in den Betten gegenüber von mir. In meiner Panik weckte ich sie auf und fragte sie, was am Abend passiert war. Sie sagten, dass ich eine halbe Stunde lang gut drauf war. Getanzt habe und Spaß gehabt habe. Ab einem Punkt sei ich dann einfach umgekippt. Einfach in mich zusammengefallen. Ich wurde zurückgetragen und in meinen Bungalow in das unterste Etagenbett gelegt.<br />
Als ich gefragt habe was Tobias in meinem Bett an mich gekuschelt macht, meinten sie, er war nicht dabei, als sie meinen schlaffen Körper zurückgetragen haben. Ob er schon hinter mir lag, als sie ins Bett gingen, wissen sie nicht, weil sie recht betrunken waren. Eine war sich ganz sicher, dass Tobias noch getanzt hat als sie gingen, denn er hatte an dem Abend Ecstacy genommen.<br />
Als ich raus ging um mich erneut zu begegnen und meine Geschichte wem anders erzählt, nachdem ich gefragt wurde, wie mein Abend war, sagte dieser nur: so ging es mir auch, nachdem mir jemand KO-Tropfen gegeben hat. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich darauf reagiert habe (Es ist jetzt 5 Jahre her), doch ich weiß, dass mir den ganzen Tag schlecht war und ich meine Magensäure hochgewürgt habe. Als ich nach langem Googeln mit einer furchtbar langsamen Internetgeschwindigkeit herausgefunden habe, dass KO-Tropfen flüssiges Ecstacy sind, wurde mir nur noch schlechter. Tobias habe ich nicht wieder gesehen. In der Zeit, als ich panisch auf einer Bank auf dem Gelände saß, muss er gegangen sein und war wohl auf dem Weg nach Hause.<br />
Ich tastete mich in einem Waschraum ab. Konnte zumindest keine Veränderung feststellen. Ich hatte aber damals auch noch nicht mein erstes Mal, war mir also nicht sicher ob ich überhaupt wissen könnte wie sich eine Veränderung anfühlt. Meine Sachen hatte ich ja fast alle an, was mich beruhigte, aber natürlich hätte man sie mir auch wieder anziehen können. Diese Ungewissheit, was damals passiert war, macht mich noch heute verrückt.<br />
Später habe ich auf meinem Handy Fotos gefunden die ich von mir selbst im Waschraum gemacht hatte und draußen mit den anderen. Ich erkannte mich kaum wieder. Tobias war im Hintergrund.<br />
Die Fahrt nach Hause war furchtbar und zu Hause hatte ich gelogen, dass es in der Unterkunft Fisch gab und ich diesen nicht so gut vertragen hatte. Meine Eltern waren aufgrund meines Outings so oder so nicht sehr gut auf mich zu sprechen. Bis Montag hatte ich das Gefühl mich zu übergeben und ging anstelle zur Schule zum Arzt.<br />
Der Arzt war ein weißer alter Mann, der seinem Ruf leider komplett gerecht wurde. Alles, was passiert ist, war meine Schuld. Habe ich nicht vielleicht doch mehr getrunken, einen ‚normalen‘ Filmriss gehabt und Tobias vielleicht angeleitet? Bin ich sicher, dass ich nicht einfach nur bewusst Drogen genommen habe?<br />
Meine Entscheidung, meine Eltern nicht zu informieren, ist auch Jahre später noch eine gute gewesen. Meine Eltern hätten mir ehrlicherweise nicht helfen können und ich habe auch nicht so eine gute Bindung, dass es mir irgendwas außer mehr Geschrei und mehr ‚deine Schuld‘ eingebracht hätte. Der Bluttest wurde gemacht und der auf Geschlechtskrankheiten nach sehr viel Fragen. Ich habe meinen Hausarzt damals gefragt, ob ich vielleicht einen Psychotherapeuten sehen kann. Er meinte: Dinge, die man selbst zu verantworten hat, muss man auch selbst ausbaden. Es hat mich 4 Jahre gekostet um tatsächlich psychische Hilfe annehmen zu können, weil ich immer davon ausging, dass alles meine Schuld war.<br />
2 Tage später rief ich an und es gab kein Ergebnis. Mein Blut wurde im Labor aus Versehen vertauscht und ist nun unbrauchbar. Zu diesem Zeitpunkt war es zu spät um zu testen, ob es KO-Tropfen waren. Ich habe bis heute keine Antwort. Ich weiß es einfach nicht. Der Test auf Geschlechtskrankheiten war negativ aber niemand konnte mir sagen, ob ich Sex hatte oder nicht.<br />
Nur durch ein ‚Sowas ist mir auch schonmal passiert‘ wurde in mir diese Lawine losgetreten. Ich habe 5 Jahre später immer noch keine Antworten. Ich weiß nicht, was passiert ist. Manchmal holt es mich wieder ein. Diese Erinnerung, die durch viele Tritte tief in mir vergraben liegt. Hat mich also schon mal jemand sexuell belästigt? Irgendwie ja. Irgendwie nein. Aber doch schon. Ich weiß nur nicht wie ich es sagen soll.<br />
In diesem Raum sahen sich viele Frauen* um und flüsterten zu ihren Sitznachbarinnen. Von vielen Tischen kam ein gemurmeltes: das ist mir auch schon passiert.</p>
<p>Von Christin Albrecht</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nicht eine weniger! Lebendig wollen wir sein!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/11/nicht-eine-weniger-lebendig-wollen-wir-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2016 08:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie ein grausames Gewaltverbrechen an der 16 jährigen Lucía Perez, die Menschen und vor allem Frauen auf die Straßen treibt, um zu demonstrieren! Zu demonstrieren gegen die sexuelle Gewalt gegen Frauen in Argentinien und auf der ganzen Welt. Mehr dazu lest ihr im Text von Mare. „Nicht eine weniger! Lebendig wollen wir sein!“ – Frauen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie ein grausames Gewaltverbrechen an der 16 jährigen Lucía Perez, die Menschen und vor allem Frauen auf die Straßen treibt, um zu demonstrieren! Zu demonstrieren gegen die sexuelle Gewalt gegen Frauen in Argentinien und auf der ganzen Welt. Mehr dazu lest ihr im Text von Mare.<br />
</strong></p>
<p><span id="more-7509"></span></p>
<p><strong><u>„Nicht eine weniger! Lebendig wollen wir sein!“ – Frauen gegen sexuelle Gewalt</u></strong></p>
<p>Das Wetter auf den Straßen Argentiniens kann man an diesem grauen Mittwoch Ende Oktober bestenfalls als trist bezeichnen. „Einen schlechteren Tag hätte man sich nicht aussuchen können“, kommentiert eine Nachrichtensprecherin des argentinischen Senders Canal 5 Notícias. Doch trotz des Regens und der Kälte sind Tausende Frauen auf der Straße. In schwarz gekleidet haben sie ihre Arbeit niedergelegt, um gegen Gewalt gegen Frauen zu demonstrieren. „Denn Freiheit bedeutet, endgültig das Patriarchat abzuschaffen“, verkündigt die Gruppierung „Ni Una Menos“ („Nicht Eine Weniger“) in ihrem Manifest zum „Schwarzen Mittwoch“, wie der Streik der Frauen am 19.10.2016 auch genannt wird.<br />
Ausgelöst wurde die Protestwelle durch den grausamen Fall der 16jährigen Lucía Perez. Ihr sind von den Tätern Drogen verabreicht worden, bevor sie vergewaltigt und zu Tode gefoltert worden ist.<br />
Diese abscheuliche Tat steht aber nicht für sich alleine. In den ersten 19 Tagen des Oktobers sind in Argentinien bereits 19 Frauen ermordet worden. Im Durchschnitt wird in Argentinien alle 30 Stunden eine Frau umgebracht.</p>
<p>„Unter Freundinnen sagen wir „Gib Bescheid, wenn du zu Hause angekommen bist“. Versteht ihr? Es gibt immer die Möglichkeit, nicht anzukommen“, steht auf dem Plakat einer Demonstrantin.<br />
„Ich möchte nicht die nächste Frau sein, die in einem Plastikbeutel endet“, erklärt eine andere Demonstrantin gegenüber AJ+ „Deshalb müssen wir alle auf die Straße – Männer, Frauen, Jungen, Mädchen, Teenager“<br />
„Jedes Mädchen, das umgebracht wird, ist wie ein neuer Schlag gegen die Brust“, erzählt die Mutter eines ermordeten Mädchens der spanischen Zeitung El Pais.</p>
<p>Aber nicht nur in Argentinien gehen die Menschen auf die Straße. In vielen Ländern Lateinamerikas sowie in Spanien demonstrieren die Menschen für Gleichberechtigung und gegen Gewalt an Frauen. Allein in Córdoba im Süden Spaniens protestierten am Mittwoch 25 000 Menschen.</p>
<p>Gewalt gegen Frauen ist ein internationales Problem. Auch wenn einige Leute in Deutschland die Situation so darstellen, als würde „der“ Araber und „der“ Nordafrikaner hier in unser aufgeklärtes Land kommen und unsere emanzipierten Frauen belästigen, ist die Wahrheit leider nicht so einfach und auch nicht so schön. Man muss sich nur angucken, was mit Gina-Lisa passiert ist. Wer dann immer noch nicht glauben möchte, dass Sexismus auch „deutsch“ sein kann, kann sich die Statistiken anschauen. Laut einer Statistik des Bundesministeriums für Familien, Senioren. Frauen, und Jugend haben 37% aller befragten Frauen seit dem 16. Lebensjahr schon einmal Gewalt erfahren. 58% wurden mindestens schon einmal sexuell belästigt.</p>
<p>Gewalt gegen Frauen ist ein internationales Problem. Und lösen können wir es nur zusammen, solidarisch und laut.<br />
Ni Una Menos!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Bilder der Protestbewegung auf YouTube findest du <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_ZqJMn0d1lE" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">hier</span></a></li>
<li>Zum Thema Gewalt in Ehrenkulturen haben die HeRoes diesen starken Clip gedreht: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/05/guck-nicht-weg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Gewalt gegen Frauen, guck nicht weg!</span></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kurzgeschichte: Getäuscht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/kurzgeschichte-getaeuscht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 07:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Ertugrul die Zeitung aufschlägt und die Wahrheit über seinen Kumpel erfährt, wird ihm schlecht. Wie konnte er sich nur so sehr in dem jungen Mann täuschen? Diese Kurzgeschichte von Ertugrul Öztaskin ist in Aus Angst wächst Mut erschienen. Herausgeber: Gandhi Chahine und Matthias Hoof. „Wie oft hab ich dir gesagt, schmeiß den Mist in]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als Ertugrul die Zeitung aufschlägt und die Wahrheit über seinen Kumpel erfährt, wird ihm schlecht. Wie konnte er sich nur so sehr in dem jungen Mann täuschen? </strong></p>
<p><span id="more-7423"></span></p>
<p><em>Diese Kurzgeschichte von Ertugrul Öztaskin ist in <u><a href="http://www.lutherverlag.de/Geschenkideen/Buecher/Hoof-Aus-Angst::843.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aus Angst wächst Mut</a></u></em><em> erschienen. Herausgeber: Gandhi Chahine und Matthias Hoof.<br />
</em></p>
<p>„Wie oft hab ich dir gesagt, schmeiß den Mist in den Müll, hier spielen Kinder!“ Also nahm ich die Tüte vom verdreckten Boden und warf sie in den Müllbehälter.</p>
<p>„Stell dir vor, du hast später Kinder. Willst du, dass sie damit in Kontakt kommen? Eher nicht, denke ich.“ Osman schaute auf den Boden und sein Blick war leer. Er schwieg für einen Augenblick. Dann murmelte er: „Das macht doch jeder, ist doch egal, das ist normal.“</p>
<p>Ich lauschte seiner tiefen Stimme, während ich die Bäume betrachtete. Ich drehte mich zu ihm um, schaute ihn grimmig an und sagte: „Es ist schon schlimm genug, dass wir den Mist rauchen, also können wir wenigstens unsern Scheiß in den Müll werfen. Ich möchte nicht der Grund dafür sein, dass kleine Kinder sich fragen, was das ist. Dass ihre Neugier geweckt wird für etwas so Ekelhaftes. Nachher bin ich daran schuld, dass diese Kinder wegen mir abhängig werden.“ Nein, das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, dachte ich.“ Ja, jetzt halt’s Maul und gib mir mal Blättchen!“, sagte Osman zu mir, während er in seiner Hand das Grass zerbröselte.</p>
<p>Es war windig und dunkel, also gab ich ihm Schutz vor dem Wind. Ich hatte die Taschenlampe meines Handys eingeschaltet und hielt diese so, dass er genug sehen konnte. Lässig holte ich mein Feuerzeug aus meiner rechten Tasche raus, steckte den Joint an und nahm einen kräftigen Zug. Auf Anhieb fühlte ich mich richtig locker. Ein herrliches Gefühl.</p>
<p>Wie aus dem Nichts standen wir zwei plötzlich in einem Lichtkegel und wurden durch das grelle Licht geblendet. Wir erkannten auf Anhieb, was das war. Die Polizei. Osman und ich schauten uns verdutzt an, nickten uns gegenseitig mit dem Kopf zu und nahmen die Beine in die Hand. „Yallah!“, war das Letzte, was ich von Osman hörte. Danach rannten wir los.</p>
<p>Ein Polizist rief uns lauthals hinterher: „Bleiben Sie stehen!“ Doch daran verschwendeten wir keinen einzigen Gedanken. Ihr werdet mich niemals bekommen, das ist mein Viertel, dachte ich. Osman und ich rannten die Straße runter, er bog rechts ab, ich links. Ich blickte nach hinten und sah, dass die beiden Polizisten hinter Osman herliefen und mich außer Acht ließen. Doch ich rannte die Straße immer weiter, bis ich mich sicher fühlte.</p>
<p>Ich kam zu einem Ort, von dem ich wusste, dass er sicher ist. Dort blieb ich stehen und rang nach Luft. Ich war total verschwitzt und außer Atem. Mein Puls war auf 180, mein Herz hämmerte in meiner Brust. Ich nahm ein paar tiefe Atemzüge und checkte danach meine Taschen ab. Handy, Ausweis, Feuerzeug und Schlüssel. Mehr hatte war ich nicht dabei. „Dafür bin ich weggelaufen?“, sagte ich laut zu mir selbst und lachte mit einem höhnischen Unterton.</p>
<p>Aber was war mit Osman passiert, fragte ich mich. Doch im selben Moment dachte ich: „Als ob der sich packen lässt, niemals!“ Ich entschied mich, nach Hause zu gehen, ich nahm den schnellsten und kürzesten Weg. Schließlich wollte ich nicht wieder auf die Polizei treffen, auch wenn ich wusste, ich hatte nichts getan.</p>
<p>Zuhause angekommen nahm ich erst mal einen großen Schluck Wasser, putzte meine Zähne und legte mich ins Bett. Die Fenster waren geschlossen, doch man hörte, wie der Wind immer stärker wurde. Wahrscheinlich würde es heute Nacht regnen. Ich zog die Bettdecke über meinen Kopf und schlief ein.</p>
<p>Das Klingeln und Vibrieren meines Handys weckte mich unsanft. Ich ging ran. „Hallo!“, sagte ich mit total verschlafener Stimme. „Bruder, hast du schon gehört, was mit Osman passiert ist?“, fragte mich eine aufgebrachte Stimme durch den Hörer. Ich erkannte Christoph am anderen Ende. Ohne eine Antwort abzuwarten fuhr er fort: „Guck mal in die Zeitung, da steht&#8230;“ Seine Stimme war auf einmal weg. „Hallo, Christoph? Hörst du mich?“ Die Verbindung war tot. Ich schaute auf die Uhr. 12.41Uhr, der halbe Tag war schon um. Ohne lange zu überlegen stand ich auf, zog mir meinen Trainingsanzug an und verließ das Haus. Ich war total verwirrt. Was war mit Osman passiert? Und wieso Zeitung?</p>
<p>Mir gingen die schlimmsten Gedanken durch den Kopf. Deshalb war ich froh, endlich am Kiosk anzukommen. Mit Schwung öffnete ich die Tür und hörte die Glocken oberhalb des Eingangs, die mein Kommen ankündigten. Ein junger Mann begrüßte mich mit einem freundlichen „Hallo“. „Hallo“, erwiderte ich, „ich hätte gerne einmal die Tageszeitung!“ Der Mann gab reichte mir die Zeitung, ich gab ihm das Geld passend. Dann verließ ich den Laden und schlug sofort die Lokalseite-Zeitung auf. Die Überschrift sprang mir in die Augen. Mir wurde schlecht und die Zeitung fiel mir fast aus der Hand. „Vergewaltiger wurde gefasst“, stand da in großen Buchstaben. Mit zitternden Fingern hielt ich das dünne Papier in der Hand und las den ganzen Artikel. Osman war also ein Sexualstraftäter. Ich konnte es nicht fassen: Der Junge, den ich erst vor einigen Wochen kennen gelernt habe, war ein Vergewaltiger. Ich konnte es nicht glauben, Wie hatte ich mich in ihm so täuschen können? „Wie kann ein Mensch so etwas Schlimmes tun?“, dachte ich mir.</p>
<p>Er hatte bei mir immer einen netten und freundlichen Eindruck hinterlassen. Und er war vor allem sehr zuvorkommend. An diesem Tag wurde mir schlagartig klar, dass ich mich nicht mehr mit jedem dahergelaufenen Typen anfreunden werde. Du kannst den Menschen bekanntlich nur vor den Kopf gucken, deshalb ist immer Vorsicht geboten. Und vielleicht ist es jetzt an der Zeit, auch endlich mit dem Kiffen aufzuhören.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Die Vergangenheit hinter sich lassen, das eigene Leben in die Hand nehmen: Das ist das Thema von Sivaz Rap-Song <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/10/lachen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lachen</a></u>.</li>
<li>Auch Aleyna hat sich in jemandem getäuscht. Wie sie damit umgeht, dass ihre Mutter ihr nicht das geben kann, was sie braucht, liest du in der Kurzgeschichte: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/das-rote-kleid/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Das rote Kleid</span></a>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Poetry-Slam-Text: Heidenröslein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/08/poetry-slam-text-heidenroeslein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2016 07:41:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Nein heißt Nein: Dieser feministische Grundsatz wurde im deutschen Recht lange Zeit ignoriert. Erst dieses Jahr wird sexuelle Belästigung unter Strafe gestellt. Fees Poetry-Slam-Text zum Slutwalk 2016 in München befasst sich mit den deutschen Verhältnissen und einer Realität, die von Gleichberechtigung noch weit entfernt ist. Knabe sprach: Ich breche dich, Röslein auf der Heiden! Röslein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nein heißt Nein: Dieser feministische Grundsatz wurde im deutschen Recht lange Zeit ignoriert. Erst dieses Jahr wird sexuelle Belästigung unter Strafe gestellt. Fees Poetry-Slam-Text zum Slutwalk 2016 in München befasst sich mit den deutschen Verhältnissen und einer Realität, die von Gleichberechtigung noch weit entfernt ist. </strong></p>
<p><span id="more-7139"></span></p>
<p><em>Knabe sprach: Ich breche dich, Röslein auf der Heiden!</em></p>
<p><em>Röslein sprach: Ich steche dich, dass du ewig denkst an mich!</em></p>
<p><em>Und ich will´s nicht leiden!</em></p>
<p><em> Und der wilde Knabe brach´s Röslein auf der Heiden!</em></p>
<p><em>Röslein wehrte sich und stach. Half ihm doch kein Weh und Ach!</em></p>
<p><em>Musst es eben leiden!</em></p>
<p><em>Röslein, Röslein, Röslein rot.</em></p>
<p><em>Röslein auf der Heiden!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dies ist die Realität.</p>
<p>Willkommen in 2016!</p>
<p>Dies ist die Realität.</p>
<p>Zeigt euch, Schutz und Gesetze!</p>
<p>Dies ist die Realität.</p>
<p>Röslein, Röslein, Röslein rot.</p>
<p>Mädchen, selbst verschuldet in Not.</p>
<p>Here we are: Slutwalks im Jahre 2016 in einer deutschen Großstadt.</p>
<p>Dies ist die Realität.</p>
<p>Angesichts dieser Realität</p>
<p>fallen Worte schwer.</p>
<p>Angesichts dessen, was noch immer besteht,</p>
<p>weiß ich keine Reden mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und so singen wir ein fröhliches Lied vom Heidenröslein!</p>
<p>Röslein, Röslein, Röslein rot!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und uns wird kein Staat und kein Facebook-Kommentator bös sein,</p>
<p>denn wir sprechen ja nicht von rape culture und Grabschverbot.</p>
<p>Nur vom Röslein auf der Heiden!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dies ist die Realität,</p>
<p>dass noch immer DU für mich sprechen willst.</p>
<p>Dies ist die Realität,</p>
<p>dass du mich ganz unverbindlich treffen willst.</p>
<p>Und schon meine Zusage dir alles erlaubt,</p>
<p>meine Schönheit, auf die du ein Recht zu haben glaubst,</p>
<p>lädt dich ein.</p>
<p>Meine Kleidung, von der du annimmst, ich trag sie für dich,</p>
<p>Mein Körper, von dem du annimmst, ich hab ihn für dich,</p>
<p>all das lädt dich ein.</p>
<p>Und ich Schuld auf mich.</p>
<p>Dies ist die Realität.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Du sagst:</p>
<p>Das Röslein, das steht auf der Heiden</p>
<p>und provoziert morgenschön des Knaben Kuss.</p>
<p>Und ich merk nur, dass von uns beiden</p>
<p>nicht du es bist, der sich rechtfertigen muss.</p>
<p>Denn wenn das Röslein nicht sticht,</p>
<p>wenn ein Knabe auch die Dornen abbricht,</p>
<p>wenn schon eines anderen Fingers Blut an ihnen haftet,</p>
<p>werden Rosen von dir doch als Schlampen betrachtet.</p>
<p>Röslein, Röslein, Röslein rot</p>
<p>Mädchen und Frau´n, selbst verschuldet in Not.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist das Röslein gebrochen, sagst du,</p>
<p>müssen es Tiger gewesen sein.</p>
<p>Exotische Raubtiere aus anderen Ländern,</p>
<p>die kennen kein Halten, kennen kein Nein.</p>
<p>Oh kleiner, deutscher Prinz, wie schnell kannst du deine Meinung doch ändern.</p>
<p>Und ich möchte gerne erfahren:</p>
<p>gehör auch ich zu „euren“ Frauen?</p>
<p>Wollt ihr auch mich vor den Fremden bewahren?</p>
<p>Darf ich schon nächstes Sylvester auf eine Bürgerwehr bauen?</p>
<p>Und heißt das, ich war sicher, bevor Geflüchtete kamen?</p>
<p>Das hättet ihr aber mal sagen können! Sowohl den Herren, als auch den Damen!</p>
<p>Oder ist ein Trauma besser, wenn es ausgelöst wird von einem Deutschen?</p>
<p>Ist dies die Realität? Du nickst und ich muss mich wohl täuschen!</p>
<p>In meiner Realität gab es Sexismus schon vor letztem Jahr.</p>
<p>In meiner Realität schützt jemand, der bis Sylvester blind dafür war,</p>
<p>dass wir ein Problem im Umgang mit Belästigung haben,</p>
<p>all die rosenbrechenden, blondblauäugigen Knaben.</p>
<p>In meiner Realität sind es nicht „unsere Werte“, die mich schützen&#8220;</p>
<p>und in meiner Realität sollten wir die Chance zum Aufklären über Vorurteile nützen.</p>
<p>Aber du fragst nicht nach meiner Realität.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mir hat jemand ungefragt an die Brüste gelangt.</p>
<p>Und gestern war das noch legal!</p>
<p>Ich bin zur Polizei gerannt und hab ausgesagt.</p>
<p>Und gestern war das noch egal!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ersetz Gestern durch Vor zehn Tagen</p>
<p>und frag mich, ob ich das metaphorisch meine.</p>
<p>Denn auch ich hab dazu noch so meine Fragen,&#8220;</p>
<p>aber ich fürchte, es sind nicht ganz deine.</p>
<p>Du willst wissen, warum denn das Röslein so rot,</p>
<p>warum denn der Mund so bemalt und das Höslein so kurz?</p>
<p>Du willst wissen, wo denn die Grenze sei,</p>
<p>ob das jetzt schon Nein sei, mein Schweigen, mein Schrei,</p>
<p>meine Tränen, meine Starre, meine Angst oder mein Stich,</p>
<p>ich sag: Wo die Grenzen liegen, das bestimm ich.</p>
<p>Und du hälst es mit von Storch und fürchtest,</p>
<p>ein überhörtes Nein könnte dich zum Vergewaltiger machen,</p>
<p>wär´s nicht so traurig, Knabe, dann könnte ich lachen.</p>
<p>Denn was schätzt du bist du, wenn du mein Nein überhörst?</p>
<p>Wenn mein „Hör auf!“ nicht dazu führt, dass du aufhörst?</p>
<p>Dies ist die Realität:</p>
<p>Dass das Schlafzimmer schon immer ein gefährlicher Ort war.</p>
<p>Aber nicht für dich.</p>
<p>Dass man mir unterstellt, ich denke mir aus, was geschah,</p>
<p>während ich dort war.</p>
<p>Und das stimmt dann nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wenn ich getrunken hatte,</p>
<p>und wenn mein Ausschnitt dich anzog,</p>
<p>dann sollte es mir leidtun.</p>
<p>Und stand ich schon einmal auf deiner Matte,</p>
<p>und gab es je eine Situation, in der ich log,</p>
<p>dann hab ich kein Recht mehr auf Freispruch.</p>
<p>Und trug ich gar einen Rock und lächelte ich noch,</p>
<p>dann sagst du wohl zurecht: Mein Kind, wunder dich doch</p>
<p>nicht!</p>
<p>Dies ist die Realität.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Angesichts dieser Realität&#8220;</p>
<p>hättest du jetzt jedes Recht.</p>
<p>Angesichts dieser Art zu denken,</p>
<p>wäre mein Outfit jetzt stilecht,</p>
<p>um alle Schuld für deine Tat auf mich zu lenken.</p>
<p>Angesichts dieser Art, Recht von Rech zu trennen,</p>
<p>dürftest du mich Schlampe nennen</p>
<p>und das darfst du alles nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir singen ein fröhliches Lied vom Heidenröslein!</p>
<p>Das klingt zwar nicht ganz einvernehmlich, was da geschieht,</p>
<p>doch so muss es ja nicht sein.</p>
<p>Das Röslein sagt im Lied doch nicht nein.</p>
<p>Doch es sagt auch nicht JA.</p>
<p>Und das sollte dir reichen.</p>
<p>Dies nämlich ist die Realität!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Sah ein Knab ein Röslein steh´n, Röslein auf der Heiden!</em></p>
<p><em>War so jung und morgenschön! Lief er schnell, es nah zu sehen.</em></p>
<p><em>Sah´s mit vielen Freuden.</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Eines bleibt unangefochten:</p>
<p>Und wär das Röslein nicht so morgenschön gewesen,</p>
<p>hätt´ es dem Knaben nicht all diese Freuden gegeben,</p>
<p>hätt´ er´s dennoch gebrochen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Schuld für ein Verbrechen, dessen Opfer wir sind,</p>
<p>liegt nicht bei uns.</p>
<p>Und Gesetze müssen im Kopf ankommen.</p>
<p>Und weder geflüchtete Menschen, noch der Islam</p>
<p>sind an rape culture Schuld.</p>
<p>Seit ich 12 bin, wird mir fast täglich mein Recht genommen,</p>
<p>unbelästigt durch´s Leben zu gehen.</p>
<p>Und du willst erst jetzt einen Zusammenhang sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Knabe: Dies ist die Realität.</p>
<p>Dies ist wirklich die Realität.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Röslein, Röslein, Röslein rot!</p>
<p>Niemals selbst schuld an der eigenen Not!</p>
<p>Und endlich verankert in Gesetzen.</p>
<p>Dies ist die Realität.</p>
<p>Willkommen in 2016!</p>
<p><em>Röslein, Röslein, Röslein rot!</em></p>
<p><em>Röslein auf der Heiden!</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/07/von-hier-an-nackt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von hier an nackt</a></u>: Fees starken Beitrag zum Slutwalk 2015 findest du hier.</li>
<li>Erfahrungen mit grapschenden ‘Neandertalern’ hat auch Annelena schon gemacht. In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/alltags-sexismus-gehts-noch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Alltags-Sexismus: Geht’s noch?!</span></a>rechnet sie mit ihnen ab.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was wäre wenn&#8230; &#8211; Taschengeldangebote auf Gay-Apps</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/08/was-waere-wenn-taschengeldangebote-auf-gay-apps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2016 08:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Gewalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7043</guid>

					<description><![CDATA[Sexangebote gegen Geld. Solche Nachrichten nerven viele Jugendliche auf Onlinecommunitys. Das schnelle Geld KANN verlockend sein. Und so manch_er hat sicher darüber nachgedacht, das sogar anzunehmen. Der Social Spot &#8222;Was wäre wenn&#8230;&#8220; zeigt, welche Schattenseiten das harmlose Wort Taschengeld haben kann. Links: Ein weiterer bewegender Spot von queerblick. #ORLANDO – We will never forget you]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sexangebote gegen Geld. Solche Nachrichten nerven viele Jugendliche auf Onlinecommunitys. Das schnelle Geld KANN verlockend sein. Und so manch_er hat sicher darüber nachgedacht, das sogar anzunehmen. </strong><br />
<strong> Der Social Spot &#8222;Was wäre wenn&#8230;&#8220; zeigt, welche Schattenseiten das harmlose Wort Taschengeld haben kann.</strong></p>
<p><span id="more-7043"></span></p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li>Ein weiterer bewegender Spot von queerblick. <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/orlando-wir-werden-euch-nicht-vergessen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#ORLANDO – We will never forget you</a></span></li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/ihh-ist-das-nicht-eklig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Ihh! Ist das nicht eklig?!“</a> Typische Pöbeleien gegen queere Paare werden an heterosexuellen Paare mit versteckter Kamera getestet.</li>
<li>Du hast Lust bei <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://queerblick.tv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">queerblick</a></span> mitzumachen und willst mehr über den Verein erfahren?</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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