Warum Frauen älter werden als Männer

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(c) Ted Sakshaug:  67grandmab  (CC BY 2.0)

Im Jahr 2015 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Jungen 77 Jahre und 9 Monate. Die entsprechende Zahl für neugeborene Mädchen lautete 82 Jahre und 10 Monate. Damit werden Frauen im Schnitt 5 Jahre älter als Männer. Unsere Autorin Lilith ist den Gründen dafür nachgegangen.

117 Jahre alt ist die älteste Frau der Welt – Warum Frauen älter werden als Männer

Jeanne Calment starb im Alter von 122 Jahren und 164 Tagen – damit ist sie der älteste Mensch, dessen Alter jemals vollständig nachgewiesen wurde.

Die Jamaikanerin Violet Brown, geboren am 10.03.1900 wurde 117 Jahre alt.

Der älteste Mensch aus dem deutschsprachigen Raum ist Augusta Holtz, die in die Vereinigten Staaten emigrierte und im Alter von 115 Jahren und 79 Tagen starb.

Neben dem erstaunlich hohen Alter dieser Rekordhalter fällt eine Tatsache ganz besonders ins Auge – alle aufgelisteten Personen sind weiblich. Betrachtet man die Liste der 100 ältesten Menschen, die je gelebt haben, so findet sich tatsächlich erst auf Platz 14 mit dem Japaner Jiroemon Kimura ein Mann, zu dem sich in der gesamten Liste nicht mehr als vier weitere Männer hinzugesellen.

Aber nicht nur bei den Rekorden übertreffen die Frauen die Männer bei weitem, sondern auch im Gesamtdurchschnitt.

In Deutschland können sich aktuell neugeborene Mädchen auf 83 Lebensjahre freuen, während der männliche Teil der Babys durchschnittlich „nur“ 78 Jahre vor sich liegen hat. Diese Differenz von fünf bis sechs Jahren zu Gunsten der Frau ist nicht nur auf deutschem Territorium zu beobachten. Denn auch nach ausführlicheren Recherchen konnte ich tatsächlich keine Region finden, in der der männliche Teil der Bevölkerung älter wird als der weibliche.

Doch – woran liegt es, dass eine Frau durchschnittlich ein höheres Alter erreicht als ein Mann?

Diese Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten, wie sie auf den ersten Eindruck scheinen mag. Denn es gibt nicht DEN EINEN WUNDERGRUND der die Lebenserwartung der Frauen erhöht. Vielmehr handelt es sich um eine Reihe von Gründen, die alle in die Lebenserwartung der Menschen hineinspielen.

Der erste bekannte Ansatz in der Geschichte, um dieses Phänomen zu erklären, liegt weit in der Geschichte zurück und beruht auf genetischen Faktoren. Auch lange danach noch waren Forscher davon überzeugt, dass rein biologische Gründe hinter dieser Tatsache stecken. Studien aus dem Jahr 2014, in denen ausschließlich Mönche und Nonnen aus insgesamt vier Jahrhunderten als Probanden dienten, brachten jedoch neue Erkenntnisse hervor. Laut des Bevölkerungswissenschaftlers Marc Luy sind die sechs Jahre, die Frauen weltweit im Durchschnitt länger leben als Männer, vielmehr auf den unterschiedlichen Lebensstil zurückzuführen. Bestätigt wird er in dieser Annahme von seiner Kollegin, der Ökonomin Michaela Grimm. Sie dreht die Aussage sogar um und meint, dass die korrekte Formulierung nicht lautet, dass Frauen länger leben, sondern stattdessen, dass Männer frühzeitig ableben. Die Lebensweise und das Umfeld sind für beide Wissenschaftler die zwei determinierenden Faktoren, wenn es um die Lebenserwartung geht. Hierbei sehen auch sie das allgemeine Klischee bestätigt – Frauen leben vorsichtiger, gesundheitsbewusster und vernünftiger.

Aber was haben nun die Klosterbewohner mit diesen Erkenntnissen zu tun? Bei den Untersuchungen Luys stellte sich heraus, dass sich die Lebenserwartung von Nonnen und Mönchen anstatt um sechs nur um ein Jahr unterscheidet – und dies signifikant über 400 Jahre hinweg. Seine Folgerung – wenn man den Lebensstil von Mann und Frau anpasst, so ist der Altersunterschied der verschieden hohen Lebenserwartungen kaum mehr zu bemerken. Die biologischen Faktoren sind laut ihm für nicht mehr als das eine noch verbleibende Unterschiedsjahr verantwortlich.

Diese These wird zusätzlich durch die Tatsache unterstützt, dass insbesondere gut gebildete Frauen eine hohe Lebenserwartung haben – sie verfügen über ausreichende Kenntnisse über eine gesunde Lebensweise und können dies entsprechend vernünftig umsetzen.

Wenn diese Hypothese tatsächlich zutrifft, so können sich die Männer freuen – denn für sie bedeutet der geringe genetische Einfluss eine Wandelbarkeit. Die sozialen, politischen, ökonomischen, demographischen und verhaltensbedingten Faktoren, die die Hauptrolle spielen, lassen sich verändern. Wenn sie ihren gefährlichen Lebensstil also anpassen und vernünftiger mit ihrer Lebenszeit umgehen, so müsste sich die Lebenserwartung der Männer immer mehr der der Frauen annähern. Klassische Beispiele hierfür sind eine gesündere Ernähren, häufigere Arztbesuche, seltener rauchen … – wenn sich die Männer von diesem Frauenverhalten auch nur eine schmale Scheibe abschneiden würden, könnte es sein, dass sie mit den Frauen in Zukunft doch noch in Konkurrenz treten. Doch auch diesem Verhalten liegen verschiedenste Ursachen zugrunde. Der höhere Testosteronspiegel der Männer spielt ebenso eine Rolle wie das Weiterbestehen von Rollenbildern und die gesellschaftlichen Erwartungshaltungen. Die erhöhte Risikofreude des Mannes lässt sich unter Umständen doch nicht ganz so leicht abstellen.

Untersuchungen seit Beginn der 1980er Jahre zeigen jedoch, dass Frauen auch ganz ohne hohe Testosteronspiegel immer mehr zu einer „männlichen“ Lebensweise tendieren. Laut der erhobenen Daten übernehmen vielmehr die Frauen immer eher die Lebensweisen der Männer, weshalb sich deren Lebenserwartung nach unten korrigiert. Gründe hierfür könnten im höheren Anteil berufstätiger Frauen liegen, die dadurch einer doppelten Belastung und somit mehr Stress ausgesetzt sind. Als Folge greifen auch sie immer häufiger zum Alkohol oder zur Zigarette.

Dennoch sollten die biologischen Ursachen nicht ganz aus der Aufmerksamkeit verschwinden. Denn es bleibt unabhängig des Verhaltens mindestens das eine zugrundeliegende Differenzjahr auf diesen Faktor zurückzuführen. Woran liegt das?

Bisher übertreffen Vermutungen, Annahmen und Spekulationen in diesem Bereich die tatsächliche Datenlage: Eine davon besteht in dem Vorteil, der sich aus dem zweiten X-Chromosom der Frau ergibt. Zwar ist in den Zellen stets nur eines beider X-Chromosome aktiv, aber falls eines defekt oder beschädigt ist, steht das andere immer noch als Ersatz parat. Wissenschaftliche Beweise für einen sich daraus ergebenden Vorteil gibt es jedoch noch nicht. Eine weitere biologische Hypothese fußt auf dem unterschiedlichen Hormonhaushalt, der ebenfalls an der Bestimmung der Lebenserwartung beteiligt sein kann.

Interessanter Fakt am Rand – die Debatte über die abweichende Lebenserwartung von Mann und Frau ist kein modernes Thema – die ersten Diskussionen darüber traten bereits im 18. Jhd. Auf. Und sie wird auch in Zukunft weitergeführt werden – es bleibt also spannend, welche Ursachen noch so herausgefunden werden und wie sich unsere Lebenserwartung in den nächsten Jahrzehnten verändern wird.

Mein Name ist Lilith und ich wohne in einem kleinen, aber wunderschönen Dorf in der Nähe von Karlsruhe. Geboren bin ich 1999 jedoch in Hessen in Heppenheim. Nachdem ich die Grundschule ein paar Jahre lang besuchte, habe ich im Alter von neun damit begonnen, mein erstes Buch zu verfassen. Schon einige Zeit zuvor hatte ich den Spaß am Schreiben entdeckt und mir seitdem ich denken kann Geschichten ausgedacht, die ich seitdem aufs Papier bringe. Zwei Jahre nachdem ich die Überschrift des ersten Kapitels auf ein DinA4 Blatt gekritzelt hatte, begann ich schließlich mit dem Projekt, mein Buch zu veröffentlichen. Inzwischen sind diesem ersten zwei weitere Bücher gefolgt. Neben den bisherigen Werken, die hauptsächlich für Kinder und Jugendliche geeignet sind und sich bunt mit Themen beschäftigen, die von Elfen über Umweltschutz bis hin zur Pubertät reichen, bin ich momentan dabei, parallel an meinem vierten und fünften Buch zu schreiben, von denen eines eine Zusammenstellung verschiedener Kurzgeschichten sein wird und sich das andere rund um Katzen dreht. Ich verfasse aber nicht nur gerne Romane und Kurzgeschichten, sondern auch Gedichte und Poetry Slams, mit denen ich auch schon einige Wettbewerbe gewonnen habe. Leider aber habe ich für all dies viel zu wenig Zeit, da ich mich noch für zahlreiche andere Dinge interessiere. Klavier-, Gitarren-, Schlagzeug- und Saxophonunterricht, Proben in Chor, Jazzband, Orchester, Kunstturntraining, Mitglied in zahlreichen AGS (z.B. fairtrade, SMV, Amnesty, Leiterin einer Turn-AG) und Mitglied in zahlreichen Vereinen und Gruppen außerhalb der Schule (z.B. dem EYP, der JEF(Junge Europäische Föderalisten…) und nebenher noch der Besuch der 12 Klasse, die ich dieses Jahr mit meinem Abitur abschließen werde, nehmen doch einiges an Zeit in Anspruch. Wenn ich neben diesem vollen Wochenplan noch Zeit finde, gehe ich im Winter liebend gerne Ski- und Snowboard fahren, oder im Sommer Surfen und Tennisspielen oder Klettern. Ihr seht schon – ich bin für wirklich alles zu begeistern. Von Mathe, Physik und Chemie über Technik hin zu Sprachen, Geschichte und Geisteswissenschaften, Sport und Musik – es gibt wirklich kaum etwas, was mich nicht interessiert. Durch diese vielseitigen Aktivitäten ist es auch nicht verwunderlich, dass ich über viele Seiten mit den auf dieser Seite behandelten Themen in Berührung komme. In technischen und naturwissenschaftlichen Kursen und Feriencamps habe ich es nur zu oft selbst erlebt, wie auch hier immer noch die Stereotypen zum Vorschein kommen und auch im Zuge meiner Arbeit an der hector-Kinderakademie und dem KinderCollege in Karlsruhe sowie in Bretten, bei denen ich als Dozentin aktiv bin, erfahre ich ununterbrochen, wie sehr auch Grundschüler noch zwischen angeblichen Mädchen- und Jungentalenten unterscheiden. Auf der anderen Seite habe ich auch im politischen Bereich einiges in diese Richtung mitbekommen, sodass ich mich letztes Jahr dazu entschlossen habe, eine ganze Aktion über Mädchen- und Frauenrechte zu kreieren –  diese hat nicht nur zu Aktionen an der Schule und einer ganzen Ausstellung in einem nahe gelegenen Museum geführt, sondern mich schließlich auch zu mein Testgelände geführt. Ich finde diese Seite eine super Sache, weil sich jeder trauen kann, das zu schreiben, was ihn bedrückt und sie Mädchen und Frauen eine ganz eigene Stimme verleiht. Daher möchte auch ich diese Plattform in naher Zukunft mit meinen Beiträgen bereichern und jetzt bleibt mir nur noch eins zu sagen: Viel Spaß beim Lesen und Hören!

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