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	<title>Eltern &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Psychische kranke Eltern oder auch &#8222;bin ich eigentlich schuld?&#8220;   </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2025 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[In ihrem neuen Text reflektiert Sara über ihre herausfordernde Kindheit mit einem psychisch kranken Vater und den Auswirkungen auf ihr Leben. Sie beschreibt den Kampf um emotionale Nähe, die Suche nach Identität und die Erkenntnis, dass die Verantwortung für familiäre Konflikte nicht bei ihr liegt. Solange ich denken kann, war bei uns zuhause irgendwas anders]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong>In ihrem neuen Text reflektiert Sara über ihre herausfordernde Kindheit mit einem psychisch kranken Vater und den Auswirkungen auf ihr Leben. Sie beschreibt den Kampf um emotionale Nähe, die Suche nach Identität und die Erkenntnis, dass die Verantwortung für familiäre Konflikte nicht bei ihr liegt.</strong><span id="more-16890"></span></p>
<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><span data-contrast="none">Solange ich denken kann, war bei uns zuhause irgendwas anders als bei anderen Familien. Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 8 Jahre alt war, und haben sich auch vorher nicht großartig gut verstanden. Es gab Zeiten, in denen wir als Familie verreist sind oder Dinge unternommen haben, aber auch das war irgendwann vorbei.</span><br />
<span data-contrast="none">Meine Mutter war eine eher unternehmenslustige Person, die mich öfter zu ihren Freund*innen mitnahm und dort lange Zeit verbrachte. Schon damals störte sich mein Vater daran, dass sie &#8222;zu viel unternehmen würde&#8220; und &#8222;man gar nicht so viel rausgehen müsse&#8220;. Er lebte er zurückgezogen und vertraute auch seinen eigenen Freund*innen nicht, zu denen er den Kontakt in Laufe der Zeit vollständig verlor.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Als meine Eltern sich trennten, entschied ich mich weiterhin bei meinem Vater wohnen zu bleiben, da er der Hauptverdiener war und aus anderen Gründen wie das stabilere Elternteil wirkte. Meine Mutter wanderte irgendwann zurück nach Georgien zurück und der Kontakt versiegte allmählich.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Zurück verblieben mein Vater und ich, der sich als wesentlich instabiler erwies als ich. Schon früh merkte ich, dass er einen sehr kurzen Geduldsfaden, fast keine Frustrationstoleranz und vor allem keinen gesunden Umgang mit seinen Emotionen hatte. Ein richtiges Familienleben war ebenfalls sehr schwer, besonders viel Geld hatten wir nicht und selbst kleine Aktivitäten wie ein Eis draußen essen oder einen Kaffee trinken empfand er als reine Zeitverschwendung. Jegliche Aktivität, die für mich mit Unbeschwertheit zusammenhing, war mit ihm unmöglich zu schaffen.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Wenn ich bei Freund*innen zu Abend aß oder mit ihnen Zeit im Garten beim Grillen verbrachte, merkte ich vor allem eins: Hier waren alle willkommen und es wurde sich sogar über jede einzelne Person gefreut. Wenn ich dann zurück nach Hause kam, wurde ich angeschrien, warum ich nie zuhause sein würde und ständig bei Fremden sein muss. Es war klar erkennbar, dass mein Vater erkannte, dass er nicht der Familienvater sein konnte, der er eigentlich gerne wäre. Andere nahmen diesen Platz an seiner Stelle ein.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Vor allem im Teenageralter fiel mir immer mehr bedenkliches auf, unsere Toilette war nie sauber, weil es aufgrund der Depression meines Vaters zu viel Aufwand war zu putzen. Ebenso war es mit der Wäsche, die ich angeblich zu kurz tragen würde. Meinem Vater war es egal, dass seine irgendwann anfing zu riechen. Staubsaugen oder andere Putzeinheiten kamen ebenfalls kurz, wenn ich diese mal übernahm, wurde ich ebenfalls zusammengefaltet, weil dies nicht meine Aufgabe sei. Das mochte vielleicht stimmen, der Anspruch war, dass er alles allein schaffen wollte, aber es war schlicht und einfach nicht möglich.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Die Anwesenheit meines Vaters war wie eine dunkele Wolke im Haus. In meinen Teenagerjahren kam ich nur aus meinem Zimmer, um zu essen, zu trinken und zu duschen. Ich wartete bis um 12 Uhr, bis ich frühstückte, weil ich wusste, dass er dort immer täglich das Haus verließ. Ich hörte jeden einzelnen nahenden Schritt und das Hoftor, damit ich schnell in mein Zimmer verschwinden konnte. Wenn ich mit ihm sprach, endete es immer im Streit. Mein Vater hatte nie gelernt eine Beziehung mit Harmonie zu gestalten und konnte Nähe nur durch immerwährende Konflikte erzeugen.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Alles, was ich tat, um dieser Umgebung zu entkommen und mit meinen eigenen Lieblingsmenschen zu gestalten war falsch. Essen zu gehen war falsch &#8211; er hätte ja selber kochen können. Nach Kanada zu fliegen sei falsch &#8211; es ist viel zu gefährlich und ich kann das doch gar nicht. Abends wegzugehen war falsch &#8211; das ist auch viel zu gefährlich.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Ich erkannte irgendwann, dass nicht ich das Problem war und ich nicht schuld an unseren ständigen Streits war. Zwar erst nachdem ich alle fragwürdigen Wege an Nähe und Beziehung zu kommen, abgeklappert habe, aber der Punkt kam dennoch. Auch nach vielen Gesprächen erklärte sich mein Vater nie bereit eine Therapie zu machen, obwohl er mich jahrelang fast täglich anschrie oder auf andere Art und Weise, versuchte kleinzuhalten, damit ich ihn ja nicht verlassen würde. Er erkannte niemals an, dass sein monotones Leben, dass er abends mit Bier und Weinbrand versuchte erträglicher zu machen, nicht alles sein konnte, was es im Leben gab.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Meine jetzige Berufsausbildung war ihm ebenfalls ein Dorn im Auge, weil es nicht das Prestige einer Anwältin oder Ärztin mitbrachte, dass er als angemessen erachtete. Dass ich heutzutage trotzdem ein gutes akademisches Gehalt bekomme, eine glückliche Beziehung führe und allgemein ein sehr stabiles Leben führe, passt nicht in seinen Lebensentwurf. Und nach jahrelangem Zweifeln an meiner eigenen Wahrnehmung und der Frage, ob ich daran Schuld bin, dass ich keine Beziehung zu meinem Vater habe, verstehe ich, dass es nicht das ist.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Vielleicht hätte ich ohne die Depression meines Vaters eine &#8222;normale&#8220; Vaterfigur gehabt, vielleicht wären meine Eltern noch zusammen, vielleicht wären aber doch die konservativen Werte zwischen uns gekommen?</span></p>
<p><span data-contrast="none">Letzten Endes ist es nicht die psychische Erkrankung, die ihn vollständig ausmacht, hätte er sich therapeutische Hilfe gesucht, wäre ich natürlich mit ihm in Kontakt getreten. Wenn ich heutzutage Menschen begegnen, die mentale Herausforderungen haben, weiß ich vor allem eins: Das ist alles kein individuelles Problem, das nur einen Mann wie meinen Vater betrifft, es ist der gesellschaftliche, kapitalistische Druck, es ist Gewalt, es ist Armut, es sind Schicksalsschläge, es ist Genetik oder es passiert einfach so, aus dem Nichts.</span></p>
<p><span data-contrast="none">Die einzige Medizin, die da hilft, ist Aufklärung, Ausbau von therapeutischen, psychologischen und psychiatrischen Stellen und natürlich Enttabuisierung. Es ist nie zu spät ein neues Leben zu beginnen und den Mut zu fassen, sich Hilfe zu suchen.</span></p>
<p><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blau für Jungs, Rosa für Mädchen?!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/04/blau-fuer-jungs-rosa-fuer-maedchen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Wiedenhöft]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 07:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
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		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Kindern den Freiraum zu geben, sich frei von Geschlechterklischees und vorgegebenen Rollenbildern zu entwickeln, ist der Wunsch vieler Eltern. Leider ist dies gar nicht so leicht. Bei der Auswahl der Kleidung oder dem Spielzeug gilt – Blau für Jungs, Rosa für Mädchen. Blau für Jungs, Rosa für Mädchen. Die Industrie beeinflusst den Geschmack unserer Kinder]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kindern den Freiraum zu geben, sich frei von Geschlechterklischees und vorgegebenen Rollenbildern zu entwickeln, ist der Wunsch vieler Eltern. Leider ist dies gar nicht so leicht. Bei der Auswahl der Kleidung oder dem Spielzeug gilt – Blau für Jungs, Rosa für Mädchen.</strong></p>
<p><span id="more-7950"></span></p>
<p>Blau für Jungs, Rosa für Mädchen. Die Industrie beeinflusst den Geschmack unserer Kinder stark. Und die Eltern machen fleißig mit.</p>
<p>Mein Sohn mag Rot. Am liebsten ein leuchtendes, so wie das von Mohnblumen oder Marienkäfern. Das stellt uns oft vor Herausforderungen.</p>
<p>Im Schuhgeschäft geht es los. Dicht aneinander reihen sich die schwarzen und dunkelblauen Schuhe im Regal über dem in blauen Buchstaben „Junge“ steht. Dazu gibt es wütend schauende Ninjas, die sich mit Star-Wars-Kriegern abwechseln. Ein einfaches rotes Paar Schuhe ist nicht dabei. Im Regal nebenan reihen sich pinke und lila Schuhe aneinander, mit filigranen Bögen, Rosen und Glitzer. Auch hier ist kein einfaches rotes Paar Schuhe zu finden.</p>
<p>Auch bei T-Shirts ist es nicht besser. Auf der einen Seite stapeln sich Superhelden vor schwarzem oder blauem Hintergrund. Auf der anderen tanzen Feen, Elfen und Prinzessinnen in pink und rosa um die Wette.</p>
<p>Mein Sohn ist Schwarz und wünschte sich sehr eine Puppe, die ihm ähnlich sieht. Er bekam eine Doc McStuffins-Puppe, über die er sich riesig freute. Er strahlte, als er das Geschenk auspackte und nahm die Puppe direkt am nächsten Tag mit in den Kindergarten. Als ich ihn nachmittags abholte, war er sehr geknickt. Seine Freunde sagten, sie spielten nicht mit Puppen. Das sei ein Mädchenspielzeug.</p>
<p>Ich begann tatsächlich zu zweifeln. War es die richtige Entscheidung, meinem Sohn eine Puppe zu kaufen? Schließlich möchte ich nicht, dass er geärgert oder ausgeschlossen wird, auch, wenn ich es schlimm finde, Kindern aufgrund ihres Geschlechts bestimmtes Spielzeug zu geben oder vorzuenthalten.</p>
<p>Am nächsten Tag suchte ich das Gespräch mit der Erzieherin meines Sohnes. Sie versprach, die Angelegenheit in der Gruppe mit allen Kindern zu besprechen, machte mir Mut.</p>
<p>Nach wie vor glaube ich, dass es wichtig ist, einem Kind den Freiraum zu geben, sich seine Lieblingsfarbe und sein Lieblingsspielzeug unabhängig von vorgefertigten Geschlechterklischees auszusuchen. Ich versuche, meinen Sohn zu bestärken, ihn gleichzeitig nicht zu drängen. Aber einfach ist das nicht. Ich wünsche mir mehr Vielfalt, im Spielzeugregal und im Kindergarten. Und gleichzeitig mehr Eltern, die versuchen, ihren Kindern diese Vielfalt vorzuleben und zu ermöglichen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Crazy Grace <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/01/crazy-grace-top-5/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>zerstört Mädchenklischees</strong></a>.</li>
<li>Persönlichkeiten sind <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/go-back-to-your-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>selten eindeutig</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>24 Wochen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/12/24-wochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2016 08:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[ Ich persönlich bin so, behindert sozusagen, ich fühle mich beschissen mit dem Film. Die Story-Teller haben sich den Kinofilm 24 Wochen (Regie: Anne Zora Berrached, 2016) angesehen und sind zu neuen Gedanken in Bezug aus Schwangerschaftsabbruch und Inklusion gekommen.   24 Wochen. Hart an der eigenen Substanz von Dennis Lange 24 Wochen ist ein Film zum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> <em>Ich persönlich bin so, behindert sozusagen, ich fühle mich beschissen mit dem Film.</em></strong></p>
<p><strong>Die Story-Teller haben sich den Kinofilm <em>24 Wochen</em> (Regie: Anne Zora Berrached, 2016) angesehen und sind zu neuen Gedanken in Bezug aus Schwangerschaftsabbruch und Inklusion gekommen.  </strong></p>
<p><span id="more-7531"></span></p>
<p><strong><em>24 Wochen. Hart an der eigenen Substanz</em> von Dennis Lange</strong></p>
<p>24 Wochen ist ein Film zum Thema Abtreibung bei medizinischer Indikation „Behinderung“ eines Fötus’. Ein in der Öffentlichkeit stehendes Paar (Kabarettistin und Manager) mit Tochter bekommt Nachwuchs. Früh in der Schwangerschaft steht die Diagnose Trisomie 21 fest. Die Eltern informieren sich ausführlich über das Leben mit Behinderung. Es kommt zu Beziehungsstreits, Zuspruch und Ablehnung im Bekanntenkreis. Zuerst sieht es so aus als ob sie das Kind zur Welt kommen lassen wollen. Als jedoch noch ein Herzfehler diagnostiziert wird, entscheidet die Frau sich zur Abtreibung. Noch in der Klinik ist sie am Zweifeln.</p>
<p>Der Film zeigt das Thema Abtreibung sehr emotional. Es ist ein persönlicher Einblick in die Psyche der Familienmitglieder, insbesondere die der werdenden Mutter. Das Tragischste was gezeigt wird ist, dass eine Abtreibung in der 24. Woche eine herbeigeführte Totgeburt ist. Glücklicherweise fehlt im ganzen Film der mahnende Zeigefinger. Die Geschichte ist offen für alle Meinungen zum Thema Abtreibung bei Ungeborenen mit „Behinderung“. Des Weiteren bildet der Film eine gute Grundlage zu Themen wie Inklusion und Barrierefreiheit.</p>
<p>Ist Abtreibung nun Mord, Totschlag, Euthanasie oder Hilfe? Der Film gibt keine Antwort. Er zeigt, dass eine Meinung sich in der tatsächlichen Situation schnell ändern kann. Die letzte Entscheidung bleibt bei der Mutter. Für mich bedeutete Abtreibung eine „gute“ Möglichkeit ein Individuum vor seelischen und körperlichen Schmerzen zu schützen. Jedoch darf man jemand anderes die Entscheidung über das eigene Leben abnehmen? Und wann und wo beginnt das eigene Leben, Bewusstsein, Individualität? Leben ist fließend, und hier Grenzen zu setzen kaum möglich. Inklusion und Barrierefreiheit haben sich zwar gebessert. Aber immer noch ist Selbstständigkeit nicht gewährleistet. Mir wäre in meiner Entwicklung ein selbstständiges Leben das Wichtigste. Ich komme immer wieder an psychische Grenzen. Was ich als Mensch mit Behinderung nicht brauche, sind Mitleid, Betätschelung und Überfürsorge. Es wäre ideal, wenn sich das System bzw. die Gesellschaft den individuellen Anforderungen des „unperfekten“ Menschen anpassen könnte.</p>
<p>Durch den Film und die Beschäftigung mit seinem Thema bin ich von meiner festen und „positiven“ Meinung zu Abtreibungen abgekommen. Ein Entscheidung würde ich auch erst in der konkreten Situation fällen. Also: offen durchs Leben gehen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Birgit Hohnen</strong></p>
<p>Ich persönlich bin so, behindert sozusagen, ich fühle mich beschissen mit dem Film. Ich lebe schon immer mit meiner Behinderung. Mich macht das Thema traurig und wütend. Eltern, die sich um behinderte Kinder kümmern können, sollen das auch tun oder es in eine Wohngruppe schicken. Das ist nicht schlecht, sondern zum Besten. Die Eltern können dann nebenher immer noch für einen da sein. Und behinderte Kinder sind auch für ihre Eltern da. Man kümmert sich gegenseitig, damit es allen gut geht.</p>
<p>Meine Mutter hat mich in ihrem Herzen und hat mich lieb.</p>
<p>Ich wünsche mir mein Leben in der Familie genau so!</p>
<p>Für einige Eltern muss das schwierig sein so eine Schwangerschaft und Geburt mit behindertem Kind. Das kann ich mir vorstellen. Finanzieren und Verantwortung. Aber sie bekommen ja vielleicht einen Liebling. Jeder kann was daraus machen und das so beschließen.</p>
<p>Ich würde gerne laufen können, aber lieber leben als gar nicht. Reden kann ich und laufen mit Rollator auch. Lange Zeit saß ich nur im Rollstuhl, aber jetzt gehe ich mit dem Rollator. Das Wichtigste ist, dass man Freunde hat, Unterstützung, und dass man einfach füreinander da ist. Ich habe alles, was ich brauche. Mein Leben ist schön mit viel Anerkennung und Liebe. Viele Eltern sagen: Mein Kind ist so wie es ist. Das ist wichtig für das Zusammenleben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Melanie Lux</strong></p>
<p>Ich fand den Film brutal. Vor allem die Abtreibungsszene. Dabei fing alles gut an. Die Frau wollte das Kind zur Welt bringen, trotz Behinderung, und dann hat die Frau sich umentschieden und das Kind abtreiben lassen, im siebten Monat.</p>
<p>Der Film hatte mich total aufgewühlt und viele negative Gefühle ausgelöst. Ich bekam eine Stinkwut auf bestimmte Personen, die mich abgelehnt haben, und auf die ganze Welt. Ich stellte mir die Frage, warum in unserer menschlichen Gesellschaft eigentlich immer alles perfekt sein muss. Warum wollen Eltern nur perfekte Kinder? Dürfen Menschen nicht mehr behindert sein? Will diese Gesellschaft nur noch Menschen, die funktionieren?</p>
<p>Ich bin selbst mit einer Behinderung auf die Welt gekommen. Ich hatte Sauerstoffmangel und bin bei meiner Geburt blau angelaufen. Aber meine Mutter wollte mich trotzdem. Sie wollte, dass ich lebe, und diese Entscheidung war gut. Meine Mutter ist eine tolle Frau. Sie hat alles gemeistert, trotz der vielen Probleme und Schwierigkeiten. Im Alltag und auf der Straße muss ich aber oft erfahren, wie grausam es ist, wenn gesunde Menschen Menschen mit Behinderung ablehnen. Das macht mich traurig.</p>
<p>Trotz allem: Ich hätte mir lieber einen Film angeschaut, in dem eine Mutter ihr behindertes Kind zur Welt bringt. Das Leben ist doch ein Geschenk.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Michael Schumacher</strong></p>
<p>Meine Mutter hatte mir irgendwann einmal erzählt, dass sie und mein Vater von meiner Besonderheit erfahren hatten, als ich mit drei Jahren im ersten Kindergarten war.</p>
<p>Eines Tages, als meine Mutter mich wie immer dort abgeholt hat, kam die Leiterin zu ihr und sagte, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt. Sie meinte, dass man überlegen müsste, ob ich mit meinem Autismus vielleicht in einem anderem Kindergarten besser aufgehoben wäre.</p>
<p>Für meinen Vater brach eine Welt zusammen.</p>
<p>Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie sich abends in der Küche besoffen hatten.</p>
<p>Ich lag schon im Bett.</p>
<p>Mein Vater hat geweint und sich nur selbst bemitleidet.</p>
<p>Meine Mutter sagte sich am nächsten Tag: So, jetzt musst du handeln und die schwierige Situation meistern.</p>
<p>Ihr ist das auch sehr gut gelungen.</p>
<p>Das Verhältnis zwischen meinem Vater und mir dagegen stand auf der Kippe.</p>
<p>Er kam mit meiner Besonderheit nicht klar.</p>
<p>Es gab hin und wieder Streit.</p>
<p>Meine Mutter hat sich immer bemüht die Spannungen aufzulockern.</p>
<p>Aber er hat sich immer mehr zurückgezogen und meine Mutter alles machen lassen.</p>
<p>Letztendlich ist wohl auch die Ehe meiner Eltern daran gescheitert.</p>
<p>Sein Selbstmitleid ging oft in Aggressionen über. Er hat manchmal so laut geschrien, dass sich Nachbarn beschwerten. Und er ist auch handgreiflich geworden gegenüber meiner Mutter.</p>
<p>Es gab auch schöne Momente. Manchmal haben wir uns auch gut verstanden.</p>
<p>Aber das Problem meiner Besonderheit und dass er damit nicht fertig geworden ist, stand immer zwischen uns.</p>
<p>Er hat mir nicht viel zugetraut.</p>
<p>Er war ein Bremser.</p>
<p>Wenn ich darüber jetzt nachdenke, finde ich, dass es auf jeden Fall gut war, dass er uns verlassen hat.</p>
<p>Wenn er bei uns geblieben wäre, hätte ich nicht die Erfolgserlebnisse, die ich heute habe.</p>
<p>Es ist auf jeden Fall jetzt gut wie es ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dennis Seidel</strong></p>
<p>Letzten Mittwoch waren wir Story Teller, also die Literaturwerkstatt von barner 16, im Kino und haben uns den Film 24 Wochen angeschaut. In dem Film ging es um ein Ehepaar, das ein behindertes Kind erwartet. Die Mutter hat es aber im letzten Moment abtreiben lassen.</p>
<p>Der Film hatte sehr viele Emotionen, so dass ich bei manchen Stellen weinen musste. Ich fand den Film mal witzig, aber auch sehr traurig.</p>
<p>Ich habe mich sehr betroffen gefühlt und habe sogar richtig doll geweint, weil mir der Film sehr an die Erinnerung an meine Kindheit ging. Ich konnte als Baby auch nicht mein erstes Weihnachten erleben, weil ich da im Krankenhaus lag. Meine Eltern waren sehr geschockt und wussten nicht, was sie machen sollten. Sie waren richtig durcheinander.</p>
<p>Ich würde anderen Leuten empfehlen den Film zu schauen, weil er sehr inhaltsreich und informationsreich ist.</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Alle Hintergründe zum Film findet ihr unter: <a href="http://www.24wochen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">24 Wochen</a></li>
<li>Wie ergreifend die Pressevorführung für die Autorin Anna Mayrhauser vom Missy Magazin war, <a href="http://missy-magazine.de/2016/09/22/bis-zum-schluss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lest ihr hier</a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>10 Dinge, die Sie nicht tun sollten&#8230; Coming-out</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/11/10-dinge-die-sie-nicht-tun-sollten-coming-out/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2016 08:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Out]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie ein Coming-out auf keinen Fall ablaufen sollte, seht ihr an der Reaktion dieses Vaters. Die 10 Dinge, die Eltern nicht tun sollten, wenn ihr Kind sich outet, siehst du in diesem Video von queerblick.  Mehr dazu: In Ich werde nicht ernst genommen erklärt dir Team-Trans*, was du tun kannst, wenn deine Eltern dein Outing]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie ein Coming-out auf keinen Fall ablaufen sollte, seht ihr an der Reaktion dieses Vaters. Die 10 Dinge, die Eltern nicht tun sollten, wenn ihr Kind sich outet, siehst du in diesem Video von queerblick.  </strong></p>
<p><span id="more-7476"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>In<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/teamtrans-ich-werde-nicht-ernst-genommen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> <u>Ich werde nicht ernst genommen</u> </a>erklärt dir Team-Trans*, was du tun kannst, wenn deine Eltern dein Outing nicht akzeptieren.</li>
<li>Trans*-Sein ist nicht immer leicht. Warum es sich lohnt, stark zu bleiben, liest du in <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/7027/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der wankende Fels</a></u></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>#teamTrans*: Ich werde nicht ernst genommen!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/08/teamtrans-ich-werde-nicht-ernst-genommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2016 08:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Was tun, wenn deine Transsexualität nicht ernst genommen wird? Das #teamTrans* von queerblick gibt Tipps für den Umgang mit Eltern und Therapeut*innen. Mehr dazu: Aufstehen. Nicht selten müssen Trans*-Personen große Hürden überwinden. Mehr dazu liest du im Beitrag von Mare. Lies hier, wie Zwei Jahre Hormontherapie Nev zu einem neuen, besseren Körpergefühl verholfen haben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was tun, wenn deine Transsexualität nicht ernst genommen wird? Das #teamTrans* von queerblick gibt Tipps für den Umgang mit Eltern und Therapeut*innen. </strong></p>
<p><span id="more-7088"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/poetry-slam-fallen-aufstehen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aufstehen</a>.</u> Nicht selten müssen Trans*-Personen große Hürden überwinden. Mehr dazu liest du im Beitrag von Mare.</li>
<li>Lies hier, wie <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/11/zwei-jahre/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zwei Jahre</a></u> Hormontherapie Nev zu einem neuen, besseren Körpergefühl verholfen haben.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alkohol: Die unterschätzte Gefahr</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/06/alkohol-die-unterschaetzte-gefahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[10BS QUEENS]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 08:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein paar Bier zum Feierabend? Das kann schnell zur Gewohnheit werden. Wie gefährlich Alkohol für Familien sein kann, erzählt Celine in ihrem Poem. Das Video über den Konflikt zwischen Tochter und Vater entstand in einem Workshop der Poetry Slamer*innen Fee &#38; Dominik. Weiterführende Links: Ein Rückblick auf den Poetry Slam Workshop von Fee &#38; Dominik. „Kenn]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar Bier zum Feierabend? Das kann schnell zur Gewohnheit werden. Wie gefährlich Alkohol für Familien sein kann, erzählt Celine in ihrem Poem. Das Video über den Konflikt zwischen Tochter und Vater entstand in einem Workshop der Poetry Slamer*innen Fee &amp; Dominik.<span id="more-6720"></span></p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li>Ein Rückblick auf den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/12/18-20-12-15-poetry-workshop-mit-fee-und-dominik-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Poetry Slam Workshop von Fee &amp; Dominik</span></a>.</li>
<li><a href="http://www.kenn-dein-limit.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">„Kenn dein Limit“</span></a> ist eine Kampagne für Jugendliche. Auf der Seite findest du viele Infos rund um das Thema Alkoholsucht.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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