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	<title>Vorurteile &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Vorurteile &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Verwöhntes Einzelkind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 11:38:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Einzelkind]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Johanna ist Einzelkind und daher mit vielen Vorurteilen konfrontiert. EIn Grund, sich dem Thema mal intensiver zu widmen. Als männliches Einzelkind hat man es laut nordamerikanischen Studien besonders schwer: Sie werden zumeist von ihren Vätern als Einzelkind in der traditionellen patriarchalen Geschlechtsrolle erzogen und damit ihrer Selbstverwirklichungsmöglichkeiten beraubt. Dies erfolge vor allem seitens des männlichen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Johanna ist Einzelkind und daher mit vielen Vorurteilen konfrontiert. EIn Grund, sich dem Thema mal intensiver zu widmen.</strong><span id="more-15782"></span></p>
<p>Als männliches Einzelkind hat man es laut nordamerikanischen Studien besonders schwer: Sie werden zumeist von ihren Vätern als Einzelkind in der traditionellen patriarchalen Geschlechtsrolle erzogen und damit ihrer Selbstverwirklichungsmöglichkeiten beraubt. Dies erfolge vor allem seitens des männlichen Elternteils. Wenn die Mutter dann in der Beziehung interveniert, ergebe sich häufig eine Konfliktsituation, dadurch dass sich Mütter liberaler zeigen würden als ihr Lebenspartner – die Erziehung erfolgt auf gegensätzliche Weise. Männer würden sich bei der Geburt eines Sohnes in ihrer Identität und Persönlichkeit bestätigt fühlen. Die aufkommende vom Einzelkind empfunden Konfliktsituation würde von den männlichen Einzelkindern im Grundschulalter zunehmend weniger wahrgenommen werden, da sie sich mehr am Vater mit seinen Wünschen und Vorgaben orientieren würden. Es entsteht beidseitig eine Übereinstimmung des Geschlechts, über die sich beide als Geschlechtsgenossen in ihrem Verhalten anpassen: Der Vater will ein gutes, männliches Vorbild sein und der Sohn möchte ihm in seinen Ansprüchen genügen. Bei weiblichen Kindern, die als Einzelkinder aufwachsen, sieht sich der Vater weniger in der Erzieherrolle. Soweit die Studienlage&#8230;<br />
Es ist dennoch schade, wenn scheinbar offensichtliche Schlussfolgerungen mit fehlenden Erfahrungen gezogen werden. Warum sollte ein Einzelkind weniger sozialisiert sein als Kinder aus Haushalten mit Geschwistern? Die verbreitete Annahme ist, dass Einzelkinder öfters alleine sind und das schnell einsam machen könne. In meinem Leben bedeutet das Aufwachsen als Einzelkind viel Zeit mit meinen Eltern und Zeit mit Freunden, wenn auch weniger mit letzteren. Grundlegend für die Bildung meiner Persönlichkeit waren sicherlich meine Erziehung und Kontakte zu Gleichaltrigen (Peergroups) in Kindergarten, Grundschule und in der weiterführenden Schule, auch wenn ich schon früh Verantwortung übernehmen musste und durchaus das Alleinsein und mit-mir-selbst-auskommen gelernt habe. Hier kam längst eine gleichwertige Sozialisierung zustande. Gerne Kontakt suche ich seit meinem Jugendalter zu tendenziell Älteren. Wahrscheinlich auch, weil meine Eltern für mich als Einzelkind immer meine ersten Bezugspersonen auf Augenhöhe waren und ich mit ihrem Alter eine gewisse Vertrautheit, Freundschaft und ein Verstandenwerden und mir selbst ein verstehen können anmaße. Bei Treffen in der Gruppe brauche ich zumeist viel Zeit zur Eingewöhnung, blühe aber schnell auf, wenn ich mich wohl fühle und Freude an den Kontakten und der Resonanz im Außen habe.<br />
Eine Studie aus China (Southwest University in Chongqing) fand sogar heraus, dass Einzelkinder tendenziell kreativer seien als Geschwisterkinder, da sie häufiger ihre Freizeit selbst gestalten müssen oder lernen müssen, sich allein zu bespaßen. Aber auch ihre Hirnstruktur lässt auf gute Sprachfähigkeiten schließen. Zudem würden sie weniger graue Zellen im frontalen Kortex als Geschwisterkinder aufweisen. Das ist der Bereich im Gehirn, der für die Regulierung von Emotionen zuständig ist. Laut Ann Layborn (Uni Glasgow) würden sie häufiger krank und übergewichtig sein, durch den vielen Austausch mit ihren Eltern aber sprachgewandter.<br />
Was ich oft ungefragt hören musste ist, dass der erste Eindruck von mir von Arroganz geprägt gewesen sei. Warum weiß ich bis heute nicht. Oft wirkt man als stiller Zuschauer im Klassenzimmer scheinbar als würde man sich besser als alle anderen fühlen – überlegener? Verstanden habe ich diese charakterisierende Folgerung nie und verletzen tut sie auch. Als Einzelkind mit alleinerziehendem Elternteil kommt außerdem hinzu, dass jene Kinder zumeist eine elterliche Funktion und ihre Aufgabe übernehmen müssen (Zuhörer sein, Organisation und erhöhte Unterstützung im Alltag).<br />
Was können wir als Gesellschaft aus diesen Ergebnissen mitnehmen? Meine Beobachtungen und Studien zeigen Tendenzen, nach denen sich die Entwicklung von Einzelkindern vollziehen KANN. Sie zeigen wohl eher Regel- als Sonderfälle und umfassen jeweils nur eine kleine Gruppe von Probanden (ca. 300-500), die mit einer Vergleichsgruppe in bestimmten Bereichen gemessen wird. Einflussfaktoren wie die Situation der Eltern (Ehe, Partnerschaft und Trennung) und ihr Vorkommen in unterschiedlichen Altersklassen der Kinder sollten ebenso berücksichtigt werden, da sie sowohl für Einzel- als auch Geschwisterkinder eine große Veränderung, einen Einschnitt, bedeuten. Auch hier zeigen Studien, dass Einzelkinder tendenziell mehr unter einer Trennung der Eltern leiden, vielleicht weil sie ihr Leid oder ihre Gedanken dann schwer Jemandem mitteilen können. Aber auch hier entscheidet die Persönlichkeit.<br />
Ich finde, wir sollten den Blick immer auf das Individuum richten. Im Kontakt mit Einzelkindern kann man diese Rahmeninformationen aber für eine automatische erste Einschätzung im Hinterkopf behalten – sollte dann aber nicht überrascht sein, wenn die Realität auch anders aussehen kann.<br />
Geschlecht und Erziehung sind zwei zu einander gehörende Attribute über die wir in unserer ersten Einschätzung einer Person reflektieren sollten.</p>
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		<title>(Don&#8217;t) Call the doctor</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/dont-call-the-doctor/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2021 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Höchste Zeit für eine neue Kolumne von Ika! Und zwar wieder mal mit einem sehr wichtigen Thema. Ärzt*innen und Mediziner*innen mangelt es viel zu oft nicht nur an ausreichend Kenntnissen zum Thema Inter* oder auch Trans*, sondern vor allen Dingen auch an Sensibilität und Empathie. Warum wird bei Unsicherheit nicht einfach nachgefragt? Warum werden persönliche]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Höchste Zeit für eine neue Kolumne von Ika! Und zwar wieder mal mit einem sehr wichtigen Thema. Ärzt*innen und Mediziner*innen mangelt es viel zu oft nicht nur an ausreichend Kenntnissen zum Thema Inter* oder auch Trans*, sondern vor allen Dingen auch an Sensibilität und Empathie. Warum wird bei Unsicherheit nicht einfach nachgefragt? Warum werden persönliche Grenzen nicht respektiert? Warum werden Körper, die nicht der vorgegebenen und auswendig gelernten &#8222;Norm&#8220; entsprechen, exotisiert? All das und noch viel mehr fragt sich Ika in diesem Text.</strong></p>
<p><span id="more-12795"></span></p>
<p>Die erste Person, die mir hätte mitteilen können, dass ich nicht Junge oder Mädchen bin, war eine Gynäkologin.<br />
Aber statt mir zu sagen, dass ich Inter* bin und dass es völlig okay ist Inter* zu sein<br />
hat sie nur von einem „genetischen Defekt“ gesprochen.<br />
Hat Krankheits- und Syndrome-Begriffe genannt, die so gar nicht zu dem Bild was ich von mir selber hatte passten und mich dabei angeguckt als wäre ich ein Monster.</p>
<p>Vor 4 Jahren war ich bei einem Betriebsarzt. Ich sollte mein Shirt ausziehen und habe das getan. Er guckt mich an und meint: &#8222;Ja also – äh, Ihre Brust – hat die schonmal wer untersucht – also ich meine….&#8220;<br />
Ich sage: &#8222;Ich bin trans*, die ist schon ok so.&#8220;<br />
Er fragt: &#8222;Ja – aber Sie wirken ja schon eher männlich, also wann leben Sie das dann aus?&#8220;<br />
Ich sage: &#8222;Jetzt. Ich bin Transmann. Und auch Intersex.&#8220;</p>
<p>Der Arzt guckt immer länger und aufdringlicher und ist wohl froh, so etwas, also mich, mal in Echt zu sehen.<br />
Er meint das sei ja alles so spannend – und will wissen<br />
– &#8222;Also schlafen Sie dann jetzt eigentlich mit Männern oder Frauen?&#8220;<br />
Ich ignoriere die Frage – obwohl ich wohl am besten geantwortet hätte: Selbstverständlich nur mit anderen Zwittern.</p>
<p>Stattdessen redet er weiter mit sich selbst über meinen Körper. &#8222;Das ist ja bemerkenswert &#8211; weil also auf den ersten Blick merkt man ja gar nichts – und dann &#8211; also Sie können das dann auf der Arbeit sicher auch gut verstecken.&#8220;<br />
Ich glaube, das sollte ein Kompliment sein.<br />
Eigentlich konnte vor allem er seine Professionalität sehr gut verstecken.</p>
<p>Vor zwei Jahren war ich zu einer Leberuntersuchung an der Uniklinik – und wurde als erstes laut als Frau aufgerufen und dann von allen im Wartezimmer wegen meinem Bart angestarrt.<br />
Der Arzt ist jetzt auch überfordert und unsicher – aber anstatt das einfach zuzugeben schnauzt er mich an und meint: &#8222;Ja- Herr – Frau – woher soll man da auch wissen, wie man Sie jetzt ansprechen soll.&#8220;</p>
<p>Später dann will er wissen ob ich denn die Brust noch noch operieren will und findet, es sei ja schon besser sowas dann auch komplett durchzuziehen.<br />
Ich versuche seine ungebetenen Ratschläge zu ignorieren und mein Inter*Trans* sein zu erklären, aber er hört gar nicht wirklich zu.</p>
<p>Dann fängt er auch nach meiner Heimat zu fragen. Nachdem wir also schon zusammen meine Genitalien diskutiert haben – obwohl ich ihn gar nicht kenne und er natürlich nichts von sich erzählt – möchte er jetzt auch noch meine ganze Familiengeschichte erfahren. Ich gehe nie wieder zur Leber-Untersuchung.<br />
Dafür mache ich mir – nicht zum ersten Mal – Gedanken über das Thema Inter* in der Medizin.</p>
<p>In unserer Gesellschaft haben Ärzt*innen eine ziemliche Machtposition.<br />
Für manche sind sie wie Halbgötter in Weiß.<br />
Noch immer sind es Ärz*innen, die Inter* als Krankheit definieren. Die Kinder ungefragt an den Genitalien operieren oder Hormone verabreichen ohne darüber aufzuklären.</p>
<p>Ärtzt*innen lernen im Studium: Genau so sieht ein &#8222;normaler&#8220; Mensch aus. Alles andere ist ein Problem.<br />
Dann wird auswendig gelernt, was bei welcher Abweichung zu tun sei, damit alles wieder &#8222;normal&#8220; wird.</p>
<p>Sicher gibt es mittlerweile auch ein paar Progressive in der Medizin, die das anders sehen, aber die Mehrheit glaubt: &#8222;Inter* ist eine Krankheit . Und es ist Aufgabe der Medizin sie zu heilen. Auch wenn diese &#8222;Heilung&#8220; aus Narben und Trauma und Scham besteht, ist das immer noch besser, als einen Körper zu haben, ohne Narben, der aber offensichtlich Inter* ist.&#8220;</p>
<p>Auch wenn es ein großer Erfolg war, dass es endlich einen dritten Geschlechtseintrag gibt, hat es traurig und wütend gemacht, dass wieder ausgerechnet Mediziner*innen entscheiden und begutachten sollen, wer denn jetzt Inter* genug ist. Obwohl es laut Medizin ja eigentlich gar keine Inter* gibt, sondern nur viele verschiedene Syndrome und Diagnosen von Leuten die alle eigentlich Männer* oder Frauen* seien, nur eben mit Abweichungen, die es zu korrigieren gilt.</p>
<p>Aber auch abgesehen von dem spezifischem Inter* Thema ist mir bei vielen Kontakten mit Ärzt*innen folgendes aufgefallen: Sie alle lernen wohl sehr viele Latein-Vokabeln im Studium, aber scheinbar gibt es kein einziges Seminar zu Empathie. Keine einzige Schulung darin, ein freundliches Gespräch mit Patient*innen zu führen.</p>
<p>Oder die Mediziner*innen, die ich getroffen habe, haben alle ausgerechnet dieses Seminar verpasst.<br />
Jedenfalls bin ich wütend. Viele andere Inter* auch. Weil es Zeit wird, dass auch Mediziner*innen unsere Körper respektieren. Und nicht daran herum experimentieren.</p>
<p>Das biologische Geschlecht ist komplexer als die meisten glauben.<br />
Hormone, Chromosonen, innere und äußere Anatomie spielen eine Rolle.<br />
Im Übrigen ist jeder Mensch als Embryo Inter* und fast alle Menschen haben sowohl Testosteron als auch Östrogen im Blut.</p>
<p>Es gibt soviel Unwissen zu dem Thema biologisches Geschlecht, dass ich einmal, nachdem ich mich als Inter* geoutet habe, von einer Person gefragt wurde: &#8222;Ja und welche Farbe hat dann dein Blut?&#8220;<br />
Es ist Rot. Leider gibt es kein Regenbogenfarben-Inter*-Blut, womit ich angeben könnte.<br />
Es glitzert auch nicht im Dunkeln.</p>
<p>Denn obwohl unsere Körper so exotisiert werden gilt ja: eigentlich sind die Ähnlichkeiten zwischen Inter* und Endo (nicht Inter*) Körpern sehr viel größer als die Unterschiede.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ikas Musikempfehlung: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_37YRkp4hIQ" target="_blank" rel="noopener"><strong>Ein toller RiotGrrrl Song dazu</strong></a>.</li>
<li>Alle Texte von Ika findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/ika/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Passing Probleme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2020 07:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum Ika irgendwann angefangen hat, zu sagen, &#8222;vom Pluto&#8220; zu kommen, und was das mit Rassismus und Passing Problemen zu tun hat, das erklärt euch dieser neue Text. Wie immer ein kraftvolles Plädoyer dafür, dass wir unbedingt auch an uns selbst arbeiten müssen, um Klischees und Vorurteile zu verlernen, um uns zu verbünden, denn: &#8222;No]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum Ika irgendwann angefangen hat, zu sagen, &#8222;vom Pluto&#8220; zu kommen, und was das mit Rassismus und Passing Problemen zu tun hat, das erklärt euch dieser neue Text. Wie immer ein kraftvolles Plädoyer dafür, dass wir unbedingt auch an uns selbst arbeiten müssen, um Klischees und Vorurteile zu verlernen, um uns zu verbünden, denn: &#8222;No one is free until we all are free.&#8220; (Martin Luther King Jr.)</strong></p>
<p><span id="more-12451"></span></p>
<p>Als ich vor ein paar Jahren anfing, Testosteron zu nehmen, war mir klar, dass ich mich verändern würde. Mir war auch klar, dass es dabei um mehr geht als um das Aussehen.</p>
<p>Tatsächlich hat sich gefühlt meine Welt einmal auf den Kopf gestellt.<br />
Manchmal waren die Veränderungen dabei schneller als ich.<br />
Aber mittlerweile hoffe ich, einigermaßen hinterher gekommen zu sein, darum möchte ich gern davon erzählen.</p>
<p>Ich war zwar nie typisch &#8222;weiblich&#8220;, trotzdem kenne ich es noch, dass mir Sachen aus der Hand gerissen wurden, weil sie ja bestimmt zu schwer für mich seien.<br />
Ich kenne es auch selbstverständlich von Männern* unterbrochen zu werden.<br />
Mich im öffentlichen Raum kleiner zu machen als ich sowieso schon bin.</p>
<p>Mit Bart nachts durch die Straßen zu laufen, war tatsächlich manchmal ein neues Gefühl von Freiheit. An manchen Tagen bin ich selber noch überrascht, plötzlich so viel Platz zu haben in der U-Bahn.</p>
<p>Doch in meiner Transitions hat sich irgendwie unerwartet noch viel mehr verändert.</p>
<p>Ein dunkler Bart hat plötzlich dazu geführt, dass ich gefragt werde wo ich denn herkomme. Mir wurde gesagt oder gezeigt, dass ich nicht von „hier“ sein könne.<br />
Was auch immer das heißt.</p>
<p>Wenn das auf der Straße passiert ist, konnte ich meist noch ganz gut darüber lachen.<br />
Gerade in Arbeitskontexten hat es mich aber oft angestrengt.</p>
<p>Als undercover Inter* und gleichzeitig als Ausländer* wahrgenommen zu werden, der*die eigentlich eher deutsch groß geworden ist, habe ich mich oft wie ein Alien gefühlt.</p>
<p>Für mich selber habe ich beschlossen, die nervige Herkunftsfrage ganz einfach zu beantworten.<br />
Ich bin vom Pluto.</p>
<p>Das ist erstens ganz weit weg.<br />
Zweitens nicht Mars oder Venus – also weder Mann noch Frau.<br />
Außerdem hatte auch schon Pluto – genau wie ich &#8211; Passing Probleme.</p>
<p>2006 wurde er plötzlich zum Zwergplaneten degradiert.<br />
Hat da jemand mal Pluto gefragt?</p>
<p>Nein – im Ernst.<br />
Wir als Gesellschaft sollten endlich damit aufhören, bestimmten körperlichen Merkmalen so eine übergroße Bedeutung zuzuschreiben.</p>
<p>Ich will, dass weder die Größe meiner Brust noch die Farbe von meinem Bart dazu führt, dass Leute plötzlich irgendwelche Bilder und Filme im Kopf haben, die dann auf mich projiziert werden, obwohl sie eigentlich gar nichts mit mir zu tun haben.</p>
<p>Darum bin ich froh, dass in diesem Jahr auch die offiziellen CSDs sich solidarisch mit Black Lives Matter erklärt haben.<br />
Es macht gar keinen Sinn nur für queere Emanzipation zu kämpfen.<br />
Ich glaube an den alten Spruch „No one is free – untill all are free“</p>
<p>Aber selbst wenn euch das nicht überzeugt, schon allein ein Blick auf queere Geschichte zeigt:<br />
Auch wenn heute queere Institutionen oft sehr weiß* sind, für unsere Vorkämpfer*innen gilt das nicht.</p>
<p>Oft waren gerade Leute, die gegen mehr als eine Form der Unterdrückung gekämpft haben, am mutigsten.</p>
<p>Das gilt für die vielen Schwarzen Trans*Frauen der Stonewall Riots – aber auch für queere Geschichte in Deutschland.<br />
Das erste Institut für Sexualwissenschaften in Berlin wurde von Magnus Hirschfeld gegründet.<br />
Leider haben dann die Nazis in den 30ern das Institut komplett zerstört und Magnus Hirschfeld musste als schwuler Jude aus Deutschland fliehen.</p>
<p>Caster Semenya (erfolgreiche 800m Läuferin) war die erste Person, bei der ich 2010 mitbekommen habe, dass öffentlich über Intersexualität gesprochen wurde.<br />
Wie rücksichtslos dabei ihr Recht auf Privatsphäre missachtet wurde, wie sehr alle möglichen Leute meinten, das Recht zu haben zu beurteilen, wie weiblich oder nicht weiblich Caster Semenya sei.<br />
Das hatte nicht nur mit Queerfeindlichkeit zu tun, und mit Inter*feindlichkeit – das war ganz oft auch Rassismus.</p>
<p>Leslie Feinberg, eine der ersten Menschen, die eine Transition mit Hormonen gemacht haben und wichtige*r Trans*vorkämpfer*in, hat auch gegen Antisemitismus und Rassismus gekämpft.<br />
Auch Freddy Mercury, Sänger von Queen und der wohl berühmteste Schwule der Rockmusik, musste gegen Homofeindlichkeit und rassistische Zuschreibungen kämpfen.</p>
<p>Ich selber bin mit antirassistischem Kinderbuch aber auch rassistischen Bildern von Entwicklungshilfe groß geworden.<br />
Genauso wie es gebraucht hat zu lernen, dass es gar nicht nur Mann oder Frau gibt – und dass all die damit verbundene Zuschreibungen ziemlicher Quatsch sind &#8211; genauso hat es auch gedauert, rassistische Klischees loszuwerden.</p>
<p>Ich hatte auch einen Irokesen Haarschnitt, weil das in meinen weisen Augen &#8222;wild und punk&#8220; war, ohne darüber nachzudenken, dass es meine Projektionen sind und die Frisur eigentlich eine ganz andere Geschichte hat, die ich gar nicht wirklich kannte.</p>
<p>Ich war ein Jahr nach der Schule woanders, klar – auch weil ich es in meiner Kleinstadt nicht ausgehalten hab &#8211; aber auch weil irgendwelche Klischees meinten, weit weg, woanders, ist bestimmt aufregender als hier.</p>
<p>Im Grunde ist es auch eine never ending Story. Ständig werden wir offen oder subtil damit konfrontiert, dass Leute nach bestimmten Kriterien unterschieden und auch bewertet werden, da muss ich schon aktiv gegen arbeiten im Kopf.<br />
Wenn ich das nicht mitmachen will.</p>
<p>Das sollte aber nicht aus einem seltsamen Pflichtgefühl oder aus Paternalismus passieren.<br />
Letztlich geht es nicht nur darum, andere nicht zu diskriminieren – sondern auch darum, zur eigenen Menschlichkeit zurück zurück zu finden.</p>
<p>Als Person die lange weiblich gelesen wurde und jetzt männlich, als Person die weiß groß geworden ist, und jetzt manchmal Rassismus erlebt, als Person, die in eine bürgerliche Familie geboren wurde und jetzt eher lower class lebt, kann ich sagen:</p>
<p>Natürlich ist es manchmal anstrengend oder es klappt nicht, gegen alte Vorurteile zu kämpfen.<br />
Natürlich kann es weh tun sich Fehler einzugestehen.<br />
Natürlich macht es Angst, loszulassen.</p>
<p>Aber eine Sache, die Vorurteile machen ist es, Empathie zu blockieren.<br />
Der Mensch, der mir aus dem Nichts heraus die Schulter tätschelt und sagt dass ich ja bestimmt ein armes Schwein bin, aber ich solle mich doch mal gerade hinsetzen dann klappt das schon mit dem Ankommen &#8211; der sieht nicht nur mich als Mensch nicht, der verliert auch seine eigene Menschlichkeit.</p>
<p>Eigentlich logisch, dass das für niemanden gut ist,<br />
auch nicht für die Person, die ihre Empathie verliert.</p>
<p>Nur manchen scheint Macht wichtiger zu sein als Empathie, aber das ist nicht die Seite, auf der Mensch stehen will, oder?</p>
<p>Gerade wir Inter* und Trans* kennen uns doch eigentlich aus mit Vorurteilen.<br />
Also lasst uns nicht nur gegen die einen Vorurteile kämpfen, sondern gegen alle, vielleicht auch die eigenen,<br />
bis alle frei sind.</p>
<p>Manche setzen sich mit ihrer Musik für Emanzipation ein &#8211; hört gern mal <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CXELI8GABXQ" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier rein.</a></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Ika <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/ika/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Bomber-Plüsch-Jacke mit Kunstfell</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/08/bomber-pluesch-jacke-mit-kunstfell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Abdul]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2020 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Einen Text zum Hören und Lesen haben wir heute für euch, und zwar von Abdul. Bestimmt kennt ihr den Spruch &#8222;Kleider machen Leute&#8220;, oder? Da scheint viel Wahrheit drinzustecken&#8230; oder zumindest meinen einige Leute, an der Kleidung anderer zum Beispiel so was wie deren Sexualität erkennen zu können. Was Abdul erlebt, als er sich eine]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einen Text zum Hören und Lesen haben wir heute für euch, und zwar von Abdul. Bestimmt kennt ihr den Spruch &#8222;Kleider machen Leute&#8220;, oder? Da scheint viel Wahrheit drinzustecken&#8230; oder zumindest meinen einige Leute, an der Kleidung anderer zum Beispiel so was wie deren Sexualität erkennen zu können. Was Abdul erlebt, als er sich eine neue Jacke kauft, die ihm einfach nur richtig gut gefällt &#8212; eben eine Bomber-Plüsch-Jacke mit Kunstfell &#8212; das erfahrt ihr in seinem Text.</strong></p>
<p><span id="more-12401"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Abdul findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/abdul/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ronja: Mädchen und Technik?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/06/ronja-maedchen-und-technik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2020 07:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
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		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
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					<description><![CDATA[Letzten Monat haben wir hier ja schon einmal einen der Gewinner*innentexte des LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlicht, jetzt freuen wir uns, euch eine weitere Geschichte präsentieren zu können. In &#8222;Mädchen und Technik?&#8220; setzt sich die junge Autorin Ronja mit Geschlechterstereotypen und -vorurteilen auseinander. Viel Spaß beim Lesen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Letzten Monat haben wir hier ja schon einmal einen der Gewinner*innentexte des LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlicht, jetzt freuen wir uns, euch eine weitere Geschichte präsentieren zu können. In &#8222;Mädchen und Technik?&#8220; setzt sich die junge Autorin Ronja mit Geschlechterstereotypen und -vorurteilen auseinander. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12254"></span></p>
<p>Mein Herz schlug mir bis zum Hals, Monate lang habe ich auf diesen Moment hingearbeitet. Ich muss es schaffen, ich will mich beweisen! Sollte die ganze Arbeit etwa umsonst gewesen sein? Tausende Gedanken und Gefühle schossen mir durch den Kopf. Ich saß auf dem Beifahrersitz des kleinen, mausgrauen VW-Golf meiner Mutter, der mich zu dem Robot-Technik Wettbewerb bringen sollte. Meine Mutter lächelte mir von der Fahrerseite aus entgegen. Meine Aufregung und Angst mussten sich in meinem Gesicht gespiegelt haben. „Du schaffst es Malina.“, sagte meine Mutter und nahm meine Hand, die sich auf dem Oberschenkel verkrampft hatte.<br />
Kurze Zeit später lenkte sie den Wagen auf einen großen Parkplatz, auf dem schon viele protzige, aber auch ältere Modelle von Autos standen. Von plötzlicher Erregung und Vorfreude erfasst, sprang ich aus dem Auto und atmete eine frische Priese kühle Luft ein. Meine Mutter öffnete den Kofferraum und nahm einen kleinen Legoroboter heraus, meinen Roboter. Der, mit dem ich in wenigen Stunden gegen meine Konkurrenten antreten würde, die höchst wahrscheinlich ausschließlich Jungen sein würden. Ich war es gewohnt wegen meiner technischen Fähigkeiten unterschätzt und manchmal sogar verspottet zu werden, doch jetzt war der Moment gekommen, an dem ich mich beweisen würde.</p>
<p>In der Halle angelangt, musste ich mich in eine aushängende Liste der Teilnehmer eintragen und wurde anschließend in einen großen Raum mit vielen Tischen, Stühlen und Kabeln geführt, wo ich meinen Roboter an die Lichtverhältnisse und andere Schwierigkeiten anpassen sollte. Gehorsam setzte ich mich auf meinen Stuhl, zog meinen Laptop aus der Tasche und machte mich ans Werk. Hinter mir hörte ich leise Stimmen: „Michael schau mal, der letzte Platz ist grad gekommen, ein Mädchen!“, doch es scherte mich nicht.<br />
Nach etwa 30 Minuten Vorbereitungszeit war es endlich soweit. Wir mussten unsere Roboter auf ein Feld stellen, wo die kleinen Legofahrzeuge bis zum Start warten mussten, damit keiner der Teilnehmer schummeln konnte. Die Aufgabe bestand darin, einer vorgezeichneten M-förmigen Linie nach zu fahren, am Start einen grünen Legostein aufzusammeln und ihn in einen ebenfalls grünen, auf den Boden gezeichneten Kasten zu transportieren. Man hatte zwei Versuche direkt hintereinander. Dann wurde ausgewertet und am Schluss der Sieger des Wettbewerbs verkündet. Die ersten drei Plätze würden eine 2-wöchige Reise nach „Rio de Janeiro“ gewinnen und dort kostenlos viele Sehenswürdigkeiten anschauen. In der alphabetischen Reihenfolge wurden die Namen der Teilnehmer aufgerufen, die auf die Bühne kommen sollten, um ihren vorbereiteten Roboter auf der am Boden gezeichneten Bahn fahren zu lassen. Von den beiden Fahrten wurde allerdings nur die Bessere gewertet.<br />
Plötzlich ertönte mein Name durch das Mikrofon des Moderators, der diesen Wettbewerb leitete: „Malina Beck!“ Vorsichtig stand ich auf, nahm meinen Roboter von seinem Platz und stellte ihn auf das Startfeld. Die Zeit wurde von einem jungen Helfer, vielleicht Mitte 20, heruntergezählt: „3,2,1 und LOS!“ Schnell drückte ich auf den Start-Knopf meines Roboters, der sich in Bewegung setzte und die Linie entlangfuhr. Aber Moment, wo ist der Stein?! Er hat ihn nicht eingesammelt. „Nein!“ entfuhr es mir leise, doch ich erntete dafür nur einen spöttischen Blick des Moderators. Hinter mir hörte ich leise Stimmen flüstern: „Das war doch sowas von klar, dass sie es nicht schafft. Die ist doch schließlich ein Mädchen.“ Tränen schossen mir in die Augen, doch ich kämpfte gegen sie an. Ich würde keine Schwäche zeigen! Im Stillen wiederholte ich immer wieder mein Mantra: „Du musst es schaffen, du musst dich beweisen!“ Langsam öffnete ich wieder die Augen und zwang mich mit aller Willenskraft, die ich aufbringen konnte, den restlichen Weg meines Roboters mit den Augen zu verfolgen. Er fuhr die Strecke sauber ab, aber der Stein…! „Und aus!“ Der Helfer drückte auf seine Stoppuhr, um die Laufzeit zu beenden und rief dann erneut: „Zweiter Versuch!“ Schnell nahm ich das kleine Legogefährt in die Hand und stellte ihn erneut auf den Start. „3,2,1 und Los!“ Mein Roboter setzte sich in Bewegung, da! Er hatte den Stein eingesammelt! Mein Mund verzog sich zu einem Grinsen, jetzt musste er nur noch den Rest der Strecke schaffen…</p>
<p>Jetzt war es endlich so weit, die Sieger wurden verkündet. Seit 1,5 Stunden hatte ich auf diesen Moment hin gefiebert, während die anderen Teilnehmer an der Reihe waren. Hatte meine Leistung gereicht? Nur eines konnte ich mit Sicherheit sagen, beim zweiten Durchgang hatte alles hervorragend funktioniert, keine Fehler, gar nichts…<br />
Trommelwirbel, die durch die Lautsprecher zu hören waren, rissen mich ruckartig aus meinen Gedanken. Vielleicht etwas zu ruckartig, denn ich hatte mich so erschreckt, dass ich meinem Sitznachbarn, einen Jungen in meinem Alter, und bestimmt 2,5 Köpfe größer als ich, meinen Ellenbogen in die Seite gerammt hatte und der mich jetzt böse und spöttisch anstarrte. Starr heftete ich meinen Blick wieder auf die Bühne, wo ein Mann gerade die ersten drei Plätze von einer sehr langen Teilnehmerliste verlas. „Und den dritten Platz belegt Johannes Schröder, herzlichen Glückwunsch!“ Der Junge kam vor und stellte sich neben ihn. „Der zweiter Platz ist Simon Nissel!“ Meine Hoffnung auf einen der obersten Ränge schwand und ich ließ den Kopf hängen. Denn Erste war ich bestimmt nicht. „Und der glückliche erste Platz ist…!“, der Moderator runzelte die Stirn, guckte verblüfft auf seine Liste und meinte dann schließlich: „Moment, das muss ein Fehler sein.“ Der junge Mann mit der Stoppuhr trat neben ihn und die beiden Jungen mit der hohen Wertung, warf einen Blick auf die Liste und meinte dann: „Nein, da ist alles in Ordnung, das ist der erste Platz!“, und deutete mit seinem Finger auf einen Namen, der auf der Liste stand. „Nun gut, die Siegerin dieses Wettbewerbs ist Malina Beck!“ Blitzschnell blickte ich auf. Mein Name…, das ist mein Name! Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich spürte, wie sich mir ein Lächeln ins Gesicht stahl, während ich mich auf den Weg zur Bühne machte.</p>
<p>Ich habe es allen gezeigt, die geglaubt haben, Mädchen können so etwas nicht, die behauptet haben Technik ist nur was für Männer, denn das ist es nicht! Ich habe bewiesen, dass Mädchen das genauso gut können wie Jungs!</p>
<p><em>Der Schreibwettbewerb wurde gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.</em></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr den ersten Beitrag aus dem Wettbewerb, &#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/05/ein-ganz-normaler-abend/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ein ganz normaler Abend</strong></a>&#8220; von Anna.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist eigentlich Tone Policing?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/was-ist-eigentlich-tone-policing/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Svenja Gräfen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2020 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Tone Policing&#8220; &#8211; hast du davon schon einmal gehört? Falls nicht, dann ist dieser Text für dich! Und falls ja, dann ist dieser Text ebenfalls für dich 🙂 Svenja Gräfen hat uns eine kleine Begriffserklärung geschrieben. Wir alle wissen, dass Diskussionen nicht immer harmonisch ablaufen. Egal ob mit Freund*innen, Familienmitgliedern, Kolleg*innen oder anonym im Netz – besonders]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Tone Policing&#8220; &#8211; hast du davon schon einmal gehört? Falls nicht, dann ist dieser Text für dich! Und falls ja, dann ist dieser Text ebenfalls für dich </strong>🙂 <strong>Svenja Gräfen hat uns eine kleine Begriffserklärung geschrieben.</strong></p>
<p><span id="more-12089"></span></p>
<p>Wir alle wissen, dass Diskussionen nicht immer harmonisch ablaufen. Egal ob mit Freund*innen, Familienmitgliedern, Kolleg*innen oder anonym im Netz – besonders wenn es um Themen wie Sexismus, Queerfeindlichkeit, Rassismus oder auch den Klimawandel geht, kann es ganz schön schnell brenzlig werden. Brenzlig im Sinne von laut und emotional.</p>
<p>Vielleicht wurde euch in einer Diskussion auch schon einmal vorgeworfen, dass ihr zu laut, zu emotional, zu aggressiv seid? „Lass uns doch reden wie Erwachsene!“, „Das bringt ja nichts, wenn du so hysterisch wirst!“, „<em>Theoretisch</em> bin ich ja auf deiner Seite, aber jammer doch nicht immer gleich so rum!“ oder „Kannst du das nicht ein bisschen freundlicher formulieren?“ sind nur einige Beispiele aus der langen Liste des sogenannten <em>Tone Policings</em>.</p>
<p>Tone Policing bedeutet, dass von dir verlangt wird, dich von den Emotionen, die du in Bezug auf ein bestimmtes Thema hast, zu distanzieren. Dir wird vermittelt, dass man dir erst dann zuhören wird, wenn du dich auf eine bestimmte Art und Weise äußerst.</p>
<p>Die Sache ist aber die: Wenn es um Themen wie etwa Diskriminierung oder Gewalt geht, dann sind Gefühle wie Wut oder Angst fast automatisch <em>ein wichtiger Teil </em>der Diskussion! Das ist, worum es geht, wenn du beispielsweise von eigenen Erfahrungen berichtest.</p>
<p>Das Ganze hat mit Macht zu tun. Die Person, die Tone Policing betreibt, ob jetzt bewusst oder unbewusst, schnappt sich dadurch die Kontrolle über das Gespräch. So geht es plötzlich gar nicht mehr um den eigentlichen Inhalt, sondern um den Ton. Es kann auch ein Abwehrmechanismus sein, eine Verteidigungshaltung nach dem Motto: „So, ich soll mich jetzt hier mit Feminismus beschäftigen? Dann sollen die Feminist*innen erstmal ein bisschen netter zu mir sein!“</p>
<p>Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht dafür, sich nur noch gegenseitig anzubrüllen – ein respektvoller Umgang miteinander ist mir sogar sehr wichtig. Aber es ist eben leider nicht immer alles kuschlig. Nicht über jedes Thema lässt sich mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht sprechen. Und es kann dir niemand vorschreiben, wie du zum Beispiel von Erfahrungen, die du gemacht hast, berichtest. Außerdem ist es durchaus möglich, gleichzeitig emotional und auch vernünftig zu sein 😉</p>
<p>Wenn du dich jetzt fragst, was du tun kannst, um nicht selbst Tone Policing zu betreiben, habe ich hier ein paar Tipps für dich:</p>
<ol>
<li>Akzeptieren, dass man dich nicht immer in Watte packen und es dir möglichst angenehm machen muss, wenn man dir von bestimmten Erfahrungen berichtet.</li>
<li>Deinem Gegenüber wirklich zuhören und sie*ihn ernstnehmen.</li>
<li>Wenn du dir denkst: „Uff, das ist mir zu scharf formuliert, zu spitz, zu aggressiv, zu emotional“ – mache dir bewusst, dass sich das nicht <em>gegen dich</em> Die Emotionalität hat in den allerwenigsten Fällen mit dir zu tun.</li>
<li>Inhalt vor Ton! Konzentriere dich darauf, worum es auf inhaltlicher Ebene geht, und versuche, den Fokus der Diskussion darauf zu lenken.</li>
</ol>
<p>Falls du dir Sorgen machst, womöglich schon einmal Tone Policing betrieben zu haben – einmal tief durchatmen, alles okay! Ich hab das auch schon getan. Das bedeutet aber nicht, dass wir nicht alle dazulernen und es in Zukunft besser machen können!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Svenja gibt&#8217;s <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/svenja/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>auf ihrem Profil</strong></a> hier bei meinTestgelände.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Passen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/passen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2020 09:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Gefühl, nicht dazuzugehören, nicht hineinzupassen &#8211; in die Klasse, die Schule, die Gesellschaft, die Welt &#8211; das kennt wohl jede*r. Besonders wenn man noch sehr jung ist, kann das schnell sehr problematisch werden. Wem soll man sich anvertrauen? Woher soll man wissen, was normal ist und was nicht? Fee hat einen ganz tollen Text]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Gefühl, nicht dazuzugehören, nicht hineinzupassen &#8211; in die Klasse, die Schule, die Gesellschaft, die Welt &#8211; das kennt wohl jede*r. Besonders wenn man noch sehr jung ist, kann das schnell sehr problematisch werden. Wem soll man sich anvertrauen? Woher soll man wissen, was normal ist und was nicht? Fee hat einen ganz tollen Text darüber geschrieben. Für alle 12jährigen Mädchen da draußen &#8211; aber auch für alle anderen, die verunsichert sind.</strong></p>
<p><span id="more-12046"></span></p>
<p>Das Leben ist Geschmackssache, sagst du. Und dir schmeckt es nicht.<br />
Und du bist dabei zwölf.</p>
<p>Kleines Mädchen am Schulhof,<br />
das sich zwingt nicht zu weinen,<br />
wenn ́s passiert, bist nicht du doof,<br />
sondern die, die das meinen.<br />
Ich hab dich beobachtet, eine ganze Zeit.<br />
Wenn die Welt sich dreht, bleibst du stehen und schaust zu.<br />
Und die Diagnose lautet &#8211; es tut mir ja auch leid</p>
<p>Aber du gehörst hier nicht dazu.</p>
<p>Du bist immer n kleines bisschen zu groß,<br />
oder zu klein.<br />
Dass du damit Pech hast, das könnte schon sein,<br />
aber es ist nicht nur das.</p>
<p>Das Leben ist Geschmacksache, sagst du. Und bist dabei zwölf.<br />
Und dir schmeckt es nicht. Und du bist dabei zwölf.</p>
<p>Du passt nicht hinein,<br />
denn du hast nicht den einen, richtigen Rucksack,<br />
Mama, diesen einen Rucksack,<br />
Mama, den alle haben,<br />
Mama, wieso dürfen die anderen überhaupt Handtaschen und Eastpack tragen</p>
<p>und nur du musst immer mit diesem bescheuerten 4You rum rennen,<br />
mit der Schrift in Baby Pink!<br />
Mama, der ist hässlich und stinkt!!</p>
<p>Du passt nicht hinein,<br />
Denn du hast nicht den Style.<br />
Aber es ist nicht nur das.</p>
<p>Du siehst die anderen und weißt,<br />
so bist du nicht,<br />
und was die nicht wissen, heißt,<br />
das dürfen sie auch nicht.<br />
Irgendwas stimmt nicht mit dir,<br />
denn du hast ein Geheimnis<br />
und du weißt, du kannst hier<br />
nicht bleiben, wenn es so weit ist,<br />
und jemand findet es raus.<br />
Deswegen fühlst du dich besser erst gar nicht zuhaus.</p>
<p>Du passt nicht hinein,<br />
Du schaffst es nicht, so zu sein.<br />
Aber es ist nicht nur das.<br />
In den Heften der Mädchen stehen Namen von Jungen,<br />
in deinem Heft steht ein Name und knapp darunter<br />
steht: BFF<br />
dass das gelogen ist weiß ich,<br />
Der Name in deinem Heft<br />
ist der Grund für dein Geheimnis.<br />
Wenn die anderen lachen, weil der Lehrer HOMO sapiens sagt,<br />
stehst du am Rand.</p>
<p>Denn du hast schon verstanden,<br />
was das heißt.<br />
Aber du verstehst nicht, warum man darüber jetzt Witze reißt.<br />
Du sagst: Das Leben ist Geschmacksache. Und bist zwölf. Und dir, sagst du,<br />
dir schmeckt es nicht. Und du bist dabei zwölf.</p>
<p>Du passt da nicht rein,<br />
weil du fast immer weinst,<br />
wenn die anderen lachen.<br />
Du willst ja offenbar ganz<br />
genau das Gegenteil machen,<br />
von dem, was alle anderen wollen.<br />
Es gibt in unserer Gesellschaft nun mal Rollen<br />
aber du hast nicht mal das Opfer abbekommen.<br />
Das wär vergleichsweise Glück.<br />
Nein, du spielst scheinbar in nem anderen Stück!<br />
Und du hast dich im Theater geirrt,<br />
Seitdem stehst du hart verwirrt<br />
im Weg rum.</p>
<p>Ich weiß, was dich quält,<br />
der Name in deinen Heften hat ́s mir gezeigt<br />
und das Herz hat erzählt,<br />
was du uns allen verschweigst,<br />
weil du immer noch Angst hast,<br />
zweitausendneunzehn,<br />
weil du immer noch nicht reinpasst,<br />
du hast Angst vor deinen Freunden.<br />
Du hast Angst, zu reden,<br />
Angst, wirklich so zu sein,<br />
Angst zuzugeben,<br />
was deine Familie dir nicht verzeiht,<br />
denn da bist du sicher,<br />
dabei lieben die dich doch,<br />
trotzdem stehst du da und zitterst<br />
und trotzdem lügst du immer noch.</p>
<p>Ach, kleines Mädchen auf dem Schulhof,<br />
wie gern würde ich dir,<br />
sagen, was ich denke, denn ich seh mich in dir.</p>
<p>Nein, du passt nicht hinein,<br />
dabei bist du noch so klein.<br />
Du hast die Serien zwar gesehen, aber das ist ja nicht echt.<br />
Du hast die Bücher schon gelesen, aber die echte Welt ist schlecht.<br />
Du hast Vincent gehört, aber da geht ́s nicht um dich,<br />
du hast ja gesucht, doch du kennst niemanden wie dich<br />
und das ist der Beweis,<br />
jede Kleinigkeit ein Zeichen:<br />
Die Welt braucht dich nicht!<br />
Nichts und niemand kann dir gleichen,<br />
deshalb übst du Welt-Verzicht.</p>
<p>Du hast es versucht, hast dich verbogen,<br />
bist gehüpft und gesprungen, hast den Bauch eingezogen,<br />
und nach all der Anstrengung möchtest du weinen,<br />
du bist wohl zu fett, denn du passt nicht hinein.</p>
<p>Nicht in Größe Vierunddreißig<br />
und nicht in diese Klasse.<br />
Nicht in die Welt, ach was weiß ich,<br />
wohinein ich eigentlich passe.</p>
<p>Das Leben ist Geschmackssache, sage ich. Und bin dabei 25.<br />
Und manchmal braucht man etwas Salz!</p>
<p>Du passt nicht hinein?<br />
Mädchen, das mag schon sein.<br />
Aber zeig mir in all den Millionen nur einen,<br />
der meint, er könnte sich wirklich vereinen<br />
mit seiner Umgebung oder den anderen Millionen,<br />
wenn das Leben nicht schmeckt, kann sich nachsalzen lohnen.</p>
<p>Ich habe in meinem Leben schon so viele Menschen getroffen,<br />
und noch nie hat einer hinein gepasst.<br />
Vielleicht lässt dich dieses Versprechen ja hoffen,<br />
Es gibt keinen, der sich nicht manchmal selbst hasst.<br />
Das Gefühl, nicht dazuzugehören, kennen wir alle.<br />
Aber deshalb aufzugeben ist eine Falle.</p>
<p>Du passt nicht hinein,<br />
also versuch nicht zu sehr,<br />
jemand and ́res zu sein,<br />
denn selbst dann wär ́s noch schwer.<br />
Kleines Mädchen am Schulhof, dem das Leben nicht gefällt,<br />
vielleicht bist es nicht du, die nicht passt, vielleicht ist es die Welt.</p>
<p>Soll die Welt sich doch fühlen,<br />
als würd sie nicht zu uns gehören,<br />
uns, zwölfjähriges Mädchen,<br />
uns muss das nicht stören.</p>
<p>Das Leben ist Geschmacksache!, rufst du<br />
und machst dabei all die seltsamen Sachen,<br />
die die anderen nicht machen.<br />
Du bist zu groß, zu dick, zu traurig, zu lesbisch, zu stumm-<br />
liest all deine Bücher, grunzt beim Lachen und scherst dich nicht drum,<br />
ob du dem Leben schmeckst.<br />
Und ich hoffe, dass du irgendwann auch checkst,<br />
dass das hier nur ein Schulhof ist und nicht die Welt<br />
und dass es ganz egal ist, ob denen hier gefällt,<br />
wen du liebst, wer du bist und was du denkst,<br />
welchen Namen in Heften du Herzen schenkst.<br />
diese Welt ist weit und groß und schön<br />
der Schulhof ist es vielleicht nicht.<br />
Aber du wirst eines Tages durch das Tor da geh ́n<br />
und dann zählst nur du selbst und alles andere nicht.<br />
Und wenn du ́s versuchst, dann vielleicht,<br />
merkst du dass die Welt sogar in den Schulhof hinein reicht<br />
und dass du nicht allein bist, egal was du machst<br />
und du nickst und lächelst und salzt nach.<br />
Und du bist dabei endlich zwölf!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Fee <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/fee/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findest du hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Where it all began (Part 1)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/where-it-all-began-part-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sven Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 09:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, in diesem Monat noch einen weiteren neuen Autor auf meinTestgelände begrüßen zu können &#8211; ab jetzt schreibt hier für euch auch Sven Schwarz 🎉 In seinem Text geht es um Identität, um Unsicherheiten, um die Frage danach, wann und vor wem man was von sich preisgibt. Oder preisgeben muss? Wann kennt man jemanden tatsächlich?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, in diesem Monat noch einen weiteren neuen Autor auf meinTestgelände begrüßen zu können &#8211; ab jetzt schreibt hier für euch auch Sven Schwarz 🎉 In seinem Text geht es um Identität, um Unsicherheiten, um die Frage danach, wann und vor wem man was von sich preisgibt. Oder preisgeben muss? Wann kennt man jemanden tatsächlich? Kennt man sich überhaupt selbst?</strong></p>
<p><span id="more-12040"></span><br />
Zu denken, dass einen niemanden kennt, fühlt sich so an, als würde man die ganze Welt belügen. Niemand weiß, wer ich wirklich bin. Keiner kann es wissen.<br />
Wäre man nun nicht mehr da, hätte mich niemand gekannt.</p>
<p>Ein falsches Phantombild, welches jeder von einem hat. Wie hält es stand? Wie lange kann ich der sein, der ich vorgebe zu sein?<br />
Es fühlt sich an, als würden die ganzen Freunde die man pflegt, die eigene Familie einen nicht kennen.<br />
Wer bin ich nun wirklich? Muss ich jedem erzählen, wer ich wirklich bin? Muss ich mich dafür entschuldigen?</p>
<p>Niemand kennt die Wahrheit, die selbst ich zuerst nicht kannte.<br />
Kann man damit leben, ohne es nie einem zu erzählen?<br />
Man lebt mit einem Menschen in sich, der raus will, der sich nicht verstecken muss.</p>
<p>Aber vor was verstecken?</p>
<p>Man kennt Leute, die wissen wer sie sind, und alle anderen wissen es auch. Geht es denen besser als mir?<br />
Warum konnten Die diesen einen Schritt wagen, und ich nicht?<br />
Bin ich, wenn ich es offenbart habe, noch der Gleiche, oder jemand völlig anderes? Geht es mir danach besser?</p>
<p>In mir ist etwas, was nicht länger versteckt bleiben will. Wie ein unschuldiger Mensch, der sein halbes Leben im Keller eingesperrt ist. Warum eingesperrt? Wer sperrt ihn ein?<br />
Ich selbst!<br />
Wissen es schon alle, oder besser ahnt es Jeder, und ich muss es gar nicht erzählen?<br />
Bin ich der Einzige, der es noch nicht weiß?</p>
<p>Solche Gedanken, die man täglich<br />
pflegt, verschwinden die, wenn es alle wissen?</p>
<p>Ich schließe die Augen, mit dem Vorhaben, schon bald alles zu ändern!<br />
Mit einem guten Gefühl? Ich weiß es nicht.<br />
Das Gefühl lässt sich nur schwer beschreiben und ist kaum einzuordnen. Ein Gemisch aus Angst, Nervosität, Erleichterung und ab und zu, wenn auch noch zu wenig, Freude.<br />
Zeigt mir der kleine Anteil an Freude, dass ich das Richtige tue?<br />
Was ist richtig und was ist falsch?<br />
Falsch ist definitiv, dass mich niemand kennt und jeder meint, mich zu kennen.</p>
<p>Seit wann dieser andere, neue und &#8222;richtige&#8220; Mensch da ist, kann ich nicht sagen. Seit wann ich mich selbst damit abgefunden habe, kann ich auch nicht sagen. Er ist da. Ich muss ihn akzeptieren. Das mache ich.</p>
<p>Warum schreibe ich diese Zeilen?<br />
Um meine Gedanken selbst verstehen zu können?<br />
Um mich selbst kennen und respektieren zu lernen?<br />
Um zu wissen, was ich wirklich denke?<br />
Um mir selbst zu helfen?<br />
Es ist wahrscheinlich alles. Alles vermischt in einem großen Topf.</p>
<p>Niemand kann einem dabei helfen. Niemand wird einem die Last abnehmen, die auf einem sitzt.<br />
Man ist selbst dafür verantwortlich, was man aus seinem Leben macht.<br />
Bin ich irgendwann der, der anderen hilft oder bleibe ich immer der, den niemand kennt.<br />
Das liegt einzig und allein an mir.</p>
<p>Ich möchte mich nicht mehr verstellen und vorgeben, jemand anderes zu sein.<br />
Eine Art von Schauspiel, wenn ich mit anderen rede. Vorgefertigte Antworten und auswendig gelernte Floskeln schmücken jede Kommunikation.</p>
<p>Es passiert schon fast automatisch. Natürlich finde ich Frauen heiß. Natürlich habe ich unzählige Ex-Freundinnen.<br />
Auf die Frage, warum ich schon länger in keiner Beziehung verweile, ist meine Antwort immer gleich und so glaubwürdig, dass ich sie schon selbst fast glauben möchte.<br />
Es ist schon fast absurd, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken, vermeintliche Freunde anlüge, wobei ich lügen eigentlich hasse.<br />
Ich liebe die Ehrlichkeit. Wie paradox!<br />
Ein Leben, was von Paradoxien geprägt ist.<br />
Man begräbt die alte, unwahre Persönlichkeit und begrüßt das eigentliche, wahre Ich.<br />
Wenn es mir dabei gut, warum mache ich mir dann Gedanken, was andere denken?<br />
Sollte mich das interessieren?<br />
Vielleicht weil man auf einen Schlag merkt, wer durch das Sieb rasselt oder wer auf der Oberfläche bleibt und &#8222;mich&#8220; nun nicht mehr kennt.<br />
Angst davor, Menschen auf einmal kennen zu lernen, die dich dann aber nicht mehr kennen möchten.</p>
<p>Alles das sind Gedanken, die an einem normalen Tag durch mich kreisen.<br />
Ich werde schon nervös, mit einem Kleinteil von Unwohlsein, wenn ich nur diese Gedanken zu Wort bringe.<br />
Ich muss mich dem stellen und hinter mir lassen, was ich nicht bin.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mit <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/11/alex/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Identität und Begehren</strong></a> hat sich kürzlich auch unsere Autorin Lina auseinandergesetzt.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Jungs, Gaming &#038; Gewalt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/12/jungs-gaming-gewalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jeco]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Dec 2019 07:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gaming]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder wird diskutiert, ob Videospiele &#8211; konkreter sogenannte &#8222;Killerspiele&#8220; &#8211; Auslöser für Gewalt in der realen Welt sind. Spätestens seit dem antisemitischen Terroranschlag in Halle an der Saale ist diese Diskussion wieder in vollem Gange &#8211; denn unser Innenminister Seehofer forderte daraufhin, die Gamingszene stärker in den Blick zu nehmen. Die Redaktionsgruppe Jeco hat]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer wieder wird diskutiert, ob Videospiele &#8211; konkreter sogenannte &#8222;Killerspiele&#8220; &#8211; Auslöser für Gewalt in der realen Welt sind. Spätestens seit dem antisemitischen Terroranschlag in Halle an der Saale ist diese Diskussion wieder in vollem Gange &#8211; denn unser Innenminister Seehofer forderte daraufhin, die Gamingszene stärker in den Blick zu nehmen. Die Redaktionsgruppe Jeco hat sich nun einfach mal direkt in Halle umgehört. Was halten die Menschen dort von der Diskussion? Gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Männlichkeit, Gaming und Gewalt? Schaut unbedingt rein. Danke an Max, Juliane und Tobias für dieses spannende Video!</strong></p>
<p><span id="more-11962"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Leider ziemlich eindeutig etwas, das <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/07/sexismus-in-games/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in Games immer wieder auftaucht: Sexismus</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Label</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/09/label-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aminta]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Sep 2019 07:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen mögen Schubladendenken – damit sind bloß meist auch Klischees und Vorurteile verbunden. Vor allem, wenn es um Sexualität geht. Aber kann es auch empowernd sein, sich einer bestimmten Kategorie zuzuordnen? Brauche ich ein Label? Aminta hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht. Dieser Text behandelt das Thema Label im Rahmen sexueller Orientierungen. Andere Identitäten]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen mögen Schubladendenken – damit sind bloß meist auch Klischees und Vorurteile verbunden. Vor allem, wenn es um Sexualität geht. Aber kann es auch empowernd sein, sich einer bestimmten Kategorie zuzuordnen? Brauche ich ein Label? Aminta hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht.</strong></p>
<p><span id="more-11766"></span></p>
<p>Dieser Text behandelt das Thema Label im Rahmen sexueller Orientierungen. Andere Identitäten werden absichtlich außen vor gelassen oder wenig thematisiert, damit der Text nicht zu lang wird.</p>
<p>Warum machen sich viele Menschen keine Gedanken über ihre sexuelle Orientierung, bis sich eine Person im Freund*innenkreis outet? Und warum werden Label oft abgelehnt? Warum zelebrieren andere ihre* Identität ausgiebig und demonstrieren dabei ausgelassen auf den Straßen? Eine spontane Antwort wäre: Manche brauchen die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, andere fühlen sich freier ohne eine Zuschreibung. Das klingt sehr einfach. Aber was sind eigentlich Label und welche Vor- und Nachteile bringt es mit sich, sich einem Label zu zuschreiben?</p>
<p>Label sind Begriffe/Zuschreibungen, mit denen z.B. bestimmte Sexualitäten benannt werden. Sie ordnen Individuen einer Gruppe bzw. Kategorie zu und nehmen damit eine identitätsstiftende Funktion ein. In Bezug auf Sexualitäten gibt es Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität, Pansexualität und viele mehr. Die Frage nach der (persönlichen) Sexualität hängt oft mit der Frage nach dem Geschlecht zusammen. Wer sich zum Beispiel als Mädchen* identifiziert und nur Mädchen* liebt, ist lesbisch oder homosexuell. Da ist es ganz egal, ob das Mädchen* transident* ist oder nicht.</p>
<p>Label sind persönlich, aber gehen oft mit Klischees und Vorurteilen einher.</p>
<p>Klischees existieren, da es Teile einer Gruppe gibt, die ähnliche Verhaltens-/Kleidungs-/Sprechmuster etc. aufweisen, aber sie sind keineswegs als Maßstab und Kategorisierungsinstrument wahrzunehmen. Von Klischees muss man Vorurteile unterscheiden, denn Vorurteile sind meistens persönliche Einstellungen und negativ. Vorurteile werden oft auch vom gesellschaftlichen Denken gefördert. Stereotype sind z.B. Verhaltensmuster, die als Verallgemeinerung einer gesamten Gruppe zugeordnet werden.<br />
Klischees, Vorurteile und Stereotype sind oftmals abwertende, starre Bezeichnungen und eingefahrene Denkweisen, die es Menschen nicht unbedingt einfacher machen im Leben.</p>
<p>Jetzt stell dir vor, du bist in der Pubertät und verliebst dich Hals über Kopf in eine Person des gleichen Geschlechtes. Obwohl du den Begriff Homosexualität kennst, hast du dir nie weiter Gedanken darüber gemacht. Nun merkst du aber, dass du dich mit diesem Begriff stark identifizieren kannst. Für viele junge Menschen ist der erste Schritt nach dem inneren Outing, sich im Internet z.B. auf YouTube über Sex und Sexualitäten zu informieren. Dabei stoßen sie auf Unmengen an Informationen und eine Fülle an Label. So gibt es scheinbar für jede Person einen passenden Begriff. Das ist zwar gut, damit sich jede*r verstanden fühlt, jedoch kann es auch eine große Überforderung sein, da die eigene Identität kurzzeitig stark in Frage gestellt wird, um sich in eine Kategorie einordnen zu können.</p>
<p>‚Kategorie‘ assoziiert ein gängiges Schubladendenken und genau das fördern Label auch. Obwohl die Zugehörigkeit zu einer Gruppe keineswegs starr sein muss, ist es für Außenstehende oftmals schwerer, dieses Denken aufzuheben. Das Verständnis für eine sich verändernde Sexualität fehlt einigen Personen noch. Mit jedem Label werden bestimmte Erwartungen, Klischees, Stereotype, Vorurteile und Verhaltensformen projiziert. Diese können die betreffende Person stark einschränken, wenn sie*er sich außerhalb dieser Erwartungen bewegt und sich durch das Label plötzlich unter Druck gesetzt fühlt. Trotz der Vielfalt an Labels bleibt die gesellschaftliche Erwartung, sich einzuordnen, also erhalten. Dies schränkt die persönliche Freiheit besonders dann ein, wenn die Umwelt akzeptanzlos oder bewertend mit dieser Zuordnung umgeht.</p>
<p>So führen Labels z.B. auch innerhalb einer Szene zu Diskriminierung. Die queere Szene ist eine große Szene mit vielen Subszenen – und trotzdem gibt es gegenseitige Abneigungen. So gibt es Aussagen von schwulen Männern*, die keine lesbischen Frauen* mögen, und andersherum. Es ist erstaunlich, dass die Einteilung in „Wir und Ihr“ auch in diesem Kontext Diskriminierungen erzeugt. Dementsprechend kann ein übersteigertes Gefühl der Gruppenzugehörigkeit auch sehr profilierend wirken, wenn sich Personen besser fühlen, da sie einer bestimmten Gruppe angehören.</p>
<p>Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung gibt es in vielfältiger Form. Die erste beginnt mit der Selbstverständlichkeit vieler Personen, dass jede*r heterosexuell ist. Das ist zumindest das Grunddenken vieler, die „Normalität“, mit der wir groß werden. Die Kinder spielen „Mutter, Vater, Kind“, die Eltern fragen die Tochter, ob sie schon einen Freund hat und wenn Lisa mit ihrer* Freundin* ins Kino geht, würde niemand ein Date vermuten.</p>
<p>Aber wie oben beschrieben haben Label auch einen persönlichen Aspekt. Wer sich selber einem Label zuordnet macht das für sich, um sich als Teil einer Gruppe zu verstehen, Erfahrungen, Gedanken und Ängste auszutauschen oder um generell Kontakte zu knüpfen. Manche nutzen das Wissen über Codes innerhalb einer Gruppe, um auf sich aufmerksam zu machen. Die gegenseitige Unterstützung und Solidarität der Gruppe schafft Selbstbewusstsein und Mut, zur eigenen Sexualität zu stehen.</p>
<p>Dieser Text soll nicht vorschreiben, dass sich jede*r einem Label zuordnen sollte oder sein*ihr Label ablegen. Viele sind der Ansicht, dass auch ohne Label selbstbestimmtes handeln möglich ist und, dass sie es für sich nicht brauchen.<br />
Im Gegensatz dazu ist das Finden eines geeigneten Labels für einige befreiend und bildend, da sie sich und die Kultur hinter dem Label besser kennenlernen.<br />
Wer sich keinem Label zuordnen möchte ist nicht unwissender als die Personen, die ebendies tun. Und heterosexuelle Menschen müssen sich ihr Label ja auch nicht auflegen. Fakt ist, dass sexuelle Identitäten persönlich sind und eine Zuschreibung von außen nicht gültig ist.</p>
<p><strong>Legende:</strong><br />
<strong>Heterosexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für das andere Geschlecht<br />
<strong>Homosexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für das gleiche Geschlecht<br />
<strong>Bisexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für „beide“ Geschlechter (Junge und Mädchen)<br />
<strong>Pansexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für alle Geschlechter, ungeachtet deren Genitalien oder Identitäten<br />
<strong>Transident</strong> = Die eigene Geschlechterwahrnehmung ist nicht mit dem Körper, in dem eine Person geboren wurde, identisch. Bsp: Eine Person wurde in einem Mädchenkörper geboren, ist aber ein Junge. Nach ärztlichen Besprechungen und Untersuchungen kann die Person Testosteron nehmen, um den Körper an die eigene Identität anzupassen und ein „männliches“ Erscheinungsbild zu erlangen.<br />
<strong>Inneres Outing</strong> = das ‚innere Outing‘ bezeichnet den Prozess, der durchlaufen wird, wenn einer*m bewusst wird, dass die eigene Sexualität außerhalb der gesellschaftlichen Norm liegt<br />
<strong>Codes</strong> = werden eingesetzt, um zu zeigen, dass man zu einer bestimmten Gruppe gehört bzw. um von anderen aus der Gruppe erkannt zu werden (z.B. die Regenbogenflagge bei Homosexuellen). De-Codierung heißt hier, dass man in der Lage ist, diese Codes auch zu lesen.<br />
<strong>Queer</strong> = Sammelbegriff für alle Menschen, die sich als nicht-heterosexuell definieren und/oder sich nicht mit ihrem geborenen Körper identifizieren (Transident, Genderqueer, Schwul, Bisexuell, Lesbisch und viele mehr)</p>
<p><strong> </strong><br />
<strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ihr fühlt euch in eurer Transsexualität nicht ernst genommen? #teamtrans* berät euch auf dem <span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=-uLH3uLyQlk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube-Kanal von queerblick</a></strong>.</span></li>
<li>Amintas <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Plädoyer gegen Homophobie</strong>.</a></span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Migrationsvordergrund &#8211; Interview mit Aimen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/07/migrationsvordergrund-aimen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2019 07:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbst wenn du in Deutschland geboren bist, die Sprache sprichst, einen deutschen Pass hast &#8211; du wirst noch lange nicht als Deutscher anerkannt, weil du in deinem Aussehen nicht den Vorstellungen vieler Menschen eines &#8222;richtigen Deutschen&#8220; entsprichst. Diesen MigrationsVORDERgrund kannst du nicht ablegen, er ist in deinem Körper und in den Vorurteilen vieler Menschen fest]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Selbst wenn du in Deutschland geboren bist, die Sprache sprichst, einen deutschen Pass hast &#8211; du wirst noch lange nicht als Deutscher anerkannt, weil du in deinem Aussehen nicht den Vorstellungen vieler Menschen eines &#8222;richtigen Deutschen&#8220; entsprichst. Diesen MigrationsVORDERgrund kannst du nicht ablegen, er ist in deinem Körper und in den Vorurteilen vieler Menschen fest verankert.</strong></p>
<p><strong>Aimen von den HeRoes plädiert dafür, Menschen mit Migrationsvordergrund in ihrer Individualität wertzuschätzen und sie nicht in Schubladen zu stecken. </strong></p>
<p><span id="more-11701"></span></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/top-5-die-nervigsten-sprueche-fuer-menschen-mit-migrationsvordergrund/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>In diesem Video</strong></a> der HeRoes geht es um die Top 5 der nervigsten Sprüche, die sich Menschen mit Migrationsvordergrund anhören müssen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Behindert</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/05/behindert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2019 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Am heutigen Sonntag findet unter dem Motto &#8222;Mission: Inklusion&#8220; der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. In Berlin beispielsweise geht eine große Demonstration an den Start &#8211; weitere Infos dazu findest du auf der Webseite des Protesttags. Und hier auf meinTestgelände präsentieren wir euch einen Text der Story-Teller &#8211; geschrieben hat ihn]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am heutigen Sonntag findet unter dem Motto &#8222;Mission: Inklusion&#8220; der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. In Berlin beispielsweise geht eine große Demonstration an den Start &#8211; weitere Infos dazu findest du auf der <em><a href="http://www.protesttag-behinderte.de/#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webseite des Protesttags</a></em>. Und hier auf meinTestgelände präsentieren wir euch einen Text der Story-Teller &#8211; geschrieben hat ihn Birgit Hohnen. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-11402"></span></p>
<p>Ich lebe mit Behinderung. Und das ist eben so. Und manchmal habe ich Wut darauf. Aber. Ich bin wie ich bin, und ich bin auch anders. Alle sind anders. Das ist auch Gleichheit. Ich habe einen Behindertenausweis, also bin ich behindert. Das ist wie es ist. Ich bin wie ich bin. Das kann man und braucht man nicht heilen. Das ist mein eigener Standard. Wenn ich meinen Kopf zur Seite lege, habe ich eine Schaukelfunktion. Das ist eine Funktion, die ich mir aber nur vorstelle. Ich kenne einen, der hat eine echte Schaukelfunktion. Der hat nur seine Schaukelfunktion und sonst nix, glaube ich. Jeder hat so seine Funktion.</p>
<p>Ich frage mich ernsthaft: Warum schreibt man über Behinderung und nicht einfach über sich? Ich denke nach. Ich bin ein Mensch, der sich äußert. Ich habe etwas beizutragen. Ist man behindert, weil man nicht gehen kann, weil man anders denkt oder weil man eine andere Logik oder Logistik hat? Ist man behindert oder wird man behindert? Und: Ist man vielleicht auch talentiert?</p>
<p><em>Behindert, was das heißt?</em>&#8211; Behindert ist luftig leicht, schwer wie Blei, anstrengend meist, Quäle-Seele. Mensch geht oder humpelt oder fährt im Rollstuhl. Manche können ohne Rollstuhl nicht gehen. Die Barrieren sind nervig. Barrieren behindern. Mit Rollstuhl ist nervig, mit Behinderung in Gesicht oder Gehirn oder Körper oder Bewegung ist nervig; weil andere Menschen komisch gucken und denken: Oho, behindert! Es gibt Leute, die sehen mich und kennen mich nicht. Die denken, ich bin vielleicht ein UFO. Ich bin groß und dünn. Ich kann singen und tanzen. Ich fahre mit der S-Bahn. Ich stehe morgens früh auf, dusche, esse, gucke auf die Uhr: Wann muss ich los? Manchmal früher, manchmal später. Ich arbeite im Theater. Ich bin unterschiedlich drauf: traurig, sauer, böse, lustig, fröhlich, verliebt, Daumen hoch oder runter oder mittel. Ich finde gut an mir, dass ich ein toller Mensch bin, ein lustiger Typ. Ich kann mit Leuten reden; auch wenn ich mal Probleme habe. Ich kann getrennte Wege gehen, wenn mir jemand Schlechtes sagt. Wenn ich in den Spiegel gucke, finde ich besonders schön, wie das Herz pocht. Und das Herz sagt: Ich bin bei dir, Kathi. (Kathi Bromka hat das Williams-Beuren-Syndrom, was das genau bedeutet, kann sie nicht sagen, sie vermutet: „Das hat mit dem Herz zu tun. Nachts ruhe ich mich aus; ich wache morgens auf und bin ein neuer Mensch.“)</p>
<p><em>Was ich sage auf die Frage: Sind Sie behindert?</em>– Wenn mich jemand fragt, ob ich behindert bin, könnte ich sagen: Sind wir nicht alle ein bisschen behindert? Mich ärgert, dass bei uns Menschen mit Unterstützungsbedarf oft mehr auf unsere Schwächen als auf unsere Stärken gesehen wird. Ja, wir haben schon so unsere Probleme. Aber die hat doch jeder. Kein Mensch ist vollkommen. Jeder sollte akzeptiert werden wie er ist, solange er nicht anderen etwas tut. (Michael Schumacher hat Asperger-Autismus, Pazifismus und wünscht sich eine Welt ohne Schubladen voll Vorurteilen.)</p>
<p>Ich bin nicht vom Mars! (Peter Burhorn)</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Stöbert doch mal ein bisschen im Profil der Story-Teller herum😊</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spuck auf rechts</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/spuck-auf-rechts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Haszcara]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2018 07:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[“Spuck auf rechts” ist eine YouTube-Reihe von Gigoflow und seiner Crew “Gitta Spitta”, die verschiedene MCs mit Texten gegen rechts featuret. Das ist zur Zeit wieder mal besonders aktuell. Daher wollen wir euch einen starken Track von Haszcara aus der „Spuck auf rechts“-Reihe nicht vorenthalten. Mehr dazu: Die aktuelle Single von Haszcara inkl. Video findet]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>“Spuck auf rechts” ist eine YouTube-Reihe von Gigoflow und seiner Crew “Gitta Spitta”, die verschiedene MCs mit Texten gegen rechts featuret. Das ist zur Zeit wieder mal besonders aktuell. Daher wollen wir euch einen starken Track von Haszcara aus der „Spuck auf rechts“-Reihe nicht vorenthalten.</strong></p>
<p><span id="more-10895"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cIo6tW9ANiU" target="_blank" rel="noopener"><strong>aktuelle Single</strong></a> von Haszcara inkl. Video findet ihr hier.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier gehts zum <a href="https://www.youtube.com/channel/UCDjOEb0BJuUmGfUYz8Yzqdg" target="_blank" rel="noopener"><strong>YouTube-Channel von Gitta Spitta</strong></a>, auf dem ihr weitere Videos aus der „Spuck auf rechts“ Reihe sehen könnt.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine Story &#8211; Mein Leben</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/08/meine-story-mein-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2018 07:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Flucht]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[In den Medien tauchen sie immer nur als gefährliche Kriminelle auf: junge geflüchtete Männer. Woher sie kommen, was sie aufgegeben haben, ihre Trauer um den Verlust von Freunden und Familie, all das wird kaum thematisiert. Umso wertvoller dieses Video, in dem eben jene junge Männer einen Rap geschrieben haben über das verlorene Leben, die Sehnsucht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In den Medien tauchen sie immer nur als gefährliche Kriminelle auf: junge geflüchtete Männer. Woher sie kommen, was sie aufgegeben haben, ihre Trauer um den Verlust von Freunden und Familie, all das wird kaum thematisiert. Umso wertvoller dieses Video, in dem eben jene junge Männer einen Rap geschrieben haben über das verlorene Leben, die Sehnsucht und den Schmerz.</strong></p>
<p>(via Väter in Köln e.V.)</p>
<p><span id="more-10854"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/heimat-iraki-brothers/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>dem Song Heimat</strong></a> von den Iraki Brothers geht es ebenfalls um das Gefühl, die vetraute Umgebung zu vermissen und sich in einem neuem Umfeld zurecht zu finden.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/12/asyl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in diesem Track</strong></a> rappt EBOW zum Thema Asyl.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Schrank voller Schubladen von Annika Krüger</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/06/ein-schrank-voller-schubladen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2018 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein gut organisiertes Schubladensystem kann in dieser dynamischen Welt sicher für einige hilfreich sein, da muss halt nicht soviel nachgefragt, nachgedacht und verstanden werden. Da lassen sich Menschen anhand äußerer Merkmale schnell einsortieren. Annika von LizzyNet wünscht sich aber ein wenig mehr Offenheit. Denn oft überraschen uns Menschen, da sie einfach in keine Schublade passen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein gut organisiertes Schubladensystem kann in dieser dynamischen Welt sicher für einige hilfreich sein, da muss halt nicht soviel nachgefragt, nachgedacht und verstanden werden. Da lassen sich Menschen anhand äußerer Merkmale schnell einsortieren. Annika von LizzyNet wünscht sich aber ein wenig mehr Offenheit. Denn oft überraschen uns Menschen, da sie einfach in keine Schublade passen wollen – und wir selbst wollen es ja eigentlich auch nicht.</strong></p>
<p><span id="more-10691"></span></p>
<p><strong>Über individuelle Stereotypen und stereotype Individualität</strong></p>
<p>Fast jeden Tag passiert es: Morgens am Busbahnhof sehen wir einen Mann im Anzug und gehen aufgrund seiner Kleidung automatisch davon aus, dass er sicherlich sehr konservativ ist. Neben ihm steht eine junge Frau in schrillen Klamotten und mit bunt gefärbten Haaren. Sie ist politisch sicherlich nach links orientiert und lebt ein Leben ohne Regeln und Grenzen.</p>
<p>Sicher kennt ihr noch andere Beispiele. Deutlich wird hier aber schon: Wir denken ständig in Stereotypen. In unserem Kopf befindet sich quasi ein riesiger Schrank, der unzählige Schubladen enthält. Und in diese sortieren wir die vielen Menschen, die wir täglich sehen und vielleicht auch kennenlernen, fein säuberlich ein. Jede Schublade wiederum enthält ein vorgefertigtes Muster, dem wir andere Menschen – zum Beispiel wegen ihres Aussehens – zuordnen. Oft müssen wir uns dabei eingestehen, dass wir mit den Personen, um die es geht, nur sehr wenig-, oder sogar gar nicht gesprochen haben. Nicht selten entscheiden wir nur ausgehend davon, was wir sehen, was wir von einer Person halten sollen und ob wir sie auf anhieb mögen, oder nicht. Sicher mag der Eine stärker in Schubladen denken als der andere, aber bestimmt haben wir alle schon einmal die Erfahrung gemacht, dass man andere beurteilt, ohne sie tatsächlich zu kennen.</p>
<p><strong>Wenn nicht drinsteckt, was draufsteht…</strong></p>
<p>So werden denn einige von euch auch schon einmal in der Situation gewesen sein, dass sie völlig irritiert waren, wenn die Muster, denen wir andere zuordnen, nicht passen. Wenn wir nämlich plötzlich erfahren, dass der Mann im Anzug, den wir in die Schublade „konservativ“ gesteckt haben in seiner Freizeit nicht nur Heavy Metal hört, sondern auch selbst in einer Band spielt, können wir damit am Anfang oft nicht umgehen. Schließlich wird so unsere vorgefertigte Meinung völlig zerstört. Genauso verhält es sich mit der jungen Frau in schrillen Klamotten und mit bunt gefärbten Haaren. Erzählt sie uns auf einmal, dass sie weder einer linken Bewegung, noch der Hausbesetzerszene oder ähnlichem angehört, sondern mit ihrem Ehemann und den gerade geborenen Zwillingen Max und Moritz in einem kleinen Reihenhaus lebt, wissen wir oft nicht, was wir sagen sollen.</p>
<p><strong>Uniform/Schablonenhaft/Immer gleich/Gleichförmig sind nur die Anderen</strong></p>
<p>Völlig anders sieht es allerdings bei unserer Selbstwahrnehmung aus. Wie oft denken wir zum Beispiel: „Ich bin individuell“, oder „Ich bin nicht so, wie die breite Masse.“ Während wir also andere Personen teilweise beliebig in Schubladen stecken und ihnen Verhaltensweisen andichten, die sie vielleicht gar nicht an den Tag legen, nehmen wir uns selbst als Individuum war und möchten, dass dies bitte auch andere tun. Wir möchten mit all unseren individuellen Stärken und Schwächen wahrgenommen werden, ohne in eine bestimmte Kategorie abgeschoben zu werden.</p>
<p><strong>Etwas mehr Offenheit</strong></p>
<p>Natürlich denken wir alle in Stereotypen. Und das vermutlich jeden Tag. Sicher ist es auch in Ordnung, dass wir Menschen bis zu einem bestimmten Punkt in unserer privates Schubladensystem einordnen. Nur sollten wir uns doch vielleicht das ein oder andere Mal die Mühe machen, eine Person besser kennenzulernen und ihr die Chance geben uns zu zeigen, dass sie nicht unseren Vorurteilen entspricht. Es könnte nämlich ein ganz anderer Mensch dahinterstecken, als wir vermuten…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/04/die-vorurteilsfalle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>einen weiteren tollen Text zum Thema Vorurteile</strong></a>, ebenfalls von LizzyNet.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Vor allem geflüchtete Menschen werden in Deutschland oft in Schubladen gesteckt. In Neuruppin haben sich einige <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/gefluechtete-in-neuruppin-eine-umfrage/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Geflüchtete auf der Straße umgehört</strong></a>, was die Leute von ihnen denken.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Vorurteilsfalle</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/04/die-vorurteilsfalle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2018 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum darf ein dicker Mensch eigentlich nicht sportlich und ein dünner Mensch kein Couch-Potato sein? Warum denken viele Menschen bei dicken Menschen eigentlich so schnell an Fast Food und bei Dünnen an Sport und Salat? Vermutlich weil sie Vorurteile haben. Mit diesen möchte Lea von LizzyNet in ihrem Text aufräumen. Woran denkt ihr, wenn ihr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum darf ein dicker Mensch eigentlich nicht sportlich und ein dünner Mensch kein Couch-Potato sein? Warum denken viele Menschen bei dicken Menschen eigentlich so schnell an Fast Food und bei Dünnen an Sport und Salat? Vermutlich weil sie Vorurteile haben. Mit diesen möchte Lea von LizzyNet in ihrem Text aufräumen.</strong></p>
<p><span id="more-10527"></span></p>
<p>Woran denkt ihr, wenn ihr einen dicken Menschen seht? An Pommes bei McDonald’s und einen doppelten Frappuccino bei Starbucks? Woran denkt ihr, wenn ihr einen sehr schlanken Menschen seht? An akkurat abgewogene Mahlzeiten und Zwangsernährung wegen Magersucht? Woher wisst ihr, dass ihr damit auch richtig liegt?<em><br />
</em>Unsere Klischees und Vorurteile begleiten unseren gesamten Alltag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr. Natürlich arbeiten die meisten von uns an unseren Klischees und viele unserer Vorurteile lassen sich auch ausräumen, egal ob durch Fakten oder Erfahrungen.</p>
<p>Wie ist es jedoch mit Vorurteilen, die wir weniger bewusst wahrnehmen, die wir beinahe als objektiven Fakt akzeptieren, als ein „Das kann doch gar nicht anders sein“? Wie sollen wir versuchen, solche Vorurteile auszumerzen, wenn wir uns ihrer gar nicht wirklich bewusst sind? Da sich so gut wie niemand mit diesen Themen befasst, habe ich beschlossen, einen kurzen Artikel zu schreiben, der auf das Problem aufmerksam machen soll.</p>
<p>Fast jeder denkt doch bei übergewichtigen Menschen an zügelloses Essen oder bei sehr, sehr schlanken Menschen an bekannte Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie. Dass Betroffene unter solchen Klischees leiden, bekommt man als bloßer Betrachter, als vorbeieilender Passant kaum mit. Ganz unabhängig davon, ob das Gewicht zu hoch oder zu niedrig ist, bemerken Betroffene die Blicke und meistens kennen sie schon alle möglichen Kommentare von Menschen, die keine Ahnung über den Hintergrund der Betroffenen haben.</p>
<p>Wenn wir einen Menschen im Rollstuhl anstarren oder jemanden, der etwa an einer Hautkrankheit leidet, dann ist uns das viel eher bewusst als wenn wir Menschen wegen ihres Gewichtes anstarren. Dass aber manche, wohlgemerkt nicht alle, für ihr Gewicht nicht so viel können, geht uns nicht durch den Kopf. Ich bin selbst nicht ganz schlank und kenne diesbezüglich schon alle Bemerkungen. Dass ich dumm bin, nur, weil ich keine Modelmaße habe, dass ich extrem unsportlich sein muss und faul noch obendrein, alles habe ich schonmal gehört. Stammgast bei Fast-Food-Ketten bin ich natürlich auch, wenn es nach der Meinung anderer geht. Die Meinung der anderen, derjenigen, die mich nicht kennen und sich unmöglich eine Meinung bilden konnten, die auf etwas anderem als Vorurteilen und Klischees beruht.</p>
<p>Natürlich gibt es viele Menschen, die keinen Sport treiben, nur Ungesundes essen und weniger Selbstkontrolle haben, umgekehrt solche, die so viel Sport treiben und so wenig essen, dass ihr Leben ernsthaft in Gefahr gerät. Das muss aber nicht zwingend so sein. Vor allem im Sport fällt auf, dass das Gewicht einer Person nicht zwingend auf den bekannten Klischees beruhen muss. Eine Boxerin oder eine Kugelstoßerin müssen etwa mehr wiegen, sind aber trotzdem sehr sportlich, trainiert und diszipliniert. Genau umgekehrt ist es etwa bei Turnerinnen, die sehr schlank sein müssen aber dennoch nicht gleich magersüchtig sind.</p>
<p>Ich selbst mache regelmäßig Sport, trainiere gerade für den 10 Kilometer-Lauf, ernähre mich ausgewogen, esse Salat zu den Mahlzeiten und statt normalem Brot Vollkornprodukte. Ich fahre auch gerne mal mit dem Fahrrad, statt mit dem Bus und schaffe es, den ganzen Abend neben meinem Bruder zu sitzen, der Chips ohne Ende futtert, und mir keinen zu nehmen. Etwas übergewichtig bin ich trotzdem.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>In diesem Text hat sich Sophia mit <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Vorurteilen gegenüber Bisexualität</strong></a> beschäftigt.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Auch in diesem Text muss sich der Autor mit <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/11-september/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Vorurteilen gegenüber seiner Person</strong></a> auseinandersetzen.</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jackie über Bisexualität</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/01/jackie-ueber-bisexualitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2018 07:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Bisexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Jackie von unserer Redaktionsgruppe „Was geht Almanya“ aus Hagen liebt Männer* und Frauen*, ist also bisexuell. Im Interview erzählt sie, wie Menschen darauf reagieren, welche Formen von Diskriminierung sie erlebt hat und inwieweit all das ihre berufliche Zukunft beeinflusst.  Mehr dazu: In diesem Text von Sophia geht es um Vorurteile gegenüber Bisexualität. Und in dieser]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jackie von unserer Redaktionsgruppe „Was geht Almanya“ aus Hagen liebt Männer* und Frauen*, ist also bisexuell. Im Interview erzählt sie, wie Menschen darauf reagieren, welche Formen von Diskriminierung sie erlebt hat und inwieweit all das ihre berufliche Zukunft beeinflusst.</strong></p>
<p><span id="more-10334"></span></p>
<p><strong> </strong><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>In diesem Text von Sophia geht es um <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Vorurteile gegenüber Bisexualität</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und in dieser Folge Couch-Plausch geht&#8217;s um <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/diskriminierung-lsbt-szene/" target="_blank" rel="noopener">Diskriminierung innerhalb der LSBT* Szene</a>.</strong></span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>11. September! Ich bin kein Politiker verdammt!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/10/11-september/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Oct 2017 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein junger Mann flüchtet vor Krieg und Gewalt aus seiner Heimat. Nach einer langen Reise erreicht er Deutschland und bekommt hier nach einer sich hinziehenden Zeit der Ungewissheit eine Aufenthaltsgenehmigung. Damit verbunden sind Behördengänge, um seine berufliche Zukunft zu besprechen. Aber was hat eigentlich der 11. September damit zu tun? Ich war sehr zufrieden beim]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein junger Mann flüchtet vor Krieg und Gewalt aus seiner Heimat. Nach einer langen Reise erreicht er Deutschland und bekommt hier nach einer sich hinziehenden Zeit der Ungewissheit eine Aufenthaltsgenehmigung. Damit verbunden sind Behördengänge, um seine berufliche Zukunft zu besprechen. Aber was hat eigentlich der 11. September damit zu tun?</strong><br />
<span id="more-9736"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich war sehr zufrieden beim ersten Besuch im Jobcenter. Nach vielen Jahren als Asylbewerber hatte ich keine gute Arbeitserlaubnis und keine Hilfe bekommen und auch keine Arbeitsberatung und …. Jetzt habe ich eine Aufenthaltserlaubnis, meine rechtliche Situation hat sich verbessert, ich kann arbeiten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich habe mit selber gesagt: wauw ich erzähle meine vielen Geschäftsideen und darüber bekomme ich Beratung und verstehe besser, was ich machen kann für mein neues Geschäft, das ich plane.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich habe an die Tür vom Berater geklopft und bin rein gegangen, alles sah okay aus außer einer Bananenschale, die der angestelte Mann auf die Heizung gelegt hat, das fand ich komisch und lachte, habe aber nichts gesagt. Ich lachte, weil die Bananenschale ein bisschen dunkel geworden war ! Okay sagte der Mann und ich habe meine persönlichen Daten gegeben und meinen Lebenslauf. Wegen anderen Zeugnissen hat der Angestellte mir einen anderen Termin gegeben. Er sagte, ich gebe dir einen neuen Termin am 11. September und ich sagte ok danke und auf Wiedersehen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 11. September war ich schon wieder in demselben Zimmer und wollte meinen Termin machen, ich habe wieder die Bananenschale auf der Heizung gesehen und gelacht, weil der Müll sehr schwarz geworden war aber irgendwie der Mann das nicht bemerken kann! ich habe mit selber gesagt warum sie putzen nicht ihre Zimmer?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Angestellte gab mir ein paar Papiere zum Unterschreiben und sagte schreib auch das Datum neben deine Unterschrift und plötzlich sagte er: wauw wir treffen uns heute an einem sehr bestimmten Tag. Ich fragte: ein bestimmter Tag? Heute?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Mann sagte ja, 11. September, dieser Terrorist Bin Laden und Terroranschlag in den USA! Ich wollte erraten was er sagen will, als er plötzlich sagte: du musst traurig sein! Viele Menschen sind bei diesem Terroranschlag gestorben und das finde ich seltsam, dass wir an diesem Tag uns treffen!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich sagte den Termin haben Sie selber mir gegeben und das ist nicht ein Zufall!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wenn es auch Zufall ist, was hat dieser Terroranschlag mit mir zu tun? Machen Sie Ihre Arbeit und geben sie meine Papiere, ich muss den Zug erreichen und dann zu meinem Deutschkurs ! Wir haben leider noch eine halbe Stunde darüber diskutiert!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit dem 11. September habe ich keine Ruhe im Deutschkurs und verstehe ich gar nichts, weil ich denke, dass vieleicht andere denken auch dass ich ein Terrorist bin!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Jetzt sehe ich meine Geschäftsidee 1000 Kilometer weg von mir und ich denke dass keine gute Arbeit von Ausländern in Deutschland funktionieren kann, nicht nur mein Praktikum und Ausbildung und auch mein Deutsch, weil es zwischen uns Menschen hier in Deutschland kein Vertrauen gibt!</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ohne Vertrauen Medikamente werden Gift, Hilfen werden Unglück, Schönheiten werden große Lügen, ohne Vertrauen wir werden fake friends und ohne Vertrauen was sind wir?!?!?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: 400;">Die Iraki Brothers mit einem <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/heimat-iraki-brothers/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Rap-Song</strong></a> über die Bedeutung von Heimat.</span></li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Vieles, was auf der Welt zur Zeit passiert, erscheint absurd. Florian beobachtet dies und beschreibt <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/die-welt-hautnah/" target="_blank" rel="noopener"><strong>in diesem Text</strong></a> seine Gedanken dazu.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mann sein &#8211; ein Gespräch unter Jungen (Teil 2)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/mann-sein-ein-gespraech-unter-jungen-teil-2/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/mann-sein-ein-gespraech-unter-jungen-teil-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[DieJungenHelden]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jul 2017 07:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Redaktionsgruppe DieJungenHelden haben sich darüber unterhalten, was es heißt, Mann zu sein. Offen und reflektiert diskutieren sie im zweiten Teil des Gesprächs positive wie auch negative Aspekte.  Kadir: Das ist aber auch das, was am Mann-Sein so negativ ist, dass gefordert wird, dass Männer keine Schwäche zeigen sollen – das setzt  viele Männer unter]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b></b><b></b><strong>Unsere Redaktionsgruppe DieJungenHelden haben sich darüber unterhalten, was es heißt, Mann zu sein. Offen und reflektiert diskutieren sie im zweiten Teil des Gesprächs positive wie auch negative Aspekte. </strong></p>
<p><span id="more-9117"></span></p>
<p><strong>Kadir:</strong></p>
<p>Das ist aber auch das, was am Mann-Sein so negativ ist, dass gefordert wird, dass Männer keine Schwäche zeigen sollen – das setzt  viele Männer unter Druck.</p>
<p><strong>Andy:</strong></p>
<p>In der Schule zeigen wir unsere Gefühle nicht – unseren Freunden schon und wir reden auch darüber.</p>
<p><strong>Kadir:</strong></p>
<p>Ja, untereinander geht das.</p>
<p><strong>Amil: </strong></p>
<p>Ja.</p>
<p><strong>Kadir:</strong></p>
<p>Mir ist dazu aufgefallen, dass Mädchen nicht loslassen können. Wenn eine Beziehung auseinander geht oder sie sich übereinander geärgert haben, bleibt das lange bestehen und wird immer wieder hervorgeholt.</p>
<p>Männer diskutieren das aus oder schauen darüber hinweg wenn sie mal eine andere Meinung haben, da gibt es so eine Art Brüderschaft, die ich bei Frauen nicht so spüre.</p>
<p>Bei Männern ist das intensiver würde ich sagen. Wenn es nicht mehr passt, trifft man sich eben mit anderen, aber man lästert nicht ständig übereinander.</p>
<p><strong>Alexandros:</strong></p>
<p>Ich sehe das so:  wenn ich Streit mit einem sehr guten Freund habe, mit Kadir zum Beispiel – wir haben eine sehr gute Bindung – dann diskutieren wir das aus und es ist gut. Es kommt sehr auf die Beziehung an, die man hat. Die Mädchen bleiben wie schon gesagt – in ihren Streitereien stecken.</p>
<p><strong>Kadir:</strong></p>
<p>Für mich ist das Schöne am Mann-Sein, dass wir viel Vertrauen bekommen und Verantwortung übernehmen. Wie bei Alexandro, der seine Schwester abholt. Das zeigt dann, dass die Eltern Sicherheit wollen und uns einsetzen. Das ist etwas Schönes finde ich. Und auch die Freiheiten, die man als Mann hat.</p>
<p><strong>Andy:</strong></p>
<p>Als Frau würde ich es bedrückend finden, dass die Männer dominanter sind. Würde ein Mädchen etwas zu mir sagen, würde ich antworten: „Ja, ist halt so.“ aber sie könnte mir nichts anhaben. So eine Unverwundbarkeit als Mann.</p>
<p><strong>Alexandros:</strong></p>
<p>Was ich noch gut finde: öffentlich können die Jungs viel mehr so sein, wie sie sind. Ich kann mich so zeigen wie ich bin, ich kann verrückt sein, wenn ich die Laune dazu hab. Mädchen sind da nicht so verspielt und eher zurückhaltend. Das kommt erst, wenn man die Mädchen gut kennt. Ich habe auch eine beste Freundin und finde es schön, so wie sie ist. Wenn ich weiß, da ist keine Maske aufgesetzt.</p>
<p>Es ist doch so: Sobald wir in die Schule gehen, sind wir eine andere Person. Wir verstellen uns einfach, damit wir in der Gesellschaft gut ankommen.</p>
<p>Man will ja dazugehören und dafür muss man in ein bestimmtes Raster passen und auch Markenklamotten tragen. Das fängt Ende der Grundschule an. Es gibt auch die Angst, dass man ein Außenseiter ist oder gemobbt wird, wenn man nicht in die Gesellschaft passt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Hier lest ihr den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/06/mann-sein-ein-gespraech-unter-jungen-teil-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ersten Teil des Gesprächs</strong></a>.</li>
<li>Was Männer eigentlich wollen, erfahrt ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/05/was-maenner-wollen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in diesem Video von queerblick</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Geflüchtete in Neuruppin &#8211; eine Umfrage</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/06/gefluechtete-in-neuruppin-eine-umfrage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jeco]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jun 2017 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Es wird viel über Geflüchtete gesprochen &#8211; und viel zu selten mit ihnen. Noch seltener stellen sie selbst die Fragen. Hamid ist vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen, geflüchtet aus Afghanistan. Jetzt lebt er in Neuruppin und möchte wissen, wie die Neuruppiner*innen über Geflüchtete denken. Mehr dazu: Ein Film über Freundschaft, Freiheit und Flucht. Die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es wird viel über Geflüchtete gesprochen &#8211; und viel zu selten <em>mit</em> ihnen. Noch seltener stellen sie selbst die Fragen. Hamid ist vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen, geflüchtet aus Afghanistan. Jetzt lebt er in Neuruppin und möchte wissen, wie die Neuruppiner*innen über Geflüchtete denken.</strong></p>
<p><span id="more-9080"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ein Film über <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/freiheit-freundschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Freundschaft, Freiheit und Flucht</strong></a>.</li>
<li>Die Iraki Brothers rappen über ihre <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/heimat-iraki-brothers/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Heimat und das Gefühl</strong></a>, diese verlassen zu müssen.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesegneter Ramadan!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/06/gesegneter-ramadan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2017 07:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Wetter ist schön, es ist warm draußen – und es ist Ramadan. Das heißt: viele Muslim_innen fasten. Weder essen noch trinken, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Annalena und Lea von „Was geht Almanya“ finden das absolut respektabel &#8211; und keinesfalls bemitleidenswert. ,,Mehdi tut mir leid, weil er fasten muss!&#8220; Ist es richtig, jemanden dafür zu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wetter ist schön, es ist warm draußen – und es ist Ramadan. Das heißt: viele Muslim_innen fasten. Weder essen noch trinken, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Annalena und Lea von „Was geht Almanya“ finden das absolut respektabel &#8211; und keinesfalls bemitleidenswert.</strong></p>
<p><span id="more-8995"></span></p>
<p><em>,,Mehdi tut mir leid, weil er fasten muss!&#8220;</em></p>
<p>Ist es richtig, jemanden dafür zu bemitleiden, der aus religiöser Überzeugung während des Ramadans fastet? Mitleid? Echt jetzt?!</p>
<p>Wir sind der Meinung, dass die oder der Fastende vielmehr Respekt als Mitleid verdient. Einen ganzen Monat lang bei brennender Hitze tagsüber nichts zu essen, nichts zu trinken und &#8211; abgesehen davon – seine / ihre Frau oder ihren / seinen Mann den ganzen Tag nicht küssen zu dürfen.</p>
<p>Wir denken, dass dies bewundernswert ist. Wenn jemand wegen seines Glaubens die Disziplin hat, diese Herausforderungen des Ramadans auf sich zu nehmen, dann verdient diese Person unseren Respekt.</p>
<p>Wir haben im Jugendkulturzentrum Kultopia wie jedes Jahr jeden Mittwoch zu Beginn des Sommers eine Grillveranstaltung, bei der es überwiegend Burger gibt.</p>
<p>Mehdi stand während der Fastenzeit bei einer Hitze, die kaum auszuhalten war, am Grill und hat trotz Hunger und Durst die Burger für die Gäste zubereitet.</p>
<p>Ich habe gesehen, dass es ihm nicht gut ging. Ich hatte kein Mitleid, weil ich weiß, dass Mehdi dies aus Überzeugung getan hat und immer noch tut, aber ich empfand Mitgefühl. Ich habe ihm einen nasskalten Lappen in den Nacken gelegt, damit er eine kleine Abkühlung bekommt und um ihm das Arbeiten etwas erträglicher zu machen.</p>
<p>Viele Menschen kritisieren diejenigen, die an Ramadan fasten. Sie empfinden es als schwachsinnig, im heißen Sommer bei kaum auszuhaltenden Temperaturen nichts zu essen oder zu trinken. Der Grund für ihre Kritik ist einfach der , dass sie nicht verstehen können, dass mensch so etwas für seinen Glauben und für seine Überzeugung auf sich nimmt.<strong> </strong><strong> </strong></p>
<p><strong>Warum fasten Muslime an Ramadan?</strong></p>
<p>Der Prophet Muhammed ist laut Koran der letzte Prophet und somit auch die wichtigste Person im Islam, ähnlich wie Jesus im Christentum. Muhammed hatte an Ramadan seine erste Offenbarung und im islamischen Kalender ist Ramadan der neunte Monat.</p>
<p>An Ramadan fühlen sich also Muslime dazu verpflichtet zu fasten, um Gottes Gunst zu erlangen.</p>
<p>Darüber hinaus nehmen sie sich in der Fastenzeit eine Auszeit für Körper und Seele, damit diese zur Ruhe kommen und sie ihren Körper von innen reinigen können.</p>
<p>Fasten bedeutet zudem, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, und der Verzicht auf überflüssige Dinge wie Luxus und Konsum. Sie können dadurch besser nachvollziehen, wie es armen und hungernden Menschen ergeht.</p>
<p>Wir sind der Auffassung, dass jede und jeder sich erst einmal mit dem Ramadan auseinander setzen sollte, bevor er/sie diesen kritisiert oder Fastende bemitleidet. Und wenn kein Verständnis dafür bestehen sollte, so sollte mensch dieses zumindest respektieren.</p>
<p>In diesem Sinne wünschen wir allen unseren muslimischen Mitmenschen weiterhin ein gesegnetes und friedliches Ramadanfest.</p>
<p>(Annalena Schneider, Lea Zahel, Redaktionsgruppe „Was geht, Almanya?!“)</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Mare in einer persönlichen Auseinandersezung <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/du-sollst-doch-liebe-heissen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>mit ihrer Religion</strong></a>.</li>
<li> Mehr von der Redaktionsgruppe &#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/author/almanya/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Was geht Almanya</strong></a>&#8222;.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was Männer wollen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/was-maenner-wollen/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/was-maenner-wollen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2017 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[„Nicht unser Handeln definiert uns, sondern die Einstellung zu uns selber, zumindest nur für uns.“ In diesem Slam-Text von queeblick geht es um Männer und darum, was sie wollen und wie sie sein sollen. Und das ist manchmal ganz anders, als die gängigen Geschlechterklischees es so vorgeben&#8230; Mehr dazu: Abdoul mit seiner Antwort, was für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Nicht unser Handeln definiert uns, sondern die Einstellung zu uns selber, zumindest nur für uns.“ In diesem Slam-Text von queeblick geht es um Männer und darum, was sie wollen und wie sie sein sollen. Und das ist manchmal ganz anders, als die gängigen Geschlechterklischees es so vorgeben&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-8820"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Abdoul mit seiner Antwort, was <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/was-macht-fuer-dich-einen-mann-aus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>für ihn einen Mann ausmacht</strong></a>.</li>
<li>Auch Dominik beschäftigt dieses Thema. Und er hat <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/was-ist-maennlichkeit-eine-endgueltige-antwort/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>eine endgültige Antwort</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Charlatan Brothers: Menschlichkeit</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/charlatan-brothers-menschlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jackson]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 07:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Hip Hop]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Menschlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Charlatan Brothers beschreiben die Probleme auf der Welt. Direkt und auf den Punkt, wie im Rap üblich. Und sie liefern auch gleich noch einen Lösungsansatz: mehr Menschlichkeit! Weil hier jedes Wort Gewicht hat, liefern wir euch den Songtext gleich mit. Menschlichkeit von den Charlatan Brothers PART1: Was ist los mit der Gesellschaft, ich spüre]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Charlatan Brothers beschreiben die Probleme auf der Welt. Direkt und auf den Punkt, wie im Rap üblich. Und sie liefern auch gleich noch einen Lösungsansatz: mehr Menschlichkeit! Weil hier jedes Wort Gewicht hat, liefern wir euch den Songtext gleich mit.</strong></p>
<p><span id="more-8609"></span></p>
<p><em><strong>Menschlichkeit von den Charlatan Brothers</strong></em></p>
<p>PART1: Was ist los mit der Gesellschaft, ich spüre zu viel Hass,</p>
<p>zu viel Unwissenheit, das ist wirklich krass</p>
<p>es führt zu Problemen und zu Konflikten</p>
<p>alle glauben was die Medien berichten!</p>
<p>Rechtspopulisten Extremisten Terroristen Faschisten</p>
<p>überall auf der Welt sind sie vor Ort</p>
<p>USA, Naher Osten, und sogar bei dir im Ort</p>
<p>mach nur deine Augen auf die Welt ist nicht bunt</p>
<p>schon immer gibt es Krieg, wir kommen niemals zur Vernunft!</p>
<p>Kein klare Haltung erst dafür und dann dagegen</p>
<p>statt was zu tun sind alle nur am reden</p>
<p>und erzählen was von Willkommens Kultur</p>
<p>aber selbst das erfordert Menschlichkeit!</p>
<p>ich meine jeden da Draußen jeden da Draußen</p>
<p>PART2:</p>
<p>Gesellschaft mit Klischees, Schubladendenken</p>
<p>Menschen voller Vorurteile und voll mit Ängsten</p>
<p>zu viel Differenzen zwischen den Menschen</p>
<p>Barriere der Sprache das ist das ist was sie denken</p>
<p>das Nahrgut der Rechten um die Dummen zu lenken</p>
<p>Ich Rappe diesen Track um den hass zu beenden</p>
<p>gegen jeden Rechten Nazi gegen jeden Faschist</p>
<p>gegen jeden da draußen der Fremdenfeindlich ist</p>
<p>gegen jeden Terrorist der den Islam in den Dreck zieht</p>
<p>gegen jeden Bombe auf der Welt die in Luft fliegt</p>
<p>ich Rap für jeden der für den Frieden kämpft</p>
<p>jeden der sagt: Mensch ist Mensch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ecxes mit einem Track, der in <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/diewelt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>die gleiche Richtung geht</strong></a>.</li>
<li>Ein Song über <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/do-you-like-it-like-me/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Zusammenhalt und gegenseitiges Unterstützen</strong></a>, entstanden auf dem #gelände2016.</li>
</ul>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was juckt dich die Ehre deiner Schwester?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/was-juckt-dich-die-ehre-deiner-schwester/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[HeRoes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 May 2017 07:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Ehre ist für viele ein großes Wort. Mit Ehre lassen sich Beleidigungen und Gewalt rechtfertigen. Ehre ist auch immer ein Druck von außen, etwas das beschützt werden muss. Burak Yilmaz von den Heroes Duisburg arbeitet in Workshops viel zu diesem Thema und beschreibt seine positiven Erfahrungen im folgenden Text. Gewalttäter im Namen der Ehre stehen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ehre ist für viele ein großes Wort. Mit Ehre lassen sich Beleidigungen und Gewalt rechtfertigen. Ehre ist auch immer ein Druck von außen, etwas das beschützt werden muss. Burak Yilmaz von den Heroes Duisburg arbeitet in Workshops viel zu diesem Thema und beschreibt seine positiven Erfahrungen im folgenden Text.</strong><br />
<span id="more-8608"></span></p>
<p>Gewalttäter im Namen der Ehre stehen seit jeher im Fokus der gesellschaftlichen Wahrnehmung, aber es wächst eine geschlechtersensible Generation heran, die laut Ja sagt zu Geschlechtervielfalt, sexueller Selbstbestimmung und Freiheit des Individuums. Diese mutigen Jugendlichen brauchen unsere Unterstützung.</p>
<p>Es ist ein bewölkter Montagmorgen, als ich zusammen mit zwei anderen Mistreitern zu einem Workshop an eine Schule fahre, den wir zu dritt leiten werden. Wir sprechen in diesen HeRoes-Workshops über Rollenbilder, Sexismus, Familienehre und Jungfräulichkeit vor der Ehe. Das Ziel dieser Workshops besteht darin, Alltagsszenen darzustellen, Mechanismen der Gewalt offenzulegen und gemeinsam mit der Klasse Lösungsansätze zu suchen, wie man aus solchen Situationen herauskommen kann.</p>
<p><strong>Angst vor der Familie</strong></p>
<p>Auf dem Weg zur Schule sitzt Can hinten im Auto und fragt plötzlich: „Ist euch mal aufgefallen, dass viele aus unserem Kulturkreis in der Öffentlichkeit nie Händchen halten? Und sich auch nie in der Öffentlichkeit küssen? Warum ist das so?“ Wir müssen am Anfang schmunzeln, aber wir merken, worauf Can hinaus will.</p>
<p>„Das hat viele Gründe, Bruder.“, antwortet ihm Adem. „Du hast Schiss, dass deine Familie irgendwo auftaucht und dich mit einem Mädchen sieht, dass sie das direkt an deine Eltern verpetzen. Das ist wie Verfolgungswahn, wo du nicht mal in Ruhe knutschen kannst. Diese ganze Schamerziehung, die wir bekommen, als wäre Sexualität der Teufel höchstpersönlich. Man schämt sich einfach in der Öffentlichkeit zu knutschen und weil wir das nicht wahr haben wollen, nennen wir das Ganze einfach „ehrenvoll“ oder „Kultur“, weil dann müssen wir uns damit nicht auseinander setzen. Wenn wir diese Schamerziehung kritisieren, dann denken die meisten, wir würden ihre Kultur angreifen und deshalb gibt es dieses System auch schon ewig.  Jede Art von Kritik wird als Angriff auf die gesamte Kultur verstanden, obwohl wir doch alle unter dieser Scheiße leiden. Wir können noch nicht mal unsere Freundinnen mit nach Hause nehmen, weil unsere Eltern direkt mit Heiraten ankommen. Stattdessen triffst du dich mit ihr in einer anderen Stadt, mietest sinnlos Hotelzimmer oder triffst dich mit ihr im Park, wo man nicht gesehen werden kann.“</p>
<p>Ich stimme Adem zu und merke, dass ich seine Worte ergänzen muss: „Das ist nicht Kultur, das Patriarchat verkleidet sich aber als Kultur. Mit Scham und Schuld lassen sich Menschen am einfachsten einschüchtern und bevor wir diese patriarchalen Strukturen bekämpfen, müssen wir uns als allererstes von diesen Gefühlen befreien. Ist das unsere Kultur, unsere Cousinen und Schwestern zu kontrollieren? Ist das unsere Kultur, Jugendlichen Angst zu machen, wenn sie ihren Körper kennenlernen wollen? Wo bleibt da die Menschenwürde? Das ist doch nichts anderes als Gewalt.“</p>
<p><strong>Hauptsache Ehre verteidigen</strong></p>
<p>Can schaut bei meinen Worten etwas verträumt, aber auch wütend aus dem Fenster. Er fügt hinzu: „Wisst ihr was? Ein Gewaltsystem kann doch niemals Kultur sein! Das sind Familienstrukturen, die emotionale Leichen erzeugen- aber Hauptsache Ehre verteidigen! Mit wie vielen Ängsten man aufwächst, um ja nicht diese Ehre zu verlieren…“</p>
<p>Solche oder ähnliche Diskussionen, die auch mal recht emotional werden können, haben wir häufig untereinander, da wir diese Familienstrukturen, die Can meint, alle aus unserem Alltag kennen und insbesondere in unseren Workshops merken, wie viele junge Menschen unter diesem System der Familienehre leiden, obwohl sie ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben haben.</p>
<p>Als wir den Klassenraum betreten, begegnet uns eine Mischung aus neugierigen und skeptischen Blicken. Wir spielen unser erstes Rollenspiel, in dem es darum geht, dass der Vater seinen Sohn ohrfeigt und mit ihm schimpft, weil seine Schwester um 20 Uhr noch nicht zu Hause ist. Der Sohn macht sich auf die Suche nach seiner Schwester, er trifft auf dem Weg einen Freund, der ihm schon vorwirft: „Deine Schwester hängt so spät draußen rum, was denken die Leute über sie? Hol die mal nach Hause!“ Der Sohn wird nervös und begegnet aufgebracht seiner Schwester, die sich wehrt und noch eine halbe Stunde draußen bleiben will. „Guck mal wie die mit dir redet!“, hetzt der Freund den Sohn auf. „Wenn das meine Schwester wäre, hätte ich der schon längst eine geklatscht. Was ist mit deiner Ehre, Junge?“ Der Sohn fühlt sich dadurch noch motivierter und zerrt seine Schwester am Arm durch alle Öffentlichkeit und bringt sie nach Hause, wo ein wütender Vater auf die beiden wartet.</p>
<p><strong>Tabu vorehelicher Sex</strong></p>
<p>Wir merken schon nach wenigen Minuten in der anschließenden Diskussion, dass viele Schülerinnen und Schüler diese Situation von zu Hause kennen und fangen an zu diskutieren. Sie erzählen persönliche Geschichten, dass sie einen ähnlichen Vater zu Hause haben, dass viele mit diesen Strukturen nicht einverstanden sind, aber dann doch mitmachen und dass einige der Schülerinnen und Schüler nur dann einen Partner haben dürfen, wenn sie diesen auch heiraten. Voreheliche Beziehungen oder vorehelicher Sex sind ein Tabu und führen zum Ausschluss aus der Familie.</p>
<p>„Ich liebe aber meinen Freund, ich habe Gefühle! Was soll ich machen? Soll ich meine Emotionen abschneiden? Ich treffe mich heimlich mit ihm, so dass es niemand mitbekommt. Auch er fühlt sich sehr unwohl dabei und wir haben beide wahnsinnige Angst, dass man uns erwischt, aber wir lieben uns beide zu sehr, als dass wir uns davon unterkriegen lassen wollen.“, sagt eine Schülerin offen und bekommt dafür positives Feedback. Die Klasse scheint ihre Situation zu kennen.</p>
<p>Als das Thema dann zu Jungfräulichkeit kommt, gibt es einige in der Klasse, die Sex vor der Ehe für eine große Sünde halten. „Wenn meine Schwester vor der Ehe Sex haben würde, würde ich sie nie wieder anschauen!“, sagt uns einer sehr direkt. Eine aufgebrachte Schülerin schaut ihn an und sagt: „Und bei euch Männern ist das okay, oder was?“</p>
<p>Can und Adem lassen die beiden diskutieren und schnell wird deutlich, wieso es so ein Tabu ist, vor der Ehe Sex zu haben: „Weil die Leute dann über deine Familie reden, die Ehre ist dann beschmutzt!“, antwortet der Schüler und knickt langsam aus seiner starren Haltung. Die Schülerin erwidert ihm: „Was juckt die Leute denn, mit wem deine Schwester zusammen ist? Das ist ihre Entscheidung! Warum gibt man so viel Wert auf Menschen, die schlecht über einen reden? Das hat die nicht zu interessieren und wenn man es ihr verbietet, wird sie es am Ende versteckt tun! Willst du, dass sie Geheimnisse vor dir hat oder willst du Vertrauen zu ihr aufbauen?“</p>
<p><strong>Sexuelle Selbstbestimmung</strong></p>
<p>Die Frage versetzt die ganze Klasse in absolute Stille, sie bringt viele zum Nachdenken und wir greifen das Beispiel auf, um es auf das Rollenspiel zu übertragen. Can und Adem ergänzen sich dabei gegenseitig, in dem sie erwähnen, dass der Vater sich um die Ehre bzw. den Ruf der Familie sorgt und Gewalt einsetzt gegenüber seinen Kindern. Die Kinder wiederum haben kein Vertrauen zu den Eltern, auch untereinander ist die Beziehung zwischen Tochter und Sohn sehr zerstritten. Die Tochter würde einen Freund verheimlichen, sie müsste andauernd Angst haben, dass ihr Bruder sie kontrolliert. Der Sohn wiederum ist auf der einen Seite Täter und auf der anderen Seite steht er unter Druck, die Familienehre als Mann zu beschützen. Gibt es eine Alternative zu diesem Familienbild? Muss das immer so sein wie in dem Rollenspiel?</p>
<p>Can und Adem kennen diese Szene aus ihrem Alltag, sie haben sie selbst entworfen. Adem sagt, dass auch er mal wie der Sohn im Rollenspiel gehandelt und eine strenge Beziehung zu seinen Schwestern gehabt habe. Als er sich mit seiner Rolle als Mann auseinandergesetzt und gemerkt hat, dass das Gerede der Leute die Beziehung zu seiner Schwester zerstört, habe es bei ihm Klick gemacht. „Ich habe nur diese eine Schwester, warum soll ich denn immer streng und autoritär zu ihr sein? Meine Schwester hat seit zwei Jahren einen Freund und ich bin der einzige in der Familie, dem sie es erzählt hat- weil ich ihr vertraue und mich auch für sie freue, dass sie ohne Angst lieben kann“, ergänzt Adem und viele in der Klasse machen große Augen. „Und was ist, wenn sie sich mit ihm küsst und beide miteinander schlafen? Würdest du nicht ausrasten?“, fragt ein Schüler sehr interessiert.</p>
<p>„Es ist ihre Entscheidung. Für mich ist Selbstbestimmung und Freiheit wichtig und dazu gehört auch sexuelle Selbstbestimmung. Natürlich habe ich Angst, dass meine anderen Familienmitglieder es erfahren. Die würden ausrasten, ja. Aber die Beziehung zu meiner Schwester ist Gold wert und nichts auf dieser Welt wird diese Beziehung mehr zerstören können“, antwortet Adem auf die Frage, während der Schüler ihn immer noch mit großen, neugierigen Augen anschaut.</p>
<p><strong>Das Tabu Ehre aufbrechen</strong></p>
<p>Der Workshop kommt zum Ende und wir haben das Gefühl, dass wir das Tabu Ehre aufgebrochen haben. Wir bedanken uns bei den Schülerinnen und Schülern für ihre Offenheit und den Austausch, während sie die Klassenlehrerin fragen, ob wir nicht bald wiederkommen können, um im nächsten Workshop vertiefter über andere Formen von Sexismus und Geschlechterungerechtigkeit zu sprechen.</p>
<p>Viele Lehrerinnen und Lehrer sind mit dem Thema Unterdrückung im Namen der Ehre und der damit verbundenen Geschlechtertrennung stark überfordert, weil sie in ihrer Ausbildung diese Themen nicht behandeln. Es gibt an den Universitäten immer noch keine Konzepte und Methoden, wie man Jugendliche aus diesen Milieus erreichen kann, obwohl diese seit über 50 Jahren in Deutschland leben. Das ist es auch, was uns motiviert. Vorbilder wie Can und Adem haben nicht nur einen persönlichen Zugang zu diesem Thema, sondern entwickeln selbst Methoden, die diese Jugendlichen und auch die ganze Klasse erreichen können.</p>
<p>Es sind genau diese Arten von Workshops, die wir aus Überzeugung und mit großer Leidenschaft machen, nicht nur, weil wir aus erster Hand biografisch betroffen sind von einem Gewaltsystem, dass uns vorschreiben möchte wie wir zu leben haben, sondern weil wir merken, dass vielen Jugendlichen Vorbilder und Modelle fehlen.</p>
<p><strong>Sexismus geht alle an</strong></p>
<p>Wir brauchen diese Vorbilder und Modelle, die sich von patriarchalen Strukturen emanzipieren wollen, auch wenn sie von Familie und Freunden einem enormen Druck und Beleidigungen ausgesetzt sind. Sie sind keine Verräter oder „Assimilierte“, nur weil sie Gewaltstrukturen bekämpfen und einen Wandel von innen wollen. Man kann kein Verräter sein, wenn man gegen Sexismus kämpft!</p>
<p>Eher ist man jemand, der etwas Positives zu seiner Gesellschaft oder Kultur beitragen möchte, denn es ist völlig offensichtlich, wie viele Menschen unter dem System Familienehre leiden. Ein neues Bewusstsein in Bezug auf Sexualität muss sich auf alle Ebenen übertragen, vom eigenen Haus über Shisha Bars bis in die Moscheen.</p>
<p>Man ist auch nicht „eingedeutscht“ oder „europäisiert“, wenn man sich für Geschlechtergerechtigkeit engagiert – so wie es viele dann aus dem eigenen Verwandten- und Bekanntenkreis behaupten – denn das würde ja bedeuten, dass Deutschland und Europa frei von Sexismus sind, was aber absolut nicht der Fall ist, auch wenn die Formen des Sexismus und die damit verbundene Gefühlswelt andere sind. Sexismus ist universell vorherrschend, er hat unterschiedliche Gesichter und Erscheinungsformen. Dazu gehört nicht nur der Sexismus in der Werbeindustrie oder in der Musikbranche, sondern eben auch der Sexismus, der an den Ehrbegriff gekoppelt und tief verankert ist in familiären Strukturen.</p>
<p>Wir brauchen authentische und mutige Jugendliche, die wir unterstützen und in ihrer Identität stärken müssen. Es wächst eine geschlechtersensible Generation heran, die laut Ja sagt zu Geschlechtervielfalt, sexueller Selbstbestimmung und Freiheit des Individuums. Diese jungen Menschen brauchen ein Gehör, sie brauchen Angebote und Räume, um sich zu entfalten und sich selbst zu ermächtigen. Kritisches Denken in Bezug auf Geschlecht und Gender muss alle Schichten und Milieus erreichen. Auch die, die gesellschaftlich weniger privilegiert sind. Gerade die Arbeit dieser Jugendlichen kann dazu führen, dass Can und Adem als Modelle und Vorbilder für die gesamte Gesellschaft stehen – denn Sexismus und seine Ausprägungen und Formen gehen uns alle an.</p>
<p>(Erstveröffentlichung auf <strong><a href="https://diekolumnisten.de/2017/04/25/was-juckt-dich-die-ehre-deiner-schwester/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.diekolumnisten.de</a></strong>.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Die Redaktionsgruppen Jeco, Was geht Almanya und Heroes Duisburg <a href="https://www.meintestgelaende.de/2014/04/im-namen-der-ehre/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>diskutieren über den Begriff Ehre. </strong></a></li>
<li><strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/07/maennlichkeit-was-bedeutet-das-fuer-mich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Heroes über Männlichkeit. </a></strong></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
<p><span style="border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% / 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;">Merken</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum muss ich alleine kämpfen?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/05/warum-muss-ich-alleine-kaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martian Mars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2017 06:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Martian Mars ist im Krieg aufgewachsen. Im Krieg mit seiner Familie, mit Lehrer*innen, mit der Gesellschaft. Aber er will weiter kämpfen, kämpfen für das Gute, für die Rechte von allen Lebewesen.  Für mich als Ausländer ist es sehr schwierig in Deutschland ein Ziel zu erreichen, obwohl ich viele tolle große Projekte in der Welt machen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Martian Mars ist im Krieg aufgewachsen. Im Krieg mit seiner Familie, mit Lehrer*innen, mit der Gesellschaft. Aber er will weiter kämpfen, kämpfen für das Gute, für die Rechte von allen Lebewesen. </strong><span id="more-8607"></span></p>
<p>Für mich als Ausländer ist es sehr schwierig in Deutschland ein Ziel zu erreichen, obwohl ich viele tolle große Projekte in der Welt machen will!</p>
<p>Ich will immer für Menschen- und Frauenrechte kämpfen, deswegen bin ich ein Idiot! Ja schade, ich bin ein Ausländer , viele sind in meiner Lebengeschichte gegen mich: das Politiksystem, Menschen, die reich aufgewachsen sind, die Gesellschaft und … und nur eine ist bei meiner Seite !</p>
<p>Als ich Kind war, dachte ich immer, ich heirate mal ein Mädchen mit goldenen Haaren, (ich liebe Rapunzel!) aber wer konnte wissen, dass goldene Mädchen so kaltherzig gegen mich sind! Wenn ich zu einem deutschen Mädchen gucke, brauche ich eine dicke Haut mit meinen braunen Haaren!</p>
<p>ich werde nie ein deutsches Mädchen oder ein Mädchen aus England heiraten, weil mein deutsch und englisch nicht gut sind und deutsche und englische Mädchen und sind sehr egoistisch! Warum? Wenn ich beim Gespräch einen kleinen Fehler in ihrer Muttersprache mache, dann sie nennen mich ein sehr fremder Mensch, ja ich bin doch ein Idiot, wie ich schon sagte! Richtig sprechen gehört zu Leuten, die immer zur Schule gegangen sind und nicht zu mir, der ich im Krieg aufgewachsen bin!</p>
<p>Ja, ich bin in einem großen Krieg aufgewachsen, in einem sehr, sehr riesig großen Krieg:</p>
<p>Krieg mit meinen Eltern, weil ich zu ihnen sagen wollte: ich bin erwachsen und verstehe!</p>
<p>Krieg mit Leuten, die zu mir “kleiner Ausländer” gesagt haben! Aber ich war und bin groß!</p>
<p>Krieg mit meine_m Lehrer/in, die zu mir im Unterricht “behinderter Ausländer” gesagt haben!</p>
<p>Krieg mit der Gesellschaft, die zu mir “unbenutzbares Lebewesen” gesagt haben!</p>
<p>Krieg mit der ganzen Welt!</p>
<p>Ja das ist Krieg gegen die ganze Welt!</p>
<p>Aber während ich für meine Seite kämpfe, kämpfe ich auch besonders für Frauenrechte, Kinderrechte, Tierrechte und alle Lebewesen auch.</p>
<p>Weil ich (Martian) Marsianer bin und denke ich auch manchmal ein Idiot bin, aber das ist nicht richtig!</p>
<p>Jedes Lebewesen, das für Leben, egal welches Leben, kämpft, ist wahnsinnig schön und unglaublich genießbar!</p>
<p>Das ist gut!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier ein Interview mit einer jungen Frau zu den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/flucht-zum-neuanfang/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Gründen ihrer Flucht</strong></a>.</li>
<li> Ein Video von Tomasz <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/fluchtursachen-ueber-die-maennlichen-fluechtlinge/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über Fluchtursachen und „die“ männlichen Geflüchteten</a></strong>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorurteile gegenüber Bisexualität</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Apr 2017 07:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bisexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Lesbisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen, die sich in ihrer Identität der LGBT+ Community zuordnen, müssen immer noch um Akzeptanz in der Gesellschaft und gegen Diskriminierung kämpfen. Sophia schreibt dazu aus der B-Perspektive und zeigt, in welchen Formen sie mit Bifeindlichkeit konfrontiert ist. Die “noch diskriminiertere” Orientierung? Angefangen mit Veranstaltungen wie dem Christopher Street Day bis zu Anlaufstellen für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele Menschen, die sich in ihrer Identität der LGBT+ Community zuordnen, müssen immer noch um Akzeptanz in der Gesellschaft und gegen Diskriminierung kämpfen. Sophia schreibt dazu aus der B-Perspektive und zeigt, in welchen Formen sie mit Bifeindlichkeit konfrontiert ist.</strong></p>
<p><span id="more-7918"></span></p>
<p>Die “noch diskriminiertere” Orientierung?</p>
<p>Angefangen mit Veranstaltungen wie dem Christopher Street Day bis zu Anlaufstellen für Hilfesuchende und wachsende Akzeptanz, das ist die, glücklicherweise, immer toleranter werdende Welt vieler Homosexueller.</p>
<p>Doch was ist mit dem Rest der LGBT Gruppe wenn man das „L“ für Lesbian und das „G“ für Gay außen vor lässt?</p>
<p>Der nächste Buchstabe beschreibt eine Gruppe unter der ich mich selbst verstehe: Bisexuell. Doch ich selbst habe das Gefühl, dass sich teilweise sogar mehr Probleme hinter dieser Identität verstecken können als hinter der einer homosexuellen Person.</p>
<p>Damit möchte ich keineswegs die Probleme des homosexuellen Teils der Gesellschaft herunterspielen, denn das wäre schlichtweg unfair und falsch. Es geht ebenfalls nicht darum in irgendeiner Weise zu beweisen, dass wir „armen Bisexuellen“ es ja so viel schlimmer haben und bemitleidet werden wollen. Ich möchte lediglich die Probleme adressieren, mit denen Bisexuelle täglich im Alltag und auch (vielleicht sogar vor allem) in Internet zu kämpfen haben. Zu ihrem Glück werden Homosexuelle diese wahrscheinlich nie kennenlernen müssen.</p>
<p>Natürlich ist zunächst die allgemeine Nichtakzeptanz die jedes Mitglied der LGBT Gruppe oft kennenlernt ein sehr belastender Faktor. Jedoch müsste man meinen, dass Eltern, Freunde usw. eher mit Bisexualität klarkommen als mit Homosexualität, da man noch immer die „Chance“ auf eine heteronormative Beziehung und Familie mit Kindern hat.</p>
<p>Meine Mutter allerdings hat angefangen zu weinen als ich mich vor ihr (andeutend) geoutet habe, einfach weil es bedeutet, dass ich <em>eventuell irgendwann vielleicht einmal </em>in einer Beziehung mit einer Frau sein könnte, und das nun mal <em>schlichtweg falsch und ekelhaft</em> ist.</p>
<p>Ich bin mir sehr sicher, dass meine Situation keine Ausnahme ist.</p>
<p>Meinen Freunden hingegen hätte es nicht egaler sein können zu welchem Geschlecht ich mich hingezogen fühle oder auch nicht, worüber ich sehr froh bin. Freunde kann man sich glücklicherweise selbst aussuchen. Es wird ja auch nicht umsonst gesagt „Freunde sind die bessere Familie“.</p>
<p>Kommen wir jedoch zu den spezifischen nerv tötenden Aussagen mit welchen sich ausschließlich Bisexuelle regelmäßig herumstreiten müssen:</p>
<p><strong><em>Du wirst dich noch für eine Seite entscheiden – Bi sein ist nur eine Phase!</em></strong></p>
<p>Diese Aussage stimmt oftmals und ist auf die Erfahrung vieler Leute mit ihren homosexuellen Freunden und Bekannten zurückzuführen. Viele Homosexuelle outen sich zunächst als Bisexuell aus Unsicherheit oder auch um die Reaktion von Freunden und Familie zu erproben. Wenn diese gut verläuft verstehen sie sich nach kurzer Zeit dann oftmals als offen homosexuell. Dies ist ein sehr verständliches Verhalten. Man hat Angst vor der Reaktion und der potentiellen Abweisung. Allerdings wirft es ein sehr schlechtes Licht auf die bisexuelle Orientierung. Natürlich ist das nicht die Absicht dahinter (zumindest nehme ich das stark an), und trotzdem hat es diesen negativen Effekt.</p>
<p>Ihnen wird sehr häufig unterstellt, dass „Bisexualität nicht existiert“ und sie sich schlussendlich für „eine Seite entscheiden“. Schließlich „läuft es ja immer so ab“.</p>
<p>Dass das unglaublich nervend und beleidigend für die eigene Identität ist muss ich hier wohl kaum erwähnen.</p>
<p>Aber auch nach langer Diskussion und Argumentation gegenüber dem Umfeld und insbesondere wohl der Familie, ist das daraus resultierende Ergebnis oft „Wir reden in einem Jahr nochmal darüber, wirst ja dann sehen, dass das nur ein Hirngespinst war“.</p>
<p><strong><em>Bisexuelle sind einfach gierig und gehen fremd!</em></strong></p>
<p>Erstaunlicherweise zeigt sich die meiste Intoleranz gegenüber Bisexuellen nicht von dem heterosexuellen Teil der Gesellschaft, sondern eher von anderen Mitgliedern der LGBT Gruppe. Eigentlich sollten diese Leute am besten wissen wie es ist wegen ihrer Sexualität nicht akzeptiert zu werden. Jedoch würden viele Homosexuelle, nach einigen Umfragen, aus Prinzip keine Beziehung mit einer bisexuellen Person eingehen, aus Angst, dass der Partner fremdgehen würde. Solche Vorurteile sind irrational und leider trotzdem weit verbreitet.</p>
<p>Doch die Angst gegen das andere Geschlecht ersetzt zu werden ist nicht selten. Erfahrungen zufolge ist es kein Einzelfall, dass jemand seine Sexualität austesten möchte und besagte Person sich einmalig mit einer/em Homosexuellen einlässt, ausprobiert und danach zurück zur vorherigen heterosexuellen Beziehung rennt. Daher die häufige Scheu vor Beziehungen mit Bisexuellen.</p>
<p>Allerdings würde man diese Art von Verhalten eher als „bicourious“ anstatt bisexuell betrachten</p>
<p>Allerdings der Aspekt, dass der bisexuelle Beziehungspartner die (körperlichen) Eigenschaften des anderen Geschlechts vermissen könnte und sein Gegenüber „ihnen das nicht geben kann“, ist ein realistischeres Argument gegen eine Partnerschaft, welches oft von Homosexuellen angesprochen wird.</p>
<p>Zum Thema Bisexualität gibt es viele verbreiteten Mythen aber auch gesellschaftswissenschaftliche Studien. Sollte man jedoch seine Informationen von einem Volksmythos beziehen? Kann es denn wirklich eine wissenschaftliche Studie zu einem so persönlichen Thema wie Liebe geben? Fragen über Fragen. Am Ende sollte es jedoch jeder selbst wissen als was er sich sieht, egal was Person A, Person B oder Studie XY sagt.</p>
<p>Schlussendlich ist zu sagen, dass alle Menschen mit und ohne LGBT Identität sich gegenseitig unterstützen sollten, anstatt die Diskriminierung fortzusetzen, vor allem wenn sie diese selbst erleben mussten. Vorurteile sind Teil unserer Gesellschaft und sind nur sehr schwer abzulegen. Doch dieses Ziel weiterzuverfolgen und daran zu arbeiten sollte unsere Zukunft sein. Denn nur so wird es möglich sein in einer toleranten und sozialen Weise miteinander umzugehen. Egal ob Lesbisch, Schwul oder hetero.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ein <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/01/other-side-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Kurzfilm</strong></a> zu Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung.</li>
<li>Und noch <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ein Plädoyer</strong></a> gegen Homofeindlichkeit.</li>
</ul>
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		<title>Divas! 6 Gründe, warum Feminist*innen in die Oper gehen sollten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Fee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Apr 2017 07:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Oper ist für alte Leute, sie ist elitär und teuer. Alle tragen Anzug oder Pelzmantel. Und außerdem, warum ewig sitzen, um sich eine langweilige, antiquierte Story anzugucken? Alles Vorurteile, meint unsere Autorin Fee und liefert 6 Gründe, warum gerade Feminist*innen in die Oper gehen sollten. Ein grüner Hügel voller Nazi-Geschichte, umjubelte Titelpartie-Protagonisten, die sich damit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Oper ist für alte Leute, sie ist elitär und teuer. Alle tragen Anzug oder Pelzmantel. Und außerdem, warum ewig sitzen, um sich eine langweilige, antiquierte Story anzugucken? Alles Vorurteile, meint unsere Autorin Fee und liefert 6 Gründe, warum gerade Feminist*innen in die Oper gehen sollten.</strong></p>
<p><span id="more-7895"></span></p>
<p>Ein grüner Hügel voller Nazi-Geschichte, umjubelte Titelpartie-Protagonisten, die sich damit rühmen, schon 1003 Frauen in nur einem Land gehabt zu haben, schwache Prinzessinnen, starke Heldentenöre, fragwürdige Besetzungsmethoden und die Königin der Nacht, die nur deswegen Bösewicht ist, weil sie als Frau herrschen will. Zugegeben: Das klingt erst mal nicht direkt nach einem Muss für Feminist*innen.<br />
Ich plädiere aber trotzdem und gerade deswegen dafür, in die Oper zu gehen! Oft! Viel! Bewusst! Und gerade als Feminist*in.<br />
Hier sind die Gründe dafür:</p>
<p><strong>1. Oper scheißt auf Geschlechter!</strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large aligncenter" src="https://media.giphy.com/media/LeqnpD3ts342I/giphy.gif" width="480" height="270" /></p>
<p>Der erste Grund dafür liegt in der Tatsache, dass auch Oper Theater ist. Und Theater war schon immer eine Welt für sich, in der sehr viel mehr sehr viel früher möglich war und ist als in unserer konventionell-bestimmten Lebensrealität. Während Rollenklischees und Prüderie unseren Alltag beherrschten, wurde das Theater bunter, freier und fortschrittlicher. Hosenrollen und Rockpartien waren von Anfang an Teil des Geschehens. Während draußen nur zögerlich Regeln aufgebrochen wurden, wie sich Frau und Mann zu kleiden hätten, sangen drinnen schon seit Jahrzehnten Kastraten und Countertenöre, tanzten Männer in Kleidern und verführten dabei die ganze Bühnen-Herrenwelt. Frauen, die Männer spielen, die Frauen spielen? Gibt´s in der Oper!<br />
Männer, die leicht bekleidet mit hoher Fistelstimme Amor spielen? Wird mit großem Ernst in der Oper praktiziert!<br />
Die Vielfalt von Rollen, die man mit allen Geschlechtern besetzen kann, ist unglaublich.<br />
Dass freilich die Küsse unter Männern bei Shakespeare eher damit zu tun hatten, dass Frauen der Zutritt zur Bühne verwehrt war, und auch, dass die Praxis von Kastraten alles andere als begrüßenswert war, sollte dabei natürlich nicht außer Acht gelassen werden. Einen Weg haben aber auch diese Phänomene gebahnt, auf dem immer ausgelassener, freizügiger und experimentierfreudiger getanzt wurde.</p>
<p><strong>2. Die dicke Frau darf singen. Und wird verehrt!</strong></p>
<p>Ja, ja, ja… Natürlich ist auch die Oper nicht frei von gesellschaftlichen Trends, es gibt Professor*innen, die ihren Studierenden vorschreiben, abzunehmen, die Größe des Dekolletés war schon so manches Mal bei einer Besetzung entscheidend und perfekt geschminkt muss sowieso sein. Und auch jajaja, das Ding mit der dicken Opernsängerin ist ein Klischee und stimmt gar nicht immer.<br />
Aber! Nirgends sonst werden Frauen, deren Körper nicht dem vorherrschenden Schönheitsideal des 21. Jahrhunderts entsprechen, so verehrt, bewundert und begehrt wie auf und hinter den Opernbühnen.</p>
<p>Dass der Tenor so viel wiegen darf, wie er möchte, solange seine Töne herzzerreißend schön sind, das könnte man gerade noch annehmen, aber dass sogar Frauen nicht in erster Linie nach ihrem Körper bewertet werden, das ist neu in unserem Alltag. Und statt für jedes Gramm über Kleidergröße 38 verachtet zu werden, wird die Opernsängerin mit und in ihrem Körper inszeniert, sie verkörpert Rollen, die Sinnbild der Verführung sind, singt von der Unwiderstehlichkeit ihrer Reize, hat mindestens zwei Liebhaber pro Stück, die sich gerne mal vor lauter Liebe und Wahn für sie irgendwo runter stürzen, und in der Garderobe und vor dem Künstler*innenausgang warten dann unter Umständen noch drei weitere Verehrer*innen.<br />
Und das alles mit walkürenhaften Körpern.<br />
Dass eine Frau, die nicht dem gängigen Schlankheitsideal entspricht, tatsächlich und ganz selbstverständlich mit Attributen wie „sexy“, „verführerisch“, „unwiderstehlich“ und „wunderschön“ behangen wird, ist abseits der Oper weder in Hollywood, noch in der Werbung oder gar der Modebranche denkbar.<br />
<strong>3. Divas!</strong></p>
<p>The struggle is real: Man gesteht Männern* prinzipiell eher zu, sich bestimmend und selbstbewusst zu verhalten, man traut ihnen Führungskompetenz zu und wenn sie sich etwas herausnehmen, was unverschämt anmutet, wird es ihnen leichter vergeben. Frauen* laufen &#8211; so die Ergebnisse mehrerer Studien zum Thema- eher Gefahr, für dasselbe Auftreten und Verhalten als Zicke, arrogant und Mannsweib abgestempelt zu werden. Weiß man ja: Mädchen lächeln eh immer und müssen einfühlsam, höflich und süß sein.<br />
Auch da macht die Oper einfach nicht mit. Denn hier gibt es noch etwas, das man in den Chefetagen lange suchen muss: Diventum.<br />
Die empfindliche, ihre Stimme schonende, leicht verstimmbare, zickige und alles bestimmen wollende Operndiva ist natürlich genau so ein Klischee. Und trotzdem gibt es sie noch und das ist gar nichts so Furchtbares, wie man meinen möchte. Eigentlich ist das doch wunderbar, dass es diesen Ort gibt, an dem sich auch Frauen mal menschlich völlig daneben benehmen dürfen, ihre Allüren haben, horrende Gagen fordern und am Ende dennoch die sympathischen Stars im Scheinwerferlicht sein dürfen, um die sich alle scharen und bemühen.<br />
Die Realität sieht selbstverständlich oft anders aus, aber selbst, wenn das Diventum im Backstage ausstirbt: Auf der Bühne wird es weiterhin Rollen wie die der durchtriebenen Rosina oder der allürenhaften Musetta geben, in denen Frauen bestimmen wo´s lang geht &#8211; ohne Rücksicht auf Verluste.</p>
<p><strong>4. Frauenquote &#8211; weil´s sein muss.</strong></p>
<p>Der Grund ist selbsterklärend. Oper soll das Leben abbilden und zum Leben gehören nun mal alle Geschlechter.<br />
Deshalb haben wir uns von den Praktiken zu Shakespeare´s und Monteverdis Zeit wegentwickelt und Opern wie Billy Budd, in denen nur Männerrollen vorkommen, sind eine totale Seltenheit geworden.<br />
Eine Freundin, die mit einem sehr negativen Frauenbild aufgewachsen ist, erzählte mir mal, sie hätte früher weder Ärztinnen, noch Pilotinnen vertraut. Aber dass den Sopranjob eine Frau machen muss, das hätte sie eingesehen.<br />
Hier kommt die Diskussion um Frauenquoten gar nicht erst auf, denn für einen ausgewogenen Chorklang braucht man ähnlich viele Vertreter*innen der einzelnen Stimmlagen und in den Solopartien ergeben sich die Geschlechter-Verteilungen auch von selbst.<br />
Bleibt noch die Frage nach allen Geschlechtern außerhalb des binären Geschlechterkonzepts. Aber ehrlich gesagt würde ich so weit gehen zu behaupten, dass auch das seine Berücksichtigung in den Stücken findet. Natürlich nicht immer explizit benannt und auch nicht immer in der wünschenswerten politischen Korrektheit, aber auch in der Opernwelt finden sich androgyne Gestalten, Frauen, die „seltsamerweise“ von niemandem sexuell angezogen werden, genderfluide Darstellungen und selbstverständlich trans*-Personen, weil Oper ja &#8211; wie anfangs erwähnt &#8211; auf Geschlechter scheißt.<br />
Oper ist endlich mal ein Bereich, in dem Frauen* nicht um ihre Berechtigung für den Job bangen müssen oder gar beweisen müssten, dass sie den Beruf genau so gut wie ihre männliche Kollegen ausüben.</p>
<p><strong>5. Markt und Nachfrage</strong></p>
<p>In der Komischen Oper in Berlin stehen Inszenierungen auf dem Plan, die leidenschaftlich gern und oft das Spiel mit den Geschlechtern und Sexualitäten betreiben. Ich habe dort zum Beispiel eine Inszenierung von Händels Orlando gesehen, in der kein Versuch unternommen wurde, die attraktiven Sängerinnen, die den Ritter Orlando und den Prinzen Medoro verkörperten, auch nur ansatzweise in Männerkleidung zu stecken und ihre Oberweiten zu verstecken. Stattdessen wurde einfach ein Lesben-Drama aus der Geschichte gemacht, das perfekt aufging. Und das Publikum? Klatschte und war froh.<br />
Ein neuer Star in der Szene ist auch Lucia Lucas, eine trans-Opernsängerin, die jetzt gerade den ersten weiblichen Bariton verkörpert und immer häufiger auch auf der Bühne als Frau stehen darf.<br />
Das Musiktheater wandelt sich und das ist gut so! Wenn ihr gedacht habt, Opern, das sind immer nur heteronormative Geschichten in Barock-Mäntel gehüllt, überwindet eure Vorurteile und schaut euch an, was mittlerweile auf den Bühnen passiert!<br />
Trotzdem liegt es leider nicht ganz fern, dass sich Inszenierungsideen wie diese oft erst durchsetzen müssen, solange das Publikum weiterhin aus konservativen Bildungsbürgertumshaushalten generiert wird. Schon allein deshalb: Solange die Nachfrage nach moderneren Rollenkonzepten, feministischen Inszenierungen und trans-Opernsänger*innen besteht, wird das Theater sich weiter in diese Richtung entwickeln. Und wer könnte den Markt beeinflussen, wenn nicht wir? Also, Feminist*innen, auf in die Oper!</p>
<p><strong>6. Es ist meeega schön. Und auch als Feminist*in darf man sich ab und zu was Schönes gönnen!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Dennis von den story-tellern <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/was-ist-feminismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über seine Vorstellung von Feminismus</a></strong>.</li>
<li>Und eine <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/01/das-unerhoerte-aussprechen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weitere Perspektive</a></strong> auf Feminismus von Dominik.</li>
</ul>
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		<title>Für die Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2017 07:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[beHindernisse]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[„Du bist eine Behinderte“, das kriegt Birgit Hohnen (Story teller) immer wieder zu hören. Sie wird bespuckt und beschimpft &#8211; und sie ist wütend! Jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Anerkennung, so wie er*sie ist. Lasst uns zusammen mutig sein und uns für eine Welt einsetzen, in der das möglich ist! Diskriminierung:]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Du bist eine Behinderte“, das kriegt Birgit Hohnen (Story teller) immer wieder zu hören. Sie wird bespuckt und beschimpft &#8211; und sie ist wütend! Jeder Mensch ist einzigartig und hat das Recht auf Anerkennung, so wie er*sie ist. Lasst uns zusammen mutig sein und uns für eine Welt einsetzen, in der das möglich ist!</strong></p>
<p><span id="more-7885"></span></p>
<p>Diskriminierung: Was bedeutet das? Das hat doch was mit krimininell zu tun. Das mag ich nicht. Da mache ich nicht mit. Diskriminierung ist Belästigung. Wenn jemand schlecht über dich redet, wenn jemand z.B. sagt: Du bist doof. Dann fühle ich mich diskriminiert. Ich möchte da auch gar nicht mehr Beispiele bringen; ich möchte das nicht wiederholen; ich finde das widerlich. Na, auch wenn jemand mich anspuckt. Wenn mich jetzt eine Person auf der Straße anspuckt oder anspricht: Du bist eine Behinderte. Du bist behindert, du kannst nicht laufen. Und ich sage: &#8222;Ich kann laufen; aber nicht so gut.&#8220; Wieso können die Leute sich nicht mal entschuldigen für ihre Ausraster! Ich bin nicht umsonst im Wohnheim. Ich habe mir das nicht ausgesucht. Diese ganze Diskriminierung will ich nicht. Ich bin wirklich wütend auf die diskriminierenden Menschen. Ich kann nicht zu einem Menschen sagen: Du bist ein behinderter Blödmann. Das ist einfach ein Schimpfwort. Guck dir mal die Menschen an. Jeder ist anders. Das ist normal.</p>
<p>Zum Beispiel die Obdachlosen; die haben keine Wohnung; die müssen darunter leiden. Die müssen sich Essen ausm Mülleimer holen; die haben auch keinen Kühlschrank. Überall gibt es Menschen, die sich nicht selber helfen können. Es gibt in den Nachrichten immer etwas, das man nicht versteht. Menschen muss geholfen werden. Menschen brauchen Unterstützung. Wenn es keine Unterstützung gibt, gibt es kein Leben. Es gibt nur Leben, wenn es Unterstützung gibt. Bei aller Liebe. Wir haben da auch die ganzen Flüchtlingsleute, denen geht es schlecht. Denen muss geholfen werden. Ich würde den Menschen helfen, denen es schlechter geht. Alles was ich an Kraft und Mut habe, möchte ich denen geben.</p>
<p>Wir meistern das zusammen. Wir arbeiten im Team. Wir sagen: Hey, wir müssen stark sein. Wir müssen kämpfen für Menschen, die das brauchen. Da braucht man Mut zu. Und man muss Mut weitergeben. Man muss sich gegenseitig ansprechen. Es geht um eure Meinungen. Wir leben mit der Welt und arbeiten für die Welt. Wir setzen uns für die Welt ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/kurzfilm-different/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;Different&#8220; &#8211; ein zweiminütiger Kurzfilm</strong></a>, der zeigt, wie hart Ausgrenzung sein kann&#8230;</li>
<li>&#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/go-back-to-your-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Go back to your country</strong></a>&#8220; &#8211; ein Text unseres Autor*innenkollektivs Anonymus.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hinter den Kulissen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/03/hinter-den-kulissen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2017 07:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2016]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen des Theaterworkshops auf dem #gelände2016 hat sich eine Gruppe von jungen Frauen mit dem Thema Kopftuch und Vorurteile beschäftigt: Gut gemeint muss nicht richtig sein und Vorurteile können sehr verletzen. Besser wäre einfach mal nachzufragen. Mehr dazu:  Aminta und Anita über Alltagsrassismus in ihrer Welt. Warum die Frage &#8222;Woher kommst du?&#8220; so richtig]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Rahmen des Theaterworkshops auf dem #gelände2016 hat sich eine Gruppe von jungen Frauen mit dem Thema Kopftuch und Vorurteile beschäftigt: Gut gemeint muss nicht richtig sein und Vorurteile können sehr verletzen. Besser wäre einfach mal nachzufragen.</strong></p>
<p><span id="more-7872"></span></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Aminta und Anita über Alltagsrassismus <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/11/meine-welt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in ihrer Welt</strong></a>.</li>
<li>Warum die Frage &#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/rassismus-im-alltag-woher-kommst-du/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Woher kommst du?</strong></a>&#8220; so richtig nerven kann&#8230;</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich bin schwul, habt ihr Fragen?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ich-bin-schwul-habt-ihr-fragen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2017 08:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Kevin von queerblick ist schwul und möchte Menschen auffordern, ihre Vorbehalte, aber auch ihre Fragen mit ihm zu besprechen. Deshalb hat er sich mit einem Schild in der Hand in die Essener Innenstadt aufgemacht: &#8222;Ich bin schwul &#8211; habt ihr Fragen?&#8220; Die anderen Redaktionsgruppenmitglieder haben sehr unterschiedliche Fragen, Antworten und Reaktionen aufgenommen, die ihr in diesem Video anschauen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kevin von <em>queerblick</em> ist schwul und möchte Menschen auffordern, ihre Vorbehalte, aber auch ihre Fragen mit ihm zu besprechen. Deshalb hat er sich mit einem Schild in der Hand in die Essener Innenstadt aufgemacht: &#8222;Ich bin schwul &#8211; habt ihr Fragen?&#8220; Die anderen Redaktionsgruppenmitglieder haben sehr unterschiedliche Fragen, Antworten und Reaktionen aufgenommen, die ihr in diesem Video anschauen könnt.</strong></p>
<p><span id="more-8594"></span></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Noch ein Video: <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/mehdi-coming-out-als-deutsch-libanese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehdis</a><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/mehdi-coming-out-als-deutsch-libanese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Coming-Out</a></strong> als Deutsch-Libanese.</li>
<li>Und mehr von queerblick: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/ihh-ist-das-nicht-eklig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;Ihh! Ist das nicht eklig?!&#8220;</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wem gehört deine Schönheit?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/wem-gehoert-deine-schoenheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2017 08:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Text unserer Redaktionsgruppe Anonymus beschreibt das Spannungsfeld zwischen pauschalen Zuschreibungen an &#8218;arabisch aussehende&#8216; junge Männer und der Lebensrealität eines jungen Mannes, der keinerlei körperliche Erfahrungen mit Mädchen hat &#8211; weshalb ihn die nonverbalen Zeichen und die Ablehnung besonders schwer treffen. Ich war mit dem Zug unterwegs zu einem Projekt. Ein Mädchen saß schon vor mir]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieser Text unserer Redaktionsgruppe Anonymus beschreibt das Spannungsfeld zwischen pauschalen Zuschreibungen an &#8218;arabisch aussehende&#8216; junge Männer und der Lebensrealität eines jungen Mannes, der keinerlei körperliche Erfahrungen mit Mädchen hat &#8211; weshalb ihn die nonverbalen Zeichen und die Ablehnung besonders schwer treffen.</strong></p>
<p><span id="more-8593"></span></p>
<p>Ich war mit dem Zug unterwegs zu einem Projekt. Ein Mädchen saß schon vor mir im Zug und daneben mein Kollege. Sie haben über unsere Arbeit diskutiert. Dann, in einem Augenblick, habe ich gesehen, dass sie ihren Rock auf ihrem Bein heruntergezogen hat, so dass ich nicht so viel von ihrem Bein zu sehen bekam. Ich habe zu meinem Kollegen gesagt: ich gehe zu einem anderen Platz und setze mich dorthin!</p>
<p>Mein Kollege hat über unsere Arbeit mit ihr ein bisschen gesprochen und diskutiert!</p>
<p>Endlich erreichen wir Bremen, alle sind ausgestiegen und mein Kollege ging mit dem Mädchen. Ich habe gefragt: ist sie mit uns in dem Projekt? Er hat ja gesagt.</p>
<p>Einen Bus und dann eine Straßenbahn später waren wir in einer schönen Straße, auf beiden Seiten Kunst und Galerien und farbige Gemälde und alles war schön. Wir erreichten eine Galerie, es gab ein Interview in einem Café und dann zeigte ein Künstler seine Kunstwerke.</p>
<p>Das Mädchen war ohne Mantel und hatte kein Problem damit und war zufrieden mit ihrem kurzen Rock in der Galerie. Ich habe mir gedacht, dieses Mädchen hat sich mit ihrem kurzen Rock geschämt, als ich vor ihr im Zug gesessen habe und jetzt ist sie ganz fröhlich in einer warmen Atmosphäre mit dem Künstler!</p>
<p>Schade! Ihre Schönheit gehört nur dem Künstler und nur ihr Schämen gehört zu mir, ich habe mit selber gesagt. Ich wollte nichts von ihr, aber was habe ich jetzt bekommen? Ein schlimmes Signal ohne dass ich ein Signal schicke!</p>
<p>Glaub mir, bis heute ich weiß nicht was das ganz genau ist! Ich meine Sex! Keine Erfahrung!</p>
<p>Ich habe noch kein Mädchen geküsst, keine Mädchen berührt.</p>
<p>In meiner Kultur Leute treffen nicht einfach zueinander!</p>
<p>Ich will nicht so zu Mädchen gucken und sie damit schädigen. Mein Leben und ich leben mit einem sehr großen Selbstbewusstsein und Verantwortlichkeit und ich will nicht mit irgendjemand sprechen, die das nicht will.</p>
<p>Ich weiß nicht, ich gebe dir im nächsten Text einen Vorschlag, vielleicht unsere Schönheit hilft uns! Oder wem gehört deine Schönheit! Ich gebe allen später einen Vorschlag – einen guten Vorschlag!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Beim Redaktionstreffen der HeRoes und queerblick wurde über Antirassismus und Anti-Homofeindlichkeit gesprochen. <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/10/heroes-meet-queerblick-part-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> gibt&#8217;s einen Einblick.</li>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/schwarzkopf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;Schwarzkopf&#8220;</strong></a>, ein Text über die Erfahrungen als männlicher Geflüchteter.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/wem-gehoert-deine-schoenheit/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Generation der verpassten Gelegenheiten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/06/die-generation-der-verpassten-gelegenheiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 08:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Hast Du Vorurteile? Bist Du Nationalist? Bist du Queer-Friendly? Kommen diese Gedanken von Dir, oder wurden sie Dir eingepflanzt? Ein Text über den starken Einfluss unserer Erziehung. Nach 70 jahren leben in der erde sagt er oder sie mit selber, Oh mein Gott, ich habe alle mein Gelegenheiten in mein leben verpaßt und ich habe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hast Du Vorurteile? Bist Du Nationalist? Bist du Queer-Friendly? Kommen diese Gedanken von Dir, oder wurden sie Dir eingepflanzt? Ein Text über den starken Einfluss unserer Erziehung.</strong></p>
<p><span id="more-6752"></span></p>
<p>Nach 70 jahren leben in der erde sagt er oder sie mit selber, Oh mein Gott, ich habe alle mein Gelegenheiten in mein leben verpaßt und ich habe noch kein mehr zeit zum leben !</p>
<p>Wenn ganzen Welt für für diese mensch bieten und weinen verändert seine/ihre Schicksal nicht, sie oder er kann nicht zurück, Das ist Leben.</p>
<p>Nur wenige leute können bis 120 jahren leben, ich glaube diese menschen, die ihre Gelegenheiten verpaßen, die haben nicht mit menschen und auf der Erde gelebt weil Erde ein Planet mit viel Gelegenheiten ist und mann findet nur in Friedhof keine Gelegenheiten .</p>
<p>Ich glaube diese menschen mit 70 oder älter, wenn sie sagen, ich habe alle mein Gelegenheiten verpaßt, Mann kann gut verstehen dass sie in ein sarg geboren und in ein Friedhof gelebt .</p>
<p>Wer hat schuld ?</p>
<p>Ich erzähle 3 Geschichte die jeden tag wiederholt .</p>
<p>Erste Geschichte 1 :</p>
<p>Kindern diese süße tieren</p>
<p>Wenn sie kindern in wald alleine und frei lassen, sie spielen mit Küken, Rehkitz, sie wachsen mit Bären und Wolfen und sie singen gemeinsag mit vögel und spatter warden wie Tarzan und nicht mehr …</p>
<p>Zweite Geschichte 2 :</p>
<p>Kindern, diese süße tieren</p>
<p>Sie spielen mit küken, Rehkitz, sie singen gemeinsam mit Vögeln und leben und wachsen auch mit intelligenze tieren( Menschen ) und warden ein mensch wie ich und du oder einbisschen intelligenter wie einpaar wissenschaftler wie Albert Einstein und Marie Curie  und …Driete Geschichte 3 :</p>
<p>Kindern, diese süße tieren</p>
<p>Kommen in dieser welt als ein Töte Tieren ! Siekommen in dieser Welt und lernen und speichern nur einpaar Bücher und dann leben und sterben wie ein Seltsame lebewesen, sie sagen : ganzen Welt steht in mein Buch, aber sie wissen nicht dass ihre ganzen Welt aus ein sehr sehr allte Sarg von letzte tausende jahren kommt .</p>
<p>Diese bewegende Töte Tieren sind zuerst lebende Lebewesen, sie sind kindern von ihre eltern und sie kriegen alles die Beste von Naturmutter, gute essen gute schlafplatz, haus, und fute Sonne und wetter ,die beste situation die ihre Eltern und andere Menschen für ihr sorgten, aber ihre Eltern lernen diese kindern dass sie nicht als ein Mensch leben und ein Mensch warden sondern ein Töte !</p>
<p>Sie lernen ihre kindern alles was sie selber von ihre Eltern gelernt haben aber was sie von ihre Eltern gelernt haben du weiß besser, sie haben alles von ihre Eltern was sie von ihre Eltern von eltern von Eltern von Eltern von Eltern …..</p>
<p>gelernt haben und sie waren natürlich nicht intelligenter al suns .</p>
<p>Die Generationen wachsen und wechseln und werden intelligenter aber falsche kultur und glauben nicht .</p>
<p>Sie lernen kindern alles was ein Mensch in letzte tausende jahren für Menschen gelernt, erzählt, gesagt und geschrieben hat . diese sehr sehr große Mensch dachte dass er die Beste lebensstil in der Welt  hätte und andere menschen mussen wie ihr leben und Menschenleben in der Welt bis ende des ihre lebens nicht verändert .weil sie dachten sie kennen dieser welt und uns .</p>
<p>Diese Eltern oder Geselschaft erzählen für Kindern über fictive Heroes und Religiöse Heroes mit ihre Herbe, Grauenhaftes und Abstruse Geschichte .</p>
<p>Diese Geschichte sind ein Albtraum .</p>
<p>Diese Eltern und Geselschaft erzählen für kindern über Nationale Märchen,</p>
<p>Nationalismus, faszination und Staatliche und sektierer Märchen ,Kindern lernen Verurteilen !</p>
<p>Sie lernen kindern viele Antworten dass niemand eine frage für diese Antworten finden kann und diese Antworten reichen und passen und die sind perfekt für alle fragen und diese kindern denken ja, ich habe alle antworten und ich brauche kein neue fragen stellen, diese kindern haben zweifele auf diese antwort aber ihre eltern töten ihre neugierigkeit .</p>
<p>Ein Mensch stirbt jeden tag wenn ihre fragen vergessen !</p>
<p>Kindern geboren mit  ein Helle denken und unbeendete und ohne Grenzende denken aber ihre Eltern und Geselschaft mit diese alte Geschichte machen ihre gedanken sehr dunkel und klein und später wenn diese kindern aufwachsen, diese dunkele gedanken diese dunkelheit macht ganzen weltraum und zeit schmützig und dunkel .</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/12/den-horizont-erweitern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">„Den Horizont erweitern“</span></a> Ein Text von Aminta über die Vielfalt der Menschen.</li>
<li>Unter<a href="https://www.meintestgelaende.de/author/anonymus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;"> „Anonymus“</span></a> schreiben junge Flüchtlinge auf meinTestgelände.de über ihre Erlebnisse in Deutschland.</li>
<li>Unsere Redaktionsgruppe<a href="https://www.meintestgelaende.de/author/connecting/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;"> Connecting</span></a> setzt sich aus Menschen mit Fluchterfahrung zusammen.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Unerhörte aussprechen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/01/das-unerhoerte-aussprechen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dominik]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2016 09:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Entweder ich habe etwas sehr falsch verstanden, oder der Feminismus – zumindest wie ich ihn wahrnehme – stellt immer noch nicht alle wichtigen Fragen! Versteht mich nicht falsch, grundlegend ist jede Aktion wichtig, die in der Intension zu mehr Gleichberechtigung führen soll, aber vielleicht geht eine Forderung wie &#8218;Gleichen Geld für gleiche Arbeit&#8216; einfach nicht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Entweder ich habe etwas sehr falsch verstanden, oder der Feminismus – zumindest wie ich ihn wahrnehme – stellt immer noch nicht alle wichtigen Fragen!</p>
<p>Versteht mich nicht falsch, grundlegend ist jede Aktion wichtig, die in der Intension zu mehr Gleichberechtigung führen soll, aber vielleicht geht eine Forderung wie &#8218;Gleichen Geld für gleiche Arbeit&#8216; einfach nicht weit genug.</p>
<p>Vielleicht findet der grundlegender Wandel im Denken nicht statt, weil man die unerhörten Dinge unausgesprochen lässt, weil sie so klar, so unantastbar festgeschrieben scheinen.</p>
<p>Vielleicht würde man weiter kommen, würde man den Status Quo nicht als Konstante, sondern als eine von Zufällen erzeugten Momentaufnahme verstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In dieser Denkrichtung könnte man dann nicht nur gleiches Geld für gleiche Arbeit, sondern auch eine Antwort auf die Frage fordern, was wir als Gesellschaft unter Arbeit verstehen und ob Arbeit dann immer auch Vergütung für diese miteinschließt?</p>
<p>Denn wenn dem so wäre, wir also Arbeit als eine Tätigkeit definieren, für die man entlohnt wird, sollten wir uns fragen, ob der Haushalt, die Hausarbeit keine Arbeit ist, da sie derzeitig keine Vergütung erfährt? Warum ist das so? Ist Waschen, Putzen Kochen keine Tätigkeit, für die man die Menschen, die sie verrichten, entlohnen sollte, weil am Ende keine Kulturleistung steht? Weil kein Auto, kein Panzer und kein Spielfilm dabei herauskommt?</p>
<p>Das, glaube ich, kann hier nicht der Grund sein, da die Führung des Haushalts natürlich eine Kulturleistung produziert. Nämlich die Bedingung der Möglichkeit des täglichen Lebens. Wer schon mal in einer mehr oder minder funktionierenden WG gewohnt hat, weiß wovon ich spreche und was es bedeutet, den Wasserhahn vor Geschirr nicht mehr zu finden und sich so der Grundlage eines normalen Tagesstarts beraubt zu sehen.</p>
<p>Doch wenn es nicht das am Ende scheinbar fehlende Produkt ist, das der Gesellschaft die Legitimation zu geben scheint, den Haushalt nicht als Arbeit wahrzunehmen, was ist es dann?</p>
<p>Vielleicht müssen wir weiter zurückgehen und die Struktur der Ehe betrachten.</p>
<p>Ja, vielleicht wird die Hausarbeit nicht bezahlt, weil unterschwellig der Haushalt noch immer als eine Tauschleistung von der Frau für den Mann gesehen wird, dass dieser für das Geld verdient und ihr ein Dach über dem Kopf gibt. (Was offenkundig defizitäres Denken ist!)</p>
<p>Aber hier geht es los, hier merkt man doch wie es zu knarzen beginnt, denn so wäre der Haushalt eine Tätigkeit, welche die Frau aus Liebe zum Mann verrichtet und deshalb keine Bezahlung dafür bezieht, beziehen soll.</p>
<p>Dann aber müssen wir uns über Liebe unterhalten, weil es in unserer Gesellschaft durchaus Tätigkeiten gibt, die eigentlich nur aus Liebe stattfinden und dennoch bezahlt werden.</p>
<p>Jede Dame, die ihren Körper verkauft, bietet etwas an, was für Gewöhnlich nur in einer irgendwie gearteten „Liebesbeziehung“ („Liebe“ im Sinne irgend einer zwischenmenschlichen Anziehung) stattfindet.</p>
<p>Es ist demnach nicht konsistent die Führung des Haushalts mit dem Argument unbezahlt zu lassen, dass es eine Tätigkeit sei, die eine Liebesfraktion aufgrund von Emotionen für den anderen ausführt und man so-etwas ja nicht bezahlen sollte, da Prostitution das Gegenargument liefert: Die Reinform einer Tätigkeit aus irgendwie gearteter Zuneigung, wird nämlich hier für Geld feil geboten, wogegen die Mehrzahl der Bevölkerung und die Gesetzgebung wenig zu haben scheint.</p>
<p>Und wenn man die Geschichte zum Abschluss noch von der anderen Seite erzählt, wird es noch unangenehmer, aber eben auch endlich relevant.</p>
<p>Der Beischlaf ist in unserem Wertesystem in mehreren Konstellationen geduldet: Beidseitige Gefühle ohne Bezahlung, einseitige Gefühle mit Bezahlung, beidseitige Emotionslosigkeit mit Bezahlung etc. Sobald jedoch eine oder beide Parteien keine wirkliche Bindung zum anderen haben, muss das Zwischenmenschliche durch Geld ersetzt werden. Ansonsten subsumieren wird den Akt unter den Tatbestand der Vergewaltigung.</p>
<p>Doch wie ist das im Haushalt? Wäre eine Frau, die die Hausarbeit verrichtet, obwohl ihr der Mann schon 15 Jahre zu viel ist nach dieser Sichtweise nicht auch in einer Gewaltsituation, da sie eine Tätigkeit, die eigentlich aus Liebe verrichtet wird, bei der jedoch Emotionen keine Rolle mehr spielen, unentgeltlich verrichten muss?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier tut es weh und hier merkt man auch, wie man dem Autor gerne unterstellen würde, dass man das mit dem und dem nicht vergleichen könnte. Aber genau diese Reaktion zeigt doch, dass es anfängt zu zwicken, dass sich etwas regt im Inneren und dass der Geist einen Bruch in unserem Denken wahrgenommen hat, den man eben nicht nur mit der Forderung nach dem Binnen-i kitten kann.</p>
<p>Mehr Unanständiges, Unerhörtes, Unsagbares aussprechen, fragen und fordern!</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der schwule Fußballspieler</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/06/der-schwule-fussballspieler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2015 08:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Schwul sein ist im Fußball immer noch ein Tabu. Outings von Spielern gibt es deshalb nur sehr wenige. Melanie von den Story-tellern hat das Thema mit einer fiktionalen Geschichte aufgearbeitet. Hey Leute, darf ich mich vorstellen? Ich bin Lars, 22 Jahre alt. Ich bin leidenschaftlicher Fußballspieler. Es hat lange gedauert, bis ich endlich einen coolen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schwul sein ist im Fußball immer noch ein Tabu. Outings von Spielern gibt es deshalb nur sehr wenige. Melanie von den Story-tellern hat das Thema mit einer fiktionalen Geschichte aufgearbeitet.</strong><span id="more-5178"></span></p>
<p>Hey Leute, darf ich mich vorstellen? Ich bin Lars, 22 Jahre alt. Ich bin leidenschaftlicher Fußballspieler. Es hat lange gedauert, bis ich endlich einen coolen Verein gefunden habe, aber es hat sich gelohnt. Denn schließlich habe ich bei der Suche auch meine große Liebe gefunden: Marc, 25 Jahre alt.</p>
<p>Ja, da habt ihr richtig gelesen. Ich bin nämlich schwul. Anfangs konnte ich nicht so richtig dazu stehen, und diese Gefühle waren für mich fremd. Aber jetzt ist alles klar und wunderbar und ich stehe zu meinen Gefühlen. Marc und ich sind schon ein Jahr zusammen und total glücklich. Ich habe kein Problem mehr damit schwul zu sein.</p>
<p>Und wie gesagt habe ich nun auch einen tollen Verein, bei dem ich meine Leidenschaft Fußball voll ausleben kann.</p>
<p>Aber ich erzähle mal der Reihe nach. Wie alles begann: Zuerst ging es nur ums Fußballspielen. Ich wollte unbedingt in eine Mannschaft. Ich fand einen Verein beim Stadtpark. Als ich mich der Fußballmannschaft vorstellte, wurde ich alles andere als freundlich empfangen. Ich wurde wegen meiner schmächtigen Figur ausgelacht und erntete blöde und diskriminierende Sprüche. „Was willst Du denn hier, du halbe Portion. Du siehst aus wie ein Mädchen.“ oder „Deine Haare sind defenitiv zu lang, Alter, geh erst mal zum Friseur, bevor du hier aufkreuzt, sieht ja total schwul aus.“ Und dazu fieses, höhnisches Lachen von allen Seiten.</p>
<p>„Okay, okay Leute, aber wenn ich zum Friseur gehe, lasst ihr mich in eure Mannschaft?“ &#8211; „Na ja, zuerst musst du uns beweisen, ob du was drauf hast“, sagte ein gutaussehender junger Fußballspieler mit sinnlichem Schmollmund und dunklen Haaren, die er zu einem Pferdeschwanz gebunden trug. „Geh nach Hause und üb erst mal“, meinte einer der Spieler. „Aber zu allererst zum Friseur, Luschen können wir nicht gebrauchen“, meinte ein anderer. Die ganze Fußballmannschaft gröhlte. Traurig und enttäuscht zog ich wieder ab. Schweren Herzens fasste ich den Entschluss mein schönes langes blondes Haar abschneiden zu lassen. Was tut man nicht alles, um dazuzugehören. Am nächsten Tag kam ich mit kurzen Haaren und schwarzer Sonnbrille beim Training an und machte auf cool. Ich wurde dennoch ausgelacht. Besonders der süße Dunkelhaarige mit dem Pferdeschwanz war total fies: „Hola, wen haben wir denn da! Der Schwuli von gestern!? Wo sind denn deine langen Haare? Bist du unter den Rasenmäher gekommen?“ &#8211; „Wieso, du hast doch selbst lange Haare. Warum trägst du sie nicht offen und stehst dazu?“, erwiderte ich mutig. „Ach, halt’s Maul. Und verpiss dich.“ Wieder gröhlten die gesamte beknackte Mannschaft. „Was habt ihr denn alle gegen mich? Ich möchte doch nur Fußball spielen.“ &#8211; „Na gut, dann zeig, was du drauf hast, du Looser, sei ein echter Mann. Hier ist der Ball.“ Gewaltsam schoss mir einer der Spieler den Ball in den Bauch. Das tat weh. Ich hielt mir schmerzerfüllt den Bauch. Aber dann lief ich los und fing an Fußball zu spielen. Aber ich konnte mich nicht richtig konzentrieren. Immerzu musste ich zu dem dunkelhaarigen Typen mit dem Pferdeschwanz rüberschauen. Da wurde mir auch noch ein Bein gestellt &#8230; und ich flog voll auf die Schnauze. Oh man, war das ein fieses Foul. „Mensch Max, musste das sein? Er ist doch heute das erst Mal hier.“ &#8211; Was ist los mit dir, Markus? Seit wann bist auf der Schwuli-Seite?“ &#8211; „Bin ich nicht. Aber ich finde, wir sollten fair spielen.“ Hatte ich richtig gehört? Ausgerechnet der süße Dunkelhaarige war plötzlich auf meiner Seite? Ich rappelte mich wieder auf und spielte weiter. Nach dem Training unter der Dusche ging das Mobbing weiter. „Du hast beschissen gespielt, Alter, und warum hast du mich die ganze Zeit so angestarrt?“ Mit einem finsteren Blick musterte mich dieser Markus. Mir war peinlich vor allen zuzugeben, dass ich schwul bin, also erfand ich eine Ausrede: „So ein Quatsch. Ich habe mich auf das Fußballspiel konzentriert. Du siehst Gespenster. Ich hab dich nur angeguckt, um dir einen Pass zuzuspielen.“ &#8211; „Nee, ich habe genau gesehen, dass du mich schwul angestarrt hast. Wenn das noch einmal passiert, knallt’s.“ &#8211; „Richtig. Hau bloß ab. Wie wär’s mit Frauenfußball?“ Ich wurde geschubst und flog mit dem Gesicht in den Duschknauf. Total niedergeschlagen und mit einem blauen Auge fuhr ich heim. Zuhause weinte ich ganz bitterlich und fühlte mich sehr allein. Wenigstens hatte ich meine schwarze Katze Kleopatra. Ihr erzählte ich all meinen Kummer.</p>
<p>Ich fuhr nicht mehr zu dieser fiesen Fußballmannschaft. Eines Tages war ich aber zufällig in der Nähe, weil ich einen Arzttermin hatte. Auf dem Rückweg, in der U-Bahn, sah ich Markus wieder. Zum Glück hatte er mich nicht gesehen. Ich folgte ihm heimlich. Als er in Barmbek ausstieg, ging ich ihm nach. Schließlich stieg er in den 173er Bus Richtung Bramfeld. Ich beschattete ihn weiter. Als er hinten ausstieg, stieg ich vorne aus. Ich zog meine schwarze Kapuzenjacke über den Kopf, damit er mich nicht erkennen konnte und behielt ihn im Auge. Plötzlich drehte er sich um und brüllte: „Wer bist du und warum verfolgst du mich?“ Ich nahm die Kapuze ab und sagte in einem ruhigen, aber eisigen Ton. „Ich bin’s, Lars, der Schwuli. Ich verfolge dich, weil ich wissen will, warum ihr mich fertig gemacht habt, besonders du, Markus. Los, spuck’s aus. Ich will von dir selbst hören. Was sollte das? Schwulenhass ist total antik.“ &#8211; „Okay, okay. Lass uns in Ruhe reden. Ich lade dich auf ein Bier ein. Komm, ich weiß ein gutes Lokal bei mir um die Ecke.“ Als wir am Tisch saßen und unser Bier tranken, begann er zu reden: „Also, unsere Fußballmannschaft mag keine Schwulen. Das ist bei uns irgendwie immer noch völlig tabu.“ Er machte eine Pause und sagte dann: „Dabei bin ich selbst schwul.“ &#8211; „Was, du auch? Ich auch. Das mochte ich aber vor der gesamten Mannschaft nicht zugeben. Na, aber ich fand dich von Anfang an süß, deshalb habe ich dich auch so angestarrt.“ &#8211; „Oh man, Alter! Ehrlich gesagt ging’s mir ähnlich. Deshalb habe ich dich auch vor diesem Gorilla Max beschützt. Und damit wäre ich fast aufgeflogen. Deshalb musste ich weiter den coolen Fiesling spielen. Tut mir leid, ehrlich. Komm lass uns Freunde sein.“ &#8211; „Ja, sehr gern. Aber in eurer Mannschaft mag ich trotzdem nicht mehr spielen.“ &#8211; „Dafür gibt es bestimmt auch eine Lösung. Ich hätte auch schon eine Idee.“</p>
<p>Wir redeten bis zwei Uhr morgens und verstanden uns plötzlich supergut. Markus bot mir sogar an bei ihm zu übernachten, weil die Busse und Bahnen nicht mehr fuhren und die Nachtbusse nur sehr selten. Dass wir gleich in der ersten Nacht leidenschaftlich rumgemacht haben, darüber will ich lieber schweigen. Inzwischen sind wir ein schwules Paar und leben seit einem Jahr zusammen. Und was uns und Fußball betrifft: Wir haben uns zusammen vor der gesamten Stadtpark-Fußballmannschaft als schwul geoutet und uns eine neue Mannschaft gesucht. Diesen Monat spielen wir sogar bei der Europameisterschaft des schwul-lesbischen Fußballverbandes IGLFA im Hamburger Volksparkstadion mit.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Faszination Formel 1</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/05/faszination-formel-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2015 08:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich ist es ja schon klar, worum es in diesem Beitrag geht: Motorsport ist ein Männersport. Oder? Denn Formel 1 ist Tamaras Leidenschaft und das muss sie immer wieder erklären. &#8222;Du magst Formel 1? Wie kommt das? Was sie so an der Formel 1 fasziniert, beschreibt Tamara in ihrem Beitrag. Damit sollte die Frage geklärt sein. Ein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Eigentlich ist es ja schon klar, worum es in diesem Beitrag geht: Motorsport ist ein Männersport. Oder?<br />
Denn Formel 1 ist Tamaras Leidenschaft und das muss sie immer wieder erklären. &#8222;Du magst Formel 1? Wie kommt das? Was sie so an der Formel 1 fasziniert, beschreibt Tamara in ihrem Beitrag. Damit sollte die Frage geklärt sein. Ein für alle mal.</p>
<p>Seit 1950 fährt die Königsklasse um die Welt und begeistert Jung und Alt. Jedes Jahrzehnt der Formel-1-Geschichte hat ihre Helden. Einer der Größten ist Michael „Schumi“ Schumacher, der sieben Mal Weltmeister geworden ist. Aber Sebastian Vettel, mit vier Titeln, tritt in seine Fußstapfen, Nr. 5 lebt und ist meine No. 1! Vettel forever, Forza Ferrari!</p>
<p>Formel 1 ist gefährlich und aufregend zugleich. Sie fasziniert mich. Es ist der Reiz dieser Gefahr und der Reiz dabei zuzusehen, wie sich die Fahrer und Teams auf der Strecke messen. Der Drang, etwas zu tun, was man vielleicht lieber lassen sollte. Aber: Man will es tun. Und ich will dabei zusehen. Das ist meine Sucht.</p>
<p>Bei einem Rennen spielen viele Umstände eine Rolle: Strategie, Wetter, Strecken- und Reifentemperatur, Abstimmung im Team und natürlich Glück.</p>
<p>Es sind schon viele Fahrer in einem Rennen gestorben. Das ist immer schlimm und nachhaltig traurig. Fahrer wie Jochen Rind und Ayrton Senna werde ich nie vergessen. Aber: The Show must go on. Größere Crashs sind selten, kleinere gehören dazu. Es sieht oft dramatisch aus, wenn sich ein Wagen ins Kiesbett verabschiedet. Meistens ist’s aber nicht schlimm. Die Formel 1 ist mittlerweile auch sicherer geworden. Trotzdem kann immer etwas passieren, wie z. B. letztes Jahr in Japan, als Jules Bianchi in ein Bergungsfahrzeug gerast ist und seither im Koma liegt. Jedem Fahrer und jedem Fan ist die Gefahr bewusst. Ein Rennfahrer muss die ganze Zeit konzentriert sein. Schalten, lenken, Einstellungen am Wagen vornehmen, aufs Display gucken, Flaggen beachten, mit dem Team funken. Alles in Sekundenbruchteilen.</p>
<p>Trotz der vielen Regeln, die ja vor allem der Sicherheit dienen, gehört für mich zur Formel 1 ein Gefühl von Freiheit. Trotz harter Arbeit und hoher Konzentration sind die Formel 1-Fahrer und bin ich irgendwie losgelöst. Der Rennfahrer reißt die Fans fort. Ich würde immer am liebsten mitfahren und ebenfalls Geschwindigkeit und Egoismus in mir vereinen.</p>
<p>Wenn bei einem Rennen die Startampel auf Grün schaltet, ist die immer drohende Gefahr erst einmal ausgeblendet. Dann zählen der laute Sound der Motoren, die jubelnden Fans, Autos, die gewaltig aussehen und doch empfindlich sind wie rohe Eier, die Eigenarten der Strecke &#8230; und der einzige bedeutende Weg: Der Weg zum Ziel. Es ist eine große Herausforderung bei jeder Bedingung anzukommen, ob bei tropischer Hitze, monsunartigem Regen oder Dunkelheit. Es ist der Hammer, wenn ich mit meinem Lieblingsfahrer Vettel über seine On-Board-Kamera mitfahre und bei fast 300 km/h alles an uns vorbeifliegt: dieser Rausch der Geschwindigkeit, die Wendigkeit des Autos und dabei hoffentlich immer alles unter Kontrolle. Ein einziger Fehler kann über Triumph und Niederlage und auch über Fortfahren oder Unfall entscheiden. Besonders in Monte Carlo, wo es sehr eng und das Überholen schwierig ist. Diese Spannung: Ob der Liebling es zum Sieg schafft? Geht beim Boxenstop alles gut? Schaffen es die Teams sich beim Reifenwechsel zeitlich zu unterbieten?</p>
<p>Im letzten Jahr war Mercedes AMG nicht zu schlagen. Das kann auf Dauer langweilig werden. Der letzte Sieg des Ferrari-Traditionsteams war 2013 in Barcelona. Aber jetzt meldet sich auch das legendäre Team Ferrari zurück.</p>
<p>Ich feiere und leide mit meinem Favoriten, ich fühle mich verbunden mit ihm. Und wenn es mal wieder knapp wird, bin ich zum Zerreißen gespannt, wippe mit den Beinen, spiele an meinem Armband, bin zappelig nervös.</p>
<p>Super-Sepp ist im Ziel, die schwarzweiss karierte Flagge wird für ihn geschwungen, die vergangene Sch&#8230;saison ist vergessen. Was für ein wunderbarer Sieg!</p>
<p style="text-align: left;">Nach all der Anspannung bahnen sich die Emotionen ihren Weg. Da fließen neben dem Champagner auch jede Menge Tränen. Ich in Fan-Kleidung vor dem Fernseher trinke Red Bull dazu. Und will mehr Autorennen, Reifenquietschen, immer mehr.</p>
<p style="text-align: left;">
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was geht Almanya rocken Berlin</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/04/was-geht-almanya-rocken-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 11:50:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Song]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Redaktionsgruppe &#8222;Was geht Almanya&#8220; war gestern in Berlin bei Bundesjugendministerin Manuela Schwesig eingeladen und hat ihren Song &#8222;I Have a Dream&#8220; zum Girls&#8217;Day und Boys&#8217;Day vorgestellt. “I have a dream” ist eine Hymne zu den beiden bundesweiten Aktionstagen und drückt aus, worum es an diesem Tag geht: Rollenklischees haben in der Berufswahl nichts verloren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Redaktionsgruppe &#8222;Was geht Almanya&#8220; war gestern in Berlin bei Bundesjugendministerin Manuela Schwesig eingeladen und hat ihren Song &#8222;I Have a Dream&#8220; zum Girls&#8217;Day und Boys&#8217;Day vorgestellt. “I have a dream” ist eine Hymne zu den beiden bundesweiten Aktionstagen und drückt aus, worum es an diesem Tag geht: Rollenklischees haben in der Berufswahl nichts verloren. Das Video vom Auftritt gibt&#8217;s morgen &#8211; und das geht richtig ab.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorurteile entstehen im Kopf</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2015/03/vorurteile-entstehen-im-kopf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2015 11:23:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.meintestgelaende.de/?p=4604</guid>

					<description><![CDATA[Vorurteile haben oftmals nicht mal was mit der Realität zu tun und dennoch hat sie jede*r von uns. Doch woher stammen die eigentlich und warum sind es teilweise die gleichen wie noch vor 50 Jahren? Am wichtigsten ist jedoch die Frage: Wie kann ich sie überwinden? Die Story-Teller geben einen Einblick in ihre Sichtweise. Vorurteile]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vorurteile haben oftmals nicht mal was mit der Realität zu tun und dennoch hat sie jede*r von uns. Doch woher stammen die eigentlich und warum sind es teilweise die gleichen wie noch vor 50 Jahren? Am wichtigsten ist jedoch die Frage: Wie kann ich sie überwinden? Die Story-Teller geben einen Einblick in ihre Sichtweise.</p>
<p><i>Vorurteile </i>entstehen im Kopf. Wir lernen von kleinauf von unserem Umfeld das Leben kennen. Eltern leben uns etwas vor und Eltern sind die ersten Vorbilder. Wir bekommen Werte vermittelt und entwickeln dadurch unsere Denkweise. Oft enspricht diese Denkweise dem, was wir beigebracht bekommen. Eltern haben immer Recht, also glauben wir, was sie uns beibringen. Über die Jahrzehnte haben sich Weltbilder und Werte weiterentwickelt. Aber Einiges ist so festgefahren, dass es immer noch vorsinnflutartig erscheint. Es ist sehr einfach ein Vorurteil zu bilden. Und es braucht schon Stärke gegen eine vermeintlich allgemeine Meinung anzudenken.</p>
<p>Manche Vorurteile enstehen auch aufgrund von Negativerfahrungen, die wir machen, z.B. mit einer Person, die einen anderen Lebensstil als man selbst hat. Dann denken wir, alle mit dieser Lebenseinstellung sind gleich. Wir haben ständig den Drang, alles zu erklären und zu begründen. Oft sehen wir aber nur schwarz und weiß und übersehen, dass es noch viele Farben dazwischen gibt. Man packt alles einheitlich in eine Schublade. Einfach, um sich nicht mehr weiter mit einem Klischee oder einer Sache auseinanderzusetzen. So schaffen wir uns eine Erklärung für etwas, das wir vielleicht eigentlich nicht wirklich verstehen, oder was nicht ins Wertesystem oder ins eigene Weltbild passt. Eine Abwehrhaltung, die verhindert, tiefer in etwas einzudringen. So bleiben wir oberflächlich und unnahbar.</p>
<p>Sich vom Gegenteil eines Vorurteils überzeugen zu lassen, würde bedeuten, dass man selbst Unrecht hatte. Wer möchte sich das schon eingestehen? Nur wenige. Aber auch die wenigen sind in der Lage Fortschritte im Denken zu erwirken. Vielleicht sind wir irgendwann frei von diesem Gedankenknast, aber das wird noch viele Gedanken lang dauern.</p>
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		<title>Alle anders &#8211; alle gleich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2014/11/alle-anders-alle-gleich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2014 08:30:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Von der Hagener Redaktionsgruppe &#8222;Was geht Almanya&#8220; hat uns ein starker Song gegen Rassismus und Diskriminierung erreicht. La Voice, Fatma, ChaCky, Skazz, Paulina und Maike rappen und singen darüber, eigene Vorurteile abzulegen und sich gemeinsam für ein friedliches Miteinander einzusetzen. Denn: Wir sind alle anders und doch gleich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von der Hagener Redaktionsgruppe <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/almanya/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Was geht Almanya&#8220;</a> hat uns ein starker Song gegen Rassismus und Diskriminierung erreicht. La Voice, Fatma, ChaCky, Skazz, Paulina und Maike rappen und singen darüber, eigene Vorurteile abzulegen und sich gemeinsam für ein friedliches Miteinander einzusetzen. Denn: Wir sind alle anders und doch gleich.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Väter und Söhne</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2014/07/vaeter-und-soehne-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2014 10:02:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Väter und Söhne verdienen höhere Löhne, singen schiefe Töne, spucken große Töne, nutzen selten Föne, sind ganz obszöne. Aber nur weil sich Dinge reimen, sind sie noch lange nicht wahr.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Väter und Söhne<br />
verdienen höhere Löhne,<br />
singen schiefe Töne,<br />
spucken große Töne,<br />
nutzen selten Föne,<br />
sind ganz obszöne.</p>
<p>Aber nur weil sich Dinge reimen,<br />
sind sie noch lange nicht wahr.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Obwohl wir Freunde sind</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2014/06/obwohl-wir-freunde-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jeco]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2014 06:50:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Im April 2014 haben sich drei Redaktionsgruppen von meinTestgelaende.de das erste Mal getroffen. Dabei wurden viele Beiträge, die bis dahin auf meinTestgelaende veröffentlicht wurden angesehen. Es gab viele Diskussionen dazu. Am zweiten Tag des Treffens haben wir über das Thema Vorurteile gesprochen und was uns dabei durch den Kopf gegangen ist, könnt ihr euch in]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2014/04/IMGP4458_bearb.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-2578" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2014/04/IMGP4458_bearb-800x531.jpg" alt="IMGP4458_bearb" width="640" height="424" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2014/04/IMGP4458_bearb-800x531.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2014/04/IMGP4458_bearb-300x199.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>Im April 2014 haben sich drei Redaktionsgruppen von meinTestgelaende.de das erste Mal getroffen. Dabei wurden viele Beiträge, die bis dahin auf meinTestgelaende veröffentlicht wurden angesehen. Es gab viele Diskussionen dazu. Am zweiten Tag des Treffens haben wir über das Thema Vorurteile gesprochen und was uns dabei durch den Kopf gegangen ist, könnt ihr euch in den Video ansehen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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