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	<title>Körperbilder &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Körperbilder &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<item>
		<title>Spieglein, Spieglein in der Hand</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/12/spieglein-spieglein-in-der-hand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marv]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 09:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[Marv wagt einen poetischen Blick auf das, was wir Schönheit nennen und das, was wir wirklich sind.Dieses Spoken-Word-Stück lädt dazu ein, den eigenen Spiegel mit neuen Augen zu sehen: warm, ehrlich und frei von Perfektionsdruck. Ein Moment der Ruhe, der daran erinnert, wie wertvoll es ist, sich selbst zu erkennen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marv wagt einen poetischen Blick auf das, was wir Schönheit nennen und das, was wir wirklich sind.</strong><br data-start="1388" data-end="1391" /><strong>Dieses Spoken-Word-Stück lädt dazu ein, den eigenen Spiegel mit neuen Augen zu sehen: warm, ehrlich und frei von Perfektionsdruck. Ein Moment der Ruhe, der daran erinnert, wie wertvoll es ist, sich selbst zu erkennen.</strong><span id="more-17234"></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Durchschnittlich perfekt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/11/durchschnittlich-perfekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nathan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 09:59:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie viel „perfekt“ braucht ein Körper eigentlich – und wer entscheidet das? Dieses Gedicht von Nathan legt offen, wie wir zwischen Idealen, Kommentaren und Algorithmen zerrieben werden, und erinnert daran, dass Schönheit nie genormt war. Ein poetischer Blick darauf, warum unser Körper niemandem gehören muss außer uns selbst. Sie sagen, ich bin dick, dabei bin]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie viel „perfekt“ braucht ein Körper eigentlich – und wer entscheidet das? Dieses Gedicht von Nathan legt offen, wie wir zwischen Idealen, Kommentaren und Algorithmen zerrieben werden, und erinnert daran, dass Schönheit nie genormt war. Ein poetischer Blick darauf, warum unser Körper niemandem gehören muss außer uns selbst.<span id="more-17216"></span></strong></p>
<p>Sie sagen, ich bin dick,<br />
dabei bin ich vielleicht nur etwas über dem Durchschnitt.<br />
Sie sagen, ich bin zu dünn,<br />
dabei halte ich einfach nur das Idealgewicht.</p>
<p>Sie sagen: Form dich,<br />
glätt dich –<br />
ich verbiege mich,<br />
verliere mich<br />
in Kalorientabellen.</p>
<p>Sie dirigieren meinen Verstand,<br />
haben mich ganz in ihrer Hand.<br />
Sag, wie lang noch, Instagram?<br />
Zeigst du mir Bilder vom „perfekten Mann“,<br />
muskulös und stramm.</p>
<p>Sie möchten Perfektion<br />
in Bildern, auf Reklamen.<br />
Am besten bist du die Sensation –<br />
„der perfekte Körper“<br />
für Likes und Faszination.</p>
<p>Doch dein Körper gehört dir,<br />
dir alleine.<br />
Er ist schön,<br />
jeder auf seine Weise.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Metamorphosis</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/11/metamorphosis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2025 09:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Phuong schreibt über einen Körper, der sich manchmal fremd anfühlt – und über den Versuch, ihn neu zu verstehen. Über Angst, Wandel, Erwartungen und die Frage, wie wir in unserem eigenen Körper Heimat finden können. Manchmal wache ich auf und meine Lunge schmerzt, verengt von den Kippen letzter Nacht; Kopfschmerzen, weil ich kaum Wasser trinke.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Phuong schreibt über einen Körper, der sich manchmal fremd anfühlt – und über den Versuch, ihn neu zu verstehen. Über Angst, Wandel, Erwartungen und die Frage, wie wir in unserem eigenen Körper Heimat finden können.</strong><span id="more-17212"></span></p>
<p data-start="226" data-end="572">Manchmal wache ich auf und meine Lunge schmerzt, verengt von den Kippen letzter Nacht; Kopfschmerzen, weil ich kaum Wasser trinke. Ich spüre die Angst in meiner Brust und die Gedanken, die in meinem Kopf rasen. Oft fühlt es sich so an, als gehöre mein Körper nicht mir, als hätte ich keine Kontrolle über ihn. Und doch ist er alles, was ich habe.</p>
<p data-start="574" data-end="1229">Manchmal beschützt mich mein Körper. Wenn ich achtsam genug bin und auf ihn höre, versucht er mir zu signalisieren, dass etwas nicht stimmt, dass Gefahr droht. Mein Herz schlägt schneller, mein Körper versteift sich, und ich finde keine Worte für das, was ich fühle, für die Bedeutung der Energie, die aufsteigt. Doch manchmal reagiert der Körper auch, wenn wir nervös oder aufgeregt sind. Es sind dieselben Hormone, die ausgestoßen werden, und mein Kopf kann nicht differenzieren. Manchmal sagt er uns auch, wenn wir müde sind und viel Schlaf brauchen. Oder wenn unser Nacken und unsere Schultern verspannt sind, bedeutet es, dass wir viel Stress tragen.</p>
<p data-start="1231" data-end="2153">Der Blick in den Spiegel fällt mir deshalb so schwer, weil es kein Körper ist, den ich begehrenswert finde. Ich wünschte, ich könnte mir nach Lust und Situation aussuchen, wie ich aussehe; manchmal ohne Brüste, manchmal mit. Ich möchte meinen Körper verändern, formen, deformieren, aber ich weiß nicht, welche Stellen genau und wie ich am Ende aussehen könnte. Wenn ich so überlege, verändert sich mein Körper ohnehin. Wir altern, wir wachsen, unsere Gesichtszüge tragen mit der Zeit die Schwere des Lebens. Im Sommer steigt der Druck, im Winter können wir uns unter unseren Pullovern verstecken. Deswegen fühle ich mich im Winter wohler. Ich kann die Teile meines Körpers verstecken, die im Sommer sonst für die Augen der anderen sichtbar und bewertbar sind. Die mehrfachen Schichten, die auf meiner Haut liegen, verstecken die Brüste, die zu viel Projektionsfläche bieten für all die Bewertungen und Erwartungen anderer.</p>
<p data-start="2155" data-end="2801">So nimmt der Körper je nach Umgebung eine andere Form an. Ich erscheine in meinem Hoodie mit meiner Kapuze und Beanie androgyner, vielleicht nicht einzuordnen, vielleicht sogar männlich. Bis sie jedoch meine Stimme hören, die irritierend auf sie wirken kann und ihre Erwartungen von dem, was sie sehen, bricht. In Vietnam gehe ich in der Mehrheitsgesellschaft unter, beinahe bin ich unsichtbar, anonym, ein Mensch wie jeder andere. Bei Aldi dagegen in der Schlange spüre ich schon von weitem den genervten Blick der Kassiererin, und mein Versuch eines freundlichen „Einen schönen Tag noch“ ändert nichts daran, dass sie Körper wie meinen ablehnt.</p>
<p data-start="2803" data-end="3684">Ich möchte glauben, dass ich manchmal vielleicht doch Kontrolle darüber haben kann – trotz der Umstände – über die soziale Bedeutung meines Körpers und über die Konsequenzen, die daraus für mich folgen. Aber wenn ich ehrlich bin, bin ich mir dessen nicht einmal sicher. Es fühlt sich absurd an, wenn Klamotten dabei helfen, im sozialen Gefüge zu überleben, und dass sie aber auch entscheiden können, ob Gefahr auf uns wartet, weil es Menschen nicht passt, dass wir aus dem Raster fallen. Vielleicht ist Kleidung genau deswegen nicht immer ein Ausdruck von Persönlichkeit, von Style, von Selbsterfahrung – besonders nicht dann, wenn wir mit Klamotten kompensieren müssen, was wir eben nicht ändern können: unsere Haarfarbe, unsere Hautfarbe, unsere Gesichtsmerkmale, unsere Sprache. Weil ein weißes Hemd dazu beitragen kann, unsere Chancen, den Job zu bekommen, um 10 % zu steigern.</p>
<p data-start="3686" data-end="4064">Die Bewertung meines Körpers ist beinahe abhängig von der Person mir gegenüber. Sie ist nicht Zeugin meiner Vielfältigkeit, sondern nur ein Bruchteil davon, ein Spiegel, der nur einen Teil des Mosaiks meiner Selbst widerspiegelt. Manchmal ist dieser Spiegel in Wirklichkeit eine Schablone, die ich mir nicht selber zusammengeschnitten habe, aber in die ich hineingepresst werde.</p>
<p data-start="4066" data-end="4668">Unser Körper ist verwundbar.<br data-start="4094" data-end="4097" />Er ist so vieles – vieles, was ich selber nicht verstehe oder greifen kann.<br data-start="4172" data-end="4175" />Ich kann ihn modifizieren, formen, trainieren, ihm Gutes tun, durch Bewegung spüren und in Kontakt treten, Medikamente nehmen, Drogen nehmen. Durch Hormone, Operationen, Bewegung, Ernährung, Kleidung, Make-up.<br data-start="4384" data-end="4387" />Er trägt viel Wissen in sich. Erinnerungen, Gerüche, Melodien, Geschichten.<br data-start="4462" data-end="4465" />Er schwitzt, um sich zu kühlen. Er wird krank und heilt wieder. Er speichert, regeneriert, stößt ab, was nicht zu ihm passt. Er atmet, verarbeitet, fühlt, menstruiert, schläft. Er trägt uns durchs Leben.</p>
<p data-start="4670" data-end="4953">Vielleicht muss ich ihn gar nicht vollständig verstehen.<br data-start="4726" data-end="4729" />Vielleicht existiert er einfach so – wissend, was zu tun ist.<br data-start="4790" data-end="4793" />Vielleicht müssen wir ihn nicht verbiegen, um den Blick in den Spiegel zu ertragen.<br data-start="4876" data-end="4879" />Vielleicht reicht es, wenn wir lernen, ihn zu halten, zu hören, zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dichte</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2025/11/dichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 10:26:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen Schönheitsidealen, schwuler Fetischkultur und Selbstakzeptanz erzählt Sven davon, was es heißt, im eigenen Körper zu wohnen – mit all seinen Dellen, Gewichten und Bedeutungen. Ein poetisches Plädoyer für Körpervielfalt, Selbstironie und die Freiheit, sich nicht ständig neu erfinden zu müssen. Ich habe einen Körper, eine Platine aus Fleisch und Neuronen, die Grundlage für die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen Schönheitsidealen, schwuler Fetischkultur und Selbstakzeptanz erzählt Sven davon, was es heißt, im eigenen Körper zu wohnen – mit all seinen Dellen, Gewichten und Bedeutungen. Ein poetisches Plädoyer für Körpervielfalt, Selbstironie und die Freiheit, sich nicht ständig neu erfinden zu müssen.</strong><span id="more-17202"></span></p>
<p>Ich habe einen Körper, eine Platine aus Fleisch und Neuronen, die Grundlage für die Befestigung und Verbindung meiner Schaltkreise, die ein kleiner wabbeliger Glibber-Tentakelhaufen in meinem Kopf mit winzigen elektrischen Impulsen steuert.</p>
<p>Mein Körper ist 178 Zentimeter hoch, getragen von zwei Füßen in Schuhgröße 43, zwei Beinen in Hosengröße 32/30, gefolgt von einem Torso in Größe M–XL, je nach Hersteller, gekrönt von einem Kopf, dessen Hutgröße ich nie wusste, von dem ich aber schon immer wusste, dass er ein Dickschädel ist.</p>
<p>Mein Körper hat Zähne, die von Zahnärzten Komplimente bekommen, mein Körper hat Zahnfleisch, bei dem Zahnärzte scharf einatmen. Mein Körper wird gerne berührt – im Bett, in Dunkelkammern, auf der Autobahnraststätte, beim freundlichen Händedrücken, bei schönen Umarmungen, bei intimem Sex.</p>
<p>An meinem Körper hängen Haare – für die einen zu viele, für die anderen zu wenige. An meinem Körper hängt ein Penis, von dem meiner Meinung nach zu viele Leute zu viel wissen wollen. Mein Körper ist eine Schaufensterpuppe für die Klamotten, die ich an ihm mag.</p>
<p>Mein Körper ist ein Wunder der Natur – und anstatt mich über ihn zu freuen, habe ich euch eine wichtige Information vorenthalten: die Dichte meines Körpers. Mein Körper macht gerade eine Diät, weil ihm letztens die Zahl auf der Waage nicht so gut gefallen hat und er unfreundliche Kommentare von anderen Körpern über seinen eigenen bekam. Er weiß nicht einmal, ob er es eine Diät nennen würde – manchmal sagt er dazu Fasten, manchmal Kaloriendefizit, aber heute sagt er das erste Mal das Wort Diät.</p>
<p>Mein Körper mag sich eigentlich und andere Körper, die so aussehen wie seiner, denn jeder body ist ein beach body. Aber die Glibbermasse, die den Körper steuert, würde sich wohler in ihm fühlen, wenn er für den Sommer seine Sommerrollen loswerden könnte, er für die Dichte seines Körpers nicht unfreundlich angehupt wird, und die einzigen Schwimmflügel, die er bräuchte, die von vor 25 Jahren sind, als er schwimmen lernte.</p>
<p>In der schwulen Welt gibt es viele verschiedene Schönheitsideale für Körper, und das einzige, dem dieser Körper davon jemals entsprach, ist, dass er sehr oft für sehr jung eingeschätzt wurde. Mein Körper war nie dick und haarig genug für einen Bären, mein Körper war nie schlaksig und haarig genug für einen Otter, mein Körper war nie dünn und haarlos genug für einen Twink. Und mehr Kategorien gibt es da nicht, die krass fetischisiert werden.</p>
<p>Mein Körper wurde schon ab und an mal freundlich „chubby“ genannt, aber dieses Label gefiel der steuernden Glibbermasse in meinem Kopf nicht so gut wie das Label „Bärchen“.</p>
<p>Ich habe einen Körper. Eine Maschine aus Fleisch und aus Neuronen, eine Maschine aus Knochen und aus Gefühlen, eine Maschine aus Organen und aus Sternenstaub.</p>
<p>In der Gesellschaft unserer Körper herrscht Fettphobie – „fett“ ist ein Adjektiv und keine Beleidigung. Ein fetter Körper kann sehr wohl ein gesunder Körper sein, ein fetter Körper kann sehr wohl ein schöner Körper sein, ein fetter Körper ist auf jeden Fall ein Körper, in dem man sich wohlfühlen kann.</p>
<p>Das sind Grundsätze, die mein Körper fest in sich verankert hat, die er nicht nur daher sagt und dann anders auf Datingplattformen handelt. Er mag Männer verschiedenster Proportionen in verschiedensten Positionen – denn ein Körper ist ein Körper ist ein Körper.</p>
<p>Und dann wog mein Körper plötzlich so viel wie noch nie in meinem Leben, und falls euch die Zahl interessiert: Auf 178 cm Höhe waren es 93 Kilogramm. 93 Kilogramm – das sind 146 Habichte, das sind 3720 einzelne Mozzarellasticks ohne Dip, das sind 7153,8 Geckobabys, das sind 465 Tausend Sandkörner, aus denen er eine Sandburg bauen könnte – das ist ein ganzer Sven.</p>
<p>Mein Körper kann sich aber nicht einmal darüber freuen, jetzt endlich ein Bär zu sein, weil er immer noch nicht haarig genug ist. Versteht mich nicht falsch: Mein Körper mag sich, meine 7153,8 Babygeckos in einem Trenchcoat. Er findet sich nackt und angezogen hübsch, aber diese Zahl auf der Waage hat ihm ganz und gar nicht gefallen.</p>
<p>Also hat er aufgehört zu essen. Also – naja, nicht aufgehört, aber die Glibbermasse im Kopf hat sich bewusst dafür entschieden, auf ihre Kalorien zu achten. Mein Körper hat einen Monat lang keinen Alkohol getrunken, keine Cola, jeden Tag drei Liter Wasser. Die einzigen Molkereiprodukte, die er zu sich nahm, waren ein kleines Glas Milch zum Frühstückseiweißbrot jeden Morgen. Er hat mehr Cardiosport getrieben, und die Pfunde begannen wieder zu purzeln.</p>
<p>Aber wieso ist es mir so wichtig, die Dichte meines Körpers zu verringern? Ich mag meine Speckröllchen – sie sehen aus wie Bulldoggen vor der Überzüchtung. Ich mag meine Dehnungsstreifen – meine Haut, mein größtes Organ, hat mir mit meinem Gewicht ein Lächeln auf uns drauf gezeichnet. Ich mag meine Tattoos, die meine Beine oberhalb des Fußknöchels zieren, weil sie Kunst sind, die mir was bedeutet und die ich für immer bei mir tragen darf.</p>
<p>Ich habe einen Körper. Mein Körper besteht aus Fleisch und Neuronen – er wird wieder zunehmen und wieder abnehmen und wieder und wieder. Mein Körper wird von einem glibberigen Wesen in meinem Kopf gesteuert, aber mein Körper ist keine Maschine. Mein Körper ist ein Körper ist ein Körper. Und mein Körper ist Dichter.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dünn sein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/05/duenn-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sara]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 10:21:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Als junger Mensch war Sara überzeugt sie müsste mit mehr Sport und entsprechender Ernährung ihr Gewicht reduzieren. Warum das so war und was sie aus dieser Zeit gelernt hat, erzählt sie in ihrem Text. TW Gestörtes Essverhalten Fitness begleitet mich als Thema schon ein Leben lang, aber so richtig begann das Thema mit 15. Ich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als junger Mensch war Sara überzeugt sie müsste mit mehr Sport und entsprechender Ernährung ihr Gewicht reduzieren. Warum das so war und was sie aus dieser Zeit gelernt hat, erzählt sie in ihrem Text.</strong><span id="more-16060"></span></p>
<p>TW Gestörtes Essverhalten</p>
<p>Fitness begleitet mich als Thema schon ein Leben lang, aber so richtig begann das Thema mit 15. Ich hatte damals einen besten Freund, der viel trainiert hat und einer von den Kandidaten war, die Spiegelbilder von ihrem angespannten Rücken gemacht haben. Eines Tages beschloss ich, dass jetzt auch der Tag gekommen war, wo ich auch mal anfange was für meinen Körper zu tun.</p>
<p>Ich war mein ganzes Leben schon sportlich aktiv und habe viele Sportarten ausprobiert wie z.B. Badminton oder Tischtennis. Bei den Bundesjugendspielen in der Schule hatte ich immer nur Ehrenurkunden und war somit alles anderes als unsportlich und auf keinen Fall übergewichtig.</p>
<p>Von einem auf den anderen Tag änderte sich meine Einstellung zu Sport völlig. Ich war geprägt von Körperbildern mit glatten Beinen, flachen Bäuchen und großen Pos. Meine Vorbilder waren Menschen wie Pamela Reif oder Lealoveslifting. Wenn ich früher vor dem Fernseher saß und mir das 5. Booty Workout ansah, war mein Gedanke nicht, dass es total Spaß macht, sondern wann ich endlich auch so dünn bin. Ich trainierte bis zu 2 Stunden täglich und aß kaum was, außer Obst und Magerquark.</p>
<p>Mein Vorhaben funktionierte und ich nahm tatsächlich ab. Ich rutschte nicht ins Untergewicht und doch hatte ich kaum meine Periode und ich sah mir ständig Videos von Menschen an, die Dinge aßen, die ich mir nicht erlaubte: z.B. Schokolade, Aufläufe oder andere &#8222;ungesunde&#8220; Sachen.</p>
<p>Wenn ich heute Bilder von früher sehe, erschrecke ich immer ein wenig. Nicht, weil ich besonders auffiel mit meiner Figur, sondern weil der Mensch, den ich auf den Bildern sehe, stets den Gedanken hatte, dass sie zu dick sei. Und das obwohl sie so weit davon entfernt war. Ich sehe einen Menschen mit einem völlig normalen und unauffälligen Körper, der aber gleichzeitig gelitten hat und sich alles verboten hat, was zu einem guten ausgewogenen Leben gehört hat.</p>
<p>Wenn ich für eine Sache dennoch dankbar bin, dann ist es der beste Freund, den ich damals hatte. Ohne ihn wäre ich so weit unter meinem Grundumsatz gewesen, dass die Konsequenz definitiv ein Klinikaufenthalt gewesen wäre. Nach diesem Erlebnis habe ich jahrelang keine Berührungspunkte mit Fitness gehabt, weil meine Angst wieder abzurutschen und in alte Muster zu verfallen zu groß war.</p>
<p>Ich war damals so jung und beeinflussbar, dass es bestimmt gereicht hätte mir klarzumachen, dass mein Körper gut genug ist und keine Optimierung braucht. Aber dass diese Gesellschaft kollektiv diese Werte vermittelt ist undenkbar, schließlich bringen unzufriedene Menschen mehr Profit und mehr Potenzial Diätshakes und Geschmackspulver zu verkaufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Körperbrief</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2023/07/koerperbrief/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Phuong]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jul 2023 09:29:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
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					<description><![CDATA[„Du veränderst dich in letzter Zeit. Oder meine Wahrnehmung auf dich verändert sich“, schreibt Phuong. Lieber Körper, ich habe nie daran gedacht dir jemals zu schreiben, als ein Etwas zu betrachten, als ein Konstrukt, als etwas Eigenständiges. Ich sehe dich viel zu sehr als etwas Getrenntes von mir an; und gleichzeitig bist du mein Gefängnis.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Du veränderst dich in letzter Zeit. Oder meine Wahrnehmung auf dich verändert sich“, schreibt Phuong.</strong><span id="more-15649"></span></p>
<p>Lieber Körper,<br />
ich habe nie daran gedacht dir jemals zu schreiben, als ein Etwas zu betrachten, als ein Konstrukt,<br />
als etwas Eigenständiges. Ich sehe dich viel zu sehr als etwas Getrenntes von mir an; und<br />
gleichzeitig bist du mein Gefängnis. Mein ganz persönliches.<br />
Du veränderst dich in letzter Zeit. Oder meine Wahrnehmung auf dich verändert sich. Irgendwie<br />
sehe ich dich jetzt anders. Ich weiß nicht wann und wie dieses Chaos schon wieder angefangen<br />
hat und anfangen konnte.<br />
Heute beim Duschen habe ich dich nur wage betrachtet: Die Haare sind noch immer lang.<br />
Manchmal würde ich sie dir alle abrasieren wollen, aber dann bin ich doch zu faul. Und eigentlich<br />
mag ich diesen Achselgeruch an dir.<br />
Ich bin so verwirrt, ich weiß nicht was lost ist. Du bist so dünn geworden. Irgendwas ist anders<br />
geworden. Oder bilde ich mir das nur ein? Denn deine Taille ist noch immer da und dein Becken<br />
stickt auf einmal so hervor. Aber deine Oberschenkel werden muskulöser, besonders in der<br />
Schmertterlingsstellung ist das gut zu sehen. Trotzdem hast du noch deine Hüfte und deine<br />
haarlosen Oberschenkel.<br />
Ich will dich verändern. Ich möchte, dass du dich schnell veränderst.<br />
Aber ich weiß nicht in welche Richtung und wie und warum und welche Teile von dir. Und ich weiß<br />
auch gar nicht, ob ich es wirklich will, oder besser gesagt, brauche.<br />
Oder ob es irgendetwas ändern würde.<br />
Weißt du, ich träume davon mit dir im Sommer oberkörperfrei am See liegen zu können, die Hände<br />
hinter deinem Kopf verschränkt, Kopfhörer in deinen Ohren, dein „Fuck You“ unter der Brust<br />
tätowiert und in deinem Mund ein Joint.<br />
Ich hab so vieles ausprobiert, aber deine Brüste sind zu groß. Dieses scheiß Tape war nicht fest<br />
genug. Dabei hättest du so schön aussehen können. Vor allem mit den Härchen, die unter deinem<br />
Bauchnabel verlaufen. Wie hot du aussehen würdest!<br />
Ich weiß nicht was ich tun soll; ich will ja nicht gegen dich ankämpfen. Vielmehr habe ich das<br />
Gefühl, dass du gegen mich kämpfst. Und ja ich weiß, du kannst ja nichts dafür. Ich weiß nur<br />
einfach nicht wie ich das alles aushandeln soll, mit dir. Ich mein, dich sieht zwar eh niemand außer<br />
ich, und auch nur ich weiß wie du dich anfühlst. Ich kenne alle deine Stellen, über die du dir<br />
unsicher bist. Aber dein Ekzem auf dem Bauch und unter den Brüsten wird besser. Dein<br />
Schamhaar, das seitlich aus der Unterhose hinauswächst, sieht schön aus. Dein Lachen und<br />
Lächeln finde ich auch voll schön, du strahlst dann immer so. Und mittlerweile finde ich deine<br />
Augen auch schön.<br />
Ich weiß eigentlich gar nicht, ob ich dich jemals schön fand. Ich weiß, dass ich mit dir schon immer<br />
unzufrieden war, und dass ich dich immer biegen wollte und es auch versucht habe. Ich weiß auch,<br />
dass du nie genug sein wirst.<br />
Und deshalb hab ich auch so Angst, weißt du. Ich habe so Angst davor, dass Menschen dich eklig<br />
finden werden, oder abstoßend, oder hässlich. Ich habe auch insgesamt Angst davor dich anderen<br />
zu zeigen. Nicht mal ich guck dich an, nehme mir Zeit jede Einzelheit deiner Teile anzusehen, sie<br />
zu fühlen, sie vielleicht auch zu streicheln. Und ich weiß auch, dass ich dich niemanden zeigen<br />
muss; dass ich alles Schritt für Schritt machen kann. Dass deine sexy Hände, deine Oberarme,<br />
deine Tattoos am Rücken deiner Oberarme oder dein Nacken auch voll ausreichen, um Menschen<br />
total aus der Bahn zu bringen. Oder ich. Und wir.<br />
Ich weiß, dass wir irgendwann als Team arbeiten müssen&#8230;<br />
Wir haben keine Wahl.<br />
Ich möchte mich nicht mehr getrennt fühlen, von dir; weinen, wenn ich masturbieren will, weil mir<br />
das einfach nicht gefällt und es sich einfach komisch anfühlt. Oder wenn ich in den Spiegel schaue<br />
und dir ins Gesicht schaue..manchmal frage ich mich: Wer ist das? Wer sind wir?<br />
Ich fühle mich wie in der Schwebe und als würde niemand sehen, was für ein Chaos eigentlich in<br />
dir herrscht.<br />
Wenn ich dir die Leggins anziehe, dann sehe ich, dass deine Beine dünner werden und mehr an<br />
Form gewinnen; das ist ein Erfolg! Gleichzeitig wirkst du so feminin dann. Aber meine einzige<br />
Jogginghose kann ich dir nicht die ganze Zeit anziehen. Zum Beispiel jetzt: Die Jogginghose muss<br />
dringend gewaschen werden und wir haben keine weitere und müssen die ganze Zeit in der<br />
blauen Schlafhose chillen. Aber eigentlich auch okay, die Hose haben wir auch in Viet Nam<br />
gekauft. Ey und aktuell finde ich, dass wir mit Mütze, dem schwarzen Hemd und der filigranen<br />
Kette und dem Septum unglaublich gut aussehen.<br />
Jetzt bin ich aber wieder voll gesprungen und weiß gar nicht worauf ich eigentlich hinaus will.<br />
Gestern haben wir uns endlich mal diese App heruntergeladen. Ich wollte das schon die ganze Zeit<br />
ausprobieren, aber hatte die ganze Zeit Angst und jetzt bin ich eher verwirrt, und das ist alles ganz<br />
neu für mich. Und für uns ebenso, weil du ein Problem sein könntest. Etwas Ekliges, Verwirrend,<br />
ein Fetisch. Ich habe fünfmal die Bilder geändert, und war panisch, dass man uns erkennt. Und<br />
dein Körper sah viel zu feminin aus. Oder was auch immer. Jedenfalls habe ich mich nicht wohl<br />
damit gefühlt. Eigentlich bin ich auch ganz froh, dass wir gerade nicht so viel rausmüssen; dann<br />
sind wir gar nicht mit so vielen Sachen und Reibungspunkten konfrontiert.<br />
Heute warst du dann wieder sehr präsent auf einmal. Ich bin froh, dass wir für gute Klamotten<br />
sorgen. Das gibt mir zumindest viel Sicherheit. Als du die Tage dich mal wieder bewegt hast und<br />
wir getanzt haben, habe ich mich ein bisschen wohler gefühlt. Heute aber will ich dich keiner<br />
Person mehr zeigen. Und hier komme ich denke auch langsam zum Ende. Ich habe fürs Erste<br />
nichts weiter zu sagen, denn ich glaube, dass jetzt erstmal die Zeit für sich sprechen wird. Ich habe<br />
auch ein wenig Angst; ich weiß einfach nicht&#8230;aber vielleicht ist das ja auch okay so. Und vielleicht<br />
ist diese Angst wichtig, weil sie uns beide voranbringt; und wir über uns hinauswachsen werden.<br />
Und ich versuche daran zu glauben, dass wir liebevolle und zärtliche Begegnungen erleben<br />
werden. Wir sind doch noch so jung. Und jede Verletzung wird uns lehren, wir tragen den Schmerz<br />
mit uns weiter, transformieren ihn und finden wieder Hoffnung und fühlen Verbundenheit. Wie<br />
immer eigentlich.<br />
Und um ganz ehrlich zu sein; manchmal glaube ich zwar an sowas, aber ganz oft denke ich mir,<br />
dass sich manche Dinge auch einfach nie ändern werden. Vielleicht ist das ja auch okay, dann bin<br />
das eben ich. Aber ich weiß mit Sicherheit, dass du dich verändern wirst. Das werden wir aber mit<br />
aller Ruhe machen und mit ganz vielen Zärtlichkeiten.<br />
Und vielleicht hören wir auch irgendwann mal mit dem Rauchen auf. Aber dafür lassen wir uns<br />
auch erstmal Zeit&#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schönheitsideale &#038; Patriarchat: Jungs* im Jahr 2021</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/10/schoenheitsideale-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Moritz Mager]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Pünktlich zum neuen Monat begrüßen wir einen neuen Autoren auf meinTestgelände: Herzlich willkommen, Moritz Mager! Über sich selbst sagt Moritz: &#8222;Ich finde es total wichtig sich mit politischen Themen zu befassen und sich für Progressives einzusetzen. Antifaschismus. Antirassismus. Feminismus. Seit Beginn meiner Politisierung weiß ich, dass ich darüber reden und schreiben muss, da ist es doch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pünktlich zum neuen Monat begrüßen wir einen neuen Autoren auf meinTestgelände: Herzlich willkommen, Moritz Mager! Über sich selbst sagt Moritz: &#8222;Ich finde es total wichtig sich mit politischen Themen zu befassen und sich für Progressives einzusetzen. </strong><strong>Antifaschismus. Antirassismus. Feminismus.</strong> <strong>Seit Beginn meiner Politisierung weiß ich, dass ich darüber reden und schreiben muss, da ist es doch wunderbar, wenn es Chancen wie meinTestgelände gibt.&#8220;<br />
</strong><strong>Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen seines ersten Texts über Schönheitsideale für Jungs und Männer im Patriarchat. </strong></p>
<p><span id="more-13448"></span></p>
<p>Hoch gewachsen, breit gebaut, Muskulös, volles Haar, kantiges Gesicht, Jawline, große Hände und Markenkleidung. In meiner Oberstufe gab es genau einen Jungen der so aussah und mindestens ein dutzend Mädchen, die ihn offen begehrten. Das ist nicht mal zwei Jahre her.<br />
Das ist ja nichts verwerfliches, aber das heißt, dass es sie noch gibt, die klassischen Schönheitsideale für Jungs* und ich denke, dass sie auch niemand tot geglaubt hat. Zumindest für einen beträchtlichen Teil unserer erkrankten Gesellschaft.<br />
Diagnose: Patriarchat.<br />
Symptome: Vor allem Sexismus gegen weiblich gelesene Menschen, LGBTIQ+ und auch gegen alle anderen.<br />
Wirt der Krankheit: Alle „westlich“ sozialisierten Menschen, aber wahrscheinlich der allergrößte Teil der Menschheit insgesamt.<br />
Das sind ja erst mal sehr pessimistische Ansichten, sagt der Realist zum Pessimist. Der Optimist darf erst später sprechen.</p>
<p>Nun ist die Schulzeit aber auch ein sehr guter Nährboden für viele stereotypische Situationen.<br />
Schauen wir also Mal kurz über den Tellerrand der ersten großen Bubble. die uns so als Jugendliche*r vereinnahmt, hinaus. Und Bubble ist dabei ein ganz wichtiges Stichwort, denn in jedem sozialen Milieu, in jeder gesellschaftlicher Bubble, gibt es ganz verschiedene Schönheitsideale für Jungs*.<br />
Es ist wirklich nichts auszuschließen, das ist erst mal ganz wichtig festzuhalten in einer pluralistischen Gesellschaft die, vor allem bei jüngeren Menschen, maßgeblich von Social Media geprägt ist. Es gibt also kein richtiges Schönheitsideal und es ist auch nicht erstrebenswert, sich nach einem zu richten. Erstrebenswert ist, sich mit seinem Aussehen wohl zu fühlen und wenn dazu auch ein paar persönliche Ideale gehören, die nah am gesellschaftlichen Konsens liegen, ist das nicht schlimm. Es lässt sich aber auch nicht verneinen, dass es immer noch ideale Ansprüche an männlich gelesene Personen gibt.<br />
In Zeiten von einem „Body Positivity Movement“ auf Plattformen, die seit Jahren für eine verzerrte und unrealistische Wahrnehmung von Schönheitsidealen sorgen, scheint es so, als gehe es zum ersten Mal seit langem wieder in die richtige Richtung. Jungs* müssen nicht den muskulösesten Körper haben um einem Schönheitsideal gerecht zu werden. Und sobald mensch aus einem postpubertären Alter heraus ist, spielt meistens auch die Markenkleidung keine Rolle mehr, sie dient dann lediglich einem fiktiv oktroyiertem Statussymbol.<br />
In erster Linie ist es wichtig, dass man zufrieden mit sich selbst ist, und ja, das ist eine verdammt große Herausforderung.</p>
<p>Leider hält das Patriarchat auch nach der Pubertät und auch nach viel Reflexion einiges an grundlegenden Schönheitsidealen für Jungs* bereit. Da kommt auch schon wieder Social Media ins Spiel, geht ein heteronormativer junger erwachsener Mann auf Datingplattfpormen, die auf Oberflächlichkeit basieren, lernt Mann schnell, dass Mann vielleicht Stelzen braucht, denn auf einmal scheint die Größe das wichtigste Attribut zu sein. Ein Attribut auf das niemand Einfluss nehmen kann und ja Ansprüche an Ideale auf die niemand Einfluss hat gibt es noch viel öfter und auf andere Arten. Dazu sind solche Datingplattformen typisch für zahlreiche toxische Ansprüche.<br />
Besonders an dem Attribut Größe ist, dass es sich leider oft bis ins komplett reale Leben zieht und davon können sich auch manche linke Feminist*innen noch nicht freisprechen, so zumindest meine Erfahrung.<br />
Feminismus verfolgt, kurz gesagt, das Ziel die Geschlechterhierachien aufzuheben. Dabei wird Feminismus, vor allem von konservativer Seite aus, oft vorgeworfen Männerhass zu erzeugen. Ich halte Männerhass an manchen Stellen auch schon fast für gerechtfertigt. Worauf ich aber eigentlich hinaus möchte ist, dass Menschen die sich mit Feminismus beschäftigen, meist auch mit dem Begriff der „Toxic masculinity“ vertraut sind.</p>
<p>„Ein I****** kennt keinen Schmerz“, ein Elternsatz um kleinen Jungs* die Legitimation zum weinen zu nehmen. Ich persönlich kenne den Satz von meinem Vater.<br />
„Toxic masculinity“ bedeutet in etwa, dass Jungs* und Männer im Patriarchat Druck auf das eigene Geschlecht und dessen Bild erzeugen, wie also z.B. keine Emotionen offen zeigen zu dürfen. Aber das Prinzip lässt sich natürlich auch auf ein Schönheitsideal anwenden.<br />
Das fängt ja schon bei simplen Bizeps vergleichen an und in unausgesprochenen Dresscodes. Ich nehme zwar eine schleichend positivere Entwicklung in den letzten Jahren wahr aber bis es als normal gilt, dass ein Junge* einen Rock trägt, werden vermutlich noch Jahrzehnte ins Land gehen. Jedenfalls finde ich die kritische Sicht und das Erkennen von toxischer Männlichkeit in unserer Gesellschaft ist eine weitere wichtige Facette des Feminismus und damit auch ein unterbewertetes Argument für Feminismus. Abgesehen davon, dass ein Argument reicht.<br />
Der Kampf des Feminismus ist ein Kampf für Menschenrecht.</p>
<p>Der Optimist in mir springt auf, wie so oft in Texten wurde er vergessen. Bis jetzt.<br />
Ein aktuell hoch angehimmelter Wert im Sinne eines Schönheitsideals in der Gesellschaft bei Jungs* ist in gewisser Weise der Individualismus. Was bedeutet das?<br />
Es wird oft als besonders und unumstritten schön empfunden, etwas Besonderes an sich zu haben, sei es die Augenpartie, eine bestimmte Art die Haare zu tragen oder auch subversive Styleelemente wie z.B. Nagellack. Das Beste an diesem Ideal, „besonders sein“ ist, dass jeder von uns besonders ist und Besonderheiten subjektiv auf jeden Menschen wirken können.<br />
Jeder von uns Menschen ist irgendwie besonders schön für andere Menschen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Viele unserer Autor*innen setzen sich mit dem Thema Männlichkeit auseinander &#8211; <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/maennlichkeit/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier findest du weitere Beiträge</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vielleicht wollen nackte Menschen einfach nur für sich nackt sein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/nackt-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2021 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Me, Myself & I Sticky]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor ein paar Monaten hat Tom hier schon einmal über Nacktheit geschrieben. Er ist über seinen Schatten und direkt ins kalte Wasser gesprungen und hat sich bei einem Nackt-Shooting im Wald ablichten lassen. Die dabei entstandenen Fotos zeigt er unter anderem auf seinem Instagram-Kanal, und die Reaktionen von außen verwundern ihn etwas. Warum müssen nackte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor ein paar Monaten hat Tom hier schon einmal über Nacktheit geschrieben. Er ist über seinen Schatten und direkt ins kalte Wasser gesprungen und hat sich bei einem Nackt-Shooting im Wald ablichten lassen. Die dabei entstandenen Fotos zeigt er unter anderem auf seinem <a href="https://www.instagram.com/tom__oswald/?hl=de" target="_blank" rel="noopener"><em>Instagram-Kanal</em></a>, und die Reaktionen von außen verwundern ihn etwas. Warum müssen nackte Körper immer gleich sexualisiert werden?</strong></p>
<p><span id="more-13156"></span></p>
<p>Im Text: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/12/was-ist-nacktheit/" target="_blank" rel="noopener"><strong>„Was ist Nacktheit &#8211; für und in (unserer) Gesellschaft)?“</strong></a> habe ich mich mit meinen Erfahrungen mit Nacktheit auseinandergesetzt. Ein kleiner Auszug: „Das Nacktbaden war in unseren Kreisen eine ähnliche Mutprobe wie rückwärts vom 10 Meter Turm zu springen. Und wenn dann doch jemand sich im Waldbad nackt zeigte, ist die Person von allen Seiten beäugt und bewertet worden.“ Mein nackter Körper ist verglichen, beäugt, bewertet und belacht worden. In Situationen, in denen ich nackt nicht aus der Reihe getanzt bin. Beim Duschen nach den Eishockeyspielen zusammen im Team oder bei einem ungezwungenen Festival in Ostdeutschland.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-13158" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-4-480x600.jpg" alt="" width="480" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-4-480x600.jpg 480w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-4-240x300.jpg 240w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-4-768x960.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-4-1229x1536.jpg 1229w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-4.jpg 1280w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></p>
<p>Im letzten Jahr habe ich ein Experiment gemacht und in meinem ersten Nacktfotoshooting vor der Kamera posiert. Frei von Menschen im Wald wurde mein Körper von den Photographen in die Natur integriert. Eingebunden in die Brauntöne des Spätsommerlaubes und die natürlichen Formen der Bäume und Äste. Ich habe meine Körperform zum ersten Mal gezeigt. Nackt. Präsent und für die Leser*innen von MeinTestgelände, meiner Instagramcommunity und allen, die den daraus entstandenen Kalender des Photographen käuflich erworben haben, sichtbar. Ich habe mich sowohl alleine gezeigt, als auch verschlungen mit dem professionellen Male-Model Fridos Meier, einem Mann aus Mönchengladbach, Mitte 50 und mit internationaler Erfahrung im Aktshooting.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Für mich war das ein Schritt, meine Scham zu überwinden und negative Erfahrungen aus der Vergangenheit hinter mir zu lassen. Ich wollte mich zeigen, doch dachte ich nicht daran, wie herausfordernd es sein kann, meinen nackten Körper zu betrachten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b><i>Wie ist es, mit Nacktheit konfrontiert zu werden?<span class="Apple-converted-space"> </span></i></b></p>
<p>„Sei ehrlich. Biste jetzt schwul oder nicht!“ &#8211; fragte mich jemand, den ich seit meiner Kindheit kenne und zu Weihnachten wieder besucht habe. Ich war irritiert.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ja, da ist doch dieses Foto auf Instagram mit dir und diesem anderen nackten Mann drauf.“ Selbst meine Eltern wurden von vielen Seiten auf meine Fotos angesprochen und gefragt, warum ich das gemachte habe. Der Artikel unter den geposteten Fotos kam allerdings kaum zur Sprache. In diesem Text habe ich versucht, mich mit Nacktheit in Bezug auf meine Männlichkeiten auseinanderzusetzen. In keiner der Zeilen schreibe ich über Homosexualität, das wäre ein anderes Thema. Dennoch sahen manche Menschen durch die Fotos eine Verbindung dazu.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-13161" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-2-800x533.jpg" alt="" width="700" height="466" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-2-800x533.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-2-300x200.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-2-768x512.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-2-1536x1024.jpg 1536w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-2.jpg 2048w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /> <img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-13160" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-6-800x533.jpg" alt="" width="700" height="466" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-6-800x533.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-6-300x200.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-6-768x512.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-6-1536x1024.jpg 1536w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-6.jpg 2048w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p>Wie ich in der Zeit feststellte, hatten meine Fotos eine Wirkung auf Menschen, der ich mir selbst nicht bewusst war. Die Bilder waren teilweise für sie schwer einzuordnen und das warf Fragen auf, die sie sich versucht haben, selbst zu beantworten. Vor allem, wenn ein Mensch sich nackt zeigt, der seinen Körper nicht sexualisiert darstellt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nicht sexualisierte Nacktheit findet im öffentlichen Raum, außer an dafür ausgewiesenen Orten, kaum noch statt. Im digitalen Raum sieht das ganz anders aus. Das Internet ist voll davon. Wer „Nacktheit“ googelt, landet auf heilsamen FKK Yoga Blogs, die dir das Paradies auf Erden versprechen oder gleich in der Pornographie. Wer sich also mit Nacktheit beschäftigen will, kann es kaum erwarten, nackte Menschen auf dem Bildschirm gezeigt zu bekommen. So die Theorie. Wo wir wieder bei der Sexualisierung von Nacktheit sind.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nackt bedeutet für mich persönlich aber nicht gleich Sex. Das Zeigen der weiblichen Brust oder das Weglassen des Büstenhalters nicht: „Komm, sexualisiere mich.“ Auch ein männlicher nackter Körper will nicht unbedingt das Signal senden, bewertet zu werden oder „Der hat&#8217;s aber nötig.“</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-13159" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-3-400x600.jpg" alt="" width="400" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-3-400x600.jpg 400w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-3-200x300.jpg 200w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-3-768x1152.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-3-1024x1536.jpg 1024w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-3-380x570.jpg 380w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-3-760x1140.jpg 760w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/07/II-nackt-3.jpg 1365w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Vielleicht wollen nackte Menschen einfach nur für sich nackt sein, volle Bräune ihres Körpers ohne weiße Streifen oder keine nassen Badeklamotten in ihrer Tasche haben. Vielleicht wollen sie für sich etwas ausprobieren, sich mit ihrem nackten Körper und den Gefühlen dahinter auseinandersetzen. Nackt sein auf ausgewiesenen Plätzen ist keine Einladung zum Gaffen oder viel schlimmer, zum Anfertigen von Fotos. Ein nackter Körper ist kein Interpretationsobjekt. Ein nackter Körper ist in den meisten Fällen nicht und nicht weniger als ein nackter Körper. Körper dürfen Körper sein und bleiben. Nackt, behaart, tattoowiert, gepierct, faltig, glatt und in allen Formen und Farben. Ein Penis oder eine Vulva darf ein gleichwertiges Körperteil sein und bleiben. Fridos, das Model vom Shooting meinte zu mir: „Dein Penis ist genauso viel wert wie Deine Nase. Deine Eichel genauso viel wert wie dein großer Zeh oder Dein Bauchnabel.“</p>
<p>Vielleicht sollten wir uns öfter daran zurückerinnern, wenn wir uns mal wieder den Impuls haben zu kichern, sobald wir einen nackten Körper auf der Liegewiese am See bemerken oder das Aufkommen von Scham verspüren, wenn wir unseren eigenen nackten Körper im Spiegel betrachten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch Fee befasst sich mit dem Thema Nacktheit, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/07/von-hier-an-nackt/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier geht&#8217;s zu ihrem Text</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Präsentierteller</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/praesentierteller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2021 07:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir starten in den neuen Monat mit einem poetischen Text von unserer Autorin Lina Klöpper. Worum es geht? Das lässt sich gar nicht so einfach sagen. Um Körperbilder, um Schönheitsnormen, um unangebrachte Fragen, um ungebetene Ratschläge und Kommentare sowie die verschwommene Grenze zur Übergriffigkeit. Aber lest selbst: ich mache mir doch nur sorgen, bist du]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir starten in den neuen Monat mit einem poetischen Text von unserer Autorin Lina Klöpper. Worum es geht? Das lässt sich gar nicht so einfach sagen. Um Körperbilder, um Schönheitsnormen, um unangebrachte Fragen, um ungebetene Ratschläge und Kommentare sowie die verschwommene Grenze zur Übergriffigkeit. Aber lest selbst:</strong></p>
<p><span id="more-12791"></span></p>
<p>ich mache mir doch nur sorgen, bist du schwanger, willst du das wirklich noch essen, du musst langsam mal aufpassen, weißt du, das ist ungesund, jemand den ich kannte hatte mit 40 deshalb schon einen herzinfakt, ich habe angst um dich, das ist ungesund, geh mal zum arzt, mach mal mehr sport, sag mal nein, lass hunger zu, lass eine mahlzeit weg, iss mal einen apfel, achte mal auf dich, so wie du aussiehst möchte dich keiner haben, so kann dich keiner lieben, ich mache mir doch nur sorgen</p>
<p><i>können wir bitte über etwas anderes reden</i></p>
<p>warum willst du nicht noch nachtisch, heute sind feiertage, heute ist geburtstag, heute geht das mal, ab morgen musst du aufpassen, iss das doch jetzt, natürlich ist da fleisch dran, willst du noch nachschlag, nur was kleines, Willst du heute alkohol? – schnelles nicken, davon wirst du aber noch fetter</p>
<p><i>können wir bitte über etwas anderes reden</i></p>
<p>Vielleicht bist du so vom fahrstuhl fahren, du kommst alleine nicht klar, schau dich doch an, vielleicht ist es vom vegetarisch sein, du machst sicher keinen sport, du machst doch sicher generell gar nichts, ich will gar nicht wissen wie es bei dir aussieht, deine klamotten haben falten, deine jacke spannt, welche größe hast du denn jetzt, du solltest mal zum arzt gehen, wollen wir dich gleich hier wiegen</p>
<p><i>können wir bitte über etwas anderes reden</i></p>
<p>Du brauchst einen abschluss, aus dir wird doch nichts, wie lange dauert das noch, schon wieder durchgefallen, wir haben das damals auch geschafft, wir hatten alle stress, es geht jedem mal nicht gut</p>
<p><i>Du atmest schwer</i><br />
<i>Du atmest langsam</i><br />
<i>Tränen in den Augen</i><br />
<i>Stummes nicken</i><br />
<i>&#8218;ok&#8216;</i></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wenn ihr mehr von Lina lesen mögt, <strong><a href="https://brimborium-verlag.de/produkt/liebe-und-das-gegenteil-lina-kloepper-jetzt-vorbestellen/">hier gehts zur ihrem aktuellen Buch</a></strong>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zu viele Gedanken</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/01/zu-viele-gedanken/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2021/01/zu-viele-gedanken/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2021 07:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, euch den ersten Beitrag 2021 zu präsentieren. Es ist ein Text unserer Autorin Lina, mit dem sie uns zwar in einen Sommertag mitnimmt &#8211; Freund*innen treffen, baden gehen; das ist gerade in so weiter Ferne und klingt toll! &#8211; aber sich außerdem mit einem wichtigen Thema auseinandersetzt, das weniger angenehm ist: Körperpolitiken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, euch den ersten Beitrag 2021 zu präsentieren. Es ist ein Text unserer Autorin Lina, mit dem sie uns zwar in einen Sommertag mitnimmt &#8211; Freund*innen treffen, baden gehen; das ist gerade in so weiter Ferne und klingt toll! &#8211; aber sich außerdem mit einem wichtigen Thema auseinandersetzt, das weniger angenehm ist: Körperpolitiken. Welche Körper &#8222;dürfen&#8220; was? Und was hat das Gender damit zu tun?</strong></p>
<p><span id="more-12687"></span><br />
Frustriert schaut deine Spiegelung zu dir zurück. Es ist kein Date, es ist kein Bewerbungsgespräch, es ist kein schickes Essen. Deine Freunde werden nicht einmal Fotos machen, hoffst du.<br />
Glaubst du. Naja und wenn kommen die eh in den Fotokalender, den du zu Weihnachten bekommst.<br />
Von dem du absolut nichts weißt -der ja gar nicht existiert.<br />
Dennoch bist du dir unsicher mit dir und deinem Aussehen und ganz ehrlich so ganz generell. Du hast nun mal nicht den Körper, der in den Medien propagiert wird. Kannst du dir also überhaupt so kurze Sachen leisten?</p>
<p>Klar vor deinem Spiegel geht es irgendwie, aber was ist, wenn jemand von der Seite ein Bild macht? Oder noch schlimmer, schräg von unten. Deine dicken Arme fallen doch sofort auf. Und dein Bauch, gerade im Sitzen, wenn die Beine so auseinanderlaufen. Ist dein Ausschnitt vielleicht zu tief?<br />
In einem Ruck ziehst du dir das Tanktop über den Kopf und wirfst es auf den Klamottenberg auf den Boden. Aus deinem Schrank und über deinen Kopf kommt ein längeres Shirt.<br />
Es bleibt noch die Frage nach den Hosen. Sind diese vielleicht zu kurz? Zeigen sie zu viel Bein? Nicht, dass jemand im Bus vielleicht von unten reinschauen könnte. Betonen diese jetzt gerade deinen Po zu sehr und es wirkt auf andere unter Umständen, als wärst du leicht zu haben oder sind sie so verdeckend, dass es alles eher nach Kartoffel wirkt.<br />
Du seufzt und schließt deinen Schrank. Besser wird das heute einfach nicht.<br />
Ein Satz, den es wohl auch oft bei momentanen Netflix Filmen von den Drehbuchautoren von sogenannten ‚Chicklit-Filmen‘ zu hören gibt.</p>
<p>Auf den Treppen nach unten begegnest du deinen Eltern. Sie machen sich doch nur Sorgen. Denn jetzt mal ehrlich, willst du so rausgehen? Hast du überhaupt darüber nachgedacht was du anziehst? Ist typisch, macht man in deinem Alter nicht. Mit den Konsequenzen solltest du dann aber bittschön leben können. Du bietest dich ja gerade an. Da musst du dich nicht wundern, wenn jemand dir unangenehm zu nah kommt. Deine Klamotten sagen das, sagen sie. Du sagst das nicht.<br />
Du gehst wieder hoch, und wechselst deine Hose. Sie meinen es ja nur gut, hoffst du.<br />
Auf dem Weg in die Stadt ist dir warm. Schweißflecken sehen unsexy aus, heißt es. Du versuchst also streckenweise deine Arme in bestimmten Winkeln von deinem Körper weg zu halten, sodass keine Flecken an den Achseln entstehen werden. Dabei findest du, siehst du noch komischer aus, als wahrscheinlich eh schon. Kommen doch Flecken, versuchst du krampfhaft deine Arme unten zu halten und bloß nicht zu wild zu gestikulieren.</p>
<p>Deine Freunde tragen kurze Sachen. Andere Geschlechter und so, da kann man sich mehr erlauben, sagen sie. Ihr esst etwas. Alles schmeckt gut, natürlich ohne Koriander dieses Unterkraut, und du entspannst dich. Bis das Bild gemacht wird. Denn man sieht doch was auf deinem Teller ist. Und dann werden es andere Leute im Internet sehen und sich denken ‚jaja, bei dem was diese Person isst kein Wunder‘. Wenn nicht im Internet, dann werden es vielleicht die Eltern deiner Freunde auf deren Kameras sehen. Oder deine Eltern, falls das Bild auf einem nichtexistenten Kalender an deiner Wand existiert. Dann denken sich deine Eltern, oh nein, bei dem was unser Kind isst kein Wunder. Bis es deine Freunde denken.</p>
<p>Deine Freunde haben dir schon gesagt du machst dir zu viele Gedanken. Das denkt doch alles sonst niemand. Nein nein – wir sehen das nicht so. Überhaupt wie kommst du immer darauf, dass ist doch alles nicht logisch. Das ist rational doch alles gar nicht so, warum siehst du das denn nicht.<br />
Worte helfen nicht immer über Gefühle hinweg.</p>
<p>Du und deine Freunde ihr geht noch an den See. Nicht sehr weit weg, von den Häusern deiner Freunde. Als ihr baden geht richten sich Blicke auf deine Beine. Ohne Zweifel hast du vergessen sie zu rasieren, aber nicht vergessen, wie sehr es das letzte Mal geblutet hat, als du dir ausversehen ins Bein geschnitten hast. Und wie rot und pickelig alles war. Du wirst allerdings auch nicht vergessen, wie dich andere ansehen und jetzt sagen werden, dass es unhygienisch ist. Deine Freunde haben auch keine rasierten Beine. Andere Geschlechter und so, da kann man sich mehr erlauben, sagen sie. Außerdem wäre das ja komplett homo bei denen. Das macht ihr Geschlecht einfach nicht. Das sähe ja auch komisch aus. Bei denen ihren Körpern ist das auch einfach nicht unhygienisch, sagen sie dir.</p>
<p>Auch deine Nippel, die sind anstößig. Lass sie lieber bedeckt. Bei deinen Freunden geht das schon. Andere Geschlechter und so, da kann man sich mehr erlauben, sagen sie. Denk doch drüber nach, deine Nippel sind zart rosa bis dunkelbraun, in einer ganz anderen Farbe, weich und werden bei Kühle oder Erregung hart. Und jetzt denk an ihre Nippel, ihre Nippel sind zart rosa bis dunkelbraun, in einer ganz anderen Farbe, weich und werden bei Kühle oder Erregung hart. Der Fall ist eindeutig, sagen sie dir, und sperren deshalb Tumblr und Instagram Inhalte.<br />
Das unterscheidende Fettpolster ein Sinnbild der Gradwanderung zwischen Sexobjekt und warmen Sommertag.</p>
<p>Es wird langsam dunkel und ihr macht los. Deine Freunde steigen alle eher aus als du, während du weitere 20 Minuten im Nachtbus verbringst. Nur ein paar Menschen fahren so weit wie du und es wird immer dunkler. Den Schlüsselbund suchst du lieber schon im Bus raus, haben deine Eltern gesagt. Wenn man ihn besonders hält und die einzelnen Schlüssel zwischen den Fingern aus der Faust herausschauen lässt kann man ihn fast als Schlagring benutzen, hast du mal irgendwo gehört. Keine Ahnung ob es geht, aber jeden Weg von der Bushaltestelle zu deinem Haus, wird es wieder angewendet.</p>
<p>Du steigst aus. Neben dir noch eine andere Person. So schnell wie möglich querst du die Straße, die Person auch. Die Musik schaltest du im Weiterlaufen aus. Du willst die Schritte hören. Du läufst etwas schneller, als du ein Atmen hörst was dir zu nah vorkommt. Dein Kopf ist eine Mischung aus ‚bloß nicht hinfallen‘ und ‚Was habe ich wohl für Signale gesendet‘. Dein Herzschlag beschleunigt sich, aber du nimmst es gar nicht wahr. Du drehst leicht deinen Kopf. Du kannst die Person nicht erkennen, aber sie liegt etwas weiter hinten als du dachtest. Wie wahrscheinlich ist es, dass sie in deine Richtung muss. Du überlegst die Abkürzung über die Nebenstraßen zu nehmen, aber da gibt es nur in noch größeren Abständen Laternen. Du läufst noch etwas schneller und folgst der Biegung der Straße. Deine Hand läuft an den Knöcheln weiß an, da du den Schlüssel so fest umklammert hältst. Noch einmal drehst du deinen Kopf.</p>
<p>Niemand scheint da zu sein, aber gleichzeitig ist die Straße auch Dunkel. Man kann sich auch verstecken. Deine Gedanken rasen. Deine Beine auch. Du drehst dich immer wieder um und gehst weiter. Keine Ahnung ob es schlimmer ist, dass da niemand ist oder ob es schlimmer wäre, dass da jemand wäre. Warum werden Menschen bei einer Lux Anzahl unter 400 eigentlich so gruslig für dich.</p>
<p>Du siehst deine Haustür, trittst schnell heran, schließt sie mit zitternden Fingern auf – schaust dich noch 5 mal panisch um- und schlägst sie so schnell wie möglich zu, damit nichts herein kommen kann.</p>
<p>Du  als Mann fragst dich diesen, wie auch noch viele andere Abende, ob Frauen und andere Geschlechter auch solche Gedanken haben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wenn ihr mehr von Lina lesen mögt, <strong><a href="https://brimborium-verlag.de/produkt/liebe-und-das-gegenteil-lina-kloepper-jetzt-vorbestellen/">hier gehts zur ihrem aktuellen Buch</a></strong>.</li>
</ul>
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		<title>Was ist Nacktheit &#8211; für und in (unserer) Gesellschaft)?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/was-ist-nacktheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2020 07:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über einen neuen Text von Tom! Er macht darin ein ganz schön spannendes Feld auf— nämlich Nacktheit. Was hat es damit auf sich und wie verändern sich Nacktheit sowie die Gefühle und Gedanken dazu mit dem Erwachsen- und Älterwerden? &#8222;Wie wir uns anziehen, sagt etwas über uns aus. Auch wie wir uns ausziehen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über einen neuen Text von Tom! Er macht darin ein ganz schön spannendes Feld auf— nämlich Nacktheit. Was hat es damit auf sich und wie verändern sich Nacktheit sowie die Gefühle und Gedanken dazu mit dem Erwachsen- und Älterwerden? &#8222;Wie wir uns anziehen, sagt etwas über uns aus. Auch wie wir uns ausziehen? Wie wir uns (in der Gesellschaft) nackt zeigen?&#8220;, sagt Tom. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen! </strong></p>
<p><span id="more-12644"></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wie wir uns anziehen, sagt etwas über uns aus. Auch wie wir uns ausziehen? Wie wir uns (in der Gesellschaft) nackt zeigen? &#8211; eine Selbstreflexion</span></p>
<p>Der Umgang mit unserem nackten Körper beschäftigte dieses Jahr nicht nur mich als jungen Mann sondern auch Frank und sein Team von dem FUNK Format „PULS die Frage“. Im Sommer sind sie der Frage: „Wie nackt dürfen wir uns zeigen?“ auf den Grund gegangen und beleuchteten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Für manche Menschen bedeutet Nacktheit Selbsterfahrung, in unserer Gesellschaft steht nackt sein gerne für Freizügigkeit. Doch wirklich nackt können wir uns nur selten zeigen.<span style="color: #8fca40;"><span style="font-size: xx-small;"> </span></span><span style="color: #000000;">Ungewollte Sexualisierungen und Missbrauch von Nacktbildern online oder offline können die Konsequenz sein. Auch die ständige Bewertung unseres Körpers und die Idealbilder in der Werbung und bei Instagram hemmen uns.</span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Hast Du dich schon mal vor dem Spiegel gestellt und dich lange Zeit angesehen? Was fühlst Du persönlich dabei?</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Roboto;">Vor ein paar Jahren habe ich zusammen mit einem Team für den Münchner Ausbildungskanal </span></span><a href="http://afk.tv/"><span style="font-family: Roboto;">afk.tv</span></a><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Roboto;"> ein Experiment gemacht: Rund 20 unterschiedliche Teilnehmer:innen haben wir dafür in das TV Studio eingeladen und ihnen dort die Aufgabe gestellt, sich selbst, wohlgemerkt angezogen, in einem Spiegel zu betrachten. Eine Minute lang. Jede dieser Sekunden war mithilfe einer Countdownuhr oben mittig sichtbar. Der Plan, jede Person von vorne durch den Spiegel in dieser Zeit zu filmen. Wo sehen sie hin? Wie verändern sich ihre Blicke? Wie ihre Mimik? Halten sie es überhaupt aus? Im anschließenden Interview berichtet ein Großteil der Teilnehmer:innen, dass es bedeutend anstrengender war, als anfangs vermutet. Einige erzählen von aufkommenden negativen Gedanken, von Kritik an ihnen und ihrem eigenen Körper. Sitzt alles? Bin ich richtig? Bin ich schön? Gefalle ich mir? &#8211; Die meisten von ihnen schauen während der 60 Sekunden oft weg oder kaschieren ihre Unsicherheit mit Grimassen oder Gelächter. Dabei sieht ihnen während der Zeit niemand zu. Lediglich eine Kamera, von der sie erst im anschließenden Interview erfahren haben und dann entscheiden konnten, ob wir als Filmteam die Aufnahmen für unser Projekt verwenden dürfen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Wenn wir selbst mit von uns ausgewählten Kleidern und Looks nicht lange allein im Spiegel betrachten können, ohne uns zu begutachten, wie ist das dann erst splitterfasernackt und in Gesellschaft? &#8211; Mein Erfahrungsbericht zwischen Kind sein und Leben eines jungen Erwachsenen, zwischen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern, zwischen, Normalität und Absurdität.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Damals in der Eishockeymannschaft in Bayern duschten wir alle zusammen. Moment. Nicht alle. Die beiden Mädchen in unserem Team sollten zu unserem damaligen Unverständnis mit gerade mal sechs Jahren von uns getrennt duschen. Am Eis und angezogen in voller Montur, sind wir ein Team, nackt sind wir getrennt. Aus gutem Grund? Oder um mögliche unangenehme Fragen von uns an unsere Eltern zu verhindern? Die sind natürlich nicht ausgeblieben. Aber auch innerhalb des Teams haben wir damals angefangen, nackt unsere Körper stärker und zu vergleichen, als angezogen. Spielen auf dem Eis Faktoren wie Kondition, Teamfähigkeit und Schusskraft die Hauptrolle, so sind es beim Duschen Bauchumfang, Brustbehaarung und die Körperstatur. Nicht zu vergessen, Größe, Form, Behaarung, Farbe und Kraft des Penis. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Im Team sind wir schon früh gewohnt, uns nackt zu zeigen und dem Vergleich unserer geschlechtsspezifischen Merkmale bewusst oder unbewusst ausgesetzt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Später beim Baden am See sollen wir uns aber auf keinen Fall nackt zeigen, außer an ausgewiesenen FKK-Badestellen. Und auch das Nacktbaden, war in unseren Kreisen eine ähnliche Mutprobe wie rückwärts vom 10 Meter Turm zu springen. Und wenn dann doch jemand sich im Waldbad nackt zeigte, ist die Person, vor allem Mädchen und Frauen, von allen Seiten beäugt und unter den Jungs lautstark für alle umliegenden Badegäste bewertet worden. Statt bei uns selbst zu sein, haben wir lieber auf andere gesehen.</span></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-12670" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang-337x600.jpg" alt="" width="337" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang-337x600.jpg 337w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang-169x300.jpg 169w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px" /></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Für viele meiner Mitschüler:innen ist damals das Zeigen von nackten Körpern in der Öffentlichkeit ein Tabu. Vor allem, wenn man die Person persönlich kennt. Einmal ist das Gerücht an unserer Schule herumgegangen, dass eine Mitschülerin nackt auf einer Pornoseite zu sehen sei. Schlagartig wurde sie zur Zielscheibe für Anfeindungen und Mobbing. Auch Nacktbilder aus gescheiterten Beziehungen wurden zum Druckmittel. Dementsprechend angezogen zeigen wir uns auch innerhalb unseren Cliquen und sind vorsichtig, wem wir uns nackt zeigen. Die ersten Versuche, Sex zu haben, sind natürlich auch unter dem Credo: LICHT AUS. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Mitte Zwanzig, im Osten Deutschlands, zur wohl nacktesten und ungezügeltesten Zeit des Jahres, passierte mir dann folgendes: Bei einem Festival mit schwimmender Sauna im See bin ich zu meiner Verwunderung auf dem Weg aus dem Wasser in die Sauna von einer Gruppe junger, vermutlich, dem Proseccoglas in ihrer Hand zufolge erkennbar alkoholisierter Frauen, mit dem Schrei „Penis“ und anschließendem Gelächter darauf hingewiesen worden, dass ich höchstwahrscheinlich „dieses Ding da“ sichtbar für alle zwischen meinen Beinen hängen habe. Erkenntnis: Selbst dort, wo vermeintlich bezüglich Nacktheit keine Tabus herrschen, erlebe ich Situationen, wo Nacktsein der Aufhänger zu Belustigung ist. Und das prägt mich. Wann ich mich nackt zeige, entscheide ich nicht nach Gefühl, sondern nach Abwägung der Pros und Cons in der jeweiligen Situation, im jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Wie nackt dürfen wir uns zeigen? Wie frei(zügig) dürfen wir sein?</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Dustin, 21, Protagonist vom fünften Teil der Serie von „Die Frage“ meint:</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">„<span style="font-family: Roboto;">So, wie sich jeder wohlfühlt.“ &#8211; Das Gefühl von Nacktheit bedeutet für ihn Freiheit. </span></span></p>
<p><a name="_GoBack"></a> <span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Frei wollte ich mich in diesem Coronasommer, ohne Festivals, aber mit vielen Deadlines, auch spüren. Loslassen von all den Erfahrungen mit Nacktheit in meinem Leben und den Gedanken der Konsequenzen in meinem Kopf. Ich wollte bei mir selbst sein. Ohne Bewertung meines Körpers von mir selbst und der Gesellschaft. Nackt. Frei. Und letztendlich für alle, die diesen Text gelesen haben, sichtbar. Ich pose für mein erstes Nacktshooting. Entstanden sind Momente, die nicht nur meinen Kopf frei von Gedanken über Nacktheit gemacht haben, sondern auch Bilder, die mir sagen: „Du bist jederzeit nackt so schön, wie Du dich in dem Moment (wohl)fühlst.“</span></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Tom <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/tom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Fehler in der Matrix</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/der-fehler-in-der-matrix/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2020 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über einen neuen, spannenden Text von Ika! Auch innerhalb einer bestimmten &#8218;Bubble&#8216; kann es zu hitzigen Diskussionen und Streit kommen &#8211; selbst wenn eigentlich gegen ein und dasselbe gekämpft wird, beispielsweise das Patriarchat. Ika schreibt über Konflikte und mangelnde Solidarität zwischen trans und inter Personen. Ein wichtiger Einblick! Im letzten Text „Zur]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über einen neuen, spannenden Text von Ika! Auch innerhalb einer bestimmten &#8218;Bubble&#8216; kann es zu hitzigen Diskussionen und Streit kommen &#8211; selbst wenn eigentlich gegen ein und dasselbe gekämpft wird, beispielsweise das Patriarchat. Ika schreibt über Konflikte und mangelnde Solidarität zwischen trans und inter Personen. Ein wichtiger Einblick!</strong></p>
<p><span id="more-12349"></span></p>
<p>Im letzten Text „Zur Frau wurden wir gemacht“ ging es sehr viel um Inter* in feministischen und/oder queeren Kontexten.<br />
Diesmal geht es um Konflikte, die zum Teil zwischen Inter* und Trans* Aktivisten auftauchen.</p>
<p>Für mich war immer klar, dasss ich mich als beides sehe. Also dass ich irgendwie Inter* bin , weil mein Körper nie ein typisch weiblicher Körper war und auch nie ein typisch männlicher Körper sein wird, sondern irgendwo dazwischen ist.</p>
<p>Gleichzeitig sehe ich mich auch als Trans*, weil auch mein psychisches Geschlecht nicht männlich oder weiblich ist.<br />
Vor allem habe ich die Erfahrung gemacht, lange Jahre als Frau angesehen zu werden und dann irgendwann als Mann.</p>
<p>Trotzdem muss ich zugeben, dass es zum Teil große Unterschiede gibt in den Erfahrungen von Inter* und Trans*. Während manche Inter* am liebsten nichts mehr von Pronomen hören wollen, weil sie diese mit falschen Zuschreibungen und Anpassungversuchen verbinden, sind sie vielen Trans* Personen sehr wichtig. Für manche sind sie ein Zeichen endlich im richtigen Geschlecht wahrgenommen zu werden.</p>
<p>Hier scheinen mir aber die Unterschiede zwischen nicht binären Inter und binären Inter zum Teil auch sehr groß. Mit binären Inter* meine ich Leute deren Körper zwar intergeschlechtlich ist, die sich aber als Frau oder Mann definieren. Nich-binäre Inter* haben einen intergeschlechtlichen Körper und definieren sich auch weder als Mann oder Frau. Genauso gibt es binäre und nicht binäre Trans*.</p>
<p>Vielleicht sollten wir also nicht immer so viel darauf gucken, wo wir geschlechtermäßig herkommen, sondern wo wir hinwollen beziehungsweise wo wir jetzt sind.</p>
<p>Darum finde ich es schade, wenn manche Inter* so tun als würden Trans* nicht auch sehr unter dem Zwei-Geschlechter-System leiden, sondern sich das Transsein aussuchen, weil der Körper ja binär ist.</p>
<p>Am Ende leiden wir alle in dieser Geschlechter-Matrix, die nur 0 oder 1 kennt. Nur männlich oder weiblich.<br />
Wir sind die 2. Oder 3. Oder 4.<br />
Oder was auch immer.<br />
Aber mit Sicherheit nicht vorgesehen in diesem System.</p>
<p>Ich bin dann hin- und hergerissen.<br />
Ich denke – reißt euch zusammen und arbeitet alle mal zusammen.<br />
Dann denke ich aber – wenn Leute Mist bauen, darf auch das Inter- oder Transsein keine Entschuldigung dafür sein.</p>
<p>Ja, natürlich ist es ein Problem, wenn auf einer Tagung von und für Inter und Trans ein Arzt eingeladen wird, der ungefragte OPs an Inter Kindern durchführt.<br />
Weil es der gleiche Arzt ist, der jungen trans Personen bei ihren OPs hilft.<br />
Das ist einfach unsolidarisch. Und da fällt mir dann auch nichts mehr zu ein.</p>
<p>Aber bei anderen Punkten, über die sich geärgert wird, frage ich mich: warum sind wir Queers mit anderen Queers immer am strengsten? Ist das auch irgendwie Selbsthass?</p>
<p>Kleinere Fehler sollten kein Grund zum Draufhauen auf andere Queers. Ich würd mir dann wünschen, dass wir nicht so sehr diejenigen kritisieren, die uns eigentlich sehr nah sein könnten, sondern besser mal auf dieses Patriarchat zielen.</p>
<p>Das ist ja immer noch da und lacht sich ins Fäustchen – wenn wir Unterdrückten mit unserer Wut und Verletzung lieber aufeinander losgehen als auf den Unterdrücker.</p>
<p>Für mich ist das der Typ, der mich in der Bahn auslacht, weil ich ihm zu queer bin,<br />
oder ein Arzt, der meint, dass es okay ist, mich direkt nach meinem Sexleben auszufragen,<br />
weil er so etwas &#8218;Exotisches&#8216; wie mich ja vorher noch nie in live gesehen hat.</p>
<p>Anderen Queers verzeihe ich viel mehr.<br />
Weil ich denke – i know your struggle.</p>
<p>Trotzdem sind zur Zeit Trans* sichtbarer als Inter*. Da ist es wichtig dass in der Zusammenarbeit nicht die größere oder lautere Gruppe den Ton angibt. Sondern wirklich gleichberechtigt zusammengearbeitet wird.</p>
<p>Aber immer wieder gibt es dann Menschen, meist weiße schwule cis Männer, die denken, von den Rechten akzeptiert zu werden wenn sie sich nur laut genug von diesem ganzen &#8218;Gender Gaga&#8216; – also im Klartext von allen trans und inter Personen, allen unangepassten Queers, distanzieren.</p>
<p>Genauso gibt es binäre trans Personen, die nichts mit diesen &#8218;komischen anderen&#8216; trans Personen zu tun haben wollen, die sich nicht für ein Geschlecht entscheiden. Die alles dafür tun, sich an eine männliche oder weibliche Norm anzupassen und über alle anderen lachen, die nicht mitmachen können oder wollen, und die dafür auf Applaus von der cis Welt hoffen.</p>
<p>Es gibt Inter die denken, wenn sie nur hetero und angepasst genug sind, dann werden sie zwar immer noch bemitleidet &#8211;<br />
aber wenigstens nicht abgelehnt. Und so weiter.</p>
<p>Ich sage – schaut nach Ungarn. Schaut auf Trump. Schaut auf die AfD.<br />
Wenn jetzt wie in Ungarn ein Gesetz erlassen wird, dass nur noch das bei Geburt festgelegte Geschlecht im Pass stehen darf, betrifft das alle Trans* und Inter*.<br />
Letztlich auch alle Queers. Auch wenn es die Inter* und Trans* als erste abbekommen.</p>
<p>In Polen betreffen die LGBTQI-freien Zonen schon jetzt alle.</p>
<p>Ich wünsche mir darum nicht-binäre-binäre-trans-inter-schwule-lesbische-bisexuelle-tunten-Queers, die sich nicht voneinander abgrenzen, sondern sich laut und deutlich von dieser Gesamtscheiße distanzieren.</p>
<p>Mit Gesamtscheiße meine ich hier den von Rechten angestrebten Rollback zu Geschlechter- und Familienbildern des vorletzten Jahrhunderts.</p>
<p>Wer wenn nicht wir sollte der Welt zeigen, dass es anders und besser geht &#8211;<br />
als in zu engen Rollenbildern stecken zu bleiben?</p>
<p>Dass Sex mehr sein kann als Penentration, dass Familie mehr ist als Mutter, Vater, Kind?</p>
<p>Was nicht heißt, das es jetzt ein neues Dogma werden sollte möglichst Poly zu leben. Und sich gegenseitig überbieten wer den krasseren Sex hat klingt für mich mehr nach Selbstoptimierung, als nach Freiheit.</p>
<p>Es geht darum in sich rein zu fühlen – welche Art zu leben wirklich zu mir passt.</p>
<p>Spoiler Alarm 1: Das ist für verschiedene Menschen sehr unterschiedlich.</p>
<p>Spoiler Alarm 2: Das kann sich durchaus auch ändern.</p>
<p>Ich will nicht mehr darüber jammern oder traurig sein, nicht reinzupassen in dieses Zwei-Geschlechter-Konzept, sondern endlich anerkennen und feiern, dass es auch anders geht.</p>
<p>Dass es auch eine Freiheit ist, in all diese Schubladen nicht hineinzupassen.<br />
Andere gehen die Lebenswege ihrer Eltern nach ohne zu fragen warum.</p>
<p>Für mich – für uns<br />
gab es keine Bilder und Vorbilder.<br />
Das war manchmal hart und schwer.<br />
Oder einsam.</p>
<p>Aber immerhin gab es auch keine ausgetretenen Pfade.<br />
Sondern viel Neues zu entdecken und probieren.</p>
<p>Lasst uns das zusammen feiern.<br />
Und den Fehler nicht doch immer wieder bei uns suchen &#8211;<br />
sondern bei denen, die uns ausgrenzen und einschränken.</p>
<p>Stay Queer, stay rebel, stay pride.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ika hat sich noch einen Link zu <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Xq8mt6WuD-E" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>WRABEL:THE VILLAGE</strong></a> gewünscht &#8211; hört mal in den Song rein!</li>
<li>Mehr Texte von Ika gibt&#8217;s <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/ika/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stop! Du bist schön!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/stop-du-bist-schoen/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/stop-du-bist-schoen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lidia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2020 09:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, euch einen neuen Poetry Clip von unserer Autorin Lidia zu präsentieren! Wie gewohnt legt sie den Finger in die Wunde und findet genau die richtigen Worte &#8211; gegen falsche Schönheitsideale und für mehr Selbstakzeptanz. &#8222;Ja, das ist unsere Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist toll! &#8211; Bullshit. Sie ist grauenvoll. Wegen ihr fühlen sich Menschen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, euch einen neuen Poetry Clip von unserer Autorin Lidia zu präsentieren! Wie gewohnt legt sie den Finger in die Wunde und findet genau die richtigen Worte &#8211; gegen falsche Schönheitsideale und für mehr Selbstakzeptanz. &#8222;Ja, das ist unsere Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist toll! &#8211; Bullshit. Sie ist grauenvoll. Wegen ihr fühlen sich Menschen hässlich und hassen sich selbst!&#8220;</strong></p>
<p><span id="more-12034"></span></p>
<p>Den Text zum nachlesen:</p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wahre Schönheit kommt von innen das wird immer gesagt. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>BULLSHIT. Ich mein es ist kein Bullshit, es ist bullshit das zu sagen ohne es so zu meinen.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wenn ich jetzt die Gesellschaft mal von einem anderen Blickwinkel anschaue. Das heißt die Gesellschaft als Außenstehende überschaue. Könnte ich kotzen vor Wut, denn keiner hat mehr den Mut sich von seiner natürlichen Seite zu zeigen. Und warum? Die Medien, ja die Medien sagen darum.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Ich mein klar steht nirgendwo „ du bist nur schön wenn du das und das hast“. Das läuft alles hintenrum und das ist eine Last, für alle von uns. Wenn wir mal ehrlich sind, egal wo wir hinschauen. Sei es im Internet, im Fernsehen, auf Plakaten sehen wir nur perfekt gestylte Menschen mit dem schönsten Body und der schönsten Frisur. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Plötzlich ja plötzlich fühl ich mich schlecht, denn man redet sich ein alle anderen hatten recht, als sie sagten du seist hässlich. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Also betrachte ich mich im Spiegel und wünsch mir ganz still ich könnte jemand anderes sein. Jemand der perfekt ist. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Aber was ist schon perfekt? Irgendwo hat immer irgendwer etwas entdeckt was nicht perfekt ist. Sei es die zu kleinen Brüste oder den zu dicken Po. Es gibt immer etwas. Denn wenn wir mal ehrlich sind ist niemand wirklich perfekt. Und trotzdem wird es so dargestellt.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und das traurige ist die Menschen glauben das. Was ich damit meine ist wir alle haben im unterbewusst sein diesen inneren Radar der urteilt über das aussehen eines Menschen. Ich nenn mal ein Beispiel, wenn ein Kumpel eine neue Freundin hat ist das erste was man fragt „zeig mal ein Bild von ihr“. Das erste was man fragt hat immer etwas mit dem Aussehen zu tun. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und warum? Ja das ist unsere Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist toll. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Bullshit. Sie ist grauenvoll. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wegen ihr fühlen sich Menschen hässlich und hassen sich selbst. Du gefällst dir nicht mehr selbst, also schadest du dir. Du isst nichts mehr, weil sie sagten du seist zu fett. Du hungerst und irgendwann kannst du es nicht kontrollieren. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und was dann kommt macht mich am meisten wütend, weil anscheinend bist du dann zu dünn und keiner versteht wieso du dich zu tote hungers. Sie sagen es sei bescheuert. Es ist traurig wie viele Menschen sich innerlich oder äußerlich so kaputt machen und sich schlecht fühlen, weil sie sich einreden die anderen hatten recht, wenn sie sagten du seist hässlich. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und ich, ich bin auch eine von denen. Leider haben schlechte Menschen gute Leistung bei mir hinterlassen. Naja gute Leistung würde ich das nicht nennen, denn eigentlich möchte ich mich nicht so fühlen. Ich möchte mich nicht mehr belügen.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Damit meine ich so zu tun als wäre alles okay und ich fühle mich wohl in mir. Aber das stimmt nicht. Ich fühle mich alles andere als wohl in mir. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Es ist schon traurig, dass ich alles an mir ändern würde. Wenn mir jemand ein Kompliment macht. Dann beginnt die innere Schlacht. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Man sagt gezwungender maßen danke, doch innerlich läuft gleichzeitig eine Schlacht ab . Man will es unbedingt glauben, doch meistens verfehlt es knapp, denn ich kann niemanden glauben der was schönes über mich sagt.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Ich mag mich einfach nicht, also kann ich auch niemanden glauben. Das frisst mich auf. Manchmal ja da versuch ich mir einzureden ich sei garnicht so schlimm. Doch es hat kein Sinn, weil jedes mal wenn ich denke ich bin garnicht so schlimm, kommt was dazwischen, dass mich zeigen lässt wie ich bin.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Ich will mich nicht so fühlen und du solltest dich auch nicht so fühlen. Wir belügen uns selbst und das soll nicht so sein. Wir müssen uns mal einige Sachen in betracht ziehen.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>1. Charakter passt in jede Kleidergröße und 2.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wir sind schön, wir sind schön so wie wir sind. Egal was andere sagen. Unsere Fehler und Macken sind einzigartig. Du bist einzigartig. Das musst du dir auch merken. Es gibt dich nur einmal auf dieser großen Welt. Also sei ein Held zu dir selbst Also los, zeig dich von deiner Seite die du an dir magst, zeig es der Welt. Es reicht wenn du dich selber likest. Denn Selbstliebe ist die wichtigste Liebe die größte Liebe die du bekommen kannst, ist die Liebe zu dir selbst, denn das ist das wichtigste auf der Welt. Sei ein Held für dich selbst. Akzeptier dich sowie du bist, denn genau so bist du schön. Wunderschön. Schau in den Spiegel und sag:“ DU bist SCHÖN!“</i></b></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Videos und Beiträge von Lidia findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lidia/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
<li>Und mit dem Thema <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/schoenheitsideale/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Schönheitsideale</strong></a> hat sich auch FaulenzA auseinandergesetzt.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Body Positivity: Problemzone Kopf</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/12/body-positivity-problemzone-kopf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vivian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Dec 2019 07:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Trommelwirbel und einen herzlichen Willkommensapplaus für eine weitere neue Autorin 🙌 Vivian setzt sich in ihrem ersten Text hier auf meinTestgelände mit dem Thema Body Positivity auseinander &#8211; allerdings nicht zum ersten Mal, denn darüber hat sie bereits ihre Masterarbeit geschrieben. Warum kann auch von #Selflove ein enormer Druck ausgehen? Welchen Insta-Accounts verbreiten Body Positivity &#8211; und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trommelwirbel und einen herzlichen Willkommensapplaus für eine weitere neue Autorin </strong>🙌 <strong>Vivian setzt sich in ihrem ersten Text hier auf meinTestgelände mit dem Thema Body Positivity auseinander &#8211; allerdings nicht zum ersten Mal, denn darüber hat sie bereits ihre Masterarbeit geschrieben. Warum kann auch von #Selflove ein enormer Druck ausgehen? Welchen Insta-Accounts verbreiten Body Positivity &#8211; und was ist das denn nun eigentlich genau? Lest selbst:</strong></p>
<p><span id="more-11936"></span></p>
<p>Beach Body? Thigh Gap? Clean Eating?</p>
<p>Nein danke! Das ist die Message der Body Positivity, einer Bewegung, die eine Abkehr von sexistischen Schönheitsidealen und stattdessen eine Zelebrierung <em>aller</em> Körper fordert. Unter dem Schlagwort tummeln sich mittlerweile nicht nur Hashtags und Memes, Instagrammer*innen wie Megan Crabbe (aka @bodiposipanda) oder Kollektive wie die Stuttgarter „Bauchfrauen“. Auch die Anzahl der Selbsthilfe-Bücher wie Morena Diaz‘ „Love Your Body“ oder Taryn Brumfitts „Embrace Yourself“ wächst stetig.</p>
<p>Überall schreit man uns also im Moment entgegen: Du bist genug! Du bist schön! Liebe deinen Körper!</p>
<p>So radikal und befreiend wie das erstmal klingt – stellte ich mir doch vor circa einem Jahr die Frage, wie neu die Argumente der Body Positivity wirklich sind. Und warum fühlte ich mich von den Motivationssprüchen und Selbstliebe-Tipps manchmal weniger empowered als genervt? Ich beschloss mich im Rahmen meiner Master-Arbeit in den Gender Studies damit zu beschäftigen, was genau hinter der Bewegung steckt und setzte mich über 6 Monate intensiv mit Body Positivity Ratgebern auseinander.</p>
<p>Schnell wurde mir klar, dass die Body Positivity sich auf jahrzehntelange feministische und anti-rassistische Kämpfe und Studien stützt. Feministische Klassiker wie „Our bodies, ourselves“ sprachen sich beispielsweise bereits 1971 für die körperliche Selbstermächtigung von Frauen aus und der sogenannte „Fat Underground“ war eine Organisation, die sich schon in den 1970ern gegen die Diskriminierung von Menschen mit hohem Körpergewicht einsetzte.</p>
<p>Auch die Aktivist*innen der Body Positivity wollen ein Ende des ewigen Drucks, makellose Haut und einen durchtrainierten Körper zu haben. Stattdessen wird Akzeptanz, sogar Liebe, für die Menschen, die kaum in den Medien repräsentiert werden – beispielsweise dicke Menschen, Schwarze Menschen, Menschen mit Behinderung oder Trans*Menschen – gefordert. Die Mode- und Schönheitsindustrie, Medien und auch die Medizin, die allesamt gefährliche Schönheits- und Gesundheitsnormen propagieren, werden angeprangert.</p>
<p>Während die Body Positivity jedoch das Problem, also die Diskriminierung von Menschen, die den gängigen Schönheitsidealen nicht entsprechen, vor allem in der Gesellschaft sieht, so setzten ihre Lösungsvorschläge bei der*dem Einzelnen an.</p>
<p>Self-Care und Selbstliebe sollen die mentale Gesundheit, die stark mit der Körperwahrnehmung verknüpft ist, stärken. Self-Care Techniken können heißen, ein Bad zu nehmen und Yoga zu machen, Tagebuch zu schreiben und schlechte Gedanken über den eigenen Körper möglichst zu meiden. Das Mantra „Ich bin schön“ muss – so die Logik – nur oft genug wiederholt werden, dann glaubt man schon irgendwann selbst dran.</p>
<p>Was das Essen angeht, raten viele Body Positivity Aktivist*innen zum ‚Intuitiven Essen‘. Alle Regeln über gesundes oder ungesundes Essen sollen vergessen werden – der Körper, also unsere Appetit- und Hungergefühle sollen entscheiden, was auf den Tisch kommt: Salat oder Cookie Dough Eis – alles ist jederzeit erlaubt. Denn es heißt, wenn du auf deinen Körper hörst, ist auch die mentale Gesundheit gesichert.</p>
<p>Laut Body Positivity liegen Makel demnach nicht im Hautbild oder im Bauchumfang – sondern im Kopf. Paradoxerweise setzen nun genau wie in der kritisierten Schönheitsindustrie etliche Produkte, Workshops und Bücher der Body Positivity daran an, diesen Makel im Kopf zu beheben. Die Lösung des Problems scheint also weiterhin Konsum zu heißen – und erneut sind vor allem Frauen die Zielgruppe. Anstatt Körperideale verbreitet die Body Positivity so neue Gefühlsideale. Frauen sollen glücklich sein, sich lieben, positiv bleiben. Vielleicht erklärt sich auch deswegen, warum ich die inspirierend gemeinten Instagram-Posts langsam nicht mehr lesen kann? Der Druck aus der Werbung, die mir einredet, dass ich einem gewissen Schönheitsstandard nicht entspreche weicht dem Druck, sich ständig zu lieben und das eigene Essverhalten zu hinterfragen.</p>
<p>Die Body Positivity lässt sich so nur schwer als ein Ende der Selbstoptimierung verstehen oder gar als feministische Revolution. Trotzdem findet sie Anklang und hilft offenbar vielen Frauen, die es satt haben, niemals satt sein zu dürfen, sich empowered zu fühlen.</p>
<p>Hier klingt dennoch ein weiteres Problem an. Welche Frauen sich durch die Body Positivity angesprochen fühlen oder mit ihr sogar Geld verdienen gibt einen Aufschluss darüber, warum viele Frauen auch daran scheitern könnten, den eigenen Körper zu lieben.  Denn Frauen sind ja auch nicht alle gleich. Manche sind zusätzlich von Körperdiskriminierung betroffen, weil sie zum Beispiel eine person of color, differnetly abled oder keine cis-Frau sind. Manche Frauen können es sich auch nicht leisten, jederzeit zu essen, worauf sie Lust haben. Vielleicht müssen sie auch ein Kind oder Verwandte versorgen und haben keine Zeit für ausgiebige Bäder und Gesichtsmasken. Welche Techniken bietet die Body Positivity für diese Frauen?</p>
<p>Obwohl die meisten Aktivist*innen der Body Positivity sich ganz klar mit allen Frauen und auch allen Menschen solidarisieren, sind sie doch zumeist selbst nicht von diesen Diskriminierungen betroffen. Deswegen, und weil manche Problematiken – wie Rassismus –nicht durch Self-Care gelöst werden können, werden sie auch in den meisten Ratgebern geschickt ausgespart. Die Body Positivity ist vor allem an Frauen gerichtet, die auf vielfältige Weise privilegiert sind und regt sie zum Konsum und zur Selbstoptimierung an. Sicherlich ist die Body Positivity Bewegung vielfältig, politisch und ein wichtiger Bestandteil des Feminismus, der sie hervorgebracht hat. Ihre Botschaft, Ideale kritisch zu hinterfragen, bleibt – und kann auch auf die Bewegung selbst angewendet werden.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Folgende Instagram-Profile empfiehlt Vivien zum Thema Body Positivity: <strong><span style="font-size: 1.14285rem;"><a href="https://www.instagram.com/bodyposipanda/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@bodiposipanda, </a></span></strong><strong style="font-size: 1.14285rem;"><a style="font-size: 1.14285rem;" href="https://www.instagram.com/themilitantbaker/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@themilitantbaker,</a></strong><a style="font-size: 1.14285rem;" href="https://www.instagram.com/m0reniita/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>@m0reniita.</strong></a></li>
</ul>
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		<title>Körper</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2019 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
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		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie würde die Welt wohl aussehen, wenn alle Menschen aufhören würden, auf Körpern rumzuhacken? Sowohl auf ihren eigenen als auch auf denen anderer. Keine blöden Sprüche, keine &#8218;gut gemeinten&#8216; Ratschläge, kein Einmischen in Angelegenheiten, die nur dich selbst betreffen&#8230; Svenja Gräfen erzählt in diesem Slamtext von geschlechtsspezifischen Kosmetikprodukten, von Sommersprossen, von Gemeinsamkeiten und Unterschieden und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie würde die Welt wohl aussehen, wenn alle Menschen aufhören würden, auf Körpern rumzuhacken? Sowohl auf ihren eigenen als auch auf denen anderer. Keine blöden Sprüche, keine &#8218;gut gemeinten&#8216; Ratschläge, kein Einmischen in Angelegenheiten, die nur dich selbst betreffen&#8230; Svenja Gräfen erzählt in diesem Slamtext von geschlechtsspezifischen Kosmetikprodukten, von Sommersprossen, von Gemeinsamkeiten und Unterschieden und von unserem allerersten Zuhause. Hört rein!</strong></p>
<p><span id="more-11885"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Poetry Slam-Texte und Videos findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/poetry-slam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Körper sein!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hollies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2018 07:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeden Tag werden wir in Sozialen Medien und in der Werbung mit fast unerreichbaren Schönheitsidealen konfrontiert. In dem Film &#8222;Körper sein!&#8220; beschreiben die Hollies wie schwer das Gefühl wiegt, diesen Idealen nicht zu genügen, den eigenen Körper zu hassen und wegen ihm gehasst zu werden. Gleichzeit zeigen sie wie verschieden Körper sind und wie wichtig]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Jeden Tag werden wir in Sozialen Medien und in der Werbung mit fast unerreichbaren Schönheitsidealen konfrontiert. In dem Film &#8222;Körper sein!&#8220; beschreiben die Hollies wie schwer das Gefühl wiegt, diesen Idealen nicht zu genügen, den eigenen Körper zu hassen und wegen ihm gehasst zu werden. Gleichzeit zeigen sie wie verschieden Körper sind und wie wichtig es ist, sich selbst zu akzeptieren.</b></p>
<p><span id="more-11142"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mit dem Film <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/09/68-bpm/"><strong>68 Bpm</strong> </a>setzen die Hollies ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung.</li>
<li>Und in <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/05/beeinflussen-models-unser-selbstwertgefuehl/">diesem Text</a></strong> geht es darum, ob Models unser Selbstwertgefühl beeinflussen.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Beeinflussen Models unser Selbstwertgefühl?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/beeinflussen-models-unser-selbstwertgefuehl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 May 2017 07:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Body Positivity]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sind fast den ganzen Tag von Werbung umgeben. Um ihre Produkte zu verkaufen, werben viele Unternehmen mit gut aussehenden Models. Sarah von LizzyNet geht daher in ihrem Artikel der Frage nach, inwieweit Models unser Selbstwertgefühl beeinflussen. Wie leicht Mädchen beeinflusst werden&#8230; Wenn man mal ein Mode-Magazin aufschlägt, findet man nur Frauen, die perfekte Körper]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sind fast den ganzen Tag von Werbung umgeben. Um ihre Produkte zu verkaufen, werben viele Unternehmen mit gut aussehenden Models. Sarah von LizzyNet geht daher in ihrem Artikel der Frage nach, inwieweit Models unser Selbstwertgefühl beeinflussen.</strong></p>
<p><span id="more-8981"></span></p>
<p><strong>Wie leicht Mädchen beeinflusst werden&#8230;</strong></p>
<p>Wenn man mal ein Mode-Magazin aufschlägt, findet man nur Frauen, die perfekte Körper haben und die hübsch sind. Doch ist das das wahre Leben? Wohl eher nicht! Vielmehr wünscht man sich doch insgeheim normale Frauen in einer Zeitschrift, die einem nicht das Gefühl geben hässlich und zu dick zu sein.</p>
<p><strong>Aber warum findet man nur perfekte Models zum Beispiel in Magazinen oder auf großen Plakaten, auf denen für die neue Diesel Hose geworben wird?</strong></p>
<p>Ganz klar! Weil schöne Menschen die Blicke auf sich ziehen, und somit wird gleichzeitig das Produkt interessant gemacht. Würden wir eine Hose kaufen, die auf einem Plakat von einem nicht perfekten Menschen getragen wird? Wohl kaum. Denn wenn wir einen schönen Menschen sehen, der eine Hose trägt, wollen wir ihm nacheifern und erhoffen uns, genauso eine top Figur in der Hose zu machen. Genauso ist es doch auch bei Hollister. Überall laufen perfekt gestylte und super hübsche Angestellte rum. Kein einziger sieht schlecht aus oder ist etwas dicklicher. Für viele kann somit ein kleiner Einkauf bei Hollister ein deprimierendes Erlebnis werden. Aber im Endeffekt erhoffen sich alle eine so tolle Figur in den Klamotten zu machen, wie die schönen Models.</p>
<p><strong>Magerwahn der Models &#8211; Muss Size Zero wirklich sein?</strong></p>
<p>Die meisten von euch werden schon mal den Begriff &#8222;Size – Zero&#8220; gehört haben. Size – Zero ist ein Begriff für die Größeneinheit 32. In die Größe 32 passt ein 12 jähriges Kind. Dementsprechend erschreckend sieht es aus, wenn eine erwachsene Frau in Kleidung mit der Größe Size –Zero passt. Ein schrecklicher Schlankheitswahn, der für mich völlig überflüssig scheint. Denn wer findet es schön, solche Frauen auf dem Laufsteg zusehen oder gar auf dem Cover der Vogue? Die Frauen sehen total abgemagert und krank aus, aber definitiv nicht schön.</p>
<p><strong>Vorbilds Funktion</strong></p>
<p>Models sind meistens auch gleichzeitig Vorbilder für die jüngere Generation. Daher sollten sie sich auf keinen Fall in der Öffentlichkeit total abgemagert präsentieren. Es könnte zur Folge haben, dass die Mädchen denken sie seien zu dick. Erstens beeinflusst dies das Selbstwertgefühl und zweitens wollen sie also ganz klar ihren Idolen nach eifern und ebenfalls in Size – Zero Klamotten rein passen. Dies kann für junge Mädchen schnell gefährlich werden!</p>
<p><strong>Lasst es nicht soweit kommen!</strong></p>
<p>Vergleicht euch erst gar nicht mit den perfekt scheinenden Frauen und verfallt nicht diesem Wahn. Zu dünn ist auch nicht schön 😉<br />
Und nehmt sie nicht als Maßstab der Gesellschaft!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/zahlen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Dieser Text von Mare</strong></a> verdeutlicht mit wechen Zahlen wir unseren Körper bewerten.</li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/05/das-model/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ein Song</strong></a> zum Thema Modelshows.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Darf sie das??</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/03/darf-sie-das/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2017 08:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Autorin Sophia hat einen eigenen YouTube-Channel, auf dem sie sich mit allen möglichen Themen auseinandersetzt, die sie bewegen. Im aktuellen Video berichtet sie, welchen Shitstorm sie ausgelöst hat, als sie ein Foto ihrer frisch gepiercten Brust veröffentlicht hat &#8211; und was das mit Sexismus zu tun hat&#8230; Mehr dazu:  Hier liest du Fees Gedicht &#8222;Es]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Autorin Sophia hat einen eigenen <a href="https://www.youtube.com/channel/UCIrsqXbtU5nJq0PnJlda-DA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube-Channel</a>, auf dem sie sich mit allen möglichen Themen auseinandersetzt, die sie bewegen. Im aktuellen Video berichtet sie, welchen Shitstorm sie ausgelöst hat, als sie ein Foto ihrer frisch gepiercten Brust veröffentlicht hat &#8211; und was das mit Sexismus zu tun hat&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-7852"></span></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/01/es-ist-mir-egal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> liest du Fees Gedicht &#8222;Es ist mir egal, dass du einer von den Guten bist&#8220;</li>
<li>Wie geht man mit Rassismus, Sexismus und Homofeindlichkeit im Netz um? Sophia hat <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/was-an-diskriminierung-im-netz-abgeht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>einen Clip</strong></a> vorbereitet.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Diskrimi</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/03/diskrimilange/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2017 08:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[beHindernisse]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Dennis Lange von den Story Tellern erfährt schon sein ganzes Leben Diskriminierung im Alltag: nicht so lernen wie andere? Geht nicht! Nicht gut im Sport? Ganz schlecht! Immerzu hören, dass man nicht „richtig“ ist, macht mürbe und führt dazu, sich irgendwann selbst zu diskriminieren &#8211; weil man glaubt, was die anderen sagen. Und am Ende]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dennis Lange von den Story Tellern erfährt schon sein ganzes Leben Diskriminierung im Alltag: nicht so lernen wie andere? Geht nicht! Nicht gut im Sport? Ganz schlecht! Immerzu hören, dass man nicht „richtig“ ist, macht mürbe und führt dazu, sich irgendwann selbst zu diskriminieren &#8211; weil man glaubt, was die anderen sagen. Und am Ende des Tages bemerkt Dennis, dass er selbst auch zum Diskriminierer geworden ist – und schämt sich dafür.</strong></p>
<p><span id="more-8599"></span></p>
<p>Jahrzehntelang diskriminiert, das bin ich. Nun hab Dich nicht so. Dir geht es doch gut. Ignoriere einfach die, die Dich nicht mögen. Oder noch besser: Halt auch die andere Wange hin. Dann lebst Du gottgefällig. Hey, auch die, die mich „lieben“, sind die, die mich diskriminieren. Meine eigene Persönlichkeit nicht entfalten können, das ist Diskriminierung. Und dies habe ich schon von Kindessein an erlebt. Da fängt es schon an: Kinder haben keine eigene Persönlichkeit, sie müssen sie noch finden. Hä? Persönlichkeit ist doch kein Osterei. Jemanden, der Schlagzeug lernen will, eine Blockflöte in die Hand zu geben, das ist Diskriminierung. Jemanden immer wieder wegen seiner Körperhaltung Vorwürfe zu machen, das ist Diskriminierung. Und mir hat es nur geholfen, meinen Körper nicht anzunehmen. Ein Schritt der Distanzierung, ein Schritt zur Unsicheren Persönlichkeit. Diskriminierung ist das Schulsystem, das ich erlebt habe. Wissen reinpauken, persönliche Interessen ignorieren, es sei denn sie passen zufällig ins System. Immer alles korrekt machen müssen ist schon Diskriminierung. Schon solche Worte wie Diskriminierung oder Legasthenie „korrekt“ schreiben zu müssen, um eine „gute“ Note zu erhalten, ist diskriminierend. Selbst diese „Schwäche“ nicht mehr zu bewerten, wurde zur Diskriminierung. Sportunterricht ist eine pure Katastrophe. Von wegen: hier soll Gemeinschaftsgeist gelehrt werden. Auch hier geht es nur darum: Wer ist der Schnellste, der Beste? Auch wenn mit der Schulzeit die schlimmste Zeit meines Lebens schon lange vorbei ist: Sie harkt nach. Schiebe es auf die Pubertät. Nee, da ist mehr. Ich habe gelernt mich zurückzunehmen, in allen Rollen meines Lebens. Das heißt ich habe gelernt, mich selbst zu diskriminieren. Sarkasmus hilft, solch einen Scheiß auszuhalten. Ich hasse Euch, ich hasse mich. Diese beiden Sätze mussten jetzt kommen. Diskriminierung behindert die Lebensfreude.</p>
<p>Wenn über Diskriminierung geschrieben wird, dann gerne über die Verfolgung der Juden im Dritten Reich. Das ist schön lange her, in einem anderen System, verdammt viele Täter und Opfer schon tot. Mit solch einer Distanz kann man das Thema Diskriminierung weit von sich wegschieben. Wenn man das Thema boulevardpressemäßig aufbauschen möchte, hilft es natürlich, sich mit der Diskriminierung von Ausländern und Migranten zu beschäftigen. Wer sich am wenigsten Feinde machen will, sollte sich nur mit dem Thema Barrierefreiheit für Blinde und Rollstuhlfahrer beschäftigen.</p>
<p>Ich kann aus eigener Erfahrung, am ehesten über Diskriminierung durch Einschränkung der individuellen Persönlichkeit erzählen. Leider ertappe ich mich immer wieder dabei, auch ein Diskriminierer zu sein. Und schäme mich dafür. Wie sieht es mit Dir aus?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/09/gegenlaeufer_in/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;Ich war niemals so wie alle&#8220;</strong></a>, rappt unsere Autorin Jennifer Gegenläufer.</li>
<li>Auch Was geht Almanya setzen sich<a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/08/wir-sind-alle-menschen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong> in diesem Video</strong></a> mit Diskriminierung auseinander.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reflexionen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/reflexionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2017 08:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Erkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Essstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Triggerwarnung: Essstörung. Ein Gedicht von Eden über den Kampf mit einer Essstörung, mit der Wahrnehmung des eigenen Ichs als wertlos und hässlich, solange der Körper nicht den Normen von Schlankheit und Schönheit entspricht. &#160; Nie wieder essen. Ich darf nicht. Ich muss hungern, um schön zu sein. Wenn ich nichts esse, ist es mir erlaubt,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Triggerwarnung: Essstörung.</strong></em></p>
<p><strong>Ein Gedicht von Eden über den Kampf mit einer Essstörung, mit der Wahrnehmung des eigenen Ichs als wertlos und hässlich, solange der Körper nicht den Normen von Schlankheit und Schönheit entspricht.</strong></p>
<p><span id="more-7792"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nie wieder essen.</p>
<p>Ich darf nicht.<br />
Ich muss hungern, um schön zu sein.<br />
Wenn ich nichts esse, ist es mir erlaubt, mich schön zu fühlen.<br />
Dabei bin ich das gar nicht.</p>
<p>Zu schwach.<br />
Zu schwach, um zu widerstehen.<br />
Ich lasse mich von meiner Gier führen<br />
und stehe ich wieder am Anfang,<br />
nur um dieselben Schmerzen erneut zu spüren.<br />
Jedes noch so winzige Stück Erfolg scheint ausgelöscht.</p>
<p>Stumm schreit das Mädchen im Spiegel, ,,Ich will schön sein!&#8220;</p>
<p>Lass mich schön sein,<br />
fleht ihr Blick aus toten Augen.<br />
Das Grün in ihnen ist verblasst.</p>
<p>Was bin ich zu tun bereit?<br />
Sollte ich mich nicht eigentlich genug lieben, um eine Essstörung zu entwickeln?<br />
Ich will nicht mehr das Mädchen sein, dessen Schönheit jeden Abend ins Waschbecken fließt.</p>
<p>Jeder um mich herum ist so, wie ich mich selbst erträume.<br />
Schön.</p>
<p>Ich?<br />
Ich kann auch schön sein.</p>
<p>Aber nur, wenn ich auf sie höre.<br />
In ein marionettenhaftes Dasein einwilligen.<br />
Bald nicht mehr nur davon träumen.<br />
Verlockend.</p>
<p>Meine Augen zeigen die Fehler der Reflektion.<br />
Zu viele, um sie aufzuzählen.<br />
Kein schönes Haar an mir.<br />
Schlaff und grau,<br />
Sie fallen aus.</p>
<p>Der größte Fehler:<br />
Mein trist dreinblickendes Gesicht<br />
und mein Körper</p>
<p>Ich will:<br />
Schön sein,<br />
Strahlen,<br />
Neidische Blicke ernten,<br />
Geliebt werden.</p>
<p>Sie kann mir geben, was ich mir ersehne.<br />
Dafür muss ich nur ihren Regeln Folge leisten.</p>
<p>Sie ist wie eine Sucht.<br />
Eine Sucht, die ich kontrollieren kann.<br />
Ich werde einwilligen und stark sein.</p>
<p>Sucht und Verstand im Kriegszustand.<br />
Nahrung ist Gift.</p>
<p>Ich lebe nicht, um zu essen, sondern esse, um zu leben.<br />
Mehr darf ich nicht.<br />
Achtsam muss ich sein, um die Kontrolle zu behalten.</p>
<p>Ich beherrsche die Sucht.<br />
Erst, wenn sie mich beherrscht, bin ich krank,<br />
aber ich bin nicht krank.<br />
Niemals werde ich krank sein.<br />
Ich bleibe gesund und erreiche mein Ziel.</p>
<p>Ein unaufhörlicher Kampf zwischen Zweifel und Akzeptanz.<br />
Doch noch darf ich nicht lieben, was ich bin.</p>
<p>Denn ich bin:<br />
Falsch,<br />
Hässlich,<br />
Fett<br />
und in keinster Weise liebenswert.</p>
<p>Kurz: Ein Fehler.</p>
<p>Ich kann nicht glücklich sein.<br />
Nicht, solange der Spiegel schreit.</p>
<p>-Eden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Die Sunrise Writers darüber, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/die-neue-perfektion-das-ich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>wie und wo</strong></a> uns überall Schönheitsideale begegnen.</li>
<li>Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/rap-song-fresskick/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a> geht&#8217;s zu einem kulinarischen Trip der besonderen Art mit den HeRoes.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Du bist schön.</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/du-bist-schoen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2017 08:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selfcare]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn wir eines wirklich brauchen in dieser Welt, dann definitiv mehr Liebesbriefe. Hier ein ganz besonderer von Mare, die immer wieder versuchen will, sich selbst zu lieben &#8211; nicht obwohl, sondern weil sie so ist, wie sie ist. Ganz egal, wie viele Rückschläge es auch geben mag und wie viele Normierungen es beinah unmöglich machen, sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn wir eines wirklich brauchen in dieser Welt, dann definitiv mehr Liebesbriefe. Hier ein ganz besonderer von Mare, die immer wieder versuchen will, sich selbst zu lieben &#8211; nicht obwohl, sondern <em>weil</em> sie so ist, wie sie ist. Ganz egal, wie viele Rückschläge es auch geben mag und wie viele Normierungen es beinah unmöglich machen, sich selbst zu akzeptieren. Start a revolution! </strong></p>
<p><span id="more-8595"></span></p>
<p>Liebesbriefe gibt es viele. Liebesgedichte auch. Ich möchte dich lieben, und es dir auch zeigen, aber es wäre zu leicht, Seiten über deine Schönheit zu schreiben, oder deinen wunderbaren Charakter, denn ich möchte mit dir alt werden und auch in deinen dunklen Stunden meine Zeit mit dir teilen. In den Momenten, in denen es schwerfällt, dich zu lieben. In denen du zeigst, dass auch ein Mensch, der perfekt wirken möchte, manchmal einfach nicht perfekt sein kann. Und ich möchte dich nackt sehen können, ohne dass du dich für dich schämen musst. Deshalb möchte ich dir sagen, wofür du wirklich schön bist.</p>
<p>Du bist so schön für deine Narben, denn sie erzählen Geschichten.<br />
Sie erzählen die Geschichte von dem kleinen Mädchen, das über jede Wiese rannte und auf jeden Baum kletterte und den Preis dafür mit so manchen blutigen Knien und aufgescheuerten Handflächen zahlen musste, aber immer war da die besorgte Mutter, die dem kleinen Mädchen aufhalf und auf die Wunde pustete, und dem Mädchen so beibrachte, immer wieder aufzustehen.</p>
<p>Sie erzählen die Geschichte von all den Malen, an denen sich dein Körper gegen dich wandte. Von all den roten Flecken auf deinem Körper, die dich nicht schlafen ließen. Von all Schmerzen und all den Ärzten, die dir Angst machten, aber halfen, dass die Schmerzen weggingen. Aber am Ende konntest du wieder aufstehen und das ist schön.</p>
<p>Du bist so schön für jedes Gramm Fett, das um Oberschenkel und Bauch schwabbelt und wabbelt. Rettungsringe, die, dich in stürmischen Zeiten über Wasser halten, denn sie erinnern dich an die Pizzen, die du mit Freunden in gemütlichen Runden oder vor dem Fernseher gegessen hast. Jeder Streifen steht für eine Mahlzeit. Vielleicht ein oder zwei Mahlzeiten zu viel, aber es waren Mahlzeiten, die du zu dir genommen hast. Jeder Streifen steht für einen Sieg. Jeder Zentimeter für eine Erinnerung. Und das ist schön.<br />
Du bist so schön für all die Stunden und Tage, die du in deinem Bett verbracht hast. Unfähig, dich zu bewegen. Unfähig aufzustehen. In einer stummen Umgebung mit lauten Gedanken, die dich anschreien und dich an all deine Fehler erinnern und dir sagen, wie wertlos du doch bist. Du bist nicht wegen all dieser Stunden und Tage schön (vielleicht waren es auch Wochen, für dich waren es jedenfalls Jahre). Du bist schön, weil du am Ende doch immer aufgestanden bist. Du bist aufgestanden und irgendwann wurden dadurch die Farben um dich herum wieder intensiver und du konntest wieder den Wind auf deiner Haut spüren und den Geruch von frischer Luft genießen. Du bist immer wieder aufgestanden und deshalb kannst du jetzt heute hier sein und das ist schön.</p>
<p>Du bist so schön für all die Male, an denen du ein schlechterer Mensch bist, als du es eigentlich gerne wärst und als die Leute, die du liebst, verdient hätten. All die Male, an denen du eifersüchtig bist, neidisch oder wütend und vielleicht auch Dinge sagst oder tust, die du nicht so meinst, denn dann fragst du dich, warum du das tust, warum du nicht ein besserer Mensch sein kannst und Dinge heil lassen kannst. In den Moment verstehst du dann, dass sich hinter all den lauten Emotionen ein verängstigtes Kind versteckt, dass doch nur Liebe und Sicherheit möchte, in einer Welt, die viel zu oft Angst macht. Dann reichst du dir die Hand und versuchst dir das alles zu geben und vielleicht machen wir es dann das nächste Mal besser. Und das ist schön.<br />
Sage ich mir, während ich vor dem Spiegel stehe.<br />
Revolutionen fangen bei uns selber an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Sexismus, Schönheitszwang und Co.: LizzyNet über Dinge, mit denen <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/netzheldin-dinge-mit-denen-jede-frau-im-internet-konfrontiert-wird/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Frauen* im Internet</strong></a> konfrontiert werden.</li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/07/ich-bin-richtig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ein Statement</strong></a> gegen den Stress mit der Körpernormierung, yay! Danke, Hollies. <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/netzheldin-dinge-mit-denen-jede-frau-im-internet-konfrontiert-wird/"><br />
</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schön und hässlich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/schoen-und-haesslich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2016 08:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Schönheit hängt nicht nur mit dem Aussehen zusammen, findet Michael von den story-tellern. Viele wichtiger ist, wie mensch sich anderen Menschen gegenüber verhält&#8230; Jemand, der einem nichts zutraut oder einen runterzieht, ist eine hässliche Erscheinung. Weil er sich hässlich verhält. Man muss ja bedenken, dass es von Mensch zu Mensch oft unterschiedlich ist, was man]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schönheit hängt nicht nur mit dem Aussehen zusammen, findet Michael von den story-tellern. Viele wichtiger ist, wie mensch sich anderen Menschen gegenüber verhält&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-7459"></span></p>
<p>Jemand, der einem nichts zutraut oder einen runterzieht, ist eine hässliche Erscheinung. Weil er sich hässlich verhält.</p>
<p>Man muss ja bedenken, dass es von Mensch zu Mensch oft unterschiedlich ist, was man gut kann und was nicht.</p>
<p>Ein Mensch mit einem sehr hohen IQ ist nicht automatisch klüger als andere.</p>
<p>Wenn jemand mit einem sehr hohen IQ das behauptet, ist er alles andere als klug. Er bringt damit eine hässliche Ansicht zu Tage. Er ist dann hässlich in seinen Gedanken.</p>
<p>Bei Schönheit darf man nicht immer nur auf das Äußere schauen.</p>
<p>Sondern auch darauf, wie jemand auf einen insgesamt wirkt.</p>
<p>Es gibt auch innere Schönheit.</p>
<p>Wenn man neben einem Fremden in der Bahn sitzt, der einen unangenehmen Geruch hat, kann es für einen selber unangenehm sein. Da wäre es vielleicht ratsam sich woandershin zu setzen, falls woanders ein Platz frei ist. Dem Fremden ins Gesicht zu sagen, dass er stinkt, wäre vielleicht nicht ratsam, weil man ja nicht weiß, wie er darauf reagiert. Wenn man nun mit einer Person sehr vertraut ist und die immer einen unangenehmen Geruch aufweist, kann man sie natürlich darauf aufmerksam machen. Man muss ja nicht unbedingt gleich laut sagen: Du stinkst! Dann äußert man sich vielleicht hässlich.</p>
<p>Michael Schumacher</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auf die Frage “Bin ich schön?” kann es nur eine Antwort geben: Ja! Warum, das lest ihr in <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/die-neue-perfektion-das-ich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>Die neue Perfektion des ICH</u> </a></li>
<li>In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/schoenheit-eine-zugabe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>Schönheit – eine Zugabe</u></a> fühlt Dominik dem männlichen Schönheitsideal auf den Zahn.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eigentlich müsste ich&#8230;</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/eigentlich-muesste-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 07:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2017]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf dem #gelände17 ist einiges passiert: Es wurde getanzt, gesungen, gerappt, gemalt, Theater gespielt und es wurden Videos gemacht. Außerdem wurde viel diskutiert, zum Beispiel über Rollenbilder, Klischees, Ungerechtigkeiten und Visionen für ein angenehmeres Zusammenleben. Der Konsens: Eigentlich müssten wir uns doch nur gegenseitig achten und akzeptieren. Eigentlich&#8230;  Mehr dazu: Einige Impressionen vom #gelände17 findet]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf dem #gelände17 ist einiges passiert: Es wurde getanzt, gesungen, gerappt, gemalt, Theater gespielt und es wurden Videos gemacht. Außerdem wurde viel diskutiert, zum Beispiel über Rollenbilder, Klischees, Ungerechtigkeiten und Visionen für ein angenehmeres Zusammenleben. Der Konsens: Eigentlich müssten wir uns doch nur gegenseitig achten und akzeptieren. Eigentlich&#8230;</strong><strong> </strong><span id="more-9752"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Einige Impressionen vom #gelände17 findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/08/gelaende17/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in diesem Video</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Eigentlich <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/reifen-wechseln/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>wechseln Mädchen ja keine Reifen</strong></a>. Eigentlich… 😉</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Körperlichkeit im Sport</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/koerperlichkeit-im-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 07:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Ilona studiert Sport und ist mit dem Thema Körperlichkeit allein deshalb immer wieder beschäftigt. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen, wie Frauen und Männer im Sport mit Körperlichkeit und Schönheitsidealen umgehen und ob es Unterschiede gibt.  Mehr dazu: Hier lest ihr ein Interview von Lilith mit Melanie Fink, Co-Trainerin im Männerfußball. Und in diesem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ilona studiert Sport und ist mit dem Thema Körperlichkeit allein deshalb immer wieder beschäftigt. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen, wie Frauen und Männer im Sport mit Körperlichkeit und Schönheitsidealen umgehen und ob es Unterschiede gibt.</strong><strong> </strong><span id="more-10387"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier lest ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/melanie-fink/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ein Interview</strong></a> von Lilith mit Melanie Fink, Co-Trainerin im Männerfußball.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/11/ich-geschlecht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in diesem Text</strong> </a>erzählt Mare, wie sie Geschlechterklischees überwindet.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zahlen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/zahlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2016 07:42:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=7354</guid>

					<description><![CDATA[Kleidergröße, Gewicht, BMI: An diesen Zahlen wird bemessen, ob ein Körper der Norm entspricht, oder nicht. Das eigene Körperbild, die Eigen-und Fremdwahrnehmung in der heutigen medial geprägten Welt. Warum der weibliche Körper immer stärker unter Druck gerät und das für einige zur Lebensgefahr werden kann. Ich muss babysitten. Naja, vielleicht trifft es babysitten nicht so]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kleidergröße, Gewicht, BMI: An diesen Zahlen wird bemessen, ob ein Körper der Norm entspricht, oder nicht. Das eigene Körperbild, die Eigen-und Fremdwahrnehmung in der heutigen medial geprägten Welt. Warum der weibliche Körper immer stärker unter Druck gerät und das für einige zur Lebensgefahr werden kann.<br />
</strong></p>
<p><span id="more-7354"></span></p>
<p>Ich muss babysitten. Naja, vielleicht trifft es babysitten nicht so ganz. Mein hyperaktives Gegenüber ist immerhin schon 8 Jahre alt und kann nicht aufhören, über ihre Lieblingsdisneyfilme zu sprechen. Um nicht zum nun zehnten Mal an diesem Abend „Let It Go“ hören zu müssen, lasse ich mir von ihr ihre Büchersammlung zeigen. „Was ist denn dein Lieblingsbuch?“, frage ich sie, während sie mich stolz rumführt. „Der kleine Prinz!“, sagt sie mir breit lächelnd. Ich gehe zu meiner Tasche und hole das Buch heraus, das ich gerade lese – es ist das gleiche.</p>
<p>Es gibt viele Gründe, den kleinen Prinzen immer und immer wieder zu lesen. Für mich ist ein Grund dieses Zitat:</p>
<p>„Die großen Leute lieben nämlich Zahlen. Wenn ihr euch über einen neuen Freund unterhaltet, wollen sie nie das Wesentliche wissen. Sie fragen dich nie: »Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?« Sie wollen lieber wissen: »Wie alt ist er? Wie viele Brüder hat er? Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater?« Erst dann werden sie glauben, ihn zu kennen. Und wenn ihr den großen Leuten erzählt: »Ich habe ein sehr schönes Haus mit roten Ziegeln gesehen, mit Geranien vor den Fenstern und Tauben auf dem Dach …« werden sie sich das Haus nicht vorstellen können. Ihr müsst vielmehr sagen: »Ich habe ein Haus gesehen, das hunderttausend Franken wert ist.« Dann kreischen sie gleich: »Oh, wie schön!«“</p>
<p>Das ist ein Zitat, das bei mir besonders hängen geblieben ist und im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung bekommen hat. Ich setze mich auf das Sofa und lasse meine Cousine in ihre eigene Glitzerwelt versunken Puppen spielen. Während ich sie so dabei beobachte, wundere ich mich, was sie so aus dem Buch für sich später mitnehmen wird und ob sie die Bedeutung dieses Zitates schon verstehen kann und es ihr dabei helfen kann, einige Fehler zu vermeiden.</p>
<p>Vielleicht.</p>
<p>Vielleicht auch nicht.</p>
<p>Vielleicht wird sie ihr eigenes Selbstwertgefühl trotzdem von Zahlen abhängig machen, die gar nichts über sie aussagen.</p>
<p>Vielleicht wird später in der Umkleidekabine stehen. Aus Kindergrößen ist erst 32 geworden. Dann 34, 36, vielleicht auch 38, 42, 44 oder auch mehr. Vielleicht wird mit dem Größerwerden ihrer Kleidung auch ihr Ekel größer werden und sie wird mit einer zu kleinen Jeans in der Umkleide stehen, in der Hoffnung, dass sie doch noch passt. Dann wird sie versuchen, sich die Hose anzuziehen, obwohl sie eigentlich weiß, dass es vergeblich ist und in dem Moment, in dem der Knopf nicht zugeht und Haut und Hüftfett aus dem viel zu engen Hosenbund quillt, wird sie wütend werden auf die Spiegel, die in jeder Umkleidekabine stehen und sich wünschen, nie wieder shoppen gehen zu müssen, einfach um nie wieder in einen Spiegel gucken  und dieses widerliche, widerliche Fett sehen zu müssen und sich eingestehen zu müssen, dass sie wieder eine Kleidergrößer größer tragen muss.</p>
<p>Vielleicht wird sie sich dann abends im Badezimmer einschließen und dann komplett ausziehen. Hose, Oberteil, Socken, selbst die Unterwäsche und alles an Schmuck, was sie am Körper trägt, um das Ergebnis bloß nicht zu beeinflussen. Dann wird sie sich wie schon jeden Abend dieser Woche auf die Waage stellen. Vielleicht wird sie sich freuen, dass der Zeiger ein bisschen mehr Richtung 0 geht, und das, obwohl sie eigentlich in einem Alter ist, in dem sie jeden Tag ein Stückchen größer und breiter wird. Wahrscheinlich wird die Freude beim Gedanken an die zu kleine Jeanshose dann aber schnell verfliegen. Nicht genug. Es ist immer noch nicht genug. Die Zahl auf der Waage ist immer noch viel zu hoch und sie immer noch viel zu fett. Sie wird sich dann aber trotzdem vor den Spiegel stellen und sich dafür mutig finden, denn eigentlich will sie das alles eigentlich gar nicht sehen, aber sie muss sich der Wahrheit stellen, wenn sie an sich arbeiten will und die Wahrheit, ja die Wahrheit ist die Haut an ihrer Hüfte, die sie langziehen wird und ihre Oberschenkel, die sich immer noch berühren, und ihre Arme, die so eklig wabbeln, wenn sie den Arm hebt und noch fetter aussehen, wenn sie sie vor der Brust verschränkt. Das sollte sie nicht mehr in der Öffentlichkeit machen.</p>
<p>Vielleicht werden all diese Zahlen sie daran hindern, eine richtige Bindung mit anderen Menschen einzugehen. Vielleicht wird es ihr schwer fallen, andere Mädchen in ihrer Komplexität wahrzunehmen, denn für sie gibt es zwei Kategorien, die ihren: dicker als sie und dünner als sie – oder auch: „Zum Glück bin ich nicht so!“ oder „So will ich werden!“. Letztere lernt sie vielleicht vor allem im Internet kennen. Auf Tumblr oder Instagram oder welche Plattform auch immer gerade in ist, wenn sie alt genug ist. Dort, wo „Ana“ ihre beste Freundin ist, und „Ana“, das sind nicht die, deren Oberschenkel sich berühren und deren Arme so eklig wabbeln, sondern jeder mit diesen wunderschönen Schlüsselbeinen, die hervorstehen.</p>
<p>Hunger als Machtgefühl, Macht über den eigenen Körper. Magersucht als Sucht, die ihr zuflüstert, dass sie die Kontrolle noch behält, ja, dass sie mehr Kontrolle hat als jemals zuvor, solange sie nur stärker ist als der Hunger. Und wenn der Hunger dann doch einmal stärker ist, dann sind da ihre Freunde im Internet, die ihr helfen. Die ihr sagen, was sie tun muss, um stärker zu werden als ihr Körper. Vielleicht wird sie dann an der Toilettenschüssel stehen, und alles versuchen, um dieses gottverdammte Essen wieder aus ihrem Körper zu bekommen. Vielleicht wird der klassische Finger im Rachen nichts bringen, denn zu sehr will das Essen in ihrem hungrigen Körper bleiben. Würgen. Tränen. Nichts. Vielleicht wird sie dann das gesamte Reportoire ausprobieren, das ihr die anderen empfohlen haben. Trick um Trick. Das Beste aus dem machen, was so da ist. Vielleicht wird das Essen dann trotzdem in ihrem Magen bleiben und sie wird aus dem Badezimmer stolpern, eine Hand an der Wand gestützt, denn ihre Beine zittern und in ihrem Kopf ist da dieser Nebel und ihr Körper ist geschunden. Vielleicht wird sie sich fragen, ob sie es mit ihrem Körper diesmal zu weit getrieben und ihre Beine werden mit jedem Schritt etwas mehr zittern, während sie sich fragt, ob es das jetzt wohl war, und sie muss sich vorstellen, wie ihre Eltern sie finden, wie sie auf dem Boden liegt und sich nicht mehr bewegt und der Krankenwagen wird gerufen und sie würden es ja nicht verstehen, sie würden es nicht verstehen, wie viel leichter sich die Welt anfühlt, wenn man doch nur selber leicht wäre, und sie würden es nicht verstehen und sie entsetzt angucken und sich fragen, wer die Schuld hat und wo die Schuld ist, wo alles schief gegangen ist, aber sie werden nicht verstehen, wie viel leichter es doch wäre, und wahrscheinlich wäre es leichter, wenn ihre Beine jetzt die Kraft aufgeben würde und ihre Eltern den Krankenwagen rufen, aber sie müsste sich nie mit ihren Fragen auseinandersetzen, denn vielleicht wäre es einfacher, wenn sie dann einfach schon tot wäre.<br />
Vielleicht wird sie das in dem Moment denken.</p>
<p>Vielleicht.<br />
Vielleicht auch nicht.<br />
Hoffentlich nicht.</p>
<p>Ich gucke ihr weiter beim Spielen zu, klatsche begeistert an den richtigen Stellen und gleichzeitig wünsche ich mir, dass sie einen einfacheren Weg haben wird als ich. Meine Waage steht verstaubt im Keller. Zu schwer wiegt noch die Last der Zahlen auf mir, als dass ich sie wieder abstauben und nach oben holen würde. Ich habe schon ganz viele erste Schritte gemacht, aber es ist ein langsamer Prozess. Ich frage mich selber immer noch viel zu oft nach Zahlen, anstatt mich die wirklich wichtigen Fragen zu stellen. „Bin ich mit mir und meinem Umfeld glücklich? Wie sehr im Reinen bin ich mit mir selbst? Was könnte ich noch tun, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen? Zeige ich den Menschen, die mir wichtig sind, das auch oft genug? Wie kann ich etwas mehr Liebe in die Welt bringen? Wonach riecht eigentlich Glück?“ Das sind Fragen, die es sich zu stellen lohnt, aber egal wie ich sie beantworte – mein Wert als Mensch bleibt unantastbar. Die Waage bleibt noch eine Weile im Keller – zumindest so lange wie die Zahlen auf ihr für mich mehr Wert sind als bloße Information.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Anerkennung: Das erhofft sich Sarah, wenn Sie Bilder von ihrem Körper online postet. Doch die Glücksgefühle, die ihr die Likes bescheren, sind nur von kurzer Dauer. Mehr dazu lest ihr in ihrem Text <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/genuss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><u>Genuss</u>.</a></li>
<li>“Wäre es nicht herrlich, wenn die neue Perfektion das ICH wäre?” Gedankensammlers Gedanken zu Körpernormen und Schönheitsidealen lest ihr in <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/die-neue-perfektion-das-ich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die neue Perfektion des ICH</a>.</u></li>
</ul>
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		<title>Die neue Perfektion das ICH</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/09/die-neue-perfektion-das-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2016 06:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
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					<description><![CDATA[Schönheitsideale begegnen uns jeden Tag: auf Plakaten, im Internet, auf Magazincovern. Eine gefotoshopte Scheinwelt, über die Gedankensammler nur den Kopf schütteln kann&#8230; Makellos. Das perfekte Gesicht. Kein einziger Makel. Strahlend weiße Zähne, volle Lippen, ideal geformte Nase, klare, strahlende Augen und ein lupenreiner Teint. Das perfekte Gesicht. Es starrt einen an. Blickfang des Magazins. Doch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schönheitsideale begegnen uns jeden Tag: auf Plakaten, im Internet, auf Magazincovern. Eine gefotoshopte Scheinwelt, über die Gedankensammler nur den Kopf schütteln kann&#8230; </strong></p>
<p><span id="more-7214"></span></p>
<p>Makellos. Das perfekte Gesicht. Kein einziger Makel. Strahlend weiße Zähne, volle Lippen, ideal geformte Nase, klare, strahlende Augen und ein lupenreiner Teint. Das perfekte Gesicht. Es starrt einen an. Blickfang des Magazins. Doch schaut man genauer hin, dann ist das Gesicht nicht mehr so perfekt; die Augen strahlen nicht mehr. Es wirkt alles künstlich, nicht echt, nicht menschlich und doch ein Blickfang. Wahrscheinlich das das Idealbild vieler Leute. Machen kleine Makel, Ecken und Kanten den Menschen nicht aus? Wird man dadurch nicht menschlich?</p>
<p>Eine Welt in der alle perfekt wären und der Norm entsprächen. Einfältig. Eintönig. Einfallslos. Das Geheimnis einzelner Mensch ein offenes Buch mit Interpretationsvorgabe. Hobbies, Talente, Gedanken und Gefühle nicht mehr persönlich, sondern ein gesellschaftliches Konstrukt. Narben. Keine Narben mehr. Ein Leben in einer Luftblase; die Utopie in Person.</p>
<p>Wir sind doch alle Individuen, jeder für sich. Das facettenreichste Kunstbild. Keiner ist gleich. Jeder denkt anders, ist anders. Das unerforschteste Geheimnis. Ein Leben auf einer Welt, doch nicht im selben Dorf. Die Einflüsse könnten verschiedener nicht sein. Jeder noch so kleine Moment beeinflusst den Menschen, wenn auch nur unbewusst. Jedes Lächeln, jedes Gespräch, jeder Augenblick.</p>
<p>So viele streben danach, perfekt zu sein, dem Idealbild der Gesellschaft zu gefallen. Einen Schein aufrecht erhaltend, Schauspiel des Lebens.</p>
<p>Narben kann man nicht verstecken, nur vertuschen. Bedeckend von einem Stückchen Stoff. Augen kann man nicht verstecken, höchstens hinter verspiegeltem Sonnenbrillenglas. Schaue man einem Menschen tief in die Augen, sieht man den verborgenen Schatz, die Emotionen, Erlebnisse und Narben. Augen, die komplexe Geschichten erzählen, deren weiterer Verlauf ungewiss ist.</p>
<p>Das perfekte Gesicht auf dem Cover der Zeitschrift. In die Augen blickend, keine Gefühle erkennbar, einzig das Blitzlicht des Fotoapparates. Im Gesicht auch nur künstliche Emotionen. Trostlos, leer und grau wirkt das Gesicht des von Photoshop bearbeiteten Menschen. Das ist nicht echt.</p>
<p>Sollte nicht jeder Mensch leben und lebendig sein? So sein, wie man ist? Ohne verstörende Blicke im Nacken zu spüren. Wäre es nicht herrlich, wenn die neue Perfektion das ICH wäre? Kunterbunte Farbenprachten das Leben erhellen, ausgehend vom Menschen wie du und ich. Von der Norm abweichen Normalität ist. Eine Vielseitigkeit der Einfachheit existiert. Nicht ständig die Gedanken an die Intoleranz mancher Menschen alles bedecken, sondern leben glücklich sein heißt.</p>
<p>Verfasser*in: Gedankensammler am 16.06.2016</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Ein perfektes Bild abgeben – das will auch die Hauptfigur in Sarahs Kurzgeschichte <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/genuss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Genuss.</a></u></li>
</ul>
<ul>
<li>In <u>Schönheit – eine Zugabe</u> begegnet Dominik dem Thema Perfektion mit Humor.</li>
</ul>
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		<title>Wer schön sein will, muss lesen!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/06/wer-schoen-sein-will-muss-lesen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2016 06:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[GNTM]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie würde unsere Welt eigentlich aussehen, wenn Schlau das neue Schön wäre? Sexismus ade? Ein Millionenpublikum bei Lesebühnen und Poetry Slams, statt vor der Glotze bei GNTM? Fee stellt unsere vom Schönheitswahn geprägte Welt in ihrem neuen Video ordentlich auf den Kopf. Weiterführende Links: „Ich finde das überhaupt nicht gut und werde dir jetzt erklären,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie würde unsere Welt eigentlich aussehen, wenn Schlau das neue Schön wäre? Sexismus ade? Ein Millionenpublikum bei Lesebühnen und Poetry Slams, statt vor der Glotze bei GNTM? Fee stellt unsere vom Schönheitswahn geprägte Welt in ihrem neuen Video ordentlich auf den Kopf.</p>
<p><span id="more-6746"></span></p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li>„Ich finde das überhaupt nicht gut und werde dir jetzt erklären, warum!“ oder <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/02/sexistische-kackscheisse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">„Sexistische Kackscheiße“</span></a>. Ein Beitrag von Fee.</li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/schoenheitswahn-warum-tut-man-sich-das-an/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Warum tun wir uns diesen Schönheitswahn überhaupt an?</span></a> Ein Poem von Julia aus dem Poetry-Slam-Workshop von Fee &amp; Dominik für meinTestgelände.de.</li>
<li>Hier geht es zur <a href="https://www.facebook.com/FeePoetrySlam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Facebook-Fanpage</span></a> der Künstlerin Fee.</li>
</ul>
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		<title>Schönheitswahn &#8211; Warum tut man sich das an?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/05/schoenheitswahn-warum-tut-man-sich-das-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[10BS QUEENS]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2016 07:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Warum tut man sich das an, in einer Welt, in der man ICH sein kann?&#8220;. Poetry Slammerin Julia fragt sich, wohin einen der Schönheitswahn im Leben bringt. Ihr Beitrag entstand im Rahmen eines Poetry Workshops mit Fee und Dominik. Mehr dazu: Wie Elif von den Siblings über das Anderssein denkt, erzählt sie dir im Video.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Warum tut man sich das an, in einer Welt, in der man ICH sein kann?&#8220;. Poetry Slammerin Julia fragt sich, wohin einen der Schönheitswahn im Leben bringt. Ihr Beitrag entstand im Rahmen eines Poetry Workshops mit Fee und Dominik.</strong></p>
<p><span id="more-6589"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Wie Elif von den Siblings über <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/poetry-slam-text-anders-sein/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">das Anderssein denkt</span></a>, erzählt sie dir im Video.</li>
<li>Bis hierhin ging es noch gut. <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/poetry-slam-text-bis-hierhin-ging-es-noch-gut/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Ein Poem von Ozan</span></a></li>
<li>Fee auf der TEDx in München mit ihrem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2pYUQzs3wYE" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">„Pick Me Up Poem“</span></a>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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