Tag der Menschenrechte

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(c) andres musta:  HELLO! HUMAN RIGHTS  (CC BY-NC-ND 2.0)

Am 10.12. ist der internationale Tag der Menschenrechte. Doch welche Bedeutung haben Menschenrechte heute noch? Die Story-Teller haben ihre Gedanken dazu zu Papier gebracht:

Menschenrechte sind politische Gesetze. Politiker denken sich immer Gesetze aus.
Ich habe auch Menschenrechte. Ich habe ein Recht zu sagen, ich bin auch ein Mensch. Es gibt viele Menschen, die eine Behinderung haben, die im Rollstuhl sitzen oder Menschen, die arm sind und auf der Straße leben.
Ein Gesetz soll sagen, dass es den Menschen gut geht, dass sie sich etwas zu essen kaufen können, dass sie einkaufen gehen können, dass sie telefonieren und kommunizieren können. Man muss auch Bescheid sagen, wenn man nicht pünktlich kommt. Und bei Unfällen muss ein Krankenwagen kommen.
Menschenrechte heißt auch, dass Menschen keine Autos knacken, keine Lebensmittel klauen, keine Kinder schlagen, keine Gewalt androhen, keine Messerstecherei machen, und es darf auch keiner sagen: Du bist ein Arsch oder ein Scheißkerl.
Und wenn ein Mensch sich nicht artmäßig oder absprachmäßig an die Regeln hält, dann bekommt er Ärger.
(Birgit)

 

Ich finde, dass Menschenrechte sehr wichtig sind. Wenn die Menschen miteinander rücksichtsvoller umgehen und sie die Menschenrechte einhalten würden, dann würde es bestimmt weniger Kriege, Gewalt und Streit geben. Die Zukunft macht mir Angst.
Die heutige Gesellschaft ist so geldgierig geworden. Überall wird Profit gemacht. Ich habe das Gefühl, dass Großkonzerne und auch manche Bürger so sehr auf Geld aus sind, dass sie gar nicht mehr darauf achten, dass dabei Umwelt uvm. zerstört wird und die Gewalt immer mehr zunimmt. Und die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Viele Menschen in Deutschland zum Beispiel müssen von Hartz Vier leben, viele bleiben ein Leben lang arm, und die Reichen werden reicher. Dadurch werden Menschen unzufrieden.
Dann haben wir auch das Problem mit den vielen Flüchtlingen und wo sie untergebracht werden sollen.
Und dann das Problem mit den Salafisten und den IS-Milizen: Die Salafisten wollen, dass immer mehr Menschen Radikal-Islamisten werden und Andersgläubige umbringen. Schon Jugendliche werden dazu gebracht und sterben dann im Krieg oder bei Selbstmordattentaten.
Und hier machen außerdem die Neonnazis Terror.
So viel Gewalt und Unfrieden auf der Welt. Menschenrechte scheinen für manche gar nicht zu existieren. Das alles macht mich manchmal sehr wütend und traurig … und dann habe ich wieder diese Zukunftsängste. Heute, am Mittwoch den 10.12.2014 ist der Tag der Menschenrechte. Wie denken wohl die Politiker darüber? Wird dieser Tag zur Kenntnis genommen? Ich wünsche mir, dass dieser internationale Tag der Menschenrechte viele Menschen zum Nachdenken bringt, und dass das Thema Menschenrechte endlich ernst genommen wird.
Ich finde, alle Menschen haben das Recht zu leben und glücklich zu sein. Egal ob arm oder reich, krank oder gesund, behindert oder nichtbehindert, egal welcher Religion man angehört, egal ob farbig oder weiß. Alle Menschen sollen gleich gut und fair behandelt werden!
Und ich wünsche mir für die Zukunft, dass Geld bei den Menschen nicht mehr so wichtig ist, sondern das Freundschaft und Liebe wieder mehr zählen. Menschenrechte, das Füreinander-Dasein und das Miteinander sollen an erster Stelle stehen!
(Melanie)

 

Menschen mit Behinderung haben was zu sagen! Wir Story Teller sind die inklusive Schreibwerkstatt Story Teller aus Hamburg. Mit unseren Texten möchten wir von unseren Erfahrungen berichten, Denkanstöße geben und Selbstermächtigung voranbringen.

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