Für die Welt

2017_03_31
(c) Alexandre Dulaunoy:  Flowers  (CC BY-SA 2.0)

„Du bist eine Behinderte“, das kriegt Birgit Hohnen (Story teller) immer wieder zu hören. Sie wird bespuckt und beschimpft – und sie ist wütend! Jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Anerkennung, so wie er*sie ist. Lasst uns zusammen mutig sein und uns für eine Welt einsetzen, in der das möglich ist!

Diskriminierung: Was bedeutet das? Das hat doch was mit krimininell zu tun. Das mag ich nicht. Da mache ich nicht mit. Diskriminierung ist Belästigung. Wenn jemand schlecht über dich redet, wenn jemand z.B. sagt: Du bist doof. Dann fühle ich mich diskriminiert. Ich möchte da auch gar nicht mehr Beispiele bringen; ich möchte das nicht wiederholen; ich finde das widerlich. Na, auch wenn jemand mich anspuckt. Wenn mich jetzt eine Person auf der Straße anspuckt oder anspricht: Du bist eine Behinderte. Du bist behindert, du kannst nicht laufen. Und ich sage: „Ich kann laufen; aber nicht so gut.“ Wieso können die Leute sich nicht mal entschuldigen für ihre Ausraster! Ich bin nicht umsonst im Wohnheim. Ich habe mir das nicht ausgesucht. Diese ganze Diskriminierung will ich nicht. Ich bin wirklich wütend auf die diskriminierenden Menschen. Ich kann nicht zu einem Menschen sagen: Du bist ein behinderter Blödmann. Das ist einfach ein Schimpfwort. Guck dir mal die Menschen an. Jeder ist anders. Das ist normal.

Zum Beispiel die Obdachlosen; die haben keine Wohnung; die müssen darunter leiden. Die müssen sich Essen ausm Mülleimer holen; die haben auch keinen Kühlschrank. Überall gibt es Menschen, die sich nicht selber helfen können. Es gibt in den Nachrichten immer etwas, das man nicht versteht. Menschen muss geholfen werden. Menschen brauchen Unterstützung. Wenn es keine Unterstützung gibt, gibt es kein Leben. Es gibt nur Leben, wenn es Unterstützung gibt. Bei aller Liebe. Wir haben da auch die ganzen Flüchtlingsleute, denen geht es schlecht. Denen muss geholfen werden. Ich würde den Menschen helfen, denen es schlechter geht. Alles was ich an Kraft und Mut habe, möchte ich denen geben.

Wir meistern das zusammen. Wir arbeiten im Team. Wir sagen: Hey, wir müssen stark sein. Wir müssen kämpfen für Menschen, die das brauchen. Da braucht man Mut zu. Und man muss Mut weitergeben. Man muss sich gegenseitig ansprechen. Es geht um eure Meinungen. Wir leben mit der Welt und arbeiten für die Welt. Wir setzen uns für die Welt ein.

 

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Wir sind die Story-Teller aus Hamburg. Mit unseren Texten möchten wir von unseren Erfahrungen berichten und Denkanstöße geben.

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