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	<title>Svenja Gräfen &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Svenja Gräfen &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>#bleibtzuhause: Unsere Film- &#038; Serientipps</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2020 07:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
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					<description><![CDATA[Draußen schönstes Frühlingswetter und wir müssen nach wie vor zuhause bleiben?! Hach, ja, das ist schon ziemlich fies – in diesen Zeiten aber leider nicht zu ändern, und so müssen wir alle versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Deswegen haben für euch Film- und Serientipps gesammelt, durch die ihr euch die Welt einfach]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Draußen schönstes Frühlingswetter und wir müssen nach wie vor zuhause bleiben?! Hach, ja, das ist schon ziemlich fies – in diesen Zeiten aber leider nicht zu ändern, und so müssen wir alle versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Deswegen haben für euch Film- und Serientipps gesammelt, durch die ihr euch die Welt einfach aufs heimische Sofa holen könnt! Und hey, wie wäre das – ihr verabredet mit euren Freund*innen eine Uhrzeit und schaut die nächste Folge einfach gemeinsam an – und tauscht euch währenddessen oder danach übers Telefon oder einen Chat aus? Wir wünschen viel Spaß beim Streamen!</strong></p>
<p><span id="more-12132"></span></p>
<p><strong>Netflix</strong></p>
<p><strong>„Sex Education“</strong><br />
Wir beneiden alle, die die zwei Staffeln dieser fantastischen Serie <em>noch nicht</em> angeschaut haben! In wunderschönen Bildern im 80er-Jahre-Look wird mit viel Witz und Liebe zum Detail die Geschichte rund um die Teenager Otis, Eric und Maeve erzählt, die heimlich das Projekt ‚Sex Clinic’ starten, um ihre Mitschüler*innen in Sachen Sexualität aufzuklären – weil der angestaubte Unterricht in der Schule einfach nicht ausreicht. Es geht um Freund*innenschaft, um erste Lieben – und selbst schwierige Themen wie Übergriffigkeit werden sehr sensibel erzählt. Absolute Empfehlung!!</p>
<p><strong>„I am not okay with this“</strong><br />
Und noch eine Serie mit Sucht-Potenzial: Hier dreht sich alles um die 17jährige Sydney, die gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder und ihrer Mutter den Tod des Vaters verkraften muss – und die nicht nur unglücklich in ihre beste Freundin Dina verknallt ist, sondern außerdem bemerkt, dass sie telekinetische Kräfte hat&#8230;</p>
<p><strong>„The Hockey Girls“</strong><br />
Hierbei handelt es sich um eine spanische Serie rund um ein Rollhockey-Team. Und los geht’s ausgerechnet damit, dass ihr Trainer kündigt – und die Hockey Girls die Suche nach einem*einer neuen Trainer*in selbst in die Hand nehmen. Sport, Freund*innenschaft, Familiengeschichten – alles mit dabei!</p>
<p><strong> </strong><strong>„Mein Nachbar Totoro“</strong><br />
Ein Klassiker muss unbedingt mit in unsere Empfehlungen! Dieser japanische Anime-Film ist tatsächlich schon um die 30 Jahre alt – aber noch immer absolut sehenswert, liebevoll gemacht, traurig und wunderschön zugleich! Es geht um zwei Schwestern, deren Mutter im Krankenhaus liegt, und um das Haus, in das sie mit ihrem Vater einziehen – und in dem scheint es zu spuken, oder zumindest gibt es äußerst ungewöhnliche Nachbar*innen&#8230;</p>
<p><strong>„Tigermilch“</strong><br />
Das ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stefanie de Velasco (übrigens auch sehr empfehlenswert!). Es geht um die 14jährigen Freundinnen Nini und Jameelah, die in der Berliner Gropiusstadt wohnen. In ihrem Leben dreht sich zwar zunächst alles um Jungs, Partys, Alkohol&#8230; bald werden die beiden aber Zeuginnen eines Mordes. Kein reiner Feel-Good-Film, sondern ganz schön harter Tobak – aber natürlich trotzdem sehr sehenswert.<strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Amazon Prime</strong></p>
<p><strong>„This Is Me“</strong><br />
Hierbei handelt es sich um eine von der fiktionalen Serie <strong>„Transparent“</strong> (die ebenfalls bei Amazon Prime zu sehen und ein heißer Tipp ist!) inspirierte dokumentarische Mini-Serie rund um das Thema trans*. Mit bloß fünf Folgen ein leider kurzes Vergnügen – aber eins, das sich lohnt!</p>
<p><strong>„Black-ish“</strong><br />
Von dieser Comedy-Serie rund um eine afroamerikanische Familie gibt es dafür aber schon mehr als hundert Folgen! Juhu!</p>
<p><strong>„I killed my mother“ </strong>(ab 2,99 € ausleihbar)<br />
Der allererste Film des franko-kanadischen Regisseurs Xavier Dolan, für den er das Drehbuch schrieb, Regie führte und dann auch noch die Hauptrolle spielte – und zwar den 17jährigen Hubert, der seit Kurzem in einer Beziehung mit seinem Mitschüler Antonin ist und der ständig mit seiner Mutter Chantale aneinandergerät&#8230;</p>
<p><strong>„Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“</strong><br />
Wer mal so richtig abschalten und lachen will, dem*der sei diese Komödie ans Herz gelegt: Felix’ Vater eröffnet ihm, dass die Familie wegen seines Jobs nach Dubai umziehen wird – und das will Felix nicht akzeptieren! Denn eigentlich läuft’s bei ihm doch total gut in der Schule und mit seinen Freund*innen.</p>
<p><strong>Kostenlos auf YouTube</strong></p>
<p><strong>„<a href="https://www.youtube.com/channel/UCUueEx_ceEQrjlR9ctPNKyg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auf Klo</a>“</strong><br />
„Zwei Menschen. Eine Klokabine. Und endlich mal Zeit, über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen: Über Mode und Menstruation. Über das erste Mal und Schokokuchen.“ Ein ganz tolles Format von Funk, mit unzähligen Folgen zu den verschiedensten Themen.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.youtube.com/channel/UCfN7JOiJhYpMHuRgLV1JicA/videos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karakaya Talk</a>“</strong><br />
Diese absolut sehenswerte und Grimme-Preis-nominierte Talkshow ist „für uns. Von uns. Ohne Gelaber. Mit viel Çay spricht Esra mit ihren Gäst*innen über alles zwischen Pop, Politik und was euch juckt.“</p>
<p><strong>„<a href="https://www.youtube.com/channel/UCr5zglOqHZAEfCcAx_nw1dQ/videos" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Druck</a>“</strong><br />
Eine ganze Jugendserie – einfach so auf YouTube?! Ja, na klar. Schau unbedingt mal rein! Bisher sind immerhin schon vier ganze Staffeln veröffentlicht.</p>
<p><strong>Sonstige Empfehlungen</strong></p>
<p>Schaut am besten auch mal bei <strong>„<a href="https://www.mediasteak.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MediaSteak</a>“</strong> vorbei – hier werden täglich „die Filetstücke der Mediatheken“ gesammelt – und so ergibt sich eine tolle Auswahl und bunte Mischung aus kostenlosen Filmen, Dokumentationen und Serien!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Anderes Medium gefällig? Hier geht&#8217;s zu unseren <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/04/buchempfehlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Buch</strong></a>&#8211; und <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/04/podcast-empfehlungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcast</a></strong>-Empfehlungen.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>#bleibtzuhause: Unsere Podcast-Empfehlungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2020 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasts]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Trotz Kontaktverbot und strenger Regeln ist eine Sache ja immer noch erlaubt: Spazieren gehen! Für uns ein wahrer Segen dieser Tage! Leider geht ja auch das nicht zusammen mit Freund*innen – dafür aber vielleicht mit Kopfhörern auf den Ohren? Egal, ob du eine Runde durch den Park drehst, zuhause auf der Couch hängst oder deinen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trotz Kontaktverbot und strenger Regeln ist eine Sache ja immer noch erlaubt: Spazieren gehen! Für uns ein wahrer Segen dieser Tage! Leider geht ja auch das nicht zusammen mit Freund*innen – dafür aber vielleicht mit Kopfhörern auf den Ohren? Egal, ob du eine Runde durch den Park drehst, zuhause auf der Couch hängst oder deinen Kleiderschrank ausmistest – vielleicht ist ja eine unserer Podcast-Empfehlungen genau das richtige für dich.</strong></p>
<p><span id="more-12120"></span></p>
<p><strong>„<a href="https://www.sputnik.de/sendungen/sputnik-pride-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Sputnik Pride</em></a>“</strong><br />
‚Voll lesbisch, auf jeden Fall schwul und auch ein bisschen trans’ – so lautet die Selbstbeschreibung des queeren MDR Sputnik-Podcasts, in dem Kai über Coming Outs, Drag Queens, Vorurteile und vieles mehr spricht und außerdem spannende Menschen trifft.<strong> </strong></p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/2wk7rxGwObHGP12QeMgfbF?si=0ZOIIGZNQCqD7Tu7_8mTjg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Feuer &amp; Brot</em></a>“ </strong><br />
Ein monatliches Freundinnen-Gespräch zwischen Politik und Popkultur – und natürlich zwischen den beiden Podcasterinnen Alice Hasters und Maximiliane Häcke.</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/6YMJMAh8zJcCwHwe5kSmjT?si=f57xfPGCRMqUqOzO_SL6hg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Alles gesagt</em></a>“</strong><br />
Das Besondere an diesem Podcast ist – neben ziemlich berühmten Gästen wie etwa Lena Meyer-Landrut, Marc-Uwe Kling oder Rezo – dass vorab ein Codewort vereinbart wird. Und erst, sobald der*die Gäst*in dieses Wort sagt, ist der Podcast vorbei. So dauert die bislang kürzeste Folge 12 Minuten, die bisher längste beinahe neun (!!) Stunden.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.br.de/mediathek/podcast/die-frage/alle/526" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die Frage</em></a>“</strong><br />
Ein Podcast vom Bayerischen Rundfunk. In jeder Folge geht’s um – na, ihr habt richtig geraten, um die Beantwortung einer ganz bestimmten Frage. Zum Beispiel: Muss ich mich gesünder ernähren? Wie ist es trans* zu sein? Muss ich Angst vor der Psychiatrie haben? Ist man an Armut selbst schuld?</p>
<p><strong>„<a href="https://www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser.1201.de.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Bücher für junge Leser</em></a>“</strong><br />
Ein Deutschlandfunk-Podcast bzw. eine Sendung, die neue Bücher und Autor*innen vorstellt und richtig Laune aufs Lesen macht!</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/1hMPwq1lUHce0nLuvocReL?si=rrFmJgKYRo62pSH5bGzjZw" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Und was machst du so?</em></a>“</strong><br />
Hierbei handelt es sich um den Job-Podcast von bento! Junge Menschen sprechen über ihre Ausbildungen und Jobs, über Work-Life-Balance und Selbstverwirklichung. Und ganz nebenbei werden spannende und außergewöhnliche Berufe vorgestellt – wie zum Beispiel Stuntfrau, Kreuzfahrtoffizier oder Tatortreinigerin.</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/7q1Wf9tfH3o8t2SR4Oevnq?si=mOt15LaUSu-MqT8ga0P6mg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Auf einen Polittee mit Yasmine M’Barek</em></a>“</strong><br />
Die junge Journalistin Yasmine M’Barek will euch ‚reinen Tee über politische Ereignisse einschenken’. Sie spricht über SUVs und Populist*innen, über Thüringen, Corona und die Grundrente – und zwar verständlich. Superinformativ!</p>
<p><strong>„<a href="https://www.podknast.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Podknast – wie es wirklich ist</em></a>“</strong><br />
Dieser ziemlich außergewöhnliche Podcast ist ein Projekt jugendlicher Straftäter*innen, die von ihrem Alltag im Jugend-Knast, von ihren Träumen und Zukunftsplänen berichten.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.deutschlandfunknova.de/podcasts/download/weltempfaenger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Weltempfänger</em></a>“</strong><br />
Tja – Urlaub und Reisen fallen in den nächsten Wochen wohl leider erstmal flach. Umso besser, dass du da zumindest anderen Menschen bei ihren Reisen zuhören kann – nämlich in diesem Podcast, der dich an die abgefahrensten Orte der Welt führt!</p>
<p><strong>„<a href="https://open.spotify.com/show/18gC0WLyem0MbQSzvzGFGy?si=_4LZ_lIITtiIdOPRZx695A" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Vor der Mio</em></a>“</strong><br />
Der Deutschrap-Podcast mit Salwa Benz! Die junge Moderatorin trifft sich mit Rapper*innen aus dem Modus Mio Universum, die erzählen, woher sie kommen und was sie besonders geprägt hat.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Podcasts sind nicht so dein Ding, aber Lesen vielleicht? Schau doch mal in unsere Buchtipps.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>#bleibtzuhause: Unsere Buchempfehlungen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/buchempfehlungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2020 06:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir alle sind gerade ganz schön in unserem Alltag eingeschränkt: kein Fußballtraining, keine Treffen mit Freund*innen, keine gemeinsamen Projekte für meinTestgelände, kein Kinobesuch, kein Unterricht in der Schule, keine Uni,&#8230; stattdessen ist Rumhängen zuhause angesagt, mit der Familie, mit Geschwistern, eventuell auf engstem Raum. Das kann zu Einsamkeit und Lagerkoller führen, zu Ängsten, zu Langeweile]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir alle sind gerade ganz schön in unserem Alltag eingeschränkt: kein Fußballtraining, keine Treffen mit Freund*innen, keine gemeinsamen Projekte für meinTestgelände, kein Kinobesuch, kein Unterricht in der Schule, keine Uni,&#8230; stattdessen ist Rumhängen zuhause angesagt, mit der Familie, mit Geschwistern, eventuell auf engstem Raum. Das kann zu Einsamkeit und Lagerkoller führen, zu Ängsten, zu Langeweile und zum Wunsch, die Welt kurz mal anzuhalten. Gerade für queere Jugendliche kann diese Zeit besonders herausfordernd sein – falls du zum Beispiel zuhause nicht so sein kannst, wie du wirklich bist. Ganz wichtig ist, dass du zwischendurch dennoch mal auf ‚Pause’ drückst und es dir gönnst, so richtig abzuschalten – zum Beispiel mit einem guten Buch! Völlig in eine Geschichte einzutauchen oder etwas Neues zu lernen kann tatsächlich helfen! Deswegen haben wir ein paar Buch-Empfehlungen für euch gesammelt.</strong></p>
<p><span id="more-12110"></span></p>
<p><strong>„<a href="https://www.carlsen.de/taschenbuch/die-mitte-der-welt/18803" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die Mitte der Welt</em></a>“ von Andreas Steinhöfel</strong><br />
Hach! Ein richtiger Klassiker! Es geht um den 17jährigen Phil, dessen Leben ziemlich ungewöhnlich ist – da ist die alte Villa, in der er lebt, da ist seine alleinerziehende Mutter Glass, seine verschlossene Zwillingsschwester Dianne, da ist seine beste Freundin Kat, und außerdem ist da Nicholas, in den Phil sich Hals über Kopf verliebt&#8230;</p>
<p><strong>„<a href="https://www.randomhouse.de/Buch/Nachtschwaermer/Moira-Frank/cbj-Jugendbuecher/e526511.rhd" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Nachtschwärmer</em></a>“ von Moira Frank</strong><br />
Das ist so ein Buch, das du aufschlägst, um bloß mal kurz reinzulesen – und schon bist du komplett in den Bann gezogen und kannst nicht mehr aufhören, bis du am Ende der 400 Seiten angekommen bist. Es geht um Helena, die ihren Halbbruder Lukas gerade erst über Facebook kennengelernt hatte – kurz bevor er tödlich verunglückt. Kurz darauf trifft sie beim Zelten in der Uckermark Lukas’ beste Kumpel und außerdem das Mädchen, mit dem er zusammen war – und ihr Leben nimmt rasant an Fahrt auf&#8230;</p>
<p><strong>„<a href="https://www.weltbild.de/artikel/buch/nils-geht_26936002-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Nils geht</em></a>“ von Gabi Kreslehner</strong><br />
In diesem Buch geht’s um harten Tobak: um Täter, um Opfer und um die schweigende Mehrheit, und zwar in der Klassengemeinschaft einer Privatschule. Hier ist Nils das Opfer. Und dann ist da noch Sara, die dazwischen steht&#8230; Wer trägt welche Verantwortung? Wo fängt Zivilcourage an? Diese und noch viel mehr Fragen stellt dieses spannende Jugendbuch.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.rowohlt.de/taschenbuch/sara-loevestam-herz-aus-jazz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Herz aus Jazz</em></a>“ von Sara Lövestam</strong><br />
Das ist ein Buch über’s Erwachsenwerden, über die Liebe zur Musik und eine wunderbare Freundschaft – und zwar zwischen der 15jährigen Steffi und Alvar, einem alten Mann, der in einem Pflegeheim wohnt. Die beiden verbindet ihre Liebe zur Swing- und Jazzmusik. Während Alvar Steffi die Geschichte seiner großen Liebe erzählt, erzählt sie ihm von den Problemen, die sie in der Schule hat – dort wird sie nämlich gemobbt.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/boy_in_a_white_room-8413/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Boy in a White Room</em></a>“ von Karl Olsberg</strong><br />
Für diejenigen unter euch, für die es beim Lesen gern noch etwas mehr Nervenkitzel sein darf. Ein Thriller, in dem es um die Gefahren virtueller Welten und künstlicher Intelligenz, aber auch um fundamentale philosophische Fragen geht. Superspannend!</p>
<p><strong>„<a href="http://www.shoptyr.de/epages/82748427.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/82748427/Products/978-3-944035-38-3" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die Poetry Slam-Fibel</em></a>“, herausgegeben von Bas Böttcher und Wolf Hogekamp</strong><br />
Na? Inspiration für deine eigenen Slamtexte gesucht? In dieser Anthologie findest du insgesamt 86 Slamtexte von 55 verschiedenen Autor*innen – aus 20 Jahren Poetry Slam in Deutschland. (Das Buch erschien zum Jubiläum vor ein paar Jahren).</p>
<p><strong>„<a href="http://www.shoptyr.de/Stef-Hensel-Sven-Hrsg-Fantastische-Queerwesen-und-wie-sie-sich-finden" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Fantastische Queerwesen und wie sie sich finden</em></a>“, herausgegeben von Stef und Sven Hensel</strong><br />
Jawoll, Slam goes queer! Diese Anthologie versammelt 36 Bühnentexte von jungen, queeren Slammer*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.oetinger.de/buch/sag-was/9783841506061" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Sag was: Radikal höflich gegen Rechtspopulismus argumentieren</em></a>“</strong><br />
Wie identifiziert man rechtes Gedankengut – und wie geht man damit um? In diesem Buch des Vereins „Tadel verpflichtet! e.V.“ gibt es Gesprächstaktiken, Tipps, Lösungsvorschläge und konkrete Argumentationshilfen – gezielt für junge Menschen.</p>
<p><strong>„Good Night Stories for Rebel Girls“, <a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/good-night-stories-for-rebel-girls-2/978-3-446-26106-8/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Teil 1</em></a> und <a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/good-night-stories-for-rebel-girls/978-3-446-25690-3/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Teil 2</em></a>, von Elena Favilli und Francesca Cavallo</strong><br />
Nicht bloß Gute-Nacht-Geschichten! Und auch nicht bloß für Girls! Genauso spannend für alle anderen Geschlechter und so ziemlich jedes Alter: Diese Bücher versammeln die Geschichten von 200 tollen, inspirierenden Frauen, die die Welt bewegten und bewegen – von Beyoncé über Yoko Ono bis zu Sophie Scholl und Nofretete – und das mit wunderbaren Illustrationen von verschiedenen Künstlerinnen.</p>
<p><strong>„<a href="https://www.edition-assemblage.de/buecher/unsa-haus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Unsa Haus</em></a>“ von Ben Böttger, Rita Macedo u.a.</strong><br />
Offiziell ab 5 Jahren ist dieses absolut nicht-normative Kinderbuch aber nicht nur was für kleine Geschwister, sondern für die ganze Familie. In sechs Geschichten geht es um fünf Freund*innen, um unterschiedlichste Familienkonstellationen und Lebenssituationen</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<p><strong>Du hast gerade ein Buch gelesen, das dir so richtig gut gefallen hat? Oder du möchtest deine Lieblingsbücher aller Zeiten gern weiterempfehlen? Schreib uns unbedingt einen Kommentar 🙂</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was ist eigentlich Tone Policing?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/was-ist-eigentlich-tone-policing/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2020 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Tone Policing&#8220; &#8211; hast du davon schon einmal gehört? Falls nicht, dann ist dieser Text für dich! Und falls ja, dann ist dieser Text ebenfalls für dich 🙂 Svenja Gräfen hat uns eine kleine Begriffserklärung geschrieben. Wir alle wissen, dass Diskussionen nicht immer harmonisch ablaufen. Egal ob mit Freund*innen, Familienmitgliedern, Kolleg*innen oder anonym im Netz – besonders]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Tone Policing&#8220; &#8211; hast du davon schon einmal gehört? Falls nicht, dann ist dieser Text für dich! Und falls ja, dann ist dieser Text ebenfalls für dich </strong>🙂 <strong>Svenja Gräfen hat uns eine kleine Begriffserklärung geschrieben.</strong></p>
<p><span id="more-12089"></span></p>
<p>Wir alle wissen, dass Diskussionen nicht immer harmonisch ablaufen. Egal ob mit Freund*innen, Familienmitgliedern, Kolleg*innen oder anonym im Netz – besonders wenn es um Themen wie Sexismus, Queerfeindlichkeit, Rassismus oder auch den Klimawandel geht, kann es ganz schön schnell brenzlig werden. Brenzlig im Sinne von laut und emotional.</p>
<p>Vielleicht wurde euch in einer Diskussion auch schon einmal vorgeworfen, dass ihr zu laut, zu emotional, zu aggressiv seid? „Lass uns doch reden wie Erwachsene!“, „Das bringt ja nichts, wenn du so hysterisch wirst!“, „<em>Theoretisch</em> bin ich ja auf deiner Seite, aber jammer doch nicht immer gleich so rum!“ oder „Kannst du das nicht ein bisschen freundlicher formulieren?“ sind nur einige Beispiele aus der langen Liste des sogenannten <em>Tone Policings</em>.</p>
<p>Tone Policing bedeutet, dass von dir verlangt wird, dich von den Emotionen, die du in Bezug auf ein bestimmtes Thema hast, zu distanzieren. Dir wird vermittelt, dass man dir erst dann zuhören wird, wenn du dich auf eine bestimmte Art und Weise äußerst.</p>
<p>Die Sache ist aber die: Wenn es um Themen wie etwa Diskriminierung oder Gewalt geht, dann sind Gefühle wie Wut oder Angst fast automatisch <em>ein wichtiger Teil </em>der Diskussion! Das ist, worum es geht, wenn du beispielsweise von eigenen Erfahrungen berichtest.</p>
<p>Das Ganze hat mit Macht zu tun. Die Person, die Tone Policing betreibt, ob jetzt bewusst oder unbewusst, schnappt sich dadurch die Kontrolle über das Gespräch. So geht es plötzlich gar nicht mehr um den eigentlichen Inhalt, sondern um den Ton. Es kann auch ein Abwehrmechanismus sein, eine Verteidigungshaltung nach dem Motto: „So, ich soll mich jetzt hier mit Feminismus beschäftigen? Dann sollen die Feminist*innen erstmal ein bisschen netter zu mir sein!“</p>
<p>Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht dafür, sich nur noch gegenseitig anzubrüllen – ein respektvoller Umgang miteinander ist mir sogar sehr wichtig. Aber es ist eben leider nicht immer alles kuschlig. Nicht über jedes Thema lässt sich mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht sprechen. Und es kann dir niemand vorschreiben, wie du zum Beispiel von Erfahrungen, die du gemacht hast, berichtest. Außerdem ist es durchaus möglich, gleichzeitig emotional und auch vernünftig zu sein 😉</p>
<p>Wenn du dich jetzt fragst, was du tun kannst, um nicht selbst Tone Policing zu betreiben, habe ich hier ein paar Tipps für dich:</p>
<ol>
<li>Akzeptieren, dass man dich nicht immer in Watte packen und es dir möglichst angenehm machen muss, wenn man dir von bestimmten Erfahrungen berichtet.</li>
<li>Deinem Gegenüber wirklich zuhören und sie*ihn ernstnehmen.</li>
<li>Wenn du dir denkst: „Uff, das ist mir zu scharf formuliert, zu spitz, zu aggressiv, zu emotional“ – mache dir bewusst, dass sich das nicht <em>gegen dich</em> Die Emotionalität hat in den allerwenigsten Fällen mit dir zu tun.</li>
<li>Inhalt vor Ton! Konzentriere dich darauf, worum es auf inhaltlicher Ebene geht, und versuche, den Fokus der Diskussion darauf zu lenken.</li>
</ol>
<p>Falls du dir Sorgen machst, womöglich schon einmal Tone Policing betrieben zu haben – einmal tief durchatmen, alles okay! Ich hab das auch schon getan. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht alle dazulernen und es in Zukunft besser machen können!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Svenja gibt&#8217;s <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/svenja/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auf ihrem Profil</strong></a> hier bei meinTestgelände.</li>
</ul>
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		<title>Körper</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2019 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie würde die Welt wohl aussehen, wenn alle Menschen aufhören würden, auf Körpern rumzuhacken? Sowohl auf ihren eigenen als auch auf denen anderer. Keine blöden Sprüche, keine &#8218;gut gemeinten&#8216; Ratschläge, kein Einmischen in Angelegenheiten, die nur dich selbst betreffen&#8230; Svenja Gräfen erzählt in diesem Slamtext von geschlechtsspezifischen Kosmetikprodukten, von Sommersprossen, von Gemeinsamkeiten und Unterschieden und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie würde die Welt wohl aussehen, wenn alle Menschen aufhören würden, auf Körpern rumzuhacken? Sowohl auf ihren eigenen als auch auf denen anderer. Keine blöden Sprüche, keine &#8218;gut gemeinten&#8216; Ratschläge, kein Einmischen in Angelegenheiten, die nur dich selbst betreffen&#8230; Svenja Gräfen erzählt in diesem Slamtext von geschlechtsspezifischen Kosmetikprodukten, von Sommersprossen, von Gemeinsamkeiten und Unterschieden und von unserem allerersten Zuhause. Hört rein!</strong></p>
<p><span id="more-11885"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Poetry Slam-Texte und Videos findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/poetry-slam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ich diskutiere nicht mehr!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2018 07:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexualisierte Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für ein mitreißendes Sprachfeuerwerk! Svenja Gräfen erklärt, warum sie manchmal keine Lust mehr hat zu diskutieren über Gewalt, Übergriffe oder Feminismus, wenn ihre Gegenüber eigentlich gar nicht in den Dialog kommen wollen. Wäre der Text nicht vor der Veröffentlichung von Svenja Flaßpöhlers Büchlein „Die potente Frau“ geschrieben und vorgetragen worden, wir würden ihn für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was für ein mitreißendes Sprachfeuerwerk! Svenja Gräfen erklärt, warum sie manchmal keine Lust mehr hat zu diskutieren über Gewalt, Übergriffe oder Feminismus, wenn ihre Gegenüber eigentlich gar nicht in den Dialog kommen wollen. Wäre der Text nicht vor der Veröffentlichung von Svenja Flaßpöhlers Büchlein „Die potente Frau“ geschrieben und vorgetragen worden, wir würden ihn für eine treffende Antwort halten!</strong></p>
<p><span id="more-10682"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr einen weiteren, starken Poetry Slam-Text von Svenja, der beschreibt, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/07/feminismus/" target="_blank" rel="noopener"><strong>warum Feminismus soooo wichtig ist</strong></a>!</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/poetry-slam/" target="_blank" rel="noopener"><strong>eine Sammlung an Poetry Slam-Texten</strong></a>, die wir auf meinTestgelände veröffentlicht haben.</span></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Feminismus</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/feminismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jul 2017 07:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Girls just wanna have fun-DAMENTAL RIGHTS!&#8220; Unsere Autorin Svenja Gräfen mit einem wunderbar erfrischenden Slam-Text über Feminismus und warum Humanismus eben etwas anderes bedeutet. „Es ist 2017 und wir sind nicht alle einfach bloß Menschen – noch nicht.“ Mehr dazu:  Den kürzlich erschienenen Debütroman von Svenja Gräfen findet ihr hier. Unsere Redaktionsgruppe Story-Teller hat sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b></b><strong>&#8222;Girls just wanna have fun-DAMENTAL RIGHTS!&#8220;</strong></p>
<p><span id="more-9112"></span></p>
<p><strong>Unsere Autorin <a href="https://www.facebook.com/svenjagraefen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Svenja Gräfen</a> mit einem wunderbar erfrischenden Slam-Text über Feminismus und warum Humanismus eben etwas anderes bedeutet. „Es ist 2017 und wir sind nicht alle einfach bloß Menschen – noch nicht.“</strong></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Den kürzlich erschienenen Debütroman von Svenja Gräfen findet ihr <a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/das-rauschen-in-unseren-koepfen-9783961010042.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
<li>Unsere Redaktionsgruppe Story-Teller hat sich die Frage gestellt, was Feminismus eigentlich ist. Die Antwort lest ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/was-ist-feminismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Netzfeminismus: So einfach gehts!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/08/netzfeminismus-so-einfach-gehts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Aug 2016 08:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzfeminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Ganz streng genommen ist das, was hier gerade passiert, schon &#8218;Netzfeminismus&#8216;: Du liest einen feministischen Text im Internet. Aber reicht das wirklich schon aus oder steckt noch mehr dahinter? So weit, so klar: Das Internet ist nicht bloß für Katzenvideos und Onlineshopping da. Ein Großteil unseres Lebens spielt sich zumindest zusätzlich auch online ab. Wir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ganz streng genommen ist das, was hier gerade passiert, schon &#8218;Netzfeminismus&#8216;: Du liest einen feministischen Text im Internet. Aber reicht das wirklich schon aus oder steckt noch mehr dahinter?</strong></p>
<p><span id="more-7067"></span></p>
<p>So weit, so klar: Das Internet ist nicht bloß für Katzenvideos und Onlineshopping da. Ein Großteil unseres Lebens spielt sich zumindest zusätzlich auch online ab. Wir chatten mit Freund_innen, lesen Nachrichten, informieren uns, buchen Konzerttickets oder Reisen, bewerben uns für Ferienjobs oder an Universitäten. Und auch Politik gibt es online: Man kann beispielsweise Wahlprogramme lesen, Politiker_innen auf diversen Social Media-Kanälen folgen oder Petitionen unterzeichnen. Eigentlich also bloß logisch, dass es auch Feminismus (beziehungsweise: <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/07/feminismus-wovon-reden-wir-hier-eigentlich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feminismen)</a></u> im Netz gibt.</p>
<p>Dieser sogenannte &#8218;Netzfeminismus&#8216; ist dabei allerdings keine für sich stehende Strömung, die sich durch besondere Forderungen auszeichnet. Das Phänomen lässt sich viel besser folgendermaßen erklären: Feminist_innen benutzen das Internet, um sich zu vernetzen, miteinander zu kommunizieren, Projekte und Kampagnen zu planen, (sich) zu informieren, sich gegenseitig zu bestärken und zu empowern – und das völlig unabhängig davon, wo in der Welt sie sich gerade aufhalten.</p>
<p>Es ist nicht bloß von Bedeutung, dass man überhaupt im Netz aktiv ist, sondern wie und zu welchen Zwecken – und wenn man sich online eben hauptsächlich mit feministischen Inhalten beschäftigt, dann könnte man sich durchaus als Netzfeminist_in bezeichnen. Muss man aber nicht! Generell wird diese Bezeichnung eher von außen zugeschrieben, um zu verdeutlichen, dass da &#8218;irgendwas mit Internet&#8216; gemacht wird.</p>
<p><strong>Online und offline funktionieren nur zusammen</strong></p>
<p>Oder anders gesagt: On- und Offline-Aktivismus ergänzen sich ganz hervorragend und gehen Hand in Hand. So werden etwa Demonstrationen, Tagungen und andere Events online geplant und offline durchgeführt. Oder es formiert sich Protest im Netz, der letztlich auch Auswirkungen für die Offlinewelt hat – wenn sich zum Beispiel kollektiv über sexistische Werbung aufgeregt wird und diese dann (im Idealfall) auch nicht mehr zu sehen ist.</p>
<p>Für den aktuellen Fall Gina-Lisa Lohfink formierte sich zunächst online Unterstützung – viele feministische Blogger_innen solidarisierten sich mit ihr, dann gab es an einem Prozesstag Ende Juni schließlich eine Demonstration vor dem Gericht. Ohne die Kommunikationswege des Internets wäre es um einiges schwieriger gewesen, diese Unterstützung zu organisieren.</p>
<p>Es ist außerdem übrigens ziemlich unwahrscheinlich, dass sich eine Person online als Feminist_in bezeichnet und dies offline nicht tut – im Gegenteil sind Netzaktivist_innen oft auch außerhalb des Internets aktivistisch unterwegs und leiten zum Beispiel Workshops oder halten Vorträge.</p>
<p><strong>Die großen Pluspunkte</strong></p>
<p>Vielfalt, Vielfalt, Vielfalt. Dank des Internets ist es kinderleicht, sich verschiedenste Perspektiven anschauen und so dazulernen zu können – und auch eigene Meinungen und Eindrücke sichtbar zu machen, indem man selbst Texte schreibt, bloggt oder twittert. Und Sichtbarmachung ist das Stichwort: Egal ob durch Artikel in Onlinemagazinen, Blogtexte, YouTube-Videos, Instagram-Fotos oder Tweets. Menschen, die im Mainstream kaum bis gar nicht repräsentiert werden (zum Beispiel People of Color, Muslim_innen, dicke_fette Personen oder LGBTTIQ) können das Netz und damit den Raum erobern, der ihnen genauso wie allen anderen zusteht. Die aktivistische Arbeit von Frauen war nie einfacher sichtbar und zugänglich zu machen. Und dadurch findet Empowerment statt, also Ermächtigung. Es gibt beispielsweise Blogs und Instagram-Accounts, die sich gegen vorherrschende Schönheitsnormen auflehnen und zeigen, dass jeder Körper schön ist, völlig wurscht, ob dick, dünn, behaart, unbehaart&#8230; Diese Vielfalt im Netz tut extrem gut und spiegelt die Realität viel besser wieder als der Mainstream. Außerdem können auf diese Weise Menschen, die aufgrund ihres Aussehens Ablehnung und Diskriminierung erfahren haben, dazu inspiriert und ermutigt werden, ihre Körper zu feiern.</p>
<p>Der Zugang zu feministischen Inhalten ist im Netz einfach – man braucht letztlich bloß einen Computer mit Internetanschluss. Womöglich muss man zu Beginn ein bisschen stöbern, bis man die für sich passenden Blogs, Accounts und Magazine findet. Aber das ist bloß ein weiterer Vorteil: Man kann sich alles erst einmal ganz in Ruhe anschauen. Auf welche Art schreiben die Feminist_innen in ihren Blogs? Wie wird bei Twitter miteinander kommuniziert? Welche Begriffe werden benutzt? Um welche Themen geht es gerade?</p>
<p>Und all das natürlich unabhängig davon, wo man lebt: Besonders, wenn man zuhause oder im näheren Umfeld keine feministische oder queere Community finden kann, ist das Netz eine große Hilfe, um Gleichgesinnte zu finden, sich auszutauschen, sich gegenseitig den Rücken zu stärken, Projekte zu planen und um voneinander zu lernen.</p>
<p><strong>Okay, aber geht’s auch ein bisschen konkreter?</strong></p>
<p>Du kannst verschiedene Blogs lesen und die Links dazu in den sozialen Netzwerken mit deinen Freund_innen teilen. Oder verschicke mal einen Artikel per E-Mail! Wenn du die Arbeit/die Texte einer_eines Netzaktivist_in gut findest, teile es ihm_ihr doch einfach mit – meist kannst du Texte und Facebook-Posts kommentieren, oder du schreibst eine Direktnachricht.</p>
<p>Hinterfrage Inhalte, die du online und insbesondere in sozialen Netzwerken findest, kritisch und – misch dich ein! Wenn jemand einen sexistischen Spruch postet – sag, dass das nicht ok und definitiv nicht cool ist. Wenn du mitbekommst, dass andere Nutzer_innen belästigt und/oder beleidigt werden, biete ihnen deine Unterstützung an.</p>
<p>Mach deine eigene Perspektive sichtbar! Fang an zu bloggen – die Software ist hier in den allermeisten Fällen kostenfrei und mit ein wenig Übung easy zu bedienen: Blogger, tumblr, WordPress (hier findest du eine <a href="http://www.lizzynet.de/wordpress-blog-anleitung.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Schritt-für-Schritt-Anleitung</span></a>. Vernetze dich mit anderen Blogger_innen, indem du Einträge kommentierst und die Arbeit, die sie sich machen, wertschätzt.</p>
<p>Leg’ dir einen Twitter-Account zu – das ist ebenfalls kostenfrei. Hier kannst du vielen Aktivist_innen und somit auch ihrer Arbeit folgen, bleibst informiert und kannst dich selbst in Diskussionen einbringen und an Hashtag-Aktionen beteiligen. Für all das musst du übrigens nicht deinen Klarnamen verwenden und genauso wenig ein Foto von dir hochladen – bloggen und twittern geht auch anonym unter einem von dir gewählten Namen.</p>
<p>Es gibt unzählige weitere Möglichkeiten. Nach dem Motto „Das Private ist politisch“ kann auch schon eine Whatsapp-Gruppe, in der du dich mit Freund_innen über feministische Themen austauschst, eine Form von Netzfeminismus sein.</p>
<p><strong>Nachteile?</strong></p>
<p>Leider existiert auch das Internet letztlich bloß innerhalb unserer patriarchalen Gesellschaft. Dass jede_r es benutzen kann, ist Vorteil und Nachteil zugleich. Es ist kein Raum frei von Gewalt und Machtstrukturen. Feministische Arbeit stößt immer auf Gegenwind, egal ob on- oder offline. Die Anonymität macht es online aber besonders einfach, Aktivist_innen mit Hass und Häme zu überschütten. Sogenannte Hate Speech ist wirklich völlig überflüssig, tut weh und raubt Energie – deswegen ist es wichtig, damit nicht allein zu bleiben. Wenn jemand hasserfüllte Kommentare unter einen Text von dir schreibt oder dich beleidigt, such’ dir unbedingt Unterstützung bei Freund_innen oder anderen Aktivist_innen.</p>
<p>Weiter gibt es noch den Vorwurf, dieser ganze Internetaktivismus würde ja sowieso nichts bringen. Diese Netzfeminist_innen würden ja den ganzen Tag nur vor’m Computer hängen und nichts &#8218;Richtiges&#8216; tun. Das ist natürlich Quatsch. Onlineaktivismus kann genauso anstrengend sein wie Offlineaktivismus, ist also genauso als Arbeit zu betrachten und trägt obendrein noch Früchte: Wenn sich mehr und mehr Menschen im Netz mit bestimmten Themen befassen, dann kommen die Mainstreammedien, die Öffentlichkeit und die Politik letztlich auch nicht mehr daran vorbei. Der Netzfeminismus hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, wichtige Debatten wieder aus dem Keller zu kramen und in der Gesamtgesellschaft zu diskutieren. Und er inspiriert viele Menschen dazu, ebenfalls aktiv zu werden und sich einzubringen.</p>
<p>Wer behauptet, netzfeministische Arbeit bliebe in Online-Filterblasen hängen, der unterschätzt die Macht dieser Filterblasen ganz gehörig. Es ist eben online wie auch offline so: Feminismus stößt häufig auf Kritik.</p>
<p>Und auch online ist man eben letzten Endes einfach Feminist_in, der_die das Internet als Medium nutzt.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch Kim ist Netz-Feministin. In <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/netz-sexismus-meine-metaphorischen-brueste/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meine metaphorischen Brüste</a></u> zeigt sie, mit welchen Anfeindungen Frauen und Mädchen im Internet konfrontiert sind und rechnet mit Netz-Sexisten ab.</li>
<li>Du willst mehr erfahren? In <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/07/feminismus-wovon-reden-wir-hier-eigentlich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feminismus: Wovon reden wir hier eigentlich?</a></u> erklärt Svenja Gräfen, welche Strömungen es im Feminismus gibt.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Feminismus: Wovon reden wir hier eigentlich?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/07/feminismus-wovon-reden-wir-hier-eigentlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2016 08:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzfeminismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=6891</guid>

					<description><![CDATA[Schluss mit den Klischees: Den einen Feminismus gibt es nicht. Was die verschiedenen Strömungen voneinander lernen können und wie sie im Netz zusammenfließen. Ein Text von Svenja Gräfen In den Medien ist oftmals die Rede von dem Feminismus. Meist gleich auch noch im negativen Sinne: »Der Feminismus schadet sich selbst«, »Der Feminismus hat ein Problem«,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schluss mit den Klischees: Den einen Feminismus gibt es nicht. Was die verschiedenen Strömungen voneinander lernen können und wie sie im Netz zusammenfließen. Ein Text von Svenja Gräfen</strong></p>
<p><span id="more-6891"></span></p>
<p>In den Medien ist oftmals die Rede von <em>dem</em> Feminismus. Meist gleich auch noch im negativen Sinne: »Der Feminismus schadet sich selbst«, »Der Feminismus hat ein Problem«, »Brauchen wir den Feminismus überhaupt noch?« <em>Der</em> Feminismus wird so zu einer Art Feindbild – einem beinah bedrohlichen -Ismus, den es scheinbar nur in einer einzigen, gesamtgültigen Ausfertigung gibt.</p>
<p>Dabei stimmt das nicht, denn: <em>Den einen, </em>einheitlichen Feminismus gibt es überhaupt gar nicht. Genauso wenig gibt es die »zehn goldenen Regeln des Feminismus« oder gar einen Vertrag, den man unterschreiben muss, bevor man sich Feminist_in nennen darf. Der Grund dafür liegt eigentlich auf der Hand: Es gibt so, so viele verschiedene Frauen, Männer und <em>nichtbinäre</em> [http://de.nichtbinaer.wikia.com/wiki/Liste_Nichtbinärer_Identitäten] Personen, die in völlig unterschiedlichen Lebenssituationen stecken, auf unterschiedliche Art privilegiert sind und/oder <em>diskriminiert </em>[http://www.gleichbehandlungsbuero.de/gbb-grundlagen-unserer-arbeit_a.html] werden und daher allesamt eine ganz eigene, individuelle Perspektive haben. All diesen Personen lässt sich »der Feminismus« nicht wie ein Kostüm überziehen, das ihnen sofort passt.</p>
<p><strong>Verschiedene Menschen &#8211; verschiedene Strömungen</strong></p>
<p>Es gibt muslimischen Feminismus, afrodeutschen Feminismus, <em>Queer</em>feminismus [http://queer-lexikon.net/queer/queer] – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Leider gibt es auch Strömungen, die Personen(gruppen) ausgrenzen – wie zum Beispiel die konservative Position von Alice Schwarzer und ihrer Zeitschrift <em>Emma </em>(die etwa immer wieder kritisiert, dass muslimische Frauen Kopftuch tragen) oder der sogenannte »Elitefeminismus«, der nur überdurchschnittlich verdienenden, gebildeten Frauen weiterhilft, die einen guten und sicheren Arbeitsplatz haben.</p>
<p>Außerdem gibt es den sogenannten intersektionalen Feminismus. Hierbei werden Mehrfachdiskriminierungen berücksichtigt – denn Diskriminierung gibt’s ja nicht ausschließlich aufgrund des Geschlechts (bei der Geburt wird aufgrund äußerer Geschlechtsmerkmale das Geschlecht festgelegt), der Geschlechtsidentität (das bedeutet nicht zwingend, sich mit diesem Geschlecht auch zu identifizieren) oder der sexuellen Orientierung (die beschreibt, zu welchem Geschlecht/welchen Geschlechtern man sich sexuell und/oder romantisch hingezogen fühlt), sondern zudem noch aufgrund einiger weiterer Kategorien: Ethnische Zugehörigkeit, Religion, Gesundheit, Alter, soziale Klasse…</p>
<p>Während eine junge, weiße, heterosexuelle und gebildete Frau also ›bloß‹ aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert wird, so wird ihre lesbische Schwester <em>zusätzlich</em> dazu aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. Und eine lesbische Schwarze Frau oder WoC (Woman <em>of Color</em>) [http://www.derbraunemob.de/faq/#f055] zusätzlich zu ihrem Geschlecht ebenfalls aufgrund ihrer sexuellen Orientierung <em>und zusätzlich</em> aufgrund ihres Schwarzseins.</p>
<p><strong>My feminism will be intersectional or it will be bullshit</strong></p>
<p>»Mein Feminismus ist intersektional – oder Bullshit« – denn ja: was bringt der schönste Feminismus, wenn er sich nur für weiße Frauen starkmacht? Nur für Akademikerinnen? Nur für Frauen, die auf Männer stehen? Nur für <em>Cisfrauen </em>[https://femgeeks.de/glossar/#cis]? Nur für Personen ohne Behinderung? So werden doch nur weitere Ausschlüsse geschaffen und Nachteile verfestigt. Wenn wir schon dabei sind, sollten wir uns für alle starkmachen. Das sollte ein erklärtes Ziel des feministischen Aktivismus sein – das Erreichen einer Chancengleichheit für <em>alle </em>Personen. Ausnahmslos alle.</p>
<p>Wichtig ist hierbei vor allen Dingen: Zuhören und voneinander lernen. Wie schon erwähnt macht jede Person ihre ganz eigenen Erfahrungen, ist möglicherweise anderen Personen gegenüber privilegiert und erfährt bestimmte Formen von Diskriminierung nicht. Als weiße Person kannst du beispielsweise nichts zu Erfahrungen mit Rassismus sagen – aber du kannst dir die Perspektive von Rassismus betroffener Menschen anhören und daraus lernen. Als Mann kannst du auch die Perspektive einer Frau nicht nachempfinden – auch hier gilt: Zuhören und lernen. Manchmal ist man eben schlicht nicht der_die Expert_in für ein bestimmtes Thema, das gilt ja auch für andere Lebensbereiche. Ich zum Beispiel würde auch nicht plötzlich anfangen, Vorträge zum Thema Biomathematik zu halten – davon verstehe ich nämlich rein gar nichts.</p>
<p><strong>Das Netz</strong></p>
<p>Ein guter Ort, um sich diese verschiedenen Positionen anzuschauen und sich zu informieren, ist genau hier: im Internet. tumblr, Twitter, WordPress, Blogger, Facebook – überall kannst du Feminist_innen finden, die über ihre Erfahrungen oder ihre aktivistische Arbeit schreiben, die zum Austausch einladen, die sich gegenseitig empowern – also ermächtigen. Schwarze, weiße, muslimische, nichtreligiöse, christliche, jüdische, junge, alte, heterosexuelle, homosexuelle, queere, genderfluide, trans-Personen – nie war es so einfach, Zugang zu so vielen verschiedenen Perspektiven zu finden! Und wenn im Netz über feministische Themen und Aktion geschrieben oder zu einer Demonstration aufgerufen wird, wenn sich in Facebookgruppen Girl Gangs, Bündnisse oder Netzwerke formieren, dann nennt man das Netzfeminismus.</p>
<p>Das ist keine eigene Strömung wie beispielsweise der Queerfeminismus, sondern bedeutet schlicht, dass Feminist_innen das Netz nutzen, um Informationen zu verbreiten, zu beziehen, um zu kommunizieren und sich gegenseitig zu supporten. Das Schöne daran – so drückte es die Aktivistin <em>Kübra Gümüşay</em> [http://ein-fremdwoerterbuch.com] einmal aus: Netzfeminismus ist wie eine große Party, zu der du in Schlabberklamotten gehen und den anderen zuschauen kannst – und niemanden stört es. Das bedeutet, dass du zunächst einmal reinschnuppern, dich in Themen einlesen und zuschauen kannst, wie zum Beispiel bei Twitter miteinander kommuniziert wird. Und dann kannst du dich natürlich auch jederzeit einmischen und die netzfeministische Szene um deine Perspektive bereichern.</p>
<p>Bei einer solch großen Vielfalt kommt es natürlich regelmäßig zu Reibung und Diskussionen. Das kann anstrengend sein, aber auch durchaus positiv: denn nur so können sich die verschiedenen Feminismen weiterentwickeln, nur so entstehen neue Bündnisse, nur so können wir letztlich alle dazulernen. Denn niemand ist allwissend, für alle ist es ein Prozess – und darauf sollte man sich einlassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Weiterführende Links:</em></strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/07/frauenrechte-aus-der-sicht-junger-frauen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Frauenrechte aus der Sicht junger Frauen</span></a>:</li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/netzheldin-dinge-mit-denen-jede-frau-im-internet-konfrontiert-wird/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Dinge mit denen jede Frau im Netz konfrontiert wird</span></a></li>
<li>Feminismus ein Gesicht geben: <a href="http://werbrauchtfeminismus.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">http://werbrauchtfeminismus.de</span></a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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