Touch me where you feel water

Phuong_water

Was bedeutet es, in Berührung… in touch zu sein…, Phuong? – Ein Gedicht.

I

In touch,
we fear of losing our spirit in someone

In touch,
we say words of intimacy
we are ever afraid of vocalizing

In touch,
we speak when there’s no language that
can build bridges between worlds

In touch,
we carry our traumas projecting on one other’s skin

In touch,
we tell our story and give a piece of our culture

in touch,
souls can meet deeply

II

when it‘s dark and quiet,
the night becomes our universe

two trans bodies laying close too each other yet so close they might be strangers

In reciprocative anxiety
one is breathing, calming their mind
one is quite hoping they will fall asleep soon

one more sensitive than the other sweat and shyness
when love speaks truth in breathing not in sex and sexual performance cautious and deeply connected dancing between the stars

III

the candle in my back, far away 
its shadow on the wall shows me your believe

with the morning in its slowest movement fear arises
 dreams are clouded
to be seen is rare
to let being seen is brave 

in summer’s air I smell curiosity
but we fear the other’s word
in my eyes, you are scared to hurt me

In summer’s heat
we feel homesick

like water,
we flow,
like water,
we let go like autumn
slowly but surely
touch me where you feel water

I
In Berührung,
haben wir Angst unsere Seele in jemand anderes zu verlieren

In Berührung,
sagen wir Worte der Intimität,
vor denen wir Angst haben jemals auszusprechen

In Berührung,
sprechen wir wenn es keine Sprache gibt,
die Brücken zwischen Welten aufschlagen kann

In Berührung,
tragen wir Traumata, die wir auf die Haut des anderen projizieren

In Berührung,
erzählen wir unsere Geschichte
und schenken ein Teil unserer Kultur

in Berührung,
können sich Seelen tief berühren

II

Wenn es dunkel und still ist,
wird die Nacht zu unserem Universum

zwei trans Körper liegen nah beieinander so nah, dass sie Fremde sein könnten

In gegenseitiger Angst
eine atmet, beruhigt ihren Geist
eine ist ruhig und hofft, dass sie bald einschläft

Die eine sensibler als die andere
– Schweiß und Schüchternheit.
Wenn die Liebe Wahrheit im Atmen spricht nicht in Sex und sexueller Performance behutsam und tief verbunden:
tanzend zwischen den Sternen.

III

die Kerze in meinem Rücken, weit weg
ihr Schatten an der Wand zeigt mir deinen Glauben

mit dem Morgen in seiner langsamsten Bewegung
entsteht Angst
Träume sind getrübt
gesehen zu werden ist selten
gesehen werden zu lassen ist mutig
in der Sommerluft rieche ich die Neugierde,
doch wir fürchten das Wort des anderen
in meinen Augen hast du Angst, mich zu verletzen.
In der Hitze des Sommers
fühlen wir Heimweh

wie Wasser,
fließen wir
wie Wasser,
lassen wir los wie der Herbst langsam aber sicher
berühre mich, wo du Wasser fühlst

Phương (alle Pronomen) findet im Schreiben den Weg aus der Selbstsabotage hin zur Begegnungin zärtlicher Selbstfürsorge. Geboren im Jahr der Katze, unter der Sonne im Skorpion und im Element Wasser übt Phương sich im bedingungslosen Lieben und im Glauben. Künstlerischer Ausdruck unterstütztdie Komplexität, die Phương verkörpert, welche sich durch die multidimensionale Biografiein der (vietnamesischen) Diaspora und einem queeren trans Körper nährt.Schreiben ist eineForm des Loslassen, Zulassen, Verbinden und Atmen für Phương.Instagram: @maro_poebelarts