David Bowie

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(c) Piano Piano:  David Bowie - Aladdin Sane  (CC BY 2.0)
David Bowie †10.01.2016
Und wieder ist eine Legende gegangen. Am 10. Januar verstarb David Bowie im Alter von 69 Jahren.
2014 wurde bei ihm Krebs festgestellt; 18 Monate später hat diese starke Persönlichkeit den Kampf verloren. Verschwörungstheoretiker behaupten, dass er sein Ableben minutiös geplant haben soll. Wie weiß ich nicht. Aber wie auch immer: Sein Tod macht mich traurig. Persönlich, stilistisch und musikalisch hat David Bowie die Meinungen gespalten. Er trug lange Haare und Frauenkleider.
Er war mehrfach verheiratet und hat Kinder.
In Interviews hat er gesagt, dass er bisexuell sei und das auch lebe. Immer wieder hatte er was mit Männern.
Seine Kindheit soll behütet gewesen sein, emotional aber ziemlich unterkühlt.
Bei einer Rangelei bekam er was aufs Auge und behielt davon einen Pupillen-Schaden.
Das gab ihm zusätzlich ein mystisches Aussehen: als hätte er zwei verschiedene Augen.
Anfang der 70er Jahre erfand er die geschlechtsunabhängige Figur Ziggy Stardust und nahm sein erstes Konzeptalbum auf:
„The Rise and Fall of Ziggy Stardust“.
David war ein Typ, auf den sowohl Frauen als auch Männer standen. Und er genoss das.
In den 70ern ging das wilde Leben ab. Mit krassen Partys und allem, was dazu gehört. 1973 gab David Bowie sein letztes Konzert als Ziggy Stardust und ließ Ziggy dann sterben. Alle dachten, er würde komplett aufhören, doch das hatte er nie vor. Er erfand weitere Charaktere, in denen er sich ausdrückte. Eine seiner Ex -Frauen meinte mal, in seinen Songs konnte er sich ausdrücken, aber reden konnte er nicht.
Wenn man sich nur noch von Milch und Kokain ernährt, sieht man irgendwann ziemlich scheiße aus. Und gesund ist das auch nicht. David Bowie hat versucht, sich selbst zu therapieren und änderte dafür sein Umfeld: ab nach Berlin.
Zwei Jahre lang hat er in der Hauptstrasse 155 in Schöneberg (West-Berlin) gewohnt und wieder Mucke gemacht.
Später ging er zurück in die USA, wo er bis zu seinem Ende gelebt hat.
 Seinen größten kommerziellen Erfolg hatte er 1983 mit dem Album „Let’s Dance“. Sein bekanntester Song – „Heroes“
– entstand schon früher, in Berlin. Nicht nur seine Charaktere erfand er immer neu, sondern auch seine Musik. Filme hat er ebenfalls gemacht. Er hat viele verschiedene Sachen probiert, und es hat immer irgendwie zu ihm gepasst. Er wusste, was er wollte und wie er es wollte. Perfektion war sein Minimum. Musikerkollegen und Kritiker sagen über ihn, dass er einer der einflussreichsten Künstler des Jahrhunderts war.
Zwei Tage vor seinem Tod, an seinem Geburtstag, kam sein aktuelles Album „Blackstar“ raus. In den USA erreichte das Album sogleich Platz 1. Das gab es noch nie. Man könnte fast sagen: sein Abschiedsgeschenk. Bei der Entstehung soll er mehrere Herzinfarkte gehabt haben.
Von David Bowies Erkrankung hatte ich nichts mitbekommen. Die Nachricht von seinem Tod war darum ein Schock für mich, nur schwer zu fassen. Er hat wirklich gute Mucke gemacht, und er war einer der schönsten Männer ever! Ich hoffe, da wo er jetzt ist, geht es ihm besser.
R.I.P. David.
 Text von Tamy Keitel
David Bowie
Ein Name wie ein Messer und doch so friedlich.
Nur nicht zu sich selbst. Körper und Seele misshandelt durch Drogen.
Immer wieder auf der Suche nach neuen Identitäten.
Nur for show? Oder auch im Leben des David Jones?
Zwei Augen: zwei verschiedene Farben.
Das war real. Außergewöhnlich!
Sein Crossdressing: War das Show? War es eine Suche?
Es war Glam, sehr viel Theaterschminke.
Zwanzig Jahre – lang ein Idol für Teenies verschiedener Generationen.
Nie ein Vorbild, denn dafür zu fantastisch in seinen Rollen.
Ein Chamäleon.
Er war und ist Ziggy Stardust. Der Mann, der vom Himmel fiel.
Begleitet von den Spinnen vom Mars.
Ein Clown, dessen Einzigartigkeit sich spiegelt in den Glass Spiders, zerbrochen an Krebs.
Eine Karriere mit Haltepunkten überall in der Welt: London, Los Angeles, Berlin,
New York und bei Dir zu Hause im Plattenschrank.
Text von Dennis Lange
Nachruf von Jan Thibout
Schillernder Rockstar
wie haben wir ihn verehrt.
Als immer neuer Trendsetter
hat er uns seinen Stil gelehrt
David Bowie
schillernd mit Geschmack
Vielseitig blieb er sich treu
und stets im Takt
ein sexuelles Neutrum
wandelbar und interessant
das war/ist David Bowie
so hat man ihn gekannt

Menschen mit Behinderung haben was zu sagen! Wir Story Teller sind die inklusive Schreibwerkstatt Story Teller aus Hamburg. Mit unseren Texten möchten wir von unseren Erfahrungen berichten, Denkanstöße geben und Selbstermächtigung voranbringen.

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