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	<title>Gesundheit &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Gesundheit &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>„Frau Schmidt bitte!“ – Der Gender-Health-Gap im Alltag</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2026/04/frau-schmidt-bitte-der-gender-health-gap-im-alltag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 09:38:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Cash & Care]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Health Gap]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen „Ist bestimmt nur Stress“ und echten Diagnosen liegt oft mehr als Zufall: Sophia schreibt darüber, warum medizinische Ungleichbehandlung kein Einzelfall, sondern strukturelles Problem ist. Wenn ich an einen Besuch beim Arzt denke, fallen mir allerlei Assoziationen ein: klinisch saubere Flure und ein leichter Geruch von Desinfektionsmittel, alles ist in Weiß oder Grün gehalten, an]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen „Ist bestimmt nur Stress“ und echten Diagnosen liegt oft mehr als Zufall: Sophia schreibt darüber, warum medizinische Ungleichbehandlung kein Einzelfall, sondern strukturelles Problem ist.</strong><span id="more-17416"></span></p>
<p>Wenn ich an einen Besuch beim Arzt denke, fallen mir allerlei Assoziationen ein: klinisch saubere Flure und ein leichter Geruch von Desinfektionsmittel, alles ist in Weiß oder Grün gehalten, an den Wänden abstrakte Kunst oder anatomische Lehrposter, kluge Menschen sagen schlaue Dinge. Im besten Fall helfen sie mir auch.</p>
<p>Ich sage bewusst im besten Fall, denn leider ist es so, dass die Realität anders aussieht. „Dann geh doch einfach in deine Hausarztpraxis, da wird dir sicher geholfen“, sage ich zu einem Freund, dem es seit ein paar Tagen nicht gut geht. Er kommt zurück mit Medikamenten, zwei Überweisungen und einem Check-up-Termin. Der Arzt wollte nicht nur die Symptome behandeln, sondern auch sichergehen, dass er der Ursache wirklich auf den Grund geht.</p>
<p>Ein paar Wochen später sitze ich in einer Sprechstunde und werde mit einem Rezept für Schmerztabletten weggeschickt, weil meine starken und anhaltenden Kopfschmerzen angeblich von zu geringer Flüssigkeitsaufnahme am Tag stammen, was ich zwar bestritten habe, aber das hat keinen Unterschied gemacht. „Schonen Sie Ihre Seele auch im Alltag“, wurde mir noch gutmütig mitgegeben. Eine Freundin erzählt mir, ihr wurde unterstellt, dass sie sich ihre Schmerzen nur einbilde. Als sie dann mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht wurde, weil sie vor Schmerzen ohnmächtig geworden war, nahm man sie plötzlich ernst. Die Frage „Warum haben Sie sich nicht schon früher gekümmert?“, kam aber trotzdem.</p>
<p>Beide Situationen sind nur zwei Beispiele von Erfahrungen, in denen Personen mit weiblich zugewiesenem Geschlecht bei der Geburt darunter leiden, dass sie in der Medizin nicht ernst genommen werden. Der Gender-Health-Gap beschreibt diese Ungleichheiten in der Behandlung zwischen Cis-Männern und allen, die eben keine sind.</p>
<p>Das liegt an unterschiedlichen Faktoren. Ein Punkt ist die Forschung, denn medizinische Studien wurden vor allem an Männern durchgeführt. Das bedeutet, dass Datengrundlagen, was beispielsweise Wirkstoffmengen von Medikamenten angeht, auf männlichen Körpern basieren. Beobachtete Symptome sind ein weiteres Problem, denn so passiert es, dass beispielsweise Herzinfarkte bei Frauen weniger schnell erkannt werden können, einfach weil die Symptomatik eine andere ist. Auch werden weibliche Schmerzen oft als „psychisch“ eingeordnet und Teil der hormonellen Einflüsse abgestempelt, welche den Schmerz trotzdem nicht weniger machen.</p>
<p>Wenn das Zusammenspiel solcher Ursachen das Leben der Hälfte aller Menschen aktiv beeinflusst, wenn jeder Arztbesuch zu einem „hoffentlich werde ich ernst genommen“ wird, ist das nicht nur ein Problem, sondern eine Struktur.</p>
<p>Patriarchat zeigt sich durch ungleiche Berufschancen oder Doppelmoral im Alltag. Patriarchat ist, wenn Männer als schuldunfähig gelten, da sie zu betrunken waren, aber betrunkene Frauen Schuld tragen an dem, was ihnen passiert ist. Patriarchat bedeutet auch, dass ein Vater ein toller Papa ist, weil er seinen Sohn von der Kita abholt und am Wochenende für die Familie kocht, aber die Mutter keine gute Mama ist, da sie wieder Vollzeit arbeiten geht.</p>
<p>Und Patriarchat bedeutet eben auch, zum Arzt zu gehen und keine angemessene Behandlung zu erhalten, weil man mir nicht zutraut, auf meinen Körper zu hören und meine Symptome adäquat zu beschreiben oder weil die Forschung nicht die richtigen Informationen für die Behandlung eines nicht-männlichen Körpers hergibt.</p>
<p>Kaum ein Gut ist so grundlegend wie die menschliche Gesundheit – sie ist eines der wichtigsten Dinge, die ein Mensch hat, und sollte nicht ungleich behandelt werden. Medizinische Neutralität darf nicht nur auf dem Papier neutral sein, sondern muss es auch im realen Leben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Systemsprengerin</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/06/systemsprengerin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FaulenzA]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2022 09:07:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Gesundheitssystem in Deutschland ist mehr als marode. Für die, die es vorher noch nicht wussten hat die Corona Pandemie es deutlich gemacht. Für FaulenzA war`s vorher schon klar. In ihrem Song &#8222;Systemsprengerin&#8220; rappt die Berliner Künstlerin über die Schwierigkeit in akuten, psychischen Krisensituationen Hilfe zu finden. Mehr von FaulenzA findet ihr auf u. a.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="Body"><strong>Das Gesundheitssystem in Deutschland ist mehr als marode. Für die, die es vorher noch nicht wussten hat die Corona Pandemie es deutlich gemacht. Für FaulenzA war`s vorher schon klar. In ihrem Song &#8222;Systemsprengerin&#8220; rappt die Berliner Künstlerin über die Schwierigkeit in akuten, psychischen Krisensituationen Hilfe zu finden.<br />
</strong></p>
<p><span id="more-14937"></span></p>
<p>Mehr von FaulenzA findet ihr auf u. a. auf <a href="https://www.instagram.com/faulenza_einhornrap/">Instagram</a> und <a href="https://www.youtube.com/channel/UCkD4WQN8kHi-2Hm_T2tBLTg">YouTube</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist Gesundheit? &#8211; Die Antwort auf Hatschi!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/was-ist-gesundheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2020 09:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Hallo hallo, heute kommt frisches Material von den Story-Tellern aus Hamburg auf den Tisch! Auf unterschiedlichste Art haben sie sich mit dem Thema &#8222;Gesundheit&#8220; auseinander gesetzt. Was ist der Unterschied zwischen Behinderung und Krankheit? Ein Gespräch zwischen Peter Burhorn und Birgit Hohnen Birgit: Die Behinderung kommt bei mir durch die Tetraspastik. Das hat der Arzt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo hallo, heute kommt frisches Material von den Story-Tellern aus Hamburg auf den Tisch! Auf unterschiedlichste Art haben sie sich mit dem Thema &#8222;Gesundheit&#8220; auseinander gesetzt.</strong></p>
<p><span id="more-12050"></span></p>
<p><strong>Was ist der Unterschied zwischen Behinderung und Krankheit?</strong></p>
<p>Ein Gespräch zwischen Peter Burhorn und Birgit Hohnen</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Die Behinderung kommt bei mir durch die Tetraspastik. Das hat der Arzt festgestellt. Das kann man nicht mehr heilbar machen. Das bleibt im Körper drin. Behinderung ist nicht heilbar. Eine Krankheit ist einfach, dass man sich [vorübergehend] nicht gut fühlt.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Ja, wie bei mir neulich. Aus heiterem Himmel war ich krank. Richtig krank. Die Natur hat mich geärgert. Einen Tag vorher ahnt man noch nichts Böses und am nächsten Tag &#8230; Wenn man krank ist, schaltet sich der Körper aus. Dann schwächt sich alles ab. Dann ist&#8217;s nicht mehr möglich einen Brief zum Briefkasten zu bringen.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Wenn man behindert ist, ist man behindert. Ich bin behindert geboren. Ich kann&#8217;s jetzt nicht genauer beschreiben. Ich weiß, dass ich mit der Behinderung leben muss.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Das ist auch Selbstakzeptanz.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Mir hat man gesagt, beim Behindert-Sein ist wichtig, dass man sich sagt: Ich bin so wie ich bin und nicht anders.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Man muss mit viel Tapferkeit durchs Leben gehen.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Ja. Man muss sich immer sagen, man ist kämpferisch, man ist tapfer und mutig.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Und man darf nie an Selbstvertrauen und Lebensmut verlieren.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Ja. Dass man sagt: Man ist so wie man ist. Und man lebt damit. Man hat nicht das Bedürfnis behindert zu sein. Man wünscht es sich nicht.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Bei manchen Behinderten habe ich das Gefühl, die lassen sich gar nicht behindern; die gehen jeden Abend selbstbestimmt und selbstständig zu Konzerten. Juri zum Beispiel. Der weiß, was er will.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Das wissen wir doch alle. Wir arbeiten damit. Mit Texten für die Story Teller. Mit Selbstbewusstsein. Mit Musik. Man sitzt ja nicht behindert rum.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Was für mich bei Juri das Besondere ausmacht, ist, dass er sein Leben führt wie er will und auch zeigt, dass behindert nicht gleich behindert ist.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Es gibt auch vorübergehende Behinderungen.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Manche Straßen haben das.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Aber für Menschen, die behindert sind, gibt es keine Heilbarkeit.</p>
<p><strong>Jan:</strong> Behinderung ist ein konstruierter Zustand, der hauptsächlich von der Gesellschaft bedingt wird. Krankheit ist eine Einschränkung, die kurzfristig oder langfristig zur Einschränkung einer Tätigkeit führt. Bei anhaltenden Schwierigkeiten kann sie zu einer Behinderung werden.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Behindert</strong></p>
<p><em>Ich lebe mit Behinderung.</em> Und das ist eben so. Und manchmal habe ich Wut darauf. Aber. Ich bin wie ich bin, und ich bin auch anders. Alle sind anders. Das ist auch Gleichheit. Ich habe einen Behindertenausweis, also bin ich behindert. Das ist wie es ist. Ich bin wie ich bin. Das kann man und braucht man nicht heilen. Das ist mein eigener Standard. Wenn ich meinen Kopf zur Seite lege, habe ich eine Schaukelfunktion. Das ist eine Funktion, die ich mir aber nur vorstelle. Ich kenne einen, der hat eine echte Schaukelfunktion. Der hat nur seine Schaukelfunktion und sonst nix, glaube ich. Jeder hat so seine Funktion.</p>
<p>Ich frage mich ernsthaft: Warum schreibt man über Behinderung und nicht einfach über sich? Ich denke nach. Ich bin ein Mensch, der sich äußert. Ich habe etwas beizutragen. Ist man behindert, weil man nicht gehen kann, weil man anders denkt oder weil man eine andere Logik oder Logistik hat? Ist man behindert oder wird man behindert? Und: Ist man vielleicht auch talentiert? Birgit Hohnen hat eine andere Logik und Logistik und diktiert ihre Texte.</p>
<p><em>Was ich sage auf die Frage: Sind Sie behindert?</em> – Wenn mich jemand fragt, ob ich behindert bin, könnte ich sagen: Sind wir nicht alle ein bisschen behindert? Mich ärgert, dass bei uns Menschen mit Unterstützungsbedarf oft mehr auf unsere Schwächen als auf unsere Stärken gesehen wird. Ja, wir haben schon so unsere Probleme. Aber die hat doch jeder. Kein Mensch ist vollkommen. Jeder sollte akzeptiert werden wie er ist, solange er nicht anderen etwas tut. Michael Schumacher hat Asperger-Autismus, Pazifismus und wünscht sich eine Welt ohne Schubladen voller Vorurteilen. Er schreibt seine Texte selbst.</p>
<p><em>Behindert, </em><em>was das heißt?</em> &#8211; Behindert ist luftig leicht und schwer wie Blei, anstrengend meist, Quäle-Seele. Der Mensch geht oder humpelt oder fährt im Rollstuhl. Manche können ohne Rollstuhl nicht gehen. Die Barrieren sind nervig. Barrieren behindern. Mit Rollstuhl ist nervig, mit Behinderung in Gesicht oder Gehirn oder Körper ist nervig; weil andere Menschen komisch gucken und denken: Oho, behindert! Es gibt Leute, die sehen mich und kennen mich nicht. Die denken vielleicht, ich bin ein UFO. Ich bin groß und dünn. Ich kann singen und tanzen. Ich fahre mit der S-Bahn. Ich stehe morgens früh auf, dusche, esse, gucke auf die Uhr: Wann muss ich los? Manchmal früher, manchmal später. Ich arbeite im Theater. Ich bin unterschiedlich drauf: traurig, sauer, böse, lustig, fröhlich, verliebt, Daumen hoch oder runter oder mittel. Ich finde gut an mir, dass ich ein toller Mensch bin, ein lustiger Typ. Ich kann mit Leuten reden; auch wenn ich mal Probleme habe. Ich kann getrennte Wege gehen, wenn mir jemand Schlechtes sagt. Wenn ich in den Spiegel gucke, finde ich besonders schön, wie das Herz pocht. Und das Herz sagt: Ich bin bei dir. Katharina Bromka hat das Williams-Beuren-Syndrom, was das bedeutet, kann sie nicht sagen, sie vermutet: „Das hat mit dem Herz zu tun. Nachts ruhe ich mich aus; ich wache morgens auf und bin ein Mensch.“</p>
<p><strong>(Dieser Text ist von Katharina, die ihre Texte diktiert.)</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Als Mensch mit Behinderung beim Arzt I Gedankenblasen</strong></p>
<p>&#8211; Wenn ich das &#8222;Arzt&#8220; höre, kriege ich das P wie Panik &#8230; Aber warum habe ich diese Angst vorm Arzt? Wovor habe ich Angst? Wie ist das bei euch?</p>
<p>&#8211; Ich habe Angst ruppig behandelt und zu schnell abgefertigt zu werden.</p>
<p>&#8211; Wenn der Arzt weiß, dass ich eine Behinderung habe, nimmt er mich dann ernst?</p>
<p>&#8211; Behandelt der Arzt mich genauso nett und freundlich wie die anderen Patienten, obwohl ich ein Handicap habe?</p>
<p>&#8211; Wie offen und einfühlsam sind die Ärzte bei besonderen Fällen?</p>
<p>&#8211; Ich weiß nicht, ob ich mein Leiden richtig schildern kann.</p>
<p>&#8211; Und dann habe ich Angst die Diagnose nicht zu verstehen.</p>
<p>&#8211; Die Ärzte in den Arztserien sind besser; die haben mehr Zeit, und die reden auch richtig mit den Menschen und Patienten.</p>
<p><strong><em>Was kann man verbessern? Wie ist die ideale Ärztin? Und </em><em>was ist ein gutes Verhältnis zwischen Arzt und Patient?</em></strong></p>
<p>&#8211; Ich wünsche mir individuelle Behandlung!</p>
<p>&#8211; Ich wünsche mir, dass meine behandelnde Ärztin auf mich eingeht; sie sollte meine Probleme und Anliegen ernst nehmen und mir alles in verständlicher Sprache erklären.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Aktion Mensch hat Therapien gegen Autismus gefördert</strong></p>
<p>Die ABA (Applied Behaviour Analysis) ist eine Therapie, die die Umerziehung und Konditionierung von autistischen Kindern beinhaltet.</p>
<p>Diese Therapieform beruht auf einem Menschenbild, das Autisten als &#8222;defekt&#8220; ansieht und sie ihr gelerntes autistisches Verhalten vergessen lassen will, damit sie ein neues Verhalten erlernen können. Die autistischen Kinder sollen zu einer nicht-autistischen Verhaltensweise um-erzogen werden. Mögliche negative Auswirkungen auf die Psyche der Autisten werden dabei ausgeblendet.</p>
<p>Aktion Mensch hat ein solches Projekt finanziert: Das Bremer Frühförder-Therapie-Programm Autismus wurde mit insgesamt fast 250.000 € unterstützt.</p>
<p>Aufgrund monatelanger Kritik hat Aktion Mensch im November 2016 entschieden derartige Projekte, die Behinderungen therapieren wollen, künftig nicht mehr zu fördern. Matti Wustmann hat Asperger-Autismus und findet es unmöglich, dass die Aktion Mensch eine Therapie förderte, die Menschen mit Autismus gewissermaßen &#8222;heilen&#8220; wollte.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere spannende Beiträge der Story-Teller findet ihr auf <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>deren Seite</strong></a> bei meinTestgelände😎</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Können Binden Leben retten?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/05/koennen-binden-leben-retten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nataly]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 07:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Menstruation]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir euch zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Nataly! Bevor sie einen Freiwilligendienst absolviert hat, hat sie sich nicht großartig mit dem Thema Menstruation befasst &#8211; in Uganda änderte sich das dann aber radikal. Was die Menstruation mit Armut und auch mit Bildung zu tun hat, erfahrt ihr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute präsentieren wir euch zum Internationalen Tag der Menstruationshygiene den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Nataly! Bevor sie einen Freiwilligendienst absolviert hat, hat sie sich nicht großartig mit dem Thema Menstruation befasst &#8211; in Uganda änderte sich das dann aber radikal. Was die Menstruation mit Armut und auch mit Bildung zu tun hat, erfahrt ihr in diesem Artikel! Viel Spaß beim Lesen und Lernen </strong>🤓</p>
<p><span id="more-11444"></span></p>
<p>Ich lebe ein sehr privilegiertes Leben. Auch wenn es mir meist gar nicht bewusst ist. Ich musste mich noch nie entscheiden zwischen einer Packung Binden und etwas zu essen… Millionen Mädchen und Frauen weltweit, besonders in Subsahara, stehen jeden Monat vor dieser Entscheidung.</p>
<p>Vor meinem Freiwilligendienst in Uganda war Menstruation kein Thema, über das ich je groß nachgedacht hatte. Klar, auch ich war mal von meiner Periode genervt, sie kam ja auch immer zu den unpassendsten Zeiten. Wirklich eingeschränkt hat sie mich aber nie.</p>
<p><strong>Armut ist sexistisch</strong></p>
<p>Während ich in Deutschland überall und jederzeit Binden, Tampons und Co kaufen kann, sind sie in Uganda, vor allem in ländlichen Gebieten, nicht immer verfügbar. Und sie sind teuer. Da steht eine Familie tatsächlich vor der Wahl, entweder eine Packung Binden für die Tochter/Ehefrau zu kaufen, oder aber Brot, Öl und Seife für den gemeinsamen Haushalt.</p>
<p>Über 130 Millionen Mädchen weltweit können oder dürfen keine Schule besuchen. In Uganda gehen tausende Mädchen täglich nicht zur Schule – ihrer Periode wegen. Aus Angst, jemand könnte etwas bemerken, sie auslachen, oder die Lehrer könnten sie für einen Blutfleck auf ihrem Rock bestrafen. Jeden Monat verpassen sie so wichtigen Schulstoff, schneiden durchschnittlich deutlich schlechter in ihren Schulprüfungen ab als ihre männlichen Mitschüler, oder verlassen die Schule ganz.</p>
<p>Dabei ist Bildung der beste Weg aus der Armut, und Frauen sind die stärkste Waffe im Kampf gegen extreme Armut: Erhielten Mädchen den gleichen Zugang zu Bildung wie Jungen, hätten sogenannte Entwicklungsländer mindestens 112 Milliarden US-Doller mehr in den Staatskassen. Dennoch sind Frauen und Männer nirgendwo auf der Welt gleichberechtigt. Je ärmer ein Land ist, desto härter trifft diese Armut besonders Mädchen und Frauen. Man kann sagen: Armut ist sexistisch. An kaum einem anderen Beispiel wird das so deutlich wie an der „period poverty“.</p>
<p><strong>No Sex für Pads</strong></p>
<p>Viele Mädchen, die sich keine Binden kaufen können, nutzen stattdessen Toilettenpapier, Bananenblätter, alte Kleidung oder auch Erde, die das Blut während ihrer Menstruation auffangen soll. Immer wieder kommt es so zu schwerwiegenden Infektionen.</p>
<p>Die Folgen für Mädchen und Frauen sind aber noch viel weitreichender. Einige Männer versprechen den Mädchen Binden zu kaufen, im Tausch gegen sexuelle Dienste. Allein in der ugandisch-kenianischen Grenzregion liegt die Schwangerschaftsrate bei Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren derzeit bei 31%. Immer wieder lassen Betroffene unsichere, illegale Schwangerschaftsabbrüche durchführen, die für sie nicht selten zu schweren Komplikationen oder gar zum Tod führen. Sie werden unfreiwillig verheiratet, und ihr Risiko sich mit vermeidbaren, sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren, steigt rapide. Jeden Tag infizieren sich rund 1000 junge Frauen mit HIV, 750 von ihnen in Subsahara-Afrika. Das sind doppelt so viele Neuinfektionen wie bei jungen Männern im selben Alter. Der Preis für Binden ist hoch…</p>
<p><strong>Do it yourself!</strong></p>
<p>Menstruation ist ein Politikum. Und auch mich ließ das Thema nicht mehr los. Gemeinsam mit meinem Partner und einer kleinen Gruppe Frauen aus seinem Heimatort fingen wir an, wiederverwendbare Binden zu nähen. Wir besuchten Schulen, sprachen mit den Schülerinnen über Menstruation, Hygiene und ihr Recht am eigenen Körper. Inzwischen ist aus der kleinen Gruppe Frauen eine eingetragene Organisation geworden, die „Alliance for Sustainable Health and Wealth in Africa“, kurz ASHWA. Mit der Hilfe von fünf Angestellten und zahlreichen Freiwilligen halten wir regelmäßige Workshops in Schulen, Jugend- und Frauengruppen in ganz Uganda ab. Wir sprechen über Menstruation und zeigen den Teilnehmer*innen, wie sie aus lokal zugänglichen Materialien wie einem alten Baumwoll-T-Shirt, einem Handtuch oder einem Stück Plastikfolie selbst wiederverwendbare Binden nähen können. Es ist eine simple Lösung, und doch so wertvoll. Empowerment pur.</p>
<p>Also: Können Binden Leben retten? – Ganz so einfach ist es am Ende vielleicht nicht. Doch eine simple, selbstgenähte Binde kann das Leben eines Mädchens in Uganda radikal ändern.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier gelangt ihr zur <a href="https://www.facebook.com/ashwaug/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Facebook-Page von ASHWA</strong></a>.</li>
<li>Und <a href="https://www.plan.de/presse/pressematerial-tag-der-menstruationshygiene.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>unter diesem Link</strong></a> findet ihr Informationen zum Tag der Menstruationshygiene.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ehrlich sein: Mein Suizidversuch und die Zeit in der Psychiatrie</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/06/ehrlich-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2018 07:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10711</guid>

					<description><![CDATA[Öffentlich über die schweren Zeiten des Lebens zu sprechen ist mehr als mutig. Auf sehr ehrliche und intensive Weise erzählt Sophia in diesem Video von ihrem Suizidversuch und ihrer Zeit in der Psychiatrie. Mehr dazu: Auf ihrem YouTube-Kanal findet ihr weitere Videos von Sophia. Und hier findet ihr einen Text von Mare zum Thema Depressionen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Öffentlich über die schweren Zeiten des Lebens zu sprechen ist mehr als mutig. Auf sehr ehrliche und intensive Weise erzählt Sophia in diesem Video von ihrem Suizidversuch und ihrer Zeit in der Psychiatrie.</strong></p>
<p><span id="more-10711"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auf ihrem <a href="https://www.youtube.com/channel/UCIrsqXbtU5nJq0PnJlda-DA" target="_blank" rel="noopener"><strong>YouTube-Kanal</strong></a> findet ihr weitere Videos von Sophia.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/depressionen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>einen Text von Mare</strong></a> zum Thema Depressionen.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum Frauen älter werden als Männer</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/06/warum-frauen-aelter-werden-als-maenner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2018 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10687</guid>

					<description><![CDATA[Im Jahr 2015 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Jungen 77 Jahre und 9 Monate. Die entsprechende Zahl für neugeborene Mädchen lautete 82 Jahre und 10 Monate. Damit werden Frauen im Schnitt 5 Jahre älter als Männer. Unsere Autorin Lilith ist den Gründen dafür nachgegangen. 117 Jahre alt ist die älteste Frau der Welt &#8211; Warum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 1.14285rem;"><b>Im</b> <strong>Jahr 2015 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Jungen 77 Jahre und 9 Monate. Die entsprechende Zahl für neugeborene Mädchen lautete 82 Jahre und 10 Monate. Damit werden Frauen im Schnitt 5 Jahre älter als Männer. Unsere Autorin Lilith ist den Gründen dafür nachgegangen.</strong></span></p>
<p><span id="more-10687"></span></p>
<p><strong>117 Jahre alt ist die älteste Frau der Welt &#8211; Warum Frauen älter werden als Männer</strong></p>
<p>Jeanne Calment starb im Alter von 122 Jahren und 164 Tagen – damit ist sie der älteste Mensch, dessen Alter jemals vollständig nachgewiesen wurde.</p>
<p>Die Jamaikanerin Violet Brown, geboren am 10.03.1900 wurde 117 Jahre alt.</p>
<p>Der älteste Mensch aus dem deutschsprachigen Raum ist Augusta Holtz, die in die Vereinigten Staaten emigrierte und im Alter von 115 Jahren und 79 Tagen starb.</p>
<p>Neben dem erstaunlich hohen Alter dieser Rekordhalter fällt eine Tatsache ganz besonders ins Auge – alle aufgelisteten Personen sind weiblich. Betrachtet man die Liste der 100 ältesten Menschen, die je gelebt haben, so findet sich tatsächlich erst auf Platz 14 mit dem Japaner Jiroemon Kimura ein Mann, zu dem sich in der gesamten Liste nicht mehr als vier weitere Männer hinzugesellen.</p>
<p>Aber nicht nur bei den Rekorden übertreffen die Frauen die Männer bei weitem, sondern auch im Gesamtdurchschnitt.</p>
<p>In Deutschland können sich aktuell neugeborene Mädchen auf 83 Lebensjahre freuen, während der männliche Teil der Babys durchschnittlich „nur“ 78 Jahre vor sich liegen hat. Diese Differenz von fünf bis sechs Jahren zu Gunsten der Frau ist nicht nur auf deutschem Territorium zu beobachten. Denn auch nach ausführlicheren Recherchen konnte ich tatsächlich keine Region finden, in der der männliche Teil der Bevölkerung älter wird als der weibliche.</p>
<p>Doch – woran liegt es, dass eine Frau durchschnittlich ein höheres Alter erreicht als ein Mann?</p>
<p>Diese Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten, wie sie auf den ersten Eindruck scheinen mag. Denn es gibt nicht DEN EINEN WUNDERGRUND der die Lebenserwartung der Frauen erhöht. Vielmehr handelt es sich um eine Reihe von Gründen, die alle in die Lebenserwartung der Menschen hineinspielen.</p>
<p>Der erste bekannte Ansatz in der Geschichte, um dieses Phänomen zu erklären, liegt weit in der Geschichte zurück und beruht auf genetischen Faktoren. Auch lange danach noch waren Forscher davon überzeugt, dass rein biologische Gründe hinter dieser Tatsache stecken. Studien aus dem Jahr 2014, in denen ausschließlich Mönche und Nonnen aus insgesamt vier Jahrhunderten als Probanden dienten, brachten jedoch neue Erkenntnisse hervor. Laut des Bevölkerungswissenschaftlers Marc Luy sind die sechs Jahre, die Frauen weltweit im Durchschnitt länger leben als Männer, vielmehr auf den unterschiedlichen Lebensstil zurückzuführen. Bestätigt wird er in dieser Annahme von seiner Kollegin, der Ökonomin Michaela Grimm. Sie dreht die Aussage sogar um und meint, dass die korrekte Formulierung nicht lautet, dass Frauen länger leben, sondern stattdessen, dass Männer frühzeitig ableben. Die Lebensweise und das Umfeld sind für beide Wissenschaftler die zwei determinierenden Faktoren, wenn es um die Lebenserwartung geht. Hierbei sehen auch sie das allgemeine Klischee bestätigt – Frauen leben vorsichtiger, gesundheitsbewusster und vernünftiger.</p>
<p>Aber was haben nun die Klosterbewohner mit diesen Erkenntnissen zu tun? Bei den Untersuchungen Luys stellte sich heraus, dass sich die Lebenserwartung von Nonnen und Mönchen anstatt um sechs nur um ein Jahr unterscheidet – und dies signifikant über 400 Jahre hinweg. Seine Folgerung – wenn man den Lebensstil von Mann und Frau anpasst, so ist der Altersunterschied der verschieden hohen Lebenserwartungen kaum mehr zu bemerken. Die biologischen Faktoren sind laut ihm für nicht mehr als das eine noch verbleibende Unterschiedsjahr verantwortlich.</p>
<p>Diese These wird zusätzlich durch die Tatsache unterstützt, dass insbesondere gut gebildete Frauen eine hohe Lebenserwartung haben – sie verfügen über ausreichende Kenntnisse über eine gesunde Lebensweise und können dies entsprechend vernünftig umsetzen.</p>
<p>Wenn diese Hypothese tatsächlich zutrifft, so können sich die Männer freuen – denn für sie bedeutet der geringe genetische Einfluss eine Wandelbarkeit. Die sozialen, politischen, ökonomischen, demographischen und verhaltensbedingten Faktoren, die die Hauptrolle spielen, lassen sich verändern. Wenn sie ihren gefährlichen Lebensstil also anpassen und vernünftiger mit ihrer Lebenszeit umgehen, so müsste sich die Lebenserwartung der Männer immer mehr der der Frauen annähern. Klassische Beispiele hierfür sind eine gesündere Ernähren, häufigere Arztbesuche, seltener rauchen … &#8211; wenn sich die Männer von diesem Frauenverhalten auch nur eine schmale Scheibe abschneiden würden, könnte es sein, dass sie mit den Frauen in Zukunft doch noch in Konkurrenz treten. Doch auch diesem Verhalten liegen verschiedenste Ursachen zugrunde. Der höhere Testosteronspiegel der Männer spielt ebenso eine Rolle wie das Weiterbestehen von Rollenbildern und die gesellschaftlichen Erwartungshaltungen. Die erhöhte Risikofreude des Mannes lässt sich unter Umständen doch nicht ganz so leicht abstellen.</p>
<p>Untersuchungen seit Beginn der 1980er Jahre zeigen jedoch, dass Frauen auch ganz ohne hohe Testosteronspiegel immer mehr zu einer „männlichen“ Lebensweise tendieren. Laut der erhobenen Daten übernehmen vielmehr die Frauen immer eher die Lebensweisen der Männer, weshalb sich deren Lebenserwartung nach unten korrigiert. Gründe hierfür könnten im höheren Anteil berufstätiger Frauen liegen, die dadurch einer doppelten Belastung und somit mehr Stress ausgesetzt sind. Als Folge greifen auch sie immer häufiger zum Alkohol oder zur Zigarette.</p>
<p>Dennoch sollten die biologischen Ursachen nicht ganz aus der Aufmerksamkeit verschwinden. Denn es bleibt unabhängig des Verhaltens mindestens das eine zugrundeliegende Differenzjahr auf diesen Faktor zurückzuführen. Woran liegt das?</p>
<p>Bisher übertreffen Vermutungen, Annahmen und Spekulationen in diesem Bereich die tatsächliche Datenlage: Eine davon besteht in dem Vorteil, der sich aus dem zweiten X-Chromosom der Frau ergibt. Zwar ist in den Zellen stets nur eines beider X-Chromosome aktiv, aber falls eines defekt oder beschädigt ist, steht das andere immer noch als Ersatz parat. Wissenschaftliche Beweise für einen sich daraus ergebenden Vorteil gibt es jedoch noch nicht. Eine weitere biologische Hypothese fußt auf dem unterschiedlichen Hormonhaushalt, der ebenfalls an der Bestimmung der Lebenserwartung beteiligt sein kann.</p>
<p>Interessanter Fakt am Rand – die Debatte über die abweichende Lebenserwartung von Mann und Frau ist kein modernes Thema – die ersten Diskussionen darüber traten bereits im 18. Jhd. Auf. Und sie wird auch in Zukunft weitergeführt werden – es bleibt also spannend, welche Ursachen noch so herausgefunden werden und wie sich unsere Lebenserwartung in den nächsten Jahrzehnten verändern wird.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Burak &#8211; Wenn ich eine Superkraft hätte (Poetry Slam Workshop 2018)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/04/13-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2018 07:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[Letztes Wochenende waren wir in Duisburg und haben einen Poetry Slam Workshop angeboten. Dieser war, wie immer, rege besucht und die Teilnehmer*innen so engagiert, dass wir euch einige Ergebnisse des Wochenendes unbedingt zeigen wollen. Den Anfang macht Burak mit einem Text über eine besondere Superkraft. Und da soll noch jemand sagen, Jungs würden sich keine]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Letztes Wochenende waren wir in Duisburg und haben einen Poetry Slam Workshop angeboten. Dieser war, wie immer, rege besucht und die Teilnehmer*innen so engagiert, dass wir euch einige Ergebnisse des Wochenendes unbedingt zeigen wollen. Den Anfang macht Burak mit einem Text über eine besondere Superkraft. Und da soll noch jemand sagen, Jungs würden sich keine Gedanken um Gesundheit machen.</b></p>
<p><span id="more-10557"></span></p>
<p><strong> </strong><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Geleitet wurde der Workshop von <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/fee/">Fee</a> und <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/dominik/">Dominik</a>. Mit einem Klick auf die Namen kommt ihr auf ihre Autor*innen Profile.</li>
<li>Und <a href="https://www.facebook.com/meintestgelaende/posts/2104799333085071">hier</a> findet ihr noch ein paar Fotos vom Workshop.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Homologe!?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/homologe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2017 07:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie gehen Jungen und Männer eigentlich mit ihrer Gesundheit um? Die Heroes zeigen in verschiedenen Szenen, wie schwer es manchmal ist, denn &#8222;wegen jedem Mist geht Mann ja schließlich nicht zum Arzt.&#8220; Mehr dazu: Auch Mare hat sich mit dem Thema Gesundheit beschäftigt und einen Text über Depressionen geschrieben. Weitere tolle Beiträge der HeRoes findet]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie gehen Jungen und Männer eigentlich mit ihrer Gesundheit um? Die Heroes zeigen in verschiedenen Szenen, wie schwer es manchmal ist, denn &#8222;wegen jedem Mist geht Mann ja schließlich nicht zum Arzt.&#8220;</strong></p>
<p><span id="more-10203"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Auch Mare hat sich mit dem Thema Gesundheit beschäftigt und einen <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/depressionen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Text über Depressionen</strong> </a>geschrieben.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Weitere tolle Beiträge der HeRoes findet ihr auf ihrem <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/heroes/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Redaktionsgruppen-Profil</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Depressionen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/depressionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Nov 2017 07:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Jede*r zwanzigste Jugendliche erkrankt bis zum 18. Geburtstag an Depressionen. Unter den Erkrankten finden sich etwa 2/3 Mädchen und 1/3 Jungen. Mediziner*innen haben viele Ursachen herausgefunden – u.a. eigene Körperbilder, Hormonschwankungen und ein erbliches Risiko. Viele Ursachen haben auch etwas mit Geschlechterbildern zu tun. Depressionen sind eine ernste Erkrankung &#8211; und unsere Autorin Mare hat]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jede*r zwanzigste Jugendliche erkrankt bis zum 18. Geburtstag an Depressionen. Unter den Erkrankten finden sich etwa 2/3 Mädchen und 1/3 Jungen. Mediziner*innen haben viele Ursachen herausgefunden – u.a. eigene Körperbilder, Hormonschwankungen und ein erbliches Risiko. Viele Ursachen haben auch etwas mit Geschlechterbildern zu tun. Depressionen sind eine ernste Erkrankung &#8211; und unsere Autorin Mare hat einen Ratgeber für nahestehende Freund*innen und Verwandte geschrieben. </strong></p>
<p><span id="more-10140"></span></p>
<p>Vielleicht kennst du auch jemanden, der unter Depressionen leidet. Immerhin Vielleicht steht dir diese Person sogar ziemlich nahe. In diesem Fall möchte dieser Ratgeber dir helfen, in dieser oft überfordernden und schmerzhaften Situation etwas besser zurechtzukommen. Er soll keinesfalls professionelle Hilfe ersetzen, sondern nur eine erste Orientierung geben.</p>
<p>Sorge dich zu aller erst um dich selbst und respektiere deine Grenzen! Es ist nie leicht, mitansehen zu müssen, wie eine geliebte Person leidet. Es ist aber wichtig, sich bewusst zu machen, dass du zu allererst für dich selbst und dein eigenes Wohlergehen verantwortlich bist. Pass also auf dich und überlege dir Sachen, die dir einen Ausgleich verschaffen. Triff dich mit Freunden, reagier dich beim Sport ab oder schreibe dir den Frust von der Seele und vor allen Dingen: Zögere nicht, dir professionelle Hilfe zu holen, wenn die Belastung zu viel wird!  Vermeide abgedroschene Phrasen! Dein Gegenüber erzählt dir, dass es ihr schlecht geht. Oft weiß man zuerst nicht, was man sagen soll, und vieles, was einem einfällt, kann mehr Schaden zufügen als man denkt.  Beispiele dafür sind: „Du hast es doch nicht so schlimm! Denk nur an die ganzen Kinder, die auf der Welt hungern müssen!“  Damit sagst du so viel wie „Hey, du hast gerade 40 Fieber? Immerhin hast du keinen Krebs!“ Leid sollte nie gegeneinander aufgewogen werden. Außerdem sind Depressionen eine Krankheit. Die Person weiß wahrscheinlich, dass es Leute gibt, die in schwierigeren Situationen leben. Sie daran zu erinnern, hilft aber nicht. Wahrscheinlich verstärkst du damit nur die Schuldgefühle, weil die betroffene Person sich selber dafür verantwortlich macht, nicht einfach glücklich sein zu können. „Als mein Hund/Papagei/Hamster gestorben ist, war ich auch eine Weile lang sehr traurig“  Es ist verständlich, dass du möchtest, dass sich die andere Person nicht alleine fühlt. Allerdings werden solche Anekdoten kaum etwas bringen. Außerdem bedeutet depressiv sein nicht traurig sein, sondern eher das Gegenteil (wie der Autor Tobi Katze hier anschaulich erklärt: LINK). „Warum versuchst du nicht einfach, etwas positiver zu sein?“ „Oh ja, danke. Auf diese weisen Worte habe ich nur gewartet. Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen? Mir geht es gleich viel besser.“ „Hat das etwas mit deiner Kindheit zu tun? Haben dich deine Eltern nicht richtig geliebt?“ Natürlich, wenn du die Person schon etwas kennst, glaubst du vielleicht die Ursachen und Auslöser für ihre momentane Situation zu kennen, aber wenn du dich wie ein Hobby-Psychologe benimmst, dann fühlt sich die Person auch meistens wie auf der Couch. Das führt uns direkt zum nächsten Punkt.</p>
<p>Überschätze dich nicht und halte dich nicht für einen Psychologen! Wenn eine dir nahestehende Person Depressionen hat, ist es verständlich, wenn du helfen möchtest. Du solltest dich dabei aber auf keinen Fall für den strahlenden Helden halten, der die betroffene Person alleine aus der Dunkelheit ins Licht holen kann. So leicht ist die Realität im Gegensatz zu den meisten Märchen nicht. Du kannst im besten Fall Unterstützung und Rückhalt geben, wenn es der betroffenen Person schlecht geht, aber du kannst keinen Psychologen ersetzen. Depression ist eine Krankheit (ich kann es nicht oft genug wiederholen) und sollte auch wie eine behandelt werden. Psychotherapeuten haben Jahre ihres Lebens damit verbracht, zu lernen, wie man diese Krankheit am besten behandeln kann. Wenn sich jemand ein Bein bricht, sagt auch niemand: “Ach was, wenn ich der anderen Person nur mit genug Liebe begegne, wird sie schon bald wieder laufen können!“ und vor allem würden es die meisten Menschen auch für keine gute Idee halten, wenn jemand ein gebrochenes Bein selber eingipsen möchte, nachdem sie eine Anleitung im Internet dazu gelesen hat. Das gleiche gilt für die Behandlung von Depressionen.  Unterstütze die betroffene Person dabei, einen Therapieplatz zu finden! Ermutige die Person, sich professionelle Hilfe zu holen. Wenn sie bereit ist, diese anzunehmen, kannst du ihr anbieten, bei der Suche eines Psychotherapeuten zu helfen, denn das ist oft ein langwieriger Prozess. Zuerst sollte die Person zum Hausarzt gehen und sich eine Überweisung holen. Dabei bekommt man dann auch meistens eine Liste mitgegeben von Psychotherapeuten, bei denen man anrufen kann. Die erste Hürde kann dann schon sein, überhaupt jemanden zu erreichen. Oft ist während der angegebenen Telefonsprechzeiten niemand zu erreichen oder es ist besetzt. Wenn dann jemand drangeht, ist oftmals erst in 6 Monaten ein Termin frei. Es lohnt sich deshalb, in so vielen Praxen wie möglich anzurufen. Manchmal springt nämlich spontan ein Patient ab und es wird ein naheliegender Termin frei. Man kann sich außerdem bei der Krankenkasse die Kosten für einen Psychotherapeuten ohne Kassensitz erstatten lassen, wenn man nachweisen kann, das man sonst keinen Platz gefunden hat. Trotzdem – die Suche nach einem freien Therapeuten kann oft mühsam sein. Das ist eindeutig ein Fehler im System. Wenn sich jemand ein Bein gebrochen hat, gibt man dem Betroffenen ja auch nicht einfach eine Wegbeschreibung zum nächsten Krankenhaus und erwartet, dass er dorthin humpelt. Trotzdem wird von Menschen, zu deren Krankheitsbild Motivationsprobleme gehören, erwartet, dass sie so viel Zeit und Eigeninitiative für ihre medizinische Versorgung investieren. Du kannst helfen, indem du anbietest, herumzutelefonieren, wenn die betroffene Person keine Kraft dafür hat. Auch gibt es Beratungsstellen, die vorübergehende Hilfe leisten können, wenn erst in mehreren Monaten ein Therapieplatz frei wird. Google nach Psychologischer Beratung, die von deiner Stadt oder der Caritas, der Diakonie o.ä. angeboten wird.</p>
<p>Akzeptiere, dass es mit dem Finden eines Therapieplatzes noch lange nicht vorbei ist!</p>
<p>Endlich! Nach langem Herumtelefonieren ist endlich ein Therapieplatz gefunden worden. Ihr dürft euch aber damit nicht vormachen, dass es von heute auf morgen besser wird. Therapien sind langfristige Angelegenheiten, die stetig über die Zeit hinweg ihre Wirksamkeit zeigen und es kann trotz Therapie noch zu heftigen akuten Phasen kommen. Außerdem ist der erste Therapeut vielleicht nicht der richtige. Vielleicht hat er sich auf eine Therapiemethode spezialisiert, die einfach nicht zu dem Betroffenen passt oder vielleicht sind sie einfach nicht auf einer Wellenlänge. Auf jeden Fall ist es wichtig, einen Therapeuten zu finden, bei dem man das Gefühl hat, dass es passt.</p>
<p>Erwarte nicht, dass deine Worte direkt etwas bewirken! Es ist doch verrückt. Vielleicht ist die Person, die dir gegenübersteht, der wichtigste Mensch in deinem Leben. Vielleicht habt ihr schon sehr viel Zeit miteinander verbracht und auch wenn du all ihre Schwächen kennst, hast du schon oft miterleben dürfen, was für ein großartiger Mensch diese Person ist. Und trotzdem. Trotzdem versteht sie es einfach nicht und redet davon, dass sie sich für eine schlechte Freundin/Schwester/Partnerin hält. Erwarte nicht, dass du sie direkt vom Gegenteil überzeugen kannst. Wahrscheinlich wirst du sogar noch oft genug immer und immer das gleiche wiederholen müssen.  Sei ein guter Zuhörer! Biete an, der anderen Person zuzuhören, wenn sie reden möchte. Meistens möchte die Person dann keine Ratschläge hören oder Geschichten von Situationen, in denen es dir ähnlich ging. Meistens möchte die Person dann einfach, dass man ihr zuhört und ihre Gefühle ernst nimmt. Das kann schwierig zu erreichen sein. [evtl Ratschläge für aktives Zuhären geben???]</p>
<p>Rate der Person davon ab, in akuten Phasen wichtige Entscheidungen zu treffen! Während der akuten Phasen ist die Wahrnehmung der Betroffenen oft verzehrt. Wichtige berufliche und private Entscheidungen werden oft im Nachhinein bereut. Rate der Person also dazu, mit ihrer Entscheidung zu warten, bis es ihr etwas bessergeht.</p>
<p>Du kannst eine Umgebung schaffen, in der sich die andere Person beim Schlecht-Fühlen sicher fühlt. Phasen, in denen die betroffene Person leidet, werden nicht zu vermeiden sein. Du kannst aber dabei helfen, eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich nicht alleine fühlt. Akzeptiere es, wenn auch mal geschweigt wird. Lies ein Buch, während die andere Person am Handy rumspielt. Das ist genau das, was sie auch ohne dich machen würde, aber nicht dabei alleine sein zu müssen, hilft schon. Respektiere die Möglichkeiten, die die andere Person gefunden hat, um sich besser zu fühlen. Guckt zum zwanzigsten Mal ihren Lieblingsfilm. Akzeptiere es, wenn sie sich Kopfhörer in die Ohren steckt und Musik hören will. Akzeptiere ihren Wunsch, auch alleine gelassen zu werden. Hilf ihr, an Wasser und Essen zu denken. Biete Umarmungen an, wenn sie welche zu brauchen scheint, aber gehe nicht davon aus, dass sie dir körperlich nahe sein möchte, nur, weil ihr das normalerweise seid. Frage bei körperlicher Nähe nach, ob es in Ordnung ist, und vor allem erwarte keinen Sex! Depressive Menschen haben oft einen geringeren Sexdrang, aber aus schlechtem Gewissen heraus wird vielleicht trotzdem eingewilligt. Also frage lieber noch mal nach! Das gilt übrigens für alle Geschlechter. Nicht nur Frauen lehnen Sex ab.</p>
<p>Aber bei allem darfst du eine Sache nicht vergessen: Sorge dich zu aller erst um dich selbst und respektiere deine Grenzen!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Sarah von LizzyNet <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/05/beeinflussen-models-unser-selbstwertgefuehl/" target="_blank" rel="noopener"><strong>fragt sich</strong></a>, ob Models unser Selbstwertgefühl beeinflussen.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Mare hat sich in einem weiteren Text bereits mit einer ernstzunehmenden Krankheit beschäftigt: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/endometriose/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Endometriose</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mythos Jungfernhäutchen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/10/mythos-jungfernhaeutchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hollies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Oct 2017 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Mitarbeiterinnen des Interkulturellen Frauen- und Mädchen-Gesundheitszentrums Holla e.V. haben 160 Mädchen und Frauen ein paar Fragen gestellt: „Wussten Sie, dass es kein Jungfernhäutchen gibt? Was bedeutet der Mythos? Welche Auswirkungen hat das Thema auf dein Leben?“ Hier eine Auswahl der Antworten. „Warum hat mein Arzt gesagt, dass mein Jungfernhäutchen im Sportunterricht gerissen ist, wenn]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Mitarbeiterinnen des Interkulturellen Frauen- und Mädchen-Gesundheitszentrums Holla e.V. haben 160 Mädchen und Frauen ein paar Fragen gestellt: „Wussten Sie, dass es kein Jungfernhäutchen gibt? Was bedeutet der Mythos? Welche Auswirkungen hat das Thema auf dein Leben?“ Hier eine Auswahl der Antworten.</strong></p>
<p><span id="more-9782"></span></p>
<p>„Warum hat mein Arzt gesagt, dass mein Jungfernhäutchen im Sportunterricht gerissen ist, wenn es doch gar nicht existiert? Das macht mich so wütend!“<br />
(Schülerin 15 Jahre)</p>
<p>„Warum habe ich nie darüber nachgedacht, dass es voll unlogisch ist, dass es das gibt?!“<br />
(Schülerin 17 Jahre)</p>
<p>“Ich wusste, dass es das nicht gibt und musste im Sexualkundeunterricht meine Lehrerin korrigieren und es ihr richtig erklären“<br />
(Schülerin 15 Jahre)</p>
<p>„Ich bin superfroh zu hören, dass es kein Jungfernhäutchen gibt. Das nimmt mir echt Druck. Man hat ja wirklich Stress als Mädchen, wenn man zu früh Sex hat ist man Schlampe und zu spät, dann ist man Nonne. Jetzt hab ich das Gefühl, es ist egal, es ist meine Sache und geht niemanden was an.“<br />
(Schülerin 16 Jahre)</p>
<p>„Wurde uns so erzählt. Das muss man ja dann glauben.“<br />
(Schülerin 17 Jahre)</p>
<p>„Ich denke, dass viele Männer davon profitieren, dadurch dass sie die Frauen kontrollieren können. Das gilt natürlich nicht für alle Männer, aber trotzdem für viele, auch wenn sie es nicht zugeben würden.“<br />
(Studentin 21 Jahre)</p>
<p>„Wenn man bei der Hochzeitsnacht noch Jungfrau ist, dann steigt der Wert der Frau, also das Ansehen beim Mann und der Familie.“<br />
(Passantin 22 Jahre)</p>
<p>„Wenn es ein Mythos ist, dann sage ich, das ist gut für die patriarchale Gesellschaft, um die Frau unter Druck zu setzen, damit sie nicht gegen die religiösen Regeln verstößt.“<br />
(Studentin 21 Jahre)</p>
<p>„Für mich persönlich hat es keinen Einfluss… Aber in der Gesellschaft hat es viele Einflüsse, besonders weil ich einen orientalischen Hintergrund habe, wo Sex mit einem Mann, mit dem ich noch nicht verheiratet bin, streng verboten ist, das wird auf jeden Fall negativ betrachtet.“<br />
(Passantin 22 Jahre)</p>
<p>„Ärzte profitieren davon (…). Sie haben dieses sensible Thema ausgenutzt, um damit viel Kohle zu verdienen.“<br />
(Studentin 21 Jahre)</p>
<p>„Manche Frauen sind ohne geboren… Andere haben sie, aber sie platzt im Alltag oder bei sportlichen Aktivitäten. Ich weiß nicht ob das zu 100% stimmt, (…) vielleicht sollte ich noch mehr recherchieren.“<br />
(Studentin 21 Jahre)</p>
<p>„Ich denke, dass sich durch das Wissen einiges ändern würde, die Frau wäre freier. Ich weiß, dass einige Mädchen Angst hatten, dass (…) sich die Familie abwenden würde, wenn sie es herausfinden würden.“<br />
(Bürokauffrau 23 Jahre)</p>
<p>„Ich wurde vergewaltigt und habe jetzt große Angst keine Jungfrau mehr zu sein.“<br />
(Mädchen 17 Jahre)</p>
<p><em>(Erstveröffentlichung in: Interkulturelles Frauen- und Mädchen-Gesundheitszentrum (Hg.): Mythos Jungfernhäutchen. Köln 2017, 34-36)</em></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Auf der <a href="http://holla-ev.de/es-gibt-kein-junfernhaeutchen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Seite des IFMGZ Holla e.V</strong></a> findet ihr weitere Infos zum Thema.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Im Rap Song der </span><span style="font-size: 1.14285rem;">Hollies</span><span style="font-size: 1.14285rem;"> geht es um den eigenen Körper. Und darum, dass er ausschließlich <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/rap-song-mein-koerper-gehoert-mir/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ihnen selbst gehört</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich BLUTE!!!!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/ich-blute/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jul 2017 07:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Menstruation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9120</guid>

					<description><![CDATA[Periode, Menstruation, die Tage haben, es ließen sich bei Weitem noch mehr Ausdrücke dafür finden.  Fee sagt: „Ich Blute!“ In Werbespots würde wahrscheinlich ein anderer Slogan gewählt, aber es ist, wie es ist. Und deswegen sollten wir auch darüber reden, offen und unverblümt. Ich BLUTE!!!! Doch das ist gut, ey. Nein, ich werd verbluten, scheiße,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Periode, Menstruation, die Tage haben, es ließen sich bei Weitem noch mehr Ausdrücke dafür finden. </strong><span id="more-9120"></span></p>
<p><strong>Fee sagt: „Ich Blute!“ In Werbespots würde wahrscheinlich ein anderer Slogan gewählt, aber es ist, wie es ist. Und deswegen sollten wir auch darüber reden, offen und unverblümt.</strong></p>
<p>Ich BLUTE!!!!<br />
Doch das ist gut, ey.</p>
<p>Nein, ich werd verbluten, scheiße, Mama, tut das weh!<br />
Ich hab kein ́ Damm für diese Fluten, das heißt, dass ich vor Schmerz vergeh.<br />
Außerdem könnt ich dauernd weinen, ich fühl mich pickelig und fett,<br />
Wie kann denn irgendjemand meinen, dass das was Positives hätt ́?<br />
Wenn ich Blut seh, wird mir schwindlig, und das ist schuld an meiner Bissigkeit,<br />
Ich fühl mich ausgesaugt und grindig, und verlier literweise Flüssigkeit!<br />
Ich kann nicht mehr aufrecht gehen, fuck, Leute, echt, ich geh bald drauf!<br />
Könnt ihr das Elend denn nicht sehen, Mama, kleb ein Pflaster drauf!</p>
<p>Ich will nur panisch ruuufen:<br />
Fuck, Mann, ich bluuute!</p>
<p>„Ja, klar können wir über eure Tage sprechen.<br />
Wir können aber auch über Stuhlgang reden.<br />
Das wär genauso eklig und würd auch ein Tabu brechen,<br />
ganz ehrlich, muss ich mir das geben?“</p>
<p>Okay, wenn du Machomann,<br />
der Blut nicht hören kann,<br />
monatlich Durchfall hast<br />
und dafür gar nichts kannst,<br />
außer dass du männlich bist,<br />
und der Gesellschaft nützt,<br />
weil Scheiße Dünger ist,<br />
der unsre Felder schützt<br />
und die Ernährung sichert,<br />
was nicht so richtig Sinn hat,<br />
doch mal gesetzt den Fall,<br />
du hättest Dünnschissschwall,<br />
und deine Freunde auch<br />
euch explodiert der Bauch,<br />
50 Prozent auf dieser Welt<br />
hätten sich immer schon gequält<br />
und das jeden Monat neu,<br />
und ihr kauft jeden Menge Zeug,<br />
Männerwindeln beispielsweise,<br />
zum Sammeln dieser ganzen Scheiße,<br />
und euch würd schlecht von dem Shit,<br />
drum kauft ihr Magentee mit,<br />
und würdet trotzdem manchmal brechen,<br />
Glaubst nicht, ihr würdet drüber sprechen?</p>
<p>Ich bluuuteee!!!<br />
Und ich hab Wut, nä?</p>
<p>Wenn man auf Youtube Periode eingibt,<br />
kommen Tipps, wie man Binden lautlos auf der Damentoilette öffnet;<br />
10 Tricks, wie niemand in deinem Umfeld mitbekommt, dass du blutest.<br />
Du hast deine Tage? So merkt dein Freund garantiert nix!<br />
Das ist doch krank!</p>
<p>Wenn man auf Google Periode eingibt,<br />
Kommt eine Zahl.<br />
Und ehrlich mal:<br />
Welcher Mann kann schon das Periodensystem im Schlaf?<br />
Jede blutende Frau weiß auswendig, wann sie Cremefarben tragen darf.</p>
<p>Frauen handeln zu ungeschickt für Naturwissenschaft?<br />
Frauen sind eine wandelnde, verfickte Naturwissenschaft!</p>
<p>Ich bluuutee!!!<br />
Und das ist gut, ey.</p>
<p>Warum ist das so ein Tabu? Ich bin ne Göttin der Fruchtbarkeit!<br />
Warum kommt shaming noch dazu? Bluten kann eh schon so furchtbar sein.<br />
Doch es gibt mega viel Gutes, und es wird Zeit das zu sehen,<br />
Das ist der Stolz des Blutes, bald wird ein fischiger Wind wehen!<br />
Während der Menstruation verlier ich Blut ohne Ende,<br />
daher die Situation, dass ich auch Eisen verschwende,<br />
was bei Verletzungen schadet, aber für ́s Leben voll gut is.<br />
Weil dich 5 Jahre länger erwarten in dein Leben wenn du blutest.<br />
Willst du gesund bleiben, freu dich über deine Tage,<br />
die können Krankheiten anzeigen und helfen weiter bei der Frage,<br />
ob du schwanger bist, was durchaus gut zu wissen wäre<br />
sowas tut Dünnschiss nicht und Männer können nicht gebären.</p>
<p>Drum lasst uns panisch rufen!<br />
Hurra hurra, wir BLUTEN!</p>
<p>Dieser ganze Stress, wenn Tante Red zu Besuch ist,<br />
Was für Erdbeerwoche? Das sind Todesfluten!<br />
Es ist nicht peinlich, wenn ich nen OB verlier,<br />
Wer führt sich auf „wie n Mädchen“- ihr oder wir?<br />
Ihr könnt euch denken, wir leiden auch nicht zur Zier.<br />
Aber da ist Blut an deinem Oberschenkel! Ja, läuft bei mir!<br />
An meinem Körper ist nichts eklig, schon gar nicht sowas Wichtiges,<br />
Wenn man nicht grad der Papst ist, ist der Zyklus nichts grad Nichtiges,<br />
auch nicht für Männer, denn auch ihr werdet sonst ganz schnell Vater,<br />
Das ist nicht intim, es geht kaum unprivater.<br />
Und mein Unterleib nur so: THIS IS SPARTA!</p>
<p>Meine Gebärmutter, Junge,die wird nicht gefickt,<br />
sie hört bei mir auf ́s Wort und ich weiß, wie sie tickt.<br />
Bleibt sie mal aus, weil sie bockt, werden Partner zu Mimosen,<br />
doch wir wissen, was sie anlockt und tragen weiße Hosen.</p>
<p>Was zickt die da vorn so rum, hat wohl ihre Tage!<br />
Ja, kann doch sein, Bruder, also bring sie nicht in die Lage,<br />
sich auch noch schlecht dafür zu fühlen, nimm sie in den Arm!<br />
Mach ihr ein Heißgetränk, halt ihren Bauch schön warm!<br />
Massier ihr den Rücken, frag sie wie ́s ihr geht<br />
und bekomm dich wieder ein, wenn sie dann drüber redet!<br />
Und wenn du findest, jetzt ist das Thema aber plattgedichtet,<br />
und du wünschst dir nur, dass dieses Mädchen drauf verzichtet,<br />
weiter über Ausscheidungen und Schmerzen zu reden,<br />
dann kann ich dir nur sagen, dass ich nen Fick drauf gebe!<br />
Dich quält immerhin nicht jeden Monat dein Unterleib,<br />
da wirst du ́s grade noch aushalten, dass ich nen Text drüber schreib!</p>
<p>Das ist voll wichtig und so, Menstruation is beste,<br />
wir sperren uns nicht ein im Klo, lasst uns das feiern, Schwestern!<br />
Kommt schon Gurlz, Boyz, Männer, Damen, alle dazwischen,<br />
das ist mega natürlich, lasst es die Welt endlich wissen.</p>
<p>Und alle Frauen so: Wir bluten! Wir bluten!<br />
Und die Männer so: Sie bluten! Sie bluten!<br />
Ja, die Frauen so: &#8230;<br />
Und die Männer so:&#8230;.</p>
<p>Und so schwimmen wir alle im selben Blut,<br />
panta rei,<br />
irgendwer blutet immer, und das ist gut!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Dass es sich bei Regelschmerzen auch um eine Krankheit handeln kann, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/endometriose/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>beschreibt Mare in diesem Text.</strong></a></li>
<li>Hier findet ihr einen weiteren Text von Fee – es geht um „<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/02/sexistische-kackscheisse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>sexistische Kackscheiße</strong></a>“!</li>
</ul>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Beeinflussen Models unser Selbstwertgefühl?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/beeinflussen-models-unser-selbstwertgefuehl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 May 2017 07:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Body Positivity]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind fast den ganzen Tag von Werbung umgeben. Um ihre Produkte zu verkaufen, werben viele Unternehmen mit gut aussehenden Models. Sarah von LizzyNet geht daher in ihrem Artikel der Frage nach, inwieweit Models unser Selbstwertgefühl beeinflussen. Wie leicht Mädchen beeinflusst werden&#8230; Wenn man mal ein Mode-Magazin aufschlägt, findet man nur Frauen, die perfekte Körper]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind fast den ganzen Tag von Werbung umgeben. Um ihre Produkte zu verkaufen, werben viele Unternehmen mit gut aussehenden Models. Sarah von LizzyNet geht daher in ihrem Artikel der Frage nach, inwieweit Models unser Selbstwertgefühl beeinflussen.</strong></p>
<p><span id="more-8981"></span></p>
<p><strong>Wie leicht Mädchen beeinflusst werden&#8230;</strong></p>
<p>Wenn man mal ein Mode-Magazin aufschlägt, findet man nur Frauen, die perfekte Körper haben und die hübsch sind. Doch ist das das wahre Leben? Wohl eher nicht! Vielmehr wünscht man sich doch insgeheim normale Frauen in einer Zeitschrift, die einem nicht das Gefühl geben hässlich und zu dick zu sein.</p>
<p><strong>Aber warum findet man nur perfekte Models zum Beispiel in Magazinen oder auf großen Plakaten, auf denen für die neue Diesel Hose geworben wird?</strong></p>
<p>Ganz klar! Weil schöne Menschen die Blicke auf sich ziehen, und somit wird gleichzeitig das Produkt interessant gemacht. Würden wir eine Hose kaufen, die auf einem Plakat von einem nicht perfekten Menschen getragen wird? Wohl kaum. Denn wenn wir einen schönen Menschen sehen, der eine Hose trägt, wollen wir ihm nacheifern und erhoffen uns, genauso eine top Figur in der Hose zu machen. Genauso ist es doch auch bei Hollister. Überall laufen perfekt gestylte und super hübsche Angestellte rum. Kein einziger sieht schlecht aus oder ist etwas dicklicher. Für viele kann somit ein kleiner Einkauf bei Hollister ein deprimierendes Erlebnis werden. Aber im Endeffekt erhoffen sich alle eine so tolle Figur in den Klamotten zu machen, wie die schönen Models.</p>
<p><strong>Magerwahn der Models &#8211; Muss Size Zero wirklich sein?</strong></p>
<p>Die meisten von euch werden schon mal den Begriff &#8222;Size – Zero&#8220; gehört haben. Size – Zero ist ein Begriff für die Größeneinheit 32. In die Größe 32 passt ein 12 jähriges Kind. Dementsprechend erschreckend sieht es aus, wenn eine erwachsene Frau in Kleidung mit der Größe Size –Zero passt. Ein schrecklicher Schlankheitswahn, der für mich völlig überflüssig scheint. Denn wer findet es schön, solche Frauen auf dem Laufsteg zusehen oder gar auf dem Cover der Vogue? Die Frauen sehen total abgemagert und krank aus, aber definitiv nicht schön.</p>
<p><strong>Vorbilds Funktion</strong></p>
<p>Models sind meistens auch gleichzeitig Vorbilder für die jüngere Generation. Daher sollten sie sich auf keinen Fall in der Öffentlichkeit total abgemagert präsentieren. Es könnte zur Folge haben, dass die Mädchen denken sie seien zu dick. Erstens beeinflusst dies das Selbstwertgefühl und zweitens wollen sie also ganz klar ihren Idolen nach eifern und ebenfalls in Size – Zero Klamotten rein passen. Dies kann für junge Mädchen schnell gefährlich werden!</p>
<p><strong>Lasst es nicht soweit kommen!</strong></p>
<p>Vergleicht euch erst gar nicht mit den perfekt scheinenden Frauen und verfallt nicht diesem Wahn. Zu dünn ist auch nicht schön 😉<br />
Und nehmt sie nicht als Maßstab der Gesellschaft!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/zahlen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Dieser Text von Mare</strong></a> verdeutlicht mit wechen Zahlen wir unseren Körper bewerten.</li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/05/das-model/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ein Song</strong></a> zum Thema Modelshows.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Menstruation – eine Momentaufnahme</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/menstruation-eine-momentaufnahme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 May 2017 07:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Menstruation]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Werbung suggeriert, dass allein die passende Tamponmarke schon dafür sorgt, sich auch während der Menstruation frisch und zufrieden zu fühlen. Außer in derlei unrealistischen Werbespots – warum ist das Blut da immer blau? &#8211; findet das Thema jedoch zu selten in der Öffentlichkeit statt. Aber wir müssen darüber reden, findet auch unsere Autorin Mare.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Werbung suggeriert, dass allein die passende Tamponmarke schon dafür sorgt, sich auch während der Menstruation frisch und zufrieden zu fühlen. Außer in derlei unrealistischen Werbespots – warum ist das Blut da immer blau? &#8211; findet das Thema jedoch zu selten in der Öffentlichkeit statt. Aber wir müssen darüber reden, findet auch unsere Autorin Mare.</strong></p>
<p><span id="more-8813"></span></p>
<p>„Hey, hat einer mal eine Schmerztablette?“, frage ich in die Runde, eine Hand plakativ auf dem<br />
schmerzenden Unterleib.<br />
Verneinendes Kopfschütteln.<br />
„Ich hab nur Aspirin, sorry. Das hilft dir ja wahrscheinlich eher weniger bei, naja“, kommt mir einer<br />
entgegen und legt selber eine Hand auf den wahrscheinlich deutlich weniger schmerzenden Unterleib.</p>
<p>Ich nicke. Ich nippe an meinem Bier. Eigentlich ist mir gar nicht nach Bier, aber man kennt das ja. Man sitzt in der Runde, und da wird dann Bier getrunken.</p>
<p>Eigentlich ist mir auch gar nicht nach Nicken. Zu dem aufgeklärten Typen, der weiß, dass Aspirin nicht hilft, wenn ich im Stundentakt meine Binden vollblute, aber der es trotzdem nicht schafft MENSTRUATION zu sagen. Genauso wenig wie ich. Man kennt das ja.</p>
<p>Man kennt das ja. Aber genauso wenig ist mir danach, ominös-plakativ meine Hand auf den Unterleib zu legen, anstatt zu sagen: „Hey, mein Uterus hasst mich mal wieder, ich blute wie blöd aus meiner Vagina. Und ich Idiot habe natürlich schon gestern meine Ietzten Ibus weggefressen, weil es sich da schon so anfühlte, als würde mein Uterus sich selbst aufessen“.</p>
<p>Eigentlich ist mir nicht nach Flecken in der Unterhose und der unwillkürlichen stillen Frage, ob das<br />
normal ist, oder ich die einzige bin, die nach Jahren noch immer zu blöd ist, Flecken komplett zu<br />
vermeiden.Eigentlich ist mir nicht nach kreativen Umschreibungen finden, als wäre ich ein Student, der versucht, auf die Mindestwortanzahl eines Essays zu kommen.</p>
<p>„Du weißt schon, naja, UNTERLEIBschmerzen, nicht nur Unterleibschmerzen“ statt einfach zu sagen MENSTRUATION.</p>
<p>Eigentlich ist mir nicht nach Schmerzen im 28-Tage-Takt.<br />
Eigentlich. Eigentlich. Eigentlich. Meine Fresse.</p>
<p>Fuck it. Ich sollte es nicht als normal hinnehmen, über meinen Körper still zu sein. Denn das ist nicht normal. Und ich sollte es nicht als normal hinnehmen, meinen Körper als Feind zu sehen. Denn das ist nicht normal.</p>
<p>Und wir alle zusammen sollten verdammt noch mal anfangen darüber zu reden, dass starke Menstruationsbeschwerden nicht normal sind. Auch wenn Frauen und Trans-Männern von klein auf<br />
beigebracht wird, dass es normal ist und man es einfach hinnehmen soll, wenn man vor Schmerzen kaum aus dem Bett kommt. Aber mit der richtigen Tamponmarke kann man ja weiße Kleider tragen und Fahrrad fahren und lachen und tanzen. Das ersetzt den Gang zur Frauenärztin, die einem sagt, dass so starke Schmerzen nicht normal sind. Und vielleicht stellt sie dann Endometriose fest und findet die richtige Behandlung dagegen, vielleicht ist es dann auch nicht Endometriose, aber sie hilft dir auf anderen Wegen und dann tut es endlich nicht mehr so verdammt verschissen weh, weil wir endlich den Mund aufgemacht haben.</p>
<p>Und eigentlich denke ich das alles.<br />
Und ich nicke, und nippe weiter an meinem Bier.</p>
<p><strong> Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ein weiterer Text von Mare zur <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/zahlen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahrnehmung des eigenen Körpers</a></strong>.</li>
<li>Ein Video von Sophia zum <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/08/shopping-king/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Thema &#8218;Pink Tax&#8216;</strong></a>.</li>
</ul>
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