(Ver-)Blühen

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Eileen lädt ein, das Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. In einem eindringlichen Gedicht beschreibt sie den inneren Kampf zwischen Selbstwert und gesellschaftlichem Druck. Wie fühlt es sich an, in einer Welt zu leben, die Leistung über alles stellt?

Erblicke das Leben aus der Vogelperspektive
Von oben herab, losgelöst vom Rest der Welt
Träume von Schwerelosigkeit, Frieden und Liebe
Aus dem Positiven wurde alles Negative
Als ich begann, mich selbst zu verlieren

In einer aus Fremdscham bestehenden Gesellschaft
In der du wertlos bist, wenn du nichts leistest
In der du wertlos bist, wenn du nicht funktionierst
Jahrelang die eigenen Bedürfnisse zurückgesteckt
Doch schon längst daran krepiert und verreckt
An dem Schauspiel der Marionetten

Den Platz in der Welt noch nicht gefunden
Ziellos umherirren, Sekunden werden zu Stunden
Kein Frieden, keine Ruhe, keine Sicherheit
Im Kopf ein Dämon, der sich erfreut an jeder Kleinigkeit
Die seinen Trübsinn füttert und stärkt
Bis er immer größer wird und keiner es bemerkt
Was für eine Schlacht das gerade ist
Eure Idealvorstellung sich tief in mein Fleisch frisst

Um mich herum passiert so viel
In mir passiert so wenig
Euer Ziel ist nicht automatisch mein Ziel
Eingesperrt in einem Käfig
Mitten im Heilungsprozess
Trübes Gemüt, Kontrollverlust
Gedanken zerdenken bis zum Exzess
Ich lebe für mich, nicht für euren Frust

„Sich selbst verlieren steht vor jedem Neufinden.“ – Eileen Ahland Dieses Zitat empfinde ich als sehr kraftvoll, denn es verdeutlicht, dass die Suche nach sich selbst und nach dem Sinn des Lebens nie wirklich abgeschlossen ist. Etwas Altes loslassen bedeutet, die Hände frei für Neues zu haben und sein Herz für neue Erfahrungen und Begegnungen zu öffnen. Wenn etwas endet, ist das der Anfang von etwas Neuem, Wunderbarem. Ich bin täglich auf der Suche nach mir selbst – auf der Suche danach, wer ich bin, was mich ausmacht und begeistert, was ich vom Leben erwarte, welche Ziele und Träume ich habe, mit welcher Einstellung ich meinen Alltag gestalten und wie ich mit mir selbst und anderen umgehen möchte. Kurz: Ich lerne das Leben. Ich heiße Eileen Ahland, bin 25 Jahre und Sozialarbeiterin (B.A.). Im Laufe des Studiums entdeckte ich mein Interesse für die Themen Diversität, Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit. Dieses Interesse wurde während meiner Praxiszeit, die ich in der Fach- und Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* Dresden verbringen durfte, zu (m)einer Leidenschaft und prägte mich positiv auf inspirierende Weise. Auf meinem Instagram-Blog @gedankenrundgang greife ich diese und weitere Themen auf und leiste Aufklärungsarbeit. Wenn ich nicht gerade Beiträge schreibe und erstelle, lese und male ich gern, schreibe Gedichte, höre Musik, mache Yoga und meditiere, entschleunige in der Natur – oder bin auf der Suche nach mir selbst und lerne das Leben.