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	<title>Vorbilder &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Vorbilder &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Mein eigenes Vorbild</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Feb 2024 11:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
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					<description><![CDATA[sabylonica ist &#8222;eine Person of Color, männlich gelesen, nicht binär und queer.&#8220; In ihrem*seinem neuen Text erzählt er*sie, wie schwer es war, als heranwachsender Mensch passende Vorbilder zu finden und warum es SpongeBob wurde. Ich gehöre zu der Generation, in der das Sitzen vor dem Fernseher dazugehörte. Wo nach der Schule klassische Cartoons angeschaltet und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>sabylonica ist &#8222;eine Person of Color, männlich gelesen, nicht binär und queer.&#8220; In ihrem*seinem neuen Text erzählt er*sie, wie schwer es war, als heranwachsender Mensch passende Vorbilder zu finden und warum es SpongeBob wurde.</strong><span id="more-15919"></span></p>
<p>Ich gehöre zu der Generation, in der das Sitzen vor dem Fernseher dazugehörte. Wo nach der Schule klassische Cartoons angeschaltet und angeschaut wurden. Diese Generation war weder Generation Y noch Generation Z. Eher war sie eine Übergangsgeneration und selbst heute ist es schwierig, welcher Generation ich mich zugehörig fühle. Allenfalls gab es zu dieser Zeit eine Bandbreite an Zeichentrickserien und -filmen. Zu meiner Lieblingsfigur gehörte SpongeBob. Ich habe in SpongeBob eine Realität gesucht und glaubte, er existiere wirklich.</p>
<p>Ich meine, wen sollte ich sonst als Lieblingsfigur haben? Ich bin eine Person of Color, männlich gelesen, nicht binär und queer. Wer also hätte meine Lieblingsfigur sein können? Aladin? Pleakley? Tatsächlich fallen mir nicht mehr Figuren ein, die meiner ähnlich kommen. Dabei kommen nicht einmal diese zwei mir ähnlich. Mehr als diese zwei gab es aber dennoch nicht für mich.</p>
<p>Nahezu alle Figuren sind weiß, nahezu alle Figuren sind hetero und nahezu alle sind cis. Nur keiner kommt meiner Person nahe. Vielleicht genau aus diesem Grund habe ich eine Lieblingsfigur, die mir in keinerlei Hinsicht nahekommt, aber ebenso sonst niemandem. Für mich war es einfacher zu sagen, ich identifiziere mich am ehesten mit SpongeBob, als mit einer sonstigen Figur. Zugegeben, eine Ähnlichkeit zwischen SpongeBob und mir gab es tatsächlich. SpongeBob als Figur und mit der Unterwasserumgebung zeigte eine irreale Welt, wo beispielsweise ein Feuer unter Wasser entfacht werden konnte. So irreal SpongeBob und seine Welt war, so surreal habe ich mich auch gefühlt.</p>
<p>Ich verstand meine Lebensrealitäten nicht als normentsprechend und somit auch nicht real. Vor allem, weil mir Medien nicht zeigen konnten, dass es meine Lebensrealitäten auch gibt. Ich habe keine Möglichkeit bekommen mich mit einer mir ähnlichen Figur identifizieren können und hatte kein Vorbild, dem ich nachahmen konnte. Ich habe mich nicht abgeholt, nicht verstanden und nicht real gefühlt. Ich musste dies früh begreifen und mich damit abfinden. Ich musste lernen mein eigenes Vorbild zu kreieren oder mein eigenes Vorbild zu sein.</p>
<p>Ob nun Zeichentrickserien oder -filme, Musik, Bücher oder sonstige Medien, keiner der Medien hatte Repräsentationsangebote für Minderheiten. In frei erschaffenen Welten waren Minderheiten weiterhin die Minderheit.</p>
<p>Auch grundsätzlich stellen Normvorstellungen, was das Aussehen angeht, einen großen Druck für viele dar, auch so aussehen zu wollen und viele tauchen dadurch in ein verzerrtes Bild ein und übersehen die eigene Realität und das eigene Aussehen. Dabei sind alle so individuell und ansehnlich auf ihre Art und Weise, wo Repräsentationen in Medien uns das Wasser nicht reichen können. Nur haben viele, mich eingeschlossen, den Druck, sich anpassen zu müssen, um leichter und besser verstanden werden zu können. Dies gilt es die Stirn zu bieten und den eigenen Mehrwert zu erkennen.</p>
<p>Auch wenn es heutzutage deutlich mehr Repräsentationen existieren und es keineswegs abwegig ist, sich noch heute als junge erwachsene Person ein Vorbild zu suchen oder auch in sozialen Medien fündig zu werden, aber es braucht die Zeit zu lernen, dass wir mit unseren eigenen Lebensrealitäten und eigene Person das eigene Vorbild sein können und dürfen.</p>
<p>Statt mich auf die ermüdende Reise zu begehen ein Vorbild zu suchen, mache ich es mir einfach und sehe in mir das Vorbild, welches mir lange unbekannt blieb. Und ja, mein Charakter ist nicht perfekt, ich mache unzählige Fehler und habe genug Tiefs, aber all das gehört zu mir und macht auch mich zu der Person, die ich bin und der ich mich am besten zuordnen kann. Denn das schöne an mir ist, ich kann mich ändern und ich kann reflektieren.</p>
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			</item>
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		<title>Kleidung &#8211; typisch &#8222;Frau&#8220;, typisch &#8222;Mann&#8220;?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/03/kleidung-typisch-frau-typisch-mann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lenny]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 07:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
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		<category><![CDATA[Kleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, dass Lenny jetzt für meintestgelände schreibt. Im ersten Text geht es um Kleidung:  &#8222;Röcke sind für Mädchen und Jeans für Jungen […], Stöckelschuhe für Frauen, Anzugschuhe für Männer”. Kleidung wird Geschlechtern zugeordnet, doch warum eigentlich? Ist es nicht männlich ein Kleid zu tragen oder sich die Fingernägel zu lackieren? Warum gibt es]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><span class="s1"><b>Wir freuen uns, dass Lenny jetzt für meintestgelände schreibt. Im ersten Text geht es um Kleidung:  &#8222;Röcke sind für Mädchen und Jeans für Jungen […], Stöckelschuhe für Frauen, Anzugschuhe für Männer”. Kleidung wird Geschlechtern zugeordnet, doch warum eigentlich? Ist es nicht männlich ein Kleid zu tragen oder sich die Fingernägel zu lackieren? Warum gibt es überhaupt geschlechterspezifische Mode? Das sind Fragen, um die es in Lenny&#8217;s Text geht.</b></span></p>
<p><span id="more-14584"></span></p>
<p align="justify">„Was hast du denn da?“ fragte er und guckte auf meine Fingernägel. Alle mehr oder weniger gut lackiert, mit Grün und Blau. Meine linke Hand besser als meine rechte, da ich Rechtshänder bin und meine linke Hand nicht so geschickt ist. „Was?“ fragte ich angsterfüllt, was als Nächstes folgen würde. „Na deine Fingernägel. Warum hast du dir die lackiert?“. Jetzt kam sie. Die Frage, die ich versucht hatte die ganze Zeit zu vermeiden. Es war aber letztendlich nur eine Frage der Zeit, wann er sie entdecken würde, denn wir spielten uns gerade für Volleyball ein. „Einfach so. Warum denn nicht?“ fragte ich. Eine Gegenfrage, die er wahrscheinlich nicht vermutete, denn er sagte „Ich dachte bloß, du willst damit irgendwas sagen“. Irgendwas sagen. Ja, vielleicht wollte ich damit „irgendwas sagen“. Sagen, dass ich tragen kann, was ich will. Dass ich meine Finger lackieren kann, wenn ich es will und wie ich es will. Jedes mal als ich meine Finger lackiert hatte, war es in Blau, Grün oder Schwarz, hatte ich Angst, irgendjemand würde es sehen. Ich hatte Angst, ich würde nicht der „Norm“ entsprechen. „Der Norm“, was ist das überhaupt. Ein Begriff, der je nach Kulturkreis und gesellschaftlicher Akzeptanz etwas anderes ist. In unserer westlichen Welt muss eine männlich gelesene Person „männliche Attribute“ vorweisen. Dinge wie Stärke, Kraft, keine Emotionen. Das Lackieren von Fingernägeln gilt als „unmännlich“ als „du bist alles andere als Hetero“. Aber nicht nur die Farbe von Nägeln, sondern so gut wie alles steht unter dem Stern der Trennung zwischen „weiblich“ und „männlich“. Jobs, Fähigkeiten, Gefühle und Kleidung. Röcke seien für Mädchen und Jeans für Jungen ist die Premisse, unter der viele Kinder, so auch ich, aufwachsen oder aufgewachsen sind. Stöckelschuhe für Frauen, Anzugschuhe für Männer. Allem wird ein Geschlecht zugewiesen. Aber wenn es eine Sache gibt, die am wenigsten Geschlechtsbezogen ist, dann ist es Kleidung. Sie kann in all ihren Formen und Farben Wärme als auch Kälte spenden und die Gefühle einer Person abbilden. Ein guter Geschmack hat nichts mit sexueller oder romantischer Orientierung eines Menschen zu tun. So sei es. Aber im realen Leben, in der Welt, in der alles in Schubladen gesteckt wird, sowohl Dinge als auch Menschen, ist es ein Verbrechen, als Mann eine Bluse oder einen Rock zu tragen. Eine furchtbare Angewohnheit. So verfahren die Lage scheint, gibt es auch Promis die sich ganz bewusst gegen diese „gesellschaftlichen Regelungen“ stellen. Lil Nas X, Billy Porter oder Harry Styles könnte man als Beispiele für eine positive Entwicklung diesbezüglich nennen. Sie ernten Spott, Hass und Neid aber bekommen für ihre Auftritte und Statements, die sie mit ihren verschiedensten Kleidungen setzen, auch Lob und Anerkennung. Das wichtigste hierbei ist aber, dass sie Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, ermutigen das zu tragen, was sie wollen. Sie zeigen, dass diese Form der Auslebung der eigenen Persönlichkeit allen offensteht. Sie tragen es in die Öffentlichkeit, wodurch das Thema viele Menschen erreicht. Wir brauchen aber viel mehr Menschen wie sie. Menschen, die gegebene „Regelungen“ wie diese umwerfen und für ungültig erklären. Kleidung hat kein Geschlecht und doch alle. Sie nimmt das Geschlecht an, das die Person, die sie trägt hat. Wenn ein Mann ein Kleid trägt, hat nicht der Mensch das Geschlecht geändert, sondern das Kleid. Gleichzeitig muss man berücksichtigen, dass zum Beispiel Transmenschen manchmal nur durch stereotypische Kleidung ihr Geschlecht ausleben können bzw. wollen. Also wenn zum Beispiel eine Transfrau nur „weibliche“ Kleidung trägt, wie Röcke, Leggings etc., fühlt sie sich als Frau. Das sollte von allen akzeptiert werden. Kleidung hat das Geschlecht, das ich ihr gebe.</p>
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		<title>Radio Glow Girls &#8211; Interview mit Kuku von Tiam e.V.</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/02/radio-glow-girls-interview-mit-kuku-von-tiam-e-v/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Radioglowgirls]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 07:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir wieder mal eine Sendung der Radioglowgirls, ein Interview mit Kuku. Kuku arbeitet für den Verein Trans-Inter-Aktiv Mitteldeutschland (TIAM), und setzt sich für geschlechtliche Vielfalt ein. In dem Interview geht es um “Geschlecht und Sex”. Kuku beantwortet dabei Fragen wie die, welche medizinischen oder juristischen Schritte trans* Personen gehen können oder erklärt was]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Heute präsentieren wir wieder mal eine Sendung der Radioglowgirls, ein Interview mit Kuku. Kuku arbeitet für den Verein Trans-Inter-Aktiv Mitteldeutschland (TIAM), und setzt sich für geschlechtliche Vielfalt ein. In dem Interview geht es um “Geschlecht und Sex”. Kuku beantwortet dabei Fragen wie die, welche medizinischen oder juristischen Schritte trans* Personen gehen können oder erklärt was der Begri<span class="s1">ﬀ</span> trans* eigentlich bedeutet. Hört gerne ‘rein!</strong></p>
<p><span id="more-14481"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ruhrgebietskinder: Haticeela</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/ruhrgebietskinder-haticeela/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ruhrgebietskinder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2022 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute geht es weiter mit der Portrait-Reihe &#8222;Ruhrgebietskinder&#8220; der Landeszentrale für politische Bildung NRW! In diesem Film wird euch Haticeela vorgestellt. Vielleicht kennt ihr sie auch schon? Denn sie ist Teil unserer Redaktionsgruppe GRRRLs Voice of HeRoes Dusiburg. Was ein Mädchen aus Marxloh alles schaffen kann: Obwohl ihr nicht mal der Hauptschulabschluss zugetraut wurde, studiert die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute geht es weiter mit der Portrait-Reihe &#8222;Ruhrgebietskinder&#8220; der <a href="https://www.politische-bildung.nrw.de/digitale-medien/titelverzeichnis/details/video/ruhrgebietskinder-haticeela" target="_blank" rel="noopener">Landeszentrale für politische Bildung NRW</a>! In diesem Film wird euch Haticeela vorgestellt. Vielleicht kennt ihr sie auch schon? Denn sie ist Teil unserer Redaktionsgruppe <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/grrrls-voice-of-heroes-duisburg/" target="_blank" rel="noopener">GRRRLs Voice of HeRoes Dusiburg</a>. Was ein Mädchen aus Marxloh alles schaffen kann: Obwohl ihr nicht mal der Hauptschulabschluss zugetraut wurde, studiert die 24jährige Haticeela heute Sozial- und Kulturwissenschaften und möchte Professorin an der Uni werden. Wir wünschen euch viel Spaß mit dem Film!</strong></p>
<p><strong>(Das Video steht unter der <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons-Lizenz CC-BY-ND 4.0</a>. Lizenzgeber ist die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen.)</strong></p>
<p><span id="more-14385"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Falls ihr den Film über Emre B. verpasst haben solltet, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2021/12/ruhrgebietskinder-emre-b/" target="_blank" rel="noopener"><strong>klickt mal hier</strong></a>!</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Ruhrgebietskinder: Emre B.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ruhrgebietskinder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns riesig, denn wir dürfen sechs Filme von der Landeszentrale für politische Bildung NRW bei uns veröffentlichen &#8211; und damit ein herzliches willkommen an unsere neue Redaktionsgruppe: Ruhrgebietskinder! Heute stellen wir euch Emre vor. Er ist 22 Jahre alt, studiert Soziale Arbeit und ist dafür aus einem Dorf in Bayern nach Duisburg gezogen. In]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns riesig, denn wir dürfen sechs Filme von der Landeszentrale für politische Bildung NRW bei uns veröffentlichen &#8211; und damit ein herzliches willkommen an unsere neue Redaktionsgruppe: Ruhrgebietskinder! Heute stellen wir euch Emre vor. Er ist 22 Jahre alt, studiert Soziale Arbeit und ist dafür aus einem Dorf in Bayern nach Duisburg gezogen. In diesem Film spricht Emre über seine Erfahrungen mit Rassismus, sein Engagement im Netz und seine Leidenschaft für&#8217;s Kochen. Außerdem dürfen wir einige seiner Gedichte hören. Wir wünschen euch viel Spaß dabei, Emre besser kennenzulernen.</strong><span id="more-14356"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Das Video wurde <a href="https://www.politische-bildung.nrw.de/digitale-medien/titelverzeichnis/details/video/ruhrgebietskinder-emre-b" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a> erstveröffentlicht. (<span style="font-size: 1.14285rem;">Die auf dieser Seite herunterladbaren Videos stehen unter der </span><a style="font-size: 1.14285rem;" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons-Lizenz CC-BY-ND 4.0</a><span style="font-size: 1.14285rem;">.)</span></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Ich will, dass du es tust!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/wenn-schlau-das-neue-schoen-waere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Sep 2021 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
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		<category><![CDATA[#Bundestagswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Autorin Fee will, dass du es tust! Nämlich dein Kreuz setzen bei der Bundestagswahl am 26.09.2021 Dieser Beitrag erschien bereits zur Bundestagswahl 2017 und wir finden ihn so stark und passend wie damals. Viel Spaß beim Ansehen! Du willst Texten und Slams verfassen vom Profi lernen? Dann komm zu Fee&#8217;s Poetry Slam Workshop am]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Autorin Fee will, dass du es tust!<br />
Nämlich dein Kreuz setzen bei der Bundestagswahl am 26.09.2021<br />
Dieser Beitrag erschien bereits zur Bundestagswahl 2017 und wir finden ihn so stark und passend wie damals. Viel Spaß beim Ansehen!<br />
</strong></p>
<p><strong>Du willst Texten und Slams verfassen vom Profi lernen? Dann komm zu Fee&#8217;s Poetry Slam Workshop am Donnerstag den 23.09.2021 von 16-18 Uhr. Der Workshop ist kostenlos. Melde dich einfach an unter mail@meintestgelaende.de<br />
</strong></p>
<p><span id="more-13333"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Du bist noch unsicher wo du dein Kreuz setzen sollst? Mach einfach den <strong><a href="https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2021/app/main_app.html" target="_blank" rel="noopener">Wahl-O-Mat</a></strong></li>
<li>Die Wahlporgramme <strong><a href="https://www.bundestagswahl-2021.de/wahlprogramme/" target="_blank" rel="noopener">findest du hier</a></strong></li>
<li>Noch mehr tolle Workshops im Rahmen unseres #hybrid Gelände 2021 <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2021/07/hybridgelaende2021/" target="_blank" rel="noopener">findest du hier</a></strong></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Kind aus einer anderen Welt und sein erstes Fußballtraining</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/09/das-kind-aus-einer-anderen-welt-und-sein-erstes-fussballtraining/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anton August Dudda]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Sep 2021 07:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, einen neuen Autoren auf meinTestgelände begrüßen zu dürfen: Anton August Dudda! So stellt er sich selbst vor: &#8222;Ich bin Anton, studiere Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin und habe in meinen früheren Twenties einen Bachelor in Philosophie gemacht. Hier versuche ich, über das Teilen von Erfahrungen und spekulatives Erzählen an so]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, einen neuen Autoren auf meinTestgelände begrüßen zu dürfen: Anton August Dudda! So stellt er sich selbst vor: &#8222;Ich bin Anton, studiere Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin und habe in meinen früheren Twenties einen Bachelor in Philosophie gemacht. Hier versuche ich, über das Teilen von Erfahrungen und spekulatives Erzählen an so etwas wie einer positiven Vision von Maskulinität zu forschen.&#8220; Und jetzt wünschen wir euch viel Spaß mit seinem ersten Text:  </strong></p>
<p><span id="more-13316"></span></p>
<p>Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen abgefahren, aber ich glaube ehrlich gesagt, das macht nichts. Jedenfalls ist vor einiger Zeit eine Bankfiliale bei uns in der Stadt abgebrannt. Nicht ganz so bis auf die Grundmauern, aber schon so, dass die Bank dort mit Sack und Pack ausziehen musste und das Gebäude dann leer stand. Ich war damals auf der Suche nach einem Ort für meine Experimente mit Tachyonen-Teilchen und fand es praktisch und auch irgendwie witzig, in einer ehemaligen Bankfiliale an Dimensionslöchern zu forschen, also brachte ich mein Zeug einfach dort hinein und baute mein Labor auf. Lange Rede kurzer Sinn, ich weiß nicht genau wie es passieren konnte, aber jetzt steht ein Kind vor meiner Tür, so ungefähr 12 Jahre alt und fragt mich, ob ich der Typ bin, der das Portal gebaut hat, durch dass es grade in diese Welt gefallen ist. „Das Portal in der Bank meinst du?“ frage ich, „ja, der bin ich“. Vor lauter Erstaunen vergesse ich, begeistert zu sein, dass meine jahrelangen Forschungen offenbar zu einem Ergebnis geführt haben, auch wenn dieses Ergebnis klein, schmächtig und dunkelblond ist, ein rotes Fußballoutfit trägt und ich noch so überhaupt nicht weiß, was ich davon halten soll. „Es ist schön hier, aber ich habe auch ein bisschen Angst“, sagt das Kind. „Wie hast du mich gefunden?“, frage ich, „Das Portal ist doch ganz schön weit weg.“. Das Kind holt eine meiner Visitenkarten aus seiner Trikottasche. „Das hier lag in dem kaputten Gebäude. Ich habe eine Frau gefragt, wie ich zu dieser Adresse komme, dann hat sie mich mit ihrem Auto hierher gefahren.“. Ich nehme dem Kind verwundert die Karte ab und hole meine Schlüssel. „Komm, ich bring dich zurück. Das Portal muss vermutlich nur einige Zeit aufladen, damit man wieder hindurch kann.“. Einige Minuten später sitzen wir in meinem Auto und ich überlege fieberhaft, was ich fragen könnte. Woher kommt es? Aus der Zukunft? Einer anderen Dimension? Es sieht eigentlich ganz gewöhnlich aus. „Ist was?“, fragt es, als es meine Neugierde bemerkt. „Sorry, ich würde nur gerne so viel von dir wissen und ich bin mir nicht sicher, wo ich anfangen soll.“. Das Kind zuckt mit den Schultern. Dann beschließe ich, einfach das erste zu fragen, was mir in den Sinn kommt. „Du spielst Fußball, oder?“, das Kind nickt. „Erzählst du mir, wie es war, als du zum ersten Mal zum Training gegangen bist?“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und das hier ist, was das Kind mir erzählte:</p>
<p>Ich habe mit acht angefangen Fußball zu spielen, also in der F-Jugend. Meine Eltern haben lange mit mir zusammen überlegt, welcher Verein für mich gut wäre und wir waren bei einigen Orientierungsveranstaltungen. Ich habe mich dann für den FC Nordstadt entschieden, weil ich den Platz so schön fand. Als ich bei meinem ersten Fußballtraining mit meinen Eltern auf das Vereinsgelände kam, hat uns zuerst das Team begrüßt. Die Trainerin und der Trainer haben sich vorgestellt, danach die Sozialpädagogin und ihr Assistent, dann der Diversitybeauftragte und am Schluss die drei Vertrauensspielerinnen und -spieler aus der D-Jugend. Alle waren sehr nett zu mir und haben mir total spannende Fragen gestellt zu meiner Schule, was ich gerne mache, ob ich schonmal Fußball gespielt habe und so weiter. Die Erwachsenen sind danach kurz mit meiner Mutter ins Vereinsheim gegangen, um alles Wichtige zu besprechen und mein Vater ist mit mir und den dreien aus der D-Jugend zum Platz gegangen, um schonmal ein bisschen zu spielen.</p>
<p>Nach einer halben Stunde fing dann das richtige Training an. Alle anderen Kinder aus der F-Jugend kamen auf das Gelände und haben sich mir und meinen Eltern kurz vorgestellt. Dann kamen die Trainerin und der Trainer mit der Sozialpädagogin aufs Feld und wir haben erstmal alle von unserer letzten Woche erzählt, wie es so in der Schule läuft und sowas. Ein Junge, Rafael hieß er, hat erzählt, dass sein Hamster gestorben ist und musste weinen. Wir anderen haben dann überlegt, was wir tun könnten, um ihn aufzumuntern und haben entschieden, dass er sich nachher im Trainingsspiel aussuchen darf, auf welcher Position er heute spielen möchte. Das hat ihn gefreut und er war schnell wieder auf anderen Gedanken.</p>
<p>Danach sind wir zum Aufwärmen ein paar Runden um den Platz gelaufen. Die Regel war, alle so lange wie sie können und dann noch eine Runde mehr. Ich weiß noch, dass ich als erstes nicht mehr konnte, da kam ein Vertrauensspieler zu mir und ist einfach ein bisschen mit mir mitgelaufen und hat mir was über sein erstes Training erzählt. Das fand ich so spannend, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie ich noch zwei Runden weitergelaufen bin. Nach dem Laufen haben wir uns gedehnt und dann angefangen mit Abschlusstraining. Also die Torhüterin stand im Tor und wir haben nacheinander geschossen, bis wir müde waren. Dann gab es eine kurze Pause, in der wir machen durften, was wir wollen. Ich habe viel mit Nadia geredet, wir haben uns total gut verstanden und am Ende noch Pokémonkarten getauscht. Meine Eltern hatte ich, glaube ich zu dem Zeitpunkt schon fast vergessen.</p>
<p>Nach der Pause haben wir ein richtiges Trainingsspiel gespielt. Allen wurden ihre Positionen zugelost, nur Rafael durfte sich seine Position aussuchen. Er hat Linksaußen gespielt. Das Spiel hat total Spaß gemacht. Ich war in der Innenverteidigung. Immer wenn es ein Foul gab, wurde sich hochgeholfen und entschuldigt, das fand ich toll.</p>
<p>Nach dem Training konnten wir im Vereinshaus duschen und uns umziehen. Der Trainer hat mich gefragt, in welche Umkleidekabine ich möchte. Da bin ich dann zu den Jungs gegangen.</p>
<p>„Wie schön.“, sage ich, als ich den Motor ausmache und mich abschnalle, „darf ich die Geschichte weitererzählen?“. Das Kind schaut mich an. „Warum willst du sie weitererzählen?“, fragt es. „Weißt du, ich habe auch mal Fußball gespielt. Hier, in unserer Welt, in unserem Berlin.“, ich steige aus und öffne seine Tür, „wir sind da, komm.“. Schweigend betreten wir die abgebrannte Bankfiliale. Das Dimensionsportal schwebt noch immer stumm in der hintersten Ecke, dort, wo mal der Kontoauszugdrucker stand. Ich merke, wie ich das noch immer witzig finde. „War dein Fußballverein nicht schön?“, fragt das Kind. „Nein“, sage ich, „Ich war Torwart und immer, wenn wir in einem Spiel ein Tor kassiert haben, hat mein Trainer mich angeschrien. Er ist richtig rot geworden dabei und hat so pulsierende, blaue Adern bekommen, hier am Hals“, ich deute auf meine Halsschlagader. „Das ist ja scheiße.“, sagt das Kind und mir fällt auf, wie recht es damit hat. „Es gab einen Spieler bei uns“, erzähle ich weiter, „von dem wussten wir, dass er zuhause geschlagen wird, wenn wir verlieren.“. Das Kind schweigt. Es scheint plötzlich sehr schnell in seine Welt zurückzuwollen. „Hast du trotzdem immer weitergespielt?“ fragt es schließlich. Ich nicke. „Warum?“ fragt es. „Ich weiß es nicht. Ich glaube, ich hatte gedacht, es wäre irgendwie richtig so und dass ich mich nur dran gewöhnen müsse. Ich muss einfach besser werden, keine Tore mehr kassieren, dann werde ich nicht mehr angebrüllt und niemand wird geschlagen, weil wir verlieren. Das habe ich gedacht.“. „Aber“, sagt das Kind erstaunt und schaut mich an, „das macht dann doch gar keinen Spaß.“. „Das stimmt.“, sage ich und muss lächeln. „Los, rein mit dir, dann schaffst du es zum Abendessen noch nach Hause.“. Das Kind geht langsam zum Portal. Kurz bevor es hindurch steigt, dreht es sich zu mir um, lächelt kurz und winkt. Ich winke zurück. „Kannst mich ja irgendwann mal besuchen, wenn du magst und mir mehr von deiner Welt erzählen.“, sage ich. Das Kind nickt. Dann macht es einen Schritt und ist verschwunden.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Einige andere Autor*innen haben sich auch schon mit dem Thema Männlichkeit auseinandergesetzt. <a href="https://www.meintestgelaende.de/?s=Männlichkeit" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier geht es zu ihren Texten</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Lebensläufe: Eve</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/lebenslaeufe-eve/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 07:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns riesig über ein neues Lebensläufe-Video, diesmal stellt Conrad euch die 22-jährige Eve vor. Überzeugte Feministin, Kunst- und Literaturliebhaberin, Studentin, politische Aktivistin, Herausgeberin eines eigenen Magazins — all das vereint in bloß einer einzigen Person! Eve zeigt euch, wie das gehen kann — und wie man Kultur einfach selbst macht. Also, wir sind]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns riesig über ein neues Lebensläufe-Video, diesmal stellt Conrad euch die 22-jährige Eve vor. Überzeugte Feministin, Kunst- und Literaturliebhaberin, Studentin, politische Aktivistin, Herausgeberin eines eigenen Magazins — all das vereint in bloß einer einzigen Person! Eve zeigt euch, wie das gehen kann — und wie man Kultur einfach selbst macht. Also, wir sind total inspiriert! Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-13121"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://mantismagazine.com" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier geht&#8217;s zum Mantis Magazine</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Solidarität leicht gemacht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/solidaritaet-leicht-gemacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2021 07:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Lass sie doch selber entscheiden, was richtig und falsch ist!&#8220; So unspektakulär dieser Satz auch erst einmal daherkommen mag, wir sollten ihn uns alle häufiger ins Gedächtnis rufen. Und zu unseren Freund*innen sagen, wenn die die Entscheidungen anderer Personen verurteilen oder in Frage stellen. Im neuesten Video der HeRoes Duisburg geht es genau darum. Einfach]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Lass sie doch selber entscheiden, was richtig und falsch ist!&#8220; So unspektakulär dieser Satz auch erst einmal daherkommen mag, wir sollten ihn uns alle häufiger ins Gedächtnis rufen. Und zu unseren Freund*innen sagen, wenn die die Entscheidungen anderer Personen verurteilen oder in Frage stellen. Im neuesten Video der HeRoes Duisburg geht es genau darum. Einfach nur ein Gespräch unter Freunden? So viel mehr als das!</strong><span id="more-13117"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den HeRoes <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/heroes_neu/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Collective Trauma</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/collective-trauma/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute zeigen wir euch ein Bewerbungsvideo für eine Modeschule. Klingt langweilig? Von wegen! Mats Linus Wallners Bewerbungsvideo für das Amsterdam Fashion Institute ist eine Mischung aus Musikvideo, Poetry Clip, Kurzfilm und Kampfansage an eine Gesellschaft, die die drängenden Probleme unserer Zeit ignoriert und damit eine komplette Generation traumatisiert. Wir sind beeindruckt und empfehlen euch dringend,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute zeigen wir euch ein Bewerbungsvideo für eine Modeschule. Klingt langweilig? Von wegen! Mats Linus Wallners Bewerbungsvideo für das Amsterdam Fashion Institute ist eine Mischung aus Musikvideo, Poetry Clip, Kurzfilm und Kampfansage an eine Gesellschaft, die die drängenden Probleme unserer Zeit ignoriert und damit eine komplette Generation traumatisiert. Wir sind beeindruckt und empfehlen euch dringend, es anzusehen!</strong></p>
<p><span id="more-13093"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wir finden, Mats Linus Wallner ist mit diesem Video ein ziemlich gutes Vorbild. Weitere Vorbilder <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/vorbilder/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Inter*Happiness</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/interhappiness/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 May 2021 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben unglaublich viel mitgenommen und gelernt von Ikas Kolumne zum Thema Inter* hier auf meinTestgelände! Heute präsentieren wir euch mit &#8222;Inter*Happiness&#8220; den vorerst letzten Text aus dieser Reihe, und Ika gibt uns und euch gleich noch einige Tipps für Self-Care fernab von falschen Glücksversprechen mit auf den Weg. Vielen Dank, Ika, für die Einblicke]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben unglaublich viel mitgenommen und gelernt von Ikas Kolumne zum Thema Inter* hier auf meinTestgelände! Heute präsentieren wir euch mit &#8222;Inter*Happiness&#8220; den vorerst letzten Text aus dieser Reihe, und Ika gibt uns und euch gleich noch einige Tipps für Self-Care fernab von falschen Glücksversprechen mit auf den Weg. Vielen Dank, Ika, für die Einblicke in dein Leben, deine ehrlichen und direkten Worte, deine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen und deinen Blick darauf, wie sie uns alle beeinflussen.</strong></p>
<p><span id="more-12945"></span></p>
<p>Wenn irgendwo im Internet schon wieder etwas zu Selbstliebe steht, bin ich ehrlich gesagt eher skeptisch.<br />
Ich glaube nicht daran, dass Mensch sich nur selber lieben muss &#8211; dann wird alles gut.</p>
<p>Weil niemand allein ist auf dieser Welt. Mein Glücklichsein ist also auch abhängig von anderen. Manchmal von Umständen, die ich gar nicht beeinflussen kann.</p>
<p>Auf der Suche nach Wohnungen und Jobs zum Beispiel sind wir eben nicht &#8211; alle gleich.</p>
<p>Zu behaupten, &#8222;Erfolg&#8220; läge hier nur in meiner Hand und Verantwortung, würde ignorieren, dass oft Machtstrukturen mit entscheiden.</p>
<p>Trotzdem glaube ich auch nicht, dass alles nur von außen bestimmt wird.</p>
<p>Immer wieder kann ich Entscheidungen treffen. Dinge tun, die mir gut tun. Sachen hinter mir zu lassen, die mich einschränken.</p>
<p>Dazu kommt dann wohl auch noch ein bisschen Zufall.</p>
<p>Trotz diesem Zufall aber wird es immer leichter sein, auch in schwierigen Umständen Glück zu finden &#8211; wenn ich lerne überhaupt nach dem Glück zu suchen. Wenn ich mir selber dieses Glück gönne.</p>
<p>Darum schreibe ich hier jetzt doch einen Inter*empowerment-Text &#8211; Tadaa.</p>
<p>Es soll diesmal also nicht um Diskriminierungen gehen, sondern um die Dinge, die mir geholfen haben, mich als Inter* zu lieben &#8211; wie ich bin.</p>
<p>Vielleicht können ja auch andere etwas damit anfangen.</p>
<p>Mein Inter* sein hat leider lange dazu geführt, kein besonders gutes Gefühl zu meinem Körper zu haben.</p>
<p>Sport hat mir manchmal geholfen &#8211; mich wieder zu spüren. Außerdem setzt zum Beispiel Krafttraining Adrenalin frei. Ein bisschen wie ein Rausch &#8211; nur ohne Kater.</p>
<p>Auch Tattoos waren eine tolle Entdeckung für mich. Hier habe ich endlich das Gefühl bekommen, selber über meinen Körper zu bestimmen. Es war toll zu fühlen, dass mein Körper veränderbar ist &#8211; und dass ich selber aussuchen kann, wo ich welche Farbe haben will.</p>
<p>Musik war für mich immer ein sehr direkter Weg, Gefühle die sonst unterdrückt werden mussten, rauszulassen.</p>
<p>Lange hatte ich das Gefühl, mit meinem Inter*sein allein zu sein.</p>
<p>Hier war es gut und wichtig, andere Inter* zu treffen. Sich auszutauschen.Von anderen zu lesen. Zu lernen.</p>
<p>Es hat mir geholfen meine eigene Perspektive ernst zu nehmen, wenn ich von anderen Inter* mitbekommen habe, dass es ihnen ähnlich geht.</p>
<p>Da war es auch gut und wichtig, mich mit den Strukturen zu beschäftigen die uns als Inter* unterdrücken. So kann ich lernen mir selber zu verzeihen. Wenn mir manches nicht so leicht fällt wie anderen. Wenn ich wieder denke, dass ich selber schuld daran bin.</p>
<p>Wenn ich gerade zu wenig auf meinem Körper klar komme, um mich auf Nähe zu anderen Menschen einzulassen, dann kann es mir gut tun, mit einer Katze oder einem Hund zu kuscheln.</p>
<p>Wenn ich mal wieder etwas verwirrt und überfordert davon bin, wie diese Welt so funktioniert. Dann hilft genau das hier. Schreiben.</p>
<p>Das ist wie Aufräumen im Kopf &#8211; manchmal anstrengend, aber nachher ist alles etwas sortierter und klarer.</p>
<p>Darum möchte ich auch nochmal ein herzliches Dankeschön an das meintestgelände-Team sagen, dass ich hier diese Kolumne schreiben konnte.</p>
<p>Allen Inter* und Trans* da draußen möchte ich schreiben: It&#8217;s okay not to be okay.</p>
<p>Mann kann nicht jeden Mist, den einem das Leben so hinwirft, zu Gold machen.</p>
<p>Aber wenn die Möglichkeiten da sind, wenn man sich mal wieder selber im Weg steht, weil man dieses Glück doch noch gar nicht kennt oder gewohnt ist, dann gilt auch: It&#8217;s okay to feel good!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wie immer hat Ika <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qdkBfX6OiqU" target="_blank" rel="noopener"><strong>noch einen Musiktipp</strong></a> für euch!</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Wenn Männer Röcke tragen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/wenn-maenner-roecke-tragen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 07:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir euch einen ganz besonderen Beitrag der Story-Teller: Dennis Seidel hat nämlich Nils Pickert von Pinkstinks zum Interview getroffen und ihm einige spannende Fragen gestellt. Zu seiner Arbeit als Autor und Journalist, seinem Verständnis von Gleichberechtigung und Gender — und warum er gerne Röcke trägt. Viel Spaß beim Lesen! (1). Wie lange und seit wann]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute präsentieren wir euch einen ganz besonderen Beitrag der Story-Teller: Dennis Seidel hat nämlich Nils Pickert von Pinkstinks zum Interview getroffen und ihm einige spannende Fragen gestellt. Zu seiner Arbeit als Autor und Journalist, seinem Verständnis von Gleichberechtigung und Gender </strong><b>— </b><strong>und warum er gerne Röcke trägt. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12932"></span></p>
<p><strong>(1). Wie lange und seit wann arbeitest du schon für Pinkstinks? Und was machst du da?</strong></p>
<p>Ich bin seit 2013 bei Pinkstinks. Hauptsächlich schreibe ich Artikel für die Webseite und gebe Vorträge, um zu erklären, was Sexismus ist und was Pinkstinks dagegen tut. Manchmal rede ich auch mit der Presse oder denke mir mit den anderen zusammen Kampagnen aus, mit denen wir mehr Vielfalt für alle hinbekommen können.</p>
<p><strong>(2). Ist es für dich normal in der Öffentlichkeit Röcke zu tragen?</strong></p>
<p>Im Sommer trage ich ganz gerne Röcke, weil es bei Hitze kaum etwas Besseres gibt. Oft finde ich aber Hosen praktischer – schon wegen der Taschen. Ansonsten merke ich natürlich, dass andere das nicht normal finden. Das ist mir aber egal.</p>
<div id="attachment_12935" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-12935" class="wp-image-12935 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-793x600.jpg" alt="" width="700" height="530" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-793x600.jpg 793w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-300x227.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-768x581.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-1536x1163.jpg 1536w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-2048x1550.jpg 2048w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Nils-Pickert-zum-Interview-mit-Dennis-Seidel-160x120.jpg 160w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-12935" class="wp-caption-text">Das ist Nils Pickert.</p></div>
<p><strong>(3). Was verstehst du unter Gleichberechtigung und was bedeutet für dich Gender?</strong></p>
<p>Gleichberechtigung bedeutet, dass alle den gleichen Zugang zur Gesellschaft haben, die gleichen Rechte bekommen und sie für sich nutzen können. Eine Treppe zum Theater, die alle benutzen dürfen, ist zum Beispiel keine Gleichberechtigung, auch wenn es sich vielleicht so anhört. Ein Theater, das auch Menschen mit Behinderung besuchen können, die keine Treppen steigen können – das wäre Gleichberechtigung. Gender bezeichnet das soziale Geschlecht, also die Geschlechterrollen, die wir einnehmen und die uns zugeschrieben werden. Es gibt keinen biologischen Grund, warum du und ich keine Röcke tragen sollten. Es werden soziale Gründe erzählt, warum Männer das angeblich nicht dürfen. Das ist Gender. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>(4). Welche Themen bearbeitest du in Prinzessinnenjungs?</strong></p>
<p>Ich schreibe darüber wie Jungen aufwachsen und was man ihnen darüber beibringt, was es bedeutet, ein Mann zu sein. Dass sie ihre Gefühle verstecken müssen und lernen, Streit und Härte wären männliche Eigenschaften. Ich schreibe darüber, dass Tanzen und Puppen genauso spannend für Jungen sein können wie Fußball und Lego. Und ich schreibe darüber, dass viele Jungen schlagen und geschlagen werden und wie wir das beenden können.</p>
<div id="attachment_12936" style="width: 490px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-12936" class="wp-image-12936 size-full" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Dennis-Seidel-II-Fotograf-Christian-Martin.jpg" alt="" width="480" height="547" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Dennis-Seidel-II-Fotograf-Christian-Martin.jpg 480w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/05/Dennis-Seidel-II-Fotograf-Christian-Martin-263x300.jpg 263w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><p id="caption-attachment-12936" class="wp-caption-text">Dennis Seidel beim Theaterspielen. Fotografiert von Christian Martin</p></div>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Dennis Seidel spielt gern Frauenrollen und trägt auch gerne Röcke. Außerdem spielt er Theater <a href="https://www.youtube.com/watch?v=GJlRbax1FUQ" target="_blank" rel="noopener"><strong>in der Theatergruppe MD&amp;H</strong></a> (von Barner 16). Und er sammelt Barbie-Puppen.</li>
<li>Nils Pickert ist freier <span style="font-size: 1.14285rem;">Autor und Journalist, der für <a href="https://pinkstinks.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Pinkstinks</strong></a> arbeitet (ein Verein, der sich für Gender-Vielfalt einsetzt). Er hat zwei Töchter und zwei Söhne und schreibt über Gleichberechtigung. Sein erstes Buch heißt „Prinzessinnenjungs“. Er trägt gerne Röcke und ist Vollzeit-Feminist. </span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inter* Geschichte</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/inter-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2021 07:04:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12853</guid>

					<description><![CDATA[Wir freuen uns sehr über einen neuen Text von Ika. Heute geht es um die Geschichte von Inter* Personen — und was wir aus ihr lernen können. Wie immer zugänglich reflektiert Ika die Gründe, Gedanken, Gefühle und Erfahrungen festzuhalten und darüber zu schreiben — und weshalb kaum etwas so ermächtigend und mutmachend ist wie die Geschichten anderer Queers. Schon]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns sehr über einen neuen Text von Ika. Heute geht es um die Geschichte von Inter* Personen —<span class="Apple-converted-space"> </span>und was wir aus ihr lernen können. Wie immer zugänglich reflektiert Ika die Gründe, Gedanken, Gefühle und Erfahrungen festzuhalten und darüber zu schreiben —<span class="Apple-converted-space"> und weshalb kaum etwas so ermächtigend und mutmachend ist wie die Geschichten anderer Queers.</span></strong></p>
<p><span id="more-12853"></span></p>
<p>Schon im Jahr 1907 wurde das erste mal in deutscher Sprache über Intersexualität geschrieben.<br />
Unter dem Pseudonym N.O. Body veröffentlichte Karl M Baer seine Autobiographie „Aus eines Mannes Mädchenjahren“. Das Buch erlebt schnell mehrere Neuauflagen und wurde im Jahr 1919 sogar als Stummfilm verfilmt.</p>
<p>Das Buch schildert das aufwachsen einer Intergeschlechtlichen Person, der* zunächst als Mädchen erzogen wird und später als Mann lebt.<br />
Es gibt ein Nachwort vom berühmten Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld.<br />
Die Kindheit und Jugend als intergeschlechtliche Person sind schwer zu der Zeit.<br />
Es gibt Verletzungen und Einsamkeit.<br />
Trotzdem ist es ein Buch das erzählt, wie Karl M Baer seinen Weg geht und findet.</p>
<p>Obwohl ich mich mit Intersexualität als Thema jetzt schon etwas länger beschäftige habe ich erst vor kurzem von dem Buch erfahren. Das ist kein Zufall.<br />
1938 musste Karl M Baer Deutschland verlassen. Als Jude und Inter* musste er vor den Nazis fliehen.<br />
Am 6 Mai 1933 wurde das Institut für Sexualwissenschaften von Magnus Hirschfeld von Nazis zerstört und die dortigen Bücher – also auch das von Karl M Baer – verbrannt.</p>
<p>Es hat bis 1993 gedauert bis es eine Neuauflage dieser ersten Interbiographie gab. Als ich das alles zum ersten mal gehört habe , war ich unglaublich traurig.</p>
<p>Ich hab dieses Buch nur gesehen. Hatte noch gar nicht darin gelesen und musste weinen.<br />
Weil es sich anfühlt als wäre mir ein Teil meiner Geschichte geklaut worden.<br />
Weil ich darüber nachgedacht habe – wie es anders hätte laufen können.</p>
<p>Wenn die Nazis nicht an die Macht gekommen wären. Wenn „Aus eines Mannes Mädchenjahren“ weiter verbreitet worden wäre, wenn das Institut für Sexualwissenschaften weiter hätte forschen können. In was für einer anderen Welt hätte ich als Inter* groß werden können?<br />
Mit Vorbildern. Mit einer Geschichte.</p>
<p>Aber neben der Trauer ist da auch Wut und Trotz.<br />
Ich denke mir – es wurde alles gemacht, um diese Geschichte auszulöschen.<br />
Und es hat lange gedauert. Aber sie ist verdammt nochmal trotzdem da.</p>
<p>Auch wenn ich die Sprache von 1907 manchmal schwer zu lesen finde – kann ich heute hier sitzen und davon lesen dass es andere vor mir gab.<br />
Diese Worte sind immer noch da.<br />
Und können mir Kraft und Bestätigung geben.<br />
Oder zumindest die Versicherung – nicht allein zu sein.</p>
<p>Aber nicht nur früher gab es Menschen die uns als Inter* unsichtbar machen wollten.<br />
Darum ist für mich klar , dass ich als Inter* gar nicht anders kann als gegen Faschismus zu sein.<br />
Darum denke ich dass es wichtig ist, sich alten und neuen Nazis in den Weg zu stellen.</p>
<p>In Deutschland ist es aktuell die Afd, die von Gender Gaga spricht und sich über uns lustig macht oder uns bedroht. Es sind Corona-Leugner, die in Wien Regenbogenfahnen verbrannt haben.</p>
<p>In Ungarn hat Orban ein neues Gesetz erlassen, dass es Trans* und Inter* unmöglich macht, ein bei Geburt festgelegtes Geschlecht später auch offiziel anzupassen.<br />
In Polen gibt es Regionen die sich als „LGBT Ideologie freie Zonen“ bezeichnen.</p>
<p>Aber dieses Wissen über die Geschichte vom Buch „Aus eines Mannes Mädchenjahren“ ist auch ein starker Antrieb. Zu schreiben. Weil ich mir wünsche, dass andere Inter* irgendwann groß werden und Vorbilder und eine Geschichte haben können.</p>
<p>Für mich war es eine der Sachen die mir am meisten Kraft gegeben haben:<br />
Geschichten von anderen mutigen Queers zu lesen.<br />
Darum möchte ich an dieser Stelle gerne allen Inter*<br />
und allen die sich selbst selten oder nie irgendwo wieder erkannt haben &#8211;<br />
in den Büchern und Geschichten des Mainstreams &#8211; sagen:<br />
lasst uns schreiben.</p>
<p>Gegen die Ignoranz. Gegen das Vergessen. Haben wir Worte. Und Gefühle.<br />
Und sogar wenn man Bücher verbrennt<br />
Sind die Worte und Gefühle<br />
stärker.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Heute gibt es<span class="Apple-converted-space"> </span><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Vx6aKAMYDHk" target="_blank" rel="noopener"><strong>etwas ältere Musik</strong></a>. <span style="font-size: 1.14285rem;">Diesmal <a href="https://www.youtube.com/watch?v=eeX-QUgnXRI" target="_blank" rel="noopener"><strong>sogar zwei Lieder</strong></a>: v</span><span style="font-size: 1.14285rem;">on zwei tollen Sängerinnen/Liedermacherinnen, </span><span style="font-size: 1.14285rem;">die beide Antifaschistinnen waren bzw. sind.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Helden aus dem Röhrenfernsehen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/helden-aus-dem-roehrenfernsehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Abdul]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2021 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[Erinnert ihr euch noch an den guten, alten Röhrenfernseher? Unser Autor Abdul denkt in diesem Slam-Text zurück ans Fernseh-Programm und damit auch an die Held*innen seiner Kindheit. Ob Tom &#38; Jerry, Disney&#8217;s Große Pause, Sailor Moon oder die Powerpuff Girls — für Abdul längst nicht einfach bloß Cartoons! &#8222;Diese Cartoons waren unsere Lehrer, denn sie zeigten uns,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erinnert ihr euch noch an den guten, alten Röhrenfernseher? Unser Autor Abdul denkt in diesem Slam-Text zurück ans Fernseh-Programm und damit auch an die Held*innen seiner Kindheit. Ob Tom &amp; Jerry, Disney&#8217;s Große Pause, Sailor Moon oder die Powerpuff Girls — für Abdul längst nicht einfach bloß Cartoons! &#8222;Diese Cartoons waren unsere Lehrer, denn sie zeigten uns, keine Angst zu haben vor Fehlern.&#8220; Seid ihr bereit für eine kleine Zeitreise? Dann los, schaut euch Abduls Text in voller Länge an!</strong></p>
<p><span id="more-12818"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Poetry Slam-Texte findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/poetry-slam/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Lilith</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/lebenslaeufe-lilith/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 07:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Juhu, endlich ein neues Video aus Conrads Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220;! Die Protagonistin des heutigen Films kennt ihr als engagierte und vielseitig interessierte Autorin hier auf meinTestgelände: Lilith. Ihr Motto lautet: Ausprobieren! Nach der Schule hat sie verschiedene Praktika absolviert, um herauszufinden, was sie im Bachelor studieren möchte. Inzwischen studiert sie Internationale Beziehungen in Dresden &#8211; und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Juhu, endlich ein neues Video aus Conrads Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220;! Die Protagonistin des heutigen Films kennt ihr als engagierte und vielseitig interessierte Autorin hier auf meinTestgelände: Lilith. Ihr Motto lautet: Ausprobieren! Nach der Schule hat sie verschiedene Praktika absolviert, um herauszufinden, was sie im Bachelor studieren möchte. Inzwischen studiert sie Internationale Beziehungen in Dresden &#8211; und nebenbei findet sie noch Zeit für Hobbys und Ehrenämter. Heute ist sie beispielsweise bei der <a href="https://www.klischee-frei.de/de/klischeefrei_97926.php" target="_blank" rel="noopener"><em>3. Fachtagung der Initiative Klischeefrei</em></a> mit dabei. Schaut unbedingt rein und lasst euch inspirieren!</strong></p>
<p><span id="more-12803"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Liliths Profil <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lilith/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
<li>Und hier gibt&#8217;s weitere <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/" target="_blank" rel="noopener"><strong>&#8222;Lebensläufe&#8220;-Videos</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>(Don&#8217;t) Call the doctor</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/dont-call-the-doctor/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2021 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Höchste Zeit für eine neue Kolumne von Ika! Und zwar wieder mal mit einem sehr wichtigen Thema. Ärzt*innen und Mediziner*innen mangelt es viel zu oft nicht nur an ausreichend Kenntnissen zum Thema Inter* oder auch Trans*, sondern vor allen Dingen auch an Sensibilität und Empathie. Warum wird bei Unsicherheit nicht einfach nachgefragt? Warum werden persönliche]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Höchste Zeit für eine neue Kolumne von Ika! Und zwar wieder mal mit einem sehr wichtigen Thema. Ärzt*innen und Mediziner*innen mangelt es viel zu oft nicht nur an ausreichend Kenntnissen zum Thema Inter* oder auch Trans*, sondern vor allen Dingen auch an Sensibilität und Empathie. Warum wird bei Unsicherheit nicht einfach nachgefragt? Warum werden persönliche Grenzen nicht respektiert? Warum werden Körper, die nicht der vorgegebenen und auswendig gelernten &#8222;Norm&#8220; entsprechen, exotisiert? All das und noch viel mehr fragt sich Ika in diesem Text.</strong></p>
<p><span id="more-12795"></span></p>
<p>Die erste Person, die mir hätte mitteilen können, dass ich nicht Junge oder Mädchen bin, war eine Gynäkologin.<br />
Aber statt mir zu sagen, dass ich Inter* bin und dass es völlig okay ist Inter* zu sein<br />
hat sie nur von einem „genetischen Defekt“ gesprochen.<br />
Hat Krankheits- und Syndrome-Begriffe genannt, die so gar nicht zu dem Bild was ich von mir selber hatte passten und mich dabei angeguckt als wäre ich ein Monster.</p>
<p>Vor 4 Jahren war ich bei einem Betriebsarzt. Ich sollte mein Shirt ausziehen und habe das getan. Er guckt mich an und meint: &#8222;Ja also – äh, Ihre Brust – hat die schonmal wer untersucht – also ich meine….&#8220;<br />
Ich sage: &#8222;Ich bin trans*, die ist schon ok so.&#8220;<br />
Er fragt: &#8222;Ja – aber Sie wirken ja schon eher männlich, also wann leben Sie das dann aus?&#8220;<br />
Ich sage: &#8222;Jetzt. Ich bin Transmann. Und auch Intersex.&#8220;</p>
<p>Der Arzt guckt immer länger und aufdringlicher und ist wohl froh, so etwas, also mich, mal in Echt zu sehen.<br />
Er meint das sei ja alles so spannend – und will wissen<br />
– &#8222;Also schlafen Sie dann jetzt eigentlich mit Männern oder Frauen?&#8220;<br />
Ich ignoriere die Frage – obwohl ich wohl am besten geantwortet hätte: Selbstverständlich nur mit anderen Zwittern.</p>
<p>Stattdessen redet er weiter mit sich selbst über meinen Körper. &#8222;Das ist ja bemerkenswert &#8211; weil also auf den ersten Blick merkt man ja gar nichts – und dann &#8211; also Sie können das dann auf der Arbeit sicher auch gut verstecken.&#8220;<br />
Ich glaube, das sollte ein Kompliment sein.<br />
Eigentlich konnte vor allem er seine Professionalität sehr gut verstecken.</p>
<p>Vor zwei Jahren war ich zu einer Leberuntersuchung an der Uniklinik – und wurde als erstes laut als Frau aufgerufen und dann von allen im Wartezimmer wegen meinem Bart angestarrt.<br />
Der Arzt ist jetzt auch überfordert und unsicher – aber anstatt das einfach zuzugeben schnauzt er mich an und meint: &#8222;Ja- Herr – Frau – woher soll man da auch wissen, wie man Sie jetzt ansprechen soll.&#8220;</p>
<p>Später dann will er wissen ob ich denn die Brust noch noch operieren will und findet, es sei ja schon besser sowas dann auch komplett durchzuziehen.<br />
Ich versuche seine ungebetenen Ratschläge zu ignorieren und mein Inter*Trans* sein zu erklären, aber er hört gar nicht wirklich zu.</p>
<p>Dann fängt er auch nach meiner Heimat zu fragen. Nachdem wir also schon zusammen meine Genitalien diskutiert haben – obwohl ich ihn gar nicht kenne und er natürlich nichts von sich erzählt – möchte er jetzt auch noch meine ganze Familiengeschichte erfahren. Ich gehe nie wieder zur Leber-Untersuchung.<br />
Dafür mache ich mir – nicht zum ersten Mal – Gedanken über das Thema Inter* in der Medizin.</p>
<p>In unserer Gesellschaft haben Ärzt*innen eine ziemliche Machtposition.<br />
Für manche sind sie wie Halbgötter in Weiß.<br />
Noch immer sind es Ärz*innen, die Inter* als Krankheit definieren. Die Kinder ungefragt an den Genitalien operieren oder Hormone verabreichen ohne darüber aufzuklären.</p>
<p>Ärtzt*innen lernen im Studium: Genau so sieht ein &#8222;normaler&#8220; Mensch aus. Alles andere ist ein Problem.<br />
Dann wird auswendig gelernt, was bei welcher Abweichung zu tun sei, damit alles wieder &#8222;normal&#8220; wird.</p>
<p>Sicher gibt es mittlerweile auch ein paar Progressive in der Medizin, die das anders sehen, aber die Mehrheit glaubt: &#8222;Inter* ist eine Krankheit . Und es ist Aufgabe der Medizin sie zu heilen. Auch wenn diese &#8222;Heilung&#8220; aus Narben und Trauma und Scham besteht, ist das immer noch besser, als einen Körper zu haben, ohne Narben, der aber offensichtlich Inter* ist.&#8220;</p>
<p>Auch wenn es ein großer Erfolg war, dass es endlich einen dritten Geschlechtseintrag gibt, hat es traurig und wütend gemacht, dass wieder ausgerechnet Mediziner*innen entscheiden und begutachten sollen, wer denn jetzt Inter* genug ist. Obwohl es laut Medizin ja eigentlich gar keine Inter* gibt, sondern nur viele verschiedene Syndrome und Diagnosen von Leuten die alle eigentlich Männer* oder Frauen* seien, nur eben mit Abweichungen, die es zu korrigieren gilt.</p>
<p>Aber auch abgesehen von dem spezifischem Inter* Thema ist mir bei vielen Kontakten mit Ärzt*innen folgendes aufgefallen: Sie alle lernen wohl sehr viele Latein-Vokabeln im Studium, aber scheinbar gibt es kein einziges Seminar zu Empathie. Keine einzige Schulung darin, ein freundliches Gespräch mit Patient*innen zu führen.</p>
<p>Oder die Mediziner*innen, die ich getroffen habe, haben alle ausgerechnet dieses Seminar verpasst.<br />
Jedenfalls bin ich wütend. Viele andere Inter* auch. Weil es Zeit wird, dass auch Mediziner*innen unsere Körper respektieren. Und nicht daran herum experimentieren.</p>
<p>Das biologische Geschlecht ist komplexer als die meisten glauben.<br />
Hormone, Chromosonen, innere und äußere Anatomie spielen eine Rolle.<br />
Im Übrigen ist jeder Mensch als Embryo Inter* und fast alle Menschen haben sowohl Testosteron als auch Östrogen im Blut.</p>
<p>Es gibt soviel Unwissen zu dem Thema biologisches Geschlecht, dass ich einmal, nachdem ich mich als Inter* geoutet habe, von einer Person gefragt wurde: &#8222;Ja und welche Farbe hat dann dein Blut?&#8220;<br />
Es ist Rot. Leider gibt es kein Regenbogenfarben-Inter*-Blut, womit ich angeben könnte.<br />
Es glitzert auch nicht im Dunkeln.</p>
<p>Denn obwohl unsere Körper so exotisiert werden gilt ja: eigentlich sind die Ähnlichkeiten zwischen Inter* und Endo (nicht Inter*) Körpern sehr viel größer als die Unterschiede.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ikas Musikempfehlung: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_37YRkp4hIQ" target="_blank" rel="noopener"><strong>Ein toller RiotGrrrl Song dazu</strong></a>.</li>
<li>Alle Texte von Ika findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/ika/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Online ist anonyme Bösheit grenzenlos</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/02/online-boesheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2021 07:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Hass und Beleidigungen im Netz sind nach wie vor ein großes Problem. Ob es nun um Politik, die neuesten Corona-Verordnungen oder schlicht und ergreifend um authentische Geschichten aus dem Leben eines*einer Blogger*in geht — auf die Hater wartet man in der Regel nicht lange! Unsere Autorin Marie macht sich in diesem Text ein paar Gedanken darüber, woher]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hass und Beleidigungen im Netz sind nach wie vor ein großes Problem. Ob es nun um Politik, die neuesten Corona-Verordnungen oder schlicht und ergreifend um authentische Geschichten aus dem Leben eines*einer Blogger*in geht — auf die Hater wartet man in der Regel nicht lange! Unsere Autorin Marie macht sich in diesem Text ein paar Gedanken darüber, woher dieser immense und oft anonym herausgebrüllte Hass rühren könnte — und erzählt außerdem davon, was sie motiviert, trotzdem weiterzumachen.</strong></p>
<p><span id="more-12692"></span></p>
<p>Ich schreibe über ein Thema, das man als Blogger, Youtuber und Influencer kennt und mit umzugehen lernen muss.</p>
<p>Jeder Mensch, der öffentlich in den sozialen Medien steht, über sein Leben berichtet oder sich komplett öffnet und angreifbar macht, damit auf den sozialen Medien eventuell noch Geld verdient, muss eine Sache in Kauf nehmen und sich ein dickes Fell zulegen &#8211; und wenn man das nicht kann, wird man wahrscheinlich von Zeit zu Zeit an sich selbst zweifeln und sehr darunter leiden:<br />
Die allseits bekannten HATER in den sozialen Medien.</p>
<p>Oft frage ich mich, wieso es online so viele beleidigende, angreifende Menschen gibt, die kein Blatt vor den Mund nehmen und nicht davor scheuen, mit bösen Begriffen und Anschuldigungen um sich zu werfen. Die das Leben Anderer auseinandernehmen, einfach alles schlecht machen und nicht auch nur einmal dran denken, dass es deren Leben ist und nicht das eigene.<br />
„Leben und leben lassen“. Das interessiert niemanden.</p>
<p>Ich denke, dass all das etwas mit hochgradiger Missgunst zutun hat, weil das eigene Leben eventuell nicht so läuft, wie man es gerne hätte. Viele Menschen haben ein Problem damit, laut zu werden, sich zu öffnen und über kritische Themen zu reden. Schwächen zuzugeben und sich damit authentisch und selbstbewusst zu präsentieren.<br />
Und das ist etwas, was ganz viele öffentliche Blogger tun:<br />
Sie verhalten sich eben genauso. Öffnen sich gegenüber einer Vielzahl fremder Menschen, zeigen, dass Schwäche in Ordnung ist. Und dafür müssen sie einiges aushalten von wahrscheinlich denjenigen, die genau das nicht können und auf diese „Gabe“ neidisch sind, denn es ist etwas Gutes, das zu können. Man motiviert, man reflektiert sich selbst.</p>
<p>Obwohl sie einen nur als „Boxsack“ dafür benutzen, weil sie etwas kompensieren müssen, werden diejenigen fertig gemacht, die, wie zum Beispiel ich auf Instagram, ehrlich Schwächen und auch scheiß Zeiten im Leben präsentieren, um Anderen ein gutes Gefühl zu geben. Ein Gefühl von Verbundenheit, ein Du-bist-nicht-allein-Gefühl.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nicht nur ein perfektes, aufgesetztes Leben. Aber egal, ob man eben authentisch ist und „die Wahrheit“ zeigt, oder sich dafür entschieden hat, nur perfekte Situationen aus dem Leben zu zeigen und damit eine spezielle Reichweite in eine Art Traumwelt einzuladen, gibt es diese Hater, die niemals ihr Leben ändern würden, um erfüllter zu sein, die sich niemals trauen würden, über ihre eigenen Schwächen zu reden, aber ganz groß dabei sind, genau die, die das nämlich können und tun &#8211; und damit anderen helfen und motivieren &#8211; durchweg schlecht zu machen und zu denken, es würde jemanden jucken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Am besten geht das natürlich so anonym wie möglich. Fake-Profile, kein abonnieren des Profils und auch spionieren lassen. Mit jedem Beitrag, jedem „nackt machen“, indem man aus dem Herzen spricht und Schwächen zugibt, bietet man eine Angriffsfläche für all die, die damit nicht umgehen können, dass man so selbstreflektiert und selbstbewusst ist, sich nicht einschränken lässt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Influencer, die Geld mit sozialen Medien verdienen, müssen Neider und Hater akzeptieren, ob sie wollen oder nicht. Denn, wenn sie sich einschränken, hat das große Ausmaße. Sie würden Abonnenten verlieren, die Reichweite würde sich verkleinern und die Folge ist, dass Kooperationen eventuell gekündigt werden.</p>
<p>Ich blogge auf Instagram und bekomme keinen Cent dafür. Ich habe nichts zu verlieren, es hängt nichts davon ab, was ich preisgebe und wie sehr ich mich Fremden gegenüber öffne. All das, was ich erzähle, mache ich freiwillig und weil ich so viel positive Rückmeldungen bekomme von Menschen, die ich noch nie im Leben gesehen habe. Sie fühlen sich motiviert und freuen sich darüber, dass ich authentisch bin, kritische Themen anspreche und vor allem Themen, die jeden beschäftigen.</p>
<p>Ich frage mich, was Hater für ein Ziel damit haben, ihre Missgunst überall zu verteilen.<br />
Es ist ein leichtes Spiel, anonym, nicht mal mit einem Foto auf dem Profil, zu beleidigen und mit bösen Beschimpfungen, um sich zu schmeißen. Man kann diejenigen nicht nachverfolgen, es ist einfacher, online respektlos zu sein und ordentlich die Sau rauszulassen, als wenn man dieser meist fremden Person auf der Straße gegenübersteht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>So ist das nunmal.<br />
Niemand würde auf eine fremde Person zugehen und ihm persönlich ins Gesicht sagen:</p>
<p>„Deine Kleidung sieht richtig scheiße aus, wie kannst du denn sowas nur anziehen, das würde ich nie tun.“</p>
<p>„Du kaufst Erdbeeren, obwohl gerade gar keine Saison ist? Ich würde das ja nicht machen.“</p>
<p>„Du bist fett, ich verstehe gar nicht, wieso dein/e Partner/in mit dir zusammen ist.“</p>
<p>„Dein Kind ist alt genug, um keine Windeln mehr zu tragen, es tut mir echt leid, solche Eltern zu haben.“</p>
<p>Versteckte, unsichtbare Hater sind gefährlich, denn sie würde niemals mit der Wimper zucken, so sehr zu verletzen, zu beschimpfen, zu mobben, dass sie selbst eine Grenze sehen. Anonym ist Bösheit grenzenlos.</p>
<p>Und anscheinend tut es gut, jemanden das fühlen zu lassen, was man selbst fühlt. Hater tun das Gegenteil davon, ihre bösen Worte für sich zu behalten, wenn sie nichts Nettes zu sagen haben und das macht den Begriff „Hater“ überhaupt erst aus, denn das ist ihre Aufgabe: Nicht leise zu sein, auf keinen Fall das, was ihnen nicht passt, für sich zu behalten und die Person damit zu verschonen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Sinn dahinter ist, all den Bloggern so gut es geht, ein extrem schlechtes Gefühl zu geben, DAMIT sie sich schlecht fühlen und an sich selbst zweifeln. Sie wollen, dass Menschen sich schlecht fühlen, weil sie sich selbst schlecht fühlen.<br />
Was ist das bitte für ein beschissenes Mindset.</p>
<p>Authentische Blogger, wie zum Beispiel ich, wollen, dass es Menschen, die sich schlecht und allein fühlen, besser geht. Ich öffne mich mit Themen, um verschlossenen Menschen zu zeigen, dass sie trotzdem gehört werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und Andere wollen, dass es mir schlecht geht.<br />
Wird es nicht. Es wird mir niemals schlecht gehen, wenn sich Andere darum bemühen.<br />
Dafür bin ich zu stark und wünsche das all den anderen Bloggern, Youtubern und Influencern da draußen auch. Glaubt an euch und an das, was ihr vermitteln wollt.<br />
Und den Hatern wünsche ich, diesen stillen Zorn loszulassen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es wird euch nicht glücklicher und erfüllter<span class="Apple-converted-space"> </span>machen, Andere unglücklich zu machen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Unsere Autorin Veronika Rieger hat bereits <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/veronika-rieger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>mehrere Texte zum Thema Hass im Netz</strong></a> veröffentlicht.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>I‘m gonna live until I die</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/01/im-gonna-live-until-i-die/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2021 13:21:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Ika schreibt heute über ein Thema, mit dem wir alle früher oder später konfrontiert werden &#8211; kein Weg führt daran vorbei: Es geht um Tod und Trauer. Jede*r geht anders damit um, und das ist auch absolut in Ordnung. Bloß verdrängen sollten wir es nicht unbedingt. Stattdessen lieber darüber reden oder, so wie Ika: darüber]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ika schreibt heute über ein Thema, mit dem wir alle früher oder später konfrontiert werden &#8211; kein Weg führt daran vorbei: Es geht um Tod und Trauer. Jede*r geht anders damit um, und das ist auch absolut in Ordnung. Bloß verdrängen sollten wir es nicht unbedingt. Stattdessen lieber darüber reden oder, so wie Ika: darüber schreiben.</strong></p>
<p><span id="more-12707"></span></p>
<p>Heute hat diese Kolumne ein etwas anderes Thema. Es soll weniger um Inter* sein gehen. Achtung &#8211; nicht erschrecken. Aber heute geht es um das Thema Tod und Trauer. Viele haben Angst vor dem Tod. Oder verdrängen den Tod.</p>
<p>Wir scheinen in einer Zeit und Gegend zu leben, in der für starke Gefühle wenig Platz ist.</p>
<p>Ständig gibt es Nachrichten über die neuesten Corona-Zahlen.</p>
<p>Leute wissen Infektionsraten und R-Werte. Aber Menschen sind keine Zahlen.</p>
<p>Selten lese ich die Geschichten hinter den Zahlen.</p>
<p>Von der Angst vor Corona, von der Trauer um Angehörige.</p>
<p>Es scheint Manchen dann wichtiger, dass &#8222;die Wirtschaft&#8220; läuft &#8211; als dass möglichst viele gesund bleiben.</p>
<p>Ich glaube sogar, dass auch die ganzen Maskenverweigerer unbewusst aus Angst vor dem Tod<span class="Apple-converted-space">  </span>handeln.</p>
<p>Manche Menschen haben ein so zerbrechliches Ego, dass sie nicht durch ein Stück Tuch an die eigene Sterblichkeit erinnert werden wollen.</p>
<p>Für mich ein Zeichen dafür, dass Verdrängung im Umgang mit dem Tod und der Trauer nicht unbedingt die beste Strategie ist.</p>
<p>Auch wenn ich selber Verdrängung kenne.</p>
<p>Ich glaube aber, dass wir eigentlich auch viel vom Tod lernen können.</p>
<p>In einem Interview<span class="Apple-converted-space"> </span>mit einem Hospiz-Mitarbeiter wurde dieser gefragt, ob sein Job nicht sehr psychisch belastend wäre und wie er das schaffen würde.</p>
<p>Er hat sinngemäß geantwortet, dass es ihm gut tue, das Gefühl zu haben, etwas Wichtiges zu tun. Er meinte, dass viele seiner Patienten Humor hätten und sehr dankbar seien.</p>
<p>Dann hat er noch betont, dass ein Satz, den er bis jetzt noch nie von den Sterbenden gehört habe lautet: Ach, wär ich doch nur früher mal länger im Büro geblieben.</p>
<p>Auch der Satz &#8211; hätte ich doch nur besser mal auf einen glatten Lebenslauf geachtet &#8211; wird wohl eher selten am Sterbebett zu hören sein.</p>
<p>Ich denke dann an die Schulzeit zurück.</p>
<p>Im Poesiealbum haben alle noch geschrieben &#8211; Lebe jeden Tag als wäre er dein letzter.</p>
<p>Aber dann kam wohl irgendwie der Alltag dazwischen.</p>
<p>Leute fingen an Bäume zu pflanzen, Kinder zu kriegen, eine Karriere zu machen.</p>
<p>Bei mir war das irgendwie anders.</p>
<p>Das war glaub ich kein Zufall.</p>
<p>Mit drei Jahren ist mein Zwillingsbruder an Krebs gestorben.</p>
<p>Ich hatte eigentlich ziemliche Verlustängste.</p>
<p>Aber auch Angst ist manchmal ein krasser Motor.</p>
<p>Und während ich Angst hatte, andere zu verlieren &#8211; hatte ich um mich selber wenig Angst.</p>
<p>Manchmal eher eine Narrenfreiheit.</p>
<p>Wenn das Leben offensichtlich eh jederzeit vorbei sein könnte &#8211; kann ich auch jetzt ein bisschen geniessen, anstatt vernünftig an die Zukunft zu denken. No Future &#8211; wisst ihr?</p>
<p>Manche verpassen aus Angst vor dem Tod ihr Leben. Ich habe eher versucht für zwei zu leben.</p>
<p>Manchmal war das toll &#8211; manchmal ganz schön anstrengend.</p>
<p>Für ein live fast, die young &#8211; und den Rockstar-Tod mit 27 &#8211; bin ich mittlerweile zu alt.</p>
<p>Also gewöhn ich mich besser mal daran, noch etwas länger auf dieser blauen runden Kugel durch den Raum zu reisen.</p>
<p>Ich muss wohl doch ein bisschen – planen &#8211; an später denken – Geduld &#8211; lernen.</p>
<p>Aber wenn ich daran denke &#8211; wie andere ihr Glück auf nach der Rente oder<span class="Apple-converted-space"> </span>einen angeblichen Himmel &#8211; nach dem Tod verschieben. Wenn ich daran denke, wie andere ihr Leben so wenig schätzen, dass sie nie an den Punkt kommen, mal zu fragen, was ihnen eigentlich wichtig ist.</p>
<p>Dann bin ich doch ein bisschen froh, dass da einiges anders gelaufen ist bei mir.</p>
<p>Ich will hier gar nichts schön reden. Trauer ist ein unangenehmes Gefühl. Tod macht Angst. Auch Corona macht Angst und ich würde lieber nicht in Zeiten einer Pandemie leben.</p>
<p>Aber vielleicht ist es ein guter Zeitpunkt, damit aufzuhören, Tod und Trauer zu verdrängen.</p>
<p>Wir sind alle sterblich. Auch wenn der Tod nicht für alle gleich ist. Weil es viel mit den Lebensbedingungen zu tun hat, wer welche Lebenserwartung hat.</p>
<p>Trotzdem hat jede*r nur ein Leben.</p>
<p>Das könnte und sollte doch eigentlich ein Ansporn sein. Das Beste daraus zu machen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wie immer hat Ika <a href="https://www.youtube.com/watch?v=-azBAvaifQk" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>noch einen Musiktipp</strong></a> für euch.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Der Mediengestalter Ayman</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/lebenslaeufe-der-mediengestalter-ayman/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich hat Ayman mal in Syrien gelebt und als Stuckateur gearbeitet. Ein Job, den er sich selbst jetzt nicht unbedingt ausgesucht hätte. Inzwischen hat er sein Zuhause in Wettin gefunden und macht dort eine Ausbildung zum Mediengestalter — und hat sich verliebt, und zwar in Kamera und Licht. Wusstet ihr schon, dass die beiden quasi Verwandte sind?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich hat Ayman mal in Syrien gelebt und als Stuckateur gearbeitet. Ein Job, den er sich selbst jetzt nicht unbedingt ausgesucht hätte. Inzwischen hat er sein Zuhause in Wettin gefunden und macht dort eine Ausbildung zum Mediengestalter — und hat sich verliebt, und zwar in Kamera und Licht. Wusstet ihr schon, dass die beiden quasi Verwandte sind? Für unsere Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220; hat Conrad ein tolles Portrait von einem beeindruckenden jungen Mann gedreht. Unbedingt anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-12656"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Lebensläufe <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>gibt es hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Teufelskreis</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/teufelskreis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lidia]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2020 07:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Sei doch einfach mal glücklich!&#8220; Hat das auch schon mal jemand zu euch gesagt? Oder, Hand aufs Herz: Habt ihr das vielleicht schon mal zu jemandem gesagt, vielleicht ja zu euch selbst? Unsere Autorin Lidia hat einen mitreißenden Text darüber geschrieben, weshalb das gar nicht mal so einfach umzusetzen ist in der Welt, in der]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Sei doch einfach mal glücklich!&#8220; Hat das auch schon mal jemand zu euch gesagt? Oder, Hand aufs Herz: Habt ihr das vielleicht schon mal zu jemandem gesagt, vielleicht ja zu euch selbst? Unsere Autorin Lidia hat einen mitreißenden Text darüber geschrieben, weshalb das gar nicht mal so einfach umzusetzen ist in der Welt, in der wir leben — selbst wenn es uns eigentlich gut geht. Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-12639"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr inspirierende Texte von Lidia <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lidia/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Auf dem Silbertablett</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/11/auf-dem-silbertablett/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2020 07:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[onlinegelände20]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn wir in diesem Jahr nicht an einem Ort zusammenfinden und &#8222;nur&#8220; ein #onlinegelände20 veranstalten konnten &#8211; es sind sooo viele tolle Texte und Beiträge entstanden! So zum Beispiel dieses Gedicht über Empathie von Melanie Flores Bernholz, den sie gleich in zwei Sprachen geschrieben hat.  En bandeja de plata. ¡Qué ingenua la naturaleza humana]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch wenn wir in diesem Jahr nicht an einem Ort zusammenfinden und &#8222;nur&#8220; ein #onlinegelände20 veranstalten konnten &#8211; es sind sooo viele tolle Texte und Beiträge entstanden! So zum Beispiel dieses Gedicht über Empathie von Melanie Flores Bernholz, den sie gleich in zwei Sprachen geschrieben hat. </strong></p>
<p><span id="more-12546"></span></p>
<p><strong>En bandeja de plata.</strong></p>
<p>¡Qué ingenua la naturaleza humana y su empatía!<br />
Siempre fijada en lo que se le trae servido en bandeja de plata, sin cuestionar, sin recapacitar&#8230;<br />
Da igual si feliz o triste, para ella nada existe más allá del propio vivir, pues hasta que no lo sienta en su ente, del desconocido no comprenderá el sufrir.</p>
<p>Parecerá tener la clave quien se adueñe de ella, pero ¡ay santo cielo! De la nada no sale, no hay ser capaz de imaginar ni sentir lo que no conoce o bien no sabe.</p>
<p><strong>Auf dem Silbertablett.</strong></p>
<p>Wie naiv die menschliche Natur und ihre Empathie!<br />
Immer auf das fixiert, was man ihr auf dem Silbertablett serviert, ohne zu hinterfragen, ohne zu überlegen&#8230;<br />
Egal ob glücklich oder traurig, des eigenen Lebens weiter hinaus existiert für sie kein Graus, denn bis sie es nicht am eigenem Leibe erfährt, wird sie das Leiden des Unbekannten nicht verstehen.</p>
<p>Wer sie beherrscht, scheint den Schlüssel zu haben, doch ach Du meine Güte! Aus dem Nichts kommt sie nicht, denn kein Wesen ist fähig sich vorzustellen oder gar zu empfinden, was es nicht kennt.</p>
<p>Melanie Flores Bernholz, 09.07.2020.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Unter dem <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/onlinegelaende20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hashtag #onlinegelände20</strong></a> findet ihr viele weitere Beiträge, die diesen Sommer entstanden sind.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>New Realities: Jamilah</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/11/jamilah/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hollies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind riesige Fans der Serie NEW REALITIES von Lenovo, die zehn junge, inspirierende Frauen aus zehn verschiedenen Ländern portraitiert. Und mit dabei ist Jamilah von den Hollies! Schaut euch unbedingt diesen Film an und lernt Jamilah kennen 😍 Sie ist nicht nur selbst als Rapperin aktiv und will so die von Sexismus durchzogene Musikbranche verändern, sondern]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind riesige Fans der Serie <em>NEW REALITIES</em> von Lenovo, die zehn junge, inspirierende Frauen aus zehn verschiedenen Ländern portraitiert. Und mit dabei ist Jamilah von den Hollies! Schaut euch unbedingt diesen Film an und lernt Jamilah kennen </strong>😍 <strong>Sie ist nicht nur selbst als Rapperin aktiv und will so die von Sexismus durchzogene Musikbranche verändern, sondern leitet auch andere junge Frauen und Mädchen an, ihre Stimmen mithilfe von digitalen Medien hörbar zu machen. &#8222;I want to make the invisible voices heard in Germany&#8220;, sagt sie.</strong></p>
<p><span id="more-12541"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.lenovo.com/us/en/newrealities/stories/germany/?fbclid=IwAR2kkErl0KQKT8CM39XHByFIlyir78YERP0m2xgquSUb_YWNGjs-BmcXaOg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> findet ihr mehr Infos zu Jamilah.</li>
<li>Und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wYgll7x_aBw" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier klickt ihr euch zum Trailer</strong></a> für das New Realities-Projekt.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was hältst du vom Begriff Coming Out?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/was-haeltst-du-vom-begriff-coming-out/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 07:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben euch schon einmal ein Video der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg e.V. präsentieren dürfen und freuen uns, dass es heute wieder so weit ist 🎉 Im Rahmen des Projekts „Andrej ist anders und Selma liebt Sandra“ wurden junge queere Menschen mit den unterschiedlichsten Backgrounds interviewt. In diesem Video geht es um&#8217;s Coming Out. Was soll das eigentlich,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben euch schon einmal ein Video der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg e.V. präsentieren dürfen und freuen uns, dass es heute wieder so weit ist </strong>🎉 <strong>Im Rahmen des Projekts „Andrej ist anders und Selma liebt Sandra“ wurden junge queere Menschen mit den unterschiedlichsten Backgrounds interviewt. In diesem Video geht es um&#8217;s Coming Out. Was soll das eigentlich, und was halten sie davon? </strong></p>
<p><span id="more-12519"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/05/erfahrungen-in-der-schule/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>In diesem Video</strong></a> sprechen die Interviewten über ihre Erfahrungen in der Schule.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was kann ich gegen Hate Speech tun?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/was-kann-ich-gegen-hate-speech-tun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2020 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Hatespeech]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[In ihrem letzten Beitrag hat uns Veronika Rieger erklärt, was Hate Speech eigentlich ist (den Link findest du unten). Heute geht es darum, was wir alle gegen Hate Speech tun können. Glücklicherweise ist das nämlich so einiges! Wir müssen den ganzen Hass keinesfalls einfach aushalten oder gar tolerieren. Also lasst uns aktiv werden! Rezepte gegen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In ihrem letzten Beitrag hat uns Veronika Rieger erklärt, was Hate Speech eigentlich ist (den Link findest du unten). Heute geht es darum, was wir alle <em>gegen</em> Hate Speech tun können. Glücklicherweise ist das nämlich so einiges! Wir müssen den ganzen Hass keinesfalls einfach aushalten oder gar tolerieren. Also lasst uns aktiv werden!</strong></p>
<p><span id="more-12426"></span></p>
<p><b>Rezepte gegen Trolle – Wie Stellung gegen Hass im Netz beziehen funktionieren kann<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Hate Speech ist ein weit verbreitetes Phänomen und trotzdem reagiert bisher nur ein kleiner Teil der digitalen Gesellschaft mit aktiver Gegenrede auf Hass im Netz. Das führt dazu, dass nur 31% der Verfasser*innen von Hate Speech für ihre Postings kritisiert werden.<br />
Dabei ist es unerlässlich Hass im Netz nicht einfach unkommentiert stehen zu lassen, sondern Haltung zu bewahren und Stellung zu beziehen.</p>
<p><b>Warum sollte ich mich gegen Hate Speech einsetzen?</b></p>
<p>Hate Speech greift nicht nur die explizit angegriffene Person oder Personengruppe an, sondern immer auch die Gesellschaft, in der wir leben! Wenn Menschen durch Hass im Internet so eingeschüchtert werden sollen, dass sie sich nicht mehr trauen ihre Meinung zu sagen oder sich zu zeigen, schadet das unserer Demokratie</p>
<p>Sich gegen Hass im Netz einzusetzen heißt also sich für die Freiheit und Sicherheit von sich und anderen in der Gesellschaft einzusetzen. Die Gesetze schützen uns dabei, denn niemand muss Hassreden hinnehmen oder aushalten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Wie kann ich mich gegen Hate Speech einsetzen?</b></p>
<p>Wenn du Hate Speech im Internet entdeckst, kannst du aktiv werden! Das Ziel ist dabei die Betroffenen nicht alleine in der Auseinandersetzung mit den Hater*innen stehen zu lassen und den Mitlesenden zu zeigen, dass Hate Speech nicht akzeptiert und haltlos ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Stärke die Angegriffenen:<br />
Kontaktiere die angegriffene Person und frag nach, wie du sie unterstützen kannst. Tritt für ihre Rechte ein. Wenn eine Personengruppe angegriffen wird, kannst du nachforschen ob ein*e Vertreter*in der Personengruppe sich geäußert hat und diese unterstützen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Bleibe sachlich und ruhig. Lass dich nicht auf das Niveau der Hater*innen ein, indem du beleidigend oder abwertend reagierst.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Benenne die Hassrede des/der anderen („Das ist rassistisch/sexistisch etc.“).</p>
<p>Fake News kannst du leicht enttarnen, in dem du sie mit verlässlichen Artikeln widerlegst oder nach konkreten Quellen für das Behauptete fragst.</p>
<p>Über strafrechtlich relevante Hate Speech musst du nicht diskutieren! Du kannst online den relevanten Paragraphen finden und unter das Hass-Posting setzen, um die anderen Personen darauf aufmerksam machen, dass der Inhalt dieses Postings illegal ist.<br />
Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich an die Internet-Beschwerde-Stelle, die Online-Wache der Polizei oder <a href="https://love-storm.de/#actions" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>love-storm.de</strong></a> wenden!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dokumentiere die Hasskommentare und Nachrichten dazu, am besten mit einem Screenshot und einem Screenshot des Profils der Hater*innen.</p>
<p>Lösche den Hasskommentar, fordere die Person auf ihren Kommentar / ihr Bild / ihr Posting zu löschen oder mache die Seite darauf aufmerksam, was auf ihrer Plattform geschieht, und fordere sie dazu auf das Hassposting zu entfernen.</p>
<p>Du musst nicht ewig diskutieren. Mach deine Position klar und beende das Gespräch, wann immer du willst.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Und wenn ich selbst betroffen bin?<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Zu aller Erst: Es liegt nicht an dir! Der dir entgegengebrachte Hass entsteht aus Projektionen, die mit dir als Person nur sehr sehr wenig zu tun haben. Das im Bewusstsein zu haben verringert den Hass leider nicht, hilft dir aber vielleicht die Nachrichten besser abstreifen zu können.</p>
<p>Mach dein Profil dicht! Stelle es auf privat, überprüfe deine Sicherheitseinstellungen und verwende ein sicheres Passwort.</p>
<p>Blockiere die lautstärksten Angreifer*innen! Du musst dich derartigen Angriffen nicht aussetzen und bist unter keinen Umständen verpflichtet auf sie zu reagieren.</p>
<p>Du entscheidest, ob und wie du auf einen Angriff reagieren möchtest! Du kannst jederzeit offline gehen und eine Person deines Vertrauens mit einbinden.</p>
<p>Hol dir Hilfe: Aktiviere deine Freund*innen! Wenn du selbst die Kommentare nicht mehr sehen willst und es dich belastet, kann es helfen, eine vertraute Person zu haben, die sich für dich um den Hass kümmert, Kommentare meldet, Nutzer*innen sperrt und Ihr Profil wieder nutzbar macht.<br />
Wenn du weitere Unterstützung möchtest, wende dich an professionelle Beratungsstellen wie <a href="https://hateaid.org/politische-forderungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HateAid</strong></a>.</p>
<p>Sammle strafrechtlich Relevantes mit Screenshot und URL, melde Nachrichten und Kommentare auf der Plattform<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sprich über deine Erfahrungen mit Hass im Internet und suche dir Verbündete! Gemeinsam ist es leichter deine Erlebnisse zu reflektieren und zu verarbeiten</p>
<p>Es ist nicht schwer sich gegen Hate Speech einzusetzen und je mehr von uns aktiv werden, umso stärker und geschlossener können wir auf Hass im Internet reagieren. Wenn du dich weiter schlau machen möchtest, findest du <a href="https://app.love-storm.de/trainings" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>  kostenlose Online-Trainings für den richtigen Umgang mit Hate Speech. Niemand muss Hass im Internet aushalten und über sich ergehen lassen und niemand muss Hass im Internet alleine bewältigen. Gut, dass wir gemeinsam ganz schön viele sind! <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von Veronika, zum Beispiel darüber, was Hate Speech eigentlich ist, findest du <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/veronika-rieger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir Sind Alle Gleich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/wir-sind-alle-gleich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Hoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2020 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12420</guid>

					<description><![CDATA[Hand hoch, wer ebenfalls sehnlichst auf einen neuen Track von Ecxes gewartet hat! ✋✋✋ Wir freuen uns sehr, euch heute &#8222;Wir Sind Alle Gleich&#8220; präsentieren zu können. Ein Track, der wie gewohnt ganz klare Ansagen, aber auch Mut macht. &#8222;Wir denken in Schubladen doch sollten schleunigst damit Schluss machen!&#8220; Definitiv! Mehr dazu: Mehr Rap gibt es hier!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hand hoch, wer ebenfalls sehnlichst auf einen neuen Track von Ecxes gewartet hat! ✋✋✋ Wir freuen uns sehr, euch heute &#8222;Wir Sind Alle Gleich&#8220; präsentieren zu können. Ein Track, der wie gewohnt ganz klare Ansagen, aber auch Mut macht. &#8222;Wir denken in Schubladen doch sollten schleunigst damit Schluss machen!&#8220; Definitiv!</strong></p>
<p><span id="more-12420"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/rap/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Rap gibt es hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Birgit Hohnen &#8211; Letzte Texte</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/08/birgit-hohnen-letzte-texte/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/08/birgit-hohnen-letzte-texte/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2020 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Birgit Hohnen war von Anfang an bei der Redaktionsgruppe Story Teller dabei. Nun ist sie gestorben. Wir sind sehr traurig darüber aber auch glücklich, dass wir so viele ihrer wunderbaren Texte veröffentlichen durften. Weil sie nicht schreiben kann, diktierte sie ihre Texte. Sie hat/te eine kreative Denkweise, ein originelles Ausdrucksvermögen und war herzvoll engagiert für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Birgit Hohnen war von Anfang an bei der Redaktionsgruppe Story Teller dabei. Nun ist sie gestorben. Wir sind sehr traurig darüber aber auch glücklich, dass wir so viele ihrer wunderbaren Texte veröffentlichen durften. Weil sie nicht schreiben kann, diktierte sie ihre Texte. Sie hat/te eine kreative Denkweise, ein originelles Ausdrucksvermögen und war herzvoll engagiert für eine bessere Welt. In Erinnerung an Birgit Hohnen möchten wir euch hier nochmal eine Auswahl ihrer Texte präsentieren. Hab´s gut Birgit in einer hoffentlich besseren Welt und danke, dass du deine Kunst mit uns geteilt hast.</strong></p>
<p><span id="more-12392"></span></p>
<p>&#8222;Intellektuell behindert&#8220; nennt man mich? Warum sagt man das? Ich find&#8217;s scheiße. Ich bin bereit über sowas zu sprechen. Aber nicht so. Das muss ich mir nicht anhören: behindert, intellektuell! Was bedeutet das? Ich bin sauer, weil ich das nicht hören mag. Das ist doch scheiße für die Menschen. Ich find&#8217;s unmöglich. Das ist wirklich eine Unverschämtheit! Sowas darf nicht sein! Guck dir doch mal die Leute an, die behindert sind. Und? Lebt man mit! Ich finde keinen Unterschied. Also wirklich. So ein Dünnsinn. Da fühle ich mich diskriminiert. Ich finde auch nicht in Ordnung, wenn man sagt: &#8222;Sie sind geistig behindert.&#8220; Die sollen sagen: &#8222;Entschuldigen Sie, Sie sind wie Sie sind&#8220;, aber die sollen nicht &#8222;geistig behindert&#8220; zu mir sagen. Ich fühle mich hintergangen mit diesem Wortbegriff.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was ist denn auch &#8222;geistige Behinderung&#8220; für ein Wort? Das ist doch völliger Schwachsinn. Ich fühle mich beschissen, wenn ich sowas höre. Ich kann mir nicht anhören, ich bin geistig behindert. Ich versuche alles, was ich kann. Ich gebe mir die größte Mühe. Ich kann, was ich kann. &#8222;Geistig behindert&#8220; will ich nicht hören. Das ist diskriminierend. Es geht nicht darum, ob man behindert ist. Das ist verletzlich. Dieses Wort beschimpft mich. Das ist ein beleidigtes Schimpfwort und hat seinen Sinn nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es braucht einen Sinneswandel.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Man muss bessere Strukturen machen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Was ist überhaupt &#8222;behindert &#8222;? Bei mir ist das so, wie ich geboren bin. Behinderung ist, dass man sich in manchen Dingen selbst nicht helfen kann. Im Leben geht es darum, was man kann. Ich würde gern mehr können. Trotzdem. Wenn ich &#8222;behindert&#8220; höre, bin ich gekränkt. Ich fühle mich krank dadurch. Und hintergangen oder übergangen. &#8222;Behindert&#8220; ist Schwachsinn, große Scheiße. Wenn ich das so höre, raste ich aus. Ich bin sehr aufgebraust. Ich finde das diskriminierend.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>♡</p>
<p><i>Frauenkampftag</i> <i>am 8. März</i></p>
<p>Frauen kämpfen zum Beispiel beim Judo. Und für ihre Rechte und für ihr Leben.<br />
Ich habe für meine Gesundheit gekämpft. Und dafür einfach stark zu sein und ich zu sein. Auch wenn ich behindert bin.<br />
Und ich will dazu am 8. März sagen: &#8222;Hey, ich bin auch mutig und ich bin auch stark!&#8220;<br />
Die Rechte und Gleichberechtigungen sind ja für alle wichtig. Das will ich unterstützen.<br />
Ich bin gegen Gewalt, gegen Kämpfe, gegen Krieg, gegen alles, was nicht in Ordnung ist, gegen alles, was nicht fair ist.<br />
Wenn man zusammen für die Gerechtigkeit kämpft, dann ist man stark.<br />
Es ist immer ein bisschen schwierig, wenn man denkt, dass man nicht kämpfen kann. Aber wenn man es gar nicht erst versucht, ist es noch schwieriger.<br />
Ich will ja nicht nur für mich kämpfen, sondern auch für die Rechte anderer Menschen. Darum geht es mir.<br />
Ich fühle mich gut, ich bin stolz auf mich, ich tue das Richtige. Ich kämpfe und bin dankbar dafür, dass ich da bin, wo ich sein wollte.<br />
Das habe ich mir selber geschaffen. Mit meiner Behinderung.<br />
Ich bin genau im gleichen Recht wie alle Frauen und alle Menschen. Es sollte keine Unterschiede geben.</p>
<p>♡</p>
<p><i>Gleichberechtigung</i></p>
<p>Gleichberechtigung ist für alle da. Man muss nicht gleich sein. Jeder ist anders. Aber alle sollen berechtigt sein, so zu sein wie sie sind. Manchmal muss man kämpfen für seine Rechte. Ich will kein Unrecht.<br />
Zu dieser Gleichberechtigung gehört mehr.<br />
Gleichberechtigung heißt auch: keine Gleichgültigkeit!<br />
Man muss gleichberechtigt sein. Jeder muss zu seinem Recht kommen. Jeder hat seine Rechte und seine Grenzen. Und die muss man ausleben.<br />
Heidrun aus meiner Wohngruppe braucht immer Begleitung; sie sammelt gerne Müll oder zerreißt Nachbars Hecken, aber weil sie nicht aufpasst, wird sie vielleicht totgefahren auf der Straße. Trotzdem: Heidrun soll auch gleichberechtigt werden.<br />
Gleiches Recht für eine und gleiches Recht für alle.<br />
Gleichberechtigungen müssen sein. Und Meinungen müssen gesagt werden.<br />
Es geht nicht darum, was meine Betreuer wollen, sondern was ich will.<br />
Zu Hause habe ich gelernt, dass man immer fragt und hilfsbereit ist. Ich brauche jemanden, der mich unterstützt. Ich brauche manchmal Rat. Andere sind auch krank oder haben Schmerzen oder Kummer oder Redebedarf: Da helfe ich auch.</p>
<p>♡</p>
<p><i>Zivilcourage</i></p>
<p>Zur Zivilcourage habe ich ganz viele Ideen! Courage hat auch andere Begriffe: stark, mutig, kämpferisch. Wenn wir Menschen sind, kommen wir auch mit Menschen zusammen, die nicht so gut sind. Das beschäftigt mich. Wie kann man Zivilcourage aktivieren? Das ist eine weltbewegende Sache. Wie auch die Selbstbestimmungsrechte.<br />
Ich finde einen Text über Zivilcourage wichtig.</p>
<p>Zivilcourage heißt vielleicht auch, dass gesagt wird: Wir brauchen Menschen mit und ohne Handicap. Ich habe viel Erfahrung damit. Manche Menschen fragen: Was bauen wir für eine Welt? Ich will eine Welt, in der wir zivilisierter sind und couragierter.</p>
<p>Zivilcourage ist bewundernswert. Menschen müssen beweglicher sein, die müssen aktiviert werden. Was meinst du, wie es weitergehen würde, wenn es keine Zivilcourage mehr gäbe? Zum Glück sind wir gut in der Zivilcourage.</p>
<p>Man muss sagen: Wir bauen eine gute Welt. Und es wird gut.</p>
<p>Ich würde in Situationsdelikte immer hingehen und sagen: Du kannst den Menschen hier nicht angreifen. Es ist auch meine Aufgabe, das zu sagen. Wenn ich eine gute Polizistin wäre, dann würde ich sagen: Stopp, jetzt mal halblang!</p>
<p>Zivilcourage ist Einmischung und Schlichtungssache. Man sollte nett und höflich sein, nicht beleidigen, sondern sagen: Ok, ich sage jetzt meine Meinung.<br />
Ich finde Zivilcourage wichtig. Wir brauchen insgesamt in der Welt, dass man nett ist zu anderen Menschen, dass man &#8222;Entschuldigung&#8220; sagt und &#8222;Ich habe Fehler gemacht.&#8220;</p>
<p>Wir können uns ändern, wir können nett sein und uns unterhalten mit anderen, die anders sind. Das wollen wir uns aufbauen.<br />
Zivilcourage ist etwas Bedeutendes. Das ist auch Mut zum Kämpfen. Dass man sagt: Ich will Mut haben und noch mehr neuen Mut schöpfen, um mehr Zivilcourage zu zeigen. Ich möchte mehr aktivieren. Ich bin eine erwachsene Frau und kann sagen: Das will ich, das kann ich!</p>
<p>Zivilcourage kann man aufbauen. Dass sich keiner drum kümmert, ist nicht gerechtfertigt. Viele sagen, wir kümmern uns drum, aber dann passiert doch nichts. Wer macht denn schon gern die Arbeit?</p>
<p>Wir brauchen Einkaufszentren, die barrierefrei sind. In unserem Einkaufszentrum ist vieles nicht barrierefrei. Sowas geht nicht! Häufig werden Sachen nicht gemacht, weil es finanziell nicht geleistet werden möchte. Es müssen aber Lösungen geschaffen werden, sodass sich jeder dazugehörig fühlt. Um Ziele zu erreichen gibt es immer Mittel und Wege.</p>
<p>Was anderes: Ich höre manchmal, dass Leute sich anschreien. Das geht nicht. Man kann sagen: Stopp! Aber nicht anschreien. Das gehört sich nicht. Ich erwarte, dass du die Leute nicht anbrüllst. Sondern dass du erklärst, was in deinem Kopf vor sich geht. Das kann man korrigieren. Du baust eine neue Situation auf, eine bessere Welt. Stopp! Ich will und ich kann. Ich will, dass es gut läuft. Ich kann mich für andere einsetzen.</p>
<p>Das ist ein Teil meines Lebensstils und meines Welterfolges.</p>
<p>Für mich ist es schon anders als früher. Früher ist jetzt nicht mehr. Früher war früher, und jetzt ist jetzt. Früher ist Vergangenheit. Was jetzt ist, ist viel besser.</p>
<p>Ich baue jetzt ein Schild, auf dem steht: Zivilcourage!</p>
<p>Sie müssen helfen, Sie müssen handeln!</p>
<p>Es gibt ganz unterschiedliche Situationen. Mit oder ohne Handicap. Es gibt auch Situationen mit Blinden. Mein Schulfreund ist blind; der macht alles mit Fühlen und Tasten. Blinde Menschen haben viel Leistung, die bauen sich das auf. Wir müssen das Gute für alle bauen.</p>
<p>Und man sollte Menschen nicht ärgern. In der Schule wird auch oft gehänselt oder gemobbt, aber was ist denn das für ein Zustand? Bau bitte eine andere Welt auf, geh dazwischen und hilf dem Opfer. Ich finde es sehr wichtig, dass man den Menschen beisteht. Ich passe auf, ich beschütze dich. Ich war auch mal traurig, als ich alleine war. Ich will, dass niemand alleine ist in traurigen Situationen.</p>
<p>Manchmal habe ich eine Brodel-Funktion in mir drin. Da brodelt was. Wenn ich im Fernsehen Flüchtlinge sehe, finde ich das furchtbar. Dann werde ich unruhig und stehe kurz davor auszurasten. Das ist furchtbar. Wenn ich dann schlafe, bekomme ich Panikattacken. Dann dreh ich mich um und schlafe dann weiter. Dann geht das Schlag auf Schlag. Dann versuche ich nachzudenken: Was kann man verbessern, was kann man verändern?</p>
<p>Dass den Menschen geholfen wird, soll jetzt endlich mal Standard sein. Ich will, dass jeder zu seinem Recht kommt. Punkt 1: Wie kann man den Flüchtlingen helfen? Punkt 2: Das Flüchtlingsheim soll kein Gefängnis sein, sieht aber so aus. Punkt 3: Zivilcourage bedeutet auch immer zuerst zu fragen, und nicht zu befehlen.</p>
<p>Es ist traurig. Vielen Menschen geht es gut. Wir haben eine Wohnung, wir haben ein Haus. Aber die Flüchtlinge haben sowas nicht. Was glaubst du, wie unangenehm das ist? Wir brauchen kein Flüchtlingsheim, sondern wir brauchen eine ganz andere Struktur. Wir müssen helfen, wir sind Beschützer, wir lieben euch. Ihr kommt zu eurem Recht. Ihr seid doch keine schlechten Menschen oder Opfer.</p>
<p>Das finde ich wichtig. Man kann sagen: Ich helfe dir und du hilfst mir.</p>
<p>Man baut den Leuten eine Zukunft auf. Eine Zukunft für die Flüchtlinge. Das muss man auch finanziell machen. Ich schreibe Texte für die Flüchtlinge. Ich will Trost, Liebe und Vertrauen spenden. Man macht sich viele Gedanken. Man schreibt die Gedanken in Texte.</p>
<p>Man sollte immer nett sein. Man sollte immer sagen: Du bist willkommen. Man kann immer sagen: Es tut mir leid, wenn ich dich verletzt habe. Man kann auch sagen: Ich mag dich nicht; aber wir müssen miteinander auskommen.</p>
<p>Alle Menschen gehören zur Welt. Egal ob im Rollstuhl. Wenn man ein Mensch mit einer Behinderung ist, dann kann man immer noch sagen: Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten, immer. Ich bin nicht wie du, aber ich bin wie ich, und ich lebe damit und du lebst damit.</p>
<p>Ein Flüchtling kann auch „behindert“ sein. Es geht jetzt nicht um mich selber, sondern darum, was man leisten kann. Es geht einfach darum, dass man sagt: Ja, man will und man kann.</p>
<p>Die Flüchtlinge müssen Hilfe haben. Manche haben auch bestimmte Rituale. Man muss auch sehen, dass man ein bisschen nachdenkt. Wenn ich mir überlegen würde, wenn ich jetzt ein Flüchtling wäre, dann müsste ich vielleicht sagen: Ich bin kein Mensch, ich bin ein Flüchtling.</p>
<p>Ein Flüchtling ist vielleicht hilflos. Jeder Mensch hat Möglichkeiten. Dass die Flüchtlinge keine haben, ist bittertraurig. Die Politik begeht Flüchtlingsmord. Es wird gelabert, es wird gesprochen über Krise und Opfer. Was haben wir denn davon? Es wird einfach keine Reaktion ausgeführt, es wird nur gelabert.</p>
<p>Das gebe ich nicht nur euch mit, sondern der ganzen Zukunft.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von den Story Tellern, darunter auch viele von Birgit, <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Talkrunde: Tarik Tesfu und Haszcara</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/talkrunde-tarik-tesfu-und-haszcara/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2020 08:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf jeden Fall eines der absoluten Highlights des vergangenen #onlinegelände20: Die Talkrunde mit the one and only Tarik Tesfu und der Berliner Rapperin Haszcara 😍😍😍 Die beiden sprechen über Feminismus, Repräsentation und Empowerment &#8211; Tarik nennt das passenderweise &#8218;Die heilige Dreifaltigkeit&#8216;. Wir freuen uns riesig, euch heute das Video präsentieren zu können! Mehr dazu: Hier geht&#8217;s]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf jeden Fall eines der absoluten Highlights des vergangenen #onlinegelände20: Die Talkrunde mit the one and only Tarik Tesfu und der Berliner Rapperin Haszcara 😍😍😍 Die beiden sprechen über Feminismus, Repräsentation und Empowerment &#8211; Tarik nennt das passenderweise &#8218;Die heilige Dreifaltigkeit&#8216;. Wir freuen uns riesig, euch heute das Video präsentieren zu können!</strong></p>
<p><span id="more-12366"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier geht&#8217;s zu <a href="https://www.instagram.com/tesfu_tarik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Tariks Insta-Profil</strong></a>.</li>
<li>Und hier zu <a href="https://www.instagram.com/haszcara/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Haszcaras</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Radioglowgirls &#8211; #onlinegelände20</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/radioglowgirls-onlinegelaende20/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2020 07:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[onlinegelände20]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieses Jahr gibt&#8217;s leider keinen #gelände-Aftermovie, aber dafür einen tollen Radiobeitrag der Radioglowgirls, whoop whoop! Die Radioglowgirls sind ein Projekt der Hörfunk- und Projektwerkstatt Leipzig &#8211; Radio Blau. Die Reporter*innen haben selbst bei ein paar Workshops mitgemacht und mit Robert Lejeune gesprochen, Onlineredakteur und Organisator des #onlinegelände20. Außerdem gibt es Interviews mit den Workshopleiterinnen Svenja]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieses Jahr gibt&#8217;s leider keinen #gelände-Aftermovie, aber dafür einen tollen Radiobeitrag der Radioglowgirls, whoop whoop! Die Radioglowgirls sind ein Projekt der Hörfunk- und Projektwerkstatt Leipzig &#8211; Radio Blau. Die Reporter*innen haben selbst bei ein paar Workshops mitgemacht und mit Robert Lejeune gesprochen, Onlineredakteur und Organisator des #onlinegelände20. Außerdem gibt es Interviews mit den Workshopleiterinnen <a href="https://www.instagram.com/gehraven/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Svenja Gräfen</a> und <a href="https://www.instagram.com/feeministin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fee</a>. Insgesamt eine super Sendung &#8211; hört unbedingt rein!</strong></p>
<p><span id="more-12362"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier geht&#8217;s zur <a href="https://www.facebook.com/jungundblau" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Facebook-Seite von jung &amp; blau</strong></a> &#8211; der Sendeplattform für Kinder und Jugendliche.</li>
<li>&#8230;und hier zum <a href="https://www.instagram.com/hup_le/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Instagram-Profil</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die LGBTQ*-Community und Black Lives Matter: Wo wir stehen sollten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/lgbtq-und-black-lives-matter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 07:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Pride-Month Juni ist zwar gerade vorüber, für die Rechte queerer Menschen muss aber weiterhin gekämpft werden. Und wie diese Kämpfe mit der Black Lives Matter-Bewegung zusammenhängen, das erklärt euch unsere Autorin Mare in folgendem Text. Und ein kleiner Extratipp für diejenigen unter euch, die ein Netflix-Abo haben: über die Schwarze Aktivistin Marsha P. Johnson]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Pride-Month Juni ist zwar gerade vorüber, für die Rechte queerer Menschen muss aber weiterhin gekämpft werden. Und wie diese Kämpfe mit der Black Lives Matter-Bewegung zusammenhängen, das erklärt euch unsere Autorin Mare in folgendem Text. Und ein kleiner Extratipp für diejenigen unter euch, die ein Netflix-Abo haben: über die Schwarze Aktivistin Marsha P. Johnson gibt es dort <a href="https://www.netflix.com/title/80189623" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine sehr empfehlenswerte Doku</a>!</strong><span id="more-12345"></span></p>
<p>28. Juni 1969. Bei einer Polizei-Razzia des Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street kam es zu gewaltvollen Auseinandersetzungen mit der Polizei, nachdem diese Menschen auf brutale Weise verhaften wollte. Viele der Besucher*innen der Bar hatten in ihrem Leben schon viel Polizeigewalt erfahren. Immerhin war das Stonewall Inn eine „Schwulenbar“, oder genauer gesagt, viele Menschen, die trans*, homo- oder bisexuell waren, besuchten die Kneipe. Viele, die zu den Aufständen in der Nacht dazu kamen, waren sogar obdachlos. Von ihren Eltern verstoßen lebten sie am Rand der Gesellschaft.</p>
<p>Es gibt in der LGBTQ*-Community viele Debatten, wer den ersten Stein geworfen hat. Oft wird gesagt, es wäre die Schwarze trans* Frau Marsha P. Johnson gewesen. Auf vielen Demos wird noch heute ihr Gesicht auf Schildern und T-Shirts getragen. Ob sie tatsächlich auch den ersten Stein geworfen hat ist umstritten. Und egal. Denn was zählt, ist, dass nach den Stonewall-Aufständen eine massive Bürgerrechtsbewegung losgetreten wurde, der wir viele unserer heutigen Rechte verdanken. Und was wir nicht vergessen dürfen, ist, dass viele der Aktivist*innen wie Marsha P. Johnson immer noch zu einer stark diskriminierten Gruppen gehört: Schwarze trans* Menschen.</p>
<p>Wir leben im 21. Jahrhundert, im Jahr 2020. Vieles hat sich seit Stonewall zum Guten verändert. Vieles läuft noch immer schlecht. Aber es gibt Hoffnung, dass sich einige Dinge zum besseren entwickeln werden, denn Tausende Menschen protestieren weltweit und wollen Veränderung. Ihr Motto: Black Lives Matter.</p>
<p>Black Lives Matter. Schwarze Menschenleben sind wichtig. Es ist wichtig, diese Aussage zu wiederholen, immer und immer wieder, auf den Straßen, aber auch in unserem Alltag, selbst nachdem der Medienhype um die Proteste abgeklungen ist. Denn selbst wenn die Berichterstattung über Rassismus nachlässt, heißt das nicht, dass wir Rassismus hinter uns gelassen haben. Aber wo stehen wir da als LGBTQ*-Community?</p>
<p>Ich denke, wir haben eine doppelte Rolle: Einerseits können und sollten wir solidarisch mit der Bewegung sein. Immerhin kämpfen seit Jahrzehnten Aktivist*innen dafür, dass wir selber frei leben und lieben können. Da sollten wir auch Menschen unterstützen, die sich für dasselbe einsetzen, und auch unsere eigene Community besteht auch nicht nur aus weißen Menschen ohne Migrationshintergrund.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Andererseits müssen wir auch bei uns selber anfangen. Denn nur weil unsere Community durch einen Kampf um Recht und Anerkennung zusammengekommen ist, heißt das nicht, dass wir selber davor geschützt sind, andere bewusst oder unbewusst mit unseren Vorurteilen zu verletzen. Und es heißt auch nicht, dass wir Rassismus direkt verstehen können, nur weil wir selber Diskriminierungserfahrungen gemacht haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Welches rassistisches Verhalten gibt es bei uns in der Community? Was für Erfahrungen machen Schwarze, queere Menschen und queere Menschen mit Migrationshintergrund? Wie kann ich am Besten helfen? Welches Verhalten muss ich selber bei mir ändern?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das sind Fragen, die wir uns alle stellen sollten. Und am besten finden wir Antworten, indem wir zuhören. Zuhören, lesen und lernen. Damit wir an einer besseren Zukunft für alle arbeiten können, unabhängig von der Sexualität und dem Geschlecht, aber auch der Hautfarbe, Herkunft und Religion.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von Mare <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/mare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Queere Gangster</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/queere-gangster/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[FaulenzA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2020 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Yay! Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem Video und Song von FaulenzA featuring Haszcara! Übrigens haben wir Haszcara im Rahmen des Online-#geländes zu einem Talk eingeladen, der euch Anfang Juli hier auf meinTestgelände erwartet. Mehr dazu: Ihr wollt gleich weiterhören? Kein Problem 🙂 Neuigkeiten von FaulenzA gibt&#8217;s regelmäßig auf ihrer Facebook-Page.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Yay! Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem Video und Song von FaulenzA featuring Haszcara! Übrigens haben wir Haszcara im Rahmen des Online-#geländes zu einem Talk eingeladen, der euch Anfang Juli hier auf meinTestgelände erwartet.</strong></p>
<p><span id="more-12262"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ihr wollt gleich weiterhören? <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/faulenza/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Kein Problem</strong></a> 🙂</li>
<li>Neuigkeiten von FaulenzA gibt&#8217;s regelmäßig <a href="https://www.facebook.com/Faulenza/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auf ihrer Facebook-Page</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Das eigene Kind als emotionaler Boxsack</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/das-eigene-kind-als-emotionaler-boxsack/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2020 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Autorin Marie hat selbst einen viereinhalbjährigen Sohn. In diesem Text sinniert sie darüber, wie Kinder uns Erwachsenen die Möglichkeit geben, uns zu verändern oder gar bessere Menschen zu werden &#8211; Menschen, die sich mit sich selbst auseinandersetzen, die alte Wunden aufarbeiten statt sie weiterzugeben, und die Gefühle zulassen und tatsächlich fühlen. Was für ein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Unsere Autorin Marie hat selbst einen viereinhalbjährigen Sohn. In diesem Text sinniert sie darüber, wie Kinder uns Erwachsenen die Möglichkeit geben, uns zu verändern oder gar bessere Menschen zu werden &#8211; Menschen, die sich mit sich selbst auseinandersetzen, die alte Wunden aufarbeiten statt sie weiterzugeben, und die Gefühle zulassen und tatsächlich fühlen. Was für ein schöner Text! Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.</b></p>
<p><span id="more-12258"></span></p>
<p>In der aktuellen Corona-Krise kommt es vermehrt zu häuslicher Gewalt und die Rate der Kinderpornographie steigt. Das darf nicht so sein, das ist eine Katastrophe.<br />
Auch, wenn ich keine besonders große Reichweite habe, hoffe ich sehr, dass diese Menschen anfangen, ihr Verhalten zu reflektieren, in den Spiegel schauen und überlegen, wieso es jemals dazu gekommen ist.</p>
<p>Es gibt so viele Persönlichkeitsstörungen, psychische Konflikte und emotionale Extreme, die erwachsene Menschen entwickeln können. Es gibt so viele gebrochene Seelen da draußen, die darauf warten, geheilt zu werden, oder sich gerne selbst heilen möchten, aber das Grundproblem gar nicht erkennen.<br />
So gut wie alle sind auf die Kindheit/Jugend zurückzuführen. Ein Bruch im Urvertrauen, zu wenig elterliche Liebe, emotionale Vernachlässigung oder allgemein Vernachlässigung.<br />
Viel zu oft werden Kinder als minderwertige Menschen gesehen, nicht als Vollwertige.<br />
Und gleichzeitig müssen sie mehr leisten und beweisen, als sie vielleicht können. Es sind kleine Kämpfer, die ganz häufig nicht Kind sein dürfen, sondern ein hartes Fell bekommen, um Niederlagen, Verluste von Elternteilen, Strafen und Vernachlässigungen einzustecken.<br />
Und das macht etwas mit ihnen, nach und nach.</p>
<p>Manchmal gibt es Probleme mit dem eigenen Kind, die auf uns selbst zurückzuführen sind. Das Kind badet Dinge aus, die uns gefehlt haben, die wir uns wünschen, ohne zu erkennen, dass uns genau das früher gefehlt hat.<br />
Dem Kind die Schuld geben an Dingen, die man sich aber selbst zu verschulden hat. Von sich auf das Kind projizieren, das Kind als emotionalen Boxsack missbrauchen.</p>
<p>Wir, als Erwachsene, sind in der Lage, zu erkennen, was uns fehlt, wenn wir uns damit befassen.<br />
Und dann können wir etwas ganz Krasses tun: Wir können es aufarbeiten, wir können aktiv dafür sorgen, dass es uns besser geht!<br />
Ist das nicht mega? Wir sind dazu in der Lage!<br />
Wir müssen nicht ewig leiden, wir können etwas tun.<br />
Eine Voraussetzung gibt es aber: Der Wille muss da sein. Wir müssen es wirklich wollen.</p>
<p>Wir können uns eingestehen, dass Eltern nicht perfekt sind.<br />
Auch unsere Eltern sind bestimmt nicht perfekt.<br />
Als Kind hebt man Mama und Papa oft in den Himmel, keiner ist besser als Mama und Papa und sie machen alles richtig. Natürlich ist das so, als Kind hat man auch kaum die Möglichkeit, um Ecken zu denken, abzuwägen, was eventuell nicht gut für uns ist.<br />
Wir glauben Mama und Papa. Alles.</p>
<p>Ich nehme meinen Sohn immer in den Arm, wenn er weint, oder es ihm nicht gut geht.<br />
Aber wenn ich das nicht tun würde, würde er mit 4 ½ Jahren nicht zu mir kommen und sagen: <i>„Mama, wenn ich weine, musst du mich in den Arm nehmen, sonst kann ich eventuell später Folgen davontragen“</i>.<br />
Mein Kind würde sich vielleicht wünschen, dass ich ihn in den Arm nehme, aber mit der Zeit würde er das kompensieren. Und es würde etwas mit ihm machen, dass er nie in den Arm genommen wird. Es würde Folgen haben.<br />
Nichtsdestotrotz bin ich seine Mama und das, was ich mache, wird richtig sein in seinen Kinderaugen.<br />
Dass ihm etwas fehlt, wird, wie gesagt, unbewusst kompensiert.</p>
<p>Es geht hier darum, dass wir unsere Kinder von Geburt an emotional aufladen. Mit Liebe, mit Sicherheit, Vertrauen, Körpernähe und auch Respekt.<br />
Wenn ich keinen Respekt meinem Kind gegenüber hätte, würde ich es wie Müll behandeln. Schubsen, wenn es im Weg steht, beleidigen oder auslachen.</p>
<p>Wir alle waren mal Babys, wir alle standen mal am Anfang unseres Lebens. Jetzt sind wir erwachsen und man respektiert uns (im besten Fall), aber gibt es dafür ein Anfangsalter?<br />
Nein, gibt es nicht.</p>
<p>Respekt als Lebewesen, als Mensch mit Bedürfnissen und Rechten, haben wir, sobald wir anfangen zu leben. Unsere Kinder müssen respektiert werden. Ihre Rechte auf Grenzen, ihre Rechte auf eine eigene Meinung, ihre Rechte auf Freiheit &#8211; solange das Leben nicht gefährdet ist, ihr wisst, was ich meine.<br />
Und das ist extrem wichtig, dass unsere Kinder dieses Gefühl bekommen, ein vollwertiger Mensch zu sein, der ernst genommen wird. Nur weil sie kleiner sind als wir, sind sie nicht minderwertiger. Respekt fängt nicht erst ab einem bestimmten Alter an, so ist es einfach.</p>
<p>Wisst ihr, was unsere Kinder uns geben? Etwas sehr Wertvolles: Sie zeigen uns, dass sie angenommen, geliebt und respektiert werden wollen. Sie geben uns die Möglichkeit, in uns zu gehen und uns mit all diesen Dingen auseinanderzusetzen. Wir merken vielleicht, was uns fehlt, was uns in der Kindheit gefehlt hat, wir setzen uns damit auseinander. Vielleicht heilen wir uns sogar, ändern uns, werden bessere Menschen, können mehr fühlen.<br />
Weil unsere Kinder uns in diese Richtung schubsen, indem sie einfach da sind und uns Gefühle in all ihren Facetten zeigen.<br />
Liebe, Trauer, Wut, Stolz, Freude, Enttäuschung etc.</p>
<p>Wenn wir daran nicht interessiert wären, an etwaigen Änderungen unserer eigenen Konflikte, die vielleicht als Folge aus der Kindheit entstanden sind, ist das echt ein Problem, immerhin geht es darum, dass das Kind mit den Werten und Gefühlen aufwächst, die uns vielleicht fehlen.</p>
<p>Niemand ist perfekt, wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, sehe ich eine wundervolle, perfekte Zeit, mit den besten Eltern und der tollsten Schwester, die ich mir hätte wünschen können. Ich denke sehr gerne an meine Kindheit zurück.<br />
Nichtsdestotrotz haben sicherlich Werte gefehlt oder es gab Dinge, die mehr im Vordergrund standen, als andere, dass ich hier und da einige eigene Verhaltensweisen entwickelt habe, die mich blockieren, die mich stören und die dafür sorgen, dass ich mich kontraproduktiv verhalte.<br />
Sei es meine Eigenheit, dass ich mich viel zu sehr um Andere kümmere, als um mich selbst, sehr selbstlos bin &#8211; oder meine Art, dass ich ganz allergisch darauf reagiere, wenn man mich bevormunden möchte oder für mich redet.<br />
All solche Eigenschaften haben sich irgendwann entwickelt und es ist einfach wichtig, dass wir selbst versuchen, zu erkennen, wenn wir Probleme im Alltag bekommen, wenn unsere Lebensqualität darunter leidet, dass wir so sind, wie wir sind.<br />
Es liegt an uns, uns Hilfe zu suchen, darüber zu reden, oder es selbst anzupacken und egal, wie klein und langwierig die Schritte sind, es SIND SCHRITTE.<br />
Wir werden glücklicher, unsere Kinder werden glücklicher, das Leben wird schöner.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Marie <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/marie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Ehre in Zeiten von Corona</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/ehre-in-zeiten-von-corona/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 07:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12160</guid>

					<description><![CDATA[Uff, es sind wirklich ganz schön toughe Zeiten, die wir hier momentan alle erleben. Umso wichtiger, aufeinander zu achten! Wie lässt sich das gerade umsetzen? Was ist ehrenvolles Verhalten während der Corona-Krise? Die HeRoes Duisburg haben einige Statements dazu gesammelt &#8211; lasst euch von ihnen inspirieren! Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen. Mehr dazu: Sämtliche]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Uff, es sind wirklich ganz schön toughe Zeiten, die wir hier momentan alle erleben. Umso wichtiger, aufeinander zu achten! Wie lässt sich das gerade umsetzen? Was ist ehrenvolles Verhalten während der Corona-Krise? Die HeRoes Duisburg haben einige Statements dazu gesammelt &#8211; lasst euch von ihnen inspirieren! Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen.</strong></p>
<p><span id="more-12160"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Sämtliche Beiträge zum Thema sammeln wir unter dem Hashtag <a href="https://www.meintestgelaende.de/?s=Covid19" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>#Covid19</strong></a>.</li>
<li>Mehr von den HeRoes Duisburg gibt es <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/heroes_neu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Der Moderator Tarik</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/lebenslaeufe-tarik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2020 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Jetzt mal ehrlich: den fantastischen Tarik kennt ihr wahrscheinlich alle schon, oder? Falls nicht, ist es allerhöchste Eisenbahn! Unser heutiges Video ist jedenfalls eine super Gelegenheit, ihn kennenzulernen. Conrad hat sich nämlich mit dem Wahlberliner getroffen und ihn für Lebensläufe interviewt &#8211; wie kam&#8217;s dazu, dass Tarik heute verschiedene Formate und Sendungen moderiert? Und wie läuft]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt mal ehrlich: den fantastischen Tarik kennt ihr wahrscheinlich alle schon, oder? Falls nicht, ist es allerhöchste Eisenbahn! Unser heutiges Video ist jedenfalls eine super Gelegenheit, ihn kennenzulernen. Conrad hat sich nämlich mit dem Wahlberliner getroffen und ihn für <em>Lebensläufe</em> interviewt &#8211; wie kam&#8217;s dazu, dass Tarik heute verschiedene Formate und Sendungen moderiert? Und wie läuft die Selbstständigkeit so? Was wünscht er sich noch?  </strong></p>
<p><span id="more-12148"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>LKW-Fahrerin oder Geburtshelfer? Mehr <a href="https://www.meintestgelaende.de/?s=lebensläufe" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><em>Lebensläufe</em> findet ihr hier!</strong></a></li>
<li>Mehr von Tarik findet ihr bei <a href="https://www.youtube.com/results?search_query=tarik+tesfu" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>YouTube</strong></a> und natürlich auf seinem <a href="https://www.instagram.com/tesfu_tarik/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Instagram-Kanal</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Intro</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/intro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Damian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2020 07:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12077</guid>

					<description><![CDATA[Woooho! Wir freuen uns wieder einmal über einen neuen Autor auf meinTestgelände: Herzlich Willkommen, Damian! Er schreibt für uns eine Kolumne über seine &#8222;Reise von &#8218;Frau zu Mann&#8216; würde man so sagen. Je mehr du liest, desto mehr merkst du, dass es gar nicht so einfach ist. Herzlich Willkommen in meinem Testgelände-Tagebuch!&#8220; In diesem Sinne: Los]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Woooho! Wir freuen uns wieder einmal über einen neuen Autor auf meinTestgelände: Herzlich Willkommen, Damian! Er schreibt für uns eine Kolumne über seine &#8222;Reise von &#8218;Frau zu Mann&#8216; würde man so sagen. Je mehr du liest, desto mehr merkst du, dass es gar nicht so einfach ist. Herzlich Willkommen in meinem Testgelände-Tagebuch!&#8220; In diesem Sinne: Los geht&#8217;s!</strong></p>
<p><span id="more-12077"></span></p>
<p>Hi, ich bin Damian, 24 Jahre alt und Transmann. Wenn du dich noch nie mit der Perspektive von Transpersonen befasst hast, mache ich es für dich mal ganz einfach: man könnte sagen, ich bin ein Mann, der in einem Frauenkörper geboren wurde, welcher nun mit medizinischer Hilfe zu einem männlichen Körper wird: also ein Körper, der zu meinem Innenleben passt. Natürlich ist das sehr verkürzt, aber in einem Halbsatz kann man ja auch nicht eine ganze Realität zusammenfassen.</p>
<p>Vor allem Trans-Sein als einen rein körperlichen Prozess zu sehen ist eigentlich total falsch. Körper sind nur immer so etwas Offensichtliches, alles unter der Oberfläche ist komplex. Vielleicht hast du ja schon mal den Satz gehört „We are born naked, the rest is drag“, also „wir sind nackt geboren, der Rest ist Verkleidung“.</p>
<p>Denn mit meiner körperlichen Veränderung begegnet mir die Gesellschaft jeden Tag neu, jeden Tag anders, und zeigt mir vor allem eins: Wie erfunden Geschlecht überhaupt ist!</p>
<p>Deswegen möchte ich dich jetzt mit auf meine Reise nehmen und dir jeden Monat etwas Neues aus meinem Leben erzählen. Bevor wir aber zu dem Punkt kommen, um den es eigentlich geht, meine Reise von der Frauen-Erfahrung zur Männer-Erfahrung in der Gesellschaft, müsst ihr erstmal verstehen, wie ich diese Welt vor der Transition wahrgenommen habe. Ich freue mich, wenn du dich darauf einlässt, die Welt einmal aus meinen Augen zu sehen. Also, die Reise geht los!</p>
<p>Stellen wir unsere Zeitmaschine mal auf das Jahr 1995. An einem kalten Wintermorgen wurde ich in einer halbtoten Stadt geboren. Zwischen westdeutschen Birken und Kiefernwäldern, die um das Krankenhaus herum wachsen, hält ein weinender Mann die Hand seiner vor Schmerzen stöhnenden Frau. Es dauert knapp 2 Stunden, bis sie es geschafft hat: Ich bin endlich da. Für meine Eltern ein anstrengender, aber glücklicher Moment. Ihnen hat dieser Tag ihr erstes und einziges Kind hervorgebracht, mir hat dieser Tag ein tragisches Urteil gesprochen: „Es ist ein Mädchen!“</p>
<p>Doch die nächsten Jahre sollten zeigen, dass dem nicht so ist.</p>
<p>Mit 5 Jahren war ich ein waschechter Ritter in Vollmontur. Ich kämpfte mit den Jungs die epischsten Dorfschlachten. Wir eroberten imaginäre Burgen, töteten Drachen und redeten über Mädchen. Ja klar, es gibt auch Ritterinnen, aber ich war ein Ritter.</p>
<p>Das erkannten damals alle, nur nicht die Erwachsenen. Weder die NachbarInnen, und erst recht nicht meine Eltern.</p>
<p>Kinderkörper produzieren ja noch keine Geschlechtshormone und unterscheiden sich deshalb in sekundären Geschlechtsmerkmalen auch nicht, also macht die Erwachsenenwelt das Geschlecht vor allem an Kleidung und Verhalten fest und argumentiert dies mit Genitalien. Vom Verhalten konnte ich immer easy als Junge durchgehen: stürmisch, technisch interessiert und eine starke Abneigung gegen Haarbürsten. Meine Freunde suchten mir sogar einen männlichen Namen, weil sie fanden, dass Bianca sowas von gar nicht passt. Das war ich dann, bis zur Pubertät.</p>
<p>Da war plötzlich allen klar: Er ist doch ein Mädchen! Allen außer mir. Heute fällt mir immer wieder auf, wie sehr ich als Kind wirklich geglaubt habe, dass ich eine männliche Pubertät kriege, und dann ein großer Mann werde. Als meine Pubertät dann einsetzte, wurde aus dem offenen Glauben nur noch ein verschwiegenes Hoffen, weil das alles war, was mir noch blieb. Dass es Transgender Personen und Hormontherapien gibt, wusste ich damals nicht. Dass man sogar meine falsche Pubertät hätte blocken können, um die richtige einzuleiten, wusste ich auch nicht.</p>
<p>Manchmal wünsche ich, es wäre so gewesen. Dann hätte ich zwar auch viel aushalten müssen, vor allem wenn der Psychologe schrecklich gewesen wäre, aber mein Körper wäre nicht 13 Jahre lang nur ein Klumpen aus Muskelgewebe und Knochen gewesen, der nur eine Funktion hat: mich aus der Haustür zur Pizzeria zu schieben, und wieder zurück. Fazit: Falsche Pubertät war blöd, Mitschüler noch schlimmer als die Tatsache an sich, fehlende Aufklärung das allerschlimmste.</p>
<p>Doch trotzdem bin ich meistens sehr froh, dass es genau so gekommen ist.</p>
<p>Weil mein Weg mehr ist als nur ein Leidensweg. Er ist ein Weg der Erkenntnis, eine Sicherheit in der Unsicherheit zu finden. Er ist ein Weg der Gewissheit im Ungewissen und der Weisheit in der Illusion. Ja, das ist widersprüchlich, ich weiß.</p>
<p>Aber diese Widersprüche habe ich nicht erfunden, sie sind in der Gesellschaft und alle leben mit ihnen, denn sie sind in ihren Köpfen selbstverständlich geworden. Sie werden gelebt, deshalb werden sie echt. Mein Weg hat diese Widersprüche aufgedeckt, und je nach dem Punkt, von dem aus ich auf sie geschaut habe, auch anders beleuchtet. Ich bin Experte am Punkt Geschlecht, am Punkt Sexismus, Homophobie (gegen Schwule und gegen Lesben), am Punkt Transphobie. Und ich habe mein Leben lang dafür gekämpft, ich selber sein zu dürfen und das gibt mir etwas, was die meisten Menschen ihr Leben lang suchen: Selbstwert. Selbstbewusstsein. Einen Grund, zu sich selber ehrlich zu sein, und zu allen Gefühlen ein Ja zu sagen, auch wenn das nicht immer leicht fällt.</p>
<p>Also los, reisen wir von 2009 ins Jahr 2014. Mein 18 jähriges Ich ist verkleidet als hübsche Frau. Braune, glatte Haare bis zum Hüftknochen, dezenten Rouge, und die blauen Augen betont mit silbernem Eyeliner. Aus heutiger Sicht würde ich fast schon sagen, dass ich im Schminken alle Skills hatte, die eine Drag Queen braucht. Nur dass Drag Queens sich über weibliche Performance immer wieder selbst befreien. Und ich musste mich immer wieder selbst verstecken, weil es da immer noch nichts gab.</p>
<p>Ich versteckte aber nicht nur den Mann, der ich wirklich war, sondern auch alles an meinem Weiblichen Körper was nicht in die Schönheitsnorm passte. Ich war nicht dick_fett, aber in meiner ersten Pubertät nahm ich rasant an der Hüfte und den Brüsten zu, deswegen hatte ich dort lange, breite Dehnungsstreifen, die damals sogar noch Rot, Blau und Lila waren. Wenn ich abends mal ausging, überschminkte ich sie mit Make-Up. Ich schämte mich oft für meinen Körper. Aber nie nur weil ich nicht ganz in die Rolle passte und z.T. von der Norm abwich, sondern auch immer auf eine viel tiefere Art und Weise in meinem Innenleben, die ich mir lange nicht erklären konnte.</p>
<p>Es gab einfach keinen Bezug mehr zu meinem Körper. Er war nicht für mich, sondern für andere da. Bis zu meinem 16. Lebensjahr für cismänner. Dann hatte ich mein Lesbisches Outing. Ab da an war er nur noch für cisfrauen da.</p>
<p>Ja, es war so scheiße wie es klingt. Nur, dass sich damals nicht überregionale Plenakreise anfingen zu kloppen, ob ich als Mann noch bei Feministischen Streiks dabei sein darf, sobald ich auch nur einen Fuß in den Raum setze.</p>
<p>Bei allem, was ich erfahren habe, weiß ich mehr über Männlichkeit, Weiblichkeit, die Erfundenheit von Geschlechtern und vor allem die Aufgaben von Feminismus als weiße cisfrauen oder weiße cismänner. Du findest, ich habe mit dieser Behauptung weit ausgeholt? Dann begleite mich weiter, den das ist erst der Anfang der Geschichte.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Trans und Pubertät &#8211; uff, ein schwieriges Thema, findet auch FaulenzA in ihrem Song &#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/11/waer-ich-heute-in-der-schule/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Wär ich heute in der Schule</strong></a>&#8222;.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf der Frauentag-Demo</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/auf-der-frauentag-demo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2020 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Vergangenen Sonntag, also am 08. März, war der Internationale Frauentag &#8211; oder auch Frauenkampftag. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen für Geschlechtergerechtigkeit auf die Straße. Daniela Chmelik und Melanie Lux von den Story-Tellern haben für uns einen Bericht über ihre Teilnahme bei einer Frauentags-Demo geschrieben, den wir euch heute präsentieren dürfen 🙂 Wir sind auf dem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vergangenen Sonntag, also am 08. März, war der Internationale Frauentag &#8211; oder auch Frauenkampftag. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen für Geschlechtergerechtigkeit auf die Straße. Daniela Chmelik und Melanie Lux von den Story-Tellern haben für uns einen Bericht über ihre Teilnahme bei einer Frauentags-Demo geschrieben, den wir euch heute präsentieren dürfen </strong>🙂</p>
<p><span id="more-12070"></span></p>
<p>Wir sind auf dem Rathausmarkt, zwischen Luftballons und Transparenten, Einhörnern und geballten Fäusten. In einem Gefühl von Solidarität, Wohlwollen, Zugehörigkeit und Akzeptanz. Ich empfinde Freude in dieser Menge; es sind fast ausschließlich Frauen. Ich bin wie ich bin, und das ist gut. Jede ist anders und somit ist jede gleich. Oh, wundervolle Vielfalt! Es ist eine Demo von Frauen, Lesben, Trans und Inter Personen. Ein paar augenscheinliche Männer sind auch dabei. Aber schließlich bestimmt jede*r sein Gender selbst. Das wird auch vom Lautsprecherwagen gerufen: Niemand wird ausgeschlossen!</p>
<p>Um 17 Uhr rufen alle Frauen auf Demos in der ganzen Welt ihre Wut raus, laut. Wir wollen gleichberechtigt sein. In Deutschland geht es den meisten Frauen doch eigentlich gut? Tja. Trotzdem. Wir wollen nicht 22% weniger verdienen als Männer. Als wären wir weniger wert. Wir wollen nicht unterrepräsentiert sein in Ämtern, die &#8222;ernst genommen&#8220; werden. Wir sind genau so viele. Wir sind genau so Menschen. Warum werden Unterschiede gemacht?</p>
<p>Die Frauen, Menschen auf der Demo zum Frauentag lächeln sich zu, loben sich gegenseitig für kreativ gestaltete Plakate, Losungen, Bastelarbeiten. &#8222;Feminismus oder Schlägerei&#8220; trägt eine junge Frau vorbei, in glänzenden Farben, rosa-pink, mit geschwungener, wie gestickter Schrift. Wir müssen lachen, wir winken ihr zu und halten die Daumen hoch. &#8222;Dürfen wir dein Banner fotografieren?&#8220;, fragen wir, und sie nickt. &#8222;Das ist so cool, das hätte ich gerne selbst gemacht&#8220;, sage ich, und sie freut sich.</p>
<p>Zum Schluß, die Füße schmerzen ein bisschen vom vielen Gehen und die Mundwinkel vom unbewussten Dauergrinsen, vor Glück trinken wir einen Lavendel- und einen Marzipankakao. Wir fühlen uns gut und stark. Warum ist die Welt, die Gesellschaft nicht allerorten und immer so wie auf dieser Frauentag-Demo?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch schon vor zwei Jahren hatten wir hier <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/03/frauentag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>einen tollen Beitrag</strong></a> der Story-Teller zum Frauentag &#8211; es lohnt sich, nochmal reinzuschauen!</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Passen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/passen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2020 09:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Gefühl, nicht dazuzugehören, nicht hineinzupassen &#8211; in die Klasse, die Schule, die Gesellschaft, die Welt &#8211; das kennt wohl jede*r. Besonders wenn man noch sehr jung ist, kann das schnell sehr problematisch werden. Wem soll man sich anvertrauen? Woher soll man wissen, was normal ist und was nicht? Fee hat einen ganz tollen Text]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Gefühl, nicht dazuzugehören, nicht hineinzupassen &#8211; in die Klasse, die Schule, die Gesellschaft, die Welt &#8211; das kennt wohl jede*r. Besonders wenn man noch sehr jung ist, kann das schnell sehr problematisch werden. Wem soll man sich anvertrauen? Woher soll man wissen, was normal ist und was nicht? Fee hat einen ganz tollen Text darüber geschrieben. Für alle 12jährigen Mädchen da draußen &#8211; aber auch für alle anderen, die verunsichert sind.</strong></p>
<p><span id="more-12046"></span></p>
<p>Das Leben ist Geschmackssache, sagst du. Und dir schmeckt es nicht.<br />
Und du bist dabei zwölf.</p>
<p>Kleines Mädchen am Schulhof,<br />
das sich zwingt nicht zu weinen,<br />
wenn ́s passiert, bist nicht du doof,<br />
sondern die, die das meinen.<br />
Ich hab dich beobachtet, eine ganze Zeit.<br />
Wenn die Welt sich dreht, bleibst du stehen und schaust zu.<br />
Und die Diagnose lautet &#8211; es tut mir ja auch leid</p>
<p>Aber du gehörst hier nicht dazu.</p>
<p>Du bist immer n kleines bisschen zu groß,<br />
oder zu klein.<br />
Dass du damit Pech hast, das könnte schon sein,<br />
aber es ist nicht nur das.</p>
<p>Das Leben ist Geschmacksache, sagst du. Und bist dabei zwölf.<br />
Und dir schmeckt es nicht. Und du bist dabei zwölf.</p>
<p>Du passt nicht hinein,<br />
denn du hast nicht den einen, richtigen Rucksack,<br />
Mama, diesen einen Rucksack,<br />
Mama, den alle haben,<br />
Mama, wieso dürfen die anderen überhaupt Handtaschen und Eastpack tragen</p>
<p>und nur du musst immer mit diesem bescheuerten 4You rum rennen,<br />
mit der Schrift in Baby Pink!<br />
Mama, der ist hässlich und stinkt!!</p>
<p>Du passt nicht hinein,<br />
Denn du hast nicht den Style.<br />
Aber es ist nicht nur das.</p>
<p>Du siehst die anderen und weißt,<br />
so bist du nicht,<br />
und was die nicht wissen, heißt,<br />
das dürfen sie auch nicht.<br />
Irgendwas stimmt nicht mit dir,<br />
denn du hast ein Geheimnis<br />
und du weißt, du kannst hier<br />
nicht bleiben, wenn es so weit ist,<br />
und jemand findet es raus.<br />
Deswegen fühlst du dich besser erst gar nicht zuhaus.</p>
<p>Du passt nicht hinein,<br />
Du schaffst es nicht, so zu sein.<br />
Aber es ist nicht nur das.<br />
In den Heften der Mädchen stehen Namen von Jungen,<br />
in deinem Heft steht ein Name und knapp darunter<br />
steht: BFF<br />
dass das gelogen ist weiß ich,<br />
Der Name in deinem Heft<br />
ist der Grund für dein Geheimnis.<br />
Wenn die anderen lachen, weil der Lehrer HOMO sapiens sagt,<br />
stehst du am Rand.</p>
<p>Denn du hast schon verstanden,<br />
was das heißt.<br />
Aber du verstehst nicht, warum man darüber jetzt Witze reißt.<br />
Du sagst: Das Leben ist Geschmacksache. Und bist zwölf. Und dir, sagst du,<br />
dir schmeckt es nicht. Und du bist dabei zwölf.</p>
<p>Du passt da nicht rein,<br />
weil du fast immer weinst,<br />
wenn die anderen lachen.<br />
Du willst ja offenbar ganz<br />
genau das Gegenteil machen,<br />
von dem, was alle anderen wollen.<br />
Es gibt in unserer Gesellschaft nun mal Rollen<br />
aber du hast nicht mal das Opfer abbekommen.<br />
Das wär vergleichsweise Glück.<br />
Nein, du spielst scheinbar in nem anderen Stück!<br />
Und du hast dich im Theater geirrt,<br />
Seitdem stehst du hart verwirrt<br />
im Weg rum.</p>
<p>Ich weiß, was dich quält,<br />
der Name in deinen Heften hat ́s mir gezeigt<br />
und das Herz hat erzählt,<br />
was du uns allen verschweigst,<br />
weil du immer noch Angst hast,<br />
zweitausendneunzehn,<br />
weil du immer noch nicht reinpasst,<br />
du hast Angst vor deinen Freunden.<br />
Du hast Angst, zu reden,<br />
Angst, wirklich so zu sein,<br />
Angst zuzugeben,<br />
was deine Familie dir nicht verzeiht,<br />
denn da bist du sicher,<br />
dabei lieben die dich doch,<br />
trotzdem stehst du da und zitterst<br />
und trotzdem lügst du immer noch.</p>
<p>Ach, kleines Mädchen auf dem Schulhof,<br />
wie gern würde ich dir,<br />
sagen, was ich denke, denn ich seh mich in dir.</p>
<p>Nein, du passt nicht hinein,<br />
dabei bist du noch so klein.<br />
Du hast die Serien zwar gesehen, aber das ist ja nicht echt.<br />
Du hast die Bücher schon gelesen, aber die echte Welt ist schlecht.<br />
Du hast Vincent gehört, aber da geht ́s nicht um dich,<br />
du hast ja gesucht, doch du kennst niemanden wie dich<br />
und das ist der Beweis,<br />
jede Kleinigkeit ein Zeichen:<br />
Die Welt braucht dich nicht!<br />
Nichts und niemand kann dir gleichen,<br />
deshalb übst du Welt-Verzicht.</p>
<p>Du hast es versucht, hast dich verbogen,<br />
bist gehüpft und gesprungen, hast den Bauch eingezogen,<br />
und nach all der Anstrengung möchtest du weinen,<br />
du bist wohl zu fett, denn du passt nicht hinein.</p>
<p>Nicht in Größe Vierunddreißig<br />
und nicht in diese Klasse.<br />
Nicht in die Welt, ach was weiß ich,<br />
wohinein ich eigentlich passe.</p>
<p>Das Leben ist Geschmackssache, sage ich. Und bin dabei 25.<br />
Und manchmal braucht man etwas Salz!</p>
<p>Du passt nicht hinein?<br />
Mädchen, das mag schon sein.<br />
Aber zeig mir in all den Millionen nur einen,<br />
der meint, er könnte sich wirklich vereinen<br />
mit seiner Umgebung oder den anderen Millionen,<br />
wenn das Leben nicht schmeckt, kann sich nachsalzen lohnen.</p>
<p>Ich habe in meinem Leben schon so viele Menschen getroffen,<br />
und noch nie hat einer hinein gepasst.<br />
Vielleicht lässt dich dieses Versprechen ja hoffen,<br />
Es gibt keinen, der sich nicht manchmal selbst hasst.<br />
Das Gefühl, nicht dazuzugehören, kennen wir alle.<br />
Aber deshalb aufzugeben ist eine Falle.</p>
<p>Du passt nicht hinein,<br />
also versuch nicht zu sehr,<br />
jemand and ́res zu sein,<br />
denn selbst dann wär ́s noch schwer.<br />
Kleines Mädchen am Schulhof, dem das Leben nicht gefällt,<br />
vielleicht bist es nicht du, die nicht passt, vielleicht ist es die Welt.</p>
<p>Soll die Welt sich doch fühlen,<br />
als würd sie nicht zu uns gehören,<br />
uns, zwölfjähriges Mädchen,<br />
uns muss das nicht stören.</p>
<p>Das Leben ist Geschmacksache!, rufst du<br />
und machst dabei all die seltsamen Sachen,<br />
die die anderen nicht machen.<br />
Du bist zu groß, zu dick, zu traurig, zu lesbisch, zu stumm-<br />
liest all deine Bücher, grunzt beim Lachen und scherst dich nicht drum,<br />
ob du dem Leben schmeckst.<br />
Und ich hoffe, dass du irgendwann auch checkst,<br />
dass das hier nur ein Schulhof ist und nicht die Welt<br />
und dass es ganz egal ist, ob denen hier gefällt,<br />
wen du liebst, wer du bist und was du denkst,<br />
welchen Namen in Heften du Herzen schenkst.<br />
diese Welt ist weit und groß und schön<br />
der Schulhof ist es vielleicht nicht.<br />
Aber du wirst eines Tages durch das Tor da geh ́n<br />
und dann zählst nur du selbst und alles andere nicht.<br />
Und wenn du ́s versuchst, dann vielleicht,<br />
merkst du dass die Welt sogar in den Schulhof hinein reicht<br />
und dass du nicht allein bist, egal was du machst<br />
und du nickst und lächelst und salzt nach.<br />
Und du bist dabei endlich zwölf!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Fee <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/fee/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findest du hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sameth: Die Blüte der Jugend</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/sameth-die-bluete-der-jugend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 09:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2019]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12042</guid>

					<description><![CDATA[Die Frage aller Fragen: Wen kann man denn überhaupt noch wählen &#8211; und was hat das Ganze mit Generationengerechtigkeit zu tun? Beim #gelände19 hat Sameth seinem sehr verständlichen Ärger über die Politik Luft gemacht &#8211; auf der Bühne, mit einem eigens dafür geschriebenen Text. Schaut unbedingt rein! 🌎🌍🌏 Mehr dazu: Mehr vom #gelände2019 gefällig? 😉]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Frage aller Fragen: Wen kann man denn überhaupt noch wählen &#8211; und was hat das Ganze mit Generationengerechtigkeit zu tun? Beim #gelände19 hat Sameth seinem sehr verständlichen Ärger über die Politik Luft gemacht &#8211; auf der Bühne, mit einem eigens dafür geschriebenen Text. Schaut unbedingt rein! </strong>🌎🌍🌏</p>
<p><span id="more-12042"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr vom <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/gelaende2019/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>#gelände2019</strong></a> gefällig? 😉</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stop! Du bist schön!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/stop-du-bist-schoen/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/stop-du-bist-schoen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lidia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2020 09:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
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		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, euch einen neuen Poetry Clip von unserer Autorin Lidia zu präsentieren! Wie gewohnt legt sie den Finger in die Wunde und findet genau die richtigen Worte &#8211; gegen falsche Schönheitsideale und für mehr Selbstakzeptanz. &#8222;Ja, das ist unsere Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist toll! &#8211; Bullshit. Sie ist grauenvoll. Wegen ihr fühlen sich Menschen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, euch einen neuen Poetry Clip von unserer Autorin Lidia zu präsentieren! Wie gewohnt legt sie den Finger in die Wunde und findet genau die richtigen Worte &#8211; gegen falsche Schönheitsideale und für mehr Selbstakzeptanz. &#8222;Ja, das ist unsere Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist toll! &#8211; Bullshit. Sie ist grauenvoll. Wegen ihr fühlen sich Menschen hässlich und hassen sich selbst!&#8220;</strong></p>
<p><span id="more-12034"></span></p>
<p>Den Text zum nachlesen:</p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wahre Schönheit kommt von innen das wird immer gesagt. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>BULLSHIT. Ich mein es ist kein Bullshit, es ist bullshit das zu sagen ohne es so zu meinen.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wenn ich jetzt die Gesellschaft mal von einem anderen Blickwinkel anschaue. Das heißt die Gesellschaft als Außenstehende überschaue. Könnte ich kotzen vor Wut, denn keiner hat mehr den Mut sich von seiner natürlichen Seite zu zeigen. Und warum? Die Medien, ja die Medien sagen darum.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Ich mein klar steht nirgendwo „ du bist nur schön wenn du das und das hast“. Das läuft alles hintenrum und das ist eine Last, für alle von uns. Wenn wir mal ehrlich sind, egal wo wir hinschauen. Sei es im Internet, im Fernsehen, auf Plakaten sehen wir nur perfekt gestylte Menschen mit dem schönsten Body und der schönsten Frisur. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Plötzlich ja plötzlich fühl ich mich schlecht, denn man redet sich ein alle anderen hatten recht, als sie sagten du seist hässlich. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Also betrachte ich mich im Spiegel und wünsch mir ganz still ich könnte jemand anderes sein. Jemand der perfekt ist. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Aber was ist schon perfekt? Irgendwo hat immer irgendwer etwas entdeckt was nicht perfekt ist. Sei es die zu kleinen Brüste oder den zu dicken Po. Es gibt immer etwas. Denn wenn wir mal ehrlich sind ist niemand wirklich perfekt. Und trotzdem wird es so dargestellt.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und das traurige ist die Menschen glauben das. Was ich damit meine ist wir alle haben im unterbewusst sein diesen inneren Radar der urteilt über das aussehen eines Menschen. Ich nenn mal ein Beispiel, wenn ein Kumpel eine neue Freundin hat ist das erste was man fragt „zeig mal ein Bild von ihr“. Das erste was man fragt hat immer etwas mit dem Aussehen zu tun. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und warum? Ja das ist unsere Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist toll. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Bullshit. Sie ist grauenvoll. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wegen ihr fühlen sich Menschen hässlich und hassen sich selbst. Du gefällst dir nicht mehr selbst, also schadest du dir. Du isst nichts mehr, weil sie sagten du seist zu fett. Du hungerst und irgendwann kannst du es nicht kontrollieren. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und was dann kommt macht mich am meisten wütend, weil anscheinend bist du dann zu dünn und keiner versteht wieso du dich zu tote hungers. Sie sagen es sei bescheuert. Es ist traurig wie viele Menschen sich innerlich oder äußerlich so kaputt machen und sich schlecht fühlen, weil sie sich einreden die anderen hatten recht, wenn sie sagten du seist hässlich. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und ich, ich bin auch eine von denen. Leider haben schlechte Menschen gute Leistung bei mir hinterlassen. Naja gute Leistung würde ich das nicht nennen, denn eigentlich möchte ich mich nicht so fühlen. Ich möchte mich nicht mehr belügen.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Damit meine ich so zu tun als wäre alles okay und ich fühle mich wohl in mir. Aber das stimmt nicht. Ich fühle mich alles andere als wohl in mir. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Es ist schon traurig, dass ich alles an mir ändern würde. Wenn mir jemand ein Kompliment macht. Dann beginnt die innere Schlacht. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Man sagt gezwungender maßen danke, doch innerlich läuft gleichzeitig eine Schlacht ab . Man will es unbedingt glauben, doch meistens verfehlt es knapp, denn ich kann niemanden glauben der was schönes über mich sagt.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Ich mag mich einfach nicht, also kann ich auch niemanden glauben. Das frisst mich auf. Manchmal ja da versuch ich mir einzureden ich sei garnicht so schlimm. Doch es hat kein Sinn, weil jedes mal wenn ich denke ich bin garnicht so schlimm, kommt was dazwischen, dass mich zeigen lässt wie ich bin.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Ich will mich nicht so fühlen und du solltest dich auch nicht so fühlen. Wir belügen uns selbst und das soll nicht so sein. Wir müssen uns mal einige Sachen in betracht ziehen.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>1. Charakter passt in jede Kleidergröße und 2.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wir sind schön, wir sind schön so wie wir sind. Egal was andere sagen. Unsere Fehler und Macken sind einzigartig. Du bist einzigartig. Das musst du dir auch merken. Es gibt dich nur einmal auf dieser großen Welt. Also sei ein Held zu dir selbst Also los, zeig dich von deiner Seite die du an dir magst, zeig es der Welt. Es reicht wenn du dich selber likest. Denn Selbstliebe ist die wichtigste Liebe die größte Liebe die du bekommen kannst, ist die Liebe zu dir selbst, denn das ist das wichtigste auf der Welt. Sei ein Held für dich selbst. Akzeptier dich sowie du bist, denn genau so bist du schön. Wunderschön. Schau in den Spiegel und sag:“ DU bist SCHÖN!“</i></b></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Videos und Beiträge von Lidia findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lidia/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
<li>Und mit dem Thema <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/schoenheitsideale/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Schönheitsideale</strong></a> hat sich auch FaulenzA auseinandergesetzt.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Ich schreibe meiner Nichte keine Gedichte</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/nichte-keine-gedichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2020 09:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Worte erschaffen Realitäten. Sprache ist die stärkste Form von Magie, die wir Muggel haben. Und weil mir das bewusst geworden ist, möchte ich endlich etwas sagen: Ich will sehr vieles nicht.&#8220; Unser Autor Sven Hensel ist &#8211; wie ihr wisst &#8211; Poetry Slammer. In diesem Text geht es um seine kleine Nichte und die Welt,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Worte erschaffen Realitäten. Sprache ist die stärkste Form von Magie, die wir Muggel haben. Und weil mir das bewusst geworden ist, möchte ich endlich etwas sagen: Ich will sehr vieles nicht.&#8220; Unser Autor Sven Hensel ist &#8211; wie ihr wisst &#8211; Poetry Slammer. In diesem Text geht es um seine kleine Nichte und die Welt, in der sie aufwächst und was Sven daran stört. Beispielsweise sexistische Rollenbilder, Klischees, queerfeindliche Sprache und einiges mehr. Schaut am besten selbst rein!</strong></p>
<p><span id="more-12030"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Sven Hensel findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sven-hensel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
<li>Natürlich könnt ihr auch seiner <a href="https://www.facebook.com/poetrysven/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Künstlerseite bei Facebook</strong></a> ein Like schenken!</li>
</ul>
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			</item>
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		<title>Starke Frauen* auf Rollschuhen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/01/starke-frauen-auf-rollschuhen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2020 07:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 25. Mai waren Dennis Seidel und Daniela Chmelik beim Roller Derby und anschließend bei einem feministischen Poetry Slam in Hamburg. Roller Derby ist ein Action-Sport, bei dem mensch Fitness, Ausdauer, Gleichgewicht, Schnelligkeit, Konzentration, Teamgeist und Rollschuhe braucht, wie Dennis Seidel feststellt. Außerdem fiel er in love mit einem neuen Role Model: Wie ich mich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 25. Mai waren Dennis Seidel und Daniela Chmelik beim Roller Derby und anschließend bei einem feministischen Poetry Slam in Hamburg. Roller Derby ist ein Action-Sport, bei dem mensch Fitness, Ausdauer, Gleichgewicht, Schnelligkeit, Konzentration, Teamgeist und Rollschuhe braucht, wie Dennis Seidel feststellt. Außerdem fiel er in love mit einem neuen Role Model:</strong></p>
<p><span id="more-11974"></span></p>
<p>Wie ich mich umschau&#8216;<br />
kommt sie auf Rollschuhen:<br />
meine Traumfrau!<br />
Sie ist stark,<br />
was ich mag!<br />
Meine Traumfrau kam mir entgegen<br />
bei Hamburger Regen.<br />
Wir gingen in den Park.<br />
Sie ist stark.<br />
Sie hat viele männliche Fans<br />
und auch einige Bands.<br />
Ich jubel laut.<br />
Ich bin verliebt in diese Frau.<br />
Sie ist so schön wie sie war,<br />
sie hat blondes, gelocktes Haar.<br />
Sie ist eine Rollschuhfahrerin<br />
und keine Autoraserin.<br />
Sie heißt Linda;<br />
sie will keine Kinder.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von den Story Tellern findet ihr hier.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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