Depression

2015-08-28 - Depression

Ich denke, wir alle kennen es: Ab und zu geht es uns einfach nicht so gut. Wir haben zu nichts Lust und alles fühlt sich irgendwie sinnlos an. Manchmal haben wir einen guten Grund dafür und manchmal eben auch nicht. Doch nach ein paar Tagen ist es dann meist wieder wie immer und es geht uns besser. Auch bei anderen bemerken wir vielleicht solche Phasen, oft tun wir es ab mit „Ach, die hat nur ihre Tage“ oder „Der ist halt einfach etwas empfindlich“.

Was wäre aber, wenn diese Phase nicht endet? Was ist, wenn uns jeder Tag nur immer mehr herunterzieht und alles nur noch trist und grau wirkt? Oder wenn wir in unserem Umkreis Menschen wahrnehmen, die sich immer mehr abschotten? Dann kann es sein, dass es sich um eine Depression handelt. Depression, was im Lateinischen so viel heißt wie „niederdrücken“ , ist eine psychische Störung. Sie kann sich zum Beispiel durch eine anhaltende „innere Leere“ äußern oder auch durch fehlende Motivation. Oft zeigen sich auch Unterschiede bei den Geschlechtern, Mädchen neigen oft zu Mutlosigkeit und ständigem Grübeln und Jungs auch zu aggressivem Verhalten.

Schnell kann man durch eine Depression in einem Loch versinken, die Schulleistungen werden immer schlechter und dadurch wird man nur noch trauriger. Soziale Kontakte werden oft belastet oder komplett gestört und so isoliert man sich immer mehr von seinem Umfeld und gerät schließlich in einen Teufelskreis. Doch was kann man dagegen tun? Wenn wir uns selbst so fühlen, sollten wir in jedem Fall mit jemanden reden, dem wir vertrauen. Auch schöne Erlebnisse können einem weiterhelfen. Wenn dies jedoch alles nichts nützt, sollte man ein Gespräch mit einem Experten in Erwägung ziehen. Beobachtet man depressives Verhalten bei Anderen, darf man dies nicht unterschätzen und abtun, sondern sollte diejenigen einfach darauf ansprechen. Oft kann schon ein Gespräch wahre Wunder bewirken. Wenn auch das nicht hilft und man sich wirklich Sorgen macht, muss man andere Bezugspersonen derjenigen darauf aufmerksam machen. Da eine unbehandelte Depression im schlimmsten Fall auch in einem Suizid enden kann, ist eine hohe Sensibilität angebracht, sowohl für euch selbst, als auch für eure Mitmenschen. Denn wer will am Ende sagen müssen: „Hätte ich mal …“.

mT: Es ist ja nicht ganz selbstverständlich, dass ein junger Mann mit knapp 18 Jahren einen Text über Depressionen verfasst…

Paul: Ich habe mich schon immer für Psychologie interessiert, dafür, wieso Menschen denken wie sie denken oder was sie fühlen. Da Traurigkeit ein so starkes Gefühl ist, hat es mich sehr gereizt etwas darüber zu schreiben.

mT: Was beobachtest Du in Deinem Umfeld unter Gleichaltrigen oder auch in der Öffentlichkeit.

Paul: Der Umgang mit dem Thema gefällt mir persönlich nicht, oft wird es belächelt oder ignoriert. Der Zugang zu Psychologen ist für Jugendliche auch ohne weiteres nicht einfach.

mT: Gibt es aus Deiner Sicht bei Mädchen* und Jungen* einen unterschiedlichen Umgang mit dem Thema?

Paul: Was die Geschlechter angeht, kann ich natürlich nur aus persönlicher Erfahrung berichten. Vor allem Jungs überspielen es oft und bei Mädchen, besonders bei schüchternen, bemerkt man es oft nicht.

Foto: blue state / flickr.com (CC BY-NC 2.0)

Seit ich lesen kann, hab ich irgendwie versucht auch zu schreiben.

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