Deine Leere

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„In diesem berührenden Gedicht erzählt Sophie von ihrem inneren Kampf mit Erwartungen, Unsicherheiten und dem Wunsch, ihr wahres Ich zu finden. Ein stiller, kraftvoller Blick auf Selbstzweifel und die Suche nach Authentizität.“

Manchmal voller Wut,
Manchmal voller Trauer

Trotzdem immer ein bisschen leer

So, als würde etwas fehlen –
Etwas, was du nicht benennen darfst, nie benennen durftes
Vielleicht auch nie benennen konntest

In jeder Ecke, in jedem Winkel hast du danach gesucht
Die schweren Blicke Erwartungen der anderen, die dich formen wollten auf deinen Schultern
Wie man zu sein hat, wie man sein soll

Vielleicht war es mal da,
Vielleicht aber auch nicht

In Spiegeln, die dein Selbstbild verzerren
Mit Worten, die dich kleiner machen

Lauter, leiser
Näher, entfernter

Mal nachdrücklich mit Pinselstrich gezeichnet
Mal seicht wie eine Feder

Bist du das – oder verschwindest du jeden Tag ein bisschen mehr unter dem Deckmantel der
Vorstellungen von dem, was du sein solltest?

Ich bin Sophie (21), lebe in Leipzig und denke manchmal, dass ich relativ erfolglos darin bin, meinen Platz in dieser großen und verwirrenden Welt zu finden. Darum schreibe ich neben meinem Musik-und Wirtschaftsstudium und versuche so etwas Ordnung in meinem Kopf zu bekommen. Am meisten beschäftige ich mich mit mentaler Gesundheit, Feminismus und Politik. Ich freue mich, hier die Gelegenheit zu bekommen, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen.