Eileen lädt ein, das Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. In einem eindringlichen Gedicht beschreibt sie den inneren Kampf zwischen Selbstwert und gesellschaftlichem Druck. Wie fühlt es sich an, in einer Welt zu leben, die Leistung über alles stellt?
Erblicke das Leben aus der Vogelperspektive
Von oben herab, losgelöst vom Rest der Welt
Träume von Schwerelosigkeit, Frieden und Liebe
Aus dem Positiven wurde alles Negative
Als ich begann, mich selbst zu verlieren
In einer aus Fremdscham bestehenden Gesellschaft
In der du wertlos bist, wenn du nichts leistest
In der du wertlos bist, wenn du nicht funktionierst
Jahrelang die eigenen Bedürfnisse zurückgesteckt
Doch schon längst daran krepiert und verreckt
An dem Schauspiel der Marionetten
Den Platz in der Welt noch nicht gefunden
Ziellos umherirren, Sekunden werden zu Stunden
Kein Frieden, keine Ruhe, keine Sicherheit
Im Kopf ein Dämon, der sich erfreut an jeder Kleinigkeit
Die seinen Trübsinn füttert und stärkt
Bis er immer größer wird und keiner es bemerkt
Was für eine Schlacht das gerade ist
Eure Idealvorstellung sich tief in mein Fleisch frisst
Um mich herum passiert so viel
In mir passiert so wenig
Euer Ziel ist nicht automatisch mein Ziel
Eingesperrt in einem Käfig
Mitten im Heilungsprozess
Trübes Gemüt, Kontrollverlust
Gedanken zerdenken bis zum Exzess
Ich lebe für mich, nicht für euren Frust




