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	<title>Covid19 &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Covid19 &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Corona treibt – mich um</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/02/corona-treibt-mich-um/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2023 14:12:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn mit der Maskenpflicht gerade eine der letzten, merklichen Maßnahmen der Corona Pandemie verschwunden ist, haben die letzten drei Jahre ihre Spuren hinterlassen. Welche das für Johanna sind und was Social Media damit zu tun hat, lest ihr in ihrem neuen Poetry Slam Text. In Zeiten von social media sind wir alle einem Schwall]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Auch wenn mit der Maskenpflicht gerade eine der letzten, merklichen Maßnahmen der Corona Pandemie verschwunden ist, haben die letzten drei Jahre ihre Spuren hinterlassen. Welche das für Johanna sind und was Social Media damit zu tun hat, lest ihr in ihrem neuen Poetry Slam Text.</b><span id="more-15303"></span></p>
<p>In Zeiten von social media sind wir alle einem Schwall von Eindrücken ausgesetzt. Eine tägliche<br />
Konfrontation mit</p>
<p>Ideal und ein Buhlen um Aufmerksamkeit &#8211; sich selbst für zu wichtig halten? Selbstsüchtigkeit?</p>
<p>Ein Buhlen um Anerkennung; ein Wettlauf des Was-ich-habe-und-du-doch-nicht, kein intensives<br />
Beschäftigen mit einem Sachverhalt, sondern ein/e Nutzer/-in, der/die für wenige Sekunden auf<br />
einem Post verweilt, dass es mich erpicht darüber zu schreiben.</p>
<p>Für mich gilt nicht nur: das Twittern, Instagrammen, Slammen und<br />
Posten zu vermeiden, stattdessen bei Boykott bleiben und Rückbesinnung auf die Werte im realen<br />
Leben.<br />
Denn das Reale und digital Soziale lässt sich nicht vergleichen. Wichtige Normen, Solidarität und<br />
Hilfsbereitschaft verbleichen.</p>
<p>Und &#8212; Corona hat einen wichtigen Teil dazu beigetragen.<br />
Einen kurzen Einblick möchte ich gewähren, in Mechanismen durch die wir nicht mehr &#8212; mehr, mehr Konsum —glücklich werden.</p>
<p>Im Gegenteil &#8212;</p>
<p>Corona treibt &#8211; mich um.</p>
<p>Das Glitzern deiner Augen ist mehr als &#8212; die Maske,<br />
die dein Gesicht entstellt.<br />
Konturen schmiegen sich um sie.<br />
&#8212;<br />
Siehst du dich nicht, was deine Emotionen vollbringen?<br />
Durch Tränen, scharfes Sehen, Fokussieren, Benebeln aus deinem Körper dringen?<br />
Selflove is key,</p>
<p>Du siehst sie nie &#8211; denn &#8212; in den Selfies mit Filtern ist dein Gesicht verzerrt. Die Nase viel größer, das<br />
Kinn zu klein; den Anblick des Mundes, den kannst du nicht leiden. &#8212;<br />
Und wieder: selflove is key. Propagiert im Post von gestern – wie hieß sie?</p>
<p>Wie sich selbst lieben in einer Welt, in der sich lediglich dessen Blick erhellt, der &#8212; in den Spiegel<br />
schaut und eine bearbeitete Symmetrie erblickt &#8212;<br />
und bereits das Licht der Kamera klickt? ,,Das Licht fällt gerade so gut&#8220;, schreit die Gesellschaft, die in<br />
ihrer Vielfalt nicht nur inspiriert, sondern dich schnell erdrückt, lenkt &#8212; und du denkst:<br />
Nur so sehe ich schön aus.<br />
Mit anderen Wimpern im Gesicht, Augenbrauen, die nicht dein eigen sind.</p>
<p>Bereits Sophie Passman schrieb: ,,Und überhaupt ist eine halbe Stunde, in der man sich einfach mal selbst anstarrt und versucht, das eigene Gesicht zu verstehen, keine schlecht genutzte Zeit&#8220;.<br />
Verstehst du nicht, was ich sagen will? Was ist, was war, &#8212; das bleibt.<br />
Es wird sich nicht(s) verändern, wenn du Probleme überklebst.<br />
Das Problem der Selbstakzeptanz, das du in dir trägst, liegt tiefer, ist, womit du noch immer lebst.<br />
Heile &#8212; das Kind in dir und verändere, worauf du Einfluss nimmst.Male, schreibe, SCHREIE, tu, worin du Ausdruck findest und sei stolz auf das, was du bist.<br />
Statt wegzurennen, mitzulaufen, in einer Welt, die so voll Oberflächlichkeit ist</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Impfzentrum und Sächs_innen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/06/impfzentrum-und-saechs_innen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fluff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2022 09:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Drag]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[“Corona, Gift für Kunst und Kultur. Gift für Dragshows und Tunten”. Fluff erzählt von einer Zeit, in der Glitzer, Pailletten, angeklebte Wimpern, Highheels und Perücken nur zu Hause zum Üben getragen wurden, von trans-Hass und von Freundschaft, die das alles ertragen lässt. Die Wimpern flattern. Ich fluche. Der Kleber hält nicht. Eingetrockneter Wimpernkleber ist mit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>“Corona, Gift für Kunst und Kultur. Gift für Dragshows und Tunten”. Fluff erzählt von einer Zeit, in der Glitzer, Pailletten, angeklebte Wimpern, Highheels und Perücken nur zu Hause zum Üben getragen wurden, von trans-Hass und von Freundschaft, die das alles ertragen lässt.</strong></p>
<p><span id="more-14864"></span></p>
<p class="western" align="left">Die Wimpern flattern. Ich fluche. Der Kleber hält nicht. Eingetrockneter Wimpernkleber ist mit Abstand die lächerlichste Make-Up-Fail Variante. Hinter mir ertönt eine gelangweilt-amüsierte Stimme: „Warum fummelst du dich überhaupt auf? Sieht doch eh kein Mensch.“ Ich verziehe das Gesicht. They hat ja nicht Unrecht. „Übung.“, gebe ich knapp zurück und fummele die halb angesetzten Wimpern wieder runter. Lippenstift sitzt. Meine Augenbrauen habe ich mit Klebstoff bearbeitet und unsichtbar geschminkt. Stattdessen prangen buschige, raupenähnliche Gebilde beinahe auf meiner Stirn. Schließlich muss ja ausreichend Platz für den Lidschatten, Lidstrich, Glitzer und Pailletten sein. Aber auch Pailletten halten nicht, wenn der Kleber eingetrocknet ist.</p>
<p>Ich stülpe mir die Perücke auf den rasierten Kopf und schmeiße die Tube in den Mülleimer.</p>
<p class="western" align="left">Corona, Gift für Kunst und Kultur. Gift für Dragshows und Tunten, die ihre Fummel seit knapp zwei Jahren nur zu Hause spazieren trugen. Auf der Straße ist es mittlerweile ebenfalls gefährlicher geworden, sichtbar queer zu sein. Gleichzeitig hat die neue Koalition, die Ampel, versprochen, das Selbstbestimmungsgesetz für trans Personen endlich in die Tat umzusetzen. Wilde Zeiten, in denen wir leben. Fortschritt im Parlament, Angst auf den Straßen.</p>
<p class="western" align="left">Mein Handy vibriert. Ich seufze. Hass im Netz, den hatte ich ganz vergessen. Ich lösche, blende aus, blockiere die Menschen. Die Argumente sind immer die gleichen, es gäbe nur zwei Geschlechter, ich wäre psychotisch, psychisch krank, irre, würde mich in Frauenumkleiden schleichen wollen… (Und Frauen vergewaltigen. Immer wieder, ich würde Frauen vergewaltigen wollen.)</p>
<p class="western" align="left">Ich werfe den Kopf zurück, die Perücke wippt. Ich weiß oft nicht, ob ich es zum Lachen oder zum Weinen finden soll. Mir schlägt der Hass entgegen, weil sie mich für eine trans Frau halten. Alternativ schlägt mir der Hass entgegen, weil sie mich wieder zurück ins Frau-Sein zerren wollen.</p>
<p class="western" align="left">Am liebsten hätte ich gar keinen Hass, aber die Aktion scheint es nicht zu geben. Und meine bevorzugte Freizeitaktivität, Drag und Highheels, fällt auch weg.</p>
<p class="western" align="left">„Da war ja was… für jede ausgefallene Drag-Show trag ich eine_n Sächs_in zum Impfzentrum.“</p>
<p class="western" align="left">Ich muss grinsen. Mein_e Mitbewohner_in hat eine seltsame Art, mich zu trösten, aber sie funktioniert. They weiß genau, was in meinem Kopf vor sich geht. Gleichzeitig ist they die Person, die am wenigsten mit überdrehter Glitzerkultur etwas anfangen kann.</p>
<p class="western" align="left">They fluchte früher ausgiebig (so wie ich mit eingetrocknetem Wimpernkleber), wenn ich them dazu überreden wollte „doch etwas Spaß zu haben“. Spaß und Glitzer, der noch Monate später im Bett gefunden wurde, schlossen sich für them kategorisch aus. Außerdem hasst they Highheels, kann mit Schaumwein nichts anfangen und würde sich lieber nackt auf ein Nagelbrett legen, als sich in ein grünes Paillettenkleid zu zwängen.</p>
<p class="western" align="left">Zwei Tage später.</p>
<p>Ich komme ins Wohnzimmer, die erste Tasse Kaffee in der Hand. Auf dem Tisch liegt eine frische Packung Wimpernkleber und eine kleine Zange, um Kunstwimpern besser greifen zu können.</p>
<p class="western" align="left">Daneben klebt ein Post-It. „Zum Üben.“ steht darauf.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir hatten Corona</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/04/wir-hatten-corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2022 09:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
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					<description><![CDATA[2020 ging die Corona Pandemie in Deutschland richtig los und es war für uns alle etwas Seltsames, immer Präsentes und vor allem Gefährliches. Marie hat die Pandemie als junge Mutter mit zwei kleinen Kindern durchlebt: alle hat´s erwischt und das hat richtig Angst gemacht. Anfang 2020 ging die Corona-Pandemie los und es war sowas von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>2020 ging die Corona Pandemie in Deutschland richtig los und es war für uns alle etwas Seltsames, immer Präsentes und vor allem Gefährliches. Marie hat die Pandemie als junge Mutter mit zwei kleinen Kindern durchlebt: alle hat´s erwischt und das hat richtig Angst gemacht.</strong></p>
<p><span id="more-14694"></span></p>
<p>Anfang 2020 ging die Corona-Pandemie los und es war sowas von spannend, wie sich alles entwickelte. Die Menschen sahen so komisch aus, mit dem medizinischen Mund-Nasen-Schutz, als wären sie schwer krank, als wäre etwas ganz Schlimmes in der Welt ausgebrochen, hochansteckend und gefährlich. Und so war es ja irgendwie, aber die erste Zeit lang war es einfach nur seltsam, wie die Welt plötzlich eins wurde. Jeder, einfach jeder wusste, was Covid-19 ist. Jeder musste eine Maske tragen, jeder wusste, was diese Pandemie ist. Ich fand es einfach extrem faszinierend.<br />
Leider wurden mit der Zeit in den Medien ständig von schweren Verläufen und Todesfällen berichtet. Ich habe kaum Meldungen über Genesene bekommen oder dass die meisten Menschen einen milden Verlauf hatten. Diese Pandemie ging ganz schnell Richtung Intensivstation, Atemnot und Tod.<br />
Das hat mir Angst gemacht und meinem Umfeld auch.<br />
Vielleicht haben wir auch übertrieben gehandelt, aber meine Hände sind nach und nach kaputt gegangen, durch das permanente Desinfizieren. Überall hat man seine Hygienetücher und das Desinfektionsgel rausgeholt.<br />
Ein ständiger Kampf gegen die Angst vor Corona-Viren.<br />
Ich wollte auf keinen Fall infiziert werden und meine Kinder sollten es erstrecht nicht.<br />
Kinder starben, Babys starben, die Menschen starben laut den Medien langsam, aber sicher aus. Ich hatte echt Angst um meine Familie.   Das erste Jahr verging, dann verging das zweite Jahr. Ich war so stolz, wie wir das gemeistert hatten, selbst mein Sohn hat sich, nachdem er eingeschult wurde, nicht infiziert. Um uns herum gab es immer mehre Coronafälle.<br />
Was hatten wir für ein Glück, dass es uns nicht getroffen hat!<br />
Meinem Sohn haben die Kuscheleinheiten mit seiner Oma gefehlt, sie war als Risikopatientin sehr vorsichtig.  Meine einjährige Tochter setzt sich zu Hause den medizinischen Mundschutz auf den Kopf, es ist unglaublich, dass selbst dieses kleine Wesen schon weiß, dass das Leben ein Leben mit Mundschutz ist. Sie hat mich das erste Mal mit einer FFP2-Maske im Gesicht gesehen, als sie auf die Welt kam.<br />
Nachdem wir an einem Nachmittag im Januar in Berlin auf dem Spielplatz waren &#8211; natürlich nicht, ohne uns vorher tagelang immer wieder getestet zu haben, das war ja der Alltag &#8211; haben wir spontan meine Familie getroffen und mein Sohn hat einfach mal endlich seine lang ersehnte Kuscheleinheit mit seiner Oma eingefordert.   Am nächsten Tag war er positiv.<br />
Seine Oma ist zum Glück negativ geblieben, aber mein Sohn hat, nach zwei Jahren Pandemie, seinen zweiten Strich auf dem Schnelltest gehabt. Ich war komplett überfordert und hatte Angst. Einfach Angst, ihn zu verlieren. Ich habe mir die schlimmsten Szenarien vorgestellt und war so überfordert &#8211; hatte ja noch meine einjährige Tochter &#8211; dass ich ihm seinen Quarantänebereich in seinem Zimmer eingerichtet habe. Er hat den großen Fernseher reingestellt bekommen und ich habe ständig gelüftet.<br />
Es war ein komisches Gefühl, ich hatte Angst vor seinen Viren, die er durch die Gegend gehustet hat, ich hab ihn irgendwie als „fremdes Wesen“ gesehen, den ich meiden musste.  Dieses Gefühl habe ich ihm natürlich nicht gegeben, aber innerlich hatte ich einen großen Konflikt mit meiner Angst und meiner Sorge.<br />
Meine Tochter durfte sich auf keinen Fall anstecken und meine zweite Impfung war doch schon über ein halbes Jahr her! Meinen Boostertermin hätte ich genau in dieser Woche gehabt, musste ihn aber absagen.   Jedes Mal, wenn mein Sohn ins Bad gegangen ist, bin ich ihm desinfizierend hinterher gerannt. Meine Tochter wollte zu ihm ins Zimmer, aber das habe ich mit seinem Polizei-Absperrband „abgesperrt“. Ich war wirklich überfordert.  Sind wir überhaupt noch sicher vor dem Virus, wenn es schon im Haus ist?  Am Abend habe ich ein Kratzen im unteren Hals bemerkt. Oh nein. Es ging mir auch irgendwie nicht mehr so gut. Aber sowas habe ich öfter, das wird am nächsten Tag weg sein.   Am nächsten Tag war ich positiv. Und meine Tochter auch. Scheiße.<br />
Der Papa der Kinder ist als Einziger negativ geblieben. Seine Booster-Impfung ist nicht lange her, hat er dadurch einen besonders hohen Schutz gehabt? Ich weiß es nicht.  Mein Sohn war wieder fit, ihm ging es so gut, als wäre nie etwas gewesen. Meine Tochter hatte normale, leichte Erkältungsanzeichen und ich lag komplett flach und habe jeden Tag ein neues Symptom dazu bekommen.  Halsschmerzen, Husten, Ohrenschmerzen, unglaubliche Schwäche, dann hat mein linker Arm so wehgetan, dass ich Schmerzmittel nehmen musste. Ich hatte mehrmals Nesselsucht und hatte Probleme beim Atmen.   Jeden Abend bin ich mit der Angst schlafen gegangen, dass es wirklich ernst wird. Zähle ich überhaupt noch als geimpft? Meine Kinder dürfen ihre Mama nicht verlieren!<br />
Ich habe versucht, mich im Internet zu belesen und habe nur Horrorgeschichten gelesen: „Probleme beim Atmen, kurz danach verstorben“, ES HAT MICH WAHNSINNIG GEMACHT! Ich war kurz davor, ein Testament zu schreiben, einfach wegen all der Nachrichten, die ich gelesen habe, im Bezug auf meine immer mehr werdenden Symptome!   Eine Woche später waren wir alle wieder negativ, zwei Symptome sind bei mir noch zwei Wochen lang geblieben und danach hatte ich den nächsten Infekt, mit denselben Symptomen. Nesselsucht bekomme ich bis heute immer wieder und der Schnupfen ist auch noch da.   Ich finde, dass einem viel zu viel Angst gemacht wurde. Das Gleichgewicht in den Nachrichten, zwischen Todesfällen und mildem Verlauf, ist nicht mehr normal.<br />
Das finde ich sehr schade.  Wahrscheinlich wird jeder mindestens einmal infiziert sein, ich denke, da kommen wir nicht drum herum. Wie das alles noch wird mit dieser Pandemie, weiß ich nicht, aber ich hoffe, dass es bald ein Ende hat und der Virus zu einer normalen Krankheit wird, gegen die man geimpft wird und jeder sie gut übersteht.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lockdown: Mein Fluch und Segen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/fluchundsegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2021 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Haaaaach — der Lockdown, der Lockdown&#8230; inzwischen gibt es ja dank sinkender Zahlen endlich wieder einige Öffnungen. Unter Auflagen ist beispielsweise auch ein Besuch im Fitnessstudio drin. Gut nicht nur für all jene, die Sport machen möchten, sondern auch für die, die als Trainer*innen arbeiten! So zum Beispiel auch Nev. In seinem Videotagebuch berichtet er uns,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haaaaach — der Lockdown, der Lockdown&#8230; inzwischen gibt es ja dank sinkender Zahlen endlich wieder einige Öffnungen. Unter Auflagen ist beispielsweise auch ein Besuch im Fitnessstudio drin. Gut nicht nur für all jene, die Sport machen möchten, sondern auch für die, die als Trainer*innen arbeiten! So zum Beispiel auch Nev. In seinem Videotagebuch berichtet er uns, wie er den Lockdown erlebt hat und weshalb dieser für ihn Fluch und Segen zugleich war. Viel Spaß beim Anschauen!</strong><span id="more-13101"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Einige unserer Autor*innen haben darüber berichtet, <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/covid19/" target="_blank" rel="noopener"><strong>wie sich Lockdown und Co. für sie angefühlt haben</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine Mantren: Gesundheit und Self-Care während der Corona-Krise</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/meine-mantren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2021 07:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Teamsport, Schwimmbad, Fitness-Studio oder Meditationskurs: Was uns ansonsten Struktur und Entspannung beschert, ist leider momentan nicht möglich. Was also tun? Auf Online-Angebote zurückgreifen? Irgendwie müssen wir uns schließlich um uns selbst kümmern, eine Balance finden, richtig? Unsere Autorin Mare hat aufgeschrieben, wie sie die Sache mit der Self-Care in Zeiten der Pandemie angeht. „Wir beginnen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Teamsport, Schwimmbad, Fitness-Studio oder Meditationskurs: Was uns ansonsten Struktur und Entspannung beschert, ist leider momentan nicht möglich. Was also tun? Auf Online-Angebote zurückgreifen? Irgendwie müssen wir uns schließlich um uns selbst kümmern, eine Balance finden, richtig? Unsere Autorin Mare hat aufgeschrieben, wie sie die Sache mit der Self-Care in Zeiten der Pandemie angeht.</b></p>
<p><span id="more-12827"></span></p>
<p>„Wir beginnen. Einatmen. Ausatmen. Ohhhhm.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich atme ein. Ich atme aus. Ich fühle mich vollkommen bescheuert dabei, wie ich im Schneidersitz auf dem Boden sitze und der Frau auf dem Computerbildschirm dabei zuhöre, wie sie auf einer Sprache schief Wörter singt, die weder ich noch sie verstehen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich mag Yoga. Oder besser gesagt: ich bin im Fitnessstudio gerne in die Yogakurse gegangen. Genauso wie ich gerne schwimmen war und in den Kampfsportverein gegangen bin. Oder einfach nur am Ende eines langen Tages ein bisschen im Park eine Runde spazieren war.</p>
<p>Was ich nicht mag, sind Online-Yogakurse, die unbedingt dem ganzen einen esoterischen Flair geben müssen, indem Worte rezitiert werden, die keiner versteht (oder noch schlimmer, die man lieber nicht verstehen würde a la „Ich fühle Mondenergie in meinem Herzen wachsen!“). Aber mir bleibt momentan dank Corona nichts anderes übrig, als mich von Video von Video zu klicken, um merkwürdige Mantren-Gesänge zu vermeiden.</p>
<p>Dabei können Mantren hilfreich sein. Gerade in dieser Zeit. „Ein Mantra kann eine Silbe, ein Wort oder (meistens) eine Wortfolge sein, die wiederholt aufgesagt, gedacht oder gesungen wird“, sagt das <a href="https://neueswort.de/mantra/">Online-Wörterbuch</a>. Und ich habe auch Mantren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><i>Ich mache es, um gesund zu sein und mich um meinen Körper zu kümmern. Nicht um irgendeinen Schönheitsideal zu entsprechen.</i> Immer und immer wieder<i>. Ich mache es, um gesund zu sein. </i>Und irgendwie stimmt das auch.<span class="Apple-converted-space">  </span>Mir geht es so gut wie noch nie. Plötzlich ist da Energie, wo vorher nie welche war. Und auch die chronischen Rückenschmerzen lassen nach. Und trotzdem. Mit jedem Kilo, das auf der Waage fällt, kommt das Erfolgsgefühl.</p>
<p>Aber dann kommt der Schnitt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bleib mal lieber zu Hause und geh nicht zum Training. Herunterfahren des öffentlichen Lebens. Kontaktverbot. Und jetzt auch noch das böse Wort mit Q.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Unterstimulierung. Energieüberschuss. Zukunftsängste. Rückenschmerzen. Frustessen. Home-Workouts und Online-Yogakurse. Seit Tagen kein Blick auf die Waage. Und mein Mantra. <i>Ich mache es, um gesund zu sein.</i></p>
<p>Ich versuche es zu dem Mantra von allem zu machen, was ich in diesen Tagen tue. Für meine körperliche Gesundheit und für meine geistige. Denn einige Tage ziehen sich hin, strecken sich aus, fühlen sich an, als müsste ich mich durch Stunde um Stunde kämpfen, denn hinter jedem Gedanken warten die Sorgen. An anderen Tagen überschlagen die Stunden sich. Mit jeder Vibration vom Handy kommt die Angst um schlechte Nachrichten, von der Tagesschau oder dem Bekanntenkreis, und oft genug kommen sie auch.</p>
<p><i>Ich mache es, um gesund zu bleiben</i>. An manchen Tagen heißt das, dass mein Wecker um 8 klingelt, denn ich brauche einen Tagesrhythmus. Frühstück. Yoga. Arbeit. Mittagessen. Hausarbeiten. Cardio-Training. Abendessen. Gruppenchats auf Discord oder Brettspiele mit den Mitbewohnern. Fast schon das Gefühl von Normalität.</p>
<p><i>Ich mache es, um gesund zu bleiben. </i>An manchen Tagen heißt das, dass ich mich mit dem Snackvorrat in eine Decke auf dem Sofa einwickle und eine Staffel von irgendeiner dummen Serie auf Netflix in einem Rutsch durchgucke. Denn die Ereignisse überschlagen sich, genauso wie die schlechten Nachrichten. Wir durchleben momentan eine globale Pandemie, keinen normalen Hausarrest. Die beste Version von mir selber in der Quarantäne ist nicht die, die fünf neue Sprachen anfängt und einmal komplett das Haus grundreinigt, während sie Gewichte stemmt. Die beste Version von mir selber, ist die, die es da irgendwie durchschafft. Das ist genug. Das ist genug. <i>Das ist genug.</i></p>
<p>Zwei Gedanken gehören zu meinem Mantra: Ich darf nicht aufgeben. Ich muss mich um mich selber kümmern, darf nicht versinken in Angewohnheiten, die mir am Ende nur schaden.</p>
<p>Und: Wenn ich mich schone, meine Batterien auflade, die Kekspackung für ein bisschen Glückgefühl leer esse, dann kümmere ich mich auch um mich. Ich kümmere mich darum, durch den Tag zu kommen.</p>
<p>Es ist ein Balanceakt. Ständig fühle ich, wie ich von der einen Seite zu der anderen schwanke. Aber genau für sowas hat mir Yoga ein Mantra mitgegeben. Einatmen. Ausatmen. Und auf einen Punkt direkt vor mir konzentrieren. Und nicht zu weit nach vorne oder oben gucken. Dann fällt das mit dem Gleichgewicht leichter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von Mare gibt&#8217;s <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/mare/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fieses Virus</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/fieses-virus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2020 07:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[onlinegelände20]]></category>
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					<description><![CDATA[[Triggerwarnung: Im Text wird Gewalt beschrieben.] Während des Lockdowns sind die Fälle häuslicher Gewalt gegen Frauen nahezu überall stark angestiegen. Nicht für alle ist das eigene Zuhause ein sicherer Ort, und leider ist es viel zu oft so unglaublich schwer, eine solche Situation zu verlassen. Mit genau diesem Thema hat sich Tatiana Flores beschäftigt. Sie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>[Triggerwarnung: Im Text wird Gewalt beschrieben.] Während des Lockdowns sind die Fälle häuslicher Gewalt gegen Frauen nahezu überall stark angestiegen. Nicht für alle ist das eigene Zuhause ein sicherer Ort, und leider ist es viel zu oft so unglaublich schwer, eine solche Situation zu verlassen. Mit genau diesem Thema hat sich Tatiana Flores beschäftigt. Sie hat in diesem Jahr beim #onlinegelände mitgemacht &#8211; und dabei herausgekommen ist dieses Gedicht, das gar nicht mal so leicht zu verdauen ist&#8230; </strong></p>
<p><span id="more-12493"></span></p>
<p><span style="font-size: 1.14285rem;">Ich habe morgens Angst aufzuwachen,<br />
Versuche mir erst gar nicht auszumalen,<br />
Was er mit mir machen könnte.<br />
Ich fühle mich schuldig eine Frau zu sein,<br />
Weiß nicht mehr an wem es liegt,<br />
An mir oder ihm.<br />
Ich bin eine Frau, wiederholt er immer wieder,<br />
Jedes Mal, wenn er mich schlägt.<br />
Er platzt auf meine Haut und dieselben Wunden,<br />
Immer und immer wieder,<br />
Doch mit jedem Wort, mit jedem Schlag, mit jedem Tritt,<br />
Stirbt ein Teil meiner Seele in mir,<br />
Er zündet sie an, sie verbrennt und ist im Nu vernichtet.<br />
Ich bleibe hier und ertrage es wegen den Kindern,<br />
Wegen Max und Lilli,<br />
Ich will, dass sie es irgendwann besser haben,<br />
Ein Leben frei von Angst und Gewalt.<br />
Ich frage mich jeden Abend immer wieder,<br />
Wann es wohl so weit ist,<br />
Dieses andere Leben, diese Utopie, diese bessere Welt,<br />
Und jedes Mal, wenn ich meine äußerlichen Wunden versorge,<br />
Wer wirklich das schlimmste Virus ist,<br />
Die Männer die keinen anderen lieben oder respektieren können,<br />
Außer sich selbst, oder dieses fiese Virus,<br />
Dass sie am Besten alle umbringen soll.</span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auf der Seite des <a href="https://www.hilfetelefon.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>kostenlosen Hilfetelefons</strong></a> gibt es nicht nur Beratung für Betroffene häuslicher Gewalt, sondern auch für unterstützende Personen, und das in vielen verschiedenen Sprachen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine Kindheit während Corona</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/eine-kindheit-waehrend-corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2020 06:39:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Jahr der Pandemie war bislang für uns alle schwierig, kompliziert und überfordernd. Unsere Autorin Marie berichtet in diesem Text aus ihrem Alltag mit ihrem kleinen Sohn, denn Eltern stehen nochmal vor ganz anderen Herausforderungen und Fragen. Sollte mein Kind einen Mund-Nasen-Schutz tragen? Wie gehe ich mit Ängsten um? Wie erkläre ich die Situation altersgemäß?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Das Jahr der Pandemie war bislang für uns alle schwierig, kompliziert und überfordernd. Unsere Autorin Marie berichtet in diesem Text aus ihrem Alltag mit ihrem kleinen Sohn, denn Eltern stehen nochmal vor ganz anderen Herausforderungen und Fragen. Sollte mein Kind einen Mund-Nasen-Schutz tragen? Wie gehe ich mit Ängsten um? Wie erkläre ich die Situation altersgemäß? Wie können die Kinder trotz allem noch, ganz einfach, Kinder sein?</b><br />
<span id="more-12416"></span><br />
Als die Pandemie ungefähr im Januar 2020 zu uns nach Deutschland schwappte, hat glaube ich niemand geahnt, was das bedeuten würde. Für uns Menschen, für unsere Kinder, unsere Eltern, für chronisch Kranke, überhaupt das Berufsleben und für den häuslichen Frieden.<br />
Sicherlich hat man die Situation anfangs erst unterschätzt, dann, als der „Lockdown“ kam, Panik um seine Existenz bekommen und nach dem „Lockdown“ war man genervt, weil es kein Ende zu nehmen schien und da realisierte man langsam, dass die Lage ja doch ernst ist.</p>
<p>Jeder Mensch wurde auf die Probe gestellt, ins kalte Wasser geworfen, musste, von gestern auf heute, mit einer Situation fertig werden und seinen Alltag, wenn nicht sogar sein ganzes Leben, neu planen.</p>
<p>Im Februar 2020 wurden ganz plötzlich die Kitas und viele Arbeitsplätze geschlossen, sodass von einem Tag auf den Anderen Kinder und Eltern zu Hause waren und nicht wussten, wie man den Alltag nun geregelt bekommen sollte.<br />
Mein, zu dem Zeitpunkt vierjähriger Sohn, sollte, ohne dass er darauf vorbereitet werden konnte, für mind. 9 Wochen zu Hause bleiben, ohne seine Freunde zu sehen. Nur noch Alltag mit Mama und Papa. <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/04/planlos-ging-der-plan-los/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Dazu habe ich bereits einen Artikel geschrieben.</strong></a></p>
<p>Nun hat der Kita-Alltag wieder begonnen, wir hatten das Glück, dass die Kita nicht so lange geschlossen hatte, wie andere Kindergärten. Nichtsdestotrotz merken alle Kinder, dass draußen etwas anders ist.<br />
In den Geschäften, egal in welchen, laufen die Menschen mit Mund-Nasen-Schutz herum und gehen sich aus dem Weg.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mein Dilemma war und ist es immernoch, ob mein Kind einen Mund-Nasen-Schutz tragen sollte. Ich als Mutter finde es alles nicht einfach. Natürlich möchte ich meinen Sohn vor Corona schützen und gebe ihm einen Mund-Nasen-Schutz. Wie oft habe ich nun schon den Satz gehört „Ihr Sohn ist doch unter 6, der braucht noch keinen tragen!“, aber nur, weil er unter 6 ist, ist er doch nicht immun gegen Corona?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Er selbst mag den Mund-Nasen-Schutz.<br />
So sehr, dass er von innen immer darauf herumkaut, bis er nass und warm ist. Aber ist das so gut? Birgt das nicht neue Risiken, mit einem warmen, feuchten Stoff vor dem Gesicht herumzulaufen? Wenn ich ihm keinen Mund-Nasen-Schutz geben würde, wäre ich wiederum eine Rabenmutter.</p>
<p>Denn als wäre die Situation nicht genug, gibt es ja auch noch zwei Extremen, die ständig kollidieren:<br />
Die sogenannten „Aluhüte“ und die „Ordnungshüter“.<br />
Die Einen finden es schlimm, wenn man einen Mund-Nasen-Schutz trägt und man wird als schlimme Mutter bezeichnet, wenn man dem armen Kind so etwas gibt, die Anderen finden es schlimm, wenn man keinen trägt und das arme Kind und allen Anderen einer solchen Gefahr aussetzt und beide Seiten gehen oft so weit, dass man regelrecht belästigt oder bedrängt wird.</p>
<p>Ich habe von Kindern gehört, die Angst haben, wenn sie so viele fremde Menschen nur mit Augen, ohne Mund und Nase, sehen. Man darf nicht vergessen, dass Kinder eine ganz andere Sicht auf die Welt haben. Nicht nur, dass sie alles von unten sehen, sondern auch, dass es einfach unheimlich sein kann, wenn sie sehr jung sind oder einfach andere Auffassungen haben, als andere Kinder.<br />
Nicht jeder Mensch ist gleich, jeder hat andere Ängste und Empfindlichkeiten und so ist es auch bei Kindern, egal wie gut die Eltern die Situation erklärt haben, so einfach ist es leider nicht.</p>
<p>Und je kleiner die Kinder sind, desto unheimlicher kann es für sie sein. Natürlich wurden/werden ein Haufen Babys in der Quarantänezeit- und danach geboren, sie wurden/werden alle in die Pandemie hineingeboren. Sie werden von Anfang an, sobald sie Situationen unterscheiden können, wie das eigene zu Hause, das Spazierengehen an der Luft und eben in Geschäfte gehen, ganz viele Menschen ohne Mund und Nase sehen. Vielleicht reden diese Menschen auch mit ihnen und sie sehen aber nur Augen und hören eine Stimme. Keine Mimik, kein Lächeln, kein sich bewegender Mund, als würden nur Mama und Papa einen Mund und eine Nase besitzen, die sie ja zu Hause ohne Mundschutz sehen.<br />
Und plötzlich haben Mama und Papa auch so ein unheimliches Ding im Gesicht, sodass man nur noch die Augen sieht, wenn überhaupt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Denn Säuglinge sehen bis zu einem bestimmten Lebensmonat übrigens nur verschwommen, stellt euch mal vor, wie es ist, verschwommen so viele „vermummte“ Gesichter zu sehen und sich selbst nicht äußern zu können.</p>
<p>Was mir aufgefallen ist, ist, dass die größeren Kinder, ab ca. vier Jahren, momentan alle wie Erwachsene über Corona reden. Sie kennen die Maskenpflicht, sie meckern, wenn sie jemanden sehen, der die Maske falsch trägt und allgemein ist Corona anscheinend ein Teil ihres Lebens geworden, der sie permanent beschäftigt. Sie wissen, worum es geht.<br />
Sie müssen Kind sein, aber gleichzeitig verantwortungsbewusst denken, das erwarten zumindest viele von ihnen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Maske richtig tragen, Kindern auf dem Spielplatz nicht zu nah kommen. Türen, Geländer etc. nicht anfassen und nicht in die Gegend husten oder niesen. Hände nicht ins Gesicht nehmen und brav, wie die Erwachsenen, sich ständig die Hände mit zum Teil aggressivem Desinfektionsmittel einreiben.<br />
Wenn sich Kinder nicht „vorschriftsmäßig“ verhalten, werden die Eltern blöd angeschaut oder sogar angesprochen. Dass sie es den Kindern doch bitte mal besser erklären sollen. Aber wir Eltern sind genauso überfordert. Wir haben dem Kind vielleicht schon 30 Mal gesagt, dass es den Mundschutz bitte NICHT in den Mund nehmen soll. Es ist nicht so, dass wir nicht selbst drum kämpfen, dass das Kind gesund bleibt und in gewisser Weise auch Andere schützt.<br />
Man vergisst oft, dass es KINDER sind. Kinder haben bis zu einem gewissen Alter weder ein Empathievermögen, noch überhaupt den Sinn dafür, was Verantwortung Anderen gegenüber ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und man sollte daran denken, dass für uns als Erwachsene diese Pandemie etwas ganz Neues ist, eine ganz neue, plötzliche Herausforderung und selbst wir oft dran verzweifeln. Wie ist das wohl für Babys und Kinder?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Unter dem <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/covid19/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hashtag #Covid19</strong></a> findet ihr all unsere Beiträge und Texte zum Thema.</li>
</ul>
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		<title>Leben mit Behinderung in Zeiten von Corona</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/behinderung-corona/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/behinderung-corona/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen mit Behinderungen verstehen zum Teil noch weniger, worum es bei der Corona-Pandemie geht, warum sie niemanden treffen und nicht zur Arbeit gehen dürfen. Viele haben keinen Zugang zu Skype, Zoom, Facetime oder Whatsapp für Bildtelefonie mit Verwandten oder Freund*innen. Besonders in Wohn-Gruppen für Menschen mit Behinderung hinkt die Digitalisierung! Wir und Corona von Dennis]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen mit Behinderungen verstehen zum Teil noch weniger, worum es bei der Corona-Pandemie geht, warum sie niemanden treffen und nicht zur Arbeit gehen dürfen. Viele haben keinen Zugang zu Skype, Zoom, Facetime oder Whatsapp für Bildtelefonie mit Verwandten oder Freund*innen. Besonders in Wohn-Gruppen für Menschen mit Behinderung hinkt die Digitalisierung!</strong></p>
<p><b><i>Wir und Corona</i> von Dennis Seidel<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Gerade ist es für Menschen mit Behinderungen sehr schwer.<br />
Sie dürfen nicht alleine rausgehen, dürfen nicht in die Werkstatt.<br />
Uns nervt es total:<br />
1. Wir dürfen nur noch in Begleitung von Betreuer*innen raus.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
2. Wir dürfen unsere Kolleg*innen von der Arbeit nicht sehen.<br />
3. Wir dürfen keine Besuche bekommen.<br />
Das nervt uns total und geht uns bis hier oben hin.</p>
<p>Viele hocken nur noch zu Hause rum.<br />
Es gibt auch welche, die WLAN haben. Ich habe Internet bei meiner Mutter.<br />
Da kann man per Zoom gemeinsam reden und per Email in Kontakt bleiben.<br />
Aber viele Behinderte haben auch keinen Computer oder schlechtes Internet. Die können nicht mitmachen.<br />
Viele haben also im Moment gar keinen Kontakt.<br />
Viele kriegen Anfälle oder Ausraster.</p>
<p>Wir Behinderte hoffen alle bald wieder in die Werkstatt und TAFÖ [Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderungen] zu dürfen!</p>
<p><em>Dennis Seidel interessiert sich sehr für das Thema Geschlechter-Rollen und verkleidet sich gern als Frau. Er hat nur eine Niere, schreibt seine Texte aber selbst.</em></p>
<p><b><i>Ich gehöre auch dazu!</i> von Birgit Hohnen</b></p>
<p>Ich könnte heulen. Ich muss immer zu Hause bleiben. Ich will so gerne arbeiten. Weil ich die Struktur und Menschen um mich brauche. Ich will Gesundheit für alle. Ich will wieder arbeiten.</p>
<p>Dass man nicht raus kann, ist für mich und die anderen Menschen mit Behinderung nicht einfach. Ich kann nicht raus. Das macht mir Aggressionen. Jetzt diktiere ich meinen Text zu Corona.</p>
<p>Was ich mir wünsche? &#8211; Man braucht mehr Personal und mehr Beschäftigung für Leute, die nicht alleine rausgehen können. Man muss die besser unterstützen, was unternehmen, spazieren zum Beispiel. Menschen mit Beeinträchtigungen wollen auch was vom Leben haben. Das muss auch finanziert werden.</p>
<p>Ich war beim Arzt, zum Impfen gegen Pneumokokken. Da hatte ich meinen Mundschutz auf. Ich weiß, dass ich auf Händewaschen, Zahnpflege und Duschpflege achten muss. Und dass ich nicht rausgehen soll. Ich fühle mich eingeschränkt. Nein, nicht eingesperrt. Das ist zum Schutz, glaube ich. Unsere Betreuer tragen auch Atem-Masken. Das finde ich eigentlich nicht schlecht. Aber ich kann keinen echten Kontakt haben, auch nicht mit meiner Lieblingsbetreuerin Steffi kuscheln. Wir können uns nur noch mit Kuscheltieren zuwinken.</p>
<p>Meine Tagesstruktur ist jetzt Fernsehen. Und die Anderen sagen: &#8222;Birgit guckt den ganzen Tag Fernsehen oder liegt im Bett.&#8220; Aber was soll ich denn machen? Die Menschen sind beeinträchtig ohne Arbeit. Ich sitze immer nur in meinem Zimmer. Dieses ganze Fernsehen geht mir schon richtig auf den Senkel. Und das blöde Rumsitzen macht mich wütend.</p>
<p>Das beeinträchtigt mich, das macht mich wütend und traurig. Ich fühle mich hilflos.</p>
<p>Aber ich kann telefonieren. Am Telefon kann ich den Kontakt mit meiner Mutter aufbauen. Aber ich vermisse, dass man den anderen sieht &#8211; vielleicht über Whatsapp Video oder Facetime (Gesichtszeit).</p>
<p>Ich will, dass man die Leute nicht alleine lässt. Die eine oder andere ist sehr allein, kann nicht raus, und manche können sich gar nicht äußern. Weil sie nicht sprechen können. Ich kann nicht lesen und schreiben, aber ich kann gucken und sprechen, und ich kann meine Meinung diktieren.</p>
<p>Jede gehört dazu. Man muss alle Menschen einbinden.<br />
Ich will mich nicht in die Ecke stellen, ey. No Way! Ich gehöre auch dazu!</p>
<p><em>Birgit Hohnen arbeitet bei barner 16, dem inklusiven Netzwerk von Künstler*innen. &#8222;Ich bin wie ich bin,&#8220; sagt sie: &#8222;Das kann man und braucht man nicht heilen. Das ist mein eigener Standard.&#8220; Birgit Hohnen diktiert ihre Texte.</em></p>
<p><b><i>Angst</i> </b><b>von Melanie Lux</b></p>
<p>Was mich in dieser Corona-Zeit sehr ärgert: Dass in den Nachrichten viel zu wenig über Menschen mit Behinderung berichtet wird. Warum werden behinderte Menschen in den Nachrichten oft weggelassen? Das ist ungerecht! Ich finde es wichtig zu berichten, wie es Menschen mit Behinderungen in der Corona-Zeit geht.</p>
<p>Der Corona-Shutdown war furchtbar. Mich hat das seelisch sehr fertig gemacht, ich hatte Angst und habe mich gefragt, ob das etwa schon die Endzeit ist.<br />
Besonders fürchterlich empfand ich die Hamsterkäufe im Supermarkt, und dass die Regale leer gekauft waren. Ich hatte Angst, nicht mehr genug zu Essen zu bekommen. Aber am schrecklichsten fand ich die Kontaktsperre. Freunde, Eltern und Arbeitskollegen nicht mehr treffen zu dürfen, war megahart für mich. Auch die Freizeit-Kurse, für die ich mich schon angemeldet hatte, fielen aus. Dabei wollte ich so gerne neue Leute kennenlernen. Aber man darf ja nicht einmal zur Arbeit! Diese harten Bestimmungen haben mich echt fertig gemacht.<br />
Ich bin froh, dass die Schutzbestimmungen jetzt gelockert werden. Aber ich habe Angst vor einem zweiten Shutdown, weil einige Menschen gegen die Hygiene-Schutz-Massnahmen verstoßen. Das wurde in den Nachrichten berichtet. Viele Leute sind ohne Schutzmasken auf die Straße gegangen, um zu demonstrieren und haben auch im Chor gesungen und sich angesteckt. Diese Infos aus den Nachrichten haben mich nervös und wütend gemacht. Ich habe Angst, dass diese Leute unsere neu gewonnene Freiheit wieder kaputt machen. Und die schwachen alten Menschen und die Menschen mit Behinderung leiden dann besonders darunter. Das darf nicht passieren.</p>
<p><em>Melanie Lux schreibt ihre Texte selbst, wünscht sich eine gerechtere Welt und mehr Leichte Sprache für Menschen mit und ohne Lernschwierigkeiten.</em></p>
<p><b><i>Angst</i> von Michael Schumacher</b></p>
<p>Ich habe keine Angst vor dem Coronavirus.<br />
Ich habe Angst vor den Menschen.<br />
Sie verhalten sich merkwürdig, bewegen sich komisch, und reden kaum.<br />
Menschen mit Masken sehen alle gleich aus.<br />
Man erkennt keine Mimik. Ob sie freundlich oder muffelig sind.<br />
Beim Einkaufen erkenne ich unsere Nachbarn nur an ihrer Stimme, wenn sie denn überhaupt etwas sagen.<br />
Alleine gehe ich nicht raus, weil ich unsicher bin, wie ich mich verhalten soll.<br />
Einmal wurde ich angemacht, weil ich jemandem zu nahe gekommen war.<br />
Einmal hat mich eine Frau angemeckert, als ich einen Einkaufswagen genommen habe, bei dem sie den Griff schon desinfiziert hatte.<br />
Unser Treppenhaus ist ziemlich schmal und man muss aufpassen, dass man keinem Nachbarn begegnet.<br />
Unsere alte Nachbarin hat sich früher immer gefreut, wenn sie mich getroffen hat.<br />
Jetzt nimmt sie nicht einmal mehr Pakete für uns an, wenn wir nicht zuhause sind, weil sie Angst vor Ansteckung hat.</p>
<p><em>Michael Schumacher hat Asperger-Autismus, Pazifismus und wünscht sich eine Welt ohne Vorurteile. Er schreibt seine Texte selbst.</em></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Eine Empfehlung der Story Teller ist <a href="https://corona-leichte-sprache.de/page/6-startseite.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>diese Webseite</strong></a>, auf der man Informationen zu Corona in leichter Sprache finden kann.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Oh Corona!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/oh-corona/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/oh-corona/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2020 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
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					<description><![CDATA[Ja, inzwischen gibt es fast überall Lockerungen, vieles wirkt beinahe wieder wie zuvor &#8211; aber wir stecken noch immer inmitten einer globalen Pandemie und werden mit den Folgen des Shutdowns auch noch eine Weile zu kämpfen haben. Auch deswegen freuen wir uns sehr über diesen Text von Fee, in dem sie erklärt, weshalb Frauen gerade]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ja, inzwischen gibt es fast überall Lockerungen, vieles wirkt beinahe wieder wie zuvor &#8211; aber wir stecken noch immer inmitten einer globalen Pandemie und werden mit den Folgen des Shutdowns auch noch eine Weile zu kämpfen haben. Auch deswegen freuen wir uns sehr über diesen Text von Fee, in dem sie erklärt, weshalb Frauen gerade die Verliererinnen sind und wie du dir während des Shutdowns die Decke vom Kopf weghalten kannst. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12237"></span></p>
<p>Die Zeiten sind crazy, aber wem erzähl ich&#8217;s? Ach weißt du was? Ich erzähl es doch. Kurz wenigstens. Und am Ende gibt&#8217;s noch 8 Tipps, wie du dich beschäftigen kannst &#8211; zum Beispiel.<br />
Für uns alle hat sich in den letzten Monaten extrem viel geändert und für viele sieht es derzeit auch ganz ernsthaft düster aus &#8211; weil sie um ihren Lebensunterhalt oder gar ihre Gesundheit bangen müssen, weil sie alleine leben, weil sie sich psychischen Herausforderungen stellen müssen, die durch die Situation besonders getriggert werden, oder auch, weil sie in gewaltvollen Beziehungen oder Familien leben und sowohl Kontrolle als auch Fluchtmöglichkeit wegfallen.</p>
<p>Nicht nur das Zuhause-Bleiben-Müssen und zwischen Homeoffice und Homeschooling zu jonglieren kann hart sein. Übrigens kennen diese Doppelbelastung vor allem Frauen. Noch immer sind es zu 80 Prozent Mütter, die -oft zusätzlich zum Beruf- den Bärenanteil an der Kinderbetreuung übernehmen, und noch immer sind es Frauen, die fast<span class="Apple-converted-space"> </span>doppelt so viel Zeit wie Männer mit Arbeit im Haushalt verbringen.<br />
Aber auch die systemrelevant arbeitende Bevölkerung hatte sicher schon leichtere Zeiten.</p>
<p>Viele Medien haben dabei in den letzten Wochen eines herausgestellt: Am härtesten trifft es auch hier wieder die Frauen. Überdurchschnittlich viele Frauen arbeiten in „systemrelevanten“ Berufen, in der Pflege, an der Kasse oder in der Kinder- und Jugendarbeit. Diese Berufe sind parallel dazu unterdurchschnittlich gut bezahlt. Der notwendige und sinnvolle Shutdown verschärft an allen möglichen Ecken soziale Ungleichheiten. So natürlich auch die immer bestehenden Gender Pay Gap &#8211; und ihre Folgen. In der Kunst spricht man hier von der Gender <i>Show</i> Gap und die beträgt sogar 40 Prozent. Geringes und unsicheres Einkommen, kaum Rücklagen und eine quasi nicht vorhandene Altersvorsorge: All das sind Risiken, auf die man sich einlässt, wenn man sich entscheidet, sein Leben beruflich der Kunst zu widmen. Diese Nachteile treffen aber besonders häufig und oftmals um ein vielfaches heftiger auf weibliche Kunstschaffende zu. Dazu kommt eine deutliche Überrepräsentation des männlichen Geschlechts in so fast allen Künsten: von Werken, die männliche bildende Künstler geschaffen haben, in Kunstgalerien, von erfolgreichen männlichen Autoren auf Literaturlisten, von Kabarettisten oder Poetry Slammern auf Kleinkunstbühnen und und und. In Zeiten, in denen Veranstaltungen abgesagt, Museen geschlossen und Theater in Zwangspause geschickt werden, sind das alles natürlich denkbare schlechte Startvoraussetzungen für eine entspannte Quarantäne, in der man als Kulturschaffende*r möglichst noch produktiv, kreativ und ständig auf der Bildfläche bleiben soll.<br />
Während Menschen in ganz Europa ihr Leben verlieren, uns die Bilder von Moria erreichen und viele unserer Mitmenschen vor die existenziellste Krise ihres Lebens gestellt sind, erscheint es fast dreist, sich Sorgen zu machen über die Miete in drei Monaten oder gar über Langweile zu klagen.</p>
<p>Aber auch psychische Gesundheit ist ein hohes Gut! Privilegiert zu sein, bedeutet nicht, frei von Gefühlen zu sein. Menschen sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Probleme und Bedürfnisse.<br />
Die einen können sich gerade vor Insta-Yogaclasses, Livestreams und Kochtutorials kaum retten und sehnen sich noch mehr nach Ruhe als zuvor, den anderen fällt die Decke auf den Kopf und sie halten es kaum noch zuhause aus.<br />
Wenn du gerade in der Situation bist, unerwartet viel Zeit mit dir alleine zu haben, helfen dir vielleicht die folgenden Tipps. Manche hast du vielleicht so ähnlich schon woanders gelesen, manche dürften etwas ausgefallener sein. So hältst du dir Decke weg vom Kopf!</p>
<p>1. Tu, was gut für dich ist!<br />
Das klingt nicht bahnbrechend neu, ist es auch nicht. Aber vielleicht musst du es hören. Wenn es deine Situation zulässt, hör auf dich und auf das, was du brauchst! Du musst nicht produktiv sein. Du musst nicht kreativ sein. Du musst keine neue Sprache lernen und auch kein Instrument. Du musst nicht jeden Tag zehn Tweets absetzen und auch keinen Livestream veranstalten. Du musst keinen einzigen dieser Tipps beherzigen.<br />
Go for it, wenn es dir gut tut und du Lust und Energie dazu hast! Aber du darfst auch faul sein und mal ausgiebig schlafen. Du darfst den ganzen Tag ohne BH und mit fettigen Haaren im Bett rumlungern. Du darfst Netflix leerbingen und dich ausruhen. Du darfst auch einfach traurig sein und Menschen vermissen. Vielleicht brauchst du die Zeit, dich auf die neue Situation einzustellen, die ja wirklich ganz ganz anders ist als alles zuvor. Das ist okay.</p>
<p>2. Vernetz dich!<br />
Einsamkeit ist nichts Schönes auf Dauer und wenn du merkst, dass du vor lauter social distancing schon ganz weit weg von dir selbst bist, greif um dich und hol dir Menschen in dein Leben! Nicht alle brauchen jeden Tag ein Skype-Date, um glücklich zu sein, aber erinnere dich, dass es fast allen anderen gerade auch so geht wie dir, und wir zum Glück Möglichkeiten haben, uns zu vernetzen. Wenn Telefonieren nicht dein Ding ist (i feel you), gibt es da auch noch Videotelefonie, diverse soziale Spieleapps, Sprachnachrichten, SMS, gemeinsame Spaziergänge (mit Abstand und nur, solange das in deinem Bundesland erlaubt ist, versteht sich), anonyme Chaträume und natürlich den guten alten Brief.<br />
Denk auch an andere! Wenn du in deinem Umfeld Menschen kennst, die alleine leben oder gerade aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Risikogruppe keine Kontakte mehr haben dürfen, schreib ihnen eine kurze Nachricht oder wirklich eine schöne handgeschriebene Postkarte. Verabrede dich zu Online-Dinnerparties oder Zoom-Wohnzimmer-Picknicks, ruf deine Oma mal wieder an und tausch Briefkastenzettelchen mit den Nachbar*innen! Vielleicht kommst du jetzt gerade jemandem besonders nah oder trägst mit einem Anruf zum Gelingen des Tags bei.</p>
<p>3. Lies ein Buch!<br />
Ich bin dankbar für Netflix, Prime und Disney+. Keine Frage. Ich bin dankbar für jeden Gamestore und mein Smartphone. Aber weißt du, was fast noch schöner ist und was du -jede Wette &#8211; zu selten machst? Lesen! Analog! Ein echtes Buch! Vielleicht hast du noch eins im Schrank, für das nie so richtig Zeit war? Vielleicht ist es aber auch mal wieder Zeit für dein liebstes Jugendbuch. Du wirst erstaunt und begeistert sein, wie viel Film in deinem Kopf steckt und was Wörter so alles können. Und wie Bücher erst riechen… ich könnte ins Schwärmen geraten.<br />
Wenn du schon eine Weile aus dem Game raus bist oder noch nie so richtig reinsteppen konntest, gibt es zahlreiche Bookblogs oder Bookfluencer*innen, die dich mit Empfehlungen überschütten werden. Eine Auswahl an geschlechtskritischen oder -neutralen Jugendbüchern findest du zum Beispiel <a href="https://pinkstinks.de/genre/geschlechtskritische-und-geschlechtsneutrale-geschichten/">hier</a>. Und erwähnte ich, dass ich auch so ein Ding geschrieben hab? Falls es dich interessiert, schau es dir gern <a href="https://www.lektora.de/buecher/feeminismus/">hier</a> an.</p>
<p>4. Beweg dich draußen und tanz dich frei!<br />
Falls du noch raus darfst für Sport und Spaziergänge, nutz die Sonne. Auch frische Luft und Bewegung hält gesund und hilft uns dabei, nicht in den eigenen vier Wänden durchzudrehen. Es gibt auch hier so viele Möglichkeiten! Fang an zu joggen, schnapp dir deine*n Mitbewohner*in und einen Ball oder aber mach mit bei einem Trend, den ich jetzt schon mit ganzer Seele liebe: social dis-dancing! Unter Hashtags wie #socialdistancedance oder #socialdistancingdancing zeigen Leute auf der ganzen Welt, wie sie frei und ausgelassen in ihren Wohnungen oder draußen allein beim Spazierengehen zu Gute-Laune-Musik abtanzen. Ich hab es ausprobiert, mittlerweile auch schon vor unfreiwilligen Zeug*innen und ich kann versprechen: du wirst dich danach besser fühlen. Endlich mal wieder jedes Körperteil benutzen, alle Sorgen wortwörtlich abschütteln und dabei Glückshormone produzieren. Große Empfehlung!</p>
<p>5. Bretzel dich auf! Mach´s dir bunt!<br />
Ja, die Jogginghose ist die beste Freundin des Menschen und wer im Homeoffice Krawatte trägt, hat für mich zumindest die Kontrolle über sein Leben verloren. Vielleicht vermisst du es trotzdem, einen Anlass zu haben, um dich chic zu machen. Meine Erkenntnis aus der Quarantäne ist: „Der Anlass warst immer schon du selbst, honey!“ Wenn du gerne mal wieder das Abendkleid auspacken möchtest, dann bekommen die Leute beim Einkaufen heute eben mal eine Prinzessin zu Gesicht. Ganz ehrlich, wenn es dir später peinlich ist, kannst du es auf die Nebenwirkungen schieben, weil du zu lange alleine warst. Wenn du immer schon mal blauen Lippenstift tragen wolltest, dann ist dieser Videocall mit deiner Chefin genau der Anlass dafür, und wenn du noch eine Schere und vielleicht sogar Farbe im Regal hast, dann ran an die Haarpracht, so schnell sieht dich eh niemand mehr. Im besten Fall entdeckst du dein Talent als Style-artist.</p>
<p>6. Gib anderen was zu tun!<br />
Nach Vorbild meiner Slamkollegin <a href="https://www.teresareichl.com/ich">Teresa Reichl</a> habe ich begonnen, Freundinnen* Tagesaufgaben zu stellen. Und du solltest das auch tun! Es ist ein großer Spaß und wenn ich diese seltsame und besorgniserregende Zeit später auch ein bisschen als die Zeit in Erinnerung behalten kann, in der ich es mit Lipsyncbattles auf ein semiprofessionelles Niveau gebracht habe und ein Werbevideo über Chipstüten gedreht habe, ist viel gewonnen. Ob du dir Kunstwerke aus hochwertigen Materialien wie Pasta und Klopapier zuschicken lässt oder einen Vierzeiler über deinen Lieblingsfilm schreiben musst &#8211; mit Tagesaufgaben wird dir garantiert nicht mehr langweilig.</p>
<p>7. Schau eine Oper an!<br />
Auch für diesen Tipp gab es schon günstigere Zeiten. Ich liebe Opern und ich bin ganz überhaupt der <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/divas-6-gruende-warum-feministinnen-in-die-oper-gehen-sollten/">Meinung</a>, alle Menschen sollten das tun. Gerade momentan aber ist es möglicherweise die willkommene Ablenkung, die du brauchst &#8211; und ermöglicht nebenbei so einigen Kulturschaffenden das Überleben. Viele Häuser bieten Aufzeichnungen von vergangenen Vorstellungen oder Streams von besonderen, extra konzipierten Konzerten an. Auch viele Autor*innen und Singer Song Writer lesen und spielen momentan im Live-Stream. Du wolltest immer schon mal in die Oper oder ins Theater? Bitte bitte tu das, sobald es wieder geht, aber auch jetzt schon ist die Gelegenheit da. Informier dich und gönn dir einen Stream! Wenn der Zugang dazu ein paar Euro kostet und du es dir leisten kannst, tust du damit auch nichts Verkehrtes, sondern sicherst unter Umständen das Fortbestehen der Kunst.</p>
<p>8. Educate yourself! Become a feminist!<br />
Der letzte Tipp ist vermutlich der zeitaufwändigste, aber vielleicht auch der sinnvollste. Wenn du deine Zeit wirklich produktiv nutzen möchtest, dann ist JETZT deine Chance gekommen, Feminist*in zu werden. Topinformiert, kritisch und intersektional.<br />
Das Internet ist dein Freund, es bietet abermillionen Informationen. TEDtalks, Blogs (kennst du zum Beispiel <a href="https://editionf.com/">Edition F</a>?), Youtubevideos und Artikel &#8211; lies dich ein, hör denen zu, die mit Überzeugung und aus Erfahrung sprechen und bild dir deine eigene Meinung! Nie war es so leicht, auf den neusten Stand zu kommen. Du glaubst nicht, was ich oben zur Gender Pay Gap geschrieben hab? Jetzt kannst du es recherchieren, ich hab das auch getan &#8211; und leider stimmt es. Du hast noch nie die Perspektive einer Person of Color gehört? Dann geh jetzt auf Youtube und spitz die Ohren! Du weißt nicht so genau, was es mit Privilegien, Mansplaining, Carearbeit und gendergerechter Sprache auf sich hat? Endlich hast du die Möglichkeitt, das in aller Ruhe und mit nahezu unendlichen Quellen herauszufinden. Oder du bist schon feministisch und es gab diese eine Sache, von der du nicht recht weißt, ob du dich wirklich traust? Vielen von uns ermöglicht die Zwangspause auch eine Miniunterbrechung vom patriarchalen öffentlichen Leben. Im besten Fall sind wir gerade die meiste Zeit befreit vom aktiv ausgeübten Male Gaze und können beobachten, wie unser eigener Blick eigentlich aussieht. Halt die Augen offen und schau, was das mit deinem Feminismus macht!</p>
<p>Diese Krise bedeutet für ganz viele Menschen eine wirkliche Katastrophe. Wenn es dir möglich ist, dein persönliches Erlebnis und hoffentlich sogar das deiner nächsten Mitmenschen nicht zur Katastrophe werden zu lassen, ist das was Gutes.<br />
Also tanz, lies, färb dir die Haare, stream, chill und chatte &#8211; aber bleib bitte gesund!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Noch ein toller Zeitvertreib: Schau dir doch mal <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/fee/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>die anderen Beiträge und Slamtexte von Fee an</strong></a> 🙂</li>
</ul>
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		<title>Mentale Gesundheit in Zeiten der Pandemie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2020 07:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie lässt sich der Kontakt zu Freund*innen und Familie halten? Wie oft sollte ich Nachrichten lesen? Wie komme ich ins Arbeits-Mindset, wenn ich den ganzen Tag zuhause bin? Und überhaupt, wie lassen sich die ganzen Corona-Maßnahmen vielleicht ein kleines bisschen besser aushalten? Sophia hat ein Video für uns gedreht und widmet sich darin diesen und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie lässt sich der Kontakt zu Freund*innen und Familie halten? Wie oft sollte ich Nachrichten lesen? Wie komme ich ins Arbeits-Mindset, wenn ich den ganzen Tag zuhause bin? Und überhaupt, wie lassen sich die ganzen Corona-Maßnahmen vielleicht ein kleines bisschen besser aushalten? Sophia hat ein Video für uns gedreht und widmet sich darin diesen und noch vielen weiteren Fragen. Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-12193"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Quarantäne-Tipps gefragt? Hier empfehlen wir euch <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/04/buchempfehlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Bücher</strong></a>, <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/04/film-serientipps/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Filme</a></strong> und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/04/podcast-empfehlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Podcasts</strong></a>.</li>
<li>Mehr von <a href="https://www.meintestgelaende.de/?s=sophia" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Sophia findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Corona: Und wieder sind es die Frauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2020 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ob es um Kinderbetreuung geht, um die Pflege von Angehörigen, um den Haushalt, um einen Job in der Pflege oder an der Kasse im Einzelhandel &#8211; die Corona-Krise zeigt einmal mehr, dass es noch lange keine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit gibt. Darüber hat unser Autor Tom einen Text geschrieben. Er sagt: &#8222;Covid-19 trifft uns alle. Mal mehr,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ob es um Kinderbetreuung geht, um die Pflege von Angehörigen, um den Haushalt, um einen Job in der Pflege oder an der Kasse im Einzelhandel &#8211; die Corona-Krise zeigt einmal mehr, dass es noch lange keine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit gibt. Darüber hat unser Autor Tom einen Text geschrieben. Er sagt: &#8222;Covid-19 trifft uns alle. Mal mehr, mal weniger. Ausbaden tun es aber überwiegend Frauen.&#8220; Hier könnt ihr seine &#8222;Analyse aus Zeiten der sozialen Isolation&#8220; lesen:</strong></p>
<p><span id="more-12184"></span></p>
<p>Homeoffice. Familienzeit. Innehalten. Die Coronakrise hat uns fest im Griff. Die einen können ihren Beruf nicht ausüben, den anderen fällt die Bude mit Kindern, LebenspartnerIn(nen) und Job auf den Kopf und wiederum andere leben unter menschenunwürdigen Bedingungen eingepfercht auf engstem Raum im Camp Moria, einem Flüchtlingslager in Griechenland. Weltweit verbringen die Menschen also nun erst mal ihre Lebenszeit an einem Ort. Ausgenommen die Menschen, die in Lagern festgehalten werden, leben die meisten von uns auch an einem Ort nur mit sehr wenigen Bezugspersonen. #sozialeIsolation</p>
<p>Umso wichtiger werden gerade in dieser Zeit soziale Kompetenzen wie Mitgefühl, Fürsorge und emotionale Arbeit.</p>
<p>Vermutlich jeder von uns hat Probleme, die am ehesten durch Zuhören, Verständnis zeigen und in den Arm nehmen gelöst werden können und das am besten Face to Face. Letzteres ist schon mal nicht per Skype Videocall möglich. Viel mehr sehnen wir uns jetzt in der sozialen Isolation noch ein Stückchen mehr nach Nähe, Geborgenheit und Präsenz von Personen aus dem engsten Freundes- und/oder Familienkreis. Und diese Kompetenzen werden auch im Jahr 2020 meistens von Frauen erwartet.</p>
<p>Bei der Entscheidung innerhalb einer heteronormativen Familienkonstellation, wer zuhause bleibt und auf die Kinder aufpasst, die jetzt nicht in der Schule sind, wenden die Eltern meist das Prinzip der Kausalität an. Dadurch, dass Männer häufig mehr Einkommen haben, oft in einer Vollzeitstelle arbeiten und weniger flexibel sind, bleiben Frauen auch in Coronazeiten ihren Teilzeit- und Minijobs fern und tragen die Carework in der Familie. Laut einer Studie der internationalen Arbeitsorganisation ILO übernehmen weltweit Frauen etwa viermal mehr sogenannte Fürsorgearbeit als Männer. Dabei arbeiten sie durchschnittlich vier Stunden unbezahlt in Pflege, Kindererziehung und im Haushalt, während Männer zu dieser Zeit Lohnarbeit verrichten. Ist das jetzt während der aktuellen Situation durch Corona anders? Vielleicht.</p>
<p>Vielleicht haben aber genau diejenigen Frauen in diesen Wochen noch mehr an Carearbeit zu verrichten als sonst. Zum einen, um die schulpflichtigen Kinder zu bespaßen, zum anderen aber auch den Frust ihres Mannes im Homeoffice zu besänftigen, weil seine jobtechnisch wichtige Skypekonferenz mit den anderen Homeofficemännern nicht flüssig läuft.</p>
<p>Alles veraltet. Die moderne, emanzipierte Frau arbeitet doch. Laut der aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sogar in einer Notstandsinfrastruktur. So liegt der Frauenanteil in systemrelevanten Berufsgruppen bei knapp 75 Prozent. Gemeint sind dabei zum Beispiel VerkäuferInnen im Einzelhandel für die Grund- und Lebensmittelversorgung, ErzieherInnen in der Kindernotbetreuung und KrankenpflegerInnen im Gesundheitswesen. Jobs, die überwiegend in Teilzeit bewältigt werden und ein geringes gesellschaftliches Ansehen außerhalb von Krisenzeiten genießen.</p>
<p>Gut, dass die Bundesregierung ihnen immerhin dafür dankt, dass sie laut der Rede an die Nation von Bundeskanzlerin Merkel den Laden auf dem Laufenden halten, während der Gender Pay Gap laut Statistischem Bundesamt aktuell bei ca. 20 Prozent liegt und der Mindestlohn in der Pflege ein bisschen mehr als 11 Euro pro Stunde ist. Und gut, dass die Männer der ProSiebenSat1-Media SE mit ihrem #WirsagenDanke-Spot immerhin an sie denken, während nicht einmal 20 Prozent der Frauen bei ihnen als Führungskraft arbeiten. Vielleicht sollten wir an diesen Dingen in unserer Gesellschaft noch mehr feilen, wenn wir &#8211; dank vieler Frauen &#8211; die Krisenzeit überwunden haben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Tom <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/tom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>!</li>
</ul>
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		<title>Glück in Zeiten von Corona</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/05/glueck-in-zeiten-von-corona/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2020 07:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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					<description><![CDATA[Glück und Unglück liegen bekanntlich nah beieinander. In Zeiten von Corona, Lockdown und Kontaktsperre aber womöglich noch ein bisschen näher als sowieso schon, oder? Unsere Autorin Mare schreibt über ihre Gefühle, Ängste und Sorgen &#8211; um sich selbst, um ihre Familie und ihre Mitmenschen. Und sie schreibt auch darüber, wie wichtig es besonders in Krisenzeiten]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Glück und Unglück liegen bekanntlich nah beieinander. In Zeiten von Corona, Lockdown und Kontaktsperre aber womöglich noch ein bisschen näher als sowieso schon, oder? Unsere Autorin Mare schreibt über ihre Gefühle, Ängste und Sorgen &#8211; um sich selbst, um ihre Familie und ihre Mitmenschen. Und sie schreibt auch darüber, wie wichtig es besonders in Krisenzeiten ist, das kleine Glück zwischendurch zu erkennen und in vollen Zügen zu genießen.</strong></p>
<p><span id="more-12170"></span></p>
<p>Früher als kleines Kind hatte ich manchmal Alpträume, in denen meine Eltern oder Großeltern starben. Es passierte nicht regelmäßig und auch nicht wegen irgendeines schlimmen Ereignisses in meiner Vergangenheit, immerhin verlief meine Kindheit relativ friedlich und die erste Beerdigung eines Verwandten besuchte ich erst mit 15. Und trotzdem. Manchmal wachte ich weinend auf, überwältigt von dem Gefühl zurückgelassen worden zu sein von Menschen, die ich liebte.</p>
<p>Manchmal wachte meine Mutter von meinem Schluchzen auf, manchmal tapste ich zu meinen Eltern ins Bett. Aber immer wusste meine Mutter, was ich hören wollte. „Wir sind doch noch hier“, sagte sie und nahm mich in den Arm, „und du weißt doch, was meine Mutter immer gesagt hat: Wenn jemand im Traum stirbt, heißt das, dass dieser Mensch ein langes, glückliches Leben führen wird.“ Schon als kleines Kind glaubte ich nicht wirklich daran, dass Träume etwas bedeuten. Und trotzdem tat es jedes einzelne Mal gut, die Worte zu hören. Sie beruhigten mich. Sie gaben mir Sicherheit. Genauso wie die Umarmung meiner Mutter.</p>
<p>Gestern Nacht träumte ich, dass meine beiden Eltern starben. <em>Waise</em>. Dachte ich im Traum. <em>24 und Waise.</em> Ich wachte weinend auf. Alleine. Mein Verlobter war schon im Frühdienst. Er hatte sonst nie Frühdienst, aber jetzt ist er <em>systemrelevant</em>. Auch ein merkwürdiges Wort. Wie <em>Waise</em>. Es gehört nicht in meine alltäglichen Gedanken, soll dort nichts zu suchen und doch ist es jetzt ständig da. Genauso wie Zuhause-Instagramsticker, rissige Handinnenflächen und das unsichtbare Schwert, das über zu vielen von uns hängt: <em>Risikogruppe</em>.</p>
<p>Am nächsten Morgen schrieb ich meiner Mutter. „Ich habe heute Nacht geträumt, dass ihr beiden gestorben seid ☹“. Ich erwartete keine Umarmung. Nur schwarze Worte auf weißem Bildschirm. Aber dieselben Worte von eh und je. Irgendwas musste mich beruhigen, mir in diesen merkwürdigen Zeiten Sicherheit geben. „Wir tun alles was wir können“, antwortete  sie mir, „aber wenn es doch irgendwann mal soweit ist, möchten wir, dass du weißt, dass wir uns wünschen, dass du ein langes, glückliches Leben führst.“ Ich hatte keine Umarmung erwartet. Nur schwarze Worte auf weißem Bildschirm. Aber ich wollte lieber meine Eltern umarmen. Und durfte es trotzdem nicht.</p>
<p>Heute Morgen bin ich aufgewacht. Nicht weinend aus einem Albtraum, sondern sanft aus einem erholsamen Schlaf. <em>Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich der Mensch umgewöhnen kann</em>, dachte ich, als ich mich freute, Klopapier kaufen zu können. Heute war ein guter Tag, ein erholsamer Tag. Voller Whatsapp-Sprachnachrichten, Verlinkungen zu dummen Instagram-Challenges und sogar einer Party-Einladung. „Heute, 20 Uhr, soll ich dich zu unserem Discord-Server hinzufügen?“</p>
<p>Heute war ein guter Tag, ein erholsamer Tag. <em>Die Welt hat schon immer geendet</em>, las ich erst vor Kurzem in einem Gedicht und irgendwie gab es mir Kraft. Die Situation fühlt sich zwar katastrophal an, aber die Menschheit hat es schon durch viele Katastrophen geschafft. Zeitgleich fühle ich mich schuldig. Manchmal ist mir sowas schon früher passiert, aber in letzter Zeit immer häufiger. In den kleinen und großen Momenten, in denen ich Glück finde, oder auch nur Ablenkung, spricht die Stimme in meinem Kopf. <em>Du bist nur gerade hier, weil andere Menschen leiden oder sogar sterben müssen</em>. <em>Denk an die ganzen Menschen, die jetzt ihren Job verlieren, oder die ganzen Menschen, die sich noch infizieren werden. Was ist mit Menschen, die schon vorher nichts hatten? Und was ist mit deinen Eltern? Eine Sekunde mal nicht besorgt sein, wenn deine Eltern gefährdet sind! Was bist du denn für eine Tochter?</em></p>
<p>Ein langes, glückliches Leben führen. Das wollen wir eigentlich alle. Für uns, und für die Menschen, die wir lieben, und eigentlich auch für all unsere Mitmenschen. Und dafür müssen wir jetzt kämpfen. Indem wir Künstler*innen und Kulturschaffende aus unserer Gegend unterstützen oder an Gabenzäune für Obdachlose in unserer Umgebung spenden. Indem wir online gegen die Zustände an unseren Außengrenzen protestieren oder Petitionen zu unseren Herzensthemen unterschreiben. Aber nicht jede*r ist dazu in der Lage. Weil Geld oder Zeit fehlt, oder schlicht und ergreifend die Nerven. Aber das ist egal. Denn wir alle helfen trotzdem. Indem wir die Regeln einhalten, die wir alle schon oft genug gehört haben. Und indem wir nicht die Menschen umarmen, um die wir uns am meisten sorgen, selbst wenn wir uns nichts sehnlicher wünschen.</p>
<p>Aber auch, indem wir das kleine Glück, das wir manchmal finden, nicht wegwerfen. Denn auch um uns selber müssen wir uns kümmern. Das schulden wir auch den Menschen, die sich um uns sorgen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte und Beiträge von Mare <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/mare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Ehre in Zeiten von Corona</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/ehre-in-zeiten-von-corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 07:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Uff, es sind wirklich ganz schön toughe Zeiten, die wir hier momentan alle erleben. Umso wichtiger, aufeinander zu achten! Wie lässt sich das gerade umsetzen? Was ist ehrenvolles Verhalten während der Corona-Krise? Die HeRoes Duisburg haben einige Statements dazu gesammelt &#8211; lasst euch von ihnen inspirieren! Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen. Mehr dazu: Sämtliche]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Uff, es sind wirklich ganz schön toughe Zeiten, die wir hier momentan alle erleben. Umso wichtiger, aufeinander zu achten! Wie lässt sich das gerade umsetzen? Was ist ehrenvolles Verhalten während der Corona-Krise? Die HeRoes Duisburg haben einige Statements dazu gesammelt &#8211; lasst euch von ihnen inspirieren! Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen.</strong></p>
<p><span id="more-12160"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Sämtliche Beiträge zum Thema sammeln wir unter dem Hashtag <a href="https://www.meintestgelaende.de/?s=Covid19" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>#Covid19</strong></a>.</li>
<li>Mehr von den HeRoes Duisburg gibt es <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/heroes_neu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Planlos ging der Plan los</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/planlos-ging-der-plan-los/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2020 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch unsere Autorin Marie bleibt aufgrund des Lockdowns zuhause. Klingt erstmal gemütlich? Nun: In ihrer Wohnung leben allerdings auch noch ihr vierjähriger Sohn und ihr Partner, dessen Arbeit ins Homeoffice verlegt wurde&#8230; Ersatz-Kita, Aufenthaltsort UND Büro, das ist ganz schön viel für eine Zwei-Zimmer-Wohnung! Hier berichtet Marie von den ersten Tagen nach der plötzlichen Umstellung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch unsere Autorin Marie bleibt aufgrund des Lockdowns zuhause. Klingt erstmal gemütlich? Nun: In ihrer Wohnung leben allerdings auch noch ihr vierjähriger Sohn und ihr Partner, dessen Arbeit ins Homeoffice verlegt wurde&#8230; Ersatz-Kita, Aufenthaltsort UND Büro, das ist ganz schön viel für eine Zwei-Zimmer-Wohnung! Hier berichtet Marie von den ersten Tagen nach der plötzlichen Umstellung.</strong></p>
<p><span id="more-12137"></span><br />
Zwei Erwachsene und ein vierjähriges Kind in einer kleinen Wohnung in Berlin. Jeder Tag fühlt sich wie Sonntag an. Vor einer Woche hat die allgemeine Homeoffice-Situation, zur Eindämmung von Covid19, begonnen.<br />
Ich musste mir plötzlich ganz schnell einen Plan überlegen, wie mein Sohn die Zeit, die er fünf Tage die Woche, acht Stunden täglich, in der Kita verbringt, zu Hause rumbekommt. Aber das war noch nicht alles, denn der Papa musste ja auch plötzlich einen ruhigen Platz in der Wohnung kriegen, von dem aus er ungestört mindestens acht Stunden arbeiten konnte, inklusive stundenlange Telefon-Meetings.</p>
<p>Planlos ging der Plan los.<br />
Ich hatte einen starken Druck in den ersten Tagen, weil all das über Nacht funktionieren musste, man hatte keine Vorlaufzeit, keine Zeit, um sich eine Struktur aufzubauen und niemand wusste, wie lange dieser Plan überhaupt anhalten musste.<br />
Da ich davon ausging, dass auch die Berliner Kitas schließen – und viele Arbeitnehmer Homeoffice bekommen werden, habe ich an einem freien Vormittag die leerste Ecke in der Wohnung so eingerichtet, dass der Papa einen Schreibtisch hatte, auf dem der Laptop dauerhaft stehen konnte.<br />
Leider ging dieser Plan nach hinten los, denn diese leere Ecke war mitten im Zentrum des Geschehens: Im Flur.</p>
<p>Keine Chance für Telefonie oder acht Stunden konzentriertes Arbeiten, für unseren Sohn die perfekte Gelegenheit, den Papa immer anzusprechen, wenn er ihn sieht, außerdem sind wir permanent an ihm vorbeigelaufen, wenn es in die Küche, ins Bad oder in eines der beiden Zimmer ging – und da lag das nächste Problem: Zwei Zimmer. Wir haben nur zwei Zimmer.</p>
<p>An Tag zwei habe ich räumliches Tetris gespielt.<br />
Möbel verschoben, Ecken freigelegt, einen Spielplatz auf dem Balkon errichtet, mit Sandkiste und Spielsachen. Das ist übrigens ein <strong>Quarantäne-Tipp</strong> von mir, denn der Sandkasten mit 60 kg Spielsand sorgt dafür, dass sich mein Sohn selbst beschäftigt und ich einige eigene Dinge erledigen kann. Wir haben ihn am zweiten Tag noch schnell gekauft, bevor alle Läden dicht gemacht haben.</p>
<p>Nun stand der Kleiderschrank unseres Sohnes im Flur und die Homeoffice-Ecke ist ins Schlafzimmer gezogen. Sehr gequetscht und eng, aber man konnte die Tür schließen. Mein Sohn und ich hatten das Wohnzimmer, den Flur, die Küche und das Bad für uns und so bleibt es erstmal. Wenn der Papa aus dem Schlafzimmer kommt, kann er angesprochen werden, ansonsten bleibt die Tür zu, was übrigens auch ein anderes Problem gelöst hat: Gereizte Stimmung.</p>
<p>Wenn einer gereizt war, waren alle gereizt und das hat sich hochgeschaukelt, wenn man auch noch ständig im selben Raum war oder Sichtkontakt hatte. Hört sich vielleicht dämlich an, weil man ja freiwillig zusammenlebt, aber…wie soll ich mich denn, zum Beispiel mit einem Migräne-Anfall, den ich jede Woche habe, eine Stunde alleine hinlegen, wenn das Homeoffice-Büro im Schlafzimmer ist und das Wohnzimmer zur Hälfte Spielzimmer ist, das zudem so intensiv genutzt wird, dass der Lautstärkenpegel immer kurz vor der Eskalation liegt. Es ist für alle nicht einfach.<br />
Momentan fühle ich mich, als wäre ich kein Mensch, sondern etwas, was einfach funktionieren muss. Das Verbindungsstück zwischen einem entspannten Zusammenleben zwischen ungestörtem Homeoffice und einem Kind, das, wie in der Kita, acht Stunden Action braucht.</p>
<p>Achja und zusätzlich muss die Wohnung sauber bleiben und das Essen auf dem Tisch stehen. Hört sich an sich simpel an, ABER: Ich DARF keine eigenen Bedürfnisse haben.<br />
Sobald ich solche Gedanken bekomme, kriege ich direkt ‘ne Ansage aus meinem Kopf.</p>
<p>…„Ich möchte mich kurz 15 Minuten alleine hinlegen, der Vormittag war sehr anstrengend“ &#8211; (Wo?! Ins Homeoffice? Ins Spielzimmer? Leg dich doch in die Küche oder vor die Waschmaschine ins Bad)<br />
…„Ich möchte das Bad jetzt ohne parallele Kinderbeschäftigung putzen“ &#8211; (Bitte was?! Mach das doch nachts, wenn alle schlafen)</p>
<p>Die Idee mit dem frühen Mittagessen hatte ich komischer Weise schon direkt am ersten Homeoffice-Tag: Um spätestens 10 Uhr war das Mittagessen fertig und stand bereit, sodass der Papa essen konnte, sobald er eine Pause hatte, denn ich wollte vormittags gerne an die frische Luft und nicht in der Wohnung gefangen sein, bis Zeit für das Mittagessen war. Außerdem konnten wir direkt essen, wenn wir ausgepowert wieder nach Hause kamen.</p>
<p>Eine weitere Idee, die ich hatte, war der Tagesplan. Am ersten Wochenende ohne Homeoffice, mit mehr Zeit für mein eigenes Office, hatte ich die Idee, einen Tagesplan am Laptop zu entwerfen, als Richtwert für uns, wann was dran ist UND mit geplanten Ruhepausen beziehungsweise geplanten Zeiten, an denen sich mein Sohn alleine beschäftigen sollte, damit ich, egal, was es war, es ohne paralleler Kinderbespaßung tun konnte. Diesen Plan habe ich einmal für uns Eltern gemacht und mit Bildern für den Kleinen, damit er es auch auf Augenhöhe hängen hat.<br />
Und was soll ich sagen? Vom ersten Tag an hat er sich an alles gehalten. Er läuft mehrmals täglich zur Wand, um zu schauen, was nun auf dem Plan steht. Nach dem Mittagessen kommt die Ruhepause, in der nur geflüstert – und sich alleine beschäftigt wird. Nach dieser Pause habe ich mehr Energie und kann mehr mit allem anfangen.</p>
<p>Deswegen komme ich auch dazu, jetzt diesen Text zu schreiben. Das hat in der Mittagsruhe nicht geklappt, weil mein Sohn mit mir zusammen eingeschlafen ist, aber ich hatte trotzdem eine Lösung: Wir sind in einen leeren Park gefahren, in dem er zu zweit mit seinem Opa spielen – und ich im Auto am Laptop sitzen kann.</p>
<p>Ich muss sagen, dass ich wirklich stolz auf mich selbst bin, dass ich ein Organisations- und Planungs-Talent habe, in solchen Ausnahmesituationen hilft das wirklich sehr und ich bin extrem dankbar für diese „Gabe“.</p>
<p>Wäre ich alleinerziehend und müsste im Homeoffice sitzen, wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wie ich das anstellen sollte. Da habe ich großen Respekt all den alleinerziehenden Heldinnen/Helden gegenüber, die das meistern müssen.</p>
<p>Ich weiß, dass es von Tag zu Tag bei uns entspannter wird, je mehr wir uns an diese Situation gewöhnen und ich bin gespannt, wie es wird, wenn das ganze Chaos zu Ende ist und sich der normale Alltag wieder einpendeln muss. &#8211; Nach dem Chaos ist vor dem Chaos.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Möchtest du wissen, wie Maries Alltag ohne Lockdown und Corona aussieht? Schau doch mal <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/marie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auf ihrem Profil</strong></a> vorbei.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>#bleibtzuhause: Unsere Film- &#038; Serientipps</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/film-serientipps/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2020 07:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
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					<description><![CDATA[Draußen schönstes Frühlingswetter und wir müssen nach wie vor zuhause bleiben?! Hach, ja, das ist schon ziemlich fies – in diesen Zeiten aber leider nicht zu ändern, und so müssen wir alle versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Deswegen haben für euch Film- und Serientipps gesammelt, durch die ihr euch die Welt einfach]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Draußen schönstes Frühlingswetter und wir müssen nach wie vor zuhause bleiben?! Hach, ja, das ist schon ziemlich fies – in diesen Zeiten aber leider nicht zu ändern, und so müssen wir alle versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Deswegen haben für euch Film- und Serientipps gesammelt, durch die ihr euch die Welt einfach aufs heimische Sofa holen könnt! Und hey, wie wäre das – ihr verabredet mit euren Freund*innen eine Uhrzeit und schaut die nächste Folge einfach gemeinsam an – und tauscht euch währenddessen oder danach übers Telefon oder einen Chat aus? Wir wünschen viel Spaß beim Streamen!</strong></p>
<p><span id="more-12132"></span></p>
<p><strong>Netflix</strong></p>
<p><strong>„Sex Education“</strong><br />
Wir beneiden alle, die die zwei Staffeln dieser fantastischen Serie <em>noch nicht</em> angeschaut haben! In wunderschönen Bildern im 80er-Jahre-Look wird mit viel Witz und Liebe zum Detail die Geschichte rund um die Teenager Otis, Eric und Maeve erzählt, die heimlich das Projekt ‚Sex Clinic’ starten, um ihre Mitschüler*innen in Sachen Sexualität aufzuklären – weil der angestaubte Unterricht in der Schule einfach nicht ausreicht. Es geht um Freund*innenschaft, um erste Lieben – und selbst schwierige Themen wie Übergriffigkeit werden sehr sensibel erzählt. Absolute Empfehlung!!</p>
<p><strong>„I am not okay with this“</strong><br />
Und noch eine Serie mit Sucht-Potenzial: Hier dreht sich alles um die 17jährige Sydney, die gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder und ihrer Mutter den Tod des Vaters verkraften muss – und die nicht nur unglücklich in ihre beste Freundin Dina verknallt ist, sondern außerdem bemerkt, dass sie telekinetische Kräfte hat&#8230;</p>
<p><strong>„The Hockey Girls“</strong><br />
Hierbei handelt es sich um eine spanische Serie rund um ein Rollhockey-Team. Und los geht’s ausgerechnet damit, dass ihr Trainer kündigt – und die Hockey Girls die Suche nach einem*einer neuen Trainer*in selbst in die Hand nehmen. Sport, Freund*innenschaft, Familiengeschichten – alles mit dabei!</p>
<p><strong> </strong><strong>„Mein Nachbar Totoro“</strong><br />
Ein Klassiker muss unbedingt mit in unsere Empfehlungen! Dieser japanische Anime-Film ist tatsächlich schon um die 30 Jahre alt – aber noch immer absolut sehenswert, liebevoll gemacht, traurig und wunderschön zugleich! Es geht um zwei Schwestern, deren Mutter im Krankenhaus liegt, und um das Haus, in das sie mit ihrem Vater einziehen – und in dem scheint es zu spuken, oder zumindest gibt es äußerst ungewöhnliche Nachbar*innen&#8230;</p>
<p><strong>„Tigermilch“</strong><br />
Das ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stefanie de Velasco (übrigens auch sehr empfehlenswert!). Es geht um die 14jährigen Freundinnen Nini und Jameelah, die in der Berliner Gropiusstadt wohnen. In ihrem Leben dreht sich zwar zunächst alles um Jungs, Partys, Alkohol&#8230; bald werden die beiden aber Zeuginnen eines Mordes. Kein reiner Feel-Good-Film, sondern ganz schön harter Tobak – aber natürlich trotzdem sehr sehenswert.<strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Amazon Prime</strong></p>
<p><strong>„This Is Me“</strong><br />
Hierbei handelt es sich um eine von der fiktionalen Serie <strong>„Transparent“</strong> (die ebenfalls bei Amazon Prime zu sehen und ein heißer Tipp ist!) inspirierte dokumentarische Mini-Serie rund um das Thema trans*. Mit bloß fünf Folgen ein leider kurzes Vergnügen – aber eins, das sich lohnt!</p>
<p><strong>„Black-ish“</strong><br />
Von dieser Comedy-Serie rund um eine afroamerikanische Familie gibt es dafür aber schon mehr als hundert Folgen! Juhu!</p>
<p><strong>„I killed my mother“ </strong>(ab 2,99 € ausleihbar)<br />
Der allererste Film des franko-kanadischen Regisseurs Xavier Dolan, für den er das Drehbuch schrieb, Regie führte und dann auch noch die Hauptrolle spielte – und zwar den 17jährigen Hubert, der seit Kurzem in einer Beziehung mit seinem Mitschüler Antonin ist und der ständig mit seiner Mutter Chantale aneinandergerät&#8230;</p>
<p><strong>„Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“</strong><br />
Wer mal so richtig abschalten und lachen will, dem*der sei diese Komödie ans Herz gelegt: Felix’ Vater eröffnet ihm, dass die Familie wegen seines Jobs nach Dubai umziehen wird – und das will Felix nicht akzeptieren! Denn eigentlich läuft’s bei ihm doch total gut in der Schule und mit seinen Freund*innen.</p>
<p><strong>Kostenlos auf YouTube</strong></p>
<p><strong>„<a href="https://www.youtube.com/channel/UCUueEx_ceEQrjlR9ctPNKyg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auf Klo</a>“</strong><br />
„Zwei Menschen. Eine Klokabine. Und endlich mal Zeit, über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen: Über Mode und Menstruation. Über das erste Mal und Schokokuchen.“ Ein ganz tolles Format von Funk, mit unzähligen Folgen zu den verschiedensten Themen.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.youtube.com/channel/UCfN7JOiJhYpMHuRgLV1JicA/videos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karakaya Talk</a>“</strong><br />
Diese absolut sehenswerte und Grimme-Preis-nominierte Talkshow ist „für uns. Von uns. Ohne Gelaber. Mit viel Çay spricht Esra mit ihren Gäst*innen über alles zwischen Pop, Politik und was euch juckt.“</p>
<p><strong>„<a href="https://www.youtube.com/channel/UCr5zglOqHZAEfCcAx_nw1dQ/videos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Druck</a>“</strong><br />
Eine ganze Jugendserie – einfach so auf YouTube?! Ja, na klar. Schau unbedingt mal rein! Bisher sind immerhin schon vier ganze Staffeln veröffentlicht.</p>
<p><strong>Sonstige Empfehlungen</strong></p>
<p>Schaut am besten auch mal bei <strong>„<a href="https://www.mediasteak.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MediaSteak</a>“</strong> vorbei – hier werden täglich „die Filetstücke der Mediatheken“ gesammelt – und so ergibt sich eine tolle Auswahl und bunte Mischung aus kostenlosen Filmen, Dokumentationen und Serien!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Anderes Medium gefällig? Hier geht&#8217;s zu unseren <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/04/buchempfehlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Buch</strong></a>&#8211; und <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/04/podcast-empfehlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcast</a></strong>-Empfehlungen.</li>
</ul>
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		<title>#bleibtzuhause: Unsere Podcast-Empfehlungen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/podcast-empfehlungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2020 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasts]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Trotz Kontaktverbot und strenger Regeln ist eine Sache ja immer noch erlaubt: Spazieren gehen! Für uns ein wahrer Segen dieser Tage! Leider geht ja auch das nicht zusammen mit Freund*innen – dafür aber vielleicht mit Kopfhörern auf den Ohren? Egal, ob du eine Runde durch den Park drehst, zuhause auf der Couch hängst oder deinen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trotz Kontaktverbot und strenger Regeln ist eine Sache ja immer noch erlaubt: Spazieren gehen! Für uns ein wahrer Segen dieser Tage! Leider geht ja auch das nicht zusammen mit Freund*innen – dafür aber vielleicht mit Kopfhörern auf den Ohren? Egal, ob du eine Runde durch den Park drehst, zuhause auf der Couch hängst oder deinen Kleiderschrank ausmistest – vielleicht ist ja eine unserer Podcast-Empfehlungen genau das richtige für dich.</strong></p>
<p><span id="more-12120"></span></p>
<p><strong>„<a href="https://www.sputnik.de/sendungen/sputnik-pride-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Sputnik Pride</em></a>“</strong><br />
‚Voll lesbisch, auf jeden Fall schwul und auch ein bisschen trans’ – so lautet die Selbstbeschreibung des queeren MDR Sputnik-Podcasts, in dem Kai über Coming Outs, Drag Queens, Vorurteile und vieles mehr spricht und außerdem spannende Menschen trifft.<strong> </strong></p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/2wk7rxGwObHGP12QeMgfbF?si=0ZOIIGZNQCqD7Tu7_8mTjg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Feuer &amp; Brot</em></a>“ </strong><br />
Ein monatliches Freundinnen-Gespräch zwischen Politik und Popkultur – und natürlich zwischen den beiden Podcasterinnen Alice Hasters und Maximiliane Häcke.</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/6YMJMAh8zJcCwHwe5kSmjT?si=f57xfPGCRMqUqOzO_SL6hg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Alles gesagt</em></a>“</strong><br />
Das Besondere an diesem Podcast ist – neben ziemlich berühmten Gästen wie etwa Lena Meyer-Landrut, Marc-Uwe Kling oder Rezo – dass vorab ein Codewort vereinbart wird. Und erst, sobald der*die Gäst*in dieses Wort sagt, ist der Podcast vorbei. So dauert die bislang kürzeste Folge 12 Minuten, die bisher längste beinahe neun (!!) Stunden.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.br.de/mediathek/podcast/die-frage/alle/526" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die Frage</em></a>“</strong><br />
Ein Podcast vom Bayerischen Rundfunk. In jeder Folge geht’s um – na, ihr habt richtig geraten, um die Beantwortung einer ganz bestimmten Frage. Zum Beispiel: Muss ich mich gesünder ernähren? Wie ist es trans* zu sein? Muss ich Angst vor der Psychiatrie haben? Ist man an Armut selbst schuld?</p>
<p><strong>„<a href="https://www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser.1201.de.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Bücher für junge Leser</em></a>“</strong><br />
Ein Deutschlandfunk-Podcast bzw. eine Sendung, die neue Bücher und Autor*innen vorstellt und richtig Laune aufs Lesen macht!</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/1hMPwq1lUHce0nLuvocReL?si=rrFmJgKYRo62pSH5bGzjZw" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Und was machst du so?</em></a>“</strong><br />
Hierbei handelt es sich um den Job-Podcast von bento! Junge Menschen sprechen über ihre Ausbildungen und Jobs, über Work-Life-Balance und Selbstverwirklichung. Und ganz nebenbei werden spannende und außergewöhnliche Berufe vorgestellt – wie zum Beispiel Stuntfrau, Kreuzfahrtoffizier oder Tatortreinigerin.</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/7q1Wf9tfH3o8t2SR4Oevnq?si=mOt15LaUSu-MqT8ga0P6mg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Auf einen Polittee mit Yasmine M’Barek</em></a>“</strong><br />
Die junge Journalistin Yasmine M’Barek will euch ‚reinen Tee über politische Ereignisse einschenken’. Sie spricht über SUVs und Populist*innen, über Thüringen, Corona und die Grundrente – und zwar verständlich. Superinformativ!</p>
<p><strong>„<a href="https://www.podknast.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Podknast – wie es wirklich ist</em></a>“</strong><br />
Dieser ziemlich außergewöhnliche Podcast ist ein Projekt jugendlicher Straftäter*innen, die von ihrem Alltag im Jugend-Knast, von ihren Träumen und Zukunftsplänen berichten.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.deutschlandfunknova.de/podcasts/download/weltempfaenger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Weltempfänger</em></a>“</strong><br />
Tja – Urlaub und Reisen fallen in den nächsten Wochen wohl leider erstmal flach. Umso besser, dass du da zumindest anderen Menschen bei ihren Reisen zuhören kann – nämlich in diesem Podcast, der dich an die abgefahrensten Orte der Welt führt!</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/18gC0WLyem0MbQSzvzGFGy?si=_4LZ_lIITtiIdOPRZx695A" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Vor der Mio</em></a>“</strong><br />
Der Deutschrap-Podcast mit Salwa Benz! Die junge Moderatorin trifft sich mit Rapper*innen aus dem Modus Mio Universum, die erzählen, woher sie kommen und was sie besonders geprägt hat.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Podcasts sind nicht so dein Ding, aber Lesen vielleicht? Schau doch mal in unsere Buchtipps.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>#bleibtzuhause: Unsere Buchempfehlungen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/buchempfehlungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2020 06:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir alle sind gerade ganz schön in unserem Alltag eingeschränkt: kein Fußballtraining, keine Treffen mit Freund*innen, keine gemeinsamen Projekte für meinTestgelände, kein Kinobesuch, kein Unterricht in der Schule, keine Uni,&#8230; stattdessen ist Rumhängen zuhause angesagt, mit der Familie, mit Geschwistern, eventuell auf engstem Raum. Das kann zu Einsamkeit und Lagerkoller führen, zu Ängsten, zu Langeweile]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir alle sind gerade ganz schön in unserem Alltag eingeschränkt: kein Fußballtraining, keine Treffen mit Freund*innen, keine gemeinsamen Projekte für meinTestgelände, kein Kinobesuch, kein Unterricht in der Schule, keine Uni,&#8230; stattdessen ist Rumhängen zuhause angesagt, mit der Familie, mit Geschwistern, eventuell auf engstem Raum. Das kann zu Einsamkeit und Lagerkoller führen, zu Ängsten, zu Langeweile und zum Wunsch, die Welt kurz mal anzuhalten. Gerade für queere Jugendliche kann diese Zeit besonders herausfordernd sein – falls du zum Beispiel zuhause nicht so sein kannst, wie du wirklich bist. Ganz wichtig ist, dass du zwischendurch dennoch mal auf ‚Pause’ drückst und es dir gönnst, so richtig abzuschalten – zum Beispiel mit einem guten Buch! Völlig in eine Geschichte einzutauchen oder etwas Neues zu lernen kann tatsächlich helfen! Deswegen haben wir ein paar Buch-Empfehlungen für euch gesammelt.</strong></p>
<p><span id="more-12110"></span></p>
<p><strong>„<a href="https://www.carlsen.de/taschenbuch/die-mitte-der-welt/18803" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die Mitte der Welt</em></a>“ von Andreas Steinhöfel</strong><br />
Hach! Ein richtiger Klassiker! Es geht um den 17jährigen Phil, dessen Leben ziemlich ungewöhnlich ist – da ist die alte Villa, in der er lebt, da ist seine alleinerziehende Mutter Glass, seine verschlossene Zwillingsschwester Dianne, da ist seine beste Freundin Kat, und außerdem ist da Nicholas, in den Phil sich Hals über Kopf verliebt&#8230;</p>
<p><strong>„<a href="https://www.randomhouse.de/Buch/Nachtschwaermer/Moira-Frank/cbj-Jugendbuecher/e526511.rhd" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Nachtschwärmer</em></a>“ von Moira Frank</strong><br />
Das ist so ein Buch, das du aufschlägst, um bloß mal kurz reinzulesen – und schon bist du komplett in den Bann gezogen und kannst nicht mehr aufhören, bis du am Ende der 400 Seiten angekommen bist. Es geht um Helena, die ihren Halbbruder Lukas gerade erst über Facebook kennengelernt hatte – kurz bevor er tödlich verunglückt. Kurz darauf trifft sie beim Zelten in der Uckermark Lukas’ beste Kumpel und außerdem das Mädchen, mit dem er zusammen war – und ihr Leben nimmt rasant an Fahrt auf&#8230;</p>
<p><strong>„<a href="https://www.weltbild.de/artikel/buch/nils-geht_26936002-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Nils geht</em></a>“ von Gabi Kreslehner</strong><br />
In diesem Buch geht’s um harten Tobak: um Täter, um Opfer und um die schweigende Mehrheit, und zwar in der Klassengemeinschaft einer Privatschule. Hier ist Nils das Opfer. Und dann ist da noch Sara, die dazwischen steht&#8230; Wer trägt welche Verantwortung? Wo fängt Zivilcourage an? Diese und noch viel mehr Fragen stellt dieses spannende Jugendbuch.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.rowohlt.de/taschenbuch/sara-loevestam-herz-aus-jazz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Herz aus Jazz</em></a>“ von Sara Lövestam</strong><br />
Das ist ein Buch über’s Erwachsenwerden, über die Liebe zur Musik und eine wunderbare Freundschaft – und zwar zwischen der 15jährigen Steffi und Alvar, einem alten Mann, der in einem Pflegeheim wohnt. Die beiden verbindet ihre Liebe zur Swing- und Jazzmusik. Während Alvar Steffi die Geschichte seiner großen Liebe erzählt, erzählt sie ihm von den Problemen, die sie in der Schule hat – dort wird sie nämlich gemobbt.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/boy_in_a_white_room-8413/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Boy in a White Room</em></a>“ von Karl Olsberg</strong><br />
Für diejenigen unter euch, für die es beim Lesen gern noch etwas mehr Nervenkitzel sein darf. Ein Thriller, in dem es um die Gefahren virtueller Welten und künstlicher Intelligenz, aber auch um fundamentale philosophische Fragen geht. Superspannend!</p>
<p><strong>„<a href="http://www.shoptyr.de/epages/82748427.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/82748427/Products/978-3-944035-38-3" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die Poetry Slam-Fibel</em></a>“, herausgegeben von Bas Böttcher und Wolf Hogekamp</strong><br />
Na? Inspiration für deine eigenen Slamtexte gesucht? In dieser Anthologie findest du insgesamt 86 Slamtexte von 55 verschiedenen Autor*innen – aus 20 Jahren Poetry Slam in Deutschland. (Das Buch erschien zum Jubiläum vor ein paar Jahren).</p>
<p><strong>„<a href="http://www.shoptyr.de/Stef-Hensel-Sven-Hrsg-Fantastische-Queerwesen-und-wie-sie-sich-finden" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Fantastische Queerwesen und wie sie sich finden</em></a>“, herausgegeben von Stef und Sven Hensel</strong><br />
Jawoll, Slam goes queer! Diese Anthologie versammelt 36 Bühnentexte von jungen, queeren Slammer*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.oetinger.de/buch/sag-was/9783841506061" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Sag was: Radikal höflich gegen Rechtspopulismus argumentieren</em></a>“</strong><br />
Wie identifiziert man rechtes Gedankengut – und wie geht man damit um? In diesem Buch des Vereins „Tadel verpflichtet! e.V.“ gibt es Gesprächstaktiken, Tipps, Lösungsvorschläge und konkrete Argumentationshilfen – gezielt für junge Menschen.</p>
<p><strong>„Good Night Stories for Rebel Girls“, <a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/good-night-stories-for-rebel-girls-2/978-3-446-26106-8/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Teil 1</em></a> und <a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/good-night-stories-for-rebel-girls/978-3-446-25690-3/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Teil 2</em></a>, von Elena Favilli und Francesca Cavallo</strong><br />
Nicht bloß Gute-Nacht-Geschichten! Und auch nicht bloß für Girls! Genauso spannend für alle anderen Geschlechter und so ziemlich jedes Alter: Diese Bücher versammeln die Geschichten von 200 tollen, inspirierenden Frauen, die die Welt bewegten und bewegen – von Beyoncé über Yoko Ono bis zu Sophie Scholl und Nofretete – und das mit wunderbaren Illustrationen von verschiedenen Künstlerinnen.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.edition-assemblage.de/buecher/unsa-haus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Unsa Haus</em></a>“ von Ben Böttger, Rita Macedo u.a.</strong><br />
Offiziell ab 5 Jahren ist dieses absolut nicht-normative Kinderbuch aber nicht nur was für kleine Geschwister, sondern für die ganze Familie. In sechs Geschichten geht es um fünf Freund*innen, um unterschiedlichste Familienkonstellationen und Lebenssituationen</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<p><strong>Du hast gerade ein Buch gelesen, das dir so richtig gut gefallen hat? Oder du möchtest deine Lieblingsbücher aller Zeiten gern weiterempfehlen? Schreib uns unbedingt einen Kommentar 🙂</strong></p>
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