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	<title>Sunrise Writers &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Sunrise Writers &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>Dein Schweigen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/02/dein-schweigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Feb 2019 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Text von Vivien von den Sunrise Writers beschreibt eine Situation, die so alltäglich wie unfassbar ist: Es ist Abend, gelöste Stimmung, eine Party, es wird Bier getrunken. Zwei Personen kommen sich näher &#8211; doch für eine der beiden wird eine Grenze überschritten. Ihr &#8218;Nein&#8216; wird nicht akzeptiert. Und die Fassungslosigkeit darüber macht unfähig, sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieser Text von Vivien von den Sunrise Writers beschreibt eine Situation, die so alltäglich wie unfassbar ist: Es ist Abend, gelöste Stimmung, eine Party, es wird Bier getrunken. Zwei Personen kommen sich näher &#8211; doch für eine der beiden wird eine Grenze überschritten. Ihr &#8218;Nein&#8216; wird nicht akzeptiert. Und die Fassungslosigkeit darüber macht unfähig, sich zu bewegen. In so einer Situation würde die einfache Frage von Außenstehenden, ob alles in Ordnung ist, schon so viel weiterhelfen&#8230;</strong></p>
<p><strong>!Trigger-Warnung! Wenn du Erfahrungen mit Übergriffigkeit und ggf. sexualisierter Gewalt gemacht hast, könnte dich dieser Text triggern.</strong></p>
<p><span id="more-11255"></span><br />
In meiner linken Hand halte ich in ein Bier und in meiner rechten Hand, da halte ich seine.<br />
Sie wandert meinen Unterarm entlang und bleibt dort eine Weile liegen.<br />
Seine Augen schauen einen Moment lang in mein Innerstes, dann in mein Gesicht und kurz darauf, auf mein Dekolleté.<br />
Er sagt mir, ich hätte die schönsten Brüste, die er je zu Gesicht bekam und wie sie fast schon königlich wirkten.<br />
Ich lasse diese von Alkohol geschwängerten Worte an mir vorbei ziehen. Ich antworte nicht.<br />
Er lehnt sich vor, sein Atem stinkt nach Bier und er beginnt, meinen Unterarm zu massieren.<br />
Ich ziehe ihn weg.</p>
<p>Er würde mich küssen wollen, sagt er und ich bitte ihn, damit aufzuhören.<br />
Er überhört meine Worte. Nein, er ignoriert sie. Er denkt, wir wären dafür bestimmt, uns nur ein einziges Mal zu küssen.<br />
Ich sage, ich habe einen Freund.<br />
Für einen kurzen Moment hält er inne.<br />
In meiner linken Hand halte ich kein Bier mehr, und in meiner rechten Hand, da halte ich erneut seine. Wieder kommt er mir näher, macht mir Komplimente und streicht nun mit seinem Fuß mein Bein auf und ab.<br />
Dieses Mal bitte ich ihn nicht darum aufzuhören. Ich denke, wenn ich nicht reagiere, dann wird er schon aufhören. Ich lasse es geschehen.</p>
<p>Seine Hand wandert erneut meinen Unterarm hoch.<br />
Sein Blick brennt sich in meine Wange, die er seit einigen Minuten anstarrt.<br />
Wieder massiert er mich, dieses mal etwas fester und der Druck, den er auf meinen Unterarm ausübt lähmt mich.<br />
Ich sehe zu Dir.<br />
Ich forme mit meinen Lippen zwei einfache Worte.<br />
Ich sehe Dich verzweifelt an und gestikuliere mit meiner linken Hand.<br />
Du lachst nur und drehst Dich weg, Du warst ja mitten in einer Unterhaltung und ich wollte Dich auch eigentlich gar nicht unterbrechen.</p>
<p>In meiner linken Hand halte ich erneut ein Bier und in meiner rechten Hand halte ich dieses mal nichts, da er mir nicht die Chance gibt, den Arm auch nur für einen Moment von ihm zu trennen.<br />
Wir spielen dieses Spiel noch ein paar mal.<br />
Noch ein paar Mal greift er nach meiner Hand und massiert meinen Unterarm.<br />
Noch ein paar Mal sagt er mir, wir wären bestimmt dazu uns nur ein einziges Mal zu küssen.<br />
Noch ein paar Mal sage ich, er solle mich doch bitte nicht anfassen und ich habe einen Freund.<br />
Noch ein paar Mal sagt er so viele Dinge, die dafür sorgen, dass mir schlecht wird.<br />
Und noch ein paar Mal versuche ich immer wieder zu gehen, doch ich weiß nicht wie, denn sein Griff ist das Gift in meinen Nerven, welches mir die Fähigkeit nimmt, die Füße zu bewegen.</p>
<p>Für einen kurzen Moment sieht er nicht zu mir.<br />
Ich stehe auf und gehe raus.<br />
Du folgst mir, denn Du willst Dir eine rauchen und auch mir wieder etwas mehr Aufmerksamkeit schenken.<br />
Ich würge, weine und schreie Dich an.<br />
&#8222;Wieso hast du dich denn nicht gewehrt?&#8220;, fragst Du und erwartest eine ehrliche Antwort.<br />
Ich werde ruhig und sehe auf den Boden.<br />
Ich will nicht mit Dir reden und setze mich wieder an meinen Platz.<br />
Er ist weg.<br />
Dieses Mal halte ich in meiner linken Hand ein Bier, und der Platz zu meiner rechten ist nicht mehr besetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Übergriffigkeit ist nur einer der vielen, vielen Gründe, aus denen wir Feminismus brauchen. Weitere Gründe gibt&#8217;s <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/12/warum-wir-feminismus-brauchen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>in diesem Video</strong></a> von Amelie Elisabeth.</li>
<li>Und hier kannst du dir bei Couch-Plausch nochmal anschauen, weshalb auch Frauen <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/01/als-frau-offen-ueber-sex-reden/" target="_blank" rel="noopener"><strong>offen über Sex sprechen</strong></a> können, sollen und dürfen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Welt ist eine Bühne</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/11/die-welt-ist-eine-buehne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Nov 2018 07:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterklischees]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Im neuen Text der Sunrise Writers geht es um das Leben in und mit Geschlechterrollen.  Die Welt gleicht in diesem Text einer Bühne und das Leben einem Theaterstück, in dem Rollen verteilt und gespielt werden. „Und wie in fast allen Stücken gibt es im Leben mehr als zwei Rollen, auch wenn viele das nicht wahr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im neuen Text der Sunrise Writers geht es um das Leben in und mit Geschlechterrollen.  Die Welt gleicht in diesem Text einer Bühne und das Leben einem Theaterstück, in dem Rollen verteilt und gespielt werden. „Und wie in fast allen Stücken gibt es im Leben mehr als zwei Rollen, auch wenn viele das nicht wahr haben wollen. “</strong></p>
<p><span id="more-11070"></span></p>
<p>Die Welt ist eine Bühne . Wir alle spielen in einem Theaterstück.  Doch nicht immer passt die Rolle, die einem von Anfang an zugeteilt wurde. Manche spielen ihre Rollen so, wie man es erwartet, kriegen viel Applaus für ihre klassische Vorführung.  Manche passen jedoch für eine ganz andere Rolle viel besser, sind für eine andere Rolle bestimmt.  Vielleicht sahen sie die Vorführung einer anderen Person, und ihnen wurde klar: Das, was ihnen an ihre zugeteilten Rolle nicht passte, was ihnen fehlte, steht plötzlich vor ihnen. Ihre eigentliche Rolle, etwas, was sie auch sein wollen. Etwas, was sie eigentlich schon immer waren.  Das Gleiche gilt für das Geschlecht eines Menschen. Und wie in fast allen Stücken gibt es im Leben mehr als zwei Rollen, auch wenn viele das nicht wahr haben wollen.  Was der Bauer nicht kennt, an das glaubt er anscheinend nicht, selbst wenn es leibhaftig vor ihm steht. Und selbst wenn es schon immer vor einem stand, viele sind so verliebt in ihre Scheuklappen, dass die Realität ihnen fremd vorkommt.  They/them wurde schon von berühmten Autoren der englischen Literatur, die schon vor Jahrhunderten lebten, wie Shakespeare oder Chaucer für eine Person verwendet und doch werden immer wieder Stimmen laut, die nicht daran ‘glauben’.  Sie sind nur mit Hunden und Katzen aufgewachsen und schreien jetzt, dass es Vögel nicht gibt, selbst wenn einer direkt vor ihren Füßen landet.  Sind sie halt selber Schuld wenn ihnen einer dann auf den Kopf kackt. Wenn Vögel nicht existieren, dann auch keine Vogelkacke, oder?  Vögel sind Vögel, selbst wenn andere nicht daran glauben, genau so, wie auch Menschen, die nicht in eines der beiden ‘traditionellen’ Geschlechter reinpassen, weder Mann noch Frau sind, sondern nonbinary, nichtbinär. Und so sollten wir alle auch die Rolle, die am besten zu uns passt, spielen können, und zwar so, wie wir uns gut dabei fühlen.  Nur so wird dieses Theaterstück unter tosendem Applaus mit einem Happy End in die Geschichte eingehen.  Jeder von uns ist ein Schauspieler, dem eine passende Rolle und der nötige Respekt gebührt, und es liegt an und allen, diesen Respekt zu zollen.   Es ist wirklich nicht schwer.<strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/05/felix-uebers-mannsein/" target="_blank" rel="noopener"><strong>in diesem Text</strong></a> von DenJungenHelden geht es um Geschlechterrollen. Explizit um die Rolle als Mann.</li>
<li>Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/04/100-mensch/" target="_blank" rel="noopener"><strong>dieser Text</strong></a> von den Sunrise Writers beschreibt, wie toll die Welt sein könnte, wenn wir uns alle einfach nur als Menschen betrachten würden&#8230;</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum bin ich glücklich?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/07/warum-bin-ich-gluecklich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jul 2018 07:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Weil du liebst, wie du liebst, sagen die Menschen dir: Du bist falsch. Weil du bist, wer du bist, fühlst du dich schlecht. Und dann kommt er Tag, an dem du verstehst: Es wird besser, wenn du auf dich hörst und dich selbst akzeptierst. Für mich ist es nicht das Geld. Für mich ist es]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Weil du liebst, wie du liebst, sagen die Menschen dir: Du bist falsch. Weil du bist, wer du bist, fühlst du dich schlecht. Und dann kommt er Tag, an dem du verstehst: Es wird besser, wenn du auf dich hörst und dich selbst akzeptierst.</strong></p>
<p><span id="more-10720"></span></p>
<p>Für mich ist es nicht das Geld. Für mich ist es auch nicht die Liebe oder irgendeine Freundschaft mit Höhen und Tiefen. Auch die Familie ist es nicht. Ich bin es. Ich selbst kann es mir geben. Wirklich nur ich selbst. Ich hatte ein ganzes Jahr ohne diese Essenz gelebt. Bis an dem Tag, an dem ich realisierte, dass diese bestimmten Gedanken weg sind. Diese Gedanken, die mich nachts wach gehalten haben, waren weg. Diese Gedanken, die mir immer wieder sagten, dass ich falsch war, so wie ich bin. Dass meine Gefühle falsch waren. Diese Gedanken, die mir sagten, dass wie ich liebe oder wen ich liebe, falsch war. Aber nicht nur die Gedanken gaben mir das Gefühl, nichts wert zu sein, auch die Menschen in meinem Umfeld. Jedes Mal, wenn meine Klassenkameraden oder Freunde schlecht über Leute wie mich redeten, entfernte ich mich unbewusst aus meiner wahren Persönlichkeit. Doch das durfte ich nicht zulassen. Es wird immer Leute geben, die mich nicht mögen, egal aus welchem Grund, ob es daran liegt, dass ich bisexuell, nicht religiös oder von meiner Art sehr eigen bin. Ich war zuerst geschockt, als sie weg waren. Diese Gedanken waren ein Teil von mir. Das ist so, als würdest du wissen, dass du etwas vergessen hast, aber du weißt nicht mehr was. Diese ungesunden Gedanken sind gestorben, und dadurch ist etwas entstanden. Ich habe schnell realisiert, dass ich es selbst war, der das geschafft hat. Ich habe gelernt mich selbst zu lieben und zu akzeptieren, denn ich habe gelernt zu akzeptieren, wen ich liebe. Dadurch sind mir Türen der vielfältigen Zukunft des Lebens geöffnet worden.</p>
<p>Dieses Gefühl, das ich beschreibe, kann mir niemand geben. Nur ich kann es mir geben. Aber dieses Gefühl gibt es aber auch nicht ohne Traurigkeit. Dieses Gefühl gibt es nur im Doppelpack. Aber genau das liebe ich daran. Und ja, ich bin es.</p>
<p>-William</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch Ozan hat sich gefragt, was für ihn Glück bedeutet und wie er es erreichen kann. Die <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/06/ozan-erkaempfe-dir-dein-glueck/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Antwort gibts hier</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier gibt es <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/07/ich-bin-richtig/" target="_blank" rel="noopener"><strong>einen Film von den Hollies</strong></a> zum eigenen Körper- und Selbstbild.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>100% Mensch</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/04/100-mensch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2018 07:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich könnte ja alles so einfach sein. Wir sind alle Menschen und damit alle gleich. Doch immer wieder werden wir bewertet, über beliebige Merkmale definiert und in Schubladen sortiert. Warum?, fragt sich Lee-Blaike von den Sunrise Writers. Es ist doch egal wo man herkommt, wie man aussieht, was für ein Geschlecht man hat oder wen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich könnte ja alles so einfach sein. Wir sind alle Menschen und damit alle gleich. Doch immer wieder werden wir bewertet, über beliebige Merkmale definiert und in Schubladen sortiert. Warum?, fragt sich Lee-Blaike von den Sunrise Writers.</strong><span id="more-10510"></span></p>
<p>Es ist doch egal wo man herkommt, wie man aussieht, was für ein Geschlecht man hat oder wen man liebt.<br />
Das alles sollte doch nicht entscheiden wie wir behandelt werden. Jeder Mensch ist gleich. Jeder atmet. Jeder sollte leben können wie er* oder sie* es will. Niemand sollte deswegen benachteiligt werden.<br />
Warum verstehen das so viele Leute nicht?<br />
Warum können wir, du und ich, nicht wir selbst sein?<br />
Was verändert uns so, wenn wir jetzt nicht blond sind, blaue Augen und Modelmaße haben?<br />
Wann kommt endlich der Tag, an dem jeder so akzeptiert wird, wie er* oder sie* ist? Warum ist Akzeptanz so schwer? Warum sehen so viele Menschen nicht klar?<br />
Tut das etwa weh?<br />
Wieso müssen wir so lange auf einen Wandel in dieser Gesellschaft warten? Warum kann diese Abneigung und Kategorisierung – dieses verdammte Schubladendenken nicht endlich enden?<br />
Warum?<br />
Warum kann man nicht einfach lieben und akzeptieren?<br />
Es könnte doch so einfach sein.<br />
Manche reden von Normalität.<br />
Normal sein; pah, was ist schon normal?<br />
Warum kann man nicht so sein wie man will; wie man sich akzeptiert?<br />
Warum?<br />
Diese ganzen Fragen belasten.<br />
Der Umgang zwischen manchen Menschen untereinander ist unmenschlich!<br />
Diese Ablehnung tut weh. Sie schneidet ein. Worte schneiden ein. Sie hinterlassen Narben. Sie machen traurig, verbittert und kalt. Sie verletzen.<br />
Warum lässt die Gesellschaft die Menschen nicht so sein, wie sie sind und wie sie sein wollen?<br />
Wo ist die Liebe und Akzeptanz?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/eigentlich-muesste-ich/" target="_blank" rel="noopener"><strong>In diesem Clip vom #gelände17</strong></a> dreht sich ebenfalls alles darum, welchen Erwartungen wir gerecht werden sollen.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier kommt ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sunrise-writers/" target="_blank" rel="noopener"><strong>zum Profil von den Sunrise Writers</strong></a>, da findet ihr weitere tolle Texte.</span></li>
<li style="list-style-type: none;"></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mädchen sein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/maedchen-sein-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2017 07:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt viele Vorstellungen davon, wie ein typisches Mädchen zu sein hat. Was aber, wenn du Basecaps genauso liebst wie rosa Plüsch? Dann hast du ein Problem, findet unsere Autorin -und ist ziemlich sauer darüber. Was heißt es für Dich, ein Mädchen zu sein?   Das, was ich bin – ich bin kein typisches Mädchen, der nur]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt viele Vorstellungen davon, wie ein typisches Mädchen zu sein hat. Was aber, wenn du Basecaps genauso liebst wie rosa Plüsch? Dann hast du ein Problem, findet unsere Autorin -und ist ziemlich sauer darüber.</strong></p>
<p><span id="more-10191"></span></p>
<p>Was heißt es für Dich, ein Mädchen zu sein?   Das, was ich bin – ich bin kein typisches Mädchen, der nur Mode und Schminke wichtig sind, die nur weibliche Freunde hat und gerne shoppen geht. Ich bin kein Mädchen, das alles ausgegeben bekommen will. Ich habe zwar Brüste und Vulva, doch die machen mich nicht gleich zum typischen Mädchen. Ich liebe es, Serien zu gucken, und Jogginghose und Caps gehören in meinen Kleiderschrank dazu. Auch gehören meine Kumpels und Rülpser zu dem, was ich bin.  Nur bin ich auch nicht der typische Junge – wohl eher nicht immer. Ich liebe auch Röcke und Kleider, und alles was, pink, glitzernd und flauschig ist oder Blümchen hat.  Ich bin kein Klischee. Ich bin eine Mischung aus meinen Erfahrungen und meiner Umwelt. Selbst mein Musikgeschmack bleibt nicht in einer Spalte. Mein Musikgeschmack ist so bunt und verschieden, wie ich selbst es bin. Meine Musik geht von Metal über Klassik, von Punk bis hin zu Indie. Das bin ich. Ich bin eine Mischung aus vielen. Ich bin kein Klischee. Mich kann man nicht einfach in eine Schublade stecken. Ich bin kein Stereotyp, sondern ein Individuum.  Ich bin etwas verrücktes, etwas buntes. Ich bin ich! Und das kann mir niemand wegnehmen.</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier gelangt ihr zum <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sunrise-writers/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Redaktionsgruppenprofil</strong></a> der Sunrise Writers und findet weitere tolle Texte.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/mann-sein/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>diesem Text</strong></a> unterhalten sich „DieJungenHelden“ darüber, was es heißt ein Mann zu sein.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Soldat</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/10/mein-soldat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2017 07:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen um sich zu haben, die für oder mit uns kämpfen, ist ein gutes Gefühl. Die Redakteurin Vivi von den Sunrise Writers hat eine solche Person gefunden und ihr auch den folgenden Text gewidmet. „Mein Soldat“ ist dabei eine Metapher für den Menschen, der mit ihr kämpft &#8211; gegen die Stimmen, die sagen, dass es]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen um sich zu haben, die für oder mit uns kämpfen, ist ein gutes Gefühl. Die Redakteurin Vivi von den Sunrise Writers hat eine solche Person gefunden und ihr auch den folgenden Text gewidmet. „Mein Soldat“ ist dabei eine Metapher für den Menschen, der mit ihr kämpft &#8211; gegen die Stimmen, die sagen, dass es falsch ist, wie und wen sie liebt.</strong></p>
<p><span id="more-9739"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mein Soldat,</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir kennen uns inzwischen einen Monat, es kommt mir aber schon viel länger vor. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, nicht wahr? Deine Aufgabe ist es, Krieg zu führen. Krieg gegen die Stimmen in meinem Kopf, die mir sagen, dass ich falsch bin. Dass es falsch ist, wie ich liebe. Dass es falsch ist, wen ich liebe. Dass es falsch ist, dass ich da zu geboren wurde, Frauen lieben zu können. Dich lieben zu können.  Deine Aufgabe ist es, Krieg zu führen, doch alles, was du mir bringst, ist Frieden. Du hast die zerstrittenen Fronten in mir besänftigt. Du hast die Bomben entschärft. Du tanzt so grazil durch das Minenfeld meiner Gedanken. Der letzte Schuss ist gefallen, als du das erste Mal in meine Augen geschaut hast. Mit einem Mal wurde alles leise in meinem Kopf. Dieses Gefühl, diese Ruhe, bereitete mir fast schon Angst. Ich kannte diese Stille nicht. Ich wusste nicht, dass diese Stille so schön sein konnte, denn bisher bedeutete sie nur, dass nachgeladen wurde. Dann hast du mich geküsst. Die weißen Fahnen gingen hoch, zusammen mit unserem Regenbogen. Es kehrte langsam wieder Frieden ein.  Zwischen all den Trümmern kommen langsam wieder Blumen zum Vorschein. Sie sind noch schwach und liegen unter all den schweren Steinen, aber du hilfst mir dabei, alles wieder aufzubauen. Dich zu lieben heißt zu lernen, mich selbst zu lieben. Dich zu lieben heißt zu lernen, zu lieben, wie ich liebe. Du weißt ja gar nicht, zu was für einen zufriedenen Menschen du mich eigentlich machst. Du weißt nicht, wie wundervoll du bist. Ich weiß aber, dass in dir ebenfalls ein Krieg herrscht. Ich höre die Schüsse und sehe die Trümmer und all das tut mir so leid. Ich wünschte die Waffen würden endlich fallen. Doch lass mich dir sagen, wenn der letzte Schuss fällt, dann bin ich da. Dann räumen wir zusammen all diese Trümmer fort. Dann hissen wir ohne Angst unsere Regenbogenfahnen und sind stolz darauf, wer wir sind und wen wir lieben. Und dann pflanzen wir wieder Samen ein, damit du wieder blühen kannst. Damit wir zusammen blühen können.  In Liebe,  dein Hippie-Gesindel, Vivi </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: 400;">Hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sunrise-writers/" target="_blank" rel="noopener"><strong>das Profil der Sunrise Writers</strong></a> und damit auch weitere schöne Texte.</span></li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Kevin von queerblick ist schwul. Damit geht er offen um und stellt sich in der Essener Innenstadt <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ich-bin-schwul-habt-ihr-fragen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>den Fragen der Passant*innen</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blau/Rot/Grün</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/03/blaurotgruen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Mar 2017 08:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Outing]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine wunderbare Liebesgeschichte, die nicht lange dauert: Auf einem Konzert begegnen sich die beiden Jungen, ein kurzer Moment der Liebe entsteht und vergeht so schnell wie er kam. Trotzdem hat er tiefen Eindruck hinterlassen bei Flo von den Sunrise Writers: auch eine kurze Liebe kann eine tiefe Liebe sein, und Flo hat sie motiviert, sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine wunderbare Liebesgeschichte, die nicht lange dauert: Auf einem Konzert begegnen sich die beiden Jungen, ein kurzer Moment der Liebe entsteht und vergeht so schnell wie er kam. Trotzdem hat er tiefen Eindruck hinterlassen bei Flo von den Sunrise Writers: auch eine kurze Liebe kann eine tiefe Liebe sein, und Flo hat sie motiviert, sich endlich bei seiner Mutter outen.</strong></p>
<p><span id="more-8600"></span></p>
<p><em>Since I&#8217;ve come on home, while my body&#8217;s been a mess and I&#8217;ve missed your ginger hair and the way you like to dress…Izz Izz Izz</em></p>
<p>Wir hatten früher schon geschrieben und ich merkte, dass du jemand besonderes warst. Ich ging durch Zufall auf dieses Festival und wie durch Zufall warst du auch noch da. Wir haben uns gut verstanden.<br />
Wir hatten beide keine Ahnung von Liebe – also zumindest ich nicht.<br />
Wir hatten beide keine Ahnung von Alkohol – also zumindest ich nicht.</p>
<p>Wir beide haben wirklich keine Ahnung gehabt., wie schnell man sich doch gefallen kann – also zumindest ich.<br />
Als ich dich auf dem Festival kennengelernt hatte, in deiner Stadt, mit deinen Freunden, mit deiner Musik, glühten meine Wangen rot, wenn ich dich nur ansah. Heiß und rötlich, fast wie dein Haar.<br />
Als ich damals kennengelernt hatte, dachte ich, ich wüsste, was – oder vor allem wer mir fehlen würde.</p>
<p>Nach ein paar Drinks warst du mutig genug, mit mir auf die Tanzfläche zu gehen. Herzen schlugen härter als so mancher Sound. Hände waren schwitziger als jeder Raver auf der Tanzfläche. Wir tanzten. Eng zusammen und eng umschlungen. Wir tauschen Schweiß und später noch Speichel aus und aus Adrenalin wurde Endorphin. Aus Angst und Scheue wurde Geborgenheit und ein Wohlgefühl. Meine Hand an dein markantes Gesicht und sie streiften über deine ausgeprägten Wangenknochen.</p>
<p>Deine Hand an meiner Hüfte, so dass du mir Sicherheit gabst, falls ich falle. Mein Blick landete in deinen grünen Augen. Ein Blick in eine andere Welt. Deine Augen waren immer noch auf meine Lippen gerichtet. Du hast gelächelt. Die Lichter der Open-Air-Bühne blitzten immer im selben Rhythmus – blau, rot und grün – während die Scheinwerfer immer wieder hin und herschwankten. Mein Herz pochte zu dem schlechten Beat und mein Herz zitterte wie Wackelpudding auf einem Lautsprecher. Ich nahm die Menschenmasse gar nicht war. In diesem Moment drehte sich alles um dich.<br />
Blau. Eine royale Farbe, steht für Entschlossenheit, Freiheit und meinen Willen zur Liebe.<br />
Grün. Farbe der Hoffnung, des Glückes, der Vollkommenheit und deine unglaubliche Hingabe und Fürsorge.<br />
Und Rot. Eine ausdrucksstarke Farbe, die für starke Emotionen steht, wie dieses krasse Gefühl, das ich in diesem Moment spürte.</p>
<p>Wie die Scheinwerfer schwankten meine Gedanken hin und her. Von Sympathie und dem Gefühl auf einer Wellenlänge zu sein bis hin zu…Skepsis.<br />
Was wäre, wenn wir nichts getrunken hätten?<br />
Was wäre, wenn du nur mit mir spielst?<br />
Was wäre, wenn du eigentlich wen anders hast?<br />
Was wäre wenn? Was wäre wenn? Was wäre wenn?<br />
Ich machte mir keine weiteren Gedanken. Ich genoss den Moment der Zweisamkeit und legte meinen Kopf auf deine Brust.<br />
Das Gefühl der Geborgenheit trat ein. In verstärkter Form. Ich hörte dein Herz schlagen und es beruhigte mich. Wie eine Mutter, die ihr Kind an die Brust legt, damit es besser einschlafen kann und sich dann mit der Zeit an dessen Rhythmus gewöhnt.<br />
Oh scheiße! Wie sollte ich das nur meiner Mutter erklären? Ihr Sohn mit einem anderen Jungen! Ob sie, wenn ich ihr davon erzähle, sich schon gedanklich von ihren Enkelkindern verabschiedet, die sie immer wollte? Wird sie gelassen? Traurig? Wütend? Oder einfach nur enttäuscht?<br />
Ich lenkte mich lieber ab und dachte an deine Eltern und wie verdammt cool sie waren, dich in diesem Alter auf ein Festival zu lassen. Außerdem wollte ich ihnen einen Preis geben für das attraktivste Kind der Welt.<br />
Du tratst auf meinen Fuß und der Abdruck blieb. Normalerweise mag ich sowas gar nicht, aber bei dir machte es mir nichts aus.<br />
Das Lied wechselte und ich hatte schon 16 verpasste Anrufe von meiner Mutter, also brachtest du mich zum Bahnhof. Hand in Hand, durch die Innenstadt. Dumme Sprüche und Blicke war ich schon immer gewöhnt und in meinem Zustand fiel es mir nicht mal auf.<br />
Blau, rot und grün. Meine blauen Augen, deine grünen Augen und die stärkste Emotion, die Menschen verbindet: rot.<br />
Aber du hast dich nicht mehr blicken lassen. Nie mehr. Als wäre das alles nie gewesen. Eine Liebesgeschichte sollte es nicht werden, aber genau wie der Fußabdruck auf meinem Schuh hast du einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Es ist mittlerweile lange her, aber ich habe dazugelernt. Ich habe gelernt, dass die kleinen Momente im Leben gar nicht klein sind. Sie prägen sich ein und eine Person reift in solchen Momenten. Jeder Moment im Leben trägt eine Geschichte. Ich hätte nur gehofft, dass du ein Teil meiner Geschichte geworden wärst.<br />
Nicht jeder kann haben, was er will, sei es Reichtum, Macht, Ruhm oder eben die große Liebe auf der Tanzfläche bei einem Technofestival. Es ist auch nicht schlimm, solche Erfahrungen zu machen.<br />
Wenn man gewinnt, gewinnt man und wenn man nicht gewinnt, lernt man.</p>
<p><em>And I’ve missed your ginger hair and the way you like to dress…</em></p>
<p>Aber traurig muss man um sowas nicht sein, auch wenn jeder Tanz einmal zu Ende geht.<br />
Und ein gutes Ende gibt es trotzdem &#8211; ich habe mich wegen dir endlich bei meiner Mutter geoutet. Sie war weder traurig, noch wütend oder enttäuscht. Stattdessen hat sie mich getröstet, als ich wegen dir traurig war.</p>
<p>Nutzt also jede Gelegenheit, es schadet nicht!<br />
Carpe Diem!<br />
<b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Das Leben ist zu kurz für Vorurteile: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/10/das-leben-ist-zu-spannend-fuer-vorurteile/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>In diesem Interview</strong></a> plaudert Conrad von der Redaktion Jeco mit dem Journalisten Jan Feddersen.</li>
<li>Und <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/kein-kompliment/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in diesem Video</a></strong> zeigt queerblick, wie Heteros reagieren, wenn man ungefragt ihre Sexualität hinterfragt.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reflexionen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/reflexionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2017 08:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Erkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Essstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Essstörung. Ein Gedicht von Eden über den Kampf mit einer Essstörung, mit der Wahrnehmung des eigenen Ichs als wertlos und hässlich, solange der Körper nicht den Normen von Schlankheit und Schönheit entspricht. &#160; Nie wieder essen. Ich darf nicht. Ich muss hungern, um schön zu sein. Wenn ich nichts esse, ist es mir erlaubt,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Triggerwarnung: Essstörung.</strong></em></p>
<p><strong>Ein Gedicht von Eden über den Kampf mit einer Essstörung, mit der Wahrnehmung des eigenen Ichs als wertlos und hässlich, solange der Körper nicht den Normen von Schlankheit und Schönheit entspricht.</strong></p>
<p><span id="more-7792"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nie wieder essen.</p>
<p>Ich darf nicht.<br />
Ich muss hungern, um schön zu sein.<br />
Wenn ich nichts esse, ist es mir erlaubt, mich schön zu fühlen.<br />
Dabei bin ich das gar nicht.</p>
<p>Zu schwach.<br />
Zu schwach, um zu widerstehen.<br />
Ich lasse mich von meiner Gier führen<br />
und stehe ich wieder am Anfang,<br />
nur um dieselben Schmerzen erneut zu spüren.<br />
Jedes noch so winzige Stück Erfolg scheint ausgelöscht.</p>
<p>Stumm schreit das Mädchen im Spiegel, ,,Ich will schön sein!&#8220;</p>
<p>Lass mich schön sein,<br />
fleht ihr Blick aus toten Augen.<br />
Das Grün in ihnen ist verblasst.</p>
<p>Was bin ich zu tun bereit?<br />
Sollte ich mich nicht eigentlich genug lieben, um eine Essstörung zu entwickeln?<br />
Ich will nicht mehr das Mädchen sein, dessen Schönheit jeden Abend ins Waschbecken fließt.</p>
<p>Jeder um mich herum ist so, wie ich mich selbst erträume.<br />
Schön.</p>
<p>Ich?<br />
Ich kann auch schön sein.</p>
<p>Aber nur, wenn ich auf sie höre.<br />
In ein marionettenhaftes Dasein einwilligen.<br />
Bald nicht mehr nur davon träumen.<br />
Verlockend.</p>
<p>Meine Augen zeigen die Fehler der Reflektion.<br />
Zu viele, um sie aufzuzählen.<br />
Kein schönes Haar an mir.<br />
Schlaff und grau,<br />
Sie fallen aus.</p>
<p>Der größte Fehler:<br />
Mein trist dreinblickendes Gesicht<br />
und mein Körper</p>
<p>Ich will:<br />
Schön sein,<br />
Strahlen,<br />
Neidische Blicke ernten,<br />
Geliebt werden.</p>
<p>Sie kann mir geben, was ich mir ersehne.<br />
Dafür muss ich nur ihren Regeln Folge leisten.</p>
<p>Sie ist wie eine Sucht.<br />
Eine Sucht, die ich kontrollieren kann.<br />
Ich werde einwilligen und stark sein.</p>
<p>Sucht und Verstand im Kriegszustand.<br />
Nahrung ist Gift.</p>
<p>Ich lebe nicht, um zu essen, sondern esse, um zu leben.<br />
Mehr darf ich nicht.<br />
Achtsam muss ich sein, um die Kontrolle zu behalten.</p>
<p>Ich beherrsche die Sucht.<br />
Erst, wenn sie mich beherrscht, bin ich krank,<br />
aber ich bin nicht krank.<br />
Niemals werde ich krank sein.<br />
Ich bleibe gesund und erreiche mein Ziel.</p>
<p>Ein unaufhörlicher Kampf zwischen Zweifel und Akzeptanz.<br />
Doch noch darf ich nicht lieben, was ich bin.</p>
<p>Denn ich bin:<br />
Falsch,<br />
Hässlich,<br />
Fett<br />
und in keinster Weise liebenswert.</p>
<p>Kurz: Ein Fehler.</p>
<p>Ich kann nicht glücklich sein.<br />
Nicht, solange der Spiegel schreit.</p>
<p>-Eden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Die Sunrise Writers darüber, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/die-neue-perfektion-das-ich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>wie und wo</strong></a> uns überall Schönheitsideale begegnen.</li>
<li>Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/rap-song-fresskick/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a> geht&#8217;s zu einem kulinarischen Trip der besonderen Art mit den HeRoes.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Du bist du</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/du-bist-du/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2016 08:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[“Ich bin kein Mädchen”: Diese Worte kommen nur schwer über die Lippen. Doch einmal ausgesprochen, ebnen sie den Weg in eine selbstbestimmte Zukunft&#8230; Dir geht es okay, sagst du. Ich schau dir in die Augen. Dir geht es okay, wiederholst du. Ich schau dir tiefer in die Augen. Dir geht es nicht okay. Nicht mal]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p lang="de-DE">“<b>Ich bin kein Mädchen”: Diese Worte kommen nur schwer über die Lippen. Doch einmal ausgesprochen, ebnen sie den Weg in eine selbstbestimmte Zukunft&#8230;</b></p>
<p lang="de-DE"><span id="more-7431"></span></p>
<p>Dir geht es okay, sagst du. Ich schau dir in die Augen. Dir geht es okay, wiederholst du. Ich schau dir tiefer in die Augen. Dir geht es nicht okay. Nicht mal naja. Gut erst recht nicht. Eigentlich geht es dir auch nicht schlecht. Dir geht es nämlich scheiße. Ziemlich beschissen trifft es. Deine Augen sind leer. Und hinter dieser Leere sehe ich deinen Schmerz.</p>
<p>Dein Leben läuft gut, sagst du. Doch ich glaube dir nicht. Du rennst vor dir selbst fort.</p>
<p>Dein Name ist dein Fluch. Jede neue Bekanntschaft schneidet tiefere Wunden in dein Fleisch. Jeder an dich adressierte Brief lässt den Schmerz näher hinter deine Augen treten. Du bist ein Bündel voll überstrapazierter Nerven. Du bist beliebt im Freundeskreis. Aber unverstanden. Du bist angesehen im Freundeskreis aber niemand sieht dich. Alle schauen dir ins Gesicht, aber niemand in die Augen. Alle sehen deinen Körper, deinen Schein – aber niemand dein Wesen, dein eigentliches Sein. Alle sehen, was sie sehen wollen. Sie sehen nicht dich. Denn du bist viel mehr als das, was du vorgibst zu sein. Dein Charakter ist aus Gold. Du bist die Person, die für jeden da ist. Du bist die Person<span lang="de-DE">,</span> die Hunde liebt, Tiere im Allgemeinen. Aber kaum jemand findet so schnell einen Bezug zu Hunden wie du. Diese Wesen sind dein Leben. Und dein Hund ist der einzige, der dir ein echtes Lächeln entlocken kann.</p>
<p>Dein Leben läuft gut, dir geht es okay, sagst du. Doch ich glaube dir nicht. Deine Augen füllen sich mit jeder Anrede, mit jedem neuen Kleiderkauf mehr und mehr mit Schmerz. Du hast Angst. Angst davor, nicht verstanden zu werden. Du verstehst es ja selber nicht. Du willst es dir nicht eingestehen. Dir geht es okay, sagst du dir jeden Tag aufs Neue. Dein Spiegelbild zeigt dein perfektes Ich. Es bildet die Person ab, die du sein sollst. Es zeigt aber nicht DICH! Du blickst in ein fremdes Gesicht. Deine weiche glatte Haut soll so nicht sein. Du verstehst nicht wer du bist.</p>
<p>Mit jedem Blick in den Spiegel füllt sich immer mehr Schmerz, Leid, Qual und Schuld in deinen Augen.<a name="OLE_LINK1"></a></p>
<p><a name="OLE_LINK2"></a><a name="_GoBack"></a> Wir sehen uns später wieder. Dein Körper sieht aus, wie ich ihn kannte, aber deine Augen sind scheinbar tot. Der letzte positive Wille ist aus deinem Blick gewichen. Ich schau dir in die Augen. Dir geht es NICHT okay sag ich dir – und du weinst. All die Wut über dich und dein Leben, all die Angst vor Unverständnis, all die Angst<span lang="de-DE">,</span> die Worte auszusprechen. 4 Worte, mit denen du zu dir selber stehst. 4 Worte, mit denen du Schwäche und Stärke zugleich zeigen würdest. Das erste Mal in deinem Leben würdest du dich angreifbar machen. Aber ich seh dir in die Augen. Zeige dir, dass du vor mir schwach sein darfst. 4 Worte, die ich als erstes Wesen aus deinem Mund hören würde. 4 Worte, um du selbst zu sein. Du schaust mir in die Augen. Du sagst &#8222;Ich bin kein Mädchen.&#8220;</p>
<p>Spinnenmädchen</p>
<p lang="de-DE"><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><span lang="de-DE">Im </span><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/poetry-slam-fallen-aufstehen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span lang="de-DE"><u>Poetry Slam: Fallen. Aufstehen</u></span><span lang="de-DE">. </span></a> <span lang="de-DE">schildert Mare den Kampf eines Menschen, der über seine sexuelle Identität in Verzweiflung gerät.</span></li>
<li><span lang="de-DE">Im falschen Körper geboren zu sein, damit muss sich keine*r abfinden. In </span><span lang="de-DE"><u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/11/zwei-jahre/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zwei Jahre Testosteron</a></u></span><span lang="de-DE"> liest du, wie sich Nevs Erscheinungsbild durch die Hormontherapie verändert hat.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die neue Perfektion das ICH</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/09/die-neue-perfektion-das-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2016 06:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7214</guid>

					<description><![CDATA[Schönheitsideale begegnen uns jeden Tag: auf Plakaten, im Internet, auf Magazincovern. Eine gefotoshopte Scheinwelt, über die Gedankensammler nur den Kopf schütteln kann&#8230; Makellos. Das perfekte Gesicht. Kein einziger Makel. Strahlend weiße Zähne, volle Lippen, ideal geformte Nase, klare, strahlende Augen und ein lupenreiner Teint. Das perfekte Gesicht. Es starrt einen an. Blickfang des Magazins. Doch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schönheitsideale begegnen uns jeden Tag: auf Plakaten, im Internet, auf Magazincovern. Eine gefotoshopte Scheinwelt, über die Gedankensammler nur den Kopf schütteln kann&#8230; </strong></p>
<p><span id="more-7214"></span></p>
<p>Makellos. Das perfekte Gesicht. Kein einziger Makel. Strahlend weiße Zähne, volle Lippen, ideal geformte Nase, klare, strahlende Augen und ein lupenreiner Teint. Das perfekte Gesicht. Es starrt einen an. Blickfang des Magazins. Doch schaut man genauer hin, dann ist das Gesicht nicht mehr so perfekt; die Augen strahlen nicht mehr. Es wirkt alles künstlich, nicht echt, nicht menschlich und doch ein Blickfang. Wahrscheinlich das das Idealbild vieler Leute. Machen kleine Makel, Ecken und Kanten den Menschen nicht aus? Wird man dadurch nicht menschlich?</p>
<p>Eine Welt in der alle perfekt wären und der Norm entsprächen. Einfältig. Eintönig. Einfallslos. Das Geheimnis einzelner Mensch ein offenes Buch mit Interpretationsvorgabe. Hobbies, Talente, Gedanken und Gefühle nicht mehr persönlich, sondern ein gesellschaftliches Konstrukt. Narben. Keine Narben mehr. Ein Leben in einer Luftblase; die Utopie in Person.</p>
<p>Wir sind doch alle Individuen, jeder für sich. Das facettenreichste Kunstbild. Keiner ist gleich. Jeder denkt anders, ist anders. Das unerforschteste Geheimnis. Ein Leben auf einer Welt, doch nicht im selben Dorf. Die Einflüsse könnten verschiedener nicht sein. Jeder noch so kleine Moment beeinflusst den Menschen, wenn auch nur unbewusst. Jedes Lächeln, jedes Gespräch, jeder Augenblick.</p>
<p>So viele streben danach, perfekt zu sein, dem Idealbild der Gesellschaft zu gefallen. Einen Schein aufrecht erhaltend, Schauspiel des Lebens.</p>
<p>Narben kann man nicht verstecken, nur vertuschen. Bedeckend von einem Stückchen Stoff. Augen kann man nicht verstecken, höchstens hinter verspiegeltem Sonnenbrillenglas. Schaue man einem Menschen tief in die Augen, sieht man den verborgenen Schatz, die Emotionen, Erlebnisse und Narben. Augen, die komplexe Geschichten erzählen, deren weiterer Verlauf ungewiss ist.</p>
<p>Das perfekte Gesicht auf dem Cover der Zeitschrift. In die Augen blickend, keine Gefühle erkennbar, einzig das Blitzlicht des Fotoapparates. Im Gesicht auch nur künstliche Emotionen. Trostlos, leer und grau wirkt das Gesicht des von Photoshop bearbeiteten Menschen. Das ist nicht echt.</p>
<p>Sollte nicht jeder Mensch leben und lebendig sein? So sein, wie man ist? Ohne verstörende Blicke im Nacken zu spüren. Wäre es nicht herrlich, wenn die neue Perfektion das ICH wäre? Kunterbunte Farbenprachten das Leben erhellen, ausgehend vom Menschen wie du und ich. Von der Norm abweichen Normalität ist. Eine Vielseitigkeit der Einfachheit existiert. Nicht ständig die Gedanken an die Intoleranz mancher Menschen alles bedecken, sondern leben glücklich sein heißt.</p>
<p>Verfasser*in: Gedankensammler am 16.06.2016</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Ein perfektes Bild abgeben – das will auch die Hauptfigur in Sarahs Kurzgeschichte <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/genuss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Genuss.</a></u></li>
</ul>
<ul>
<li>In <u>Schönheit – eine Zugabe</u> begegnet Dominik dem Thema Perfektion mit Humor.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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