Das Bedürfnis

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(c) Reproductive Health Supplies Coalition

Wir freuen uns heute über den 2. Teil des Textes von Story Teller-Autor Peter Burhorn, der über Männlichkeit, Behinderung, Diskriminierung und Sex philosophiert und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Das ist toll, denn über all diese Themen – und auch die Kombination aus ihnen – sollten wir dringend mehr sprechen! Viel Spaß beim Lesen.

Das Bedürfnis nach Sexualität hat doch fast jede Existenz auf Erden, würde ich behaupten.

Sexualbegleiterinnen für Menschen mit Behinderung
…. sollte eigentlich ein gar nicht so außergewöhnliches Thema sein.
Ich habe bei Google gesucht, was Sexualbegleiterinnen machen und wie sie sich mit dem Thema beschäftigen. 
Was die Botschaft ist: Viele machen den Job aus Liebe und Interesse. Bei den Sexualbegleiterinnen ist das Wort „Tabu“ ein Tabu.
Für Sexualbegleiterinnen gilt: Behinderte sind selbstverständlich. Und das finde ich menschlich!
Ihre Dienstleistung ist geradezu eine schätzende und innovative Dienstleistung: was Schönes aus einem wichtigen Bedürfnis zu machen.

Ich bin Insider. Ich kenne eine Sexualbegleiterin, die ist ganz nett, die lebt in Hamburg. Sie beschäftigt sich mit dem Thema „Liebe mit Behinderung“ und zieht sich außerdem gegen einen bestimmten Preis für Behinderte aus. Sie meint, dass Sex kein Tabu für Behinderte ist, sondern für alle Menschen gleich wichtig.
Sie ist eine außergewöhnliche Frau.
Was ich als Mann für Fragen an sie hätte:
Was würden Sie anderen Frauen mit auf den Weg geben?
Gibt es Wege für Frauen, Behinderten mal nicht aus dem Weg zu gehen?
Was sollen diese hohen Ansprüche?
Oder: Was zählt wirklich am Menschen?
Warum ist Sex mit Behinderten allgemein ein Tabu? 

Warum können sich Frauen nicht auf jemanden wie mich einlassen?
Mit Handicap kann es auch eine schöne Beziehung werden. Viele unterschätzen meine Qualitäten. Viele denken vielleicht auch, mir ginge es nur um Sex, Tag und Nacht und jede Sekunde. Klar ist das wichtig. Aber ich weiß auch, dass Kultur ein riesiges Universum ist. Es gibt viele Themen, Bücher, Musik und Politik. Ich kann stundenlang fachsimpeln. 

Ich habe oft das Gefühl, ich werde von den Frauen falsch bewertet. 

Gibt es auf der Welt noch Frauen ohne Ansprüche …
oder Frauen, denen Äußerlichkeiten nicht wichtig sind?

Ich bin schon mein ganzes Leben im Sex-Liebes-Lockdown.
Durch meine Behinderung.
Ich wünsche mir eine Frau. Hast Du Tipps?
Und: Wie selbstverständlich ist denn für Dich Sex?

Mehr dazu:

  • Solltest du den ersten Teil des Textes verpasst haben, hier entlang!

Menschen mit Behinderung haben was zu sagen! Wir Story Teller sind die inklusive Schreibwerkstatt Story Teller aus Hamburg. Mit unseren Texten möchten wir von unseren Erfahrungen berichten, Denkanstöße geben und Selbstermächtigung voranbringen.

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