In einem Gedicht an die Zwanziger reflektiert Nathan eine Lebensphase voller neuer Herausforderungen. Eine Zeit geprägt von wichtigen Entscheidungen und solche die wie welche wirken.
Gerade einmal ausgezogen,
schon steht der nächste Umzugskarton bereit.
Der erste, zweite, dritte – oder ist es schon der fünfte Teilzeitjob?
Soll ich studieren, eine Ausbildung machen oder doch selbstständig werden?
„Finde deinen Lebenssinn“,
steht jahrelang über meinem Bett
im Kinderzimmer.
Ich aber suche nur nach der Leichtigkeit;
Hatte ich sie gerade doch noch dabei?
Manchmal sehe ich sie noch, einen kleinen Augenblick lang,
doch scheint sie unerreichbar
fürs Erwachsenwerden zu sein.
Ja, die Zwanziger, sagen sie,
sind der Höhepunkt, die Krönung im Leben.
Für mich ist es eher eine Tofujagd:
Finde Hinweise über dich heraus,
um am Ende doch nur wieder am Anfang zu stehen.
Liebe Zwanziger, nehmt das Leben noch nicht so ernst.
Gebt mir Zeit;
Ich ertrage den Schmerz,
der Erwachsenen noch nicht so sehr.




