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	<title>Homofeindlichkeit &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Homofeindlichkeit &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>#wosindqueer &#8211; eine proklamation</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/wosindqueer-eine-proklamation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2021 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns heute über einen Text von Sven Hensel! In #wosindqueer schreibt er über Queerfeindlichkeit, die ihm schon begegnete, als Sexualität noch gar keine Rolle in seinem Leben spielte. Er schreibt über die Macht der Worte und darüber, wieso es eine Rolle spielt, wer welche Begriffe benutzt — und mit welcher Intention. Er schreibt über Ermächtigung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns heute über einen Text von Sven Hensel! In #wosindqueer schreibt er über Queerfeindlichkeit, die ihm schon begegnete, als Sexualität noch gar keine Rolle in seinem Leben spielte. Er schreibt über die Macht der Worte und darüber, wieso es eine Rolle spielt, wer welche Begriffe benutzt </strong><b>— </b><strong>und mit welcher Intention. Er schreibt über Ermächtigung und über Solidarität. Und ihr solltet all das unbedingt lesen! 🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈 [CN: Gay Slurs, queerfeindliche Gewalt]</strong></p>
<p><span id="more-13140"></span></p>
<p>Ich bin eine Schwuchtel, eine Tunte, ein Trine,<br />
ein Arschficker, eine perverse Sau, eine Schlampe, ein Sünder.<br />
Ich bin tuckig, zickig, emotional, irrational, weibisch.<br />
Ich lasse mich in den Arsch ficken, ich lutsche Schwänze, ich schlucke Sperma.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Hi, ich bin Sven.<br />
Es gab viele Jahre in meinem Leben, in denen diese Worte und Sätze mir,<br />
sobald sie in Verbindung mit mir Erwähnung fanden, es kalt den Rücken haben runterlaufen lassen. Fremdzuschreibungen, von denen ich die meisten, wenn nicht alle, in ihrer Gewalt schon hörte,<br />
noch bevor mein Alter zweistellig war. Es waren Worte, um mich und mein Sein zu devaluieren,<br />
lange bevor Sex oder Sexualität für mich auch nur irgendeine Gewichtung hatte.<br />
So wurde auch von Gleichaltrigen nie mein vermeintliches sexuelles Verhalten damit kommentiert, sondern war die Intention, mich ob meiner Andersartigkeit zu beleidigen. So wurde ich mir auch meiner selbst erst gewahr, indem Andere mich mir &#8211; wenn auch in einem, milde gesagt, unfreundlichem Ton &#8211; kommunizierten.</p>
<p>Ich wurde nicht homosexuell geboren. Versteht mich nicht miss, meine Queerness ist mir inhärent, ob sozial, biologisch, oder ob meine Seele vor Geburt in einen Topf voll mit Gay gefallen ist: das ist meine Natur, mein Wesen, mein Sein, dem diese Namen gegeben wurden.</p>
<p>Lediglich die Bezeichnung dafür, nicht mehr Dinge und Handlungen auszuführen, sondern jene Personen, die ihnen nachgehen oder Wunsch danach äußern, ist eine unnatürliche. Wir wurden irgendwann zu Homosexuellen gemacht, man hat nicht mehr Handlungen benannt, sondern diejenigen, die sie ausführen.</p>
<p>So nütze Menschen, in ihrer staatsgezüchteten Binarität, wo es nur die Geschlechter Brutstätte und Munition gibt, unsere Queerness so viel wie dem Getriebe der Sand.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sie wurde wegverpseudowissenschaftlicht, wir wurden aus der Geschichte verbrannt, es wurden viele Brüche der Farben im Geschlechtsspektrum wegrationalisiert und wegkolonialisiert. Mir wurde ein Teil meines Menschseins genommen, politisiert und niedergemacht, weil dieser signifikante Teil zu viel Gefahr darstellt für eine meiner Ansicht nach abhorrende &#8222;Normalität&#8220;. Mir und vielen anderen ist seit jeher eine Kultur auferzogen worden, in der Leute ihre Erfahrungen nicht in sicheren Umgebungen machen können. Es ist ein Tabu, wenn man die Arschkarte gezogen hat. Und wenn Leute Dinge nicht sagen oder machen dürfen, dann finden Kinder es irre witzig, andere Kinder damit zu beleidigen. Jungsein ist Grenzüberschreitung und -findung, besonders sprachlich. Wenn es doch nur öfter so witzig und kokett wäre, immer lauter &#8222;Penis&#8220; zu rufen, ohne, dass es der Lehrkraft auffällt. Unsere Sprache hat Einfluss auf unsere Realität. Es wundert mich nicht, dass es als Gefickter Scham zu überwinden gilt, wenn wir was anderes meinen mit &#8222;du bist voll gefickt&#8220; als was &#8222;du bist voll der Ficker&#8220; aussagt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin eine Schwuchtel, eine Tucke, eine Tunte-<br />
Wie mächtig ich mich deshalb fühle. Manche dieser Worte sind mir mittlerweile sakral,<br />
ich kann und darf mich ihrer Bedienen, um mich meiner Umwelt zu kommunizieren.<br />
Tunten sind Revolutio-Närrinnen, Schwuchteln sind Helden,<br />
Arschficker sind ein Segen und Arschgefickte sind Musen.<br />
Gesegnet sind wir Niederträchtigen, die nicht-konformen Schwuchteln,<span class="Apple-converted-space">  </span><br />
die vereinigten Tunten aller Länder und Geschlechter,<br />
die sich nicht zufrieden geben mit einer Assimilation unserer Identität.<br />
Die alles sagen, alles bewegen, alles tun, aber nicht glauben, dass mit der &#8222;Ehe für Alle&#8220; (und ganz ehrlich, so wie sie ist, ist auch der Name zu überdenken) alles geschafft wäre, geschweige denn überhaupt ein Schritt in die richtige Richtung.<br />
Ich kann mich ihrer Bedienen, denn in der Rückeroberung der Sprache, die mich beschreibt, liegt Heilung. Heilung, die notwendig war, weil diese Sprache, diese Kultur, einen Menschen wie mir Schaden zugefügt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich selbst wurde vor kurzem auf dem Weg zu einer Veranstaltung das erste Mal seit langem queerfeindlich angegriffen. Der Austausch begann, als wir zu dritt von einer Meile entfernt unsere Queerness in die Hemisphäre ausstrahlten, durch nichts weiter als authentisches Existieren. Es kamen Würgegeräusche von der Seite, als müsste jemand erbrechen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und wir wurden nicht wie gewöhnliche Schwuchteln bezeichnet, sondern so, wie Hagrid es dereinst in Harry Potter und ein Stein gesagt hat: SchwuchtEEEEEEeeeeln. Ich, bestätigt in der Kommunikation meiner Geschlechtsexpression in die Außenwelt reagierte auf diesen Kommentar mit der Frage, ob er da was ausprobieren wollte, und weil ich mutig bin, habe ich ihn auch Baby genannt, weil aus irgendwelchen seltsamen Verbindungen in meinem Gehirn, leider die Aggressoren in meinem Leben oftmals phänotypisch nicht weit entfernt sind von den Männern, die ich begehre.</p>
<p>Wir gingen lachend weiter, unterhielten uns darüber, dass die Würgegeräusche bei einem echten ersten Oralverkehrgehversuch wahrscheinlich aufkommen würden, weil der Aggressor wie ein Noob in Sachen Oral klang. Als wir außerhalb der Reichweite von Kameras, aber noch immer umgeben von Menschen waren, an einer Hauptstraße einer Großstadt, tritt einer der Prolls einem von uns in den Rücken. Um uns herum waren Leute, aber niemand ist eingeschritten &#8211; zum Glück trug der Betroffene einen Rucksack, zum Glück trug ich Crocks, zum Glück hat unser Adrenalin uns weder zur Flucht noch zum Kampf angehalten, sondern nur kurz den Blutdruck hochgetrieben, sonst wäre das ganze eventuell krawalliger ausgegangen. Wir konnten die Typen, die uns verfolgten, dank einer Ampelschaltung abhängen, aber der Blutdruck senkte sich nur langsam, und das Gefühl, dass da was wirklich Unschönes passiert ist, hielt für uns noch Tage bestand. Ein*e Freund*in sagte, es wären drei gewesen, ich kann mich nur an zwei erinnern, die uns hinterher sind, das Adrenalin hat mir vielleicht auch meine Erinnerung verwolkt. Ich habe das Gefühl, noch als priviligierteste*r Betroffene*r aus dieser Begegnung herausgegangen zu sein, denn wo meinen Freund*innen das ganze doch noch näher ging, fühlte ich mich stark, wenn es nur aus dem Wissen resultiert, dass es mich stolz macht, eine Schwuchtel zu sein. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Stolz kam nicht von Mundbekenntnissen irgendwelcher Parteien, die mich nicht viel mehr als demographisch abgrenzbares Wählvieh wahrnehmen. Der Stolz kommt auch nicht durch Übergriffigkeiten, Gewalt und Beleidigungen von (in der Regel) endo-cis-Männern. Dieser Stolz kommt von Reflexion, durch Vorbilder, durch Sichtbarkeit und Bandenbildung. Und diesen Stolz lasse ich mir von keinem Wort der Welt mehr nehmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir brauchen aktive Veränderungen in unseren Strukturen, wir brauchen mehr Repräsentanten, -onkel und geschwister unserer Eltern auf den Straßen und in den Gremien. Wir brauchen queere Geschichten von queeren Autor*innen, die von queeren Filmemacher*innen und Schauspieler*innen gespielt werden, erzählt von unserer Freude, unserem Schmerz, unserer Liebe, unserem Begehren, unserer Langeweile, aber hört auf, &#8222;Disneys erster Gay-Charakter!&#8220; durch die Medien zu zelebrieren, wenn es am Ende doch nur wieder Promo für eine &#8222;blink-and-you-miss-it&#8220;-Szene und damit absoluter cash grab ist.</p>
<p>Das oberste Ziel war nie Anpassung, sondern zu Leben und zu überleben. Für mich, wie für viele Queers, noch vor und auch nach mir. Mit meinen Tun kann ich es nicht für alle Queers, die folgen, allein ändern. Aber ich kann es gemeinsam mit der Community, den Communities, den selbstgewählten Familien und den Blutsfamilien, die einen blühen lassen, im Sinne derer, die es nicht mehr können, die es nie durften.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>#wosindqueer? &#8222;Queer&#8220; sind am Überleben, im Großen und im Kleinen, jeden Tag.<br />
Das klingt dramatisch, aber 1. Ich bin gay und liebe Drama und 2. ist es möglicherweise sogar noch eine Untertreibung. Sorgt mit uns dafür, dass wir nicht mehr nur an unser Überleben, sondern auch ans Leben denken können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Sven <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sven-hensel/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Also eine*r muss hier ja mal die Wahrheit sagen !!11!1“</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/05/hatespeech/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2020 07:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Hate Speech &#8211; den Begriff habt ihr sicherlich alle schon einmal gehört. Wir freuen uns, dass Veronika Rieger sich die Zeit genommen hat, mal so richtig ausführlich aufzuschreiben, worum es da überhaupt geht. Was ist Hate Speech, was kann man dagegen tun &#8211; und was ist denn eigentlich mit der Meinungsfreiheit? Lest ihren Text und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hate Speech &#8211; den Begriff habt ihr sicherlich alle schon einmal gehört. Wir freuen uns, dass Veronika Rieger sich die Zeit genommen hat, mal so richtig ausführlich aufzuschreiben, worum es da überhaupt geht. Was ist Hate Speech, was kann man dagegen tun &#8211; und was ist denn eigentlich mit der Meinungsfreiheit? Lest ihren Text und erfahrt, &#8222;was Trolle, Angeln und Hass im Netz miteinander zu tun haben&#8220;.</strong></p>
<p><span id="more-12175"></span></p>
<p>Unter Zeitungsartikeln, Youtube-Videos, auf Snapchat und Instagram, überall dort im Netz, wo Menschen sich verbinden und ihre Inhalte miteinander teilen, hat es sich eingeschlichen. Unter dem Motto „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ und „eine*r muss hier ja mal die Wahrheit sagen!!1!!11“ verbreiten Menschen Hass-Botschaften. Das Phänomen hat einen Namen: Hate Speech.<strong> </strong></p>
<p><strong>Was ist Hate Speech?</strong></p>
<p>Hate Speech beschreibt das Verhalten, bei dem Worte und Bilder als Waffen verwendet werden, um Einzelpersonen und Personengruppen abzuwerten, anzugreifen und zu Hass oder Gewalt gegen sie aufgerufen wird.</p>
<p>Das Besondere an Hass im Netz ist, dass er organisiert ist. Personen organisieren sich um als „Trolle“ gezielt und organisiert Hass-Inhalte zu verbreiten und die Kommunikation im Internet aufzustacheln und zu stören.</p>
<p>Der Begriff „Troll“ kommt allerdings nicht von dem unschönen und dümmlichen Fabelwesen (auch wenn diese Beschreibung noch so gut passt), sondern von dem Fischerei-Ausdruck &#8222;trolling with bait&#8220;, der eine Angeltechnik beschreibt, bei der man Köder langsam durch ein Gewässer zieht, bis angebissen wird.<br />
Trolle locken mit ihren Aussagen andere Menschen also bewusst durch Provokation an und stören so die eigentliche Unterhaltung.<br />
Durch organisiertes Trollen versuchen Menschen auf diese Art strukturiert<br />
politische Ideologie zu verbreiten und Stimmung gegen Personengruppen in der Gesellschaft zu entfachen.</p>
<p><strong>Gegen wen richtet sich Hate Speech?</strong></p>
<p>Von Hate Speech können einzelne Menschen, aber auch Personengruppen betroffen sein,die abgewertet werden. Doch Hassrede trifft nicht alle Menschen gleich stark.</p>
<p>Durch eine Umfrage des Europarats fand man heraus, dass Hate Speech sich besonders oft gegen LGBTIQ*-Personen, sowie Menschen muslimischen Glaubens und Frauen richtet, wodurch deutlich wird, dass sich in Hate Speech die Diskriminierung der Gesellschaft fortsetzt.</p>
<p>Hass im Netz drückt sich z.B. durch <strong>Rassismus</strong><strong> und </strong><strong>Fremdenfeindlichkeit</strong> (Diskriminierung aufgrund der Abstammung), <strong>Antisemitismus</strong><strong> und </strong><strong>Antimuslimischen</strong> <strong>Rassismus</strong> (Diskriminierung von Gläubigen des Judentums und Islams), <strong>Sexismus</strong> (Diskriminierung aufgrund des Geschlechts), <strong>Homo-</strong><strong> und </strong><strong>Transphobie </strong>(Diskriminierung aufgrund der geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung), <strong>Ableismus</strong>(Behindertenfeindlichkeit), und <strong>Klassismus</strong> (Vorurteile aufgrund der sozialen Herkunft) und weitere Diskriminierungsformen aus.</p>
<p>Oft sind die verwendeten Formen der Abwertung und des Hasses nicht klar abzugrenzen, sondern eng miteinander verbunden, Menschen können also auch mehrfach wegen der Zugehörigkeit zu mehreren Personengruppen diskriminiert werden.<br />
Betroffene von Hassrede können auch Menschen sein, die selbst nicht einer der genannten Gruppen zugeordnet werden, sich aber on- und offline gegen  Menschenfeindlichkeit engagieren.</p>
<p><strong>Und was ist mit der Meinungsfreiheit? </strong></p>
<p>In Deutschland wie vielen anderen Ländern herrscht Meinungs- und Pressefreiheit. Aber Meinungsfreiheit bedeutet nicht, die Freiheit zu haben, alles zu sagen, was möglich ist.  Der Angriff und das Abwerten der Würde eines anderen Menschen nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt.<br />
Jemanden zu bedrohen, zu beleidigen, ihm etwas unwahres, rufschädigendes zu unterstellen, andere Menschen zu Straftaten aufzufordern oder andere Menschen zu Hass gegen Personengruppen zu verhetzen ist strafbar. Das gilt auch schon für Jugendliche ab 14 Jahren.</p>
<p><strong>Wie kann Hate Speech aussehen? </strong></p>
<p>Hass im Netz ist einfach gestrickt, denn er bedient sich immer ähnlichen Mustern.<br />
Wenn wir uns die Aussagen im Netz ansehen, erkennen wir z.B. folgende Kategorien:</p>
<p>Bewusste Verbreitung uninformierter oder falscher Aussagen (z.B. An der Tafel gibt es kein Essen mehr für arme Menschen, nur noch für Geflüchtete.“),<br />
Verallgemeinerung („Alle Polen klauen.“),<br />
Herabwürdigende Begriffe („Schwuchtel“),<br />
Befürwortung von / Aufruf zu sexualisierter Gewalt: („Die Fotze müsste mal ordentlich gefickt werden.“)<br />
Bedienen von Stereotypen durch in der Gesellschaft verbreitete Sprachmuster („Islamisierung des Abendlandes“),<br />
Die-gegen-wir-Rhetorik („Die nehmen uns die Arbeitsplätze weg.“),<br />
Befürwortung von / Aufruf zu Gewalttaten („Merkel müsste man steinigen.“).</p>
<p>Wenn man sich die Struktur von Hate Speech einmal vor Augen führt, wird schnell deutlich, wie viele der Aussagen im Internet darunter einzuordnen sind. Das uns schnell weitere Beispiele für die Muster der Hass-Aussagen einfallen, ist nicht verwunderlich, 96% der 14- bis 24-Jährigen in Deutschland geben an schon Hass im Netz erlebt und gesehen haben. Das zeigt eine Umfrage der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen.</p>
<h2><strong>Warum ist Hate Speech gefährlich?</strong></h2>
<p>Der Satz „Füttere nicht den Troll“, also „Lass dich vom Troll nicht provozieren.“ ist fester Bestandteil des Lebens im Netz, und sich nicht provozieren lassen ist grundsätzlich immer eine gute Idee. Aber sollten wir Hate Speech einfach unkommentiert stehen lassen, um den Troll so auszuhungern?</p>
<p>Wenn wir regelmäßig im Internet mit Hass-Botschaften und menschenfeindlichen Äußerungen umgeben sind, kann das dazu führen, dass sich aus den Hass-Botschaften ein gesellschaftliches Klima entwickelt, in dem Abwertung, Gewalt und Diskriminierung gegen bestimmte Gruppen als normal und gerechtfertigt erscheinen.<br />
Auch wenn der Hass „nur“ im Internet steht, so ist er trotzdem real und greift in die analoge Welt über, denn das gesellschaftliche Klima, das im Netz erschaffen wird, ist der perfekte Nährboden für reale Gewalttaten.</p>
<p>Wenn wir also den Troll einfach nicht füttern und nicht auf seine Provokation eingehen, lassen wir zu, dass die von ihm ausgehenden Hassbotschaften das Meinungsbild im Netz prägen und verzerren. Wenn die Mehrheit, die diese Hass-Aussagen nicht okay findet, schweigt, ermöglichen wir der Minderheit der Hater, dass ihre Meinung als viel verbreiteter und akzeptierter wahrgenommen wird als sie ist.</p>
<p>Aber wir können handeln und so das gesellschaftliche Klima on- und offline mitgestalten! Schon jetzt engagieren sich immer mehr Menschen gegen Hasskommentare, melden diese in den jeweiligen Netzwerken und geben Kontra. Das Internet ist eine Möglichkeit sich zu verbinden und etwas miteinander zu teilen. Hass hat dort, wie in unserer Gesellschaft, nicht zu suchen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch unsere Autorin Johanna hat sich <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/12/da-ist-ein-mensch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>mit dem Thema Hate Speech</strong></a> befasst.</li>
<li>Und in diesem Text geht es um <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/03/was-ist-eigentlich-tone-policing/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Tone Policing</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>sorry not sorry &#038; Interview mit Sir Mantis</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/12/sorry-not-sorry/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sir Mantis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2019 07:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Mögt ihr Rap? Kennt ihr eigentlich schon Sir Mantis? Falls nicht, wird&#8217;s allerhöchste Eisenbahn! Heute heißen wir ihn als neuen meinTestgelände-Autor willkommen und präsentieren euch nicht nur das Video zu &#8222;sorry not sorry&#8220;, sondern gleich auch noch ein Interview mit dem jungen Künstler. Lesen, anschauen, aufdrehen, dancen! Wortgewaltig, kraftvoll und absolut im Takt gegen Homo-]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mögt ihr Rap? Kennt ihr eigentlich schon Sir Mantis? Falls nicht, wird&#8217;s allerhöchste Eisenbahn! Heute heißen wir ihn als neuen meinTestgelände-Autor willkommen und präsentieren euch nicht nur das Video zu &#8222;sorry not sorry&#8220;, sondern gleich auch noch ein Interview mit dem jungen Künstler. Lesen, anschauen, aufdrehen, dancen! Wortgewaltig, kraftvoll und absolut im Takt gegen Homo- und Transfeindlichkeit. Yes! </strong></p>
<p><span id="more-11951"></span></p>
<p>Im letzten Jahr hat Sir Mantis mit seinem Song „sorry not sorry“ einiges an Staub im Deutschrap aufgewirbelt. War er vorher bereits fünf Jahre unter dem Namen Jennifer Gegenläufer als Rapperin aktiv, war dies das erste Release nach seinem Outing als trans Mann. Ein Blick in die YouTube-Kommentarspalte zeigt die verschiedenen Reaktionen auf den Song. Neben dem üblichen, infantilen Internet-Hate sind es vor allem supportende Aussagen und solche, die sich von seiner Musik empowert fühlen. Doch bei genauerem Hinsehen sind insbesondere die Reaktionen von Menschen interessant, die ihn zwar als Jennifer Gegenläufer gefeiert haben, jetzt aber, wo er als Mann sichtbar ist, ihn doppelt kritisch beäugen, seine Attitude als „mackerisches Gehabe“ kritisieren und ihn aus Räumen ausschließen, in denen er sich vorher sicher bewegen konnte. In einem langen Gespräch haben wir uns genau über diese Themen unterhalten.</p>
<p><em>„</em><em>Also, ich glaube, wenn man als au</em><em>ß</em><em>enstehende Person sich so ein Release anschaut und das verfolgt, dann wirkt das eher wie eine Erfolgsgeschichte. F</em><em>ü</em><em>r mich war es das auch. Aber ich habe tats</em><em>ä</em><em>chlich auch Anfeindungen gemerkt bez</em><em>ü</em><em>glich meines Transseins aus der Mehrheitsgesellschaft. Aber auch speziell von feministischen Cis-Frauen. Die mir Nachrichten geschrieben haben: </em><em>„</em><em>Ich finde dich jetzt mackerisch. Ich finde das gar nicht mehr empowernd, was du da machst.</em><em>“</em> <em>Und ich habe diesen Song urspr</em><em>ü</em><em>nglich als Jennifer Gegenl</em><em>ä</em><em>ufer geschrieben, und als er rauskam, war ich nichtmal auf Testosteron. Was ich damit sagen will: M</em><em>ä</em><em>nnliche Identifikation, aber weit weg davon m</em><em>ä</em><em>nnliche Privilegien zu erfahren. Und ich habe mich auch schon vorher so gekleidet wie jetzt. Witzigerweise werde ich mit genau demselben Aussehen, genau demselben Verhalten, aber einem anderen Namen f</em><em>ü</em><em>r Sachen mackerisch genannt, f</em><em>ü</em><em>r die ich vorher gefeiert wurde. Das war eher so der Teil, der nach au</em><em>ß</em><em>en hin immer so unsichtbar ist. Den ich halt eben eigentlich nur erlebe, weil die wenigsten Leute das in Kommentarspalten schreiben, sondern eher in Privatnachrichten. Worauf ich gemerkt habe: Wow,  es gibt Transfeindlichkeit. Und es gibt ein gro</em><em>ß</em><em>es Missverst</em><em>ä</em><em>ndnis. Also, Cis-Frauen missverstehen Transm</em><em>ä</em><em>nnlichkeit komplett. Das ist mir dadurch sehr bewusst geworden. {</em><em>…</em><em>} I</em><em>ch habe das Gef</em><em>ü</em><em>hl, dass es eben so ist, dass Cis-Frauen super viel Sexismus erfahren, das kenne ich ja auch. Und dass man eben bei einem Transmann eine viel h</em><em>ö</em><em>here Erwartung an den Umgang mit der eigenen M</em><em>ä</em><em>nnlichkeit hat. Alleine, weil man wei</em><em>ß</em><em>, der hat Sexismus erfahren. Aber genau an diesem Punkt l</em><em>ä</em><em>sst man schon au</em><em>ß</em><em>er acht, dass so eine Transition ein riesiger emotionaler und k</em><em>ö</em><em>rperlicher Prozess ist, an dem nichts </em><em>ü</em><em>ber Nacht passiert, und vor allem Auseinandersetzung eine mit sich selbst und der Vergangenheit ist, und dabei kommt generell sehr viel wieder hoch. Was ist das f</em><em>ü</em><em>r ein Selbstzweck, von einem Transmann der nicht mal einen Tag auf Testosteron ist, einen Beitrag zu kritischer M</em><em>ä</em><em>nnlichkeit zu erwarten? Ja, es gibt Leute, die das vielleicht wollen, aber ich pers</em><em>ö</em><em>nlich m</em><em>ö</em><em>chte erstmal </em><em>ü</em><em>berhaupt wissen, wie sich m</em><em>ä</em><em>nnliche Privilegien anf</em><em>ü</em><em>hlen, um genau zu wissen, </em><em>ü</em><em>ber was ich spreche. Aber es zeigt sich: Ein Transmann wird zur Projektionsfl</em><em>ä</em><em>che einer cis-weiblichen Erwartung. Und wird am Ende des Tages wie ein Cis-Mann bewertet. Manche cisfrauen gehen damit sogar so weit: der Transmann darf dann nicht mehr w</em><em>ü</em><em>tend sein </em><em>ü</em><em>ber Sexismus oder </em><em>ü</em><em>ber seine Traumata. Weil dann ist es ein w</em><em>ü</em><em>tender Mann im Patriarchat. Und da wird eben eine Menge Toxic Masculinity, die man eigentlich kritisiert und weghaben will, die wird dann aber doch  nach au</em><em>ß</em><em>en auf Transm</em><em>ä</em><em>nner </em><em>ü</em><em>bertragen, indem man  nicht mehr </em><em>ü</em><em>ber seine Traumata rappen darf. Dass man  betroffen von Sexismus war oder ist, je nach Situation und wie der T</em><em>ä</em><em>ter einen liest. Und wenn man in einem Trauma gefangen ist, muss man ja nicht mal mehr Sexismus von der Gesellschaft erfahren. Weil man halt innerlich immer noch traumatisiert ist. Das hei</em><em>ß</em><em>t, man erf</em><em>ä</em><em>hrt es ja trotzdem noch. Das ist  eben so dieses Muster dahinter. Dass Transm</em><em>ä</em><em>nner Projektionsfl</em><em>ä</em><em>che sind daf</em><em>ü</em><em>r, wie Cis-Frauen sich halt den perfekten Mann w</em><em>ü</em><em>nschen. Hei</em><em>ß</em><em>t, sie d</em><em>ü</em><em>rfen nicht mehr w</em><em>ü</em><em>tend sein. Weil M</em><em>ä</em><em>nner erfahren ja keinen Sexismus, Transm</em><em>ä</em><em>nner erfahren ja keinen Sexismus mehr. Also, warum sollen sie dann noch w</em><em>ü</em><em>tend sein? Sie d</em><em>ü</em><em>rfen nicht aggressiv sein. Das d</em><em>ü</em><em>rfen nur Cis-Frauen. Und wenn eine Cis-Frau  Gewaltmetaphern verwendet, dann ist das irgendwie Rebellion gegen das Patriarchat. Wenn ein Transmann das macht, dann ist das Mackertum, auch wenn der Kontext ein biographischer Song gegen das Patriarchat ist. Aus Betroffenenperspektive. Und man sollte Transm</em><em>ä</em><em>nner als M</em><em>ä</em><em>nner ernst nehmen. Aber das hei</em><em>ß</em><em>t nicht, dass man ihnen jetzt einen biographischen Kontext wegnehmen darf. Weil das ist n</em><em>ä</em><em>mlich der Fehler. So eine Transbiographie ist eine Erfahrung. Das haben Cis-Leute einfach nicht. Und du kannst dann nicht einfach irgendwie Transm</em><em>ä</em><em>nnern die Biographie wegnehmen und sie halt wie Cis-M</em><em>ä</em><em>nner behandeln. Das ist halt falsch. </em><em>“</em></p>
<p>Für Sir Mantis ist dies nicht nur auf einer persönlichen Ebene zu einer großen Herausforderung geworden. Als junger Künstler, der von seiner Musik seit fünf Jahren lebt und sich innerhalb der queerfeministischen Rapszene einen Namen gemacht und somit auch regelmäßige Auftrittsmöglichkeiten generiert hat, hat die Transition mehr als nur sein Pronomen geändert. Zum einen haben sich seine Verdienstmöglichkeiten, aber auch sein Aktivismus verändert.</p>
<p><em>„</em><em>Weil ich eben zu schlechte Zeugnisse habe, habe ich auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen. Ich bin hauptberuflich Rapper. Und das verpflichtet mich quasi </em><em>ö</em><em>ffentlich zu transitionieren. Das hei</em><em>ß</em><em>t, ich bin doppelt so verletzlich. Und ich kriege </em><em>ü</em><em>belst das Patriarchat ab. Dass man mir die ganze Zeit erz</em><em>ä</em><em>hlt: Du bist niemals ein richtiger Mann. Beziehungsweise ich will gar kein echter Mann sein. Ich wei</em><em>ß</em> <em>gar nicht, was das hei</em><em>ß</em><em>t. Aber ich will ernst genommen werden. Darum geht es. Das Patriarchat nimmt mich halt einfach nicht ernst. Und halt Feministinnen, Cis-Frauen unterstellen mir dieselben Privilegien wie Cis-M</em><em>ä</em><em>nner.</em><em>“</em></p>
<p><em> </em><em>{</em><em>…</em><em>} inzwischen habe ich einfach konsequent gelernt, dass Solidarit</em><em>ä</em><em>t  immer beidseitig sein muss. Und ich kriege von super vielen Cis-Frauen einfach super wenig zur</em><em>ü</em><em>ck. Und da denke ich: Okay, ihr wollt euer Girls to the Front. Dann macht das, finde ich cool. Ihr denkt aber nicht dar</em><em>ü</em><em>ber nach, wo Transm</em><em>ä</em><em>nnlichkeiten</em> <em>ü</em><em>berhaupt hinkommen, was strukturell mit ihnen passiert, wenn sie sich als M</em><em>ä</em><em>nner outen: Im Female Focus sind wir nicht drin. In Girls to the Front sind wir nicht drin. In all diesen Geschichten, die so bin</em><em>ä</em><em>r aufgebaut sind und die gegen das Patriarchat intervenieren, indem sie eine andere bin</em><em>ä</em><em>re Identit</em><em>ä</em><em>t in den Fokus stellen. All das funktioniert halt eben nicht mehr f</em><em>ü</em><em>r Transm</em><em>ä</em><em>nner, f</em><em>ü</em><em>r Interpersonen und f</em><em>ü</em><em>r nichtbin</em><em>ä</em><em>re Personen. Das sind genau diese Leute, f</em><em>ü</em><em>r die Feminismus, der so funktioniert, keine Geschlechtergerechtigkeit gibt. Und wenn Feminismus aber Geschlechtergerechtigkeit bedeuten soll und an dieser Stelle komplett versagt, dann brauche ich meinen eigenen Feminismus. Und genau das ist f</em><em>ü</em><em>r mich eben einfach der Punkt, der Schmerzen und Frustration erzeugt, die ich wirklich sehr oft erlebe. Von Cis-Frauen mit riesigen Erwartungshaltungen </em><em>ü</em><em>bersch</em><em>ü</em><em>ttet zu werden, aber auf struktureller, psychologischer und marginalisierter Ebene nur eine Entsolidarisierung zu bekommen. Oder halt einfach in Spaces nicht mitbedacht zu werden, weil sie mir Privilegien zuschreiben, die ich gar nicht habe. Also, eben eine ganze Reihe solcher Sachen. Seitdem ich 18 bin, lebe ich von meiner Musik. Seit f</em><em>ü</em><em>nf Jahren. 10 Monate habe ich jede Woche im Callcenter arbeiten m</em><em>ü</em><em>ssen, weil die Konzertanfragen aus der feministischen Szene ausblieben. Und das ist kein Zufall. Und ich merke, dass autonome feministische Strukturen, die mich durch die H</em><em>ä</em><em>ufigkeit an Anfragen und Konzerten jahrelang finanziert haben, das jetzt einfach nicht mehr machen. Und diejenigen, die es tun, sind anfangs meist skeptisch. Ich hatte dieses Jahr nur 2 positive Erfahrungen mit Cis-Frauen als Veranstalterinnen und war daf</em><em>ü</em><em>r sehr dankbar und </em><em>ü</em><em>berrascht. Im Nachhinein habe ich gemerkt, wie viel mehr f</em><em>ü</em><em>r mich als Jennifer Gegenl</em><em>ä</em><em>ufer, gelesene Cis-Frau, selbstverst</em><em>ä</em><em>ndlich war, und wie wenig Selbstverst</em><em>ä</em><em>ndlichkeiten es hingegen als Transmann f</em><em>ü</em><em>r mich gibt. Im Kontext Patriarchat werde ich nat</em><em>ü</em><em>rlich immer Cis-Frauen unterst</em><em>ü</em><em>tzen, aber ich w</em><em>ü</em><em>nsche mir, dass sie lernen zu verstehen, dass sie strukturell st</em><em>ä</em><em>rker sind als Transmenschen und wir dadurch auf sie angewiesen sind. Ich finde Female Focus gut, als eine bin</em><em>ä</em><em>re Intervention, eine bin</em><em>ä</em><em>re Antwort. Aber wenn eure Antwort bedeutet, f</em><em>ü</em><em>r euer Konzept von Frausein Menschen auszuschlie</em><em>ß</em><em>en, die gegen das Patriarchat k</em><em>ä</em><em>mpfen und strukturell noch schw</em><em>ä</em><em>cher sind, merke ich, dass dieser Female-Fokus mir nichts mehr geben kann, weil er f</em><em>ü</em><em>r uns Transleute, Interferonen und Nonbinarys am Ende des Tages eben doch keine Geschlechtergerechtigkeit ist.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr ein weiteres spannendes <a href="https://rap.de/c37-interview/148976-sir-mantis/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Interview mit Sir Mantis</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Kein Kompliment</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/06/kein-kompliment-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2019 07:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11496</guid>

					<description><![CDATA[“Toll, dass ihr zu eurer Homosexualität steht!” – Diesen Satz bekommen schwule und lesbische Paare manchmal zu hören, wenn sie Hand in Hand durch die Straßen spazieren. Queerblick dreht den Spieß um und zeigt, wie Heteros reagieren, wenn Fremde einfach ungefragt ihre Sexualität kommentieren. Mehr dazu: Noch so ein Satz, der richtig nerven kann, ist]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>“Toll, dass ihr zu eurer Homosexualität steht!” </strong><strong>– Di</strong><strong>esen Satz bekommen schwule und lesbische Paare manchmal zu hören, wenn sie Hand in Hand durch die Straßen spazieren. Queerblick dreht den Spieß um und zeigt, wie Heteros reagieren, wenn Fremde einfach ungefragt ihre Sexualität kommentieren.</strong></p>
<p><span id="more-11496"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Noch so ein Satz, der richtig nerven kann, ist <strong><u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/rassismus-im-alltag-woher-kommst-du/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Woher kommst du?”</a></u> </strong>. Denn hinter dieser scheinbar so harmlosen Frage stecken oft genug zweifelhafte Hintergedanken&#8230;</li>
<li>Was wollen Schwule und Lesben eigentlich? Ganz einfach: In Ruge gelassen werden. So beschreibt es zumindest Aminta in ihrem <strong><u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plädoyer gegen Homofeindlichkeit.</a></u></strong></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Brauchen wir den CSD eigentlich noch?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/csd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2018 07:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Über den Sommer hat in vielen Städten weltweit der Christopher Street Day stattgefunden. Überall wurde friedlich gefeiert, viele Menschen waren für Gleichberechtigung und Stärkung der Rechte von queeren Menschen auf der Straße. Unsere Autorin hat sich auf dem CSD in Berlin umgehört, wozu es den CSD in der heutigen Zeit, wo zum Beispiel die Ehe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über den Sommer hat in vielen Städten weltweit der Christopher Street Day stattgefunden. Überall wurde friedlich gefeiert, viele Menschen waren für Gleichberechtigung und Stärkung der Rechte von queeren Menschen auf der Straße. Unsere Autorin hat sich auf dem CSD in Berlin umgehört, wozu es den CSD in der heutigen Zeit, wo zum Beispiel die <em>Ehe für alle</em> endlich beschlossen wurde, noch braucht.  </strong><span id="more-10891"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier gibt es einen weiteren Text von Sophia zum Thema „<a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Vorurteile gegenüber Bisexualität</strong></a>“.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier einen von Mare, in dem sie beschreibt, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/07/remembering-orlando-was-mir-die-regenbogenflagge-bedeutet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>was ihr die Regenbogenflagge bedeutet</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Christian Ritter: Gaylord 3000</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/06/christian-ritter-gaylord3000/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Poetry Slam]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jun 2018 07:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
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		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
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		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[Christian ist schwul. In diesem Video hat er die Sprüche, die er als homosexueller Mann so zu hören bekommt, mal auf heterosexuelle Menschen umgedreht. Wer es bisher also noch nicht gemerkt hat, checkt allerspätestens nach diesem Video, wie absurd diese sind. Mehr dazu:  Mehr Infos zu Christian findet ihr auf seiner Homepage. Und hier findet]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Christian ist schwul. In diesem Video hat er die Sprüche, die er als homosexueller Mann so zu hören bekommt, mal auf heterosexuelle Menschen umgedreht. Wer es bisher also noch nicht gemerkt hat, checkt allerspätestens nach diesem Video, wie absurd diese sind.</strong></p>
<p><span id="more-10667"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><strong> </strong><span style="font-size: 1.14285rem;">Mehr Infos zu Christian findet ihr <a href="https://christianritter.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>auf seiner Homepage</strong></a>.</span></li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/03/pizza-margherita/" target="_blank" rel="noopener"><strong>einen weiteren Poetry Slam-Text</strong></a>, in dem Homosexualität das Thema ist. Diesmal von Sven Hensel.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jackie über Bisexualität</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/01/jackie-ueber-bisexualitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2018 07:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
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		<category><![CDATA[Bisexualität]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Jackie von unserer Redaktionsgruppe „Was geht Almanya“ aus Hagen liebt Männer* und Frauen*, ist also bisexuell. Im Interview erzählt sie, wie Menschen darauf reagieren, welche Formen von Diskriminierung sie erlebt hat und inwieweit all das ihre berufliche Zukunft beeinflusst.  Mehr dazu: In diesem Text von Sophia geht es um Vorurteile gegenüber Bisexualität. Und in dieser]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jackie von unserer Redaktionsgruppe „Was geht Almanya“ aus Hagen liebt Männer* und Frauen*, ist also bisexuell. Im Interview erzählt sie, wie Menschen darauf reagieren, welche Formen von Diskriminierung sie erlebt hat und inwieweit all das ihre berufliche Zukunft beeinflusst.</strong></p>
<p><span id="more-10334"></span></p>
<p><strong> </strong><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>In diesem Text von Sophia geht es um <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Vorurteile gegenüber Bisexualität</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und in dieser Folge Couch-Plausch geht&#8217;s um <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/diskriminierung-lsbt-szene/" target="_blank" rel="noopener">Diskriminierung innerhalb der LSBT* Szene</a>.</strong></span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nicht der King</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/nicht-der-king/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FaulenzA]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2017 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Transfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Für ihren Track &#8222;Nicht der King&#8220; hat sich FaulenzA niemand anderen als Sookee mit ins Boot geholt &#8211; und die beiden navigieren &#8222;an der Kante der Zwei-Geschlechter-Welt.&#8220; Dabei rappen sie gegen stereotype Männlichkeit, Homo- und Trans*feindlichkeit und außerdem für mehr Safe Spaces. Yes!! &#160; Mehr dazu: Hier gelangt ihr zu FaulenzAs Facebook-Page. Dort findet ihr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für ihren Track &#8222;Nicht der King&#8220; hat sich FaulenzA niemand anderen als <a href="http://sookee.de" target="_blank" rel="noopener">Sookee</a> mit ins Boot geholt &#8211; und die beiden navigieren &#8222;an der Kante der Zwei-Geschlechter-Welt.&#8220; Dabei rappen sie gegen stereotype Männlichkeit, Homo- und Trans*feindlichkeit und außerdem für mehr Safe Spaces. Yes!!</strong></p>
<p><span id="more-10187"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.facebook.com/Faulenza/?ref=br_rs" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier</strong></a> gelangt ihr zu FaulenzAs Facebook-Page. Dort findet ihr weitere Infos zu Musik und Büchern.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">In diesem Video hat sich Sophia mal einen Überblick verschafft, was so <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/was-an-diskriminierung-im-netz-abgeht/" target="_blank" rel="noopener"><strong>an Diskriminierung im Netz abgeht</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>H. erzählt &#8211; Teil 2</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/h-erzaehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2017 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Im ersten Teil seines Berichts ging es darum, wie H. feststellte, dass er auf Jungs steht, welche Gedanken ihn daraufhin beschäftigten und wie seine Freund*innen reagierten. Im zweiten Teil spricht H. ausführlich über die Reaktion seiner strenggläubigen Eltern und deren Versuch, ihn von seiner Homosexualität zu „heilen“. Meine Familie erwartet, dass ich mich männlich verhalte.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im ersten Teil seines Berichts ging es darum, wie H. feststellte, dass er auf Jungs steht, welche Gedanken ihn daraufhin beschäftigten und wie seine Freund*innen reagierten. Im zweiten Teil spricht H. ausführlich über die Reaktion seiner strenggläubigen Eltern und deren Versuch, ihn von seiner Homosexualität zu „heilen“.</strong></p>
<p><span id="more-9828"></span></p>
<p>Meine Familie erwartet, dass ich mich männlich verhalte.</p>
<p>Zuhause kann ich nicht sein wie ich bin. Ich bewege mich anders, breitbeiniger – so wie Jungs eben laufen, ich spreche anders – und vermeide viele Themen, die mich eigentlich interessieren. Es ist wie eine Veränderung meines Wesens um 180 Grad. Ich bin eine große Enttäuschung für meinen Vater – zu 100 Prozent.</p>
<p>Wenn mein Vater mich sehen würde, wie ich mit Mädchen spreche und später – wenn ich mich schminken würde, so wie ich es gerne will, würde er denken, das ist nicht mein Sohn.</p>
<p>Schwierig ist es, seit ich meinen Eltern gesagt habe, dass ich schwul bin. Ich lag am Neujahrsmorgen im Bett und habe überlegt, was wohl passiert, wenn ich es ihnen sage. Der Gedanke kam ganz plötzlich und hat mich nicht mehr losgelassen. Das war so ein dummer Gedanke von mir! Und ich dachte: &#8222;Nein, auf keinen Fall!&#8220; aber der Gedanke kam immer wieder. Beide waren im Wohnzimmer, meine kleinen Schwestern haben noch geschlafen und ich hatte das Gefühl, ich muss es ihnen sagen. Ich wusste, sie werden furchtbar reagieren. Wir sind sehr christlich, ich bin von klein auf in die Kirche gegangen und es war klar, dass sie es nicht akzeptieren würden. Aber es sind meine Eltern und früher oder später würden sie es sowieso von mir erfahren.</p>
<p>Man hat keinen besten Zeitpunkt es zu sagen. Es gibt keinen besten Zeitpunkt &#8211; für gar nichts.</p>
<p>Ich lag eine Stunde im Bett und habe mit mir gerungen. Ich hatte große Angst, aber ich bin dann ins Wohnzimmer und habe mich an den Tisch gesetzt. Meine Eltern saßen auf der Couch, mein Vater hat ferngesehen, meine Mutter war auf das Handy konzentriert.</p>
<p>Ich habe gesagt: &#8222;Hört mal zu &#8211; ich steh auf Jungs.&#8220;</p>
<p>Mein Vater hat den Fernseher ausgemacht und enttäuscht geguckt. Meine Mutter hat es noch nicht geblickt. Mein Vater hat dann mit total enttäuschter Stimme gefragt: &#8222;Hast du gehört, was er gesagt hat?&#8220; &#8222;Nein&#8220; hat meine Mutter geantwortet und ich musste es wiederholen.</p>
<p>&#8222;Ich steh auf Jungs&#8220; habe ich dann noch einmal gesagt.</p>
<p>Meine Mutter hat angefangen zu weinen, mein Vater war kurz davor. Sie haben gesagt, dass das etwas ist, wovor sie schon eine längere Zeit Angst hätten, dass es passieren würde.</p>
<p>Mein Vater hatte mich schon sieben bis acht Monate davor einmal gefragt, ob ich auf Jungs stehe und ich hatte &#8222;Nein&#8220; gesagt. Er hat sich Gedanken und Sorgen gemacht, weil ich nicht Fußball dafür aber gern Theater spiele, weil ich viel mit Mädchen mache und fast nichts mit Jungs. Und mich nicht für Autos interessiere.</p>
<p>Das läuft so ab: er sagt mit Begeisterung:&#8220; Oh, schau dir das Auto an!&#8220; und ich sage: &#8222;Ja, es ist rot.&#8220;</p>
<p>Ich hoffe, er hat es nicht nur daraus abgeleitet, sondern auch gespürt.</p>
<p>Wir hatten dann eine zweistündige Diskussion. Meine Mutter meinte, das Jahr hätte damit furchtbar angefangen und könnte nur noch schlimmer werden.</p>
<p>Er meinte dann: Seine schlimmste Angst sei wahr geworden und das würde vom Teufel kommen. Meine Mutter hat gesagt: &#8222;Du kannst gleich gehen. Entweder entscheidest du dich für uns oder für&#8217;s Schwulsein und dann kannst du gleich gehen. Mein Vater wollte nicht, dass sie mich vor diese Entscheidung stellt, er meinte: &#8222;So etwas sagt man nicht, hör auf damit.&#8220; er hat mich etwas in Schutz genommen, aber er war sehr sauer auf mich und enttäuscht. Er sagte mir sehr klar, dass ich wissen würde, dass sie das nicht akzeptieren werden. Es wäre gut, dass ich so mutig sei, dass ich es ihnen gesagt hätte, damit sie mir helfen könnten, nicht mehr so zu sein. Er hat gefragt:</p>
<p>&#8222;Wie bist du überhaupt auf den Gedanken gekommen?&#8220;</p>
<p>Ich habe gesagt, dass das einfach passiert sei und ich mit meinen Freunden darüber gesprochen hätte und die würden das akzeptieren und mir helfen. Daraufhin ist er komplett ausgerastet. Er meinte, er hätte mir nicht erlauben dürfen diese Freunde zu treffen. Sie seien schlechter Umgang, und hätten mich ermutigt, weil sie das akzeptieren und mich damit schwul gemacht.</p>
<p>Ich habe erklärt, dass das nichts mit meinen Freunden zu tun hat, sondern dass es meine Entscheidung sei. Obwohl das ja keine Entscheidung ist &#8211; man ist schwul oder man ist es nicht. Niemand kann das beeinflussen. Ich hatte das Gefühl, wenn ich zu ihnen sagen würde, das ist keine Entscheidung, sondern ich bin einfach so, hätten sie mich &#8218;umgebracht&#8216;.</p>
<p>Mein Vater erzählte dann noch, dass Gott alle Lesben und Schwulen verbrannt hat. Ich würde vor Gott wie Dreck dastehen, denn Gott hasst solche Menschen.</p>
<p>Ich hab die ganze Zeit daran gedacht, wie man mir erzählt hat, dass Gott alle Menschen liebt. Warum dann mich nicht?</p>
<p>Aber das habe ich nicht gesagt. Meine Eltern würden nicht zuhören. Auch wenn die Wissenschaft etwas herausgefunden hätte, würden sie das nicht hören wollen.</p>
<p>Ich wusste ja, dass ihre erste Reaktion entsetzlich werden würde. Aber dass es so eskaliert und sie so hart dagegen sein würden, hatte ich nicht erwartet.</p>
<p>Mein Vater hat dann für einige Zeit täglich zwei bis drei Stunden mit mir geredet. Dazu kamen neue Regeln, wie zum Beispiel, dass ich meine Zimmertür nicht mehr zumachen darf &#8211; nur beim Hausaufgabenmachen und beim Schlafen &#8211; und nicht zu lange duschen. Er meinte, ich hätte zu viel Privatsphäre gehabt und das hätte mir nicht gut getan.</p>
<p>Sie haben täglich auf mich eingeredet &#8211; wie sehr sie leiden, dass es gegen die göttlichen Regeln ist und dass ich es schwer haben werde im Leben.</p>
<p>Wann ist es bitte schön einfach im Leben? Es wird nie einfach im Leben!</p>
<p>Ich durfte nicht mehr mit Mädchen schreiben, telefonieren nur mit Jungs &#8211; höchstens fünf Minuten &#8211; und nicht mehr in der Freizeit nach draußen. Mein Vater meinte, ich solle zeigen, dass ich mich verändern will. Dass ich komme und sie in den Arm nehme und sage, ich will mich verändern. Er sagte, ich solle zu meiner Mutter gehen und sie trösten. Sie hat nach Neujahr erst einmal drei Tage nicht mehr mit mir geredet und mich ignoriert. Ich habe dann geweint und sie haben überlegt, was sie in der Erziehung falsch gemacht haben. Sie sagten mir, siewürden lieber sterben, als mich schwul zu sehen und wenn ihnen etwas passieren würde &#8211; also wenn sie sich selbst etwas antun wegen mir &#8211; wäre ich daran schuld. Sie haben sich meinetwegen gestritten. Mein Vater meinte, dass meine Mutter mir zu viel Freiraum gelassen hätte und meine Mutter meinte, mein Vater hätte zu wenig mit mir unternommen und kein richtiges Gespräch geführt zwischen Vater und Sohn.</p>
<p>Ich habe das irgendwann nicht mehr ausgehalten und ihnen dann gesagt, dass ich mich verändern will und jetzt nicht mehr schwul bin. Wenn sie wieder davon angefangen haben &#8211; und das haben sie ständig &#8211; habe ich gesagt, dass es nicht gut ist, wenn sie mich daran erinnern, weil es dann schwerer wäre, mich zu ändern. Ich glaube, im Grunde wissen sie, dass es nicht &#8218;weg&#8216; ist.</p>
<p>Wenn ich achtzehn bin, will ich ausziehen.</p>
<p>Ich brauche keine Menschen in meinem Leben, die mich nicht mögen wie ich bin.</p>
<p>Ich habe gute Freunde, die für mich wie Familie sind. Ich finde gut, dass man jetzt heiraten darf. Das ist wirklich ein Fortschritt. Ich kann mich glücklich schätzen in einer Zeit zu leben, in der das Schwulsein von vielen akzeptiert wird und in einem Land, in dem man so leben darf.</p>
<p>Beruflich will ich ausprobieren was mir gefällt. Mein Lebensmotto muss man ein bisschen mit Ironie verstehen: &#8222;There was a time when everything was perfect and now, shit happens.&#8220;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier lest ihr den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/h-erzaehlt-teil-1/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ersten Teil</strong></a> des Berichts von H.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/07/remembering-orlando-was-mir-die-regenbogenflagge-bedeutet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>diesem Text</strong></a> erklärt Mare, was ihr die Regenbogenfahne bedeutet.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Remembering Orlando: Was mir die Regenbogenflagge bedeutet</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/remembering-orlando-was-mir-die-regenbogenflagge-bedeutet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2017 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9093</guid>

					<description><![CDATA[Als am 12. Juni 2016 der queere Nachtclub Pulse in Orlando zur Zielscheibe eines Attentates wurde, bildeten sich weltweit spontane Mahnwachen. Der Attentäter hat Menschen getötet, verletzt und einer ganzen Community das Gefühl genommen, zumindest in selbstgeschaffenen Räumen sicher zu sein. 12. Juni 2016. Orlando, Florida. Im queeren Nachtclub Pulse findet die allwöchentliche Latin Night]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Als am 12. Juni 2016 der queere Nachtclub <em>Pulse</em> in Orlando zur Zielscheibe eines Attentates wurde, bildeten sich weltweit spontane Mahnwachen. Der Attentäter hat Menschen getötet, verletzt und einer ganzen Community das Gefühl genommen, zumindest in selbstgeschaffenen Räumen sicher zu sein.</strong></p>
<p><span id="more-9093"></span></p>
<p>12. Juni 2016. Orlando, Florida. Im queeren Nachtclub Pulse findet die allwöchentliche Latin Night statt. Zu lateinamerikanischer Musik tanzen hunderte Menschen, die in ihrer Vielfalt vor allem darin verbunden sind, hier einen geschützten Raum gefunden zu haben, wo sie ohne die üblichen Vorurteile sie selbst sein und Spaß haben können. Einige sind vielleicht zum ersten Mal in einem queeren Nachtclub und fühlen den Rausch, sich nicht verstecken zu müssen. Einige sind vielleicht schon sehr betrunken. Einige hoffen, für den Rest der Nacht jemanden zu finden. 58 werden verletzt. 49 sterben.</p>
<p>Es gibt viele Attentate, die uns erschüttern und berühren. Es gibt viele Attentate, die angesichts dieser stumpfen Gewalt die Frage aufwerfen, warum. Mich persönlich hat kein Attentat so sehr emotional aufgewühlt wie das Orlando-Shooting &#8211; auch jetzt noch.</p>
<p>Am Tag nach dem Attentat hat die Dortmunder Community spontan eine Mahnwache organisiert. Jedem, der da war, konnte man die Betroffenheit anmerken. Zwei etwa 15-jährige Mädchen hielten sich einander fest. Die Tränen flossen. Ihre Gesichter waren rotgeweint. Um ihre Schultern hing eine große Regenbogenflagge, in die sie schützend wickelten wie eine Decke. Ich fragte mich, was die Mädchen selber erlebt hatten, dass ihnen der Attentat so nahe ging. Das Bild ist hängengeblieben.</p>
<p>Ich halte es fest.</p>
<p>Jemand hat mich einmal gefragt, warum ich mich denn so viel für queere Menschen in Deutschland einsetze. Immerhin investiere ich viel Zeit da rein, aber habe doch selber seit Jahren eine heterosexuelle Beziehung. Und in Deutschland haben es die Homos doch ganz gut. Viele Rechte und niemand muss um sein Leben fürchten.</p>
<p>Ich wollte ihn fragen, ob er schon einmal eine Nacht nicht geschlafen habe. Ob er schon mal eine Nacht nicht geschlafen habe, um eine Hand zu halten, weil bei seinem Gegenüber die immer wieder gleichen Gedanken wiedergekommen sind. „Ich bin falsch. Ich bin falsch. Ich bin falsch. Ich kann das nicht mehr. Ich kann das alles nicht mehr.“</p>
<p>Diese Nächte gibt es auch in Deutschland. Immer noch viel zu oft. Genau wie die Geschichten von Jugendlichen, die nach ihrem Coming-Out von zu Hause raus mussten. Oder ins Krankenhaus. Gerade jetzt beim Schreiben dieses Textes wurde mir wieder so eine Geschichte erzählt.</p>
<p>In ihrem Kern geht es bei der Regenbogenflagge und dem Bild der zwei Mädchen für mich aber nicht um die Verfolgung und den Hass und die Gewalt und all das Schlechte, das es noch viel zu oft auf der Erde gibt.</p>
<p>Für mich geht es um Menschen, die sich umeinander kümmern und für einander da sind. Um unterschiedliche Identitäten, die voneinander lernen. Um den Mut, zu sich selbst zu stehen und sich selbst zu lieben und eine Gemeinschaft, die einem das beibringt. Um Solidarität mit Menschen, die vielleicht geographisch weit weg sind, mit denen man sich aber trotzdem verbunden fühlt.</p>
<p>Das heißt nicht, dass die Community nicht ihre Fehler hat. Auch dort findet man zum Beispiel viel zu oft Rassismus und Transfeindlichkeit an. Aber das heißt nur, dass wir nicht aufhören dürfen, an uns zu arbeiten.</p>
<p>Und vor allem geht es um dieses eine Wort, dass man schon so oft in diesem Zusammenhang gehört hat, dass es schon fast seine Bedeutung verliert, aber trotzdem noch immer wichtig ist: Stolz. Stolz auf uns. Stolz auf den Mut, man selbst zu sein. Stolz auf die Menschen, die trotz aller Widerstände Rechte und Räume erkämpft haben. Stolz, dass wir einen Ort haben an dem wir weinen können, uns gegenseitig halten können und dass dabei eine Flagge auf unserer Schulter liegt, die keinem Staat gehört, sondern uns.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Der Kurzfilm <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/orlando-wir-werden-euch-nicht-vergessen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>„ORLANDO &#8211; We will never forget you“</strong></a> will ein Zeichen gegen das Vergessen und den Übergang zur Normalität setzen.</li>
<li>Eine Anleitung der Story Teller, wie es funktioniert, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/toleranz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>anderen Menschen gegenüber tolerant zu sein</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich bin schwul, habt ihr Fragen?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ich-bin-schwul-habt-ihr-fragen/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ich-bin-schwul-habt-ihr-fragen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2017 08:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Kevin von queerblick ist schwul und möchte Menschen auffordern, ihre Vorbehalte, aber auch ihre Fragen mit ihm zu besprechen. Deshalb hat er sich mit einem Schild in der Hand in die Essener Innenstadt aufgemacht: &#8222;Ich bin schwul &#8211; habt ihr Fragen?&#8220; Die anderen Redaktionsgruppenmitglieder haben sehr unterschiedliche Fragen, Antworten und Reaktionen aufgenommen, die ihr in diesem Video anschauen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kevin von <em>queerblick</em> ist schwul und möchte Menschen auffordern, ihre Vorbehalte, aber auch ihre Fragen mit ihm zu besprechen. Deshalb hat er sich mit einem Schild in der Hand in die Essener Innenstadt aufgemacht: &#8222;Ich bin schwul &#8211; habt ihr Fragen?&#8220; Die anderen Redaktionsgruppenmitglieder haben sehr unterschiedliche Fragen, Antworten und Reaktionen aufgenommen, die ihr in diesem Video anschauen könnt.</strong></p>
<p><span id="more-8594"></span></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Noch ein Video: <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/mehdi-coming-out-als-deutsch-libanese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehdis</a><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/mehdi-coming-out-als-deutsch-libanese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Coming-Out</a></strong> als Deutsch-Libanese.</li>
<li>Und mehr von queerblick: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/ihh-ist-das-nicht-eklig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;Ihh! Ist das nicht eklig?!&#8220;</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>10 Dinge, die Sie nicht tun sollten&#8230; Coming-out</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/11/10-dinge-die-sie-nicht-tun-sollten-coming-out/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2016 08:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Out]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie ein Coming-out auf keinen Fall ablaufen sollte, seht ihr an der Reaktion dieses Vaters. Die 10 Dinge, die Eltern nicht tun sollten, wenn ihr Kind sich outet, siehst du in diesem Video von queerblick.  Mehr dazu: In Ich werde nicht ernst genommen erklärt dir Team-Trans*, was du tun kannst, wenn deine Eltern dein Outing]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie ein Coming-out auf keinen Fall ablaufen sollte, seht ihr an der Reaktion dieses Vaters. Die 10 Dinge, die Eltern nicht tun sollten, wenn ihr Kind sich outet, siehst du in diesem Video von queerblick.  </strong></p>
<p><span id="more-7476"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>In<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/teamtrans-ich-werde-nicht-ernst-genommen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> <u>Ich werde nicht ernst genommen</u> </a>erklärt dir Team-Trans*, was du tun kannst, wenn deine Eltern dein Outing nicht akzeptieren.</li>
<li>Trans*-Sein ist nicht immer leicht. Warum es sich lohnt, stark zu bleiben, liest du in <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/7027/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der wankende Fels</a></u></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Schwul&#8220; als Schimpfwort?!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/schwul-als-schimpfwort/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/schwul-als-schimpfwort/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2017 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2016]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
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					<description><![CDATA[Oftmals schnell &#8222;so dahin gesagt&#8220;, oft aber auch mit Absicht verletzend: „Hey, das/du bist schwul!“ wird unter Jugendlichen – insbesondere unter Jungen – als Schimpfwort benutzt, um andere abzuwerten und zu beleidigen. Aber wie fühlen sich eigentlich homosexuelle Jungen, wenn sie das ständig hören müssen? Wie empfinden und bewerten es Jugendliche, wenn andere Begriffe wie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oftmals schnell &#8222;so dahin gesagt&#8220;, oft aber auch mit Absicht verletzend: „Hey, das/du bist schwul!“ wird unter Jugendlichen – insbesondere unter Jungen – als Schimpfwort benutzt, um andere abzuwerten und zu beleidigen. Aber wie fühlen sich eigentlich homosexuelle Jungen, wenn sie das ständig hören müssen? Wie empfinden und bewerten es Jugendliche, wenn andere Begriffe wie &#8222;schwul&#8220; oder &#8222;behindert&#8220; als Beschimpfung nutzen? Auf dem #Gelände2016 haben wir uns umgehört.</strong></p>
<p><span id="more-7860"></span></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/11/homos-und-die-cdu-johannes-kommentiert/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>In diesem Video</strong></a> macht sich Johannes Gedanken zum Umgang der CDU mit Homosexuellen.</li>
<li>&#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/video-release-die-grosse-verschwulung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die große Verschwulung</strong></a>&#8220; &#8211; ein Song aus dem Musikvideo-Workshop des #gelände2016.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>HeRoes meet queerblick</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/heroes-meet-queerblick-part-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2016 07:42:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Intersektionalität]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei unserem ersten Treffen der HeRoes Duisburg und queerblick, wurde nicht nur über Anti-Rassismus Arbeit und die Möglichkeit sich gegen Homophobie stark zu machen gesprochen, sondern es sind auch wunderbare Filme entstanden. Wie Leon von queerblick das Redaktionstreffen erlebt hat, und wie der zweite Film der im Workshop enstanden ist aussehen könnte, erfahrt ihr hier.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei unserem ersten Treffen der HeRoes Duisburg und queerblick, wurde nicht nur über Anti-Rassismus Arbeit und die Möglichkeit sich gegen Homophobie stark zu machen gesprochen, sondern es sind auch wunderbare Filme entstanden. Wie Leon von queerblick das Redaktionstreffen erlebt hat, und wie der zweite Film der im Workshop enstanden ist aussehen könnte, erfahrt ihr hier. </strong></p>
<p><span id="more-7377"></span><br />
<strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Der Kurzfilm <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/orlando-wir-werden-euch-nicht-vergessen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„ORLANDO ̶ We will never forget you&#8220;</a>, von queerblick erinnert daran, warum es so wichtig ist gegen Homophobie Stellung zu beziehen.</li>
<li>In<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/schwarzkopf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Schwarzkopf</a> berichtet ein männlicher Geflüchteter aus unserer Anonymus Gruppe, warum ihm gegenüber besonders Frauen mit Angst und Abweisung reagieren.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Video-Release: Die große Verschwulung</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/09/video-release-die-grosse-verschwulung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2016 08:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2016]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Song]]></category>
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					<description><![CDATA[‘Was bist du für ein Mann? Kein Plan!’: Männlichkeitsbilder sind das Thema von ForMs Rap-Song “Die große Verschwulung”. Auf dem #gelände2016 haben wir den Hit visuell neu interpretiert. Das schwindelerregende Ergebnis seht ihr hier! Dieser Song ist im Musikvideo-Workshop von Martin Kahles auf dem #gelände2016 entstanden. Vielen Dank an ForM/Prim  und Springstoff für die Freigabe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>‘Was bist du für ein Mann? Kein Plan!’: Männlichkeitsbilder sind das Thema von ForMs Rap-Song “Die große Verschwulung”. Auf dem #gelände2016 haben wir den Hit visuell neu interpretiert. Das schwindelerregende Ergebnis seht ihr hier!</strong></p>
<p><span id="more-7255"></span></p>
<p>Dieser Song ist im Musikvideo-Workshop von Martin Kahles auf dem #gelände2016 entstanden. Vielen Dank an <u><a href="https://www.facebook.com/primform/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ForM/Prim</a></u>  und <a href="https://www.facebook.com/SPRINGSTOFF/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>Springstoff</u> </a>für die Freigabe der Nutzungsrechte!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Das Original-Video von <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/10/die-grosse-verschwulung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>Die große Verschwulung</u></a>  seht ihr hier.</li>
<li>Sich in die Rolle von Geschlechtern pressen lassen: Das kommt für Jennifer Gegenläufer nicht in Frage. Ihr musikalisches Statement gegen Sexismus hört ihr in <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/11/emzpt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>EMZPT</u>.</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Homophobie: Was ist das?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/09/7244/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2016 08:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff ‘Homophobie’ bereitet den story-tellern Kopfzerbrechen. Was soll das eigentlich sein? Den Verlauf und das Fazit der spannenden Diskussion lest ihr hier. Kathi Bromka: Homophobie? Was soll das denn bedeuten? Hm. Meint „homo“ vielleicht humor, humorvoll? Hm. Humor ist immer anders. Traurig, lustig, ehrgeizig, eifersüchtig, natürlich. Tim Borstelmann: Quatsch. Homo heißt Mensch. Homo sapiens.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Begriff ‘Homophobie’ bereitet den story-tellern Kopfzerbrechen. Was soll das eigentlich sein? Den Verlauf und das Fazit der spannenden Diskussion lest ihr hier. </strong></p>
<p><span id="more-7244"></span></p>
<p>Kathi Bromka: Homophobie? Was soll das denn bedeuten? Hm. Meint „homo“ vielleicht humor, humorvoll? Hm. Humor ist immer anders. Traurig, lustig, ehrgeizig, eifersüchtig, natürlich.</p>
<p>Tim Borstelmann: Quatsch. Homo heißt Mensch. Homo sapiens.</p>
<p>Dennis Seidel: Homosexuell kenne ich.</p>
<p>Kathi Bromka: Homosexuell bedeutet, dass zwei Jungs zusammen sind, ohne Mädchen, das ist schwul. Wenn zwei Frauen zusammen sind, ist das lesbisch. Das ist vielleicht schön, aber wenn man sich trennt, ist das nicht schön.</p>
<p>Michael Schumacher: Früher war eine Beziehung zwischen Gleichgeschlechtlichen verboten. Heutzutage dürfen Gleichgeschlechtliche auch heiraten. Ich finde wichtig, dass man glücklich ist. Die Welt gehört uns allen.</p>
<p>Dennis Seidel: Manche Menschen finden es schön mit dem gleichen Geschlecht zusammen zu sein. Jeder sollte zu seiner Homophobie stehen. Es gibt Menschen, die freuen sich und es gibt welche die haben Angst davor Homophobie zu haben. Homophobie ist ein wichtiges Thema.</p>
<p>Kathi Bromka: Aber was heißt Phobbie? Ist das was mit Hobbies oder Hobbits?</p>
<p>Dennis Lange: Phobie bedeutet, dass man Angst hat.</p>
<p>Tim Borstelmann: Angst vor der Liebe von Menschen?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weil Homophobie keine krankhafte Angst, sondern eine spezielle Form der Menschenfeindlichkeit ist, bevorzugen einige den Begriff ‘Heterosexismus’. Mehr dazu lest ihr <a href="http://www.homophobie.at/wasisthomophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>hier</u></a> .</li>
<li>Der Kurzfilm <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/kurzfilm-different" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">‘Different’</span></a> zeigt, wie weh es tut, wegen der eigenen Sexualität angefeindet zu werden.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ORLANDO: Wir werden euch nicht vergessen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/06/orlando-wir-werden-euch-nicht-vergessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2016 08:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Ermordet wegen ihrer Sexualität: In einer Disco in Orlando wurden 49 Menschen von einem homo- und transphoben Attentäter erschossen. Wenige Wochen nach dem Massaker droht die Erinnerung an die Opfer bereits zu verblassen. Der Kurzfilm &#8222;ORLANDO  ̶  We will never forget you&#8220; will deshalb ein Zeichen gegen das Vergessen und den Übergang zur Normalität setzen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ermordet wegen ihrer Sexualität: In einer Disco in Orlando wurden 49 Menschen von einem homo- und transphoben Attentäter erschossen. Wenige Wochen nach dem Massaker droht die Erinnerung an die Opfer bereits zu verblassen. Der Kurzfilm &#8222;ORLANDO  ̶  We will never forget you&#8220; will deshalb ein Zeichen gegen das Vergessen und den Übergang zur Normalität setzen. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gedankenflut: Ein Plädoyer gegen Homophobie</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aminta]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2016 08:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=6382</guid>

					<description><![CDATA[Hass, Unverständnis und mangelnde Toleranz. Das ist es, womit Aminta sich Tag für Tag konfrontiert sieht. Ihren ergreifenden Beitrag gegen Homophobie lest ihr hier. Ich bin‘s leid und ich bin müde. Daher passe ich mich an, ohne glücklich zu sein. Ich bin‘s leid Dir erklären zu müssen, wer ich bin. Ich bin ermüdet mich rechtfertigen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hass, Unverständnis und mangelnde Toleranz. Das ist es, womit Aminta sich Tag für Tag konfrontiert sieht. Ihren ergreifenden Beitrag gegen Homophobie lest ihr hier.</strong><span id="more-6382"></span></p>
<p>Ich bin‘s leid und ich bin müde.<br />
Daher passe ich mich an, ohne glücklich zu sein.<br />
Ich bin‘s leid <em>Dir </em>erklären zu müssen, wer ich bin.<br />
Ich bin ermüdet mich rechtfertigen zu müssen.<br />
Und ich sage <em>Du, </em>obwohl ich <em>Alle</em> meine.<br />
Keine einzelne Person<br />
Keine einzelne Gesellschaft<br />
<em>Alle.<br />
Alle</em>, die es nicht verstehen.<br />
Weil sie es nicht können oder wollen,<br />
in ihren Gedanken zu verworren,<br />
auch wenn ich sage: „Siehe hier, das ist, was <em>Dir</em> gefiel! Doch <em>Ich</em> bin anders, gleich dein Freund.<br />
Aus Fleisch und Blut, nicht Grund genug, mich so zu nehmen wie ich bin?“</p>
<p>Jetzt sage ich <em>Alle</em>, doch meine nicht <em>Euch!<br />
Ihr </em>sitzt heute hier oder an anderem Ort.<br />
<em>Ihr</em> könnt verstehen, was sich bohrt,<br />
tief in mir, mit Gedankenflut,<br />
was mich ertränkt.<br />
Dieses Gefühl.<br />
Ich selbst sein zu können.</p>
<p>Ob in der Bahn, Stadt, Zuhaus.<br />
Ob allein, zu zweit, da drauß-<br />
Da draußen sind nicht alle wie <em>Ihr!<br />
</em>Wie schön das wäre, denke ich mir.</p>
<p>Und obwohl ich weiß, dass uns entgegengebracht wird Hass.<br />
Dass <em>Sie</em> nicht verstehen. Nicht tolerieren. Nicht akzeptieren.<br />
Dass <em>Sie</em> uns nicht mögen, weil <em>Wir</em> anders sind.<br />
Vielleicht sind <em>Sie</em> ja die Anderen?<br />
Oder vielleicht ist dies einfach nicht relevant.<br />
Vielleicht ist es nicht wichtig wer du bist, außer für dich.<br />
Vielleicht sollte man lieber Menschen helfen in Not.<br />
Da ist es doch egal wer man ist.</p>
<p>Wenn ich denke, diesen Gedanken, denke nur ich, dann denke ich falsch.<br />
In diesem Gedanken denke ich an <em>Sie</em>, die uns bedrohen auf Mord und Tod.<br />
Da denke ich, <em>Die</em> denken nicht! <em>Die</em> denken nur an sich!<br />
Ich sage nicht, Sie sind dumm.<br />
Das weiß ich nicht, wie misst man das schon?<br />
Ich sage nur, lasst uns in Ruh!<br />
Ich bin ein Mensch und kein Tabu!<br />
So gleich und anders wir auch sind,<br />
das fängt schon an, als kleines Kind,<br />
wir sind so anders und so gleich,<br />
gemeinsam hier, warum der Streit?<br />
Ich bin‘s leid.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wegen seiner Sexualität angegriffen zu werden tut weh. Im <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/kurzfilm-different/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kurzfilm „Different“</a></u> seht ihr, was Homophobie ausrichten kann.</li>
<li>Ist Anderssein ein Problem? Nein, lautet die entschiedene Antwort der story-teller. Mehr dazu lest ihr im Beitrag <a href="http://[https://www.meintestgelaende.de/2015/11/wir-sind-vielfalt/]" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>Wir sind Vielfalt</u> </a>.</li>
<li>Hast du Homophobie am eigenen Leib erfahren? Bei <u><a href="http://together-virtuell.de/310-helpzone.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">together</a></u> findest du Hilfe.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kurzfilm „Different“</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/04/kurzfilm-different/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Spelling-Fail Produktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2016 08:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Film macht Homophobie erlebbar. Die knapp zwei Minuten zeigen, wie hart Ausgrenzung sein kann. Mehr dazu: Homophobie in der Schule. Ein Interview mit dem Journalisten Jan Feddersen. &#8222;Ist ja nicht so gemeint?!&#8220; &#8211; Prof. Dr. Beate Küpper &#8211; Fachtagung &#8222;Sexuelle Vielfalt &#38; Jugendhilfe&#8220; Beratung für Opfer von Homophobie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Film macht Homophobie erlebbar. Die knapp zwei Minuten zeigen, wie hart Ausgrenzung sein kann.<span id="more-6360"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Homophobie in der Schule. Ein <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/06/homophobie-in-der-schule/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Interview mit dem Journalisten Jan Feddersen</span></a>.</li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=et2Ly_LSgWs" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">&#8222;Ist ja nicht so gemeint?!&#8220;</span></a> &#8211; Prof. Dr. Beate Küpper &#8211; Fachtagung &#8222;Sexuelle Vielfalt &amp; Jugendhilfe&#8220;</li>
<li><a href="http://together-virtuell.de/310-helpzone.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Beratung für Opfer von Homophobie</span></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Homophobie in der Schule</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/06/homophobie-in-der-schule/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jeco]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2015 07:47:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Conrad von der Redaktion Jeco hat sich zum Gespräch mit dem Journalisten Jan Feddersen getroffen. Das gesamte Interview unter dem Titel “Wir müssen schon nochmal über die Krankheit Heterosexualität reden” zeigen wir euch auf mein Testgelände in vier Teilen. Im dritten Teil geht es um das Thema Homophobie in der Schule und wie Intoleranz am]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Conrad von der Redaktion Jeco hat sich zum Gespräch mit dem Journalisten Jan Feddersen getroffen. Das gesamte Interview unter dem Titel “Wir müssen schon nochmal über die Krankheit Heterosexualität reden” zeigen wir euch auf mein Testgelände in vier Teilen.</p>
<p>Im dritten Teil geht es um das Thema Homophobie in der Schule und wie Intoleranz am besten zu bekämpfen ist.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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