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	<title>Homosexualität &#8211; meinTestgelaende.de</title>
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		<title>Queer und exklusiv</title>
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		<dc:creator><![CDATA[BvC]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
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					<description><![CDATA[Die queere Community musste harte Kämpfe für mehr Akzeptanz und Selbstbestimmung austragen und hat dabei viel erreicht. Diskriminierung ist deshalb natürlich trotzdem nicht verschwunden und findet auch innerhalb der marginalisierten Gruppen selbst statt. Wir freuen uns, unseren neuen Autor BvC begrüßen zu dürfen. Viel Spaß mit seinem starken Essay über Intersektionalität und Subkultur. Es ist]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die queere Community musste harte Kämpfe für mehr Akzeptanz und Selbstbestimmung austragen und hat dabei viel erreicht. Diskriminierung ist deshalb natürlich trotzdem nicht verschwunden und findet auch innerhalb der marginalisierten Gruppen selbst statt. Wir freuen uns, unseren neuen Autor BvC begrüßen zu dürfen. Viel Spaß mit seinem starken Essay über Intersektionalität und Subkultur.</strong></p>
<p><span id="more-16458"></span></p>
<p><span data-contrast="auto">Es ist mir schwergefallen, noch nachzuvollziehen, wie viele queere Menschen mir im Laufe der Zeit von Übergriffen und Ausgrenzungen berichteten – und das oft nicht etwa im Kreise konservativer Elternhäuser, sondern von anderen Queers.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> Ersteres wäre wahrscheinlich auch ein Symptom, das hier auffällig öfter vorkommt, in den neuen alten Bundesländern. Solche Beobachtungen aus der queeren Community selbst nehme ich allerdings ungeachtet der geografischen Herkunft wahr. </span><span data-contrast="auto">Heute sind in Deutschland rund 95% für ein gesetzliches Diskriminierungsverbot von queeren Menschen, über 83% sind für die Möglichkeit der gleichgeschlechtlichen Ehe, knapp 80% empfinden keine persönliche Abneigung oder Ablehnung gegenüber Trans-Menschen. </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Diese Hippies von damals haben gewonnen und diese Toleranz reicht sogar bis in heutige konservative Milieus hinein. Was die queere Gemeinschaft so erreichte, gesellschaftlich, politisch, kulturell, ist heute spürbarer denn je.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Das alles legt den Eindruck nahe, dass ich und andere queere Menschen in einer durch und durch inklusiven, toleranten, progressiven Blase leben.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Zu Anfang war das für mich auch alles spannend und ich bin dem positiv begegnet. Mit der Zeit setzte aber eine Ernüchterung, fast schon Skepsis ein.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Denn auch wenn das heutige gesellschaftliche und kulturelle Selbstverständnis derart progressiv durchdrungen ist, so zeigen sich im persönlichen Zusammenleben mit queeren Menschen doch immer noch Türen und Schranken, die sich nicht oder nicht einfach für alle öffnen lassen.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Über queere Abgrenzung und Exklusion:</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"><br />
</span><span data-contrast="auto">Vorneweg &#8211; Ein faktischer Ausschluss von Menschen und Abgrenzung aus bestimmten sozialen Räumen kann meines Erachtens grob eingeteilt werden in einen beabsichtigten und natürlichen Ausschluss.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Eine Abgrenzung ist erstmal nichts per se Schlechtes, im Gegenteil. Sie ist Voraussetzung für Pluralität und gibt der Community überhaupt erst den bunten Touch, für den sie bekannt ist. Nicht alle können in andere abgegrenzte Gruppen eindringen, was total fair und in Ordnung ist. Ich kann als Cis-Mann kein Teil der FLINTA*- oder Trans*-Menschen-Gemeinschaft sein. Ich kann mich solidarisch zeigen, unterstützen, wo es geht, gewünscht ist und in Frieden sowie Solidarität zusammen leben.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Abgrenzung funktioniert aber natürlich auch als Ausgrenzung, als Methode der Selbsterhöhung, also aus negativer Begründung.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich beziehe mich hierbei auf meine eigenen Eindrücke, beispielhaft aus der schwulen Szene. Man bekommt schnell den Eindruck, dass in dieser einige begrenzende, fast schon determinierende Faktoren unausgesprochen existieren.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ein Faktor, beispielsweise: das Aussehen. Soweit, so offenkundig. </span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Klar &#8211; es gibt unterschiedliche Geschmäcker, Kinks, Menschen, die sehr wenig bis gar keinen Wert auf Äußerlichkeiten legen, aber für die breite Masse sind Aussehen, auch orientiert an popkulturellen Idealen und Vorbildern nun mal ein sehr entscheidender Faktor. Die gesamte Dating-App-Industrie beruht bekanntermaßen genau darauf.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Hinter vielen dieser Begründungen stehen aber manchmal problematische Einstellungen. Erst später verstand ich, dass manche Kommentare meines Ex-Freunds, wenn es um seine “Präferenzen” beim Aussehen anderer Typen ging, versteckter Rassismus und Lookism waren, also die Herabsetzung eines Typen, wegen seines Körpers, der in seinen Augen einem übergeordneten Schönheitsideal nicht entspricht.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Mit 19 unterhielt ich mich auf einer queeren Party mit jemandem, etwa in meinem Alter, groß, breit und poc. Wenn ich mich richtig erinnere, kamen seine Großeltern aus zwei unterschiedlichen afrikanischen Staaten. Ich fragte sinngemäß und leicht angetrunken, wie vernetzt er mit anderen “Gays” in dieser Stadt ist, die mir persönlich relativ neu war. Er meinte, dass er &#8222;kaum&#8220; jemanden gut kenne, bzw. nicht viele Gays in seinem Freundeskreis hat, aber er wohne dort nicht erst seit kurzem. Damals war es auf dieser Party eine unangenehme Vermutung, die mir im Hinterkopf saß, die mir selbst irgendwie auch peinlich war oder mich zumindest so fühlen ließ. Es war aber kein Gedanke, den ich so unmittelbar ansprach.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Für mich ist das nur ein Beispiel von einigen dafür, dass mutmaßlich in den queeren Kreisen, in denen ich mich bewegte, Rassismus durchaus ein Problem war. Erst neulich fand mich die Nachricht, dass ein ehemaliger Freund aus der Zeit jetzt bei der AfD ist. Ich war wohl zu der Zeit privilegiert genug, um nicht zu merken, dass ich in solchen Strukturen steckte, solche Tendenzen genau vor meinem Auge ausgelebt wurden.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Auch das Aussehen, nicht aus rassistischer Motivation, sondern orientiert an idealisierter Popkultur, erfuhr ich als Mittel der Ausgrenzung und das auch nicht immer als Beobachter. Kaum jemand lässt sich von all den Problemen gänzlich ausnehmen. In einer queeren Gruppe, in der ich mich bewegte, waren auch nicht alle aus dem Model-Katalog ausgeschnitten, meine Person eingeschlossen. Wie abfällig aber teilweise über Typen, die auch zu dieser Gruppe gehörten, geredet wurde, während diese abwesend waren, war einer der Hauptgründe, mich von diesen Menschen loszusagen. Für die einen war es klar, dass -er- mit dem Körper, in dieser Gruppe “nichts reißen” wird und für die anderen war klar, dass -er- mit dieser Nase nie den Typen kriegt, für den er gerade schwärmt.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">“Und sie lassen dich spür’n, Sie können dich gut leiden, doch manche der Türen werden ein Leben lang zu bleiben” sang mal Kraftklub in einem etwas anderen Kontext.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Was ich mit diesen kleinen Erzählungen zeigen möchte: Auch wenn das am Anfang alles recht theoretisch klang &#8211; determinierende Faktoren, Durchdringung von subkulturellen Grenzen, etc. &#8211; hinter diesen Begriffen stecken am Ende ganz persönliche Zweifel am Selbstwert, Einsamkeit, Angst vor Identitätsverlust, der psychische Schmerz von Menschen. Wie jede Gemeinschaft birgt auch die queere Szene ihre eigenen, oftmals kultivierten Probleme – nicht minder gravierend, jedoch ebenso menschlich. Mal unterschiedlich, mal weniger intensiv, aber definitiv existent. Diesen inneren Widerspruch zum popkulturellen Image dieser Community zuzulassen, kann aber nur eine Stärke sein, da die Menschen in dieser Community nur so an diesen Problemen als Aufgaben arbeiten und wachsen können.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Identitäre Suchbewegungen als queere Person und Gruppen sind okay und normal, solange es keine pauschale negative Folgen für andere hat, nur aufgrund dessen, dass sie auf der anderen Seite der Grenze stehen. Im schlimmsten Fall fühlen sich die betroffenen Menschen in ihrem bisherigen queeren safe-space deplatziert, unwohl, ungewollt.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span><span data-contrast="auto">Reden wir über Inklusion in diesem Kontext, spricht man keinem Individuum irgendetwas ab, keine für sich stehende Subkulturen werden zu einem Brei nivelliert. Wir reden über die Durchdringung von abgegrenzten Gruppen, die bestimmte Merkmale eint oder ihre eigenen Merkmale erschufen. Diejenigen, die diese Durchdringung als etwas gewaltsames wahrnehmen, fürchten die Öffnung ihres Schutzraumes, das Relativieren und das persönliche Zweifeln an Ihrer kollektiven Identität. Auch erstmal keine Reflexe, die man gleich verurteilen könnte, wenn man sich mit queerer Geschichte auseinandergesetzt hat. Niemand hat das gerne auch von queerer Identität gelöst.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Gleichsam fehlte es in meinen Erfahrungen den Menschen und teilweise auch mir an einer dieser Community nachgesagten Sensibilität mit solchen Grenzen gut umzugehen und die Demut vor der Einsicht, dass die queere Szene keine bunte Ausnahme von solchen Problemen ist.</span><span data-ccp-props="{&quot;134245417&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559738&quot;:0,&quot;335559739&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}"> </span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Querpässe gegen Homophobie im Fußball</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2024/05/querpaesse-gegen-homophobie-im-fussball/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2024 11:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Out]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sport - Deine Story über Schweiß und Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ist IDAHOBIT (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*Feindlichkeit). Viele Fußballvereine zeigen heute die Regenbogenflagge auf ihren Social Media Accounts, geoutet hat sich aber noch kein aktiver Profifußballer in Deutschland. Johanna-Maria hat ihre Gedanken dazu für uns aufgeschrieben. Ein Coming-out ist immer ungewiss. Im Zentrum die Fragen: Wie werden meine Freunde reagieren? Was]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute ist IDAHOBIT (<span class="_ap3a _aaco _aacu _aacx _aad7 _aade" dir="auto">Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter* und Trans*Feindlichkeit). Viele Fußballvereine zeigen heute die Regenbogenflagge auf ihren Social Media Accounts, geoutet hat sich aber noch kein aktiver Profifußballer in Deutschland. Johanna-Maria hat ihre Gedanken dazu für uns aufgeschrieben.</span></strong><span id="more-16056"></span></p>
<p>Ein Coming-out ist immer ungewiss. Im Zentrum die Fragen: Wie werden meine Freunde reagieren? Was sagen meine Eltern dazu? Was macht das mit mir? Für viele Sportlerinnen und Sportler, besonders männliche Fußballer, hat ein Coming-out oft noch drastischere Konsequenzen. Sie fragen sich häufig: Werde ich dadurch meine Arbeit verlieren und einer gescheiterten Existenz gegenüberstehen?</p>
<p>Mit dem Outing des tschechische Fußballnationalspielers Jakub Jankto 2023 kam eine Bewegung ins Rollen, die nun auch in Deutschland angekommen zu sein scheint. In einem Land, in dem sich lange Zeit kein aktiver deutscher Fußballspieler geoutet hat, nehmen Thomas Hitzlsperger, Lucas Krzikalla und Marcus Urban eine Vorbildfunktion ein. Sie machten ihre Homosexualität öffentlich und gestanden, dem Verstecken &#8211; sich verstellen, leiden, klein machen, lügen zu müssen &#8211; endlich ein Ende setzen zu wollen.</p>
<p>Indem die Sexualität der Spieler zukünftig an einem Tag &#8211; dem 17. Mai &#8211; in den Vordergrund rückt, wird nicht nur deutlich, wie wichtig dieser Tag des Outings im Leben vieler ist, sondern auch, wie unwichtig die Sexualität im Sport zuvor immer war. Dass sowohl das Wissen als auch das Unwissen über die Sexualität der Spieler aber genauso keinerlei Auswirkungen auf sportliche Parameter hat, weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft.</p>
<p>Nicht die Spieler, die sich outen wollen, sollten sich fürchten müssen, sondern die Vereine, Zuschauer und Vorsitzenden, die diese Männer wegen ihrer Sexualität diskriminieren.</p>
<p>Der 17. Mai ist der Tag gegen Homophobie, angelehnt an den § 175 StGB, der über 24 Jahre sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte und ihre Verfolgung ermöglichte. Dieser Tag soll, vom schwulen-Jugendnationalspieler Marcus Urban initiiert, Mut machender Anlass für andere Fußballer sein, sich öffentlich in Gruppen zu outen. Damit spiegelt die Aktion etwas wieder, was derzeit auch schnell falsch verstanden werden kann: Dass Toleranz ein Trend ist, der an einem Tag im Monat auf seine Gültigkeit geprüft werden soll.</p>
<p>Was es braucht sind Vereine, die ihre Spieler im Spiel und Können unterstützen, nicht wegen oder trotz ihrer sexuellen Orientierung, Hautfarbe oder Religion, unterstützen, um tolerant wirken zu können. Sie müssen es auch leben und dabei verstehen, dass dieser Wandel im Fußball nicht leicht sein wird, stellt Fußball doch einen traditionsreichen, geschichtsträchtigen und besonders emotionalen Sport dar, in dem auch manch Freunde zu Feinden mutieren können. Es braucht vertrauliche Ansprechpartner, an die sich Fußballer anonym wenden können. Hier spielt die Kampagne von Benjamin Näßler eine große Rolle, die sich eine Erweiterung von Gesprächsangeboten durch Plakate für schwule Spieler zum Ziel gesetzt hat. Und zuletzt benötigt es eine Solidarisierung unter den Fußballern deutschlandweit, die signalisiert, dass Homosexualität akzeptiert wird und gegen Anfeindungen gemeinschaftlich vorgehen. Denn wer als die Spieler selbst haben es mehr in der Hand, den Diskurs über die Thematik zu lenken und anderen &#8211; Zuschauern, Trainern, Vorsitzenden, ein Vorbild zu sein? Betroffenen Spielern Sicherheit und Verständnis entgegenzubringen? Zu bestimmen, was toleriert wird und was eine Grenze überschreitet? Und dass immer die Gemeinschaft und der Sport im Vordergrund steht und die Tatsache, dass man sich wohlfühlen darf und soll für das, was und wer man ist. Quasi Querpässe von einem Spieler zum anderen, die keinen Platz für gegnerisches Einschreiten bieten und es ermöglichen, die Geschwindigkeit des Spieltempos zu kontrollieren.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Coming Out – Das bin ich</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/11/coming-out-das-bin-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johanna-Maria]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2021 07:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute vor genau einem Monat, nämlich am 11.10., war der Internationale Coming Out Day. Passend zu diesem Anlass präsentieren wir euch mit Freude den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Johanna-Maria. Sie hat sich den MDR DOK Film »Coming Out« angesehen, beschreibt im Text ihre Eindrücke aus dem Film und stellt spannende und schockierende Bezüge zu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute vor genau einem Monat, nämlich am 11.10., war der Internationale Coming Out Day. Passend zu diesem Anlass präsentieren wir euch mit Freude den ersten Beitrag unserer neuen Autorin Johanna-Maria. Sie hat sich den MDR DOK Film »Coming Out« angesehen, beschreibt im Text ihre Eindrücke aus dem Film und stellt spannende und schockierende Bezüge zu ihrem Alltag her, dem einer jungen Frau der Generation Z.      </strong></p>
<p><strong><span id="more-13593"></span></strong></p>
<p>Für gewöhnlich schaue ich selten Filme. Gerade solche, die Geschlechterklischees vertiefen, keine objektive Berichterstattung vorlegen können, oder schlicht und ergreifend keinen Mehrwert in Form einer ,,Message“ liefern, sind für mich uninteressant. Fast habe ich meinen Glauben in die Filmbranche verloren, da fiel mir der Film &#8222;Coming Out“ auf dem YouTube Kanal MDR DOK in die Hände. Thematisiert werden hier die Outings unterschiedlichster junger Menschen. Während wir einige hautnah und unzensiert bei ihrem Gespräch mit Eltern/Verwandten/Freund*innen verfolgen dürfen, legen andere ihren Weg der Selbstfindung und des ,,Andersseins“ dar. Die Reaktionen der Umstehenden: Teils liebevoll, wissend, akzeptierend bis hin zu erschütternden, menschenverachtenden und hasserfüllten Aussagen.</p>
<p>Der Film hat mich deshalb sehr emotional mitgenommen. Reale und oftmals erdrückende Videosequenzen. Eine klare Empfehlung also, denn einen so ungefilterten Einblick erfährt man selten, dazu später mehr.</p>
<p>Diese Filmentdeckung möchte ich mit Verweis auf den Coming Out Day (11. Oktober) 2021 zelebrieren. Als Erinnerung daran, dass wir nicht allein sind. Mein Appell: Seid stolz auf euch, ihr seid wundervoll! Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen meiner kleinen Stellungnahme.</p>
<p>Vor Kurzem wurde ich in der Schule in ein interessantes Gespräch verwickelt. Es ging um die Beinbehaarung bei Frauen*. Als Mädchen wurde ich hinzugezogen und nach meinen Erfahrungen gefragt. Es stellte sich heraus, dass die Mehrheit der in das Gespräch verwickelten (pubertierenden) Jungen dachte, Frauen* hätten keine Beinhaare und waren über die Widerlegung entsprechend schockiert. Weiter schien kein Verständnis dafür zu bestehen, dass nicht jede Frau* die Pille als Verhütungsmethode verwenden möchte. Die Nebenwirkungen seien verkraftbar und die Verweigerung ihrer Verwendung unverständlich, hieß es. Auf die Spitze wurde das Gespräch dadurch getrieben, dass mir einige Mitschüler*innen erklärten, dass sie nie Sexualkunde in der Schule gehabt hätten und von ihren Eltern nicht aufgeklärt worden wären. Schlussfolgend bleibt diesen Jugendlichen also nur die Aufklärung durch Funk und Fernsehen, worin eine große Gefahr besteht. Anders als im oben erwähnten Video führen erste Nachforschungen zu Geschlechtsidentitäten, Sexualität, Gender und der Selbstfindung aber zumeist zu eintönigen und falschen Quellen, eben dem &#8222;bereits bekannten&#8222;. Allein durch Recherchieren gelangt man durch Werbeanzeigen auf pornographisches Material, fake News, Hass, Pauschalisierungen. Das muss gar nicht offensichtlich geschehen. Oft reicht ein Klick auf die Überschrift ,,Bilder“ oder (Werbe-)Anzeigen, schon sieht man Bilder, die sexistischen Hintergrunds sind und in jungen Jahren negativ prägen; sie schaffen ein Weltbild, das als Norm dargestellt und Minderheiten ausschließen wird. Dass wir uns mit dem übermäßigen Konsum dieser Videos, Bilder und Texte keinen Gefallen tun, ist oft nicht präsent, doch dass Deutschland Weltmeister im &#8222;Porno-Gucken&#8222;** ist, ist nichts, auf das man stolz sein sollte – und birgt eine riesige Gefahr. 11 Jahre beträgt das Durchschnittsalter der Erstkonsument*innen von Pornos** und es wird ein surreales Bild von Liebe und Sex geschaffen – um nur einen Aspekt aufzugreifen. Und wieder einmal stelle ich unter Menschen fest, dass wir häufiger Diskurse führen und vor allem zuhören müssen. Das ausschweifende, aber dennoch erkenntnisreiche Gespräch im Schulgebäude wurde beendet und wir gingen befreit und erkenntnisreich auseinander. Es muss sich noch einiges ändern, insbesondere bei der medialen Darstellung.<br />
Wieso dieser Exkurs?</p>
<p>Für eine ach so aufgeklärte und reife Generation Z ist das ziemlich erschreckend und dennoch Alltag. Nie hatten wir einen dermaßen unbegrenzten Zugriff auf Informationen durch das Internet. Leider bewirkt das nicht, dass wir auch wirklich informierter durchs Leben gehen, sondern online die Aspekte aufgreifen, die uns am besten gefallen und unsere Meinung, auch Algorithmen bedingt, unterstreichen. Es beginnt bei der kaum geförderten Diskussionskultur und wird dadurch fortgeführt, dass wir verlernt haben, andere Meinungen auszuhalten und zu argumentieren. Erst seit dem 01.10.2017 gilt die Ehe für alle und wir haben es trotzdem nicht vollbracht, über Geschlechtervielfalt und Gleichberechtigung zu sprechen, ohne dass eine der Fronten resigniert das Handtuch wirft. Haben noch immer keinen (Sexualkunde)Unterricht, bei dem Heterosexualität nicht die Norm darstellt. Stattdessen wird geschwiegen, ignoriert und gehofft, alles regele sich von allein. Wir definieren uns über Mode, denn bereits jede*r zweite*r Deutsche legt Wert auf Marken.*** Dabei ist Individualität so wundervoll und wichtig. Hierzu möchte ich mich auf das Video ,,Coming Out“ beziehen, denn es spiegelt bei genauerem Hinsehen genau diese Probleme wider. Immer wieder beteuern die Eltern darin, sie hätten gewusst, dass ihr Kind bereits in jungem Alter diese Wahl getroffen hätte. Gesagt haben sie ihren Liebsten davon aber nichts, von ihrer stillen Vermutung über die Sexualität und das Leben ihrer Kinder. Die Kinder/Jugendlichen betonen während ihrer Gespräche immer und immer, dass sie keine Wahl getroffen hätten, dass es falsch sei, das zu behaupten und fragen, wann denn sie [ihre Eltern] entschieden hätten, heterosexuell zu sein. Diese Aussage wird auf der anderen Seite ignoriert. So wird der Diskurs fortgeführt und übrig bleiben Wut, Frust und Verletztheit, weil man trotz eines 30-minütigen Gesprächs aneinander vorbeigeredet hat. Weil man sich jemandem anvertraut hat und statt Akzeptanz Meinungen erfährt. Ein Coming Out sollte nicht bewertet werden. Niemand hat das Recht dazu, jemanden in Bezug auf seine Sexualität und Identifikation abzuwerten und zu kategorisieren. Es ist essenziell, den Unterschied zwischen Meinung und Hass zu kennen. Es ist doch in Ordnung, nicht jede*n zu mögen, aber dann halte lieber Abstand, statt zu hassen und zu hetzen. Nicht alles, was gedacht wird, muss auch ausgesprochen werden, denn wir wissen nicht, wir es auf unser Gegenüber wirken wird.</p>
<p>Wir werden bereits bei unserer Geburt einem Geschlecht und einem Namen zugeordnet, beides wird auf Akten hinterlegt. Wir werden irgendwo reingepresst, dabei hat jede*r andere Wünsche, Normen, Gedanken und Probleme im Leben. Jede*r, der/die sich outet ist normal, ist liebenswert. Denn Homosexualität ist verdammt nochmal keine Krankheit. Wer ,,Schwuchtel“ als Schimpfwort verwendet ist ignorant und versucht auf den Kosten anderer inneren Druck zu kompensieren…</p>
<p>Es liegt nicht an Euch. Das dürft ihr niemals vergessen und deshalb steht zu dem, was ihr seid. Das kann euch keiner nehmen. Ein Outing kann sehr befreiend sein, aber man sollte sich bereit fühlen. Der richtige Moment wird kommen, wenn das erstmal nicht der Fall ist, ist das auch okay! Und wenn es dann doch nicht so läuft wie geplant: Langsam rantasten und sich Menschen suchen, die einem gut tun. Dieser Rückhalt ist unglaublich wichtig. Es sollte möglich sein, so zu leben wie man es möchte, wenn niemandem Schaden zugefügt wird. Und das ist hier absolut nicht der Fall. Befreit euch und lebt 🙂 Und ja, auch ich gehöre dieser Community an und das hier ist mein Outing: Ich bin bisexuell und glücklich damit.<br />
Hab(t) Euch lieb.</p>
<p>*Frau meint hier das biologische Geschlecht<br />
** <a href="https://www.netzsieger.de/ratgeber/internet-pornografie-statistiken" target="_blank" rel="noopener">https://www.netzsieger.de/ratgeber/internet-pornografie-statistiken</a><br />
*** <a href="https://de.statista.com/infografik/25869/befragte-die-bei-kleidung-und-schuhen-besonders-aufmarken-achten/" target="_blank" rel="noopener">https://de.statista.com/infografik/25869/befragte-die-bei-kleidung-und-schuhen-besonders-aufmarken-achten/</a></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Du möchtest dich gern mit Erfahrungsberichten zu Coming Outs beschäftigen? Eine kurze Reportage dazu von BR Puls gibt&#8217;s <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iUlN9gNKaVQ">hier</a></strong></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>#wosindqueer &#8211; eine proklamation</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/07/wosindqueer-eine-proklamation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2021 07:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns heute über einen Text von Sven Hensel! In #wosindqueer schreibt er über Queerfeindlichkeit, die ihm schon begegnete, als Sexualität noch gar keine Rolle in seinem Leben spielte. Er schreibt über die Macht der Worte und darüber, wieso es eine Rolle spielt, wer welche Begriffe benutzt — und mit welcher Intention. Er schreibt über Ermächtigung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns heute über einen Text von Sven Hensel! In #wosindqueer schreibt er über Queerfeindlichkeit, die ihm schon begegnete, als Sexualität noch gar keine Rolle in seinem Leben spielte. Er schreibt über die Macht der Worte und darüber, wieso es eine Rolle spielt, wer welche Begriffe benutzt </strong><b>— </b><strong>und mit welcher Intention. Er schreibt über Ermächtigung und über Solidarität. Und ihr solltet all das unbedingt lesen! 🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈 [CN: Gay Slurs, queerfeindliche Gewalt]</strong></p>
<p><span id="more-13140"></span></p>
<p>Ich bin eine Schwuchtel, eine Tunte, ein Trine,<br />
ein Arschficker, eine perverse Sau, eine Schlampe, ein Sünder.<br />
Ich bin tuckig, zickig, emotional, irrational, weibisch.<br />
Ich lasse mich in den Arsch ficken, ich lutsche Schwänze, ich schlucke Sperma.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Hi, ich bin Sven.<br />
Es gab viele Jahre in meinem Leben, in denen diese Worte und Sätze mir,<br />
sobald sie in Verbindung mit mir Erwähnung fanden, es kalt den Rücken haben runterlaufen lassen. Fremdzuschreibungen, von denen ich die meisten, wenn nicht alle, in ihrer Gewalt schon hörte,<br />
noch bevor mein Alter zweistellig war. Es waren Worte, um mich und mein Sein zu devaluieren,<br />
lange bevor Sex oder Sexualität für mich auch nur irgendeine Gewichtung hatte.<br />
So wurde auch von Gleichaltrigen nie mein vermeintliches sexuelles Verhalten damit kommentiert, sondern war die Intention, mich ob meiner Andersartigkeit zu beleidigen. So wurde ich mir auch meiner selbst erst gewahr, indem Andere mich mir &#8211; wenn auch in einem, milde gesagt, unfreundlichem Ton &#8211; kommunizierten.</p>
<p>Ich wurde nicht homosexuell geboren. Versteht mich nicht miss, meine Queerness ist mir inhärent, ob sozial, biologisch, oder ob meine Seele vor Geburt in einen Topf voll mit Gay gefallen ist: das ist meine Natur, mein Wesen, mein Sein, dem diese Namen gegeben wurden.</p>
<p>Lediglich die Bezeichnung dafür, nicht mehr Dinge und Handlungen auszuführen, sondern jene Personen, die ihnen nachgehen oder Wunsch danach äußern, ist eine unnatürliche. Wir wurden irgendwann zu Homosexuellen gemacht, man hat nicht mehr Handlungen benannt, sondern diejenigen, die sie ausführen.</p>
<p>So nütze Menschen, in ihrer staatsgezüchteten Binarität, wo es nur die Geschlechter Brutstätte und Munition gibt, unsere Queerness so viel wie dem Getriebe der Sand.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sie wurde wegverpseudowissenschaftlicht, wir wurden aus der Geschichte verbrannt, es wurden viele Brüche der Farben im Geschlechtsspektrum wegrationalisiert und wegkolonialisiert. Mir wurde ein Teil meines Menschseins genommen, politisiert und niedergemacht, weil dieser signifikante Teil zu viel Gefahr darstellt für eine meiner Ansicht nach abhorrende &#8222;Normalität&#8220;. Mir und vielen anderen ist seit jeher eine Kultur auferzogen worden, in der Leute ihre Erfahrungen nicht in sicheren Umgebungen machen können. Es ist ein Tabu, wenn man die Arschkarte gezogen hat. Und wenn Leute Dinge nicht sagen oder machen dürfen, dann finden Kinder es irre witzig, andere Kinder damit zu beleidigen. Jungsein ist Grenzüberschreitung und -findung, besonders sprachlich. Wenn es doch nur öfter so witzig und kokett wäre, immer lauter &#8222;Penis&#8220; zu rufen, ohne, dass es der Lehrkraft auffällt. Unsere Sprache hat Einfluss auf unsere Realität. Es wundert mich nicht, dass es als Gefickter Scham zu überwinden gilt, wenn wir was anderes meinen mit &#8222;du bist voll gefickt&#8220; als was &#8222;du bist voll der Ficker&#8220; aussagt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich bin eine Schwuchtel, eine Tucke, eine Tunte-<br />
Wie mächtig ich mich deshalb fühle. Manche dieser Worte sind mir mittlerweile sakral,<br />
ich kann und darf mich ihrer Bedienen, um mich meiner Umwelt zu kommunizieren.<br />
Tunten sind Revolutio-Närrinnen, Schwuchteln sind Helden,<br />
Arschficker sind ein Segen und Arschgefickte sind Musen.<br />
Gesegnet sind wir Niederträchtigen, die nicht-konformen Schwuchteln,<span class="Apple-converted-space">  </span><br />
die vereinigten Tunten aller Länder und Geschlechter,<br />
die sich nicht zufrieden geben mit einer Assimilation unserer Identität.<br />
Die alles sagen, alles bewegen, alles tun, aber nicht glauben, dass mit der &#8222;Ehe für Alle&#8220; (und ganz ehrlich, so wie sie ist, ist auch der Name zu überdenken) alles geschafft wäre, geschweige denn überhaupt ein Schritt in die richtige Richtung.<br />
Ich kann mich ihrer Bedienen, denn in der Rückeroberung der Sprache, die mich beschreibt, liegt Heilung. Heilung, die notwendig war, weil diese Sprache, diese Kultur, einen Menschen wie mir Schaden zugefügt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich selbst wurde vor kurzem auf dem Weg zu einer Veranstaltung das erste Mal seit langem queerfeindlich angegriffen. Der Austausch begann, als wir zu dritt von einer Meile entfernt unsere Queerness in die Hemisphäre ausstrahlten, durch nichts weiter als authentisches Existieren. Es kamen Würgegeräusche von der Seite, als müsste jemand erbrechen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Und wir wurden nicht wie gewöhnliche Schwuchteln bezeichnet, sondern so, wie Hagrid es dereinst in Harry Potter und ein Stein gesagt hat: SchwuchtEEEEEEeeeeln. Ich, bestätigt in der Kommunikation meiner Geschlechtsexpression in die Außenwelt reagierte auf diesen Kommentar mit der Frage, ob er da was ausprobieren wollte, und weil ich mutig bin, habe ich ihn auch Baby genannt, weil aus irgendwelchen seltsamen Verbindungen in meinem Gehirn, leider die Aggressoren in meinem Leben oftmals phänotypisch nicht weit entfernt sind von den Männern, die ich begehre.</p>
<p>Wir gingen lachend weiter, unterhielten uns darüber, dass die Würgegeräusche bei einem echten ersten Oralverkehrgehversuch wahrscheinlich aufkommen würden, weil der Aggressor wie ein Noob in Sachen Oral klang. Als wir außerhalb der Reichweite von Kameras, aber noch immer umgeben von Menschen waren, an einer Hauptstraße einer Großstadt, tritt einer der Prolls einem von uns in den Rücken. Um uns herum waren Leute, aber niemand ist eingeschritten &#8211; zum Glück trug der Betroffene einen Rucksack, zum Glück trug ich Crocks, zum Glück hat unser Adrenalin uns weder zur Flucht noch zum Kampf angehalten, sondern nur kurz den Blutdruck hochgetrieben, sonst wäre das ganze eventuell krawalliger ausgegangen. Wir konnten die Typen, die uns verfolgten, dank einer Ampelschaltung abhängen, aber der Blutdruck senkte sich nur langsam, und das Gefühl, dass da was wirklich Unschönes passiert ist, hielt für uns noch Tage bestand. Ein*e Freund*in sagte, es wären drei gewesen, ich kann mich nur an zwei erinnern, die uns hinterher sind, das Adrenalin hat mir vielleicht auch meine Erinnerung verwolkt. Ich habe das Gefühl, noch als priviligierteste*r Betroffene*r aus dieser Begegnung herausgegangen zu sein, denn wo meinen Freund*innen das ganze doch noch näher ging, fühlte ich mich stark, wenn es nur aus dem Wissen resultiert, dass es mich stolz macht, eine Schwuchtel zu sein. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Stolz kam nicht von Mundbekenntnissen irgendwelcher Parteien, die mich nicht viel mehr als demographisch abgrenzbares Wählvieh wahrnehmen. Der Stolz kommt auch nicht durch Übergriffigkeiten, Gewalt und Beleidigungen von (in der Regel) endo-cis-Männern. Dieser Stolz kommt von Reflexion, durch Vorbilder, durch Sichtbarkeit und Bandenbildung. Und diesen Stolz lasse ich mir von keinem Wort der Welt mehr nehmen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir brauchen aktive Veränderungen in unseren Strukturen, wir brauchen mehr Repräsentanten, -onkel und geschwister unserer Eltern auf den Straßen und in den Gremien. Wir brauchen queere Geschichten von queeren Autor*innen, die von queeren Filmemacher*innen und Schauspieler*innen gespielt werden, erzählt von unserer Freude, unserem Schmerz, unserer Liebe, unserem Begehren, unserer Langeweile, aber hört auf, &#8222;Disneys erster Gay-Charakter!&#8220; durch die Medien zu zelebrieren, wenn es am Ende doch nur wieder Promo für eine &#8222;blink-and-you-miss-it&#8220;-Szene und damit absoluter cash grab ist.</p>
<p>Das oberste Ziel war nie Anpassung, sondern zu Leben und zu überleben. Für mich, wie für viele Queers, noch vor und auch nach mir. Mit meinen Tun kann ich es nicht für alle Queers, die folgen, allein ändern. Aber ich kann es gemeinsam mit der Community, den Communities, den selbstgewählten Familien und den Blutsfamilien, die einen blühen lassen, im Sinne derer, die es nicht mehr können, die es nie durften.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>#wosindqueer? &#8222;Queer&#8220; sind am Überleben, im Großen und im Kleinen, jeden Tag.<br />
Das klingt dramatisch, aber 1. Ich bin gay und liebe Drama und 2. ist es möglicherweise sogar noch eine Untertreibung. Sorgt mit uns dafür, dass wir nicht mehr nur an unser Überleben, sondern auch ans Leben denken können.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr von Sven <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sven-hensel/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Norm(alität)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2021/04/die-normalitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[sabylonica]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser*e Autor*in Sabylonica hat sich wieder einmal tiefgründige Gedanken gemacht und einen Text über Norm und Moral verfasst. Was soll das überhaupt sein, &#8222;normal&#8220;, und wer legt fest, was in diese Schublade einsortiert wird und was nicht? Was ist, wenn man selbst nichts mit den gesellschaftlichen Erwartungen anfangen kann und zum Beispiel keine Kinder bekommen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser*e Autor*in Sabylonica hat sich wieder einmal tiefgründige Gedanken gemacht und einen Text über Norm und Moral verfasst. Was soll das überhaupt sein, &#8222;normal&#8220;, und wer legt fest, was in diese Schublade einsortiert wird und was nicht? Was ist, wenn man selbst nichts mit den gesellschaftlichen Erwartungen anfangen kann und zum Beispiel keine Kinder bekommen möchte? Um diese philosophischen Fragen und einige mehr geht es im Text. Viel Spaß beim Lesen und Nachdenken! </strong>🤓</p>
<p><span id="more-12882"></span></p>
<p>Wenn ich über die Moral schreibe, meine ich nicht die Moral der Gesellschaft, die sich ohnehin zeitlich und örtlich begrenzen lässt und ihren Nutzen nicht dem Wohle der Allgemeinheit repräsentiert, sondern im Egoismus wiederfinden lässt, zudem ist die Moral oft der Politik gleichgestellt; meine Rede bei der Moral ist die Moralvorstellung subtiler, sogar gleichberechtigter Prinzipien. Gut, die Moral glänzt mit einer gewissen Normerwartung, aber diese Normerwartungen sind nicht dem Allgemeinwohle zu Diensten und verbirgt indessen eine leise Expansion von <b>Norm</b>alität. Wie ich das meine? Nun, die egoistischen Prinzipien färben sich auf kollektiver Weise auf andere ab und wird zu einem dominierenden Egoismus. Nur diejenigen, die nicht der Normerwartung entsprechen und dementsprechend als nicht normal deklariert werden, gehören nicht dem kollektiven Egoismus an und diese Normen wären nicht zu Gunsten der Allgemeinheit. Prinzipiell sind nahezu alle Normen egoistisch, der Unterschied liegt darin, ob sie einen schützt oder andere ausgrenzt. Über viele Normdefinitionen lässt sich gänzlich streiten, ob über Vorstellungen was die Liebe zwischen zwei Menschen angeht oder die Rede von einfachen Geschmäckern ist und ebenso gibt es eine riesige Bandbreite an Freiraum, was die Normerwartungen angeht.</p>
<p>Ein Beispiel, was die Definition besser aufklärt, wie eine Moral zeitlich und örtlich eingeschränkt ist: Wenn wir 300 Jahre zurückblicken, war beim Wert <i>Homosexualität</i> die Norm im Okzident, dass sie eine psychische Krankheit darstellen würde, im Orient vor 300 Jahren jedoch war Homosexualität völlig <b>norm</b>al und vergleichsweise heute stellt sie im heutigen Okzident keine Krankheit mehr dar, aber diesmal ist sie im Orient geprägt von angeblich psychischer Krankheit. Und auch innerhalb eines Ortes können unterschiedliche Normerwartungen auftauchen, aber meistens dominiert eine Normerwartung über alle individuellen Prinzipien und meistens grenzen solche dominierenden Normen andere aus.</p>
<p>Nach diesem Einblick der Moralvorstellung für den Egoismus, würde ich nun auf die Moralvorstellung der individuellen Prinzipien eingehen. Ich denke, dass hier auch die Vernunft als Synonym verwendet werden kann. Mir ist ebenso bewusst, dass niemals der Punkt des Utilitarismus, dem Glücke der Allgemeinheit, erreicht werden kann, weil diese Vorstellungen rein utopische sind und weil der (kollektive) Egoismus sich dagegenstellt.</p>
<p>Wir wissen, dass die Norm der Gesellschaft inferior ist und einseitige Strukturen aufweist. Wäre aber der Ansatz nicht umsetzbar mehrere Normerwartungen gleichzustellen? Ja, das ist möglich, nur spielt die Gesellschaft eine erheblich große Rolle und kann sich in der einseitigen Norm unberechtigterweise angegriffen fühlen und Widerstand leisten. Zum Beispiel kann der Wunsch Kinder zu bekommen nicht jedem gerecht sein. Nicht jeder wünscht sich ein Kind und nicht jeder möchte eines. Aber wenn wir nach dem kollektiven Egoismus der Norm gehen, erwartet die Gesellschaft, dass jeder, sofern gesundheitlich möglich, ein Kind auf die Welt setzt. Und bei diesem Wert sollte es doch um das Wohl des Kindes gehen und nicht um den Willen des Egoismus. Geschweige denn, dass auch hierbei eine Intersektionalität mitspielt, beispielsweise eine asexuelle Person oder eine Person mit Vaginismus. Aber diese Moralvorstellung, Kinder bekommen zu müssen, ist eine so fest etablierte Normalität und indessen scheint kein Freiraum in Sicht zu sein für den reinen Vernunft nachdenken zu können, ob es doch überhaupt vernünftig ist Kinder zu bekommen. Und ich meine, ob es aus der Sicht der Betroffenen vernünftig ist Kinder zu bekommen, aus der Sicht der dominierenden Normidentität wird es sicherlich vernünftig sein.</p>
<p>Schlussendlich richte diesen Appell an die Moralvorstellung jeder individuellen Prinzipien: Jeder Mensch hat seine eigenen, individuellen Prinzipien für sein eigenes Glück, die auch gut so sind und einen schützen können und da sollte niemand mit seiner egoistischen Norm eingreifen dürfen. Soll jeder nach seiner Normalität, ohne die der anderen zu verletzen oder einzuschränken, leben.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Texte von Sabylonica <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sabylonica/" target="_blank" rel="noopener"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was hältst du vom Begriff Coming Out?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/10/was-haeltst-du-vom-begriff-coming-out/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 07:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.meintestgelaende.de/?p=12519</guid>

					<description><![CDATA[Wir haben euch schon einmal ein Video der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg e.V. präsentieren dürfen und freuen uns, dass es heute wieder so weit ist 🎉 Im Rahmen des Projekts „Andrej ist anders und Selma liebt Sandra“ wurden junge queere Menschen mit den unterschiedlichsten Backgrounds interviewt. In diesem Video geht es um&#8217;s Coming Out. Was soll das eigentlich,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben euch schon einmal ein Video der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg e.V. präsentieren dürfen und freuen uns, dass es heute wieder so weit ist </strong>🎉 <strong>Im Rahmen des Projekts „Andrej ist anders und Selma liebt Sandra“ wurden junge queere Menschen mit den unterschiedlichsten Backgrounds interviewt. In diesem Video geht es um&#8217;s Coming Out. Was soll das eigentlich, und was halten sie davon? </strong></p>
<p><span id="more-12519"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2020/05/erfahrungen-in-der-schule/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>In diesem Video</strong></a> sprechen die Interviewten über ihre Erfahrungen in der Schule.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>And so it goes</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/and-so-it-goes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2020 07:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute präsentieren wir euch einen Poetry Slam-Text von Sven Hensel! Es geht um einen Raum, in dem sich eine Menge Menschen befinden &#8211; Männer, in die er mal verliebt war, Teenage-Romanzen, Tinderdates, Crushes, One-Night-Stands,&#8230; eieiei, eine ganz schön unangenehme Vorstellung, oder? Deswegen nennt Sven diesen Raum auch seinen &#8222;Alpt-Raum&#8220; 😉 Viel Spaß beim Zuschauen &#38;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute präsentieren wir euch einen Poetry Slam-Text von Sven Hensel! Es geht um einen Raum, in dem sich eine Menge Menschen befinden &#8211; Männer, in die er mal verliebt war, Teenage-Romanzen, Tinderdates, Crushes, One-Night-Stands,&#8230; eieiei, eine ganz schön unangenehme Vorstellung, oder? Deswegen nennt Sven diesen Raum auch seinen &#8222;Alpt-Raum&#8220; 😉 Viel Spaß beim Zuschauen &amp; Zuhören!</strong></p>
<p><span id="more-12353"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr Slam-Videos findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/schlagwort/poetry-slam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier.</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die LGBTQ*-Community und Black Lives Matter: Wo wir stehen sollten</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/lgbtq-und-black-lives-matter/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2020/07/lgbtq-und-black-lives-matter/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 07:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Pride-Month Juni ist zwar gerade vorüber, für die Rechte queerer Menschen muss aber weiterhin gekämpft werden. Und wie diese Kämpfe mit der Black Lives Matter-Bewegung zusammenhängen, das erklärt euch unsere Autorin Mare in folgendem Text. Und ein kleiner Extratipp für diejenigen unter euch, die ein Netflix-Abo haben: über die Schwarze Aktivistin Marsha P. Johnson]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Pride-Month Juni ist zwar gerade vorüber, für die Rechte queerer Menschen muss aber weiterhin gekämpft werden. Und wie diese Kämpfe mit der Black Lives Matter-Bewegung zusammenhängen, das erklärt euch unsere Autorin Mare in folgendem Text. Und ein kleiner Extratipp für diejenigen unter euch, die ein Netflix-Abo haben: über die Schwarze Aktivistin Marsha P. Johnson gibt es dort <a href="https://www.netflix.com/title/80189623" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine sehr empfehlenswerte Doku</a>!</strong><span id="more-12345"></span></p>
<p>28. Juni 1969. Bei einer Polizei-Razzia des Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street kam es zu gewaltvollen Auseinandersetzungen mit der Polizei, nachdem diese Menschen auf brutale Weise verhaften wollte. Viele der Besucher*innen der Bar hatten in ihrem Leben schon viel Polizeigewalt erfahren. Immerhin war das Stonewall Inn eine „Schwulenbar“, oder genauer gesagt, viele Menschen, die trans*, homo- oder bisexuell waren, besuchten die Kneipe. Viele, die zu den Aufständen in der Nacht dazu kamen, waren sogar obdachlos. Von ihren Eltern verstoßen lebten sie am Rand der Gesellschaft.</p>
<p>Es gibt in der LGBTQ*-Community viele Debatten, wer den ersten Stein geworfen hat. Oft wird gesagt, es wäre die Schwarze trans* Frau Marsha P. Johnson gewesen. Auf vielen Demos wird noch heute ihr Gesicht auf Schildern und T-Shirts getragen. Ob sie tatsächlich auch den ersten Stein geworfen hat ist umstritten. Und egal. Denn was zählt, ist, dass nach den Stonewall-Aufständen eine massive Bürgerrechtsbewegung losgetreten wurde, der wir viele unserer heutigen Rechte verdanken. Und was wir nicht vergessen dürfen, ist, dass viele der Aktivist*innen wie Marsha P. Johnson immer noch zu einer stark diskriminierten Gruppen gehört: Schwarze trans* Menschen.</p>
<p>Wir leben im 21. Jahrhundert, im Jahr 2020. Vieles hat sich seit Stonewall zum Guten verändert. Vieles läuft noch immer schlecht. Aber es gibt Hoffnung, dass sich einige Dinge zum besseren entwickeln werden, denn Tausende Menschen protestieren weltweit und wollen Veränderung. Ihr Motto: Black Lives Matter.</p>
<p>Black Lives Matter. Schwarze Menschenleben sind wichtig. Es ist wichtig, diese Aussage zu wiederholen, immer und immer wieder, auf den Straßen, aber auch in unserem Alltag, selbst nachdem der Medienhype um die Proteste abgeklungen ist. Denn selbst wenn die Berichterstattung über Rassismus nachlässt, heißt das nicht, dass wir Rassismus hinter uns gelassen haben. Aber wo stehen wir da als LGBTQ*-Community?</p>
<p>Ich denke, wir haben eine doppelte Rolle: Einerseits können und sollten wir solidarisch mit der Bewegung sein. Immerhin kämpfen seit Jahrzehnten Aktivist*innen dafür, dass wir selber frei leben und lieben können. Da sollten wir auch Menschen unterstützen, die sich für dasselbe einsetzen, und auch unsere eigene Community besteht auch nicht nur aus weißen Menschen ohne Migrationshintergrund.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Andererseits müssen wir auch bei uns selber anfangen. Denn nur weil unsere Community durch einen Kampf um Recht und Anerkennung zusammengekommen ist, heißt das nicht, dass wir selber davor geschützt sind, andere bewusst oder unbewusst mit unseren Vorurteilen zu verletzen. Und es heißt auch nicht, dass wir Rassismus direkt verstehen können, nur weil wir selber Diskriminierungserfahrungen gemacht haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Welches rassistisches Verhalten gibt es bei uns in der Community? Was für Erfahrungen machen Schwarze, queere Menschen und queere Menschen mit Migrationshintergrund? Wie kann ich am Besten helfen? Welches Verhalten muss ich selber bei mir ändern?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Das sind Fragen, die wir uns alle stellen sollten. Und am besten finden wir Antworten, indem wir zuhören. Zuhören, lesen und lernen. Damit wir an einer besseren Zukunft für alle arbeiten können, unabhängig von der Sexualität und dem Geschlecht, aber auch der Hautfarbe, Herkunft und Religion.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Beiträge von Mare <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/mare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>findet ihr hier</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Erfahrungen in der Schule</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/05/erfahrungen-in-der-schule/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2020 07:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für ein tolles Projekt der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. &#8211; im Rahmen von &#8222;Andrej ist anders und Selma liebt Sandra&#8220; wurden junge queere Menschen interviewt. In diesem Video sprechen sie über die Erfahrungen, die sie in der Schule gemacht haben. Leider sind Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit noch immer große Themen&#8230; Mehr dazu:  Um]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was für ein tolles Projekt der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. &#8211; im Rahmen von &#8222;Andrej ist anders und Selma liebt Sandra&#8220; wurden junge queere Menschen interviewt. In diesem Video sprechen sie über die Erfahrungen, die sie in der Schule gemacht haben. Leider sind Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit noch immer große Themen&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-12180"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Um die Schulzeit geht es auch <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/11/waer-ich-heute-in-der-schule/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>in diesem Song</strong></a> der wunderbaren FaulenzA!</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Part 3: It all comes to an end</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/04/part-3-end/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 07:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal ist es an der Zeit, zurückzublicken auf all das, was man erreicht und geschafft hat &#8211; und dann darf man es sich definitiv auch erlauben, stolz zu sein und sich selbst auf die Schulter zu klopfen! Wir freuen uns heute mit unserem Autor Sven Schwarz 🎉 Eigentlich wollte ich keinen weiteren Text verfassen&#8230; Doch nach]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal ist es an der Zeit, zurückzublicken auf all das, was man erreicht und geschafft hat &#8211; und dann darf man es sich definitiv auch erlauben, stolz zu sein und sich selbst auf die Schulter zu klopfen! Wir freuen uns heute mit unserem Autor Sven Schwarz </strong>🎉</p>
<p><span id="more-12124"></span></p>
<p>Eigentlich wollte ich keinen weiteren Text verfassen&#8230;<br />
Doch nach einem gutem halben Jahr sind so viele Dinge passiert, die ich einfach zu Wort bringen muss.</p>
<p>Ich lese mir die zwei Texte durch. Bin schockiert, wortlos und schlicht ergriffen.<br />
Das war wirklich ich selbst? Das waren tatsächlich meine Gedanken?</p>
<p>Stolz, ist das erste Gefühl, was mich überkommt. Das zu erreichen, wo ich jetzt stehe.</p>
<p>Dieses halbe Jahr beinhaltet unendlich viele Gedanken, Gefühle und Geschehnisse, die mich dazu verleiteten, einen dritten (und hoffentlich letzten) Text zu verfassen.</p>
<p>Um etwas vorzugreifen: Alle wissen Bescheid! Ich kann der sein, der ich bin und so leben, wie ich mich fühle.  ⁃ das beste Gefühl überhaupt &#8211;</p>
<p>Es geht darum, sein Leben so zu leben, wie es sein soll. So, dass man sich gut fühlt.<br />
Dafür gibt es jedoch viele Faktoren, die dieses Gefühl ausschlaggebend prägen.<br />
Ganz davon abgesehen, dass man sich selbst schätzen und lieben lernt.</p>
<p>Freunde! Freunde zu haben, sie wertzuschätzen und zu lieben ist wohl die Basis eines jeden Menschen.<br />
Was würden wir ohne diese tun?<br />
Wer wären wir stattdessen?<br />
Ich möchte meine, die meinen Lebensweg bisher positiv prägten, nicht missen.</p>
<p>Da gibt es jene, die man kennenlernt, bei denen man sich fragt, was man ohne sie machte?! Wo war dieser besondere Mensch davor?<br />
Dann gibt es noch welche, die es einfach mehr als verdient haben, in diesem Text erwähnt zu werden.<br />
Dazu muss man sagen, dass ich in diesem Jahr meine Ausbildung (mehr als) erfolgreich absolviert habe. Und diese beiden Menschen haben dazu einen großen Teil beigetragen.<br />
Zwei Menschen, die auf einmal da sind. Als gäbe es ein Leben ohne sie nicht.<br />
Unvorstellbar!<br />
Zwei Menschen, die plötzlich da, und nicht mehr wegzudenken sind.<br />
Zwei Menschen, die mit dafür verantwortlich sind, dass ich jetzt der sein kann, der ich bin.<br />
Mit diesen beiden Menschen den Lebensabschnitt zu beenden, und gleichzeitig neu zu beginnen, tut so gut.</p>
<p>Natürlich sind da nicht nur positive Gefühle. Ein paar nostalgisch geprägte Gedanken schwelgen selbstverständlich umher.<br />
„Wie war das noch damals, als es noch niemand wusste &#8211; noch vor meiner Ausbildung?!</p>
<p>Doch da wo ich jetzt stehe, fühlt es sich schon verdammt gut an.</p>
<p>Ein wesentlicher Grund, der dazu beigetragen hat, ist meine fantastische Familie.<br />
Ja, auch sie wissen es (alle) seit Ende des letzten Jahres. GOTTSEIDANK!</p>
<p>Der, für mich, größte &#8211; und wichtigste &#8211; Schritt überhaupt. Ich kann bei meiner Familie der sein, der ich bin.<br />
Ich weiß nun, ich werde geliebt, weil ich der bin, der ich bin.</p>
<p>Ich kann nicht sagen, dass ich das vorher nicht dachte, bzw. wusste. Allerdings kann ich jetzt mit stolz behaupten, es genau zu wissen.<br />
Die Familie zu schätzen und zu lieben, ist wohl etwas, was jeder verinnerlichen sollte. Auf welcher Art auch immer.<br />
Ich habe es. Und bin überglücklich.</p>
<p>Ich habe mir die Texte durchgelesen und fühlte mich irgendwie verpflichtet, das Ganze zu Ende zu bringen.<br />
Um dem Ganzen auch ein Ende zu setzen und das Kapitel „Outing“ zu beenden.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier kommt ihr zu <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sven-schwarz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Part 1 und Part 2</strong></a> von Svens Geschichte.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Where it all began (Part 1)</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2020/02/where-it-all-began-part-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sven Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2020 09:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, in diesem Monat noch einen weiteren neuen Autor auf meinTestgelände begrüßen zu können &#8211; ab jetzt schreibt hier für euch auch Sven Schwarz 🎉 In seinem Text geht es um Identität, um Unsicherheiten, um die Frage danach, wann und vor wem man was von sich preisgibt. Oder preisgeben muss? Wann kennt man jemanden tatsächlich?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, in diesem Monat noch einen weiteren neuen Autor auf meinTestgelände begrüßen zu können &#8211; ab jetzt schreibt hier für euch auch Sven Schwarz 🎉 In seinem Text geht es um Identität, um Unsicherheiten, um die Frage danach, wann und vor wem man was von sich preisgibt. Oder preisgeben muss? Wann kennt man jemanden tatsächlich? Kennt man sich überhaupt selbst?</strong></p>
<p><span id="more-12040"></span><br />
Zu denken, dass einen niemanden kennt, fühlt sich so an, als würde man die ganze Welt belügen. Niemand weiß, wer ich wirklich bin. Keiner kann es wissen.<br />
Wäre man nun nicht mehr da, hätte mich niemand gekannt.</p>
<p>Ein falsches Phantombild, welches jeder von einem hat. Wie hält es stand? Wie lange kann ich der sein, der ich vorgebe zu sein?<br />
Es fühlt sich an, als würden die ganzen Freunde die man pflegt, die eigene Familie einen nicht kennen.<br />
Wer bin ich nun wirklich? Muss ich jedem erzählen, wer ich wirklich bin? Muss ich mich dafür entschuldigen?</p>
<p>Niemand kennt die Wahrheit, die selbst ich zuerst nicht kannte.<br />
Kann man damit leben, ohne es nie einem zu erzählen?<br />
Man lebt mit einem Menschen in sich, der raus will, der sich nicht verstecken muss.</p>
<p>Aber vor was verstecken?</p>
<p>Man kennt Leute, die wissen wer sie sind, und alle anderen wissen es auch. Geht es denen besser als mir?<br />
Warum konnten Die diesen einen Schritt wagen, und ich nicht?<br />
Bin ich, wenn ich es offenbart habe, noch der Gleiche, oder jemand völlig anderes? Geht es mir danach besser?</p>
<p>In mir ist etwas, was nicht länger versteckt bleiben will. Wie ein unschuldiger Mensch, der sein halbes Leben im Keller eingesperrt ist. Warum eingesperrt? Wer sperrt ihn ein?<br />
Ich selbst!<br />
Wissen es schon alle, oder besser ahnt es Jeder, und ich muss es gar nicht erzählen?<br />
Bin ich der Einzige, der es noch nicht weiß?</p>
<p>Solche Gedanken, die man täglich<br />
pflegt, verschwinden die, wenn es alle wissen?</p>
<p>Ich schließe die Augen, mit dem Vorhaben, schon bald alles zu ändern!<br />
Mit einem guten Gefühl? Ich weiß es nicht.<br />
Das Gefühl lässt sich nur schwer beschreiben und ist kaum einzuordnen. Ein Gemisch aus Angst, Nervosität, Erleichterung und ab und zu, wenn auch noch zu wenig, Freude.<br />
Zeigt mir der kleine Anteil an Freude, dass ich das Richtige tue?<br />
Was ist richtig und was ist falsch?<br />
Falsch ist definitiv, dass mich niemand kennt und jeder meint, mich zu kennen.</p>
<p>Seit wann dieser andere, neue und &#8222;richtige&#8220; Mensch da ist, kann ich nicht sagen. Seit wann ich mich selbst damit abgefunden habe, kann ich auch nicht sagen. Er ist da. Ich muss ihn akzeptieren. Das mache ich.</p>
<p>Warum schreibe ich diese Zeilen?<br />
Um meine Gedanken selbst verstehen zu können?<br />
Um mich selbst kennen und respektieren zu lernen?<br />
Um zu wissen, was ich wirklich denke?<br />
Um mir selbst zu helfen?<br />
Es ist wahrscheinlich alles. Alles vermischt in einem großen Topf.</p>
<p>Niemand kann einem dabei helfen. Niemand wird einem die Last abnehmen, die auf einem sitzt.<br />
Man ist selbst dafür verantwortlich, was man aus seinem Leben macht.<br />
Bin ich irgendwann der, der anderen hilft oder bleibe ich immer der, den niemand kennt.<br />
Das liegt einzig und allein an mir.</p>
<p>Ich möchte mich nicht mehr verstellen und vorgeben, jemand anderes zu sein.<br />
Eine Art von Schauspiel, wenn ich mit anderen rede. Vorgefertigte Antworten und auswendig gelernte Floskeln schmücken jede Kommunikation.</p>
<p>Es passiert schon fast automatisch. Natürlich finde ich Frauen heiß. Natürlich habe ich unzählige Ex-Freundinnen.<br />
Auf die Frage, warum ich schon länger in keiner Beziehung verweile, ist meine Antwort immer gleich und so glaubwürdig, dass ich sie schon selbst fast glauben möchte.<br />
Es ist schon fast absurd, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken, vermeintliche Freunde anlüge, wobei ich lügen eigentlich hasse.<br />
Ich liebe die Ehrlichkeit. Wie paradox!<br />
Ein Leben, was von Paradoxien geprägt ist.<br />
Man begräbt die alte, unwahre Persönlichkeit und begrüßt das eigentliche, wahre Ich.<br />
Wenn es mir dabei gut, warum mache ich mir dann Gedanken, was andere denken?<br />
Sollte mich das interessieren?<br />
Vielleicht weil man auf einen Schlag merkt, wer durch das Sieb rasselt oder wer auf der Oberfläche bleibt und &#8222;mich&#8220; nun nicht mehr kennt.<br />
Angst davor, Menschen auf einmal kennen zu lernen, die dich dann aber nicht mehr kennen möchten.</p>
<p>Alles das sind Gedanken, die an einem normalen Tag durch mich kreisen.<br />
Ich werde schon nervös, mit einem Kleinteil von Unwohlsein, wenn ich nur diese Gedanken zu Wort bringe.<br />
Ich muss mich dem stellen und hinter mir lassen, was ich nicht bin.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mit <a href="https://www.meintestgelaende.de/2019/11/alex/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Identität und Begehren</strong></a> hat sich kürzlich auch unsere Autorin Lina auseinandergesetzt.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Alex</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2019 07:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit &#8222;Alex&#8220; präsentieren wir euch heute eine Kurzgeschichte von unserer Autorin Lina Klöpper. Es geht darum, zum ersten Mal so richtig verliebt zu sein, um Homosexualität, Geschlechtsidentitäten, um Schubladen und weshalb sie keine zu große Rolle einnehmen sollten, um Halloween und um Harry Potter. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen! Mit 15 hatte sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Mit &#8222;Alex&#8220; präsentieren wir euch heute eine Kurzgeschichte von unserer Autorin Lina Klöpper. Es geht darum, zum ersten Mal so richtig verliebt zu sein, um Homosexualität, Geschlechtsidentitäten, um Schubladen und weshalb sie keine zu große Rolle einnehmen sollten, um Halloween und um Harry Potter. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!</b></p>
<p><span id="more-11875"></span></p>
<p>Mit 15 hatte sich Susi als lesbisch geoutet. Für Jungs hatte sie sich nie interessiert und merkte selbst, dass sie Frauenvolleyball bei den Olympischen Spielen nicht nur wegen der Technik schaute. Ihre Mutter hatte darauf nicht sehr gut reagiert. Sätze wie &#8218;Warum muss mein Kind krank sein?&#8216; und &#8218;Warte ab, es ist sicher eine Phase&#8216; waren an der Tagesordnung.</p>
<p>Aber Susi kam schon klar, hatte Freunde und ihren Vater, die sie unterstützten. So ging sie mit 17 komplett im Lifestyle auf, wurde Mitglied einer lesbischen Jugendgruppe und hatte mehrere Beziehungen mit Frauen in den letzten 2 Jahren gehabt.</p>
<p>Halloween stand vor der Tür und ihre Gruppe hatte andere aus der Region zu einer großen Party eingeladen. Susi liebte es sich zu verkleiden – liebte es schon als Kind – da die Möglichkeit, für ein paar Stunden in eine andere Rolle zu schlüpfen, für sie schon immer sehr befreiend war. Dieses Jahr verkleidete sie sich als Luna Lovegood aus dem Harry Potter-Universum, ließ sich von ihrem Vater die Krawatte binden und machte sich auf den Weg zu den Räumlichkeiten.</p>
<p>Dort angekommen, war der Raum geschmückt mit falschen Spinnenweben, Kürbissen und Skeletten. Es gab am Ende des Raumes, an den Sofas vorbei, ein kleines Buffet. Susi war oft eher zurückhaltend und schüchtern, doch heute war sie das erste Mal auf einer Feier mit ihren Freunden, die alle irgendwie dasselbe durchmachen wie sie, dass sie sich dazu hinreißen ließ, alle, die auf den Sofas saßen, mit Umarmungen zu begrüßen.</p>
<p>Bei der letzten Person stoppte Susi kurz, sie hatte den Kopf von ihr weg gerichtet und Susi hatte sie noch nie bei einem Treffen gesehen. Besagte Person drehte sich daraufhin zu Susi  und zwei Augenpaare trafen sich. Die Person war wunderschön. Braune kurze Haare, stechend blaue Augen und das wohl Beste: sie war als Harry Potter verkleidet, mit einer kleinen Narbe in Form eines Blitzes auf der Stirn und einer runden Brille. Es stellte sich heraus, dass die Neue Alex hieß, und beide fielen in eine Umarmung.</p>
<p>Nachdem Susi den ganzen Abend nur mit Alex geredet hatte und beide mehr und mehr Interessen voneinander kennenlernten und Nummern austauschten, ging der Abend zur Neige. Alex brachte Susi in dieser kühlen Herbstnacht noch zu ihrem Nachtbus, stieg in ihr Auto und fuhr in die Nacht hinein.</p>
<p>Von da an schrieben beide intensiv. Noch nie hatte Susi so viele Schmetterlinge im Bauch, wenn sie an jemanden dachte. Noch nie starrte Susi so viel auf ihr Handy und wartete nur auf die Nachrichten einer Person. Susi war zum ersten Mal richtig verliebt.</p>
<p>Es kam der Tag, an dem sie mit Alex über lustige Katzenvideos schrieb, und in ihrem Chatverlauf fand sich ein Link zu einem Facebook-Video in der Chronik von Alex. Nach dem Schauen der Mediensequenz scrollte Susi nach oben, um durch das Profil von Alex zu schauen, als sie plötzlich stoppte. Als Pronomen standen da, nicht wie erwartet &#8217;sie/ihr&#8216; sondern &#8218;er/ihm&#8216;. Das Profilbild zeigte außerdem einen lächelnden Alex, wie dieser Stolz am Strand in Badehose stand mit der Unterschrift &#8218;endlich operiert&#8216;. Susi öffnete das Bild um es sich genauer ansehen zu können. Ihr Bildschirm zeigte einen strahlenden Jungen mit feinen halbkreisförmigen Narben im Brustbereich.</p>
<p>Susi verfiel daraufhin ins Nachdenken. Warum hatte sie Alex&#8216; Geschlecht einfach für ihn bestimmt ohne ihn zu fragen, und ging bei Alex von etwas wie Alexandra aus? Und was bedeutete das nun alles für ihr Verliebtsein?</p>
<p>Als sie mit Freunden darüber redete, fragten sie diese, ob sie denn überhaupt noch lesbisch sei. Ob sie denn überhaupt auf Typen stehen könnte. Doch als eine Nachricht von Alex kam mit den Worten &#8218;Hey Süße&#8216; und ein Kribbeln ihren Körper durchzog, vergaß sie all die Zweifel. Nein, sie wusste nicht, ob ihre Verliebtheit noch ihrem Outing entsprach oder nicht. Nein, sie wusste nicht, wo das alles hinführen würde oder nicht. Doch sie war in Alex verliebt. Ob da nun das eine, das andere oder was ganz anderes zwischen seinen Beinen war. Denn bei wahrer Liebe geht es um die Person, und selbst mit ihren zarten 17 Jahren konnte Susi ihrem Herzen auch nichts anderes sagen.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Wenn ihr mehr von Lina lesen mögt, <strong><a href="https://brimborium-verlag.de/produkt/liebe-und-das-gegenteil-lina-kloepper-jetzt-vorbestellen/">hier gehts zur ihrem aktuellen Buch</a></strong>.</li>
<li>Und um Liebe geht es auch hier, in <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/08/ehrliche-kontaktanzeige/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Maddys ehrlicher Kontaktanzeige</strong></a>.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Sie haben unser Blau geklaut</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/10/sie-haben-unser-blau-geklaut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2019 07:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Holen wir unser Blau zurück, denn dem Regenbogen fehlt eine Rippe&#8220; &#8211; mit viel Charme, Witz und Poesie slammt Sven Hensel über die Farbe Blau. Und noch so vieles mehr. Singt zum Beispiel Elsa, die Eiskönigin, tatsächlich einen Coming Out-Song? Findet es heraus und schaut euch Svens Slamtext an  Mehr dazu: Schaut doch mal auf]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Holen wir unser Blau zurück, denn dem Regenbogen fehlt eine Rippe&#8220; &#8211; mit viel Charme, Witz und Poesie slammt Sven Hensel über die Farbe Blau. Und noch so vieles mehr. Singt zum Beispiel Elsa, die Eiskönigin, tatsächlich einen Coming Out-Song? Findet es heraus und schaut euch Svens Slamtext an </strong></p>
<p><span id="more-11869"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Schaut doch mal auf <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sven-hensel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Svens Profil</strong></a> vorbei für weitere Texte und Videos.</li>
<li>Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/10/queerslam-2018/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier</strong></a> findet ihr einen Text zum Thema Coming Out von Julian.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Label</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/09/label-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aminta]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Sep 2019 07:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Klischees]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotyp]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen mögen Schubladendenken – damit sind bloß meist auch Klischees und Vorurteile verbunden. Vor allem, wenn es um Sexualität geht. Aber kann es auch empowernd sein, sich einer bestimmten Kategorie zuzuordnen? Brauche ich ein Label? Aminta hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht. Dieser Text behandelt das Thema Label im Rahmen sexueller Orientierungen. Andere Identitäten]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen mögen Schubladendenken – damit sind bloß meist auch Klischees und Vorurteile verbunden. Vor allem, wenn es um Sexualität geht. Aber kann es auch empowernd sein, sich einer bestimmten Kategorie zuzuordnen? Brauche ich ein Label? Aminta hat sich ein paar Gedanken dazu gemacht.</strong></p>
<p><span id="more-11766"></span></p>
<p>Dieser Text behandelt das Thema Label im Rahmen sexueller Orientierungen. Andere Identitäten werden absichtlich außen vor gelassen oder wenig thematisiert, damit der Text nicht zu lang wird.</p>
<p>Warum machen sich viele Menschen keine Gedanken über ihre sexuelle Orientierung, bis sich eine Person im Freund*innenkreis outet? Und warum werden Label oft abgelehnt? Warum zelebrieren andere ihre* Identität ausgiebig und demonstrieren dabei ausgelassen auf den Straßen? Eine spontane Antwort wäre: Manche brauchen die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, andere fühlen sich freier ohne eine Zuschreibung. Das klingt sehr einfach. Aber was sind eigentlich Label und welche Vor- und Nachteile bringt es mit sich, sich einem Label zu zuschreiben?</p>
<p>Label sind Begriffe/Zuschreibungen, mit denen z.B. bestimmte Sexualitäten benannt werden. Sie ordnen Individuen einer Gruppe bzw. Kategorie zu und nehmen damit eine identitätsstiftende Funktion ein. In Bezug auf Sexualitäten gibt es Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität, Pansexualität und viele mehr. Die Frage nach der (persönlichen) Sexualität hängt oft mit der Frage nach dem Geschlecht zusammen. Wer sich zum Beispiel als Mädchen* identifiziert und nur Mädchen* liebt, ist lesbisch oder homosexuell. Da ist es ganz egal, ob das Mädchen* transident* ist oder nicht.</p>
<p>Label sind persönlich, aber gehen oft mit Klischees und Vorurteilen einher.</p>
<p>Klischees existieren, da es Teile einer Gruppe gibt, die ähnliche Verhaltens-/Kleidungs-/Sprechmuster etc. aufweisen, aber sie sind keineswegs als Maßstab und Kategorisierungsinstrument wahrzunehmen. Von Klischees muss man Vorurteile unterscheiden, denn Vorurteile sind meistens persönliche Einstellungen und negativ. Vorurteile werden oft auch vom gesellschaftlichen Denken gefördert. Stereotype sind z.B. Verhaltensmuster, die als Verallgemeinerung einer gesamten Gruppe zugeordnet werden.<br />
Klischees, Vorurteile und Stereotype sind oftmals abwertende, starre Bezeichnungen und eingefahrene Denkweisen, die es Menschen nicht unbedingt einfacher machen im Leben.</p>
<p>Jetzt stell dir vor, du bist in der Pubertät und verliebst dich Hals über Kopf in eine Person des gleichen Geschlechtes. Obwohl du den Begriff Homosexualität kennst, hast du dir nie weiter Gedanken darüber gemacht. Nun merkst du aber, dass du dich mit diesem Begriff stark identifizieren kannst. Für viele junge Menschen ist der erste Schritt nach dem inneren Outing, sich im Internet z.B. auf YouTube über Sex und Sexualitäten zu informieren. Dabei stoßen sie auf Unmengen an Informationen und eine Fülle an Label. So gibt es scheinbar für jede Person einen passenden Begriff. Das ist zwar gut, damit sich jede*r verstanden fühlt, jedoch kann es auch eine große Überforderung sein, da die eigene Identität kurzzeitig stark in Frage gestellt wird, um sich in eine Kategorie einordnen zu können.</p>
<p>‚Kategorie‘ assoziiert ein gängiges Schubladendenken und genau das fördern Label auch. Obwohl die Zugehörigkeit zu einer Gruppe keineswegs starr sein muss, ist es für Außenstehende oftmals schwerer, dieses Denken aufzuheben. Das Verständnis für eine sich verändernde Sexualität fehlt einigen Personen noch. Mit jedem Label werden bestimmte Erwartungen, Klischees, Stereotype, Vorurteile und Verhaltensformen projiziert. Diese können die betreffende Person stark einschränken, wenn sie*er sich außerhalb dieser Erwartungen bewegt und sich durch das Label plötzlich unter Druck gesetzt fühlt. Trotz der Vielfalt an Labels bleibt die gesellschaftliche Erwartung, sich einzuordnen, also erhalten. Dies schränkt die persönliche Freiheit besonders dann ein, wenn die Umwelt akzeptanzlos oder bewertend mit dieser Zuordnung umgeht.</p>
<p>So führen Labels z.B. auch innerhalb einer Szene zu Diskriminierung. Die queere Szene ist eine große Szene mit vielen Subszenen – und trotzdem gibt es gegenseitige Abneigungen. So gibt es Aussagen von schwulen Männern*, die keine lesbischen Frauen* mögen, und andersherum. Es ist erstaunlich, dass die Einteilung in „Wir und Ihr“ auch in diesem Kontext Diskriminierungen erzeugt. Dementsprechend kann ein übersteigertes Gefühl der Gruppenzugehörigkeit auch sehr profilierend wirken, wenn sich Personen besser fühlen, da sie einer bestimmten Gruppe angehören.</p>
<p>Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung gibt es in vielfältiger Form. Die erste beginnt mit der Selbstverständlichkeit vieler Personen, dass jede*r heterosexuell ist. Das ist zumindest das Grunddenken vieler, die „Normalität“, mit der wir groß werden. Die Kinder spielen „Mutter, Vater, Kind“, die Eltern fragen die Tochter, ob sie schon einen Freund hat und wenn Lisa mit ihrer* Freundin* ins Kino geht, würde niemand ein Date vermuten.</p>
<p>Aber wie oben beschrieben haben Label auch einen persönlichen Aspekt. Wer sich selber einem Label zuordnet macht das für sich, um sich als Teil einer Gruppe zu verstehen, Erfahrungen, Gedanken und Ängste auszutauschen oder um generell Kontakte zu knüpfen. Manche nutzen das Wissen über Codes innerhalb einer Gruppe, um auf sich aufmerksam zu machen. Die gegenseitige Unterstützung und Solidarität der Gruppe schafft Selbstbewusstsein und Mut, zur eigenen Sexualität zu stehen.</p>
<p>Dieser Text soll nicht vorschreiben, dass sich jede*r einem Label zuordnen sollte oder sein*ihr Label ablegen. Viele sind der Ansicht, dass auch ohne Label selbstbestimmtes handeln möglich ist und, dass sie es für sich nicht brauchen.<br />
Im Gegensatz dazu ist das Finden eines geeigneten Labels für einige befreiend und bildend, da sie sich und die Kultur hinter dem Label besser kennenlernen.<br />
Wer sich keinem Label zuordnen möchte ist nicht unwissender als die Personen, die ebendies tun. Und heterosexuelle Menschen müssen sich ihr Label ja auch nicht auflegen. Fakt ist, dass sexuelle Identitäten persönlich sind und eine Zuschreibung von außen nicht gültig ist.</p>
<p><strong>Legende:</strong><br />
<strong>Heterosexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für das andere Geschlecht<br />
<strong>Homosexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für das gleiche Geschlecht<br />
<strong>Bisexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für „beide“ Geschlechter (Junge und Mädchen)<br />
<strong>Pansexualität</strong> = Gefühle und sexuelles Interesse für alle Geschlechter, ungeachtet deren Genitalien oder Identitäten<br />
<strong>Transident</strong> = Die eigene Geschlechterwahrnehmung ist nicht mit dem Körper, in dem eine Person geboren wurde, identisch. Bsp: Eine Person wurde in einem Mädchenkörper geboren, ist aber ein Junge. Nach ärztlichen Besprechungen und Untersuchungen kann die Person Testosteron nehmen, um den Körper an die eigene Identität anzupassen und ein „männliches“ Erscheinungsbild zu erlangen.<br />
<strong>Inneres Outing</strong> = das ‚innere Outing‘ bezeichnet den Prozess, der durchlaufen wird, wenn einer*m bewusst wird, dass die eigene Sexualität außerhalb der gesellschaftlichen Norm liegt<br />
<strong>Codes</strong> = werden eingesetzt, um zu zeigen, dass man zu einer bestimmten Gruppe gehört bzw. um von anderen aus der Gruppe erkannt zu werden (z.B. die Regenbogenflagge bei Homosexuellen). De-Codierung heißt hier, dass man in der Lage ist, diese Codes auch zu lesen.<br />
<strong>Queer</strong> = Sammelbegriff für alle Menschen, die sich als nicht-heterosexuell definieren und/oder sich nicht mit ihrem geborenen Körper identifizieren (Transident, Genderqueer, Schwul, Bisexuell, Lesbisch und viele mehr)</p>
<p><strong> </strong><br />
<strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ihr fühlt euch in eurer Transsexualität nicht ernst genommen? #teamtrans* berät euch auf dem <span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=-uLH3uLyQlk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube-Kanal von queerblick</a></strong>.</span></li>
<li>Amintas <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Plädoyer gegen Homophobie</strong>.</a></span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interviews mit queeren Slammer*innen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/06/queere-slammerinnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jun 2019 07:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
		<category><![CDATA[trans*]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Autor Sven Hensel ist selbst als Slammer im ganzen deutschsprachigen Raum unterwegs, zudem veranstaltet er einen Queer Slam in Dortmund. Und jetzt hat er für uns auch noch Interviews mit queeren Slammer*innen aus Deutschland und der Schweiz geführt! Die ersten beiden haben wir heute schon für euch. Und los geht&#8217;s! Felix Kempter, Deutschland Sven: Wer]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser Autor Sven Hensel ist selbst als Slammer im ganzen deutschsprachigen Raum unterwegs, zudem veranstaltet er einen Queer Slam in Dortmund. Und jetzt hat er für uns auch noch Interviews mit queeren Slammer*innen aus Deutschland und der Schweiz geführt! Die ersten beiden haben wir heute schon für euch. Und los geht&#8217;s!</strong></p>
<p><span id="more-11529"></span></p>
<p><em><strong>Felix Kempter, Deutschland</strong></em></p>
<p><strong>Sven: </strong>Wer bist du, hast du ein Label und seid wann trittst du auf?</p>
<p><strong>Felix: </strong>Meist, wenn wer fragt, sage ich <em>bi</em>, aber ich verlieb‘ mich in Menschen und keine Geschlechter. <em>Pan</em>mag ich für mich nicht als Label, weil ich dabei immer an griechische Fabelwesen denken muss- Mir ist der Mensch wichtig, egal welche Pronomen. Hauptsache ist, die Gefühle sind da. Ich bin seit fünf Jahren Poetry Slammer und seit neun Jahren stehe ich mit Musik auf der Bühne.</p>
<p><strong>Sven: </strong>Ist deine queere Identität auf der Bühne ein Gesprächspunkt, und wenn ja, warum?</p>
<p><strong>Felix: </strong>Bei mir ist die queere Identität immer implizit, ich achte, wenn es um Liebe geht, auf geschlechtsneutrale Wortwahl, besonders in der Musik, aber auch in Texten.<br />
Ich habe zwei explizit queere Texte in Bezug auf Männer, in denen es darum geht, dass Männer unglaublich sexy sein können. Ich habe auch fast einen Sextext fertig.</p>
<p><strong>Sven: </strong>Worüber schreibst du sonst so?</p>
<p><strong>Felix: </strong>Gute Frage, ich schreib‘ viel über Liebe, ist halt ein großes Thema für mich. Ansonsten, klingt vielleicht doof, aber die sonstigen Texte lassen sich mit Zahlen und Missstände zusammenfassen: Politische und passionierte Texte, die sich dann doch mit Binaritäten auseinandersetzen.</p>
<p><strong>Sven: </strong>Wie fühlt es sich für dich als queerer Mensch Backstage/Szeneintern an?</p>
<p><strong>Felix: </strong>Also in der Szene selbst fühle ich mich wohl, da habe ich nie irgendwelche negativen Erfahrungen gemacht. Vor meinem eigenen Outing wurde ich wegen meines Auftretens von anderen als <em>schwul</em>gelabeled, die sind da einfach mal von ausgegangen, obwohl ich schon mit einer Freundin mal zu Veranstaltungen gegangen bin. Deswegen hab‘ ich keine Ahnung, ob die mich anders behandelt hätten, kann man positiv oder negativ sehen. Aber an und für sich ist für mich der Backstage ein Safe Space, weil der Ruhrpott (wo ich lebe und auftrete) viele offen queer lebende und performende Poet*innen hat. Im Ruhrpott trifft man selten auf Antihaltung, wenn queere Texte gelesen werden, anderorts sind die Leute dem aber teils etwas überdrüssig und schweifen mit der Aufmerksamkeit ab, wenn mehr als ein queerer Text vorgetragen wird.</p>
<p><strong>Sven: </strong>Was wünschst du dir für die Zukunft von Queerslam und Poetry Slam überhaupt?</p>
<p><strong>Felix: </strong>Ich fände es schön, wenn das Publikum die Texte mehr einzeln bewertet und für sich sieht, weil die Sexualität nicht ausschlaggebend für den Inhalt derer ist. Ich mag alle Liebestexte, die sollen alle gleich behandelt werden, mit offenen Ohren, und die Bühne sollte für alle ein Safe Space sein, egal ob hinter, vor oder auf ihr.</p>
<p>***</p>
<p><em><strong>Jonin Herzig, Schweiz</strong></em></p>
<p><strong>Sven: </strong>Wer bist du, hast du ein Label und seit wann trittst du auf?</p>
<p><strong>Jonin: </strong>Ich bin Jonin Herzig, meine Labels sind <em>transmaskulin </em>und <em>queer</em>. Ich trete seit 2014 auf Slam Bühnen auf.</p>
<p><strong>Sven: </strong>Ist deine queere Identität auf der Bühne ein Gesprächspunkt, und wenn ja, warum?</p>
<p><strong>Jonin: </strong>Ja ist sie, besonders meine Transidentität. Einerseits weil es besonders zu Beginn meiner Transition für mich persönlich sehr wichtig war, um mich in meiner Identität zu bestärken, aber auch dem Publikum, Mitauftretenden und Veranstaltenden meine neu ausgelebte Identität klarzumachen. Ich slammte bereits seit vier Jahren, weshalb es oft einfacher war, meine Identität auf der Bühne zu thematisieren, anstatt jeder*m Einzelnen direkt zu erklären. Andererseits, was heute mehr der Fall ist, weil es mir wichtig ist, dass queere Themen auf Bühnen thematisiert werden &#8211; und zwar von queeren Menschen. Dass wir selbst unsere Geschichten und Erfahrungen direkt erzählen können und es nicht in der Versenkung verschwindet oder andere, also <em>cis</em>&#8211;<em>hetero</em>Menschen unsere Geschichten &#8211; womöglich verfälscht und aus einer cisheteronormativen Perspektive erzählen.</p>
<p><strong>Sven: </strong>Worüber schreibst du sonst so?</p>
<p><strong>Jonin: </strong>Über alles und nichts! Nein, meistens sind es (gesellschafts-) politische Themen und Fragen, die in meinen Leben auftun und mich beschäftigen.</p>
<p><strong>Sven: </strong>Wie fühlt es sich Backstage/Szeneintern für dich als queerer Mensch an?</p>
<p><strong>Jonin: </strong>Eigentlich sehr gut. Es sind ja auch nicht wenige queere Menschen an Slams unterwegs. Aber am Anfang meiner Transition war es schwierig für mich, da ich selbst noch sehr unsicher war und ich oft nicht wusste, wer jetzt genau schon vom neuen Namen und den anderen Pronomen wusste. Leute aufzuklären und bei Fehlern zu korrigieren, war oft anstrengend, was heute für mich nicht mehr der Fall ist, einerseits weil alle jetzt wissen, dass ich jetzt Jonin heisse, andererseits weil ich glaube, dass in der letzten Zeit die Awareness für queere Themen szeneintern gestiegen ist und sich so heute immer wieder sehr schöne und wichtige Gespräche in Backstages ergeben.</p>
<p><strong>Sven: </strong>Was wünscht du dir für die Zukunft von Slam, Queerslam und beidem zusammen?</p>
<p><strong>Jonin: </strong>Dass es weiter in die Richtung geht, die heute schon da ist. Dass weiter über queere Themen im Slamkontext gesprochen wird, dass weiter anständig und respektvoll gefragt wird, wenn sich Leute unsicher sind, wenn es zum Beispiel um Heteronormativität auf Bühnen oder geschlechtsneutrale (An-) Moderationen geht. Und natürlich ganz wichtig, dass weiterhin und noch mehr queeren Menschen Bühnen geboten werden.</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Was Sven Hensel auf der Bühne so treibt, könnt ihr euch <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sven-hensel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier anschauen und hören</strong></a>!</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kein Kompliment</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2019/06/kein-kompliment-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2019 07:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[“Toll, dass ihr zu eurer Homosexualität steht!” – Diesen Satz bekommen schwule und lesbische Paare manchmal zu hören, wenn sie Hand in Hand durch die Straßen spazieren. Queerblick dreht den Spieß um und zeigt, wie Heteros reagieren, wenn Fremde einfach ungefragt ihre Sexualität kommentieren. Mehr dazu: Noch so ein Satz, der richtig nerven kann, ist]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>“Toll, dass ihr zu eurer Homosexualität steht!” </strong><strong>– Di</strong><strong>esen Satz bekommen schwule und lesbische Paare manchmal zu hören, wenn sie Hand in Hand durch die Straßen spazieren. Queerblick dreht den Spieß um und zeigt, wie Heteros reagieren, wenn Fremde einfach ungefragt ihre Sexualität kommentieren.</strong></p>
<p><span id="more-11496"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Noch so ein Satz, der richtig nerven kann, ist <strong><u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/05/rassismus-im-alltag-woher-kommst-du/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Woher kommst du?”</a></u> </strong>. Denn hinter dieser scheinbar so harmlosen Frage stecken oft genug zweifelhafte Hintergedanken&#8230;</li>
<li>Was wollen Schwule und Lesben eigentlich? Ganz einfach: In Ruge gelassen werden. So beschreibt es zumindest Aminta in ihrem <strong><u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plädoyer gegen Homofeindlichkeit.</a></u></strong></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>meinTestgelände 2018</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/12/meintestgelaende-2018/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2018 11:30:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2018]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Ende des Jahres ist es immer schön kurz inne zu halten und auf das Geschehene zurück zu blicken. Das wollen wir an dieser Stelle tun und euch ein Potpourri der Beiträge auf meintestgelände.de aus 2018 zeigen. Vielen Dank an alle Autor_innen und Redaktionsgruppen für eure tolle Arbeit. &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Ende des Jahres ist es immer schön kurz inne zu halten und auf das Geschehene zurück zu blicken. Das wollen wir an dieser Stelle tun und euch ein Potpourri der Beiträge auf meintestgelände.de aus 2018 zeigen. </strong><strong>Vielen Dank an alle Autor_innen und Redaktionsgruppen für eure tolle Arbeit.</strong></p>
<p><span id="more-11209"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rundballtreten nur für Penisträger?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/10/rundballtreten-nur-fuer-penistraeger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Oct 2018 07:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterklischees]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Männerbild]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom 12. bis 14. Oktober haben sich Autor*innen und Redaktionsgruppen von meinTestgelände zusammen mit dem Referenten Jan Duensing in Hannover getroffen und sich intensiv mit dem Thema &#8222;Gender und Fußball&#8220; auseinandergesetzt. Hier erlangt ihr einen kleinen Einblick von unserem Workshop. Warum gilt Fußball als Männersport? Wieso halten viele Fans Christiano Ronaldo für schwul? Und woher]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Vom 12. bis 14. Oktober haben sich Autor*innen und Redaktionsgruppen von meinTestgelände zusammen mit dem Referenten Jan Duensing in Hannover getroffen und sich intensiv mit dem Thema &#8222;Gender und Fußball&#8220; auseinandergesetzt. Hier erlangt ihr einen kleinen Einblick von unserem Workshop.</b></p>
<p><span id="more-11031"></span></p>
<p class="p1">Warum gilt Fußball als Männersport? Wieso halten viele Fans Christiano Ronaldo für schwul? Und woher kommt das Vorurteil, dass alle Fußballerinnen Lesben seien? Es gab viele Fragen mit denen sich die Teilnehmenden des Workshops von MeinTestgelände rund um das Thema „Gender und Fußball“ vom 12. bis 14. Oktober beschäftigen konnten. Dabei galt es zunächst einmal zu ergründen, wo eigentlich die Interessen der Gruppe liegen. Und schon hier wurde deutlich: Das Thema ist extrem groß. Vom Verhältnis von Hooligans und Ultras über Rassismus bis hin zur Steuerhinterziehung von Fußballern wurde einiges auf die Tagesordnung gesetzt. Die Teilnehmenden kamen dabei mit sehr unterschiedlichen Motivationen und teils beeindruckenden Vorerfahrungen an.</p>
<p>Am Samstag Vormittag stand erstmal im Vordergrund eine gemeinsam Wissensgrundlage zu legen. Dabei wurden viele Themen vom Vortag wieder aufgegriffen und vertieft. Die anhand von Bilderkarten angerissenen Inhalte wurden in der Folge zum Themenblöcken zusammengefasst und die Teilnehmenden konnten sich jeweils einem dieser Blöcke zuordnen. Ziel dessen war es, einen noch besseren Einblick in die Bereiche „Neue Männerbilder“, „Rassismus“, „Homophobie“, „Fankultur“ oder „Frauen im Fußball“ zu bekommen. Die anschließende Plakatpräsentationen machten deutlich, dass das mehr als gelungen war. Schließlich hatten die Teilnehmenden noch die Möglichkeit auf Grundlage ihres neugewonnenen Wissens einen künstlerischen oder medialen Beitrag zu kreieren, zur Veröffentlichung auf MeinTestgelände.</p>
<p>Durchweg gute Stimmung und hervorragendes Wetter rundeten das Wochenende für alle Beteiligten ab. So war einer der wenigen Kritikpunkte in der abschließenden Feedbackrunde, dass die Zeit eigentlich zu kurz war und man eigentlich noch mehr hätte erfahren wollen.</p>
<p class="p1"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-11032 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/10/2018-10-23-11.44.39-450x600.jpg" alt="" width="450" height="600" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/10/2018-10-23-11.44.39-450x600.jpg 450w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/10/2018-10-23-11.44.39-225x300.jpg 225w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/10/2018-10-23-11.44.39-768x1024.jpg 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/10/2018-10-23-11.44.39.jpg 960w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /> <img decoding="async" class="size-large wp-image-11033 aligncenter" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/10/2018-10-23-11.44.49-800x600.jpg" alt="" width="700" height="525" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2018/10/2018-10-23-11.44.49-800x600.jpg 800w, 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			</item>
		<item>
		<title>Queerslam 2018: Julian – Ich tue immer zu viel Milch in meine Eier</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/10/queerslam-2018/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Poetry Slam]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2018 07:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Out]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch dieses Jahr haben wir wieder einige Poetry Slam-Texte vom Queerslam für euch. Den Anfang macht Julian mit einem Text über einen Familienurlaub auf Sylt, das dort stattfindende Outing vor seiner Oma und ein gemeinsames Frühstück mit ihr. Schaut am besten selbst rein. Mehr dazu: Hier gibt es einen Beitrag vom letztjährigen Queerslam. Und hier]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch dieses Jahr haben wir wieder einige Poetry Slam-Texte vom Queerslam für euch. Den Anfang macht Julian mit einem Text über einen Familienurlaub auf Sylt, das dort stattfindende Outing vor seiner Oma und ein gemeinsames Frühstück mit ihr. Schaut am besten selbst rein.</strong></p>
<p><span id="more-10991"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/02/selina-liebert-geschwisterliebe/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier gibt es einen Beitrag</strong></a> vom letztjährigen Queerslam.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier einen Poetry Slam-Text von Sven Hensel, in dem es darum geht, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/03/pizza-margherita/" target="_blank" rel="noopener"><strong>mit den Eltern über Homosexualität zu sprechen</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sophia Pythagoras &#8211; Die Entstehung der Heterosexualität</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/entstehung-heterosexualitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jeco]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2018 07:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute stellen wir euch unsere neue Autorin Sophia Pythagoras vor: Sie hat sich im Rahmen eines Projekts mit der Frage auseinandergesetzt, seit wann es eigentlich das Konzept der Heterosexualität gibt und woher es kommt. Heraus gekommen ist ein spannender Kurzfilm, den Sophie nicht nur selbst gedreht hat &#8211; auch alle Zeichnungen sind handgemalt und bewegt!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute stellen wir euch unsere neue Autorin Sophia Pythagoras vor: Sie hat sich im Rahmen eines Projekts mit der Frage auseinandergesetzt, seit wann es eigentlich das Konzept der Heterosexualität gibt und woher es kommt. Heraus gekommen ist ein spannender Kurzfilm, den Sophie nicht nur selbst gedreht hat &#8211; auch alle Zeichnungen sind handgemalt und bewegt!</strong></p>
<p><span id="more-10917"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Die lange Version des Films könnt ihr <a href="https://youtu.be/RpNz54wc3BI" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>hier nachschauen</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier könnt ihr euch eine Bildergeschichte zum Thema „<a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/04/auf-dem-sprung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Ehe für alle</strong></a>“ anschauen.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Brauchen wir den CSD eigentlich noch?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/09/csd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2018 07:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Über den Sommer hat in vielen Städten weltweit der Christopher Street Day stattgefunden. Überall wurde friedlich gefeiert, viele Menschen waren für Gleichberechtigung und Stärkung der Rechte von queeren Menschen auf der Straße. Unsere Autorin hat sich auf dem CSD in Berlin umgehört, wozu es den CSD in der heutigen Zeit, wo zum Beispiel die Ehe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über den Sommer hat in vielen Städten weltweit der Christopher Street Day stattgefunden. Überall wurde friedlich gefeiert, viele Menschen waren für Gleichberechtigung und Stärkung der Rechte von queeren Menschen auf der Straße. Unsere Autorin hat sich auf dem CSD in Berlin umgehört, wozu es den CSD in der heutigen Zeit, wo zum Beispiel die <em>Ehe für alle</em> endlich beschlossen wurde, noch braucht.  </strong><span id="more-10891"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier gibt es einen weiteren Text von Sophia zum Thema „<a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Vorurteile gegenüber Bisexualität</strong></a>“.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier einen von Mare, in dem sie beschreibt, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/07/remembering-orlando-was-mir-die-regenbogenflagge-bedeutet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>was ihr die Regenbogenflagge bedeutet</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Christian Ritter: Gaylord 3000</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/06/christian-ritter-gaylord3000/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Poetry Slam]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jun 2018 07:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[Christian ist schwul. In diesem Video hat er die Sprüche, die er als homosexueller Mann so zu hören bekommt, mal auf heterosexuelle Menschen umgedreht. Wer es bisher also noch nicht gemerkt hat, checkt allerspätestens nach diesem Video, wie absurd diese sind. Mehr dazu:  Mehr Infos zu Christian findet ihr auf seiner Homepage. Und hier findet]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Christian ist schwul. In diesem Video hat er die Sprüche, die er als homosexueller Mann so zu hören bekommt, mal auf heterosexuelle Menschen umgedreht. Wer es bisher also noch nicht gemerkt hat, checkt allerspätestens nach diesem Video, wie absurd diese sind.</strong></p>
<p><span id="more-10667"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><strong> </strong><span style="font-size: 1.14285rem;">Mehr Infos zu Christian findet ihr <a href="https://christianritter.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>auf seiner Homepage</strong></a>.</span></li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/03/pizza-margherita/" target="_blank" rel="noopener"><strong>einen weiteren Poetry Slam-Text</strong></a>, in dem Homosexualität das Thema ist. Diesmal von Sven Hensel.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf dem Sprung in die große Liebe</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/04/auf-dem-sprung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Schicha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2018 07:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Robin Schicha hat uns mit seiner Geschichte von den zwei schwulen Fröschen Max und Florian so begeistert, dass wir uns entschieden haben, diese nochmal als Video zu veröffentlichen. Schaut mal rein! Mehr dazu: Hier könnt ihr euch die Geschichte nochmal im ursprünglichen Format anschauen. Und hier geht&#8217;s zu Robin Schichas Webseite. &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Robin Schicha hat uns mit seiner Geschichte von den zwei schwulen Fröschen Max und Florian so begeistert, dass wir uns entschieden haben, diese nochmal als Video zu veröffentlichen.</strong></p>
<p><strong>Schaut mal rein!</strong></p>
<p><span id="more-10493"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier könnt ihr euch die Geschichte nochmal <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/10148/" target="_blank" rel="noopener"><strong>im ursprünglichen Format</strong></a> anschauen.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier geht&#8217;s zu <a href="http://robin-schicha.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Robin Schichas Webseite</strong></a>.</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Szenenwechsel/Letzte Nachricht</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/03/szenenwechsel-letzte-nachricht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Veronika Rieger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 07:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum Ende der Woche haben wir noch einen wunderbaren Poetry Slam-Text für euch. Veronika Rieger spricht darin über Menschen, die an sich zweifeln und die ihr Leben so nicht weiter führen wollen&#8230; Mehr dazu: Hier gibt es nochmal den Poetry Slam-Text von Sven Hensel. Und hier gibt es einen Text von Mare &#8211; darüber, wie sie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Ende der Woche haben wir noch einen wunderbaren Poetry Slam-Text für euch. Veronika Rieger spricht darin über Menschen, die an sich zweifeln und die ihr Leben so nicht weiter führen wollen&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-10466"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier gibt es nochmal <a href="https://www.youtube.com/watch?v=E2W64-c3qpY&amp;t=100s" target="_blank" rel="noopener"><strong>den Poetry Slam-Text</strong></a> von Sven Hensel.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/11/ich-geschlecht/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier gibt es einen Text von Mare</strong></a> &#8211; darüber, wie sie sich von Klischees und Stereotypen befreit hat.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pizza Margherita</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/03/pizza-margherita/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sven Hensel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Mar 2018 07:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir freuen uns, Sven Hensel neu bei meinTestgelände zu begrüßen. Als Poetry Slammer hat er schon einiges an Bühnenerfahrung gesammelt und auch sein erstes Video hier bei uns zeigt einen seiner Auftritte. Dabei geht es um die Beziehung zu seinen Eltern und darum, wie es ist, mit ihnen über Homosexualität zu sprechen. Mehr dazu: Mehr]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir freuen uns, Sven Hensel neu bei meinTestgelände zu begrüßen. Als Poetry Slammer hat er schon einiges an Bühnenerfahrung gesammelt und auch sein erstes Video hier bei uns zeigt einen seiner Auftritte. Dabei geht es um die Beziehung zu seinen Eltern und darum, wie es ist, mit ihnen über Homosexualität zu sprechen.</strong></p>
<p><span id="more-10458"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Mehr tolle Poetry Slam-Texte findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/poetry-slam/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier könnt ihr nochmal in die <a href="https://www.meintestgelaende.de/2018/02/talkrunde-selbstbestimmung-1/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Talkrunde zum Thema Selbstbestimmung</strong></a> reinschauen.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Talkrunde zum Thema Selbstbestimmung – Teil 2</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/02/selbstbestimmung-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jeco]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute seht ihr den zweiten Teil der Talkrunde zum Thema Selbstbestimmung. Conrad spricht mit Jaecki Schwarz, Marcus Urban, Elke Prinz und Andre Tischew darüber, wie selbstbestimmt man als schwuler, lesbischer oder transgeschlechtliche_r Mensch in Deutschland leben kann. Mehr dazu: Hier könnt ihr den ersten Teil der Talkrunde nochmal anschauen. Und hier gibt&#8217;s eine wunderschöne Bildergeschichte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute seht ihr den zweiten Teil der Talkrunde zum Thema Selbstbestimmung. Conrad spricht mit Jaecki Schwarz, Marcus Urban, Elke Prinz und Andre Tischew darüber, wie selbstbestimmt man als schwuler, lesbischer oder transgeschlechtliche_r Mensch in Deutschland leben kann.</strong></p>
<p><span id="more-10360"></span><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Hier könnt ihr den <a href="https://youtu.be/i_i5iCwEUTg" target="_blank" rel="noopener"><strong>ersten Teil der Talkrunde</strong></a> nochmal anschauen.</li>
<li>Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/11/10148/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier gibt&#8217;s eine wunderschöne Bildergeschichte</strong></a> zum Thema Ehe für Alle von Robin Schicha.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Talkrunde zum Thema Selbstbestimmung – Teil 1</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2018/02/talkrunde-selbstbestimmung-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jeco]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2018 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser Autor Conrad von der Redaktionsgruppe jeco hat sich verschiedene Gäste in seine Talkrunde eingeladen, um über das Thema Selbstbestimmung zu sprechen. Ist es heute noch ein Problem, als Schwuler, als Lesbe oder als Transgeschlechtliche_r in Deutschland selbstbestimmt zu leben?   Mehr dazu: Auf dem Profil unserer Redaktionsgruppe jeco findet ihr noch weitere spannende Interviews]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser Autor Conrad von der Redaktionsgruppe jeco hat sich verschiedene Gäste in seine Talkrunde eingeladen, um über das Thema Selbstbestimmung zu sprechen. Ist es heute noch ein Problem, als Schwuler, als Lesbe oder als Transgeschlechtliche_r in Deutschland selbstbestimmt zu leben?</strong></p>
<p><span id="more-10356"></span><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/author/jeco/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Auf dem Profil</strong></a> unserer Redaktionsgruppe jeco findet ihr noch weitere spannende Interviews von Conrad.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Hier seht ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/freiheit-freundschaft/" target="_blank" rel="noopener"><strong>einen Film</strong></a> zu den Themen Freiheit und Freundschaft.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf dem Sprung in die große Liebe</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/10148/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/10148/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robin Schicha]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Nov 2017 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Wochenende starten wir ganz im Zeichen der Liebe. Unser neuer Autor Robin Schicha hat eine traumhaft schöne Geschichte über das schwule Froschpärchen Max und Florian und deren Start in ein gemeinsames Leben gezeichnet. &#160; &#160; &#160; Mehr dazu: Hier findet ihr mehr Informationen zu unseren neuen Autor Robin Schicha. Und hier einen Song von]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Wochenende starten wir ganz im Zeichen der Liebe. Unser neuer Autor Robin Schicha hat eine traumhaft schöne Geschichte über das schwule Froschpärchen Max und Florian und deren Start in ein gemeinsames Leben gezeichnet.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-10169" src="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2017/11/Robin-Schicha-Max-und-Florian-auf-dem-Sprung-in-die-große-Liebe-800x500.png" alt="" width="700" height="438" srcset="https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2017/11/Robin-Schicha-Max-und-Florian-auf-dem-Sprung-in-die-große-Liebe-800x500.png 800w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2017/11/Robin-Schicha-Max-und-Florian-auf-dem-Sprung-in-die-große-Liebe-300x188.png 300w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2017/11/Robin-Schicha-Max-und-Florian-auf-dem-Sprung-in-die-große-Liebe-768x480.png 768w, https://www.meintestgelaende.de/wp-content/uploads/2017/11/Robin-Schicha-Max-und-Florian-auf-dem-Sprung-in-die-große-Liebe.png 1280w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-10170" 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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier findet ihr mehr Informationen zu unseren neuen Autor <a href="http://robin-schicha.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Robin Schicha</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und hier einen Song von Sookee, passend zum Thema: „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=E1zaKaP6i4o" target="_blank" rel="noopener"><strong>Queere Tiere</strong></a>“.</span></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>H. erzählt &#8211; Teil 2</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/11/h-erzaehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2017 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Im ersten Teil seines Berichts ging es darum, wie H. feststellte, dass er auf Jungs steht, welche Gedanken ihn daraufhin beschäftigten und wie seine Freund*innen reagierten. Im zweiten Teil spricht H. ausführlich über die Reaktion seiner strenggläubigen Eltern und deren Versuch, ihn von seiner Homosexualität zu „heilen“. Meine Familie erwartet, dass ich mich männlich verhalte.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im ersten Teil seines Berichts ging es darum, wie H. feststellte, dass er auf Jungs steht, welche Gedanken ihn daraufhin beschäftigten und wie seine Freund*innen reagierten. Im zweiten Teil spricht H. ausführlich über die Reaktion seiner strenggläubigen Eltern und deren Versuch, ihn von seiner Homosexualität zu „heilen“.</strong></p>
<p><span id="more-9828"></span></p>
<p>Meine Familie erwartet, dass ich mich männlich verhalte.</p>
<p>Zuhause kann ich nicht sein wie ich bin. Ich bewege mich anders, breitbeiniger – so wie Jungs eben laufen, ich spreche anders – und vermeide viele Themen, die mich eigentlich interessieren. Es ist wie eine Veränderung meines Wesens um 180 Grad. Ich bin eine große Enttäuschung für meinen Vater – zu 100 Prozent.</p>
<p>Wenn mein Vater mich sehen würde, wie ich mit Mädchen spreche und später – wenn ich mich schminken würde, so wie ich es gerne will, würde er denken, das ist nicht mein Sohn.</p>
<p>Schwierig ist es, seit ich meinen Eltern gesagt habe, dass ich schwul bin. Ich lag am Neujahrsmorgen im Bett und habe überlegt, was wohl passiert, wenn ich es ihnen sage. Der Gedanke kam ganz plötzlich und hat mich nicht mehr losgelassen. Das war so ein dummer Gedanke von mir! Und ich dachte: &#8222;Nein, auf keinen Fall!&#8220; aber der Gedanke kam immer wieder. Beide waren im Wohnzimmer, meine kleinen Schwestern haben noch geschlafen und ich hatte das Gefühl, ich muss es ihnen sagen. Ich wusste, sie werden furchtbar reagieren. Wir sind sehr christlich, ich bin von klein auf in die Kirche gegangen und es war klar, dass sie es nicht akzeptieren würden. Aber es sind meine Eltern und früher oder später würden sie es sowieso von mir erfahren.</p>
<p>Man hat keinen besten Zeitpunkt es zu sagen. Es gibt keinen besten Zeitpunkt &#8211; für gar nichts.</p>
<p>Ich lag eine Stunde im Bett und habe mit mir gerungen. Ich hatte große Angst, aber ich bin dann ins Wohnzimmer und habe mich an den Tisch gesetzt. Meine Eltern saßen auf der Couch, mein Vater hat ferngesehen, meine Mutter war auf das Handy konzentriert.</p>
<p>Ich habe gesagt: &#8222;Hört mal zu &#8211; ich steh auf Jungs.&#8220;</p>
<p>Mein Vater hat den Fernseher ausgemacht und enttäuscht geguckt. Meine Mutter hat es noch nicht geblickt. Mein Vater hat dann mit total enttäuschter Stimme gefragt: &#8222;Hast du gehört, was er gesagt hat?&#8220; &#8222;Nein&#8220; hat meine Mutter geantwortet und ich musste es wiederholen.</p>
<p>&#8222;Ich steh auf Jungs&#8220; habe ich dann noch einmal gesagt.</p>
<p>Meine Mutter hat angefangen zu weinen, mein Vater war kurz davor. Sie haben gesagt, dass das etwas ist, wovor sie schon eine längere Zeit Angst hätten, dass es passieren würde.</p>
<p>Mein Vater hatte mich schon sieben bis acht Monate davor einmal gefragt, ob ich auf Jungs stehe und ich hatte &#8222;Nein&#8220; gesagt. Er hat sich Gedanken und Sorgen gemacht, weil ich nicht Fußball dafür aber gern Theater spiele, weil ich viel mit Mädchen mache und fast nichts mit Jungs. Und mich nicht für Autos interessiere.</p>
<p>Das läuft so ab: er sagt mit Begeisterung:&#8220; Oh, schau dir das Auto an!&#8220; und ich sage: &#8222;Ja, es ist rot.&#8220;</p>
<p>Ich hoffe, er hat es nicht nur daraus abgeleitet, sondern auch gespürt.</p>
<p>Wir hatten dann eine zweistündige Diskussion. Meine Mutter meinte, das Jahr hätte damit furchtbar angefangen und könnte nur noch schlimmer werden.</p>
<p>Er meinte dann: Seine schlimmste Angst sei wahr geworden und das würde vom Teufel kommen. Meine Mutter hat gesagt: &#8222;Du kannst gleich gehen. Entweder entscheidest du dich für uns oder für&#8217;s Schwulsein und dann kannst du gleich gehen. Mein Vater wollte nicht, dass sie mich vor diese Entscheidung stellt, er meinte: &#8222;So etwas sagt man nicht, hör auf damit.&#8220; er hat mich etwas in Schutz genommen, aber er war sehr sauer auf mich und enttäuscht. Er sagte mir sehr klar, dass ich wissen würde, dass sie das nicht akzeptieren werden. Es wäre gut, dass ich so mutig sei, dass ich es ihnen gesagt hätte, damit sie mir helfen könnten, nicht mehr so zu sein. Er hat gefragt:</p>
<p>&#8222;Wie bist du überhaupt auf den Gedanken gekommen?&#8220;</p>
<p>Ich habe gesagt, dass das einfach passiert sei und ich mit meinen Freunden darüber gesprochen hätte und die würden das akzeptieren und mir helfen. Daraufhin ist er komplett ausgerastet. Er meinte, er hätte mir nicht erlauben dürfen diese Freunde zu treffen. Sie seien schlechter Umgang, und hätten mich ermutigt, weil sie das akzeptieren und mich damit schwul gemacht.</p>
<p>Ich habe erklärt, dass das nichts mit meinen Freunden zu tun hat, sondern dass es meine Entscheidung sei. Obwohl das ja keine Entscheidung ist &#8211; man ist schwul oder man ist es nicht. Niemand kann das beeinflussen. Ich hatte das Gefühl, wenn ich zu ihnen sagen würde, das ist keine Entscheidung, sondern ich bin einfach so, hätten sie mich &#8218;umgebracht&#8216;.</p>
<p>Mein Vater erzählte dann noch, dass Gott alle Lesben und Schwulen verbrannt hat. Ich würde vor Gott wie Dreck dastehen, denn Gott hasst solche Menschen.</p>
<p>Ich hab die ganze Zeit daran gedacht, wie man mir erzählt hat, dass Gott alle Menschen liebt. Warum dann mich nicht?</p>
<p>Aber das habe ich nicht gesagt. Meine Eltern würden nicht zuhören. Auch wenn die Wissenschaft etwas herausgefunden hätte, würden sie das nicht hören wollen.</p>
<p>Ich wusste ja, dass ihre erste Reaktion entsetzlich werden würde. Aber dass es so eskaliert und sie so hart dagegen sein würden, hatte ich nicht erwartet.</p>
<p>Mein Vater hat dann für einige Zeit täglich zwei bis drei Stunden mit mir geredet. Dazu kamen neue Regeln, wie zum Beispiel, dass ich meine Zimmertür nicht mehr zumachen darf &#8211; nur beim Hausaufgabenmachen und beim Schlafen &#8211; und nicht zu lange duschen. Er meinte, ich hätte zu viel Privatsphäre gehabt und das hätte mir nicht gut getan.</p>
<p>Sie haben täglich auf mich eingeredet &#8211; wie sehr sie leiden, dass es gegen die göttlichen Regeln ist und dass ich es schwer haben werde im Leben.</p>
<p>Wann ist es bitte schön einfach im Leben? Es wird nie einfach im Leben!</p>
<p>Ich durfte nicht mehr mit Mädchen schreiben, telefonieren nur mit Jungs &#8211; höchstens fünf Minuten &#8211; und nicht mehr in der Freizeit nach draußen. Mein Vater meinte, ich solle zeigen, dass ich mich verändern will. Dass ich komme und sie in den Arm nehme und sage, ich will mich verändern. Er sagte, ich solle zu meiner Mutter gehen und sie trösten. Sie hat nach Neujahr erst einmal drei Tage nicht mehr mit mir geredet und mich ignoriert. Ich habe dann geweint und sie haben überlegt, was sie in der Erziehung falsch gemacht haben. Sie sagten mir, siewürden lieber sterben, als mich schwul zu sehen und wenn ihnen etwas passieren würde &#8211; also wenn sie sich selbst etwas antun wegen mir &#8211; wäre ich daran schuld. Sie haben sich meinetwegen gestritten. Mein Vater meinte, dass meine Mutter mir zu viel Freiraum gelassen hätte und meine Mutter meinte, mein Vater hätte zu wenig mit mir unternommen und kein richtiges Gespräch geführt zwischen Vater und Sohn.</p>
<p>Ich habe das irgendwann nicht mehr ausgehalten und ihnen dann gesagt, dass ich mich verändern will und jetzt nicht mehr schwul bin. Wenn sie wieder davon angefangen haben &#8211; und das haben sie ständig &#8211; habe ich gesagt, dass es nicht gut ist, wenn sie mich daran erinnern, weil es dann schwerer wäre, mich zu ändern. Ich glaube, im Grunde wissen sie, dass es nicht &#8218;weg&#8216; ist.</p>
<p>Wenn ich achtzehn bin, will ich ausziehen.</p>
<p>Ich brauche keine Menschen in meinem Leben, die mich nicht mögen wie ich bin.</p>
<p>Ich habe gute Freunde, die für mich wie Familie sind. Ich finde gut, dass man jetzt heiraten darf. Das ist wirklich ein Fortschritt. Ich kann mich glücklich schätzen in einer Zeit zu leben, in der das Schwulsein von vielen akzeptiert wird und in einem Land, in dem man so leben darf.</p>
<p>Beruflich will ich ausprobieren was mir gefällt. Mein Lebensmotto muss man ein bisschen mit Ironie verstehen: &#8222;There was a time when everything was perfect and now, shit happens.&#8220;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Hier lest ihr den <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/10/h-erzaehlt-teil-1/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ersten Teil</strong></a> des Berichts von H.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">In <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/07/remembering-orlando-was-mir-die-regenbogenflagge-bedeutet/" target="_blank" rel="noopener"><strong>diesem Text</strong></a> erklärt Mare, was ihr die Regenbogenfahne bedeutet.</span></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Ich bin schwul&#8220; &#8211; H. erzählt</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/10/h-erzaehlt-teil-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anonymus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2017 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[H. steht nicht auf Fußball und findet Sport insgesamt eher uninteressant. Mit 13 hat er eine feste Freundin, aber während eines What‘s App-Chats merkt er, „ich mag – mag – mag den Jungen wirklich” – und dann wusste er, dass er schwul ist. In diesem Text (Teil 1) spricht er über sein Coming Out und]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>H. steht nicht auf Fußball und findet Sport insgesamt eher uninteressant. Mit 13 hat er eine feste Freundin, aber während eines What‘s App-Chats merkt er, „ich mag – mag – mag den Jungen wirklich” – und dann wusste er, dass er schwul ist. In diesem Text (Teil 1) spricht er über sein Coming Out und die Probleme der Familie mit seiner Homosexualität.</strong></p>
<p><span id="more-9773"></span></p>
<p>Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass ich ein Mann bin, obwohl ich gerne ein Junge bin. Ich bin weiblicher als andere Jungen. Schlimm ist für mich, dass allgemein gilt, dass Jungen und Männer sportlich sein sollen. Man sollte Fußball mögen, weil jeder Mann und jeder Junge Fußball schaut oder Fußball spielt. Wenn ich sage, dass ich keinen Fußball mag und insgesamt auch nicht gerne Sport mache, sind die anderen erstaunt und sagen: „Aber du bist doch ein Junge?“ und es ist ein Problem für sie. Das geht so weit, dass viele Jungen sich scheinbar angegriffen fühlen, wenn ich sage, dass ich keinen Fußball mag. „Wie, du magst Fußball nicht? Das spielt doch jeder Junge!“ Ich verstehe nicht, warum das für die anderen ein Problem ist.</p>
<p><strong>Es ist doch eine ganz persönliche Sache, was man mag und was nicht. </strong></p>
<p>Diese Reaktion bekomme ich in der Schule und auch in der Familie. Mein Vater war früher sehr sportlich und hat in der Auswahlmannschaft seiner Schule Fußball gespielt. Er musste das Haus putzen bevor er zum Training durfte und kann überhaupt nicht verstehen, dass ich das, was er so hart erkämpfen musste, nicht machen möchte. Sie haben Erwartungen, wie ich sein und reagieren soll.</p>
<p><strong>Man soll als Junge seine Gefühle nicht zeigen.</strong></p>
<p>Man darf nicht anfangen zu weinen wenn etwas passiert, sondern muss stark bleiben. Wenn man als Mann anfängt zu weinen, ist man gleich eine Memme. Von klein auf lernt man, dass man als Junge stark sein muss. Wenn ein Mädchen weint oder seine Emotionen zeigt, gilt das als normal. Als Junge weinst du für dich alleine. Du kannst nicht vor anderen weinen, weil du dann Schwäche zeigen würdest. Das ist das, was ich scheiße finde.</p>
<p>Ein großes Problem für meine Familie ist, dass ich schwul bin. Ich weiß das schon seit einiger Zeit. Ich war 13 und habe mit einem Jungen WhatsApp-Nachrichten getauscht. Als er auf einmal nicht mehr online war, bin ich völlig außer mir gewesen. Das ist völlig untypisch für mich. Als er dann später geantwortet hat, hatte ich so ein beruhigendes und gutes Gefühl, dass ich von meinen Reaktionen ganz irritiert war. Ich spürte: Irgendetwas ist anders. Tag für Tag wurde das Gefühl deutlicher:</p>
<p><strong>Ich mag – mag – mag den Jungen wirklich und ich wusste, dass ich schwul bin.</strong></p>
<p>Dabei war ich noch sehr unsicher, ob das so stimmt und wollte es mir noch nicht eingestehen. Vor allem, weil ich wusste, dass meine Eltern darauf komisch reagieren würden. Ich hatte nicht vor es ihnen zu sagen.</p>
<p>Ich habe dann ziemlich schnell mit einer Freundin darüber gesprochen. Ich war sehr unsicher, weil sie religiös ist und ihre Religion das sehr negativ sieht und verbietet. Sie war trotzdem für mich da und hat mir zugehört. Kurz darauf habe ich eine zweite Freundin eingeweiht. Beide haben gut reagiert. Ich hatte einfach gute Freunde. Es war toll zu sehen, dass sie zu mir stehen. Das hat mir sehr geholfen. Es ist ja schon seltsam, wenn jemand kommt und sagt, ich bin gay. Ich bin ein Mensch, der mit anderen darüber reden muss, wenn er Probleme hat, sonst raste ich aus.</p>
<p><strong>Ich war nicht unglücklich, aber sehr verwirrt, weil ich nicht wusste, bin das wirklich ich?</strong></p>
<p>Bin ich wirklich schwul? Oder bin ich es nicht und es ist nur eine Phase? Als ich dann sicher war, war es für mich etwas Normales und nichts Schlimmes. Ich hatte zuvor eben noch nie jemand Schwules gesehen – wobei eigentlich doch – aber ich hab eben nichts dabei gedacht. Vor allem nicht, dass das etwas mit mir zu tun haben könnte.</p>
<p>Zu der Zeit hatte ich eine feste Freundin. Das war seltsam, weil sich in mir alles veränderte und ich keine Gefühle mehr für sie hatte. Ich wollte die Beziehung beenden, aber nicht sagen &#8222;ich mache mit dir Schluss, weil ich auf Jungs stehe&#8220;, sondern weil ich keine Gefühle mehr für sie habe. Was ja zu diesem Zeitpunkt auch gestimmt hat. Das heißt, ich hätte sie nicht angelogen, aber auch nicht die ganze Wahrheit gesagt. Ich hatte mir vorgenommen, ihr zu einem späteren Zeitpunkt zu sagen, was sich bei mir verändert hat.</p>
<p>Ein Mädchen, das mit uns beiden befreundet war, hat bemerkt, dass ich mich verändert habe und mit mir etwas nicht stimmt. Sie hat mitbekommen, dass ich schwul bin und ist zu meiner Freundin und hat ihr gesagt, dass ich deswegen mit ihr Schluss gemacht hätte. Das fand ich Scheiße, weil ich das später selber machen wollte. Ich war sauer auf dieses Mädchen und wir hatten Streit&#8230;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>&#8222;Schwul&#8220; ist als Schimpfwort immer noch sehr geläufig. Auf dem #gelände16 haben wir uns umgehört, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/03/schwul-als-schimpfwort/" target="_blank" rel="noopener"><strong>was Jugendliche darüber denken</strong></a>.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Kevin ist schwul &#8211; und schreibt das auf ein Schild. Damit stellt er sich in die Essener City und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ich-bin-schwul-habt-ihr-fragen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>beantwortet Fragen</strong></a>.</span></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mein Soldat</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/10/mein-soldat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2017 07:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen um sich zu haben, die für oder mit uns kämpfen, ist ein gutes Gefühl. Die Redakteurin Vivi von den Sunrise Writers hat eine solche Person gefunden und ihr auch den folgenden Text gewidmet. „Mein Soldat“ ist dabei eine Metapher für den Menschen, der mit ihr kämpft &#8211; gegen die Stimmen, die sagen, dass es]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen um sich zu haben, die für oder mit uns kämpfen, ist ein gutes Gefühl. Die Redakteurin Vivi von den Sunrise Writers hat eine solche Person gefunden und ihr auch den folgenden Text gewidmet. „Mein Soldat“ ist dabei eine Metapher für den Menschen, der mit ihr kämpft &#8211; gegen die Stimmen, die sagen, dass es falsch ist, wie und wen sie liebt.</strong></p>
<p><span id="more-9739"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mein Soldat,</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir kennen uns inzwischen einen Monat, es kommt mir aber schon viel länger vor. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, nicht wahr? Deine Aufgabe ist es, Krieg zu führen. Krieg gegen die Stimmen in meinem Kopf, die mir sagen, dass ich falsch bin. Dass es falsch ist, wie ich liebe. Dass es falsch ist, wen ich liebe. Dass es falsch ist, dass ich da zu geboren wurde, Frauen lieben zu können. Dich lieben zu können.  Deine Aufgabe ist es, Krieg zu führen, doch alles, was du mir bringst, ist Frieden. Du hast die zerstrittenen Fronten in mir besänftigt. Du hast die Bomben entschärft. Du tanzt so grazil durch das Minenfeld meiner Gedanken. Der letzte Schuss ist gefallen, als du das erste Mal in meine Augen geschaut hast. Mit einem Mal wurde alles leise in meinem Kopf. Dieses Gefühl, diese Ruhe, bereitete mir fast schon Angst. Ich kannte diese Stille nicht. Ich wusste nicht, dass diese Stille so schön sein konnte, denn bisher bedeutete sie nur, dass nachgeladen wurde. Dann hast du mich geküsst. Die weißen Fahnen gingen hoch, zusammen mit unserem Regenbogen. Es kehrte langsam wieder Frieden ein.  Zwischen all den Trümmern kommen langsam wieder Blumen zum Vorschein. Sie sind noch schwach und liegen unter all den schweren Steinen, aber du hilfst mir dabei, alles wieder aufzubauen. Dich zu lieben heißt zu lernen, mich selbst zu lieben. Dich zu lieben heißt zu lernen, zu lieben, wie ich liebe. Du weißt ja gar nicht, zu was für einen zufriedenen Menschen du mich eigentlich machst. Du weißt nicht, wie wundervoll du bist. Ich weiß aber, dass in dir ebenfalls ein Krieg herrscht. Ich höre die Schüsse und sehe die Trümmer und all das tut mir so leid. Ich wünschte die Waffen würden endlich fallen. Doch lass mich dir sagen, wenn der letzte Schuss fällt, dann bin ich da. Dann räumen wir zusammen all diese Trümmer fort. Dann hissen wir ohne Angst unsere Regenbogenfahnen und sind stolz darauf, wer wir sind und wen wir lieben. Und dann pflanzen wir wieder Samen ein, damit du wieder blühen kannst. Damit wir zusammen blühen können.  In Liebe,  dein Hippie-Gesindel, Vivi </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: 400;">Hier findet ihr <a href="https://www.meintestgelaende.de/author/sunrise-writers/" target="_blank" rel="noopener"><strong>das Profil der Sunrise Writers</strong></a> und damit auch weitere schöne Texte.</span></li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Kevin von queerblick ist schwul. Damit geht er offen um und stellt sich in der Essener Innenstadt <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ich-bin-schwul-habt-ihr-fragen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>den Fragen der Passant*innen</strong></a>.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufstehen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/aufstehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2017 07:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufzustehen, die Stimme zu erheben, sich zu wehren &#8211; das ist in Fällen von Mobbing und Diskriminierung überhaupt nicht einfach. Marlon von Was geht Almanya?! schreibt, wie er das geschafft hat. Dabei ist der erste Schritt oftmals, sich selbst anzuerkennen und zu akzeptieren. Es war irgendwann im August, und die Schule fing wieder an. Normalerweise]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Aufzustehen, die Stimme zu erheben, sich zu wehren &#8211; das ist in Fällen von Mobbing und Diskriminierung überhaupt nicht einfach.</strong><span id="more-9250"></span></p>
<p><strong>Marlon von <em>Was geht Almanya?!</em> schreibt, wie er das geschafft hat. Dabei ist der erste Schritt oftmals, sich selbst anzuerkennen und zu akzeptieren.</strong></p>
<p>Es war irgendwann im August, und die Schule fing wieder an. Normalerweise wäre ich an einem solchen Tag eher traurig gewesen, aber dieses Mal hatte ich einen Grund, mich über den Schulbeginn zu freuen. Denn der heutige Tag war der erste Tag in der neuen Schule und für mich gleichzeitig ein lang ersehnter Neubeginn. Ein Neustart, bei dem alles besser laufen sollte. Ich ging also in das Schulgebäude, stieg eine Treppe hoch und dann weiter Richtung Sekretariat, um dort nachzufragen, in welchen Raum ich müsste. Die Sekretärin gab mir eine Auskunft, und ich setzte meinen Weg Richtung Ausgangstür fort. Aber kaum hatte ich das Sekretariat verlassen, bekam ich einen riesigen Schock, und mein Herz blieb für eine Augenblick stehen. Auf dem Flur waren zwei „Kraft-Proleten“. Zwei riesige Klötze, bei denen man gleich merkte, dass sie sich eher durch ihre Muskel- als durch ihre Hirnmasse definieren. Und es waren nicht nur irgendwelche Kraftprotze, sondern genau die, die mir meine gesamte Zeit in meiner alten Schule zur Hölle gemacht hatten. Warum mussten gerade diese Gorillas (Fettes Sorry an jeden Gorilla dieser Welt) unbedingt hierhin wechseln? Kaum hatten sie mich gesehen, ging es schon wieder von vorne los. Die gleichen Beleidigungen und die gleichen Schikanen, die ich in all den Jahren ertragen musste. Am Ende schubsten sie mich zu Boden und sagten mir mit einem hämischen Grinsen, sie freuten sich schon auf mehr. Als sie weg waren, stand ich auf und schüttelte mir den Staub von den Klamotten. Ich hatte mir so gewünscht, ich hätte ihnen die Meinung gegeigt, aber ich hatte zu viel Angst davor und war einfach wie gelähmt. Meine Gefühlsebene schwankte zwischen Scham, Wut und Hass auf mich selbst. Als ich meinen Weg fortsetzen wollte, kam in dem Augenblick ein Junge zu mir, der alles mitbekommen hatte. Er erzählte mir, dass ich mich nicht wegen so etwas runterkriegen lassen solle und dass er auch Ähnliches durchgemacht habe. Seit seinem Coming Out hatte er viel durchgemacht. Er musste Vieles ertragen und hatte viel einstecken müssen. Doch irgendwann hat er sich gedacht: &#8222;Ich mache das nicht mehr mit. Ich bin nun mal so wie ich bin, und wenn es ihnen nicht passt, dann haben sie halt Pech gehabt&#8220;. Seitdem er so dachte und zu sich selbst stehen konnte, war es ihm egal, was andere von ihm dachten oder über ihn sagten, verlief sein Leben in eine positive Bahn. Immer mehr Leute haben angefangen, ihn zu akzeptieren, und wenn sie es nicht taten, war es ihm einfach egal. Seine Offenheit und Ehrlichkeit haben mich sehr beeindruckt. Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt und mir den Mut gegeben, endlich den Mund aufzumachen und mir nichts mehr gefallen zu lassen. Vielleicht bin ich anders als viele andere. Aber anders sein ist cool. Und ich bin einmalig. Die beiden Jungs lassen mich mittlerweile endlich zufrieden und sagen keinen Ton mehr über mich. Ich habe gelernt, an mich zu glauben und mehr Selbstvertrauen zu haben und mich nicht mehr von Typen wie denen runterziehen zu lassen. Ich bin so wie ich bin. Und das ist auch gut so.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/author/almanya/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier</strong></a> findet ihr weitere Beiträge der Redaktionsgruppe &#8222;Was geht Almanya?!&#8220;.</li>
<li><span style="font-size: 1.14285rem;">Und <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/05/ein-anruf-der-ihr-leben-veraenderte/" target="_blank" rel="noopener"><strong>an dieser Stelle</strong></a> könnt ihr einen Text zu Mobbing im Internet lesen.</span></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Remembering Orlando: Was mir die Regenbogenflagge bedeutet</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/07/remembering-orlando-was-mir-die-regenbogenflagge-bedeutet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mare]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jul 2017 07:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Als am 12. Juni 2016 der queere Nachtclub Pulse in Orlando zur Zielscheibe eines Attentates wurde, bildeten sich weltweit spontane Mahnwachen. Der Attentäter hat Menschen getötet, verletzt und einer ganzen Community das Gefühl genommen, zumindest in selbstgeschaffenen Räumen sicher zu sein. 12. Juni 2016. Orlando, Florida. Im queeren Nachtclub Pulse findet die allwöchentliche Latin Night]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Als am 12. Juni 2016 der queere Nachtclub <em>Pulse</em> in Orlando zur Zielscheibe eines Attentates wurde, bildeten sich weltweit spontane Mahnwachen. Der Attentäter hat Menschen getötet, verletzt und einer ganzen Community das Gefühl genommen, zumindest in selbstgeschaffenen Räumen sicher zu sein.</strong></p>
<p><span id="more-9093"></span></p>
<p>12. Juni 2016. Orlando, Florida. Im queeren Nachtclub Pulse findet die allwöchentliche Latin Night statt. Zu lateinamerikanischer Musik tanzen hunderte Menschen, die in ihrer Vielfalt vor allem darin verbunden sind, hier einen geschützten Raum gefunden zu haben, wo sie ohne die üblichen Vorurteile sie selbst sein und Spaß haben können. Einige sind vielleicht zum ersten Mal in einem queeren Nachtclub und fühlen den Rausch, sich nicht verstecken zu müssen. Einige sind vielleicht schon sehr betrunken. Einige hoffen, für den Rest der Nacht jemanden zu finden. 58 werden verletzt. 49 sterben.</p>
<p>Es gibt viele Attentate, die uns erschüttern und berühren. Es gibt viele Attentate, die angesichts dieser stumpfen Gewalt die Frage aufwerfen, warum. Mich persönlich hat kein Attentat so sehr emotional aufgewühlt wie das Orlando-Shooting &#8211; auch jetzt noch.</p>
<p>Am Tag nach dem Attentat hat die Dortmunder Community spontan eine Mahnwache organisiert. Jedem, der da war, konnte man die Betroffenheit anmerken. Zwei etwa 15-jährige Mädchen hielten sich einander fest. Die Tränen flossen. Ihre Gesichter waren rotgeweint. Um ihre Schultern hing eine große Regenbogenflagge, in die sie schützend wickelten wie eine Decke. Ich fragte mich, was die Mädchen selber erlebt hatten, dass ihnen der Attentat so nahe ging. Das Bild ist hängengeblieben.</p>
<p>Ich halte es fest.</p>
<p>Jemand hat mich einmal gefragt, warum ich mich denn so viel für queere Menschen in Deutschland einsetze. Immerhin investiere ich viel Zeit da rein, aber habe doch selber seit Jahren eine heterosexuelle Beziehung. Und in Deutschland haben es die Homos doch ganz gut. Viele Rechte und niemand muss um sein Leben fürchten.</p>
<p>Ich wollte ihn fragen, ob er schon einmal eine Nacht nicht geschlafen habe. Ob er schon mal eine Nacht nicht geschlafen habe, um eine Hand zu halten, weil bei seinem Gegenüber die immer wieder gleichen Gedanken wiedergekommen sind. „Ich bin falsch. Ich bin falsch. Ich bin falsch. Ich kann das nicht mehr. Ich kann das alles nicht mehr.“</p>
<p>Diese Nächte gibt es auch in Deutschland. Immer noch viel zu oft. Genau wie die Geschichten von Jugendlichen, die nach ihrem Coming-Out von zu Hause raus mussten. Oder ins Krankenhaus. Gerade jetzt beim Schreiben dieses Textes wurde mir wieder so eine Geschichte erzählt.</p>
<p>In ihrem Kern geht es bei der Regenbogenflagge und dem Bild der zwei Mädchen für mich aber nicht um die Verfolgung und den Hass und die Gewalt und all das Schlechte, das es noch viel zu oft auf der Erde gibt.</p>
<p>Für mich geht es um Menschen, die sich umeinander kümmern und für einander da sind. Um unterschiedliche Identitäten, die voneinander lernen. Um den Mut, zu sich selbst zu stehen und sich selbst zu lieben und eine Gemeinschaft, die einem das beibringt. Um Solidarität mit Menschen, die vielleicht geographisch weit weg sind, mit denen man sich aber trotzdem verbunden fühlt.</p>
<p>Das heißt nicht, dass die Community nicht ihre Fehler hat. Auch dort findet man zum Beispiel viel zu oft Rassismus und Transfeindlichkeit an. Aber das heißt nur, dass wir nicht aufhören dürfen, an uns zu arbeiten.</p>
<p>Und vor allem geht es um dieses eine Wort, dass man schon so oft in diesem Zusammenhang gehört hat, dass es schon fast seine Bedeutung verliert, aber trotzdem noch immer wichtig ist: Stolz. Stolz auf uns. Stolz auf den Mut, man selbst zu sein. Stolz auf die Menschen, die trotz aller Widerstände Rechte und Räume erkämpft haben. Stolz, dass wir einen Ort haben an dem wir weinen können, uns gegenseitig halten können und dass dabei eine Flagge auf unserer Schulter liegt, die keinem Staat gehört, sondern uns.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Der Kurzfilm <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/orlando-wir-werden-euch-nicht-vergessen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>„ORLANDO &#8211; We will never forget you“</strong></a> will ein Zeichen gegen das Vergessen und den Übergang zur Normalität setzen.</li>
<li>Eine Anleitung der Story Teller, wie es funktioniert, <a href="https://www.meintestgelaende.de/2017/04/toleranz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>anderen Menschen gegenüber tolerant zu sein</strong></a>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorurteile gegenüber Bisexualität</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sophia]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Apr 2017 07:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bisexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Lesbisch]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen, die sich in ihrer Identität der LGBT+ Community zuordnen, müssen immer noch um Akzeptanz in der Gesellschaft und gegen Diskriminierung kämpfen. Sophia schreibt dazu aus der B-Perspektive und zeigt, in welchen Formen sie mit Bifeindlichkeit konfrontiert ist. Die “noch diskriminiertere” Orientierung? Angefangen mit Veranstaltungen wie dem Christopher Street Day bis zu Anlaufstellen für]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele Menschen, die sich in ihrer Identität der LGBT+ Community zuordnen, müssen immer noch um Akzeptanz in der Gesellschaft und gegen Diskriminierung kämpfen. Sophia schreibt dazu aus der B-Perspektive und zeigt, in welchen Formen sie mit Bifeindlichkeit konfrontiert ist.</strong></p>
<p><span id="more-7918"></span></p>
<p>Die “noch diskriminiertere” Orientierung?</p>
<p>Angefangen mit Veranstaltungen wie dem Christopher Street Day bis zu Anlaufstellen für Hilfesuchende und wachsende Akzeptanz, das ist die, glücklicherweise, immer toleranter werdende Welt vieler Homosexueller.</p>
<p>Doch was ist mit dem Rest der LGBT Gruppe wenn man das „L“ für Lesbian und das „G“ für Gay außen vor lässt?</p>
<p>Der nächste Buchstabe beschreibt eine Gruppe unter der ich mich selbst verstehe: Bisexuell. Doch ich selbst habe das Gefühl, dass sich teilweise sogar mehr Probleme hinter dieser Identität verstecken können als hinter der einer homosexuellen Person.</p>
<p>Damit möchte ich keineswegs die Probleme des homosexuellen Teils der Gesellschaft herunterspielen, denn das wäre schlichtweg unfair und falsch. Es geht ebenfalls nicht darum in irgendeiner Weise zu beweisen, dass wir „armen Bisexuellen“ es ja so viel schlimmer haben und bemitleidet werden wollen. Ich möchte lediglich die Probleme adressieren, mit denen Bisexuelle täglich im Alltag und auch (vielleicht sogar vor allem) in Internet zu kämpfen haben. Zu ihrem Glück werden Homosexuelle diese wahrscheinlich nie kennenlernen müssen.</p>
<p>Natürlich ist zunächst die allgemeine Nichtakzeptanz die jedes Mitglied der LGBT Gruppe oft kennenlernt ein sehr belastender Faktor. Jedoch müsste man meinen, dass Eltern, Freunde usw. eher mit Bisexualität klarkommen als mit Homosexualität, da man noch immer die „Chance“ auf eine heteronormative Beziehung und Familie mit Kindern hat.</p>
<p>Meine Mutter allerdings hat angefangen zu weinen als ich mich vor ihr (andeutend) geoutet habe, einfach weil es bedeutet, dass ich <em>eventuell irgendwann vielleicht einmal </em>in einer Beziehung mit einer Frau sein könnte, und das nun mal <em>schlichtweg falsch und ekelhaft</em> ist.</p>
<p>Ich bin mir sehr sicher, dass meine Situation keine Ausnahme ist.</p>
<p>Meinen Freunden hingegen hätte es nicht egaler sein können zu welchem Geschlecht ich mich hingezogen fühle oder auch nicht, worüber ich sehr froh bin. Freunde kann man sich glücklicherweise selbst aussuchen. Es wird ja auch nicht umsonst gesagt „Freunde sind die bessere Familie“.</p>
<p>Kommen wir jedoch zu den spezifischen nerv tötenden Aussagen mit welchen sich ausschließlich Bisexuelle regelmäßig herumstreiten müssen:</p>
<p><strong><em>Du wirst dich noch für eine Seite entscheiden – Bi sein ist nur eine Phase!</em></strong></p>
<p>Diese Aussage stimmt oftmals und ist auf die Erfahrung vieler Leute mit ihren homosexuellen Freunden und Bekannten zurückzuführen. Viele Homosexuelle outen sich zunächst als Bisexuell aus Unsicherheit oder auch um die Reaktion von Freunden und Familie zu erproben. Wenn diese gut verläuft verstehen sie sich nach kurzer Zeit dann oftmals als offen homosexuell. Dies ist ein sehr verständliches Verhalten. Man hat Angst vor der Reaktion und der potentiellen Abweisung. Allerdings wirft es ein sehr schlechtes Licht auf die bisexuelle Orientierung. Natürlich ist das nicht die Absicht dahinter (zumindest nehme ich das stark an), und trotzdem hat es diesen negativen Effekt.</p>
<p>Ihnen wird sehr häufig unterstellt, dass „Bisexualität nicht existiert“ und sie sich schlussendlich für „eine Seite entscheiden“. Schließlich „läuft es ja immer so ab“.</p>
<p>Dass das unglaublich nervend und beleidigend für die eigene Identität ist muss ich hier wohl kaum erwähnen.</p>
<p>Aber auch nach langer Diskussion und Argumentation gegenüber dem Umfeld und insbesondere wohl der Familie, ist das daraus resultierende Ergebnis oft „Wir reden in einem Jahr nochmal darüber, wirst ja dann sehen, dass das nur ein Hirngespinst war“.</p>
<p><strong><em>Bisexuelle sind einfach gierig und gehen fremd!</em></strong></p>
<p>Erstaunlicherweise zeigt sich die meiste Intoleranz gegenüber Bisexuellen nicht von dem heterosexuellen Teil der Gesellschaft, sondern eher von anderen Mitgliedern der LGBT Gruppe. Eigentlich sollten diese Leute am besten wissen wie es ist wegen ihrer Sexualität nicht akzeptiert zu werden. Jedoch würden viele Homosexuelle, nach einigen Umfragen, aus Prinzip keine Beziehung mit einer bisexuellen Person eingehen, aus Angst, dass der Partner fremdgehen würde. Solche Vorurteile sind irrational und leider trotzdem weit verbreitet.</p>
<p>Doch die Angst gegen das andere Geschlecht ersetzt zu werden ist nicht selten. Erfahrungen zufolge ist es kein Einzelfall, dass jemand seine Sexualität austesten möchte und besagte Person sich einmalig mit einer/em Homosexuellen einlässt, ausprobiert und danach zurück zur vorherigen heterosexuellen Beziehung rennt. Daher die häufige Scheu vor Beziehungen mit Bisexuellen.</p>
<p>Allerdings würde man diese Art von Verhalten eher als „bicourious“ anstatt bisexuell betrachten</p>
<p>Allerdings der Aspekt, dass der bisexuelle Beziehungspartner die (körperlichen) Eigenschaften des anderen Geschlechts vermissen könnte und sein Gegenüber „ihnen das nicht geben kann“, ist ein realistischeres Argument gegen eine Partnerschaft, welches oft von Homosexuellen angesprochen wird.</p>
<p>Zum Thema Bisexualität gibt es viele verbreiteten Mythen aber auch gesellschaftswissenschaftliche Studien. Sollte man jedoch seine Informationen von einem Volksmythos beziehen? Kann es denn wirklich eine wissenschaftliche Studie zu einem so persönlichen Thema wie Liebe geben? Fragen über Fragen. Am Ende sollte es jedoch jeder selbst wissen als was er sich sieht, egal was Person A, Person B oder Studie XY sagt.</p>
<p>Schlussendlich ist zu sagen, dass alle Menschen mit und ohne LGBT Identität sich gegenseitig unterstützen sollten, anstatt die Diskriminierung fortzusetzen, vor allem wenn sie diese selbst erleben mussten. Vorurteile sind Teil unserer Gesellschaft und sind nur sehr schwer abzulegen. Doch dieses Ziel weiterzuverfolgen und daran zu arbeiten sollte unsere Zukunft sein. Denn nur so wird es möglich sein in einer toleranten und sozialen Weise miteinander umzugehen. Egal ob Lesbisch, Schwul oder hetero.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Ein <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/01/other-side-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Kurzfilm</strong></a> zu Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung.</li>
<li>Und noch <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/04/gedankenflut-ein-plaedoyer-gegen-homophobie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>ein Plädoyer</strong></a> gegen Homofeindlichkeit.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.meintestgelaende.de/2017/04/vorurteile-gegenueber-bisexualitaet/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Blau/Rot/Grün</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/03/blaurotgruen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sunrise Writers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Mar 2017 08:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jungen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Outing]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine wunderbare Liebesgeschichte, die nicht lange dauert: Auf einem Konzert begegnen sich die beiden Jungen, ein kurzer Moment der Liebe entsteht und vergeht so schnell wie er kam. Trotzdem hat er tiefen Eindruck hinterlassen bei Flo von den Sunrise Writers: auch eine kurze Liebe kann eine tiefe Liebe sein, und Flo hat sie motiviert, sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine wunderbare Liebesgeschichte, die nicht lange dauert: Auf einem Konzert begegnen sich die beiden Jungen, ein kurzer Moment der Liebe entsteht und vergeht so schnell wie er kam. Trotzdem hat er tiefen Eindruck hinterlassen bei Flo von den Sunrise Writers: auch eine kurze Liebe kann eine tiefe Liebe sein, und Flo hat sie motiviert, sich endlich bei seiner Mutter outen.</strong></p>
<p><span id="more-8600"></span></p>
<p><em>Since I&#8217;ve come on home, while my body&#8217;s been a mess and I&#8217;ve missed your ginger hair and the way you like to dress…Izz Izz Izz</em></p>
<p>Wir hatten früher schon geschrieben und ich merkte, dass du jemand besonderes warst. Ich ging durch Zufall auf dieses Festival und wie durch Zufall warst du auch noch da. Wir haben uns gut verstanden.<br />
Wir hatten beide keine Ahnung von Liebe – also zumindest ich nicht.<br />
Wir hatten beide keine Ahnung von Alkohol – also zumindest ich nicht.</p>
<p>Wir beide haben wirklich keine Ahnung gehabt., wie schnell man sich doch gefallen kann – also zumindest ich.<br />
Als ich dich auf dem Festival kennengelernt hatte, in deiner Stadt, mit deinen Freunden, mit deiner Musik, glühten meine Wangen rot, wenn ich dich nur ansah. Heiß und rötlich, fast wie dein Haar.<br />
Als ich damals kennengelernt hatte, dachte ich, ich wüsste, was – oder vor allem wer mir fehlen würde.</p>
<p>Nach ein paar Drinks warst du mutig genug, mit mir auf die Tanzfläche zu gehen. Herzen schlugen härter als so mancher Sound. Hände waren schwitziger als jeder Raver auf der Tanzfläche. Wir tanzten. Eng zusammen und eng umschlungen. Wir tauschen Schweiß und später noch Speichel aus und aus Adrenalin wurde Endorphin. Aus Angst und Scheue wurde Geborgenheit und ein Wohlgefühl. Meine Hand an dein markantes Gesicht und sie streiften über deine ausgeprägten Wangenknochen.</p>
<p>Deine Hand an meiner Hüfte, so dass du mir Sicherheit gabst, falls ich falle. Mein Blick landete in deinen grünen Augen. Ein Blick in eine andere Welt. Deine Augen waren immer noch auf meine Lippen gerichtet. Du hast gelächelt. Die Lichter der Open-Air-Bühne blitzten immer im selben Rhythmus – blau, rot und grün – während die Scheinwerfer immer wieder hin und herschwankten. Mein Herz pochte zu dem schlechten Beat und mein Herz zitterte wie Wackelpudding auf einem Lautsprecher. Ich nahm die Menschenmasse gar nicht war. In diesem Moment drehte sich alles um dich.<br />
Blau. Eine royale Farbe, steht für Entschlossenheit, Freiheit und meinen Willen zur Liebe.<br />
Grün. Farbe der Hoffnung, des Glückes, der Vollkommenheit und deine unglaubliche Hingabe und Fürsorge.<br />
Und Rot. Eine ausdrucksstarke Farbe, die für starke Emotionen steht, wie dieses krasse Gefühl, das ich in diesem Moment spürte.</p>
<p>Wie die Scheinwerfer schwankten meine Gedanken hin und her. Von Sympathie und dem Gefühl auf einer Wellenlänge zu sein bis hin zu…Skepsis.<br />
Was wäre, wenn wir nichts getrunken hätten?<br />
Was wäre, wenn du nur mit mir spielst?<br />
Was wäre, wenn du eigentlich wen anders hast?<br />
Was wäre wenn? Was wäre wenn? Was wäre wenn?<br />
Ich machte mir keine weiteren Gedanken. Ich genoss den Moment der Zweisamkeit und legte meinen Kopf auf deine Brust.<br />
Das Gefühl der Geborgenheit trat ein. In verstärkter Form. Ich hörte dein Herz schlagen und es beruhigte mich. Wie eine Mutter, die ihr Kind an die Brust legt, damit es besser einschlafen kann und sich dann mit der Zeit an dessen Rhythmus gewöhnt.<br />
Oh scheiße! Wie sollte ich das nur meiner Mutter erklären? Ihr Sohn mit einem anderen Jungen! Ob sie, wenn ich ihr davon erzähle, sich schon gedanklich von ihren Enkelkindern verabschiedet, die sie immer wollte? Wird sie gelassen? Traurig? Wütend? Oder einfach nur enttäuscht?<br />
Ich lenkte mich lieber ab und dachte an deine Eltern und wie verdammt cool sie waren, dich in diesem Alter auf ein Festival zu lassen. Außerdem wollte ich ihnen einen Preis geben für das attraktivste Kind der Welt.<br />
Du tratst auf meinen Fuß und der Abdruck blieb. Normalerweise mag ich sowas gar nicht, aber bei dir machte es mir nichts aus.<br />
Das Lied wechselte und ich hatte schon 16 verpasste Anrufe von meiner Mutter, also brachtest du mich zum Bahnhof. Hand in Hand, durch die Innenstadt. Dumme Sprüche und Blicke war ich schon immer gewöhnt und in meinem Zustand fiel es mir nicht mal auf.<br />
Blau, rot und grün. Meine blauen Augen, deine grünen Augen und die stärkste Emotion, die Menschen verbindet: rot.<br />
Aber du hast dich nicht mehr blicken lassen. Nie mehr. Als wäre das alles nie gewesen. Eine Liebesgeschichte sollte es nicht werden, aber genau wie der Fußabdruck auf meinem Schuh hast du einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Es ist mittlerweile lange her, aber ich habe dazugelernt. Ich habe gelernt, dass die kleinen Momente im Leben gar nicht klein sind. Sie prägen sich ein und eine Person reift in solchen Momenten. Jeder Moment im Leben trägt eine Geschichte. Ich hätte nur gehofft, dass du ein Teil meiner Geschichte geworden wärst.<br />
Nicht jeder kann haben, was er will, sei es Reichtum, Macht, Ruhm oder eben die große Liebe auf der Tanzfläche bei einem Technofestival. Es ist auch nicht schlimm, solche Erfahrungen zu machen.<br />
Wenn man gewinnt, gewinnt man und wenn man nicht gewinnt, lernt man.</p>
<p><em>And I’ve missed your ginger hair and the way you like to dress…</em></p>
<p>Aber traurig muss man um sowas nicht sein, auch wenn jeder Tanz einmal zu Ende geht.<br />
Und ein gutes Ende gibt es trotzdem &#8211; ich habe mich wegen dir endlich bei meiner Mutter geoutet. Sie war weder traurig, noch wütend oder enttäuscht. Stattdessen hat sie mich getröstet, als ich wegen dir traurig war.</p>
<p>Nutzt also jede Gelegenheit, es schadet nicht!<br />
Carpe Diem!<br />
<b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Das Leben ist zu kurz für Vorurteile: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/10/das-leben-ist-zu-spannend-fuer-vorurteile/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>In diesem Interview</strong></a> plaudert Conrad von der Redaktion Jeco mit dem Journalisten Jan Feddersen.</li>
<li>Und <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/kein-kompliment/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in diesem Video</a></strong> zeigt queerblick, wie Heteros reagieren, wenn man ungefragt ihre Sexualität hinterfragt.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich bin schwul, habt ihr Fragen?</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ich-bin-schwul-habt-ihr-fragen/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2017/02/ich-bin-schwul-habt-ihr-fragen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2017 08:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Liebe_n]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Kevin von queerblick ist schwul und möchte Menschen auffordern, ihre Vorbehalte, aber auch ihre Fragen mit ihm zu besprechen. Deshalb hat er sich mit einem Schild in der Hand in die Essener Innenstadt aufgemacht: &#8222;Ich bin schwul &#8211; habt ihr Fragen?&#8220; Die anderen Redaktionsgruppenmitglieder haben sehr unterschiedliche Fragen, Antworten und Reaktionen aufgenommen, die ihr in diesem Video anschauen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kevin von <em>queerblick</em> ist schwul und möchte Menschen auffordern, ihre Vorbehalte, aber auch ihre Fragen mit ihm zu besprechen. Deshalb hat er sich mit einem Schild in der Hand in die Essener Innenstadt aufgemacht: &#8222;Ich bin schwul &#8211; habt ihr Fragen?&#8220; Die anderen Redaktionsgruppenmitglieder haben sehr unterschiedliche Fragen, Antworten und Reaktionen aufgenommen, die ihr in diesem Video anschauen könnt.</strong></p>
<p><span id="more-8594"></span></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li>Noch ein Video: <strong><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/mehdi-coming-out-als-deutsch-libanese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehdis</a><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/mehdi-coming-out-als-deutsch-libanese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Coming-Out</a></strong> als Deutsch-Libanese.</li>
<li>Und mehr von queerblick: <a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/06/ihh-ist-das-nicht-eklig/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8222;Ihh! Ist das nicht eklig?!&#8220;</strong></a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Rollentausch: Türke trifft Schwulen</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/12/rollentausch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2016 08:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Welten]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterrollen]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Experiment werden die Rollen getauscht! Maxi und Leon aus dem queeren Kontext treffen auf Momo und Furkan mit muslimischen Background. Entstanden ist der Clip auf dem Redaktionstreffen von HeRoes meet queerblick.  Mehr dazu: Sehr witzig?! Die Witze Challenge mit homophoben und rassistischen Witzen seht ihr hier Die Iraki Brothers der HeRoes Duisburg mit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In diesem Experiment werden die Rollen getauscht! </strong><br />
<strong>Maxi und Leon aus dem queeren Kontext treffen auf Momo und Furkan mit muslimischen Background. Entstanden ist der Clip auf dem Redaktionstreffen von HeRoes meet queerblick. </strong></p>
<p><span id="more-7550"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>Sehr witzig?! <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZAMYXEQWS3I" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Witze Challenge mit homophoben und rassistischen Witzen seht ihr hier</a></span></li>
<li>Die Iraki Brothers der HeRoes Duisburg mit ihrem Rap Song: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=09Uzqna9rXo" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Heimat</span> </a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>10 Dinge, die Sie nicht tun sollten&#8230; Coming-out</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/11/10-dinge-die-sie-nicht-tun-sollten-coming-out/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[queerblick]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2016 08:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Out]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie ein Coming-out auf keinen Fall ablaufen sollte, seht ihr an der Reaktion dieses Vaters. Die 10 Dinge, die Eltern nicht tun sollten, wenn ihr Kind sich outet, siehst du in diesem Video von queerblick.  Mehr dazu: In Ich werde nicht ernst genommen erklärt dir Team-Trans*, was du tun kannst, wenn deine Eltern dein Outing]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie ein Coming-out auf keinen Fall ablaufen sollte, seht ihr an der Reaktion dieses Vaters. Die 10 Dinge, die Eltern nicht tun sollten, wenn ihr Kind sich outet, siehst du in diesem Video von queerblick.  </strong></p>
<p><span id="more-7476"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu:</strong></p>
<ul>
<li>In<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/teamtrans-ich-werde-nicht-ernst-genommen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> <u>Ich werde nicht ernst genommen</u> </a>erklärt dir Team-Trans*, was du tun kannst, wenn deine Eltern dein Outing nicht akzeptieren.</li>
<li>Trans*-Sein ist nicht immer leicht. Warum es sich lohnt, stark zu bleiben, liest du in <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/08/7027/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der wankende Fels</a></u></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>&#8222;Schwul&#8220; als Schimpfwort?!</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/schwul-als-schimpfwort/</link>
					<comments>https://www.meintestgelaende.de/2016/10/schwul-als-schimpfwort/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Online-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2017 07:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Stimme]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[gelände2016]]></category>
		<category><![CDATA[Homofeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Schwul]]></category>
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					<description><![CDATA[Oftmals schnell &#8222;so dahin gesagt&#8220;, oft aber auch mit Absicht verletzend: „Hey, das/du bist schwul!“ wird unter Jugendlichen – insbesondere unter Jungen – als Schimpfwort benutzt, um andere abzuwerten und zu beleidigen. Aber wie fühlen sich eigentlich homosexuelle Jungen, wenn sie das ständig hören müssen? Wie empfinden und bewerten es Jugendliche, wenn andere Begriffe wie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oftmals schnell &#8222;so dahin gesagt&#8220;, oft aber auch mit Absicht verletzend: „Hey, das/du bist schwul!“ wird unter Jugendlichen – insbesondere unter Jungen – als Schimpfwort benutzt, um andere abzuwerten und zu beleidigen. Aber wie fühlen sich eigentlich homosexuelle Jungen, wenn sie das ständig hören müssen? Wie empfinden und bewerten es Jugendliche, wenn andere Begriffe wie &#8222;schwul&#8220; oder &#8222;behindert&#8220; als Beschimpfung nutzen? Auf dem #Gelände2016 haben wir uns umgehört.</strong></p>
<p><span id="more-7860"></span></p>
<p><b>Mehr dazu: </b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/11/homos-und-die-cdu-johannes-kommentiert/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>In diesem Video</strong></a> macht sich Johannes Gedanken zum Umgang der CDU mit Homosexuellen.</li>
<li>&#8222;<a href="https://www.meintestgelaende.de/2016/09/video-release-die-grosse-verschwulung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die große Verschwulung</strong></a>&#8220; &#8211; ein Song aus dem Musikvideo-Workshop des #gelände2016.</li>
</ul>
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		<title>Mehdi: Coming-out als Deutsch-Libanese</title>
		<link>https://www.meintestgelaende.de/2016/09/mehdi-coming-out-als-deutsch-libanese/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Was geht Almanya]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2016 08:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Me Myself & I]]></category>
		<category><![CDATA[Videos]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-Out]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Coming-out gilt in translesbischwulen Lebensläufen schon fast als selbstverständlich. Von heterosexuellen Menschen wird eine Positionierung zur eigenen Lebensweise hingegen nicht erwartet. Mehdis Schritt in die Öffentlichkeit setzt somit ein wichtiges Signal, für eine tolerante Gesellschaft ohne Homophobie. Mehr dazu: Nev hat sich für das Coming-out entschieden. In Eine kurze Geschichte des Lebens erzählt er,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Coming-out gilt in translesbischwulen Lebensläufen schon fast als selbstverständlich. Von heterosexuellen Menschen wird eine Positionierung zur eigenen Lebensweise hingegen nicht erwartet. Mehdis Schritt in die Öffentlichkeit setzt somit ein wichtiges Signal, für eine tolerante Gesellschaft ohne Homophobie.</strong></p>
<p><span id="more-7314"></span></p>
<p><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<ul>
<li>Nev hat sich für das Coming-out entschieden. In <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/06/eine-kurze-geschichte-des-lebens/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eine kurze Geschichte des Lebens</a></u> erzählt er, wie ihm der Schritt in die Öffentlichkeit zu mehr Selbstbewusstsein verholfen hat.</li>
<li>In manchen Kreisen gilt das Coming-out als besonders schwer. Mehr dazu lest ihr in <u><a href="https://www.meintestgelaende.de/2015/06/der-schwule-fussballspieler/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der schwule Fußballer</a></u>.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
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