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	<title>Vielfalt &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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	<title>Vielfalt &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Ruhrgebietskinder: Furkan</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/04/ruhrgebietskinder-furkan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ruhrgebietskinder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2022 09:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute stellen wir euch Furkan in einem neuen Video der Reihe “Ruhrgebietskinder” vor. Furkan ist 23 Jahre alt, lebt in Duisburg und studiert Bauingenieurwesen. Im Video stellt er uns seine Eltern vor, auf die er besonders stolz ist. Warum und was seine Pläne sind, erfahrt ihr im Video! Weitere Portraits von den Ruhrgebietskindern findet ihr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Heute stellen wir euch Furkan in einem neuen Video der Reihe “Ruhrgebietskinder” vor. Furkan ist 23 Jahre alt, lebt in Duisburg und studiert Bauingenieurwesen. Im Video stellt er uns seine Eltern vor, auf die er besonders stolz ist. Warum und was seine Pläne sind, erfahrt ihr im Video!</strong></p>
<p><span id="more-14718"></span>Weitere Portraits von den Ruhrgebietskindern findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/ruhrgebietskinder/">hier</a>.</p>
<p class="p1"><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Ruhrgebietskinder: Emre C.</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/03/ruhrgebietskinder-emre-c-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ruhrgebietskinder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 08:25:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute haben wir das dritte Video der Redaktionsgruppe Ruhrgebietskinder! Wir stellen euch Emre vor. Emre ist 23 Jahre alt, kommt aus Duisburg, studiert Architektur in Aachen und wir kennen ihn schon lange als Teil der Redaktionsgruppe Heroes. Er erzählt, wie er als erster Moslem Mitbewohner in einem Verbindungshaus wurde und sich zwei unbekannte Welten trafen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Heute haben wir das dritte Video der Redaktionsgruppe Ruhrgebietskinder! Wir stellen euch Emre vor. Emre ist 23 Jahre alt, kommt aus Duisburg, studiert Architektur in Aachen und wir kennen ihn schon lange als Teil der Redaktionsgruppe Heroes. Er erzählt, wie er als erster Moslem Mitbewohner in einem Verbindungshaus wurde und sich zwei unbekannte Welten trafen. Viel Spaß, Geschichten über dieses gelungene Abenteuer zu hören.</strong></p>
<p><span id="more-14683"></span><br />
„Ich lebe in zwei Welten: in Duisburg bei meinen Eltern und in Aachen, wo ich studiere. Beide Welten kennen sich nicht, aber ganz ehrlich: Ich komm damit klar“ – meint Emre, 22 Jahre.<br />
Emre studiert Architektur in Aachen und möchte in Zukunft noch mehr von der Welt sehen.<br />
Er wohnt in einem Verbindungshaus und war der erste Muslim, der in dieser Burschenschaft aufgenommen wurde – damit hat er anderen muslimischen Kommilitonen den Weg geebnet.<br />
Im Schankraum der multikulturellen Verbindung treffen sich jetzt alle, Muslime und Christen, um sich bei einer Shishapfeife auszutauschen und so viele Vorurteile auszuräumen: „Unsere Kulturen, die kollidieren nicht miteinander, die ergänzen sich. Und das finde ich eigentlich am schönsten hier.“<br />
Gegen Rassismus, Antisemitismus und Sexismus möchte er sich auch weiter engagieren.<br />
Zu Hause in Duisburg wussten seine Eltern am Anfang nichts über Burschenschaften. Ebenso wenig wie von Emres Zukunftsplänen. Für seine Mutter steht klar: „Wenn du nicht verheiratet bist, musst du nach Hause kommen“. Emres Traum ist aber, eines Tages in Manhattan einen Wolkenkratzer zu entwerfen.</p>
<p>Erstveröffentlichung des Videos:<br />
<a href="https://www.politische-bildung.nrw.de/digitale-medien/titelverzeichnis/details/video/ruhrgebietskinder-emre-c">https://www.politische-bildung.nrw.de/digitale-medien/titelverzeichnis/details/video/ruhrgebietskinder-emre-c</a><br />
Veröffentlichungslizenz: Die auf dieser Seite herunterladbaren Videos stehen unter der Creative Commons-Lizenz CC-BY-ND 4.0. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de">https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kreuzweise: Checklist Gesellschaft</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2022/01/kreuzweise-checklist-gesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jan 2022 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Angesichts der vielen Wahlwerbespots und zahlreichen politischen Versprechungen, die den Landtags- und Bundestagswahlen im vergangenen Jahr 2021 vorausgegangen sind, wurde &#8222;Kreuzweise &#8211; der Film-Ideenwettbewerb&#8220; ins Leben gerufen. Denn die Lockrufe der Parteien stimmen nicht immer mit den Interessen junger Menschen überein. Das Motto lautete: &#8222;Macht deutlich, was euch jetzt und für die Zukunft wichtig ist!&#8220;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="brz-fw-xs-im-400 brz-fw-sm-im-400 brz-fw-lg-400 brz-ft-google brz-ff-overpass brz-fs-xs-im-24 brz-fs-sm-im-24 brz-fs-lg-23"><strong><span style="font-size: 1.14285rem;">Angesichts der vielen Wahlwerbespots und zahlreichen politischen Versprechungen, die den Landtags- und Bundestagswahlen im vergangenen Jahr 2021 vorausgegangen sind, wurde &#8222;Kreuzweise &#8211; der Film-Ideenwettbewerb&#8220; ins Leben gerufen. Denn die Lockrufe der Parteien stimmen nicht immer mit den Interessen junger Menschen überein. Das Motto lautete: &#8222;</span><span class="brz-cp-color6">Macht deutlich, was euch jetzt und für die Zukunft wichtig ist!&#8220;</span></strong></p>
<p><strong>Wir dürfen euch heute einen der Gewinner*innen-Filme präsentieren. In &#8222;Checklist Gesellschaft&#8220; macht Robin Csodo aus Halle auf die gespaltene Gesellschaft aufmerksam. Ort und Handlung: die Aufnahmeprüfung an einer Grundschule in Halle, in der die Dinge aus dem Ruder laufen. Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-14370"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr <a href="https://kreuzweise2021.de/#Home" target="_blank" rel="noopener"><strong>weitere Infos zum Wettbewerb</strong></a> sowie die anderen Gewinner*innen-Filme.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ruhrgebietskinder: Emre B.</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/12/ruhrgebietskinder-emre-b/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ruhrgebietskinder]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns riesig, denn wir dürfen sechs Filme von der Landeszentrale für politische Bildung NRW bei uns veröffentlichen &#8211; und damit ein herzliches willkommen an unsere neue Redaktionsgruppe: Ruhrgebietskinder! Heute stellen wir euch Emre vor. Er ist 22 Jahre alt, studiert Soziale Arbeit und ist dafür aus einem Dorf in Bayern nach Duisburg gezogen. In]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns riesig, denn wir dürfen sechs Filme von der Landeszentrale für politische Bildung NRW bei uns veröffentlichen &#8211; und damit ein herzliches willkommen an unsere neue Redaktionsgruppe: Ruhrgebietskinder! Heute stellen wir euch Emre vor. Er ist 22 Jahre alt, studiert Soziale Arbeit und ist dafür aus einem Dorf in Bayern nach Duisburg gezogen. In diesem Film spricht Emre über seine Erfahrungen mit Rassismus, sein Engagement im Netz und seine Leidenschaft für&#8217;s Kochen. Außerdem dürfen wir einige seiner Gedichte hören. Wir wünschen euch viel Spaß dabei, Emre besser kennenzulernen.</strong><span id="more-14356"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Das Video wurde <a href="https://www.politische-bildung.nrw.de/digitale-medien/titelverzeichnis/details/video/ruhrgebietskinder-emre-b" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a> erstveröffentlicht. (<span style="font-size: 1.14285rem;">Die auf dieser Seite herunterladbaren Videos stehen unter der </span><a style="font-size: 1.14285rem;" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons-Lizenz CC-BY-ND 4.0</a><span style="font-size: 1.14285rem;">.)</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Pinkwashing und Homonationalismus:  Was mir die Regenbogenflagge immer noch bedeutet</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/11/regenbogenflagge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2021 07:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über einen neuen Text von Mare! Sie schreibt über die Regenbogenflagge. Das hat sie für meinTestgelände 2017 schon einmal getan. Was hat sich seitdem verändert? Was bedeutet es, dass wir die Regenbogenflagge immer häufiger sehen, dass sich Unternehmen, Produkte, Organisationen und ganze Staaten damit schmücken? Ist die Welt dadurch ein sicherer, ein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über einen neuen Text von Mare! Sie schreibt über die Regenbogenflagge. Das hat sie für meinTestgelände 2017 <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/07/remembering-orlando-was-mir-die-regenbogenflagge-bedeutet/" target="_blank" rel="noopener">schon einmal getan</a>. Was hat sich seitdem verändert? Was bedeutet es, dass wir die Regenbogenflagge immer häufiger sehen, dass sich Unternehmen, Produkte, Organisationen und ganze Staaten damit schmücken? Ist die Welt dadurch ein sicherer, ein besserer Ort für LGBTQIA+-Personen geworden? Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-14313"></span></p>
<p>Es ist der 23. Juni 2021. Die deutsche Nationalmannschaft spielt gegen Ungarn in der Münchener Allianzarena. Aus Protest gegen die queerfeindliche Politik Orbáns und aus Trotz gegen die Entscheidung der UEFA, das Münchener Fußballstadion nicht in Regenbogenfahnen erstrahlen zu lassen, zeigen sich viele deutsche Städte solidarisch und wehen Regenbogenflaggen. Auch Social Media wird geflutet von regenbogenfarbenen Profilbildern und Posts. Mit dabei: Die UEFA selbst.</p>
<p>Vor vier Jahren schrieb ich bereits einen Beitrag auf meinTestgelände zu der Regenbogenflagge. Ich schrieb damals, dass sie vor allem eine Sache für mich bedeutet:</p>
<p>„Stolz. Stolz auf uns. Stolz auf den Mut, man selbst zu sein. Stolz auf die Menschen, die trotz aller Widerstände Rechte und Räume erkämpft haben. Stolz, dass wir einen Ort haben, an dem wir weinen können, uns gegenseitig halten können und dass dabei eine Flagge auf unserer Schulter liegt, die keinem Staat gehört, sondern uns.“</p>
<p>Diesen Beitrag hatte ich damals zum Jahrestag des Anschlages auf den queeren Nachtclub <i>Pulse </i>in Orlando geschrieben. Es war ein Ereignis, das mich und viele um mich herum zutiefst erschütterte. Viel hat sich seitdem verändert, in der Welt und in meinen Einstellungen. Einige Sachen zum Positiven, einige zum Negativen und einige Sachen, die ich noch nicht einordnen kann.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Pinkwashing“ ist in den letzten Jahren ein Begriff geworden, der immer mehr auf Social Media und unter Aktivist*innen herumgeistert. Laut Wikipedia bedeutet das Wort „Strategien, die durch das Vorgeben einer Identifizierung mit der LGBT-Bewegung bestimmte Produkte, Personen, Organisationen oder Staaten bewerben, um dadurch modern, fortschrittlich und tolerant zu wirken.“</p>
<p>Immer öfter höre ich diese Kritik: Firmen wollen nur unser Geld und zeigen deshalb die Regenbogenflagge, aber zeitgleich unterstützen sie homophobe Regierungen, wenn es für sie profitabel ist. Das Beispiel der UEFA ist dafür sehr anschaulich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein anderes Wort ist vor allem im Zuge des Ungarn-Deutschland-Spiels auch häufiger gefallen: Homonationalismus. Vereinfacht gesagt bezeichnet dieser Begriff eine Kombination aus Nationalstolz und pro-queeren Einstellungen. Einige Beispiele, die ich in den Tagen vor besagtem Länderspiel selber gesehen habe:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Politiker*innen, die noch ein paar Wochen vorher gegen das Selbstbestimmungsgesetz für trans* Menschen gestimmt haben, aber sich selber auf die Schulter klopfen „weil sich Deutschland so offen und fortschrittlich zeigt!“</p>
<p>Leute, die sagen, wie toll doch Deutschland ist und ungarischen Personen Gewalt wünschen für die Taten ihrer Regierung, ohne dabei zu bedenken, dass es die (queeren) Menschen in Ungarn sind, die am meisten unter seiner Politik leiden.</p>
<p>Frontex, die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache, die maßgeblich an der Abschottung der „Festung Europas“ arbeitet und zum Massensterben im Mittelmeer beiträgt, veröffentlicht einen Post in Regenbogenfarben. Das zähle ich auch dazu, denn europäischer Patriotismus gehört genauso auf die Liste hier.</p>
<p>Hat sich also die Regenbogenflagge verkauft und ist, wie einige behaupten, nur noch ein Werbe- und Propagandamittel? Die Sache ist kompliziert.</p>
<p>Genauso wie sich Leute über diese Entwicklung beschweren, gibt es auch Menschen, denen es schwerfällt, Pinkwashing als ein Problem zu sehen. Ein Tweet ist mir dabei vor allem in Gedächtnis geblieben. „In meinem Land wird man verprügelt, wenn man eine Regenbogenflagge vom Balkon hängen lässt, und Europäer beschweren sich, wenn Unternehmen Regenbogenflaggen benutzen? Wisst ihr, wie viel ich dafür geben würde, in so einem Land zu leben?“</p>
<p>Außerdem ist es einfach, auszublenden, was für Prozesse in den Unternehmen an sich stattfinden. Oft sind es Mitarbeitende, die selber queer sind, die von innen heraus versuchen, positive Veränderungen zu bewirken. Natürlich ist Doppelmoral und heuchlerisches Verhalten von Unternehmen und Staaten zu kritisieren, aber dass queere Menschen überhaupt als Zielgruppe für Marketing und Propaganda gesehen werden, ist, so paradox es auch scheinen mag, ein immenser Fortschritt. Wir als queere Community dürfen nicht vergessen, wie weit wir eigentlich in den letzten Jahren gekommen sind und wie sehr wir noch vor einigen Jahren an den sozialen Rand gedrängt wurden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Im Endeffekt sehe ich die Dinge so: Queer sein ist für mich nicht primär eine Identität, sondern eine politische Forderung, und die queere Community ist für mich vor allem eine politische Gemeinschaft. Das klingt vielleicht im ersten Moment merkwürdig, aber was ich damit meine ist, dass wir in unserer jetzigen Welt, die noch voller Hass, Verfolgung und Diskriminierung gegen queere Menschen ist, vor allem zusammenkommen, weil wir Forderungen an die Gesellschaft und die Politik haben, die wir noch nicht erfüllt sehen. In einer Welt komplett ohne Queerfeindlichkeit gäbe es vielleicht noch Labels wie „lesbisch“ oder „nicht-binär“, aber würden wir wirklich eine Community brauchen?</p>
<p>Die Regenbogenflagge ist für mich also eine politische Flagge, die mit politischen Forderungen verbunden ist. Eine Flagge, wie ich schon 2017 schrieb, „die keinem Staat gehört, sondern uns“. Aber was bedeutet sie jetzt? Für mich steht sie dafür, dass Menschen ein Recht darauf besitzen, frei von Diskriminierung leben und lieben zu dürfen, wie sie möchten. Das bedeutet für mich, dass jeder Mensch ein Anrecht darauf besitzt, dass seine*ihre Menschenrechte geachtet werden, und dazu gehört, dass Geschlechtsidentität und Sexualität frei ausgelebt werden dürfen.</p>
<p>Klingt erstmal ganz nett. Jetzt kommt aber der Haken: Wenn die Regenbogenflagge eine politische Flagge ist, dann heißt das, dass sie keine feste Bedeutung hat, sondern ihre Bedeutung in gesellschaftlichen Prozessen immer neu ausgehandelt wird. Ein Beispiel: Wofür steht Deutschland? Wofür sollte Deutschland stehen? Je nach politischer Einstellung kriegt man auf diese Frage unterschiedliche Antworten, und wofür im Endeffekt die Deutschlandfahne steht, ist kein festes Ergebnis, sondern verändert sich auch danach, wie genau die Diskussion darum in einem spezifischen Moment aussieht, und wen man fragt. Für die Regenbogenfahne also heißt das, dass die eigentlich wichtige Frage ist: Was will ich, wofür die Regenbogenflagge steht, und wie setze ich das um? Das ist eine offene Frage, auf die ich auch kein abschließendes Ergebnis präsentieren kann, sondern nur meine eigene Meinung.</p>
<p>Zusammenfassend also: Wenn wir Pinkwashing und Homonationalismus kritisieren, dürfen wir nicht vergessen, dass die bloße Existenz dieser Phänomene ein Zeichen dafür ist, wie weit wir als Bewegung schon gekommen sind. Gleichzeitig müssen wir uns aber auch laut in unseren Taten und Worten dafür einsetzen, dass die Regenbogenflagge eine Bedeutung besitzt, die es wert ist zu unterstützen, und nicht von Bewegungen vereinnahmt wird, die versuchen, ihre Bedeutung zu verändern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Für mich persönlich heißt die Flagge: Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Leben in Würde und Freiheit, nicht nur unabhängig von der Sexualität und Geschlechtsidentität, sondern auch von Herkunft, Hautfarbe, Religion und sozialer Herkunft. Und das versuche ich nicht zu vergessen, wenn ich die Regenbogenflagge wehen lasse.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Queer, queer, queer: <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/queer/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier entlang!</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Handicap is great!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/08/handicap-is-great/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Story Teller-Autor Peter Burhorn sagt, er will Behinderung „great again“ machen. Wie meint er das? Ein Text von ihm &#8211; und außerdem noch eine tolle Idee: die &#8222;Handy-Cap&#8220;. Leben mit Behinderung ist wie im Theater. Es ist ein tolles Theaterstück, was ihr gesunden Menschen macht. Ich sehe das so, ich sehe mich als Zuschauer auf]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Story Teller-Autor Peter Burhorn sagt, er will Behinderung „great again“ machen. Wie meint er das? Ein Text von ihm &#8211; und außerdem noch eine tolle Idee: die &#8222;Handy-Cap&#8220;.</strong></p>
<p><span id="more-13290"></span></p>
<p>Leben mit Behinderung ist wie im Theater. Es ist ein tolles Theaterstück, was ihr gesunden Menschen macht. Ich sehe das so, ich sehe mich als Zuschauer auf der Tribüne und schaue mir den Alltag an.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Für mich ist das Leben schon immer aus anderer Perspektive gewesen. Ob andere Behinderte genauso denken? Ich würde gern mal eine Umfrage dazu machen.</p>
<p>Am Leben kann sich jeder beteiligen. Trotzdem fühle ich mich in meinem Lebensalltag &#8211; das ist mir vor Jahren aufgefallen &#8211; viel mehr als Zuschauer als als Beteiligter.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich wüsste gern, ob es Anderen auch so geht, ob es Gleichgesinnte gibt, die es wie ich schwer haben beim Mitreden.</p>
<p>Irgendwie bin ich ein Zuschauer der Menschheit.</p>
<div id="attachment_13291" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13291" class="wp-image-13291 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-800x533.jpg" alt="" width="700" height="466" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-800x533.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-300x200.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14-768x512.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Foto-am-11.06.21-um-18.14.jpg 1080w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-13291" class="wp-caption-text">&#8222;Handy-Cap&#8220;-Idee: Daniela Chmelik, Dennis Lange; Zeichnung: Matti Wustmann . Fotos: Dennis Lange</p></div>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-13292 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-800x600.jpg" alt="Foto: Dennis Lange" width="700" height="525" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-800x600.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-300x225.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-768x576.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-228x171.jpg 228w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-160x120.jpg 160w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-320x240.jpg 320w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-380x285.jpg 380w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-700x525.jpg 700w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-760x570.jpg 760w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3-1140x855.jpg 1140w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_3.jpg 1280w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /> <img decoding="async" class="alignnone wp-image-13293 size-large" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-800x600.jpg" alt="Foto: Dennis Lange" width="700" height="525" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-800x600.jpg 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-300x225.jpg 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-768x576.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-228x171.jpg 228w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-160x120.jpg 160w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-320x240.jpg 320w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-380x285.jpg 380w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-700x525.jpg 700w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-760x570.jpg 760w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5-1140x855.jpg 1140w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2021/08/Lange_Handicap_5.jpg 1280w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p><b>Corona</b></p>
<p>Ich finde durch meine Behinderung interessant, wie andere über Krisen denken. Durch meine Behinderung bin ich bereits abgehärtet, was Krisen betrifft. Bei der Corona-Krise merke ich erst, wie sich gesunde Menschen über Krisen erschrecken. Ich weiß natürlich auch, dass wir es mit einer sehr ernsten Krise zu tun haben. Aber worauf ich hinaus will ist, dass ich das Gefühl habe, den gesungen Menschen auf der Welt ging es jahrelang zu gut. Durch das Masken-Tragen finde ich auf einmal vieles angenehmer, viel gerechter, da die ganze Welt eine Behinderung hat. Das mit den Masken ist wichtig für unsere Gesundheit. Aber seit der Corona-Krise fühle ich mich auf einmal etwas mehr gleichberechtigt.</p>
<p>Mein Fazit mit Erfahrung an Menschen mit Behinderung: Es sind die menschlichsten Menschen. Wir sind mehr wir selbst. Eines sind wir natürlich nicht: perfekt. Perfekt ist keiner von uns. Jeder Mensch ist ein Mensch. Was ist eigentlich die Bedeutung von „behindert“? Was meint denn „speziell“? Und warum wird der Mensch überhaupt in Schubladen gesteckt?</p>
<p>Ich habe einen neuen Spruch: Behinderung Lives Matter. Das will ich auf mein Transparent schreiben.</p>
<p>Ein Tag ohne Perfektion ist erstens viel menschlicher und das Menschliche wie der Charakter ist natürlich und würdig. Was ist schon Perfektion? Was ist das Streben nach Perfektion? Höher, schneller, weiter. Und am Ende kam Corona!</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von den Story Tellern <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sprache, Macht und Gender</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/08/sprache-macht-und-gender/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2021 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir starten in die neue Woche mit einem neuen Text unserer Autor*in Veronika Rieger. Veronika ist selbst nichtbinär und schreibt hier über Sprache, Macht und darüber, wie Personen, die weder Mann noch Frau sind, allzu häufig nur &#8222;mitgemeint&#8220; sind — und weshalb das ein Problem ist. Doch nicht nur das: Step by step erklärt Veronika auch noch,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Wir starten in die neue Woche mit einem neuen Text unserer Autor*in Veronika Rieger. Veronika ist selbst nichtbinär und schreibt hier über Sprache, Macht und darüber, wie Personen, die weder Mann noch Frau sind, allzu häufig nur &#8222;mitgemeint&#8220; sind </b><strong>—</strong><span class="Apple-converted-space"> </span><b>und weshalb das ein Problem ist. Doch nicht nur das: Step by step erklärt Veronika auch noch, wie wir es besser machen können. In diesem Sinne: Liebe Leser*innen, wir wünschen euch viel Spaß bei der Lektüre!</b></p>
<p><span id="more-13270"></span></p>
<p>Liebe Schwestern und Brüder, sehr geehrte Damen und Herren, geachtete Leser und Leserinnen&#8230;</p>
<p>Diesen Ansprachen fehlt etwas. Vielleicht ist es euch aufgefallen, vielleicht steht euch jetzt ein Fragezeichen im Gesicht. Vielleicht geht es euch auch wie mir. Ich bin nichtbinär und ich bin bei solchen Ansprachen oft nur mitgemeint. Während wir beim Thema gegenderte Sprache, die Frauen inkludiert, in unserer Gesellschaft schon etwas weiter sind, wird selbst im feministischen Diskurs gern vergessen, dass auch weitere Geschlechter außerhalb von Mann und Frau existieren.<br />
Für Menschen, die intersexuell sind oder zu den nichtbinären Geschlechtern (wie beispielsweise agender, genderfluid, demigender usw.) gehören, bleibt oft nur die Möglichkeit mitgemeint zu sein.<br />
Aber mitgemeint ist nicht ausreichend, denn es macht die Menschen unsichtbar, deren Geschlecht ein anderes ist und es vergrößert die Ungleichbehandlung von Menschen nichtmännlicher Geschlechter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Unsere Sprache ist mächtig, denn sie beeinflusst die Bilder, die wir im Kopf haben und unsere Wahrnehmung der Welt, in der wir leben. Die Verwendung geschlechtersensibler Sprache kann geschlechter-stereotypen Bildern sowie Diskriminierungen und Benachteiligungen entgegenwirken und dabei helfen, Geschlechternormen und Rollendenken zu überwinden. Es gibt zahlreiche Forschungsarbeiten, die belegen, dass die Verwendung von nur männlichen Formen unserer Sprache, also dem generischen Maskulin, Menschen dazu bringt zuerst und vorrangig an Männer zu denken. Bei der Formulierung „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ denken Menschen also primär an männliche Fachpersonen. FINTA (das sind Frauen, Intersexuelle Menschen, nichtbinäre Menschen, Menschen die trans sind und agender Personen), sind zwar „mitgemeint“, sie werden aber tatsächlich meist nicht mitgedacht und fühlen sich oft nicht angesprochen oder ermutigt und fähig dazu z.B. Berufe oder soziale Rollen, die immer als männliche Form erwähnt werden, selbst zu ergreifen.</p>
<p>Um eine gerechtere Behandlung von Menschen aller Geschlechter in dieser Gesellschaft zu erreichen ist es also wichtig auch eine Sprache zu wählen, die alle Menschen mit einschließt und mit darstellt, damit sich unsere Bilder im Kopf und unsere Wahrnehmung der Welt dementsprechend erweitern.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>Aber ist das nicht mega umständlich?<br />
</b>Im Gegenteil, es beugt sogar Missverständnissen vor, denn gendergerechte Sprache bezeichnet konkret, wer alles gemeint ist. Es gibt Forschung dazu, die belegt, dass das Textverständnis der Leser*innen nicht leidet, wenn der Text geschlechtergerechte Sprache verwendet. Eine Sprache zu verwenden, die alle Geschlechter mit einschließt, <a href="https://www.tu-berlin.de/fileadmin/a70100710_gleichstellung/Diversity_Allgemeines/KFG-Leitfaden_geschlechtersensible_Sprache.pdf" target="_blank" rel="noopener">ist leicht zu erlernen und sowohl in schriftlicher als auch mündlicher Form gut machbar.</a></p>
<p><b>Aber das verändert doch Sprache künstlich?<br />
</b>Dass Sprache ein festes und beständiges Konstrukt ist, ist eine Fehlannahme, denn unsere Sprache ist ständig im Werden und verändert sich von alleine, dadurch, dass wir sie verwenden. Es entstehen neue Worte, wie beispielsweise durch die Pandemie „zoomen“, „Alltagsmaske“ und schon vorher „hamstern“. Und so wie neue Worte entstehen, verschwinden langsam auch veraltete Worte aus unserem Vokabular, weil sie unsere Lebensrealität nicht mehr widerspiegeln. Oder weißt du noch was „poussieren“ oder „Biedersinn“ bedeuten?</p>
<p><b>Aber wie viele Menschen betrifft das denn?</b><br />
Das ist schwer zu sagen, denn eine genaue Erfassung aller Geschlechtsidentitäten gibt es in Deutschland noch nicht. <a href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/e/rs20171010_1bvr201916.html#abs10" target="_blank" rel="noopener">In Deutschland sind geschätzt ungefähr 0,2 % der Einwohner*innen intersexuell</a>, das sind bei 83,02 Millionen Einwohner*innen Deutschlands ungefähr 166 040 Menschen. Um das in eine begreifbare Größe zu setzen: Das ist mehr als zweimal die Allianzarena komplett voll.<br />
Dazu kommen all die Menschen, die zu den nichtbinären Geschlechtern gehören. Im Jahr 2016 gaben 3,3% der 3100 Befragten bei einer<i> Vermächtnisstudie</i> der ZEIT an, „entweder ein anderes Geschlecht zu haben als bei ihrer Geburt zugewiesen oder sich schlicht nicht als weiblich oder männlich zu definieren“ Das sind ca. 2,5 Millionen Menschen in Deutschland.<br />
Konkrete Zahlen bleiben, solange es keine große Statistik dazu gibt, schwer zu nennen. Deutlich wird aber: Es gibt eine große Gruppe an Menschen, die von einer nur binär gegenderten Sprache, also Sprache, die nur männliche und weibliche Formen verwendet, nicht mit erfasst und erwähnt wird.</p>
<p><b>Ist das nicht alles nur eine neumodische Phase?<br />
</b>Nein. Menschen, die Geschlechtern außerhalb des Mann &#8211; Frau &#8211; Spektrums angehören, sind keine “neumodische Erscheinung”, sondern existieren seit jeher in allen Gesellschaften und Kulturkreisen. <a href="https://missy-magazine.de/blog/2017/10/04/hae-was-heisst-denn-nicht-binaer/" target="_blank" rel="noopener">So gab und gibt es beispielsweise die Baklâ auf den Philippinen, Two Spirit bei der indigenen Bevölkerung Nordamerikas, die Māhū auf Hawaii und noch einige weitere.</a> Transgender Personen sind auch in Mitteleuropa seit der Antike bekannt.</p>
<p><b>Und wie kann geschlechtersensible Sprache aussehen?</b><br />
Deine Sprache kannst du zum Beispiel durch das Verwenden eines Gender-Sternchens gendergerecht machen. Du sagst dann „Liebe Leser*innen“. Das Gender-Sternchen zeigt dabei die Vielfalt aller Geschlechter auf.</p>
<p>Auch die Verwendung eines Doppelpunkts ist möglich, also „Liebe Leser:innen“. Der Doppelpunkt kann von einigen Lesehilfen für visuell eingeschränkte Personen besser ausgesprochen werden und ist im Sinne der Inklusion hilfreich, allerdings fühlen sich viele nichtbinäre Personen von ihm nicht gut dargestellt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn du gegenderte Sprache in der gesprochenen Form verwendest, machst du eine kurze Sprechpause dort, wo der Doppelpunkt oder das Gender-Sternchen steht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn du lieber kein Sonderzeichen verwenden möchtest, lohnt es sich neutrale Personenbezeichnungen zu verwenden, wie beispielsweise: „Liebe Gäste“, „Liebes Publikum“ „Liebe Mitglieder“ , „Liebe Geschwister“, „Liebe Anwesende“, „medizinisches Fachpersonal“, „Lehrkraft“, usw.<br />
Diese geschlechtsneutralen Formulierungen erfordern manchmal ein bisschen sprachliches Geschick, sind aber auf alle Fälle ein guter Anreiz die eigene Sprache kreativ und vielfältig zu verwenden.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich kann mich gut erinnern, als ich gelernt habe zu gendern. Ich saß mit lauter neuen Menschen zusammen und war ein bisschen irritiert und gleichzeitig sehr neugierig, warum diese alle eine Sprechpause machten und darauf achteten, alle in ihrer Sprache mit einzuschließen. Ich dachte eine Weile, dass gendern lernen schwierig ist, aber um ehrlich zu sein, geht es einem nach kürzester Zeit ganz flüssig von der Zunge. Natürlich kann man sich dagegen entscheiden gegenderte Sprache zu verwenden, obwohl sie ein so einfaches und dennoch so hilfreiches Werkzeug ist um Diskriminierung zu verringern und unsere Gesellschaft zum positiven zu verwenden. Aber das zeigt letztendlich mehr die eigene Ignoranz und Faulheit auf, als man vielleicht denkt.<br />
Wenn ich sehe, wie instinktiv und freudig junge Menschen heute an gegenderte Sprache herangehen und sie verwenden, dann freut mich das wahnsinnig und stimmt mich optimistisch. Ich glaube, Pinkstinks haben recht: Die Zeiten gendern sich.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mit der Macht der Sprache hat sich auch Pia<a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/10/pia-brauneis-worte-schaffen-werte/" target="_blank" rel="noopener"><strong> in ihrem Text für den LizzyNet-Schreibwettbewerb beschäftigt</strong></a>.</li>
<li>Und in den Kolumnen von Ika <a href="https://www.meintestgelaende.de/2021/04/inter-geschichte/" target="_blank" rel="noopener"><strong>erfahrt ihr mehr über das Inter-Sein</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schwarm-Stereotype &#038; Vorurteile vs. Diversität im (Rand-)Sport</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/stereotype-sport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ann Katrin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2021 07:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[An der Fußball-EM — und diversen damit zusammenhängenden Skandalen — kommen wir gerade nicht vorbei, ob wir uns nun für diese Ballsportart begeistern können oder nicht. Fußball gehört irgendwie dazu, oder nicht? Zumindest hat man da schnell ein recht klares Bild vor Augen. Aber wie steht es um Sportarten, die nicht von so vielen Menschen ausgeübt und/oder bejubelt werden?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>An der Fußball-EM </strong><b>— </b><strong>und diversen damit zusammenhängenden Skandalen </strong><b>— </b><strong>kommen wir gerade nicht vorbei, ob wir uns nun für diese Ballsportart begeistern können oder nicht. Fußball gehört irgendwie dazu, oder nicht? Zumindest hat man da schnell ein recht klares Bild vor Augen. Aber wie steht es um Sportarten, die nicht von so vielen Menschen ausgeübt und/oder bejubelt werden? Unsere Autorin Ann Katrin hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und in diesem Rahmen mit drei Sportler*innen gesprochen. Ihren Text und die Interviews lest ihr hier.</strong></p>
<p><span id="more-13152"></span></p>
<p>Sportliche Aktivitäten sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil einer jeden Gesellschaft, auf die eine oder andere Weise. Positive Aspekte wie ein persönliches Zugehörigkeitsgefühl, psychische und physische Vorteile und die Macht zu sozialen Veränderungen lassen sich sehr schnell erkennen. Für letzteres ist das neuste Beispiel die Debatte um das Erleuchten des Münchener Fußballstadions in Regenbogenfarben als Protest gegen das LGBTIQ+ feindliche Gesetz in Ungarn. Leider zeigte sich die UEFA dem Vorhaben abgeneigt, mit einer Begründung zur angeblichen politischen Neutralität die aber finanzielle Gründe vermuten lässt.</p>
<p>Neben vielen politischen oder finanziell begründeten Diskussionen bergen Sportarten, besonders die weniger Bekannten Rand-Sportarten auch heute noch viele Stereotypen gegen die SportlerInnen und führen daher auch wieder und wieder zu Diskussionen über die persönliche sexuelle Orientierung, die Einstellung zum Sport, die Motivation der Aktiven und vieles mehr. Viele Fälle zeigen nur die Wiedergabe von allgemein bekannten Stereotypen gegenüber den SportlerInnen. Entweder weil dieses begrenzte Bild durch die persönlichen Beziehungen oder die Medien vermittelt werden. Ein weiterer Faktor für das Fortbestehen derselben Vorurteile ist die einfache Unwissenheit. Personen die sich nicht mit den verschiedenen Sportarten auskennen neigen dazu diese mit Stereotypen zu verbinden. Für die SportlerInnen kann so ein Gespräch oder direkte Rückmeldung sehr unangenehm oder (je nach persönlicher Einstellung) auch ärgerlich und sogar verletzend sein. Die Unterschiede in den nationalen Sportarten oder die Beliebtheit von Sportarten in den verschiedenen Ländern spielt nur noch eine kleine Rolle. Die weltweite Aufmerksamkeit wird in den letzten Jahren immer mehr auf Randsportarten gelenkt. Sowohl das Internet als auch die verstärkte Darstellung durch Streaming Services wie Netflix (hier wurde 2020 die Serie Cheer veröffentlicht) oder Amazon Prime (diese bieten eine Auswahl an Channels mit Wettkämpfen oder Dokuserien) bieten Unterstützung das allgemeine Verständnis aufzuklären.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich habe zu dem Thema der Vorurteile in Randsportarten drei SportlerInnen befragt:<br />
Cheerleading ist in Deutschland mit mindestens 20.000 SportlerInnen noch ein sehr kleiner Wettkampf-Sport, obwohl die allgemeine Aktivität durch das amerikanische Bild fast jeder Person bekannt ist. Aber leider resultieren aus der geringen Bekanntheit dieses Wettkampfsports auch weiterhin viele Vorurteile den SportlerInnen gegenüber.</p>
<p>Stefan (männlich) und Laura (weiblich) (Namen zur Sicherheit geändert) kommen beide aus dem Cheerleading und haben mit mir über ihre Erfahrungen gesprochen:</p>
<ol>
<li>Welche Motivation treibt dich an gerade diesen Sport zu betreiben? Welche Faszination steckt dahinter?</li>
</ol>
<p><i>S.: Die Mischung aus Bodenturnen und Akrobatik. Besonders gefesselt hat mich die Faszination des Partnerstunts. Beim Partnerstunt wird eine Person, der Flyer, von einer anderen Person, der Base gehoben. &#8230;. Das Zusammenspiel und Vertrauen, das nötig ist um schwere Elemente zu meistern, der Weg dahin, das Üben und sogar das Versagen auf dem Weg ist das, was mich an diesen Sport gefesselt hat.</i></p>
<p><i>L.: Dieser Sport ist einfach mal was anderes, man fühlt sich total frei und es bringt Spaß. Es ist eine Mischung aus Tanz, Akrobatik und Stunts was ist sehr gut finde. Man ist ein großes Team und hält zusammen. Ich kenne keine andere Sportart in der Vertrauen im Team so wichtig ist wie bei dieser Sportart. Zudem finde ich es ziemlich aufregend sich für eine Meisterschaft vorzubereiten. Man ist voller Adrenalin und Aufregung und sobald man durch ist, ist man als Team so froh und stolz, dass man es geschafft hat. </i></p>
<ol start="2">
<li>Wie oft besprichst du dein sportliches Hobby mit Freunden, Bekannten oder fremden Personen?</li>
</ol>
<p><i>S.: Da ein Großteil meines Freundeskreises ebenfalls aus Cheerleadern besteht, ist Cheerleading unter uns auch häufig ein Thema. Mit Bekannten oder Fremden kommt das Thema meist in der ersten Zeit beim Kennenlernen auf. Da ich sehr gern über den Sport spreche kommt es auch häufig vor, dass ich das Thema anspreche.</i></p>
<p><i>L.: Ich bespreche meinen Sport überwiegend nur mit denen die auch diesen Sport betreiben, denn viele sehen den Sport nicht wirklich an, weil die meisten denken, dass man ja nur mit irgendwelchen pom poms durch die Gegend läuft.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<ol start="3">
<li>Was sind die häufigsten Reaktionen von den Gesprächspartnern?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>S.: Die erste Reaktion ist meist, ob das nicht ein reiner Frauensport ist oder welche Mannschaft ich denn anfeuern würde. Häufig werde ich im ersten Moment auch stark belächelt. Viele andere haben das Bild der Sideline Cheerleader im Kopf, die ein anderes Team unterstützen und verstehen es nicht, wenn ich erkläre, dass wir für Meisterschaften und nur für uns Selber trainieren. Je jünger ich und meine Gesprächspartner sind oder waren, desto länger braucht es, bis der Gesprächspartner verstanden hat, worum es beim Meisterschaftscheerleading eigentlich geht.</i></p>
<p><i>Einer der Kommentare, der immer wieder aufkommt ist „Ist das nicht das mit den Puscheln?“ oder auch Kommentare wie „Trägst du dann auch einen Minirock?“. Oft wird auch sofort eine Mutmaßung zu meiner sexuellen Orientierung getroffen und ich werde gefragt, ob ich schwul bin.</i></p>
<p><i>L.: Die Reaktionen von den anderen sind überwiegend negativ und abweisend. „ach das ist doch das mit den Pom poms und wo jeder mit jedem rum macht“</i><br />
<i>„Ist aber schon ganz schön billig sich so zu zeigen mit einem kurzen Röckchen“</i><br />
<i>„ein wenig hin und her laufen kann doch jeder. Um Cheerleader zu sein braucht man kein Talent“</i><br />
<i>„Sind doch die, die immer am Rand stehen beim Basketball und so oder?“ </i><br />
<i>„Wie jetzt?! Jungs machen da auch mit? Wie schwul ist das denn?!“</i></p>
<ol start="4">
<li>Wurden dir im Zusammenhang mit der Sportart schon einmal sexistische Kommentare gegeben? Gab es Kommentare, welche eine typische geschlechtliche Orientierung implizieren?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>S.: Durch das Stereotypische Bild eines Cheerleaders als junges Mädchen, das beim Football leicht bekleidet am Spielfeldrand steht und das Publikum anheizt, kommt es sehr häufig zu sexistischen Kommentaren. Mir gegenüber hauptsächlich wie eben erwähnt, eine Mutmaßung, dass ich Homosexuell sei. Bei den Frauen aus dem Cheerleading habe ich häufig erlebt, dass sie als „leicht zu haben“ gelten und, dass Männer offen über ihre Phantasien mal mit einer Cheerleaderin ins Bett zu gehen sprechen.</i></p>
<p><i>L.: Ja, es wurden schon des Öfteren sexistische Kommentare abgegeben. Das gab es auch schon sehr oft</i></p>
<ol start="5">
<li>Was empfindest du beim Erhalt solcher Kommentare?</li>
</ol>
<p><i>S.: Anfangs hat es mich sehr gestört und belastet. Wenn man als Kind bereits mit Sexismus und Kommentaren zur sexuellen Orientierung konfrontiert wird, ist es schwer das einfach abzuschütteln. Inzwischen als erwachsener Mann ist es deutlich leichter über Vorurteile und Stereotypen zu lachen, den Menschen zu zeigen, was der Sport wirklich beinhaltet und aufzuklären. Häufig habe ich danach auch positive Reaktionen erhalten. Dadurch, dass der Sport, wenn man ihn auf einem hohen Niveau ausübt, sehr Visuell ist, kann man damit die nötige Athletik und Sportlichkeit anhand von Videos schnell erkennen.</i></p>
<p><i>L.: Ich fühle mich oft sehr komisch und schlecht, weil ich immer denke, dass sie recht haben könnten, weil sie diese Sportart immer so schlecht reden.</i></p>
<ol start="6">
<li>Wünschst du dir eine andere Reaktion der Gesprächspartner? Wenn ja, welche?</li>
</ol>
<p><i>S.: Manchmal würde ich mir wünschen, dass meine Gesprächspartner, wenn sie den Sport nicht selber gesehen oder ausgeübt oder zumindest mit einem Sportler darüber gesprochen haben, nicht davon ausgehen, dass die Art auf die Cheerleader in Filmen dargestellt werden, der Realität entspricht. Ich bin nicht verletzt oder sauer, wenn jemand nicht weiß, was Cheerleading eigentlich ist und ich bin immer gern dazu bereit einen Einblick zu geben und zu helfen. Aber wenn jemand mir wieder die gleichen Vorurteile erzählt, die ich seit Mittlerweile 12 Jahren immer wieder höre, dann enttäuscht mich das definitiv.</i></p>
<p><i>L.: Ich würde mir wünschen, dass diese Sportart mehr Anerkennung bekommen würde. Das mal gesagt wird “Wow ist das gefährlich, dafür muss man bestimmt richtig lange üben. Respekt!”</i></p>
<ol start="7">
<li>Weist du deine Gesprächspartner daraufhin, wenn die Kommentare dich verletzen oder dir unangebracht erscheinen?</li>
</ol>
<p><i>S.: Für gewöhnlich gehe ich immer davon aus, dass es sich bei solchen Kommentaren um Unwissenheit und nicht bösen Willen handelt und spreche es nicht an. Wenn es aber zum wiederholten Mal passiert, dass mich jemand mit dem Sport den ich ausübe anzugreifen versucht, kann es schon passieren, dass ich eine entschiedene Grenze setze und meinem Gesprächspartner sage, dass seine Kommentare unangebracht und verletzend sind.</i></p>
<p><i>L.: Ich sage immer, dass die keine Ahnung haben und nicht urteilen sollen, sondern einfach mal mitkommen und man dann ja sehen wird, ob das alles so easy ist.</i></p>
<p>Als nächstes habe ich Timon (männlich) <i>(Namen zur Sicherheit geändert)</i> zu seinen Erfahrungen aus dem Eishockey befragt. Ebenso wie Cheerleading ist Eishockey zwar bekannt, birgt aber auch viele stark festgelegte Geschlechterrollen für die SportlerInnen. In dieser Sportart hat Deutschland ca. 30.000 SportlerInnen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<ol>
<li>Was sind deine persönlichen Erfahrungen aus dem Eishockey bezüglich definierter Geschlechterrollen oder Vorurteile gegenüber den SportlerInnen?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>Erster Spruch du siehst nicht aus wie Eishockeyspieler, Spieler werden häufig als großen muskulösen Mann vorgestellt.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<p><i>Das Bodyshaming kam häufig durch das heranwachsen. Bis 6 Jahre haben die Teams häufig zusammen geduscht und danach wurden wir dann separiert in Männer und Frauen. Dann sind von den Jungs auch Kommentare gekommen. Dann kamen auch Imitationen, ´ich versteh das nicht, ich bin 8 Jahre, davor hat es auch funktioniert´. In der Pubertät kamen dann noch mehr Kommentare, teilweise zum dominieren, um zu zeigen wer das sagen hat. Z.b. wurde den Frauen gesagt, die vorher geduscht haben, sie sollen sich beeilen, die Männer wollen auch duschen. Einmal ist ein Mann in die Frauendusche gekommen, sein Kommentar war “chillt euch mal, ich guck euch nichts ab”. Also um die Scham in der Situation zu überspielen, hat er es wohl mit einem sexistischen Spruch überspielt.</i></p>
<p><i>Situationen auf dem Eis waren teilweise so, dass die Frauen im Team teilweise besser waren als die Männer und haben teilweise auch in der Nationalmannschaft gespielt. In der Nationalmannschaft gibt es andre regeln, weniger Körperkontakt und Fouls werden schneller geahndet. Es wird davon ausgegangen, dass der Körper einer Frau schwächer ist, wenn Frauen zusammen spielen sei es friedvoller. Es gab Kommentare wie zb gegen andere Leistungsmannschaften (internationaler) “das sind ja alles Mannsweiber” weil die Frauen auch ruppiger gespielt haben. Es wurde auch gesagt, damit die deutschen Frauen besser werden sollen sie mit den Männern im selben Team um da nicht in Watte gepackt werden.</i></p>
<ol start="2">
<li>Wie waren/ sind die Reaktionen mit anderen Personen außerhalb des Sports?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>Im Gespräch mit Leuten außerhalb des Sports kam es zu Verwunderung, weil Eishockey oft als Männer Sport betrachtet wurde oder haben sich darüber lustig gemacht, dass die Frauen oftmals besser spielen als die Männer. “Zeig den Frauen mal wie das Eishockey geht”, ein anderes Thema war auch in Jungs Gruppen, dass es ums frauenaufreißen geht, nach dem High-School Klischee und die Frauen himmeln einen an, was innerhalb des Teams als Trophäen Sammlung gewertet wurde, auch wenn jemand eine Freundin hatte. Das ist aber nichts so besonders nur fürs Eishockey, sondern eher in der jeglichen Jungs Gruppen.</i></p>
<p><i>Mit dem Gesprächspartner gab es keine Aufklärungsgespräche, ich zu meinem Teil war zu unbewusst darin. Bei solchen Themen war ich in meiner Jugend total irritiert und hab es über mich ergehen lassen. Ich weiß das etwas falsch daran ist. Aber ich weiß nicht was falsch ist. Als Kind respektiert man die Erwachsenen ja auch und fängt dann nicht an dagegen zu reden. Gerade für die Erwachsenen wäre es in deren Augen respektlos auch wenn man es auf argumentativen Wegen machen würde.</i></p>
<ol start="3">
<li>Wie ist der Austausch mit anderen Teammitgliedern oder Ehemaligen SpielerInnen?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>Wenn ich mit den Leuten in Kontakt komm, und man kommt gemeinsam auf das Thema, dann würde ich gerne darüber sprechen. Ich würde das Thema aber nicht aufzwingen, was sie als Kinder gemacht haben. Dann wäre es für mich anmaßend und das will ich auf keinen Fall. Ich merk es aber auch bei andren Spielern mit denen ich noch in Kontakt stehe, da ist schon eine erwachsene Haltung du das Thema wird nicht mehr so gelebt. Der Status Eishockey Spieler nicht mehr als Trophäe gesehen wurde oder als Mittel um Frauen zu beeindrucken.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<ol start="4">
<li>Wie würdest du heute mit Kommentaren bezüglich Stereotypen oder Vorurteilen umgehen?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p>4.1. Siehst du bei Eltern oder dem direkten Umfeld von Kindern eine gewisse Rolle in der Vermittlung von Vorurteilen?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><i>Würde ich es deeskalierend ansprechen, ich würde es rückfragen “Verstehst was du da sagst”, und dazu anregen, dass eine Reflektion stattfindet. Z.b. bei sexistischen Beleidigungen, würde ich im Team den Status des Menschen ansprechen “Weißt du was du da gesagt hast oder weißt du was die andere Person fühlt” um es fragend anzusprechen.<span class="Apple-converted-space"> </span></i></p>
<p><i>Es gab auch Momente, dass wenn das eigene Kind einen Check bekommen hat vom Gegner die Eltern den Gegner lautstark beleidigt haben. Unser Coach ging mal soweit und hat die Eltern verwarnt, dass wenn da nächste Mal vorkommt und sie dann zuhause bleiben und nicht mehr am Rand stehen dürfen. Das habe ich damals unterstützt und hinter jedem Gegner steht auch ein Mensch. Man kann sein Kind anfeuern und sich beschweren bei Fehlentscheidungen. Aber persönliche Beleidigungen, gegen die Kinder, die Eltern gehen unter die Gürtellinie und das würde ich gegen angehen. Das konnte der Coach aber auch machen, weil er von den Eltern angesehen wurde. Es kommt auch auf das Standing an, inwiefern die Eltern dich respektieren und ihnen klar sagen, wenn etwas nicht geht.</i></p>
<ol start="5">
<li>Was für Reaktionen würdest du dir im besten Fall erwünschen, wenn es um das Thema Eishockey geht?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
</ol>
<p><i>Bei dem Thema Mannweib, was auch von anderen Spielern oder Eltern genutzt wurde, mehr Bewusstsein wünschen, dass dies beleidigenden Worte sind. Wenn eine Person außerhalb des Sportes sowas sagt, kann ich es nicht übel nehmen würde mir aber mehr Bewusstsein wünschen. Bei Leuten die ich privat kenne, die ein spiel gesehen haben, ist das Bewusstsein hinterher anders. Oftmals fehlt auch der Bezug zur Sportart, weil Eishockey auch eine Rand Sportart ist. Auch der Umgang im Team, manche Situationen hätten nicht sein müssen, aber dass die Betreuerinnen ungelernte Eltern sind (ohne pädagogische Vorerfahrung) kann ich es auch nicht vorhalten, wenn sie so denken wie sie es tun.</i></p>
<p>Es lässt sich leider erkennen, dass Sport ohne Vorurteile nur selten funktioniert. Häufig entstehen diese jedoch nur aus Unbekanntheit und weniger aus der Intention heraus, die SportlerInnen zu verletzen oder zu beleidigen. Denn was alle SportlerInnen immer wieder beschreiben, ist ein allgemeines Gemeinschaftsgefühl in der jeweiligen Sportart und dass Fairness gegenüber den Gegnern oder anderen Teams auch bei Wettkämpfen eingehalten werden soll.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Zusammenhalt im Team kann durch sexistische oder andersfeindliche Kommentare auch beeinträchtigt werden. Leider können diese gleichermaßen durch das Elternhaus wie auch das Team selbst vermittelt werden, wenn ein scheinbares Gesamtbild gegen eine Ansicht besteht. Gerade für Kinder oder Jugendliche ist es schwer gegen diese Meinung anzutreten, weil sie sich noch entwickeln und eine respektvolle Haltung gegenüber den Erwachsenen haben. Wenn Vorbilder es nicht richtig oder fair vorleben, folgen jüngere Personen diesem Beispiel und tragen die Ungleichheit weiter.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Daher sollten sich in der heutigen, divers aufgestellten und stark verändernden Gesellschaft Teams und auch die Vereine mit deutlich mehr Mitgliedern für Gleichberechtigung aller Orientierungen einsetzen, denn solche Positionierungen können den Mitgliedern und Fans oder Verwandten der Aktiven helfen eine Meinung zu bilden oder zu ändern. Wenn sich jedoch bereits große Verbände dagegen wehren ihre Macht einzusetzen und auf internationaler Ebene mitzuhelfen Personen zu mehr Gleichberechtigung zu verhelfen, dann stellt sich die Frage worum es diesen Verbänden wirklich geht? Darüber hinaus kommt die Frage auf, ob es sich Vereine es sich heutzutage noch leisten können “politisch neutral” aufzutreten? Fördern sie dadurch die Diversität ihrer eigenen Teams wirklich?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Zum Thema Fußball und Gender haben auf meinTestgelände auch schon <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/11/baelle-haben-kein-geschlecht/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Lilith</strong></a> und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/06/rundballsport-nur-fuer-penistraeger/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Jasmin</strong></a> geschrieben.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>#wosindqueer &#8211; eine proklamation</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/wosindqueer-eine-proklamation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2021 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns heute über einen Text von Sven Hensel! In #wosindqueer schreibt er über Queerfeindlichkeit, die ihm schon begegnete, als Sexualität noch gar keine Rolle in seinem Leben spielte. Er schreibt über die Macht der Worte und darüber, wieso es eine Rolle spielt, wer welche Begriffe benutzt — und mit welcher Intention. Er schreibt über Ermächtigung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns heute über einen Text von Sven Hensel! In #wosindqueer schreibt er über Queerfeindlichkeit, die ihm schon begegnete, als Sexualität noch gar keine Rolle in seinem Leben spielte. Er schreibt über die Macht der Worte und darüber, wieso es eine Rolle spielt, wer welche Begriffe benutzt </strong><b>— </b><strong>und mit welcher Intention. Er schreibt über Ermächtigung und über Solidarität. Und ihr solltet all das unbedingt lesen! 🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈 [CN: Gay Slurs, queerfeindliche Gewalt]</strong></p>
<p><span id="more-13140"></span></p>
<p>Ich bin eine Schwuchtel, eine Tunte, ein Trine,<br />
ein Arschficker, eine perverse Sau, eine Schlampe, ein Sünder.<br />
Ich bin tuckig, zickig, emotional, irrational, weibisch.<br />
Ich lasse mich in den Arsch ficken, ich lutsche Schwänze, ich schlucke Sperma.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Hi, ich bin Sven.<br />
Es gab viele Jahre in meinem Leben, in denen diese Worte und Sätze mir,<br />
sobald sie in Verbindung mit mir Erwähnung fanden, es kalt den Rücken haben runterlaufen lassen. Fremdzuschreibungen, von denen ich die meisten, wenn nicht alle, in ihrer Gewalt schon hörte,<br />
noch bevor mein Alter zweistellig war. Es waren Worte, um mich und mein Sein zu devaluieren,<br />
lange bevor Sex oder Sexualität für mich auch nur irgendeine Gewichtung hatte.<br />
So wurde auch von Gleichaltrigen nie mein vermeintliches sexuelles Verhalten damit kommentiert, sondern war die Intention, mich ob meiner Andersartigkeit zu beleidigen. So wurde ich mir auch meiner selbst erst gewahr, indem Andere mich mir &#8211; wenn auch in einem, milde gesagt, unfreundlichem Ton &#8211; kommunizierten.</p>
<p>Ich wurde nicht homosexuell geboren. Versteht mich nicht miss, meine Queerness ist mir inhärent, ob sozial, biologisch, oder ob meine Seele vor Geburt in einen Topf voll mit Gay gefallen ist: das ist meine Natur, mein Wesen, mein Sein, dem diese Namen gegeben wurden.</p>
<p>Lediglich die Bezeichnung dafür, nicht mehr Dinge und Handlungen auszuführen, sondern jene Personen, die ihnen nachgehen oder Wunsch danach äußern, ist eine unnatürliche. Wir wurden irgendwann zu Homosexuellen gemacht, man hat nicht mehr Handlungen benannt, sondern diejenigen, die sie ausführen.</p>
<p>So nütze Menschen, in ihrer staatsgezüchteten Binarität, wo es nur die Geschlechter Brutstätte und Munition gibt, unsere Queerness so viel wie dem Getriebe der Sand.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sie wurde wegverpseudowissenschaftlicht, wir wurden aus der Geschichte verbrannt, es wurden viele Brüche der Farben im Geschlechtsspektrum wegrationalisiert und wegkolonialisiert. Mir wurde ein Teil meines Menschseins genommen, politisiert und niedergemacht, weil dieser signifikante Teil zu viel Gefahr darstellt für eine meiner Ansicht nach abhorrende &#8222;Normalität&#8220;. Mir und vielen anderen ist seit jeher eine Kultur auferzogen worden, in der Leute ihre Erfahrungen nicht in sicheren Umgebungen machen können. Es ist ein Tabu, wenn man die Arschkarte gezogen hat. Und wenn Leute Dinge nicht sagen oder machen dürfen, dann finden Kinder es irre witzig, andere Kinder damit zu beleidigen. Jungsein ist Grenzüberschreitung und -findung, besonders sprachlich. Wenn es doch nur öfter so witzig und kokett wäre, immer lauter &#8222;Penis&#8220; zu rufen, ohne, dass es der Lehrkraft auffällt. Unsere Sprache hat Einfluss auf unsere Realität. Es wundert mich nicht, dass es als Gefickter Scham zu überwinden gilt, wenn wir was anderes meinen mit &#8222;du bist voll gefickt&#8220; als was &#8222;du bist voll der Ficker&#8220; aussagt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin eine Schwuchtel, eine Tucke, eine Tunte-<br />
Wie mächtig ich mich deshalb fühle. Manche dieser Worte sind mir mittlerweile sakral,<br />
ich kann und darf mich ihrer Bedienen, um mich meiner Umwelt zu kommunizieren.<br />
Tunten sind Revolutio-Närrinnen, Schwuchteln sind Helden,<br />
Arschficker sind ein Segen und Arschgefickte sind Musen.<br />
Gesegnet sind wir Niederträchtigen, die nicht-konformen Schwuchteln,<span class="Apple-converted-space">  </span><br />
die vereinigten Tunten aller Länder und Geschlechter,<br />
die sich nicht zufrieden geben mit einer Assimilation unserer Identität.<br />
Die alles sagen, alles bewegen, alles tun, aber nicht glauben, dass mit der &#8222;Ehe für Alle&#8220; (und ganz ehrlich, so wie sie ist, ist auch der Name zu überdenken) alles geschafft wäre, geschweige denn überhaupt ein Schritt in die richtige Richtung.<br />
Ich kann mich ihrer Bedienen, denn in der Rückeroberung der Sprache, die mich beschreibt, liegt Heilung. Heilung, die notwendig war, weil diese Sprache, diese Kultur, einen Menschen wie mir Schaden zugefügt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich selbst wurde vor kurzem auf dem Weg zu einer Veranstaltung das erste Mal seit langem queerfeindlich angegriffen. Der Austausch begann, als wir zu dritt von einer Meile entfernt unsere Queerness in die Hemisphäre ausstrahlten, durch nichts weiter als authentisches Existieren. Es kamen Würgegeräusche von der Seite, als müsste jemand erbrechen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und wir wurden nicht wie gewöhnliche Schwuchteln bezeichnet, sondern so, wie Hagrid es dereinst in Harry Potter und ein Stein gesagt hat: SchwuchtEEEEEEeeeeln. Ich, bestätigt in der Kommunikation meiner Geschlechtsexpression in die Außenwelt reagierte auf diesen Kommentar mit der Frage, ob er da was ausprobieren wollte, und weil ich mutig bin, habe ich ihn auch Baby genannt, weil aus irgendwelchen seltsamen Verbindungen in meinem Gehirn, leider die Aggressoren in meinem Leben oftmals phänotypisch nicht weit entfernt sind von den Männern, die ich begehre.</p>
<p>Wir gingen lachend weiter, unterhielten uns darüber, dass die Würgegeräusche bei einem echten ersten Oralverkehrgehversuch wahrscheinlich aufkommen würden, weil der Aggressor wie ein Noob in Sachen Oral klang. Als wir außerhalb der Reichweite von Kameras, aber noch immer umgeben von Menschen waren, an einer Hauptstraße einer Großstadt, tritt einer der Prolls einem von uns in den Rücken. Um uns herum waren Leute, aber niemand ist eingeschritten &#8211; zum Glück trug der Betroffene einen Rucksack, zum Glück trug ich Crocks, zum Glück hat unser Adrenalin uns weder zur Flucht noch zum Kampf angehalten, sondern nur kurz den Blutdruck hochgetrieben, sonst wäre das ganze eventuell krawalliger ausgegangen. Wir konnten die Typen, die uns verfolgten, dank einer Ampelschaltung abhängen, aber der Blutdruck senkte sich nur langsam, und das Gefühl, dass da was wirklich Unschönes passiert ist, hielt für uns noch Tage bestand. Ein*e Freund*in sagte, es wären drei gewesen, ich kann mich nur an zwei erinnern, die uns hinterher sind, das Adrenalin hat mir vielleicht auch meine Erinnerung verwolkt. Ich habe das Gefühl, noch als priviligierteste*r Betroffene*r aus dieser Begegnung herausgegangen zu sein, denn wo meinen Freund*innen das ganze doch noch näher ging, fühlte ich mich stark, wenn es nur aus dem Wissen resultiert, dass es mich stolz macht, eine Schwuchtel zu sein. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Stolz kam nicht von Mundbekenntnissen irgendwelcher Parteien, die mich nicht viel mehr als demographisch abgrenzbares Wählvieh wahrnehmen. Der Stolz kommt auch nicht durch Übergriffigkeiten, Gewalt und Beleidigungen von (in der Regel) endo-cis-Männern. Dieser Stolz kommt von Reflexion, durch Vorbilder, durch Sichtbarkeit und Bandenbildung. Und diesen Stolz lasse ich mir von keinem Wort der Welt mehr nehmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir brauchen aktive Veränderungen in unseren Strukturen, wir brauchen mehr Repräsentanten, -onkel und geschwister unserer Eltern auf den Straßen und in den Gremien. Wir brauchen queere Geschichten von queeren Autor*innen, die von queeren Filmemacher*innen und Schauspieler*innen gespielt werden, erzählt von unserer Freude, unserem Schmerz, unserer Liebe, unserem Begehren, unserer Langeweile, aber hört auf, &#8222;Disneys erster Gay-Charakter!&#8220; durch die Medien zu zelebrieren, wenn es am Ende doch nur wieder Promo für eine &#8222;blink-and-you-miss-it&#8220;-Szene und damit absoluter cash grab ist.</p>
<p>Das oberste Ziel war nie Anpassung, sondern zu Leben und zu überleben. Für mich, wie für viele Queers, noch vor und auch nach mir. Mit meinen Tun kann ich es nicht für alle Queers, die folgen, allein ändern. Aber ich kann es gemeinsam mit der Community, den Communities, den selbstgewählten Familien und den Blutsfamilien, die einen blühen lassen, im Sinne derer, die es nicht mehr können, die es nie durften.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>#wosindqueer? &#8222;Queer&#8220; sind am Überleben, im Großen und im Kleinen, jeden Tag.<br />
Das klingt dramatisch, aber 1. Ich bin gay und liebe Drama und 2. ist es möglicherweise sogar noch eine Untertreibung. Sorgt mit uns dafür, dass wir nicht mehr nur an unser Überleben, sondern auch ans Leben denken können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Sven <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sven-hensel/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sunny: Ein Tag in unserer Gesellschaft</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/05/sunny-ein-tag-in-unserer-gesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2021 07:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir durften euch ja schon einige Texte aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb &#8222;Das ist mir was wert!&#8220; (gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) präsentieren, und heute ist Zeit für einen weiteren Text. Diesmal ist es ein Gedicht, geschrieben von Sunny. Es trägt den Titel &#8222;Ein Tag in unserer Gesellschaft&#8220; und setzt sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Wir durften euch ja schon einige Texte aus dem <a href="https://bit.ly/3axATg8" target="_blank" rel="noopener">LizzyNet-Schreibwettbewerb &#8222;Das ist mir was wert!&#8220;</a> (gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) präsentieren, und heute ist Zeit für einen weiteren Text. Diesmal ist es ein Gedicht, geschrieben von Sunny. Es trägt den Titel &#8222;Ein Tag in unserer Gesellschaft&#8220; und setzt sich mit Mode, Körpern, Schönheit, Normen, Sexismen, Vorurteilen und Schubladendenken auseinander. Viel Spaß beim Lesen!</b><span id="more-12941"></span></p>
<p>Wie üblich stehe ich in der Pause<br />
Mit der anderen Aufsicht draußen.<br />
Still beobachte ich und laufe.<br />
Und während ich so über den Hof schlendere muss ich grinsen,<br />
denn mein Blick fällt auf die kleine Emma ganz hinten.<br />
Über den gelben Schuhen trägt sie eine rosa Hose zu ihrem orangenen Oberteil,<br />
das ist schon ein wirklich schräger Style.<br />
Lächelnd denke ich, wie schön es ist,<br />
dass Mode bei den Kindern nicht<br />
bestimmt wer dazugehört<br />
denn an Kleidung hat sich hier noch nie jemand gestört.<br />
Aber warum denken wir Jugendlichen und Erwachsenen<br />
Die Persönlichkeit hinge ab von irgendeinem Modetrend?<br />
Wieso tragen wir nicht alle was wir wollen,<br />
statt zu denken was wir anziehen sollen?<br />
Warum assoziiert man einen anderen Kleidungsstil<br />
als komisch oder denkt sofort nach, dass diese Mode einem nicht gefiel.<br />
Ist es nicht langweilig, dass wir alle dasselbe tragen,<br />
ist es nicht viel beeindruckender mal was anderes zu wagen?<br />
Zwar ist unsere Gesellschaft toleranter als vor Jahren,<br />
aber warum Klamotten immer noch die Macht haben<br />
Mobbing auszulösen, sollten wir durchaus hinterfragen.</p>
<p>Als ich nach der Arbeit zuhause dann vorm Spiegel steh,<br />
bin ich etwas frustriert, denn mir gefällt nicht, was ich seh.<br />
Aber warum finde ich meine Oberschenkel zu dick?<br />
Ich mache doch Sport und bin körperlich fit.<br />
Warum mag ich mein Aussehen nicht?<br />
Das ist keineswegs eine angeborene Sicht.<br />
Man hat es uns beigebracht,<br />
die Gesellschaft hat diese Selbstkritik entfacht.<br />
Und wird Kritik zu Selbsthass,<br />
sagen die Medien wieder das sei krass.<br />
Wie könne es nur dazu kommen,<br />
jemand hat den Menschen das Vertrauen in die eigene Schönheit genommen.<br />
Dass dieser jemand unsere Gesellschaft ist,<br />
erwähnen sie dabei natürlich nicht.</p>
<p>Ich habe die Gedanken satt,<br />
schüttle sie einfach von mir ab,<br />
denn ich mache mich jetzt fertig,</p>
<p>aber nicht mehr mit Gedanken,<br />
denn ich werde jetzt beim Feiern Komplimente tanken.<br />
Und noch während ich mich schminke frage ich mich<br />
Machst du das eigentlich für andere oder nur für dich?<br />
Ich weiß es nicht, aber ich gehe jetzt feiern.<br />
Dort, wie immer dieselbe Leier.<br />
Jeder labert und grabscht dich an,<br />
und du wehrst dich nicht, bei keinem Mann.<br />
Du willst keine Szene machen,<br />
es gehört eben dazu, dass sie dich ungefragt anfassen.<br />
Aber ist das nicht auch irgendwie falsch?<br />
Man fällt nicht einfach jedem um den Hals.<br />
Trotzdem ist es mir egal,<br />
ich hätte ja die Wahl,<br />
etwas dagegen zu unternehmen,<br />
doch ich will Spaß haben, statt mich aufzulehnen.<br />
Möchte an diesem Abend keine Diskrimination oder Sexismus sehen.<br />
Denn merkt euch, das Motto vom Tanzinsel Festival reicht:<br />
Tanzend sind wir alle gleich!<br />
Ich begleite meine weißen Freunde zur Raucherpause.<br />
Da stehen wir fünf weißen alle draußen.<br />
Als meine Freunde wieder rein gehen,<br />
bleibe ich jedoch stehen.<br />
Ich hab einen jungen Mann kennengelernt,<br />
und er sieht nicht aus wie der typisch deutsche Thomas oder Bernd.<br />
Und es dauert keine ein paar Minuten, nicht mal zehn,<br />
Da haben uns die Türsteher gesehen.<br />
Sofort fragen sie ob alles in Ordnung ist bei mir,<br />
ich dachte sie sehen nur, dass ich frier,<br />
doch es liegt an dem Syrer neben mir.<br />
Sofort denken sie man könne ihm nicht vertrauen,<br />
er bedroht hier bestimmt alle Frauen.</p>
<p>Dem ist nicht so.<br />
Ich mag ihn und bin froh,<br />
als er mich nach meiner Nummer und einem Date fragt,<br />
und ich ganz verliebt ja sag.</p>
<p>Als ich meinen Freundinnen erzähle,<br />
dass wir für das Date einen Dönerladen wählen,<br />
beschweren sie sich<br />
„wie unromantisch“<br />
ob er sich nicht<br />
mehr Mühe geben will,<br />
doch nach meiner Antwort sind sie still.<br />
Ich fand es schön, unser Candlelight-Döner,<br />
ja ich fand es sogar schöner,<br />
als jeden Spießer-Laden,<br />
doch eins muss ich trotzdem sagen:<br />
Die Bedienung dort war nicht mein Geschmack,<br />
weil sie meinen Begleiter einfach kritisiert hat,<br />
warum er der Dame nicht das Essen ausgibt,<br />
worauf hin ich sagte „Emanzipation siegt“ .<br />
Ich lud ihn ein,<br />
zahlte den Döner und brachte ihn heim.<br />
Wieso bedeutet das angeblich keine Frau zu sein?<br />
Diese Gender Klischees regen sowieso nur auf,<br />
doch das Gespräch auf der Feier setzte da nochmal ein Krönchen drauf.<br />
Hatten wir doch einen Transgender Typen getroffen<br />
Und das erzählte er ganz offen.<br />
Geboren als Frau sei er jetzt ein Mann,<br />
und dass er auf Typen steht wisse er auch schon lang.<br />
Und dann mischt sich diese Dumme ein,<br />
und meinte „hättest du mal Frau geblieben sein!“<br />
Warum soll Liebe nur zwischen Mann und Frau existieren?<br />
Kann sich nicht auch das gleiche Geschlecht in gegenseitiger Liebe verlieren?<br />
Aber ich vergaß, Frauen dürfen ja auch kein Fußball spielen,<br />
Männer dürfen sich nicht das Gesicht peelen,<br />
Mädchen spielen nicht mit Autos,<br />
und spielt ein Junge mit Puppen lachen andere laut los.</p>
<p>Und als ich all das abends im Bett vor mich hin denke,<br />
merke auch ich in meinem Kopf diese Schubladen und Schränke.</p>
<p>Ich wünsche mir also, dass vor allem ich aber auch alle anderen<br />
Nur noch positive und nicht diskriminierende Gedanken<br />
Denken<br />
Und uns gegenseitig mehr Liebe schenken<br />
Um die Gesellschaft in richtige Bahnen zu lenken.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte aus dem Schreibwettbewerb <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Norm(alität)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/die-normalitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12882</guid>

					<description><![CDATA[Unser*e Autor*in Sabylonica hat sich wieder einmal tiefgründige Gedanken gemacht und einen Text über Norm und Moral verfasst. Was soll das überhaupt sein, &#8222;normal&#8220;, und wer legt fest, was in diese Schublade einsortiert wird und was nicht? Was ist, wenn man selbst nichts mit den gesellschaftlichen Erwartungen anfangen kann und zum Beispiel keine Kinder bekommen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser*e Autor*in Sabylonica hat sich wieder einmal tiefgründige Gedanken gemacht und einen Text über Norm und Moral verfasst. Was soll das überhaupt sein, &#8222;normal&#8220;, und wer legt fest, was in diese Schublade einsortiert wird und was nicht? Was ist, wenn man selbst nichts mit den gesellschaftlichen Erwartungen anfangen kann und zum Beispiel keine Kinder bekommen möchte? Um diese philosophischen Fragen und einige mehr geht es im Text. Viel Spaß beim Lesen und Nachdenken! </strong>🤓</p>
<p><span id="more-12882"></span></p>
<p>Wenn ich über die Moral schreibe, meine ich nicht die Moral der Gesellschaft, die sich ohnehin zeitlich und örtlich begrenzen lässt und ihren Nutzen nicht dem Wohle der Allgemeinheit repräsentiert, sondern im Egoismus wiederfinden lässt, zudem ist die Moral oft der Politik gleichgestellt; meine Rede bei der Moral ist die Moralvorstellung subtiler, sogar gleichberechtigter Prinzipien. Gut, die Moral glänzt mit einer gewissen Normerwartung, aber diese Normerwartungen sind nicht dem Allgemeinwohle zu Diensten und verbirgt indessen eine leise Expansion von <b>Norm</b>alität. Wie ich das meine? Nun, die egoistischen Prinzipien färben sich auf kollektiver Weise auf andere ab und wird zu einem dominierenden Egoismus. Nur diejenigen, die nicht der Normerwartung entsprechen und dementsprechend als nicht normal deklariert werden, gehören nicht dem kollektiven Egoismus an und diese Normen wären nicht zu Gunsten der Allgemeinheit. Prinzipiell sind nahezu alle Normen egoistisch, der Unterschied liegt darin, ob sie einen schützt oder andere ausgrenzt. Über viele Normdefinitionen lässt sich gänzlich streiten, ob über Vorstellungen was die Liebe zwischen zwei Menschen angeht oder die Rede von einfachen Geschmäckern ist und ebenso gibt es eine riesige Bandbreite an Freiraum, was die Normerwartungen angeht.</p>
<p>Ein Beispiel, was die Definition besser aufklärt, wie eine Moral zeitlich und örtlich eingeschränkt ist: Wenn wir 300 Jahre zurückblicken, war beim Wert <i>Homosexualität</i> die Norm im Okzident, dass sie eine psychische Krankheit darstellen würde, im Orient vor 300 Jahren jedoch war Homosexualität völlig <b>norm</b>al und vergleichsweise heute stellt sie im heutigen Okzident keine Krankheit mehr dar, aber diesmal ist sie im Orient geprägt von angeblich psychischer Krankheit. Und auch innerhalb eines Ortes können unterschiedliche Normerwartungen auftauchen, aber meistens dominiert eine Normerwartung über alle individuellen Prinzipien und meistens grenzen solche dominierenden Normen andere aus.</p>
<p>Nach diesem Einblick der Moralvorstellung für den Egoismus, würde ich nun auf die Moralvorstellung der individuellen Prinzipien eingehen. Ich denke, dass hier auch die Vernunft als Synonym verwendet werden kann. Mir ist ebenso bewusst, dass niemals der Punkt des Utilitarismus, dem Glücke der Allgemeinheit, erreicht werden kann, weil diese Vorstellungen rein utopische sind und weil der (kollektive) Egoismus sich dagegenstellt.</p>
<p>Wir wissen, dass die Norm der Gesellschaft inferior ist und einseitige Strukturen aufweist. Wäre aber der Ansatz nicht umsetzbar mehrere Normerwartungen gleichzustellen? Ja, das ist möglich, nur spielt die Gesellschaft eine erheblich große Rolle und kann sich in der einseitigen Norm unberechtigterweise angegriffen fühlen und Widerstand leisten. Zum Beispiel kann der Wunsch Kinder zu bekommen nicht jedem gerecht sein. Nicht jeder wünscht sich ein Kind und nicht jeder möchte eines. Aber wenn wir nach dem kollektiven Egoismus der Norm gehen, erwartet die Gesellschaft, dass jeder, sofern gesundheitlich möglich, ein Kind auf die Welt setzt. Und bei diesem Wert sollte es doch um das Wohl des Kindes gehen und nicht um den Willen des Egoismus. Geschweige denn, dass auch hierbei eine Intersektionalität mitspielt, beispielsweise eine asexuelle Person oder eine Person mit Vaginismus. Aber diese Moralvorstellung, Kinder bekommen zu müssen, ist eine so fest etablierte Normalität und indessen scheint kein Freiraum in Sicht zu sein für den reinen Vernunft nachdenken zu können, ob es doch überhaupt vernünftig ist Kinder zu bekommen. Und ich meine, ob es aus der Sicht der Betroffenen vernünftig ist Kinder zu bekommen, aus der Sicht der dominierenden Normidentität wird es sicherlich vernünftig sein.</p>
<p>Schlussendlich richte diesen Appell an die Moralvorstellung jeder individuellen Prinzipien: Jeder Mensch hat seine eigenen, individuellen Prinzipien für sein eigenes Glück, die auch gut so sind und einen schützen können und da sollte niemand mit seiner egoistischen Norm eingreifen dürfen. Soll jeder nach seiner Normalität, ohne die der anderen zu verletzen oder einzuschränken, leben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Sabylonica <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sabylonica/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Gemeinsam Verschieden!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/03/gemeinsam-verschieden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausstellungen finden — wie so vieles — momentan ja ausschließlich online statt. Aber immerhin haben auf diese Weise ganz schön viele Menschen die Möglichkeit, sie zu besuchen! Unser Autor Tom hat sich die Vernissage zur Ausstellung &#8222;Gemeinsam verschieden&#8220; der FH Bielefeld angeschaut und berichtet hier darüber. Er findet: Lohnt sich total! Also nichts wie los, schaut euch ein bisschen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ausstellungen finden — wie so vieles — momentan ja ausschließlich online statt. Aber immerhin haben auf diese Weise ganz schön viele Menschen die Möglichkeit, sie zu besuchen! Unser Autor Tom hat sich die Vernissage zur Ausstellung &#8222;Gemeinsam verschieden&#8220; der FH Bielefeld angeschaut und berichtet hier darüber. Er findet: Lohnt sich total! Also nichts wie los, schaut euch ein bisschen Kunst an! Oder werdet vielleicht gleich selbst kreativ? Mehr Infos dazu findet ihr am Ende des Texts </strong>🤗</p>
<p><span id="more-12810"></span></p>
<p>Studierende der FH Bielefeld zeigen, was Diversität für sie persönlich bedeutet. Gemeinsam verschieden“ ist eine Plattform für Projekte, die sich mit allen Facetten und Perspektiven von „Diversität“ auseinandersetzen will.</p>
<p>Divers, bunt, aber einheitlich traten am 22. Februar 2021 die Koordinator:innen und Studierenden des Projektes „Gemeinsam Verschieden“ der FH Bielefeld bei der Online-Vernissage via Zoom auf. Hinter ihren Gesichtern leuchtete das nie gedruckte Poster für die ursprünglich geplante physische und interaktive Ausstellung der zehn Projekte. So sahen die Teilnehmenden der digitalen Veranstaltung schnell, wer mit involviert ist und wer zusieht. Knapp 100 Menschen schalteten sich zu.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nachdem sie in den Begrüßungsworten vom Diversity Beauftragten des Fachbereichs Gestaltung Dr. Philip Rupp und Lore Funk vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. erste Einblicke der Entstehungsgeschichte von „gemeinsam verschieden“ erfahren konnten, wurde die Website präsentiert und somit der Ausstellungsraum dieser Vernissage eröffnet. Die Ausstellung bündelt diese Arbeiten und bietet ihnen eine Plattform“, so Dr. Philipp Rupp. „Sie soll zur Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten von Diversity anregen. Die Studierenden sollen dazu ermutigt werden, Fragen zu stellen und ihren ganz eigenen Zugang zu Diversity-Themen zu erforschen.“ Herausfordernd war dabei nicht nur die Übersetzung der Ausstellung im digitalen Raum, sondern auch mit den unterschiedlichsten Meinungen der Initiator:innen einen zielorientierten Entstehungsprozess basisdemokratisch voranzubringen, sagt Lore Funk. „Begeistert hat mich aber auch der Entstehungsprozess und die Kombination aus persönlichen Reflexionen und wissenschaftlich soziologischen Untersuchungen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Mit dem selbst ernannten Ziel, die Vielfalt der Hochschule Bielefeld sichtbar zu machen, wird die Plattform ins Leben gerufen. Dabei wurde den Künstler:innen, in diesem Fall den Studierenden der Abschlussjahrgänge des Fachbereichs Gestaltung, nicht das Thema „Diversity“ strikt vorgegeben, sondern die Inspiration und Umsetzung der Abschlussarbeiten war den Studierenden selbst überlassen. Letztendlich waren 10 der Projekte sehr nah an der Auseinandersetzung mit Diversität dran und wurden auf unterschiedlichste Art und Weise ausgedrückt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Besonders sticht dabei die Auseinandersetzung mit Körperformen von Isabel Pallas, sowie die Arbeit an sich selbst und gesellschaftlichen Geschlechtszuschreibungen von Marvin Glißmann heraus, die beide auch im Videocall der Onlineveranstaltung zugeschaltet waren. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit an der FH Bielefeld beschäftigt er sich mit der Rolle von „Countess Marrin“, die im knallpinken Kostüm, silbern glänzendem Haar und markantem Make-UP mit matt-roten Lippen bei ZOOM auftritt und auf einem Video der Plattform „gemeinsam verschieden“ chic C&#8217;est La Vie performt. Inspiriert von der Serie „Rupaul&#8217;s Drag Race“, spürt der Absolvent der FH Bielefeld in der weiblichen Rolle von Marrin schon früh, wie chic und elegant das Leben sein kann. „In Bielefeld trat ich so nicht in die Öffentlichkeit, das wäre aufgefallen.“ Heute lebt Marvin Glißmann in Berlin und will dort &#8211; nach dem Studium und seiner Ausbildung zum Haar- und Make-Up-Artist &#8211; Drag als professionelle Tätigkeit ausüben. Für ihn bedeutet Diversität freie Selbstbestimmung seines Auftretens und die Einordnung seines Geschlechts und seinen sexuellen Vorlieben, abseits einer heteronormativen Gesellschaft, auch wenn er anfangs Angst vor negativen Reaktionen und den gesellschaftlichen Stigmata „Drag Queen“ und „schwul“ hatte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Mode sieht schön und besonders aus, egal an welchem Körper sie ausgestellt wird.“</p>
<p>Isabel Pallas nimmt Bilder von der Haute Couture bekannter Laufsteg-Labels wie Off-White und Prada und setzt sie mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms an diversere Körperfomen (Plus-Size-Models). Im Rahmen eines Seminarprojektes ihrer Masterarbeit untersucht sie die Rolle der Gesellschaft und der Bekleidungsindustrie im Bezug auf Body Shaming als Form der Diskriminierung. Dabei konzentriert sich Isabel Pallas auf Körperformen abseits der Normen, die von der Modeindustrie gesetzt werden. Sie entwickelt während ihres Studiums Kleidung für mehr gewichtige Körper, nachdem sie selbst bei einem Casting von Models gemerkt hat, dass Menschen abseits der gesellschaftlichen Körperformen und Größen nicht in die Kleidungsstücke passen, die sie entworfen hat. „Warum differenziert die Industrie und Gesellschaft heute noch das Spektrum der Kleidergrößen? Im Sinne der Gleichberechtigung ist das diskriminierend.“ Sie sieht Body Shaming aber nicht nur als Problem in der Modewelt, auch beispielsweise bei der Größe der Stuhllehne oder der Länge des Gurtes bei Flugzeugen und plädiert dafür, dass die Normgrößen eines Körpers auch von Kosument:innen grundlegend infrage gestellt werden sollten. Von Body Shaming betroffenen jungen Menschen rät Isabel Pallas die Bodypositivity-Bewegung in den sozialen Medien, die von Schwarzen, mehr-gewichtigen Aktivist:innen ins Leben gerufen wurde. „Ich wäre froh gewesen, wenn ich damals auf die Bodypositivity-Blase zurückgreifen hätte können. Die, die Menschen aufgrund ihrer Körperform beschimpfen, haben vielleicht das Problem, nicht die Beschimpften. Das ist ein Kommunikationsthema.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>*Body Shaming bedeutet, jemanden aufgrund seiner körperlichen Erscheinung zu beleidigen oder zu diskriminieren. Das kann jeden Körper treffen, aber vor allem weibliche Körper werden bewertend und herablassend kommentiert. Es ist ein Irrglaube, dass Body Shaming nur dicke Körper betrifft (Fat Shaming) (Skinny Shaming), alte oder behinderte Körper werden Opfer von Body Shaming.<span class="Apple-converted-space"> </span>Quelle: Marshmellow-Mädchen.de<span class="Apple-converted-space"> </span></em></p>
<p>Neben den Aspekten der Projekte von Marvin Glißmann und Isabel Pallas stellt die Plattform „gemeinsam verschieden“ Vielfalt auf unterschiedliche Arten dar. Ziel ist es, eine diverse Gesellschaft kulturell vielfältig, sexuell vielfältig und innerhalb eines Genderspektrums, ebenso barrierefrei und inklusiv abzubilden. Die einzelnen Arbeiten überschreiten dabei Grenzen von Geschlechtern und Geschlechtszuschreibungen, wie in „Moments“ von Johanna Baschke, einer künstlerischen Reflexion ihrer eigenen Geschlechtsidentität als CIS-Frau “ oder kulturelle Grenzen, wie die Portraitreihe von Paul Koncewicz „I am not your ideologie“ über politische und gesellschaftliche Anfeindungen queerer Menschen und LGBTQIA*-freie Zonen in Polen. Grenzen von Barrieren im öffentlichen Leben, die mit ausfahrbaren „Beep Rampen“, von Betül Ügüden, Sarah Rehrmann und Chantal Schäffer von Rollstuhlfahrer:innen überschritten werden und Grenzen im Kopf, die in einem gesamtgesellschaftlichen und generationsübergreifenden Prozess überwunden werden können.</p>
<p>Da Diversität aber noch vielfältiger und von noch vielfältigeren Künstler:innen aus noch unterschiedlicheren Lebensrealitäten und Perspektiven ausgedrückt werden kann, soll diese Ausstellung nur der Beginn der Plattform „gemeinsam verschieden“ sein. „Wir sind Feuer und Flamme für weitere Projekte, sagt Lore Funk „Was fehlt, ist eine stärkere Auseinandersetzung mit Inklusion.“ Was aber auch fehlt sind Perspektiven von Menschen mit Rassismus-, Antiziganismus-, Islam- und Fremdenfeindlichkeit- und Antisemitismuserfahrung, von Ausgrenzung durch Langzeitarbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit. Sogenannte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (hier <a href="https://www.bpb.de/mediathek/230610/gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit" target="_blank" rel="noopener"><strong>in einfacher Sprache erklärt</strong></a>).</p>
<p><strong>Die Initiator:innen von „gemeinsam verschieden“ rufen daher auf, eigene Projektideen bis zum 30.04.21 unter <a href="mailto:diversity@fh-bielefeld.de">diversity@fh-bielefeld.de</a> einzureichen. Alle bisherigen Arbeiten sind seit dem 22.02.2021 und für unbegrenzte Zeit unter <a href="http://www.gemeinsamverschieden.de/">www.gemeinsamverschieden.de</a> einsehbar.</strong></p>
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		<title>Leute machen Kleider</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/02/leute-machen-kleider/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2021 07:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Identität]]></category>
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					<description><![CDATA[Kleider machen Leute, Leute machen Kleider. Habt ihr mal darüber nachgedacht, aus welchen Gründen ihr anzieht, was ihr anzieht? Unser*e Autor*in Sabylonica macht ja ihr*sein Geschlecht nicht öffentlich. Deswegen eignet sich der heutige Texte sehr gut für ein kleines Experiment: Was verändert sich, wenn ihr euch vorstellt, ein junger Mann habe ihn geschrieben? Oder eine]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kleider machen Leute, Leute machen Kleider. Habt ihr mal darüber nachgedacht, aus welchen Gründen ihr anzieht, was ihr anzieht? Unser*e Autor*in Sabylonica macht ja ihr*sein Geschlecht nicht öffentlich. Deswegen eignet sich der heutige Texte sehr gut für ein kleines Experiment: Was verändert sich, wenn ihr euch vorstellt, ein junger Mann habe ihn geschrieben? Oder eine junge Frau? Eine nicht-binäre oder queere Person? Lasst uns gerne einen Kommentar da!</strong></p>
<p><span id="more-12748"></span></p>
<p>So leicht sich diese drei Wörter „Kleider machen Leute“ in den Verstand glühend markieren lassen, so einfacher sollte uns der Gedanke kommen, wie viele Wahrheiten sich hinter den Wörtern verbergen, wenn wir Kleider und Leute vertauschen und „Leute machen Kleider“ dastehen haben. Ganz anders als die Beschreibung Gottfried Kellers in „Kleider machen Leute“, dass Menschen sich durch Äußerlichkeiten wie Kleidung blenden lassen, möchte ich darauf hindeuten, dass vielmehr wir die Kleidungen machen. Dabei möchte ich das Thema nicht in Richtung Produktion, Modeveränderung, Modewellen und dergleichen lenken, sondern vielmehr aufgreifen, wie Leute Kleidungen kategorisieren. Und dabei spezifiziere ich mich in die Thematik von Schutz und Persönlichkeit durch Kleidung.</p>
<p>Ich verbringe viele Tage mit der Frage, was ziehe ich an? Und nicht im Sinne einer habgierigen Person, die der minimalistischen Philosophie den Rücken zugedreht hat und sich im Wahn nicht entscheiden kann, sondern vielmehr aus der Angst heraus. Wie das gemeint ist? Nun, ich habe viele Kleidungsstücke, die mir lieb sind, warum ich die aber nicht anziehe ist, dass sie auffällig, extravagant, kurz, lang, schlicht oder sonst irgendwie seien oder dass ich kurz, lang, dünn, dick oder sonst irgendwie sei. Eigentlich empfinde ich nichts dergleichen, aber die Leute um mich herum. So heißt es für meinen Schutzmechanismus im Umkehrschluss gleich zu empfinden, wie die Leute, weil ich mit vielen Reaktionen zu rechnen habe. Somit gehören zur Auswahl meiner Kleidungen Gedanken, wie welche Fortbewegungsmitteln ich benutzen, wie lange ich draußen sein, mit wem ich sein oder auf wem ich zutreffen, ob ich sitzen oder welchen Weg ich nehmen werde. Denn jeder Moment kann unangenehm werden, von den Blicken bis hin zu den Sprüchen, geschweige denn körperlichen Überschreitungen.</p>
<p>Dabei bevormunden Leute meine Intention der Kleidungen und entziehen mich widerwillig meiner Macht selbstbestimmt mich kleiden zu können.</p>
<p>Damit mich die Angst nicht verfolgt, trage ich Kleidungen, die nicht auffallen oder über die man nicht viel zu sagen haben könnte; wie als würde ich einen Umhang tragen, der mich schützen solle. Aber stattdessen fühle ich mich vielmehr gefangen und ich verspüre nicht den schützenden Umhang um mich, sondern fühle, als würde ich eine Gefängniskleidung auf meinem Körper tragen. Und ich bekomme durch mein Inneres das Gefühl, als wäre mir alles eng und mir drückt die Kleidung am Leibe. Und ich trage die Last mit mir.</p>
<p>Wenn ich aber wiederum Kleidungen trage, die ich möchte und Mut aufweise und den mittleren Finger an die Leute und die Pseudomoralvorstellung richte, die mich einschränken, würde ich zwar nicht das Gefühl haben Gefängniskleidungen zu tragen, aber mir würde das Gefühl im Gefängnis zu sein nicht erspart bleiben und mir wird ebenfalls alles eng und auch hierbei wird mir die Kleidung am Leibe gedrückt. Und auch hierbei trage ich eine Last mit mir. Und zwar die Gesellschaft.</p>
<p>Wie Keller gegen Ende seiner Novelle schrieb: „Aber eben durch alles das verändert sich das Wesen […]; sie sehen, wie gesagt, schon aus wie andere Leute; es ereignet sich nichts mehr unter ihnen“ und sind entraubt ihrer Identität und Persönlichkeit.</p>
<p>Das was wir als individuell zu betrachten denken, scheint sich mit kollektiv sehr nah zu stehen. Nicht weil keine Person bewusst individuell sei, sondern vielmehr, weil keine Person individuell sein kann. Und der Schutz bleibt eine Nadel in einer Wüste. Es ist der Schutz der eigenen Identität, Persönlichkeit, Selbstbestimmung und Würde, der nicht einmal als Fata Morgana in einer Wüste sichtbar ist. Doch das was als Fata Morgana kenntlich ist, ist die Sicht und irreale Wahrnehmung der Gesellschaft auf Kleidungen. Sie assoziiert Kleidungsstücke subjektiv nach ihrer Realität. Die Realität aber ist, dass die Gesellschaft zu Assoziierung beitragen und selbst das Produkt kollektiver Fremdbestimmung sind. Und das Urteilen und Fremdbestimmen sind die Verschuldung und Einschränkung ihrer irrealen Wahrnehmung. Genauso wie ihre irreale Wahrnehmung die Verschuldung und Einschränkung ihres Urteils und Fremdbestimmens sind.</p>
<p>Dabei ist dieser Aspekt von Selbstbestimmung durch Kleidung nur ein kleiner Teil vom Ganzen. Mir und vielen anderen ist der Schutz ein ewiger Mythos und ist verbunden mit einer Unmöglichkeit ihn zu erreichen. Was mir aber bleibt, ist das bedingungslose Bestreben selbstbestimmten Kleidens.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Texte von Sabylonica <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sabylonica/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Was ist Nacktheit &#8211; für und in (unserer) Gesellschaft)?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/12/was-ist-nacktheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tom]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2020 07:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns über einen neuen Text von Tom! Er macht darin ein ganz schön spannendes Feld auf— nämlich Nacktheit. Was hat es damit auf sich und wie verändern sich Nacktheit sowie die Gefühle und Gedanken dazu mit dem Erwachsen- und Älterwerden? &#8222;Wie wir uns anziehen, sagt etwas über uns aus. Auch wie wir uns ausziehen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns über einen neuen Text von Tom! Er macht darin ein ganz schön spannendes Feld auf— nämlich Nacktheit. Was hat es damit auf sich und wie verändern sich Nacktheit sowie die Gefühle und Gedanken dazu mit dem Erwachsen- und Älterwerden? &#8222;Wie wir uns anziehen, sagt etwas über uns aus. Auch wie wir uns ausziehen? Wie wir uns (in der Gesellschaft) nackt zeigen?&#8220;, sagt Tom. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen! </strong></p>
<p><span id="more-12644"></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wie wir uns anziehen, sagt etwas über uns aus. Auch wie wir uns ausziehen? Wie wir uns (in der Gesellschaft) nackt zeigen? &#8211; eine Selbstreflexion</span></p>
<p>Der Umgang mit unserem nackten Körper beschäftigte dieses Jahr nicht nur mich als jungen Mann sondern auch Frank und sein Team von dem FUNK Format „PULS die Frage“. Im Sommer sind sie der Frage: „Wie nackt dürfen wir uns zeigen?“ auf den Grund gegangen und beleuchteten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Für manche Menschen bedeutet Nacktheit Selbsterfahrung, in unserer Gesellschaft steht nackt sein gerne für Freizügigkeit. Doch wirklich nackt können wir uns nur selten zeigen.<span style="color: #8fca40;"><span style="font-size: xx-small;"> </span></span><span style="color: #000000;">Ungewollte Sexualisierungen und Missbrauch von Nacktbildern online oder offline können die Konsequenz sein. Auch die ständige Bewertung unseres Körpers und die Idealbilder in der Werbung und bei Instagram hemmen uns.</span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Hast Du dich schon mal vor dem Spiegel gestellt und dich lange Zeit angesehen? Was fühlst Du persönlich dabei?</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Roboto;">Vor ein paar Jahren habe ich zusammen mit einem Team für den Münchner Ausbildungskanal </span></span><a href="http://afk.tv/"><span style="font-family: Roboto;">afk.tv</span></a><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Roboto;"> ein Experiment gemacht: Rund 20 unterschiedliche Teilnehmer:innen haben wir dafür in das TV Studio eingeladen und ihnen dort die Aufgabe gestellt, sich selbst, wohlgemerkt angezogen, in einem Spiegel zu betrachten. Eine Minute lang. Jede dieser Sekunden war mithilfe einer Countdownuhr oben mittig sichtbar. Der Plan, jede Person von vorne durch den Spiegel in dieser Zeit zu filmen. Wo sehen sie hin? Wie verändern sich ihre Blicke? Wie ihre Mimik? Halten sie es überhaupt aus? Im anschließenden Interview berichtet ein Großteil der Teilnehmer:innen, dass es bedeutend anstrengender war, als anfangs vermutet. Einige erzählen von aufkommenden negativen Gedanken, von Kritik an ihnen und ihrem eigenen Körper. Sitzt alles? Bin ich richtig? Bin ich schön? Gefalle ich mir? &#8211; Die meisten von ihnen schauen während der 60 Sekunden oft weg oder kaschieren ihre Unsicherheit mit Grimassen oder Gelächter. Dabei sieht ihnen während der Zeit niemand zu. Lediglich eine Kamera, von der sie erst im anschließenden Interview erfahren haben und dann entscheiden konnten, ob wir als Filmteam die Aufnahmen für unser Projekt verwenden dürfen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Wenn wir selbst mit von uns ausgewählten Kleidern und Looks nicht lange allein im Spiegel betrachten können, ohne uns zu begutachten, wie ist das dann erst splitterfasernackt und in Gesellschaft? &#8211; Mein Erfahrungsbericht zwischen Kind sein und Leben eines jungen Erwachsenen, zwischen Bayern und Mecklenburg-Vorpommern, zwischen, Normalität und Absurdität.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Damals in der Eishockeymannschaft in Bayern duschten wir alle zusammen. Moment. Nicht alle. Die beiden Mädchen in unserem Team sollten zu unserem damaligen Unverständnis mit gerade mal sechs Jahren von uns getrennt duschen. Am Eis und angezogen in voller Montur, sind wir ein Team, nackt sind wir getrennt. Aus gutem Grund? Oder um mögliche unangenehme Fragen von uns an unsere Eltern zu verhindern? Die sind natürlich nicht ausgeblieben. Aber auch innerhalb des Teams haben wir damals angefangen, nackt unsere Körper stärker und zu vergleichen, als angezogen. Spielen auf dem Eis Faktoren wie Kondition, Teamfähigkeit und Schusskraft die Hauptrolle, so sind es beim Duschen Bauchumfang, Brustbehaarung und die Körperstatur. Nicht zu vergessen, Größe, Form, Behaarung, Farbe und Kraft des Penis. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Im Team sind wir schon früh gewohnt, uns nackt zu zeigen und dem Vergleich unserer geschlechtsspezifischen Merkmale bewusst oder unbewusst ausgesetzt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Später beim Baden am See sollen wir uns aber auf keinen Fall nackt zeigen, außer an ausgewiesenen FKK-Badestellen. Und auch das Nacktbaden, war in unseren Kreisen eine ähnliche Mutprobe wie rückwärts vom 10 Meter Turm zu springen. Und wenn dann doch jemand sich im Waldbad nackt zeigte, ist die Person, vor allem Mädchen und Frauen, von allen Seiten beäugt und unter den Jungs lautstark für alle umliegenden Badegäste bewertet worden. Statt bei uns selbst zu sein, haben wir lieber auf andere gesehen.</span></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-12670" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang-337x600.jpg" alt="" width="337" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang-337x600.jpg 337w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang-169x300.jpg 169w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2020/12/in-den-Text-einbinden-nackt-Daniel-Anhut-und-Sascha-Lang.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px" /></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Für viele meiner Mitschüler:innen ist damals das Zeigen von nackten Körpern in der Öffentlichkeit ein Tabu. Vor allem, wenn man die Person persönlich kennt. Einmal ist das Gerücht an unserer Schule herumgegangen, dass eine Mitschülerin nackt auf einer Pornoseite zu sehen sei. Schlagartig wurde sie zur Zielscheibe für Anfeindungen und Mobbing. Auch Nacktbilder aus gescheiterten Beziehungen wurden zum Druckmittel. Dementsprechend angezogen zeigen wir uns auch innerhalb unseren Cliquen und sind vorsichtig, wem wir uns nackt zeigen. Die ersten Versuche, Sex zu haben, sind natürlich auch unter dem Credo: LICHT AUS. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Mitte Zwanzig, im Osten Deutschlands, zur wohl nacktesten und ungezügeltesten Zeit des Jahres, passierte mir dann folgendes: Bei einem Festival mit schwimmender Sauna im See bin ich zu meiner Verwunderung auf dem Weg aus dem Wasser in die Sauna von einer Gruppe junger, vermutlich, dem Proseccoglas in ihrer Hand zufolge erkennbar alkoholisierter Frauen, mit dem Schrei „Penis“ und anschließendem Gelächter darauf hingewiesen worden, dass ich höchstwahrscheinlich „dieses Ding da“ sichtbar für alle zwischen meinen Beinen hängen habe. Erkenntnis: Selbst dort, wo vermeintlich bezüglich Nacktheit keine Tabus herrschen, erlebe ich Situationen, wo Nacktsein der Aufhänger zu Belustigung ist. Und das prägt mich. Wann ich mich nackt zeige, entscheide ich nicht nach Gefühl, sondern nach Abwägung der Pros und Cons in der jeweiligen Situation, im jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Wie nackt dürfen wir uns zeigen? Wie frei(zügig) dürfen wir sein?</span></span></p>
<p><span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Dustin, 21, Protagonist vom fünften Teil der Serie von „Die Frage“ meint:</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">„<span style="font-family: Roboto;">So, wie sich jeder wohlfühlt.“ &#8211; Das Gefühl von Nacktheit bedeutet für ihn Freiheit. </span></span></p>
<p><a name="_GoBack"></a> <span style="font-family: Roboto;"><span style="color: #000000;">Frei wollte ich mich in diesem Coronasommer, ohne Festivals, aber mit vielen Deadlines, auch spüren. Loslassen von all den Erfahrungen mit Nacktheit in meinem Leben und den Gedanken der Konsequenzen in meinem Kopf. Ich wollte bei mir selbst sein. Ohne Bewertung meines Körpers von mir selbst und der Gesellschaft. Nackt. Frei. Und letztendlich für alle, die diesen Text gelesen haben, sichtbar. Ich pose für mein erstes Nacktshooting. Entstanden sind Momente, die nicht nur meinen Kopf frei von Gedanken über Nacktheit gemacht haben, sondern auch Bilder, die mir sagen: „Du bist jederzeit nackt so schön, wie Du dich in dem Moment (wohl)fühlst.“</span></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Tom <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/tom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Letzte Rechtfertigung</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/11/letzte-rechtfertigung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2020 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Ich bin eine Frage ohne bequeme Antwort.&#8220; Wow! Was für ein Sprachfeuerwerk! Sven Hensel hat einen tollen, stolzen, mutmachenden Poetry Slam-Text geschrieben, und zwar offiziell &#8222;für einen Freund&#8220;. Ihr wisst schon 😉 Schaut unbedingt rein, hört zu, lasst euch mitreißen, beeindrucken und vor allem: inspirieren!  Mehr dazu: Mehr von Sven findet ihr hier!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Ich bin eine Frage ohne bequeme Antwort.&#8220; Wow! Was für ein Sprachfeuerwerk! Sven Hensel hat einen tollen, stolzen, mutmachenden Poetry Slam-Text geschrieben, und zwar offiziell &#8222;für einen Freund&#8220;. Ihr wisst schon 😉 Schaut unbedingt rein, hört zu, lasst euch mitreißen, beeindrucken und vor allem: inspirieren! </strong></p>
<p><span id="more-12570"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Sven findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sven-hensel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier!</strong></a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mach mit bei meinTestgelände!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/11/mach-mit-bei-meintestgelaende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2020 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Was denkst du über Geschlechterrollen? Wie kämpfst du gegen Diskriminierung? Was bedeutet Feminismus für dich? Was sind deine Träume, deine Ziele, was beschäftigt dich? Warum wir all das fragen? Nun ja, ganz einfach: Wir brauchen dich! Dich und deine ganz eigene Perspektive, deine Geschichte, deine Gedanken, deine Meinung, deine Ideen. Mach mit bei meinTestgelände 🥳 wir freuen uns]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was denkst du über Geschlechterrollen? Wie kämpfst du gegen Diskriminierung? Was bedeutet Feminismus für dich? Was sind deine Träume, deine Ziele, was beschäftigt dich? Warum wir all das fragen? Nun ja, ganz einfach: Wir brauchen dich! Dich und deine ganz eigene Perspektive, deine Geschichte, deine Gedanken, deine Meinung, deine Ideen. Mach mit bei meinTestgelände 🥳 wir freuen uns auf dich!</strong></p>
<p><span id="more-12565"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/mitmachen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> kannst du uns gleich schreiben!</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Pia Brauneis: Worte schaffen Werte </title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/pia-brauneis-worte-schaffen-werte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[LizzyNet]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 07:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „Das ist mir was wert!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen 🙌 Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text kommt von der jungen Autorin Pia Brauneis und es geht darin um die Macht der]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute dürfen wir euch noch einmal einen Beitrag aus dem LizzyNet-Schreibwettbewerb „<a href="https://www.lizzynet.de/wws/dasistmirwaswert-wettbewerb.php?sid=41092982455971637358762546255030" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das ist mir was wert</a>!“ zum Thema Werte, Grundrechte und Demokratie veröffentlichen </strong>🙌 <strong>Der Wettbewerb wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der heutige Text kommt von der jungen Autorin Pia Brauneis und es geht darin um die Macht der Worte. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-12514"></span></p>
<p>„Es war einmal eine kleine süße Dirne, die hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter […].“</p>
<p>Frau, Weib, Dame, Mädchen, Fräulein und Dirne –<br />
bei einer Zeitreise durch die Jahrhunderte wäre jeder dieser Begriffe unterschiedlich konnotiert und würde somit auch jeweils verschiedene Reaktionen hervorrufen.<br />
Anders als in der Originalfassung von Rotkäppchen heißt es heute nicht mehr Dirne, sondern „junges Mädchen“. Rotkäppchen war und ist also keine Prostituierte – es zeigt sich ein Worte-Werte-Wandel.</p>
<p>Das beliebte Argument gegen gendergerechte Sprache: „Das heißt doch schon immer so!“, ist also falsch. Schon immer ist nicht für immer: Sprache wandelt sich mit den Menschen, die sie sprechen.<br />
Dieser Wandel ist wichtig und völlig normal. Die Umstände, in denen wir leben, und die Worte, die wir verwenden, verändern sich stetig – bewusst und unbewusst.</p>
<p>Liebe Leser … – und natürlich auch liebe weibliche Leser,<br />
wenn Mädchen in der Schule immer und immer wieder mitgemeint sind, wenn sie morgens mit „Liebe Schüler!“ begrüßt werden, dann wirkt sich das auf ihr (Selbst-)Bewusst-Sein aus; sie werden nicht direkt angesprochen und begrüßt, aber sollen sich zugehörig fühlen. Sie sind weniger bewusst als ihre männlichen Mitschüler, genau genommen sprachlich unsichtbar.</p>
<p>Doch wird das generische Maskulinum eigentlich immer verwendet? Wann wird es plötzlich wichtig, eine sprachliche Unterscheidung zwischen Männern und Frauen zu machen? Immer dann, wenn es um soziale Abwertung oder schlecht bezahlte Berufe geht. Man spricht von Ärzten, Politikern und Wissenschaftlern, ebenso im gleichen Atemzug von Putzfrauen, Arzthelferinnen und Erzieherinnen. DIE Wissenschaftlerin geht dabei sprachlich genauso unter wie DER Arzthelfer.</p>
<p>2005 war zunächst nicht klar, ob es Frau Bundeskanzler oder Frau Bundeskanzlerin heißen soll. Zwar hat sich die weibliche Anrede, nach vier Amtszeiten, eindeutig durchgesetzt, doch heißt es im Grundgesetz immer noch „das Amt des Bundeskanzlers“.<br />
Da staunt man schon gar nicht mehr, dass das Wort „Kanzlerin“ im Duden als „weibliche Form zu Kanzler“ definiert ist.<br />
Andersherum heißt es beim „Kanzler“ „Bundeskanzler“, „Reichskanzler“ oder auch „leitender Beamter in der Verwaltung einer Hochschule“.</p>
<p>Doch wie steht es eigentlich um die freie Meinungsäußerung? Man sollte doch wohl reden und schreiben dürfen, wie und was man möchte!<br />
Doch wenn Äußerungen wie „Wurde diese „Dame“ vielleicht als Kind ein wenig viel gef&#8230; und hat dabei etwas von ihre[m] Verstand eingebüßt“ oder „Pädophilen-Trulla“ als eine „auf Künasts Aussage abzielende Kritik“ abgestempelt werden, die im Zuge der freien Meinungsäußerung erlaubt bleiben, dann stellt sich die Frage, wie Frauen weiterhin bezeichnet werden dürfen, gedeckt durch Meinungsfreiheit, ohne dass diese Aussagen vor Gericht landen. Gerichtsurteile setzen Zeichen den Umgang von Menschen miteinander betreffend. Ebenso setzt Sprache Zeichen.<br />
Diese Beispiele zeigen ganz deutlich: Aktuelle Diskussionen zu geschlechtsneutraler Sprache sind notwendig.</p>
<p>Viele verschiedene Emotionen leiten diese Debatte.<br />
Sobald es um gendergerechte Sprache geht, spielen auch Machtverhältnisse eine große Rolle. Wer behält seine (oder ihre?!) Macht, wer macht Kompromisse, wer wird laut und kämpft für die eigenen Ansichten, wer will die Oberhand behalten?<br />
Sprache steuert uns; oftmals ohne dass wir diese Lenkung bemerken. Wir nehmen Worte auf, verarbeiten diese unbewusst weiter und bemerken womöglich erst hinterher, dass bestimmte Worte bestimmte Taten ausgelöst haben.<br />
Genau aus diesem Grund ist Sprache Macht bzw. Mittel zur Macht.<br />
Viele Ausdrücke und Worte, die heute immer noch benutzt werden, stammen aus einer Zeit, in der die Machtverhältnisse anders aussahen. Eine Zeitreise 100 Jahre zurück. Männer konnten über Frauen und deren Leben bestimmen und dominierten somit auch die Sprache und sprachliche Regeln. Diese Machtverhältnisse haben sich mittlerweile in vielen Ländern bereits stark geändert. Viele Frauen bestimmen mit und sind autonom. Doch dieser Wandel ist noch lange nicht abgeschlossen und absolute Gleichberechtigung ist, auch in Deutschland, noch nicht erreicht. Durch das Beibehalten der sprachlichen Muster, die damals bereits verwendet wurden, wird dieser Wandel blockiert. Das, was das Denken steuert, darf nicht gegen die Gleichstellung arbeiten, sondern muss diese voranbringen. Sprache muss, als Basis für alles Weitere, gerecht werden und aufhören, Frauen, ebenso auch alle anderen Geschlechter, zu diskriminieren.</p>
<p>Schlampe, Tussi, Diva, Hure, Hexe und Emanze –<br />
hinsichtlich Beleidigungen sind Frauen sehr wohl sichtbar und werden nicht bei einer männlichen Bezeichnung mitgemeint. Dies sind nur einige Beispiele dafür, dass man ohne Probleme in jeder möglichen Situation unterschiedlichste Beleidigungen für Frauen finden kann.<br />
So meint auch Fräulein-chen eindeutig keine Verniedlichung, wie es die Endung „-chen“ normalerweise andeutet, sondern ist abwertend und tadelnd gemeint.<br />
Wenn ein Junge einen anderen „Du Mädchen!“ nennt, dann will er diesen damit beleidigen – ein Mädchen ist für ihn minderwertig.<br />
Diese Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen.</p>
<p>Wenn wir noch eine Zeitreise nur fünf bis zehn Jahre in die Zukunft machen könnten, bin ich mir sicher, dass sich unsere Sprache weiterentwickelt hat. Jetzt ist die Zeit, um diesen Wandel zu beeinflussen. Wir müssen darauf achten, wie wir sprechen, wen wir damit, bewusst oder unbewusst, diskriminieren und die Sprache so vielfältig machen, wie es die Gesellschaft ist. Denn Sprache bestimmt unser Denken, Fühlen und Handeln. Sie ist Kommunikationsmittel und spiegelt das eigene Bewusstsein wider.</p>
<p>Schön, dass du den Text gelesen hast, du Mädchen!<br />
Schön, dass du den Text gelesen hast, du Junge! – oder fühltest du dich gerade schon mitgemeint?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wir durften schon einige Texte des Wettbewerbs hier veröffentlichen. Falls ihr sie verpasst habt, kein Problem: <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lizzynet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier entlang.</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inter*aktiv &#8211; Zusammen ist Mensch weniger allein</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/interaktiv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ika]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2020 07:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inter*]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser*e Autor*in Ika kann wirklich stolz auf sich sein – denn es ist unter anderem Ika zu verdanken, dass es jetzt eine dritte Option beim Geschlechtseintrag in offiziellen Dokumenten gibt. Wie es dazu kam, wie so ein Gerichtsweg abläuft und weshalb es so, so wichtig ist, sich mit anderen Menschen zu verbünden, das erzählt euch]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser*e Autor*in Ika kann wirklich stolz auf sich sein – denn es ist unter anderem Ika zu verdanken, dass es jetzt eine dritte Option beim Geschlechtseintrag in offiziellen Dokumenten gibt. Wie es dazu kam, wie so ein Gerichtsweg abläuft und weshalb es so, so wichtig ist, sich mit anderen Menschen zu verbünden, das erzählt euch Ika im heutigen Text.</strong></p>
<p><span id="more-12497"></span></p>
<p>Ich war Teil der Gruppe die auf eine dritte Option beim Geschlechtseintrag geklagt hat – und mit dafür verantwortlich ist –<br />
dass es in offiziellen Dokumenten jetzt möglich ist, sich als inter*/divers einzutragen.</p>
<p>Aber wie ist es dazu gekommen?<br />
In diesem Text möchte ich meine persönliche und politische Motivation Teil dieser Klagegruppe zu werden ein bisschen erklären.</p>
<p>Je mehr ich mich mit der Geschichte von Inter und Trans beschäftigt habe, je mehr andere Trans und Inter ich traf. Umso mehr wurde mir klar.<br />
Ich will das nicht mehr. Mich wieder verstecken. So tun als wäre ich Mann nur damit die anderen sich nicht in ihrer Zwei Geschlechter Matrix gestört fühlen.<br />
Ich will, dass die Leute endlich akzeptieren, dass wir da sind. Als Inter und Trans.<br />
Und dass wir okay sind, wie wir sind.<br />
Ich will, dass es aufhört, dass wir angepasst und unsichtbar gemacht werden.</p>
<p>Da war viel Trotz und Stolz in mir drin.<br />
Auch ein zunehmendes Bewusstsein, dass nicht mein Körper und meine Identität hier das eigentliche Problem sind.<br />
Sondern eine Gesellschaft, die mich an eine weibliche Norm anpassen wollte. Eine Gesellschaft die sogar schon kleine Kinder ungefragt, ohne medizinische Notwendigkeit an den Genitalien operiert. Weil Narben und Schmerzen angeblich immer noch besser seien, als einen Körper zu haben, der offensichtlich nicht männlich oder weiblich sondern Intergeschlechtlich ist.</p>
<p>Vor allem aber war ich zum ersten Mal nicht mehr alleine mit diesen Gefühlen. In Queerfeministischen Gruppen, in Trans* Gruppen, bei Inter Treffen, immer mehr und mehr habe ich andere gefunden, die auch unzufrieden waren mit engen Geschlechterrollen und dem Anpassungsdruck.</p>
<p>An dieser Stelle war klar: ich möchte Veränderungen bewirken. Nicht nur für mich, sondern auch und vor allem für die Inter* und Trans* die nach mir kommen.<br />
Mit dem Wissen endlich auch Leute zu kennen die ein ähnliches Interesse haben fühlte ich mich stark genug dafür.</p>
<p>Jetzt blieb die Frage wie. Bei einer Gesellschaft in der so vieles nach Geschlechtern getrennt ist, wo fange ich da an?<br />
Bei der Medizin, deren Umgang mit Inter* immer noch davon geprägt ist, an eine männliche oder weibliche Norm anzupassen?<br />
Bei den Toiletten, die jetzt im Zuge der dritten Option plötzlich so viel diskutiert werden? Obwohl die Bahn schon seit Jahren Unisextoiletten hat.<br />
Fange ich an beim Sport, der noch immer nach Geschlechtern trennt und Inter* wie Caster Semenya ausschließt? Bei den Formularen im Amt, beim Onlineticket überall wo ich m oder w ankreuzen muss?<br />
Fange ich an in Kindergarten und Schule, wo schon die Kleinsten oft beigebracht bekommen, in geschlechtergetrennten Gruppen zu spielen?<br />
Fange ich an bei den Läden, die Kleidung, ja sogar Socken nach Geschlechtern sortieren?</p>
<p>Eine angebliche Normalität von Mann* und Frau* wird erst mit Gewalt hergestellt: durch Selektion, durch OPs, durch Anpassungsdruck.</p>
<p>Für mich war klar, die Veränderung muss radikal sein. Radikal heißt an der Wurzel. Ich wollte nicht nur einen Teil der Auswüchse von diesem Zwei-Geschlechter-System verändern, sondern dahin gehen, wo alles angefangen hat.</p>
<p>Logischerweise war der Anfang für mich die Geburtsurkunde. Irgendwann hatte irgendwer ohne mich zu kennen, ohne dass ich selber was dazu sagen konnte, eingetragen, dass ich weiblich sei. Wenn ich will, dass die Leute verstehen, akzeptieren dass ich Inter* bin, muss ich also genau hier anfangen. Ich wollte nicht als Mann oder Frau sondern als Inter* anerkannt werden. Ganz offiziell.</p>
<p>Denn von da aus lassen sich hoffentlich auch die anderen oben genannten Punkte verändern. Zumindest ist das die Hoffnung. Wenn es einen dritten Eintrag gibt lässt sich schwerer begründen, dass es medizinische Anpassungen an eine weibliche oder männliche Norm braucht.</p>
<p>Aber natürlich war es nicht mit einem einfachen Besuch beim Standesamt getan. Offiziell war es ja gar nicht möglich einen Eintrag als Inter*/Trans*/divers zu haben. Letztendlich haben wir als Gruppe über fünf Jahre weiter daran gearbeitet und uns bis vor das Bundesverfassungsgericht geklagt.<br />
Auch hier war es kein Zufall, sondern eine strategische Überlegung, dass wir den Gerichtsweg gegangen sind.</p>
<p>Während in der Politik Inter und Trans als vermeintliches Minderheitenthema oft hintenan steht, muss ein Gericht den Einzelfall betrachten.<br />
Für uns war klar, dass es auch deswegen eine realistische Perspektive auf einen erfolgreichen Prozess gab weil auch die letzten Verbesserungen des TSG nicht von der Politik ausgingen, sondern durch Einzelpersonen eingeklagt wurden.</p>
<p>Eine andere politische Frage ist da etwas komplizierter gewesen doch auch hier ist uns allen die Entscheidung eigentlich sehr leicht gefallen.<br />
Natürlich wäre eine Welt am besten, in der niemand mehr ein Geschlecht angeben muss. Aber wir leben nun mal immer noch in einer Welt, in der Geschlecht eine große Rolle spielt.<br />
Solange das so ist, fanden wir es wichtiger und realistischer erst mal Sichtbarkeit und Akzeptanz zu schaffen für Inter* und Trans*, durch einen expliziten dritten Geschlechtseintrag, anstatt zu versuchen, dass der Geschlechtseintrag für alle gestrichen wird. Gerade für Antidiskriminierungsarbeit kann so ein dritter Eintrag sehr viel mehr Möglichkeiten bieten.</p>
<p>Juristisch war es auch gar nicht möglich, auf eine Abschaffung des Geschlechtseintrages für alle zu klagen. Es wäre möglich gewesen meinen Geschlechtseintrag streichen zu lassen beziehungsweise darauf zu klagen.<br />
Aber das schien mir nie wie eine gleichberechtigte Option. Männer und Frauen hätten dann weiter einen Geschlechtseintrag nur wir als Inter* und Trans* hätten stattdessen eine Leerstelle und würden wieder unsichtbar bleiben.</p>
<p>Aber auch politisch glauben ich dass ein Erfolg der Klage eben nicht nur darin liegt dass es jetzt einen dritten Eintrag gibt, sondern auch darin das besonders in der Zeit nach dem Urteil so viel über Inter* und Trans* in den Medien berichtet wurde, wie wir es vorher nicht erlebt haben.<br />
Vor allem in den ersten Jahren der Klage haben wir als Kampagnengruppe in vielen verschiedenen Städten Infoveranstaltungen organisiert und erklärt was das überhaupt heißt Inter* und Trans*.<br />
Wir haben über Chromosome, Identität und Hormone gesprochen.</p>
<p>Manchmal ist es immer noch unglaublich für mich zu merken, dass jetzt 8 Jahre später so viele Fragen die uns damals gestellt wurden auch von anderen Medien beantwortet werden. Wir konnten quasi dabei zugucken wie von Jahr zu Jahr mehr wissen zu Trans* und auch Inter* vorhanden war.</p>
<p>Insgesamt war es auch einfach eine tolle Erfahrung in einer zwar kleinen aber feinen Gruppe, sehr strukturiert und beständig an diesem Prozess und der Kampagne drumherum zu arbeiten. „True focus lies somewhere between rage and serenity“ (Professor X , X-Men First Class) Ich habe bis heute keine Gruppe getroffen die so fokussiert zusammengearbeitet hat.<br />
Nochmal ein großes danke an dieser Stelle.</p>
<p>Das erhoffte Gesetz zum Verbot von ungefragten OPs an Inter* Kindern ist leider noch nicht da.<br />
Immer noch muss dafür geklagt werden dass eine dritte Option nicht an irgendwelche Gutachten geknüpft sein darf.<br />
Dabei ist es doch logisch das nur ich selber mein Geschlecht am besten kenne.</p>
<p>Aber es gibt schon eine nicht-binäre person – die nicht Inter* ist – die sich auch bis vor das Verfassungsgericht geklagt hat &#8211; und hoffentlich bald klären kann das ein dritte Geschlechtseintrag – allen offen stehen sollte die nicht Mann oder Frau sind -egal ob Inter* oder Trans*. Mehr aktuelles dazu <a href="http://dritte-option.de/ueber-uns/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</p>
<p>Warum ich das alles erzähle – weil es zeigt – das Veränderung manchmal doch möglich ist.<br />
Weil es zeigt – dass es gar nicht immer riesige viele Menschen braucht – manchmal reicht eine kleine aber engagierte Gruppe – und viel Hartnäckigkeit.</p>
<p>Vielleicht hat die*der eine oder andere ja auch Lust auf Aktivismus bekommen?</p>
<p>Wenn ihr Inter seid und denkt – es wird Zeit mal andere zu treffen, könnt ihr zum Beispiel hier nachschauen:<a href="http://www.im-ev.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong> Intersexuelle Menschen e.V.</strong></a> &#8211; heißt der Verein und bietet in verschiedenen Städten regelmäßig Treffen von und für Inter*, um sich zusammen auszutauschen und zu unterstützen.</p>
<p><a href="https://oiigermany.org/aktuell/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Das hier ist eine Organisation</strong></a> die sich mit Inter* aus aller Welt vernetzt und auf politische Fordrrungen von Inter* aufmerksam macht, vor allem in Berlin aktiv.</p>
<p><a href="http://www.transinterqueer.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Das ist ein Verein</strong></a> der Beratung für Inter* und Trans* anbietet außerdem gibt es Gruppentreffen mit verschiedenen Themen . Auch in Berlin.</p>
<p>Falls ihr jetzt denkt – hier ist irgendwie noch nicht das richtige für mich dabei &#8211; dann gilt vielleicht der alte Spruch-<br />
alles muss Mensch selber machen. Niemand hält euch davon ab, einfach eine Gruppe neu zu gründen 🙂</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wie immer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yh91lO-PU0o" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hat Ika noch einen Songtipp für euch</strong></a>, zum Mutmachen und Starkfühlen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Philosophie meines Idylls</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/die-philosophie-meines-idylls/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2020 07:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12490</guid>

					<description><![CDATA[Wir freuen uns, eine*n neue*n Autor*in auf meinTestgelände willkommen zu heißen! Begrüßt mit uns sabylonica! sabylonica sagt: &#8222;Ich bin lediglich auf der Suche nach meinem reinen Sein und möchte den öffentlichen Raum als Plattform für die Tiefen meiner unentdeckten (Sehn-)Süchte nutzen und sie mit euch teilen.&#8220; Wir freuen uns darauf! Hier kommt auch schon der]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, eine*n neue*n Autor*in auf meinTestgelände willkommen zu heißen! Begrüßt mit uns sabylonica! sabylonica sagt: &#8222;Ich bin lediglich auf der Suche nach meinem reinen Sein und möchte den öffentlichen Raum als Plattform für die Tiefen meiner unentdeckten (Sehn-)Süchte nutzen und sie mit euch teilen.&#8220; Wir freuen uns darauf! Hier kommt auch schon der erste Text.</strong></p>
<p><span id="more-12490"></span></p>
<p>Ein Ornament angefertigt aus gesellschaftlichen Ängsten obsessiver Verdrängung durch Dysphemismus.</p>
<p>Meinem Sein werden mit Anbeginn des Bewusstseins über mich die ersten Steine in den Weg gelegt. Auf meinem Pfad liegen dutzende große, wie auch kleinere, die nicht dem Ausmaß der größeren gleicht, aber genauso an Bedeutung hat, Steine. Noch bevor ich das Licht erblickte wurden viel zu viele Steine gelegt. Und eben durch diese Steine wurde mir das Licht des Lebens entraubt und ich erblicke geradewegs die Steine, die mich aufhalten den Weg gar zu betreten, und kann lediglich die Schatten meiner Steine sehen. Die Schatten, die ich sehe, sind die Reflexion und meine Gedanken, wie auch meine Gefühle zugleich. Ich sehe sie und weiß sie als Ressource nutzen zu können, ich reflektiere und weiß oftmals sogar wie der einzelne Stein liegt, sodass ich ihn aus meinem Weg entfernen könnte, aber ich entferne ihn nicht. Warum? Kann ich nicht genau sagen, vielleicht aus Angst, Mutlosigkeit, Kraftlosigkeit oder wegen etwas anderem, aber ich kann ihn nicht entfernen. All die Steine liegen so dornenreich und sind unter großem Druck auf meinem Pfad und meinem Licht des Lebens. Mir scheint die Vorstellung den Weg sehen zu können reine Illusion zu sein, weil die Vorstellung an die Grenze der gesetzten Logik endet. Nur ein winziger Teil mündet ab und ich erlebe die Hoffnung, das Fernweh und die Sehnsucht. Ich weiß gar nicht, wie ich die Tatsache physikalisch erklären kann, aber metaphysisch ist die winzige Mündung weit über die Logik hinaussehen zu können größer und kräftiger als die in der Grenze geschlossene, große und kräftige Logik.</p>
<p>Die Grenze der gesetzten Logik sind die Steine und die Mündung sind die Schatten. Die Steine sind die Erwartungen der Gesellschaft an mir, wie ich aussehen, glauben, lieben und sein soll, wie sie sie für richtig halten. Die Steine prägten und prägen mich so stark, dass der Glaube fest ist, die Steine sind Teil meines Lebens und sie werden bis zu meinem letzten Atemzug bleiben, wer weiß, vielleicht auch danach. Eines dieser Steine ist das Geschlecht, welches mir vorgeschrieben, -gelebt und -gezeigt wird. Schon bevor ich das Lebens Licht erblicken konnte, hat die Gesellschaft klare Vorstellungen, wie ich mich zu identifizieren habe. Was dabei absurd ist, sie wissen noch nicht einmal selbst, ob ich im Mutterleib weiblich oder männlich bin, aber sie haben eine reine Vorstellung davon, dass ich mich darüber definieren müsse, was nun zu meinem Körper zuzuordnen ist. Dabei definiert die Gesellschaft das Geschlecht nach männlichen oder weiblichen Merkmalen, was ich als Einzelperson nun denke oder empfinde wird als überschätzt und gar als Phase angesehen. Mir brennt die Seele aus der Brust mir vorscheiben zu lassen, wer ich bin und ob ich nun Frau* oder Mann* bin. Als infantiles Wesen, hilflos wie sie uns bekannt sind, wurde mir ein Geschlecht aufgezwungen, worüber ich noch nicht einmal im Klaren war, welche Rolle diese in der Gesellschaft spielt, aber mir wurde schnell klar, ich müsste das patriarchale Spiel struktureller Hierarchien mitspielen. Was dabei komplett paradox war? Egal ob das Individuum als gelesene Frau* oder als gelesenen Mann* spielte, sie* oder er* war immer die Verliererin* oder der Verlierer*. Bei diesem Spiel sind Gewinner*innen kaum da. Wobei eine Menge an Männern* des Öfteren als Gewinner* spielten und Privilegien ausnutzten. Aber sind wir mal ehrlich, auch sie, vor allem sie, sind Opfer und Verlierer* des Spieles. Warum? Weil ihnen das eigentliche Leben vorenthalten wurde und sie die freie Entscheidung der Selbstfindung nicht hatten. Aber nichts desto trotz sind sie mit bewusster Entscheidung privilegierte Verfechter* gewesen, die zu dem Sexismus beitrugen.</p>
<p>Nun, die Schatten sind meine Gedanken und Gefühle, die mir einleuchten, dass die Erwartungen der Gesellschaft nicht richtig sind. Ich bin ein kleiner, hinsichtlich der Galaxie betrachtet, unbedeutender Mensch, aber ein Mensch mit Würde und Selbstbestimmung. Die ethische Fragestellung, was nun ist falsch oder richtig ist eine komplexe Denkweise mit metaphysischer Tiefsinnigkeit. Aber ich habe so viel Größe und Bedeutsamkeit, dass ich selbst darüber richte, ob ich nun richtig oder falsch handle oder ob ich nun richtig oder falsch bin. Und über diese Richtigkeit will ich niemandem die Macht geben darüber urteilen zu können, ob ich richtig oder falsch bin. Denn nur ich entscheide selbst über mich, was richtig oder falsch ist.</p>
<p>Die Gesellschaft hat vergeblich reine Vorstellung von richtig und falsch und umkreist den Weg ihrer Odyssee. Was mir zu tun bleibt? Ich will Mündungen und den Kreis auflösen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Spannende Texte zum Thema <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/identitaet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Identität findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lieb doch wen du willst</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/lieb-doch-wen-du-willst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2020 06:57:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12485</guid>

					<description><![CDATA[Okay, krass: Wenn das mal nicht eines der coolsten, empowerndsten Rap-Videos ist?! &#8222;Lieb doch wen du willst&#8220; der Fair&#8230;rappt! Allstars ist zwar auch eine Kampfansage gegen Homo- und Queerfeindlichkeit, gegen Ausgrenzung und Normen, gegen Sexismus — in erster Linie geht es aber darum, sich selbst und die Vielfalt zu feiern, stolz auf sich zu sein, zu sein]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Okay, krass: Wenn das mal nicht eines der coolsten, empowerndsten Rap-Videos ist?! &#8222;Lieb doch wen du willst&#8220; der Fair&#8230;rappt! Allstars ist zwar auch eine Kampfansage gegen Homo- und Queerfeindlichkeit, gegen Ausgrenzung und Normen, gegen Sexismus —<span class="Apple-converted-space"> </span>in erster Linie geht es aber darum, sich selbst und die Vielfalt zu feiern, stolz auf sich zu sein, zu sein wer man sein möchte —<span class="Apple-converted-space"> und eben zu lieben, wen man lieben will </span>🏳️‍🌈❤️</strong></p>
<p><strong>Das Video entstand übrigens im Rahmen des Projektes &#8222;Queer macht Musik&#8220; von Fair&#8230;rappt!, gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.</strong></p>
<p><span id="more-12485"></span></p>
<p><span class="Apple-converted-space"> <strong>Mehr dazu:</strong></span></p>
<ul>
<li>Mehr Rap <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/rap/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findest du hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir Sind Alle Gleich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/09/wir-sind-alle-gleich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Hoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2020 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audios]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Hand hoch, wer ebenfalls sehnlichst auf einen neuen Track von Ecxes gewartet hat! ✋✋✋ Wir freuen uns sehr, euch heute &#8222;Wir Sind Alle Gleich&#8220; präsentieren zu können. Ein Track, der wie gewohnt ganz klare Ansagen, aber auch Mut macht. &#8222;Wir denken in Schubladen doch sollten schleunigst damit Schluss machen!&#8220; Definitiv! Mehr dazu: Mehr Rap gibt es hier!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hand hoch, wer ebenfalls sehnlichst auf einen neuen Track von Ecxes gewartet hat! ✋✋✋ Wir freuen uns sehr, euch heute &#8222;Wir Sind Alle Gleich&#8220; präsentieren zu können. Ein Track, der wie gewohnt ganz klare Ansagen, aber auch Mut macht. &#8222;Wir denken in Schubladen doch sollten schleunigst damit Schluss machen!&#8220; Definitiv!</strong></p>
<p><span id="more-12420"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/rap/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Rap gibt es hier</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bomber-Plüsch-Jacke mit Kunstfell</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/08/bomber-pluesch-jacke-mit-kunstfell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Abdul]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2020 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Einen Text zum Hören und Lesen haben wir heute für euch, und zwar von Abdul. Bestimmt kennt ihr den Spruch &#8222;Kleider machen Leute&#8220;, oder? Da scheint viel Wahrheit drinzustecken&#8230; oder zumindest meinen einige Leute, an der Kleidung anderer zum Beispiel so was wie deren Sexualität erkennen zu können. Was Abdul erlebt, als er sich eine]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einen Text zum Hören und Lesen haben wir heute für euch, und zwar von Abdul. Bestimmt kennt ihr den Spruch &#8222;Kleider machen Leute&#8220;, oder? Da scheint viel Wahrheit drinzustecken&#8230; oder zumindest meinen einige Leute, an der Kleidung anderer zum Beispiel so was wie deren Sexualität erkennen zu können. Was Abdul erlebt, als er sich eine neue Jacke kauft, die ihm einfach nur richtig gut gefällt &#8212; eben eine Bomber-Plüsch-Jacke mit Kunstfell &#8212; das erfahrt ihr in seinem Text.</strong></p>
<p><span id="more-12401"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Abdul findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/abdul/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erfahrungen in der Schule</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/05/erfahrungen-in-der-schule/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2020 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für ein tolles Projekt der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. &#8211; im Rahmen von &#8222;Andrej ist anders und Selma liebt Sandra&#8220; wurden junge queere Menschen interviewt. In diesem Video sprechen sie über die Erfahrungen, die sie in der Schule gemacht haben. Leider sind Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit noch immer große Themen&#8230; Mehr dazu:  Um]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was für ein tolles Projekt der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. &#8211; im Rahmen von &#8222;Andrej ist anders und Selma liebt Sandra&#8220; wurden junge queere Menschen interviewt. In diesem Video sprechen sie über die Erfahrungen, die sie in der Schule gemacht haben. Leider sind Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit noch immer große Themen&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-12180"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Um die Schulzeit geht es auch <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/11/waer-ich-heute-in-der-schule/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in diesem Song</strong></a> der wunderbaren FaulenzA!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Part 2: Things are getting better</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/part-2-things-are-getting-better/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2020 07:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Sven Schwarz schreibt über eine wichtige Zeit in seinem Leben. Darüber, wie unendlich wichtig es ist, dass Freund*innen und Familie zu einer*einem halten. Darüber, wie wichtig es ist, dass &#8222;Toleranz&#8220; nicht nur Phrase ist, sondern auch gelebt wird. Und darüber, wie man sich oft jahrelang das Schlimmste ausmalt &#8211; und dann werden durch ein einfaches]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sven Schwarz schreibt über eine wichtige Zeit in seinem Leben. Darüber, wie unendlich wichtig es ist, dass Freund*innen und Familie zu einer*einem halten. Darüber, wie wichtig es ist, dass &#8222;Toleranz&#8220; nicht nur Phrase ist, sondern auch gelebt wird. Und darüber, wie man sich oft jahrelang das Schlimmste ausmalt &#8211; und dann werden durch ein einfaches &#8222;Na und?&#8220; alle Ängste weggepustet. Aber lest selbst:</strong></p>
<p><span id="more-12093"></span>Nach zwei Jahren ist es Zeit, eine weitere Bilanz zu ziehen.<br />
Was habe ich erreicht? Wie geht es mir seither? Ist es schon besser geworden?<br />
Wenn ich mir den Text durchlese, habe ich viele negative Gedanken. Gedanken, die jetzt nicht mehr negativ sind. Glücklicherweise.<br />
Es fühlt sich so an, als würde ich meinem jüngeren Ich auf den Kopf tätscheln, so wie das Erwachsene eben lehrhaft tun. Von oben herab, mit neu gewonnener Weisheit.</p>
<p>Die Gedanken, die ich damals pflegte, sind anscheinend noch da. Dennoch höre ich sie wesentlich seltener. Neue Gedanken schwelgen umher und verbrauchen viel Platz. Was gut ist.<br />
Viel negatives, was durch Unsicherheit geplagt war, fällt weg. Warum? Kann ich nicht sagen.</p>
<p>In zwei Jahren ist viel passiert. Das meiste an mir selbst. Ich habe mich definitiv verändert. Zum Guten, wie ich finde. Ich kann mich vollends akzeptieren und weiß, wer ich bin. Ein äußerst wichtiges Gut.</p>
<p>Ich konnte mich vielen Menschen öffnen. Viele Menschen, die mir halfen, helfen und helfen werden. Darüber bin ich unendlich dankbar. Was ich ohne diese machen würde? Kein Plan!</p>
<p>„Toleranz“ ist DAS Wort in der Gesellschaft. Jeder gibt vor, es zu haben. Nach außen, versteht sich.<br />
Wenn ich meine „Time-line“ auf Facebook durchgehe, sehe ich viele Bilder/Videos, in denen mir eigentlich Mut zugeteilt werden sollte. Tut es aber nicht.<br />
Mut wofür?<br />
Brauche ich den Support von Menschen, die ich gar nicht kenne?<br />
Schafft man den „letzten Schritt“ ohne fremde Hilfe?<br />
Irgendwann ist man auf sich gestellt und es geht einzig und allein darum, dass es MIR gut geht.<br />
Das ist mir in den zwei Jahren bewusst geworden.<br />
Es MUSS mir egal sein, was andere (darüber) denken.</p>
<p>Ich machte mir jahrelang sorgen, was Familienmitglieder wohl zu meiner „Verkündung“ (mir fiel wirklich kein besseres Wort ein) sagen würden. Ablehnung? Desinteresse? Unverständnis? Akzeptanz? Offenheit?<br />
Man denkt sich tausend Szenarien aus, was passieren könnte, wenn&#8230;<br />
Ja, wenn&#8230;<br />
Vordergründig sind natürlich negative Gedanken. Schlimme Szenarien, die meine Angst füttern und immer größer werden lassen.</p>
<p>Vor genau drei Tagen dann der erste Schritt. Ein wichtiger Schritt, der das Ganze wie ein Dominostein zum Anstoß verleitete.<br />
Ein Familienmitglied weiß Bescheid.<br />
Die Resonanz: Die schönste Antwort, die ich mir je ausdenken konnte! „Na und?“<br />
Zwei kleine Worte, welche im Nachhinein für mich die Welt bedeuten. „Na und?“ so wie „Und das ist alles?“ &#8230;<br />
Es wird als normal angesehen.<br />
Na klar, das tue ich ja auch.<br />
Trotzdem.</p>
<p>Ich konnte mir niemals ausmalen, wie es mir danach gehen sollte. Ich fühle mich großartig und bereit, es allen zu sagen. Es braucht seine Zeit. Dennoch bin ich gewillt.<br />
Gewillt nun so zu leben, wie ich bin.<br />
Lebe ich dann anders?<br />
Ich denke, offener und lebensfroher.<br />
Die wenigsten werden das merken.<br />
Die einzige Person, welche dies am extremsten spürt, bin Ich. Und genau darum geht es doch.</p>
<p>Alles nimmt seinen Lauf. Das merke ich.<br />
Gegen das Schicksal hat man nichts in der Hand. Man ist unbewaffnet und muss sich dem fügen, was kommt.<br />
Ich freue mich auf das, was kommt. Ich bin bereit dafür.<br />
Bereit neue Dinge anzugehen, die lange geschlossen und abgekapselt gewesen sind.</p>
<p>Rückblickend fühle ich mich reifer und bereit, mein Leben so zu leben, wie es sein soll. Unverändert und unverfälscht.</p>
<p>Alles unsichere wird sicher. Alles ängstliche wird stark. Alles verschwommene wird klar und deutlich. Alles verschlossene wird transparent. Alles ängstliche wird motivierend.<br />
Alles ändert sich zum Guten. Klingt sehr euphorisch.</p>
<p>Der alte Text noch eher paradox und negativ, wirkt dieser schon eher euphorisch und positiv.<br />
Zum Glück.</p>
<p>Ich bin glücklich darüber, Menschen zu kennen, die mit dafür verantwortlich sind.<br />
Ich bin glücklich darüber, mich akzeptieren zu können.</p>
<p>Meine Gedanken dieses Mal aufzulisten fällt mir leichter. Wesentlich.</p>
<p>Wenn ich daran denke, dass es da draußen tausend Menschen gibt, die in einer ähnlichen Situation sind/bleiben und darin verharren, weil ihnen niemand hilft oder weil sie sich selbst scheußlich finden (da musste auch ich durch), dann wird mir ganz unwohl. Ich würde am liebsten jedem helfen.<br />
Mir ist klar, dass jeder seinen eigenen Weg gehen muss.</p>
<p>Meinen habe ich gefunden. Zum Glück!<br />
Dies zu finden hat lange genug gedauert. Geprägt aus Trauer und Freude.</p>
<p>Es ist gewiss kein einfacher Weg, welcher bestimmt noch die ein oder andere Ablehnung mit sich bringt. Doch erlebt die nicht jeder?</p>
<p>Der kleine Anteil an Freude ist gewachsen. Sehr sogar.<br />
Ich freue mich auf meinen weiteren Weg und bin überglücklich, meine Freunde und meine Familie zu haben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Falls du ihn verpasst haben solltest, geht&#8217;s hier nochmal zu <a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/02/where-it-all-began-part-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Sven Schwarz&#8216; erstem Text</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf der Frauentag-Demo</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/03/auf-der-frauentag-demo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2020 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Vergangenen Sonntag, also am 08. März, war der Internationale Frauentag &#8211; oder auch Frauenkampftag. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen für Geschlechtergerechtigkeit auf die Straße. Daniela Chmelik und Melanie Lux von den Story-Tellern haben für uns einen Bericht über ihre Teilnahme bei einer Frauentags-Demo geschrieben, den wir euch heute präsentieren dürfen 🙂 Wir sind auf dem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vergangenen Sonntag, also am 08. März, war der Internationale Frauentag &#8211; oder auch Frauenkampftag. Weltweit gehen an diesem Tag Menschen für Geschlechtergerechtigkeit auf die Straße. Daniela Chmelik und Melanie Lux von den Story-Tellern haben für uns einen Bericht über ihre Teilnahme bei einer Frauentags-Demo geschrieben, den wir euch heute präsentieren dürfen </strong>🙂</p>
<p><span id="more-12070"></span></p>
<p>Wir sind auf dem Rathausmarkt, zwischen Luftballons und Transparenten, Einhörnern und geballten Fäusten. In einem Gefühl von Solidarität, Wohlwollen, Zugehörigkeit und Akzeptanz. Ich empfinde Freude in dieser Menge; es sind fast ausschließlich Frauen. Ich bin wie ich bin, und das ist gut. Jede ist anders und somit ist jede gleich. Oh, wundervolle Vielfalt! Es ist eine Demo von Frauen, Lesben, Trans und Inter Personen. Ein paar augenscheinliche Männer sind auch dabei. Aber schließlich bestimmt jede*r sein Gender selbst. Das wird auch vom Lautsprecherwagen gerufen: Niemand wird ausgeschlossen!</p>
<p>Um 17 Uhr rufen alle Frauen auf Demos in der ganzen Welt ihre Wut raus, laut. Wir wollen gleichberechtigt sein. In Deutschland geht es den meisten Frauen doch eigentlich gut? Tja. Trotzdem. Wir wollen nicht 22% weniger verdienen als Männer. Als wären wir weniger wert. Wir wollen nicht unterrepräsentiert sein in Ämtern, die &#8222;ernst genommen&#8220; werden. Wir sind genau so viele. Wir sind genau so Menschen. Warum werden Unterschiede gemacht?</p>
<p>Die Frauen, Menschen auf der Demo zum Frauentag lächeln sich zu, loben sich gegenseitig für kreativ gestaltete Plakate, Losungen, Bastelarbeiten. &#8222;Feminismus oder Schlägerei&#8220; trägt eine junge Frau vorbei, in glänzenden Farben, rosa-pink, mit geschwungener, wie gestickter Schrift. Wir müssen lachen, wir winken ihr zu und halten die Daumen hoch. &#8222;Dürfen wir dein Banner fotografieren?&#8220;, fragen wir, und sie nickt. &#8222;Das ist so cool, das hätte ich gerne selbst gemacht&#8220;, sage ich, und sie freut sich.</p>
<p>Zum Schluß, die Füße schmerzen ein bisschen vom vielen Gehen und die Mundwinkel vom unbewussten Dauergrinsen, vor Glück trinken wir einen Lavendel- und einen Marzipankakao. Wir fühlen uns gut und stark. Warum ist die Welt, die Gesellschaft nicht allerorten und immer so wie auf dieser Frauentag-Demo?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch schon vor zwei Jahren hatten wir hier <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/03/frauentag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>einen tollen Beitrag</strong></a> der Story-Teller zum Frauentag &#8211; es lohnt sich, nochmal reinzuschauen!</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist Gesundheit? &#8211; Die Antwort auf Hatschi!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/was-ist-gesundheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2020 09:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12050</guid>

					<description><![CDATA[Hallo hallo, heute kommt frisches Material von den Story-Tellern aus Hamburg auf den Tisch! Auf unterschiedlichste Art haben sie sich mit dem Thema &#8222;Gesundheit&#8220; auseinander gesetzt. Was ist der Unterschied zwischen Behinderung und Krankheit? Ein Gespräch zwischen Peter Burhorn und Birgit Hohnen Birgit: Die Behinderung kommt bei mir durch die Tetraspastik. Das hat der Arzt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo hallo, heute kommt frisches Material von den Story-Tellern aus Hamburg auf den Tisch! Auf unterschiedlichste Art haben sie sich mit dem Thema &#8222;Gesundheit&#8220; auseinander gesetzt.</strong></p>
<p><span id="more-12050"></span></p>
<p><strong>Was ist der Unterschied zwischen Behinderung und Krankheit?</strong></p>
<p>Ein Gespräch zwischen Peter Burhorn und Birgit Hohnen</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Die Behinderung kommt bei mir durch die Tetraspastik. Das hat der Arzt festgestellt. Das kann man nicht mehr heilbar machen. Das bleibt im Körper drin. Behinderung ist nicht heilbar. Eine Krankheit ist einfach, dass man sich [vorübergehend] nicht gut fühlt.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Ja, wie bei mir neulich. Aus heiterem Himmel war ich krank. Richtig krank. Die Natur hat mich geärgert. Einen Tag vorher ahnt man noch nichts Böses und am nächsten Tag &#8230; Wenn man krank ist, schaltet sich der Körper aus. Dann schwächt sich alles ab. Dann ist&#8217;s nicht mehr möglich einen Brief zum Briefkasten zu bringen.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Wenn man behindert ist, ist man behindert. Ich bin behindert geboren. Ich kann&#8217;s jetzt nicht genauer beschreiben. Ich weiß, dass ich mit der Behinderung leben muss.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Das ist auch Selbstakzeptanz.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Mir hat man gesagt, beim Behindert-Sein ist wichtig, dass man sich sagt: Ich bin so wie ich bin und nicht anders.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Man muss mit viel Tapferkeit durchs Leben gehen.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Ja. Man muss sich immer sagen, man ist kämpferisch, man ist tapfer und mutig.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Und man darf nie an Selbstvertrauen und Lebensmut verlieren.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Ja. Dass man sagt: Man ist so wie man ist. Und man lebt damit. Man hat nicht das Bedürfnis behindert zu sein. Man wünscht es sich nicht.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Bei manchen Behinderten habe ich das Gefühl, die lassen sich gar nicht behindern; die gehen jeden Abend selbstbestimmt und selbstständig zu Konzerten. Juri zum Beispiel. Der weiß, was er will.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Das wissen wir doch alle. Wir arbeiten damit. Mit Texten für die Story Teller. Mit Selbstbewusstsein. Mit Musik. Man sitzt ja nicht behindert rum.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Was für mich bei Juri das Besondere ausmacht, ist, dass er sein Leben führt wie er will und auch zeigt, dass behindert nicht gleich behindert ist.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Es gibt auch vorübergehende Behinderungen.</p>
<p><strong>Peter:</strong> Manche Straßen haben das.</p>
<p><strong>Birgit:</strong> Aber für Menschen, die behindert sind, gibt es keine Heilbarkeit.</p>
<p><strong>Jan:</strong> Behinderung ist ein konstruierter Zustand, der hauptsächlich von der Gesellschaft bedingt wird. Krankheit ist eine Einschränkung, die kurzfristig oder langfristig zur Einschränkung einer Tätigkeit führt. Bei anhaltenden Schwierigkeiten kann sie zu einer Behinderung werden.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Behindert</strong></p>
<p><em>Ich lebe mit Behinderung.</em> Und das ist eben so. Und manchmal habe ich Wut darauf. Aber. Ich bin wie ich bin, und ich bin auch anders. Alle sind anders. Das ist auch Gleichheit. Ich habe einen Behindertenausweis, also bin ich behindert. Das ist wie es ist. Ich bin wie ich bin. Das kann man und braucht man nicht heilen. Das ist mein eigener Standard. Wenn ich meinen Kopf zur Seite lege, habe ich eine Schaukelfunktion. Das ist eine Funktion, die ich mir aber nur vorstelle. Ich kenne einen, der hat eine echte Schaukelfunktion. Der hat nur seine Schaukelfunktion und sonst nix, glaube ich. Jeder hat so seine Funktion.</p>
<p>Ich frage mich ernsthaft: Warum schreibt man über Behinderung und nicht einfach über sich? Ich denke nach. Ich bin ein Mensch, der sich äußert. Ich habe etwas beizutragen. Ist man behindert, weil man nicht gehen kann, weil man anders denkt oder weil man eine andere Logik oder Logistik hat? Ist man behindert oder wird man behindert? Und: Ist man vielleicht auch talentiert? Birgit Hohnen hat eine andere Logik und Logistik und diktiert ihre Texte.</p>
<p><em>Was ich sage auf die Frage: Sind Sie behindert?</em> – Wenn mich jemand fragt, ob ich behindert bin, könnte ich sagen: Sind wir nicht alle ein bisschen behindert? Mich ärgert, dass bei uns Menschen mit Unterstützungsbedarf oft mehr auf unsere Schwächen als auf unsere Stärken gesehen wird. Ja, wir haben schon so unsere Probleme. Aber die hat doch jeder. Kein Mensch ist vollkommen. Jeder sollte akzeptiert werden wie er ist, solange er nicht anderen etwas tut. Michael Schumacher hat Asperger-Autismus, Pazifismus und wünscht sich eine Welt ohne Schubladen voller Vorurteilen. Er schreibt seine Texte selbst.</p>
<p><em>Behindert, </em><em>was das heißt?</em> &#8211; Behindert ist luftig leicht und schwer wie Blei, anstrengend meist, Quäle-Seele. Der Mensch geht oder humpelt oder fährt im Rollstuhl. Manche können ohne Rollstuhl nicht gehen. Die Barrieren sind nervig. Barrieren behindern. Mit Rollstuhl ist nervig, mit Behinderung in Gesicht oder Gehirn oder Körper ist nervig; weil andere Menschen komisch gucken und denken: Oho, behindert! Es gibt Leute, die sehen mich und kennen mich nicht. Die denken vielleicht, ich bin ein UFO. Ich bin groß und dünn. Ich kann singen und tanzen. Ich fahre mit der S-Bahn. Ich stehe morgens früh auf, dusche, esse, gucke auf die Uhr: Wann muss ich los? Manchmal früher, manchmal später. Ich arbeite im Theater. Ich bin unterschiedlich drauf: traurig, sauer, böse, lustig, fröhlich, verliebt, Daumen hoch oder runter oder mittel. Ich finde gut an mir, dass ich ein toller Mensch bin, ein lustiger Typ. Ich kann mit Leuten reden; auch wenn ich mal Probleme habe. Ich kann getrennte Wege gehen, wenn mir jemand Schlechtes sagt. Wenn ich in den Spiegel gucke, finde ich besonders schön, wie das Herz pocht. Und das Herz sagt: Ich bin bei dir. Katharina Bromka hat das Williams-Beuren-Syndrom, was das bedeutet, kann sie nicht sagen, sie vermutet: „Das hat mit dem Herz zu tun. Nachts ruhe ich mich aus; ich wache morgens auf und bin ein Mensch.“</p>
<p><strong>(Dieser Text ist von Katharina, die ihre Texte diktiert.)</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Als Mensch mit Behinderung beim Arzt I Gedankenblasen</strong></p>
<p>&#8211; Wenn ich das &#8222;Arzt&#8220; höre, kriege ich das P wie Panik &#8230; Aber warum habe ich diese Angst vorm Arzt? Wovor habe ich Angst? Wie ist das bei euch?</p>
<p>&#8211; Ich habe Angst ruppig behandelt und zu schnell abgefertigt zu werden.</p>
<p>&#8211; Wenn der Arzt weiß, dass ich eine Behinderung habe, nimmt er mich dann ernst?</p>
<p>&#8211; Behandelt der Arzt mich genauso nett und freundlich wie die anderen Patienten, obwohl ich ein Handicap habe?</p>
<p>&#8211; Wie offen und einfühlsam sind die Ärzte bei besonderen Fällen?</p>
<p>&#8211; Ich weiß nicht, ob ich mein Leiden richtig schildern kann.</p>
<p>&#8211; Und dann habe ich Angst die Diagnose nicht zu verstehen.</p>
<p>&#8211; Die Ärzte in den Arztserien sind besser; die haben mehr Zeit, und die reden auch richtig mit den Menschen und Patienten.</p>
<p><strong><em>Was kann man verbessern? Wie ist die ideale Ärztin? Und </em><em>was ist ein gutes Verhältnis zwischen Arzt und Patient?</em></strong></p>
<p>&#8211; Ich wünsche mir individuelle Behandlung!</p>
<p>&#8211; Ich wünsche mir, dass meine behandelnde Ärztin auf mich eingeht; sie sollte meine Probleme und Anliegen ernst nehmen und mir alles in verständlicher Sprache erklären.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>***</strong></p>
<p><strong>Aktion Mensch hat Therapien gegen Autismus gefördert</strong></p>
<p>Die ABA (Applied Behaviour Analysis) ist eine Therapie, die die Umerziehung und Konditionierung von autistischen Kindern beinhaltet.</p>
<p>Diese Therapieform beruht auf einem Menschenbild, das Autisten als &#8222;defekt&#8220; ansieht und sie ihr gelerntes autistisches Verhalten vergessen lassen will, damit sie ein neues Verhalten erlernen können. Die autistischen Kinder sollen zu einer nicht-autistischen Verhaltensweise um-erzogen werden. Mögliche negative Auswirkungen auf die Psyche der Autisten werden dabei ausgeblendet.</p>
<p>Aktion Mensch hat ein solches Projekt finanziert: Das Bremer Frühförder-Therapie-Programm Autismus wurde mit insgesamt fast 250.000 € unterstützt.</p>
<p>Aufgrund monatelanger Kritik hat Aktion Mensch im November 2016 entschieden derartige Projekte, die Behinderungen therapieren wollen, künftig nicht mehr zu fördern. Matti Wustmann hat Asperger-Autismus und findet es unmöglich, dass die Aktion Mensch eine Therapie förderte, die Menschen mit Autismus gewissermaßen &#8222;heilen&#8220; wollte.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere spannende Beiträge der Story-Teller findet ihr auf <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/story-teller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>deren Seite</strong></a> bei meinTestgelände😎</li>
</ul>
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		<title>Stop! Du bist schön!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/stop-du-bist-schoen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lidia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2020 09:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, euch einen neuen Poetry Clip von unserer Autorin Lidia zu präsentieren! Wie gewohnt legt sie den Finger in die Wunde und findet genau die richtigen Worte &#8211; gegen falsche Schönheitsideale und für mehr Selbstakzeptanz. &#8222;Ja, das ist unsere Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist toll! &#8211; Bullshit. Sie ist grauenvoll. Wegen ihr fühlen sich Menschen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, euch einen neuen Poetry Clip von unserer Autorin Lidia zu präsentieren! Wie gewohnt legt sie den Finger in die Wunde und findet genau die richtigen Worte &#8211; gegen falsche Schönheitsideale und für mehr Selbstakzeptanz. &#8222;Ja, das ist unsere Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist toll! &#8211; Bullshit. Sie ist grauenvoll. Wegen ihr fühlen sich Menschen hässlich und hassen sich selbst!&#8220;</strong></p>
<p><span id="more-12034"></span></p>
<p>Den Text zum nachlesen:</p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wahre Schönheit kommt von innen das wird immer gesagt. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>BULLSHIT. Ich mein es ist kein Bullshit, es ist bullshit das zu sagen ohne es so zu meinen.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wenn ich jetzt die Gesellschaft mal von einem anderen Blickwinkel anschaue. Das heißt die Gesellschaft als Außenstehende überschaue. Könnte ich kotzen vor Wut, denn keiner hat mehr den Mut sich von seiner natürlichen Seite zu zeigen. Und warum? Die Medien, ja die Medien sagen darum.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Ich mein klar steht nirgendwo „ du bist nur schön wenn du das und das hast“. Das läuft alles hintenrum und das ist eine Last, für alle von uns. Wenn wir mal ehrlich sind, egal wo wir hinschauen. Sei es im Internet, im Fernsehen, auf Plakaten sehen wir nur perfekt gestylte Menschen mit dem schönsten Body und der schönsten Frisur. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Plötzlich ja plötzlich fühl ich mich schlecht, denn man redet sich ein alle anderen hatten recht, als sie sagten du seist hässlich. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Also betrachte ich mich im Spiegel und wünsch mir ganz still ich könnte jemand anderes sein. Jemand der perfekt ist. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Aber was ist schon perfekt? Irgendwo hat immer irgendwer etwas entdeckt was nicht perfekt ist. Sei es die zu kleinen Brüste oder den zu dicken Po. Es gibt immer etwas. Denn wenn wir mal ehrlich sind ist niemand wirklich perfekt. Und trotzdem wird es so dargestellt.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und das traurige ist die Menschen glauben das. Was ich damit meine ist wir alle haben im unterbewusst sein diesen inneren Radar der urteilt über das aussehen eines Menschen. Ich nenn mal ein Beispiel, wenn ein Kumpel eine neue Freundin hat ist das erste was man fragt „zeig mal ein Bild von ihr“. Das erste was man fragt hat immer etwas mit dem Aussehen zu tun. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und warum? Ja das ist unsere Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist toll. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Bullshit. Sie ist grauenvoll. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wegen ihr fühlen sich Menschen hässlich und hassen sich selbst. Du gefällst dir nicht mehr selbst, also schadest du dir. Du isst nichts mehr, weil sie sagten du seist zu fett. Du hungerst und irgendwann kannst du es nicht kontrollieren. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und was dann kommt macht mich am meisten wütend, weil anscheinend bist du dann zu dünn und keiner versteht wieso du dich zu tote hungers. Sie sagen es sei bescheuert. Es ist traurig wie viele Menschen sich innerlich oder äußerlich so kaputt machen und sich schlecht fühlen, weil sie sich einreden die anderen hatten recht, wenn sie sagten du seist hässlich. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Und ich, ich bin auch eine von denen. Leider haben schlechte Menschen gute Leistung bei mir hinterlassen. Naja gute Leistung würde ich das nicht nennen, denn eigentlich möchte ich mich nicht so fühlen. Ich möchte mich nicht mehr belügen.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Damit meine ich so zu tun als wäre alles okay und ich fühle mich wohl in mir. Aber das stimmt nicht. Ich fühle mich alles andere als wohl in mir. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Es ist schon traurig, dass ich alles an mir ändern würde. Wenn mir jemand ein Kompliment macht. Dann beginnt die innere Schlacht. </i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Man sagt gezwungender maßen danke, doch innerlich läuft gleichzeitig eine Schlacht ab . Man will es unbedingt glauben, doch meistens verfehlt es knapp, denn ich kann niemanden glauben der was schönes über mich sagt.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Ich mag mich einfach nicht, also kann ich auch niemanden glauben. Das frisst mich auf. Manchmal ja da versuch ich mir einzureden ich sei garnicht so schlimm. Doch es hat kein Sinn, weil jedes mal wenn ich denke ich bin garnicht so schlimm, kommt was dazwischen, dass mich zeigen lässt wie ich bin.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Ich will mich nicht so fühlen und du solltest dich auch nicht so fühlen. Wir belügen uns selbst und das soll nicht so sein. Wir müssen uns mal einige Sachen in betracht ziehen.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>1. Charakter passt in jede Kleidergröße und 2.</i></b></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><b><i>Wir sind schön, wir sind schön so wie wir sind. Egal was andere sagen. Unsere Fehler und Macken sind einzigartig. Du bist einzigartig. Das musst du dir auch merken. Es gibt dich nur einmal auf dieser großen Welt. Also sei ein Held zu dir selbst Also los, zeig dich von deiner Seite die du an dir magst, zeig es der Welt. Es reicht wenn du dich selber likest. Denn Selbstliebe ist die wichtigste Liebe die größte Liebe die du bekommen kannst, ist die Liebe zu dir selbst, denn das ist das wichtigste auf der Welt. Sei ein Held für dich selbst. Akzeptier dich sowie du bist, denn genau so bist du schön. Wunderschön. Schau in den Spiegel und sag:“ DU bist SCHÖN!“</i></b></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Videos und Beiträge von Lidia findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lidia/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a>.</li>
<li>Und mit dem Thema <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/schoenheitsideale/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Schönheitsideale</strong></a> hat sich auch FaulenzA auseinandergesetzt.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Body Positivity: Problemzone Kopf</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/12/body-positivity-problemzone-kopf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vivian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Dec 2019 07:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Trommelwirbel und einen herzlichen Willkommensapplaus für eine weitere neue Autorin 🙌 Vivian setzt sich in ihrem ersten Text hier auf meinTestgelände mit dem Thema Body Positivity auseinander &#8211; allerdings nicht zum ersten Mal, denn darüber hat sie bereits ihre Masterarbeit geschrieben. Warum kann auch von #Selflove ein enormer Druck ausgehen? Welchen Insta-Accounts verbreiten Body Positivity &#8211; und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trommelwirbel und einen herzlichen Willkommensapplaus für eine weitere neue Autorin </strong>🙌 <strong>Vivian setzt sich in ihrem ersten Text hier auf meinTestgelände mit dem Thema Body Positivity auseinander &#8211; allerdings nicht zum ersten Mal, denn darüber hat sie bereits ihre Masterarbeit geschrieben. Warum kann auch von #Selflove ein enormer Druck ausgehen? Welchen Insta-Accounts verbreiten Body Positivity &#8211; und was ist das denn nun eigentlich genau? Lest selbst:</strong></p>
<p><span id="more-11936"></span></p>
<p>Beach Body? Thigh Gap? Clean Eating?</p>
<p>Nein danke! Das ist die Message der Body Positivity, einer Bewegung, die eine Abkehr von sexistischen Schönheitsidealen und stattdessen eine Zelebrierung <em>aller</em> Körper fordert. Unter dem Schlagwort tummeln sich mittlerweile nicht nur Hashtags und Memes, Instagrammer*innen wie Megan Crabbe (aka @bodiposipanda) oder Kollektive wie die Stuttgarter „Bauchfrauen“. Auch die Anzahl der Selbsthilfe-Bücher wie Morena Diaz‘ „Love Your Body“ oder Taryn Brumfitts „Embrace Yourself“ wächst stetig.</p>
<p>Überall schreit man uns also im Moment entgegen: Du bist genug! Du bist schön! Liebe deinen Körper!</p>
<p>So radikal und befreiend wie das erstmal klingt – stellte ich mir doch vor circa einem Jahr die Frage, wie neu die Argumente der Body Positivity wirklich sind. Und warum fühlte ich mich von den Motivationssprüchen und Selbstliebe-Tipps manchmal weniger empowered als genervt? Ich beschloss mich im Rahmen meiner Master-Arbeit in den Gender Studies damit zu beschäftigen, was genau hinter der Bewegung steckt und setzte mich über 6 Monate intensiv mit Body Positivity Ratgebern auseinander.</p>
<p>Schnell wurde mir klar, dass die Body Positivity sich auf jahrzehntelange feministische und anti-rassistische Kämpfe und Studien stützt. Feministische Klassiker wie „Our bodies, ourselves“ sprachen sich beispielsweise bereits 1971 für die körperliche Selbstermächtigung von Frauen aus und der sogenannte „Fat Underground“ war eine Organisation, die sich schon in den 1970ern gegen die Diskriminierung von Menschen mit hohem Körpergewicht einsetzte.</p>
<p>Auch die Aktivist*innen der Body Positivity wollen ein Ende des ewigen Drucks, makellose Haut und einen durchtrainierten Körper zu haben. Stattdessen wird Akzeptanz, sogar Liebe, für die Menschen, die kaum in den Medien repräsentiert werden – beispielsweise dicke Menschen, Schwarze Menschen, Menschen mit Behinderung oder Trans*Menschen – gefordert. Die Mode- und Schönheitsindustrie, Medien und auch die Medizin, die allesamt gefährliche Schönheits- und Gesundheitsnormen propagieren, werden angeprangert.</p>
<p>Während die Body Positivity jedoch das Problem, also die Diskriminierung von Menschen, die den gängigen Schönheitsidealen nicht entsprechen, vor allem in der Gesellschaft sieht, so setzten ihre Lösungsvorschläge bei der*dem Einzelnen an.</p>
<p>Self-Care und Selbstliebe sollen die mentale Gesundheit, die stark mit der Körperwahrnehmung verknüpft ist, stärken. Self-Care Techniken können heißen, ein Bad zu nehmen und Yoga zu machen, Tagebuch zu schreiben und schlechte Gedanken über den eigenen Körper möglichst zu meiden. Das Mantra „Ich bin schön“ muss – so die Logik – nur oft genug wiederholt werden, dann glaubt man schon irgendwann selbst dran.</p>
<p>Was das Essen angeht, raten viele Body Positivity Aktivist*innen zum ‚Intuitiven Essen‘. Alle Regeln über gesundes oder ungesundes Essen sollen vergessen werden – der Körper, also unsere Appetit- und Hungergefühle sollen entscheiden, was auf den Tisch kommt: Salat oder Cookie Dough Eis – alles ist jederzeit erlaubt. Denn es heißt, wenn du auf deinen Körper hörst, ist auch die mentale Gesundheit gesichert.</p>
<p>Laut Body Positivity liegen Makel demnach nicht im Hautbild oder im Bauchumfang – sondern im Kopf. Paradoxerweise setzen nun genau wie in der kritisierten Schönheitsindustrie etliche Produkte, Workshops und Bücher der Body Positivity daran an, diesen Makel im Kopf zu beheben. Die Lösung des Problems scheint also weiterhin Konsum zu heißen – und erneut sind vor allem Frauen die Zielgruppe. Anstatt Körperideale verbreitet die Body Positivity so neue Gefühlsideale. Frauen sollen glücklich sein, sich lieben, positiv bleiben. Vielleicht erklärt sich auch deswegen, warum ich die inspirierend gemeinten Instagram-Posts langsam nicht mehr lesen kann? Der Druck aus der Werbung, die mir einredet, dass ich einem gewissen Schönheitsstandard nicht entspreche weicht dem Druck, sich ständig zu lieben und das eigene Essverhalten zu hinterfragen.</p>
<p>Die Body Positivity lässt sich so nur schwer als ein Ende der Selbstoptimierung verstehen oder gar als feministische Revolution. Trotzdem findet sie Anklang und hilft offenbar vielen Frauen, die es satt haben, niemals satt sein zu dürfen, sich empowered zu fühlen.</p>
<p>Hier klingt dennoch ein weiteres Problem an. Welche Frauen sich durch die Body Positivity angesprochen fühlen oder mit ihr sogar Geld verdienen gibt einen Aufschluss darüber, warum viele Frauen auch daran scheitern könnten, den eigenen Körper zu lieben.  Denn Frauen sind ja auch nicht alle gleich. Manche sind zusätzlich von Körperdiskriminierung betroffen, weil sie zum Beispiel eine person of color, differnetly abled oder keine cis-Frau sind. Manche Frauen können es sich auch nicht leisten, jederzeit zu essen, worauf sie Lust haben. Vielleicht müssen sie auch ein Kind oder Verwandte versorgen und haben keine Zeit für ausgiebige Bäder und Gesichtsmasken. Welche Techniken bietet die Body Positivity für diese Frauen?</p>
<p>Obwohl die meisten Aktivist*innen der Body Positivity sich ganz klar mit allen Frauen und auch allen Menschen solidarisieren, sind sie doch zumeist selbst nicht von diesen Diskriminierungen betroffen. Deswegen, und weil manche Problematiken – wie Rassismus –nicht durch Self-Care gelöst werden können, werden sie auch in den meisten Ratgebern geschickt ausgespart. Die Body Positivity ist vor allem an Frauen gerichtet, die auf vielfältige Weise privilegiert sind und regt sie zum Konsum und zur Selbstoptimierung an. Sicherlich ist die Body Positivity Bewegung vielfältig, politisch und ein wichtiger Bestandteil des Feminismus, der sie hervorgebracht hat. Ihre Botschaft, Ideale kritisch zu hinterfragen, bleibt – und kann auch auf die Bewegung selbst angewendet werden.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Folgende Instagram-Profile empfiehlt Vivien zum Thema Body Positivity: <strong><span style="font-size: 1.14285rem;"><a href="https://www.instagram.com/bodyposipanda/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@bodiposipanda, </a></span></strong><strong style="font-size: 1.14285rem;"><a style="font-size: 1.14285rem;" href="https://www.instagram.com/themilitantbaker/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@themilitantbaker,</a></strong><a style="font-size: 1.14285rem;" href="https://www.instagram.com/m0reniita/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>@m0reniita.</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer liebt hier wen?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/11/wer-liebt-hier-wen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 07:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie fühlt man sich, wenn dein Freund oder deine Freundin dich betrügt? Und: Wer liebt hier eigentlich wen? Diese Fragen stehen im Vordergrund der Theaterproduktion von mixed pickles e.V., die 2018 in Lübeck entstanden ist. Hier im Trailer können wir ein bisschen hinter die Kulissen schauen: Wie haben sich die jungen Menschen dem Text angenähert,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie fühlt man sich, wenn dein Freund oder deine Freundin dich betrügt? Und: Wer liebt hier eigentlich wen? Diese Fragen stehen im Vordergrund der Theaterproduktion von mixed pickles e.V., die 2018 in Lübeck entstanden ist. Hier im Trailer können wir ein bisschen hinter die Kulissen schauen: Wie haben sich die jungen Menschen dem Text angenähert, wie das Stück erarbeitet? Vorhang auf! Viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-11892"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Du bist Theater-Fan? Dann check mal <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/theater/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>den entsprechenden Hashtag</strong></a>!</li>
<li>Wenn ihr mehr über die Arbeit von mixed pickles sehen wollt, klickt <strong><a href="http://www.mixedpickles-ev.de">hier</a>.</strong></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perfekt unperfekt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/11/perfekt-unperfekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lidia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2019 10:03:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
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					<description><![CDATA[Mädchen sind immer schön geschminkt, tragen High Heels und haben lange Haare? Zur Hölle mit all den Klischees! &#8222;Kann nicht jede*r so sein wie er Bock drauf hat?&#8220;, fragt Lidia vollkommen zu Recht. Warum es total in Ordnung und sogar viel besser für das eigene Selbstwertgefühl ist, perfekt unperfekt zu sein, darum geht es in]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mädchen sind immer schön geschminkt, tragen High Heels und haben lange Haare? Zur Hölle mit all den Klischees! &#8222;Kann nicht jede*r so sein wie er Bock drauf hat?&#8220;, fragt Lidia vollkommen zu Recht. Warum es total in Ordnung und sogar viel besser für das eigene Selbstwertgefühl ist, perfekt unperfekt zu sein, darum geht es in diesem tollen neuen Video. Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen! Und vielleicht inspiriert es euch ja auch, gegen die Gesellschaftsregeln zu spielen.</strong></p>
<p><span id="more-11915"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Schau unbedingt mal auf <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/lidia/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Lidias Profil</strong></a> vorbei &#8211; dort gibt&#8217;s noch einige weitere tolle Videos!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>#gelände18 Aftermovie</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/07/gelaende18-aftermovie-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns schon riesig und können&#8217;s kaum erwarten &#8211; nächste Woche startet endlich das #gelände2019 🎉🎉🎉 Um auch euch ein bisschen in Stimmung zu bringen, gibt&#8217;s heute den #gelände2018 Aftermovie &#8211; viel Spaß beim Anschauen! Mehr dazu: Ganz viele weitere Eindrücke vom #gelände2018 findet ihr unter dem entsprechenden Hashtag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns schon riesig und können&#8217;s kaum erwarten &#8211; nächste Woche startet endlich das #gelände2019 🎉🎉🎉 Um auch euch ein bisschen in Stimmung zu bringen, gibt&#8217;s heute den #gelände2018 Aftermovie &#8211; viel Spaß beim Anschauen!</strong></p>
<p><span id="more-11661"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ganz viele weitere Eindrücke vom #gelände2018 findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/gelaende2018/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>unter dem entsprechenden Hashtag</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Europa &#8211; Wählen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/05/europa-waehlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2019 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der nächste Beitrag in unserer Europa-Spezial-Woche kommt von der Redaktionsgruppe Story-Teller 🎉 Auch sie haben sich in Anbetracht der Wahlen am Sonntag Gedanken gemacht und Fragen gestellt. Und was bedeutet Europa für dich? Europa ist Einheit und Grenzen. Europa hat das Stern-Symbol auf Fahnen und auf Luftballons. Europa ist wichtig gegen Grenzen. Krieg soll es nicht geben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der nächste Beitrag in unserer Europa-Spezial-Woche kommt von der Redaktionsgruppe Story-Teller </strong>🎉 <strong>Auch sie haben sich in Anbetracht der Wahlen am Sonntag Gedanken gemacht und Fragen gestellt. Und was bedeutet Europa für dich?</strong></p>
<p><span id="more-11438"></span></p>
<p>Europa ist Einheit und Grenzen. Europa hat das Stern-Symbol auf Fahnen und auf Luftballons. Europa ist wichtig gegen Grenzen. Krieg soll es nicht geben. Wir sollen alle glücklich werden. Auch mit den Flüchtlingen. Alles soll gut werden.<br />
Europa soll bunt sein. Europa ist ein Traum, eine Utopie, und manche sagen Alb-Traum oder Alp-Traum. In Europa gibt es Alpen, Berge, Meere, Umwelt, Klima (Katastrophen) und viele Menschen. Wirtschaft und Geld. Schlösser und Burgen. Import und Export. Demokratie und Menschenrechte. Eurovision Song Contest. Zusammenhalt und Zwietracht. Fußball und Europa-Meisterschaften. Und in den Supermärkten arbeiten die Verkäufer*innen an der Kasse im Sitzen.</p>
<p>Manche meinen: &#8222;Europa muss weg.&#8220; Die haben keine Lust mehr. Weil die euroäische Eiländ nicht vorankommt. Weil&#8217;s immer Ärgereien gibt. Die Leute sind genervt. Ich aber will die Europäische Union! Europa ist gut! Was anderes will ich mir nicht vorstellen. Wie wollen wir leben?</p>
<p>Woran krankt Europa? Am Gehirn, in den Knochen, an der Seele?<br />
Was hat Europa für einen Traum?<br />
Was hat Europa gemeinsam und was trennt es?<br />
Warum wollen sich Länder von Europa absondern? Warum werden rechte und nationalistische Parteien momentan stärker?<br />
Wem geht es gut in Europa?<br />
Was ist der Traum von Europa?<br />
Ich habe einen Traum! Und du?</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Kennt ihr eigentlich schon unseren <a href="https://www.instagram.com/meintestgelaende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Instagram-Account</strong></a>? Dort haben wir heute auch noch ein Video der Story-Teller für euch!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Behindert</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/05/behindert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2019 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=11402</guid>

					<description><![CDATA[Am heutigen Sonntag findet unter dem Motto &#8222;Mission: Inklusion&#8220; der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. In Berlin beispielsweise geht eine große Demonstration an den Start &#8211; weitere Infos dazu findest du auf der Webseite des Protesttags. Und hier auf meinTestgelände präsentieren wir euch einen Text der Story-Teller &#8211; geschrieben hat ihn]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am heutigen Sonntag findet unter dem Motto &#8222;Mission: Inklusion&#8220; der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. In Berlin beispielsweise geht eine große Demonstration an den Start &#8211; weitere Infos dazu findest du auf der <em><a href="http://www.protesttag-behinderte.de/#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webseite des Protesttags</a></em>. Und hier auf meinTestgelände präsentieren wir euch einen Text der Story-Teller &#8211; geschrieben hat ihn Birgit Hohnen. Viel Spaß beim Lesen!</strong></p>
<p><span id="more-11402"></span></p>
<p>Ich lebe mit Behinderung. Und das ist eben so. Und manchmal habe ich Wut darauf. Aber. Ich bin wie ich bin, und ich bin auch anders. Alle sind anders. Das ist auch Gleichheit. Ich habe einen Behindertenausweis, also bin ich behindert. Das ist wie es ist. Ich bin wie ich bin. Das kann man und braucht man nicht heilen. Das ist mein eigener Standard. Wenn ich meinen Kopf zur Seite lege, habe ich eine Schaukelfunktion. Das ist eine Funktion, die ich mir aber nur vorstelle. Ich kenne einen, der hat eine echte Schaukelfunktion. Der hat nur seine Schaukelfunktion und sonst nix, glaube ich. Jeder hat so seine Funktion.</p>
<p>Ich frage mich ernsthaft: Warum schreibt man über Behinderung und nicht einfach über sich? Ich denke nach. Ich bin ein Mensch, der sich äußert. Ich habe etwas beizutragen. Ist man behindert, weil man nicht gehen kann, weil man anders denkt oder weil man eine andere Logik oder Logistik hat? Ist man behindert oder wird man behindert? Und: Ist man vielleicht auch talentiert?</p>
<p><em>Behindert, was das heißt?</em>&#8211; Behindert ist luftig leicht, schwer wie Blei, anstrengend meist, Quäle-Seele. Mensch geht oder humpelt oder fährt im Rollstuhl. Manche können ohne Rollstuhl nicht gehen. Die Barrieren sind nervig. Barrieren behindern. Mit Rollstuhl ist nervig, mit Behinderung in Gesicht oder Gehirn oder Körper oder Bewegung ist nervig; weil andere Menschen komisch gucken und denken: Oho, behindert! Es gibt Leute, die sehen mich und kennen mich nicht. Die denken, ich bin vielleicht ein UFO. Ich bin groß und dünn. Ich kann singen und tanzen. Ich fahre mit der S-Bahn. Ich stehe morgens früh auf, dusche, esse, gucke auf die Uhr: Wann muss ich los? Manchmal früher, manchmal später. Ich arbeite im Theater. Ich bin unterschiedlich drauf: traurig, sauer, böse, lustig, fröhlich, verliebt, Daumen hoch oder runter oder mittel. Ich finde gut an mir, dass ich ein toller Mensch bin, ein lustiger Typ. Ich kann mit Leuten reden; auch wenn ich mal Probleme habe. Ich kann getrennte Wege gehen, wenn mir jemand Schlechtes sagt. Wenn ich in den Spiegel gucke, finde ich besonders schön, wie das Herz pocht. Und das Herz sagt: Ich bin bei dir, Kathi. (Kathi Bromka hat das Williams-Beuren-Syndrom, was das genau bedeutet, kann sie nicht sagen, sie vermutet: „Das hat mit dem Herz zu tun. Nachts ruhe ich mich aus; ich wache morgens auf und bin ein neuer Mensch.“)</p>
<p><em>Was ich sage auf die Frage: Sind Sie behindert?</em>– Wenn mich jemand fragt, ob ich behindert bin, könnte ich sagen: Sind wir nicht alle ein bisschen behindert? Mich ärgert, dass bei uns Menschen mit Unterstützungsbedarf oft mehr auf unsere Schwächen als auf unsere Stärken gesehen wird. Ja, wir haben schon so unsere Probleme. Aber die hat doch jeder. Kein Mensch ist vollkommen. Jeder sollte akzeptiert werden wie er ist, solange er nicht anderen etwas tut. (Michael Schumacher hat Asperger-Autismus, Pazifismus und wünscht sich eine Welt ohne Schubladen voll Vorurteilen.)</p>
<p>Ich bin nicht vom Mars! (Peter Burhorn)</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Stöbert doch mal ein bisschen im Profil der Story-Teller herum😊</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist denn ein Junge?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/04/was-ist-ein-junge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2019 07:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ihn ein Mitschüler fragte, ob das „ein Junge oder ein Mädchen sei“, fragte Johannes zurück: „Was ist denn ein Junge?“ Dieser Frage hat er sich für den folgenden Text angenommen und wunderbare Antworten gefunden. Lest selbst! Klingt plakativ, ich weiß, allerdings habe ich genau diese Frage vor einiger Zeit einem Mitschüler gestellt, nachdem er]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem ihn ein Mitschüler fragte, ob das „ein Junge oder ein Mädchen sei“, fragte Johannes zurück: „Was ist denn ein Junge?“ Dieser Frage hat er sich für den folgenden Text angenommen und wunderbare Antworten gefunden. Lest selbst!</strong></p>
<p><span id="more-11350"></span></p>
<p>Klingt plakativ, ich weiß, allerdings habe ich genau diese Frage vor einiger Zeit einem Mitschüler gestellt, nachdem er mich fragte, ob das &#8222;ein Junge, oder ein Mädchen&#8220; sei.</p>
<p>Keine Sorge, ich will mich hier nicht an einer wissenschaftlich korrekten, biologischen Definition versuchen, ich möchte diese Frage viel mehr aus philosophischer Sicht betrachten.</p>
<p>Zunächst sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass es grundsätzlich völlig egal ist, wie, oder &#8222;als was&#8220; man sich identifiziert. Wenn Du dich mit dem Geschlecht &#8222;Baum&#8220; und mit den Pronomen &#8222;peng&#8220;, sowie &#8222;cheng&#8220; wohler fühlst, als mit &#8222;er&#8220; und &#8222;ihm&#8220;, beziehungsweise dem männlichen Geschlecht, toleriere ich das nicht nur, sondern befürworte dies. Da jeder Mensch sein Leben in vollsten Zügen genießen und sich in jeder Situation so wohl wie irgend möglich fühlen sollte. Wenn ein anderes Geschlecht oder andere Pronomen das in Deinem Fall unterstützen, sehe ich keinen plausiblen Grund, der dagegen spricht mich dem anzupassen.</p>
<p>Nun aber zurück zu dem eigentlichen Thema &#8222;Was ist ein Junge?&#8220;. Aus meiner Sicht lässt sich das recht einfach beantworten: jeder Mensch, der sich männlich, beziehungsweise als Junge / Mann fühlt.</p>
<p>Denn ich bin der Ansicht, dass kein behördliches Papier dieser Welt aussagekräftiger ist, als das persönliche Empfinden des betroffenen Menschen. Jeder Mensch ist unterschiedlich und das ist es, was ihn perfekt macht.</p>
<p>Ich weiß, das klingt nach einem dieser blöden Kindergottesdienst Sätze, aber er ist nichtsdestotrotz wahr. Bitte versucht das zu verinnerlichen und diesem Grundsatz entsprechend eure Mitmenschen zu behandeln.</p>
<p>In Friede und Liebe.  ~Johannes.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Was ist eigentlich typisch Junge bzw. typisch Mädchen? Die WHS Hidden Talents haben <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/01/typisch-maedchen-typisch-junge/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ein Video</strong></a> dazu gemacht.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier gibt es einen Text von den Sunrise Writers <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/maedchen-sein-2/" target="_blank" rel="noopener"><strong>über&#8217;s Mädchen sein</strong></a>. Ganz untypisch.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rassismus im Alltag: Woher kommst du?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/04/rassismus-im-alltag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hollies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2019 07:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[„Woher kommst du? Woher kommst du wirklich?“ Solche Fragen können so richtig nerven. Denn nicht immer steckt dahinter aufrichtiges Interesse. Manchmal scheinen die Fragenden damit sagen zu wollen, dass man in ihren Augen nicht zu Deutschland gehört. Die Mädchen der Redaktionsgruppe Hollies haben ein Video dazu gemacht. Mehr dazu: Religion, Aussehen, Herkunft – das alles]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Woher kommst du? Woher kommst du <em>wirklich?</em>“ Solche Fragen können so richtig nerven. Denn nicht immer steckt dahinter aufrichtiges Interesse. Manchmal scheinen die Fragenden damit sagen zu wollen, dass man in ihren Augen nicht zu Deutschland gehört. Die Mädchen der Redaktionsgruppe Hollies haben ein Video dazu gemacht.</strong></p>
<p><span id="more-11319"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Religion, Aussehen, Herkunft – das alles hat mit der Nationalität nichts zu tun. In <strong><u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/03/ich-bin-deutscher/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ich bin Deutscher</a></u> </strong>erklärt Sivaz, warum.</li>
<li><strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/03/go-back-to-your-country/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Go back to your country</span></a> </strong>– für unseren geflüchteten Autor ist dieser Satz leider allzu bekannt.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Körper sein!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/11/koerper-sein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hollies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2018 07:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Körperbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeden Tag werden wir in Sozialen Medien und in der Werbung mit fast unerreichbaren Schönheitsidealen konfrontiert. In dem Film &#8222;Körper sein!&#8220; beschreiben die Hollies wie schwer das Gefühl wiegt, diesen Idealen nicht zu genügen, den eigenen Körper zu hassen und wegen ihm gehasst zu werden. Gleichzeit zeigen sie wie verschieden Körper sind und wie wichtig]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Jeden Tag werden wir in Sozialen Medien und in der Werbung mit fast unerreichbaren Schönheitsidealen konfrontiert. In dem Film &#8222;Körper sein!&#8220; beschreiben die Hollies wie schwer das Gefühl wiegt, diesen Idealen nicht zu genügen, den eigenen Körper zu hassen und wegen ihm gehasst zu werden. Gleichzeit zeigen sie wie verschieden Körper sind und wie wichtig es ist, sich selbst zu akzeptieren.</b></p>
<p><span id="more-11142"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mit dem Film <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/09/68-bpm/"><strong>68 Bpm</strong> </a>setzen die Hollies ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung.</li>
<li>Und in <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/05/beeinflussen-models-unser-selbstwertgefuehl/">diesem Text</a></strong> geht es darum, ob Models unser Selbstwertgefühl beeinflussen.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Identität</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/10/identitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2018 07:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Verschiedene Autor*innen der story-teller haben sich mit dem Thema Identität beschäftigt. Dabei geht es vor allem um die Fragen: Wie sehe ich mich selbst? Wie sehen mich andere? Und was brauche ich, um zufrieden zu sein? Herausgekommen sind wunderbare Texte, die ihr unbedingt lesen solltet. Dennis Seidel: Wer bist du? &#8211; Ich bin Dennis Seidel]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Verschiedene Autor*innen der story-teller haben sich mit dem Thema Identität beschäftigt. Dabei geht es vor allem um die Fragen: Wie sehe ich mich selbst? Wie sehen mich andere? Und was brauche ich, um zufrieden zu sein? Herausgekommen sind wunderbare Texte, die ihr unbedingt lesen solltet.</strong></p>
<p><span id="more-10986"></span></p>
<p><strong>Dennis Seidel:</strong></p>
<p>Wer bist du? &#8211; Ich bin Dennis Seidel und bin am 12.11.1979 in Hamburg Eppendorf geboren worden. Meine Größe ist 1,63. Meine Hobbys sind: Schreiben, Reisen, Lesen, Shoppen gehen, mit Bus und Bahn durch Hamburg fahren, Musik hören. (Linda Hesse), Freunde treffen, Malen und Zeichnen, im Internet recherchieren, mich verkleiden.<br />
Meine Staatsangehörigkeit ist deutsch, ich kann aber auch ein bisschen Englisch. Ich bin 38 Jahre alt. Mein Familienstand ist ledig.<br />
Ich mag gerne Hunde, meine Eltern und mein Bruder haben ja zwei Hunde, einen großen Mischling aus Golden Retriever und Berner Sennenhund und einen kleinen Mops.<br />
Ich habe eine körperliche Behinderung, weil ich mit nur einer Niere zur Welt gekommen bin, deswegen kann ich keine schweren Sachen tragen.<br />
Ich arbeite in einer Theatergruppe für Menschen mit Handicap in Hamburg St. Pauli.</p>
<p><strong>Wie sehen dich andere Menschen?</strong> &#8211; Andere Menschen sehen mich als normalen Mitbürger Hamburgs, sie merken es mir nicht an, dass ich anders bin als sie, nur bei stark besoffenen Leuten und laut pöbelnden Fußball-Fans bin ich etwas vorsichtig, ich bin schon ein paar Male in der Bahn, im Bus oder auch zu Fuß auf dem Weg zur Arbeit blöd angemacht worden.</p>
<p><strong>Fragen zum Thema Identität von Dennis Seidel</strong></p>
<p>Wo kommen Sie her? Wann sind Sie geboren und wo? Wie ist Ihr Familienstand?<br />
Was sind Ihre Hobbys/Interessen? Wie groß sind Sie? Haben Sie ein Haustier?<br />
Haben Sie Kinder? Wo arbeiten Sie?<br />
Sind Sie Raucher/in, trinken Sie Alkohol? Wo waren Sie schon mal im Urlaub?<br />
Was ist Ihr Lieblingsessen? Was lesen Sie gerne? Was hören Sie für Musik?</p>
<p><strong>Matti Wustmann:</strong></p>
<p>Ich definiere mich selbst aus einer Kombination von vielen Dingen.<br />
Zum Beispiel bin ich ein Zeichner, und ich schreibe hin und wieder auch Texte.<br />
Aber das allein macht mich noch nicht als ganzes aus.<br />
Ich habe eine chronische Erkrankung, die Teile meines Alltags bestimmt.<br />
Aber ich lebe damit und mein Leben wird nicht zu 90% davon beeinträchtigt, auch wenn es etwas ist, das niemals vollkommen selbstverständlich sein darf.<br />
Meine geistigen und gesundheitlichen Stärken und Schwächen sind auch nur Einzelteile.<br />
Meine Identität möchte ich auch nicht auf einzelne Dinge reduzieren, die ich mag oder nicht mag.<br />
Ich muss nicht alles was ich mag und/oder liebe in Diskussionen bis aufs Blut verteidigen.<br />
Ich muss nicht jede Meinung die nicht meiner entspricht in den Boden stampfen.</p>
<p>Ich bin<br />
Bruder<br />
Freund<br />
Kumpel<br />
Feind<br />
Enkel<br />
Onkel<br />
Cousin<br />
Bekannter<br />
Unbekannter<br />
Klugscheißer<br />
Nachdenker<br />
Besserwisser<br />
Faulpelz<br />
Nachfrager<br />
Ablehner<br />
Glückspilz<br />
Macher<br />
Konsument<br />
Zuhörer<br />
Fan<br />
Meckerkopf<br />
Gewinner<br />
Verlierer<br />
Genießer<br />
Kritiker<br />
Befürworter<br />
uvm.<br />
Ich bin ich</p>
<p><strong>Maria Thöne:</strong></p>
<p>Ich bin &#8230; Zuerst muss ich sagen, dass ich ein Mensch bin und Keine Maschine.<br />
Ich bin kreativ, schreibe gerne, dichte gerne humorvolle Gedichte und Song-Texte.<br />
Ich bin ein Mensch, der sich so schnell nicht von Rückschlägen beeindrucken lässt.<br />
Ich bin eine Kämpferin, und ich kann auf Durststrecken durchhalten.<br />
Ich war früher eine gute Läuferin und kämpfe jeden Tag darum optimistisch und reflektiert zu sein.<br />
Mir gelingt es oft auf meine innere Stimme zu hören und so mein Selbstvertrauen zu stärken.<br />
Ich beweise täglich, wo meine Stärken liegen und schaffe es manchmal richtig gut über mich hinauszuwachsen. Ich überrasche mich. Und habe gelernt vieles mit Humor zu sehen. Mein Galgenhumor ist manchmal einmalig. Und ich kann über mich selbst lachen.<br />
Ich besiegte immer wieder meine Ängste. Und bin mit dem Ergebnis zufrieden.<br />
Ich bin immer noch lernfähig.<br />
Ich bin zielorientiert. Ich bin ein Mensch, der aus einer Not eine Tugend macht. Not macht mich erfinderisch. Ich bin mutig und lasse mir gerne Mut machen.<br />
Natürlich habe ich auch schlechten Seiten. Die versuche ich nicht zu nutzen. Doch das sind eben meine Fehler und ich versuche sie nicht zu machen.Wenn ich einen gemacht habe, habe ich auch den Mut mich zu entschuldigen.<br />
Ich bin ein Mensch mit allen Emotionen. Und immer bemüht mein Bestes zu geben.<br />
Ich bin ein hilfreicher Mensch und mag es nicht ausgenutzt zu werden. Dann werde ich sauer.<br />
Ich mag Menschen, die mir wohlgesinnt sind und mir gut tun. Ich kann es nicht leiden, wenn jemand schlecht über mich redet und nicht den Mut hat es mir selbst zu sagen.<br />
Ich kann vieles verstehen und verzeihen. Nur wenn man mir wirklich Böses angetan hat, kann ich nachtragend und gemein sein. Ich bin ein liebenswerte Mensch und könnte keiner Fliege was zuleide tun. Ich bin sehr tierlieb und ein bisschen krank. Man nennt es Borderline. Doch dazu möchte ich nichts sagen. Mein Text ist nicht privat. Danke fürs Zuhören.</p>
<p><strong>Dennis Lange</strong></p>
<p>Wer bist Du?<br />
Ich bin ich.<br />
Ein Mensch<br />
unsicher<br />
ängstlich<br />
neugierig<br />
intelligent<br />
angeblich einfühlsam (Ich bin halt unsicher solche Beschreibungen meiner Person von Anderen anzunehmen).</p>
<p>Ich fühle meine Identität bedroht von: Gesellschaft, Staat, Mutter, also von Menschen, Situationen, Institutionen, die mich verunsichern, verängstigen, mich mich zurückziehen und verkriechen lassen.</p>
<p>Der schwerste Punkt in meiner Identitätsbildung, war der tiefste Punkt meiner Depression: nur im Bett liegend, kaum mehr essend, nicht mehr sein wollend. Ist das der Verlust der Identität?</p>
<p>Was ich brauche im Leben, fürs Leben ist einen positiven Blick auf meine Identität bzw. mein Sein. Und Bestätigung von Außen. Sonst: Rückzug, Fade away, nicht mehr sein wollen.</p>
<p><strong>Michael Schumacher:</strong></p>
<p>Wer bin ich!?<br />
Ich bin so wie ich bin.<br />
Wie ich genauer bin, hängt auch von Situationen und Menschen ab, mit denen ich mich gerade abgebe.<br />
Ich nehme wahrscheinlich also hin und wieder eine bestimmte Rolle ein.<br />
Das heißt auch, dass ich mich mit meinem Gegenüber identifiziere.<br />
Ich bin mal sehr nachdenklich, mal sehr gut aufgelegt, mal sehr mittfühlend, mal sehr geschafft, mal sehr angespannt, mal neutral, mal sehr gewissenhaft, mal sehr unsicher.<br />
Was mein allgemeines Ich angeht, kann ich sagen, dass ich sehr ruhig bin.<br />
Was hin und wieder zur Folge haben kann, dass ich leicht übersehen werde, obwohl ich mit Sicherheit viel zu sagen hätte.<br />
Ich bin offen für alles und jeden.<br />
Und eigentlich mag mich jeder.<br />
Es erzählen mir interessanterweise viele Menschen von ihren Sorgen oder Problemen.<br />
Das liegt bestimmt daran, dass ich ein sehr guter Zuhörer und meinem Gegenüber gegenüber sehr offen bin.<br />
Viele Dinge nehme ich in meinem Inneren auf.<br />
Ich bin auf jeden Fall ein sehr introvertierter Mensch.<br />
Darüber hinaus habe ich auf jeden Fall eine sehr soziale Ader, die stets gut ankommt.<br />
Das alles ist meine persönliche Identität.</p>
<p>Zur Identität gehört &#8211; sich selber so zu akzeptieren wie man ist &#8211; seine Besonderheiten als Gewinn sehen, weil niemand so ist wie man selber &#8211; gut mit sich selbst zu sein &#8211; seine Fehler und Schwächen zu akzeptieren, weil kein Mensch vollkommen ist &#8211; sich selber mögen, weil jemand Andere nur mögen kann, wenn er sich auch selber mag &#8211; Freiräume für sich zu haben &#8211; eine eigene Meinung &#8211; nicht immer funktionieren zu müssen, sondern Sachen auch mal sein zu lassen, wenn nichts mehr geht &#8211; seine Probleme offen auszusprechen &#8211; ehrlich mit sich selber zu sein &#8211; und sich selber treu bleiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Auch die HeRoes haben sich mir Identität(en) beschäftigt, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/04/jungs-und-ihre-identitaeten/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ihren Text könnt ihr hier lesen</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">In &#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/09/ja-so-bin-ich-2/" target="_blank" rel="noopener"><strong>JA! So bin ich</strong></a>&#8220; von den story-teller geht es ebenfalls darum sich selbst zu akzeptieren.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ja, so bin ich!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/ja-so-bin-ich-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[story-teller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2018 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Oft suchen wir nach einem Zustand der Zufriedenheit und meinen, wir finden diesen wenn wir uns neue Klamotten kaufen, in den Urlaub fahren oder durch das Gefühl, von anderen Menschen gemocht zu werden. Doch die Texte, die wir euch heute von den story-tellern präsentieren, zeigen, dass der Anfang aller Zufriedenheit in der Selbstakzeptanz liegt. Ja,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oft suchen wir nach einem Zustand der Zufriedenheit und meinen, wir finden diesen wenn wir uns neue Klamotten kaufen, in den Urlaub fahren oder durch das Gefühl, von anderen Menschen gemocht zu werden. Doch die Texte, die wir euch heute von den story-tellern präsentieren, zeigen, dass der Anfang aller Zufriedenheit in der Selbstakzeptanz liegt.</strong></p>
<p><span id="more-10925"></span></p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich!</em> von Michael Schumacher</strong></p>
<p>Viele Menschen reden mit mir über Dinge, die sie gerade so bewegen.<br />
Deswegen würde ich von mir behaupten, dass ich stets ein offenes Ohr für jeden habe, ohne mich jetzt selber zu sehr loben zu wollen.<br />
Menschen, die mir vertraut sind, wollen gern meine Meinung zu etwas hören.<br />
Sie wissen, dass meine Meinung stets gut ist.<br />
Zu meiner Person kann ich sagen, dass ich von Natur aus eine ruhige Person bin. Privat zumindest.<br />
Auf der Bühne lass ich es aber stets krachen. Einige Menschen sind dann immer ganz erstaunt. Sie sagen dann soetwas wie: &#8222;Ich habe ihn gar nicht wiedererkannt. Sonst sagt er doch so gut wie nie was.&#8220; Menschen, die dies von sich geben, sind Menschen, die nicht so über mich Bescheid wissen.<br />
Diese Menschen sprechen mich aber nicht direkt an.<br />
Das ist ein Punkt, der mit meinem Asperger-Syndrom zusammenhängt.<br />
Die Kontaktaufnahme mit Menschen kann sich bei mir als schwierig gestalten.<br />
Das ist vielleicht eine Schwäche.<br />
Aber man muss Besonderheiten zu verstehen wissen.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich!</em> von Kathi Bromka</strong></p>
<p>Es gibt Leute, die können mich nicht sehen und kennen mich nicht. Ich bin: ein UFO vielleicht. Ich sehe anders aus. Ihr könnt das testen. Oder tasten. Haare: braun, dunkelbraun und fettig. Die Nase: weich und krumm und Ah! Das war zu fest. Meine Haut ist auch weich. Au! Nicht kneifen. Ich bin groß und dünn. Ich kann singen und tanzen. Ich fahre mit der S-Bahn. Ich stehe morgens früh auf, dusche, esse, gucke auf die Uhr: Wann muss ich los? Manchmal früher, manchmal später. Ich fahre bis Berliner Tor, da steige ich aus, um und fahre mit Kevin nach Bergedorf. Ich arbeite im Theater. Ich bin unterschiedlich drauf: traurig, sauer, böse, lustig, fröhlich, verliebt, Daumen hoch oder runter oder mittel. Ich finde gut an mir, dass ich ein toller Mensch bin, ein lustiger Typ. Ich kann mit Leuten reden; auch wenn ich mal Probleme habe. Ich kann getrennte Wege gehen. Wenn mir jemand Schlechtes sagt, gehe ich weg. Wenn ich in den Spiegel gucke, finde ich besonders schön, wie das Herz pocht. Und das Herz sagt: Ich bin bei dir, Kathi.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich</em> von Jan Thibout</strong></p>
<p>Leider bin ich aufgrund meiner schweren letzten Jahre nicht besonders positiv. Veränderungen stellen Menschen vor Herausforderungen. Inzwischen sind mir Selbstbespiegelungen zuwider. Aufgrund meiner Krankheit ist mir vieles bewusst geworden. Zum Beispiel auch, dass Erwachsenwerden bedeutet, dass manche Wunschvorstellungen gegen Realität ausgetauscht werden müssen. Inzwischen versuche ich mich an meinen Möglichkeiten zu orientieren und mich weniger über meine Schwächen zu ärgern. Obwohl ich eigentlich &#8222;erwachsen&#8220; bin, muss ich noch viel lernen. Ich habe mir früher oft Gedanken um mich und die Welt gemacht. Jetzt verbringe ich die meiste Zeit damit, mit Alltag und Problemen zu kämpfen. Da mir meine Angststörung sehr zu schaffen macht. Das ist eine Form der Anstrengung, die mich blockiert. Früher habe ich mich mit Politik oder Philosophie beschäftigt. Jetzt versuche ich überhaupt zu arbeiten, eine ambulante Therapie zu machen und mein Leben auf die Beine zu bekommen.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich!</em> von Carsten Schnathorst</strong></p>
<p>Ich bin ein Träumer. Ich bin kein Mensch für die Realität. Ich will auch kein Realist werden. Ich denke immer, wer Realist ist, hat keinen Platz für Träume. Ich bin auch oft trotzig. Tja, ich kann und will nicht einfach alles hinnehmen, was man mir vorsetzt. Ja, so bin ich!</p>
<p>Ich kann auch anders. Ich bin auch ein Harmoniemensch. Ich hasse Streit, obwohl ich auch trotzig bin. Wenn Andere streiten, krieg ich zu viel. Da will ich, dass es aufhört, aber schnell!</p>
<p>Ich interessiere mich für Sprachen, Musik und auch Folklore aus anderen Ländern. Ich singe gerne und treffe mich mit Freunden. Dat bin ick och!</p>
<p>Vielleicht ahnt man, dass ich auch gerne Quatsch erzähle. Macht nüscht. Manchmal könnte ich mich selber hassen. Man sagt ja, man solle sich lieben. Aber wenn ich eine Beziehung mit mir selber hätte, würde ich mich verlassen. Naja, manchmal oder meistens zumindest. Egal. Das war&#8217;s erst mal. Ciao, Carsten.</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich</em> von Birgit Hohnen</strong></p>
<p>Ich bin ein Mensch und erwachsen. Ich lebe mit meiner Behinderung und kann damit umgehen. Ich bin sehr glücklich, dass ich in einer Wohngruppe inmitten der Stadt leben kann und dass ich einen besseren Arbeitsplatz habe, wo ich Musik und Texte mache. Angebote und Aktivitäten sind toll. Ich kann mich mit Freunden und Familie austauschen und sagen, was ich machen möchte. Das ist wichtig. Ich bestimmte selber, wann ich essen will und wann ich ins Bett gehe und aufstehe. Das ist mein Leben. Ich bin glücklich und fühle mich frei. Ich kann meine Selbstständigkeit ausleben; die Selbstständigkeit ist ganz wichtig für mich. Das ist mein Standpunkt; dabei haben die Betreuer nicht mitzureden. Wie es für mich noch besser werden kann? Ich will nicht immer so schnell in den Stressmodus kommen, sondern mir in Ruhe Sachen überlegen.</p>
<p>Ich gestalte mein Leben selbst; ich treffe meine Entscheidungen alleine. Ja, so bin ich. Ja, so lebe ich. Ja, so will ich sein. Von meiner Richtung ist wichtig, dass man in seine Situation sieht und weiß: Ich will sein und bleiben wie ich bin. Wenn ich selbstständig sein will, muss ich wissen, was ich will oder kann. Ich will zum Beispiel laufen können. Ich kann das nicht, aber ich kann daran arbeiten. Man kann mir zum Beispiel sagen: Wisch den Tisch ab. Oder: bring die Wäsche in den Sack. Das sind so Sachen mit Bitte und Danke. Ich hole viel raus aus meiner Arbeit und schaffe viel. Ich bin eine Kämpferin! Ich bin eine Texterin! Ich bin gut so wie ich bin!</p>
<p><strong><em>Ja, so bin ich</em> von Melanie Lux</strong></p>
<p>Ich möchte heute mal was richtig Schönes und Positives über mich schreiben&#8230; Meine Stärken: Ich bin für meine Freundinnen und Freunde da und kann gut zuhören, wenn sie mal Probleme haben. Außerdem bin ich sehr hilfsbereit. Ich habe viel Fantasie und bin sehr kreativ und ich habe viel Freude an der Kunst. Ich schreibe zum Beispiel supergerne spannende Romane, und ich kann sehr gut schauspielern. Mir macht es auch großen Spass Comicgeschichten zu gestalten. Die Kunst spielt in meinem Leben eine große Rolle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Diesen Liebesbrief hat Mare <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/du-bist-schoen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>an sich selbst geschrieben</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Ein Statement <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/07/ich-bin-richtig/" target="_blank" rel="noopener"><strong>gegen den Stress mit der Körpernormierung</strong></a> von den Hollies gibt es hier.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sophia Pythagoras &#8211; Die Entstehung der Heterosexualität</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/entstehung-heterosexualitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jeco]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2018 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute stellen wir euch unsere neue Autorin Sophia Pythagoras vor: Sie hat sich im Rahmen eines Projekts mit der Frage auseinandergesetzt, seit wann es eigentlich das Konzept der Heterosexualität gibt und woher es kommt. Heraus gekommen ist ein spannender Kurzfilm, den Sophie nicht nur selbst gedreht hat &#8211; auch alle Zeichnungen sind handgemalt und bewegt!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute stellen wir euch unsere neue Autorin Sophia Pythagoras vor: Sie hat sich im Rahmen eines Projekts mit der Frage auseinandergesetzt, seit wann es eigentlich das Konzept der Heterosexualität gibt und woher es kommt. Heraus gekommen ist ein spannender Kurzfilm, den Sophie nicht nur selbst gedreht hat &#8211; auch alle Zeichnungen sind handgemalt und bewegt!</strong></p>
<p><span id="more-10917"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Die lange Version des Films könnt ihr <a href="https://youtu.be/RpNz54wc3BI" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier nachschauen</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier könnt ihr euch eine Bildergeschichte zum Thema „<a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/04/auf-dem-sprung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ehe für alle</strong></a>“ anschauen.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Über Jungen und Mädchen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/ueber-jungen-und-maedchen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Sep 2018 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Im neusten Beitrag unserer Redaktionsgruppe „Was geht Almanya?!“ haben sich sechs junge Menschen über ihre persönlichen, aber auch über gesellschaftliche Vorstellungen von „Was bedeutet es Mädchen bzw. Junge zu sein“ unterhalten und ihre Statements in diesem Video zusammengefasst. Schaut rein! Mehr dazu: In diesem Text von Johannes gehts es darum, was eigentlich ein Junge ist&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im neusten Beitrag unserer Redaktionsgruppe „Was geht Almanya?!“ haben sich sechs junge Menschen über ihre persönlichen, aber auch über gesellschaftliche Vorstellungen von „Was bedeutet es Mädchen bzw. Junge zu sein“ unterhalten und ihre Statements in diesem Video zusammengefasst. Schaut rein!</strong></p>
<p><span id="more-10897"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>In diesem Text von Johannes gehts es darum, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/02/was-ist-denn-ein-junge/" target="_blank" rel="noopener"><strong>was eigentlich ein Junge ist</strong></a>&#8230;</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">&#8230;und in diesem Text von den Sunrise Writers darum, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/maedchen-sein-2/" target="_blank" rel="noopener"><strong>was denn ein typisches Mädchen sein soll</strong></a>.</span></li>
</ul>
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