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	<title>Gleichberechtigung &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Gleichberechtigung &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Do men care?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/06/do-men-care/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anjuli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 09:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Carearbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Cash & Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie viel Zeit investieren Männer tatsächlich in Care-Arbeit? Anjuli beleuchtet die Realität unbezahlter Arbeit und die Medienrepräsentation männlicher Vaterschaft anhand der TV-Serie Modern Family. Care-Arbeit betrifft uns alle. Spätestens mit dem Erwachsenwerden habe ich das verstanden. Vor allem mit dem Auszug aus dem Elternhaus wurde mir klar, wie viel Zeit pro Tag für Einkaufen, Haushalt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Wie viel Zeit investieren Männer tatsächlich in Care-Arbeit? Anjuli beleuchtet die Realität unbezahlter Arbeit und die Medienrepräsentation männlicher Vaterschaft anhand der TV-Serie </strong><em data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="em"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Modern Family.</strong></em><span id="more-17534"></span></p>
<p>Care-Arbeit betrifft uns alle. Spätestens mit dem Erwachsenwerden habe ich das verstanden. Vor allem mit dem Auszug aus dem Elternhaus wurde mir klar, wie viel Zeit pro Tag für Einkaufen, Haushalt und derlei Unvermeidbares draufgeht. Alleine der Mental Load, der damit einhergeht, ist enorm. In der Debatte um Geschlechtergerechtigkeit spielt die Verteilung von unbezahlter Care-Arbeit eine zentrale Rolle. Während Frauen in Deutschland wöchentlich etwa 29 Stunden unbezahlte Arbeit für Haushalt und Familie aufwenden, leisten Männer nur ca. 20 Stunden. Visuelle Medien, wie das Fernsehen, haben solche Stereotype über Jahrzehnte gespiegelt. Die Kleinfamilie als Schauplatz ist zum Beispiel bei Sitcoms sehr beliebt. Oft sehen wir dort Mütter, die den Haushalt schmeißen und die Kinder verpflegen, und Väter, die als Alleinverdiener nur Zeit für die kleineren Aufgaben haben. So haben Medien dazu beigetragen, diese Strukturen zu normalisieren. Doch wie oft werden eigentlich Männer im Fernsehen beim Kindererziehen, Putzen und Einkaufen gezeigt?</p>
<p>Schon als <em>Modern Family</em> vor über 10 Jahren rauskam, habe ich die Serie sehr gerne geschaut. Es gab so viele lustig-quirlige Charaktere und chaotische Familiendynamiken, mit denen man sich endlich mal identifizieren konnte. Jetzt, so viele Jahre später, ist mir aufgefallen, wie besonders die männlichen Charaktere sind und wie sehr sie sich von anderen Sitcom-Protagonisten unterscheiden. Wenn Vaterschaft in Film und Fernsehen thematisiert wird, hat dies oft einen besonderen Ausnahme-Charakter. Männer in Care-Positionen werden gerne als Sonderfall oder Ergebnis tragischer Ereignisse gezeigt, aber so gut wie nie als natürlicher Zustand einer Paarbeziehung. Berühmte und erfolgreiche Produktionen, in denen nur Männer mit ihren Kindern zu sehen sind, Serien wie <em>Full House</em> oder <em>Two and a Half Men</em>, basieren auf Handlungen, in denen die Mutter entweder verstorben ist oder Paare geschieden sind und das Sorgerecht zwangsläufig geteilt wurde. Dann gibt es noch absurde Komödien, in denen Gruppen von Männern Babys finden und sich dann um diese kümmern (müssen). Solche Darstellungen exotisieren Vaterschaft und vermitteln das Gefühl, dass Väter nur Care-Arbeit leisten, wenn sie durch außergewöhnliche oder tragische Gründe dazu gezwungen werden.</p>
<p>Für die Uni habe ich vor kurzem, anhand der Serie <em>Modern Family</em>, untersucht, wie geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und männliche Care-Arbeit dort repräsentiert ist. Das ließ sich anhand zweier Konzepte veranschaulichen: Hegemoniale Männlichkeit und Caring Masculinities. Hegemoniale Männlichkeit ist ein soziales Konstrukt, das durch die Idealisierung eines bestimmten Männlichkeitsbildes Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern und zwischen verschiedenen Männlichkeitstypen stabilisiert. Diese Ideale sind unter anderem Heterosexualität, das Streben nach Macht und Kontrolle, emotionale Distanz und eine Abgrenzung von allem »Weiblichen«. Es ist das global dominierende Männlichkeitsideal. Da dies Männern und Frauen gleichermaßen sowohl psychisch als auch physisch schadet, ist die Entwicklung neuer, fürsorglicher Männlichkeitsformen ein wichtiger Schritt hin zu echter Geschlechtergerechtigkeit und besserer Lebensqualität. Das Konzept der Caring Masculinities dient als theoretischer Gegenentwurf zur hegemonialen Männlichkeit und definiert männliche Identität über die Ablehnung von Dominanz sowie die Annahme emotionaler und beziehungsorientierter Werte. Es basiert auf der dauerhaften Beteiligung an Care-Arbeit, einem breiten emotionalen Spektrum sowie dem Verzicht auf männliche Privilegien, um Geschlechtergleichheit zu erreichen.</p>
<p>Schon als <em>Modern Family</em> vor über 10 Jahren rauskam, habe ich die Serie sehr gerne geschaut. Es gab so viele lustig-quirlige Charaktere und chaotische Familiendynamiken, mit denen man sich endlich mal identifizieren konnte. Jetzt, so viele Jahre später, ist mir aufgefallen, wie besonders die männlichen Charaktere sind und wie sehr sie sich von anderen Sitcom-Protagonisten unterscheiden. In <em>Modern Family</em> wird das Format der Mockumentary (also eine Pseudo-Dokumentation) benutzt, um die Vielfalt männlicher Identitäten humorvoll zur Schau zu stellen. Die Familienväter in der Serie zeigen eine ganz andere Form von Männlichkeit und Vaterschaft, als man es sonst im Fernsehen gewohnt ist. So machen sie das Publikum auf die soziale Konstruktion von Männlichkeit aufmerksam. Einer der Väter, Phil Dunphy, bricht mit dem klassischen Sitcom-Muster des „incompetent dad“. Er wird als extrem fürsorglich und emotional präsent dargestellt. Obwohl er oft albern ist, übernimmt er in Krisenmomenten kompetent die Verantwortung für seine Kinder. Der Vater und Opa, Jay Pritchett (gespielt von Ed O’Neil, bekannt geworden als Al Bundy, Ikone und patriarchaler Loser der 90er-Sitcoms), verkörpert das klassische traditionelle Familienoberhaupt. Im Laufe der elf Staffeln vollbringt er jedoch eine bemerkenswerte emotionale Veränderung. Er zeigt zunehmend Zuneigung, eine verletzliche Seite und spricht offen über seine Ängste. Mitchell und Cam repräsentieren als homosexuelles Paar zwar einige Klischees, zeigen aber gleichzeitig, dass männliche Elternschaft und emotionale Care-Arbeit kein Widerspruch sind.</p>
<p>Die Serie schafft es, väterliche Kinderbetreuung und Hausarbeit nicht als komödiantisches Scheitern oder heroische Ausnahme zu inszenieren, sondern als wichtigen Bestandteil männlicher Identität. Durch Humor werden alte Rollenbilder entlarvt und für ein Massenpublikum lachhaft gemacht. Obwohl die Charaktere privilegiert und weiß sind und zur Mittelklasse gehören, ist <em>Modern Family</em> ein wichtiges Vorbild. Die Serie zeigt, dass Fürsorglichkeit und Männlichkeit sich nicht ausschließen. Sie trägt dazu bei, dass veraltete Ideale vielleicht nach und nach über Bord geworfen werden. Ich hoffe, dass wir in Zukunft sehr viel mehr Beispiele von Caring Masculinities in den Mainstream-Medien sehen. Denn <em>Modern Family</em> zeigt, dass sogar Comedy-Serien Themen mit emotionaler und sozialer Tragweite verhandeln können und uns dabei noch bestens unterhalten.</p>
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		<title>Gleichberechtigung beginnt im Geldbeutel</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/04/gleichberechtigung-beginnt-im-geldbeutel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luisa Galli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 14:38:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Cash & Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Luisa zeigt, warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen mehr ist als nur Einkommen: Sie ist Freiheit, Schutz und die Möglichkeit, das eigene Leben selbst zu bestimmen. Wer über Geld verfügt und entscheidet selbstbestimmt. Und genau hier beginnt echte Gleichberechtigung. Seit ich vierzehn bin, arbeite ich. Zunächst waren es kleine Honorare für Moderationen, später Schichten als Kellnerin,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Luisa zeigt, warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen mehr ist als nur Einkommen: Sie ist Freiheit, Schutz und die Möglichkeit, das eigene Leben selbst zu bestimmen. Wer über Geld verfügt und entscheidet selbstbestimmt. Und genau hier beginnt echte Gleichberechtigung.</strong><span id="more-17411"></span></p>
<p data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-bottom="0px" data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px"><span data-contrast="none">Seit ich vierzehn bin, arbeite ich. Zunächst waren es kleine Honorare für Moderationen, später Schichten als Kellnerin, parallel zum Abitur und zur freien Arbeit in der politischen Bildung. Heute kann ich mich auf diesen Bereich konzentrieren. Was erst als pragmatische Notwendigkeit begann, wurde zu einer Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Denn Arbeit war für mich nie nur Einkommensquelle, sondern ein Instrument der Freiheit.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;134245418&quot;:false,&quot;134245529&quot;:false,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:1,&quot;335551620&quot;:1,&quot;335557856&quot;:4278190080,&quot;335559685&quot;:0,&quot;335559731&quot;:0,&quot;335559737&quot;:0,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:240,&quot;335559740&quot;:240}"> </span></p>
<p data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-bottom="0px" data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px"><span data-contrast="none">Für Frauen ist dieses Instrument historisch betrachtet jung. Bis 1977 durften verheiratete Frauen in Deutschland nur mit Zustimmung ihres Ehemannes erwerbstätig sein. Die Verfügung über ihre Arbeitskraft stand unter Vorbehalt, ein Zustand, der heute kaum vorstellbar ist. Die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen war zu der Zeit keineswegs eine Selbstverständlichkeit, sondern eine juristisch regulierte Ausnahme. Denn wer über das Einkommen entscheidet, entscheidet über Lebenswege. Schon Louise Otto-Peters, eine zentrale Figur der ersten Frauenbewegung in Deutschland, betonte, dass Frauen nur dann wirklich frei sein können, wenn sie finanziell auf eigenen Füßen stehen.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;134245418&quot;:false,&quot;134245529&quot;:false,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:1,&quot;335551620&quot;:1,&quot;335557856&quot;:4278190080,&quot;335559685&quot;:0,&quot;335559731&quot;:0,&quot;335559737&quot;:0,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:240,&quot;335559740&quot;:240}"> </span></p>
<p data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-bottom="0px" data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px"><span data-contrast="none">Diese historische Perspektive verändert den Blick auf die Gegenwart. Wenn heute über Gleichberechtigung gesprochen wird, geschieht das häufig in kulturellen Kategorien wie Sichtbarkeit oder Sprache. Doch die materielle Dimension bleibt dabei oft außen vor, obwohl sie so zentral ist. Denn ohne ökonomische Eigenständigkeit bleibt Freiheit prekär. Diese historische Schieflage wirkt nach, auch wenn sich die Gesetzeslage verändert hat. Wer eigenes Einkommen hat, kann Beziehungen freier gestalten. Eine Frau kann bleiben, weil sie will, nicht weil sie muss. Diese Differenz ist existenziell.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;134245418&quot;:false,&quot;134245529&quot;:false,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:1,&quot;335551620&quot;:1,&quot;335557856&quot;:4278190080,&quot;335559685&quot;:0,&quot;335559731&quot;:0,&quot;335559737&quot;:0,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:240,&quot;335559740&quot;:240}"> </span></p>
<p data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-bottom="0px" data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px"><span data-contrast="none">Natürlich ist nicht jede Erwerbsarbeit automatisch emanzipatorisch. Arbeitsverhältnisse können auch in Deutschland erschöpfen. Auch ich kenne Tage, an denen ich kaum geschlafen habe, weil ich bis in die Nacht gearbeitet habe und am nächsten Morgen wieder im Unterricht saß. Doch selbst in der Anstrengung lag eine existenzielle Erfahrung, da ich für mich selbst verantwortlich war. Ich finanzierte mein Leben durch Arbeit und diese Verantwortung veränderte wiederum mein Selbstbild. Es ist also kein Zufall, dass frühe Feministinnen der ersten Welle die wirtschaftliche Unabhängigkeit ins Zentrum stellten. Sie wussten, dass weibliche Freiheit ohne materielle Basis reine Symbolik war.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;134245418&quot;:false,&quot;134245529&quot;:false,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:1,&quot;335551620&quot;:1,&quot;335557856&quot;:4278190080,&quot;335559685&quot;:0,&quot;335559731&quot;:0,&quot;335559737&quot;:0,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:240,&quot;335559740&quot;:240}"> </span></p>
<p data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-bottom="0px" data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px"><span data-contrast="none">Wenn wir also in diesen Tagen die Frage nach der Gleichberechtigung ins Zentrum stellen, sollten wir uns an alle Kämpferinnen mit ihren Botschaften vor uns erinnern. Daran, dass mögliche Abhängigkeiten, die aus Machtgefügen entstehen, selten romantisch sind. Wir sollten uns auch daran erinnern, dass in einer kapitalistischen Ordnung Geld ein Machtmedium ist. Das muss man nicht feiern, um es anzuerkennen. Solange jedoch wirtschaftliche Ressourcen über Handlungsspielräume entscheiden, bleibt die Frage nach finanzieller Unabhängigkeit zentral. Für Frauen bedeutet eigenes Einkommen nicht nur Konsumfähigkeit. Es bedeutet eben auch Schutz, Entscheidungsfreiheit und Würde.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;134245418&quot;:false,&quot;134245529&quot;:false,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:1,&quot;335551620&quot;:1,&quot;335557856&quot;:4278190080,&quot;335559685&quot;:0,&quot;335559731&quot;:0,&quot;335559737&quot;:0,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:240,&quot;335559740&quot;:240}"> </span></p>
<p data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px"><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;134245418&quot;:false,&quot;134245529&quot;:false,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:1,&quot;335551620&quot;:1,&quot;335557856&quot;:4278190080,&quot;335559685&quot;:0,&quot;335559731&quot;:0,&quot;335559737&quot;:0,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:240}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Und sie nennen es GLEICHBERECHTIGUNG</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/03/und-sie-nennen-es-gleichberechtigung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nathan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 12:27:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Cash & Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Gleichberechtigung? Klingt gut.  Sieht aber oft anders aus. In seinem neuen Text schreibt Nathan über doppelte Standards, unsichtbare Hürden und die Frage, warum „gleich“ noch lange nicht gerecht ist. Auf dem Arbeitsmarkt ist ER gern gesehen, SIE jedoch nur gegen den ein oder anderen Ausschnitt. ER darf gerne bei den „wichtigen Leuten“ sitzen, SIE, da]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong data-renderer-mark="true">Gleichberechtigung? Klingt gut.  Sieht aber oft anders aus. </strong><strong data-renderer-mark="true">In seinem neuen Text schreibt Nathan über doppelte Standards, unsichtbare Hürden und die Frage, warum „gleich“ noch lange nicht gerecht ist.</strong><span id="more-17402"></span></p>
<p>Auf dem Arbeitsmarkt ist ER gern gesehen, SIE jedoch nur gegen den ein oder anderen Ausschnitt.</p>
<p>ER darf gerne bei den „wichtigen Leuten“ sitzen,<br />
SIE, da hinten in der Ecke ist noch eine Stelle frei.</p>
<p>ER ist fleißig, das sieht man doch,<br />
SIE soll sich mal mehr anstrengen.</p>
<p>ER macht alles richtig,<br />
nimm dir ein Beispiel an IHM.</p>
<p>Und SIE?</p>
<p>Nein, SIE ist kein Vorbild,<br />
bloß ein Lückenfüller für die schweren Tage.</p>
<p>ER hat viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt,</p>
<p>SIE jedoch muss immer etwas besser sein als er.<br />
SIE muss immer ein Stück stärker sein,<br />
SIE muss immer für alles bereit sein.</p>
<p>ER muss das nicht,<br />
IHM steht die Welt offen,<br />
ER hat es immer ein Stück leichter.<br />
ER wird immer etwas besser bezahlt.</p>
<p>Wo ist da die Gerechtigkeit?</p>
<p>Heißt es nicht GLEICHBERECHTIGUNG?</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unsichtbarer Schleier</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/10/unsichtbarer-schleier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 11:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Tage werden kürzer, draußen ist es kalt, also die beste Zeit zum Serien gucken. Johanna hat zwei Empfehlungen dabei: „Maid“ und „Two on one day“. Wer bereit ist, sich auf ein emotionales Abenteuer einzulassen und herausfordernden Filmszenen gegenüberzustehen, die die Einzigartigkeit, aber auch den Schmerz des Daseins einfangen, dem will ich zwei Serien empfehlen:]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span class="a_GcMg font-feature-liga-off font-feature-clig-off font-feature-calt-off text-decoration-none text-strikethrough-none">Die Tage werden kürzer, draußen ist es kalt, also die beste Zeit zum Serien gucken. Johanna hat zwei Empfehlungen dabei: <span data-contrast="auto">„Maid“ und „Two on one day“</span>.</span></strong><span id="more-17137"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Wer bereit ist, sich auf ein emotionales Abenteuer einzulassen und herausfordernden Filmszenen gegenüberzustehen, die die Einzigartigkeit, aber auch den Schmerz des Daseins einfangen, dem will ich zwei Serien empfehlen: „Maid“ und „Two on one day“. Sie werden euch nicht mehr loslassen. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich habe mich schon immer für strukturelle Bedingungen zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Armut, Gewalt und geschlechterspezifischer Ungleichheit interessiert. Demnach sind Frauen armutsgefährdeter als Männer (16,2%), weil sie häufig in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt sind und bei gleicher Arbeit weniger verdienen</span><span data-contrast="auto">1</span><span data-contrast="auto">. Dieser Fakt spiegelt sich in der ersten Serie, „Maid“ wider: Die Protagonistin Alex ist insbesondere gesundheitlich wie auch finanziell gefährdet, als sie sich aus einer Partnerschaft mit Gewalt und Abhängigkeit befreit und mit ihrer Tochter Maddy flieht. Diese Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung und Überforderung in totaler Armut. Die Serie ist bereits die abgeschwächte Form des noch expliziteren Buches, in dem Alex sogar hungert und häufig vor Erschöpfung umkippt. Inspiriert nach einem wahren Schicksal von Stephanie Land wird sie zur alleinerziehenden &#8211; zunächst obdachlosen – jungen Frau, die Arbeit, Kinderbetreuung, Freizeit und Ernährung für ihr Kind unter einen Hut bringen möchte. Sie verliert ihr schon brüchiges Umfeld. Am Anfang des Films gelangt Alex unter anderem in ein Frauenhaus und hat kein Verständnis für die Frauen, die zu ihrem Partner zurückkehren, obwohl sie wissen, wie ungesund und teilweise lebensgefährlich es für sie ist. „Die meisten Frauen brauchen sieben Anläufe, bis sie wirklich gehen“, sagt ihr die Beraterin bei ihrem ersten Aufenthalt. Doch selbst Alex wird wiederkommen, unter Tränen und in Hoffnungslosigkeit und dennoch wieder Halt finden, auch wenn wir als Zuschauer niemals davon ausgehen würden. Sie muss am Ende sogar um das Sorgerecht für ihre Tochter kämpfen, um jede Essensmarke und ihr freies Wort. Sie ist eine exemplarische Figur für die Hürden im Leben und warnt durch ihre Situation und ihr Handeln vor vorschnellem Urteilen.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">In der Serie „Two on one day“, nach dem Roman „One day“ von David Nicholls, werden wir in ein anderes Szenario geworfen. Dexter, ein charmanter junger Mann, trifft bei einer Abschlussparty der Universität Edinburgh Emma, die ein gegensätzliches Leben zu dem Dexters führt: Während dieser lose Bekanntschaften und Zärtlichkeiten sucht, ist Emma an einer solchen Beziehung nicht interessiert. Und so geschieht es, dass beide, obwohl sie in Emmas Bett laden, nicht miteinander schlafen. Am nächsten Tag verabschieden sie sich nach einer, für Dexter, auf neue Art intensiven Nacht. Über Jahre bleiben sie aber weiter in Kontakt, bis beide eines Tages ihren Lebensentwurf hinterfragen und über diesen neu zusammenfinden. Wo Alex wegen eines geringeren Schulabschlusses besonders armutsgefährdet ist und sich vor Arbeitslosigkeit fürchtet, schließlich Opfer von ihr wird, erscheint das Leben des Protagonisten Dexter in „Two on one day“ ohne Vollzeitjob und „in den Tag leben“ traumhaft. In „Two on one day“ lernt er Emma kennen, die sein Leben auf den Kopf stellt, denn sie ist keine heiße Nummer für eine Nacht, sondern ist interessiert an Dexters Person und entspannten Tagen mit Zweisamkeit und viel&#8230; reden. Als Dexter Emma verlassen muss und sich seinem früheren Lebensstil wieder in voller Gänze hingibt, zeigt Emma ihm Grenzen auf und er beginnt, zu begreifen. In der Krise aus Gefühl und Erwartungshaltung, Krankheit und Schwermut leidet er nicht weniger, wenn er sich wegen einer Lebenskrise in exzessiven Substanzmissbrauch stürzt. In der kurzen Zeit, die Dexter mit Emma verbringt, scheint er glücklich und ausgeglichen. Sie trinken zusammen. Im Alleinsein aber übertreibt es und verliert sich, bis fast auch Emma für immer für ihn verloren gegangen wäre.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Beide Serien sind so nah am Leben. Was Alkohol und geschlechterspezifische Risiken durch die Sozialisierung und Biologie angeht, trifft sie den Nagel auf den Kopf und weitestgehend erfüllen beide auch ein Stereotyp. Frauen, die sich hinsichtlich ihres Alkoholkonsums an die Männer hin zu mehr Konsum anpassen oder schlichtweg – erwiesenermaßen anders zu ihm verhalten</span><span data-contrast="auto">2</span><span data-contrast="auto"> -, den reichen Mann, der sich nicht fallen lassen kann, das Hausmädchen, das sich hocharbeitet. Oder doch nicht? Ich will nicht zu viel vorwegnehmen. Schaut es euch selbst an und seht, wie sich Erwartung und Tatsache begegnen. Beide Serien haben mich tief erschüttert. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Sie berühren besonders dann, wenn man in einer Partnerschaft das Gefühl von Ohnmacht erlebt hat, wie auch exzessiven Konsum von Alkohol und anderen Drogen. Die Tatsache, dass sich der Partner dadurch immer weiter entfernt und irgendwann unerreichbar wird und die Grenze von Liebe und Bedingtheit verschwimmt.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Zwei unterschiedliche Serien, die doch eine Dynamik gemeinsam haben: Die, der Einflussnahme durch den Partner auf einen selbst und das erlebte „Wir“ und der geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen und -wahrnehmung. </span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">In der Serie „Maid“ verfolgen wir die junge Frau Alex, die mit ihrer Tochter Maddy aus einer missbräuchlichen Beziehung und vor ihrem Freund Sean flieht. Zu Beginn der Serie wissen wir nicht viel: Weder über Alex, noch die konkreten Vorkommnisse in der Beziehung. Weder über Emma, noch über die tiefen Wunden und Hürden in Dexters Leben. Aber es ist ihre Angst, die man ihnen an ihrer Mimik ablesen kann, wie auch ihre existentiellen Lebenssituationen.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich empfehle die Serien, weil sie zeigen, dass es weder die materiellen Verhältnisse noch die sozialen Rahmenbedingungen das Vorkommen von individuellem Leiden absolut bedingen und ihr Ausmaß per se bestimmen. Was uns Menschen beschäftigt und zu Fall bringen, wie auch wieder aufbauen kann, ist individuell und nicht zu vergleichen oder gegeneinander aufzuwiegen.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Eine treffende Metapher zum Schluss&#8230; Unsere Erwartungen, erlernten Verhaltensweisen und Entscheidungen ebnen uns Wege und sperren andere Türe aus weiter Ferne zu, ohne sie je erblickt oder betreten zu haben. Sie sind ein Teil von uns, wie ein unsichtbarer Schleier, der den Blick trübt und existenziell verändert. Beide Serien haben mir enorm geholfen, diese Schleier wahrzunehmen und zu lichten und Vorannahmen zu hinterfragen.</span><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
<p><span data-ccp-props="{&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6}"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Male Loneliness Epidemic</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/09/male-loneliness-epidemic/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 09:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der neue Text von Sara zeigt, warum alte Rollenbilder nicht nur Frauen, sondern gerade auch Männer schaden – und warum echte Gleichberechtigung der Ausweg sein kann. Nichts stößt mich mehr ab als Männer, die über ihre eigene Einsamkeit jammern und dabei völlig ausblenden, dass es vielleicht ihre eigene Art ist, die sie von echten, gesunden]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">Der neue Text von Sara zeigt, warum alte Rollenbilder nicht nur Frauen, sondern gerade auch Männer schaden – und warum echte Gleichberechtigung der Ausweg sein kann.</strong><span id="more-17124"></span></p>
<p>Nichts stößt mich mehr ab als Männer, die über ihre eigene Einsamkeit jammern und dabei völlig ausblenden, dass es vielleicht ihre eigene Art ist, die sie von echten, gesunden Beziehungen abhält und nicht die „bösen emanzipierten Frauen“.</p>
<p>Wir leben in Zeiten, in denen Männer nicht mehr automatisch durch patriarchale Machtstrukturen eine Partnerin auf dem Silbertablett serviert bekommen. Heute reicht es nicht mehr, einfach „Mann zu sein“. Heute müssen sie etwas bieten: emotional, menschlich, partnerschaftlich. Männer sind keine gottgegebenen Instanzen, denen Frauen als Besitz übergeben werden. Zum Glück. Diese Zeiten sind, zumindest weitgehend, vorbei.</p>
<p>Und dann stehen sie da: Männer wie Elon Musk, die lauthals klagen, der moderne Feminismus sei schuld an der Vereinsamung des Mannes. Die Realität ist viel unbequemer: Ja, Männer leiden. Besonders, wenn es um mentale Gesundheit geht. Viele haben nie gelernt, sich Hilfe zu suchen, sich zu öffnen oder einfach zu sagen: „Mir geht’s nicht gut.“ Das Leiden ist real – aber es hat nichts mit dem Feminismus zu tun.</p>
<p>Es liegt daran, dass Männer von klein auf dazu erzogen werden, hart zu sein, unabhängig, emotional abgestumpft. Gefühle zeigen? Schwäche. Hilfe annehmen? Unmännlich. Kein Wunder, dass viele Männer sich keine echten Netzwerke aufbauen, keine Freundschaften pflegen, in denen man sich fallen lassen kann. Und dann sind sie allein – nicht wegen Frauen, sondern wegen einem Männlichkeitsbild, das von anderen Männern aufrechterhalten wird.</p>
<p>Was Männer brauchen, ist nicht mehr Dominanz oder die Rückkehr zu alten Geschlechterrollen. Was sie brauchen, sind andere Männer, die sie auffangen, die sagen: „Es ist okay zu weinen.“ „Es ist okay, Hilfe zu wollen.“ Gefühle zu zeigen ist keine Schwäche, es ist menschlich. Und wenn ein Mann weinende Männer verachtet, dann zeigt das nur, wie sehr er selbst in einem zerstörerischen Männerbild gefangen ist.</p>
<p>Ich kenne viele Frauen, die in Beziehungen mit Männern leben, die von Rechten und Alpha Males sofort als „Soyboys“ beleidigt würden – nur weil sie Care-Arbeit leisten, empathisch sind, Verantwortung in Beziehungen übernehmen und ihre eigene Sozialisation reflektieren. Diese Männer führen keine Frau, sie leben in einer Beziehung, auf Augenhöhe. Und das funktioniert. Weil sie kein Machtspiel spielen, sondern sich gegenseitig als Menschen begegnen.</p>
<p>Und ja, wir leben in einer Zeit, in der Frauen in Deutschland immer liberaler werden, während viele Männer ins Konservative zurückfallen. Das ist kein Zufall. Die „male loneliness epidemic“ zeigt uns nicht, dass Männer von Frauen verlassen werden. Sie zeigt, dass einige Männer sich in ein rückwärtsgewandtes Frauenbild flüchten, in dem Frauen wieder Objekt, wieder Dienerin, wieder still sein sollen. Wer dieses Bild von Beziehung für richtig hält, braucht sich über mangelnde Resonanz von Frauen nicht wundern. Denn heute wollen Frauen – zurecht – auf Augenhöhe leben. Als Mensch, nicht als Trophäe.</p>
<p>Es wird Zeit, dass patriarchale Strukturen aussterben. Nicht nur für FLINTA, sondern gerade auch für Cis-Männer. Sie leiden oft mehr darunter, als sie selbst verstehen. Sie merken nicht, dass eine Welt, in der sie sich öffnen dürfen, in der sie nicht dauernd „stark“ sein müssen, auch für sie besser wäre. Weicher. Ehrlicher. Gesünder.</p>
<p>Aber leider profitieren gerade die reichsten und mächtigsten Männer so stark von diesen alten Strukturen, dass ihnen ihre eigene mentale Gesundheit am Ende völlig egal ist. Solange sie gewinnen, ist alles andere egal. Und das ist vielleicht der traurigste Teil: Dass sich Männer selbst opfern, für ein System, das ihnen vorgaukelt, stark zu sein, während es ihnen Stück für Stück schadet.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>I have a dream &#8211; Song zum Girls&#8216; &#038; Boys&#8216; Day</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/04/girls-boys-day/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2023 09:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Boys Day]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Girls Day]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Song]]></category>
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					<description><![CDATA[I HAVE A DREAM von WAS GEHT ALMANYA (2015) – Musikvideo zum Girls’ &#38; Boys’ Day… &#8222;Typisch Mann, typisch Frau &#8211; was soll das bedeuten?&#8220; Mehr dazu: Hier findest du mehr Information über den Girls&#8216; Day und den Boys&#8216; Day. Und hier schreibt die Story-Tellerin Tamy Keitel, warum Geschlechterklischees total von gestern sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>I HAVE A DREAM von WAS GEHT ALMANYA (2015) – Musikvideo zum Girls’ &amp; Boys’ Day… &#8222;Typisch Mann, typisch Frau &#8211; was soll das bedeuten?&#8220;</strong></p>
<p><span id="more-11300"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier findest du mehr Information über den <a href="https://www.girls-day.de" target="_blank" rel="noopener"><strong>Girls&#8216; Day</strong></a> und den <strong><a href="https://www.boys-day.de" target="_blank" rel="noopener">Boys&#8216; Day</a>.</strong></li>
<li>Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/04/2549/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a> schreibt die Story-Tellerin Tamy Keitel, warum Geschlechterklischees total von gestern sind.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Gleichberechtigung von Transgendern in der Schule</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/04/gleichberechtigung-von-transgendern-in-der-schule/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Moxxie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2023 08:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Non-binary]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Moxxies Schule ist vergleichsweise offen für LSBTIQ* – und dennoch gibt es viel, was den Schulalltag für them schwierig macht. Hallo erstmal, meine Name ist Moxxie, ich bin 17 Jahre alt und identifiziere mich als Non-binary, bzw. Genderfluid und ich möchte über die Gleichberechtigung von Transgendern in der Schule schreiben. Das Outing an meiner war]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Moxxies Schule ist vergleichsweise offen für LSBTIQ* – und dennoch gibt es viel, was den Schulalltag für them schwierig macht.</strong><span id="more-15416"></span></p>
<p>Hallo erstmal, meine Name ist Moxxie, ich bin 17 Jahre alt und identifiziere mich als Non-binary, bzw. Genderfluid und ich möchte über die Gleichberechtigung von Transgendern in der Schule schreiben. Das Outing an meiner war nicht schwer, ich war und bin mir meiner Identität recht sicher und wusste, dass nichts falsch daran ist Transgender zu sein. Meine Schule ist zudem vergleichsweise sehr offen was die LGBGQIA+ Community angeht. Dennoch gibt es in meinem Schulalltag immer wieder Probleme und für mich unangenehme Situationen. Angefangen beim Toilettengang. Unsere Schule hat keine genderneutralen Toiletten. Da ich mich bevorzug feminin kleide, gehe ich auf die Damentoilette, was sich allerdings jedesmal ein bisschen falsch und entwürdigend anfühlt. Das ist doch unfair, oder nicht? Es fühlt sich für mich jedes Mal so an, als ob man mir meine Identität absprechen wolle. Das Problem mit den Toilette trägt auch zum nächsten Punkt bei: Ich fühle mich als Transgender unglaublich unsichtbar, so als würde niemand wirklich anerkennen, dass ich trans bin. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin mehr als nur meine Geschlechtsidentität und ich will auch nicht anders behandelt werden, aber dauernd sowohl von Lehrer*innen als auch von Mitschüler*innen missgendert, bzw. mit den falschen Pronomen angesprochen zu werden ist auf Dauer wahnsinnig anstrengend. Da kann ich auch noch so oft sagen, dass meine Pronomen he/they sind. Und zu Letzt, die Menschen in der Schule geben mir oft den Eindruck, dass meine Identität und mein daraus folgender Wunsch, richtig gegendert zu werden, zu viel verlangt ist. Ob es nun meine Englischlehrerin ist, die mir weiß machen will, zehn Minuten wären genug, um Schüler*innen das komplexe Thema Transgender zu erklären (Hintergrund: Wir wollten im Unterricht einen Text mit einem genderfluiden Hauptcharacter behandeln, ich wollte dazu erstmal ein bisschen Sensibilität schaffen), oder die Schüler*innen, die mir genervte Blicke zuwerfen, weil ich sie bezüglich meiner Pronomen korrigiere. Transgender sind nicht gleichberechtigt, noch nicht. Wir haben Probleme und Herausforderungen, denen vermutlich Cis-Menschen nie begegnen werden. Umso wichtiger finde ich es, Erfahrungsberichte zu veröffentlichen und zuteilen. Vielleicht kann auch mein Text etwas bewirken.</p>
<p>Habt noch einen schönen Tag,<br />
Moxxie.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wimpernschlag</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/02/wimpernschlag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Feb 2023 15:43:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[One Billion Rising]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist nicht nur Valentinstag, heute ist auch One Billion Rising. Am Tag der Liebe soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass jede dritte Frau weltweit Gewalt erfahren hat. Dazu präsentieren wir euch heute den Poetry Slam Text &#8222;Wimpernschlag&#8220; von Abdul und Lisa. Mehr von Lisa und Abdul findet ihr u. a. auf ihren Instagram Kanälen:]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute ist nicht nur Valentinstag, heute ist auch One Billion Rising. Am Tag der Liebe soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass jede dritte Frau weltweit Gewalt erfahren hat. Dazu präsentieren wir euch heute den Poetry Slam Text &#8222;Wimpernschlag&#8220; von Abdul und Lisa.</strong><span id="more-15313"></span></p>
<p>Mehr von Lisa und Abdul findet ihr u. a. auf ihren Instagram Kanälen:</p>
<p><a href="https://www.instagram.com/lisa.bruexk/">https://www.instagram.com/lisa.bruexk/</a> &amp; <a href="https://www.instagram.com/ak.chahin/">https://www.instagram.com/ak.chahin/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zurück in die Höhle (eine Kurztopographie)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/08/zurueck-in-die-hoehle-eine-kurztopographie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anton August Dudda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Aug 2022 14:39:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Denken wir an Hetreo-cis-Beziehungen und daran, wie ein solches Paar seine Wohnung einrichtet, entscheidet stereotyp die Frau über Möbel und Dekoration. Als Reaktion darauf entstand in den letzten Jahren das Konzept der Mancaves, einem Rückzugsraum für Männer, in dem sie über Interior, Nutzung und Zutritt entscheiden. Anton hat sich intensiver mit diesem Phänomen beschäftigt und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Denken wir an Hetreo-cis-Beziehungen und daran, wie ein solches Paar seine Wohnung einrichtet, entscheidet stereotyp die Frau über Möbel und Dekoration. Als Reaktion darauf entstand in den letzten Jahren das Konzept der Mancaves, einem Rückzugsraum für Männer, in dem sie über Interior, Nutzung und Zutritt entscheiden. Anton hat sich intensiver mit diesem Phänomen beschäftigt und beschreibt, was Mancaves mit Macht, Feminismus und Gleichberechtigung zu tun haben.</strong></p>
<p><span id="more-14964"></span></p>
<p>Seit bereits einigen Jahren geistert durch die diskursiven Welten des Internets einschließlich ihrer Wechselwirkungen mit unserer Wahrnehmung der „realen“ Gesellschaft das Konzept der sogenannten Mancaves, welches Räume, zumeist Zimmer einer Wohnung oder eines Hauses beschreibt, deren Aufbau, Ästhetik und Zweckausstattung ganz auf die Bedürfnisse meist heterosexueller Männer ausgerichtet sind. Im Regelfall ist die Mancave zudem zugangsbeschränkt, im heteronormativen Familien- und Partnerschaftsverständnis ihrer Besitzer, dem sie offensichtlich entspringt, bildet sie einen Gegenort zu den Anforderungen an den Mann als Vater und Ehepartner und erlaubt daher keinen oder nur sehr begrenzten Zutritt für Frau und Kind, schließt aber vor allen Dingen und in jedem Fall deren Mitbestimmung über die Raumgestaltung aus. In der Mancave macht der Mann die Regeln. Wo wird was platziert, für welche Aktivitäten wird ausgestattet, was wird gegessen, was getrunken. Dem liegt eine Geste inne, welche eine klare Aussage transportiert. Der „Mann“ als solcher ist in seinem Habitus und in seiner Gestaltungsfreiheit und Deutungshoheit so weit aus der öffentlichen und sogar privaten, familiären Sphäre zurückgedrängt, dass er sich Refugien schaffen muss, die es ihm erlauben, seinen Bedürfnissen nachzugehen und gleichzeitig vor der Intervention, aber auch den wertenden Blicken der nicht-männlichen Bevölkerung geschützt zu sein.</p>
<p>Das Konzept der Mancaves ist in mehrerlei Hinsicht interessant. Zum einen verdeutlicht es die Empfindsamkeit vieler Männer bezüglich ihrer Gefühle von Machtverlust, welche in einem ja tatsächlichen und auch beträchtlichen Weniger an gesellschaftlicher Macht und Autorität wurzeln, aber auch gleichzeitig jene Erfolge der Emanzipation deutlich größer und bedrohlicher erscheinen lassen, als sie es tatsächlich sind. Noch immer bestimmen heterosexuelle und cisgeschlechtliche Männer zu großen Teilen die Diskurse außerhalb der identitätspolitischen Debatten und vor allem konzentriert sich in ihren Händen der wesentliche Teil politischer und wirtschaftlicher Macht. Ad hoc kann man hier ein systemisches Missverständnis unterstellen. Das Gefühl des Verlustes von Selbst-und Mitbestimmung ist als valide anzuerkennen. Es ist nur in Perspektive zu setzen, dass nicht „die Frau“ oder „Die Emanzipation“ die Gestaltungsfreiheit der meisten Männer einschränkt, sondern ein Verlust an gestaltbarer Freizeit, demokratischer Partizipation und wirtschaftlicher Aufstiegschancen, grade in den USA, wo das Konzept der Mancaves (darauf weist ja auch schon der englische Name) in der Form wie unsere Diskurse es übernommen haben, seine Wurzeln hat. Leider werden die gesellschafts- und identitätspolitischen Positionen dort wie auch bei uns von konservativer und reaktionärer Seite mit diesen ökonomischen und politischen Deliberalisierungen assoziiert, was einerseits auf die hetzerische Rhetorik rechter und libertärer Demagogen zurückzuführen ist, welche die Unsicherheiten der Unter- und Mittelschicht als Vehikel für ihre Ideologien (recht erfolgreich) zu instrumentalisieren versuchen, anderseits aber auch im mitunter stark ins neoliberale tendierenden Liberalfeminismus begründet liegt, welcher nicht vielmehr zu leisten imstande ist, als eine ohnehin<br />
bereits privilegierte Klasse (oft weißer) Frauen vor einigen Gefahren zu schützen und ihnen die letzten wirtschaftlichen Ketten zu sprengen, aber für den Rest der Bevölkerung allenfalls das Gefühl der Emanzipation erzeugt, indem es zwar Repräsentation, aber keine Befreiung schafft. Diese scheinbare Verschwörung des Feminismus mit den systemischen Entmündigungstendenzen schafft jene Gefühle der Delegitimation und Machtlosigkeit, welche offenbar stark genug sind, den Mann buchstäblich zurück in die Höhle zu treiben.</p>
<p>Der zweite interessante Aspekt betrifft nun die Ausgestaltung der Mancave, ihre Ornamentik, wenn man so will. Denn so sehr wahrscheinlich die meisten Männer, welche sich eine solche Rückzugshöhle zulegen, damit einhergehend der Überzeugung sein werden, es handele sich um so etwas wie eine natürliche und intuitive Ästhetik innerhalb derer Männer eben so sein können „wie sie sind“, muss man selbstverständlich genauer hinschauen. Zufällig ist nichts daran und kann es auch garnicht sein. Im Gegenteil, die Objekte und Ornamente, die Aktivitäten und Regeln der Mancave sind nach sehr feinen Regeln gegliedert und miteinander ins Verhältnis gesetzt, welche so tief in die Intuition ihrer Gestalter gewandert sind, dass sie das Gefühl bekommen, es läge ihnen in der Natur. Erstens muss festgehalten werden, dass die Mancave, wenn man über sie redet, grade so wie ich, wie ich grade beim Formulieren über sie nachdenke, uns als ein realer Ort vor Augen tritt, ein Zimmer, in das man gehen, sich aufhalten und das man verlassen kann. Doch dies ist schon eine Interpretation des Konzeptes und damit ein spannendes Missverständnis. Denn die Mancave ist zuallererst ein gedachter Raum, man könnte sagen, eine Utopie. In der Fantasievorstellung ordnen sich in der Mancave die Dinge, die Menschen und Tätigkeiten zu einem Orchester wohltemperierter Männlichkeit, wobei die Temperatur beliebig austariert werden kann. Der eine wünscht sich den schlichten, modernen Stil eines Businessapartments, der andere Romantik aus rauen Naturwerkstoffen, ein dritter den hemmungslosen Materialismus, das ästhetische Thema kann sich dabei auf alles fokussieren, was dem Besitzer als potenzieller Hort maskuliner Dominanz ins Bewusstsein kommt und was ihm als durch das Vorrücken vermeintlich femininer Zugriffe bedroht erscheint. Gaming, Sport, Sex, Handwerk sind Beispiele, die einem sofort in den Sinn kommen, aber das Unbehagen des Machtverlustes kann sich auf so ziemlich jedes Hobby, jeden Aspekt des öffentlichen Lebens, jeden körperlichen Genuss beziehen. Dies unterscheidet die Mancave auch von dem für einen Vergleich naheliegenden Konzept des Hobbyraumes, welcher ganz auf eine Aktivität ausgerichtet und in unterschiedlichem Maße für sie optimiert ist. Der Hobbyraum ist ein genuin praktisches Konzept, die Mancave ist hingegen ein sinnliches, welches Gefühle und Assoziationen einhegt und wie ein Zerrspiegel die reale Welt und ihre durch verschiedene Kräfte gewachsenen Verhältnisse zu einem Artefakt derealisiert. Faszinierenderweise, so wird in einem Zeit-Online Artikel von 2020 der Soziologe Tristan Bridges zitiert, scheitert die Mancave nur allzu häufig an ihrer tatsächlichen Entstehung. Oft sind einfach Kellerräume, Garagen oder Kammern als potenzielle Mancave auserkoren, bleiben aber stecken im Stadium der virtuellen Ausgestaltung, realisiert nur durch rudimentäre Andeutungen wie einer Bar aus zwei Kunststoffässern und einem Holzbrett. Tatsächlich realisierte Mancaves, wie man sie in Blogs, Videos oder Männermagazinen bewundern kann, haben dann stets etwas merkwürdig Irreales und nicht-örtliches an sich, sind oft völlig menschenleer, unangenehm aufgeräumt und sauber. Sie vermitteln wie alle Nicht-Orte das Gefühl, ein Schatten der Realität zu sein, ein gestaltetes Objekt, dem der Hauch des Lebens fehlt, wie ein blutleerer Körper oder ein Wald ohne Vogelgesang. Sie entlarven in ihrem Versuch, sie zu rekonstituieren, unfreiwillig die Leere, welche hinter der aufgeblasenen Hülle der Maskulinität klafft und verweisen auf eine der größten unbewussten Triebfedern des modernen Antifeminismus: der existenziellen Angst vor dem Nichts.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Brunnen, Feldarbeit und Olympia</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/03/von-brunnen-feldarbeit-und-olympia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2022 09:18:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[olympia]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Skispringen ist seit den ersten olympischen Winterspielen 1924 fester Bestandteil des Programms. Aber nur das der Männer. Frauen mussten fast 100 Jahre warten, bis sie 2014 das erste Mal um olympische Medaillen von der Schanze fliegen durften. Entschieden wurde dies lange Zeit ausschließlich von Männern, für die der Sport zu gefährlich, harte Arbeit auf dem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Skispringen ist seit den ersten olympischen Winterspielen 1924 fester Bestandteil des Programms. Aber nur das der Männer. Frauen mussten fast 100 Jahre warten, bis sie 2014 das erste Mal um olympische Medaillen von der Schanze fliegen durften. Entschieden wurde dies lange Zeit ausschließlich von Männern, für die der Sport zu gefährlich, harte Arbeit auf dem Feld aber akzeptabel für Frauen war. Warum <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/sexismus/">Sexismus</a> im Sport noch lange nicht überwunden ist, erklären Aya und Medine von <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/almanya/">Was geht Almanya</a> in ihrem neuen Text.</strong></p>
<p><span id="more-14687"></span></p>
<p>Wenn wir über Gleichberechtigung reden, denken viele an Gender-Pay-Gap.  Sind Veränderungen also nur in dem Bereich erforderlich?  Was den Sport anbetrifft, wurde der Sexismus längst nicht überwunden.  Schon in der Vergangenheit durften Frauen sich an den <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/olympia/">Olympischen Spielen</a> nicht beteiligen. <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/sport/">Sport</a> macht unfruchtbar, sagten sie.  Doch haben sie das auch gesagt, als die Frauen den Haushalt mit Wasser aus dem oft weit entfernten Brunnen versorgt haben? Nein, sie haben geschwiegen.  War es etwa nicht anstrengend? Doch, war es.</p>
<p>Uns wurden im Laufe der Geschichte immer wieder implausible Erklärungen geliefert. Erklärungen, die sich Männer ausgedacht haben.  Beim Skispringen durften die Frauen nicht teilnehmen.  Skispringen gefährdet die Gebärmutter, sagten sie.  Doch haben sie das gesagt, als die Frauen auf den Feldern bis zur Erschöpfung gearbeitet haben? Nein, sie haben geschwiegen. War es etwa nicht anstrengend? Doch, war es.</p>
<p>Erst 1908 durften deutsche <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/frauen/">Frauen</a> an den Olympischen Spielen teilnehmen.  Doch wurde das Problem damit gelöst? Nein, natürlich nicht.  Bei den Olympischen Spielen gibt es wieder die Trennung zwischen Athleten und Athletinnen. Und natürlich bewegt sich alles im binären System mit all den Zuschreibungen und Zuordnungen, die diese Vorstellungen mit sich bringen. Schwierig für Menschen, die sich als non-binär definieren und sich nicht einordnen lassen möchten – oder können.<br />
In den meisten Fällen genießen die <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/maenner/">Männer</a> die Vorteile solcher Trennungen.  Doch was gewinnen die männlichen Athleten dadurch? Sie sind sichtbarer, sie werden gefeiert. Und sie gelten als Maßstab sportlicher Leistungen. Denn wenn es ein starkes Geschlecht geben soll, muss es zwangsläufig auch ein schwaches Geschlecht geben.</p>
<p>Warum können Männer* und Frauen* nicht gemeinsam an Skispring-Wettbewerben teilnehmen, wenn die Leistungen gleich sind? Warum haben Männer* und Frauen* getrennte Wettbewerbe bei Freestyle-Areals, obwohl sie ähnliche / gleiche Sprünge machen? Wovor haben Männer Angst? Dass Frauen* ähnliche oder gar bessere Leistungen erbringen können? Offensichtlich ja. Denn das, was nicht sein darf, darf nicht sein. Es wird Zeit, dass der olympische Gedanke der Antike, der offensichtlich in Teilen noch in unserer Gegenwart weiterlebt, der Realität menschlicher <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/vielfalt/">Vielfalt</a> gerecht wird. Je eher, umso besser.</p>
<p>Aya und Medine</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weltfrauen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/03/weltfrauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2022 11:39:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltfrauentag]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle Tage sind Frauenkampftage, trotzdem freuen wir uns, zu diesem offiziellen Tag endlich wieder einen Beitrag von Was geht Almanya zu veröffentlichen. Einen Text, in dem junge Menschen mehr als nur einmal im Jahr Pralinen und Blumen fordern, sondern Respekt, Anerkennung und Gleichbehandlung. Weltfrauentag, 22, dieses Jahr 8. März, unser Motto „Brake the base“, ist]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong><span class="s1">Alle Tage sind Frauenkampftage, trotzdem freuen wir uns, zu diesem offiziellen Tag endlich wieder einen Beitrag von Was geht Almanya zu veröffentlichen. Einen Text, in dem junge Menschen mehr als nur einmal im Jahr Pralinen und Blumen fordern, sondern Respekt, Anerkennung und Gleichbehandlung.</span></strong></p>
<p><span id="more-14606"></span></p>
<p>Weltfrauentag, 22, dieses Jahr<br />
8. März, unser Motto „Brake the base“, ist doch klar<br />
Ich als Frau muss mich doch immer wieder beweisen<br />
Immer dieselbe Leier, hört doch auf, euch selbst zu bescheißen.</p>
<p>Und nach über 100 Jahren hat sich kaum etwas geändert.<br />
Kämpfen unser ganzes Leben, werden trotzdem gehindert.<br />
Wir sind starke Frauen, uns kann ‚Mann‘ nicht unterkriegen<br />
Bei uns wird Feminismus immer großgeschrieben.</p>
<p>Stärke und Respekt werden uns nicht geschenkt.<br />
Wir haben uns die Rechte selbst erkämpft<br />
Keine Blumen und Pralinen zum Weltfrauentag,<br />
denn Respekt und Anerkennung sind angesagt.</p>
<p>Wir kämpfen um unsere Rechte schon seit über 100 Jahren<br />
Mussten Vieles ertragen, weil wir die Frauen waren<br />
Und immer noch die Frauen sind, immer die, die fighten,<br />
immer die, die kämpfen müssen und darunter leiden.</p>
<p>Seit über 100 Jahren es ist noch nicht angekommen „Gebt ihnen ein Wahlrecht!“ das würde reichen, wurde angenommen Aber Verständnis zu zeigen das Frauen noch leiden unter diesen Strukturen<br />
darauf ist man(n) nicht gekommen.<br />
Für Chefpositionen gibt es eine Frauenquote (warum?) Weil das, was ein Mann ja schon immer gemacht hat, im Gegensatz zu ihm eine Frau nicht durfte Wollen Gleichberechtigung und keine Blumen haben, was ein dummer Scherz Patriarchale Strukturen zerschlagen, für eine Frau heißt das, jeden Tag nicht nur am 8. März</p>
<p>für „Was geht, Almanya?!“ haben den Text erarbeitet:<br />
Medine, Selena, Aya, Nadine, Ginda, Lisa, Vanessa, Nico, Jason &amp; Sarah „La Voice“</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weißer Mann, wann hast du mich endlich lieb?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/12/weisser-mann-wann-hast-du-mich-endlich-lieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lisa Brück]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Dec 2021 07:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir euch den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Lisa Brück &#8211; herzlich willkommen bei meinTestgelände! Es ist ein lyrischer Text über weiße Privilegien und Rassismen, der zum Nachdenken und Reflektieren anregt.  Übrigens: Morgen, am 10. Dezember, ist der Internationale Tag der Menschenrechte.  Weißer Mann, wann hast du mich endlich lieb? Wenn sich mein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute präsentieren wir euch den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Lisa Brück &#8211; herzlich willkommen bei meinTestgelände! Es ist ein lyrischer Text über weiße Privilegien und Rassismen, der zum Nachdenken und Reflektieren anregt. </strong></p>
<p><strong>Übrigens: Morgen, am 10. Dezember, ist der Internationale Tag der Menschenrechte. </strong></p>
<p><span id="more-14352"></span></p>
<p>Weißer Mann, wann hast du mich endlich lieb?</p>
<p>Wenn sich mein Kleid noch enger an meinen Körper schmiegt, wenn ich nur lächele obwohl mir in deiner Gegenwart nicht danach zumute ist, wenn ich immer hinter statt neben dir steh, kann es sein dass du mein nicht weiß sein für einen Augenblick vergisst?</p>
<p>Wenn ich „zugebe“ gerne in der letzten Reihe zu stehen, wenn du nicht mal mehr merkst ob ich bleib oder geh, wenn ich niemals Schrei nicht mal mehr meine Stimme gegen die Deine Erheb,</p>
<p>Wenn ich meine Rechte vergesse, und für Deine leb</p>
<p>Wenn ich Beleidigungen als Koseworte interpretier, wenn ich keine Zuneigung als deine Art der Zuneigung akzeptier</p>
<p>Sag mir Weißer Mann, wenn ich mich noch ein wenig mehr Reck</p>
<p>Wenn ich mich dir noch ein bisschen entgegenstreck</p>
<p>Wenn ich nicht mehr so laut Fluch</p>
<p>Ist das dann endlich genug?</p>
<p>Wenn ich noch ein bisschen schneller Tanz</p>
<p>Wenn ich nichts besser kann</p>
<p>Wenn ich heller werde</p>
<p>wenn ich mir nicht mehr gleiche</p>
<p>und ich ein bisschen für dich sterbe?</p>
<p>Sag mir weißer Mann,</p>
<p>magst mich du die meinen lieber als Scherben?</p>
<p>Sag, kannst du mich nicht einmal annehmen, trotz deines Zornes mich abseits meiner Wurzeln zu sehen,</p>
<p>Sag mir würde es etwas ändern, wenn es das alles gibt?</p>
<p>Weißer Mann wann hast du mich endlich lieb?</p>
<p>Denn</p>
<p>Ich wollte weiß bleiben</p>
<p>Mich weiß kleiden</p>
<p>Dazugehören</p>
<p>Heißt weiß leben</p>
<p>Weiß verinnerlichen</p>
<p>Weiß einzuverleiben</p>
<p>Unbeschrieben</p>
<p>Ohne schwere</p>
<p>Wie leicht ich</p>
<p>Wie leicht</p>
<p>Mein Leben wäre</p>
<p>Wenn ich keine Farbe hätte</p>
<p>Wenn ich weiß, genug für dich wäre</p>
<p>Wenn ich ein unbeschriebenes Blatt</p>
<p>Für dich</p>
<p>Für euch werde</p>
<p>Wenn ich in meine Einzelteile zerfalle</p>
<p>Wenn ich weiß, werde</p>
<p>Und weiß für dich bleibe</p>
<p>Wenn ich mich in mir zurückziehe</p>
<p>Mich endgültig in einen Kokon verschließ</p>
<p>Wenn ich dir helfe</p>
<p>Wenn du es leicht hast</p>
<p>Wenn ich schweige</p>
<p>Worte der Anklage runterschlucke</p>
<p>Und keine Tränen mehr vergieße</p>
<p>Wenn ich keinen Raum mehr beanspruche</p>
<p>Nur einen<span class="Apple-converted-space">  </span>Platz in der Ecke wo du mich nicht sehen musst</p>
<p>Wo du mich vergessen kannst</p>
<p>Du uns nicht Rede und Antwort stehen musst</p>
<p>Sag</p>
<p>Wenn meine Schreie verklingen</p>
<p>Wenn mein Tod keine Nachricht mehr wert ist,</p>
<p>wenn keine Proteste mehr stattfinden</p>
<p>wenn alles was mich ausmacht</p>
<p>nach und nach an Kontur verliert</p>
<p>wenn ich für dich verschwinde</p>
<p>wenn ich keinen deiner Horrorgeschichten mehr entspringe</p>
<p>wenn unsere Lieder unsere Stimmen nur noch leise nachhallen und langsam verklingen</p>
<p>wenn meine Kunst nicht mehr existiert</p>
<p>ich als Kunstwerk</p>
<p>ich als Mensch nicht mehr existier</p>
<p>sag kannst du mich dann endlich akzeptieren</p>
<p>wenn ich vor dir auf die Knie geh</p>
<p>wenn ich dir keine Steine mehr in den Weg leg</p>
<p>wenn ich nicht mehr in deiner Nachbarschaft leb</p>
<p>wenn ich mich nicht mehr unter die deinen beweg</p>
<p>wenn ich mit meinen Händen nicht mehr nach deinen greife</p>
<p>wenn meine Worte keine Wege mehr weisen,</p>
<p>wenn meine Haut endlich deiner gleicht</p>
<p>und mein Schmerz</p>
<p>mein Leid</p>
<p>dass du gesammelt hast wie Briefmarken</p>
<p>Jahrhundertelang</p>
<p>Deinen Gefühlen und Regeln weicht</p>
<p>Sag mir, wenn ich zu nichts werde</p>
<p>Sind wir dann endlich eins?</p>
<p>Sag, kannst du mich nicht einmal annehmen, nicht krampfhaft versuchen meine Wurzeln nicht zu sehen,</p>
<p>Sag mir würde es etwas ändern, wenn es das alles gibt?</p>
<p>Weißer Mann warum hast du mich nicht lieb?</p>
<p>Aber ich weiß</p>
<p>Ich stelle die falschen Fragen</p>
<p>Denn Ich muss nicht sein</p>
<p>Damit du mich akzeptieren kannst</p>
<p>Wer bist du, dass du entscheidest</p>
<p>Wie ich aussehe</p>
<p>Wie mich verhalte</p>
<p>Wie ich rausgehe</p>
<p>Ob ich mich enthalte</p>
<p>Wie ich für mich einstehe</p>
<p>Ob ich zu laut bin</p>
<p>Und alles</p>
<p>Weil ich dir nicht vertraut bin</p>
<p>Nach 400 Jahren</p>
<p>Du mir misstraust</p>
<p>Von Beginn</p>
<p>Du mauerst jeden meiner Wege</p>
<p>Und behauptest dann,</p>
<p>ich habe es mir selbst verbaut</p>
<p>und wenn ich dann durch deine Hände</p>
<p>selbst wenn ich in Zelle 5 einsam sterbe</p>
<p>wird mir nicht geglaubt</p>
<p>Denn Beweise lernen dann plötzlich laufen</p>
<p>Verschwinden</p>
<p>Wenn es um dich geht</p>
<p>Aber bei mir braucht es nicht mal die</p>
<p>Um mich hinter Gitter zu bringen</p>
<p>Ich bin doch schuldig</p>
<p>Auf den Straßen</p>
<p>In den Schulen</p>
<p>An den Kassen</p>
<p>Bevor ich überhaupt ein Schritt</p>
<p>Im Gerichtssaal bin</p>
<p>Es wird immer gefragt, ob wir Waffen besitzen</p>
<p>Aber letztes Jahr im Februar</p>
<p>Konnte sich keiner erklären</p>
<p>Wie jemand anders fast 20 Jahren</p>
<p>Nicht rechtens Waffen besaß</p>
<p>Einzelfälle sagst du</p>
<p>Das wars</p>
<p>Ich werde dir nie gleichen</p>
<p>Denn ich will nicht an Substanz verlieren</p>
<p>Ich werde nie aufhören zu sein,</p>
<p>aber ich hoffe, du wirst in Zukunft aufhören meine Kindes Kinder zu attackieren</p>
<p>Ich werde reden und Worte finden, wo es dir versagt,</p>
<p>ich werde verlernen und weitergeben, dass es nicht an uns liegt oder lag</p>
<p>Denn</p>
<p>Ich sag dir, ich will mich nicht ändern, um dir zu gefallen</p>
<p>Ich hoffe, diese Worte werden in dir nachhallen</p>
<p>Sag mir, würdest du dich ändern,</p>
<p>wenn du es wärst,</p>
<p>wenn dein weiß sein schwerer wiegt?</p>
<p>Weißer Mann</p>
<p>Ich sage</p>
<p>Irgendwann wird es mir egal sein, dass du mich nicht liebst.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2021/04/oury-jalloh/" target="_blank" rel="noopener"><strong>In diesem beeindruckenden Poetry Slam-Text</strong></a> befassen sich Abdul und Lisa mit dem Mordfall Oury Jalloh.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sprüchebilder</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/10/spruechebilder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 07:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ehre]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Redaktionsgruppe HeRoes hat griffige Sprüchebilder entworfen, die wir euch heute präsentieren dürfen. Sie haben sich dafür mit Begriffen wie &#8222;Ehre&#8220; und &#8222;Respekt&#8220; auseinandergesetzt und positionieren sich wie immer sehr klar und deutlich gegen Gewalt. Tolle Arbeit, HeRoes!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Redaktionsgruppe HeRoes hat griffige Sprüchebilder entworfen, die wir euch heute präsentieren dürfen. Sie haben sich dafür mit Begriffen wie &#8222;Ehre&#8220; und &#8222;Respekt&#8220; auseinandergesetzt und positionieren sich wie immer sehr klar und deutlich gegen Gewalt. Tolle Arbeit, HeRoes!</strong></p>
<p><span id="more-13609"></span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-13610" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/1-600x600.jpg" alt="" width="600" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/1-600x600.jpg 600w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/1-300x300.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/1-150x150.jpg 150w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/1-768x768.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/1-570x570.jpg 570w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/1.jpg 960w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /> <img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-13611" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/3-601x600.jpg" alt="" width="601" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/3-601x600.jpg 601w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/3-300x300.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/3-150x150.jpg 150w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/3-768x766.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/3-570x570.jpg 570w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/3.jpg 960w" sizes="(max-width: 601px) 100vw, 601px" /> <img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-13612" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/5-600x600.jpg" alt="" width="600" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/5-600x600.jpg 600w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/5-300x300.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/5-150x150.jpg 150w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/5-768x768.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/5-570x570.jpg 570w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/5.jpg 960w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-13613" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/6-600x600.jpg" alt="" width="600" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/6-600x600.jpg 600w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/6-300x300.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/6-150x150.jpg 150w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/6-768x768.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/6-570x570.jpg 570w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/10/6.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mädchen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/10/maedchen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Oct 2021 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute gibt es unseren ersten Post der Woche ausnahmsweise schon am Montag. Und zwar aus einem besonderen Grund! Unsere Autorin Lilith verrät ihn euch: &#8222;Wer von Ihnen kennt den Weltmädchentag? Preisfrage – wann ist dieser? Genau, heute, am 11. Oktober. Den nächsten Text habe ich geschrieben, als ich mich im Zug des internationalen Mädchentages mit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute gibt es unseren ersten Post der Woche ausnahmsweise schon am Montag. Und zwar aus einem besonderen Grund! Unsere Autorin Lilith verrät ihn euch: &#8222;Wer von Ihnen kennt den Weltmädchentag? Preisfrage – wann ist dieser? Genau, heute, am 11. Oktober. Den nächsten Text habe ich geschrieben, als ich mich im Zug des internationalen Mädchentages mit der Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern beschäftigt habe. Ich habe eine riesige Veranstaltung geplant und mich einfach viel zu sehr in dieses eigentlich so erschreckende Thema hineingesteigert – ja, und was dabei herausgekommen ist, hören Sie jetzt. Der Text heißt ganz einfach nur <em>Mädchen.</em>&#8222;</strong></p>
<p><span id="more-13458"></span></p>
<p>Ich bin unterwegs, schlendere die Straße entlang – viel zu viele Menschen um mich herum.<br />
Bin unterwegs, schlendere weiter, schaue mich um<br />
und erkenne ein Mädchen,<br />
Hollister-Top – bauchfrei natürlich, S-Oliver Hose, so kurz, dass ihre Arschbacken gerade noch herausschauen – versteht sich.<br />
Trägt Ohrringe, die länger sind als ihr Hals, sodass sie schon fast ihre Schulter berühren,<br />
Lippgloss – größer gezeichnet, als ihr tatsächlicher Mund.<br />
Eine Tasche von Mickle Corse in der einen, einen Geldbeutel von louis vuitton in der anderen Hand.<br />
Ich laufe weiter und schüttle den Kopf.<br />
Sie ist ein Mädchen, vielleicht 12 Jahre alt – noch ein Kind und auch wieder keines.</p>
<p>Sie ist ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, das es viel zu einfach hat im Leben,<br />
viel zu einfach, als dass sie noch Ziele haben könnte, nach denen es sich lohnt zu streben,<br />
ihre Eltern besitzen so viel Geld, dass das Konto droht überzulaufen,<br />
wenn sie nicht in die Stadt geht, um sich täglich etwas Neues zu kaufen.</p>
<p>Sie ist ein Mädchen,<br />
das sich für nichts als sich selbst interessiert,<br />
wie von Geburt an vorprogrammiert,<br />
ein Gossip-Girl ohne andere Interessen als Geld, Smartphone, W-Lan, Jungs, Betrug und Intrigen.<br />
Ihr Leben besteht aus stupiden<br />
Beschäftigungen, wie Shoppen, Kino, schlafen, Essen; shoppen, Kino, Schlafen, Essen<br />
– ach ja What`s App benutzen hätte ich fast vergessen,<br />
bei allem darauf achtend ihre neuen Klamotten nicht zu beschmutzen,<br />
zu schauen, dass sie nicht noch weiter verrutschen,<br />
sich möglichst überhaupt nicht anzustrengen,<br />
und den Ausschnitt, den sie von der Welt sieht, noch mehr einzuengen.</p>
<p>Sie schaut zu mir herüber,<br />
schenkt mir einen verachtenden Blick,<br />
ich tue, als bemerkte ich ihn nicht.</p>
<p>Stattdessen schüttle ich verzweifelt meinen Kopf und laufe weiter.<br />
Länger kann man den Anblick einer solchen Person einfach nicht ertragen!<br />
Länger kann man nicht zuschauen, wie sie den Jungs ihrer Clique den Arsch ins Gesicht reckt und unbemerkt ihren BH immer weiter herunterrutschen lässt.</p>
<p>Aber egal – es ist ihr Leben!<br />
Nun laufe ich weiter und beginne, an jemanden anderen zu denken.</p>
<p>Auch sie ist ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, das viel zu viel denkt,<br />
ihre Gedanken äußerst selten in die richtigen Bahnen lenkt,<br />
viel mehr lässt sie sie ihr Gehirn umkreisen.</p>
<p>Sie ist ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, das sich für wirklich alles und jeden interessiert,<br />
das keine Angst hat, dass es sich ununterbrochen geniert,<br />
nur, weil es etwas Neues versucht – zum aller ersten Mal<br />
das alles Kennenlernen möchte,<br />
alles erleben und die ganze Welt sehen will<br />
nur um es einmal gewusst zu haben,<br />
das gerne verreist,<br />
auf die Meinung anderer sehr gerne scheißt,<br />
denn es möchte sich seine eigene Meinung bilden.</p>
<p>Sie ist ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, das wirklich alles ausprobiert,<br />
es unheimlich hasst, dass alle Welt gegeneinander konkurriert,<br />
da es doch nichts als Spaß erleben will.<br />
Das einkaufen geht im Second-Hand Shop,<br />
nicht, weil ihr Geldbeutel für alles andere zu klein,<br />
sondern, weil sie es interessanter findet,<br />
und auch einmal nachdenkt, bevor die Kasse klingelt.</p>
<p>Sie ist ein Mädchen, das gerne lacht,<br />
dessen Augen zu einem kleinen Feuer entfacht<br />
werden,<br />
wenn man sie auch nur ein bisschen erwärmt,<br />
ein Mädchen, das unheimlich gerne lernt,<br />
Ein Mädchen, das sehr viel Liebe erfährt,<br />
der nichts, wirklich nichts richtig Schlimmes wiederfährt,<br />
wenn es sich an einige Regeln hält.</p>
<p>Sie ist das Mädchen,<br />
das sich für andere einsetzt,<br />
deren Hilfe mindestens genauso sehr schätzt,<br />
denn Kooperation wird bei ihr großgeschrieben.<br />
das versucht, sich wirklich für andere einzusetzen,<br />
zu verhindern, dass die Welt aufhört jeden wirklich jeden zu verletzen &#8211;<br />
interessiert, garantiert übermotiviert, ungeniert, mit Zuversicht, Glück und Mut vollgeschmiert, jedoch unverziert aufpoliert, ist, ist sie….machtlos.</p>
<p>Sie ist ein Mädchen,<br />
ein Mädchen das viel zu viel denkt.<br />
Ihre Gedanken wirklich nie in die richtigen Bahnen lenkt,<br />
und fantasiert – wirklich viel zu viel.<br />
Sie ist ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, das sich einbildete, sie könne die Welt verändern,<br />
bis sie alt genug dazu war, nicht mehr zu naiv zu sein.</p>
<p>Ich denke an ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, das nicht weiß, was mit ihrem Leben anzufangen,<br />
nichts kann ihr wirklich halt geben,<br />
aus Hunger und Not – hat es keine Zeit an etwas anderes zu denken<br />
– und kann niemandem mehr als ihre Arbeitskraft schenken<br />
– auch wenn sie es selbst viel zu wenig findet.</p>
<p>Ich denke an ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, das sich um ihre kranke Mutter kümmert,<br />
und dabei zusieht, wie sich nur alles verschlimmert,<br />
und alles verflimmert vor ihren tränenden Augen,<br />
nur, um gleich wieder aufzustehen – sie braucht doch die Zeit – darf keine Pausen machen. Hat keine Zeit dafür zu trauern, und weinend am Bett ihrer sterbenden Mutter zu sitzen,<br />
muss arbeiten, helfen, die Familie versorgen,<br />
versuchen all die vielen Sorgen<br />
– abzulenken von ihrer Welt – die zwar nicht sie hat bestellt,<br />
aber sie trotzdem lernt, mit ihnen umzugehen, um weiterhin sicher im Leben zu stehen.</p>
<p>Ich denke an ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, das nicht zur Schule gehen darf, obwohl es so gerne möchte.<br />
Keine Chance auf Bildung, statt Schulbesuch Hochzeit – wirklich kein kleinster Anspruch auf die Erfüllung irgendeines ihrer Rechte.<br />
Denke an ein Mädchen, das keinerlei Chance auf ein besseres Leben vor sich sieht,<br />
Geschwister versorgen, kochen, Landwirtschaft &#8211; ihr Vater lange ausgeflogen – und sie schiebt,<br />
alleine die Arbeiten des Tages vor sich her.</p>
<p>Ich denke an ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, in nichts als Kleidung gehüllt.<br />
Von nichts als Angst vollkommen ausgefüllt;<br />
Angst vor der Arbeit, vor Krankheit und Tod,<br />
dass sie stirbt in der größten Not –<br />
ihrer Familie, die ohne sie überhaupt niemanden mehr hat,<br />
der ihnen abends ein Feuer entfacht.</p>
<p>Ich denke an ein Mädchen,<br />
ein Mädchen am Ende ihrer Kräfte. Ein Mädchen, mit einem Krug auf dem Kopf.<br />
Ein Mädchen, das Wasserholen gehen möchte – es ist heiß, viel zu heiß,<br />
sie hat Durst, nichts als Durst.</p>
<p>Ich denke an ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, dessen Körper nicht mehr mitspielt, dessen Psyche sich verabschiedet<br />
von einem Moment auf den anderen –<br />
denke an ein Mädchen,<br />
das tot liegt im ewigen, viel zu heißen Sand – der leere Wasserkrug liegt neben ihrer linken Schulter.</p>
<p>Ich denke zurück an ein Mädchen,<br />
ein Mädchen, das dachte, sie könnte die Welt verändern,<br />
etwas bewirken, irgendetwas verbessern<br />
doch alles Illusion – verpufft im Nichts.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Lilith <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lilith/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Ansage &#8211; Wie viel Gleichberechtigung steckt in den Wahlprogrammen 2021?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/die-ansage-wie-viel-gleichberechtigung-steckt-in-den-wahlprogrammen-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2021 10:45:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[#Bundestagswahl2021]]></category>
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					<description><![CDATA[Willkommen bei unserem neuen Format „Die Ansage“. In unserem ersten Video haben wir uns die Wahlprogramme zur Bundestagswahl der sechs größten Parteien vorgenommen. Wir haben uns angeschaut, wie die Parteien mit den Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit umgehen, damit ihr es nicht tun müsst. Moderation: Abdul Kader Chahin Regie &#38; Konzept: Luisa Ederle &#38; Anton Dudda]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Willkommen bei unserem neuen Format „Die Ansage“. In unserem ersten Video haben wir uns die Wahlprogramme zur Bundestagswahl der sechs größten Parteien vorgenommen. Wir haben uns angeschaut, wie die Parteien mit den Themen Gender und Geschlechtergerechtigkeit umgehen, damit ihr es nicht tun müsst.</strong></p>
<p>Moderation: Abdul Kader Chahin<br />
Regie &amp; Konzept: Luisa Ederle &amp; Anton Dudda<br />
Kamera: Ayman Srmaney<br />
Schnitt: Nico Schander</p>
<p><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=0s">00:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Einleitung<br />
</span> <a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=27s">00:27</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Einführung Parteien </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=380s">06:20</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Teilhabe &amp; Gesetze </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=563s">09:23</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Lohnarbeit &amp; Quoten </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=765s">12:45</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gender Pay Gap &amp; Gleichstellung im Beruf </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=905s">15:05</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Teilhabe &amp; Bildung </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1020s">17:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Algorithmen </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1068s">17:48</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> LGBTQI+ </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1156s">19:16</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> TSG </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1248s">20:48</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Maßnahmen zur Unterstützung der LGBTQI+ Community </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1320s">22:00</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Familie </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1373s">22:53</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Abstammungsrecht </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1497s">24:57</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gesundheit &amp; Gender Data Gap </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1556s">25:56</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Schwangerschaftsabbrüche<br />
</span><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1704s">28:24</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Gewalt </span><br />
<a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1808s">30:08</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Flucht &amp; Geschlecht<br />
</span><a class="yt-simple-endpoint style-scope yt-formatted-string" dir="auto" spellcheck="false" href="https://www.youtube.com/watch?v=EN4TzyVIdVw&amp;t=1910s">31:50</a><span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> Fazit</span></p>
<p>Wahlprogramme: <a href="https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/" target="_blank" rel="noopener">https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/</a></p>
<p>Wahl-O-Mat: <a href="https://www.wahl-o-mat.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.wahl-o-mat.de/</a></p>
<p>Frauenquote in börsennotierten Unternehmen: <a href="https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/frauenquote-unternehmen-fuenf-jahre-100.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/frauenquote-unternehmen-fuenf-jahre-100.html</a></p>
<p>Entscheidung der SPD gegen Änderung TSG: <a href="https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/transsexuellengesetz-bundestag-ablehung-groko-gesetzentwurf-gruene-selbstbestimmungsgesetz-tsg" target="_blank" rel="noopener">https://www.zeit.de/zett/politik/2021-05/transsexuellengesetz-bundestag-ablehung-groko-gesetzentwurf-gruene-selbstbestimmungsgesetz-tsg</a></p>
<p>Fall Akkermann:<br />
<a href="https://taz.de/Entscheidung-zum-Abstammungsrecht/!5757208/" target="_blank" rel="noopener">https://taz.de/Entscheidung-zum-Abstammungsrecht/!5757208/</a><br />
<a href="https://freiheitsrechte.org/pm-akkermann-bverfg/" target="_blank" rel="noopener">https://freiheitsrechte.org/pm-akkermann-bverfg/</a></p>
<p>GFF: <a href="https://freiheitsrechte.org" target="_blank" rel="noopener">https://freiheitsrechte.org</a></p>
<p>Komplexität von Geschlecht: <a href="https://www.bpb.de/apuz/135433/geschlecht-und-geschlechterrolle-soziobiologische-aspekte?p=all" target="_blank" rel="noopener">https://www.bpb.de/apuz/135433/geschlecht-und-geschlechterrolle-soziobiologische-aspekte?p=all</a></p>
<p>Intersektionalität Kimberle Crenshaw: <a href="https://chicagounbound.uchicago.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1052&amp;context=uclf" target="_blank" rel="noopener">https://chicagounbound.uchicago.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1052&amp;context=uclf</a></p>
<p>Intersektionalität als Mehrebenenanalyse Winker/ Degele: <a href="https://tore.tuhh.de/bitstream/11420/384/1/Intersektionalitaet_Mehrebenen.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://tore.tuhh.de/bitstream/11420/384/1/Intersektionalitaet_Mehrebenen.pdf</a></p>
<p>Gewalt gegen Männer: <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/gewalt-in-partnerschaften-bleibt-auch-2019-auf-hohem-niveau-162194" target="_blank" rel="noopener">https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/gewalt-in-partnerschaften-bleibt-auch-2019-auf-hohem-niveau-162194</a></p>
<p>Wählen ab 16:<br />
<a href="https://www.dw.com/de/w%C3%A4hlen-schon-mit-16/a-54430089" target="_blank" rel="noopener">https://www.dw.com/de/w%C3%A4hlen-schon-mit-16/a-54430089</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Handicap is great!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/08/handicap-is-great/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Story Teller-Autor Peter Burhorn sagt, er will Behinderung „great again“ machen. Wie meint er das? Ein Text von ihm &#8211; und außerdem noch eine tolle Idee: die &#8222;Handy-Cap&#8220;. Leben mit Behinderung ist wie im Theater. Es ist ein tolles Theaterstück, was ihr gesunden Menschen macht. Ich sehe das so, ich sehe mich als Zuschauer auf]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Story Teller-Autor Peter Burhorn sagt, er will Behinderung „great again“ machen. Wie meint er das? Ein Text von ihm &#8211; und außerdem noch eine tolle Idee: die &#8222;Handy-Cap&#8220;.</strong></p>
<p><span id="more-13290"></span></p>
<p>Leben mit Behinderung ist wie im Theater. Es ist ein tolles Theaterstück, was ihr gesunden Menschen macht. Ich sehe das so, ich sehe mich als Zuschauer auf der Tribüne und schaue mir den Alltag an.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Für mich ist das Leben schon immer aus anderer Perspektive gewesen. Ob andere Behinderte genauso denken? Ich würde gern mal eine Umfrage dazu machen.</p>
<p>Am Leben kann sich jeder beteiligen. Trotzdem fühle ich mich in meinem Lebensalltag &#8211; das ist mir vor Jahren aufgefallen &#8211; viel mehr als Zuschauer als als Beteiligter.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich wüsste gern, ob es Anderen auch so geht, ob es Gleichgesinnte gibt, die es wie ich schwer haben beim Mitreden.</p>
<p>Irgendwie bin ich ein Zuschauer der Menschheit.</p>
<div id="attachment_13291" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13291" class="wp-image-13291 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-800x533.jpg" alt="" width="700" height="466" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-800x533.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-300x200.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-768x512.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-13291" class="wp-caption-text">&#8222;Handy-Cap&#8220;-Idee: Daniela Chmelik, Dennis Lange; Zeichnung: Matti Wustmann . Fotos: Dennis Lange</p></div>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13292 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-800x600.jpg" alt="Foto: Dennis Lange" width="700" height="525" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-800x600.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-300x225.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-768x576.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-228x171.jpg 228w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-160x120.jpg 160w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-320x240.jpg 320w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-380x285.jpg 380w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-700x525.jpg 700w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-760x570.jpg 760w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-1140x855.jpg 1140w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13293 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-800x600.jpg" alt="Foto: Dennis Lange" width="700" height="525" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-800x600.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-300x225.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-768x576.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-228x171.jpg 228w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-160x120.jpg 160w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-320x240.jpg 320w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-380x285.jpg 380w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-700x525.jpg 700w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-760x570.jpg 760w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-1140x855.jpg 1140w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p><b>Corona</b></p>
<p>Ich finde durch meine Behinderung interessant, wie andere über Krisen denken. Durch meine Behinderung bin ich bereits abgehärtet, was Krisen betrifft. Bei der Corona-Krise merke ich erst, wie sich gesunde Menschen über Krisen erschrecken. Ich weiß natürlich auch, dass wir es mit einer sehr ernsten Krise zu tun haben. Aber worauf ich hinaus will ist, dass ich das Gefühl habe, den gesungen Menschen auf der Welt ging es jahrelang zu gut. Durch das Masken-Tragen finde ich auf einmal vieles angenehmer, viel gerechter, da die ganze Welt eine Behinderung hat. Das mit den Masken ist wichtig für unsere Gesundheit. Aber seit der Corona-Krise fühle ich mich auf einmal etwas mehr gleichberechtigt.</p>
<p>Mein Fazit mit Erfahrung an Menschen mit Behinderung: Es sind die menschlichsten Menschen. Wir sind mehr wir selbst. Eines sind wir natürlich nicht: perfekt. Perfekt ist keiner von uns. Jeder Mensch ist ein Mensch. Was ist eigentlich die Bedeutung von „behindert“? Was meint denn „speziell“? Und warum wird der Mensch überhaupt in Schubladen gesteckt?</p>
<p>Ich habe einen neuen Spruch: Behinderung Lives Matter. Das will ich auf mein Transparent schreiben.</p>
<p>Ein Tag ohne Perfektion ist erstens viel menschlicher und das Menschliche wie der Charakter ist natürlich und würdig. Was ist schon Perfektion? Was ist das Streben nach Perfektion? Höher, schneller, weiter. Und am Ende kam Corona!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von den Story Tellern <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>meinTestgelände Jugendevent in Berlin 2022</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/jugendevent-berlin2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2021 12:02:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[#gelände]]></category>
		<category><![CDATA[#workshop]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
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		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13136</guid>

					<description><![CDATA[Das meinTestgelände Jugendevent in Berlin. Sei dabei! MeinTestgelände möchte dich zu einem zweitägigen Jugendevent nach Berlin einladen. Lerne neue Menschen kennen und genießt gemeinsam Jugendkultur in der Hauptstadt. Das Jugendevent ist offen für alle zwischen 18 bis 27 Jahre und deine Teilnahme ist völlig kostenlos. Auf geht&#8217;s! +++Die Workshops sind ausgebucht, Anmeldungen nur noch für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das meinTestgelände Jugendevent in Berlin. Sei dabei!<br />
</strong>MeinTestgelände möchte dich zu einem zweitägigen Jugendevent nach Berlin einladen. Lerne neue Menschen kennen und genießt gemeinsam Jugendkultur in der Hauptstadt. Das Jugendevent ist offen für alle zwischen 18 bis 27 Jahre und deine Teilnahme ist völlig kostenlos. Auf geht&#8217;s!</p>
<p><strong>+++Die Workshops sind ausgebucht, Anmeldungen nur noch für die Warteliste möglich.+++</strong></p>
<p><strong>Anmeldung unter: <a href="mail@meintestgelaende.de">mail@meintestgelaende.de</a></strong></p>
<p><span id="more-13136"></span></p>
<p><strong>Was?</strong> Workshops im Archiv der Jugendkulturen.<br />
Wir starten am 2.3 mit einem Graffiti Spaziergang für alle.</p>
<p><strong>Workshops:</strong><br />
• Von Disco zu House zu Techno &#8211; Can you feel the bass?<br />
• Comic und Manga<br />
• HipHop / Rap</p>
<p><strong>Wann?</strong> Anreise abends am 1.3 (oder morgens 2.3) // Workshops am 2.3 + 3.3<br />
<strong>Wo?</strong> Berlin, Nähe Mehringdamm im Archiv der Jugendkulturen<br />
<strong>Wer?</strong> Alle die Lust haben von 18 bis 27 Jahren und das mT Team</p>
<p>Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden natürlich von meinTestgelände für dich übernommen. Du wirst in einem Ein- oder Zweibettzimmer im Metropol Hostel untergebracht. Deine Fahrtkosten werden im Nachhinein von uns erstattet. Hebe dein abgestempeltes Zug- oder Busticket gut auf.</p>
<p>Wichtig: Beim Event ist 2G angesagt! Du brauchst einen Nachweis über deinen Impfstatus und täglich werden Tests durchgeführt – Ungeimpfte mit ärztlichem Attest entsprechen 2G, müssen am Anreisetag aber einen tagesaktuellen Test vorweisen.</p>
<p>Wenn du deine Teilnahme anmeldest, teile uns gleich mit, bei welchem der 3 Workshops du mitmachen möchtest. Ein Workshop erstreckt sich jeweils über die zwei Tage.</p>
<p><strong>Zeitplan:</strong><br />
2.3<br />
9.00 oder 10.00 Uhr: Graffiti Spaziergang, alle die schon angereist sind, gehen auf einen Streifzug durch Kreuzberg<br />
12.00 &#8211; 16.00: Workshops</p>
<p>3.3<br />
9.00 &#8211; 16.00 Uhr: Workshops</p>
<p><strong>Beschreibung der Workshops<br />
</strong>Der 2.3 startet morgens mit dem Graffiti Spaziergang, danach besuchen alle die Workshops, die sie jeweils ausgesucht haben.</p>
<p><strong>Spaziergang zum Thema Street Art/Graffiti</strong><br />
Auf unserem Streifzug durch Berlins dichtbemaltesten Bezirk Kreuzberg gehen wir ungewöhnlichen Spuren nach, die sich an Mauerwerken und Hausfassaden befinden. Dabei stoßen wir auf kunstvolle Scherenschnitte, Schablonen, handbemalte Sticker, Throw-Ups und Tags. Wir vollziehen die Entstehung des Graffiti-Writings aus New York und Philadelphia genauso nach wie die politischen Wurzeln des Schablonen-Graffitis. Am Beispiel Kreuzberger Bilder lernen wir die historischen Hintergründe unterschiedlichster Formen urbaner Kunst kennen – von illegal gekachelten Mosaikbildern bis hin zu aufwändigen 3DInstallationen. Wie liest man Graffiti und was bedeuten die vielen Namen? Kunst oder Schmiererei? Wer verbirgt sich hinter den rätselhaften Botschaften? Was ist die Motivation der Maler_innen? Und welche Techniken wurden benutzt? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es hier!</p>
<p><strong>Von Disco zu House zu Techno &#8211; Can you feel the bass?</strong><br />
1975, Berlin: Kraftwerk spielen als erste Band ein Album nur mit elektronischen Instrumenten ein. Dieses lassen sie live von vier Robotern auf der Bühne präsentieren. 1977, New York City: Larry Levan mixt als DJ in seiner legendären Diskothek Paradise Garage die Instrumentalpassagen seiner Platten ineinander und legt damit einen Grundstein für die House Music. 1980, Detroit: Juan Atkins, Kevin Saunderson und Jeff Mills verfremden afroamerikanische Rhythmen, Salsa und Diskoelemente, unterlegen ihre Musik mit dem Rhythmus eines Drumcomputers und schaffen so einen völlig neuen Sound, der unter dem Namen Techno berühmt wird. In den 1990er-Jahren entsteht eine neue musikalische und soziale Bewegung, die Millionen von Menschen weltweit begeistert. Techno, House und Clubkultur wurden aber auch immer wieder genutzt, um für ein selbstbestimmtes Leben zu demonstrieren und Rassismus, Homophobie und Geschlechterfragen zu thematisieren. Der Vortrag/Workshop erarbeitet die musikalische und soziale Geschichte dieser basslastigen Bewegung. Im praktischen Workshop-Teil werden die Grundlagen des DJings im House und Techno vermittelt.</p>
<p><strong>Comic und Manga</strong><br />
Comics und deren japanische Variante, Mangas, sind heute mehr denn je ein wichtiges Ausdrucksmittel und Bezugssystem vor allem für Jugendliche. In Japan gibt es Mangas für alle erdenklichen Zielgruppen, die hier er-scheinenden Hefte richten sich aber zumeist an Teenager und lassen sich dem Romance- oder Action/Fantasy/Science Fiction-Genre zurechnen. In oft mehrere tausend Seiten umfassenden seifenoperartigen Serien finden sich auch sensible Geschichten zu Themen wie gleichgeschlechtliche Liebe oder pubertäre Identitätsfindung. Parallel dazu haben sich sogenannte „Graphic Novels“ als ernstzunehmende Ausdrucksformen zwischen Literatur und Bildender Kunst etabliert. Die bekanntesten sind wohl der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Holocaust-Comic „Maus“ und „Persepolis“, die Autobiografie der Iranerin Marjanne Satrapi. Kurzum: Die heutige Comic-Kultur ist ein Erzählmedium ohne inhaltliche oder stilistische Grenzen, ähnlich wie die Literatur oder der Film. In einer immer stärker von Bildschirm-Medien dominierten Welt machen Kinder und Jugendliche oft ihre ersten Lesefreude-Erfahrungen mit Comics und Mangas. Als Ausdrucksform besteht die Attraktivität für Jugendliche vor allem darin, dass kein anderes erzählerisches Bildmedium die Möglichkeit bietet, eigene Ideen und Geschichten so direkt umzusetzen und zu veröffentlichen. Dementsprechend existiert eine sehr offene, international vernetzte Comic-Fanzine-Szene, in der die meisten der heute wichtigen Comic-Autor_innen angefangen haben. Im Vortrag wird die Geschichte des Mediums besprochen und die Vielfalt an Stilen und Themen präsentiert. Daraufhin werden grundlegende Techniken des Erzählens (Drei-Akt-Struktur etc.) erläutert, gefolgt von einigen Tricks und Tipps zur Umsetzung in Comicform. Diese Erkenntnisse versuchen wir dann im Workshop umzusetzen, indem wir gemeinsam spielerisch zu einem vorgegebenen aktuellen Thema Charakter und Geschichten entwickeln. Diese Geschichten werden dann gemeinsam in einem kopierten „Mini-Comic“-Heft zusammengestellt, wovon alle Teilnehmer_innen ein Exemplar erhalten.</p>
<p><strong>HipHop/Rap</strong><br />
Dieser kulturhistorische Musik-Workshop befasst sich mit den Wurzeln der HipHop-Bewegung am Beispiel Rap/Sprechgesang. Nach einer kurzen audiovisuellen Einführung in das Thema und einigen praktischen Rhythmus-, Reim- und Dynamik-Übungen bekommst Du die Gelegenheit, einen eigenen Raptext zu verfassen. Die Ergebnisse werden individuell vor der Gruppe präsentiert und diskutiert. Diese Workshop-Einheit wird mit einer spontanen, professionellen Musikaufnahme/CD-Produktion abgerundet. Du erhältst eine Kopie des aufgenommenen Songs! Inhalt dieses Workshops ist eine eigene, kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Rap sowie eine kritische Betrachtung gängiger, medialer Klischees dieses Musikgenres.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schwarm-Stereotype &#038; Vorurteile vs. Diversität im (Rand-)Sport</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/stereotype-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ann Katrin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2021 07:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[An der Fußball-EM — und diversen damit zusammenhängenden Skandalen — kommen wir gerade nicht vorbei, ob wir uns nun für diese Ballsportart begeistern können oder nicht. Fußball gehört irgendwie dazu, oder nicht? Zumindest hat man da schnell ein recht klares Bild vor Augen. Aber wie steht es um Sportarten, die nicht von so vielen Menschen ausgeübt und/oder bejubelt werden?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>An der Fußball-EM </strong><b>— </b><strong>und diversen damit zusammenhängenden Skandalen </strong><b>— </b><strong>kommen wir gerade nicht vorbei, ob wir uns nun für diese Ballsportart begeistern können oder nicht. Fußball gehört irgendwie dazu, oder nicht? Zumindest hat man da schnell ein recht klares Bild vor Augen. Aber wie steht es um Sportarten, die nicht von so vielen Menschen ausgeübt und/oder bejubelt werden? Unsere Autorin Ann Katrin hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und in diesem Rahmen mit drei Sportler*innen gesprochen. Ihren Text und die Interviews lest ihr hier.</strong></p>
<p><span id="more-13152"></span></p>
<p>Sportliche Aktivitäten sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil einer jeden Gesellschaft, auf die eine oder andere Weise. Positive Aspekte wie ein persönliches Zugehörigkeitsgefühl, psychische und physische Vorteile und die Macht zu sozialen Veränderungen lassen sich sehr schnell erkennen. Für letzteres ist das neuste Beispiel die Debatte um das Erleuchten des Münchener Fußballstadions in Regenbogenfarben als Protest gegen das LGBTIQ+ feindliche Gesetz in Ungarn. Leider zeigte sich die UEFA dem Vorhaben abgeneigt, mit einer Begründung zur angeblichen politischen Neutralität die aber finanzielle Gründe vermuten lässt.</p>
<p>Neben vielen politischen oder finanziell begründeten Diskussionen bergen Sportarten, besonders die weniger Bekannten Rand-Sportarten auch heute noch viele Stereotypen gegen die SportlerInnen und führen daher auch wieder und wieder zu Diskussionen über die persönliche sexuelle Orientierung, die Einstellung zum Sport, die Motivation der Aktiven und vieles mehr. Viele Fälle zeigen nur die Wiedergabe von allgemein bekannten Stereotypen gegenüber den SportlerInnen. Entweder weil dieses begrenzte Bild durch die persönlichen Beziehungen oder die Medien vermittelt werden. Ein weiterer Faktor für das Fortbestehen derselben Vorurteile ist die einfache Unwissenheit. Personen die sich nicht mit den verschiedenen Sportarten auskennen neigen dazu diese mit Stereotypen zu verbinden. Für die SportlerInnen kann so ein Gespräch oder direkte Rückmeldung sehr unangenehm oder (je nach persönlicher Einstellung) auch ärgerlich und sogar verletzend sein. Die Unterschiede in den nationalen Sportarten oder die Beliebtheit von Sportarten in den verschiedenen Ländern spielt nur noch eine kleine Rolle. Die weltweite Aufmerksamkeit wird in den letzten Jahren immer mehr auf Randsportarten gelenkt. Sowohl das Internet als auch die verstärkte Darstellung durch Streaming Services wie Netflix (hier wurde 2020 die Serie Cheer veröffentlicht) oder Amazon Prime (diese bieten eine Auswahl an Channels mit Wettkämpfen oder Dokuserien) bieten Unterstützung das allgemeine Verständnis aufzuklären.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich habe zu dem Thema der Vorurteile in Randsportarten drei SportlerInnen befragt:<br />
Cheerleading ist in Deutschland mit mindestens 20.000 SportlerInnen noch ein sehr kleiner Wettkampf-Sport, obwohl die allgemeine Aktivität durch das amerikanische Bild fast jeder Person bekannt ist. Aber leider resultieren aus der geringen Bekanntheit dieses Wettkampfsports auch weiterhin viele Vorurteile den SportlerInnen gegenüber.</p>
<p>Stefan (männlich) und Laura (weiblich) (Namen zur Sicherheit geändert) kommen beide aus dem Cheerleading und haben mit mir über ihre Erfahrungen gesprochen:</p>
<ol>
<li>Welche Motivation treibt dich an gerade diesen Sport zu betreiben? Welche Faszination steckt dahinter?</li>
</ol>
<p><i>S.: Die Mischung aus Bodenturnen und Akrobatik. Besonders gefesselt hat mich die Faszination des Partnerstunts. Beim Partnerstunt wird eine Person, der Flyer, von einer anderen Person, der Base gehoben. &#8230;. Das Zusammenspiel und Vertrauen, das nötig ist um schwere Elemente zu meistern, der Weg dahin, das Üben und sogar das Versagen auf dem Weg ist das, was mich an diesen Sport gefesselt hat.</i></p>
<p><i>L.: Dieser Sport ist einfach mal was anderes, man fühlt sich total frei und es bringt Spaß. Es ist eine Mischung aus Tanz, Akrobatik und Stunts was ist sehr gut finde. Man ist ein großes Team und hält zusammen. Ich kenne keine andere Sportart in der Vertrauen im Team so wichtig ist wie bei dieser Sportart. Zudem finde ich es ziemlich aufregend sich für eine Meisterschaft vorzubereiten. Man ist voller Adrenalin und Aufregung und sobald man durch ist, ist man als Team so froh und stolz, dass man es geschafft hat. </i></p>
<ol start="2">
<li>Wie oft besprichst du dein sportliches Hobby mit Freunden, Bekannten oder fremden Personen?</li>
</ol>
<p><i>S.: Da ein Großteil meines Freundeskreises ebenfalls aus Cheerleadern besteht, ist Cheerleading unter uns auch häufig ein Thema. Mit Bekannten oder Fremden kommt das Thema meist in der ersten Zeit beim Kennenlernen auf. Da ich sehr gern über den Sport spreche kommt es auch häufig vor, dass ich das Thema anspreche.</i></p>
<p><i>L.: Ich bespreche meinen Sport überwiegend nur mit denen die auch diesen Sport betreiben, denn viele sehen den Sport nicht wirklich an, weil die meisten denken, dass man ja nur mit irgendwelchen pom poms durch die Gegend läuft.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<ol start="3">
<li>Was sind die häufigsten Reaktionen von den Gesprächspartnern?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>S.: Die erste Reaktion ist meist, ob das nicht ein reiner Frauensport ist oder welche Mannschaft ich denn anfeuern würde. Häufig werde ich im ersten Moment auch stark belächelt. Viele andere haben das Bild der Sideline Cheerleader im Kopf, die ein anderes Team unterstützen und verstehen es nicht, wenn ich erkläre, dass wir für Meisterschaften und nur für uns Selber trainieren. Je jünger ich und meine Gesprächspartner sind oder waren, desto länger braucht es, bis der Gesprächspartner verstanden hat, worum es beim Meisterschaftscheerleading eigentlich geht.</i></p>
<p><i>Einer der Kommentare, der immer wieder aufkommt ist „Ist das nicht das mit den Puscheln?“ oder auch Kommentare wie „Trägst du dann auch einen Minirock?“. Oft wird auch sofort eine Mutmaßung zu meiner sexuellen Orientierung getroffen und ich werde gefragt, ob ich schwul bin.</i></p>
<p><i>L.: Die Reaktionen von den anderen sind überwiegend negativ und abweisend. „ach das ist doch das mit den Pom poms und wo jeder mit jedem rum macht“</i><br />
<i>„Ist aber schon ganz schön billig sich so zu zeigen mit einem kurzen Röckchen“</i><br />
<i>„ein wenig hin und her laufen kann doch jeder. Um Cheerleader zu sein braucht man kein Talent“</i><br />
<i>„Sind doch die, die immer am Rand stehen beim Basketball und so oder?“ </i><br />
<i>„Wie jetzt?! Jungs machen da auch mit? Wie schwul ist das denn?!“</i></p>
<ol start="4">
<li>Wurden dir im Zusammenhang mit der Sportart schon einmal sexistische Kommentare gegeben? Gab es Kommentare, welche eine typische geschlechtliche Orientierung implizieren?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>S.: Durch das Stereotypische Bild eines Cheerleaders als junges Mädchen, das beim Football leicht bekleidet am Spielfeldrand steht und das Publikum anheizt, kommt es sehr häufig zu sexistischen Kommentaren. Mir gegenüber hauptsächlich wie eben erwähnt, eine Mutmaßung, dass ich Homosexuell sei. Bei den Frauen aus dem Cheerleading habe ich häufig erlebt, dass sie als „leicht zu haben“ gelten und, dass Männer offen über ihre Phantasien mal mit einer Cheerleaderin ins Bett zu gehen sprechen.</i></p>
<p><i>L.: Ja, es wurden schon des Öfteren sexistische Kommentare abgegeben. Das gab es auch schon sehr oft</i></p>
<ol start="5">
<li>Was empfindest du beim Erhalt solcher Kommentare?</li>
</ol>
<p><i>S.: Anfangs hat es mich sehr gestört und belastet. Wenn man als Kind bereits mit Sexismus und Kommentaren zur sexuellen Orientierung konfrontiert wird, ist es schwer das einfach abzuschütteln. Inzwischen als erwachsener Mann ist es deutlich leichter über Vorurteile und Stereotypen zu lachen, den Menschen zu zeigen, was der Sport wirklich beinhaltet und aufzuklären. Häufig habe ich danach auch positive Reaktionen erhalten. Dadurch, dass der Sport, wenn man ihn auf einem hohen Niveau ausübt, sehr Visuell ist, kann man damit die nötige Athletik und Sportlichkeit anhand von Videos schnell erkennen.</i></p>
<p><i>L.: Ich fühle mich oft sehr komisch und schlecht, weil ich immer denke, dass sie recht haben könnten, weil sie diese Sportart immer so schlecht reden.</i></p>
<ol start="6">
<li>Wünschst du dir eine andere Reaktion der Gesprächspartner? Wenn ja, welche?</li>
</ol>
<p><i>S.: Manchmal würde ich mir wünschen, dass meine Gesprächspartner, wenn sie den Sport nicht selber gesehen oder ausgeübt oder zumindest mit einem Sportler darüber gesprochen haben, nicht davon ausgehen, dass die Art auf die Cheerleader in Filmen dargestellt werden, der Realität entspricht. Ich bin nicht verletzt oder sauer, wenn jemand nicht weiß, was Cheerleading eigentlich ist und ich bin immer gern dazu bereit einen Einblick zu geben und zu helfen. Aber wenn jemand mir wieder die gleichen Vorurteile erzählt, die ich seit Mittlerweile 12 Jahren immer wieder höre, dann enttäuscht mich das definitiv.</i></p>
<p><i>L.: Ich würde mir wünschen, dass diese Sportart mehr Anerkennung bekommen würde. Das mal gesagt wird “Wow ist das gefährlich, dafür muss man bestimmt richtig lange üben. Respekt!”</i></p>
<ol start="7">
<li>Weist du deine Gesprächspartner daraufhin, wenn die Kommentare dich verletzen oder dir unangebracht erscheinen?</li>
</ol>
<p><i>S.: Für gewöhnlich gehe ich immer davon aus, dass es sich bei solchen Kommentaren um Unwissenheit und nicht bösen Willen handelt und spreche es nicht an. Wenn es aber zum wiederholten Mal passiert, dass mich jemand mit dem Sport den ich ausübe anzugreifen versucht, kann es schon passieren, dass ich eine entschiedene Grenze setze und meinem Gesprächspartner sage, dass seine Kommentare unangebracht und verletzend sind.</i></p>
<p><i>L.: Ich sage immer, dass die keine Ahnung haben und nicht urteilen sollen, sondern einfach mal mitkommen und man dann ja sehen wird, ob das alles so easy ist.</i></p>
<p>Als nächstes habe ich Timon (männlich) <i>(Namen zur Sicherheit geändert)</i> zu seinen Erfahrungen aus dem Eishockey befragt. Ebenso wie Cheerleading ist Eishockey zwar bekannt, birgt aber auch viele stark festgelegte Geschlechterrollen für die SportlerInnen. In dieser Sportart hat Deutschland ca. 30.000 SportlerInnen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<ol>
<li>Was sind deine persönlichen Erfahrungen aus dem Eishockey bezüglich definierter Geschlechterrollen oder Vorurteile gegenüber den SportlerInnen?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>Erster Spruch du siehst nicht aus wie Eishockeyspieler, Spieler werden häufig als großen muskulösen Mann vorgestellt.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<p><i>Das Bodyshaming kam häufig durch das heranwachsen. Bis 6 Jahre haben die Teams häufig zusammen geduscht und danach wurden wir dann separiert in Männer und Frauen. Dann sind von den Jungs auch Kommentare gekommen. Dann kamen auch Imitationen, ´ich versteh das nicht, ich bin 8 Jahre, davor hat es auch funktioniert´. In der Pubertät kamen dann noch mehr Kommentare, teilweise zum dominieren, um zu zeigen wer das sagen hat. Z.b. wurde den Frauen gesagt, die vorher geduscht haben, sie sollen sich beeilen, die Männer wollen auch duschen. Einmal ist ein Mann in die Frauendusche gekommen, sein Kommentar war “chillt euch mal, ich guck euch nichts ab”. Also um die Scham in der Situation zu überspielen, hat er es wohl mit einem sexistischen Spruch überspielt.</i></p>
<p><i>Situationen auf dem Eis waren teilweise so, dass die Frauen im Team teilweise besser waren als die Männer und haben teilweise auch in der Nationalmannschaft gespielt. In der Nationalmannschaft gibt es andre regeln, weniger Körperkontakt und Fouls werden schneller geahndet. Es wird davon ausgegangen, dass der Körper einer Frau schwächer ist, wenn Frauen zusammen spielen sei es friedvoller. Es gab Kommentare wie zb gegen andere Leistungsmannschaften (internationaler) “das sind ja alles Mannsweiber” weil die Frauen auch ruppiger gespielt haben. Es wurde auch gesagt, damit die deutschen Frauen besser werden sollen sie mit den Männern im selben Team um da nicht in Watte gepackt werden.</i></p>
<ol start="2">
<li>Wie waren/ sind die Reaktionen mit anderen Personen außerhalb des Sports?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>Im Gespräch mit Leuten außerhalb des Sports kam es zu Verwunderung, weil Eishockey oft als Männer Sport betrachtet wurde oder haben sich darüber lustig gemacht, dass die Frauen oftmals besser spielen als die Männer. “Zeig den Frauen mal wie das Eishockey geht”, ein anderes Thema war auch in Jungs Gruppen, dass es ums frauenaufreißen geht, nach dem High-School Klischee und die Frauen himmeln einen an, was innerhalb des Teams als Trophäen Sammlung gewertet wurde, auch wenn jemand eine Freundin hatte. Das ist aber nichts so besonders nur fürs Eishockey, sondern eher in der jeglichen Jungs Gruppen.</i></p>
<p><i>Mit dem Gesprächspartner gab es keine Aufklärungsgespräche, ich zu meinem Teil war zu unbewusst darin. Bei solchen Themen war ich in meiner Jugend total irritiert und hab es über mich ergehen lassen. Ich weiß das etwas falsch daran ist. Aber ich weiß nicht was falsch ist. Als Kind respektiert man die Erwachsenen ja auch und fängt dann nicht an dagegen zu reden. Gerade für die Erwachsenen wäre es in deren Augen respektlos auch wenn man es auf argumentativen Wegen machen würde.</i></p>
<ol start="3">
<li>Wie ist der Austausch mit anderen Teammitgliedern oder Ehemaligen SpielerInnen?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>Wenn ich mit den Leuten in Kontakt komm, und man kommt gemeinsam auf das Thema, dann würde ich gerne darüber sprechen. Ich würde das Thema aber nicht aufzwingen, was sie als Kinder gemacht haben. Dann wäre es für mich anmaßend und das will ich auf keinen Fall. Ich merk es aber auch bei andren Spielern mit denen ich noch in Kontakt stehe, da ist schon eine erwachsene Haltung du das Thema wird nicht mehr so gelebt. Der Status Eishockey Spieler nicht mehr als Trophäe gesehen wurde oder als Mittel um Frauen zu beeindrucken.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<ol start="4">
<li>Wie würdest du heute mit Kommentaren bezüglich Stereotypen oder Vorurteilen umgehen?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p>4.1. Siehst du bei Eltern oder dem direkten Umfeld von Kindern eine gewisse Rolle in der Vermittlung von Vorurteilen?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><i>Würde ich es deeskalierend ansprechen, ich würde es rückfragen “Verstehst was du da sagst”, und dazu anregen, dass eine Reflektion stattfindet. Z.b. bei sexistischen Beleidigungen, würde ich im Team den Status des Menschen ansprechen “Weißt du was du da gesagt hast oder weißt du was die andere Person fühlt” um es fragend anzusprechen.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<p><i>Es gab auch Momente, dass wenn das eigene Kind einen Check bekommen hat vom Gegner die Eltern den Gegner lautstark beleidigt haben. Unser Coach ging mal soweit und hat die Eltern verwarnt, dass wenn da nächste Mal vorkommt und sie dann zuhause bleiben und nicht mehr am Rand stehen dürfen. Das habe ich damals unterstützt und hinter jedem Gegner steht auch ein Mensch. Man kann sein Kind anfeuern und sich beschweren bei Fehlentscheidungen. Aber persönliche Beleidigungen, gegen die Kinder, die Eltern gehen unter die Gürtellinie und das würde ich gegen angehen. Das konnte der Coach aber auch machen, weil er von den Eltern angesehen wurde. Es kommt auch auf das Standing an, inwiefern die Eltern dich respektieren und ihnen klar sagen, wenn etwas nicht geht.</i></p>
<ol start="5">
<li>Was für Reaktionen würdest du dir im besten Fall erwünschen, wenn es um das Thema Eishockey geht?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>Bei dem Thema Mannweib, was auch von anderen Spielern oder Eltern genutzt wurde, mehr Bewusstsein wünschen, dass dies beleidigenden Worte sind. Wenn eine Person außerhalb des Sportes sowas sagt, kann ich es nicht übel nehmen würde mir aber mehr Bewusstsein wünschen. Bei Leuten die ich privat kenne, die ein spiel gesehen haben, ist das Bewusstsein hinterher anders. Oftmals fehlt auch der Bezug zur Sportart, weil Eishockey auch eine Rand Sportart ist. Auch der Umgang im Team, manche Situationen hätten nicht sein müssen, aber dass die Betreuerinnen ungelernte Eltern sind (ohne pädagogische Vorerfahrung) kann ich es auch nicht vorhalten, wenn sie so denken wie sie es tun.</i></p>
<p>Es lässt sich leider erkennen, dass Sport ohne Vorurteile nur selten funktioniert. Häufig entstehen diese jedoch nur aus Unbekanntheit und weniger aus der Intention heraus, die SportlerInnen zu verletzen oder zu beleidigen. Denn was alle SportlerInnen immer wieder beschreiben, ist ein allgemeines Gemeinschaftsgefühl in der jeweiligen Sportart und dass Fairness gegenüber den Gegnern oder anderen Teams auch bei Wettkämpfen eingehalten werden soll.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Zusammenhalt im Team kann durch sexistische oder andersfeindliche Kommentare auch beeinträchtigt werden. Leider können diese gleichermaßen durch das Elternhaus wie auch das Team selbst vermittelt werden, wenn ein scheinbares Gesamtbild gegen eine Ansicht besteht. Gerade für Kinder oder Jugendliche ist es schwer gegen diese Meinung anzutreten, weil sie sich noch entwickeln und eine respektvolle Haltung gegenüber den Erwachsenen haben. Wenn Vorbilder es nicht richtig oder fair vorleben, folgen jüngere Personen diesem Beispiel und tragen die Ungleichheit weiter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Daher sollten sich in der heutigen, divers aufgestellten und stark verändernden Gesellschaft Teams und auch die Vereine mit deutlich mehr Mitgliedern für Gleichberechtigung aller Orientierungen einsetzen, denn solche Positionierungen können den Mitgliedern und Fans oder Verwandten der Aktiven helfen eine Meinung zu bilden oder zu ändern. Wenn sich jedoch bereits große Verbände dagegen wehren ihre Macht einzusetzen und auf internationaler Ebene mitzuhelfen Personen zu mehr Gleichberechtigung zu verhelfen, dann stellt sich die Frage worum es diesen Verbänden wirklich geht? Darüber hinaus kommt die Frage auf, ob es sich Vereine es sich heutzutage noch leisten können “politisch neutral” aufzutreten? Fördern sie dadurch die Diversität ihrer eigenen Teams wirklich?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Zum Thema Fußball und Gender haben auf meinTestgelände auch schon <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/11/baelle-haben-kein-geschlecht/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Lilith</strong></a> und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/06/rundballsport-nur-fuer-penistraeger/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Jasmin</strong></a> geschrieben.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Solidarität leicht gemacht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/solidaritaet-leicht-gemacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2021 07:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Lass sie doch selber entscheiden, was richtig und falsch ist!&#8220; So unspektakulär dieser Satz auch erst einmal daherkommen mag, wir sollten ihn uns alle häufiger ins Gedächtnis rufen. Und zu unseren Freund*innen sagen, wenn die die Entscheidungen anderer Personen verurteilen oder in Frage stellen. Im neuesten Video der HeRoes Duisburg geht es genau darum. Einfach]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Lass sie doch selber entscheiden, was richtig und falsch ist!&#8220; So unspektakulär dieser Satz auch erst einmal daherkommen mag, wir sollten ihn uns alle häufiger ins Gedächtnis rufen. Und zu unseren Freund*innen sagen, wenn die die Entscheidungen anderer Personen verurteilen oder in Frage stellen. Im neuesten Video der HeRoes Duisburg geht es genau darum. Einfach nur ein Gespräch unter Freunden? So viel mehr als das!</strong><span id="more-13117"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den HeRoes <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/heroes_neu/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Radioglowgirls &#8211; Dirty Dancing</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/radioglowgirls-dirty-dancing/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Radioglowgirls]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2021 07:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Okay, Hand auf&#8217;s Herz: Wer von euch hat noch nie &#8222;Dirty Dancing&#8220; gesehen? Und wer hat den Kultfilm schon mehrmals angeschaut? Egal, zu welcher Gruppe ihr gehört, sicherlich werden euch der Filmtitel und die großartigen Songs aus dem Soundtrack nicht vollkommen neu sein. Wir präsentieren euch heute eine Radiosendung der Radioglowgirls, in der sich Lotte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-13110" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/ana-enriquez-HTBre_uQUJU-unsplash-1-724x600.jpg" alt="" width="700" height="580" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/ana-enriquez-HTBre_uQUJU-unsplash-1-724x600.jpg 724w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/ana-enriquez-HTBre_uQUJU-unsplash-1-300x249.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/ana-enriquez-HTBre_uQUJU-unsplash-1-768x637.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/ana-enriquez-HTBre_uQUJU-unsplash-1-1536x1273.jpg 1536w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/ana-enriquez-HTBre_uQUJU-unsplash-1-2048x1697.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p><strong>Okay, Hand auf&#8217;s Herz: Wer von euch hat noch nie &#8222;Dirty Dancing&#8220; gesehen? Und wer hat den Kultfilm schon mehrmals angeschaut? Egal, zu welcher Gruppe ihr gehört, sicherlich werden euch der Filmtitel und die großartigen Songs aus dem Soundtrack nicht vollkommen neu sein. Wir präsentieren euch heute eine Radiosendung der Radioglowgirls, in der sich Lotte mit Handlung und den spannenden Hintergründen des Films auseinandersetzt. Absolut hörenswert! Viel Spaß! </strong></p>
<p><span id="more-13106"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier geht’s zur <a href="https://www.facebook.com/jungundblau" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Facebook-Seite von jung &amp; blau</strong></a> – der Sendeplattform für Kinder und Jugendliche.</li>
<li>…und hier zum <a href="https://www.instagram.com/hup_le/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Instagram-Profil</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Collective Trauma</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/collective-trauma/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13093</guid>

					<description><![CDATA[Heute zeigen wir euch ein Bewerbungsvideo für eine Modeschule. Klingt langweilig? Von wegen! Mats Linus Wallners Bewerbungsvideo für das Amsterdam Fashion Institute ist eine Mischung aus Musikvideo, Poetry Clip, Kurzfilm und Kampfansage an eine Gesellschaft, die die drängenden Probleme unserer Zeit ignoriert und damit eine komplette Generation traumatisiert. Wir sind beeindruckt und empfehlen euch dringend,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute zeigen wir euch ein Bewerbungsvideo für eine Modeschule. Klingt langweilig? Von wegen! Mats Linus Wallners Bewerbungsvideo für das Amsterdam Fashion Institute ist eine Mischung aus Musikvideo, Poetry Clip, Kurzfilm und Kampfansage an eine Gesellschaft, die die drängenden Probleme unserer Zeit ignoriert und damit eine komplette Generation traumatisiert. Wir sind beeindruckt und empfehlen euch dringend, es anzusehen!</strong></p>
<p><span id="more-13093"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wir finden, Mats Linus Wallner ist mit diesem Video ein ziemlich gutes Vorbild. Weitere Vorbilder <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/vorbilder/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Feetisch</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/mein-feetisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2021 06:55:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13083</guid>

					<description><![CDATA[&#8222;Du hast mir einen Drink gekauft, nicht dir das Recht auf Geschlechtsverkehr.&#8220; So wird das schon mal nix! Wie also könnte man landen bei Fee? Das erzählt sie uns heute in gereimter Form ganz offen, ehrlich und unverblümt. Ja, tatsächlich, sie erzählt uns von ihrem Feetisch. Ja, macht sie wirklich! Glaubt ihr nicht? Doch, wir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Du hast mir einen Drink gekauft, nicht dir das Recht auf Geschlechtsverkehr.&#8220; So wird das schon mal nix! Wie also könnte man landen bei Fee? Das erzählt sie uns heute in gereimter Form ganz offen, ehrlich und unverblümt. Ja, tatsächlich, sie erzählt uns von ihrem Feetisch. Ja, macht sie wirklich! Glaubt ihr nicht? Doch, wir schwören. In diesem Video erfahrt ihr, worauf Fee tatsächlich steht und was sie schwach werden lässt. Kleiner Tipp vorab: das gesuchte Wort beginnt mit <em>F </em>und hört mit <em>eminismus </em>auf&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-13083"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte von Fee <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/fee/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier!</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inter*Happiness</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/interhappiness/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 May 2021 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben unglaublich viel mitgenommen und gelernt von Ikas Kolumne zum Thema Inter* hier auf meinTestgelände! Heute präsentieren wir euch mit &#8222;Inter*Happiness&#8220; den vorerst letzten Text aus dieser Reihe, und Ika gibt uns und euch gleich noch einige Tipps für Self-Care fernab von falschen Glücksversprechen mit auf den Weg. Vielen Dank, Ika, für die Einblicke]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben unglaublich viel mitgenommen und gelernt von Ikas Kolumne zum Thema Inter* hier auf meinTestgelände! Heute präsentieren wir euch mit &#8222;Inter*Happiness&#8220; den vorerst letzten Text aus dieser Reihe, und Ika gibt uns und euch gleich noch einige Tipps für Self-Care fernab von falschen Glücksversprechen mit auf den Weg. Vielen Dank, Ika, für die Einblicke in dein Leben, deine ehrlichen und direkten Worte, deine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen und deinen Blick darauf, wie sie uns alle beeinflussen.</strong></p>
<p><span id="more-12945"></span></p>
<p>Wenn irgendwo im Internet schon wieder etwas zu Selbstliebe steht, bin ich ehrlich gesagt eher skeptisch.<br />
Ich glaube nicht daran, dass Mensch sich nur selber lieben muss &#8211; dann wird alles gut.</p>
<p>Weil niemand allein ist auf dieser Welt. Mein Glücklichsein ist also auch abhängig von anderen. Manchmal von Umständen, die ich gar nicht beeinflussen kann.</p>
<p>Auf der Suche nach Wohnungen und Jobs zum Beispiel sind wir eben nicht &#8211; alle gleich.</p>
<p>Zu behaupten, &#8222;Erfolg&#8220; läge hier nur in meiner Hand und Verantwortung, würde ignorieren, dass oft Machtstrukturen mit entscheiden.</p>
<p>Trotzdem glaube ich auch nicht, dass alles nur von außen bestimmt wird.</p>
<p>Immer wieder kann ich Entscheidungen treffen. Dinge tun, die mir gut tun. Sachen hinter mir zu lassen, die mich einschränken.</p>
<p>Dazu kommt dann wohl auch noch ein bisschen Zufall.</p>
<p>Trotz diesem Zufall aber wird es immer leichter sein, auch in schwierigen Umständen Glück zu finden &#8211; wenn ich lerne überhaupt nach dem Glück zu suchen. Wenn ich mir selber dieses Glück gönne.</p>
<p>Darum schreibe ich hier jetzt doch einen Inter*empowerment-Text &#8211; Tadaa.</p>
<p>Es soll diesmal also nicht um Diskriminierungen gehen, sondern um die Dinge, die mir geholfen haben, mich als Inter* zu lieben &#8211; wie ich bin.</p>
<p>Vielleicht können ja auch andere etwas damit anfangen.</p>
<p>Mein Inter* sein hat leider lange dazu geführt, kein besonders gutes Gefühl zu meinem Körper zu haben.</p>
<p>Sport hat mir manchmal geholfen &#8211; mich wieder zu spüren. Außerdem setzt zum Beispiel Krafttraining Adrenalin frei. Ein bisschen wie ein Rausch &#8211; nur ohne Kater.</p>
<p>Auch Tattoos waren eine tolle Entdeckung für mich. Hier habe ich endlich das Gefühl bekommen, selber über meinen Körper zu bestimmen. Es war toll zu fühlen, dass mein Körper veränderbar ist &#8211; und dass ich selber aussuchen kann, wo ich welche Farbe haben will.</p>
<p>Musik war für mich immer ein sehr direkter Weg, Gefühle die sonst unterdrückt werden mussten, rauszulassen.</p>
<p>Lange hatte ich das Gefühl, mit meinem Inter*sein allein zu sein.</p>
<p>Hier war es gut und wichtig, andere Inter* zu treffen. Sich auszutauschen.Von anderen zu lesen. Zu lernen.</p>
<p>Es hat mir geholfen meine eigene Perspektive ernst zu nehmen, wenn ich von anderen Inter* mitbekommen habe, dass es ihnen ähnlich geht.</p>
<p>Da war es auch gut und wichtig, mich mit den Strukturen zu beschäftigen die uns als Inter* unterdrücken. So kann ich lernen mir selber zu verzeihen. Wenn mir manches nicht so leicht fällt wie anderen. Wenn ich wieder denke, dass ich selber schuld daran bin.</p>
<p>Wenn ich gerade zu wenig auf meinem Körper klar komme, um mich auf Nähe zu anderen Menschen einzulassen, dann kann es mir gut tun, mit einer Katze oder einem Hund zu kuscheln.</p>
<p>Wenn ich mal wieder etwas verwirrt und überfordert davon bin, wie diese Welt so funktioniert. Dann hilft genau das hier. Schreiben.</p>
<p>Das ist wie Aufräumen im Kopf &#8211; manchmal anstrengend, aber nachher ist alles etwas sortierter und klarer.</p>
<p>Darum möchte ich auch nochmal ein herzliches Dankeschön an das meintestgelände-Team sagen, dass ich hier diese Kolumne schreiben konnte.</p>
<p>Allen Inter* und Trans* da draußen möchte ich schreiben: It&#8217;s okay not to be okay.</p>
<p>Mann kann nicht jeden Mist, den einem das Leben so hinwirft, zu Gold machen.</p>
<p>Aber wenn die Möglichkeiten da sind, wenn man sich mal wieder selber im Weg steht, weil man dieses Glück doch noch gar nicht kennt oder gewohnt ist, dann gilt auch: It&#8217;s okay to feel good!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wie immer hat Ika <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qdkBfX6OiqU" target="_blank" rel="noopener"><strong>noch einen Musiktipp</strong></a> für euch!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn Männer Röcke tragen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/wenn-maenner-roecke-tragen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 07:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir euch einen ganz besonderen Beitrag der Story-Teller: Dennis Seidel hat nämlich Nils Pickert von Pinkstinks zum Interview getroffen und ihm einige spannende Fragen gestellt. Zu seiner Arbeit als Autor und Journalist, seinem Verständnis von Gleichberechtigung und Gender — und warum er gerne Röcke trägt. Viel Spaß beim Lesen! (1). Wie lange und seit wann]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute präsentieren wir euch einen ganz besonderen Beitrag der Story-Teller: Dennis Seidel hat nämlich Nils Pickert von Pinkstinks zum Interview getroffen und ihm einige spannende Fragen gestellt. Zu seiner Arbeit als Autor und Journalist, seinem Verständnis von Gleichberechtigung und Gender </strong><b>— </b><strong>und warum er gerne Röcke trägt. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12932"></span></p>
<p><strong>(1). Wie lange und seit wann arbeitest du schon für Pinkstinks? Und was machst du da?</strong></p>
<p>Ich bin seit 2013 bei Pinkstinks. Hauptsächlich schreibe ich Artikel für die Webseite und gebe Vorträge, um zu erklären, was Sexismus ist und was Pinkstinks dagegen tut. Manchmal rede ich auch mit der Presse oder denke mir mit den anderen zusammen Kampagnen aus, mit denen wir mehr Vielfalt für alle hinbekommen können.</p>
<p><strong>(2). Ist es für dich normal in der Öffentlichkeit Röcke zu tragen?</strong></p>
<p>Im Sommer trage ich ganz gerne Röcke, weil es bei Hitze kaum etwas Besseres gibt. Oft finde ich aber Hosen praktischer – schon wegen der Taschen. Ansonsten merke ich natürlich, dass andere das nicht normal finden. Das ist mir aber egal.</p>
<div id="attachment_12935" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-12935" class="wp-image-12935 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-793x600.jpg" alt="" width="700" height="530" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-793x600.jpg 793w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-300x227.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-768x581.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-1536x1163.jpg 1536w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-2048x1550.jpg 2048w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-160x120.jpg 160w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-12935" class="wp-caption-text">Das ist Nils Pickert.</p></div>
<p><strong>(3). Was verstehst du unter Gleichberechtigung und was bedeutet für dich Gender?</strong></p>
<p>Gleichberechtigung bedeutet, dass alle den gleichen Zugang zur Gesellschaft haben, die gleichen Rechte bekommen und sie für sich nutzen können. Eine Treppe zum Theater, die alle benutzen dürfen, ist zum Beispiel keine Gleichberechtigung, auch wenn es sich vielleicht so anhört. Ein Theater, das auch Menschen mit Behinderung besuchen können, die keine Treppen steigen können – das wäre Gleichberechtigung. Gender bezeichnet das soziale Geschlecht, also die Geschlechterrollen, die wir einnehmen und die uns zugeschrieben werden. Es gibt keinen biologischen Grund, warum du und ich keine Röcke tragen sollten. Es werden soziale Gründe erzählt, warum Männer das angeblich nicht dürfen. Das ist Gender. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>(4). Welche Themen bearbeitest du in Prinzessinnenjungs?</strong></p>
<p>Ich schreibe darüber wie Jungen aufwachsen und was man ihnen darüber beibringt, was es bedeutet, ein Mann zu sein. Dass sie ihre Gefühle verstecken müssen und lernen, Streit und Härte wären männliche Eigenschaften. Ich schreibe darüber, dass Tanzen und Puppen genauso spannend für Jungen sein können wie Fußball und Lego. Und ich schreibe darüber, dass viele Jungen schlagen und geschlagen werden und wie wir das beenden können.</p>
<div id="attachment_12936" style="width: 490px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-12936" class="wp-image-12936 size-full" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Dennis-Seidel-II-Fotograf-Christian-Martin.jpg" alt="" width="480" height="547" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Dennis-Seidel-II-Fotograf-Christian-Martin.jpg 480w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Dennis-Seidel-II-Fotograf-Christian-Martin-263x300.jpg 263w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /><p id="caption-attachment-12936" class="wp-caption-text">Dennis Seidel beim Theaterspielen. Fotografiert von Christian Martin</p></div>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Dennis Seidel spielt gern Frauenrollen und trägt auch gerne Röcke. Außerdem spielt er Theater <a href="https://www.youtube.com/watch?v=GJlRbax1FUQ" target="_blank" rel="noopener"><strong>in der Theatergruppe MD&amp;H</strong></a> (von Barner 16). Und er sammelt Barbie-Puppen.</li>
<li>Nils Pickert ist freier <span style="font-size: 1.14285rem;">Autor und Journalist, der für <a href="https://pinkstinks.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Pinkstinks</strong></a> arbeitet (ein Verein, der sich für Gender-Vielfalt einsetzt). Er hat zwei Töchter und zwei Söhne und schreibt über Gleichberechtigung. Sein erstes Buch heißt „Prinzessinnenjungs“. Er trägt gerne Röcke und ist Vollzeit-Feminist. </span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Norm(alität)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/die-normalitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser*e Autor*in Sabylonica hat sich wieder einmal tiefgründige Gedanken gemacht und einen Text über Norm und Moral verfasst. Was soll das überhaupt sein, &#8222;normal&#8220;, und wer legt fest, was in diese Schublade einsortiert wird und was nicht? Was ist, wenn man selbst nichts mit den gesellschaftlichen Erwartungen anfangen kann und zum Beispiel keine Kinder bekommen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser*e Autor*in Sabylonica hat sich wieder einmal tiefgründige Gedanken gemacht und einen Text über Norm und Moral verfasst. Was soll das überhaupt sein, &#8222;normal&#8220;, und wer legt fest, was in diese Schublade einsortiert wird und was nicht? Was ist, wenn man selbst nichts mit den gesellschaftlichen Erwartungen anfangen kann und zum Beispiel keine Kinder bekommen möchte? Um diese philosophischen Fragen und einige mehr geht es im Text. Viel Spaß beim Lesen und Nachdenken! </strong>🤓</p>
<p><span id="more-12882"></span></p>
<p>Wenn ich über die Moral schreibe, meine ich nicht die Moral der Gesellschaft, die sich ohnehin zeitlich und örtlich begrenzen lässt und ihren Nutzen nicht dem Wohle der Allgemeinheit repräsentiert, sondern im Egoismus wiederfinden lässt, zudem ist die Moral oft der Politik gleichgestellt; meine Rede bei der Moral ist die Moralvorstellung subtiler, sogar gleichberechtigter Prinzipien. Gut, die Moral glänzt mit einer gewissen Normerwartung, aber diese Normerwartungen sind nicht dem Allgemeinwohle zu Diensten und verbirgt indessen eine leise Expansion von <b>Norm</b>alität. Wie ich das meine? Nun, die egoistischen Prinzipien färben sich auf kollektiver Weise auf andere ab und wird zu einem dominierenden Egoismus. Nur diejenigen, die nicht der Normerwartung entsprechen und dementsprechend als nicht normal deklariert werden, gehören nicht dem kollektiven Egoismus an und diese Normen wären nicht zu Gunsten der Allgemeinheit. Prinzipiell sind nahezu alle Normen egoistisch, der Unterschied liegt darin, ob sie einen schützt oder andere ausgrenzt. Über viele Normdefinitionen lässt sich gänzlich streiten, ob über Vorstellungen was die Liebe zwischen zwei Menschen angeht oder die Rede von einfachen Geschmäckern ist und ebenso gibt es eine riesige Bandbreite an Freiraum, was die Normerwartungen angeht.</p>
<p>Ein Beispiel, was die Definition besser aufklärt, wie eine Moral zeitlich und örtlich eingeschränkt ist: Wenn wir 300 Jahre zurückblicken, war beim Wert <i>Homosexualität</i> die Norm im Okzident, dass sie eine psychische Krankheit darstellen würde, im Orient vor 300 Jahren jedoch war Homosexualität völlig <b>norm</b>al und vergleichsweise heute stellt sie im heutigen Okzident keine Krankheit mehr dar, aber diesmal ist sie im Orient geprägt von angeblich psychischer Krankheit. Und auch innerhalb eines Ortes können unterschiedliche Normerwartungen auftauchen, aber meistens dominiert eine Normerwartung über alle individuellen Prinzipien und meistens grenzen solche dominierenden Normen andere aus.</p>
<p>Nach diesem Einblick der Moralvorstellung für den Egoismus, würde ich nun auf die Moralvorstellung der individuellen Prinzipien eingehen. Ich denke, dass hier auch die Vernunft als Synonym verwendet werden kann. Mir ist ebenso bewusst, dass niemals der Punkt des Utilitarismus, dem Glücke der Allgemeinheit, erreicht werden kann, weil diese Vorstellungen rein utopische sind und weil der (kollektive) Egoismus sich dagegenstellt.</p>
<p>Wir wissen, dass die Norm der Gesellschaft inferior ist und einseitige Strukturen aufweist. Wäre aber der Ansatz nicht umsetzbar mehrere Normerwartungen gleichzustellen? Ja, das ist möglich, nur spielt die Gesellschaft eine erheblich große Rolle und kann sich in der einseitigen Norm unberechtigterweise angegriffen fühlen und Widerstand leisten. Zum Beispiel kann der Wunsch Kinder zu bekommen nicht jedem gerecht sein. Nicht jeder wünscht sich ein Kind und nicht jeder möchte eines. Aber wenn wir nach dem kollektiven Egoismus der Norm gehen, erwartet die Gesellschaft, dass jeder, sofern gesundheitlich möglich, ein Kind auf die Welt setzt. Und bei diesem Wert sollte es doch um das Wohl des Kindes gehen und nicht um den Willen des Egoismus. Geschweige denn, dass auch hierbei eine Intersektionalität mitspielt, beispielsweise eine asexuelle Person oder eine Person mit Vaginismus. Aber diese Moralvorstellung, Kinder bekommen zu müssen, ist eine so fest etablierte Normalität und indessen scheint kein Freiraum in Sicht zu sein für den reinen Vernunft nachdenken zu können, ob es doch überhaupt vernünftig ist Kinder zu bekommen. Und ich meine, ob es aus der Sicht der Betroffenen vernünftig ist Kinder zu bekommen, aus der Sicht der dominierenden Normidentität wird es sicherlich vernünftig sein.</p>
<p>Schlussendlich richte diesen Appell an die Moralvorstellung jeder individuellen Prinzipien: Jeder Mensch hat seine eigenen, individuellen Prinzipien für sein eigenes Glück, die auch gut so sind und einen schützen können und da sollte niemand mit seiner egoistischen Norm eingreifen dürfen. Soll jeder nach seiner Normalität, ohne die der anderen zu verletzen oder einzuschränken, leben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Sabylonica <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sabylonica/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Texte von Dennis</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/texte-von-dennis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2021 07:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir euch gleich mehrere kurze Texte vom Story Teller-Autor Dennis Seidel, in denen er sich Gedanken über viele verschiedene Themen macht: Es geht um Träume, um seine Freundin, um Homosexualität, um Rassismus, um Diskriminierung, um Beziehungen und ums Reisen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen! Träume Jeder hat seine eigenen Träume. Man]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute präsentieren wir euch gleich mehrere kurze Texte vom Story Teller-Autor Dennis Seidel, in denen er sich Gedanken über viele verschiedene Themen macht: Es geht um Träume, um seine Freundin, um Homosexualität, um Rassismus, um Diskriminierung, um Beziehungen und ums Reisen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12839"></span></p>
<p><strong>Träume</strong><br />
Jeder hat seine eigenen Träume.<br />
Man hat sie entweder nachts, wenn man schlafen tut, dann sieht man in sich hinein und sieht Bilder, die nicht real sind, sondern in seinen eigenen Träumen.<br />
Man hat aber auch Träume, die man sich wünschen tut, sei es seine eigene Traumfrau oder aber einen Traum, den man schon lange hat. Mein Traum zum Beispiel war es immer Schauspieler zu sein, und der Traum hat sich Anfang Januar 2003 dann erfüllt, ich bin bei MDUH, einer Theatergruppe von Barner 16. Auch war mein größter Traum endlich mal mit eigenen Projekten auf der Bühne zu stehen, dieser Traum hatte sich dann 2014 erfüllen können, als ich mein allererstes Regie-Projekt Liebe in den 80er Jahren machte, wo ich fünf Schauspieler auf der Bühne hatte, danach kam dann der große Durchbruch mit meinem ersten Solo-Stück Ordinary Girl.<br />
Aber nun zurück zum Thema Träume: Wenn man träumt, dann ist man in seiner Traumwelt und nicht in der realen Welt, man träumt dann schöne Sachen, aber auch schreckliche Sachen, das sind dann sogenannte Albträume.<br />
Ich habe jetzt sogar eine Freundin, aber leider keine echte, sondern eine aus Pappe, sie heißt Verena und ist sehr hübsch für mich. Verena ist meine Traumfrau, eine Traumfrau aus Pappe.</p>
<p><strong>Lesbisch</strong><br />
Wenn sich zwei Frauen bzw. zwei Mädchen lieben tun, sind sie lesbisch, also homosexuell.<br />
Es gibt auch Männer bzw. Jungs, die sich lieben tun, die sind dann schwul.<br />
Aber mein heutiges Thema handelt vom Lesbisch-Sein bei Mädchen und Frauen, das fängt ja vielleicht schon dort an, wo sich zwei Frauen bzw. Mädchen toll finden, sie daten sich dann und verabreden sich.<br />
Das Gegenteil von lesbisch und schwul ist heterosexuell, also wenn ein Mann auf Frauen steht, bzw. eine Frau auf Männer.<br />
Wenn sich zwei Frauen bzw. Mädchen in der Öffentlichkeit küssen, dann schauen die Menschen manchmal angewidert.<br />
Meine Meinung zum Lesbisch-Sein ist: Jede Frau sollte sich selber entscheiden, ob sie nun auf Männer steht oder auf Frauen, sie soll selbst empfinden, was für Gefühle sie hat.<br />
Ich habe nichts gegen lesbische Frauen und Mädchen.<br />
Jede Frau und jedes Mädchen sollte zu ihren Gefühlen anderen Frauen und Mädchen gegenüber stehen und sie der jeweiligen Person auch zeigen.<br />
Lesbische Frauen und Mädchen sind ja auch ein Teil unser Gesellschaft und sollen nicht ausgeschlossen werden.</p>
<p><strong>Rassismus</strong><br />
Es gibt Menschen, die haben was gegen Schwarze bzw. gegen Behinderte und Ausländer.<br />
Das sind dann Rassisten.<br />
Rassisten pöbeln manchmal gegen Schwarze, Behinderte und Ausländer, manchmal sind es besoffene Menschen, die rassistisch sind. Aber auch normale Menschen können rassistisch sein. Ich habe damals, als ich noch zu Hause gewohnt habe, mal mitgekriegt wie in der S-Bahn ein Schwarzer beschimpft wurde und dann dadurch der ganze S-Bahnverkehr stillgelegt wurde. Und einmal wurde ich in der U-Bahn von HSV Fans blöd angemacht.<br />
Für mich ist Rassismus ein Thema, das alle was angeht!<br />
Jeder sollte ein Zeichen gegen Rassismus setzen, denn alle Menschen sollen Teil unser Gesellschaft sein, seien es schwarze Menschen oder Menschen mit weißer Haut oder egal mit welcher Hautfarbe, junge und alte Menschen, Menschen mit und ohne Handicap, Männer und Frauen, Jungen und Mädchen. Und dann gibt es auch Zwischenstufen, also verschiedene Menschen. Es gibt Männer und Frauen, aber es gibt auch Zwischenstufen. Es gibt Männer, die zum Beispiel mehr sogenannte Frauensachen machen und Frauen, die eher sogenannte Männersachen machen. Es gibt Männer, die zum Beispiel lieber shoppen gehen anstatt sich mit Kumpels zum Fußball zu treffen oder abends mit Kumpels in die Kneipe um die Ecke zu gehen, um dort Bierchen zu trinken. Diese Männer tragen auch mal Frauenklamotten. Ist sowas denn normal? Jeder Mensch, ob Mann oder Frau sollte so gesehen werden wie er oder sie sich gerne zeigt.<br />
Es gibt Frauen, die Fußball spielen oder handwerkliche Arbeiten machen, und auch auf der Baustelle gibt es Frauen, die Jobs annehmen und in Tischlerei-Betrieben auch. Und es gibt auch Frauen, die sich abends zum Stammtisch in der nächstgelegenen Kneipe treffen.<br />
Aber warum gibt es denn Zwischenstufen zwischen Männern und Frauen? Weil sich jeder Mensch als Mensch ähnlich ist und anders.</p>
<p><strong>Beziehung</strong><br />
Jeder hat eine Beziehung zu einem bestimmten Menschen, sei es eine Liebesbeziehung oder aber eine freundschaftliche Beziehung.<br />
Ich zum Bespiel habe eine Beziehung zu einer richtig tollen Frau namens Verena, sie ist aber leider keine reale Frau, sondern eine aus Pappe.<br />
Ich baue mir meine Frauen immer aus bestimmten Bildern und Pappe zusammen.<br />
Es gibt aber auch den Begriff Fernbeziehung; das ist wenn der Partner/die Partnerin in einem andern Land bzw. Bundesland lebt.<br />
Mit meiner Ex-Freundin Paula verstehe ich mich immer noch sehr gut. Nur die anderen stört es manchmal, wenn ich mit meiner Papier-Freundin kuschele.</p>
<p><strong>Reisen</strong><br />
Jedes Jahr im Sommer reise ich in irgendeine Jugendherberge in einer großen deutschen Stadt, wo man gut shoppen gehen kann oder wo ein großer Flughafen ist.<br />
Ich war schon sechsmal in Frankfurt, zweimal in Berlin, einmal in München und einmal in Köln. Dieses Jahr möchte ich wieder nach Frankfurt, erstens wegen der großen Einkaufsstraße Zeil und zweitens wegen dem großen Airbus A380 am Frankfurter Flughafen.<br />
Wenn ich verreise, brauche ich immer sehr viel, was ich mitnehmen muss: Das sind Klamotten, Waschzeug, Geld und Ausweise, mein Lieblingskuschelkissen, meine Kamera, Handy und Barbie Puppen bzw. Papp-Figuren.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier geht&#8217;s <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener"><strong>zum Profil der Redaktionsgruppe Story Teller</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jugendfreizeittreff Greppin: One Billion Rising</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/jugendfreizeittreff-greppin-one-billion-rising/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Apr 2021 07:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[Anlässlich von One Billion Rising 2021 im Februar hat der Kinder- und Jugendfreizeittreff Greppin in Kooperation mit dem Frauenzentrum Wolfen ein tolles, inspirierendes und corona-konformes Tanzvideo zu Sookees &#8222;One Billion Rising&#8220; produziert, das wir euch heute präsentieren dürfen. Viel Spaß beim Ansehen! One Billion Rising ist eine weltweite Kampagne für Gleichberechtigung und für ein Ende]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span class="">Anlässlich von One Billion Rising 2021 im Februar hat der Kinder- und Jugendfreizeittreff Greppin in Kooperation mit dem Frauenzentrum Wolfen ein tolles, inspirierendes und corona-konformes Tanzvideo zu Sookees &#8222;One Billion Rising&#8220; produziert, das wir euch heute präsentieren dürfen. Viel Spaß beim Ansehen!</span></strong></p>
<p><strong>One Billion Rising ist eine weltweite Kampagne für Gleichberechtigung und für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert wurde.</strong></p>
<p><span id="more-12862"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier kommt ihr zur Website des <a href="http://www.frauenzentrumwolfen.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Frauenzentrums Wolfen</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rika Dost: ATLAS TÖCHTER</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/rika-dost-atlas-toechter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2021 07:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12822</guid>

					<description><![CDATA[Heute freuen wir uns, euch einen weiteren Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie präsentieren zu dürfen 🙌 Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text ist ein feministisches Gedicht von Rika Dost. „Ich bin eine Frau und ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute freuen wir uns, euch einen weiteren Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie präsentieren zu dürfen </strong>🙌 <strong>Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text ist ein feministisches Gedicht von Rika Dost.</strong></p>
<p><span id="more-12822"></span></p>
<p>„Ich bin eine Frau<br />
und ich will viele Dinge.<br />
Die Welt, zum Beispiel.“</p>
<p>Tut mir leid.<br />
Klingt das töricht?<br />
Oder naiv?<br />
Vielleicht sollte ich sagen:<br />
„Bitte, gnädiger Herr,<br />
dürfte ich wenn möglich darum bitten?<br />
Wenn Ihr es erlaubt.“</p>
<p>So werden wir erzogen,<br />
so werden wir geboren.<br />
Auf die männliche Meinung wird geschworen<br />
und Ungerechtigkeit wird zur Regel verbogen.</p>
<p>Wir sollen uns klein machen,<br />
am besten schweigen,<br />
nicht schwierig sein<br />
und uns vor den Krümeln verneigen,<br />
die man uns hinwirft<br />
als wären wir Vieh.</p>
<p>„Ich bin eine Frau<br />
und ich bin wütend.“</p>
<p>Soll ich euch sagen,<br />
was ich will?<br />
Nein?<br />
Ich sag es euch trotzdem.<br />
Nein heißt doch ja.<br />
Das habt Ihr oft genug bewiesen.</p>
<p>Ich will<br />
Autonomie über mich selbst.<br />
Mein Körper, meine Regeln.<br />
Egal ob<br />
im kurzen Schwarzen<br />
oder im Anzug mit Hut,<br />
in Tarnfarben<br />
oder so wie Gott mich schuf.<br />
Ich bin ich<br />
und ich verdiene Respekt.</p>
<p>Ich will<br />
nachts spazieren gehen<br />
ohne mich zu fürchten,<br />
denn ich liebe die Dunkelheit<br />
und verehre die Nacht,<br />
doch verabscheue zutiefst,<br />
was Ihr aus ihr macht.</p>
<p>Ich will<br />
ernst genommen werden<br />
in jeder Lage<br />
egal<br />
wie viel ich getrunken habe<br />
oder wie viel Makeup ich trage.<br />
Egal<br />
wie ich mein Leben gestalte<br />
oder wessen Hand ich halte.<br />
Ich bin ich<br />
und ich verdiene Respekt.</p>
<p>Nochmal zum Mitschreiben:<br />
Ich bin ich<br />
und<br />
Ich. Verdiene. Respekt.</p>
<p>Ich will<br />
keine Regeln darüber lesen,<br />
wie man nicht missbraucht wird:<br />
Gehe nicht allein bei Nacht.<br />
Trage deine Haare kurz.<br />
Trinke nicht.<br />
Tanze nicht.<br />
Lebe nicht.<br />
Wisst ihr, was wir damit sagen?<br />
Vergewaltige die Andere.</p>
<p>Ich will,<br />
dass wir Männern<br />
beibringen<br />
nicht zu vergewaltigen,<br />
Grenzen zu respektieren.<br />
Ich will auch,<br />
dass wir ihnen erlauben<br />
zärtlich zu sein und grenzenlos zu lieben,<br />
denn wir erziehen sie schon zu lange<br />
zu unmenschlichen Menschen.</p>
<p>Ich will<br />
nichts weiter als ein faires Spiel,<br />
denn ihr gewinnt schon zu lange mit gezinkten Karten.<br />
„All in“, sage ich,<br />
„ich will sehen.“<br />
Kann dann vielleicht sogar verstehen,<br />
warum ich die einzige Frau<br />
in diesem Spiel hier bin.</p>
<p>Und wenn ich gewonnen habe,<br />
dann steige ich auf den Tisch,<br />
pflücke mir einen Blumenstrauß aus Krawatten<br />
und sage, was endlich gesagt werden muss:</p>
<p>„Habt ihr es noch nicht gehört?<br />
Trennung ist eine Illusion<br />
Ich bin kein ich,<br />
und du kein du,<br />
wir sind ein wir,<br />
nichts weiter als ein<br />
amorphes milliardenköpfiges Tier,<br />
das älter wird<br />
und doch niemals reift,<br />
jeden Tag stirbt, geboren wird<br />
und doch niemals begreift.</p>
<p>Ihr habt schon vor langem<br />
unsere Namen vergessen,<br />
vergessen wer wir sind,<br />
vergessen, dass es unser Blut ist,<br />
das unter euren Füßen zu dem roten Teppich gerinnt.</p>
<p>Lasst mich euch erinnern.</p>
<p>Nennt uns Atlas Töchter,<br />
denn auf unseren Schultern rumort der Himmel<br />
und unter unseren Füßen<br />
bebt die Erde.<br />
In unserem Inneren geschieht das Sein,<br />
das Leben<br />
und das Werden.</p>
<p>Ich bin eine Frau<br />
und ich will viele Dinge.<br />
Für den Anfang<br />
genügt mir die Welt.“</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte aus dem Wettbewerb findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>bei LizzyNet</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Helden aus dem Röhrenfernsehen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/helden-aus-dem-roehrenfernsehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Abdul]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2021 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Erinnert ihr euch noch an den guten, alten Röhrenfernseher? Unser Autor Abdul denkt in diesem Slam-Text zurück ans Fernseh-Programm und damit auch an die Held*innen seiner Kindheit. Ob Tom &#38; Jerry, Disney&#8217;s Große Pause, Sailor Moon oder die Powerpuff Girls — für Abdul längst nicht einfach bloß Cartoons! &#8222;Diese Cartoons waren unsere Lehrer, denn sie zeigten uns,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erinnert ihr euch noch an den guten, alten Röhrenfernseher? Unser Autor Abdul denkt in diesem Slam-Text zurück ans Fernseh-Programm und damit auch an die Held*innen seiner Kindheit. Ob Tom &amp; Jerry, Disney&#8217;s Große Pause, Sailor Moon oder die Powerpuff Girls — für Abdul längst nicht einfach bloß Cartoons! &#8222;Diese Cartoons waren unsere Lehrer, denn sie zeigten uns, keine Angst zu haben vor Fehlern.&#8220; Seid ihr bereit für eine kleine Zeitreise? Dann los, schaut euch Abduls Text in voller Länge an!</strong></p>
<p><span id="more-12818"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Poetry Slam-Texte findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/poetry-slam/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gemeinsam Verschieden!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/gemeinsam-verschieden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausstellungen finden — wie so vieles — momentan ja ausschließlich online statt. Aber immerhin haben auf diese Weise ganz schön viele Menschen die Möglichkeit, sie zu besuchen! Unser Autor Tom hat sich die Vernissage zur Ausstellung &#8222;Gemeinsam verschieden&#8220; der FH Bielefeld angeschaut und berichtet hier darüber. Er findet: Lohnt sich total! Also nichts wie los, schaut euch ein bisschen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ausstellungen finden — wie so vieles — momentan ja ausschließlich online statt. Aber immerhin haben auf diese Weise ganz schön viele Menschen die Möglichkeit, sie zu besuchen! Unser Autor Tom hat sich die Vernissage zur Ausstellung &#8222;Gemeinsam verschieden&#8220; der FH Bielefeld angeschaut und berichtet hier darüber. Er findet: Lohnt sich total! Also nichts wie los, schaut euch ein bisschen Kunst an! Oder werdet vielleicht gleich selbst kreativ? Mehr Infos dazu findet ihr am Ende des Texts </strong>🤗</p>
<p><span id="more-12810"></span></p>
<p>Studierende der FH Bielefeld zeigen, was Diversität für sie persönlich bedeutet. Gemeinsam verschieden“ ist eine Plattform für Projekte, die sich mit allen Facetten und Perspektiven von „Diversität“ auseinandersetzen will.</p>
<p>Divers, bunt, aber einheitlich traten am 22. Februar 2021 die Koordinator:innen und Studierenden des Projektes „Gemeinsam Verschieden“ der FH Bielefeld bei der Online-Vernissage via Zoom auf. Hinter ihren Gesichtern leuchtete das nie gedruckte Poster für die ursprünglich geplante physische und interaktive Ausstellung der zehn Projekte. So sahen die Teilnehmenden der digitalen Veranstaltung schnell, wer mit involviert ist und wer zusieht. Knapp 100 Menschen schalteten sich zu.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nachdem sie in den Begrüßungsworten vom Diversity Beauftragten des Fachbereichs Gestaltung Dr. Philip Rupp und Lore Funk vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. erste Einblicke der Entstehungsgeschichte von „gemeinsam verschieden“ erfahren konnten, wurde die Website präsentiert und somit der Ausstellungsraum dieser Vernissage eröffnet. Die Ausstellung bündelt diese Arbeiten und bietet ihnen eine Plattform“, so Dr. Philipp Rupp. „Sie soll zur Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten von Diversity anregen. Die Studierenden sollen dazu ermutigt werden, Fragen zu stellen und ihren ganz eigenen Zugang zu Diversity-Themen zu erforschen.“ Herausfordernd war dabei nicht nur die Übersetzung der Ausstellung im digitalen Raum, sondern auch mit den unterschiedlichsten Meinungen der Initiator:innen einen zielorientierten Entstehungsprozess basisdemokratisch voranzubringen, sagt Lore Funk. „Begeistert hat mich aber auch der Entstehungsprozess und die Kombination aus persönlichen Reflexionen und wissenschaftlich soziologischen Untersuchungen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mit dem selbst ernannten Ziel, die Vielfalt der Hochschule Bielefeld sichtbar zu machen, wird die Plattform ins Leben gerufen. Dabei wurde den Künstler:innen, in diesem Fall den Studierenden der Abschlussjahrgänge des Fachbereichs Gestaltung, nicht das Thema „Diversity“ strikt vorgegeben, sondern die Inspiration und Umsetzung der Abschlussarbeiten war den Studierenden selbst überlassen. Letztendlich waren 10 der Projekte sehr nah an der Auseinandersetzung mit Diversität dran und wurden auf unterschiedlichste Art und Weise ausgedrückt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Besonders sticht dabei die Auseinandersetzung mit Körperformen von Isabel Pallas, sowie die Arbeit an sich selbst und gesellschaftlichen Geschlechtszuschreibungen von Marvin Glißmann heraus, die beide auch im Videocall der Onlineveranstaltung zugeschaltet waren. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit an der FH Bielefeld beschäftigt er sich mit der Rolle von „Countess Marrin“, die im knallpinken Kostüm, silbern glänzendem Haar und markantem Make-UP mit matt-roten Lippen bei ZOOM auftritt und auf einem Video der Plattform „gemeinsam verschieden“ chic C&#8217;est La Vie performt. Inspiriert von der Serie „Rupaul&#8217;s Drag Race“, spürt der Absolvent der FH Bielefeld in der weiblichen Rolle von Marrin schon früh, wie chic und elegant das Leben sein kann. „In Bielefeld trat ich so nicht in die Öffentlichkeit, das wäre aufgefallen.“ Heute lebt Marvin Glißmann in Berlin und will dort &#8211; nach dem Studium und seiner Ausbildung zum Haar- und Make-Up-Artist &#8211; Drag als professionelle Tätigkeit ausüben. Für ihn bedeutet Diversität freie Selbstbestimmung seines Auftretens und die Einordnung seines Geschlechts und seinen sexuellen Vorlieben, abseits einer heteronormativen Gesellschaft, auch wenn er anfangs Angst vor negativen Reaktionen und den gesellschaftlichen Stigmata „Drag Queen“ und „schwul“ hatte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Mode sieht schön und besonders aus, egal an welchem Körper sie ausgestellt wird.“</p>
<p>Isabel Pallas nimmt Bilder von der Haute Couture bekannter Laufsteg-Labels wie Off-White und Prada und setzt sie mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms an diversere Körperfomen (Plus-Size-Models). Im Rahmen eines Seminarprojektes ihrer Masterarbeit untersucht sie die Rolle der Gesellschaft und der Bekleidungsindustrie im Bezug auf Body Shaming als Form der Diskriminierung. Dabei konzentriert sich Isabel Pallas auf Körperformen abseits der Normen, die von der Modeindustrie gesetzt werden. Sie entwickelt während ihres Studiums Kleidung für mehr gewichtige Körper, nachdem sie selbst bei einem Casting von Models gemerkt hat, dass Menschen abseits der gesellschaftlichen Körperformen und Größen nicht in die Kleidungsstücke passen, die sie entworfen hat. „Warum differenziert die Industrie und Gesellschaft heute noch das Spektrum der Kleidergrößen? Im Sinne der Gleichberechtigung ist das diskriminierend.“ Sie sieht Body Shaming aber nicht nur als Problem in der Modewelt, auch beispielsweise bei der Größe der Stuhllehne oder der Länge des Gurtes bei Flugzeugen und plädiert dafür, dass die Normgrößen eines Körpers auch von Kosument:innen grundlegend infrage gestellt werden sollten. Von Body Shaming betroffenen jungen Menschen rät Isabel Pallas die Bodypositivity-Bewegung in den sozialen Medien, die von Schwarzen, mehr-gewichtigen Aktivist:innen ins Leben gerufen wurde. „Ich wäre froh gewesen, wenn ich damals auf die Bodypositivity-Blase zurückgreifen hätte können. Die, die Menschen aufgrund ihrer Körperform beschimpfen, haben vielleicht das Problem, nicht die Beschimpften. Das ist ein Kommunikationsthema.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>*Body Shaming bedeutet, jemanden aufgrund seiner körperlichen Erscheinung zu beleidigen oder zu diskriminieren. Das kann jeden Körper treffen, aber vor allem weibliche Körper werden bewertend und herablassend kommentiert. Es ist ein Irrglaube, dass Body Shaming nur dicke Körper betrifft (Fat Shaming) (Skinny Shaming), alte oder behinderte Körper werden Opfer von Body Shaming.<span class="Apple-converted-space"> </span>Quelle: Marshmellow-Mädchen.de<span class="Apple-converted-space"> </span></em></p>
<p>Neben den Aspekten der Projekte von Marvin Glißmann und Isabel Pallas stellt die Plattform „gemeinsam verschieden“ Vielfalt auf unterschiedliche Arten dar. Ziel ist es, eine diverse Gesellschaft kulturell vielfältig, sexuell vielfältig und innerhalb eines Genderspektrums, ebenso barrierefrei und inklusiv abzubilden. Die einzelnen Arbeiten überschreiten dabei Grenzen von Geschlechtern und Geschlechtszuschreibungen, wie in „Moments“ von Johanna Baschke, einer künstlerischen Reflexion ihrer eigenen Geschlechtsidentität als CIS-Frau “ oder kulturelle Grenzen, wie die Portraitreihe von Paul Koncewicz „I am not your ideologie“ über politische und gesellschaftliche Anfeindungen queerer Menschen und LGBTQIA*-freie Zonen in Polen. Grenzen von Barrieren im öffentlichen Leben, die mit ausfahrbaren „Beep Rampen“, von Betül Ügüden, Sarah Rehrmann und Chantal Schäffer von Rollstuhlfahrer:innen überschritten werden und Grenzen im Kopf, die in einem gesamtgesellschaftlichen und generationsübergreifenden Prozess überwunden werden können.</p>
<p>Da Diversität aber noch vielfältiger und von noch vielfältigeren Künstler:innen aus noch unterschiedlicheren Lebensrealitäten und Perspektiven ausgedrückt werden kann, soll diese Ausstellung nur der Beginn der Plattform „gemeinsam verschieden“ sein. „Wir sind Feuer und Flamme für weitere Projekte, sagt Lore Funk „Was fehlt, ist eine stärkere Auseinandersetzung mit Inklusion.“ Was aber auch fehlt sind Perspektiven von Menschen mit Rassismus-, Antiziganismus-, Islam- und Fremdenfeindlichkeit- und Antisemitismuserfahrung, von Ausgrenzung durch Langzeitarbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit. Sogenannte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (hier <a href="https://www.bpb.de/mediathek/230610/gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit" target="_blank" rel="noopener"><strong>in einfacher Sprache erklärt</strong></a>).</p>
<p><strong>Die Initiator:innen von „gemeinsam verschieden“ rufen daher auf, eigene Projektideen bis zum 30.04.21 unter <a href="mailto:diversity@fh-bielefeld.de">diversity@fh-bielefeld.de</a> einzureichen. Alle bisherigen Arbeiten sind seit dem 22.02.2021 und für unbegrenzte Zeit unter <a href="http://www.gemeinsamverschieden.de/">www.gemeinsamverschieden.de</a> einsehbar.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Patriarchat &#8211; weder Glück noch Männlichkeit</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/02/das-patriarchat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Memo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2021 07:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Patriarchat birgt doch nur Vorteile für Männer, oder? Tja, falsch gedacht &#8211; denn auch Männer leiden unter vorgegebenen Rollenbildern, Erwartungen und einer patriarchalen Vorstellung von Männlichkeit. Genau mit diesem Thema hat sich unser Autor Memo in folgendem Poetry Slam-Text auseinandergesetzt: Wir werden geboren und gelesen, und das nicht unseres Charakters wegen und unseres Wesens,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 1">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><strong>Das Patriarchat birgt doch nur Vorteile für Männer, oder? Tja, falsch gedacht &#8211; denn auch Männer leiden unter vorgegebenen Rollenbildern, Erwartungen und einer patriarchalen Vorstellung von Männlichkeit. Genau mit diesem Thema hat sich unser Autor Memo in folgendem Poetry Slam-Text auseinandergesetzt:</strong></p>
<p><span id="more-12773"></span></p>
<p>Wir werden geboren und gelesen,<br />
und das nicht unseres Charakters wegen und unseres Wesens,<br />
für einige bedeutet es, privilegiert zu sein,<br />
für andere bedeutet es: Vorsicht! Es ist wichtig! Dass da zwischen deinem linken und rechten Bein&#8230;<br />
jungfräulich muss es bei den Frauen sein,<br />
also wahre stets den Schein,<br />
privilegiert sind die mit dem vermeintlichen Glied,<br />
können oft sagen, ,,Ich bin mein eigen Glückes Schmied&#8220;<br />
leider sind es nicht die Frauen*, die selbstbestimmt leben dürfen,<br />
es ist auch egal wo&#8230;. sie werden immer begleitet von unseren Vorwürfen,<br />
Als Mann haben wir es doch so gut,<br />
Stärke, Ansehen und Sex liegen uns doch im Blut</p>
<p>oder&#8230;. gibt es eine Möglichkeit selbst zu entscheiden?</p>
</div>
</div>
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>ABER was ist, wenn ich nicht ins Bild passe?<br />
Wenn ich mich nicht manipulieren lasse?<br />
Wenn ich merke, dass dieses Konzept mir und meiner Identität schadet und ich es eigentlich hasse?<br />
Wenn wir den Anforderungen als Mann nicht gerecht werden wollen?<br />
Wenn wir merken, unsere Persönlichkeit ist im Patriarchat verschollen?<br />
Die Antwort ist klar, durch unser Mitwirken bringen wir das System erst recht ins Rollen!</p>
</div>
</div>
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><span style="font-size: 1.14285rem;">In dieser Art von Männlichkeit darfst du keine Gefühle zeigen,<br />
musst bei Schmerz und Trauer stetig schweigen,<br />
wirst nur bei Siegen im ständigen Konkurrenzkampf anerkannt,<br />
bei Ängsten und Schwäche wirst du ohne Skrupel überrannt,<br />
deine Männlichkeit ist vorgegeben und stark begrenzt,<br />
magst du die Farbe Pink oder lackierst dir die Fingernägel, meiden dich viele die du kennst,<br />
Es ist vorgesehen vom Patriarchat, dass du das Gewand der Männlichkeit dein eigen nennst,</span></p>
<p>Gewalt und Verachtung sind dabei deine ständigen Begleiter,<br />
Erbamungslos geht es in diesem Konstrukt immer weiter,<br />
höher und schneller klettern wir auf dieser Leiter,<br />
gepeinigt von Frust und Schmerz sind wir unsere eigenen dunklen Reiter,</p>
<p>Aber&#8230; wie wichtig ist diese Zuschreibung wirklich?</p>
<p>Überlege genauer, der Weg des Patriarchats führt zum Verlust deiner Menschlichkeit,<br />
denn im Inneren macht sich dann ein Gefühl der Ungleichheit breit,<br />
geblendet von den falschen Vorteilen, die wir als Männer pflegen,<br />
merken nicht dass wir umgeben sind vom nie endenden Regen,<br />
Wir brechen letztendlich uns und vor allem die Frauen*, das ist die Realität<br />
Geprägt von der zugesprochenen und abgesprochenen Männlichkeit, die Finsternis in uns säht,</p>
</div>
</div>
</div>
<div class="page" title="Page 3">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>wir können selbst entscheiden,<br />
ob wir dieses Schicksal wollen meiden,<br />
Männlichkeit, der Begriff liegt in unserer Hand,<br />
durchbrechen können wir diese von Schmerz begleitete Wand,<br />
Gleichberechtigung wird uns Stärke verleihen,<br />
Sie wird uns von der Kette der Gewalt entzweien,<br />
Es ist wichtig, dass wir unsere Wege gehen und das selbstbestimmt,<br />
nur so ernten wir Zufriedenheit und verhindern, dass dieses Unrecht wieder gewinnt.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Noch mehr Beiträge <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/maennlichkeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>zum Thema Männlichkeit findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist Männlichkeit für mich?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/01/was-ist-maennlichkeit-fuer-mich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2021 07:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[onlinegelände20]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12711</guid>

					<description><![CDATA[Im Rahmen des #onlinegelände20 im letzten Sommer haben sich einige Jungs und junge Männer von Was geht Almanya überlegt, was Männlichkeit und Gleichstellung für sie bedeuten. Dabei sind diese Fotos entstanden, die du hier ⬆️ in der Galerie anschauen kannst. Mehr dazu: Mehr von Was geht Almanya findet ihr hier.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class=""><strong><strong><span class="">Im Rahmen des #onlinegelände20 im letzten Sommer haben sich einige Jungs und junge Männer von <em>Was geht Almanya</em> überlegt, was Männlichkeit und Gleichstellung für sie bedeuten. Dabei sind diese Fotos entstanden, die du hier </span></strong></strong><span style="font-size: 1.14285rem;">⬆️ </span><strong style="font-size: 1.14285rem;"><span class="">in der Galerie anschauen kannst.</span></strong></div>
<div></div>
<p><span id="more-12711"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von <em>Was geht Almanya</em> findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/almanya/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>#closethegap</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/closethegap/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Noah S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12635</guid>

					<description><![CDATA[Heute begrüßen wir mal wieder einen neuen Autor auf meinTestgelände: Herzlich Willkommen, Noah! Noah ist Architekturstudent und macht sich in seinem ersten Text Gedanken darüber, was das Thema Geschlecht mit seinem Berufsfeld zu tun hat. Was denkt ihr so, wie ist der Männer-und Frauenanteil im Architekturstudium? Und wie in den Büros und in der Branche?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 1">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><strong>Heute begrüßen wir mal wieder einen neuen Autor auf meinTestgelände: Herzlich Willkommen, Noah! Noah ist Architekturstudent und macht sich in seinem ersten Text Gedanken darüber, was das Thema Geschlecht mit seinem Berufsfeld zu tun hat. Was denkt ihr so, wie ist der Männer-und Frauenanteil im Architekturstudium? Und wie in den Büros und in der Branche?</strong></p>
<p><span id="more-12635"></span></p>
<p>Ich studiere Architektur. Bevor ich mein Studium begonnen habe habe ich mir bereits Gedanken gemacht wie wohl der Frauen- bzw. Männeranteil im Studium sein wird und ich muss zugeben, dass ich tatsächlich überrascht war, als ich gemerkt habe, dass es sehr ausgeglichen ist. Das bestätigt auch das Internet, 52,6% Frauen und 47,4% Männer studieren aktuell Architektur. Warum es mich überrascht hat und was ich anderes erwartet habe, kann ich heute gar nicht mehr wirklich sagen.</p>
<p>Denkt man an die klassischen Klischees könnte man meinen, dass es ein kreatives Studium ist, was bei Frauen beliebt sein könnte, genauso könnte aber auch argumentieren werden, dass das Bauhauptgewerbe bestimmt von Männern geprägt ist.<br />
Der erste Teil der Klischees wird direkt bekräftigt dadurch, dass beim Studiengang Innenarchitektur, der als noch kreativer und künstlerischer gilt der Frauenanteil im Studiengang bei 87% liegt.</p>
<p>Ich habe nun weiter recherchiert und aktuelle Zahlen gesucht und gefunden, dass der Anteil der Architekten in Deutschland bei 66,6% liegt und Architektinnen sind gerade mal 33,4%. Auch die Innenarchitektinnen sind gegenüber den Innenarchitekten nur noch etwa 60%. Was für ein Unterschied zu den Studierendenanteilen. Geht man noch weiter und guckt nach berühmten Büros und ArchitektInnen findet man fast nur noch Männernamen. Jedoch sind solche Phänomene ja auch bei anderen Berufsrichtungen regelmäßig zu beobachten: rund zwei Drittel der Medizinstudierenden sind Frauen, jedoch nur 47% der Ärzte und Ärztinnen.</p>
<p>Ich habe mich gefragt: Was hat Geschlecht mit meinem Studium und meinem späteren Beruf zu tun? Warum studieren nicht auch mehr Männer Innenarchitektur? Warum sind berühmte ArchitektInnen meistens Männer obwohl mehr Frauen den Studiengang belegen?</p>
<p>Mir persönlich macht auch die Innenarchitektur viel Spaß, schon bei Sims war neben dem Hausbau das Beste die Innenräume zu gestalten, Möbel zu platzieren, etc. Aber bin ich deshalb weniger männlich? Ist die Frage welche Farben und Materialien zueinander passen und miteinander harmonieren eine Frage die angeblich nur Frauen beantworten können? Oder werden viele junge Männer schon davon abgeschreckt, dass sie im Vorhinein die Zahlen sehen und sich gar nicht trauen als Mann dieses Fach zu studieren? Auch im direkten Vergleich zum Architekturstudiengang ist der Unterschied so groß und ich verstehe nicht warum das sein kann.</p>
<p>Mit der letzten Frage habe ich mich länger beschäftigt. Einerseits ist das Problem, dass der Anteil der Studentinnen deutlich größer ist als der Arbeiterinnen in dem Bereich, ein Problem, dass auch bei anderen Berufen auftritt. Wenn dann auch Kinder dazu kommen kommt oft kommt die Kinderzeit dazwischen, die zwar immer mehr auch von Männern wahrgenommen wird, jedoch oft noch von der Mutter, was vielen Arbeitnehmerinnen einen großen Nachteil bringt. Dazu kommt auch, dass die erste Frau mit Ingenieursdiplom im Bereich Architektur erst vor etwas mehr als 100 Jahren ihren Abschluss machen konnte.</p>
<p>Wenn ich mir bei meinen KommilitonInnen die Ergebnisse anschaue und vergleiche, kann ich von fehlendem Talent der Frauen absolut nicht reden, regelmäßig hole ich mir in sämtlichen Bereichen Tipps von Kommilitoninnen. Auch die Zahlen der Hochschule belegen, dass letztendlich nicht weniger Frauen als Männer ihren Abschluss machen.</p>
<p>Also ist es noch immer ein großes Problem, dass viele talentierte Frauen, mit guten Abschlüssen, letztendlich nicht die gleichen Chancen haben, wie viele Männer mit gleichen Vorraussetzungen.</p>
<p>Eine weitere Frage, die ich mir die ganze Zeit stelle ist, warum bei allen Statistiken und Angaben immer nur zwei Geschlechter genannt werden. Obwohl es in anderen Bereichen bereits m, w, und d gibt, finde ich hier immer nur die Aufteilung in Frauen und Männer.<br />
Wahrscheinlich sind hier jedoch verlässliche Angaben zu mehr Geschlechtern nicht einfach anzugeben. Bei den meisten Statistiken lässt sich leicht in Mann und Frau unterscheiden, weil es so im Pass steht, außerdem ist ein Problem, dass viele Personen sich gar nicht anders in der Öffentlichkeit äußern und somit keine weiteren Geschlechter angegeben können. Trotzdem finde ich es schade, da es in der aktuellen Zeit, meiner Meinung nach, durchaus angebracht wäre nicht einfach nur in Mann / Frau zu unterscheiden, sondern weiter zu denken.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Architekt*in ist mit Garantie ein total spannender Job. <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Weitere tolle Berufe werden euch hier</strong></a> vorgestellt.</li>
</ul>
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		<title>Mach mit bei meinTestgelände!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/11/mach-mit-bei-meintestgelaende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2020 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
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					<description><![CDATA[Was denkst du über Geschlechterrollen? Wie kämpfst du gegen Diskriminierung? Was bedeutet Feminismus für dich? Was sind deine Träume, deine Ziele, was beschäftigt dich? Warum wir all das fragen? Nun ja, ganz einfach: Wir brauchen dich! Dich und deine ganz eigene Perspektive, deine Geschichte, deine Gedanken, deine Meinung, deine Ideen. Mach mit bei meinTestgelände 🥳 wir freuen uns]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was denkst du über Geschlechterrollen? Wie kämpfst du gegen Diskriminierung? Was bedeutet Feminismus für dich? Was sind deine Träume, deine Ziele, was beschäftigt dich? Warum wir all das fragen? Nun ja, ganz einfach: Wir brauchen dich! Dich und deine ganz eigene Perspektive, deine Geschichte, deine Gedanken, deine Meinung, deine Ideen. Mach mit bei meinTestgelände 🥳 wir freuen uns auf dich!</strong></p>
<p><span id="more-12565"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/mitmachen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> kannst du uns gleich schreiben!</li>
</ul>
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		<title>New Realities: Jamilah</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/11/jamilah/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hollies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
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		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind riesige Fans der Serie NEW REALITIES von Lenovo, die zehn junge, inspirierende Frauen aus zehn verschiedenen Ländern portraitiert. Und mit dabei ist Jamilah von den Hollies! Schaut euch unbedingt diesen Film an und lernt Jamilah kennen 😍 Sie ist nicht nur selbst als Rapperin aktiv und will so die von Sexismus durchzogene Musikbranche verändern, sondern]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind riesige Fans der Serie <em>NEW REALITIES</em> von Lenovo, die zehn junge, inspirierende Frauen aus zehn verschiedenen Ländern portraitiert. Und mit dabei ist Jamilah von den Hollies! Schaut euch unbedingt diesen Film an und lernt Jamilah kennen </strong>😍 <strong>Sie ist nicht nur selbst als Rapperin aktiv und will so die von Sexismus durchzogene Musikbranche verändern, sondern leitet auch andere junge Frauen und Mädchen an, ihre Stimmen mithilfe von digitalen Medien hörbar zu machen. &#8222;I want to make the invisible voices heard in Germany&#8220;, sagt sie.</strong></p>
<p><span id="more-12541"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.lenovo.com/us/en/newrealities/stories/germany/?fbclid=IwAR2kkErl0KQKT8CM39XHByFIlyir78YERP0m2xgquSUb_YWNGjs-BmcXaOg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> findet ihr mehr Infos zu Jamilah.</li>
<li>Und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wYgll7x_aBw" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier klickt ihr euch zum Trailer</strong></a> für das New Realities-Projekt.</li>
</ul>
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		<title>It&#8217;s a Boy!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/its-a-boy/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2020 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Leiterin der Story Teller ist Tante geworden. Ihr Bruder hat einen kleinen Jungen bekommen. Dabei hätte die Tante eigentlich gern eine Nichte, um aus ihr eine kleine Feministin zu machen. Aber Tanten fragt ja niemand. Im Übrigen schämt sie sich für das ungerechte Gefühl dem biologischen Geschlecht gegenüber. Vielleicht entspringt dies der Erinnerung, die Geburt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Leiterin der Story Teller ist Tante geworden. Ihr Bruder hat einen kleinen Jungen bekommen. Dabei hätte die Tante eigentlich gern eine Nichte, um aus ihr eine kleine Feministin zu machen. Aber Tanten fragt ja niemand. Im Übrigen schämt sie sich für das ungerechte Gefühl dem biologischen Geschlecht gegenüber. Vielleicht entspringt dies der Erinnerung, die Geburt ihres jüngeren Bruders sei mehr abgefeiert worden: „Er hat einen Büdel!&#8220; (plattdeutsch für Hodensack) Ein Stammhalter hat Mehrwert. Die drei Jahre ältere Schwester fühlte sich zurückgesetzt. Das ist ein paar Jahrzehnte her. Aber nach wie vor gibt es Kulturen oder Milieus, in denen Mädchen weniger zählen. </strong></p>
<p><strong>Der Neffe wird übrigens kein Halter des väterlichen Stammes. Er erhält den Nachnamen seiner Mutter. Mutter und Vater pflanzen außerdem zusammen einen Baum. Aus einem kleinen Jungen kann man einen guten Feministen machen. Es geht sowieso um Menschlichkeit. Was kann man Neugeborenen mit ins Leben geben, damit Gleichwertigkeit zwischen den Geschlechtern sei? Die Story Teller haben in diesem Sinne ein paar Geburtstagsgrüße getextet.</strong></p>
<p><span id="more-12508"></span></p>
<p><strong><i>Neues Leben I Sei du!</i></strong><br />
von Tamy Keitel</p>
<p>Herzlich willkommen, neues Leben!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn du ein Junge bist, sei eine Rose mit Dornen. Niemand muss perfekt sein, auch du nicht. Sei eine duftende Blüte mit der Fähigkeit, dich und das was du liebst zu verteidigen. Sei ein Gentleman und dankbar für das, was du hast. Sei Schutz und Beschützter. Und sei stark genug, zu deinen Schwächen zu stehen.</p>
<p>Wenn du ein Mädchen bist, lass dir nicht einreden schwach zu sein. Lehne dich auf gegen Ungerechtigkeiten. Wenn dir jemand an den Kragen will, wehre dich. Und wenn dir jemand das Herz bricht, halt es fest zusammen und du stellst fest, es schlägt noch. Achte auf dich und lass dich nicht vom Weg abdrängen, verliere deine Ziele nicht aus den Augen. Deine Waffe ist dein Verstand, gebrauche ihn.</p>
<p>Wenn du kein Geschlecht hast, schäm dich nicht, zeig wer du bist und was du hast. Du hast Herz, Geist und Seele, und das macht dich zu einem wertvollen Menschen. Du hast eine Stimme, also sei laut und es wird Menschen geben, die zuhören. Steh für deine Rechte ein und fordere das Leben, mit dem du dich identifizierst. Und vergiss nicht, du bist ein Mensch wie alle Anderen auch.</p>
<p>Wenn du im falschen Körper bist, lass dich nicht unterkriegen. Lebe aus, was du wirklich bist. Der Körper ist nur eine Hülle, die über das Herz und das Gefühl nichts aussagt. Du bist nicht alleine und dir kann geholfen werden, das zu sein, was du willst.</p>
<p>Was auch immer aus dir wird, kleiner Mensch, sei und tu was du willst, solange es dir damit gut geht und niemand anderem schlecht. Herzlich willkommen, neues Leben.</p>
<p><strong><i>Hallo kleiner Erdenmensch!</i></strong><br />
von Carsten Schnathorst</p>
<p>Nun hast du es geschafft! Du bist in dieser verrückten Welt angekommen. Happy Birthday! Dein Geburtstag möge für dich und deine Familie immer ein Glückstag sein. Ich wünsche dir für dein Leben viel Liebe, Schutz, Glück und Freude. Du mögest immer Herzensmenschen in deinem Leben haben, die dir zur Seite stehen. Wenn du fällst, soll eine schützende Hand unter dir sein und dir Halt geben. Auch wenn du diese Worte jetzt noch nicht verstehen kannst, deine Seele hat alles gespeichert.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir kennen uns zwar nicht, aber ich bin auch Onkel und wünsche dir dies alles voller Liebe. Sei, wer du sein willst. Spiel mit was immer du auch willst. Wenn du dich beim Karneval als Mädchen, Prinzessin, Diva verkleiden magst, tu&#8217;s! Nur du entscheidest über dein Leben. Wenn dir jemand sagt &#8222;Du bist ein Junge! Da spielt man nicht mit Puppen!&#8220;, musst du nicht darauf hören. Du bist der Chef, die Chefin deines Lebens!</p>
<p><strong><i>Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume!</i> </strong></p>
<p>Und höre immer auf dein Herz und auf deine innere Stimme. Nur du selbst weißt, was gut für dich ist.<br />
Liebe Grüße, Melanie Lux</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den Story Tellern <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
<li>Und unsere Autorin Marie schreibt viel über <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/marie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ihren Alltag als junge Mutter</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Ich will alles — ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/ich-will-alles/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2020 07:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Fee nimmt auf der Bühne kein Blatt vor den Mund und das ist gut, richtig und wichtig. Sie spricht und schreibt über Themen, die unangenehm sind und von denen manche Leute allen Ernstes genervt sind: Schon wieder ein Sexismus-Text, ist das nötig? Fee zeigt: Ja, es ist sogar bitter nötig. Und sie möchte die Gründe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fee nimmt auf der Bühne kein Blatt vor den Mund und das ist gut, richtig und wichtig. Sie spricht und schreibt über Themen, die unangenehm sind und von denen manche Leute allen Ernstes genervt sind: Schon wieder ein Sexismus-Text, ist das nötig? Fee zeigt: Ja, es ist sogar bitter nötig. Und sie möchte die Gründe dafür — zahlreiche unangenehme und übergriffige Erfahrungen —nicht länger verdrängen. Wir freuen uns, dass wir heute ihren Text aus 2018 veröffentlichen dürfen.</strong></p>
<p><strong><span class="Apple-converted-space">*Triggerwarnung: In diesem Text wird explizit Übergriffigkeit/sexualisierte Gewalt beschrieben.*</span></strong><strong><span class="Apple-converted-space"> </span></strong><span id="more-12504"></span></p>
<p><i>Als unter #metoo viele Frauen* aus der ganzen Welt über ihre Erfahrungen mit Sexismus schrieben, wusste ich selbst nicht, wo ich anfangen sollte. Ich wusste nicht, wie ich mich an alles erinnern sollte und was „heftig“ genug war, es aufzuschreiben. Ich fühlte mich vor allem von der Masse der Erfahrungen erdrückt, hatte Angst, die tägliche Konfrontation damit nicht deutlich machen zu können, nicht zeigen zu können, wie weit das alles in mein Leben hineinreicht, wie früh ich damit bereits in Berührung kam.<br />
Gleichzeitig las ich viele Erfahrungsberichte, die mir Tränen in die Augen trieben und ein seltsames Gefühl bereiteten. Zu viel von dem, was ich las, hatte ich genau so schon erlebt, zu viel kam mir aus Erzählungen meiner Freundinnen* bekannt vor.<br />
Für die Initiative „17 Ziele“ ist es mir nun gelungen, einen weitgehend poetischen Text darüber zu schreiben, wo mir in meinem Leben Sexismus begegnet ist. Wenn ich diesen -wahrscheinlich persönlichsten- Text vorlese, werde ich oft gefragt, ob ich das wirklich alles erlebt hätte. Ganz oft von Frauen*. Ich denke dann: „Natürlich. Und das ist doch längst nicht alles! Wie kannst du das fragen? Dir geht es doch bestimmt genau so!“ Aber aus Erfahrung sage ich mittlerweile: „Ja, das ist mir alles widerfahren. Ich habe für manches gebraucht, um mich an Verdrängtes zu erinnern und wahrscheinlich bin ich dadurch, dass ich viel unterwegs bin, häufiger betroffen. Wenn du nachdenkst, findest du bestimmt auch Situationen, an die du dich nicht mehr erinnern wolltest.“<br />
Und tatsächlich: Ganz oft dauert es ein paar Minuten, bis die selben Frauen* wieder zu mir kommen und mir erzählen, was ihnen gerade wieder eingefallen ist. Das sind oft keine Kleinigkeiten. Aber wir haben sie verdrängt. Ich möchte das nicht mehr, ich möchte das zur Sprache bringen! Und ich möchte noch immer alles.</i></p>
<p>Mit 17 sagte ich still:<br />
Ich will, will alles!<br />
Oder nichts.<br />
Für mich soll´s gleiche Rechte regnen<br />
mir sollten sämtliche…Männer mit Respekt-…begegnen.<br />
Die Welt sollte sich umgestalten<br />
und ihre Schwänze für sich behalten.</p>
<p>Mit 17 vergaß ich auf einer Party die Zeit und kam nicht mehr nach Hause,<br />
Ein 27jähriger Politikstudent, mit dem ich mich gut unterhalten hatte, bot mir seine Gästecouch an.<br />
Auf der Busfahrt zu ihm erzählte er, dass man mit 27 natürlich schon darüber nachdenken würde, eine Familie zu gründen, zu heiraten, Kinder zu haben.<br />
10 Minuten später hatte er mir den BH ausgezogen.<br />
Ich sagte Nein.<br />
Er fragte Warum.<br />
Ich zitterte.<br />
Er sagte: Bitte!<br />
Ich drückte ihn weg.<br />
Er atmete schwer.<br />
Ich zog meine Hand weg<br />
er zog sie in seine Hose.<br />
Mit 17 floh ich mitten in der Nacht halbnackt aus einer fremden Wohnung, in der ein 10 Jahre älterer Mann mein Nein nicht akzeptieren wollte. Hätte er mich festgehalten, dachte ich, wäre ich selbst schuld gewesen.</p>
<p>Mit 4 übernachtete ich bei einem Nachbarsjungen, der schon zur Schule ging. Ich wachte auf, weil er mich festhielt und ankündigte, wir würden jetzt „ficken“. Ich wusste nicht, was das bedeutete und wollte seine Mutter nicht wecken. Er zeigte mir seinen Penis und versuchte, ihn mir in den Po zu stecken.<br />
Ich fühlte, dass ich mich irgendwie noch mehr hätte wehren sollen, außerdem war nichts passiert, deswegen erzählte ich es nie jemandem.</p>
<p>Mit 6 hatte ich nur weibliche Lehrerinnen und trug kurze Haare. Die Jungs ärgerten mich, weil ich kein richtiges Mädchen sei und eine Jungenfrisur hätte.</p>
<p>Mit 12 wuchsen mir langsam Brüste.<br />
Mit 12 ging ich an einem sonnigen Tag um die Mittagszeit an einer großen Straße entlang und fragte einen Mann im Anzug und Aktentasche nach dem Weg.<br />
Erst zeigte er mir den Weg, dann begann er, mich zu bedrängen.<br />
Er fragte, ob ich mit ihm schlafen würde,<br />
ich sagte Nein.<br />
Er fasste mir an den Hintern und sagte, mein Kleid sei so schön,<br />
ich schwieg aus Angst.<br />
Er sagte, ich würde seiner Exfrau so ähnlich sehen,<br />
ich sagte, ich sei 12.<br />
Er sagte, er hätte Kondome dabei.<br />
Ich weinte,<br />
er zog mich in eine Einfahrt,<br />
ich lief weg.<br />
Mit 12 rannte ich so schnell ich konnte auf die Türen einer S-Bahn zu und fuhr weinend und zitternd nach Hause, ohne dass jemand fragte, was los sei.<br />
Mit 12 beschloss ich, dieses Kleid nie wieder anzuziehen und dass ich Jeans hätte tragen sollen und erzählte es keinem.</p>
<p>Mit 15 dachte ich, Feministin sei ein Schimpfwort.<br />
Mit 15 sah ich das erste mal Germany´s Next Topmodel, weil alle darüber sprachen. Ich hatte damals Idealgewicht und war im Sommer darauf trotzdem wochenlang damit beschäftigt zu hungern. Ich aß nur noch Äpfel und Weintrauben, weil andere noch dünner waren, die im Fernsehen weniger wogen und ích beliebter bei den Jungs und überhaupt schöner sein wollte.<br />
Mit 15 fiel ich bei einer Generalprobe um, weil ich seit Tagen nichts gegessen hatte.</p>
<p>Mit 16 verfolgte mich ein ehemaliger Politiker unserer Stadt auf dem Schulweg, verwickelte mich in Gespräche, kam mir viel zu nah und legte mir gutväterlich seine Hand auf den Arm oder auf´s Bein.<br />
Als ich eine andere Route wählte und er mich sah, nahm er auch diese Route. Einmal war ich in der Zeitung und er rief mir zu, er hätte den Artikel ausgeschnitten und bei sich aufgehängt.<br />
Ich hatte Angst, aber wollte nicht unhöflich sein.<br />
Mit 16 gab sich jemand als Fahrkartenkontrolleur aus, um meine Adresse herauszufinden,<br />
mit 16 strich jemand im Bus mit seinem Bein an meinem hoch,<br />
mit 16 bekam ich auf Lokalisten.de mein erstes Dickpick.</p>
<p>Mit 17 warfen mir Mitschüler vor, ich sei nur so gut in der Schule, weil ich mit den Lehrern schlafen würde.<br />
Mit 17 hielt mir ein fremder Mann ein Video vor´s Gesicht, auf dem er Sex hatte.<br />
Mit 17 führte unser Englischlehrer Datensicherheit im Internet als Thema ein, indem er uns das skandalöse Dickpic des US-Abgeordneten Anthony Weiner zeigte und die Mädchen der Reihe nach fragte, was sie glaubten, auf diesem Bild zu sehen.<br />
Mit 17 trug ich wieder kurze Haare und manche Jungs nannten mich Kampflesbe.</p>
<p>Mit 18 trug ich ein Gedicht auf einem Poetry Slam vor, in dem es um Abtreibung ging, und erhielt plötzlich Mails, die mir Vergewaltigungen androhten.<br />
Mit 18 las ich unter meinen Youtubevideos, ich sei eine dumme Hure und gehöre „weg-gecockt“.<br />
Mit 19 schrieb ich einen lustigen Text, ein Kollege riet, ich solle doch bei Mädchenlyrik bleiben. Später sagte er mir, für ´ne Frau sei ich ganz witzig. Das habe ich seither zu oft gehört.<br />
Mit 20 behauptete ein Professor, Frauen hätten in der Wissenschaft nichts verloren.<br />
Mit 21 lief ich durch einen ICE voller Betrunkener und wurde ungefähr zwanzigmal angefasst.<br />
Mit 22 sang ich einem Professor für Gesang vor, der mir offenbar ein zweideutiges Angebot machte. Er schaute mir unverhohlen auf die Brüste und sagte, ich hätte ja die Figur einer Sängerin, dann schlug er vor, wir könnten uns etwas kennen lernen, als ich nichts sagte, meinte er enttäuscht „dann singen wir eben“.<br />
Mit 23 berührte mich ein Mann in der Bahn und holte dann seinen Penis vor mir aus der Hose, während alle anderen einfach wegsahen.</p>
<p>Ich bin jetzt 24.<br />
Wenn sich in der Bahn ein Mann* zu mir setzt, verkrampfe ich. Ich gehe im Kopf Strategien durch, wie ich mich wehren könnte.<br />
Wenn ich am Tag an einer Gruppe junger Männer* vorbei muss, balle ich meine Hände zu Fäusten und schaue stur geradeaus.<br />
Wenn ich nachts auf eine Bahn warte und einen Mann* sehe, versuche ich krampfhaft, ihn nicht anzusehen und grimmig zu schauen.<br />
Dann ärgere ich mich über mich selbst.<br />
Viel zu oft behalte ich aber doch Recht.<br />
Ich spüre die Blicke auf meinen Brüsten, auf meinem Hintern.<br />
Ich höre, wie jemand pfeift oder mir etwas ins Ohr haucht.<br />
Ich werde gefragt, ob ich Single sei. Brüllend, geifernd, aufdringlich.<br />
Man ruft mir hinterher, drängt mich mit dem Auto in Ecken,<br />
viel zu oft bin ich mehr Objekt als Mensch.</p>
<p>Ich habe nie hungern müssen, musste nie vor Krieg fliehen, habe als Kind nicht gearbeitet, wurde nicht verheiratet. Ich hatte Zugang zu Bildung und sauberem Trinkwasser, ich bin krankenversichert, ich konnte studieren und Nachhilfe nehmen, Die Luft, die ich geatmet habe, war immer sauber genug. Ich wurde nie aufgrund meiner Hautfarbe diskriminiert und nie aufgrund meiner Herkunft ausgeschlossen und wenn die Welt morgen untergeht, dann zumindest nicht zuerst in Deutschland.</p>
<p>Neulich sagte ein Professor, alle großen Errungenschaften der Kultur kämen von Männern.<br />
Neulich fragte ein Zuschauer, warum es so wenig Frauen auf Bühnen gäbe.<br />
Neulich warf mir jemand vor, ich würde zu viele Sexismus-Texte schreiben.<br />
Neulich sagte ein Jugendlicher, Frauen in Deutschland seien schon längst gleichberechtigt.</p>
<p>Aber mit 17 sagte ich still: Ich will.<br />
Will alles oder nichts.<br />
Und, dass ich das erlebt habe,<br />
und, dass die meisten Frauen hier jederzeit eine ähnliche Liste schreiben könnten,<br />
und dass wir 2018 haben und in einem der am weitesten entwickelten und reichsten Länder der Welt leben und dass das mich trotzdem betrifft,<br />
das ist schon mal ganz sicher nicht alles.<br />
Deswegen: Weiter kämpfen. Weiter träumen. Bis es rote Rosen regnet. Für alle!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Fee <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/fee/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lieb doch wen du willst</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/lieb-doch-wen-du-willst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2020 06:57:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Okay, krass: Wenn das mal nicht eines der coolsten, empowerndsten Rap-Videos ist?! &#8222;Lieb doch wen du willst&#8220; der Fair&#8230;rappt! Allstars ist zwar auch eine Kampfansage gegen Homo- und Queerfeindlichkeit, gegen Ausgrenzung und Normen, gegen Sexismus — in erster Linie geht es aber darum, sich selbst und die Vielfalt zu feiern, stolz auf sich zu sein, zu sein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Okay, krass: Wenn das mal nicht eines der coolsten, empowerndsten Rap-Videos ist?! &#8222;Lieb doch wen du willst&#8220; der Fair&#8230;rappt! Allstars ist zwar auch eine Kampfansage gegen Homo- und Queerfeindlichkeit, gegen Ausgrenzung und Normen, gegen Sexismus —<span class="Apple-converted-space"> </span>in erster Linie geht es aber darum, sich selbst und die Vielfalt zu feiern, stolz auf sich zu sein, zu sein wer man sein möchte —<span class="Apple-converted-space"> und eben zu lieben, wen man lieben will </span>🏳️‍🌈❤️</strong></p>
<p><strong>Das Video entstand übrigens im Rahmen des Projektes &#8222;Queer macht Musik&#8220; von Fair&#8230;rappt!, gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.</strong></p>
<p><span id="more-12485"></span></p>
<p><span class="Apple-converted-space"> <strong>Mehr dazu:</strong></span></p>
<ul>
<li>Mehr Rap <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/rap/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findest du hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frauen in Israel </title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/frauen-in-israel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2020 07:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12458</guid>

					<description><![CDATA[Auch in Israel herrscht noch lange keine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit, auch wenn etwa die Unabhängigkeitserklärung dies behauptet. Unsere Autorin Lilith hat sich mal wieder in eine tiefgründige Recherche gestürzt und erläutert in diesem Text etwas detaillierter, wie es um die Rechte der Frauen in Israel steht. Viel Spaß beim Lesen! Geschlechtergerechtigkeit in Israel  Zu viert stehen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Auch in Israel herrscht noch lange keine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit, auch wenn etwa die Unabhängigkeitserklärung dies behauptet. Unsere Autorin Lilith hat sich mal wieder in eine tiefgründige Recherche gestürzt und erläutert in diesem Text etwas detaillierter, wie es um die Rechte der Frauen in Israel steht. Viel Spaß beim Lesen!</b></p>
<p><span id="more-12458"></span></p>
<p><strong>Geschlechtergerechtigkeit in Israel </strong></p>
<p>Zu viert stehen sie nebeneinander. Alle in grünen Uniformen lässig an ein Auto gelehnt. Im Hintergrund stapfen zwei ihrer Kolleginnen in schwarzen Stiefeln durch den Sand, eine dunkle Waffe ruht in ihren Armen. Dieses und ähnliche Bilder dominieren die ersten 100 Ergebnisse, die bei der Suchanfrage der Stichwortkombination „Israel“ und „Frau“ von Google ausgespuckt werden. Schließlich dürfen in Israel die Frauen nicht nur zum Militär, sondern: sie müssen. Trotz des einen Jahrs weniger, das sie im Gegensatz zu ihren männlichen Landsgenossen für den Dienst an der Waffe verpflichtet werden, ist die militärische Forderung der Frau eine nicht sehr häufig in der Welt zu findende Regelung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nach den Soldatinnen folgen Bilder von Ajelet Schaked. Die unter anderem als Justizministerin aktive und äußerst erfolgreiche Politikerin scheint das Vorzeigemodell der israelischen Emanzipation zu sein. Sie selbst äußerte einst ihre Feststellung, dass „eine Frau alles tun“ könne: „reisen, Mutter sein, eine Partei anführen, sogar als Bürgermeisterin, Firmenchefin oder Staatenlenkerin dienen“. Auch mit Golda Meir, die Jahre lang die wichtigen Ämter der Außenministerin und später Ministerpräsidentin Israels inne hatte, zeigt sich eine starke weibliche Persönlichkeit in Israel. Einem Land, in dem 60% der Masterstudierenden weiblich sind und die Lebenserwartung von Frauen mit 84,3 Jahren im internationalen Vergleich beachtlich ist. Es scheint also alles nach Plan zu laufen. Denn bereits in der Unabhängigkeitserklärung wurde festgehalten: „Der Staat Israel wird all seinen Bürgern, ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichberechtigung verbürgen“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Der Blickwinkel ist entscheidend</b></p>
<p>Doch – warum schreibt der Global Diversity Report 2018 dann etwas von einer extremen Benachteiligung der israelischen Frauen? Mit 59% des Gehalts eines männlichen Kollegen, scheint die Arbeit der Frauen in Israel den Unternehmen wohl kaum mehr als ein halber Mann wert zu sein. Die Facebook-Büros in Israel werden zwar von einer Frau geführt, dabei scheint es sich aber um eine Ausnahme zu handeln.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Denn ein großer Anteil der Frauen arbeiten in Teilzeit &#8211; doppelt so viele wie Männer. Und selbst in der Politik, lassen sich Positivbeispiele wie Meir und Schaked noch an zwei Händen abzählen. Insbesondere in den einflussreichen Positionen gibt es lediglich einzelne Frauen, die sich herausheben. So waren beispielsweise in der gesamten Geschichte bis jetzt nie mehr als vier Frauen gleichzeitig an der Regierung beteiligt. Auch von insgesamt 50 Bürgermeistern ist aktuell nur eine Frau im Amt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Eine große Kluft klafft besonders beim Vergleich zwischen Stadt und Land auf. Tel Aviv, eine Stadt, die auch in anderen Kontexten als Staat im Staat bezeichnet wird, scheint kaum von Geschlechterdiskriminierung betroffen zu sein. Besonders im jüdisch orthodox dominierten ländlichen Raum hingegen, ist die Lage auch heutzutage noch sehr angespannt. Dennoch komme es in der Behandlung nicht zwingen auf die Religionszugehörigkeit sondern die Religiosität an. Eine Pauschalisierung sollte hier also nicht erfolgen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Rechtliche Gleichstellung in der Praxis</b></p>
<p>Während selbst in Deutschland das Selbstsbestimmungsrecht der Frauen nicht so hoch bewertet wird, dass Schwangerschaftsabbrüche legalisiert werden, herrschen in Israel sehr lockere Regelungen. Kosten dafür werden für Betroffene im Alter zwischen 20-33 sogar vom Staat übernommen und Ärzte dürfen bei Minderjährigen ohne Erlaubnis der Eltern eine Abtreibung durchführen. Besonders häufig zu ungewollten Schwangerschaften kommt es in der Zeit des Militärdienstes. Im Alter von 18 Jahren werden sie verpflichtet – ein Alter, in dem das andere Geschlecht mitunter interessanter sein kann, als die Schießübungen. Immer wieder werden Beschwerden zu sexuellen Übergriffen, aber auch geschlechtsspezifischer Diskriminierung laut. Einige Stimmen sprechen sich sogar für ein Militärverbot Israels aus. Wird das die Google-Bildersuche dominierende Ergebnis bald der Vergangenheit angehören?</p>
<p>In dieser Debatte kommen besonders die unterschiedlichen Religionen, die die Einwohner Israels vertreten, zum Vorschein. So machte z.B. Rabbiner Yigal Levinstein auf sich aufmerksam, als er den Wehrdienst von Frauen mit der Begründung verurteilte, sie hätten &#8222;heilig und keusch&#8220; zu sein, und ihre einzige Aufgabe sei, &#8222;die nächste Generation heranzuziehen&#8220;.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Rechtlich sind Frauen trotz dieser Gegner auch im Militär gleichgestellt. Seit kurzem gibt es Pilotinnen in der Luftwaffe und auch Beförderungen zu Panzerkommandeurinnen traten in den vergangenen Jahren auf. Dies ist aber erst seit dem Jahr 2000 der Fall. Der Prozess der Gleichstellung scheint daher noch in der Entwicklung zu stecken. Selbst in israelischen Pornographien, deren Produktion und Konsum im ganzen Land legal sind, spielt die Frau in Uniform eine noch immer stereotyp dargestellte Rolle. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Religiöser Konservatismus verhindert den Fortschritt in Richtung Gleichberechtigung</b></p>
<p>Am Weltfrauentag ist regelmäßig etwas los. Denn ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung kämpft noch immer für ihre Rechte. Eine Plakataktion 2019 machte dies beispielsweise deutlich. &#8222;Ich habe einen Traum&#8220; stand auf zahlreichen Plakaten verteilt &#8222;dass Frauen genauso viel verdienen wie Männer&#8220;, &#8222;dass sich jede Frau in der Öffentlichkeit sicher fühlt&#8220;, &#8222;dass sexuelle Gewalt nicht toleriert wird&#8220; und &#8222;dass Mädchen wissen, dass ihnen jeder Job offensteht&#8220;. Ganz besonders richtet sich ihr Aufruf gegen die Forderungen Ultraorthodoxer, in deren Augen bereits die aktuelle Situation von zu viel Gleichberechtigung zeugt. Aus Angst vor dem religiösen Konservatismus wird sogar an einigen Orten besondere Vorsicht bei der Anbringung von Plakaten geboten. Busunternehmen beispielsweise weigerten sich in der Vergangenheit mehrfach, Plakate mit Frauenabbildungen aufzuhängen, aus Angst vor Beschädigung. Selbst Werbekataloge, z.B. von Einrichtungsfirmen werden teilweise ganz frauenfrei gestaltet um keinen Aufruhr heraufzubeschwören. Auch Stimmen, die das Gebet von Frauen an der Klagemauer verbieten möchten werden immer wieder laut. Sogar auf demselben Gehsteig sollen sie nicht mehr gehen dürfen. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass die Fortschritte der vergangenen Jahre stark genug dagegen anstehen und die Gleichstellung der Geschlechter wie in der Unabhängigkeitserklärung garantiert, Realität wird.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Schaut unbedingt auch <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lilith/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in weitere Beiträge von Lilith</strong></a> rein!</li>
</ul>
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		<title>Elisa Marski: Männer und Frauen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/elisa-marski-maenner-und-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2020 07:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen 🙌 Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, und der heutige Text, ein Gedicht, kommt von Elisa Marski. Auf Instagram findet ihr sie unter @writerstheorem. Gleichberechtigung?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen </strong>🙌 <strong>Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, und der heutige Text, ein Gedicht, kommt von Elisa Marski. Auf Instagram findet ihr sie unter @<a href="https://www.instagram.com/writerstheorem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">writerstheorem</a>.</strong><span id="more-12443"></span></p>
<p>Gleichberechtigung? Angeblich vorhanden im einundzwanzigsten Jahrhundert,<br />
Doch was mich daran stark verwundert,<br />
Ist, warum Frauen immer noch weniger Lohn erhalten<br />
Und auch nach wie vor überwiegend den Haushalt verwalten,<br />
Wieso sie für Führungspositionen nicht so gut geeignet sind<br />
Und weshalb man keine Aufstiegschancen hat mit Kind.</p>
<p>Immer noch müssen mehr Mütter als Väter Teilzeit arbeiten,<br />
Und dass sich das negativ auf die Rente auswirkt, kann auch niemand bestreiten.<br />
Außerdem hat “man“ die Werbung mit halbnackten Frauen satt,<br />
Die auch noch vorschreibt, wie eine Frau auszusehen hat:<br />
Großer Busen, runder Po,<br />
Flacher Bauch, das sowieso,<br />
Lange Beine, lange Haare,<br />
Blond &#8211; das ist das einzig Wahre!</p>
<p>Trotz Vorurteilen und auch trotz Kind<br />
Lasst uns der Gesellschaft zeigen, wer wir sind!<br />
Lasst uns nicht auf Teile des Gehalts verzichten<br />
Und den Haushalt ganz allein verrichten<br />
Kinder und Karriere? Klar geht das!<br />
Wenn uns Schutz und Hilf‘ zuteil wird, dann schaffen wir das!<br />
Nicht umsonst gibt’s Elternzeit auch für den Mann<br />
&#8211; der uns damit sehr unterstützen kann.</p>
<p>Wir müssen uns das nicht länger gefallen lassen,<br />
Dürfen den Absprung nur nicht verpassen!<br />
Auch Männer sind ganz herzlich eingeladen,<br />
Für Frauenrechte einzutreten &#8211; das wird keinem schaden.<br />
Wenn wir alle gemeinsam kämpfen und gemeinsam verstehen,<br />
Können wir in Zukunft vielleicht tatsächlich Gleichberechtigung sehen.<br />
Aber heute, jetzt und hier,<br />
Existiert dieses Konstrukt in Gänze<br />
Leider nur auf dem Papier.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Wettbewerbs-Texte findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
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