<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Beruf &#8211; meinTestgelaende.de</title>
	<atom:link href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/beruf/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.meintestgelaende.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 17 Jun 2025 12:43:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.1</generator>

<image>
	<url>https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/06/cropped-unnamed-32x32.jpg</url>
	<title>Beruf &#8211; meinTestgelaende.de</title>
	<link>https://www.meintestgelaende.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Mental Health in der Kreativbranche</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/06/16965/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 09:40:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=16965</guid>

					<description><![CDATA[46 % der Menschen, die in der Kreativbranche arbeiten, haben Angst oder Depressionen. Die ist deutlich höher, als Vergleichwerte in anderen Berufsgruppen. Warum dies so ist und wie Awerness geschaffen werden kann, das seht ihr in Lilith’s neuem Video.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []"><strong data-prosemirror-content-type="mark" data-prosemirror-mark-name="strong">46 % der Menschen, die in der Kreativbranche arbeiten, haben Angst oder Depressionen. Die ist deutlich höher, als Vergleichwerte in anderen Berufsgruppen. Warum dies so ist und wie Awerness geschaffen werden kann, das seht ihr in Lilith’s neuem Video.</strong><span id="more-16965"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe &#8211; Christina</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/11/lebenslaeufe-christina/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2023 11:28:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerwehr]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15830</guid>

					<description><![CDATA[Für die neue Folge Lebensläufe hat Conrad Christina getroffen. Sie arbeitet als Feuerwehrfrau und spricht über ihre Erfahrungen in einer sogenannten Männerdömane.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für die neue Folge Lebensläufe hat Conrad Christina getroffen. Sie arbeitet als Feuerwehrfrau und spricht über ihre Erfahrungen in einer sogenannten Männerdömane.</strong><span id="more-15830"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe &#8211; Johannes</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/03/lebenslaeufe-johannes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2023 09:47:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15390</guid>

					<description><![CDATA[Johannes beruflicher Werdegang war nicht geradlinig. Wie er das gefunden hat, was er wirklich will, zeigt Conrad im neuen Video der Reihe „Lebensläufe“.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Johannes beruflicher Werdegang war nicht geradlinig. Wie er das gefunden hat, was er wirklich will, zeigt Conrad im neuen Video der Reihe „Lebensläufe“.</strong><span id="more-15390"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe &#8211; Daline</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/11/lebenslaeufe-daline/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2022 15:13:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensläufe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15171</guid>

					<description><![CDATA[Daline ist mit drei Jahren, zusammen mit ihrer Schwester, aus Haiti nach Deutschland gekommen. Warum sie nicht mit ihrer Schwester zusammen leben durfte, wie sie ihren Lebensweg bisher beschritten hat und welche Pläne Daline für die Zukunft hat, erzählt sie Conrad in der neuen Folge Lebensläufe.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Daline ist mit drei Jahren, zusammen mit ihrer Schwester, aus Haiti nach Deutschland gekommen. Warum sie nicht mit ihrer Schwester zusammen leben durfte, wie sie ihren Lebensweg bisher beschritten hat und welche Pläne Daline für die Zukunft hat, erzählt sie Conrad in der neuen Folge Lebensläufe.</strong><span id="more-15171"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe &#8211; Theo</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/08/lebenslaeufe-theo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2022 11:46:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=15000</guid>

					<description><![CDATA[Theo ist katholischer Religionslehrer und trans. Für die neue Folge „Lebensläufe“ hat Conrad Theo besucht und mit ihm über seine Berufswahl, das trans sein und die Rolle der Kirche in seinem Leben gesprochen.  ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Theo ist katholischer Religionslehrer und trans. Für die neue Folge „Lebensläufe“ hat Conrad Theo besucht und mit ihm über seine Berufswahl, das trans sein und die Rolle der Kirche in seinem Leben gesprochen.</strong></p>
<p class="Body"><strong> </strong></p>
<p><span id="more-15000"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe &#8211; Marisa</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/04/lebenslaeufe-marisa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2022 09:36:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterklischees]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=14723</guid>

					<description><![CDATA[Marisa ist Schornsteinfegerin. Im neuen Video der Reihe “Lebensläufe” von Conrad stellt sie ihren Beruf vor und erzählt, warum sie sich gerade dafür entschieden hat. Noch immer gibt es weit weniger Frauen als Männer in dem Beruf, auch Marisa war eine Auszubildende gegenüber 16 Auszubildenden. Warum es ihr Spaß macht, auf den Dächern der Stadt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Marisa ist Schornsteinfegerin. Im neuen Video der Reihe “Lebensläufe” von Conrad stellt sie ihren Beruf vor und erzählt, warum sie sich gerade dafür entschieden hat. Noch immer gibt es weit weniger Frauen als Männer in dem Beruf, auch Marisa war eine Auszubildende gegenüber 16 Auszubildenden. Warum es ihr Spaß macht, auf den Dächern der Stadt zu arbeiten, erzählt Marisa im Video! </strong></p>
<p><span id="more-14723"></span><a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/">Hier</a> kommt ihr zu den anderen Folgen Lebensläufe von Conrad.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schwere Frage</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/03/schwere-frage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2022 09:44:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=14642</guid>

					<description><![CDATA[Nev meldet sich mit einem neuen Video zurück. Vor einem Jahr hat er uns von seinen damals bevorstehenden Operationen erzählt. Heute gibt es ein Update, wie es ihm geht und was es beruflich neues gibt. Viel Spaß dabei, Nev weiterhin bei seiner Geschichte zu begleiten. &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nev meldet sich mit einem neuen Video zurück. Vor einem Jahr hat er uns von seinen damals bevorstehenden Operationen erzählt. Heute gibt es ein Update, wie es ihm geht und was es beruflich neues gibt. Viel Spaß dabei, Nev weiterhin bei seiner Geschichte zu begleiten.</strong></p>
<p><span id="more-14642"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ruhrgebietskinder: Haticeela</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/ruhrgebietskinder-haticeela/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/ruhrgebietskinder-haticeela/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ruhrgebietskinder]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2022 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=14385</guid>

					<description><![CDATA[Heute geht es weiter mit der Portrait-Reihe &#8222;Ruhrgebietskinder&#8220; der Landeszentrale für politische Bildung NRW! In diesem Film wird euch Haticeela vorgestellt. Vielleicht kennt ihr sie auch schon? Denn sie ist Teil unserer Redaktionsgruppe GRRRLs Voice of HeRoes Dusiburg. Was ein Mädchen aus Marxloh alles schaffen kann: Obwohl ihr nicht mal der Hauptschulabschluss zugetraut wurde, studiert die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute geht es weiter mit der Portrait-Reihe &#8222;Ruhrgebietskinder&#8220; der <a href="https://www.politische-bildung.nrw.de/digitale-medien/titelverzeichnis/details/video/ruhrgebietskinder-haticeela" target="_blank" rel="noopener">Landeszentrale für politische Bildung NRW</a>! In diesem Film wird euch Haticeela vorgestellt. Vielleicht kennt ihr sie auch schon? Denn sie ist Teil unserer Redaktionsgruppe <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/grrrls-voice-of-heroes-duisburg/" target="_blank" rel="noopener">GRRRLs Voice of HeRoes Dusiburg</a>. Was ein Mädchen aus Marxloh alles schaffen kann: Obwohl ihr nicht mal der Hauptschulabschluss zugetraut wurde, studiert die 24jährige Haticeela heute Sozial- und Kulturwissenschaften und möchte Professorin an der Uni werden. Wir wünschen euch viel Spaß mit dem Film!</strong></p>
<p><strong>(Das Video steht unter der <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons-Lizenz CC-BY-ND 4.0</a>. Lizenzgeber ist die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen.)</strong></p>
<p><span id="more-14385"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Falls ihr den Film über Emre B. verpasst haben solltet, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2021/12/ruhrgebietskinder-emre-b/" target="_blank" rel="noopener"><strong>klickt mal hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/ruhrgebietskinder-haticeela/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kirschen pflücken</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/kirschen-pfluecken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ursula Recih]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2022 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Empowerment]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=14374</guid>

					<description><![CDATA[Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Ursula Recih! Sie studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, lebt in Leipzig und schreibt Poesie und Prosa, um Erlebtes zu verarbeiten und ihre Gefühle zu kanalisieren. &#8222;Eine feministische Perspektive und meine eigene Position als queere Frau liegen meinen Texten zugrunde, welche sich mit Beziehungsdynamiken, lesbischem Begehren und gesellschaftspolitischen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Ursula Recih! Sie studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim, lebt in Leipzig und schreibt Poesie und Prosa, um Erlebtes zu verarbeiten und ihre Gefühle zu kanalisieren. &#8222;Eine feministische Perspektive und meine eigene Position als queere Frau liegen meinen Texten zugrunde, welche sich mit Beziehungsdynamiken, lesbischem Begehren und gesellschaftspolitischen Verhältnissen auseinandersetzen.&#8220;, sagt sie. Wir wünschen euch viel Spaß mit ihrem ersten Text!</strong><span id="more-14374"></span></p>
<p>Vielleicht können wir dann klar sein, wenn unser Gegenüber unklar ist, wenn wir glauben selbst klarer zu sein und uns deshalb erhaben fühlen. Vielleicht ist Klarheit mit Macht verbunden, vielleicht gründet sie sich sogar auf Macht. Ich bin dann klar, wenn mir Raum und die richtigen Anstöße gegeben und Impulse gesendet werden und ich weiß, ich darf sein, ich bin nicht zu viel, egal wie viel ich ordnen muss und egal wie lange ich dafür brauche. Ich bin dann klar, wenn mein Gegenüber mir Klarheit zuspricht, wenn mein Gegenüber denkt, ich sei klar und ich bin eben dann unklar, wenn ich ahne, mein Gegenüber hält mich bereits für unklar.</p>
<p><i>Ich stehe neben meinem Vater im Garten, wir pflücken Sauerkirschen und er sagt, ich solle ihm aus meinem Leben erzählen. Ich beginne über meine Bachelorarbeit zu berichten und bemerke direkt, dass es mir schwer fällt mich zu formulieren, dass ich hadere. Einen Tag zuvor, als ich mit meiner Mutter spazieren war und wir über gesellschaftspolitische Themen diskutierten, hatte ich keinerlei Probleme meine Haltung argumentativ darzulegen und eloquent mein Wissen und Erlerntes zu vermitteln. Neben meinem Vater fühle ich mich auf einmal wieder wie ein kleines Mädchen. Seine kleine Tochter, die schön und künstlerisch kreativ ist aber nicht intelligent. Das allein ist schon paradox, denn für Kreativität bedarf es Intelligenz. Aber Intelligenz ist für meinen Vater und in dem patriarchalen System in dem wir leben, eben nicht gleich Intelligenz. Da gibt es Theorie und Praxis und da gibt es Eigenschaften, die Weiblichkeit zugeschrieben werden und deshalb keine Anerkennung erfahren oder Tätigkeiten, die sobald sie von Frauen ausgeübt werden, nicht mehr als Kompetenzen gelten. Soziale Fähigkeiten zum Beispiel oder eben, wie in meinem Fall, Wissen um Mode und Popkultur. Aber vor allem geht es um Zuschreibungen, die nicht selbst gewählt sind und in die ich nicht passe.</i></p>
<p><i>Er auf der Leiter Meter über mir, ich unten am Boden, mich am rechtfertigen, mich am erklären, am holpern, am Worte suchen. Ich scheitere daran, ihm meine These zu sagen. Ich weiß meine These und ich habe einiges zu ihr und den Texten und Büchern, die ich zu der Thematik gelesen habe, zu erzählen. Ich verspüre seine Skepsis und beginne meinen Satz immer wieder neu, mein Kopf leer, während ich nach den richtigen Worten suche und suche. Ein wenig oberflächliches Gedöhns findet den Weg aus meinem Mund, vor allem aber der wenig aussagende Satz „Ja, es macht mir einfach Spaß, ich finde das alles ganz toll, was denkst du darüber?“ Er erklärt mir, ich solle meine These schmal halten, nicht zu ausführlich werden, sonst würde ich nie fertig werden und eine Doktor-</i></p>
<p><i>anstatt eine Bachelorarbeit schreiben. Ich pflichte ihm zu, dass ich um diese Problematik wisse. Am Abend fahre ich zu meiner Mutter zurück und berichte ihr von dem Nachmittag, dem Kirschen pflücken, den darauf folgenden Gesprächen beim Kaffee, bei denen ich dann stille Zuhörerin geworden bin. Ich sage ihr „Ich fühle mich nicht gesehen, unsere Lebensrealitäten sind meilenweit entfernt.“ Ich sage vieles mehr, da ich einige Gedanken zu dem Geschehenen habe und auf einmal kann ich wieder sprechen.</i></p>
<p>Das heißt meine Annahme über die Haltung meines Gegenübers, anhand meiner Wahrnehmung, wie die Person agiert, bestimmt mein Handeln. Das heißt eine Vermutung bestimmt die Realität. Im Endeffekt ist also die Angst den vermeintlichen Erwartungen des Gegenübers nicht gerecht zu werden der Grund wieso ich dann tatsächlich unklarer werde. Ich beweise mir selbst, dass meine eigenen Zweifel gerechtfertigt sind und schiebe es auf den Habitus einer anderen Person. Das heißt nicht, dass dieser Habitus nicht tatsächlich auch zu meinem Verhalten beiträgt und diese Situation systemisch bedingt ist. Dass sie in vielen Gärten genauso von statten geht. Dass Väter auf Leitern stehen und auf ihre Töchter herabsehen und sie unterschätzen und dass diese Töchter sich deshalb stetig selbst unterschätzen. Aber vielleicht geht es viel mehr darum, mein Verhalten und Selbstbewusstsein nicht länger von der Antizipation, was mein Vater über mich denkt, abhängig zu machen. Sondern mich von dem Drang zu emanzipieren, ihm beweisen zu müssen, dass ich intelligent bin, um etwas wert zu sein.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Texte zum Thema Empowerment gefällig? <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/empowerment/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier entlang</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Eve</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/lebenslaeufe-eve/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 07:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13121</guid>

					<description><![CDATA[Wir freuen uns riesig über ein neues Lebensläufe-Video, diesmal stellt Conrad euch die 22-jährige Eve vor. Überzeugte Feministin, Kunst- und Literaturliebhaberin, Studentin, politische Aktivistin, Herausgeberin eines eigenen Magazins — all das vereint in bloß einer einzigen Person! Eve zeigt euch, wie das gehen kann — und wie man Kultur einfach selbst macht. Also, wir sind]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns riesig über ein neues Lebensläufe-Video, diesmal stellt Conrad euch die 22-jährige Eve vor. Überzeugte Feministin, Kunst- und Literaturliebhaberin, Studentin, politische Aktivistin, Herausgeberin eines eigenen Magazins — all das vereint in bloß einer einzigen Person! Eve zeigt euch, wie das gehen kann — und wie man Kultur einfach selbst macht. Also, wir sind total inspiriert! Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-13121"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://mantismagazine.com" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier geht&#8217;s zum Mantis Magazine</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lockdown: Mein Fluch und Segen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/fluchundsegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nev]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2021 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13101</guid>

					<description><![CDATA[Haaaaach — der Lockdown, der Lockdown&#8230; inzwischen gibt es ja dank sinkender Zahlen endlich wieder einige Öffnungen. Unter Auflagen ist beispielsweise auch ein Besuch im Fitnessstudio drin. Gut nicht nur für all jene, die Sport machen möchten, sondern auch für die, die als Trainer*innen arbeiten! So zum Beispiel auch Nev. In seinem Videotagebuch berichtet er uns,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haaaaach — der Lockdown, der Lockdown&#8230; inzwischen gibt es ja dank sinkender Zahlen endlich wieder einige Öffnungen. Unter Auflagen ist beispielsweise auch ein Besuch im Fitnessstudio drin. Gut nicht nur für all jene, die Sport machen möchten, sondern auch für die, die als Trainer*innen arbeiten! So zum Beispiel auch Nev. In seinem Videotagebuch berichtet er uns, wie er den Lockdown erlebt hat und weshalb dieser für ihn Fluch und Segen zugleich war. Viel Spaß beim Anschauen!</strong><span id="more-13101"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Einige unserer Autor*innen haben darüber berichtet, <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/covid19/" target="_blank" rel="noopener"><strong>wie sich Lockdown und Co. für sie angefühlt haben</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Collective Trauma</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/06/collective-trauma/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=13093</guid>

					<description><![CDATA[Heute zeigen wir euch ein Bewerbungsvideo für eine Modeschule. Klingt langweilig? Von wegen! Mats Linus Wallners Bewerbungsvideo für das Amsterdam Fashion Institute ist eine Mischung aus Musikvideo, Poetry Clip, Kurzfilm und Kampfansage an eine Gesellschaft, die die drängenden Probleme unserer Zeit ignoriert und damit eine komplette Generation traumatisiert. Wir sind beeindruckt und empfehlen euch dringend,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute zeigen wir euch ein Bewerbungsvideo für eine Modeschule. Klingt langweilig? Von wegen! Mats Linus Wallners Bewerbungsvideo für das Amsterdam Fashion Institute ist eine Mischung aus Musikvideo, Poetry Clip, Kurzfilm und Kampfansage an eine Gesellschaft, die die drängenden Probleme unserer Zeit ignoriert und damit eine komplette Generation traumatisiert. Wir sind beeindruckt und empfehlen euch dringend, es anzusehen!</strong></p>
<p><span id="more-13093"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wir finden, Mats Linus Wallner ist mit diesem Video ein ziemlich gutes Vorbild. Weitere Vorbilder <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/vorbilder/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Handwerklich ungeübt und bevormundet?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/handwerklich-ungeuebt-und-bevormundet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ann Katrin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2021 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12894</guid>

					<description><![CDATA[Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Herzlich willkommen, Ann Katrin! In ihrem ersten Text geht es um&#8217;s Handwerken und um die Frage, was junge Menschen alleine im Haushalt instand halten können — und welche Rolle das Geschlecht dabei spielt&#8230; Wie sieht es bei euch aus? Traut ihr euch zu, Möbel selbst aufzubauen, oder würdet ihr euch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir begrüßen eine neue Autorin auf meinTestgelände: Herzlich willkommen, Ann Katrin! In ihrem ersten Text geht es um&#8217;s Handwerken und um die Frage, was junge Menschen alleine im Haushalt instand halten können —<span class="Apple-converted-space"> </span>und welche Rolle das Geschlecht dabei spielt&#8230; Wie sieht es bei euch aus? Traut ihr euch zu, Möbel selbst aufzubauen, oder würdet ihr euch eher für den Montage-Service entscheiden? Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12894"></span></p>
<p>Bei einem Umzug in eine neue Wohnung oder auch ein Haus kommt es immer zu den üblichen Aufgaben und manchmal auch zu eher seltenen handwerklichen Herausforderungen. Zuletzt kam ich über diese To-Do´s ins Gespräch und habe zwei für mich sehr typische Reaktionen erlebt: „Du kannst sowas? Das ist ja cool“ und „Denk daran es so und so zu machen. Oder soll ich es schnell für dich erledigen?“. Neutral betrachtet sind diese Sätze sehr freundlich gemeint und sind auch bei vielen Menschen einfach die erste Reaktion. Jetzt kommt es aber zum Kontext; der erste Satz kam von einer weiblichen Person und letzterer Satz von einer männlichen Person. Und wenn ich so über meine Gespräche zum handwerklichen Bereich nachdenke, sind das auch in 90% der Fälle diese Reaktionen die ich von Gesprächspartnern meines Alters erhalte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Da kommt mir die Frage: sind jüngere Generationen handwerklich unbegabt geworden? Und sind häusliche Aufgaben weiterhin auf die Geschlechterrollen festgelegt?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Zum handwerklichen Hintergrund von Generation Y und Z können immer Statistiken und Zahlen herangezogen werden, aber die sagen oftmals nichts über private Fähigkeiten aus. Mein persönlicher Hintergrund ist eher akademischer Natur und dennoch bin ich sowohl in allgemeinen als auch speziellen Gebieten des Handwerkes so gut befähigt, dass ich nicht um Unterstützung bitten müsste. Lampen anbringen oder auch ausgefallenere Reparaturen sind für mich keinerlei Problem; handwerklich ausgebildete Familienmitglieder haben unterschiedliche Lektionen stets in den Alltag integriert und so einen nachhaltigen Lernprozess geschaffen. Aber wie verhält es sich mit den anderen Mitgliedern meiner Generation?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Laut offiziellen Statistiken gab es 2019 knapp <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/">5.56 Millionen</a> Personen im Alter von 14-20 in Deutschland. Natürlich gehen viele dieser Menschen noch zur Schule, aber einige davon starten eventuell schon eine Ausbildung, dann stellt sich die Frage, welche Karriere Wege eingeschlagen werden. Eine andere Statistik zeigt auf, dass im Jahr 2019 insgesamt <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/70717/umfrage/neu-abgeschlossene-ausbildungsvertraege-im-handwerk/">139 Tausend</a> neue Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen werden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn dieser Anteil nur auf die Gruppe der 14-20-Jährigen angewendet wird, ist es ein geringer Bruchteil der Altersgruppe die sich für eine handwerkliche Ausbildung entscheidet. Viele von diesen neuen Azubis brechen die Ausbildung eventuell auch ab, weil es doch nicht die richtige Wahl war oder einige werden auch vorzeitig entlassen aufgrund anderer Einschätzung durch die Arbeitgeber. Das heißt, es bleiben nicht mehr sehr viele Azubis, die die Ausbildung durchziehen und ins Berufsleben starten. Alles in allem, scheint es ein geschwindend geringer Anteil der jüngeren Generationen zu sein, die sich für eine Ausbildung im Handwerk interessieren und sich dort beruflich auch niederlassen. Was aber tun die restlichen Millennials und Digital Natives 2.0, wenn sie nun vor handwerklichen Herausforderungen im Haushalt stehen?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Im Laufe unseres Lebens ziehen wir ca. 4,5-mal um. Daher müssen wir für jeden dieser Wohnorte die üblichen Installationen vornehmen. Diese beinhalten Lampen zu installieren, eine Waschmaschine anschließen, Möbel aufbauen, Bilderrahmen oder Spiegel anbohren und manchmal auch Küchenmöbel installieren. Viele Möbelhäuser bieten mittlerweile schon einen Montage-Service an und auch für größere Elektro-Geräte wird ein ähnlicher Service geboten. Beides kostet teilweise aber auch einen sehr teuren Aufschlag und nicht jede Person kann sich so etwas leisten. Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Faktor, Pärchen die gerade zusammenziehen und die Wohnung einrichten, möchten sich ihr Heim gemeinsam gestalten und entscheiden sich auch dazu die Möbel selbst aufzubauen. Möbelhäuser wie IKEA bieten zwar auch eine babyleichte Aufbau-Anleitung, aber wie steht es damit Löcher zu bohren oder eventuelle Reparaturen in der Wohnung vorzunehmen? Da kommt es dann doch wieder zu Problemen. Kleinere Reparaturen sind schnell gemacht, aber wenn ein Regal doch nicht ganz optimal hält, stehen einige Personen schon vor der Herausforderung zu entscheiden woran es liegen könnte. Und eine gute Lösung zu finden.</p>
<p>Ein weiterer kritischer Punkt von handwerklichen Fähigkeiten scheint die gesellschaftliche Akzeptanz der Rollenverteilung zu sein. Seit Jahrhunderten ist Frauen die Aufgabe der Kindererziehung und täglicher, häuslicher Aufgaben wie Kochen, Putzen und Wäschewaschen zugeordnet. Für Männer sind es hingegen der Unterhalt; der Schutz der Familie und die handwerklichen Tätigkeiten. Aber was passiert, wenn diese stereotypischen Rollen aufgebrochen werden? Die beiden häufigsten Reaktionen habe ich schon beschrieben. Als Frau werde ich entweder bewundert oder bevormundet. Hinzu kommt noch mein Alter, mit 25 Jahren scheine ich in den Augen der meisten Personen zu jung, um mich in den entsprechenden Aufgaben ausreichend auszukennen oder eine Ahnung zu haben, was ich da tue. Die Generationen Y und Z brechen viele Geschlechterrollen immer mehr auf, sie beschäftigen sich immer häufiger mit tabu Themen. Aber sind diese Verhaltensweisen nur ein Dramaspiel oder wenden sich die jüngeren Generationen wirklich zum rollenunabhängigen Handeln?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Obwohl Handwerksbetriebe die Stellenanzeigen immer häufiger geschlechterneutral verfassen oder eine Begünstigung diverser Geschlechter ausdrücken, sind kaum drastische Veränderungen wahrzunehmen. Allein der Anteil weiblicher Auszubildenden im Handwerk hat sich über die Jahre von 1992 bis 2017 kaum verändert. Mit Schwankungen zwischen <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36281/umfrage/frauenanteil-bei-auszubildenden-im-handwerk-seit-1992/">19% und 24%</a> scheint der Anteil weiterhin zu gering zu sein, um dem femininen Geschlecht eine handwerkliche Bedeutung zukommen zu lassen. Doch an dieser Stelle kommt auch der Zweifel auf, ob es nur an den gesellschaftlichen Strukturen gelegen ist, dass weibliche Personen nicht ins Handwerk aufgenommen werden. Oder ob es auch den Frauen selber liegt, sich nicht in die Tätigkeiten einfinden zu wollen?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Klar ist jedenfalls, dass weiterhin geschlechtliche Vorurteile auch bei den jüngeren Generationen noch spürbar vertreten sind und es eine große Herausforderung bleibt, diese Ansichtsweisen zu einem angenehmeren Standpunkt zu verändern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr zum Thema Beruf findest du <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/beruf/" target="_blank" rel="noopener"><strong>unter dem entsprechenden Hashtag</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mütter, die nicht arbeiten, sind faul</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/muetter-die-nicht-arbeiten-sind-faul/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2021 11:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12867</guid>

					<description><![CDATA[Kinderbetreuung, Haushalt, Lohnarbeit: Eltern — und insbesondere Mütter, an denen nach wie vor ein Großteil der Care-Arbeit hängt — haben enorm viele Aufgaben zu bewältigen, um den Laden am Laufen zu halten. Wie kann eine sinnvolle Aufgabenteilung aussehen, wenn man mit der*m Partner*in zusammenlebt? Müssen Mütter lohnarbeiten? Was sollte sich in unserer Gesellschaft ändern, damit sich auch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kinderbetreuung, Haushalt, Lohnarbeit: Eltern — und insbesondere Mütter, an denen nach wie vor ein Großteil der Care-Arbeit hängt — haben enorm viele Aufgaben zu bewältigen, um den Laden am Laufen zu halten. Wie kann eine sinnvolle Aufgabenteilung aussehen, wenn man mit der*m Partner*in zusammenlebt? <em>Müssen </em>Mütter lohnarbeiten? Was sollte sich in unserer Gesellschaft ändern, damit sich auch Alleinerziehende nicht permanent am Rande der Erschöpfung befinden?</strong><strong> Über all das macht sich unsere Autorin Marie in ihrem neuen Text Gedanken. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12867"></span></p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, ob das Mamasein als Vollzeitjob zählt, wenn sie auch noch Vollzeit arbeitet und nebenberuflich den Haushalt am Laufen hält. Dann ist das Mamasein eher ein Nebenjob. Schade.<br />
Die Gesellschaft sieht es als normal an, dass Frauen eine Vielzahl an Jobs gleichzeitig machen:</p>
<p>&#8211; Mutter werden, was überhaupt erstmal eine ganz neue Lebenseinstellung ist<br />
&#8211; Das Kind oder die Kinder großziehen, inkl. eventuelle Elternzeit<br />
&#8211; Arbeiten und Geld zum Leben verdienen<br />
&#8211; Den Haushalt machen, Essen kochen und zu Hause in jeglicher Hinsicht den Laden schmeißen</p>
<p>Also eine Vollzeitaufgabe, die überhaupt keine Freizeit und keinen Freiraum mehr beinhaltet. Ist das richtig so? Muss man das so akzeptieren, wenn man unbedingt Kinder bekommen möchte?<br />
Das ist so viel, dass Zeit für sich selbst überhaupt nicht mehr in den Tag passt. Ein Gefühl des „funktionieren Müssens“, nicht mehr wirklich zu leben.<br />
Und wenn das jeden Tag so läuft, ist es selbsterklärend, dass all das, was sie tut, ein enormes Gesundheitsrisiko ist.<br />
Es gibt Frauen, die können das, die haben solch eine Belastungsgrenze, dass all das kein Problem darstellt. Da habe ich wirklich Respekt vor.<br />
Es gibt so viele Frauen, die keine Kinder bekommen, sondern nur arbeiten und ihren Haushalt machen, damit überfordert sind oder sich gar nicht vorstellen können, nebenbei und nachts noch die Energie für ein Kind oder mehrere Kinder zu haben. Das finde ich nicht verwerflich, sondern verantwortungsvoll sich selbst und seiner Gesundheit gegenüber, denn wenn die Gesundheit nicht läuft, läuft das Leben nicht.<br />
Wenn eine Frau aber gerne Kinder möchte, wird erwartet, dass sie alles andere nebenbei auch noch macht. Ein Zusatz an Arbeit, ein zusätzlicher Job, denn natürlich ist es viel nervliche – und vor allem körperliche Arbeit, Kinder in die Welt zu setzen und großzuziehen.</p>
<p>Früher war es „normal“, dass Frauen zu Hause die Kinder betreuen, den Haushalt machen und der Partner arbeiten geht, damit man sich Wohnung und Lebensmittel, eben alles, was zum Leben dazu gehört, leisten konnte. Die Frau hatte mindestens genau so viel zu tun wie der Mann, wenn nicht oft sogar ein wenig mehr, denn die Nachtschicht war inklusive und Feierabend hat man so gut wie nie. Das Mamasein ist eine Lebensaufgabe.<br />
Mit der Zeit sind mehr Frauen arbeiten gegangen, haben beides bewältigen können, was ich persönlich sehr, sehr stark finde.<br />
Ich denke, es sind insbesondere alleinerziehende Mütter/Väter, die leider keine Wahl haben und bis an ihre Grenzen gehen. Aber natürlich möchten oft auch Mütter, die nicht alleinerziehend sind, arbeiten gehen und unabhängig ihr Geld verdienen, auch das ist vollkommen okay. Beide Fälle sind für die Gesellschaft aber anscheinend ein Muss.<br />
Und das finde ich nicht okay.</p>
<p>Ich finde es nicht verwerflich, wenn das Leben mit Kind und Partner so geregelt ist, dass nur einer von beiden arbeiten geht und der jeweils Andere alle anderen Aufgaben übernimmt. Wir sind nicht ewig jung und haben eventuell auch nicht ewig eine intakte Gesundheit, die zudem nicht gefördert wird, wenn man permanent an seine körperliche- und psychische Belastungsgrenze geht und eben das wird so, so, so oft von der Gesellschaft erwartet.<br />
Selbst wenn die Mutter nur in Elternzeit ist und danach wieder arbeiten gehen möchte, ist die oft erste Frage: „Wann gehst du denn wieder arbeiten?“.</p>
<p>Ich finde das nicht fair und fänd es besser, wenn die Gesellschaft toleranter wäre und nicht erwartet, dass man bis zur Grenze kämpft und dass man nicht verurteilt wird, wenn nur einer von beiden arbeiten geht, denn der Andere arbeitet ja auch. Nur eben nicht für Geld und da liegt meistens der Fokus drauf, es geht immer um das Geld.</p>
<p>Wer kein Geld verdient, ist schwach und wird weniger angesehen.<br />
Wer kein Geld verdient, ist faul.<br />
Wer kein Geld verdient, ist nur wegen dem Geld mit dem Partner zusammen.</p>
<p>Wer kein Geld verdient, ist weniger intelligent.<br />
Wer kein Geld verdient, bekommt Geld vom Staat.</p>
<p>Dabei sind das alles einfach nur gesellschaftliche Vorurteile und Druck.<br />
Es ist es meiner Meinung nach egal, ob man sich das Geldverdienen teilt oder nur einer von beiden dafür arbeiten geht, am Ende ist es gemeinsames Geld in geteilter Arbeit.<br />
Und das wichtigste ist, dass sich die Familie damit wohl fühlt, denn nur darum geht es. Es geht niemanden etwas an, wie man sein Leben führt und dieser Druck sollte weniger werden.</p>
<p>Mein Appell an all die Mamas, die den Laden zu Hause schmeißen und die Kinder betreuen, damit sie nicht mit erst ein paar Monaten in die Kita müssen und so lange wie möglich Zeit zum Entwickeln haben, während der Mann arbeiten geht:<br />
Ihr seid stark, ihr seid selbstlos und ich wünsche euch, dass dieser Druck von außen irgendwann endlich aufhört.<br />
Wenn ihr glücklich seid und es eurer Familie gut geht mit dieser Entscheidung, ist es mehr als richtig. Und nur darauf kommt es an, lasst all das Gelaber von außen einfach an euch vorbeiziehen. Denn DAS ist falsch, nicht euer Leben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von Marie <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/marie/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findest du hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Lilith</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/lebenslaeufe-lilith/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/lebenslaeufe-lilith/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 07:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12803</guid>

					<description><![CDATA[Juhu, endlich ein neues Video aus Conrads Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220;! Die Protagonistin des heutigen Films kennt ihr als engagierte und vielseitig interessierte Autorin hier auf meinTestgelände: Lilith. Ihr Motto lautet: Ausprobieren! Nach der Schule hat sie verschiedene Praktika absolviert, um herauszufinden, was sie im Bachelor studieren möchte. Inzwischen studiert sie Internationale Beziehungen in Dresden &#8211; und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Juhu, endlich ein neues Video aus Conrads Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220;! Die Protagonistin des heutigen Films kennt ihr als engagierte und vielseitig interessierte Autorin hier auf meinTestgelände: Lilith. Ihr Motto lautet: Ausprobieren! Nach der Schule hat sie verschiedene Praktika absolviert, um herauszufinden, was sie im Bachelor studieren möchte. Inzwischen studiert sie Internationale Beziehungen in Dresden &#8211; und nebenbei findet sie noch Zeit für Hobbys und Ehrenämter. Heute ist sie beispielsweise bei der <a href="https://www.klischee-frei.de/de/klischeefrei_97926.php" target="_blank" rel="noopener"><em>3. Fachtagung der Initiative Klischeefrei</em></a> mit dabei. Schaut unbedingt rein und lasst euch inspirieren!</strong></p>
<p><span id="more-12803"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Liliths Profil <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lilith/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
<li>Und hier gibt&#8217;s weitere <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/" target="_blank" rel="noopener"><strong>&#8222;Lebensläufe&#8220;-Videos</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/lebenslaeufe-lilith/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von „Sexflatrates“ bis hin zu „Kleidung verboten“- Regelungen – die aktuelle Lage der Prostitution in Deutschland</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/02/prostitution-in-deutschland/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2021/02/prostitution-in-deutschland/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 07:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Sexarbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12756</guid>

					<description><![CDATA[Für diesen Text hat sich unsere Autorin Lilith mit dem Thema Sexarbeit in Deutschland auseinandergesetzt. Wie steht es um die aktuelle Gesetzeslage, wie viele Sexarbeiter*innen gibt es überhaupt, und wie ordnet Lilith dies ein? All das lest ihr im Folgenden. Pornotheater, „Teeklubs mit Spaß“, Lusthäuser so groß wie ganze Hotels. Dass derartige Einrichtungen die deutschen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für diesen Text hat sich unsere Autorin Lilith mit dem Thema Sexarbeit in Deutschland auseinandergesetzt. Wie steht es um die aktuelle Gesetzeslage, wie viele Sexarbeiter*innen gibt es überhaupt, und wie ordnet Lilith dies ein? All das lest ihr im Folgenden.</strong></p>
<p><span id="more-12756"></span></p>
<p>Pornotheater, „Teeklubs mit Spaß“, Lusthäuser so groß wie ganze Hotels. Dass derartige Einrichtungen die deutschen Straßen säumen, bekommt jede*r mit. Nicht umsonst bezeichnen Aktivisten wie auch einige Politiker Deutschland als reinstes Paradies für an bezahlter Befriedigung interessierte Männer. Denn: Die Prostitution ist in der Bundesrepublik bereits seit 100 Jahren legal. Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf die Situation in Deutschland auch im 21. Jahrhundert durch das Prostitutionsgesetz aus dem Jahr 2001. Lediglich die Ausbeutung Prostituierter blieb strafbar. Alles andere: nach Gesetz unbedenklich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Befürworter dieser erweiterten Legalisierung der Prostitution versprachen sich daraus eine bessere Kontrolle über diesen Sektor. So ist es seitdem z.B. möglich, sich als regulär Angestellte registrieren zu lassen und eine Sozialversorgung zu erhalten. Bislang haben sich jedoch lediglich 44 Prostituierte wirklich registrieren lassen. Und das bei einer Anzahl von 4000 bis vermuteten 1 Mio. Prostituierter in der Bundesrepublik. Die Krankenversicherung ist teuer, da es sich um einen „riskanten Beruf“ handelt und der Anreiz, sich offiziell zu melden, fehlt. Viele wollen zudem nicht, dass eine derartige Tätigkeit in ihrem Lebenslauf vermerkt werden muss. Denn, dies ist vielleicht die einzige positive Nachricht: ein Großteil der Prostituierten führt diesen „Job“ nicht dauerhaft, sondern nur temporär aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Schlimm ist jedoch die andere Seite der „Sexindustrie“. In vielen Städten stellen die dahintersteckenden Strukturen einen Teil der organisierten Kriminalität dar und werden von Gruppen, wie den Hells Angels oder United Tribuns dominiert. Kein Wunder, in einer Industrie, in der pro Jahr 15 Mio. Euro umgesetzt werden. Dies ist besonders durch die Entwicklung ganzer Bordellketten bedingt. Kunden werden diese in jeder deutschen Stadt ebenso einfach finden, wie es für Kaffeeliebhaber bei der Kette Starbucks der Fall ist und für Shoppingqueens für H&amp;M und Zara gilt. Täglich werden in Deutschland aktuell 1,2 Mio. Männer bedient. Es gibt in diesem Milieu aufgrund der kriminellen Strukturen also nicht ausschließlich „freiwillige“ Arbeiterinnen, sondern immer noch ist der Menschenhandel keine Seltenheit. 70% des Menschenhandels in Europa wird mit Zwangsprostitution gedeckt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Besonders Frauen aus Osteuropa werden nicht selten mit beruflichen Perspektiven als Kellnerin oder Hotelangestellte, nach Deutschland gelockt und folgen meist aufgrund ihrer finanziellen Not, diesem Aufruf. Angekommen in Deutschland werden sie zur Arbeit als Prostitutierte gezwungen und können einen Großteil ihres Gehaltes noch nicht einmal selbst einstecken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Gleichzeitig darf nicht unerwähnt bleiben, dass nicht alle Sexarbeiterinnen den Beruf aus Zwang oder aus finanziellen Nöten heraus ergreifen. Auch ist es wichtig, Menschen, die den Beruf selbst wählen, mitzudenken. Diese sollten keinesfalls stigmatisiert werden, dennoch bleibt es gerade bei einem solch intimen Berufsfeld wichtig, genau hinzusehen und die Hintergründe detailliert zu untersuchen. Und genau das wird zu selten getan:</p>
<p>Einrichtungen in denen derartige Damen arbeiten, können rechtlich nicht belangt werden. Die meisten Geschäfte vermieten „lediglich“ Räume an die Damen. Diese sind also ebenso Kunden, wie die die Einrichtung besuchenden Männer. Daraus folgt, dass für die Eröffnung eines Bordells weniger Regeln gelten, als für einen geplanten Supermarkt. Das Paradox: trotz des Verhältnisses zwischen den Frauen und dem Betreiber als „Kunde“ kann Ersterer Regeln festlegen, an die sich alle in seinem Haus Mietenden zu halten haben. Eine Beispielregel gefällig? Durchgehend nackt sein.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Einige Betreiber jedoch bleiben nicht untätig. Sie vermitteln Prostituierte an entsprechende Beratungsstellen und Hilfsnetzwerke, wenn sie mitbekommen, dass die Frauen einen „Arbeitgeber“ haben, der sie zwingt. Viele Freier im Gegensatz dazu, denen sich die Damen anvertrauen, trauen sich wiederum nicht, dies bei der Polizei zu melden. Zu groß empfinden sie ihr Risiko, dass aufgedeckt wird, wo sie sich abends aufhalten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Hilfsnetzwerke bieten bislang besonders für den Winter warme Räumlichkeiten und Tee, ganzjährig jedoch Beratungsgespräche, Informationsmaterial und Verhütungsmittel an. Einige Vereinigungen stellen auch draußen Räumlichkeiten, ausgestattet mit Notknopf und Notausgang, zur Verfügung, sodass besonders Stricherinnen ihre Freier an einen sicheren Platz führen können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„All inclusive: nur 100€“ „Eine Nacht im Traumkeller: nicht mehr als 30€“. Dass Frauen und ihre Dienstleistungen als Produkte angeboten werden, scheint heutzutage kaum noch jemanden zu stören. Auch Bestellapps für derartige Dienste sprießen genauso zahlreich in die Höhe, wie es in den Freizeitspielebereichen, oder bei Pizza vorm Fernsehen der Trend ist. Selbst „Sexflatrates“ sind heute genauso leicht wie Handyverträge erhältlich. Werbung findet sich in deutschen Städten überall. Steigt man in einer deutschen Großstadt in ein Taxi, trennt man beim Öffnen der Beifahrertür die Telefonnummer eines „Orientparadies“ mit dementsprechend anzüglichen Bildern und auch auf der Autobahn wird man durch mit Werbeplakaten ausgestattete LKWs nicht in Ruhe gelassen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Markt ist hart. Es gibt nicht wenige, die bereit dazu sind, für schnelles, wohlgemerkt nicht einfaches Geld, ihren Körper als Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Konkurrenzkampf ist in der Folge dementsprechend angespannt. So kommt es, dass z.B. Frauen trotz der gesetzlichen Vorschriften nicht auf Verhütungsmittel bestehen. Wenn man den Kunden diesen Wunsch verweigere, so würden sie einfach zur Konkurrenz wechseln – und diesen Verlust können sich die meisten nicht leisten. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dass die Legalisierung der „Erwachsenen-Unterhaltung“ in der Form, wie sie aktuell ausgeprägt ist, nicht wirklich Erfolg zu verzeichnen hat, wird besonders in einem internationalen Vergleich deutlich: Selbst wenn man die Anzahl der Prostituierten in Abhängigkeit der Einwohner betrachtet, weist Deutschland mehr Sexarbeiterinnen auf als Thailand oder das für sein Rotlichtmilieu besonders berüchtigte Amsterdam in den Niederlanden. In Ländern, in denen bezahlter Geschlechtsverkehr eine Straftat darstellt, wie z.B. in Norwegen, Schweden und Island ist die Lage deutlich kontrollierter als in der Bundesrepublik. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nichtsdestotrotz muss man vorsichtig sein, wenn man das System der Legalisierung als das Non plus ultra herausstellen möchte. Dieser Ansatz muss keine Einbahnstraße sein, es besteht vielmehr die Frage, wie er umgesetzt wird. Eine Fehleranalyse der momentanen Situation wäre bereits der erste Schritt hin zur Besserung. Sind die Kontrollen nicht strikt genug? Gibt es zu wenige Regeln und Gesetze? Auch über EU-weite Regelungen wird diskutiert.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Warum aber wird in diesem Artikel fast ausschließlich von „Damen“ geredet, die ihre Körper auf dem Markt anbieten? Weil das der Realität entspricht. Es werden kaum sexuelle Dienste von Männern angefordert. Zwar gibt es Callboys und auch einige männliche Stricher lassen sich auf den Straßen erblicken, diese sind jedoch in der Unterzahl. Interessant dabei: Meist werden diese nicht etwa von Frauen angefragt, sondern von homosexuell orientierten männlichen Kunden. Frauen sind in diesem gesamten Apparat also sehr selten als Kunden beteiligt. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Du willst mehr Texte von Lilith lesen? Kein Problem, <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lilith/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier entlang</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2021/02/prostitution-in-deutschland/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Der Mediengestalter Ayman</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/lebenslaeufe-der-mediengestalter-ayman/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12656</guid>

					<description><![CDATA[Eigentlich hat Ayman mal in Syrien gelebt und als Stuckateur gearbeitet. Ein Job, den er sich selbst jetzt nicht unbedingt ausgesucht hätte. Inzwischen hat er sein Zuhause in Wettin gefunden und macht dort eine Ausbildung zum Mediengestalter — und hat sich verliebt, und zwar in Kamera und Licht. Wusstet ihr schon, dass die beiden quasi Verwandte sind?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich hat Ayman mal in Syrien gelebt und als Stuckateur gearbeitet. Ein Job, den er sich selbst jetzt nicht unbedingt ausgesucht hätte. Inzwischen hat er sein Zuhause in Wettin gefunden und macht dort eine Ausbildung zum Mediengestalter — und hat sich verliebt, und zwar in Kamera und Licht. Wusstet ihr schon, dass die beiden quasi Verwandte sind? Für unsere Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220; hat Conrad ein tolles Portrait von einem beeindruckenden jungen Mann gedreht. Unbedingt anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-12656"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Lebensläufe <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>gibt es hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>#closethegap</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/closethegap/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Noah S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12635</guid>

					<description><![CDATA[Heute begrüßen wir mal wieder einen neuen Autor auf meinTestgelände: Herzlich Willkommen, Noah! Noah ist Architekturstudent und macht sich in seinem ersten Text Gedanken darüber, was das Thema Geschlecht mit seinem Berufsfeld zu tun hat. Was denkt ihr so, wie ist der Männer-und Frauenanteil im Architekturstudium? Und wie in den Büros und in der Branche?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="page" title="Page 1">
<div class="section">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><strong>Heute begrüßen wir mal wieder einen neuen Autor auf meinTestgelände: Herzlich Willkommen, Noah! Noah ist Architekturstudent und macht sich in seinem ersten Text Gedanken darüber, was das Thema Geschlecht mit seinem Berufsfeld zu tun hat. Was denkt ihr so, wie ist der Männer-und Frauenanteil im Architekturstudium? Und wie in den Büros und in der Branche?</strong></p>
<p><span id="more-12635"></span></p>
<p>Ich studiere Architektur. Bevor ich mein Studium begonnen habe habe ich mir bereits Gedanken gemacht wie wohl der Frauen- bzw. Männeranteil im Studium sein wird und ich muss zugeben, dass ich tatsächlich überrascht war, als ich gemerkt habe, dass es sehr ausgeglichen ist. Das bestätigt auch das Internet, 52,6% Frauen und 47,4% Männer studieren aktuell Architektur. Warum es mich überrascht hat und was ich anderes erwartet habe, kann ich heute gar nicht mehr wirklich sagen.</p>
<p>Denkt man an die klassischen Klischees könnte man meinen, dass es ein kreatives Studium ist, was bei Frauen beliebt sein könnte, genauso könnte aber auch argumentieren werden, dass das Bauhauptgewerbe bestimmt von Männern geprägt ist.<br />
Der erste Teil der Klischees wird direkt bekräftigt dadurch, dass beim Studiengang Innenarchitektur, der als noch kreativer und künstlerischer gilt der Frauenanteil im Studiengang bei 87% liegt.</p>
<p>Ich habe nun weiter recherchiert und aktuelle Zahlen gesucht und gefunden, dass der Anteil der Architekten in Deutschland bei 66,6% liegt und Architektinnen sind gerade mal 33,4%. Auch die Innenarchitektinnen sind gegenüber den Innenarchitekten nur noch etwa 60%. Was für ein Unterschied zu den Studierendenanteilen. Geht man noch weiter und guckt nach berühmten Büros und ArchitektInnen findet man fast nur noch Männernamen. Jedoch sind solche Phänomene ja auch bei anderen Berufsrichtungen regelmäßig zu beobachten: rund zwei Drittel der Medizinstudierenden sind Frauen, jedoch nur 47% der Ärzte und Ärztinnen.</p>
<p>Ich habe mich gefragt: Was hat Geschlecht mit meinem Studium und meinem späteren Beruf zu tun? Warum studieren nicht auch mehr Männer Innenarchitektur? Warum sind berühmte ArchitektInnen meistens Männer obwohl mehr Frauen den Studiengang belegen?</p>
<p>Mir persönlich macht auch die Innenarchitektur viel Spaß, schon bei Sims war neben dem Hausbau das Beste die Innenräume zu gestalten, Möbel zu platzieren, etc. Aber bin ich deshalb weniger männlich? Ist die Frage welche Farben und Materialien zueinander passen und miteinander harmonieren eine Frage die angeblich nur Frauen beantworten können? Oder werden viele junge Männer schon davon abgeschreckt, dass sie im Vorhinein die Zahlen sehen und sich gar nicht trauen als Mann dieses Fach zu studieren? Auch im direkten Vergleich zum Architekturstudiengang ist der Unterschied so groß und ich verstehe nicht warum das sein kann.</p>
<p>Mit der letzten Frage habe ich mich länger beschäftigt. Einerseits ist das Problem, dass der Anteil der Studentinnen deutlich größer ist als der Arbeiterinnen in dem Bereich, ein Problem, dass auch bei anderen Berufen auftritt. Wenn dann auch Kinder dazu kommen kommt oft kommt die Kinderzeit dazwischen, die zwar immer mehr auch von Männern wahrgenommen wird, jedoch oft noch von der Mutter, was vielen Arbeitnehmerinnen einen großen Nachteil bringt. Dazu kommt auch, dass die erste Frau mit Ingenieursdiplom im Bereich Architektur erst vor etwas mehr als 100 Jahren ihren Abschluss machen konnte.</p>
<p>Wenn ich mir bei meinen KommilitonInnen die Ergebnisse anschaue und vergleiche, kann ich von fehlendem Talent der Frauen absolut nicht reden, regelmäßig hole ich mir in sämtlichen Bereichen Tipps von Kommilitoninnen. Auch die Zahlen der Hochschule belegen, dass letztendlich nicht weniger Frauen als Männer ihren Abschluss machen.</p>
<p>Also ist es noch immer ein großes Problem, dass viele talentierte Frauen, mit guten Abschlüssen, letztendlich nicht die gleichen Chancen haben, wie viele Männer mit gleichen Vorraussetzungen.</p>
<p>Eine weitere Frage, die ich mir die ganze Zeit stelle ist, warum bei allen Statistiken und Angaben immer nur zwei Geschlechter genannt werden. Obwohl es in anderen Bereichen bereits m, w, und d gibt, finde ich hier immer nur die Aufteilung in Frauen und Männer.<br />
Wahrscheinlich sind hier jedoch verlässliche Angaben zu mehr Geschlechtern nicht einfach anzugeben. Bei den meisten Statistiken lässt sich leicht in Mann und Frau unterscheiden, weil es so im Pass steht, außerdem ist ein Problem, dass viele Personen sich gar nicht anders in der Öffentlichkeit äußern und somit keine weiteren Geschlechter angegeben können. Trotzdem finde ich es schade, da es in der aktuellen Zeit, meiner Meinung nach, durchaus angebracht wäre nicht einfach nur in Mann / Frau zu unterscheiden, sondern weiter zu denken.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Architekt*in ist mit Garantie ein total spannender Job. <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Weitere tolle Berufe werden euch hier</strong></a> vorgestellt.</li>
</ul>
</div>
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Corona: Und wieder sind es die Frauen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/05/wieder-sind-es-die-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2020 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12184</guid>

					<description><![CDATA[Ob es um Kinderbetreuung geht, um die Pflege von Angehörigen, um den Haushalt, um einen Job in der Pflege oder an der Kasse im Einzelhandel &#8211; die Corona-Krise zeigt einmal mehr, dass es noch lange keine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit gibt. Darüber hat unser Autor Tom einen Text geschrieben. Er sagt: &#8222;Covid-19 trifft uns alle. Mal mehr,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ob es um Kinderbetreuung geht, um die Pflege von Angehörigen, um den Haushalt, um einen Job in der Pflege oder an der Kasse im Einzelhandel &#8211; die Corona-Krise zeigt einmal mehr, dass es noch lange keine tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit gibt. Darüber hat unser Autor Tom einen Text geschrieben. Er sagt: &#8222;Covid-19 trifft uns alle. Mal mehr, mal weniger. Ausbaden tun es aber überwiegend Frauen.&#8220; Hier könnt ihr seine &#8222;Analyse aus Zeiten der sozialen Isolation&#8220; lesen:</strong></p>
<p><span id="more-12184"></span></p>
<p>Homeoffice. Familienzeit. Innehalten. Die Coronakrise hat uns fest im Griff. Die einen können ihren Beruf nicht ausüben, den anderen fällt die Bude mit Kindern, LebenspartnerIn(nen) und Job auf den Kopf und wiederum andere leben unter menschenunwürdigen Bedingungen eingepfercht auf engstem Raum im Camp Moria, einem Flüchtlingslager in Griechenland. Weltweit verbringen die Menschen also nun erst mal ihre Lebenszeit an einem Ort. Ausgenommen die Menschen, die in Lagern festgehalten werden, leben die meisten von uns auch an einem Ort nur mit sehr wenigen Bezugspersonen. #sozialeIsolation</p>
<p>Umso wichtiger werden gerade in dieser Zeit soziale Kompetenzen wie Mitgefühl, Fürsorge und emotionale Arbeit.</p>
<p>Vermutlich jeder von uns hat Probleme, die am ehesten durch Zuhören, Verständnis zeigen und in den Arm nehmen gelöst werden können und das am besten Face to Face. Letzteres ist schon mal nicht per Skype Videocall möglich. Viel mehr sehnen wir uns jetzt in der sozialen Isolation noch ein Stückchen mehr nach Nähe, Geborgenheit und Präsenz von Personen aus dem engsten Freundes- und/oder Familienkreis. Und diese Kompetenzen werden auch im Jahr 2020 meistens von Frauen erwartet.</p>
<p>Bei der Entscheidung innerhalb einer heteronormativen Familienkonstellation, wer zuhause bleibt und auf die Kinder aufpasst, die jetzt nicht in der Schule sind, wenden die Eltern meist das Prinzip der Kausalität an. Dadurch, dass Männer häufig mehr Einkommen haben, oft in einer Vollzeitstelle arbeiten und weniger flexibel sind, bleiben Frauen auch in Coronazeiten ihren Teilzeit- und Minijobs fern und tragen die Carework in der Familie. Laut einer Studie der internationalen Arbeitsorganisation ILO übernehmen weltweit Frauen etwa viermal mehr sogenannte Fürsorgearbeit als Männer. Dabei arbeiten sie durchschnittlich vier Stunden unbezahlt in Pflege, Kindererziehung und im Haushalt, während Männer zu dieser Zeit Lohnarbeit verrichten. Ist das jetzt während der aktuellen Situation durch Corona anders? Vielleicht.</p>
<p>Vielleicht haben aber genau diejenigen Frauen in diesen Wochen noch mehr an Carearbeit zu verrichten als sonst. Zum einen, um die schulpflichtigen Kinder zu bespaßen, zum anderen aber auch den Frust ihres Mannes im Homeoffice zu besänftigen, weil seine jobtechnisch wichtige Skypekonferenz mit den anderen Homeofficemännern nicht flüssig läuft.</p>
<p>Alles veraltet. Die moderne, emanzipierte Frau arbeitet doch. Laut der aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sogar in einer Notstandsinfrastruktur. So liegt der Frauenanteil in systemrelevanten Berufsgruppen bei knapp 75 Prozent. Gemeint sind dabei zum Beispiel VerkäuferInnen im Einzelhandel für die Grund- und Lebensmittelversorgung, ErzieherInnen in der Kindernotbetreuung und KrankenpflegerInnen im Gesundheitswesen. Jobs, die überwiegend in Teilzeit bewältigt werden und ein geringes gesellschaftliches Ansehen außerhalb von Krisenzeiten genießen.</p>
<p>Gut, dass die Bundesregierung ihnen immerhin dafür dankt, dass sie laut der Rede an die Nation von Bundeskanzlerin Merkel den Laden auf dem Laufenden halten, während der Gender Pay Gap laut Statistischem Bundesamt aktuell bei ca. 20 Prozent liegt und der Mindestlohn in der Pflege ein bisschen mehr als 11 Euro pro Stunde ist. Und gut, dass die Männer der ProSiebenSat1-Media SE mit ihrem #WirsagenDanke-Spot immerhin an sie denken, während nicht einmal 20 Prozent der Frauen bei ihnen als Führungskraft arbeiten. Vielleicht sollten wir an diesen Dingen in unserer Gesellschaft noch mehr feilen, wenn wir &#8211; dank vieler Frauen &#8211; die Krisenzeit überwunden haben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Tom <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/tom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Der Moderator Tarik</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/lebenslaeufe-tarik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2020 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12148</guid>

					<description><![CDATA[Jetzt mal ehrlich: den fantastischen Tarik kennt ihr wahrscheinlich alle schon, oder? Falls nicht, ist es allerhöchste Eisenbahn! Unser heutiges Video ist jedenfalls eine super Gelegenheit, ihn kennenzulernen. Conrad hat sich nämlich mit dem Wahlberliner getroffen und ihn für Lebensläufe interviewt &#8211; wie kam&#8217;s dazu, dass Tarik heute verschiedene Formate und Sendungen moderiert? Und wie läuft]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt mal ehrlich: den fantastischen Tarik kennt ihr wahrscheinlich alle schon, oder? Falls nicht, ist es allerhöchste Eisenbahn! Unser heutiges Video ist jedenfalls eine super Gelegenheit, ihn kennenzulernen. Conrad hat sich nämlich mit dem Wahlberliner getroffen und ihn für <em>Lebensläufe</em> interviewt &#8211; wie kam&#8217;s dazu, dass Tarik heute verschiedene Formate und Sendungen moderiert? Und wie läuft die Selbstständigkeit so? Was wünscht er sich noch?  </strong></p>
<p><span id="more-12148"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>LKW-Fahrerin oder Geburtshelfer? Mehr <a href="https://www.meintestgelaende.de/?s=lebensläufe" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><em>Lebensläufe</em> findet ihr hier!</strong></a></li>
<li>Mehr von Tarik findet ihr bei <a href="https://www.youtube.com/results?search_query=tarik+tesfu" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>YouTube</strong></a> und natürlich auf seinem <a href="https://www.instagram.com/tesfu_tarik/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Instagram-Kanal</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Planlos ging der Plan los</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/planlos-ging-der-plan-los/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/planlos-ging-der-plan-los/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2020 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Covid19]]></category>
		<category><![CDATA[Elternschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12137</guid>

					<description><![CDATA[Auch unsere Autorin Marie bleibt aufgrund des Lockdowns zuhause. Klingt erstmal gemütlich? Nun: In ihrer Wohnung leben allerdings auch noch ihr vierjähriger Sohn und ihr Partner, dessen Arbeit ins Homeoffice verlegt wurde&#8230; Ersatz-Kita, Aufenthaltsort UND Büro, das ist ganz schön viel für eine Zwei-Zimmer-Wohnung! Hier berichtet Marie von den ersten Tagen nach der plötzlichen Umstellung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch unsere Autorin Marie bleibt aufgrund des Lockdowns zuhause. Klingt erstmal gemütlich? Nun: In ihrer Wohnung leben allerdings auch noch ihr vierjähriger Sohn und ihr Partner, dessen Arbeit ins Homeoffice verlegt wurde&#8230; Ersatz-Kita, Aufenthaltsort UND Büro, das ist ganz schön viel für eine Zwei-Zimmer-Wohnung! Hier berichtet Marie von den ersten Tagen nach der plötzlichen Umstellung.</strong></p>
<p><span id="more-12137"></span><br />
Zwei Erwachsene und ein vierjähriges Kind in einer kleinen Wohnung in Berlin. Jeder Tag fühlt sich wie Sonntag an. Vor einer Woche hat die allgemeine Homeoffice-Situation, zur Eindämmung von Covid19, begonnen.<br />
Ich musste mir plötzlich ganz schnell einen Plan überlegen, wie mein Sohn die Zeit, die er fünf Tage die Woche, acht Stunden täglich, in der Kita verbringt, zu Hause rumbekommt. Aber das war noch nicht alles, denn der Papa musste ja auch plötzlich einen ruhigen Platz in der Wohnung kriegen, von dem aus er ungestört mindestens acht Stunden arbeiten konnte, inklusive stundenlange Telefon-Meetings.</p>
<p>Planlos ging der Plan los.<br />
Ich hatte einen starken Druck in den ersten Tagen, weil all das über Nacht funktionieren musste, man hatte keine Vorlaufzeit, keine Zeit, um sich eine Struktur aufzubauen und niemand wusste, wie lange dieser Plan überhaupt anhalten musste.<br />
Da ich davon ausging, dass auch die Berliner Kitas schließen – und viele Arbeitnehmer Homeoffice bekommen werden, habe ich an einem freien Vormittag die leerste Ecke in der Wohnung so eingerichtet, dass der Papa einen Schreibtisch hatte, auf dem der Laptop dauerhaft stehen konnte.<br />
Leider ging dieser Plan nach hinten los, denn diese leere Ecke war mitten im Zentrum des Geschehens: Im Flur.</p>
<p>Keine Chance für Telefonie oder acht Stunden konzentriertes Arbeiten, für unseren Sohn die perfekte Gelegenheit, den Papa immer anzusprechen, wenn er ihn sieht, außerdem sind wir permanent an ihm vorbeigelaufen, wenn es in die Küche, ins Bad oder in eines der beiden Zimmer ging – und da lag das nächste Problem: Zwei Zimmer. Wir haben nur zwei Zimmer.</p>
<p>An Tag zwei habe ich räumliches Tetris gespielt.<br />
Möbel verschoben, Ecken freigelegt, einen Spielplatz auf dem Balkon errichtet, mit Sandkiste und Spielsachen. Das ist übrigens ein <strong>Quarantäne-Tipp</strong> von mir, denn der Sandkasten mit 60 kg Spielsand sorgt dafür, dass sich mein Sohn selbst beschäftigt und ich einige eigene Dinge erledigen kann. Wir haben ihn am zweiten Tag noch schnell gekauft, bevor alle Läden dicht gemacht haben.</p>
<p>Nun stand der Kleiderschrank unseres Sohnes im Flur und die Homeoffice-Ecke ist ins Schlafzimmer gezogen. Sehr gequetscht und eng, aber man konnte die Tür schließen. Mein Sohn und ich hatten das Wohnzimmer, den Flur, die Küche und das Bad für uns und so bleibt es erstmal. Wenn der Papa aus dem Schlafzimmer kommt, kann er angesprochen werden, ansonsten bleibt die Tür zu, was übrigens auch ein anderes Problem gelöst hat: Gereizte Stimmung.</p>
<p>Wenn einer gereizt war, waren alle gereizt und das hat sich hochgeschaukelt, wenn man auch noch ständig im selben Raum war oder Sichtkontakt hatte. Hört sich vielleicht dämlich an, weil man ja freiwillig zusammenlebt, aber…wie soll ich mich denn, zum Beispiel mit einem Migräne-Anfall, den ich jede Woche habe, eine Stunde alleine hinlegen, wenn das Homeoffice-Büro im Schlafzimmer ist und das Wohnzimmer zur Hälfte Spielzimmer ist, das zudem so intensiv genutzt wird, dass der Lautstärkenpegel immer kurz vor der Eskalation liegt. Es ist für alle nicht einfach.<br />
Momentan fühle ich mich, als wäre ich kein Mensch, sondern etwas, was einfach funktionieren muss. Das Verbindungsstück zwischen einem entspannten Zusammenleben zwischen ungestörtem Homeoffice und einem Kind, das, wie in der Kita, acht Stunden Action braucht.</p>
<p>Achja und zusätzlich muss die Wohnung sauber bleiben und das Essen auf dem Tisch stehen. Hört sich an sich simpel an, ABER: Ich DARF keine eigenen Bedürfnisse haben.<br />
Sobald ich solche Gedanken bekomme, kriege ich direkt ‘ne Ansage aus meinem Kopf.</p>
<p>…„Ich möchte mich kurz 15 Minuten alleine hinlegen, der Vormittag war sehr anstrengend“ &#8211; (Wo?! Ins Homeoffice? Ins Spielzimmer? Leg dich doch in die Küche oder vor die Waschmaschine ins Bad)<br />
…„Ich möchte das Bad jetzt ohne parallele Kinderbeschäftigung putzen“ &#8211; (Bitte was?! Mach das doch nachts, wenn alle schlafen)</p>
<p>Die Idee mit dem frühen Mittagessen hatte ich komischer Weise schon direkt am ersten Homeoffice-Tag: Um spätestens 10 Uhr war das Mittagessen fertig und stand bereit, sodass der Papa essen konnte, sobald er eine Pause hatte, denn ich wollte vormittags gerne an die frische Luft und nicht in der Wohnung gefangen sein, bis Zeit für das Mittagessen war. Außerdem konnten wir direkt essen, wenn wir ausgepowert wieder nach Hause kamen.</p>
<p>Eine weitere Idee, die ich hatte, war der Tagesplan. Am ersten Wochenende ohne Homeoffice, mit mehr Zeit für mein eigenes Office, hatte ich die Idee, einen Tagesplan am Laptop zu entwerfen, als Richtwert für uns, wann was dran ist UND mit geplanten Ruhepausen beziehungsweise geplanten Zeiten, an denen sich mein Sohn alleine beschäftigen sollte, damit ich, egal, was es war, es ohne paralleler Kinderbespaßung tun konnte. Diesen Plan habe ich einmal für uns Eltern gemacht und mit Bildern für den Kleinen, damit er es auch auf Augenhöhe hängen hat.<br />
Und was soll ich sagen? Vom ersten Tag an hat er sich an alles gehalten. Er läuft mehrmals täglich zur Wand, um zu schauen, was nun auf dem Plan steht. Nach dem Mittagessen kommt die Ruhepause, in der nur geflüstert – und sich alleine beschäftigt wird. Nach dieser Pause habe ich mehr Energie und kann mehr mit allem anfangen.</p>
<p>Deswegen komme ich auch dazu, jetzt diesen Text zu schreiben. Das hat in der Mittagsruhe nicht geklappt, weil mein Sohn mit mir zusammen eingeschlafen ist, aber ich hatte trotzdem eine Lösung: Wir sind in einen leeren Park gefahren, in dem er zu zweit mit seinem Opa spielen – und ich im Auto am Laptop sitzen kann.</p>
<p>Ich muss sagen, dass ich wirklich stolz auf mich selbst bin, dass ich ein Organisations- und Planungs-Talent habe, in solchen Ausnahmesituationen hilft das wirklich sehr und ich bin extrem dankbar für diese „Gabe“.</p>
<p>Wäre ich alleinerziehend und müsste im Homeoffice sitzen, wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wie ich das anstellen sollte. Da habe ich großen Respekt all den alleinerziehenden Heldinnen/Helden gegenüber, die das meistern müssen.</p>
<p>Ich weiß, dass es von Tag zu Tag bei uns entspannter wird, je mehr wir uns an diese Situation gewöhnen und ich bin gespannt, wie es wird, wenn das ganze Chaos zu Ende ist und sich der normale Alltag wieder einpendeln muss. &#8211; Nach dem Chaos ist vor dem Chaos.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Möchtest du wissen, wie Maries Alltag ohne Lockdown und Corona aussieht? Schau doch mal <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/marie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auf ihrem Profil</strong></a> vorbei.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/planlos-ging-der-plan-los/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Altenpfleger &#8211; eine feine Sache!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/12/altenpfleger-eine-feine-sache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2019 07:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11947</guid>

					<description><![CDATA[Wer meinTestgelände kennt, weiß, dass es hier häufiger um das Thema Berufe geht. So auch heute! Wir freuen uns, euch ein Boys&#8217;Day-Video präsentieren zu dürfen. Darin schaut ihr Daniel über die Schulter, der als Wohnbereichsleiter in einer Seniorenresidenz arbeitet &#8211; super spannend! Viel Spaß beim Anschauen! Mehr dazu: Hier geht&#8217;s zum Video direkt auf der]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer meinTestgelände kennt, weiß, dass es hier häufiger um das Thema Berufe geht. So auch heute! Wir freuen uns, euch ein Boys&#8217;Day-Video präsentieren zu dürfen. Darin schaut ihr Daniel über die Schulter, der als Wohnbereichsleiter in einer Seniorenresidenz arbeitet &#8211; super spannend! Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-11947"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier geht&#8217;s <a href="https://www.boys-day.de/jungen/videos/berufevideos/eine-feine-sache" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>zum Video</strong></a> direkt auf der Seite vom Boys&#8217;Day.</li>
<li>Und jede Menge andere Berufe &#8211; nicht nur in der Pflege &#8211; werden euch <a href="https://www.boys-day.de/jungen/videos/berufevideos" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier vorgestellt</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Väter TV: Interview mit Lukas König</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/11/vaeter-tv-lukas-koenig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2019 07:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11903</guid>

					<description><![CDATA[Obwohl wir uns im Jahr 2019 befinden, sind die Themen Elternzeit und Kinderbetreuung immer noch ganz schön konfliktgeladen. Väter, die lange Elternzeit nehmen, werden beispielsweise noch oft genug schräg angeschaut. Die vermeintliche Norm der zuhause bleibenden Mutter, die zugunsten des Nachwuchses auf Job und/oder Karriere verzichtet, ist weit verbreitet. In diesem Video von Väter TV,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Obwohl wir uns im Jahr 2019 befinden, sind die Themen Elternzeit und Kinderbetreuung immer noch ganz schön konfliktgeladen. Väter, die lange Elternzeit nehmen, werden beispielsweise noch oft genug schräg angeschaut. Die vermeintliche Norm der zuhause bleibenden Mutter, die zugunsten des Nachwuchses auf Job und/oder Karriere verzichtet, ist weit verbreitet. In diesem Video von Väter TV, das wir euch heute präsentieren, lernt ihr Lukas König kennen. Einen jungen Mann, der Mathe studiert und Vater einer Tochter ist &#8211; und der genauso viel Elternzeit genommen hat wie seine Freundin Jenny.</strong></p>
<p><span id="more-11903"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Es kann schon ganz schön herausfordernd sein, jung ein Kind zu bekommen. Hier liest du <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/01/mein-babyalltag-mit-22/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Maries Geschichte</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Der Geburtshelfer Tobias</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/10/interview-mit-einem-geburtshelfer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2019 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11861</guid>

					<description><![CDATA[Tobias, der Protagonist im neuen Film von Conrad, hat sich vom Beruf seiner Mutter inspirieren lassen &#8211; und eine Ausbildung zum Geburtshelfer absolviert. Und hättest du&#8217;s gewusst? Es gibt momentan bloß etwa zehn männliche Hebammen in Deutschland! Dabei ist das so ein unglaublich spannender und schöner Beruf. Schaut unbedingt rein &#8211; wir freuen uns sehr,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tobias, der Protagonist im neuen Film von Conrad, hat sich vom Beruf seiner Mutter inspirieren lassen &#8211; und eine Ausbildung zum Geburtshelfer absolviert. Und hättest du&#8217;s gewusst? Es gibt momentan bloß etwa zehn männliche Hebammen in Deutschland! Dabei ist das so ein unglaublich spannender und schöner Beruf. Schaut unbedingt rein &#8211; wir freuen uns sehr, euch den Film heute präsentieren zu dürfen</strong> 🙂</p>
<p><span id="more-11861"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Einen anderen Film aus der Reihe &#8218;Lebensläufe&#8216; hat Conrad über die <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/06/die-lkw-fahrerin-jasmin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>LKW-Fahrerin Jasmin</strong></a> gemacht.</li>
<li>Und hier informiert Was geht Almanya über den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/altenpflegerin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Beruf Altenpfleger*in</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lebensläufe: Die LKW-Fahrerin Jasmin</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/06/die-lkw-fahrerin-jasmin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Conrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2019 07:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11491</guid>

					<description><![CDATA[Das Auto volltanken und einfach losfahren, egal wohin &#8211; das ist für Jasmin der Inbegriff von Freiheit. Und die 19jährige fährt auch beruflich: Sie macht gerade eine Ausbildung zur LKW-Fahrerin. Ein männerdominiertes Feld? Auf jeden Fall. Ungewöhnlich? Nö, findet Jasmin. Sie ist &#8222;einfach ein Mensch, der einen Beruf ausüben will&#8220;. Sie will fahren &#8211; und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Auto volltanken und einfach losfahren, egal wohin &#8211; das ist für Jasmin der Inbegriff von Freiheit. Und die 19jährige fährt auch beruflich: Sie macht gerade eine Ausbildung zur LKW-Fahrerin. Ein männerdominiertes Feld? Auf jeden Fall. Ungewöhnlich? Nö, findet Jasmin. Sie ist &#8222;einfach ein Mensch, der einen Beruf ausüben will&#8220;. Sie will fahren &#8211; und sich weiterbilden. Vielleicht noch die Kauffrau für Spedition und Logistik dranhängen? Unser Autor Conrad hat für seine neue Reihe &#8222;Lebensläufe&#8220; ein tolles Porträt über die junge Frau gezaubert, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet!</strong></p>
<p><span id="more-11491"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Videos von Conrad findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/conrad/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auf seinem Profil</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Frauen und Vögeln in der Informatik</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/02/informatik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Feb 2018 07:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10352</guid>

					<description><![CDATA[Besonders bei der Berufswahl wird deutlich, wie tief Geschlechterklischees in unserem Denken verankert sind. Es gibt diese typischen Männer*- und Frauen*berufe und eine weibliche KFZ-Mechanikerin oder ein männlicher Erzieher sind noch immer die große Besonderheit. Auch die Informatik gehört wohl zu diesen männlich dominierten Berufszweigen. Für Lilith kein Problem, sie hat Lust aufs Programmieren, also]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Besonders bei der Berufswahl wird deutlich, wie tief Geschlechterklischees in unserem Denken verankert sind. Es gibt diese typischen Männer*- und Frauen*berufe und eine weibliche KFZ-Mechanikerin oder ein männlicher Erzieher sind noch immer die große Besonderheit. Auch die Informatik gehört wohl zu diesen männlich dominierten Berufszweigen. Für Lilith kein Problem, sie hat Lust aufs Programmieren, also macht sie es einfach. </strong></p>
<p><span id="more-10352"></span></p>
<p>Schon wieder leuchtet der weiße Schriftzug auf dem schwarzen Shell-Hintergrund auf. &#8222;error&#8220;. Seufzend blicke ich auf meinen Laptop, schalte dann von der Fehlermeldung auf meinen Programmcode um und versuche herauszufinden, worin das Problem besteht. Ansonsten wird das heute nichts mehr mit den schönen Graphiken. Doch &#8211; was möchte ich eigentlich darstellen?</p>
<p>Fangen wir von vorne an: am 22. Oktober kam ich mit Flugzeug und Zug über Manchester nach Sheffield angereist und am nächsten Tag ging es gleich zur Uni, an der mich mein Praktikumsbetreuer Toni bereits empfing. Nach einer kurzen Campus-Tour und dem Einrichten meines Arbeitsplatzes stand dem Arbeitsstart nichts mehr im Weg. Die ersten Schritte lagen im Erlernen der Programmiersprache Python samt dem Umgang mit Paketen wie numpy, matplotlib und seaborn, mit denen Vektorrechnung sowie das Erstellen von anschaulichen und gut strukturierten Graphiken möglich ist. Parallel dazu begann die inhaltliche Arbeit. Paper wurden durchforstet und auch Diskussionen mit Toni halfen dabei, den aktuellen Wissensstand der Forschung zu erfassen und die Intention hinter meiner Aufgabe hier in England nachzuvollziehen. Ganz grob gesagt forschen wir an der DNA-Struktur von Vögeln in Hinblick auf ihre Evolution. Im Detail befassen wir uns mit dem Phänomen der GC-biased gene conversion. Dabei handelt es sich um einen Vorgang, der im Laufe der Evolution dazu führt, dass der GC Gehalt gegenüber dem AT Gehalt (die einzelnen Basen) in der DNA stetig ansteigt. Dies basiert auf falsch vorgenommenen Reparaturen in der DNA während der Rekombination. Daraus folgen falsche Annahmen von Mutationen und eine ungenaue Bestimmung der Verwandtschaftsgrade. Um hierin Klarheit zu schaffen, führte ich am Computer Simulationen durch und versuchte, effiziente Algorithmen zu entwickeln, die unabhängig dieser Vorgänge, gute Ergebnisse erzielen.</p>
<p>Fünfeinhalb Wochen verbrachte ich insgesamt im Alfred Denny Building der University of Sheffield in der Arbeitsgruppe Animal and Plant Science. Doch – wie bin ich überhaupt zu diesem Praktikum gekommen? Es ist ein Gewinn meiner Teilnahme an der IBO (Internationale Biologie Olympiade). Darüber hinaus hat mich Programmieren schon lange begeistert. Nicht umsonst hatte ich bereits 2016 am Fraunhofer-Institut in Stuttgart in der Programmiersprache Java Roboter programmiert und mit komplexen Aufgaben und Hardwareprogrammierung in den Sommerferien 2016 in gleich zwei Informatikcamps meine Erfahrungen in diesem Bereich erweitert.</p>
<p>Informatiker – die meisten Deutschen stellen sich darunter die Nerds vor, die in dunklen Kammern pizzamampfend auf ihrer Tastatur herumschlagen. Frauen werden hierin ebensowenig gesehen, wie sie sich selbst in einem solchen Beruf vorstellen können. Der Anteil an Frauen in diesem Bereich ist tatsächlich nicht nur niedrig, sondern wird noch dazu geringer. Während 1997 noch 14 % der Lehrplätze für Informatik an Frauen vergeben wurden, sank der Anteil bis zum Jahr 2012 auf 7,5 %.</p>
<p>Dabei ist „Software Engineering“ historisch gesehen ein Frauenberuf: Die erste bekannte Programmiererin hieß Ada Lovelace und war Mathematikerin. Sie trug bereits im 19. Jahrhundert zu großen Fortschritten der Informatik bei. Und auch Jahrzehnte später während des Zweiten Weltkriegs saßen fast ausnahmslos Frauen vor den Bildschirmen. Wie kann es also sein, dass wir die Informatik heutzutage egal ob im Bereich der Wirtschaft oder Wissenschaft als vollkommen männerdominiert erleben müssen?</p>
<p>Viele Erklärungsversuche liegen im lange anhaltenden schlechten Image des Programmierens. Damit wollen Frauen heute wohl nichts zu tun haben. Die weit verbreitete Meinung, dass Frauen ein geringeres Interesse an Computern und Technik zeigen würden, ist wissenschaftlich nachgewiesen falsch. Umso überzeugender wird das Argument, dass weibliche Jugendliche und junge Frauen trotz grundsätzlich vorhandenem Interesse, tatsächlich besonders aufgrund des schlechten Image von einem Studien- oder Berufswunsch in dieser Richtung absehen. Auch die stereotype Erziehung von Mädchen und Jungen gilt als entscheidender Grund sowie die weit verbreitete falsche Überzeugung der verlangten Voraussetzungen. So denken viele Mädchen, dass sie es ohne das Beherrschen einer Programmiersprache gar nicht erst an einer Uni im Fach Informatik versuchen müssen.</p>
<p>Besonders alarmierend ist auch die nicht selten geäußerte Angst, in einem Beruf zu arbeiten, in denen fast ausschließlich Männer vertreten sind. Die Befürchtungen beginnen hierbei bei fehlendem Respekt und reichen bis hin zu Angst vor sexueller Belästigung. Ganz interessant ist zudem ein Unterschied, der zu anderen MINT-Berufen auffällt: im Fach Informatik weisen die Frauen eine deutlich höhere Abbruchquote auf. Stichhaltige Gründe dafür wurden nicht gefunden.</p>
<p>Alles verloren ist jedoch nicht. Auch im 21. Jahrhundert gibt es Beispiele für erfolgreiche Frauen, die das Informatik-Stereotyp mehr und mehr entkräften. Jade Raymond, z.B. die</p>
<p>als Produzentin mehrerer erfolgreicher Spiele aus dem Bereich des Action-Adventure sowie als Gründerin der Ubisoft-Dividion Schlagzeilen macht. 2011 wurde sie für diese Leistungen mit dem Wiener Frauenpreis ausgezeichnet. In Wien gibt es noch mehr Preise. Z.B. den Wissenschaftspreis der TU Wien, den ebenfalls 2011 Ivona Brandic erlangte. Sie hat sich auf den Bereich der Forschung konzentriert und beschäftigt sich mit der Energiereduktion bei Hochleistungsrechnern. widmet sich nebenher aber noch der Appentwicklung. Dass Frauen nicht nur im Beruf, sondern bereits im Informatikstudium erfolgreich sein können, zeigte Marissa Mayer, die ihr Studium in Stanford mit Auszeichnung beendete. Dass sie diese wirklich verdient hat, lässt sich an ihrem Aufstieg bei Google bis zur Vizepräsidentin und zur CEO von Yahoo erkennen.</p>
<p>Auch dass Deutschland mit Prof. Dr. Ina Schieferdecker, die sich als Leiterin zahlreicher Institute, wie z.B. des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme FOKUS und als Professorin an der TU Berlin im Fach „Quality Engineering of Open Distributed Systems“ hervorhebt, ebenfalls eine wichtige weibliche Persönlichkeit in diesem Feld vorzuweisen hat, kann nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass Deutschland eine ganz besonders schlechte Rolle im internationalen Vergleich einnimmt. Auch an die restlichen westeuropäischen Länder kann man keine Komplimente verteilen. Besonders im Vergleich mit den romanischen und slawischen Ländern sieht die Involvierung der Frauen in der Informatik im deutschsprachigen Ländern, den Niederlanden, wie auch in der skandinavischen Region und Großbritannien erschreckend schlecht aus.</p>
<p>Eine hohe Jobsicherheit besonders durch die rasante technische Entwicklung in den letzten und kommenden Jahrzehnten könnte jedoch zu einer Steigerung der Attraktivität der technischen Berufe im Allgemeinen und für ehrgeizige Frauen im Besonderen führen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Programme mit dem Ziel, Frauen an diese Berufe heranzuführen. Die meisten von ihnen setzen bei den Schülerinnen an. Gerade da das Fach Informatik an vielen Schulen noch keinen Einzug gefunden hat, sollten Lehrkräfte sich bemühen, Mädchen von den Fachgebieten Mathematik und Physik zu begeistern, da Können in und Interesse an diesen Fächern eine wichtige Grundlage für das Verständnis der Informatik darstellen. Spezielle Programme für die MINT Bereiche im Allgemeinen (z.B. „Komm mach MINT“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung), aber auch für Informatik im Speziellen sprießen seit einigen Jahren in die Höhe. So entwickelte z.B. die Gesellschaft für Informatik eV: die Initiative „Girls go Informatik: Der Link in Deine Zukunft!“. Auch der Girl’s Day bietet Schülerinnen die Möglichkeit, in männerdominierte Berufe reinzuschnuppern. Zu erwähnen ist zudem „FrITZI“, die angenehme Abkürzung der langen Bezeichnung „Forum zu Fragen der Informationsgesellschaft, Technologie, Zukunfts- und Informatikberufe“. Auch einzelne Hochschulen sind mit Programmen aktiv, um Mädchen besonders der höheren Klassen anzuwerben, etwa die Technische Universität München. Die Hoffnung liegt darin, mit derartigen Angeboten das schlechte Image aufzubessern, den Zugang zur Informatik zu erleichtern und den Facettenreichtum sowie Zukunftsperspektiven des Berufes aufzuzeigen.</p>
<p>Nun aber zurück zu meinen Erfahrungen: Tatsächlich saß ich während dieses Praktikums klischeehaft die meiste Zeit des Tages vor meinem Programmcode am Laptop, doch auch das kann unglaublich viel Spaß machen. Und das war noch lange nicht das einzige.</p>
<p>Mit einer bunten Mischung aus Programmieren, inhaltlicher Arbeit und dem Besuch von Gruppen-Meetings und Vorträgen konnte ich genügend Abwechslung genießen und Einblicke in weitere Themen erhalten. Auch das Uni-Leben durfte ich nebenbei kennenlernen, sodass meine Abende mit Sportprogramm und Diskussionen anlässlich von Themenwochen, wie z.B. der „International Week“ oder des „SocialScienceEvents“ gefüllt waren.</p>
<p>Ganz besonders gerade in Hinblick auf Frauen- und Mädchenrechte hat mich eine Aktionswoche mit dem Titel „ThisGirlCan“ begeistert. Eine Woche lang konnten Mädchen kostenlos die verschiedensten Sportarten ausprobieren und ich hatte meinen Spaß beim Baseball, Taekwondo und Rugby.</p>
<p>Dass England im Bereich der Gender-Politik und der Gesellschaftsakzeptanz von Frauen, Transgender, LGBT+ und Queer keineswegs rückschrittlicher ist, als Deutschland zeigte zudem ein weiteres 16-Tage-Programm, das sich an diese Woche anschloss: „16 Days Against Gendered Violence“. Leider reiste ich bereits vier Tage nach Start dieser Aktion ab, aber immerhin konnte ich an dem Umzug „Reclaim the Night“ teilnehmen und die Einführungsveranstaltung mit spannenden Vorträgen, Diskussionen und Live-Band miterleben. Auch ein Blick durchs Programm war vielversprechend: Eine Begleitausstellung im Hauptgebäude der Universität, Gruppentreffen muslimischer Frauen, und eine kostenlose Filmvorstellung des Films „Girl Rising“, sind nur wenige Beispiele.</p>
<p>Neben dem Beweis, dass Frauen durchaus einen Platz in der Forschung und der Informatik verdienen, konnte ich so noch mehr Erfahrung im Gender-Thema sammeln.</p>
<p>Auch wenn ich noch nicht genau weiß, was ich tatsächlich studieren möchte, stehen die Begriffe Informatik und Software Engineering auf jeden Fall auf meiner Liste. Und, dass ich in meiner Freizeit weitermachen werde, zu programmieren, steht ohnehin außer Frage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Florian ist Erzieher. Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/12/ein-tag-im-rollstuhl/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier erzählt er</strong></a>, was er in seiner Ausbildung so erlebt hat.</li>
<li>Falls euch interessiert, was Lilith neben dem Praktikum so macht, schaut doch mal <a href="https://lilithpowersite.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>auf ihrem Blog</strong></a> vorbei.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Tag im Rollstuhl</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/12/ein-tag-im-rollstuhl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2017 07:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10257</guid>

					<description><![CDATA[Florian wird Erzieher &#8211; ein eher nicht so typischer Beruf für einen Mann. Innerhalb seiner Ausbildung hatte er dann die Aufgabe, einen Tag im Rollstuhl zu verbringen. Für uns hat er seine Erfahrungen aufgeschrieben. Hey, ich werde Erzieher und ich bin nicht mal eine Frau. Ja, viele Leute sind überrascht wenn dieser Mensch, männlicher Gattung,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Florian wird Erzieher &#8211; ein eher nicht so typischer Beruf für einen Mann. Innerhalb seiner Ausbildung hatte er dann die Aufgabe, einen Tag im Rollstuhl zu verbringen. Für uns hat er seine Erfahrungen aufgeschrieben.</strong><span id="more-10257"></span></p>
<p>Hey, ich werde Erzieher und ich bin nicht mal eine Frau. Ja, viele Leute sind überrascht wenn dieser Mensch, männlicher Gattung, ihnen erzählt, dass es sein größter Berufswunsch ist mit Kindern zu arbeiten. Die Meisten freuen sich, sind aber, wie gesagt, überrascht. Ich habe die letzten Jahre meiner Pubertät in einer Wohngruppe mit Betreuern verbracht und lebte mit Kindern von 3-18 zusammen. Mich faszinierte die Arbeit meiner Betreuer und das inspirierte mich, mein erstes Schulpraktikum in einer Kita zu absolvieren. Das ist nun gute 2 Jahre her und nun ist es soweit. Ich habe meine Schule beendet und sitze jetzt in der nächsten, um in ein paar Jahren mich mit Elan in das anstrengende, aber dennoch spaßige Berufsleben zu stürzen.</p>
<p>In meiner Ausbildung bearbeiten wir derzeit ein Projekt, welches das Organisieren und Betreuen eines Herbstspiel- und Sportfestes als Ziel hat. Vorrangig Kinder mit Behinderung werden dort sein und wir werden dafür sorgen, dass sie einen schönen Tag mit uns verbringen können. Als Vorbereitung darauf war es auch unsere Aufgabe uns einen Tag lang in einen Rollstuhl zu setzen, um unseren Alltag ohne die Benutzung unserer Beine zu absolvieren. Ich muss ehrlich sagen, dass diese Simulation in der Gruppe viel lustiger ist, als wenn man auf sich alleine gestellt ist. Was es bedeutet an einen Rollstuhl gefesselt zu sein, bemerkte ich direkt beim Verlassen des Schulhofes, es war nämlich sehr anstrengend erst einmal überhaupt ein Gefühl dafür zu entwickeln wie man sich fortbewegt, von der Belastung in den Armen will ich gar nicht erst anfangen. Nachdem wir es auf die Straße wagten, entschlossen wir uns zu der örtlichen Kaufhalle zu fahren und zu gehen. (Wir waren 4 Leute und wir mussten uns abwechseln.)</p>
<p>Kaum waren wir auf dem Weg, ergab sich für mich das erste Hindernis in Form einer Kante am Bürgersteig. Voll motiviert nahm ich Fahrt auf, um gegen die Kante zu donnern und fast aus dem Stuhl zu fallen. Im Nachhinein wurde mir dann erklärt, wie man dort ohne Probleme hinaufkommt. Als ich es nach einem gefühlt 3- stündigen Lachanfall der Anderen auf den Gehweg schaffte, folgte, wie sollte es auch anders sein, die nächste Hürde. Der Gehweg war marode und die viereckigen Betonplatten ragten unregelmäßig aus dem Boden heraus, was es mir erschwerte mit den Fußgängern Schrittzuhalten. Wie man nun auch ungemein erkennen kann, hat unser Jahr die Herbstzeit erreicht, was zur Folge hatte, dass feuchtes Laub das Vorankommen auf dem ohnehin schon schwierigen Weg erschwerte. Nun ja, irgendwann war der marode Höllenpfad überwunden und wir erreichten die Kaufhalle. Es waren relativ viele Leute dort, die einen manchmal anlächelten oder übereifrig so taten als wollen sie mir gegenüber nichts falsch machen. Einer äußerte das, in dem er fast panisch zur Seite sprang, damit ich durch den 3 Meter breiten Gang passe. Das war ein Moment wo ich mir dachte, dass man es auch nicht übertreiben muss. Dennoch genoss ich es, dass die Leute mich mal nicht so ansahen, als hätte ich sie beleidigt, so wie es sonst immer der Fall ist. Ein anderer Moment in dem ich mir gerne etwas Hilfe gewünscht hätte, war bei dem Regal mit Cola Flaschen. Ganz vorne standen die 2 Liter Flaschen, ich wollte aber die 1,25 Liter Flaschen, welche direkt dahinter standen. Um dort anzukommen musste ich die Bremsen anziehen und mich mehr als zur Hälfte aus dem Stuhl hieven, um mit meinen Fingerspitzen eine Flasche zu ergattern. Nebenbei schlenderten zwei Mitarbeiter des Marktes an mir vorbei.<br />
Nun hatte ich meine Cola und auch eigentlich alles, was ich wollte. Die Leute an der Kasse gaben auf mich acht, die Kassiererin redete mit mir, als wäre ich ein Kleinkind und meine Arme und Handgelenke schmerzten. So langsam verging mir die Lust auf das Rollstuhl fahren. Ich hatte auch keine Lust mehr in der Straßenahn in einem beengten Gang zu stehen, in der S-Bahn nicht auf die Toilette zu können weil unüberwindbare Stufen im Weg waren und ich hatte es satt, immerzu angestarrt zu werden.</p>
<p>Dieser Tag im Rollstuhl war eine sehr wichtige Erfahrung für mich. Mit meinen gesunden Beinen laufe ich jeden Tag, jeden maroden Weg, umgehe jede noch so große Pfütze und laufe Treppen hoch. Im Rollstuhl haben ganz viele kleine Dinge plötzlich eine ganz neue Bedeutung. Ich kann mir vorstellen, dass viele Rollstuhlfahrer damit umgehen können und sich auch daran gewöhnt haben, aber ich für meinen Teil bin froh, laufen zu können. Mir ist bewusst geworden, was noch getan werden muss, damit es Menschen mit Behinderung leichter fällt den Alltag zu bewältigen und ich werde mir überlegen, wie ich diesen Spalt der völligen Desinteresse und Übermotivation schließen könnte. Jeder, der diese Chance der Selbsterfahrung hat, sollte diese auch nutzen, es öffnet die Tür zu der gleichen, aber dennoch anderen Welt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/altenpflegerin/" target="_blank" rel="noopener"><strong>diesem Interview</strong></a> erzählt Aleyna von ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/09/erst-einmal-weg-teil-3/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier</strong></a> berichtet Lilith von ihren Plänen nach dem Abi.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interview: Beruf Altenpflegerin</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/altenpflegerin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2017 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9837</guid>

					<description><![CDATA[Aleyna aus unserer Redaktiongruppe Was geht Almanya macht eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Im Interview erzählt sie, warum sie sich für diesen Beruf entschieden hat und was sie täglich motiviert, zur Arbeit zu gehen. Sie erzählt aber auch von den Herausforderungen dieses Jobs &#8211; und von den vielen, veralteten Rollenbildern, die darin aufrecht erhalten werden. Mehr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aleyna aus unserer Redaktiongruppe Was geht Almanya macht eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Im Interview erzählt sie, warum sie sich für diesen Beruf entschieden hat und was sie täglich motiviert, zur Arbeit zu gehen. Sie erzählt aber auch von den Herausforderungen dieses Jobs &#8211; und von den vielen, veralteten Rollenbildern, die darin aufrecht erhalten werden.</strong></p>
<p><span id="more-9837"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier erzählt ein junger Geflüchteter über seine Versuche, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/11-september/" target="_blank" rel="noopener"><strong>in Deutschland Arbeit zu finden</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Im Interview mit Lilith erzählt Melanie Fink, wie es ist, als erste Frau in Deutschland <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/melanie-fink/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Co-Trainerin eines Männerteams</strong></a> im Fußball zu sein.</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>11. September! Ich bin kein Politiker verdammt!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/10/11-september/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Oct 2017 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9736</guid>

					<description><![CDATA[Ein junger Mann flüchtet vor Krieg und Gewalt aus seiner Heimat. Nach einer langen Reise erreicht er Deutschland und bekommt hier nach einer sich hinziehenden Zeit der Ungewissheit eine Aufenthaltsgenehmigung. Damit verbunden sind Behördengänge, um seine berufliche Zukunft zu besprechen. Aber was hat eigentlich der 11. September damit zu tun? Ich war sehr zufrieden beim]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein junger Mann flüchtet vor Krieg und Gewalt aus seiner Heimat. Nach einer langen Reise erreicht er Deutschland und bekommt hier nach einer sich hinziehenden Zeit der Ungewissheit eine Aufenthaltsgenehmigung. Damit verbunden sind Behördengänge, um seine berufliche Zukunft zu besprechen. Aber was hat eigentlich der 11. September damit zu tun?</strong><br />
<span id="more-9736"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich war sehr zufrieden beim ersten Besuch im Jobcenter. Nach vielen Jahren als Asylbewerber hatte ich keine gute Arbeitserlaubnis und keine Hilfe bekommen und auch keine Arbeitsberatung und …. Jetzt habe ich eine Aufenthaltserlaubnis, meine rechtliche Situation hat sich verbessert, ich kann arbeiten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich habe mit selber gesagt: wauw ich erzähle meine vielen Geschäftsideen und darüber bekomme ich Beratung und verstehe besser, was ich machen kann für mein neues Geschäft, das ich plane.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich habe an die Tür vom Berater geklopft und bin rein gegangen, alles sah okay aus außer einer Bananenschale, die der angestelte Mann auf die Heizung gelegt hat, das fand ich komisch und lachte, habe aber nichts gesagt. Ich lachte, weil die Bananenschale ein bisschen dunkel geworden war ! Okay sagte der Mann und ich habe meine persönlichen Daten gegeben und meinen Lebenslauf. Wegen anderen Zeugnissen hat der Angestellte mir einen anderen Termin gegeben. Er sagte, ich gebe dir einen neuen Termin am 11. September und ich sagte ok danke und auf Wiedersehen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 11. September war ich schon wieder in demselben Zimmer und wollte meinen Termin machen, ich habe wieder die Bananenschale auf der Heizung gesehen und gelacht, weil der Müll sehr schwarz geworden war aber irgendwie der Mann das nicht bemerken kann! ich habe mit selber gesagt warum sie putzen nicht ihre Zimmer?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Angestellte gab mir ein paar Papiere zum Unterschreiben und sagte schreib auch das Datum neben deine Unterschrift und plötzlich sagte er: wauw wir treffen uns heute an einem sehr bestimmten Tag. Ich fragte: ein bestimmter Tag? Heute?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Mann sagte ja, 11. September, dieser Terrorist Bin Laden und Terroranschlag in den USA! Ich wollte erraten was er sagen will, als er plötzlich sagte: du musst traurig sein! Viele Menschen sind bei diesem Terroranschlag gestorben und das finde ich seltsam, dass wir an diesem Tag uns treffen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich sagte den Termin haben Sie selber mir gegeben und das ist nicht ein Zufall!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn es auch Zufall ist, was hat dieser Terroranschlag mit mir zu tun? Machen Sie Ihre Arbeit und geben sie meine Papiere, ich muss den Zug erreichen und dann zu meinem Deutschkurs ! Wir haben leider noch eine halbe Stunde darüber diskutiert!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit dem 11. September habe ich keine Ruhe im Deutschkurs und verstehe ich gar nichts, weil ich denke, dass vieleicht andere denken auch dass ich ein Terrorist bin!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jetzt sehe ich meine Geschäftsidee 1000 Kilometer weg von mir und ich denke dass keine gute Arbeit von Ausländern in Deutschland funktionieren kann, nicht nur mein Praktikum und Ausbildung und auch mein Deutsch, weil es zwischen uns Menschen hier in Deutschland kein Vertrauen gibt!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ohne Vertrauen Medikamente werden Gift, Hilfen werden Unglück, Schönheiten werden große Lügen, ohne Vertrauen wir werden fake friends und ohne Vertrauen was sind wir?!?!?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: 400;">Die Iraki Brothers mit einem <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/heimat-iraki-brothers/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Rap-Song</strong></a> über die Bedeutung von Heimat.</span></li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Vieles, was auf der Welt zur Zeit passiert, erscheint absurd. Florian beobachtet dies und beschreibt <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/die-welt-hautnah/" target="_blank" rel="noopener"><strong>in diesem Text</strong></a> seine Gedanken dazu.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Männer-Fußballtrainerin Melanie Fink</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/10/melanie-fink/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2017 07:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9726</guid>

					<description><![CDATA[Melanie Fink ist seit dieser Saison neue Co-Trainerin im Männerfußballverein SSV Mörsch. Die Autorin Lilith fand heraus, wie Melanie Fink zum Fußball kam und wie sie die Rolle von Frauen im Männersport sowie den Frauenfußball allgemein wahrnimmt. Ein Bericht über eine Frau in der Verbandsliga – im Fußballsport ist das ein Novum! Melanie Fink lebt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Melanie Fink ist seit dieser Saison neue Co-Trainerin im Männerfußballverein SSV Mörsch. Die Autorin Lilith fand heraus, wie Melanie Fink zum Fußball kam und wie sie die Rolle von Frauen im Männersport sowie den Frauenfußball allgemein wahrnimmt. Ein Bericht über eine Frau in der Verbandsliga – im Fußballsport ist das ein Novum!</strong></p>
<p><span id="more-9726"></span></p>
<p>Melanie Fink lebt in Karlsruhe und studiert dort Sport – doch sie hält sich gar nicht so viel in Karlsruhe auf. Denn in jeder freien Minute verschlägt es sie auf den Fußballplatz – nach Hoffenheim und seit dieser Saison auch nach Mörsch. Denn die 21-Jährige trainiert seit Juli neben Cheftrainer Dietmar Blicker die Männermannschaft in der Verbandsliga. Eine gelungene Möglichkeit, zu lernen, die sich nicht jeder jungen Fußballtrainerin bietet, so Melanie Fink. „Ich kann durch die Zusammenarbeit mit ihm sehr viel Erfahrung sammeln“. Als Dozent am KIT war Dietmar Blicker auf die Sportstudentin aufmerksam geworden. Nach einigen Gesprächen, erkannte er, „dass ich ziemlich viel Ahnung vom Fußball habe“, so erinnert sich Melanie. Der SSV Mörsch war gerade auf der Suche nach einem Co-Trainer und Melanie hatte bereits ihre Trainer – B-Lizenz während eines Praktikums nach dem Abitur absolviert. Die Zusammenarbeit bot sich also ideal an.</p>
<p>Die 21-Jährige begann mit 16 Jahren beim FFC Niederkirch zu spielen. Zuvor hatte sie bereits viel auf der Straße gekickt, hauptsächlich aber Tennis gespielt und Garde getanzt. „Es gab keinen Verein bei uns im Dorf und meine Eltern erklärten sich nicht dazu bereit, mich jeden Tag herumzufahren. Ab 16 kam ich dann mit der Wesper nach Niederkirch“.</p>
<p>Schnell zeigte sich ihr Talent. Melanie Fink durfte bereits nach einem halben Jahr mit zum DFB Sichtungsturnier. Weitere Erlebnisse wie ein Spiel gegen die Nationalmannschaft der Frauen von Katar, und die Teilnahme an Spielen des Kaders der zweiten Bundesliga folgten. Seit ihrem Studienbeginn in Karlsruhe schloss sie sich der Frauenmannschaft des KSC an.</p>
<p>Der Grund, weshalb sie es nun schafft ihre Arbeit in Hoffenheim, bei der sie das männliche Perspektivteam U11 trainiert und die neue Beschäftigung in Mörsch unter einen Hut bekommt, ist jedoch traurig. Im vergangenen Herbst verletzte sie sich schwer. Mehrmaliger Meniskusriss, Kreuzbandanriss. Erst zwei Monate später wurde sie operiert, die Verletzung verheilte nicht wie geplant und es folgten fast 12 Monate erzwungene sportfreie Zeit. Nun hatte ihr Meniskus fast vollständig entfernt werden müssen. Ihr Studium muss sie um zwei Semester verlängert. Aber dies ist eher Nebensache. „Der erste Gedanke, den ich hatte war: Nein. Jetzt kann ich gar nicht mehr richtig kicken!“ Als festes Mitglied einer Mannschaft wird sie vermutlich in Zukunft nie mehr fungieren. Sehr früh, seine Karriere im Sportbereich mit 21 an den Nagel hängen zu müssen. Normalerweise hört man als Fußballerin nicht vor 30 auf. Doch die Trainertätigkeit tut Melanie Fink gut. „Die nahe Arbeit am Platz bringt mir das Fußballgefühl zurück. Mir macht es wirklich Spaß, mein Wissen an andere weiterzugeben. Als Spielerin habe ich nur auf meinen Trainer gehört – jetzt analysiere ich Spiele, entwickle neue Spielstrategien – in einem Zimmer hängt sogar eine Taktikwand.“</p>
<p>Und – welche Pläne hat sie für die Zukunft? „Gerade weil ich so jung bin, möchte ich alles mitnehmen“. Melanie Fink erzählt mir, dass sie gerne in so vielen Positionen wie möglich arbeiten und Erfahrungen sammeln, von Profis lernen und selbst ausprobieren möchte. Am liebsten würde sie nach ihrem Sportstudium einen Beruf im Fußball mit Platznähe ergreifen. Als Trainerin sei es laut ihr jedoch schwierig. Man wechsele viel zu häufig – „Ich weiß nicht, ob mir dies ausreichend Sicherheit in meiner Lebenskonzeption geben würde. Die Verträge beziehen sich immer erst einmal auf eine Saison“. Eine Arbeitsstelle in einer Reha Klinik könnte sie sich jedoch auch vorstellen, wie sie während eines Praktikums herausfand. Gerade wenn man Sport studiert, müsse man sich frühzeitig um Berufsperspektiven kümmern, so Melanie.</p>
<p>Auf die Frage, welche Rolle sie den Frauen im Fußball anmaßt, kommt eine lange Antwort. Zum einen hat der Frauenfußball eine ganz andere Struktur. Er ist viel weniger professionalisiert – alleine schon aufgrund der schlechten Finanzlage. „Im Männerfußball zählt man bereits als Profi, wenn man es in die zweite Bundesliga geschafft hat. Frauen haben teilweise selbst in der ersten Bundesliga noch Berufe nebenher, weil das Gehalt nicht ausreicht. Da kann man nicht erwarten, dass sie genau so viel trainieren“. Dass gerade diese Gründe dafür gesorgt haben, dass sie selbst im Alter von 16 noch eine Fußballkarriere starten konnte, streitet sie nicht ab. „Jungs spielen in diesem Alter schon ganz oben mit. Oft werden sie mit 12 ausgewählt und unterschreiben Verträge bei Vereinen, besuchen Internate… . Sie werden bereits viel früher unter die Lupe genommen. Als Junge hätte ich im Alter von 16 ganz sicher nicht mehr in einen Dorfverein hineinstolpern und im Fußballsport erfolgreich sein können.“</p>
<p>Warum sie nun als Frau in einem Männerverein trainiert? „Ich habe durchaus auch schon Mädchenmannschaften trainiert. Besonders Auswahlmannschaften und bei Sichtungsturnieren.“ Im Männerfußball müsse man sich gerade aufgrund der Professionalisierung jedoch um viel weniger kümmern, erläutert mir die 21-Jährige. Während einem als Trainerin bei den Frauen die Rolle der Allrounderin zukommt, die sich oftmals alleine um alles kümmern muss, kann man sich im Männerfußball auf die Trainertätigkeit konzentrieren. Natürlich gebe es auch Leistungszentren, ergänzt Melanie. Diese seien jedoch deutlich seltener und selbst dann oftmals nicht so professionell wie bei Jungs. Darüber hinaus liebt sie die Dynamik im Männerfußball, wodurch ihr das Trainerdasein umso mehr Spaß bereitet. Und – „In Mörsch und Hoffenheim bieten sich mir nun super Chancen. Das nicht zu nutzen wäre eine Verschwendung gewesen“.</p>
<p>Insgesamt meint sie, dass sich in Bezug auf die Thematik der Frauenrolle im Fußballsport bereits einiges verändert. „Es gibt wenigstens schon eine Frau, die bei den Männern in den oberen Ligen pfeift“. Ihr Wunsch? „Dass die Gesellschaft den Frauenfußball akzeptiert und nicht abwertend betrachtet“. Ob sie damit bereits schlechte Erfahrung gemacht hat?</p>
<p>„Meine Eltern haben mein Hobby zwar nicht unterstützt, sie haben es aber auch nicht abgelehnt. Meine Nachbarn fanden es cool. Insgesamt habe ich selber noch eher weniger Ablehnung erlebt, habe aber umso mehr negative Geschichten von Freundinnen und Bekannten mitbekommen“</p>
<p>Auf meine Nachfrage ergänzt sie: „Klar, man hört schon ab und an abwertende Kommentare, die auch wirklich verletzten können. Mir war das aber oftmals egal – um mich dadurch abschrecken zu lassen, war meine Leidenschaft viel zu groß. Ich wollte einfach kicken, egal was die anderen davon halten. Und in Mörsch und Hoffenheim z.B. ist das gar keine Frage. Ich werde dort vollkommen akzeptiert.“ Nach einigem Nachdenken ergänzt sie. „Aber irgendwie ist es doch auch auffällig, dass ich dort überall die einzige Frau bin. Außerdem stört es, dass Personen, die sich im Frauenfußball nicht auskennen, häufig vorurteilig auf diesen Sport blicken. „Spielt ihr eigentlich auf einem kleineren Feld?“ – Alleine diese Frage nervt mich schon.“</p>
<p>„Am meisten stört mich, dass Fußball in meinen Augen die einzige Sportart darstellt, in der Männer und Frauen direkt verglichen werden. Niemand schaut sich die Schwimmzeiten von Männern und Frauen an und meckert darüber, dass Frauen langsamer sind. Im Fußball behaupten jedoch viele, dass Frauenfußball langweilig sei. „Ihr seid so langsam!“ höre ich immer wieder. Ja, es stimmt Wir sind langsamer als die Männer, was schlichtweg auf biologische Faktoren zurückzuführen ist. Das heißt aber doch nicht, dass unsere Spiele langweiliger sind. Oftmals sind wir dafür taktisch ausgefeilter als es im Männersport Standard ist.“</p>
<p>Und &#8211; wie ist ihre Meinung zu gemischten Mannschaften? „Aktuell ist es erlaub, dass Mädchen bis zur B-Jugend in Jungsmannschaften mitspielen. Darüber hinaus gibt es für Frauen ein Zweitspielrecht. Sie dürfen Gleichzeitig in einer Mädchen- und einer Jungenmannschaft mitspielen. Ich glaube, ab einem gewissen Alter muss man sie aber schon trennen. Das Niveau unterscheidet sich wenn es in Richtung Profisport geht doch sehr. Umso wichtiger ist es, dass man im jungen Alter mit Jungs zusammenspielt. Die Mädchen orientieren sich an deren Niveau, holen mehr aus sich heraus und gewöhnen sich an das hohe Tempo. Meiner Meinung nach sieht man jedem Mädchen an, ob es früher einmal mit Jungs gespielt hat, oder nicht.“</p>
<p>Insgesamt ist Melanie zuversichtlich. „Aktuell ist es zwar noch sehr schwer als Frau – sowohl im Männer- wie im Frauenfußball. Aber ich denke schon, dass sich das in Zukunft verbessern wird! Die kleinen Anzeichen dafür, die bereits jetzt zu sehen sind, geben zumindest Hoffnung.“</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/06/der-schwule-fussballspieler/" target="_blank" rel="noopener"><strong>dieser Geschichte</strong></a> der Story Teller geht es um einen schwulen Fussballspieler.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Die &#8222;Spielerfrau&#8220; <a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/04/spielerfrau/" target="_blank" rel="noopener"><strong>kann auch ein Mann sein</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erst einmal weg (Teil 3)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/09/erst-einmal-weg-teil-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2017 07:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9707</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Autorin Lilith hat nach der Schule einiges vor. &#8218;Erst einmal weg&#8216; ist dabei ihr Motto. Was zunächst nach entspanntem Backpacking-Urlaub in Südostasien klingt, entpuppt sich dann doch als größeres Projekt. Jugendbotschafterin für das Goethe-Institut, Praktikum bei der deutschen Zentrale für Luft- und Raumfahrttechnik, Praktikum im Bereich Bioinformatik in Sheffield oder arbeiten in einem Kinderheim]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Autorin Lilith hat nach der Schule einiges vor. &#8218;Erst einmal weg&#8216; ist dabei ihr Motto. Was zunächst nach entspanntem Backpacking-Urlaub in Südostasien klingt, entpuppt sich dann doch als größeres Projekt. Jugendbotschafterin für das Goethe-Institut, Praktikum bei der deutschen Zentrale für Luft- und Raumfahrttechnik, Praktikum im Bereich Bioinformatik in Sheffield oder arbeiten in einem Kinderheim in Burkina Faso &#8211; das sind nur einige Sachen, die Lilith nach der Schule gemacht hat. Was sie noch so vor hat, lest ihr im dritten Teil ihrer Geschichte.</strong></p>
<p><span id="more-9707"></span></p>
<p>Nach einem kurzen Aufenthalt am CERN in der Schweiz, den ich ebenfalls bei einem Wettbewerb gewonnen habe, heißt es dann: Auf nach China!</p>
<p>Jedes Mal, wenn ich gefragt werde, wie ich gerade auf China komme, kann ich meine Zufallsgeschichte auspacken. Wie so oft wartete ich einmal wieder am Lehrerzimmer auf eine der Lehrkräfte, die sich verspätete. Die Zeit nutzte ich dazu, die Flyer zu betrachten, die vor dem Lehrerzimmer ausliegen und zu denen ab und an dann doch ein neuer Flyer hinzukommt. Unter den vielen Prospekten und Werbematerialien, die nicht sehr interessant für mich waren, fiel mir schließlich ein roter Flyer von „starexchange“ in die Hände, den ich direkt durchblätterte. Auf den ersten Blick klang das angepriesene Au-Pair-Programm sehr attraktiv – keine Kosten, sondern zusätzliche Bezahlung, Kindergeld, Sprachunterricht an der Universität… Ich informierte mich also direkt noch am gleichen Tag über die Organisation und schrieb eine erste Mail. Es folgten Anmelde- und Bewerbebögen sowie Skypetermine und das Einrichten sowie reges Nutzen von WeChat – auch mit Chinesen vor Ort. Bereits diese ersten Kontakte waren sehr interessant und aktuell befinde ich mich in der Familienfindungsphase. Eine Familie aus Chonquin plant für chinesische Verhältnisse erstaunlich früh und zeigt schon jetzt Interesse an mir als Au-Pair für das erste Halbjahr 2018. Ein erstes Videotreffen mit der Betreuerin vor Ort hat bereits stattgefunden, es werden jedoch innerhalb der nächsten Wochen weitere Gespräche mit meinen deutschen Betreuern, der Familie selbst und dem Au-Pair, das aktuell bei der Familie lebt, folgen. Es bleibt also weiterhin spannend, ob die vorgeschlagene Familie zu mir passt oder es mich doch in eine andere Ecke Chinas verschlagen wird. Fest steht aber schon jetzt, was ich vor Ort dann zu tun haben werde – meine Aufgabe besteht darin, den Kindern der Familie die englische Sprache näher zu bringen. Dies soll jedoch nicht nach dem Vorbild klassischen Unterrichts erfolgen, sondern es gilt: je kreativer, desto besser. Ich kann also z.B. Töne auf dem Klavier mit irgendwelchen Worten verbinden lassen, mit den Kindern kochen und ihnen dabei Zutaten auf Englisch zeigen und so weiter. Diese Tätigkeit führe ich jedoch nur zwei Stunden pro Tag aus. Die restliche Zeit befinde ich mich an der Universität und lerne selbst Chinesisch und besuche andere Kurse, wie z.B. sportliche oder musikalische Aktivitäten &#8211; ganz, was mich interessiert. An den Wochenenden werde ich zudem von der Familie auf Ausflüge und zu Familienfesten mitgenommen. Ich bin gespannt auf China und die ganz andere Kultur, der ich zum ersten Mal persönlich begegnen werde.</p>
<p>Und danach? – Ich habe mir schon einige Studiengänge sowie Studienorte herausgesucht, bei denen ich mich während meines Chinaaufenthaltes bewerben möchte, aber so ganz sicher bin ich mir noch nicht. Außerdem kann sich das natürlich auch durch die innerhalb der nächsten Monate gesammelten Erfahrungen verändern.</p>
<p>Wie ihr sehen könnt, ist mein Jahr „Pause“ schon jetzt voller als voll, sodass ich mich auf ein sehr anstrengendes, aber auch sehr interessantes, aufregendes und vielseitiges Jahr freuen kann – ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, welche Erfahrungen ich sammeln werde.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier könnte ihr nochmal <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/erst-einmal-weg-teil-1/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Teil 1</strong></a> und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/07/erst-einmal-weg-teil-2/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Teil 2</strong></a> von Liliths Geschichte „Erst einmal weg“ lesen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>6 Monate auf hoher See – so viel mehr als nur eine Segelreise (Teil 3)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/08/6-monate-auf-see-teil-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2017 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9319</guid>

					<description><![CDATA[6 Monate hat Clara auf einem Segeschiff verbracht und dabei unterschiedlichste Erfahrungen gemacht. Zwei Teile ihres Reiseberichtes konnten wir bereits lesen, heute folgt der dritte und letzte Teil. Nächster Stopp: Bermudas. Noch so etwas, wo Leute von zuhause immer nachfragen: „Bermudas? Beim Bermudadreieck? Pass bloß auf dich auf, Clara, nicht, dass ihr untergeht!“ Meine Erfahrungen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> 6 Monate hat Clara auf einem Segeschiff verbracht und dabei unterschiedlichste Erfahrungen gemacht. Zwei Teile ihres Reiseberichtes konnten wir bereits lesen, heute folgt der dritte und letzte Teil.</strong></p>
<p><span id="more-9319"></span></p>
<p>Nächster Stopp: Bermudas. Noch so etwas, wo Leute von zuhause immer nachfragen: „Bermudas? Beim Bermudadreieck? Pass bloß auf dich auf, Clara, nicht, dass ihr untergeht!“ Meine Erfahrungen sagten mir etwas anderes. Ich hatte kein einziges Mal auch nur das kleinste Gefühl, auf der Thor nicht sicher zu sein, auch bei Sturm waren wir schon eine sehr eingespielte Mannschaft. Trotzdem darf man die Gefahren des Meeres natürlich nicht unterschätzen, aber dafür sorgte unser Kapitän.</p>
<p>Wieder auf See fingen alle an, sich in Astronavigation fit zu machen. Die nächste Schiffsübergabe stand bevor. Schiffsübergabe, das heißt, der Segelstamm zieht sich zurück und die Schüler steuern das Schiff. Eingegriffen wird nur in Notsituationen. Dafür werden leitende Positionen von Schülern besetzt, es gab z. B. einen Schülerkapitän, Schülersteuermänner, Schülermaschinisten, Schülerwachführer etc. Dieses Mal gab es jedoch noch eine besondere Herausforderung. Alle elektronischen Geräte wurden abgeklebt und wir mussten uns, anstatt uns auf das GPS-Gerät zu verlassen, mithilfe der Sterne zurechtfinden. Also war vorher fleißig geübt worden, damit man, wie geplant, auf den Bermudas ankam und nicht plötzlich woanders landete. Unsere Schülerschiffsleitung war erstaunlich gut. Unsere errechnete Position nach einigen Tagen war nur sehr knapp an derjenigen vorbei, die das GPS anzeigte. Und wir kamen dementsprechend pünktlich auf den Bermudas an.</p>
<p>Dort war wieder eine Fahrradtour geplant; wie vorher erkannt, ist das eine gute Art, ein neues Land zu entdecken. Wir bewunderten die Landschaft, besonders die für die Bermudas typischen weißen Dächer. Außerdem besuchten wir alle die Hauptstadt Hamilton. Nach ein paar Tagen beendeten wir unseren Aufenthalt mit unserem Abschiedsfoto. Alle trugen „Bermuda-Pullis“, Pullover, die es dort in jedem Geschäft gibt, auf denen groß „Bermudas“ steht. Gedankenverloren blicke ich auf meinen eigenen Bermuda-Pulli. Auch der Landaufenthalt kommt mir schon ewig her vor.</p>
<p>Wir legten ab. Jetzt kam die angeblich stürmischste Etappe, der Weg bis zu den Azoren, einer Inselgruppe, die zu Portugal gehört. Dieses Mal hatten wir jedoch verhältnismäßig Glück, was das Wetter betraf. Ich erinnere mich an einige Tage, an denen ich sogar entspannt an Deck saß, ohne mir Sorgen zu machen, dass ich mich gleich festhalten muss, weil die nächste große Welle kommt. Trotzdem hatten wir natürlich viel Wind, aber das war auch eine besondere Erfahrung, die ich gerne gemacht habe. Wir gingen weiter Wache, hatten Unterricht und es stellte sich wieder der normale Thor-Alltag ein. Wie absurd das klingt. Ich segle auf einem Traditionssegler über den Atlantik und es wird für mich Alltag. Das ist aber definitiv nicht negativ gemeint. Es ist gerade etwas Besonderes, sich auf eben diesem Traditionssegler so heimisch zu fühlen, dass sich eine Art Alltag entwickeln kann. Trotzdem habe ich bis jetzt fast jede Sekunde auf der Thor genossen und wollte das nie gegen meinen Alltag zuhause eintauschen.</p>
<p>Doch auch dieser „Alltag“ währte nicht lange. Bald schon kamen wir auf den Azoren an. Am meisten hat mir der Hafen gefallen. Jedes Schiff, das dort anlegt, darf ein Rechteck auf der Pier bemalen, weshalb es dort von Bildern von Schiffen nur so wimmelt. Ich konnte stundenlang damit verbringen, mit anderen zusammen an der Hafenmauer entlangzulaufen und die unterschiedlich gestalteten Kunstwerke zu betrachten. Ein besonderes Highlight war es natürlich, dass auch wir uns verewigen durften. Nach vielen Ausflügen auf die Insel, die fast alle in einem Café bei heißer Schokolade und Kuchen endeten, und einem Ausflug aus dem Dorf heraus, war der Landaufenthalt wie im Fluge vergangen und schon stand die letzte Etappe vor uns: Azoren – Kiel. Wieder war es Zeit, abzulegen, und der Schiffsalltag stellte sich ein. Wieder bereiteten sich viele auf eine bevorstehende Schiffsübergabe vor. Die letzte ging durch den englischen Kanal und beinhaltete sogar das Ablegen aus Falmouth, unserem Zwischenstopp in England. Also war nicht viel Zeit, die wir jedoch alle noch möglichst genießen wollten. Ich habe viel Zeit unter Deck mit unserem Maschinisten verbracht, um mein selbstgebautes Flaschenschiff fertigzustellen. Das Hobby haben sich einige von unserem Maschinisten abgeschaut. Außerdem begann meine Projektgruppe, der Thor Chor, den „Final Countdown“: Jeden Tag wurde ein Lied für einen von uns vorgestellt, sodass ich sehr mit Sägen, Feilen, Nähen und Lieder schreiben beschäftigt war. Außerdem hatten wir alle das Häkeln entdeckt. Nicht zu glauben, aber es war tatsächlich ein Junge, der angefangen hat, sich mit einer Häkelnadel und Wolle bewaffnet an Deck zu setzen und seine Mützen zu häkeln. Schon bald waren alle angesteckt und wir beschlossen, alle mit selbstgehäkelten Mützen einzulaufen.</p>
<p>Das erinnert mich daran, dass heute unser letzter Tag ist und dass ich gleich Wache habe. Erschrocken schaue ich auf die Uhr. Okay, noch 10 Minuten, noch etwas Zeit für Wachträume. So beschäftigt merkten wir alle gar nicht, wie schnell die Zeit verging und wie bald plötzlich alles zum Ablegen in Falmouth bereitgemacht werden musste. In Falmouth angekommen, fühlten wir uns das erste Mal seit vielen Monaten wieder wie auf typischem europäischem Festland. Die Azoren waren eben noch mitten auf dem Atlantik. Wir gingen viel durch die Stadt, besuchten das Marine Museum und saßen am Hafen. Der nächste deutsche Boden würde schließlich Deutschland sein. Doch eine Sache stand uns vorher noch bevor: Solo. 24 Stunden alleine auf einer Wiese, in denen man sich nur auf sich selbst konzentriert. Ein ganz schöner Kontrast zum Bordleben, bei dem man durchgehend von Menschen umgeben ist und wenig Zeit hat, über sich nachzudenken. Trotzdem gingen die 24 Stunden erstaunlich schnell vorüber. Ich habe viel nachgedacht, geschrieben und einfach auf das Meer hinausgeschaut. Definitiv eine besondere Erfahrung! Ich bin echt gespannt darauf, den Brief in ein paar Jahren zu lesen und zu versuchen, nachzuvollziehen, was ich in dem Moment gedacht habe.</p>
<p>Mit dem Solo war unser Englandaufenthalt beendet und die letzte Schiffsübergabe begann. Dieses Mal hatten wir sogar eine Kapitänin, ein Umstand, der unseren Kapitän besonders freute. Sie und alle anderen machten ihre Aufgabe super und eine knappe Woche später wurde das Schiff in bestem Zustand wieder an den Stamm übergeben. Wir waren so schnell gewesen, dass wir sogar noch ein paar Tage Zeit hatten und für einen Tag nach Helgoland fuhren. Dort wanderten wir und besuchten das große Aquarium. Es kam mir total unwirklich vor, dass wir tatsächlich wieder auf deutschem Boden waren. Und dann ging es nur noch durch den Nord-Ostsee-Kanal und hier bin ich. Gestern Abend war noch das „Captain’s Dinner“, unser Abschiedsessen, bei dem alle Vorräte aufgebraucht werden und die großartige Reise gefeiert wird. Ich kann es nicht glauben, dass es unser letzter Abend auf der Thor war. Heute würde mein letztes Frühstück auf der Thor sein und wir bald wieder bei uns zuhause. Was für eine seltsame Vorstellung!</p>
<p>„Clara! Du hast nur noch 5 Minuten! Zieh dich an, ich möchte pünktlich schlafen können.“ „Mhh“, murmele ich, schüttle kurz den Kopf, um mich aus meinen Träumereien zu lösen und schwinge mich aus der Koje. Gleich beginnt meine letzte Wache, da möchte ich schließlich pünktlich zur Wachübergabe da sein. Ich gehe den altbekannten Gang, den Niedergang hoch und steige auf das Achterdeck. Dort steht der Rest meiner Wache schon und schaut mich abwartend an. Ich nuschele den Wachgruß mit und melde mich, um an das Ruder zu gehen. Die ganze Wache rauscht wie ein Traum an mir vorbei. Ausguck, Wetter, Maschinenronde, noch einmal Ausguck. Und dann wieder: „Gode Ruh!“. Ich lege mich schlafen, in dem Gewissen, dass ich morgen beim Aufstehen das Einlaufen vorbereiten muss. Am liebsten würde ich noch einmal die Reise reflektieren. Aber es ist Viertel nach fünf. Todmüde sinke ich mein Kissen und bin zehn Sekunden später eingeschlafen. Vielleicht träume ich ja von der Reise…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier könnt ihr den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/05/6-monate-auf-hoher-see-und-doch-so-viel-mehr-als-nur-eine-segelreise-teil-1/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ersten Teil</strong></a> von Claras Reisebericht lesen.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">&#8230; und hier den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/6-monate-auf-hoher-see-so-viel-mehr-als-nur-eine-segelreise-teil-2/" target="_blank" rel="noopener"><strong>zweiten</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erst einmal weg (Teil 2)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/erst-einmal-weg-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lilith]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2017 07:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9257</guid>

					<description><![CDATA[Die Zeit nach dem Abi kann die schönste im Leben sein! Schule vorbei und im Idealfall eine Pause, bevor Studium, Ausbildung oder andere ernste Lebensthemen anstehen. MeinTestgelände-Autorin Lilith hat in dieser Zeit einiges vor &#8211; und das Einzige, mit dem sie sich nicht beschäftigen wird, ist Langeweile. Hier lest ihr den zweiten Teil ihrer Geschichte.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Zeit nach dem Abi kann die schönste im Leben sein!</strong> <span id="more-9257"></span></p>
<p><strong>Schule vorbei und im Idealfall eine Pause, bevor Studium, Ausbildung oder andere ernste Lebensthemen anstehen. MeinTestgelände-Autorin Lilith hat in dieser Zeit einiges vor &#8211; und das Einzige, mit dem sie sich nicht beschäftigen wird, ist Langeweile. Hier lest ihr den zweiten Teil ihrer Geschichte.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Meine Planung begann damit, dass ich viel zu viel machen wollte, als dass es alles in ein Jahr passen konnte. Work and Travel sagte mir ebenso zu, wie eine Arbeitsstelle in einem Hotel als Animateurin, auch das Aushelfen auf einer Farm klang für mich interessant, das Schafehüten in Schottland, der Besuch einiger Universitäten für ein paar Wochen als „Probestudentin“, Praktika… Mein Dokument, das sich während meiner Schulzeit mit Links und Informationen darüber gefüllt hatte, was ich einmal alles machen wollte, wenn ich mehr Zeit hätte, umfasste inzwischen schon über zwanzig Seiten. Aber – war ja auch nicht schlecht. Schließlich bin ich erst 17 Jahre alt und das ein oder andere, was ich mir vorgenommen habe, lässt sich sicherlich auch noch in den Semesterferien in die Tat umsetzen.</p>
<p>Nach langem Hin und Her habe ich mich nun für die folgende Planung entschieden: wenn ich am 30. Juni mein Zeugnis in den Händen halten werde, geht es erst einmal direkt am nächsten Tag weiter mit Proben für die PROMS in Karlsruhe mit dem Badischen Jugendchor, anschließend steht eine dreiwöchige Tätigkeit als Jugendbotschafterin eines PASCH-Austausches des Goethe-Instituts an, in dem ich mich um deutschlernende Schüler aus dem Ausland kümmern werde. Nach zwei Tagen zu Hause geht es schließlich weiter in die Nähe von München, wo ich durch einen Jugend Forscht Gewinn die Möglichkeit habe, ein vollfinanziertes Praktikum bei der deutschen Zentrale für Luft- und Raumfahrttechnik durchzuführen. Davon wieder zurück, muss ich zu Hause leider warten, bis ich Ende Oktober 18 werde, um dann endlich mein bei der IBO gewonnenes Praktikum im Bereich Bioinformatik in Sheffield antreten zu können. Doch das „Warten“ wird sich keinesfalls als langweilig herausstellen. Denn in diesem knappen Monat werde ich Kurse für Grundschüler an der Hector-Akademie Ettlingen halten, auf Science sowie Poetry Slams auftreten, bei einigen Filmprojekten teilnehmen, eigene planen, ein wenig Zeit zum kreativen Schreiben nutzen, mich auf meine Musikinstrumente sowie meine sportlichen Tätigkeiten konzentrieren, ein wenig Arbeiten, um Geld zu verdienen…. Ihr seht schon. Ich habe immer etwas zu tun. Nach Sheffield und ein paar Tagen zu Hause zum Umpacken geht es schließlich nach Burkina Faso. Hier stutzen meist die Ersten, denen ich von meiner „Nach-Abi-Planung“ erzähle. Burkina Faso – wie kommt man denn darauf? Die Antwort ist für mich ziemlich einfach; meine Eltern unterstützen seit über zwanzig Jahren den Verein „Garango“, der in Burkina Faso Waisenkinder, sowie Halbwaisen in eine Hauswirtschaftsschule aufnimmt. Die Kinder werden dort bis zu ihrem 18. Lebensjahr ausgebildet. Um dies zu finanzieren, werden in Deutschland Paten gesucht, die sich jeweils um ein bis zwei dieser Kinder kümmern und ihnen finanzielle Mittel sowie kleine Präsente zur Verfügung stellen. Vor Ort werde ich die Möglichkeit haben, bei den Schwestern, die das Heim führen, zu leben und dort das Treiben in einem afrikanischen Land direkt mit zu bekommen. Ich werde Computer- sowie Englischkurse geben und auch mitgehen, wenn neue Patenkinder ausgesucht werden. Nach einem Monat heißt es auch hier wieder Adieu – sagen. Doch laut der ersten Vorsitzenden des Vereins ist es erst einmal gut, nicht länger als vier Wochen vor Ort zu bleiben. Zum einen ist das Klima dort für Europäer ohnehin nur von Dezember bis Februar einigermaßen erträglich, und zusätzlich sollte man sich das Ganze erst einmal anschauen. Später noch einmal für einen längeren Aufenthalt nach Burkina Faso zu reisen, ist ohnehin jederzeit möglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/erst-einmal-weg-teil-1/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ersten Teil</strong></a> von Liliths Geschichte.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Nach der Schule geht es oft um die Suche nach dem richtigen Job. Dazu mehr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/05/typisch/" target="_blank" rel="noopener"><strong>in diesem Video</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>6 Monate auf hoher See – so viel mehr als nur eine Segelreise (Teil 2)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/06/6-monate-auf-hoher-see-so-viel-mehr-als-nur-eine-segelreise-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2017 07:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9084</guid>

					<description><![CDATA[Unsere Autorin Clara verbrachte sechs Monate auf einem Segelschiff. Während dieser Zeit hat sie viele Eindrücke sammeln können, die wir heute im zweiten Teil ihrer Geschichte lesen dürfen. Die kommende Zeit war besonders spannend. Erstmal haben wir einige Tage nach Ablegen Weihnachten gefeiert. In Weihnachtsstimmung zu kommen, während man bei 33° auf das Meer blickt,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Unsere Autorin Clara verbrachte sechs Monate auf einem Segelschiff. Während dieser Zeit hat sie viele Eindrücke sammeln können, die wir heute im zweiten Teil ihrer Geschichte lesen dürfen.</strong></p>
<p><span id="more-9084"></span></p>
<p>Die kommende Zeit war besonders spannend. Erstmal haben wir einige Tage nach Ablegen Weihnachten gefeiert. In Weihnachtsstimmung zu kommen, während man bei 33° auf das Meer blickt, ist ein wenig schwierig. Trotzdem haben wir natürlich gefeiert mit Wichteln, großem Weihnachtsessen und sogar einem kleinen Plastikweihnachtsbaum. Eine einmalige Erfahrung!</p>
<p>Einige Tage später sind wir dann in Panama angekommen. Genauer gesagt in Kuna Yala. So heißt das Gebiet, das den Kuna, einem indigenen Volk, gehört, eine Inselgruppe vor der Küste Panamas. Dort haben wir wieder Schnobataso in vollen Zügen genossen. Sehr abenteuerlustig begann dann unsere Reise durch den Urwald. Geschlafen haben wir in einem Camp, was man aber bitte nicht mit dem Dschungelcamp verwechseln sollte. Die Tage wurden von langen Wanderungen durch den Regenwald bestimmt, dessen Landschaft und Tierwelt wir wenigstens ein bisschen kennenlernen durften. Natürlich reichen ein paar Tage dafür allerdings nicht aus. Immerhin habe ich dort aber Tiere gesehen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Grundsatz war: Egal was du tust, schau vorher nach, ob du Skorpione, Spinnen oder Insekten siehst. Besonders Schuhe und Kleidung waren ein beliebter Ort für die Kleintiere zum Übernachten, was nicht selten zu überraschtem Gekreische führte. Aber auch daran gewöhnt man sich natürlich schnell. Der Abschied fiel uns dementsprechend schwer. Aber wir wussten ja, dass es gleich spannend weitergeht.</p>
<p>Als nächste Station war Panama City geplant. Dahin kamen wir in einem grellbunten alten Bus, von uns auch „Partybus“ genannt. Bei der Ankunft war ich erstmal sprachlos. Ich war noch nie in einer so bunten, so lebhaften, so vielfältigen Stadt. Panama City ist die Hauptstadt Panamas und dort leben 1,5 Millionen Menschen. Wie sie leben, ist jedoch komplett unterschiedlich. Während wir an einem Tag die von Touristen gut besuchte Altstadt besichtigt haben und dabei beobachtet haben, wie ein 200m langes Schiff durch den Panama-Kanal geschleust wurde, sind wir an einem anderen Tag durch die Slums der Hauptstadt durchgefahren. Heruntergekommene Hochhäuser, in denen große Familien in winzigen Wohnungen wohnen. Auch eine andere Erfahrung, als man sie in Deutschland machen könnte.</p>
<p>Ich habe Panama City als eine Stadt mit unheimlich vielen Facetten in Erinnerung. Der Kulturschock, der uns schon auf Grenada erreicht hat, war in Panama natürlich ebenso da. Dementsprechend angenehm war es für uns wieder, nach einigen Tagen in der lauten Großstadt nach Boquete, eine Kleinstadt in den Bergen, zu fahren. Wieder waren wir in Gastfamilien. Gar nicht einfach, mit denen zu kommunizieren, wenn man Spanisch nicht in der Schule lernt. Aber dafür haben wir eine Woche die Sprachschule besucht. Unterricht in Boquete von Lehrern, die nur Spanisch sprechen. Effektivere fünf Lerntage habe ich noch nicht erlebt. Am Wochenende ging es dann auf den Baru. Das ist mit 3475m Höhe der höchste Berg Panamas und man kann vom Gipfel aus die Pazifik und den Atlantik sehen. Dafür war das auch eine anstrengende Wanderung. Am ersten Tag ging es los und wir sind den ganzen Tag bis auf eine Plattform kurz unter dem Gipfel gewandert. Dort haben wir in Zelten übernachtet – tierisch kalt übrigens – und sind am nächsten Morgen pünktlich zum Sonnenaufgang nach ganz oben gelaufen. Das Bild dieses Sonnenaufganges ist immer noch in meinem Kopf, wie die Sonne über dem Meer auftaucht und die Berge in ein rotes Licht taucht. Beeindruckend. Doch auch der Moment des Triumphes, endlich den Gipfel erreicht zu haben, währte nicht lange, da wir wieder ins Tal mussten, um den Bus zu unseren Gastfamilien zu erreichen.</p>
<p>Am nächsten Tag ging es wieder weiter. Nächste Station: Die Naso, ebenfalls ein indigenes Volk. Bis zu ihrem Dorf kamen wir nur mit Einbäumen, aber das hört sich jetzt traditioneller an, als es war. Wir waren alle etwas überrascht, als die Nasos plötzlich den Motor angeschaltet haben und unsere Einbäume stark beschleunigt über den Fluss Teribe flitzten. Ähnlich sah es dort auch aus. Untergebracht waren wir in Holzhütten, das also noch alles ganz urtümlich. Als wir uns allerdings eingerichtet hatten und zum Essen kamen, sahen wir die kleinen Naso-Kinder auch zum Teil an Smartphones. Also doch nicht ganz so frei von Technik… Es war natürlich trotzdem eine total neue Erfahrung, deren Alltag mitzubekommen. Kakao selbst machen, also wirklich aus Kakaobohnen, Fußball spielen gegen deren Team, Wanderungen durch den Urwald… Aber mit unserem Aufenthalt dort ging auch unser Aufenthalt in Panama zu Ende.</p>
<p>Unser erster richtig langer Landaufenthalt, deshalb war die Freude natürlich auch riesig, alle wiederzusehen, die an Bord geblieben sind. Und klar – endlich wieder auf der Thor zu wohnen. Also ging es weiter. Jetzt Kurs auf Kuba. Das war eine entspannte Etappe! Keine Stürme, kein Böenalarm, einfach nur Segeln. Ich höre die Maschine brummen und seufze. Tja, so funktioniert das leider gerade nicht. Aber vor Kuba schon. Ich erinnere mich noch an so viele Stunden, in denen wir alle gemeinsam versucht haben, das Schiff auf Vordermann zu bringen, damit wir den Hygienestandards von Kuba entsprechen und einreisen dürfen. Hat dann zum Glück auch geklappt. Erste Station: Maria la Gorda. Nach einigen Tagen Erholung fing unsere Erkundungstour durch Kuba an. Und womit geht das am besten? Mit dem Fahrrad. Also machten wir alle unsere Fahrräder startbereit und konnten bald aufbrechen.</p>
<p>So eine schöne Landschaft, die ich da gesehen hab… Alles grün, viele Tabakplantagen, immer Sonne. Aber auf dem Weg haben wir auch schon das erste Mal etwas von der Politik mitbekommen; Bilder von Che Guevara oder „Miami Five“ waren nicht selten an Hauswänden zu sehen. Ziemlich ungewohnt, aber auch eine spannende Erfahrung. Nach einigen Tagen sind wir dann in Vinales angekommen. Unser Mittagessen war relativ einseitig, aber beliebt: Sowohl den ganzen Weg über, als auch in der kleinen Stadt gab es nur „Peso-Pizza“. Das ist eine ganz normale, wenn auch relativ fettige Pizza, die aber nur einige Pesos, also Centbeträge kostet. Daher auch der Name. Die Reaktion darauf war unterschiedlich: Während einige immer noch sagen, sie hätten zwischendurch mal Lust auf eine Peso-Pizza, bin ich ganz zufrieden so mit dem Essen auf der Thor. Von Vinales aus planten wir auch schon unsere Kleingruppenexkursionen. Unsere Unterbringungen, die so genannten „Casas particulares“, konnte man nämlich natürlich nicht an Bord reservieren. Zum Glück waren wir aber alle pünktlich genug und haben einen Schlafplatz gefunden. Es mussten ja immer nur 7 Leute untergebracht werden und nicht 34. Es gab nämlich 5 Kleingruppen aus 6 oder 7 Schülern mit jeweils einem Lehrer, die sich eine Stadt auf Kuba ausgesucht hatten, die sie auf eigene Faust entdecken wollten. Dafür wurde vorher ein Programm in der Stadt erarbeitet, die Anfahrt wurde geklärt, mögliche „Casas particulares“ herausgesucht und ein Kostenvoranschlag eingereicht. Glücklicherweise waren wir am Ende viel billiger unterwegs, als wir es anhand des Reiseführers geplant hatten. Touristenbusse wurden gestrichen und durch LKWs ersetzt, die völlig überfüllt vor allem Einheimische von einem Ort zum anderen transportieren. Das war schließlich der Plan, das Land aus der Perspektive der Kubaner zu entdecken. Auch Museen waren im Nachhinein definitiv billiger, als es im Reiseführer stand.</p>
<p>Meine Gruppe war in Santiago de Cuba. Mit einem Lächeln denke ich an die Stimmung zurück. Die Bewohner sind freundlich und überall auf der Straße ist man von Musik und Tanz umgeben. Die Landschaft war sowieso wunderschön, blaues Meer und überall grün. Immer noch meine Lieblingsstadt. Nach sieben Tagen, die erstaunlich schnell vergangen waren, kam dann der letzte Programmpunkt unseres Kubaaufenthaltes: Havanna bzw. La Habana, die Hauptstadt. Noch einmal ein völlig anderer Eindruck. Überall Hochhäuser, bis direkt an das Meer, volle Straßen, riesige Märkte mit Souvenirs. Außerdem hatte jedes Hochhaus ein begehbares Dach, von dem aus der Blick über die Stadt besonders schön war. Unvergessliche Stunden! Wenige Tage später ging es zurück auf die Thor. Wieder ein Gefühl, wie nach Hause zu kommen. Jeder zog wieder in seine Kammer ein, räumte seine Fächer voll und hängte die Fotos von Zuhause auf. Dann legten wir ab und die nächste Seeetappe lag vor uns.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Den ersten Teil von Claras Geschichte findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/05/6-monate-auf-hoher-see-und-doch-so-viel-mehr-als-nur-eine-segelreise-teil-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
<li>In diesem Text erfahrt ihr, wie Lilith die <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/erst-einmal-weg-teil-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Zeit nach der Schule</strong></a> geplant hat.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>6 Monate auf hoher See – so viel mehr als nur eine Segelreise (Teil 1)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/6-monate-auf-hoher-see-und-doch-so-viel-mehr-als-nur-eine-segelreise-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 May 2017 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=8973</guid>

					<description><![CDATA[Unsere neue Autorin Clara startet auf meinTestgelände mit einem Bericht über ihre sechsmonatige Reise auf einem Segelschiff. Heute liefern wir euch den ersten Teil dieser aufregenden Geschichte. „Clara, hey! Es ist halb zwei und du hast in einer halben Stunde Wache. Draußen ist es richtig kalt, ich trage drei Pullis und mir ist immer noch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere neue Autorin Clara startet auf meinTestgelände mit einem Bericht über ihre sechsmonatige Reise auf einem Segelschiff. Heute liefern wir euch den ersten Teil dieser aufregenden Geschichte.</strong></p>
<p><span id="more-8973"></span></p>
<p>„Clara, hey! Es ist halb zwei und du hast in einer halben Stunde Wache. Draußen ist es richtig kalt, ich trage drei Pullis und mir ist immer noch kalt. Bist du wach? Ich komme nachher nochmal vorbei!“ Und schon ist mein persönlicher Wecker wieder draußen. Ich reibe mir die Augen. Noch eine halbe Stunde Zeit, da muss ich noch nicht sofort aufstehen. Wie schwer mir das Aufstehen nachts am Anfang der Reise fiel. Ich muss schmunzeln. Der Anfang, das heißt Oktober vor einem halben Jahr, erscheint mir unheimlich weit weg. Als wir alle in Kiel mit dem Bus angekommen sind und mit Blaumännern von der Jugendherberge zur Werft gefahren sind… Ich war so aufgeregt, das erste Mal die Thor Heyerdahl zu sehen, unser Schiff. Und dann stand es schließlich auch vor uns. 50m lang, drei Masten, der höchste davon 30m hoch. Unser neues Zuhause für sechseinhalb Monate. Ich seufze gedankenverloren.</p>
<p>Wie viel ist seitdem passiert! Der Abschied von unseren Eltern. 34 Schüler, 14 Jungs und 20 Mädchen, die auf eine lange Reise gehen. Außerdem natürlich unser Segelstamm, der Kapitän, die Projektleitung und die Lehrer. Schon ein großer Schritt, sich für eine solche Zeit von seinen Familien zu verabschieden. Dann die erste Etappe: Es fing schon mit einem starken Sturm vor den Niederlanden und England an. Fast alle wurden seekrank, obwohl das ja auch die Zeit war, in der wir segeln lernen sollten. Ganz schön schwierig, mit Übelkeit und Kopfschmerzen Maschinenronde zu gehen, wobei man im heißen Maschinenraum die Maschine ölen, den Tagestank aufpumpen und generell den Zustand der Maschine überprüfen muss, Sicherheitsronde, wo man über und unter Deck kontrolliert, ob alles in Ordnung ist, im Ausguck sein und nach anderen Schiffen, Bojen und allem Möglichem Ausschau zu halten und natürlich lernen, Ruder zu gehen und den Kurs zu halten. Das zwei Mal drei Stunden am Tag. Außerdem natürlich putzen und kochen.</p>
<p>Aber das war ja noch gar nicht alles. Auf einem Segelschiff muss man ja auch noch ganz viel nautische Grundlagen lernen: Wie setzt man Segel, wie birgt man sie, wie errechnet man den Kurs, wie führt man Manöver durch, wie funktioniert die Lichterführung auf See und vieles mehr. Also ganz schön viel für unsere Zeit bis Teneriffa. Natürlich bestand die Etappe aber nicht nur aus Seekrankheit und Lernen. Ich weiß noch, wie wir die ersten Delphine gesehen haben, die uns tagelang begleitet haben. Einmal war sogar ein Wal zu sehen, der seine Wasserfontäne über die ganze Mannschaft gespuckt hat. Das sind schon Erlebnisse, die man nie vergisst. Erneut lächle ich in mich hinein. Dann Teneriffa. Unsere Enttäuschung, dass wir nicht auf den Teide wandern konnten. Zwei Wochen Verspätung wegen Sturm können schon ziemlich nervig sein! Aber immerhin konnten wir da ja ein bisschen spazieren und die wunderschöne Landschaft von Teneriffa entdecken. Doch drei Tage später, als der ganze Proviant für die Atlantiküberquerung an Bord war, ging es auch schon wieder los. Jetzt kam die längste Etappe: 3 Wochen auf See, ohne ein einziges Mal Land zu sehen. Da fing auch der Unterricht an. Schulstoff, 10. Klasse, bayrischer Lehrplan, damit wir zuhause auch alle wieder normal in unsere Klassen zurückkommen können. Aber viel spannender als Zuhause. Viel praxisorientierter irgendwie: Man hört Referate über Delphine, während sie vorne am Bug spielen, die Winde, nach denen wir unsere Route richten mussten, werden behandelt und in Geschichte diskutieren wir über die Politik Kubas, die wir alle später wirklich miterleben durften.</p>
<p>Zwischen Schule und Schiff steuern gab es aber wieder auch ganz andere Erlebnisse: Ich habe mein erstes Praktikum gemacht. Bei Willi, unserem Maschinisten. Wenn ich mich an die Reaktion der Leute zuhause erinnere, denen ich davon erzählt habe, muss ich lachen. Ja, ein Praktikum in der Maschine. Konnte ich mir vor einem halben Jahr auch noch nicht vorstellen, aber handwerkliche Arbeit bringt mir total viel Spaß. Irgendwie ist es hier generell so, dass wir nicht nur Arbeit machen, die typisch für Mädchen ist. Alle putzen, alle kochen, aber es helfen auch alle bei den Segelmanövern und leisten körperliche Arbeit. Und es sind ja sowieso mehr Mädchen als Jungs. Auch wenn man das nicht so denkt, trauen sich das wohl mehr Mädchen, so lange von Zuhause weg zu gehen, und dann auch noch auf ein Segelschiff… Sagt jedenfalls unsere Projektleitung. Außerdem unsere Atlantiktaufe. Bei der ersten Überquerung des Atlantiks ist es bei uns eine Tradition, auf einen Fischnamen getauft zu werden. Dabei gibt es eine ganze Taufzeremonie, die angeblich Neptun besänftigen soll, uns vor Sturm zu verschonen. Also trage ich jetzt den stolzen Taufnamen „Schneckenfisch“. Mitten auf dem Atlantik durften wir dann auch unseren Atlantiksprung erleben. Weil wir sonst ja immer an Bord bleiben müssen und nicht einfach während der Fahrt ins Meer springen dürfen, haben wir an einem Tag unser Rescueboot ausgesetzt und alle durften einige Male ins Meer springen. Mitten auf dem Atlantik, wo das Wasser mehrere Kilometer tief ist. Was für ein besonderes Erlebnis! Um uns sonst täglich erfrischen zu können, hatten wir unseren eigenen Salzwasserpool an Deck aufgebaut. Eine sehr nützliche Idee bei 30° auf See.</p>
<p>Dann, nach drei Wochen, Land in Sicht. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen. Wir waren mitten in einer Schülerbesprechung, als plötzlich einer aus unserer Gruppe vom Segel herunter „Land in Sicht. Wir haben die neue Welt erreicht!“ schrie. Was für ein Moment! Wir hatten drei Wochen nichts als Wasser gesehen und landeten im Paradies. Palm Island sieht tatsächlich aus wie das Paradies. Karibische Insel mit Palmen, weißem Sand und türkisem Wasser. Kokosnüsse als Snack zwischendurch, die man das erste Mal tatsächlich vom Baum pflücken kann. Da war Schnobataso angesagt: Schnorcheln, baden, tauchen, sonnen. Also kurz: Riffferien. Das haben wir auch ausgenutzt. So häufig wie möglich waren wir mit Schnorchelbrille unterwegs, um Korallen, Algen und Fische in den unterschiedlichsten Farben zu bestaunen.</p>
<p>Doch so spannend ging es auch weiter. Als nächstes Grenada, auch Teil der Inselgruppe „Saint Vincent and the Grenadines“, aka Gewürzinsel. Dort waren wir das erste Mal in Gastfamilien. Das war ein Kulturschock! Wir Mädchen durften auf keinen Fall allein unterwegs sein, schon vom Aussehen her stachen wir sofort zwischen all den Dunkelhäutigen heraus. Aber auch sonst war alles anders als Europa. Die Straßen waren überfüllt mit Obstständen, eingeschränkte Marktzeiten gibt es da nicht. Außerdem waren die Unterschiede im Lebensstandard deutlich sichtbar. Ein Plumsklo für die Familie war schon Luxus in einigen Gegenden, da mussten wir erst einmal schlucken. Beeindruckend, wie lieb wir in dieser doch eher ärmlichen Region empfangen wurden. Auch auf Grenada blieben wir aber nur eine Woche, die Weiterreise rief.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch Lilith begibt sich auf eine Reise, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/eine-reise-durch-die-zeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>eine Reise durch die Zeit</strong></a>.</li>
<li>Die 10 BS Queens darüber wie es ist, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/04/arbeiten-in-der-fremde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>zum Arbeiten in ein anderes Land zu gehen</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Körperlichkeit im Sport</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/koerperlichkeit-im-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 07:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=10387</guid>

					<description><![CDATA[Ilona studiert Sport und ist mit dem Thema Körperlichkeit allein deshalb immer wieder beschäftigt. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen, wie Frauen und Männer im Sport mit Körperlichkeit und Schönheitsidealen umgehen und ob es Unterschiede gibt.  Mehr dazu: Hier lest ihr ein Interview von Lilith mit Melanie Fink, Co-Trainerin im Männerfußball. Und in diesem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ilona studiert Sport und ist mit dem Thema Körperlichkeit allein deshalb immer wieder beschäftigt. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen, wie Frauen und Männer im Sport mit Körperlichkeit und Schönheitsidealen umgehen und ob es Unterschiede gibt.</strong><strong> </strong><span id="more-10387"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier lest ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/melanie-fink/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ein Interview</strong></a> von Lilith mit Melanie Fink, Co-Trainerin im Männerfußball.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/11/ich-geschlecht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in diesem Text</strong> </a>erzählt Mare, wie sie Geschlechterklischees überwindet.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interviews zum Girls&#8217;Day und Boys&#8217;Day 2017</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/interviews-zum-girls-day-und-boys-day-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 07:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=9270</guid>

					<description><![CDATA[Zum Girls&#8217;Day und Boys&#8217;Day 2017 waren wir an einer Realschule und haben mit Schüler*innen über ihre Zukunftspläne gesprochen. Welche Themen junge Menschen bewegen, seht ihr in den Interviews. Mehr dazu: Der Song zum Girls&#8217;Day und Boys&#8217;Day von unserer Redaktionsgruppe Was geht Almanya. Hier findet ihr ein Video zum Umgang mit Rollenklischees in der Berufswahl.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Girls&#8217;Day und Boys&#8217;Day 2017 waren wir an einer Realschule und haben mit Schüler*innen über ihre Zukunftspläne gesprochen. Welche Themen junge Menschen bewegen, seht ihr in den Interviews.</strong></p>
<p><span id="more-9270"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/girls-and-boys-day-song-videorelease/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Der Song zum Girls&#8217;Day und Boys&#8217;Day</strong></a> von unserer Redaktionsgruppe Was geht Almanya.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/06/ich-kanns/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ein Video</strong></a> zum Umgang mit Rollenklischees in der Berufswahl.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Songproduktion: „I have a dream“. In den Studios von Naidoo &#038; Herberger</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/05/songproduktion-von-i-have-a-dream-so-war-es-in-den-studios-von-naidoo-herberger/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2016/05/songproduktion-von-i-have-a-dream-so-war-es-in-den-studios-von-naidoo-herberger/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2016 07:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Boys Day]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Girls Day]]></category>
		<category><![CDATA[Song]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=6551</guid>

					<description><![CDATA[Bahar, Marlon und Yakup von &#8222;Was geht Almanya&#8220; verraten uns, wie sie über Rollenklischees denken und erzählen uns, wie sie die Produktion des Songs  &#8222;I  have a dream&#8220; in Mannheim erlebt haben. Yakup Yakouglu ist sehr dankbar für die Erfahrung im Studio: „Ich muss ehrlich sagen, dass das Wochenende in Mannheim sehr aufregend war. Es]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bahar, Marlon und Yakup von &#8222;Was geht Almanya&#8220; verraten uns, wie sie über Rollenklischees denken und erzählen uns, wie sie die Produktion des Songs  &#8222;I  have a dream&#8220; in Mannheim erlebt haben.</strong><span id="more-6551"></span></p>
<p><strong>Yakup Yakouglu ist sehr dankbar für die Erfahrung im Studio:</strong></p>
<p><em>„Ich muss ehrlich sagen, dass das Wochenende in Mannheim sehr aufregend war. Es ist eine neue Erfahrung gewesen, mal in so einem Studio, wo wirklich Stars wie Xavier Naidoo aufnehmen, zu arbeiten. Für mich war es auf jeden Fall eine große Ehre. Wir wurden freundlich empfangen, sowohl im Hotel als auch in den Naidoo Herberger Studios. Es hat mir riesig Spaß gemacht im gesanglichen Coach mal die Erfahrung zu sammeln, welche Techniken und Aufwärmungen es für die Stimme gibt. Ganz großes Lob an Rüdiger Skoczowsky und natürlich auch an &#8222;Danny Fresh&#8220;, der für Rap zuständig war. Die Produktion war sehr gelassen und locker. Da ich schon einige vorherige Erfahrungen mitgenommen habe, fiel mir einiges leicht. </em></p>
<p><em>Der Song soll alle Menschen motivieren und dazu ermutigen, Träume zu verwirklichen und dabei Klischees und Vorurteile aus dem Weg fegen. Es ist sehr wichtig sich damit zu befassen, weil wir Menschen ein Leben lang damit konfrontiert werden. Wir müssen für Aufklärung sorgen, um besser miteinander und füreinander Leben zu können, denn wo Menschen miteinander und füreinander Leben, wird auch das ärmlichste Haus ein behagliches Zuhause! In dem Sinne, vielen Dank an Gandhi Chahine &amp; Germain Bleich und an alle, die mitgewirkt haben!“</em></p>
<p><strong>Marlon Anscheit möchte mit dem Song zum Nachdenken anregen: </strong></p>
<p><em>„Für mich war das Wochenende das tollste Erlebnis meines Lebens gewesen. Für mich bedeutet der Song „I have a dream“ Hoffnung für die Jugend in Deutschland, denn sehr viele Kinder und Jugendliche werden sich das Lied anhören und es sich hoffentlich zu Herzen nehmen. Es ist meiner Meinung nach wichtig, sich mit Klischees und Vorurteilen zu beschäftigen, denn wenn man sich diese mal lange durch den Kopf gehen lässt merkt man, was das eigentlich für ein Schwachsinn ist. Ich kann manchmal selber nicht einordnen wo ich hingehöre und deswegen kann ich das Thema Gleichberechtigung gut nachvollziehen.“</em></p>
<p><strong>Für Bahar Kürekci ist der Song ein Stück Identität:</strong></p>
<p><em>„Das Wochenende hat mir sehr viel Spaß und Freude bereitet. Es war eine sehr lehrreiche und produktive Erfahrung, die ich machen durfte. Aber dieses Wochenende war auch weit mehr als nur ein reines Vergnügen. Die Intention die hinter dem Song steckt ist für mich von großer Bedeutung. Mit seinen Inhalten, die auf Gleichberechtigung von Männern und Frauen aufmerksam machen und Klischees beiseite räumen sollen, verbinde ich auch Verantwortung. Wir alle, mich mit eingeschlossen, sind dafür verantwortlich gegen, Vorurteile zu kämpfen und gerade wir als Jugendliche brauchen ein Ventil, mit dem wir unseren Stimmen Ausdruck verleihen können. Dieser Song ist für mich auch ein Stück Identität, er ist ein Resultat aus dem was wir fühlen. Ich bin stolz darauf.“</em></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/girls-and-boys-day-song-videorelease/" target="_blank" rel="noopener"><span style="text-decoration: underline;">Das Musikvideo „I have a dream“</span></a> von „Was geht Almanya“.</li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/klischees-sind-fuer-die-tonne/" target="_blank" rel="noopener"><span style="text-decoration: underline;">Klischees für die Tonne</span></a>. Sarah von „Was geht Almanya“ über Rollenklischees und die Songproduktion.</li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/musikvideo-i-hav…ter-die-kulissen/" target="_blank" rel="noopener"><span style="text-decoration: underline;">Ein Blick hinter die Kulissen</span></a>. „Was geht Almanya“ erzählen, wie sie die Produktion in den Studios von Naidoo &amp; Herberger erlebt haben.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2016/05/songproduktion-von-i-have-a-dream-so-war-es-in-den-studios-von-naidoo-herberger/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klischees sind für die Tonne</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/05/klischees-sind-fuer-die-tonne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 May 2016 07:04:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Boys Day]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Girls Day]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=6521</guid>

					<description><![CDATA[In dieser Woche dreht sich bei uns alles um das Thema Berufe. Sarah erzählt, dass sie ihrem Hausmeister handwerklich überlegen ist, obwohl der doch ihr Bett zusammen schrauben sollte&#8230;außerdem hatte sie ein geiles Wochenende beim Girls&#8216; and Boys&#8216; Day Song-Videodreh im Studio von Xavier Naidoo! Das Wochenende in Mannheim hat mir echt viel Spaß gemacht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In dieser Woche dreht sich bei uns alles um das Thema Berufe. Sarah erzählt, dass sie ihrem Hausmeister handwerklich überlegen ist, obwohl der doch ihr Bett zusammen schrauben sollte&#8230;außerdem hatte sie ein geiles Wochenende beim Girls&#8216; and Boys&#8216; Day Song-Videodreh im Studio von Xavier Naidoo!</strong></p>
<p><span id="more-6521"></span></p>
<p>Das Wochenende in Mannheim hat mir echt viel Spaß gemacht und war für mich eine Bereicherung meiner musikalischen Erfahrungen. Ich war am Anfang sehr neugierig und aufgeregt. Wir wussten alle nicht, was auf uns zukommen wird, außer dass wir den Song aufnehmen werden. Als wir ankamen, war der Raum komplett gefüllt mit Menschen, die sich alle nett vorgestellt haben. Ich glaube, die waren selber auch aufgeregt und neugierig, bis auf Ruben (Produzent), der wollte direkt loslegen. Ich glaube, das ist so ein Produzentending.</p>
<p><strong>Geiles Wochenende mit Xavier + Videodreh</strong></p>
<p>Sarah und Karsten organisierten das Wochenende und sorgten dafür, dass wir alles hatten was wir brauchten. Das Essen war echt toll. Die Coaches waren echt liebe Menschen, Danny Fresh total cool und Rüdiger total der Liebe und seine Stimme umwerfend. Mit den Beiden haben wir Aufwärmübungen für die Stimme gemacht und sind dann zusammen die Texte durchgegangen, bis Xavier reinkam und wir alle total geflasht waren. Er sagte natürlich &#8222;Oh Entschuldigung&#8220; und ich dachte nur: „Wie geil ist das denn! Wir treffen genau die Person der das Studio zum Teil gehört!“ Er hat sich auch lange mit uns über das Thema „Klischees in der Berufswelt“ unterhalten.</p>
<p>Im Großen und Ganzen konnte jeder von uns sehr viele tolle Erinnerungen sowie sehr viele Erfahrungen mitnehmen.</p>
<p>Am letzten Tag wurde das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cLd2HDX-CmA" target="_blank" rel="noopener"><span style="text-decoration: underline;">Musikvideo </span></a>gedreht.  Es war sehr anstrengend, aber auch total lustig. Das Videoteam bestand aus etwa sieben Leuten und die wussten dann, dass ich ganz viele Faxen gemacht habe und wollten dass ich dann einfach in die Kamera lächele. Ich habe es versucht, es hat auch kurz geklappt und dann musste ich schon lachen, aber es hat gereicht für das Video. Übrigens, die kurze Szene seht ihr im letzten Refrain.</p>
<p>Außer den lustigen Sachen im Video ist das Video und vor allem der Song echt schön geworden. Der Song hat auch eine starke Aussagekraft, die für alle Beteiligten des Songs echt wichtig ist.</p>
<p><strong>Wenn Mädels die besseren Handwerker sind</strong></p>
<p>Man muss sich vorstellen, dass es Menschen gibt, die sagen: „Eine Frau im Handwerk, nee, kann ich mir nicht vorstellen.“ Dazu habe ich eine kleine Anekdote: Als ich vom Heim in meine erste Wohnung gezogen bin, haben der Hausmeister und meine Erzieherin die Möbel bei mir aufgebaut. Natürlich hat meine Erzieherin alles festgehalten und der Hausmeister alles zusammen geschraubt. Ich war in der Zeit in der Schule und sah das Endergebnis. Sah alles toll aus und ich war glücklich. Nach einigen Tagen fiel das Lattenrost auf einer Bettseite immer runter. Mich hat es sehr genervt und ich sah natürlich nach. Ich hob die Matratze an und sah mir das Problem an. Dann stellte ich fest, dass eine Seite falsch herum angeschraubt war, so dass der Lattenrost nicht fest in den Schlitz einhakt, sondern heraus fällt. Natürlich musste ich dann um ein Uhr in der Nacht mein Bett neu anschrauben. Und das Ergebnis zahlte sich aus.</p>
<p>Bis heute schlafe ich ohne herunter zu fallen auf meinem Bett. Und wenn ich nicht am schlafen bin, dann bin ich wach. Ich glaube die Geschichte zeigt uns, dass die Wahl des Berufes nicht davon abhängig ist welches Geschlecht man hat, sondern es darauf ankommt wie gut man darin ist und wie viel Spaß dieser Beruf einen macht. Wenn eine Frau gut im handwerklichen Beruf ist und es ihr Spaß macht und sie es unbedingt werden möchte, sollte sie nicht auf die anderen hören, sondern es einfach tun. Und wenn ein Mann gerne mit Kindern arbeiten möchte weil er es gerne tut ,sollte er Erzieher werden.</p>
<p>Wenn wir immer darauf hören würden was andere sagen, dann würden unsere eigenen Wünsche keinen Wert mehr haben. Und ich denke, unsere eigenen Wünsche sind das wertvollste, was wir besitzen und wir sollten diese erfüllen, denn kein Mensch auf dieser Welt lebt unser Leben sondern wir leben es selbst, also entscheiden auch nicht andere, welchen Beruf wir ausleben.</p>
<p>Nur wir entscheiden das und sollten auch selbst entscheiden, welchen Beruf wir wirklich wollen.</p>
<p><strong>Ein Text von Sarah Burkhardt</strong></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>In ihrem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cLd2HDX-CmA" target="_blank" rel="noopener">Musikvideo zum Girls&#8216; and Boys&#8216; Day</a> stellen „Was geht Almanya“ klar, <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/klischees-sind-fuer-die-tonne/" target="_blank" rel="noopener">warum das Geschlecht bei der Berufswahl von egal sein sollte.</a></span></li>
<li>Hier geht es zur <a href="http://dasbringtmichweiter.de/typischich/" target="_blank" rel="noopener"><span style="text-decoration: underline;">Kampagne „Typisch ich“</span></a> der Bundesagentur für Arbeit zum Girls&#8216; and Boys&#8216; Day mit Joyce, Julien Bam und unserer Redaktionsgruppe Was geht Almanya</li>
<li><a href="http://www.girls-day.de/%20http://www.boys-day.de/" target="_blank" rel="noopener"><span style="text-decoration: underline;">Der Girls&#8216; and Boys&#8216; Day im Netz</span></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blick nach Europa</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/09/blick-nach-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[YouEdit]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2015 08:30:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=5687</guid>

					<description><![CDATA[MeinTestgelände hat eine neue Redaktionsgruppe.  YouEdit ist eine Jugendredaktion beim Freien Radio &#8222;WÜSTE WELLE&#8220; mit  Kooperationen zu internationalen freien Radiostationen. Für meinTestgelände werden unterschiedliche Themen unter der &#8222;Geschlechterbrille&#8220; betrachtet. Im ersten Beitrag werfen wir einen Blick nach Spanien. Spanien hat es hinsichtlich Jugendarbeitslosigkeit in Europa besonders hart getroffen. Dabei gibt es geschlechterbezogene Unterschiede. Eine spanische Redakteurin von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>MeinTestgelände hat eine neue Redaktionsgruppe.  YouEdit ist eine Jugendredaktion beim Freien Radio &#8222;WÜSTE WELLE&#8220; mit  Kooperationen zu internationalen freien Radiostationen. Für meinTestgelände werden unterschiedliche Themen unter der &#8222;Geschlechterbrille&#8220; betrachtet. Im ersten Beitrag werfen wir einen Blick nach Spanien.</strong></p>
<p>Spanien hat es hinsichtlich Jugendarbeitslosigkeit in Europa besonders hart getroffen. Dabei gibt es geschlechterbezogene Unterschiede. Eine spanische Redakteurin von RADIO VALLEKAS berichtet aus Ihrer Sicht über die besonders schwierige Situation von jungen Frauen in der Wirtschaftskrise.</p>
<p>Hier auch der Text zum Nachlesen in Englisch und Deutsch:</p>
<p>Today in Spain , it is difficult for everyone, women and men, to get a job because of the economical recession. Almost half of young people are unemployed . And if you&#8217;re a woman , it is even more difficult. In my opinion there is still a discriminatory attitude towards women. One example is the wage issue : women still earn lower wages than men , doing the same job. Moreover , it remains difficult for women to reconcile family life with work . Because unfortunately , women continue doing tasks at home and to look after the children , with very little help from their partners.</p>
<p>The statistics say that sometimes women are much more qualified than men. Many women have studied in university than men, but men still occupy the most of key positions in companies. In my  career, in journalism , there are  more men than women , both in newspapers and in radio and TV . And especially in management positions with more decision-making power . It is true that progress has been made in recent years , but I truly believe that Spain remains a very mannishly country , in every way .</p>
<p>Heutzutage ist es in Spanien für alle, Frauen und Männer, sehr schwierig einen Job zu bekommen, da wir in einer Wirtschaftsrezession stecken. Fast die Hälfte aller jungen Menschen sind erwerbsarbeitslos. Und als Frau gestaltet sich das noch schwieriger. Aus meiner Sicht werden Frauen nach wie vor diskriminiert. Ein Beispiel dafür ist die Gehaltsfrage: Frauen bekommen immer noch weniger Gehalt als Männer für die gleiche Arbeit. Darüber hinaus ist es sehr schwierig für Frauen Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Dies ist leider so, da Frauen weiterhin die Hausarbeiten verrichten, sich um die Kinder kümmern und dabei sehr wenig Unterstützung durch ihre Partner erfahren.</p>
<p>Laut Statistik sind in einigen Fällen die Frauen weit besser ausgebildet als die Männer, aber diese besetzen dennoch die Leitungspositionen in den Unternehmen. In meiner Journalistinnen-Karriere sind mir in allen Bereichen wesentlich mehr Männer als Frauen begegnet: bei den Zeitungen, im Radio und im Fernsehen. Dies vor allem in den Managementbereichen mit viel Entscheidungsmacht. Es ist richtig, dass sich in den letzten Jahren vieles fortschrittlicher gestaltet, dennoch ist es nach wie vor so, dass Spanien in jeder Hinsicht ein sehr vermännlichtes Land ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
